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Outdoor by ISPO (c) Messe München GmbH
16.10.2018

AUSSTELLER UND PARTNER SETZEN AUF DIE OUTDOOR BY ISPO IN MÜNCHEN

  • Konzept und neuer Veranstaltungsort kommen an

Die OutDoor by ISPO kommt zunehmend in München an. Zahlreiche Aussteller und Partner haben ihre Messeteilnahme bereits zugesagt – rund neun Monate vor Beginn der Veranstaltung (30. Juni bis 3. Juli 2019). Den Anklang verdankt die internationale Fachmesse für die Outdoor-Branche auch dem neuen Profil, das über die Messehallen hinausgeht: Mit der 365Tage-Plattform stehen Marken und Herstellern ganzjährig digitale und analoge Kanäle für den Austausch mit ihren Kunden zur Verfügung. Die OutDoor by ISPO ist damit die verlässliche, moderne und zukunftsweisende Branchenplattform.  
 

  • Konzept und neuer Veranstaltungsort kommen an

Die OutDoor by ISPO kommt zunehmend in München an. Zahlreiche Aussteller und Partner haben ihre Messeteilnahme bereits zugesagt – rund neun Monate vor Beginn der Veranstaltung (30. Juni bis 3. Juli 2019). Den Anklang verdankt die internationale Fachmesse für die Outdoor-Branche auch dem neuen Profil, das über die Messehallen hinausgeht: Mit der 365Tage-Plattform stehen Marken und Herstellern ganzjährig digitale und analoge Kanäle für den Austausch mit ihren Kunden zur Verfügung. Die OutDoor by ISPO ist damit die verlässliche, moderne und zukunftsweisende Branchenplattform.  
 
Bereits während der Launch-Conference der Outdoor by ISPO Ende Juni war deutlich geworden, dass das von der Messe München in Zusammenarbeit mit der European Outdoor Group (EOG) entwickelte Konzept die Bedürfnisse des Marktes trifft. Über 250 internationale Branchenvertreter begrüßten dabei auch die Intention, die OutDoor by ISPO über die Fachmesse hinaus als ganzjährige Plattform für die Outdoor-Branche zu etablieren. Für die erste Veranstaltung in München haben sich bereits zahlreiche Aussteller aus bisher 25 Ländern angemeldet, darunter unter anderem Arc‘terix, Maloja, Mountain Hardware, Jack Wolfskin, Ortlieb, Petzl, Scott, Sining Rock, Tatonka und Vaude sowie die Oberalp Gruppe mit ihren Marken Dynafit, Salewa, Pomoca und Wild Country. Die neue Outdoor by ISPO öffnet von 30. Juni bis 3. Juli 2019 auf dem Gelände der Messe München erstmals ihre Tore. Eine wöchentlich aktualisierte Übersicht, welche Marken und Hersteller sich bereits angemeldet haben, ist online verfügbar sowie Informationen zur Ausstelleranmeldung.
 
"OutDoor Easy" – Flexibles Standbaukonzept für kleine Budgets
Die OutDoor by ISPO ist Branchentreffpunkt für sowohl kleine als auch große Marken und spricht somit alle Unternehmensgrößen an. Mit dem Angebot "Outdoor Easy" richtet sich die Fachmesse besonders an Aussteller mit kleinem Budget und ermöglicht einen unkomplizierten Messeauftritt. Markus Hefter, Projektleiter der OutDoor by ISPO, erklärt: „Mit diesem flexiblen und kostengünstigen Standbaukonzept können Unternehmen einen hochwertigen und authentischen Messeauftritt im richtigen Produktumfeld realisieren, ohne den Aufwand alleine stemmen zu müssen.“ Das Konzept beinhaltet ein kosteneffizientes Komplettpaket und bietet eine offene und einladende Flächengestaltung, ergänzt durch eine gute Platzierung in der Halle. Mehr Informationen zu OutDoor Easy sind hier zu finden.  
 
PADDLEexpo bereichert als Partner die OutDoor by ISPO
Mit der PADDLEexpo ist der boomende Wassersport explizit auf der OutDoor by ISPO vertreten. Die Fachbesuchermesse für Kayaking, Canoeing & Stand-UpPaddling (SUP) in Nürnberg ist seit zehn Jahren Partner der ISPO und erweitert nun die Zusammenarbeit um die Errichtung des Paddlesport Village auf der OutDoor by ISPO. Die Fläche gehört exklusiv den Paddlesport-Produkten und ist Treffpunkt für die Kenner des Kajak-, Kanu- und SUP-Business. Auf ispo.com sind weitere Informationen zur PADDLEexpo verfügbar.
 
