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(c) Ibena
20.04.2026

IBENA: Historische Stile neu interpretiert - Vier Jahrzehnte, vier Designs

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Typisch für diese Zeit ist die bewusste Rückbesinnung auf frühere Stilepochen. Gestaltung wird detailreicher, kunstvoller und stärker von historischen Vorbildern geprägt. Die Decke greift diese Entwicklung auf und übersetzt sie in ein Dessin, das zugleich strukturiert und dekorativ wirkt.

1866 – Neo-Renaissance und das Streben nach Harmonie
Das Jahrzehnt darauf steht im Zeichen der Neo-Renaissance. Das Dessin von 1866 zeigt eine ausgewogene, symmetrische Ornamentik mit floralen Elementen, die sich in einem tiefen Bordeauxrot entfaltet. Die Gestaltung wirkt klarer, ruhiger und stärker geordnet als noch zuvor.

Diese Formensprache spiegelt das gestalterische Ideal der Zeit wider: Harmonie, Proportion und ein ausgewogenes Gesamtbild. Dekorative Elemente werden gezielter eingesetzt und in eine strukturierte Gestaltung eingebunden, die Eleganz und Beständigkeit ausstrahlt.

1876 – Gründerzeit und dekorative Fülle
Mit der Gründerzeit verändert sich auch die Wirkung von Wohntextilien. Die Decke von 1876 zeigt üppige, dicht gearbeitete Ornamente in gedeckten Grüntönen, die dem Design eine kraftvolle Präsenz verleihen.

Diese opulentere Gestaltung steht für den wirtschaftlichen Aufschwung der Zeit und das wachsende Bedürfnis, Wohlstand auch im Wohnraum sichtbar zu machen. Muster werden größer, reicher und ausdrucksstärker – ein klares Zeichen für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums.

1886 – Neobarock zwischen Opulenz und Leichtigkeit
Das Design von 1886 greift die schwungvolle Ornamentik des Neobarock auf und kombiniert sie mit einer helleren, neutraleren Farbpalette in Grau- und Ecru-Tönen. Trotz der detailreichen Gestaltung wirkt die Decke dadurch ausgewogen und zeitlos.

Charakteristisch für diese Phase ist die Verbindung aus dekorativer Fülle und stilistischer Vielfalt. Historische Einflüsse werden freier interpretiert und mit einem moderneren Farbempfinden kombiniert. So entsteht ein Dessin, das reich verziert ist, ohne überladen zu wirken.

Zwischen Vergangenheit und Fortschritt
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist geprägt von Dynamik und Gegensätzen: Industrialisierung und Tradition, Fortschritt und Rückblick, Opulenz und Ordnung existieren nebeneinander. Genau diese Spannungsfelder spiegeln sich auch in der Gestaltung der Zeit wider.

Mit dem zweiten Teil der Jubiläumskollektion macht IBENA diese Entwicklung erlebbar. Die vier Decken zeigen, wie sich Wohnkultur im Laufe weniger Jahrzehnte verändert – und wie eng Design mit den gesellschaftlichen Strömungen seiner Zeit verbunden ist.

Weitere Informationen:
IBENA Wohndecken Jubiläum Kollektion
Quelle:

Ibena

Patricia Urquiola, Valentina Ciuffi, Joseph Grima and Olaf Schmidt at Villa Pestarini. Foto: Messe Frankfurt / Andrea Kasap
20.04.2026

Heimtextil feiert Milan Design Week und würdigt Partner

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

„Es ist immer bereichernd, den Dialog mit der Heimtextil in Mailand fortzusetzen – einem Ort, an dem unterschiedliche Energien aufeinandertreffen. Diese Zusammenarbeit weiterzuführen bedeutet, eine gemeinsame Forschungsrichtung weiterzuverfolgen, bei der Textilien nicht als bloße Oberflächen betrachtet werden, sondern als lebendige Systeme: Strukturen, Schnittstellen und Experimentierfelder, die sich ständig weiterentwickeln“, sagt Patricia Urquiola. Ihre Installationen stellten Textilien als transformative und intelligente Materialien in den Mittelpunkt – im Zusammenspiel von Handwerk, Technologie, Textur, Nachhaltigkeit und Struktur.

Zur vergangenen Ausgabe der Heimtextil im Januar 2026 zeigte Patricia Urquiola, welche Materialien, Designs und Technologien das Interior Design der Zukunft prägen. Die immersive Designwelt „among-all“ bezog Besucher*innen aktiv in die Gestaltung des Raums ein. Ihre Bewegungen wurden durch KI-Tools Teil der Inszenierung. Patricia Urquiola zeigte dabei, wie Textilien Räume, Gesten und Interaktion prägen.

Quelle:

Messe Frankfurt

(c) Italian Trade Agency
20.04.2026

Hannover Messe: Deutsch-italienischer Handel legt wieder zu

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Italien erreichte im Jahr 2025 rund 158 Milliarden Euro und bestätigt die Erholung der Wirtschaftsbeziehungen. Auf der Hannover Messe präsentiert die Italian Trade Agency gemeinsam mit 13 KMU innovative Lösungen für die industrielle Fertigung, von klassischen Zuliefertechnologien bis zu KI- und XR-Anwendungen.

Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 157,8 Milliarden € hat die deutsch-italienische Wirtschaftspartnerschaft laut dem italienischen Statistikamt ISTAT im Jahr 2025 an Stärke gewonnen und sich nach rückläufigen Entwicklungen im Vorjahr erholt. Die italienischen Exporte wuchsen auf 72,2 Milliarden € (+2,4 %), während die Importe leicht auf 85,6 Milliarden € (+2,9 %) stiegen.

„Deutschland ist und bleibt der wichtigste Handelspartner Italiens, gefolgt von Frankreich und den USA. Gleichzeitig festigt Italien seine Position unter den bedeutendsten Wirtschaftspartnern Deutschlands auf Position sechs. Diese enge und gewachsene Partnerschaft ist ein zentraler Treiber für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa“, erklärt Ferdinando Fiore, Leiter des ITA-Büros in Berlin.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Italien erreichte im Jahr 2025 rund 158 Milliarden Euro und bestätigt die Erholung der Wirtschaftsbeziehungen. Auf der Hannover Messe präsentiert die Italian Trade Agency gemeinsam mit 13 KMU innovative Lösungen für die industrielle Fertigung, von klassischen Zuliefertechnologien bis zu KI- und XR-Anwendungen.

Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 157,8 Milliarden € hat die deutsch-italienische Wirtschaftspartnerschaft laut dem italienischen Statistikamt ISTAT im Jahr 2025 an Stärke gewonnen und sich nach rückläufigen Entwicklungen im Vorjahr erholt. Die italienischen Exporte wuchsen auf 72,2 Milliarden € (+2,4 %), während die Importe leicht auf 85,6 Milliarden € (+2,9 %) stiegen.

„Deutschland ist und bleibt der wichtigste Handelspartner Italiens, gefolgt von Frankreich und den USA. Gleichzeitig festigt Italien seine Position unter den bedeutendsten Wirtschaftspartnern Deutschlands auf Position sechs. Diese enge und gewachsene Partnerschaft ist ein zentraler Treiber für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa“, erklärt Ferdinando Fiore, Leiter des ITA-Büros in Berlin.

Die Stärke der italienischen fertigenden Industrie basiert laut dem führenden italienischen Industrie- und Arbeitgeberverband Confindustria auf ihrer besonderen Struktur: Kleine und mittlere Unternehmen prägen das industrielle Gefüge und stehen für Spezialisierung, Flexibilität und Innovationskraft. Ergänzt wird diese Basis durch hochproduktive größere Unternehmen. Diese Kombination sichert Italiens Wettbewerbsfähigkeit insbesondere in Hightech-Bereichen wie Automatisierung, industrieller Zulieferung und digitalen Technologien.

Vom 20. bis 24. April findet die Hannover Messe, die weltweit führende Fachmesse für industrielle Technologien, statt. Unter dem Leitthema „think tech together“ präsentiert sie ein umfassendes Themenspektrum entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Die Italian Trade Agency (ITA) ist mit einem Gemeinschaftsstand vertreten und stellt dort 13 italienische Unternehmen aus dem Bereich der industriellen Zulieferung vor.

Die ausstellenden Unternehmen präsentieren die Vielfalt und Innovationskraft der italienischen Industrie und decken ein breites Spektrum zentraler Schlüsselbereiche ab. Dazu zählen unter anderem Mechanik, Hydraulik, industrielle Filtration, Präzisionsmetallverarbeitung, Elektronik sowie Raumfahrttechnologien. Ergänzt wird das Portfolio durch innovative Lösungen im Bereich digitaler Industrieplattformen, Extended Reality und Künstliche Intelligenz und durch Komponenten für den Maschinenbau und vielfältige industrielle Anwendungen.

Die Hannover Messe ist die zweite strategische Veranstaltung in Deutschland, die vom italienischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI) im Rahmen der Kommunikationskampagne „OpportunItaly“ ausgewählt wurde. Das vom Außenministerium initiierte und von ITA umgesetzte Programm zur Wirtschaftsförderung zielt darauf ab, das „Made in Italy“ auf internationalen Märkten zu stärken. Dazu werden Einkäufer, Distributoren und ausländische Unternehmer mit italienischem Know-how und herausragender Qualität vernetzt.

Im Rahmen der Messe wird innerhalb des institutionellen ITA-Standes ein individuell gestalteter Bereich eingerichtet, der von zwei Mitarbeitenden betreut wird. Dort werden sowohl die digitale Matchmaking-Plattform als auch der Buyers’ Club präsentiert. Letzterer ist ein exklusiver Bereich für internationale Fachbesucher und bietet Zugang zu besonderen Inhalten, maßgeschneiderter Unterstützung sowie die Möglichkeit, an Handelsmissionen nach Italien teilzunehmen.

In Zusammenarbeit mit der Italienischen Handelskammer für Deutschland (ITKAM) findet zudem der „GERMAN-ITALIAN INNOVATION TALK“ statt, der sich der bilateralen Zusammenarbeit für eine nachhaltige Wirtschaft widmet. Ehrengast ist der italienische Generalkonsul in Hannover, Piero Vaira. Die Veranstaltung ist für den 21. April um 17:00 Uhr auf der zentralen Bühne des Hydrogen + Fuel Cells Europe Public Forum in Halle 11 geplant. Auf dem Programm stehen kurze Impulse aus der Wirtschaft, eine Paneldiskussion mit Unternehmen aus Italien und Deutschland sowie Pitches ausgewählter Firmen.

Quelle:

Italian Trade Agency 

Presto MAX PLUS (c) Kornit Digital Ltd.
20.04.2026

Kornit Digital: Digital Production for Footwear and Technical Textiles with Presto MAX PLUS

Kornit Digital, a global pioneer in sustainable, on-demand digital fashion and textile production, today unveiled the Kornit Presto MAX PLUS, a new roll-to-roll system expanding digital manufacturing into footwear, automotive interiors, military camouflage, high-performance sportswear, and high-end furnishings. Debuting at Texprocess 2026 in Frankfurt, Presto MAX PLUS enables entirely new applications for on-demand textile production.  
 
The fully digital, single-step system, based on the proven Presto MAX solution, requires minimal setup, eliminates Minimum Order Quantities, supports the industry's widest array of fabrics, and offers water-free printing with no pre- or post-washing, reducing waste, energy consumption, and environmental impact. At its core, Kornit MAX technology ensures retail print quality and superior hand feel. 
 
Industry-First Innovation 

Kornit Digital, a global pioneer in sustainable, on-demand digital fashion and textile production, today unveiled the Kornit Presto MAX PLUS, a new roll-to-roll system expanding digital manufacturing into footwear, automotive interiors, military camouflage, high-performance sportswear, and high-end furnishings. Debuting at Texprocess 2026 in Frankfurt, Presto MAX PLUS enables entirely new applications for on-demand textile production.  
 
The fully digital, single-step system, based on the proven Presto MAX solution, requires minimal setup, eliminates Minimum Order Quantities, supports the industry's widest array of fabrics, and offers water-free printing with no pre- or post-washing, reducing waste, energy consumption, and environmental impact. At its core, Kornit MAX technology ensures retail print quality and superior hand feel. 
 
Industry-First Innovation 
Presto MAX PLUS introduces DuraTech™, a durability enhancer delivering consistent resistance to wear, flex, and abrasion, enabling digital production for demanding applications such as footwear uppers, technical apparel, automotive interiors, and performance textiles. Its patentpending Precise Overprint technology intelligently adapts to material variability, ensuring accurate image placement on complex, pre-knitted, and dimensionally unstable substrates.  
 
These capabilities are already field proven with footwear manufacturers. Using breakthrough process and technology, Presto MAX PLUS enables digital application of proprietary functional inks to deliver customizable performance characteristics such as abrasion resistance, compression and protection, and technical applications.  
 
“Digital production is entering a new phase of industrial adoption, expanding into highperformance categories that require durability, precision and consistency at scale,” said Ronen Samuel, CEO of Kornit Digital. “Presto MAX PLUS extends the boundaries of what digital manufacturing can achieve, enabling brands and manufacturers to unlock new applications, operate with greater agility, and accelerate the shift toward a more sustainable production model.” 
 
The system also features white ink printing on dyed fabrics, extended color gamuts with Red/Green or Neon inks, and Kornit's XDi Technology for unique 3-D effects. Quality automation via QualiSet ensures hands-off calibration and consistent, repeatable results across batches, systems, and distributed production sites. 
 
Customers currently operating Presto MAX systems will be able to upgrade to Presto MAX PLUS capabilities, enabling access to new applications while protecting and extending the value of their existing investment. 

Quelle:

Kornit Digital Ltd.

20.04.2026

Nach der Landtagswahl in BW: Kein „Weiter so“

Südwesttextil begrüßt die Sondierungsergebnisse, fordert aber stärkere Berücksichtigung von Schlüsselindustrien und mittelständischer Wertschöpfung. 

Rund fünf Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die CDU Baden-Württemberg ihre Sonderungsgespräche beendet. Mit dem Ergebnispapier „Aus Verantwortung fürs Land – gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ einigen sich die beiden Parteien auf eine Basis für ihre Zusammenarbeit sowie 48 inhaltliche Punkte.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt die Bewertung des Verbands: „Nach einem intensiven Wahlkampf haben GRÜNE und CDU in den letzten Wochen das Fundament für ihre Koalition neu gelegt. Diese Vorbereitung entspricht unserer Forderung, in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten nicht einfach auf ein „Weiter so“ zu setzen. Die Priorisierung von Industrie und Arbeitsplätzen, konkret die Entlastung von Bürokratie, die Beschleunigung von Prozessen und die Stärkung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg, begrüßen wir ausdrücklich.“

Südwesttextil begrüßt die Sondierungsergebnisse, fordert aber stärkere Berücksichtigung von Schlüsselindustrien und mittelständischer Wertschöpfung. 

Rund fünf Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die CDU Baden-Württemberg ihre Sonderungsgespräche beendet. Mit dem Ergebnispapier „Aus Verantwortung fürs Land – gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ einigen sich die beiden Parteien auf eine Basis für ihre Zusammenarbeit sowie 48 inhaltliche Punkte.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt die Bewertung des Verbands: „Nach einem intensiven Wahlkampf haben GRÜNE und CDU in den letzten Wochen das Fundament für ihre Koalition neu gelegt. Diese Vorbereitung entspricht unserer Forderung, in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten nicht einfach auf ein „Weiter so“ zu setzen. Die Priorisierung von Industrie und Arbeitsplätzen, konkret die Entlastung von Bürokratie, die Beschleunigung von Prozessen und die Stärkung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg, begrüßen wir ausdrücklich.“

Südwesttextil hat in einem eigenen Forderungspapier unter dem Motto „Struktur zeigen – für einen Standort, der zusammenhält“ fünf zentrale landespolitische Handlungsfelder definiert. Wesentliche Forderungen des Verbands finden sich nun auch in den Ergebnissen wieder, darunter eine bezahlbare, sichere Energieversorgung, der Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten bis 2027, die flächendeckende Investition in digitale Infrastruktur sowie die Stärkung der Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften.

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband befürwortet ebenfalls die Ausrichtung auf Zukunftsthemen und Technologieführerschaft – fordert allerdings, auch bestehende Branchen zu stärken und ihre Rolle nicht zu vernachlässigen. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg ist eine Schlüsselindustrie – sie trägt zu entscheidenden Innovationen in Bereichen wie Mobilität, Umwelt, Bauen, Medizin und Verteidigung und damit ebenfalls zum Wohlstand bei. Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen ist die Weiterentwicklung der Strategie zur Sicherung der industriellen Wertschöpfung über die bekannten Punkte hinaus erforderlich. Dabei müssen insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen adressiert werden.“ Zu den industriepolitischen Forderungen des Verbands zählen die Anpassung des Vergaberechts, der Schutz des Binnenmarkts vor Billigimporten asiatischer E-Commerce-Plattformen sowie der Einsatz der Landesregierung für Regulierungen mit Augenmaß, z.B. im Bereich der europäischen Chemikalienpolitik.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil 

Neues Format für Italien: Val:ue Milan–kuratierter Boutique-Business-Hub für hochwertige Bekleidungstextilien Grafik Messe Frankfurt
19.04.2026

Neues Format für Italien: Val:ue Milan – kuratierter Boutique-Business-Hub für hochwertige Bekleidungstextilien

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Ankündigung der Val:ue Milan weiter aus. Val:ue Milan geht über das traditionelle Messemodell hinaus und präsentiert sich als prestigeträchtiger Business-Hub im Boutique-Stil, der sich ausschließlich ausgewählten Stoffen und Accessoires für die Bekleidungsindustrie widmet. 

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Ankündigung der Val:ue Milan weiter aus. Val:ue Milan geht über das traditionelle Messemodell hinaus und präsentiert sich als prestigeträchtiger Business-Hub im Boutique-Stil, der sich ausschließlich ausgewählten Stoffen und Accessoires für die Bekleidungsindustrie widmet. 

Die Veranstaltung findet vom 3. bis 5. Februar 2027 in der Mall von Porta Nuova statt und bricht mit konventionellen Formaten durch ein streng kuratiertes Umfeld, das auf strategisches Networking ausgelegt ist. Durch die Überbrückung der Kluft zwischen internationalen High-End-Herstellern und Einkäufer*innen des Top-Segments stärkt Val:ue Milan das globale Portfolio der Gruppe mit einem einzigartigen, wirkungsvollen Konzept, das auf einem raffinierten und sorgfältig ausgewählten Angebot basiert. 
 
Mit der Einführung der Val:ue Milan schafft die Messe Frankfurt einen hochspezialisierten Treffpunkt für ausgewählte Hersteller*innen, Marken und Branchenfachleute aus dem Spitzensegment der Textilbranche, angesiedelt in einer der einflussreichsten Modehauptstädte der Welt. Mailand gilt als strategischer Knotenpunkt für Design, Innovation und herausragende Fertigungsqualität – ein einzigartiges Ökosystem, das ideale Voraussetzungen für den Austausch, Kreativität und neue Geschäftsmöglichkeiten innerhalb der internationalen hochwertigen Textilbranche bietet.
 
Lösungen und Produkte im Herzen der italienischen Modewelt
Val:ue Milan präsentiert sich als exklusives Projekt mit gehobenem Anspruch, dessen Schwerpunkt auf der Exzellenz von Stoffen, Accessoires und innovativen Textillösungen liegt. In diesem Rahmen treffen die renommiertesten internationalen Hersteller*innen auf Einkäufer*innen, Designer*innen und Produktmanager*innen, um das Streben nach Qualität, Kreativität und technologischer Zuverlässigkeit in hochkarätige Partnerschaften zu verwandeln.
 