OutDoor by ISPO an 365 Tagen im Jahr für die Branche da
ISPO ist bekannt als ganzjähriges Ökosystem, das analoge und digitale Produkte und Services bietet. Von diesem Mix aus Information, Innovation und Vernetzung profitieren ISPO-Kunden seit Jahren – dieses Portfolio steht nun auch der OutDoor by ISPO zur Verfügung. Ab sofort bietet die OutDoor by ISPO den Marktteilnehmern die Möglichkeit, sich 365 Tage im Jahr, sieben Tage die Woche und weltweit zu präsentieren. Damit wird die jährlich stattfindende Leitmesse für die Outdoor-Branche um eine reichweitenstarke Plattform für die gesamte Outdoor-Community ergänzt: von Marken und Herstellern bis hin zu Händlern und Konsumenten auf der ganzen Welt.
 

 

Weitere Informationen:
OutDoor Show
Quelle:

Messe München

Messevorschau: Prozesstechnologien im Fokus der COMPOSITES EUROPE 2018 (c) COMPOSITES EUROPE
09.10.2018

MESSEVORSCHAU: PROZESSTECHNOLOGIEN IM FOKUS DER COMPOSITES EUROPE 2018

  • Premiere: Format „Process Live“
  • Lightweight Technologies Forum zeigt hybriden Leichtbau
  • Messe-Auftakt: International Composites Congress (ICC)

    
Im Wettbewerb der Leichtbau- und Designwerkstoffe gehören Verbundwerkstoffe zu den Gewinnern – die Automobilindustrie, Luftfahrt, Windenergie-Wirtschaft, der Bootsbau und der Bausektor kommen ohne glas- und kohlefaserverstärkte Kunststoffe (GFK & CFK) nicht mehr aus. Die größten Impulse kommen derzeit aus der Composites-Branche selbst: technologische Fortschritte innerhalb der Prozesskette. Das macht die COMPOSITES EUROPE vom 6. bis 8. November in Stuttgart deutlich.

  • Premiere: Format „Process Live“
  • Lightweight Technologies Forum zeigt hybriden Leichtbau
  • Messe-Auftakt: International Composites Congress (ICC)

    
Im Wettbewerb der Leichtbau- und Designwerkstoffe gehören Verbundwerkstoffe zu den Gewinnern – die Automobilindustrie, Luftfahrt, Windenergie-Wirtschaft, der Bootsbau und der Bausektor kommen ohne glas- und kohlefaserverstärkte Kunststoffe (GFK & CFK) nicht mehr aus. Die größten Impulse kommen derzeit aus der Composites-Branche selbst: technologische Fortschritte innerhalb der Prozesskette. Das macht die COMPOSITES EUROPE vom 6. bis 8. November in Stuttgart deutlich.

Die Messebesucher treffen auf mehr als 350 Aussteller aus 30 Nationen, die in Stuttgart den Stand der Technik und das Potential von Faserverbundwerkstoffen zeigen – und das nicht nur im Ausstellungsbereich, sondern auch auf den zahlreichen Event-Areas, in Vortragsforen und Themenrundgängen.

Mit dem neuen Format „Process live“ rückt die COMPOSITES EUROPE in diesem Jahr die aufeinander abgestimmten Verarbeitungs- und Fertigungsprozesse sichtbar in den Fokus der Messe. Auf gemeinsamen Ausstellungsflächen werden Maschinen- und Anlagenbauer ihre Technologien im Zusammenspiel live präsentieren – und den Besuchern so die Teilprozesse erlebbar in einem größeren Zusammenhang zeigen können.

Kooperationen innerhalb der Prozesskette forcieren Wachstum der Branche
So werden unter anderem der Schneidspezialist Gunnar (Schweiz), der Composites Automatisierungsexperte Airborne (Niederlande) und Greifsystemanbieter Schmalz (Deutschland) gemeinsam die gesamte Wertschöpfungskette vom Rollenmaterial bis zum fertigen Lagenaufbau eines Faserverbundbauteils prozesssicher in einer kombinierten Produktionszelle darstellen. Die ineinandergreifenden Hardwarekomponenten werden dabei softwareseitig komplett miteinander verbunden. „Die Zusammenarbeit unter den Verarbeitern wird immer enger. Diese Kooperationen innerhalb der Prozesskette forcieren das Wachstum der Composites-Industrie, das wollen wir mit dem neuen Format Process live deutlich machen“, so Olaf Freier, Event Director der COMPOSITES EUROPE.

Lightweight Technologies Forum: Plattform für multimaterialen Leichtbau
Neben der Optimierung der Prozesskette liegen die Forschungsschwerpunkte der Industrie auf dem Einsatz von GFK und CFK in Multimaterialsystemen. Wie Composites im Materialmix mit anderen Werkstoffen ihre Stärken in hybriden Strukturbauteilen ausspielen, demonstriert erneut das Lightweight Technologies Forum. Hier zeigen 16 Aussteller Materialien, Werkzeuge und Exponate – von Füllstoffen über Haftvermittler und Pressen zum Laminieren unterschiedlicher Materialien bis hin zu hybriden Halbzeugen.