„Mailand ist das Zentrum, an dem modische Exzellenz auf industrielle Kompetenz und große internationale Marken trifft“, sagt Donald Wich, Geschäftsführer von Messe Frankfurt Italien. „Mit Val:ue Milan schaffen wir ein Projekt, das diese Stärken vereint und ihnen gleichzeitig eine internationale Dimension eröffnet – eine Plattform, die ausgewählte Lieferanten aus den weltweit führenden Beschaffungsregionen mit dem europäischen Markt verbindet. Ziel ist es, in Mailand einen unverwechselbaren Knotenpunkt für die Beschaffung im High-End-Bereich zu etablieren, der durch eine unverwechselbare Identität und ein Profil der Exzellenz bestehende Branchenakteure ansprechen kann.“
 
„Mit der Einführung der Val:ue Milan bauen wir die Reichweite unseres globalen Texpertise Network strategisch aus“, erklärt Detlef Braun, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt. „Mailand bietet eine einzigartige Bühne, auf der eine tief verwurzelte Designkultur auf internationales Prestige trifft, was die Stadt zum idealen Schauplatz für dieses neue Format macht. Dieser Business-Hub im Boutique-Stil setzt neue Maßstäbe in unserem Portfolio und spiegelt unsere langfristige Vision wider, unsere Präsenz in wichtigen Modehauptstädten durch einen hochgradig differenzierten Ansatz zu stärken und anspruchsvolle, strategische Lösungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette anzubieten.“

Quelle:

Messe Frankfurt

Yarn Feeders Photo Mayer & Cie. Global
17.04.2026

Mayer & Cie. Global nimmt Geschäftsbetrieb auf

Die Zukunft der Marke Mayer & Cie. ist gesichert: Mit dem erfolgreichen Vollzug des erst im Februar dieses Jahres abgeschlossenen Kaufvertrags über Vermögensgegenstände im Rundstrickmaschinenbau des deutschen Traditionsunternehmens Mayer & Cie. kann die Marke fortbestehen. Der Erwerb der Vermögensgegenstände durch den neuen Eigentümer Xu Hongjie ist heute formal erfolgt. Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs am Standort Albstadt.  

In der Übergangsphase zwischen Signing – der Unterzeichnung der Verträge im Februar – und dem heutigen Closing hat der neue Eigentümer gemeinsam mit seinem Team intensiv an einem Konzept für den Neustart gearbeitet. Ziel ist es, die Traditionsmarke neu auszurichten und konsequent an den Anforderungen der Kunden zu orientieren. Mayer & Cie. soll künftig schneller, leistungsfähiger und noch stärker lösungsorientiert agieren. 

Erfolgreiches Closing ebnet Weg für die Zukunft von Mayer & Cie. 
Das vollzogene Closing markiert den finalen Meilenstein in der Übertragung von Vermögenswerten aus dem Rundstrickbereich von Mayer & Cie. an Xu Hongjie.  

Die Zukunft der Marke Mayer & Cie. ist gesichert: Mit dem erfolgreichen Vollzug des erst im Februar dieses Jahres abgeschlossenen Kaufvertrags über Vermögensgegenstände im Rundstrickmaschinenbau des deutschen Traditionsunternehmens Mayer & Cie. kann die Marke fortbestehen. Der Erwerb der Vermögensgegenstände durch den neuen Eigentümer Xu Hongjie ist heute formal erfolgt. Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs am Standort Albstadt.  

In der Übergangsphase zwischen Signing – der Unterzeichnung der Verträge im Februar – und dem heutigen Closing hat der neue Eigentümer gemeinsam mit seinem Team intensiv an einem Konzept für den Neustart gearbeitet. Ziel ist es, die Traditionsmarke neu auszurichten und konsequent an den Anforderungen der Kunden zu orientieren. Mayer & Cie. soll künftig schneller, leistungsfähiger und noch stärker lösungsorientiert agieren. 

Erfolgreiches Closing ebnet Weg für die Zukunft von Mayer & Cie. 
Das vollzogene Closing markiert den finalen Meilenstein in der Übertragung von Vermögenswerten aus dem Rundstrickbereich von Mayer & Cie. an Xu Hongjie.  

Sämtliche Verhandlungen, Sorgfaltsprüfungen und rechtliche Vereinbarungen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Auch die erforderlichen Zustimmungen aller relevanten Behörden liegen vor. 

Dazu zählen insbesondere die Freigaben der zuständigen chinesischen Behörden für Auslandsinvestitionen sowie die Unbedenklichkeitsbescheinigung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

„Wir freuen uns, dass das Verfahren nun zu einem guten Abschluss gekommen ist“, sagt Xu Hongjie im Namen seiner Familie. „Wir sind überzeugt vom unvergleichlichen Wert der Marke, der Qualität der Maschinen und tief beeindruckt von der technischen Kompetenz des neuen Teams.“ Es mache ihn sehr stolz, nun selbst Teil dieses Teams zu sein, so der junge Unternehmer.  

Mit Abschluss des Verfahrens kann das Unternehmen seine volle Geschäftstätigkeit aufnehmen.  

Konzept für den Neustart 
Die Zielsetzung für den Neustart ist klar umrissen: Es gilt, schnellstmöglich die Profitabilität herzustellen und das Unternehmen mittelfristig an die Spitze des globalen Textilmaschinenmarktes zu führen.  

In den rund zwei Monaten zwischen Signing und Closing hat der neue Eigentümer mit seinem Team intensiv am Konzept gearbeitet, um diese Ziele zu erreichen. Das Team der neuen Mayer & Cie. Global – wie das Unternehmen zukünftig firmieren wird – umfasst derzeit rund 45 Mitarbeitende insbesondere im Bereich der Konstruktion, Produktmanagement und Vertrieb. Alle Personen wurden neu eingestellt. 

Huixing und Mayer & Cie.: Fokus auf Synergien 
Mit dem Closing gehen die übertragenen Assets aus dem Rundstrickmaschinenbereich von Mayer & Cie. formal an Xu Hongjie aus der Eigentümerfamilie von Huixing Machinery Co., Ltd., Shishi über. 

Huixing hat seinen Sitz in Shishi City in Quanzhou, einem Zentrum der chinesischen Textil- und Maschinenbauindustrie. Huixing fertigt und vertreibt hochwertige Strickmaschinen und entwickelt die dazugehörende intelligente Software.  

Die Marke Mayer & Cie. wird eigenständig bleiben, mit einem „schlagenden Herz in Albstadt“, so Xu Hongjie. Das bedeutet, Forschung & Entwicklung werden ebenso wie die Produktion und die zugehörige Verwaltung weiterhin am Stammsitz ansässig sein. Das neue Unternehmen Mayer & Cie. 

Global agiert mit klarer strategischer Ausrichtung und Fokus auf das Premiumsegment. Das breite Produktportfolio erstreckt sich von Single- bis Double-Jersey-Maschinen für Anwendungen in Bekleidung, bis zu Wäsche und Heimtextilien. 

Synergien zwischen den beiden Unternehmen gilt es zu nutzen. Die liegen unter anderem in der Beschaffung, beim Zugang zu Marktkenntnissen ebenso wie der Möglichkeit, ein deutlich breiteres Spektrum an Kundenbedürfnissen zu bedienen, als es ein Unternehmen allein könnte.  

Erfolgreicher Abschluss durch enge Abstimmung aller Beteiligten 
Einen besonderen Dank richtet Xu Hongjie an RÖDL, dessen Team unter der Leitung von Partner Jiawei Wang das komplette Projekt auf Seiten der neuen Eigentümerfamilie begleitet hat, von den ersten Gesprächen Ende 2025 bis zum Abschluss des Verfahrens. „Wir freuen uns, dass der Kaufprozess, den wir auf deutscher wie chinesischer Seite unterstützt haben, nun zu einem Abschluss gekommen ist. Für die Marke Mayer & Cie. ebenso wie für das Team ergibt sich eine wertvolle Chance: Als Industrieinvestor bringt der neue Eigentümer umfassendes Fachwissen, tiefe Marktkenntnis und eine klare Strategie für die Zukunft mit.“   

Der Dank des neuen Eigentümers gilt außerdem dem Generalbevollmächtigten, Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger in Stuttgart, der gemeinsam mit seinem Team das Eigenverwaltungsverfahren geleitet hat. Durch die gute Zusammenarbeit mit RÖDL konnte der Übergang effizient umgesetzt und die Grundlage für die Fortführung des Geschäfts geschaffen werden. 

Der erfahrene Sanierer Martin Mucha zeigt sich zufrieden über den positiven Ausgang des im Dezember 2025 eröffneten Insolvenzverfahrens: „Dass es gelungen ist, im laufenden Verfahren eine tragfähige Investorenlösung zu finden, ist ein wichtiges Signal für den Standort. Damit haben wir die Grundlage für einen aussichtsreichen Neustart des Unternehmens geschaffen.“

(c) Rudolf Group
17.04.2026

RUDOLF auf der Techtextil mit innovativen Funktionslösungen

RUDOLF, ein international führendes Unternehmen im Bereich Textilhilfsmittel, Textilpflege und Bauchemie, hat sich seit der Gründung im Jahr 1922 zu einem global anerkannten Technologiepartner entwickelt. Als Vorreiter für zukunftsweisende textile Lösungen präsentiert RUDOLF seine aktuellen Innovationen auf der Techtextil 2026 im April in Frankfurt.

Funktionale Performance für anspruchsvolle Anwendungen
Im Fokus des Messeauftritts stehen innovative Ausrüstungslösungen, die speziell auf die Anforderungen technischer und funktionaler Textilien abgestimmt sind. FERAN® SRC wurde für die Anforderungen von Textilien aus Cellulosefasern entwickelt. Die funktionelle Soil-Release-Ausrüstung bildet eine dauerhafte Schutzschicht auf Cellulosefasern und deren Mischungen. Dadurch lassen sich öl-, fett- und pigmenthaltige Verschmutzungen deutlich leichter entfernen. Textilien bleiben länger sauber und behalten auch nach vielen Waschgängen ihre Qualität. Gleichzeitig verbessert FERAN® SRC den Tragekomfort, indem es die Oberfläche dauerhaft hydrophil hält, ohne den Griff negativ zu beeinflussen. 

RUDOLF, ein international führendes Unternehmen im Bereich Textilhilfsmittel, Textilpflege und Bauchemie, hat sich seit der Gründung im Jahr 1922 zu einem global anerkannten Technologiepartner entwickelt. Als Vorreiter für zukunftsweisende textile Lösungen präsentiert RUDOLF seine aktuellen Innovationen auf der Techtextil 2026 im April in Frankfurt.

Funktionale Performance für anspruchsvolle Anwendungen
Im Fokus des Messeauftritts stehen innovative Ausrüstungslösungen, die speziell auf die Anforderungen technischer und funktionaler Textilien abgestimmt sind. FERAN® SRC wurde für die Anforderungen von Textilien aus Cellulosefasern entwickelt. Die funktionelle Soil-Release-Ausrüstung bildet eine dauerhafte Schutzschicht auf Cellulosefasern und deren Mischungen. Dadurch lassen sich öl-, fett- und pigmenthaltige Verschmutzungen deutlich leichter entfernen. Textilien bleiben länger sauber und behalten auch nach vielen Waschgängen ihre Qualität. Gleichzeitig verbessert FERAN® SRC den Tragekomfort, indem es die Oberfläche dauerhaft hydrophil hält, ohne den Griff negativ zu beeinflussen. 

Ein weiteres Highlight ist RUCO-THERM® PCM BIO MFT: eine moderne, biobasierte Ausrüstung, die die thermische Funktionalität von Textilien verbessert. Die Lösung trägt zur effektiven Klimaregulierung bei und ermöglicht textile Konzepte, bei denen Performance und verantwortungsbewusste Materialauswahl Hand in Hand gehen. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigenden Anforderungen an nachhaltige und funktionale Hochleistungstextilien.

Mit der Integration von RUCO-BAC® ROX erweitert RUDOLF sein Portfolio um eine technologisch fortschrittliche Lösung zur Funktionalisierung von Textilien. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Heraeus Precious Metals entwickelt. RUCO-BAC® ROX unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen bioziden Wirkprinzipien, insbesondere von klassischen Silbertechnologien. 

Die Technologie basiert auf einer katalytischen Reaktion, bei der Sauerstoff in Anwesenheit von Luftfeuchtigkeit in reaktive Sauerstoffspezies umgewandelt wird. Diese wirken effektiv gegen geruchsverursachende und andere Mikroorganismen und entfalten zusätzlich eine oxidative Wirkung auf geruchsaktive Rückstände auf der Textiloberfläche. Da der Wirkmechanismus auf einem zirkulären Redoxsystem beruht, wird RUCO-BAC® ROX nicht verbraucht, sondern kontinuierlich regeneriert, was eine langanhaltende und nachhaltige Funktionalität ermöglicht. 

Mit RUCO®-LUB BMN erweitert RUDOLF sein Produktportfolio. Es handelt sich dabei um eine biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Vernähbarkeitsavivagen. Die multifunktionale Lösung verbessert die Oberflächenglätte von Web- und Maschenwaren, reduziert die Reibung beim Nähen und ermöglicht eine schadenfreie Verarbeitung ohne Maschenspreng- oder Laufmaschenschäden. Gleichzeitig verleiht RUCO®-LUB BMN den Textilien einen weichen, glatten Griff, unterstützt den Erhalt der Reißfestigkeit und trägt durch geringeren Verschleiß zu einer erhöhten Lebensdauer bei.

Quelle:

Rudolf Group

17.04.2026

Neue Verbraucherkreditregeln: bevh begrüßt Ausnahmen für Kauf auf Rechnung

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

Tacnera® von Freudenberg überwindet das Haftungs-Trauma-Problem © Freudenberg Performance Materials
Tacnera® von Freudenberg
16.04.2026

Neue Wundauflage: Freudenberg überwindet Zielkonflikt zwischen Haftung und Hautschutz

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Zwei Silikone in einer Wundauflage: gezielte Haftung dort, wo sie gebraucht wird
Schaumauflagen, die auf der Tacnera®-Technolgie basieren, ermöglichen eine Kombination von zwei Silikonen mit unterschiedlichen Eigenschaften in einer einzigen Schaumauflage. Während der Randbereich für eine sichere Fixierung sorgt, kommt im zentralen Wundbereich eine Beschichtung mit besonders sanftem Kontakt zum Einsatz, die empfindliche Haut und neu gebildetes Gewebe schützt. Möglich wird dies durch einen präzise entwickelten Schaum und eine wellenförmige Beschichtung, die Passform, Flexibilität und Exsudatmanagement gezielt verbessert.

Anwenderfreundlich und zuverlässig
Das Ergebnis ist eine Schaumauflage, die auch bei anspruchsvoller Anatomie zuverlässig an Ort und Stelle bleibt und sich zugleich sauber und schonend entfernen lässt. Die Auflage bietet eine konsistente Leistung und unterstützt damit sowohl die Behandlungsqualität als auch das Vertrauen von Anwendern und Patienten. Damit eröffnet die Technologie Markenanbietern, Distributoren und regionalen Anbietern neue Möglichkeiten, sich im Premiumsegment der Wundversorgung zu positionieren.

„Schaumauflagen auf Basis der innovativen Tacnera®-Technologie folgen einem grundlegend neuen, systemischen Ansatz: Sie vereinen sichere Haftung, sanftes Ablösen, zuverlässige Funktion und wirtschaftliche Umsetzbarkeit in einem Produkt“, erklärt Dr. Oliver Heneric, SVP Division Healthcare von Freudenberg Performance Materials.

Schneller zum Markt: wirtschaftliche Vorteile für Kunden 
Neben den funktionalen Vorteilen profitieren Kunden von einem klaren wirtschaftlichen Vorteil: Die Entwicklung leistungsfähiger silikonbasierter Schaumverbände erfordert in der Regel lange Entwicklungszeiten, spezialisiertes Know-how und ein hohes technisches Risiko. Schaumauflagen auf Basis von Tacnera® stehen als serienreife, leistungsstarke und verkaufsfertige Lösung zur Verfügung und ermöglicht Kunden damit einen schnelleren Markteintritt und reduziert den Entwicklungsaufwand. Die Marktzulassung in Europa wird für den Sommer 2026 erwartet.

 

Quelle:

Freudenberg Performance Materials

16.04.2026

VDMA-Mitglieder auf der Techtextil: Smarte Technologien für technische Textilien

Auf der Techtextil 2026 in Frankfurt unterstreichen die Mitglieder des VDMA Textilmaschinen ihre Schlüsselrolle als weltweite Technologieführer für technische Textilien. Mit einer starken Präsenz von mehr als 50 Mitgliedern werden sie verdeutlichen, wie Ingenieurskunst, Innovationskraft und Nachhaltigkeitskompetenz aus Deutschland und Europa die Zukunft der Textilindustrie prägen. Sieben Unternehmen werden am Gemeinschaftsstand des VDMA im Zentrum der Halle 12.0 vertreten sein. 

Die Mitgliedsunternehmen des VDMA sind international für ihre leistungsstarken Produktionstechnologien bekannt, die fortschrittliche technische Textilien für ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen – von Mobilität, Bauwesen und Filtration bis hin zu medizinischen Textilien und Schutztextilien. Auf der Techtextil 2026 präsentieren sie Lösungen, die maximale Produktivität, präzise Prozesssteuerung und Ressourceneffizienz vereinen und damit den steigenden Anforderungen der globalen Märkte gerecht werden.

Auf der Techtextil 2026 in Frankfurt unterstreichen die Mitglieder des VDMA Textilmaschinen ihre Schlüsselrolle als weltweite Technologieführer für technische Textilien. Mit einer starken Präsenz von mehr als 50 Mitgliedern werden sie verdeutlichen, wie Ingenieurskunst, Innovationskraft und Nachhaltigkeitskompetenz aus Deutschland und Europa die Zukunft der Textilindustrie prägen. Sieben Unternehmen werden am Gemeinschaftsstand des VDMA im Zentrum der Halle 12.0 vertreten sein. 

Die Mitgliedsunternehmen des VDMA sind international für ihre leistungsstarken Produktionstechnologien bekannt, die fortschrittliche technische Textilien für ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen – von Mobilität, Bauwesen und Filtration bis hin zu medizinischen Textilien und Schutztextilien. Auf der Techtextil 2026 präsentieren sie Lösungen, die maximale Produktivität, präzise Prozesssteuerung und Ressourceneffizienz vereinen und damit den steigenden Anforderungen der globalen Märkte gerecht werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung und Automatisierung. Intelligente Maschinen, datengestützte Prozessoptimierung und integrierte Systemlösungen ermöglichen es Textilherstellern weltweit, ihre Effizienz zu steigern, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Technologien sind unerlässlich, um die Textilherstellung zu einer resilienteren und zukunftssicheren Branche zu machen.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer zentraler Pfeiler der Innovation im Textilmaschinenbau. Technologien von VDMA-Mitgliedern tragen zu einer energieeffizienten Produktion, geringeren Emissionen und einem verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen bei. Darüber hinaus sind die Maschinenhersteller Vorreiter bei Lösungen für das Textilrecycling und die Kreislaufwirtschaft und schaffen damit die technologische Grundlage für die Schließung von Stoffkreisläufen und die Einhaltung weltweit immer strengerer Umweltvorschriften.

Die starke Präsenz der VDMA-Mitgliedsunternehmen auf der Techtextil 2026 spiegelt die Bedeutung Deutschlands und Europas als Kompetenzzentrum für den Textilmaschinenbau wider. Als Partner von Textilherstellern weltweit verbinden die Maschinenhersteller jahrzehntelanges Know-how im Maschinenbau mit fortschrittlichen digitalen Lösungen und anwendungsspezifischem Fachwissen.

„Wir freuen uns auf die Techtextil 2026, als wichtige Plattform für den internationalen Dialog, die Geschäftsentwicklung und den technologischen Austausch“, sagt Dr. Harald Weber, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Textilmaschinen.

An seinem Gemeinschaftsstand (Halle 12.0, C55/56) bietet der VDMA mehrere Veranstaltungen für Mitgliedsunternehmen und Messebesucher:

Podiumsdiskussion: Technische Textilien – quo vadis? 
Unter der Moderation von Dr. Harald Weber (VDMA) diskutieren Lutz Walter (Textile ETP), Hagen Lotzmann (Karl Mayer) und Prof. Dr. Holger Erth (Textilausrüstung Pfand) über aktuelle Trends, Herausforderungen und Anforderungen an technische Textilien, neue Anwendungsfelder, weitere Entwicklungen, Nachhaltigkeit und Recycling sowie die Auswirkungen auf die Fertigungstechnik. Termin: Dienstag, 21. April, 15:00 Uhr. (Sprache: Englisch).