In Vorträgen geben Experten einen Überblick über Neuheiten in der Fertigungs- und Fügetechnik, ebenso wie über Anwendungen und Leichtbau-Referenzen aus dem Automobilbau, der Luftfahrt und dem Bausektor. Unterstützt wird das Lightweight Technologies Forum vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Von Digitalisierung bis Recycling: Know-how im Rahmenprogramm
Ein Vortragsprogramm, Themen-Rundgänge und Sonderflächen runden das Angebot der COMPOSITES EUROPE ab. Die Themen Fertigungstechnik, Recycling, Digitalisierung und Thermoplaste stehen im Mittelpunkt des Programms im COMPOSITES Forum, in dem Aussteller ebenfalls Anwendungsbeispiele aus den Bereichen Automobilbau, Luftfahrt, Bau, Maschinenbau, Windenergie und Schiffbau präsentieren.

In geführten Themen-Rundgängen geht es unterdessen direkt zu den Messeständen ausgesuchter Aussteller, die hier den Besuchern ihre Neuheiten zu den Themen Glasfaser, Thermoplaste, Automobilbau, Windenergie und dem Bausektor erklären.

Neue Ideen auf Sonderflächen und Gemeinschaftsständen
Entwicklungen bei der Prozesstechnik, Auslegung, Qualitätssicherung und Reparatur zeigt das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV), das europaweit führende Forschungsinstitut für Kunststofftechnik mit Sitz in Aachen, auf der Sonderfläche „Industry meets Science“.

Wie sich der Markt für grüne Verbundwerkstoffe entwickelt, zeigen die Aussteller des „Bio-Based Composites Pavilion", der erneut in Kooperation mit dem nova Institut entsteht. Im Mittelpunkt stehen die Einsatzmöglichkeiten von Holz-Polymer-Verbundwerkstoffen (WPC), Naturfaser-Verbundwerkstoffen (NFC), bio-basierten Thermoplasten und Duroplasten für Verbundwerkstoffe sowie bio-basierten Kunststoffen.

Auch zahlreiche junge Unternehmen begeistern die Messebesucher mit frischen Ideen: Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentieren sich die Newcomer der Branche auf einem Gemeinschaftsstand. Das Spektrum reicht von Carbonfaser-Halbzeugen über Metallschäume bis Fertigungsanlagen für Multi-Material 3D Faserlaminate.

Und auch die Automobil-Experten von morgen haben auf der Messe ihr eigenes Forum: Unter dem Titel „Formula Student“ zeigen Studenten und Auszubildende den Messebesuchern ihre selbstkonstruierten Rennwagen.

Auftakt: 4. International Composites Congress (ICC)
Zum vierten Mal bildet der International Composites Congress (ICC) den Auftakt zur COMPOSITES EUROPE. Bereits ab dem Messe-Vortag (5. bis 6. November) referieren und diskutieren internationale Experten unter dem Leitthema „Wie werden Composites zur Schlüsselindustrie?“ in Vortragsreihen zu den Themen Anwendungen, Materialien, Prozesstechnologien und den Marktaussichten.

Weitere Informationen:
Composites Composites Europe
Quelle:

Reed Exhibitions Deutschland GmbH

Europäische Pressekonferenz imm cologne/LivingKitchen 2019 am 6. September 2018 in Madrid © Koelnmesse GmbH
02.10.2018

MÖBELINDUSTRIE WÄCHST IM 1. HALBJAHR NUR LEICHT UM 1 %

  • Fast jedes dritte Möbelstück geht bereits in den Export
  • Onlinekauf von Möbeln liegt mittlerweile bei 14 Prozent

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, berichtete während der Europäischen Pressekonferenz zur imm cologne/LivingKitchen 2019 im September 2018 in Madrid über die wirtschaftliche Situation der Branche:

  • Fast jedes dritte Möbelstück geht bereits in den Export
  • Onlinekauf von Möbeln liegt mittlerweile bei 14 Prozent

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, berichtete während der Europäischen Pressekonferenz zur imm cologne/LivingKitchen 2019 im September 2018 in Madrid über die wirtschaftliche Situation der Branche:

Am Ende eines Jahrhundertsommers, der die Verbraucher eher in die Freibäder und Biergärten als in die Möbelhäuser getrieben hat, blickt die deutsche Möbelindustrie auf eine entsprechend verhaltene Branchenentwicklung. Nach einem Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2017 hat sich die Konjunktur der Hersteller im ersten Halbjahr 2018 zwar leicht verbessert, doch unter dem Strich tritt der Möbelabsatz besonders im Inland auf der Stelle. Während der Jahresstart im Umfeld der imm cologne noch deutlich positiv ausgefallen ist, stellte sich anschließend eine deutliche Beruhigung des Geschäfts ein.