Preisverleihung der Walter-Reiners-Stiftung
Das 60-jährige Jubiläum der Walter-Reiners-Stiftung des VDMA steht für sechzig Jahre Engagement für den Ingenieurnachwuchs – und das feiert der VDMA auf der Techtextil! 
Im Rahmen der Veranstaltung blickt der VDMA anhand der Karrieren von Preisträgern aus verschiedenen Jahrzehnten auf die Entwicklung der Branche zurück. Anschließend haben Besucher die Möglichkeit, die Preisträgerinnen und Preisträger des Jahres 2026 kennenzulernen und mehr über ihre Arbeiten zu erfahren. Insgesamt fünf Absolventinnen und Absolventen erhalten vom Vorsitzenden der Stiftung, Peter D. Dornier, Auszeichnungen für ihre Bachelor- und Masterarbeiten. Termin: Donnerstag, 23. April, 16 Uhr. (Sprache: Deutsch).

Delegationen aus Indien
Auf der Techtextil werden mehrere Delegationen aus dem Schlüsselmarkt Indien am VDMA-Stand erwartet. 

Quelle:

VDMA e. V. Textile Machinery 

16.04.2026

Rieter-Generalversammlung 2026: Alle Anträge des Verwaltungsrats angenommen

An der 135. ordentlichen Generalversammlung der Rieter Holding AG vom 16. April 2026 haben 342 Aktionärinnen und Aktionäre, die 64.0% des Aktienkapitals vertreten, teilgenommen. Sie stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats zu. 

Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Konzernrechnung und Vergütungsbericht 
Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2025. Zudem erteilten sie dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung Entlastung für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr. 
In einer Konsultativabstimmung hießen sie auch den Bericht 2025 über nichtfinanzielle Belange gut. 

Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten dem Antrag des Verwaltungsrats, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. 

Statutenänderungen 
Die vorgeschlagenen Statutenänderungen der Rieter Holding AG wurden ebenfalls genehmigt. 

An der 135. ordentlichen Generalversammlung der Rieter Holding AG vom 16. April 2026 haben 342 Aktionärinnen und Aktionäre, die 64.0% des Aktienkapitals vertreten, teilgenommen. Sie stimmten sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrats zu. 

Geschäftsbericht, Jahresrechnung, Konzernrechnung und Vergütungsbericht 
Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Geschäftsbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2025. Zudem erteilten sie dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung Entlastung für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr. 
In einer Konsultativabstimmung hießen sie auch den Bericht 2025 über nichtfinanzielle Belange gut. 

Verzicht auf Ausschüttung einer Dividende 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten dem Antrag des Verwaltungsrats, auf die Ausschüttung einer Dividende zu verzichten. 

Statutenänderungen 
Die vorgeschlagenen Statutenänderungen der Rieter Holding AG wurden ebenfalls genehmigt. 

Vergütung der Verwaltungsrats- und der Konzernleitungsmitglieder 
In einer Konsultativabstimmung hießen die Aktionärinnen und Aktionäre den Vergütungsbericht 2025 gut. 

Weiter genehmigten sie den Gesamtbetrag der maximalen Vergütung des Verwaltungsrats bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung 2027. Zudem stimmten sie dem Gesamtbetrag der maximalen fixen Vergütung der Konzernleitung für das Geschäftsjahr 2027 sowie der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2025 zu.

Wahl des Verwaltungsrats 
Die zur Wiederwahl stehenden Verwaltungsratsmitglieder Peter Spuhler, Roger Baillod, Carl Illi, Sarah Kreienbühl, Daniel Grieder, Thomas Oetterli und Jennifer Maag wurden für eine weitere Amtsdauer von einem Jahr bestätigt. 

Thomas Oetterli wurde als Verwaltungsratspräsident für ein weiteres Jahr wiedergewählt. 

Die Mitglieder des Vergütungsausschusses – Sarah Kreienbühl, Daniel Grieder und Roger Baillod – wurden ebenfalls für eine Amtsdauer von einem Jahr wiedergewählt. 

Wahl der KPMG als Revisionsstelle 
Die Aktionärinnen und Aktionäre folgten auch dem Antrag des Verwaltungsrats, die KPMG AG, Zürich (Schweiz), als Revisionsstelle für das am 1. Januar 2026 begonnene Geschäftsjahr erneut zu wählen.

Quelle:

Rieter Holding Ltd.

Agrotextiles (c) Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
15.04.2026

ITA @ Techtextil 2026: Intelligente Textilien - nachhaltig, umweltverträglich und mit KI

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

  1. 4D-Printed Textiles
    4D-Textilien sind textile Strukturen, die ihre Form oder Funktion über die Zeit gezielt verändern können. Die „vierte Dimension“ beschreibt dabei die Reaktion auf äußere Stimuli wie Temperatur, Feuchtigkeit, Licht oder elektrische Impulse. Grundlage sind meist aktive Materialien wie Formgedächtnispolymere, Formgedächtnislegierungen oder hygroskopische Fasern, die in textile Architekturen integriert werden.

    Ihre Rolle liegt in der Entwicklung adaptiver, funktionaler Systeme: von klimaregulierender Bekleidung über textilbasierte Aktuatoren in der Soft Robotics bis hin zu selbstentfaltenden oder medizinischen Anwendungen. 4D-Textilien transformieren Textilien von passiven Flächengebilden zu responsiven, intelligenten Systemen. 
  2. AlgaeTex Sportschuh
    Algen haben ein immenses Potenzial als Bio-Rohstoff, um Erdöl für künstliche Textilien zu ersetzen: Sie wachsen schnell und können Kohlendioxid effizienter aufnehmen als andere Bio-Rohstoffe, die auf Landpflanzen basieren. Außerdem verbraucht ihr Anbau weniger/unbebaubare Flächen und vermeidet Pestizide. Die Verwendung von Algen als erneuerbare Ressource für die Herstellung von Biopolymeren und Textilien umgeht die Herausforderungen des Wettbewerbs mit niedrigen Kraftstoffpreisen, indem sie höherwertige Anwendungen schafft. Auf diese Weise kann die deutsche Textilindustrie als Katalysator für die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu einer Bioökonomie wirken, in der Algen eine wichtige Biomassequelle darstellen.

    Das Projekt AlgaeTex demonstriert, dass die Herstellung thermoplastischer Biopolymere aus Algen für textile Anwendungen technisch möglich ist. Diese neuartigen Biopolymere werden schmelzgesponnen und zu hochwertigen Textilien verarbeitet, die für die Sportartikelindustrie von Bedeutung sind, wie in etwa für gestrickte Schuhoberflächen oder T-Shirts. 
  3. Agrartechnik
    Agrotextilien sind insbesondere für Sonderkulturen wie beispielsweise Erdbeeren, Salate und Kohlrabi von großer Bedeutung, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Wachstumsbedingungen haben. So können sie die Bodentemperatur erhöhen, Wasser zu den Pflanzen leiten und die Setzlinge vor allem in frühen Wachstumsphasen vor äußeren Einflüssen schützen. Agrotextilien bestehen nahezu ausschließlich aus petrochemisch hergestellten Polymeren, die nicht biologisch abbaubar sind. Auf dem vorliegenden Demonstrator wird daher ein Krempelvlies ausgestellt, das aus biologisch abbaubaren Polymeren hergestellt wurde und zur Ernteverfrühung auf Erdbeerfeldern eingesetzt wird. In der gleichen Kultur, aber mit anderem Nutzen, ist ein Netz aus Monofilamenten zu sehen, dass durch seine tiefrote Farbe und eine Beschichtung mit feinsten Silikatpartikeln zum Schutz der Pflanzen vor invasiven Insektenarten dient. 
  4. Bionic Oil Adsorber
    Auf verschiedenen biologischen Oberflächen wird Öl von Wasseroberflächen adsorbiert und entlang von schwimmenden Blättern transportiert.
    Dieser Effekt wurde von ITA-Postdoc Dr. Leonie Beek mit ihrem Bionic Oil Absorber (BOA) auf ein technisches Textil übertragen, das im Reifegrad 4 bis zu 4 Liter Diesel pro Stunde aus dem Wasser entfernen kann.

    Der BOA unterscheidet sich von technischen Lösungen, da die Öl-Wasser-Trennung ohne externe Energie und ohne giftige Substanzen erfolgt. Die Arbeiten zum BOA wurden mit dem Bionik-Award und dem Paul-Schlack-Preis ausgezeichnet. 
  5. BioPEtex – PE-basiertes, spinngefärbtes und nachhaltiges T-Shirt aus biologischen Rohstoffen
    Auf dem milliardenschweren Fasermarkt dominieren fossile Polyester (PES) mit einem Anteil von 52 % den Bekleidungssektor. Leider kann PET, das am häufigsten verwendete PES, im Gegensatz zu Polyethylen (PE) nicht zu 100 % biobasiert in industriellem Maßstab hergestellt werden. Biobasiertes PE (bioPE), ein Drop-in-Polymer, das aus fermentierten Stärken oder Zuckern gewonnen wird, entspricht in seinen Eigenschaften dem fossilen PE und ist leicht recycelbar. Es ist außerdem kostengünstiger als andere, in Fasern verwendete Biopolymere und kann bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden, was Energie spart. Spinngefärbtes bioPE bietet erhebliche Umweltvorteile: Es verbraucht 50 % weniger Energie und Wasser als herkömmliche Färbeverfahren und emittiert 60 % weniger CO2.

    Lebenszyklusanalysen (LCA) sagen voraus, dass PE den ökologischen Fußabdruck der Textilindustrie erheblich reduzieren könnte, wobei spinngefärbtes BioPE diese Reduzierung noch verstärkt. Darüber hinaus sind PE-Textilien IR-transparent und sorgen so für eine passive Kühlung des Körpers.

    Trotz dieser Vorteile wird PE noch nicht in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Vorläufige Forschungsergebnisse des ITA deuten darauf hin, dass PE zu gesponnenen, gefärbten Filamenten und gestrickten Mustern mit vielversprechender Textur verarbeitet werden kann. Das ausgestellte T-Shirt ist gesponnen und gefärbt und verfügt über eine elastische Oberfläche aus biobasierten Rohstoffen. Eine biobasierte elastische Ausrüstung wertet das T-Shirt auf, das aus einer einzigen Quelle stammt und thermomechanisch recycelbar ist. 
  6. FungalFibers – Leggings
    Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen wie Erdöl, Wasser und Ackerland sowie zunehmender Umweltzerstörung und Konfliktpotenzialen besteht ein großes gesellschaftliches und unternehmerisches Interesse daran, wettbewerbsfähige, sozial und ökologisch nachhaltige Rohstoffalternativen für die Textilindustrie bereitzustellen. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer völlig neuen Prozesskette zur Herstellung biobasierter, veganer Textilien aus Chitosanfasern (Filament- und Stapelfasergarnen).

    Chitosan ist chemisch eng mit Chitin verwandt, dem nach Cellulose am häufigsten vorkommenden Stoff in der Natur. Es kommt in einer Vielzahl von Quellen natürlich vor: in Insekten, Krabben- und Krebsschalen sowie als strukturbestimmender Bestandteil der Zellwände aller Pilze. Daher kann Chitin aus Nebenprodukten der Produktion von Krabbenfleisch, Insektenprotein oder Pilzbiomasseabfällen aus industriellen Prozessen gewonnen werden. Chitosan seinerseits kann durch Deacetylierung leicht aus Chitin hergestellt werden.

    Die ITA Group zeigt unterschiedliche Ansätze des mechanischen und thermo-mechanischen Recyclings und adressiert damit mögliche Anwendungen in der Textil-, Werkstoff- und Automobilindustrie. Die auf das mechanische Textilrecycling spezialisierte ITA Augsburg gGmbH zeigt Innovationen aus den Bereichen Composites, mechanisches Textilrecycling und künstliche Intelligenz in der Produktion. Dazu gehören Schall- und Wärme- isolationsplatten aus dem Projekt „IsoTex“, ein Handtuch aus dem Recyclingprojekt „EcoYarn“ sowie der „ColoSens“-Demonstrator, eine KI-basierte Lösung zur automatisierten Farberkennung von Fasern im Recyclingprozess. Die ITA Technologietransfer GmbH präsentiert das thermo-mechanische Recycling an zahlreichen Beispielen im Fabric2Fabric-Kreislauf. Am Beispiel eines 3D gedruckten Autositz-Demonstrator werden die kreislauffähigen Filamentgarne in einem Sitzbezug eingesetzt.

    Zudem zeigt die ITA Technologietransfer GmbH das patentierte Konzept des „Textilen Ankers“, ein innovatives Verankerungssystem zum Schutz und zur Sicherung von Konstruktionen in den geotechnischen Geländen wie in Bergen, im Boden und unter Wasser sowie für den Einsatz im Hochbau. Der textile Anker bietet eine ultraleichte Lösung mit hoher Flexibilität und optimaler Anpassungsfähigkeit und wird aus extrem strapazierfähigen oder aus biologisch abbaubaren und nachhaltigen Textilien hergestellt.

Auf dem „Shared Booth“ der ITA Group informiert die ITA Technologietransfer GmbH über Innovationen verschiedener Industriepartner:

  •  technofibres s.a. aus Luxemburg bietet spinngefärbte PET- und nachhaltige trPET-Filamentgarne mit unterschiedlichsten Mattierungsgraden, Filamentquerschnitten und Aufmachungen für individuelle Lösungen auch in kleinsten Losgrößen an und ist damit einmalig in Europa.
  •  Idemitsu Kosan Co., Ltd. aus Japan bietet mit Xarec™ eine syndiotaktische Polystyrol-Faser (SPS) für den Einsatz in Stoffen und Nonwovens an. Die Vorteile dieses teilkristallinen Hochleistungswerkstoffe, der durch die Polymerisation von Polystyrol und einem Metallocene Katalysator seine syndiotaktische Struktur erlangt, werden an Nonwovens Demonstratoren für den Filterbereich im Vergleich zu herkömmlichen Materialien aufgezeigt.
  • Das schwedische Unternehmen Luma Wire Tech AB ist ein innovativer Spezialist für Feindrähte mit Fachkompetenz im Bereich der modernen Beschichtungstechnik. Jeder Draht – mit einem Durchmesser von 4 bis 300 Mikrometern und hergestellt aus Wolfram, Molybdän oder anderen hochmodernen Werkstoffen – wird individuell auf die spezifischen Anforderungen jedes Kunden zugeschnitten und ist entweder unbeschichtet oder mit Hochleistungsbeschichtungen aus Gold, Silber, Palladium oder anderen Materialien erhältlich.

 

 

Quelle:

Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Symbolbild Wäscherei © www.d-v-c.net | Stefan Wendt
15.04.2026

Textilservice: Politische Rahmenbedingungen verschärfen die Lage

Die wirtschaftliche Lage der Textilservice-Branche in Deutschland spitzt sich weiter zu. Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) erreicht mit 131,2 Punkten ein neues Allzeithoch (Jahr 2021 = 100). Gleichzeitig zeigt die jüngste DTV-Geschäftsklimaumfrage: Die Stimmung in der Branche kühlt deutlich ab und die Erwartungen an die kommenden Monate sind erstmals schlechter als die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 

Seit 2021 sind die Kosten in der Branche um über 31 Prozent gestiegen. Besonders belastend wirken neben weiterhin hohen Energiepreisen vor allem steigende Personalkosten sowie massiv erhöhte Finanzierungskosten, die aktuell mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie noch im Vergleichsjahr 2021. 

Die wirtschaftliche Lage der Textilservice-Branche in Deutschland spitzt sich weiter zu. Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) erreicht mit 131,2 Punkten ein neues Allzeithoch (Jahr 2021 = 100). Gleichzeitig zeigt die jüngste DTV-Geschäftsklimaumfrage: Die Stimmung in der Branche kühlt deutlich ab und die Erwartungen an die kommenden Monate sind erstmals schlechter als die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 

Seit 2021 sind die Kosten in der Branche um über 31 Prozent gestiegen. Besonders belastend wirken neben weiterhin hohen Energiepreisen vor allem steigende Personalkosten sowie massiv erhöhte Finanzierungskosten, die aktuell mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie noch im Vergleichsjahr 2021. 

„Die Unternehmen stehen aktuell unter wachsendem Druck von drei Seiten: Die Kosten steigen immens, die wirtschaftlichen Perspektiven trüben sich ein und gleichzeitig müssen die Betriebe erhebliche Investitionen in Transformation, Klimaneutralität und Digitalisierung stemmen.“, erklärt Andreas Schumacher, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Textilreinigungs-Verbands. „Viele Betriebe arbeiten zunehmend an der Grenze ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit.“ 

Erwartungen brechen ein – notwendige Investitionen werden erschwert 
Nur noch 26 Prozent der Unternehmen rechnen im ersten Halbjahr 2026 mit einer positiven Umsatzentwicklung. Auch die Auslastungserwartungen gehen zurück und dadurch bedingt werden Investitionsplanungen aufgeschoben. Besonders kritisch: Steigende Umsätze führen immer seltener zu höheren Gewinnen. Ein Großteil der zusätzlichen Erlöse wird durch den Kostenanstieg aufgezehrt. 

Kostenanstieg wird sich voraussichtlich weiter verschärfen 
Zum Jahresende 2025 sind die Energiekosten zwar gesunken, doch bereits in den Monaten Januar und Februar zeigt sich wieder ein deutlicher Anstieg. Dieser erfolgt noch bevor sich die energiepreissteigernden Effekte der Ereignisse in der Straße von Hormus vollständig in den Statistiken niederschlagen können. Kurzfristig ist daher mit weiter deutlich steigenden Energiekosten zu rechnen. 

Gleichzeitig erreichen die Personalkosten neue Höchststände. Da sie in vielen Betrieben bis zu 60 Prozent der Gesamtkosten ausmachen können, verstärkt dies den Kostendruck zusätzlich. 

Politische Rahmenbedingungen verschärfen die Lage 
Nach Einschätzung des DTV steckt gerade jetzt in politischen Regulierungsverfahren die Chance, das Ruder herumzureißen. Insbesondere energieintensive mittelständische Dienstleistungsbranchen sehen sich derzeit gegenüber der Industrie strukturell benachteiligt.

„Es ist nicht vermittelbar, dass energieintensive Mittelstandsbranchen von zentralen Entlastungsmaßnahmen wie der Stromsteuersenkung oder dem Industriestrompreis ausgeschlossen bleiben“, erläutert Schumacher. „Das führt zu einer doppelten Benachteiligung unserer Betriebe.“ 

Die Textilpflegebranche leistet ihren Beitrag zum Gelingen der Energiewende und investiert große Teile ihrer Marge gleichermaßen in Zukunftstechnologien und Klimaschutzmaßnahmen. Selbst wenn Unternehmen mittelfristig in neue, strombasierte Technologien investieren, fehlt es in vielen Regionen an den notwendigen Netzkapazitäten und Anschlussmöglichkeiten, um diese Umstellung überhaupt tragen zu können. Dadurch sind diese weiterhin auf Gas als einen wesentlichen Energieträger angewiesen. 

„Transformation braucht realistische Zeiträume, Planungssicherheit und Investitionsschutz. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen werden notwendige Investitionen ausgebremst“, betont DTV-Hauptgeschäftsführer Andreas Schumacher. 

DTV fordert gezielte Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen 
Vor diesem Hintergrund fordert der Deutsche Textilreinigungs-Verband konkrete politische Maßnahmen: 

  • Energiepreise senken: Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß für alle energieintensiven Unternehmen sowie Einbeziehung des Mittelstands in Entlastungsmechanismen 
  • Versorgungssicherheit gewährleisten: Verlässliche Gasversorgung in der Übergangsphase sowie realistische Transformationsfristen und Investitionsschutz 
  • Energieinfrastruktur ausbauen: Ortsnahe und leistungsstarke Netzanschlüsse, um eine Elektrifizierung der Betriebe zu ermöglichen 
  • Arbeitskosten begrenzen: Senkung der Lohnnebenkosten zur Entlastung der Betriebe und Sicherung von Arbeitsplätzen 
  • Bürokratie abbauen: Spürbare Entlastung statt weiterer zusätzlicher Anforderungen 
  • Investitionen ermöglichen: Ausbau von Förderprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere für Klimaschutz- und Digitalisierungsmaßnahmen 

„Die Branche arbeitet verlässlich, ist systemrelevant, und verfügt über große Zukunftspotenziale. Sie steht beispielhaft für ein erfolgreiches Geschäftsmodell in der Kreislaufwirtschaft und im Bereich nachhaltiger Dienstleistungen“, so Schumacher. „Damit wir dieses Zukunftspotenzial voll ausschöpfen können, brauchen wir jetzt die passenden politischen Rahmenbedingungen. 