Von Januar bis Juni lagen die Umsätze der Branche bei rund 9,1 Mrd. Euro und damit leicht um 1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach einem Umsatzminus von 0,7 Prozent im Gesamtjahr 2017, das insbesondere von einer negativen Dynamik im zweiten Halbjahr (-1,6%) geprägt war, konnten die deutschen Möbelhersteller somit wieder leichte Umsatzzuwächse generieren, die Lage ist jedoch nicht zufriedenstellend.

Wachstumsimpulse kommen aus dem Ausland
Das leichte Wachstum ging dabei ausschließlich auf das Konto des Auslandsgeschäfts, denn der Umsatz jenseits der Grenzen stieg in den ersten sechs Monaten um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dagegen stagnierte der Inlandsumsatz mit einem minimalen Plus von 0,3 Prozent. Das Exportgeschäft profitierte von der Nachfragebelebung in wichtigen europäischen Absatzmärkten sowie zunehmend der positiven Wirtschaftsentwicklung in den großen Wachstumsregionen außerhalb der EU. Fast ein Drittel der deutschen Möbelexporte wird inzwischen in Nicht-EU-Länder abgesetzt.

Ergebnisse der aktuellen VDM-Umfrage
Der VDM führte im Sommer 2018 eine Umfrage zur wirtschaftlichen Lage bei den Unternehmen der Branche durch. Die aktuelle Geschäftslage wird dabei von den Teilnehmern als befriedigend (34%) bis schlecht eingeschätzt (40%), nur 26 Prozent bewerten die aktuelle Geschäftslage als gut. Im Vergleich zum Sommer 2017 hat sich die Geschäftslage nach Ansicht von 51 Prozent der Befragten verschlechtert.

Geschäftslage im Export besser als der Inlandsmarkt
Das Auseinanderfallen von Inlandsmarkt und Exportgeschäft spiegelt sich auch in der Wirtschaftsumfrage: Während die Lage im Inlandsgeschäft von den meisten Befragten (57%) als schlecht bewertet wird, betrachtet die überwiegende Zahl der Hersteller die Lage im Exportgeschäft als gut (29%) bis befriedigend (56%).

Die derzeit schwierige Inlandsnachfrage wird grundsätzlich auch vom Möbelhandel bestätigt. Natürlich verlagerten die anhaltend hohen Temperaturen viele Aktivitäten nach draußen, doch greift diese Erklärung alleine zu kurz. Um hier ein wenig mehr Erkenntnisse zu bekommen, hat der VDM im Juli beim renommierten Marktforschungsinstitut Kantar TNS eine repräsentative Studie in Auftrag gegeben, die das Kaufverhalten der Deutschen bei Möbeln unter die Lupe genommen hat. Uns interessierte vor allem, wo sich die Menschen über Möbel informieren und wo sie diese kaufen. Sind es die Werbebeilagen in Tageszeitungen oder doch die Webseiten von Händlern? Kaufen die Menschen Möbel vermehrt im Internet oder stimmt die offizielle Vertriebswege-Statistik, die seit Jahren fast stabil immer zwischen 7 und 8 Prozent Anteil auswirft?

Kunden informieren sich zunehmend im Internet
Zunächst ein Blick auf die Informationsquellen: Das Möbelgeschäft - also das Anschauen von Möbeln - selbst ist insgesamt immer noch die wichtigste Informationsquelle (68%), gefolgt von Prospekten der Möbelhäuser (54%). Aber 48% aller Befragten nutzen mittlerweile das Internet als Informations- und Inspirationsquelle. In den jüngeren Zielgruppen (<40 Jahre) verlagert sich die Bedeutung der Informationsquelle deutlich und es dominiert das Internet (77%) wobei das Möbelhaus immerhin noch 63 % nutzen.

In Sachen formaler Bildungsabschluss gibt es eine eindeutige Korrelation zu den Informationsquellen: Bei eher niedriger Bildung bevorzugen die Menschen Prospekte und Werbung der Möbelhäuser. Je höher die Bildung ist, desto mehr Informationen werden aktiv über das Internet beschafft.

80 % haben in den letzten 5 Jahren größere Möbel gekauft
Online-Shopping oder Einkaufsbummel? Generell haben gut 80 % der Deutschen in den vergangenen 5 Jahren größere Möbelstücke gekauft. Wie zu erwarten, nimmt dieser Anteil mit steigendem Lebensalter ab. 75 % derer die Möbel gekauft haben, haben diesen letzten Einkauf im Möbelgeschäft getätigt. Knapp 10 % unter den Käufern bei einem reinen Onlinehändler und noch einmal 4 % über das Internetportal eines Möbelhauses. Somit liegen wir heute bei 14 % Anteil beim Online-Shopping und damit doppelt so hoch, wie die offizielle Vertriebswege-Statistik auswirft. Bei den Onlinekäufern liegen die Single-Haushalte und die unter 30-jährigen deutlich vorne. Während die jungen Menschen sicherlich auch mit zunehmendem Alter nicht mehr auf den Online-Kauf von Möbeln verzichten werden und neue „online-affine“ Verbraucher heranwachsen, sinkt zudem die „Normalitätsschwelle“ auch für die übrigen Altersgruppen. Der Onlinekauf von Möbeln hat damit sicherlich noch sehr viel Potenzial und Industrie und Handel sind gut beraten, dieses Potenzial mit ansprechenden Konzepten und zielgruppenadäquater Information abseits der „Schnitzel- und Rotstiftwerbung“ zu bedienen.

Zudem sehen wir Chancen für die Möbelwirtschaft insgesamt bei einem Anwachsen des Onlinegeschäfts: Einerseits ist die Preis- und Rabattfixierung dort nicht ganz so stark ausgeprägt wie im stark konzentrierten stationären Handel. Anderseits können online-typische kurze Lieferzeiten und Verfügbarkeiten aus dem Inland tendenziell flexibler bedient werden als aus Asien.

Amtliche Auswertung: Umsatz in den einzelnen Segmenten
Die einzelnen Segmente der deutschen Möbelindustrie entwickelten sich von Januar bis Juni 2018 nach Angaben der amtlichen Statistik uneinheitlich. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg um 4 Prozent auf rund 2,5 Mrd. €. Die Büromöbelindustrie wies mit einem Umsatz von rund 1,1 Mrd. € ein deutlich positives Ergebnis aus (+7,9%). Auch die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 7,2 Pro-zent über dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 920 Mio. €. Einen spürbaren Rückgang registrierten die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis Juni 2018 um 5,3 Prozent auf rund 480 Mio. € zurückgingen. Auch die Umsatzentwicklung bei den Wohnmöbeln, sonstigen Möbeln und Möbelteilen fiel mit minus 1,6 Prozent auf 3,7 Mrd. € negativer aus als im Branchendurchschnitt. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – wies das signifikanteste Umsatzminus in Höhe von 12,8 Prozent auf rund 400 Mio. € aus. Dieses muss allerdings mit Hinweis auf die überdurchschnittlichen Umsatzzuwächse in diesem Segment in den vergangenen Jahren relativiert werden.

Möbelindustrie generiert neue Arbeitsplätze
Hier noch ein Blick auf die Beschäftigtendaten der Branche: In den aktuell 482 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten (-2,2%) arbeiten 84.300 Frauen und Männer und damit liegen wir leicht (+0,7%) über dem Niveau des Vorjahres. In der Branche wurden - trotz des schwierigen Marktumfeldes - binnen eines Jahres rund 600 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die deutschen Möbelexporte legten im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 5,5 Mrd. € zu. Der Absatz in die EU-Länder bewegte sich mit einem Plus von 1,2 Prozent nur leicht über dem Niveau des Vorjahres und entwickelte sich damit deutlich schwächer als die gesamten Exporte. Zwar konnten die Ausfuhren in den wichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie nach Frankreich um 3,5 Prozent gesteigert werden, auch der niederländische (+6,2%), der polnische (+10%) und der spanische Markt (+6,1%) entwickelten sich aus Sicht der deutschen Möbelindustrie positiv. Jedoch waren die Möbelausfuhren in so wichtige Absatzmärkte wie Österreich (-1,3%) und die Schweiz (-3,8%) rückläufig.

Negativer Trend in Großbritannien
Die Möbelindustrie bekam auch die negativen Auswirkungen der Brexit-Diskussion und der Abwertung des Pfund im bisherigen Jahresverlauf deutlich zu spüren, denn die Möbelausfuhren nach Großbritannien reduzierten sich im ersten Halbjahr 2018 um 8,9 Prozent. Kein anderer großer Exportmarkt entwickelte sich aus der Sicht der deutschen Möbelhersteller schlechter als das Vereinigte Königreich.

Export in die USA, nach China und Russland boomt
Die wichtigsten Wachstumsmärkte für deutsche Möbel liegen derzeit außerhalb der EU. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Performance deutscher Möbelhersteller in den großen Wachstumsmärkten USA (+9,5%), China (+25,9%) und Russland (+14%). Aufgrund der jeweiligen Marktgröße und der starken Nachfrage nach hochwertigen Möbeln sind auch diese Ergebnisse sicherlich ausbaufähig. Auch andere außereuropäische Märkte wie Kanada, Mexiko, Japan, Südkorea oder Singapur entwickeln sich derzeit positiv, allerdings bewegen sich die Ausfuhren in diese Länder noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Insgesamt dürften sich die Nicht-EU-Länder in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Wachstumsmotor der deutschen Möbelindustrie entwickeln.

Exportquote steigt auf 32,6 Prozent
Die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der von den heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche – kletterte im ersten Halbjahr 2018 auf 32,6 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Im ersten Halbjahr 2017 lag der entsprechende Wert noch bei 32,1 Prozent. Seit der Jahrtausendwende konnte die Exportquote in der Möbelindustrie damit verdoppelt werden.

Wertschätzung für Möbel „Made in Germany“
Der Erfolg deutscher Möbelhersteller im Ausland ist der Qualität, der Lieferzuverlässigkeit, dem Design und der Individualität unserer Produkte zu verdanken. Die deutschen Hersteller beherrschen die Abläufe und die Logistik oft besser als ihre internationalen Wettbewerber. Dies sind wichtige Kaufargumente für den Verbraucher – in Shanghai, St. Petersburg und San Francisco gleichermaßen.

Stärkere Exportunterstützung
Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Exports für die Branche wird der VDM in Kürze seine Exportunterstützung für die Unternehmen ausbauen: ein neuer VDM-Arbeitskreis Export soll dem Austausch der einzelnen Hersteller dienen, die Schwerpunktmärkte festlegen und die gesamten Export- und Messeaktivitäten der Branche koordinieren. Das know how zu den einzelnen Exportmärkten wird den Möbelherstellern gezielt im Rahmen von Informationstagen und Workshops vermittelt. Parallel werden praktische Arbeitshilfen für das erfolgreiche Engagement deutscher Möbelhersteller im Ausland zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Exportaktivitäten sollen den deutschen Möbelherstellern helfen, weitere Marktanteile auf dem Weltmarkt zu gewinnen.

Die Importkonkurrenz bleibt hoch: nachdem die deutschen Möbelimporte im Gesamtjahr 2017 noch um 0,8 % auf 12,7 Mrd. € gestiegen waren, legten sie im ersten Halbjahr 2018 erneut um 0,6 % auf 6,6 Mrd. € zu. Das Außenhandelsdefizit reduzierte sich im gleichen Zeitraum aufgrund der deutlich gestiegenen Exporte jedoch um 8,1 % auf rund 1,2 Mrd. €. Insgesamt setzen sich die osteuropäischen Möbelimporte in Deutschland zunehmend gegenüber der asiatischen Konkurrenz durch. Polen gewann 7,4 Prozent hinzu und blieb wie in den vergangenen Jahren das mit Abstand volumenträchtigste Möbelherkunftsland. Mehr als jedes vierte nach Deutschland importierte Möbel (26,3%) stammt inzwischen aus unserem östlichen Nachbarland. Tschechien blieb mit einem leichten Plus von 0,7 Prozent das drittwichtigste Importland.

Insgesamt konnten die Einfuhren aus den EU-Ländern deutlich um 1,8 Prozent zulegen. Dagegen sanken die Einfuhren aus Asien überdurchschnittlich (-5,9%), hier insbesondere aus Vietnam (-12,3%), Taiwan (-13,9%) und Indonesien (-9,8%). Auch die Importe aus dem zweitwichtigsten Importland China waren mit einem Minus von 5,2 Prozent deutlich rückläufig. Die Struktur der deutschen Möbelimporte weist eine hohe Konzentration auf: Allein auf die drei wichtigsten Lieferländer Polen, China und Tschechien entfallen aktuell rund 56 Prozent der gesamten deutschen Möbelimporte.

Fast zwei Drittel der Teilnehmer der VDM-Umfrage gehen davon aus, dass die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten gleich bleibt. 24 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung, nur 12 Prozent mit einer Verschlechterung der Lage. Nach Einschätzung der Befragten wird die Konjunktur in den kommenden sechs Monaten vor allem durch die steigenden Rohstoffpreise (33% aller Befragten), den Fachkräftemangel (27%), den zunehmenden Importdruck (18%) und die zunehmend protektionistisch ausgerichtete Handelspolitik (9%) beeinflusst.

Steigende Materialkosten treffen die Branche massiv
Gerade die steigenden Materialkosten für Massivholz stellen sich als Hindernis für die Branchenentwicklung dar. Die befragten Unternehmen der deutschen Möbelindustrie berichten von einem durchschnittlichen Anstieg der Massivholzkosten von 9 Prozent im Vergleich zum Sommer 2017. Die Holzwerkstoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 5 Prozent, die Logistikkosten ebenfalls um 5 Prozent und die Personalkosten immerhin um 3 Prozent. Dieser Kostenanstieg kann angesichts der Marktmacht der Einkaufsverbände nur unzureichend an den deutschen Möbelhandel weitergegeben werden.

Prognose für das laufende Jahr: +1%
Während der Beitrag der Auslandsmärkte zum Umsatz der deutschen Möbelindustrie angesichts der zuletzt sehr deutlichen Zuwächse auch im zweiten Halbjahr positiv bleiben dürfte, trübt sich die Konjunktur im Inland zunehmend ein. Auch die Verbraucherstimmung in Deutschland lässt nach. Die Konjunkturprognosen für das laufende Jahr wurden von den führenden Wirtschaftsforschern zuletzt deutlich nach unten revidiert. Vor diesem Hintergrund gehen wir auch am Ende des Jahres von einem Umsatzplus von rund 1 Prozent in 2018 aus.

Weitere Informationen:
imm cologne Möbelmarkt
Quelle:

Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, anlässlich der Europäischen Pressekonferenz imm cologne/LivingKitchen 2019 am 6. September 2018 in Madrid

Taiwans Textilbranche behauptet sich mit Innovationen Foto: Pixabay
25.09.2018

TAIWANS TEXTILBRANCHE BEHAUPTET SICH MIT INNOVATIONEN

  • Hersteller setzen unter anderem auf deutsche Maschinen

Tokyo (GTAI) - Bei Funktionstextilien gehört Taiwan international in die Top-Liga. Damit das so bleibt, investieren die Branchenhersteller in moderne Ausrüstung und Innovationen.

Taiwan ist ein weltweit wichtiger Lieferant von funktionalen Textilien. Diese Position will die Branche halten und möglichst noch ausbauen. Daher investieren sie in neue Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung. Für die Lieferanten von Vorerzeugnissen und Ausrüstung bestehen gute Absatzchancen.

Die Nachfrage nach Funktionstextilien nimmt in der Sport-, Freizeit- und Schuhindustrie zu. In anderen Branchen, wie in der Automobil- und Medizinbranche, bei Baumaterialien und landwirtschaftlichen Hilfsmitteln, kommen diese auch vermehrt zum Einsatz. Dabei sind Funktionaltextilien meist nicht als Taiwan-Produkte erkennbar. Dennoch sind sie teilweise sehr sichtbar.

  • Hersteller setzen unter anderem auf deutsche Maschinen

Tokyo (GTAI) - Bei Funktionstextilien gehört Taiwan international in die Top-Liga. Damit das so bleibt, investieren die Branchenhersteller in moderne Ausrüstung und Innovationen.

Taiwan ist ein weltweit wichtiger Lieferant von funktionalen Textilien. Diese Position will die Branche halten und möglichst noch ausbauen. Daher investieren sie in neue Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung. Für die Lieferanten von Vorerzeugnissen und Ausrüstung bestehen gute Absatzchancen.

Die Nachfrage nach Funktionstextilien nimmt in der Sport-, Freizeit- und Schuhindustrie zu. In anderen Branchen, wie in der Automobil- und Medizinbranche, bei Baumaterialien und landwirtschaftlichen Hilfsmitteln, kommen diese auch vermehrt zum Einsatz. Dabei sind Funktionaltextilien meist nicht als Taiwan-Produkte erkennbar. Dennoch sind sie teilweise sehr sichtbar.

Beispielsweise trugen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 mindestens 15 von 32 Mannschaften Bekleidung, die mit Textilien taiwanischen Ursprungs für international bekannte Markennamen erzeugt wurden, so Angaben des staatlichen Industrial Development Bureau (IDB) in Taiwan. Laut Taiwan Footwear Manufacturers Association sind taiwanische Hersteller für circa 80 Prozent aller weltweit produzierten Sportschuhe verantwortlich.

Textilhersteller investieren
Zu den größten Textilherstellern der Insel gehört die Far Eastern New Century (FENC). Deren Erzeugungskapazität befindet sich heutzutage hauptsächlich im Ausland mit Produktionen in China, Japan, den USA und Vietnam. In Taiwan baut FENC ebenfalls die Kapazität aus. In einem Joint Venture mit der deutschen Freudenberg werden seit 1987 Spinnvliesstoffe aus Polyester für den asiatischen Markt hergestellt.

Die Freudenberg Far Eastern Spunweb hat angekündigt, eine dritte Produktionslinie für Vliesstoffe im Werk Tayuan einzurichten und dadurch die bestehende Erzeugung von 20.000 t um 11.000 t pro Jahr zu erhöhen. Der Bau der neuen Herstellungsstätte, die 2020 den Betrieb aufnehmen soll, hat mittlerweile begonnen. Darin soll die neueste automatisierte Produktionstechnologie eingesetzt werden. Die Investitionen belaufen sich laut Unternehmensmeldung auf circa 43 Millionen US$.

Größte Unternehmen der Textilindustrie in Taiwan nach Umsatz
(in Mio. US$; Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
Firma 2016 2017 Veränd.
Far Eastern New Century Corp. 6.679 7.157 0,9
Formosa Taffeta Co., Ltd. 1.233 1.337 2,2
Shinkong Synthetic Fiber Corporation 1.066 1.200 6,1
Eclat Textile Co., Ltd. 759 796 -1,2
Makalot Industrial Co., Ltd. 685 735 1,2
Tainan Spinning Co., Ltd. 602 692  

Quelle: CommonWealth Magazine, Taiwan Stock Exchange

Deutschland bleibt wichtiger Ausrüstungslieferant
Taiwans Textilhersteller importieren ihre Ausrüstung vor allem aus China, Japan und aus Deutschland, wobei ein Teil der in China produzierten Maschinen von Firmen mit japanischen, deutschen, italienischen oder taiwanischen Mutterhäusern sind. Zwar gingen die deutschen Lieferungen 2017 gegenüber 2016 um 13,7 Prozent auf 71,1 Millionen US$ zurück. Jedoch zogen Taiwans Importe aus Deutschland in den ersten sechs Monaten 2018 um 24,3 Prozent an und überstiegen mit 42,5 Millionen US$ die Lieferungen aus Japan.

Dass die Einfuhr von Ausrüstung auf hohem Niveau bleibt, hat damit zu tun, dass die Unternehmen der Textilbranche in Taiwan dabei sind, bestehende Anlagen zu modernisieren und auf Industrie 4.0 umzurüsten. Zudem nimmt die Zahl der Hersteller von Textilien in Taiwan in den letzten Jahren zu. Zwischen 2014 und 2017 stieg deren Zahl gemäß Statistiken der Taiwan Federation of Textiles von 3.143 Firmen auf 3.214 Firmen.

Hauptlieferländer von Textilmaschinen *) nach Taiwan
(in Mio. US$; Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
Lieferland 2016 2017 Veränd.
China 108,7 111,0 2,1
Japan 97,2 97,2 0
Deutschland 82,5 71,1 -13,7
Italien 32,8 23,8 -27,3
Schweiz 13,6 14,1 3,6
USA 19,2 12,1 -37,2
Gesamt 405,4 364,7 -10,0

*) HS-Codes 8444-8453; ohne 8450
Quelle: Customs Statistics, Ministry of Finance

Kernfunktionen bleiben in Taiwan
Hingegen ist der Produktionswert der Textilbranche leicht gesunken. Er sank 2017 gegenüber 2016 auf Basis der Landeswährung um 1,7 Prozent. Umgerechnet auf US-Dollar lag der Herstellungswert von Textilien bei 9 Milliarden US$, so die Statistik des Wirtschaftsministeriums. Die Erzeugung von Kunstfasern stagnierte 2017 bei knapp 3 Milliarden US$.

In Taiwan finden sich die Hauptquartiere der oftmals familiengeführten Textilunternehmen. Hier werden die Einkaufs- und Marketingentscheidungen getroffen und nicht zuletzt Forschung und Entwicklung betrieben. Beispielsweise entwickeln gegenwärtig mehrere Hersteller smarte Textilien, in denen etwa Temperaturkontrolle, Herz- oder Ortungsfunktionen integriert sind.

Auslandsaktivitäten werden diversifiziert
Die Textilhersteller investieren überwiegend in neue Kapazitäten außerhalb Taiwans. So erweitert FENC 2018 seine Kapazität für PET (Polyethylenterephthalat) und Terephthalsäure (PTA), die unter anderem für die Herstellung von Synthesefasern benötigt werden. Zusammen mit einem indonesischen und einem mexikanischen Partner kauft FENC zwei neue Werke eines bankrotten US-Unternehmens in West Virginia und Texas auf. Damit sinkt unter anderem das Risiko möglicher Handelsbeschränkungen und umgekehrt steigt die Chance, von Freihandelsabkommen zu profitieren.

Ein Investitionsschwerpunkt ist auch Vietnam. Hier sind die meisten taiwanischen Textilunternehmen dabei, neue Kapazitäten auf- oder auszubauen. FENC, Formosa Taffeta, Eclat, Makalot und einige andere haben zum Teil schon vor mehreren Jahren im südostasiatischen Tigerland investiert. Neue Investitionen in China sind hingegen vor allem wegen steigender Lohnkosten selten geworden.

 

Weitere Informationen:
Taiwan
Quelle:

Jürgen Maurer, Germany Trade & Invest www.gtai.de