Quelle:

DTV - Deutscher Textilreinigungs-Verband

Grafik Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh
10.04.2026

bevh warnt vor Mehrwertsteuererhöhung

Die Zukunftssorgen der Deutschen und aktuelle globale Krisen haben sich vorerst nicht wesentlich auf den Onlinehandel mit Waren ausgewirkt. Umsatzdaten der bevh-Verbraucherbefragung für das erste Quartal, in denen der Krieg im Nahen Osten und die verschärfte Energiekrise berücksichtigt sind, zeigen ein insgesamt stabiles Ausgabenwachstum von 3,6 Prozent auf rund 20,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal (alle Angaben inkl. USt., nicht inflationsbereinigt). Der Gesamtmarkt führt damit seinen langfristigen – wenn auch gedämpften – Erholungstrend fort. 
 

Die Zukunftssorgen der Deutschen und aktuelle globale Krisen haben sich vorerst nicht wesentlich auf den Onlinehandel mit Waren ausgewirkt. Umsatzdaten der bevh-Verbraucherbefragung für das erste Quartal, in denen der Krieg im Nahen Osten und die verschärfte Energiekrise berücksichtigt sind, zeigen ein insgesamt stabiles Ausgabenwachstum von 3,6 Prozent auf rund 20,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal (alle Angaben inkl. USt., nicht inflationsbereinigt). Der Gesamtmarkt führt damit seinen langfristigen – wenn auch gedämpften – Erholungstrend fort. 
 
„Die krisenbedingt nachlassende Konsumlaune konnte den Onlinehandel bisher nicht herunterreißen. Das kann jedoch der Bundesregierung gelingen. Die wahre Belastungsprobe kommt, sollte die Mehrwertsteuer tatsächlich angehoben werden. Explodierende Energiepreise, aggressive und oft unfaire Wettbewerber aus Drittstaaten sowie Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Unternehmen würgen die Branche. Die Unternehmen haben keine Luft, die einhergehende Belastung aufzufangen oder nur abzufedern. Das derzeit stabile, aber vorsichtige Wachstum ist bei den in Regierungskreisen diskutierten Plänen zur Mehrwertsteuererhöhung in höchster Gefahr“, warnt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh eindringlich. „Weniger Subventionen verbunden mit Bürokratieabbau wären die sinnvolle Alternative und ein Signal für Verantwortungsbewusstsein und Staatsmodernisierung.“ 

Online-Supermärkte und -Apotheken legen weiter zu, Modehandel stabil 
Der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs und andere unaufschiebbare Ausgaben verlagern sich strukturell weiter in den Onlinehandel. Umsätze mit Lebensmitteln (+12,3 Prozent) und Drogerieartikeln inkl. Kosmetik (+10,1 Prozent) machten im ersten Quartal einen deutlichen Sprung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Online-Apotheken konnten das kräftigste Umsatzwachstum mit Medikamenten (+9,8 Prozent) seit Einführung des E-Rezepts verbuchen.  
 
„Versandapotheken werden zur Infrastruktur eines digitalen Gesundheitswesens mit eigenen Gesundheitsdienstleistungen und neuen Wegen für eine effizientere medizinische Versorgung. Das bringt die Anbieter in eine einzigartige Wachstumsstellung innerhalb des Onlinehandels“, erklärt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. 
 
Ungewöhnlich früh blüht dieses Jahr das Warencluster Freizeit auf: Hobby & Freizeitartikel verzeichneten ein Umsatzwachstum von 6,2 Prozent, Baumarktartikel und Blumen von 5,0 Prozent. Für Stabilität im Onlinehandel sorgte auch der wichtige Modehandel, der bei Bekleidung um 3,6 Prozent und bei Schuhen um 3,7 Prozent zulegte. Schlusslichter waren Unterhaltungsmedien: Verkäufe von (Hör-)Büchern und E-Books stagnierten bei 0,2 Prozent, was deutlich hinter den Inflationserwartungen für das Quartal liegt.

Umsätze über Marktplätze wachsen  
Weit auseinander ging die Entwicklung der Händler. Onlineshops (Pureplayer), die im Weihnachtsgeschäft noch starke Ergebnisse lieferten, kamen zu Jahresbeginn nur auf ein Plus von 0,6 Prozent. Etwas aufholen konnten hingegen die Onlineverkäufe stationärer Händler (Multichannel), die ein Umsatzplus von 3,9 Prozent verbuchen. Am stärksten wuchsen auch in diesem Quartal die Umsätze auf Online-Marktplätze (5,2 Prozent). 
 
Asiatische Plattformen bauen Marktanteile aus 
Die drei größten Plattformen chinesischer Herkunft kamen in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf ein Umsatzplus von 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ist zwar deutlich weniger als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor (+33,9 Prozent). Aktuell wachsen Temu, Shein und AliExpress in Deutschland aber noch immer viermal so schnell wie der gesamte Onlinehandel. Mit einem Gesamtumsatz von 990 Mio. Euro im ersten Quartal konnten die Plattformen ihren gemeinsamen Marktanteil am Gesamtumsatz des Onlinehandels von 4,5 Prozent im Vorjahr auf aktuell 4,9 Prozent ausbauen. 
 
Über die Studie 
In der wöchentlichen Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ werden von Januar bis Dezember insgesamt 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. Reisen oder Ticketing) befragt. Die Endergebnisse der Studie werden am Anfang jeden Jahres veröffentlicht. Die heute vorgestellten Zahlen basieren auf der Auswertung des Zeitraums vom 1. Januar bis 31. März 2026. Die Studie wird durch die BEYONDATA GmbH durchgeführt.

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

02.04.2026

Textilgesetz: HDE fordert praxisnahe und bürokratiearme Umsetzung

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Das Eckpunktepapier setzt nach der Einschätzung des HDE mit Sammelquoten von 70 Prozent, Recyclingquoten von 85 Prozent und einer Verwertungsquote von 95 Prozent sehr ehrgeizige Ziele. „Im weiteren Gesetzgebungsverfahren kommt es darauf an, ein Umsetzungsmodell zu entwickeln, das die Belange des Mittelstands berücksichtigt. Es muss um eine praxisnahe und bürokratiearme Lösung gehen, die von der Wirtschaft getragen wird. Finanzielle Belastungen müssen dabei klar den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und sollten die betroffenen Unternehmen nicht unnötig belasten“, so Gerstein.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Die Hydrocharging-Unit hycuTEC reduziert den Druckverlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel und schafft so eine Filtrationseffizienzen von über 99,99 %. Foto Neumag Nonwoven
Die Hydrocharging-Unit hycuTEC reduziert den Druckverlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel und schafft so eine Filtrationseffizienzen von über 99,99 %.
02.04.2026

FILTECH 2026: Neumag Nonwoven mit Fokus auf Spinnvliese für Filtermedien

Mit seiner Produktmarke Neumag stellt Barmag auf der diesjährigen FILTECH seine Technologien zur Herstellung von Spinnvliesen für Filtermedien vor. Themenschwerpunkte sind vor allem Lösungen zur Herstellung leistungsstarker Filtermedien zu wett-bewerbsfähigen Kosten. Hier kann Neumag sowohl im Bereich Meltblown als auch mit seinen Spinnvlieslösungen punkten. 

Meltblown-Technologie für höchste Qualitätsanforderungen 
Die Neumag Meltblown-Technologie ermöglicht die effiziente und unkomplizierte Produktion anspruchs-voller Vliesstoffe für Filtrations-, Isolations- und Sorptionsanwendungen. Dabei können unterschied-lichste Polymere verarbeitet werden – von klassischen Polyolefinen wie PP und PE über PET, PLA, PBT und PA bis hin zu Spezialkunststoffen wie PPS oder TPU. Alle diese und weitere Rohstoffe lassen sich mit dem Neumag Meltblown-Verfahren sicher und zuverlässig verarbeiten. 

Mit seiner Produktmarke Neumag stellt Barmag auf der diesjährigen FILTECH seine Technologien zur Herstellung von Spinnvliesen für Filtermedien vor. Themenschwerpunkte sind vor allem Lösungen zur Herstellung leistungsstarker Filtermedien zu wett-bewerbsfähigen Kosten. Hier kann Neumag sowohl im Bereich Meltblown als auch mit seinen Spinnvlieslösungen punkten. 

Meltblown-Technologie für höchste Qualitätsanforderungen 
Die Neumag Meltblown-Technologie ermöglicht die effiziente und unkomplizierte Produktion anspruchs-voller Vliesstoffe für Filtrations-, Isolations- und Sorptionsanwendungen. Dabei können unterschied-lichste Polymere verarbeitet werden – von klassischen Polyolefinen wie PP und PE über PET, PLA, PBT und PA bis hin zu Spezialkunststoffen wie PPS oder TPU. Alle diese und weitere Rohstoffe lassen sich mit dem Neumag Meltblown-Verfahren sicher und zuverlässig verarbeiten. 

Mit der Hydrocharging-Technologie hycuTEC, die mit dem Edana Filtrex Innovation Award ausgezeich-net wurde, lassen sich besonders leistungsstarke Elektret-Filtermedien herstellen. So kann der Druck-verlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel reduziert werden. „Filtrationsef-fizienzen von über 99,99 % sind bei gängigen Medien mit etwa 35 g/m² und maximal 35 Pa Druckverlust problemlos erreichbar“, erklärt Andreas Frisch, Regional Sales Director Nonwoven. „Zudem entfällt bei den meisten Anwendungen der zusätzliche Trocknungsschritt – ein weiterer Vorteil dieser innovativen Technologie“, fügt er hinzu. 

Spinnvlieslösungen für leistungsstarke Filterkonzepte 
Spinnvliesstoffe gewinnen in der Filtration zunehmend an Bedeutung – sowohl als Trägermaterialien als auch als eigenständige Filtermedien. Durch gezielt auf die jeweilige Aufgabe abgestimmte Vliesstoffstrukturen lassen sich kundenspezifische Anforderungen präzise umsetzen. Auch die Kombi-nation mehrerer Funktionen innerhalb einer Lage ist möglich. 

Besonders die langjährige Expertise in Bikomponenten-Spinnverfahren eröffnet neue Möglichkeiten im Design innovativer Vliesstrukturen. Das Neumag Biko-Spinnvliesverfahren erlaubt die Kombination ver-schiedener Faserquerschnitte sowie die gleichzeitige Herstellung unterschiedlicher Fasern aus einem oder mehreren Polymeren auf einer einzigen Anlage. Das Spektrum reicht dabei von klassischen Kern- Mantel- und Side-by-Side-Filamenten über splittbare Fasern bis hin zu sogenannten Mixed Fibers.

Quelle:

Neumag Nonwoven 

Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware Foto Ecoalf
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
01.04.2026

Ecoalf & Smurfit Westrock: Erste Boutique aus Wellpappe und Papier

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Ecoalf-Strategie
Das Unternehmen wurde 2009 mit der Vision gegründet, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten ein Ende zu setzen, um die Bedürfnisse künftiger Generationen zu sichern. Seitdem entwickelt Ecoalf eine neue Generation von Recyclingprodukten, die für hochwertiges Design und konsequente Qualität stehen.

In den letzten 15 Jahren konnten durch Innovation, Forschung und Entwicklung mehr als 600 neue recycelte Materialien entwickelt werden. Dabei wurden über 350 Millionen Plastikflaschen sowie Tonnen von ausrangierten Fischernetzen, Altreifen, postindustrieller Baumwolle und Wolle recycelt. Dadurch wurden mehr als 54 Milliarden Liter Wasser eingespart, über 50.000 m² Land mit regenerativer Baumwolle renaturiert und 12.500 Tonnen CO₂ vermieden. Ecoalf hat sich verpflichtet, bis 2030 emissionsfrei zu werden.

Für jeden verkauften Artikel mit dem Titel „Because there is no planet B®” werden 10 % des Erlöses an die Ecoalf Foundation gespendet, um die Erweiterung des Projekts zu unterstützen. Ecoalf ist seit 2018 Mitglied der B-Corp-Community, eines globalen Netzwerks zertifizierter Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Transparenz über Gewinnmaximierung zu stellen. Im Jahr 2022 wurde Ecoalf als „Best for the World“ ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 5 % der 5.000 besten B-Corps weltweit.

„Wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Geschäft eröffnet zu haben, dessen Wände, Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier hergestellt wurden. Das wäre ohne unseren Partner Smurfit Westrock nicht möglich gewesen“, so Javier Goyeneche, Gründer und Präsident von Ecoalf. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Quelle:

Ecoalf 

Pilztechnikum © Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
01.04.2026

Forschung an substratbasierten Myzelwerkstoffen

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Das Team von Fraunhofer UMSICHT startete damals mit ersten Versuchen zu Myzelmaterial und Pilzzucht - noch mit Do-it-yourself-Geräten. Mithilfe des Förderprogramms „Nordwärts“ der Stadt Dortmund konnten die Infrastruktur des Labors und die partizipativen Arbeitsansätze z.B. das überregional bekannte Innovative Citizen Festival realisiert werden.  Im Jahr 2019 wurde das erste Projekt zum Thema Schallabsorber auf Basis von Pilzen und Pflanzenfasern mittels 3D-Pastendruck von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert.

Das Potenzial des biobasierten Werkstoffs ist groß – er ist ressourcenschonend, zirkulär und für vielseitige Anwendungen in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie einsetzbar. Myzelwerkstoffe entstehen dadurch, dass sich ein Pilz von einem bestimmten pflanzlichen Substrat ernährt, das Substrat durchwächst und somit stabilisiert. Durch entsprechende Trocknung stirbt der Pilz ab, das Material ist fertig zur Verwendung Weiterverarbeitung.  

Von der Substratentwicklung über den Prototypen bis zur Ökobilanzierung 
Die DEZENTRALE existiert aus diesem Grund nicht mehr als Mitmachlabor, Teile des Makerspaces sind zum Standort Oberhausen von Fraunhofer UMSICHT umgezogen – nutzbar für Forschungsprojekte des Instituts. Spezialist*innen aus den Bereich Biologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau widmen sich nun der Weiterentwicklung der Myzelwerkstoffe und bauten das Technikum für diesen Zweck in Dortmund aus. Für die Bereiche Substrat- und Prototypenentwicklung stehen große Konstantklimakammern, Autoklav, 3D-Keramikdrucker und Wärmeschränke bereit. Die Forschenden wählen passende Substrate aus, entwickeln die geeigneten Rezepturen für den Anwendungsfall und können mittels Trocknung und Inkubation die Prototypen der Myzelmaterialien herstellen. „Uns steht auch ein mikrobiologischer Laborbereich zur Verfügung“, erklärt Lina Vieres, Abteilung Carbon Utilization and Mineralization von Fraunhofer UMSICHT. Werkstoffcharakterisierung und Funktionalisierung des fertigen Materials übernehmen die entsprechenden Abteilungen bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Hier stehen die Themen Brandschutz, Abbaubarkeit oder Wärmeleitfähigkeit und Ökobilanzierungen der neuen Materialien im Mittelpunkt.  

„Wir freuen uns über die sehr gute Ausstattung des Myzeltechnikums, in der wir innovative Myzelmaterialien herstellen und somit die Bioökonomie vorantreiben. Wir können unsere Kund*innen von der Idee bis zum nachhaltigen Werkstoff begleiten und beraten. Außerdem bieten wir auch Fachworkshops oder Vorträge zum Thema an, um individuelle Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Lina Vieres. 

Quelle:

Fraunhofer UMSICHT 

01.04.2026

BVMed unterstützt Idee eines Unterausschusses „industrielle Gesundheitswirtschaft“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich für eine Verstetigung des von der Bundesregierung begonnenen Medizintechnik-Dialogs ein und unterstützt den Vorschlag, als „parlamentarisches Korrektiv“ einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ im Bundestag zu gründen. „Die politische Begleitung der Leitwirtschaft Medizintechnik ist eine Aufgabe über den aktuellen Dialog- und Strategie-Prozess hinaus“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich für eine Verstetigung des von der Bundesregierung begonnenen Medizintechnik-Dialogs ein und unterstützt den Vorschlag, als „parlamentarisches Korrektiv“ einen Unterausschuss „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ im Bundestag zu gründen. „Die politische Begleitung der Leitwirtschaft Medizintechnik ist eine Aufgabe über den aktuellen Dialog- und Strategie-Prozess hinaus“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der BVMed unterstützt damit einen Vorschlag der CDU-Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Gesundheitsausschusses, Dr. Maria-Lena Weiss, aus einem Gastbeitrag im Tagesspiegel Background Gesundheit vom 1. April 2026. Darin forderte die Gesundheitspolitikerin, den Potenzialen der industriellen Gesundheitswirtschaft mehr Beachtung zu schenken. Der vom Kanzleramt initiierte Pharma- und MedTech-Dialog sei dafür ein wichtiger Anfang, der verstetigt werden müsse, „damit Handlungsfelder in direkter und regelmäßiger Abstimmung frühzeitig identifiziert und bearbeitet werden“. Konkret schlug Weiss die Gründung eines Unterausschusses „Industrielle Gesundheitswirtschaft“ vor, um die Ergebnisse des Pharma- und MedTech-Dialogs in konkretes Regierungshandeln und Gesetzgebung münden zu lassen. „Dort ließen sich die relevanten Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft gezielt überarbeiten und Hemmnisse abbauen – insbesondere bei klinischen Prüfungen, Datenschutzauslegung und Zulassungswegen“, schreibt die Abgeordnete. 

Der BVMed sieht sowohl in der Verstetigung des Dialogs als auch in einem Unterausschuss geeignete Instrumente, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken und das regulatorische Umfeld wettbewerbsfähiger zu gestalten. „Damit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland“, so Möll.

MedTech-Strategie bis Sommer 2026 im Kabinett
Der Koalitionsvertrag vom April 2025 sieht vor, „die industrielle Gesundheitswirtschaft – insbesondere die pharmazeutische Industrie und die Medizintechnik – als Leitwirtschaft zu stärken“. Unter der Federführung des Kanzleramts entschied sich die Bundesregierung im Herbst 2025 dazu, die Pharmastrategie und den Pharmadialog um den Bereich Medizintechnik zu erweitern. Die Auftaktveranstaltung zum Pharma- und Medizintechnikdialog fand am 12. November 2025 im Kanzleramt statt. Die Ergebnisse des Dialogs, der in sechs Arbeitsgruppen organisiert wurde und an dem der BVMed aktiv beteiligt war, sollen bis Ende 2026 in ein Strategiepapier einfließen, das vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. 

„Wir sind zuversichtlich, dass damit wichtige Schritte gegangen werden, um Deutschlands Position als führender Medizintechnik-Standort zu stärken und zugleich eine hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. 

Die MedTech-Branche ist – neben Pharma, Biotech und E-Health – eine zentrale Säule der industriellen Gesundheitswirtschaft (iGW). Sie generiert bedeutende wirtschaftliche Impulse und hat einen entscheidenden Anteil an einer leistungsfähigen und modernen Gesundheitsversorgung. Die MedTech-Branche beschäftigt über 210.000 Menschen – mehr als doppelt so viele wie die Pharma-Branche. Die Medizintechnik erwirtschaftete 2024 einen Produktionswert in Höhe von 46 Milliarden Euro, was ihre zentrale Bedeutung für die deutsche Gesundheitswirtschaft unterstreicht. Sie hat eine Bruttowertschöpfung von 19,7 Mrd. Euro – die Ausstrahleffekte auf andere Branchen mitgerechnet sogar 41,4 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung. Die MedTech-Branche ist dabei mittelständisch geprägt. 93 Prozent der 1.480 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten sind KMU. 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed