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Foto: PREMIÈRE VISION
16.07.2019

PREMIÈRE VISION PARIS IM SEPTEMBER 2019: SPORT, PERFORMANCE UND FASHION

DAS UNTRENNBARE TRIO ENTHÜLLT SEINE NEUEN STÄRKEN
Die nächste Ausgabe der Première Vision Paris, die vom 17. bis 19. September 2019 in Paris Nord Villepinte stattfindet, präsentiert die neuen Materialien und kreativen Impulse für die Saison Herbst-Winter 2020-21.

Diese Großveranstaltung für alle Akteure der Modebranche vereint zweimal im Jahr die sechs Hauptbereiche der vorgelagerten Fertigungsstufen: Garne, Stoffe, Leder, Designs, Accessoires und Bekleidung.

DAS UNTRENNBARE TRIO ENTHÜLLT SEINE NEUEN STÄRKEN
Die nächste Ausgabe der Première Vision Paris, die vom 17. bis 19. September 2019 in Paris Nord Villepinte stattfindet, präsentiert die neuen Materialien und kreativen Impulse für die Saison Herbst-Winter 2020-21.

Diese Großveranstaltung für alle Akteure der Modebranche vereint zweimal im Jahr die sechs Hauptbereiche der vorgelagerten Fertigungsstufen: Garne, Stoffe, Leder, Designs, Accessoires und Bekleidung.

Im Rampenlicht: die Spitze der Sportswear, ihr Einfluss auf die Kollektionen und die Entwicklung technologischer Innovationen und technischer Materialien. Um diese Themen anzugehen, die jetzt die gesamte Mode durchdringen, wird der Sport & Tech-Bereich der Première Vision auf der nächsten Messe besonders herausgestellt werden. In der Halle 6 des Textiluniversums von Première Vision Fabrics werden 80 Weber - darunter 8 Newcomer - ausstellen, um Marken und Designer auf der Suche nach Inspiration zu begleiten. Ihre neuen Produkte werden in einem speziellen Bereich, dem Sport & Tech-Forum, präsentiert, das sich mit dem Kernthema „Eine Frage des Schutzes“ (Schutz und Innovation) befasst.
 
Sportswear gewinnt an Bedeutung und spielt eine wichtige Rolle in den Kollektionen
Der weltweite Sportbekleidungsmarkt ist zwischen 2011 und 2016 stetig gewachsen und erreichte 2016 einen Wert von 280 Milliarden US-Dollar. Er hat in die Gewohnheiten der Verbraucher Eingang gefunden und steht für Komfort und technisches Know-how sowie Stil und Kreativität. Und Frankreich ist keine Ausnahme: Einer aktuellen Studie zufolge tragen französische Verbraucher an einem von fünf Tagen Sportkleidung, und 25% der Verbraucher sehen in letzterer einen „Trend“.

Dieses wachsende Phänomen hat einen erheblichen Einfluss auf die Branche und auf diejenigen, die Kleidung und Accessoires entwerfen und produzieren, ob Modemarken, die technische Materialien für ihre Konfektionskollektionen verwenden, oder Sportmarken, die Lifestyle-Kollektionen entwickeln. Um diese Marken bestmöglich zu unterstützen, hat Première Vision im Rahmen seiner Flaggschiff-Veranstaltung, der Première Vision Paris, ein speziell auf diesen Bereich ausgerichtetes Angebot entwickelt:
     
Schutz und Isolierung: technologische Beiträge
Für jede Ausgabe identifizieren die Première Vision-Teams ein inhaltsstarkes Thema, das auf ihren internationalen Recherchen basiert. Da Sportbekleidungskollektionen immer beliebter werden, werden zusätzliche Performance und Technologie in diesen Produktlinien immer wichtiger. Seit einigen Jahren können Verbraucher die in ihre Sportbekleidung integrierten innovativen Funktionen ausprobieren und erwarten die gleiche Funktionalität in ihrer Alltagskleidung. Für den Bereich Sport & Tech wurde deshalb das Thema „Eine Frage des Schutzes“ gewählt. Ein Modethema, das in einem speziellen Forum besonders herausgestellt wird und ein breiteres Angebot an Stoffen und Hochleistungsmaterialien der Weber, Stricker und Veredler auf der Messe präsentiert, um den Bedürfnissen der Branchenfachleute gerecht zu werden.

Marguerite Coiraton, Leiterin der Première Vision Fabrics und verantwortlich für den Sport & Tech-Ableger, fügt hinzu: „Die September-Ausgabe 2019 ist besonders daran interessiert, wie Kleidung zum Schutz vor den Elementen eingesetzt wird, ein Thema, das die Herbst-/Winterkollektionen 20/21 sicherlich dominieren wird. Dieses Konzept umfasst beispielsweise Wärmeschutz durch die Entwicklung von mit Nanotechnologien ausgestatteten thermoaktiven Materialien, Geweben und Fasern sowie den intelligenten erweiterten Schutz.“

Neben dem speziellen Bereich innerhalb der Gewebe bietet die Première Vision auch eine Sport & Tech-Route an, die über die Show-App verfügbar ist und nahezu 700 Aussteller zusammenbringt, die auf Sport- und technische Materialien spezialisiert sind. Dieses Gesamtpanorama umfasst Spinner, Weber, Stricker, Gerber, Accessoire-Hersteller, Textildesigner und Modehersteller.
 
SPOTLIGHT ON: Vorschau auf eine Auswahl von Sport & Tech-Aussteller

  • Polartec: Polartec®-Stoffe sind eine Wärmeisolationslösung, die von Outdoor-Sportlern seit fast zwanzig Jahren verwendet wird. Sie sind in verschiedenen Texturen und Gewichten erhältlich und wurden speziell zur Leistungssteigerung in einer Vielzahl von Umgebungen entwickelt.
  • Pontetorto SportSystem: Pontetorto wurde 1952 gegründet und bietet eine breite Palette von Produkten an, von Polarvliesen bis hin zu Stretchgeweben, einschließlich Multilayer, Wind- und wasserdichten Membranen und atmungsaktiven Materialien.
  • Schoeller textiles: Das Schweizer Unternehmen hat sich auf die Entwicklung innovativer Textilien, insbesondere warmer und widerstandsfähiger Stoffe, spezialisiert. Die multifunktionale Kollektion „Cosmopolitan“ erfüllt perfekt die wachsende Nachfrage im Hochleistungsbereich mit Geweben, deren herausragende Leistungsmerkmale ein natürliches Gefühl und perfekten Komfort nicht ausschließen.
  • Swing by Gruppocinque: ein italienischer Textilhersteller, der innovative Technologien und Ausrüstungen wie Harze, Membranen und Hochleistungsbehandlungen einsetzt.
  • Mackent: hat Spezialtextilien im Angebot mit dem Schwerpunkt stoßdämpfende Abstandsgewirke für Dessous / Konfektionsware
  • Sportwear Argentona: eine spanische Marke, die auf die Produktion von Geweben spezialisiert ist, präsentiert ihre 2.0-Stoffe mit hervorragender Atmungsaktivität und hohem Tragekomfort. Diese sind anpassungsfähig, leicht, elastisch kombiniert mit einer innovativen Ästhetik.
  • Global Merino: ein Hersteller technischer Textilien mit Merinowolle als Basisprodukt. Er identifiziert die Leistungsanforderungen des herzustellenden Gegenstandes und entwickelt den Stoff entsprechend der Endanwendung;
  • Shepherd: ein vertikal integrierter Hersteller von Merinostricken und -bekleidung, einschließlich des weltweit feinsten 13,5-Mikron-Merinogewebes.

Neue Leistungsbeschreibungen zur besseren Identifizierung von Innovationen
Im September 2019 werden auf der Première Vision Paris vier neue Performance Codes vorgestellt:

  • Downproof, um anzuzeigen, welche Gewebe das Durchdringen von Federn in Steppnähten ordnungsgemäß verhindern.
  • Multilayer, wird häufig für Gewebe im Sportumfeld verwendet.
  • Washable, für waschbeständiges Leder.
  • Ultralight, Wird ausschließlich für Zubehörkomponenten verwendet.

Ein abwechslungsreiches und experimentierfreudiges Sport & Tech Universum
A.    Eine Virtual-Reality-Erfahrung, mit der Besucher voll und ganz in das Thema eintauchen können

Um den Besuchern ein Live-Erlebnis zu bieten, hat die Première Vision eine digitale Animation zum Thema Schutz entworfen. Mit Hilfe der virtu-
ellen Realität können sich Besucher einer Vielzahl von Umgebungen und externer Elemente (Kälte, Wind usw.) aussetzen.

B.    Zugehörige Modeinformationen
Schutz schließt Kreativität und Stil nicht aus, im Gegenteil. Diese Saison wird von Phantasie geprägt sein, mit Materialien, die kräftige Farben, Drucke, Motive und Glanz kombinieren. Besucher finden so ein exklusives und kreatives Sport & Tech Forum, das sich mit den folgenden vier Themen befasst: Tech Tailoring, Ski Touring, Soft Outdoor und Snow Fun. Es werden Muster, Komponenten und Prototypen von Kleidungsstücken zusammengeführt.

C.    Ein umfassendes und hochrangiges Konferenzprogramm, das Besuchern bei ihrer Auswahl unterstützt.
In dieser Ausgabe finden die Konferenzen an sehr zentralen Orten auf der Messe statt. Ein Bereich in Halle 3 wird die Konferenzen zum Thema Innovation beherbergen, und in Halle 6 ist eine Fläche für Konferenzen zu Modetrends reserviert.

Hier ist eine Auswahl der anstehenden Präsentationen, die der Welt von Sport & Tech (Konferenzraum in Halle 6) gewidmet sind und im September 2019 auf der Première Vision Paris stattfinden:

  • Eine Konferenz von Pascal Monfort, Gründer des Beratungsunternehmens REC trendsmarketing, zum Thema „Das Paar Sport und Mode: mehr denn je unzertrennlich!
  • Präsentation einer Studie über Sport und Mode, die Union Sport & Cycle auf dem französischen Markt durchgeführt hat und die die Erwartungen von 12.500 Verbrauchern bewertet hat;
  • Konferenzen, die die Modetrends entschlüsseln: „Performance, die Herausforderung in der Mode“ und „Mode & Sport - wichtigste Einflüsse und Innovationen für Herbst/Winter 2021“, einschließlich der Präsentation der neuesten Innovationen von Ausstellern.

Quellen: 1: Euromonitor International, 2: « Union Sport & Cycle »-Studie

09.07.2019

EOG veröffentlicht Marktstudie 2018

Wachstum im Kletter-Bereich bei insgesamt abgeflachtem Outdoor-Markt 

Die neueste Studie der European Outdoor Group (EOG) be-legt, dass der Bereich Klettern im Jahr 2018 wuchs, während sich der gesamte Outdoor-Markt abflachte. Das EOG hat die wichtigsten Ergebnisse ihres umfassenden State-of-Trade-Projekts veröffentlicht und dabei Daten von 115 Marken in Europa zur Analyse von Abverkäufen in sieben Haupt- und 48 separaten Unterkategorien herangezogen.

Wachstum im Kletter-Bereich bei insgesamt abgeflachtem Outdoor-Markt 

Die neueste Studie der European Outdoor Group (EOG) be-legt, dass der Bereich Klettern im Jahr 2018 wuchs, während sich der gesamte Outdoor-Markt abflachte. Das EOG hat die wichtigsten Ergebnisse ihres umfassenden State-of-Trade-Projekts veröffentlicht und dabei Daten von 115 Marken in Europa zur Analyse von Abverkäufen in sieben Haupt- und 48 separaten Unterkategorien herangezogen.

Der Jahresabsatz blieb erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr im Großen und Ganzen stabil, so dass sich ein ähnliches Bild des Marktes ergab wie in den Jahren 2015 und 2016. Der Großhan-delsmarkt hatte 2018 einen Wert von 5,81 Mrd. €*, im Wert 1% und 0,5% in der Menge geringer als im Vorjahr. Der Outdoor-Markt zeigt sich jedoch angesichts der herausfordernden Marktbedingungen, der zunehmenden Konkurrenz durch nicht zum Kerngeschäft gehörende Outdoor-Anbieter und der turbulenten sozialen und politischen Zeiten weiterhin robust.
 
Länder und Regionen
Länder und Regionen entwickelten sich im Allgemeinen im Einklang mit den Gesamtzahlen und verzeichneten ein Wachstum oder einen Rückgang in der Spane von +/- 1%. In Österreich und der Schweiz war das Jahr etwas schwieriger, was durch die Rückmeldungen der EOG-Mitglieder gestützt wurde. Die drei größten Ländermärkte waren erneut Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich, die zusammen 50% des Sektors ausmachen und daher die Entwick-lungszahlen stark beeinflussen.

Entwicklung der verschiedenen Segmente
Die Daten für 2018 zeigen, dass Klettern mit 5,7% im Wert und 6,1% in der Menge stark gewachsen ist. Ansonsten spiegelten die Zahlen erneut das Gesamtbild wider, wenngleich die Schlafsäcke stärker zurückgingen (-4,7% im Wert und -4,9% in der Menge).
     
State-of-Trade hat sich seit seiner Einführung zum umfassendsten und belastbarsten Marktforschungsprojekt für den europäischen Outdoor-Sektor entwickelt. Die EOG analysierte dabei nicht nur die eingereichten Daten, sondern holte auch Expertenmeinungen aus der gesamten Branche ein, um Peer-Review-Zahlen zu erhalten. Diese Arbeit hat zur Validierung der Zahlen beigetragen, und belegt, dass die Ergebnisse für 2018 mit den Erwartungen der befragten Personen übereinstimmten.

Pauline Shepherd, EOG-Marktforschungsleiterin, kommentiert dies wie folgt:  
„Trotz einiger deutlicher Herausforderungen im Markt präsentiert sich der Outdoor-Sektor nach wie vor robust, angetrieben von der Innovations- und Anpassungsfähigkeit der Branche. Das Wachstum im Kletterbereich ist erfreulich und ein weiteres Beispiel dafür, wie unsere Branche bei der Entwicklung breiterer Sportartikel- und Lifestyle-Bereiche eine Rolle spielt. Klettern steht mehr denn je im Rampenlicht, nicht zuletzt aufgrund seiner Aufnahme in die Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio 2020, und dies hat sich eindeutig auf die breite Öffentlichkeit und auf diese Zahlen ausgewirkt. “
     
Die EOG wird ihr Marktforschungsprogramm weiter verbessern und ausbauen. Für Abverkaufszahlen, die die Mitgliederzahl widerspiegeln, führt der Verband im Rahmen des State-of-Trade 2018 einen Pilotbericht über Snowboardprodukte durch. Die Zahlen werden gegen Ende des Jahres veröffentlicht **.

Für den Abverkauf an Endkunden hat die EOG in den letzten 18 Monaten ein Einzelhandelsprojekt mit ihren Einzelhandelsmitgliedern durchgeführt. Der Verband wird dieses Projekt nun für den breiteren Markt öffnen - für jeden Einzelhändler oder jede Einzelhandelsmarke, die Outdoor-Produkte in Europa verkauft.  
Ausführliche Informationen zu dieser Initiative und wie Sie sich beteiligen können, finden Sie in der beigefügten Infografik. Details werden auch auf der EOG-Website oder die sozialen Medien veröffentlicht. Weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail an marketresearch@europeanoutdoorgroup.com

* Wert nicht um Währung / Inflation angepasst // ** Vorbehaltlich einer ausreichenden Marktabdeckung 

 

Copyright Fotos: Messe Frankfurt Exhibition GmbH
02.07.2019

NEONYT: SEIT ZEHN JAHREN FÜR „SUSTAINABLE FASHION"

Die Neonyt verwandelt das Kraftwerk Berlin vom 2. bis 4. Juli 2019 zum globalen Hub für Fashion, Nachhaltigkeit und Innovation.

170 internationale Labels machen die Neonyt zum weltweit größten Hotspot für progressive, nachhaltige Mode und technologische Innovationen. Zahlreiche Speaker renommierter Institutionen und Unternehmen treiben mit starken Themen den Change of Fashion voran. Mikro- und Ozeanplastik, Fridays for Future und nie dagewesene Wahlergebnisse in der Politik – der Klimawandel und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft sind die aktuell dominierenden Gesellschaftsthemen.

Die Neonyt verwandelt das Kraftwerk Berlin vom 2. bis 4. Juli 2019 zum globalen Hub für Fashion, Nachhaltigkeit und Innovation.

170 internationale Labels machen die Neonyt zum weltweit größten Hotspot für progressive, nachhaltige Mode und technologische Innovationen. Zahlreiche Speaker renommierter Institutionen und Unternehmen treiben mit starken Themen den Change of Fashion voran. Mikro- und Ozeanplastik, Fridays for Future und nie dagewesene Wahlergebnisse in der Politik – der Klimawandel und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft sind die aktuell dominierenden Gesellschaftsthemen.

Wie keine andere Plattform während der Berlin Fashion Week beschäftigt sich die Neonyt mit den Herausforderungen der Modewelt von morgen. Im Kraftwerk Berlin erleben Branchenteilnehmer ein breites Spektrum progressiver Mode von 170 internationalen, nachhaltig aufgestellten Labels. Im Rahmen eines dreitägigen Event-Programms erhalten Besucher Antworten auf die drängenden Fragen der Modezukunft.
„Mit der Neonyt und unseren Vorgängerformaten Greenshowroom und Ethical Fashion Show stehen wir inzwischen seit zehn Jahren für das Thema nachhaltige Mode. Wir haben dieses Thema in Berlin, dem besten Standort für Nachhaltigkeit, salonfähig und groß gemacht. Die Berliner Fashion Week ist heute vor allem dank der Neonyt der weltweit bedeutendste Anlaufpunkt für nachhaltige Mode und besitzt damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Modewochen“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt.

Vorreiter und Senkrechtstarter
Das Line-up zur Sommerausgabe der Neonyt führen weltweite Vorreiter für sustainable Fashion an. Mit dabei sind unter anderem Bleed, Dedicated, Degree Clothing, Ecoalf, Erdbär, Jan´n June, Langer Chen, Lanius, Les Racines du Ciel, Melawear, Nat-2, PeopleTree, Pyua, Rhumaa und SKFK. Hinzukommen die Wiederkehrer Recolution, Lovjoi, Mud Jeans und Feuervogl sowie prominente Neuaussteller wie Wunderwerk und Derbe Hamburg.

„Das Erd- und Zwischengeschoss im Kraftwerk ist mit 170 Labels ausgebucht. Wir freuen uns, dass etliche coole, urbane Labels die Neonyt als das Epizentrum in Sachen Sustainable Fashion erkennen. Aufgrund der großen Nachfrage führen wir zum ersten Mal eine Warteliste“, erklärt Thimo Schwenzfeier, Show Director Neonyt.

Nachhaltigkeit kommt in den Handel
Zur Sommer-Ausgabe nimmt die Neonyt insbesondere konventionelle Händler in den Fokus, um das Thema noch enger an den Endverbraucher heranzutragen. Hierzu hat die Neonyt ein neues Retail Forum geschaffen. An zwei Tagen gibt es Vorträge und Diskussionsrunden mit renommierten Speakern zu hochaktuellen, umsatzrelevanten Handelsthemen. Auf der Bühne stehen unter anderem Dr. Daniel Terberger von Katag, Marc Ramelow vom gleichnamigen Modehaus, Bernd Keller von True Standard, Hannah Kussel von Das Gerber sowie Vertreter von Tchibo, WWF, Zalando und den Vereinten Nationen.
In einer Keynote und auf einer separaten Fläche präsentiert das Stuttgarter Stadtkaufhaus „Das Gerber“ unter dem Titel „Econic Goods of Gerber“ seine Flächenvision davon, wie Nachhaltigkeit nahtlos in eine bestehende POS-Umgebungen eingebettet werden kann.

Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist zum Launch des Nachhaltigkeitssiegels Grüner Knopf vertreten. Noch vor offiziellem Messebeginn um 9 Uhr bietet die Neonyt Händlern ein tägliches, kostenfreies Retail Breakfast an – zum entspannten und gut informierten Start in den Tag ab 8.30 Uhr im sonnigen Garten des Kraftwerks.

Fotos: (c) ITMA
25.06.2019

INTERNATIONALERE ITMA 2019 STELLT MIT GRÖßTER AUSSTELLERZAHL NEUEN REKORD AUF

Seit seiner Einführung im Jahr 1951 genießt die ITMA als weltweit größte Ausstellung für Textil- und Bekleidungstechnologie in der Branche große Anerkennung. Die diesjährige Ausgabe in Barcelona festigt ihren Ruf mit der größten Zahl von Ausstellern in ihrer Geschichte. Die Rekordzahl von 1.717 Ausstellern aus 45 Ländern hat einen neuen Meilenstein gesetzt.

Auf der Pressekonferenz am Eröffnungstag der 18. Ausgabe der Ausstellung sagte Fritz P. Mayer, Präsident des Europäischen Ausschusses der Textilmaschinenhersteller (CEMATEX): „Die Weltwirtschaft steht immer noch vor Herausforderungen, die durch gespannte Beziehungen und Störungen im Handel hervorgehoben werden. Allerdings hat sich die Textilindustrie als älteste verarbeitende Industrie der Welt im Laufe der Jahre als robust erwiesen.

Seit seiner Einführung im Jahr 1951 genießt die ITMA als weltweit größte Ausstellung für Textil- und Bekleidungstechnologie in der Branche große Anerkennung. Die diesjährige Ausgabe in Barcelona festigt ihren Ruf mit der größten Zahl von Ausstellern in ihrer Geschichte. Die Rekordzahl von 1.717 Ausstellern aus 45 Ländern hat einen neuen Meilenstein gesetzt.

Auf der Pressekonferenz am Eröffnungstag der 18. Ausgabe der Ausstellung sagte Fritz P. Mayer, Präsident des Europäischen Ausschusses der Textilmaschinenhersteller (CEMATEX): „Die Weltwirtschaft steht immer noch vor Herausforderungen, die durch gespannte Beziehungen und Störungen im Handel hervorgehoben werden. Allerdings hat sich die Textilindustrie als älteste verarbeitende Industrie der Welt im Laufe der Jahre als robust erwiesen.

„Dies ist entspricht auch der Haltung unserer Aussteller, die ständig neue Technologien und Lösungen entwickeln und einführen. Wir freuen uns, dass die ITMA den Textilmaschinenherstellern eine seriöse Plattform für die Vermarktung ihrer Innovationen bietet. Dadurch konnten wir die höchste Ausstellerzahl in der Geschichte der ITMA verzeichnen.“
 
Die Exponate werden auf einer Nettoausstellungsfläche von 114.500 Quadratmetern präsentiert, eine Steigerung von 9 Prozent gegenüber der vorherigen Ausgabe im Jahr 2015. Die Ausstellung belegt alle neun Hallen der Gran Via, einschließlich der Fläche im Verbindungsbereich „Under the Linkway“ Um mehr Unternehmen die Teilnahme zu ermöglichen, wurde vielen Ausstellern weniger Standfläche zugeteilt als ursprünglich beantragt.

Charles Beauduin, Vorsitzender von ITMA Services, dem Veranstalter der ITMA 2019, schwärmte: „Die Ausstellung wäre größer gewesen, wenn wir Bewerber aus Platzgründen nicht hätten abweisen müssen. Eine Warteliste von rund 250 Bewerbern, die rund 8.200 Quadratmeter gebucht hatten, konnten wir leider nicht berücksichtigen.“ Er fügte hinzu: „Die ITMA hat sich darüber hinaus zu einer internationaleren Messe mit einer großen Vielfalt an Technologieangeboten aus Ost und West entwickelt. Fast die Hälfte der Aussteller stammt aus Nicht-CEMATEX-Ländern. Dies ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung der ITMA hin zu einer allgemein gültigen Textil- und Bekleidungsplattform für die Industrie.“

Internationale Beteiligung
Von der Gesamtzahl der Aussteller stammt mehr als die Hälfte aus CEMATEX-Ländern. Der restliche Teil setzt sich aus Unternehmen aus anderen Teilen Europas, Asiens, des Nahen Ostens und beiden Amerikas zusammen. Entsprechend der internationalen Zusammensetzung der Teilnehmer kommen die meisten Aussteller aus Italien (364 Aussteller), China (276 Aussteller), Deutschland (222 Aussteller), Indien (169 Aussteller) und der Türkei (164 Aussteller).

Die CEMATEX-Länder belegen weiterhin die größte Ausstellungsfläche und machen 65% der gesamten Nettoausstellungsfläche aus. Italien buchte 26% der Fläche, gefolgt von Deutschland mit 18%. Die wichtigsten Nicht-CEMATEX-Länder sind die Türkei mit 9%, China mit 8% und Indien mit 5% der gebuchten Fläche.

Produktbereiche
In 19 Ausstellungsbereichen erwartet die Besucher eine breite Palette integrierter Lösungen über die gesamte Wertschöpfungskette. Die Drucktechnik, die in den letzten Jahren viele Fortschritte gemacht hat, ist ein spannender Wachstumssektor. Mit einer Steigerung der Ausstellerzahl von 38 Prozent gegenüber der Vorgängermesse gehört dieser Bereich zu den Top 5 auf der ITMA 2019:

  • Veredlung - 325 Aussteller
  • Spinnerei - 281 Aussteller
  • Weberei - 182 Aussteller
  • Drucktechnik - 157 Aussteller
  • Strickerei - 136 Aussteller

Vliesstoffe und technische Textilien sind auf der ITMA 2019 aufgrund ihres breiten Anwendungsspektrums nach wie vor ein wichtiger Sektor. Die durch Digitalisierung und Fast Fashion geprägte Bekleidungsherstellung nimmt auch auf der ITMA eine größere Rolle ein.

Mayer sagte: „Wir freuen uns außerordentlich, dass die Bekleidungs-Technologie auf der ITMA wieder in den Fokus gerückt ist. Obwohl die ITMA traditionell stark in der Textilherstellung verankert  ist, freuen wir uns, dass wir für die Bekleidungsherstellung Lösungen von einigen der weltweit renommiertesten Technologieanbieter präsentieren können. Deren Ausstellerzahl ist gegenüber der ITMA 2015 um 27 Prozent gestiegen." Der Ausstellungsbereich Fasern, Garne und Stoffe vervollständigt die komplette Wertschöpfungskette. Die Aufnahme innovativer Stoffe in das Segment Faser und Garn auf der ITMA rundet das Einkaufserlebnis für Einkäufer weiter ab.
 
Innovation im Fokus

Das Thema der ITMA 2019 lautet „Innovating the World of Textiles“. Um die Innovationsoffensive zu unterstützen, hat CEMATEX das ITMA Innovation Lab eingeführt. Das Labor ist eine neue Dachmarke einer Reihe von Aktivitäten und umfasst den Forschungs- und Innovationspavillon, die ITMA-Sprecherplattform, den ITMA-Preis für nachhaltige Innovation und die Präsentation des Innovationsvideo. Auf der Speakers Platform, die vom 21. bis 25. Juni stattfindet, wurden Redner aus der Branche eingeladen, ihre Perspektiven und Erfahrungen auszutauschen. Am 21. Juni fand zudem ein Finanzforum statt.

Events im Umfeld und Branchenveranstaltungen
Um Wissensaustausch, Zusammenarbeit und Vernetzung zu fördern, werden parallel zur ITMA 2019 mehrere Veranstaltungen durchgeführt. Das ITMA-EDANA-Forum für Vliesstoffe und das Forum für führende Textilfarbstoffe und Chemikalien stießen auf so überwältigende Resonanz, dass die Anzahl der Sitzplätze aufgestockt werden musste. Ähnliche Resonanz fanden auch weitere Partnerveranstaltungen, darunter das Better Cotton Initiative-Seminar, die European Digital Textile Conference, TexSummit Global, Planet Textiles, das SAC & ZDHC Manufacturer Forum und Texmeeting von TEXFOR.
 
„Die Reihe von Veranstaltungen am selben Ort ist Teil des ITMA-Kontaktprogramms, um Industriepartner einzubeziehen und eine integrative Plattform für die globale Textil- und Bekleidungsgemeinschaft zu schaffen. Wir haben über 190 internationale, regionale und lokale Organisationen, die unsere Ausstellung unterstützen“, so Mayer. Die ITMA 2019 findet bis zum 26. Juni auf dem Gelände der Fira de Barcelona Gran Via statt. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, am 26. Juni schließt die Messe um 16.00 Uhr.

Über CEMATEX & ITMA
Der europäische Zusammenschluss der Textilmaschinenhersteller (European Committee of Textile Machinery Manufacturers CEMATEX) umfasst die nationale Textilmaschinenverbände aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Er ist der Eigentümer der ITMA und der ITMA ASIA. Die ITMA gilt als „Olympiade“ der Textilmaschinenmessen und kann auf eine 68-jährige Geschichte zurückblicken, in der sie die neuesten Technologien für jeden einzelnen Arbeitsprozess der Textil- und Bekleidungsherstellung vorstellt. Sie findet alle vier Jahre in Europa statt.

 

Weitere Informationen:
ITMA 2019
Quelle:

CEMATEX & ITMA Services

18.06.2019

DIE BERLIN FASHION WEEK: 01. – 06. JULI 2019

Nach nur wenigen Saisons hat sich Berlin mit rund 70.000 Fachbesucher*innen, 30 Modenschauen/ 40 Präsentationen im Rahmen der Berlin Fashion Week und zahlreichen Messeplattformen, Empfängen und Showrooms in den Top 5 der Modestandorte weltweit etabliert. Zur Fashion Week kamen 2018 rund 200.000 Besucher*innen, die eine zusätzliche Wirtschaftskraft von bis zu 120 Mio. Euro je Saison nach Berlin brachten. Das modische Spektrum in Berlin reicht von hochpreisiger Couture und Schneiderkunst über Eco Fashion bis zu Streetwear und von Einzelstücken bis hin zu Kollektionen. Green Fashion, Upcycling und Fashion Tech gewinnen zusehends an Bedeutung: Immer mehr Berliner Modelabels berücksichtigen in der Produktion ökologische Standards. Die Neonyt sowie auch die großen Messen zeigen zahlreiche Marken des Eco-Portfolios.

MBFW

Nach nur wenigen Saisons hat sich Berlin mit rund 70.000 Fachbesucher*innen, 30 Modenschauen/ 40 Präsentationen im Rahmen der Berlin Fashion Week und zahlreichen Messeplattformen, Empfängen und Showrooms in den Top 5 der Modestandorte weltweit etabliert. Zur Fashion Week kamen 2018 rund 200.000 Besucher*innen, die eine zusätzliche Wirtschaftskraft von bis zu 120 Mio. Euro je Saison nach Berlin brachten. Das modische Spektrum in Berlin reicht von hochpreisiger Couture und Schneiderkunst über Eco Fashion bis zu Streetwear und von Einzelstücken bis hin zu Kollektionen. Green Fashion, Upcycling und Fashion Tech gewinnen zusehends an Bedeutung: Immer mehr Berliner Modelabels berücksichtigen in der Produktion ökologische Standards. Die Neonyt sowie auch die großen Messen zeigen zahlreiche Marken des Eco-Portfolios.

MBFW

Im Juli 2019 präsentiert die MBFW ihr modefokussiertes, zugänglicheres Konzept mit spannenden Weiterentwicklungen gemäß dem Claim „Follow MBFW - Focus Fashion“. Mit dem im letzten Jahr erfolgreich lancierten modernen und digitalen Format MBFW bekennt sich Mercedes-Benz zum Modestandort Berlin und bietet gemeinsam mit der Kreativagentur NOWADAYS zweimal jährlich aufstrebenden Designern und etablierten Modemarken gleichermaßen eine aufmerksamkeitsstarke Plattform zur Präsentation ihrer Kollektionen. Die Kollektionen für die Saison Spring/Summer 2020 werden im ewerk Berlin, in der Wilhelmstraße in Mitte vorgestellt. Die Location bietet mit ihrem rohen Industrielook optimale Bedingungen für hochwertige Fashion Shows in zentraler Lage. Dabei konzentriert sich die MBFW auf eindrucksvoll inszenierte Auftritte von ausgewählten High-End Labels und Brands an einem Ort. Modeinteressierte Endkonsumenten können die Schauen live auf dem Vorplatz der Event Location erleben, oder der MBFW über digitale Kanäle wie der Website www.mbfw.berlin oder auf Instagram unter @MBFW.berlin folgen.

Montag 1.7.2019 – Mittwoch 3.7.2019
LOCATION ewerk Berlin
Wilhelmstraße 43
10117 Berlin
KONTAKT buero@mbfw.berlin
WEB www.mbfw.berlin

PREMIUM INTERNATIONAL BUSINESS PLATFORM FOR ADVANCED CONTEMPORARY FASHION

Im Januar 2019 gestartet, steht auch weiterhin diese Saison die Umstrukturierung der Hallen im Fokus. Das Ziel ist es, Themenwelten präziser zusammenzufassen und Besuchern den Überblick zu erleichtern, zu inspirieren und zu emotionalisieren. Die Aussteller präsentieren Key-Looks statt riesiger Kollektionen. Dazu kommt auch wieder ein Thema, dem die PREMIUM treu bleibt: Nachhaltigkeit. Deswegen wird auf Plastik im Catering verzichtet, stark auf Mülltrennung geachtet und Eco-Brands speziell gefördert.
Seit 2003 ist die PREMIUM die Leitmesse unter den wichtigsten internationalen Messeveranstaltungen sowie die relevanteste Business- und Networking-Plattform für Advanced Contemporary Fashion. Die PREMIUM strebt kontinuierlich danach, zu inspirieren, Geschäftsbeziehungen zu verstärken sowie den Austausch fachübergreifend zu fördern. B2B-Services werden gemeinsam mit den Protagonisten der Branche unentwegt perfektioniert und weiterentwickelt.

Dienstag, 2.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 10:00–17:00 Uhr
LOCATION STATION-Berlin
Luckenwalder Strasse 4–6
10963 Berlin
KONTAKT PREMIUM Exhibitions GmbH
+49 (0) 3062 908 50
info@premiumexhibitions.com     
WEB www.premiumexhibitions.com
www.facebook.com/PREMIUMBERLIN
www.instagram.com/PREMIUMBERLIN
www.twitter.com/PREMIUMBERLIN

PANORAMA BERLIN - PANORAMA EXPEDITION

Die PANORAMA BERLIN ist der wegweisende Meeting Point für Entscheidungsträger aus dem Mode- und Lifestyle Business. Seit ihrer Premiere im Januar 2013 ist sie zu einer der relevantesten, europäischen Fashion-Plattformen avanciert und repräsentiert als Leitmesse der Berliner Fashion Week einen umfassenden Überblick über nationale und internationale Women & Menswear. Zusammen mit der Tradeshow for Quality Garments SELVEDGE RUN & ZEITGEIST sowie der nachhaltigen Fashionshow XOOM ist die PANORAMA BERLIN zweimal im Jahr ein „Allin-One Event“ internationaler Marken, die sich in verschiedene Bereiche einordnen: Smart Formalwear, Casual- und Sportswear, Contemporary Styles, Denim, Heritage und Streetwear, Accessoires und Shoes sowie nachhaltige Mode und Lifestyleprodukte.

Nach der Neuausrichtung im Januar 2019 tritt die PANORAMA BERLIN vom 02. bis 04. Juli 2019 unter dem Motto „BERLIN VIBES“ an und fokussiert die Themen Infotainment, Eventisierung und Matchmaking. Die Konzentration zielt weiterhin auf Marken mit Relevanz und klaren Botschaften. Spitzere Präsentationen, Trendkapseln und Limited Editions, die so nur in Berlin zu finden sind, inszenieren Fashion in einem spannenden Lifestyle Kontext. Vom Möbelstück bis zum Beautyprodukt: Auf neuen, zentralen Concept Store Flächen werden in den Hallen 1 bis 4 Marken und Produkte in einem neuen Spannungsverhältnis gezeigt, die in der Form der Darstellung und der Zusammensetzung jede Menge Inspiration liefern.

Unter dem Motto „Wissen to go“ präsentiert die PANORAMA BERLIN in der Retail Solutions Halle ein breit aufgestelltes Vortragsprogramm mit führenden Keynote-Speakern zu vielfältigen Zukunftsthemen rund um internationale Trends im Handel, Marketing, E-Commerce und der Digitalisierung.

Dienstag, 2.7.2019, 09:00–18:00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 09:00–18:00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 09:00–17:00 Uhr
LOCATION PANORAMA BERLIN
ExpoCenter City
Eingang Süd/Jafféstraße
14055 Berlin
KONTAKT PANORAMA Fashion Fair Berlin GmbH
+49 (0) 3027 595 604 0
office@panorama-berlin.com
WEB    www.panorama-berlin.com
www.facebook.com/panoramafashionfairberlin
www.instagram.com/panoramafashionfair

SHOW & ORDER X PREMIUM - TRADE SHOW FOR FASHION, LIFESTYLE & EXPERIENCE

Dank des besonderen Department-Store-Concepts ist die SHOW& ORDER X PREMIUM anders als andere Messen. Nicht nur die familiäre Atmosphäre, sondern auch der große Experience Floor bieten den Einkäufern neue Inspiration und Storys. Außerdem ist auch diesmal die Beauty Lounge wieder mit dabei, in der man sich in der Fashion Week Hektik ein kleines Fresh-Up geben lassen kann. Doch nicht nur das KÜHLHAUS selbst hat im Juli 2019 wieder viel zu bieten – auch die Outside Area wird für die warmen Sommertage extra mit einer Beach- Lounge sowie einer Bar und köstlichem Catering ausgestattet.

Auf sechs teilweise offenen, galerieartigen Etagen präsentieren sich ca. 200 Fashionbrands im Kontext mit Beautyprodukten, Interior und Designstücken, Papeterie, Büchern, Kunst, Musik, Düften und Magazinen sowie innovativen Food-Konzepten, die in verschiedenen Experience Spaces auf den unterschiedlichen Etagen des KÜHLHAUSES auf dem Gelände der STATION-Berlin und in direkter Nachbarschaft zur PREMIUM verteilt sind.

Dienstag, 2.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 10:00–17:00 Uhr
LOCATION Kühlhaus
Etage 1–5
Luckenwalder Strasse 3
10963 Berlin
WEB www.showandorder.de
www.facebook.com/ShowandOrder

#FASHIONTECH BERLIN

Die #FASHIONTECH BERLIN, die zwei Mal jährlich während der Berlin Fashion Week stattfindet, ist die führende Tech-Konferenz für die Fashion-Industrie, auf der Themen rund um die digitale Transformation, Innovationen und disruptive Technologien diskutiert werden. Mit Keynote-Präsentationen von führenden internationalen Experten auf der Bühne (#LISTEN!), interaktiven Masterclasses zur Vermittlung von detailliiertem Fachwissen (#LEARN!) und der Exhibition Area, auf der Aussteller ihre neuesten Entwicklungen, Solutions, Produkte und Innovationen vorstellen (#EXPERIENCE!), hat sich die #FASHIONTECH BERLIN zum europäischen Knowledge- und Content-Hub für Technologie, Digitalisierung, Change Management, Innovationen und Sustainability entwickelt.

Die #FASHIONTECH BERLIN schafft außerdem die Bühne für den interdisziplinären Austausch. Die Networking Areas bieten den Besuchern die Möglichkeit, sich mit den Speakern, Branchen-Insidern und Entrepreneuren zu vernetzen, neue Gesprächspartner zu finden und neue Business-Leads zu generieren. Da die Digitalisierung Einfluss auf jeden Aspekt des modernen Lifestyles hat, fokussiert die #FASHIONTECH BERLIN auf die Trendthemen, die unser Leben heute stark beeinflussen.
TOPICS OF OUR TIME IN THE ERA OF DIGITALISATION

  • DIGITAL BUSINESS
  • STREET CULTURE
  • E-SPORTS & GAMING IN FASHION
  • SUSTAINABLE FUTURE

FASHIONSUSTAIN BERLIN

Technologie, Nachhaltigkeit und Innovation sind wichtige Treiber der Mode- und Textilindustrie, die die Branche sowie ihre Prozesse und Produktionsabläufe revolutionieren werden. Das internationale Konferenzformat Fashionsustain am Mittwoch, 3. Juli, widmet sich genau diesen Themen. In diesem Jahr hat sich die Fashionsustain dem Themenkomplex Wasser verschrieben – von Mikroplastik bis ‚Water Stewardship’. Hochkarätige Redner innovativer Unternehmen präsentieren visionäre Ansätze, die helfen, die lebenswichtige Ressource Wasser zu erhalten.

Darüber hinaus nimmt die Sommer-Ausgabe der Fashionsustain den Handel in den Fokus. Dabei geht es um Margen, Sortimente, Kollektionen, POS-Lösungen und die Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen. Was auf der Konferenzbühne diskutiert wird, wird im Ausstellungsareal „Showcase of Change“ erlebbar gemacht. Vorab läuft vom 1. bis 2. Juli ein Thinkathon – ein Raum für offenen Austausch und kreative Denkprozesse.

Die Fashionsustain ist Bestandteil der Neonyt, dem globalen Hub für Mode, Nachhaltigkeit und Innovation (2. bis 4. Juli 2019) – veranstaltet von der Messe Frankfurt.

Mittwoch, 3.7.2019, 10.00–16.00 Uhr
LOCATION Kraftwerk Berlin
Obergeschoss
Köpenicker Straße 70
10179 Berlin
KONTAKT Falco Fuchs
Messe Frankfurt Exhibition GmbH
+49 6975 755 938
falco.fuchs@messefrankfurt.com
WEB www.fashionsustain.com
www.facebook.com/FashionSustain www.instagram.com/fashionsustain.berlin

SEEK – A COMMON GROUND FOR INDIVIDUALS IN FASHION

Das von SEEK-Director Maren Wiebus und ihrem Team entwickelten Konzept der Trade Union wird weitergeführt und von Mal zu Mal perfektioniert. Der Zusammenschluss aus Vorreitern und Visionären der Branche bekommt weiterhin seinen extra Space, um den Austausch, Inspiration sowie Denkanstöße zu fördern. Eben so heißt es wieder sharing is caring. Gemeinsam mit der Berliner NGO One Warm Winter geht es erneut um Nächstenliebe. Das Motto diesmal: It’s all about the Sneaker. Nicht nur die Aussteller werden darauf aufmerksam gemacht, beispielsweise alte Samples zu spenden und in den extra dafür aufgestellten Container zu legen, sondern auch alle Besucher.

Many reasons to celebrate: 60. Jubiläum von Alpha Industries, 100. Bestehen von Champion sowie Farah und das Special Event ASICSTIGER x OVERKILL x SEEK Block Party Vol. 2 Fashion. Trade. Show. Als Voice of Street Culture präsentiert die SEEK jede Saison ausgewählte Street- und Urbanwear, welche die aktuellen Lifestyle-Trends für die Branche übersetzen. Sie steht für Demokratie und Fairness, Klarheit, Freundlichkeit und Ehrlichkeit – getreu dem Motto: „What you see, is what you get“. Der Fokus liegt auf sorgfältig ausgewählte Style-Tribes, die den modernen Zeitgeist verkörpern und garantiert dem SEEK-Publikum wertvolle Inspiration.

Dienstag, 2.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 10:00–19:00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 10:00–17:00 Uhr
LOCATION ARENA Berlin
Eichenstrasse 4
12435 Berlin
KONTAKT info@seekexhibitions.com
WEB www.seekexhibitions.com    
www.facebook.com/seekberlin
www.instagram.com/seek_berlin

SELVEDGE RUN & ZEITGEIST

The show will be all about quality and trust. Nach der erfolgreichen Fusion mit der Panorama Berlin ist die architektonisch beeindruckende Halle am Eingang Süd des Berliner Expo Centers die neue Heimat der Selvedge Run & Zeitgeist. Als integrierter Part der Panorama Berlin präsentiert die tradeshow for quality garments and crafted goods einen einzigartigen Ausstellermix aus den neuesten Streetwear-Themen, die für die Branche von hoher Relevanz sind, wie z. B. Denim, Craft, Current und Outdoor. Zur Brandlist der wertstiftenden Selvedge Run & Zeitgeist zählen internationale Iconic- und Heritage-Marken und charakterstarke Produkte, die zum Teil in Europa exklusiv nur in Berlin zu sehen sind.

Im Juli 2019 ist die Selvedge Run & Zeitgeist wieder der Hotspot für die Community, der mit Gleichgesinnten sowie Food & Drinks ein Meeting-Place bietet, um die besten Quality Brands zu entdecken und Einkäufer aus aller Welt zu treffen. Im integrierten „Marketplace“ trifft man auf kuratierte Concept Brands, die sowohl geordert als auch direkt gekauft werden können.

Dienstag, 2.7.2019, 9:00–18:00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 9:00–18:00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 9:00–17:00 Uhr
LOCATION    PANORAMA BERLIN
ExpoCenter City
Eingang Süd/Jafféstraße
14055 Berlin
KONTAKT info@selvedgerun.com
+49 (0) 3027 595 604 0
WEB www.selvedgerun.com
www.facebook.com/selvedgerun
www.instagram.com/selvedgerun www.vimeo.com/selvedgerun

NEONYT – GLOBAL HUB FOR FASHION, SUSTAINABILITY AND INNOVATION

Gemeinsam Mode verändern. Durch Kollaboration, Kommunikation und Unternehmertum. Das ist unsere Vision. Neonyt ist der globale Hub für Mode, Nachhaltigkeit und Innovation. Mit dem Hub-Konzept vereint Neonyt die wichtigsten Elemente in der Modebranche – Style, Business, Inspiration, Knowledge, Fun und Community – auf neoneue Weise. Der Hub besteht aus der Neonyt Trade Show, der Konferenz Fashionsustain sowie dem Design-Thinking-Format Thinkathon, Showcases, dem Influencer- und Blogger-Event Prepeek, Networking-Veranstaltungen und der Neonyt Party.

Die Neonyt Trade Show zeigt von Contemporary, Casual- und Urbanwear über Denim, Street- und Sportswear bis hin zu Business Outfits eine gute Balance aus Leading Brands und Newcomern. Das Sortiment umfasst neben DOB, HAKA und Kids auch Outdoor, Schuhe, Accessoires, Schmuck und Beauty. Veranstalter ist die Messe Frankfurt.

Dienstag, 2.7.2019, 9.00–18.00 Uhr
Mittwoch, 3.7.2019, 9.00–18.00 Uhr
Donnerstag, 4.7.2019, 9.00–17.00 Uhr
LOCATION Kraftwerk Berlin
Köpenicker Straße 70
10179 Berlin
WEB www.neonyt.com
www.facebook.com/Neonytberlin
www.instagram.com/neonyt.berlin

Weitere Informationen:
Berlin Fashion Week
Quelle:

Berlin Fashion Week

Bildmaterial von pexels.com
11.06.2019

Von der PET-Flasche zum Textilrecycling: Wo steht die Sportindustrie?

  • Recycling: Das System in der Sport- und Outdoor-Branche braucht Lösungen

Aus alten PET-Flaschen lassen sich inzwischen Polyesterkleider herstellen. Auch Sporttrikots, Outdoor-Jacken, Hemden, Hosen und Bikinis aus Plastikabfall gibt es. Doch können auch Textilien und Schuhe recycelt werden? Die gute Nachricht: Es wurden bereits einige Lösungen gefunden. Allerdings lassen sich Textilien und Schuhe bisher nur mit massiver Qualitätsminderung wiederverwerten.
 
Erstmals möglich: Recycling von Schuhen
Seit Juni 2018 läuft die weltweit erste industrielle Recyclinganlage für alle Schuhtypen in Deutschland. Errichtet hat sie das Unternehmen Soex Recycling Germany GmbH aus Bitterfeld, das in Kooperation mit europäischen Unternehmen innerhalb von fünf Jahren eine Anlage zum Schuhrecycling entwickelt hat.

Magnascan auf Pixabay
04.06.2019

Messen als zentrales Marketinginstrument

Erfolgreiche Unternehmen haben klare Ziele und verfolgen sie mit einer ebenso klaren Strategie. Auf dem Weg zu ihrem Erfolg nutzen sie den Marketingmix. In diesem Zusammenspiel geeigneter Marketinginstrumente haben Messebeteiligungen das weitaus breiteste Funktionsspektrum - vom Gewinnen neuer Kunden bis zum Aufbau von Pressekontakten. Nur konsequent, dass Messen von den deutschen Unternehmen intensiv genutzt werden.

Erfolgreiche Unternehmen haben klare Ziele und verfolgen sie mit einer ebenso klaren Strategie. Auf dem Weg zu ihrem Erfolg nutzen sie den Marketingmix. In diesem Zusammenspiel geeigneter Marketinginstrumente haben Messebeteiligungen das weitaus breiteste Funktionsspektrum - vom Gewinnen neuer Kunden bis zum Aufbau von Pressekontakten. Nur konsequent, dass Messen von den deutschen Unternehmen intensiv genutzt werden.

Für Unternehmen, die auf Fachmessen ausstellen, sind Messebeteiligungen das wichtigste Instrument ihrer Business-to-Business-Kommunikation. In den Jahren 2019/2020 wollen sie durchschnittlich rund 47% ihrer Budgets für Messen ausgeben. Das ergab der AUMA MesseTrend 2019, eine repräsentative Befragung von 500 deutschen ausstellenden Unternehmen im Auftrag des AUMA. Produktionsunternehmen verwenden sogar fast 50% ihrer Kommunikationsetats für Messen.
 
Entsprechend häufig sind deutsche Unternehmen auf Messen mit eigenen Ständen vertreten: Im Durchschnitt mehr als acht Messebeteiligungen innerhalb von zwei Jahren, davon gut fünf in Deutschland und drei im Ausland. Aussteller mit Schwerpunkt Investitionsgüter realisieren sogar rund zehn Messestände in zwei Jahren: sechs im Inland und vier im Ausland. Mit dem Umsatz der Firmen steigt auch die Zahl ihrer Messebeteiligungen deutlich: Ein Unternehmen, das über 125 Mio. Euro pro Jahr umsetzt, kommt im Schnitt auf 20 Messebeteiligungen in zwei Jahren.
 
Die starke Rolle von Messen in der B-to-B-Kommunikation kommt auch bei einer anderen Betrachtung zum Ausdruck: Über ein Viertel der deutschen ausstellenden Unternehmen (29%) wollen 2018 und 2019 mehr Geld in Messebeteiligungen im In- und Ausland investieren. 56% der Firmen planen gleich hohe Aufwendungen und nur 15% wollen ihren Messeetat reduzieren.

Daraus ergibt sich eine hochrangige Position im Vergleich der Kommunikationsinstrumente: Für rund 83% der Aussteller sind Messebeteiligungen in der B-to-B-Kommunikation wichtig oder sehr wichtig. Damit liegen Messen an zweiter Stelle, übertroffen nur noch von der eigenen Website, die heute ein Standardinstrument für fast alle Unternehmen ist. Auf den weiteren Plätzen folgen der Außendienst, den 76% für wichtig oder sehr wichtig halten, und das analoge oder digitale Direct-Mailing (48%).

Weitere Informationen:
AUMA
Quelle:

AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

(c) Messe München GmbH
28.05.2019

OutDoor by ISPO: Die neue Outdoor-Bewegung

OutDoor by ISPO ist die erste ganzjährige, integrative und crossmediale Plattform für eine neue Outdoor-Bewegung. Dazu gehört auch die OutDoor by ISPO Fachmesse, als Treffpunkt für die internationale Outdoorbranche. Sie findet erstmals vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 auf dem Gelände der Messe München statt und wird in enger Partnerschaft mit dem Branchenverband European Outdoor Group (EOG) durchgeführt.
 
Unter dem Motto „There’s a perfect outdoor for everyone“ trifft sich die internationale Outdoorbranche vom 30. Juni bis 3. Juli erstmals zur OutDoor by ISPO Fachmesse in München.

OutDoor by ISPO ist die erste ganzjährige, integrative und crossmediale Plattform für eine neue Outdoor-Bewegung. Dazu gehört auch die OutDoor by ISPO Fachmesse, als Treffpunkt für die internationale Outdoorbranche. Sie findet erstmals vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 auf dem Gelände der Messe München statt und wird in enger Partnerschaft mit dem Branchenverband European Outdoor Group (EOG) durchgeführt.
 
Unter dem Motto „There’s a perfect outdoor for everyone“ trifft sich die internationale Outdoorbranche vom 30. Juni bis 3. Juli erstmals zur OutDoor by ISPO Fachmesse in München.

  • Mehr als 950 Aussteller zur Fachmesse erwartet
  • Highlights des Rahmenprogramms stehen fest
  • OutDays – Outdoor-Festival für Endverbraucher während der Messelaufzeit

Mehr als 950 internationale Aussteller, verteilt auf neun Hallen, werden zur Premiere erwartet. Die Veranstaltung folgt dem Motto „There’s a perfect outdoor for everyone“ und spiegelt ein modernes Outdoor-Verständnis wider, wie es von den Konsumenten bereits gelebt wird: Klassische Outdoor-Aktivitäten wie Klettern oder Wandern bilden die Basis, werden teils neu interpretiert und in Formen wie Bouldern und Speed-Hiking transformiert. Hinzu kommen neue Segmente wie Mountainbike, Trail Running und Wassersport. Darüber hinaus erschließt OutDoor by ISPO Branchen außerhalb der Outdoor-Industrie und ermöglicht so Inspiration und wertvollen Wissenstransfer aus anderen Bereichen, beispielsweise Umwelttechnologien oder digitale Handels- und Technologielösungen.

Die erste OutDoor by ISPO in München markiert den Aufbruch in ein neues Outdoor-Zeitalter. Im engen Austausch mit der Branche entwickelte das ISPO-Team ein modernes konsumentenzentriertes Konzept. Ziel ist es, möglichst viele Menschen weltweit zu begeistern, Hemmschwellen abzubauen und die Vielzahl der Möglichkeiten und Spielarten von „outdoor“ aufzuzeigen.

Neun Hallen mit über 96.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Osten des Münchner Messgeländes machen Outdoor erlebbar. Breite Mittelgänge erleichtern die Orientierung und helfen den Besuchern, sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Durch ein offenes Design mit ausreichend Platz für Gespräche wird die gesamte Veranstaltung zu einer inspirierenden Kommunikations-Plattform. Das echte Outdoor-Gefühl entsteht zusätzlich im Freigelände mit direktem Zugang zu den Hallen, dem grünen Atrium – tagsüber als Ruhe-, abends als Partyzone – sowie auf dem Camping- und Glampingplatz. Der direkt ans Messegelände angrenzende Riemer Park lädt mit großzügigen Grünflächen und Badesee nach dem Messebesuch zum Entspannen ein.

Topthema Nachhaltigkeit
Die Outdoor-Branche übernimmt in der Industrie bereits eine Vorreiterrolle hinsichtlich des Bewusstseins für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Unter dem Dach von OutDoor by ISPO entwickeln verschiedene Arbeitsgruppen ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept. Wichtige Impulsgeber sind, neben der European Outdoor Group (EOG), die European Outdoor Conservation Association (EOCA) und das OutDoor by ISPO Advisory Board. Gemeinsam wurden Umweltverschmutzung und Abholzung mit ihren negativen Auswirkungen auf das Klima als größten Herausforderungen identifiziert, die es zu bearbeiten gilt. Bestehende Ideen und Ansätze für die Einsparung von Wasser und Strom, Müllreduzierung, verbunden mit der Wiederverwendung von Ressourcen, werden nach ihrer Bedeutung bewertet und fließen zunächst in einen Code of Conduct, Verhaltenskodex, für die Dauer der Messe ein. Auf dieser Basis entsteht, gestützt durch Forschungsergebnisse und Hochrechnungen, mittelfristig ein genereller, faktenbasierter Nachhaltigkeits-Leitfaden mit konkreten Empfehlungen für das Emissions-, Wasser- und Müllmanagement. Ausgehend von OutDoor by ISPO und der Outdoor-Branche soll er auf die gesamte ISPO Plattform und den Messestandort ausgeweitet werden.

Für alle Besucher gibt es mit dem CSR Hub & Sustainability Kiosk in Halle B6 während der Messe einen zentralen Anlaufpunkt zu diesem Thema. Im Mittelpunkt stehen Showcases zu biologisch abbaubaren und biobasierten Materialien. Hinzu kommt ein facettenreiches Vortragsprogramm mit Tipps und Impulsen für nachhaltiges Handeln.

Das neue Outdoor-Mindset: “outdoor” ist vielfältig
Wie individuell der Begriff „Outdoor“ mittlerweile definiert wird, zeigt die Vielfalt der Themen von OutDoor by ISPO. In diversen Focus und Activation Areas werden einige von ihnen spezifisch aufbereitet und vertieft.

Besonders im städtischen Raum boomen die Kletter- und Boulderhallen, machen den Klettersport zugänglich für neue Zielgruppen. Der Indoor Climbing Hub in Halle A6 widmet sich genau dieser Entwicklung. Speaker aus der internationalen Kletterszene bieten exklusive Insights, beleuchten Potenziale und zeigen Möglichkeiten für Händler und Marken auf.

Eine echte Weltpremiere feiert The Borderlands. Gemeinsam mit vanish.today, mediale Plattform für Outdoor Life & Style, entsteht in Halle B4 eine kuratierte Ausstellungsfläche für urbane Outdoor-Fashion. Das progressive Projekt schlägt die Brücke zwischen Outdoor und Lifestyle. Technische, zugleich lifestyle-geprägte Produkte werden vereint mit Design und Fotografie für einen inspirierenden Gesamteindruck. Eine eigene Catering-Area mit Superfood lädt zum Verweilen ein.

Wassersport-Enthusiasten finden in Halle C6 im River Lake Camp in Kooperation mit der PADDLEexpo ihren Platz: Im großen Indoor-Pool können die neusten Produkte rund um Aktivitäten im nassen Element getestet werden. Verschiedene Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden komplettieren das Programm.

Die neuesten Technologien und Modelle, Trends und Designs aus der Welt der Schuhe, Socken und passenden Accessoires prägen die Halle A5 mit dem Shoe & Trailrunning Village. Die Fläche ist am Montag, 1. Juli zudem Schauplatz des Run & Trail Summits in Kooperation mit dem weltweit größten Laufmagazin Runner’s World.

Neu im Outdoor-Portfolio ist das Travel-Segment. Der Adventure, Tourism & Travel Summit in Halle B6 zeigt Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Reise- und Outdoor-Branche auf und benennt die bestehenden Potenziale. Das Matchmaking steht im Mittelpunkt des umfassenden Programms. Partner sind die Experten der Adventure Travel Trade Association (ATTA).

Ein großer Trend für alternatives Reisen abseits vom Massentourismus ist Bikepacking. Die Bikepacking Zone in Halle C5 zeigt auf, was hinter der neuen Bewegung steckt und was das Equipment zu bieten hat. Sie ist Teil des Bike-Segments, das in diesem Jahr im Rahmen eines Soft-Launchs erstmals integriert wird. Dazu gehört auch der Bike Test Track in Kooperation mit ExtraEnergy. Eine Strecke mit verschiedenen Untergründen und Hindernissen lädt zum Test von Gravel-, Mountain- und E-Mountainbikes ein. Ergänzend zeigen die größten Bike-Textiliten auf dem Markt in Halle B6 ihre neuen Kollektionen.
Ganz „outdoor“ ist nicht nur in den Hallen, sondern auch auf der Freifläche Action angesagt: Die HangOutArea als interaktive Ausstellungsfläche lädt zum Ausprobieren und Testen verschiedenster Produkte ein. Beim Barbecue in Kreutzers Outdoor Kitchen kommen vor allem Fleischliebhaber auf ihre Kosten.

Als ganzheitliche Ergänzung zu den verschiedenen Outdoor-Aktivitäten finden in vier der Focus Areas tägliche Yoga-Sessions statt, die das Body & Mind-Segment repräsentieren. Sie orientieren sich an den vier Elementen und umfassen jeweils passende Übungen: Feuer steht für das kletterspezifische Programm im Indoor Climbing Hub. Der natürliche Flow des Wassers ist Mittelpunkt der Session im River Lake Camp. Läufer stärken Körper und Geist unter dem Motto Erde im Shoe & Trailrunning Village und das Außengelände bietet den passenden Rahmen für die Übungen unter dem Motto Luft.
Einen Gesamtüberblick über alle Sonderflächen ist online verfügbar.

Die OutDays – ein Festival der Outdoor-Kultur
Zwar ist die OutDoor by ISPO Messe dem Fachpublikum vorenthalten, doch alle anderen dürfen sich ebenfalls freuen, wenn die OutDays vom 29. Juni bis 6. Juli in der Metropolregion München zum Mitmachen einladen. Endverbraucher, Marken und Händler werden bei diesem Festival der Outdoor-Kultur zu einem lebendigen Teil dieser neuen Bewegung. Die Teilnehmer erwarten exklusive Workshops, Meet & Greets, Try-Outs, Filmvorführungen und Vorträge, Gewinnspiele und Contests. Die Inhalte spiegeln ebenfalls die Vielfalt der gesamten Outdoor-Themenwelt wider: von Bouldern oder Klettern über Mountainbiken, Trailrunning und verschiedenen Wassersportarten bis hin zu Abenteuerreisen und Camping. Das Programm der OutDays ist ab Mai 2019 auf der Website zu finden.

Outstanding Outdoor – Ausgezeichnete Innovationen
Europas größte Fachmesse für die Outdoor-Branche ist auch Ort der Innovationen und Trends. Mit der Auszeichnung „Outstanding Outdoor“ werden die herausragendsten Produkte der Outdoor-Industrie gekürt. Das Qualitätssiegel gibt Händlern, Presse sowie dem Endverbraucher Orientierung in der zunehmenden Komplexität der Produktlandschaft. Die Gewinner sind in der gleichnamigen Ausstellungsfläche in Halle B5 zu sehen.

(c) Koelnmesse GmbH
21.05.2019

INTERZUM 2019: TRENDS UND NEUHEITEN FÜR DIE LEBENSWELTEN VON MORGEN

Alle zwei Jahre zeigt die interzum wegweisende Innovationen für die Gestaltung der Lebensräume von morgen. Das weltweit größte Event der Zulieferbranche bietet vom 21. bis zum 24. Mai 2019 wieder einen Blick auf neueste Entwicklungen und zukunftsweisende Trends für das Wohnen und Einrichten. Internationale Aussteller präsentieren neue Materialien und Funktionen, die in den kommenden Jahren einen maßgeblichen Einfluss auf den Möbel- und Innenausbau haben werden. In den drei Messe-Segmenten „Materials & Nature“, „Function & Components“ sowie „Textile & Machinery“ stehen innovative Oberflächen ebenso im Fokus wie nachhaltige Werkstoffe oder neue Technologien. Auch globale Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung, Mobilität oder Urbanisierung spiegeln sich in den Präsentationen der ausstellenden Unternehmen. Ein Blick auf Trends und Neuheiten der kommenden interzum.

Alle zwei Jahre zeigt die interzum wegweisende Innovationen für die Gestaltung der Lebensräume von morgen. Das weltweit größte Event der Zulieferbranche bietet vom 21. bis zum 24. Mai 2019 wieder einen Blick auf neueste Entwicklungen und zukunftsweisende Trends für das Wohnen und Einrichten. Internationale Aussteller präsentieren neue Materialien und Funktionen, die in den kommenden Jahren einen maßgeblichen Einfluss auf den Möbel- und Innenausbau haben werden. In den drei Messe-Segmenten „Materials & Nature“, „Function & Components“ sowie „Textile & Machinery“ stehen innovative Oberflächen ebenso im Fokus wie nachhaltige Werkstoffe oder neue Technologien. Auch globale Megatrends wie Digitalisierung, Individualisierung, Mobilität oder Urbanisierung spiegeln sich in den Präsentationen der ausstellenden Unternehmen. Ein Blick auf Trends und Neuheiten der kommenden interzum.

Technik und Emotion: die Vielfalt von Oberflächen
Materialität und damit auch Oberflächen gewinnen zunehmend an Bedeutung – das zeigt sich auch auf der diesjährigen interzum. Viele Konsumenten verlangen heute nach einer ansprechenden und individualisierten Wohnumgebung, die sich auch so anfühlt. Mit attraktiven Oberflächen können Möbelhersteller daher im Markt punkten. Designtrends werden dabei sowohl von technischen Entwicklungen als auch von emotionalen Anmutungen bestimmt. Ob supermatt, hochglänzend oder ganz individuell – die Vielfalt an neuen Dekoren und Oberflächen, die auf der interzum vorgestellt werden, ist nahezu grenzenlos. Möglich machen das neue oder wiederentdeckte Materialien und Kombinationen sowie innovative Herstellungsverfahren. Der Digitaldruck ermöglicht einzigartige Dessins, während Soft-Touch oder Anti-Fingerprint-Effekte eine dauerhaft gute Haptik und Optik versprechen. Aussteller in diesem Segment zeigen nicht nur eine große Designvielfalt, sondern auch vielfältige funktionale Features.

Natürliche Reproduktionen: Optik gleich Haptik
Bei beschichteten Oberflächen bleiben Reproduktionen von Materialien besonders beliebt. So ist zum Beispiel die Nachbildung unterschiedlichster Hölzer ein ungebrochener Trend, der sich heute vielfältig ausprägt. „Wir sehen zurzeit, dass Trends in unterschiedliche Richtungen gehen“, konstatiert Klaus Monhoff, Leiter Dekor- und Designmanagement der Egger Gruppe. Der aktuellen Nachfrage nach markanten und rustikalen Hölzern begegnet der Hersteller mit einer neuen Synchronporen-Oberfläche in Altholz-Optik. Besonders großflächige Holzdekore nimmt das auf Sieb- und Digitaldruck spezialisierte Unternehmen Stainer zur interzum 2019 in sein Programm. Die sechs mal zwei Meter großen Platten mit der Optik verschiedener Laubhölzer eignen sich für Wände und Böden. Im Bereich digitaler Reproduktionen wächst außerdem der Einfluss von matten Oberflächen im Metallic-Look. Die Viscora®-Folie Supermatt metallic coloured des österreichischen Ausstellers Hueck Folien ist hierfür ebenso ein Beispiel wie eine neue Oberfläche von Egger, die haptisch und optisch fein gebürstetem Metall nachempfunden ist.

Besonders im Fokus: umweltfreundliche Materialien und Bauteile
Das Thema Nachhaltigkeit bleibt als globaler Megatrend eine aktuelle und zukünftige Herausforderung für die Einrichtungsbranche. Bezogen auf das Wohnen möchten Konsumenten heute ihre eigenen vier Wände möglichst schadstoffarm gestalten und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck optimieren. Umweltverträgliche Materialien und Möbelbauteile stehen daher bei zahlreichen Ausstellern der kommenden interzum besonders im Fokus. So stellt zum Beispiel der Holzverarbeiter Swiss Krono mit „BE.YOND“ die weltweit erste biobasierte Spanplatte vor, die höchste Anforderungen an die Raumluftqualität erfüllt. Insbesondere im Leicht- und Möbelbau spielt der regenerative und CO2-neutrale Wertstoff Holz eine tragende Rolle. Die Leichtbauplatte „aerowood®“, die das Sperrholzwerk Schweitzer aus Österreich in Köln präsentiert, ist ressourcenschonend, besonders leicht und frei formatierbar. Unter dem Motto „Nature is here“ präsentiert auch Proadec mit einer neuen Kantananleimung ein äußerst umweltfreundliches Produkt auf der Messe. Ein weiteres Thema sind biobasierte Kunststoffe wie zum Beispiel bei den Beschlägen des schwedischen Austellers Ackurat oder einer Produktneuheit des Unternehmens Oskar Lehmann, das unter anderem Kabelführungen für Schreibtische produziert. Dass Nachhaltigkeit sehr kreativ sein kann, zeigt der österreichische Hersteller Organoid an seinem Stand: Natürliche Oberflächen aus Heu oder Moos werden mit wiederverwerteten Zirkonia Schmucksteinen von Swarovski zum Glitzern gebracht.

Variable Lösungen: Individualisierung wird zum Standard
Wie ein roter Faden zieht sich auch der Megatrend Individualisierung durch die Präsentationen der kommenden interzum. Der Wunsch nach möglichst individuellen Lösungen verändert nachhaltig die Ansprüche an das Leben und Wohnen. Viele Aussteller zeigen daher Neuheiten, mit denen die Einrichtung an persönliche Anforderungen angepasst werden kann. Gestalterische Freiheit verspricht zum Beispiel die neue Kollektion „Innovus“ des portugiesischen Holzwerkstoffherstellers Sonae Arauco. Mit fünf neuen Oberflächen und rund 100 neuen Dekoren bietet sie zahlreiche Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten. Ähnlich vielseitig ist auch die Marino-Kollektion von ServiCanto aus Spanien, mit der sich verschiedene Arten von Oberflächen kombinieren lassen. Eine individuelle Interpretation klassischer Holzoberflächen zeichnet die Neuheit des italienischen Herstellers Alpi aus. Bei der Furnier-Kollektion „Gamperana Triplex“, die in Zusammenarbeit mit dem Designer Martino Gamper entstand, sind die Furnierblätter nicht einzeln, sondern in Dreiergruppen angeordnet, was originelle Kompositionen ermöglicht. Praveedh Décor aus dem indischen Mumbai setzt dagegen auf eine Erweiterung des Farbspektrums von Acrylplatten: Das neue Produkt „OpuLux Fantasy“ kann nach Kundenwünschen mehrfarbig gestaltet werden.

Neue Offenheit: Verbindung von Wohnwelten
Schon seit einiger Zeit löst sich die Trennung zwischen verschiedenen Wohnbereichen immer weiter auf. Die Übergänge werden fließend und das hat Auswirkungen auf Systeme, Beschläge und Licht. Viele Aussteller der interzum 2019 beschäftigen sich daher mit flexibel einsetzbaren Gestaltungselementen, die eine durchgängige Wohnarchitektur ermöglichen. So bietet zum Beispiel das neue System „Schüco Openstyle“ die Möglichkeit, Räume je nach Anforderung und Wohnsituation flexibel zu verbinden oder auch zu unterteilen. Mit dem Messemotto „OpenUp“ proklamiert auch der Stauraumspezialist Vauth-Sagel eine neue Offenheit und präsentiert auf der Messe erstmals Lösungen für alle Bereiche des Wohnens. Ähnlich flexibel gibt sich der Hersteller von Funktionsbeschlägen Hettich: „Wir vereinfachen Vielfalt“, betont Uwe Kreidel, Geschäftsführer des Unternehmens, das auf der Messe unter anderem multifunktionale Neuheiten für unterschiedliche Wohnsituationen vorstellt.

Die Kunst des Weglassens: Komponenten werden unsichtbarer
Während Möbel flexibler und multifunktionaler werden, steigt gleichzeitig der Anspruch an das Design der technischen Lösungen. „Grundsätzlich gilt bei uns, dass ein Bewegungs-System das Gesamtdesign des Möbels aufwerten muss“, sagt Albert Trebo, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb von Grass aus Österreich. Vor diesem Hintergrund spielt die Miniaturisierung von Beschlagtechnik und von Komponenten wie Steuerung oder Licht weiterhin eine große Rolle. Kesseböhmer zeigt auf der interzum einen neuen Klappenbeschlag, der sich in Größe, Design und Funktion deutlich von bisher marktüblichen Lösungen unterscheidet. Auch der Hersteller von Lichtsystemen Hera setzt maßgeblich auf die Verkleinerung von Leuchten, damit diese fast unsichtbar in Möbel integriert werden können. Eine ganz neue Produktkategorie möchte das Herforder Start-Up Ambigence auf der diesjährigen interzum präsentieren, Das Prinzip: Möbelseite und Beschlag werden nicht länger als zwei getrennte Komponenten betrachtet, sondern zur Einheit. „Das Möbel wird von einschränkenden Beschlägen befreit, indem der Raum innerhalb einer Möbelplatte für die Integration von Funktionen genutzt wird“, so Norbert Poppenborg, Director Marketing & Business Development.

Micro Living: Mehr Komfort für wenig Raum
Ein weiteres globales Thema, das viele Aussteller der kommenden interzum beschäftigt, ist die zunehmende Urbanisierung. Mehr und mehr Menschen zieht es in die Städte und vor allem in den Metropolen wird der Wohnraum immer knapper und teurer. Diese Entwicklung erfordert eine optimale Ausnutzung vorhandener Flächen und Komponenten für mehr Raum pro Quadratmeter. Aktuelle Beispiele sind clevere Stauraumlösungen wie „urban smart kitchen“ von Kesseböhmer „Bei der Kollektion geht es darum, mit intelligenter und smarter Beschlagtechnik Stauraum auf kleinen Grundrissen optimal auszunutzen und Übersicht und komfortablen Zugriff auf den Inhalt zu schaffen, optional auch per Sprachsteuerung“, so Geschäftsführer Burkhard Schreiber. Das Entwicklungspotenzial knapper werdender Räume wird auf der Messe zudem mit einer eigenen Sonderfläche beleuchtet: Verschiedene Aussteller zeigen auf der Piazza „Tiny Spaces - Living in compact homes" neue Konzepte und Lösungen. Die Stararchitektin Yasemine Mahmoudieh wird außerdem ihre Erfahrungen in Bezug auf künftige Anforderungen an Tiny Spaces am interzum-Dienstag in einem Vortrag interessierten Zuhörern vorstellen.

Produktion von Matratzen: Effizienz für mehr Schlafkomfort
Auch in der Matratzenwelt wächst die Vielfalt. Materialien werden immer innovativer und perfekter verarbeitet. Die Qualitätsführer der Branche müssen sich daher gut aufstellen. Viele Aussteller der interzum setzen daher auf eine möglichst effiziente Produktion und neue Verfahren, die für mehr Schlafkomfort sorgen. Schreiner Machine Service (SMS) vertritt auf dem europäischen Markt verschiedene Maschinenhersteller und kündigt für die Messe eine Weltneuheit zur Herstellung von Federkernen an. Kunden können damit innovative Matratzen fertigen und gleichzeitig Kosten in der Produktion sparen. Auf deren Optimierung setzt auch der Spezialist für automatisierte Nählösungen Brother, der unter anderem das Modell BAS-370H vorstellen wird. Bei großen Nähflächen spart der freiprogrammierbare Nähfeldautomat Platz in der Produktion und ermöglicht ein schnelles Nähen. In eine ähnliche Richtung bewegt sich das spanische Unternehmen Visdeltex mit einem neuen System für die automatische und schnelle Polsterung von Bett- und Boxspring-Tops.

interzum 2019: Plattform für neue Ideen
Gerade die Zulieferindustrie hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, wie Innovationen den Markt und gleichzeitig die Ansprüche an die Lebensumgebung verändern. Mit den Neuheiten der kommenden interzum entscheidet sich unter anderem, welche Materialen, Oberflächen und Technologien die Gestaltung künftiger Einrichtungswelten bestimmen. Auf die neuesten Ideen und Lösungen der Aussteller darf man also gespannt sein.

(c) Messe Frankfurt
14.05.2019

Techtextil: Preisträger „Textile Strukturen für neues Bauen“ stehen fest

Acht Projekte erhalten Auszeichnungen im Wettbewerb „Textile Strukturen für neues Bauen“. Zum 15. Mal prämiert der Nachwuchswettbewerb während der Techtextil innovative Denkansätze und herausragende Materiallösungen aus der Welt des textilen Bauens.

Die Gewinner des Studentenwettbewerbes „Textile Strukturen für neues Bauen“ stehen fest. Eine internationale Jury aus renommierten Bauingenieuren und Architekten hat sechs Preise sowie zwei lobende Erwähnungen vergeben. Anlässlich der Techtextil, die vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt am Main stattfindet, prämiert der gemeinsam von dem internationalen Verband TensiNet als Sponsor und Techtextil  ausgeschriebene Studentenwettbewerb bereits zum 15. Mal innovative Ideen zum Bauen mit Textilien und textilarmierten Werkstoffen.

Acht Projekte erhalten Auszeichnungen im Wettbewerb „Textile Strukturen für neues Bauen“. Zum 15. Mal prämiert der Nachwuchswettbewerb während der Techtextil innovative Denkansätze und herausragende Materiallösungen aus der Welt des textilen Bauens.

Die Gewinner des Studentenwettbewerbes „Textile Strukturen für neues Bauen“ stehen fest. Eine internationale Jury aus renommierten Bauingenieuren und Architekten hat sechs Preise sowie zwei lobende Erwähnungen vergeben. Anlässlich der Techtextil, die vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt am Main stattfindet, prämiert der gemeinsam von dem internationalen Verband TensiNet als Sponsor und Techtextil  ausgeschriebene Studentenwettbewerb bereits zum 15. Mal innovative Ideen zum Bauen mit Textilien und textilarmierten Werkstoffen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir wieder gemeinsam mit dem internationalen Verband TensiNet als Sponsor Studierende würdigen können, die Arbeiten auf qualitativ sehr hohem Niveau eingereicht haben. Die Präsentation während der Techtextil gibt den jungen Studierenden und Berufsanfängern zudem die Chance, mit anderen Universitäten, mit der textiltechnischen Industrie und der Bauwirtschaftsbranche in Kontakt zu kommen“, erklärt Michael Jänecke, Director Brand Development Technical Textiles & Textile Processing, bei der Messe Frankfurt.
Das Leistungsspektrum und die Themenvielfalt waren in der Summe der eingereichten Arbeiten sehr hoch und befassten sich unter anderem mit Materialapplikationen, Gebäudeentwürfen, Nutzungskonzepten, Umweltlösungen sowie Montage- und Konstruktionskonzepten.

Alle Preise und Anerkennungen werden im Rahmen der Techtextil bei einer feierlichen Veranstaltung am 14. Mai 2019 um 16 Uhr übergeben sowie in einer Sonderschau im Foyer der Halle 4.2 präsentiert.

Mikro-Architektur
Einen Preis erhielt das Projekt „Airdapt“. Rebecca Schedler von der Weißensee Kunsthochschule Berlin hat ein anpassungsfähiges kinetisches Wandsystem entwickelt, dass die Möglichkeit bietet, große Räume in kleinere Arbeitsbereiche zu unterteilen, die je nach Bedarf mehr oder weniger transparent und mehr oder weniger schallabsorbierend werden.

Makro-Architektur
Der erste Preis in dieser Kategorie geht an Hugo Cifre von der Universidad Europea de Madrid / Espacio La Nube und Miguel Angel Maure Blesa von der Universidad Politécnica de Madrid für das Projekt „Bubble“. Dieser pneumatisch gestützte begehbare Quader bietet einen quadratischen Grundriss und eine Höhe von ca. 4 Metern. Die Zugänge sind elegant in die Geometrie integriert und werden wirksam, wenn der Quader unter leichtem Luftüberdruck steht. Angezogen durch das ungewöhnliche Objekt werden die Besucher förmlich in das Innere „hineingesogen“.

Den zweiten Preis belegen Thitiwut Pakdee, Surakist Hunpaisarn und Chonticha Wimonchailerk von der thailändischen Thammasat Universität mit ihrer Arbeit „Membrane Shelter for Shipyard“, die eine Membranüberdachung für das Gelände einer ehemaligen Schiffswerft in Ayutthaya (Thailand) zum Schutz der Anlage vor direkter Sonneneinstrahlung, Wind und Regen bietet. Das Konzept ist inspiriert durch Segel und Wellen des klassischen Schiffsbaus.

Für den Beitrag „Tensegrity Cloud“ bekommt Ruichen Tang von der Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid den dritten Preis.
Die visuelle Leichtigkeit der in diesem Entwurf ausgebildeten “Grundmodule“, bestehend aus einem textilbespannten Stahlgerüst, wird ergänzt um den konstruktiven Vorteil, dass sich die Kräfte innerhalb des selbststabilisierenden Gesamtsystems gegenseitig ausgleichen.

Urban Living – City of the Future
Angelehnt an das diesjährige Sonderthema der Techtextil geht eine Auszeichnung an Masa Zujovic, Isidora Kojovic und Nevena Jeremic von der University of Belgrade – Faculty of Architecture (Serbien) für den Entwurf „Voro-Membrane“. Was auf den ersten Blick als ästhetische Lösung zur Verschattung öffentlicher Straßenräume überzeugt, basiert auf dem mathematischen Muster von Voronoi-Strukturen. Das daraus entstehende spannende Wechselspiel von Licht und Schatten lässt sich im urbanen Kontext für die verschiedensten Situationen weiterdenken.

Material-Innovationen
In dieser Kategorie erhält Magdalena Wierzbicka vom niederländischen Piet Zwart Institute einen Preis für ihr Projekt „Woven Spaces – Porcelain Textiles“. Die Jury würdigt hier, dass der Beitrag auf die thüringische Tradition der Porzellanspitze aus dem späten 19. Jahrhundert zurückgreift und diese in eine moderne Formensprache transformiert.

Lobende Erwähnung
Eine Anerkennung gibt es für das Projekt „A Catalyst for Urban Renewal“ von Galen Rochon von der kanadischen Dalhousie University – School of Architecture. Bei diesem Entwurf wurde für die Prince of Wales Bridge in Ottawa, ein seit 20 Jahren ungenutztes Industriedenkmal, verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich in die bestehende, regelmäßig gegliederte Fachwerkkonstruktion doppelt gekrümmte Membranflächen einhängen und gegebenenfalls versteifen lassen..

Lobende Erwähnung
Eine weitere lobende Anerkennung erhält der Entwurf „XCape“, den  Lobke Beckfeld von der Weißensee Kunsthochschule Berlin einreichte. Es stellt ein hybrides Vehikel darf, dessen Raum durch variable Faltkonfigurationen generiert und vielseitig nutzbar gemacht wird.

Die Preisträger dürfen sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 8.000 Euro freuen.

(c) FESPA Global Print Expo
07.05.2019

FESPA GLOBAL PRINT EXPO 2019: PRINT MAKE WEAR FAST FASHION-FABRIK

  • Nach großem Besucherinteresse im letzten Jahr mit doppelter Ausstellungsfläche

Als Reaktion auf das große positive Besucherecho wird die diesjährige Print Make Wear Fast Fashion-Fabrik im Rahmen der FESPA Global Expo 2019 in München (14.-17. Mai 2019) mit einer doppelt so großen Ausstellungsfläche wie ihre Debütveranstaltung im letzten Jahr aufwarten.

Sie war als Sonderveranstaltung der FESPA-Leitmesse 2018 in Berlin eingeführt worden, um den Anforderungen von Besuchern gerecht zu werden, die sich für die Möglichkeiten von Textildruck und -veredelung interessieren. In Form einer Live-Produktionsumgebung präsentiert Print Make Wear jeden Schritt bei der Herstellung von Kleidungsstücken – angefangen von der Planungs-, Design- und Druckvorstufenphase über das Bedrucken, Trocknen, Zuschneiden, Nähen, Schweißen und Veredeln bis hin zur Verpackung und Präsentation im Einzelhandel.

  • Nach großem Besucherinteresse im letzten Jahr mit doppelter Ausstellungsfläche

Als Reaktion auf das große positive Besucherecho wird die diesjährige Print Make Wear Fast Fashion-Fabrik im Rahmen der FESPA Global Expo 2019 in München (14.-17. Mai 2019) mit einer doppelt so großen Ausstellungsfläche wie ihre Debütveranstaltung im letzten Jahr aufwarten.

Sie war als Sonderveranstaltung der FESPA-Leitmesse 2018 in Berlin eingeführt worden, um den Anforderungen von Besuchern gerecht zu werden, die sich für die Möglichkeiten von Textildruck und -veredelung interessieren. In Form einer Live-Produktionsumgebung präsentiert Print Make Wear jeden Schritt bei der Herstellung von Kleidungsstücken – angefangen von der Planungs-, Design- und Druckvorstufenphase über das Bedrucken, Trocknen, Zuschneiden, Nähen, Schweißen und Veredeln bis hin zur Verpackung und Präsentation im Einzelhandel.

Aufgrund der größeren Ausstellungsfläche bei der FESPA Global Print Expo 2019 können noch mehr Textildrucklösungen und Verbrauchsmaterialien als im Vorjahr präsentiert werden. Als Podium für Präsentationen und als Laufsteg für Modeschauen ist auch eine Bühne in diesem Bereich zu finden. Zudem werden Besucher durch zwei separate Führungen eine bessere Erfahrung haben – eine Führung mit Schwerpunkt auf dem Textildirektdruck, die andere Führung für Besucher, die sich für den textilen Rollendruck interessieren.

Im Bereich der Print Make Wear 2019 werden digitale Textildirektdruck- und Siebdruckmaschinen mit wasserbasierten Farben, digitale Rollendruckverfahren, einschließlich Sublimationsdruck, sowie weitere Textildruckverfahren mit Unterstützung von namhaften Anbietern wie u. a. Adobe, Adelco, EFI, HP, Mimaki, Vastex MagnaColours, Easiway und Premier Textiles zu sehen sein.

Die im Bereich der Print Make Wear entworfenen und hergestellten Kleidungsstücke werden attraktive Designs zum Thema „Elemente“ unter dem Motto Inspired by Nature – Powered by Print (Inspiriert durch die Natur) aufweisen, die vom Fotografen und Illustrator Jasper Goodall speziell für die FESPA kreiert wurden. Außerdem kooperiert die FESPA mit der jungen, aufstrebenden Modedesignerin Aminah Hamzaoui, die beim Design der im Rolle-zu-Rolle-Verfahren bedruckten Textilien mitwirkt.

Duncan MacOwan, FESPA-Verantwortlicher für Events, erklärt: „Jahr für Jahr bestätigen unabhängige Marktanalysen und das Feedback der Messebesucher das steigende Interesse am Textildruck. Aus unserem eigenen FESPA Census 2018 ging hervor, dass die Bereiche Sportbekleidung und Fast Fashion das größte dynamische Wachstum in unserer Community verzeichnen. Mit mehr als 2.000 Besuchern, die an den Führungen unter fachkundiger Leitung teilgenommen haben, war die Besucherresonanz auf die erste Print Make Wear im vergangenen Jahr überaus positiv.“

Er erklärt weiter: „Durch die Vergrößerung der Ausstellungsfläche für die diesjährige Sonderveranstaltung in München können wir noch mehr Besuchern diesen speziellen Anwendungsbereich näherbringen und ihnen durch informative Inhalte eine noch bessere Erfahrung bieten. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Besucher der Print Make Wear 2019 in München – unabhängig von ihrem Kenntnisstand oder ihren Investitionen in den Textildruck – einen besseren Einblick in die Möglichkeiten zur Optimierung der Produktion, Verbesserung der Nachhaltigkeit und Steigerung der Rentabilität erhalten werden.“

Für registrierte Besucher der FESPA Global Print Expo 2019 und der parallel stattfindenden European Sign Expo ist der Eintritt zur Print Make Wear kostenlos. Unter https://www.fespaglobalprintexpo.com/features/print-make-wear/print-make-wear-tours können Führungen im Voraus reserviert werden. Die Sonderveranstaltung Print Make Wear ist Teil eines Programms mit kostenlosen Seminaren und Informationsveranstaltungen, das auch das neue Colour L*A*B* Farbmanagement-Vorzeigeprojekt, die Printeriors-Konferenz und zahlreiche Live-Seminare im Trend Theatre umfasst.
Weitere Informationen zu Print Make Wear finden Sie auf der Website https://www.fespaglobalprintexpo.com/de/sonderveranstaltungen/print-make-wear. Zur Voranmeldung für die FESPA Global Print Expo 2019 rufen Sie die Website https://www.fespaglobalprintexpo.com/de auf, und geben Sie den Aktionscode FESM906 für freien Eintritt ein.

 

(c) Messe Frankfurt Exhibition GmbH
30.04.2019

NACHHALTIGKEIT IST WICHTIGES THEMA AUF DER TECHTEXTIL UND TEXPROCESS

Mit „Sustainability at Techtextil“ und „Sustainability at Texprocess“ stellen die internationalen Leitmessen für technische Textilien und Vliesstoffe sowie für die Verarbeitung textiler und flexibler Materialien erstmals die Nachhaltigkeitsansätze ihrer Aussteller explizit in den Fokus. Hinzu kommt ein umfangreiches Rahmenprogramm zu dem Thema. Dabei sprechen unter anderem Branchengrößen wie Kering, Lenzing oder Zalando.

Mit „Sustainability at Techtextil“ und „Sustainability at Texprocess“ stellen die internationalen Leitmessen für technische Textilien und Vliesstoffe sowie für die Verarbeitung textiler und flexibler Materialien erstmals die Nachhaltigkeitsansätze ihrer Aussteller explizit in den Fokus. Hinzu kommt ein umfangreiches Rahmenprogramm zu dem Thema. Dabei sprechen unter anderem Branchengrößen wie Kering, Lenzing oder Zalando.

Fasern aus recyceltem Polyester, biobasierte Hightech-Textilien, wassersparende Färbe- und Finishingverfahren, Funktions- und Arbeitskleidung, die mit weniger bis keinen Lösungs- und Bindemitteln auskommt: Im Bereich der technischen Textilien und in der Verarbeitung textiler und flexibler Materialien setzen immer mehr Unternehmen auf Ansätze für mehr Nachhaltigkeit. Mit „Sustainability at Techtextil“ und „Sustainability at Texprocess“ machen die internationalen Leitmessen vom 14. bis 17. Mai 2019 entsprechende Ansätze ihrer Aussteller sichtbar. Zusätzlich greifen zahlreiche Eventformate das Thema Nachhaltigkeit auf beiden Messen auf.

Messeguide für ausgewählte Aussteller
Im Vorfeld der Techtextil und Texprocess konnten Aussteller beider Messen ihre Ansätze und entsprechende Nachweise für Aktivitäten rund um Nachhaltigkeit bei den Messeorganisatoren einreichen. Eine unabhängige, internationale Jury aus Nachhaltigkeitsexperten bewertete die Einreichungen individuell auf Basis gängiger nationaler und internationaler Nachhaltigkeitssiegel, darunter aktuell vor allem Bluesign, Cradle-to-Cradle, EU Eco Label, ISO 14001, GOTS, GRS sowie SteP by Oeko-Tex.

Insgesamt wurden 47 Unternehmen, davon 44 Aussteller der Techtextil, und drei der Texprocess ausgewählt. Interessierte Besucher finden die kuratierten Unternehmen in einem eigenen Messe-Guide, der auf der Messe ausliegt, per Filterfunktion unter „Sustainability“ in der Online-Ausstellersuche und in den Apps beider Messen. Zudem weisen die ausgewählten Aussteller an ihren Messeständen auf ihre Teilnahme hin.
Mitglieder der internationalen Expertenjury: Vorsitzender: Max Gilgenmann, Consulting Service International Ltd. (Deutschland/China); Claudia Som, Empa (Schweiz); Jan Laperre, Centexbel (Belgien); Heike Illing-Günther, Sächsisches Textilinstitut e.V. (Deutschland); Karla Magruder, Fabrikology (USA); Lauren Zahringer, SAC Social Apparel Coalition (Niederlande).

Techtextil Forum mit Themenblock zu Nachhaltigkeit
Unter dem Motto „Towards Sustainability“ bietet das Techtextil Forum am 14. Mai zwischen 11 und 15 Uhr eine Reihe an Beiträgen, die sich ausschließlich um nachhaltige Textilinnovationen drehen. Moderiert von Braz Costa, Geschäftsführer des portugiesischen Technologiezentrums CITEVE, stehen unter anderem diese Themen auf dem Programm:
Textilrecycling (TWD Fibres, Velener Textil), nachhaltiges Bauen mit Wolle (Minet S.A.; Rumänien), nachhaltige Textilbeschichtungen (Centexbel), Biopolymere (RWTH Aachen), die Nachverfolgbarkeit gentechnikfreier Baumwolle (Hohenstein Institute) sowie biobasierte kostengünstige Karbonfasern (Textilforschungsinstitute Jules Verne, Frankreich).

Techtextil Innovation Award
Erstmals prämiert der Techtextil Innovation Award zwei Unternehmen mit einem Award in der Kategorie Nachhaltigkeit. Die Gewinner werden am ersten Messetag während der feierlichen Eröffnung der Messe bekannt gegeben und ausgezeichnet. Messebesucher können sich zusätzlich während der gesamten Dauer der Messe auf dem Ausstellungsareal des Techtextil Innovation Award in der Halle 4.2 über die Preisträger und deren ausgezeichnete Projekte informieren.

Texprocess Forum mit Ableger der Fashionsustain-Konferenz
Mit einem Ableger der Fashionsustain Berlin, der Konferenz der Messe Frankfurt rund um nachhaltige Textilinnovationen, bietet das Texprocess Forum am 14. Mai Vormittags einen Themenblock ausschließlich rund um Nachhaltigkeit in der Textil- und Modebranche. Die erste Keynote “Sustainable innovation – a matter of survival” kommt von Mick Magnusson, Co-Gründer des schwedischen Start-Ups We are Spindye.
Unter der Fragestellung „Is Sustainability the Key to Textile Innovations?“ diskutieren anschließend Branchenführer wie Clariant Plastics and Coatings, Indorama, Lenzing, Perpetual Global, Procalçado S.A. sowie Kering und Zalando. Moderiert wird die Fashionsustain unter anderem von Karla Magruder, Gründerin von Fabrikology International.

Innovation Roadshow zu nachhaltiger Schuhproduktion
Im Fortgang der Fashionsustain-Konferenz präsentieren der Faserhersteller Lenzing, der Strickmaschinenproduzent Santoni und Schuhkomponenten-Fabrikant Procalçado S.A. die Innovation Roadshow mit dem Titel „The Future of Eco-Conscious Footwear Manufacturing“. Die Roadshow wird unterstützt vom Texpertise Network der Messe Frankfurt. Sie stellt exemplarisch den nachhaltigen Produktionsprozess eines Schuhs dar und zeigt so, wie ein Nachhaltigkeitswandel der Mode- und Textilindustrie bereits heute Realität sein kann. Moderiert wird das Panel von Marte Hentschel, Gründerin des B2B-Netzwerks für die Modebranche Sourcebook.

Kettherstellung (c) Schmitz Textiles Kettherstellung (c) Schmitz Textiles
23.04.2019

CEO Stefan Ruholl (Schmitz Textiles) im Interview: Wir sind Textil

  • Innovationen im Indoor- und Outdoor-Bereich

Anfang 2018 hat sich das Textilunternehmen Schmitz-Werke GmbH & Co. KG, Emsdetten, neu strukturiert. Um schneller und flexibler auf die Märkte und deren Ansprüche reagieren zu können, sind seitdem die Marken drapilux, swela und mobiltex unter Schmitz Textiles zusammengefasst.

Geschäftsführer dieses rechtlich eigenständigen Unternehmens ist Stefan Ruholl, seit mehr als 30 Jahren bei den Schmitz-Werken beschäftigt, der sich den Fragen von Textination stellte. 1996 wurde er Abteilungsleiter Appretur, drei Jahre später Leiter der Produktion und Entwicklung im Bereich Textilveredlung, Anfang 2000 Technischer Leiter, und schließlich übernahm er die Leitung des Geschäftsbereiches sowie 2018 des Unternehmens Schmitz Textiles.

  • Innovationen im Indoor- und Outdoor-Bereich

Anfang 2018 hat sich das Textilunternehmen Schmitz-Werke GmbH & Co. KG, Emsdetten, neu strukturiert. Um schneller und flexibler auf die Märkte und deren Ansprüche reagieren zu können, sind seitdem die Marken drapilux, swela und mobiltex unter Schmitz Textiles zusammengefasst.

Geschäftsführer dieses rechtlich eigenständigen Unternehmens ist Stefan Ruholl, seit mehr als 30 Jahren bei den Schmitz-Werken beschäftigt, der sich den Fragen von Textination stellte. 1996 wurde er Abteilungsleiter Appretur, drei Jahre später Leiter der Produktion und Entwicklung im Bereich Textilveredlung, Anfang 2000 Technischer Leiter, und schließlich übernahm er die Leitung des Geschäftsbereiches sowie 2018 des Unternehmens Schmitz Textiles.

Schmitz Textiles ist ein Familienunternehmen, das seit mehr als 90 Jahren textile Lösungen im In- und Outdoor-Bereich anbietet. Wenn Sie sich jemandem, der das Unternehmen nicht kennt, in 100 Worten vorstellen müssten: Was macht Sie einzigartig?
Als nahezu vollstufiger Hersteller in Deutschland haben wir Vorteile, um die uns mancher Marktbegleiter beneiden dürfte. Wir können flexibel, technisch sicher und mit gutem Service auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren. Unter der Marke drapilux vertreiben wir intelligente Designtextilien für den Objektbereich, Outdoor- und Sonnenschutzstoffe unter der Marke swela sowie Textilien für das Segment Automotive unter dem noch jungen Label mobiltex. Alle Marken profitieren von dem breiten Know-how in Produktion und Entwicklung. Mag vor einigen Jahren der Produktionsstandort Deutschland eher negativ als reiner Kostenfaktor betrachtet worden sein, so sehen wir dies heute von unseren Partnern als klaren strategischen Vorteil.

In welchem Produktbereich fordern Markt und Partner Sie besonders heraus?
Und mit welchen Produktinnovationen im Bereich technischer Textilien glauben Sie am meisten bewegen zu können?

In jedem unserer Handlungsfelder sind wir mit umfassenden Herausforderungen konfrontiert. Bei drapilux müssen z. B. wir im Rahmen von Brandschutzzertifizierungen für den Einsatz unserer Stoffe auf Kreuzfahrtschiffen strengen Sicherheitsanforderungen gerecht werden und haben hier massiv investiert. Der Sonnenschutzbereich ist gekennzeichnet durch hohe Ansprüche an Farb- und Lichtechtheiten bei bestem Rückstellverhalten – hier haben wir bereits vor Jahren mit dem Wechsel von Acryl- auf Polyesterqualitäten einen großen technologischen Vorsprung gewinnen können.
Mit der neuen, preisgekrönten Entwicklung unseres Cabrioverdeckstoffes für mobiltex, ebenfalls auf Polyesterbasis, konnten wir Produkteigenschaften realisieren, die in diesem Segment in der Form völlig neu sind.

Auf welchen gesellschaftlich relevanten Themenfeldern sehen Sie in den nächsten 10 Jahren besonders großen Innovationsbedarf und wie ist Ihre Einschätzung, dass die Textilindustrie mit ihren Produkten dafür Lösungen wird anbieten können?
Wenn wir auf die nächsten zehn Jahre blicken, dann ist es sicher das bereits heute allgegenwärtige Thema Nachhaltigkeit. Momentan leben wir in einer Phase, in der man einerseits nachhaltige Produkte wünscht, andererseits die Bereitschaft, dafür höhere Preise zu zahlen, noch nicht ausgeprägt ist und man doch zu konventionellen Produkten tendiert. Dies wird sich verändern. Nachhaltige Produkte von Unternehmen, die Nachhaltigkeit in den Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales wirklich leben, werden das Rennen machen. Die Textilindustrie bietet dazu die besten Voraussetzungen, um diese Vision Realität werden zu lassen – allerdings unter Investitionen in Produktion sowie Forschung und Entwicklung.
 

Produkt- und Technologieinnovationen bedeuten heute in hohem Maße die Digitalisierung von Produktions- und Geschäftsprozessen.
Neue Geschäftsmodelle zielen häufig auf Vertikalisierung ab und fordern den Weg zur Losgröße 1 - was bedeutet das für Schmitz Textiles?

„Losgröße 1“ muss für ein Industrieunternehmen mit B2B-Fokus, wie Schmitz Textiles eines ist, mit einer gewissen Bandbreite beantwortet werden. Grundsätzlich ist das Thema für uns allerdings insofern nicht neu, indem wir z.B. in der Garnfärberei Kleinstanlagen für größere Partien koppeln können – und umgekehrt auch entsprechend kleine Partien durch unsere Prozesskette steuern können. Im Digitaldruckbereich sind wir für das Objektgeschäft mit der Mindestmenge von 25 Metern sehr individuell und kundenorientiert aufgestellt. Für unser Schwesterunternehmen und Kunden markilux sind wir Lieferant für deren „Colour on Demand“-Angebot für das individuelle Markisentuch mit der Auswahl aus 1625 RAL-Farben. Viel näher kann man mit einem industriellen Produktionsmaßstab wohl kaum an „Losgröße 1“ kommen.

Neue Wege zu gehen, bedeutet Entscheidungsfreudigkeit, Überwindung von Ängsten - und damit auch Mut zum Scheitern. Nicht jedes Projekt kann gelingen.
Über welche unternehmerische Entscheidung sind Sie im Nachhinein besonders froh, sie getroffen zu haben?

Wenn wir weiter zurückblicken, dann war die Entscheidung vor rund zehn Jahren richtig, in den Bereich Digitaldruck zu investieren und Know-how sowie eigene Produktionskapazitäten aufzubauen. Diese Lernkurven durchschritten zu haben, versetzt uns heute in die Lage, das Angebot ohne große Probleme in den Outdoor-Bereich auszuweiten. Aktuell sind wir mehr denn je davon überzeugt, mit dem Einstieg in das Segment Automotive mit der noch jungen Marke mobiltex einen neuen, wichtigen Grundpfeiler für die langfristige Zukunft des Unternehmens Schmitz Textiles errichtet zu haben.

Die Textilindustrie weist seit Jahrzehnten weltweit ein stetig hohes Wachstum auf. Der Verbrauch von Chemie- und Textilfasern hat sich im Zeitraum von 1975 bis 2016 mehr als vervierfacht. In Sachen Nachhaltigkeit gibt es, vorsichtig ausgedrückt, für unsere Branche ein eher gemischtes Feedback.
Worauf konzentriert sich Schmitz Textiles, um seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden?

Wenn man Textilien ausschließlich am Standort Deutschland produziert, bedingen die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen bereits eine gewisse nachhaltige Ausrichtung. Aber auch hier gibt es natürlich Spielräume. Um den hohen Anspruch einer nachhaltigen und umweltschonenden Produktion erfüllen zu können, betreiben wir einen sehr hohen Aufwand. So werden zum Beispiel alle Farbstoffe und Textilhilfsmittel vor dem Einsatz im Hause zunächst auf die Vorgaben aus Gesetzen und Verordnungen sowie nach Umwelt- und Arbeitsschutzaspekten geprüft. Außerdem wurden im Bereich der Produktion bereits lange vor Inkrafttreten von Gesetzen freiwillig Maßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise eine regenerative thermische Nachverbrennung zur Nachbehandlung der Prozessabluft der Veredlungsanlagen. So ist sichergestellt, dass keine schadhaften ­Emissionen durch Abluft, Abwasser und Lärm entstehen. Auch bei der Energierückgewinnung aus Prozessabwässern und Prozessabluft wurden viele Projekte erfolgreich umgesetzt. Alle Prozessabfälle werden entweder dem Produktionsworkflow wieder zugeführt, recycelt oder fachgerecht entsorgt. Ein nicht zu verachtender Beitrag zum Umweltschutz ist hier tatsächlich auch der Einsatz von synthetischen Fasern (hier: Polyester), die mit weitaus geringerem Chemieeinsatz als beispielsweise Naturfasern zu modifizieren und deutlich langlebiger sind.
 
Die nächste Techtextil steht vor der Tür. Mit welchen Erwartungen präsentieren Sie sich auf der Messe in Frankfurt?
Wir sind ein junges, aber zugleich fast 100 Jahre altes Unternehmen, da zum 1. Januar 2018 aus der gesellschaftsrechtlichen Neuorganisation der Schmitz-Werke GmbH + Co. KG hervorgegangen. Folgerichtig stellen wir erstmals als Schmitz Textiles GmbH + Co. KG mit unseren drei Marken mobiltex, swela und drapilux aus und wollen uns als textiles Kompetenzzentrum präsentieren. Das Thema Automotive Textiles wird allerdings etwas im Vordergrund stehen. Wir zeigen ein komplettes Cabriodach mit unserem Verdeckstoff mobiltex 388. Dieser wurde übrigens vom Rat für Formgebung für den German Innovation Award 2019 nominiert, und wir sind zuversichtlich, dass wir Ende Mai eine Auszeichnung entgegennehmen dürfen.

 

Quelle:

Die Fragen stellte Ines Chucholowius, CEO Textination GmbH

Textination wird künftig im Rahmen seiner Newsline Innovationstreibern der Branche einen besonderen Platz einräumen, um mit ihnen über Erfolge, Erfahrungen, Prognosen und Trends zu sprechen.

Foto Pixabay
16.04.2019

Frohe Ostern

Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.
(Wilhelm Busch)

Allzu viel Mitleid sollten Sie nicht haben, denn dafür hat der Osterhase im restlichen Jahr ein recht beschauliches Leben. Sie hingegen haben sich zum Osterfest eine Verschnaufpause verdient – und das ein oder andere Schokoladenei.

Wir wünschen Ihnen sonnige, entspannte, fröhliche Ostertage.
Tanken Sie auf und kommen Sie mit neuer Kraft für neue Projekte zurück.

Ihr Textination-Team

Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.
(Wilhelm Busch)

Allzu viel Mitleid sollten Sie nicht haben, denn dafür hat der Osterhase im restlichen Jahr ein recht beschauliches Leben. Sie hingegen haben sich zum Osterfest eine Verschnaufpause verdient – und das ein oder andere Schokoladenei.

Wir wünschen Ihnen sonnige, entspannte, fröhliche Ostertage.
Tanken Sie auf und kommen Sie mit neuer Kraft für neue Projekte zurück.

Ihr Textination-Team

Quelle:

Textination GMbH

(c) Messe Frankfurt Exhibition GmbH
09.04.2019

SO WIRD BEKLEIDUNG IN ZUKUNFT PRODUZIERT

Individualisierung, Automatisierung, Digitalisierung: Microfactories sind der Ansatz für die Zukunft der Bekleidungsproduktion und das Thema der Texprocess vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt am Main.

„Heute das Lieblingsdesign per App an den Hersteller senden und morgen den individuell designten und passgenauen Sneaker oder das Hemd anziehen. Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr“ sagt Michael Jänecke, Director Brand Management Technical Textiles and Textile Processing bei der Messe Frankfurt. „Dahinter stehen jedoch komplexe Produktions-, Verarbeitungs- und Logistikprozesse. Microfactories sind der progressive Ansatz, anhand voll vernetzter Prozesse die Textilverarbeitung schneller, flexibler und auch nachhaltiger weil lokaler zu machen. Und gleichzeitig individualisierte Produkte herzustellen.“

Individualisierung, Automatisierung, Digitalisierung: Microfactories sind der Ansatz für die Zukunft der Bekleidungsproduktion und das Thema der Texprocess vom 14. bis 17. Mai 2019 in Frankfurt am Main.

„Heute das Lieblingsdesign per App an den Hersteller senden und morgen den individuell designten und passgenauen Sneaker oder das Hemd anziehen. Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr“ sagt Michael Jänecke, Director Brand Management Technical Textiles and Textile Processing bei der Messe Frankfurt. „Dahinter stehen jedoch komplexe Produktions-, Verarbeitungs- und Logistikprozesse. Microfactories sind der progressive Ansatz, anhand voll vernetzter Prozesse die Textilverarbeitung schneller, flexibler und auch nachhaltiger weil lokaler zu machen. Und gleichzeitig individualisierte Produkte herzustellen.“

Auf der kommenden Texprocess erhalten Fachbesucher bei insgesamt vier Microfactories einen Einblick davon, wie integrierte Textilverarbeitung funktioniert und wo Microfactories bereits zum Einsatz kommen.
 
Digital Textile Micro Factory: On-Demand und Virtual Reality
Nach dem Erfolg der letzten Veranstaltung zeigt die Texprocess in Zusammenarbeit mit den Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sowie Partnern aus der Industrie in der Halle 4.1 erneut eine Digital Textile Micro Factory und damit voll vernetzte Produktionsketten live. Neu: Die Digital Textile Micro Factory zeigt insgesamt drei Produktionslinien – je eine für die Herstellung von Bekleidung, eines 3D-gestrickten Schuhs sowie zur Verarbeitung technischer Textilien etwa für die Automobil- oder Möbelindustrie.

Fashion-Linie integriert virtuelle Prototypen und Kundeninteraktion
Zentrale Rolle in der Digital Textile Micro Factory spielt die Modeindustrie. Der digitale Zwilling des Kunden als Ausgangspunkt für individualisierte und passgenaue Kleidung gewinnt in den Entwicklungsabteilungen der Bekleidungsindustrie und zur Abstimmung mit Fertigungsbetrieben zunehmend an Bedeutung und ist im Kontext der Fashion-Linie der Micro Factory zentrales Thema.

Die Fashion-Linie zeigt die Stationen CAD/Design, Druck, Zuschnitt, Konfektion, Finishing und Labeling. Neue Ansätze verbinden zudem 3-D Bekleidungssimulation mit direkter Datenübergabe in Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Anstatt dem Kunden physische Muster der zu produzierenden Bekleidung zu präsentieren, werden Muster virtuell visualisiert. Der Kunde hat während des Produktionsprozesses direkten Einfluss auf die Gestaltung des Produktes. Diese direkte Interaktion zwischen 3-D Simulation von Bekleidung, der Darstellung in VR/AR auf der Hardware des Kunden und direkter Produktion wurde so noch nie gezeigt. Partner der Fashion-Linie sind: Assyst (CAD/Design), Mitwill (Material), Caddon, ErgoSoft, Mimaki sowie Multiplot (Druck), Zünd (Zuschnitt), Juki (Konfektion), Veit (Finishing) und Vuframe (AR/VR).

3D-Strick auf dem Weg zu Industrie 4.0
Vom 3D-Objekt zum fertigen Prototypen in 18 Minuten: Auch im Bereich Stricken hat die Zukunft begonnen. Die Digital Textile Micro Factory der Texprocess und Techtextil zeigt einen Workflow, der es erlaubt aus kundenspezifischen Fußgeometrien direkt 3D-gestrickte Schuhoberstoffe zu produzieren.
Die 3D-Strick-Linie der Micro Factory zeigt den Ablauf von der 3D-Modellentwicklung, über die softwareseitige Interpretation des 3D-Daten-satzes in ein geometrietreues Strickprogramm und die Entwicklung eines Designansatzes zur Erstellung der finalen Strickdaten bis zur Erstellung eines 3D-gestrickten Prototypen. Stricken, das textile additive Fertigungsverfahren. Partner der 3D-Strick-Linie ist Stoll.

Verarbeitung technischer Textilien in der Micro Factory
Industrie 4.0 live: Das automatisierte und kundenindividuelle Verarbeiten von technischen Textilien bis zum fertigen Produkt steht im Fokus der dritten Fertigungslinie der Digital Textile Micro Factory 2019. Fachbesucher erleben hier On Demand-Inkjetdruck und vernetzte Maschinen mit integrierter Sensorik, die in Bussysteme eingebunden sind –ein Zukunftsthema für die vernetzte Fertigung. Ein Roboterarm mit Greifer für textile Anwendungen sortiert Zuschnittteile vom Cutter in ein freifahrendes Open-Shuttle. Nähaufträge werden automatisiert zu den Nähstationen gebracht. Der Auftragsfortschritt wird durch Tracing und Tracking im Fertigungsablauf an einzelnen Stationen durch Auto-ID demonstriert. Zusätzlich wird die Integration von kreativen Ideen aus der Cloud in die Produktion von technischen Produkten gezeigt. Technik trifft Kreativität. Partner der technischen Linie sind: Mitwill (Design), ErgoSoft (RIP), Caddon (Farbmanagement), HP (großformatiger Inkjetdruck), Zünd (Zuschnitt), Dürkopp Adler (Vernetzung, Integration Open Shuttle, Nähtechnologie), Veit (Finishing), Next Robotics (Materialhandling).

Smart Textiles Micro Factory: industrienahe Produktion smarter Textilien
Das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen produziert gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung in ihrer „Smart Textiles Micro Factory“ im Übergang der Hallen 4.1 und 5.1 ein smartes Kissen, das dem Nutzer anhand integrierter LEDs neue Interaktionsmöglichkeiten bietet. Die Projektpartner stellen damit die industrienahe Fertigung eines smarten Textils vom Design bis zum fertigen Produkt exemplarisch dar. Der Prototyp des Kissens wurde zuvor auf der Heimtextil 2019 vorgestellt. An der „Smart Textiles Micro Factory“ beteiligen sich das ITA (Projektkoordination), die Gerber Technology GmbH (Cutting), das Korea Institute of Industrial Technology KITECH (Elektronik), die VETRON TYPICAL Europe GmbH (Nähen), die Wear it GmbH (Produktdesign und Konzeption) und die ZSK Stickmaschinen GmbH (Stickerei).
 
World of Digital Fashion: Customizing von Bekleidung
Unter dem Begriff «World of Digital Fashion» haben sich sechs Unternehmen aus den Bereichen Visualisierung, CAD-Schnittsystem, automatische Körpermaßermittlung sowie Zuschnitt- und Prozessautomatisierung zusammengefunden. Gemeinsam zeigen sie in Halle 4.0 die Integrations- und Kombinationsmöglichkeiten ihrer Produkte in verschiedenen Workflows innerhalb der Wertschöpfungskette und machen die digitale Prozesskette live erlebbar. Im Mittelpunkt steht das Customizing von Bekleidung und Mode. Partner der „World of Digital Fashion“ sind: Browzwear Solutions und Tronog (Visualisierung), Software Dr. K. Friedrich (CAD), Fision (automatische Körpermaßermittlung), Bullmer (Zuschnitt) sowie die Gertsch Consulting und Mode Vision (Prozessautomatisierung).

Microfactory von Efka und Gemini: einfach umsetzbar
Der Hersteller von Antrieben von Industrienähmaschinen Efka zeigt in Zusammenarbeit mit dem CAD-anbieter Gemini die Produktion eines Trikots, das individuell designt werden kann. Im Mittelpunkt der anwendungsnahen Microfactory steht die Verknüpfung mit der Nähproduktion, die eine heute schon wirtschaftliche, teilautomatisierte Lösung darstellt. Es wird eine einfach-umsetzbare Lösung vorgestellt, welche die meisten Unternehmen schon mit vielen vorhandenen Ressourcen und Strukturen umsetzen können.

 

Weitere Informationen:
Texprocess
Quelle:

Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Gerd Altmann: PIXABAY
02.04.2019

ITALIENS SCHUH- UND LEDERINDUSTRIE WILL DIGITALER WERDEN

  • Umdenken in traditioneller Branche

Italiens Schuh- und Schuhtechnikhersteller verlieren Anteile auf wichtigen Märkten und wollen ihre Produktion effizienter und digitaler gestalten. Deutsche Firmen punkten in Nischen.

Auch wenn heute 9 von 10 Schuhen aus Asien kommen, hält sich Europas größter Schuhproduzent Italien noch unter den Top Ten der größten Schuhproduzenten weltweit und ist unbestrittener Marktführer im Luxussegment. Trotzdem sinkt der mengenmäßige Absatz im In- und Ausland und entsprechend auch die Produktion. Die Branche kann ihren Umsatz momentan nur noch über höhere Preise sichern.

  • Umdenken in traditioneller Branche

Italiens Schuh- und Schuhtechnikhersteller verlieren Anteile auf wichtigen Märkten und wollen ihre Produktion effizienter und digitaler gestalten. Deutsche Firmen punkten in Nischen.

Auch wenn heute 9 von 10 Schuhen aus Asien kommen, hält sich Europas größter Schuhproduzent Italien noch unter den Top Ten der größten Schuhproduzenten weltweit und ist unbestrittener Marktführer im Luxussegment. Trotzdem sinkt der mengenmäßige Absatz im In- und Ausland und entsprechend auch die Produktion. Die Branche kann ihren Umsatz momentan nur noch über höhere Preise sichern.

Besonders schmerzlich ist der Nachfragerückgang im Export, der rund 85 Prozent der italienischen Schuhe aufnimmt. Laut Branchenverband Assocalzaturifici sanken die internationalen Verkäufe zwischen Januar und Oktober 2018 um rund 4 Millionen Paar. Nur eine Preiserhöhung von durchschnittlich 6,4 Prozent ermöglichte ein Plus gegenüber der Vorjahresperiode. Auch auf dem Absatzmarkt Deutschland stagnierten die Verkäufe italienischer Schuhe bei rund 1 Milliarde Euro, während umgekehrt der deutsche Schuhexport nach Italien mit einem Plus von 34,5 Prozent auf rund 485 Millionen Euro eine der höchsten Wachstumsraten im deutschen Handel mit Italien erzielte.

Die Auftragseingänge der italienischen Schuhindustrie im 4. Quartal 2018 waren sowohl in Inland (-2,5 Prozent) als auch im Ausland (-0,9 Prozent) rückläufig. Einziges Marktsegment, das in Italien selbst noch wächst, sind Sportschuhe/Sneaker. Die fallenden Stückzahlen treiben die Hersteller laut Experten an, Lösungen zu finden, die helfen, die Produktionskosten zu senken.

Chancen für Deutsche beim digitalen Wandel und in Nischen

Bei Schuh- und Ledertechnik dominieren einheimische Hersteller. Der Verband für Schuh- und Ledertechnik Assomac schätzt für 2018, dass die rund 240 italienischen Branchenunternehmen einen Umsatz von rund 760 Millionen Euro erzielten. Der Export von Schuh- und Ledermaschinen, der rund drei Viertel des Branchenumsatzes beisteuert, sank hingegen 2018 um rund 6,2 Prozent. Italien ist weltweit mit Abstand der wichtigste Exporteur von Leder- und Schuhtechnik. 2018 gingen Schuh- und Ledermaschinen von rund 439 Milliarden Euro ins Ausland, insbesondere nach China, Vietnam und Indien.

Die deutschen Lieferungen von Schuh- und Ledertechnik nach Italien liegen auf niedrigem Niveau und erreichten 2018 laut dem VDMA-Fachverband Textile Care, Fabric and Leather Technologies rund 4 Millionen Euro. Damit rangierte Italien hinter China, den USA und Mexiko auf Platz vier der Exportziele. Mit Auslandslieferungen von rund 50 Millionen Euro im Jahr ist Deutschland weltweit die Nummer fünf der größten Exporteure.

Chancen für deutsche Firmen sehen Marktexperten in Italien bei Komponenten, die einheimischen Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiterhelfen, zum Beispiel beim Einsatz intelligenter und vernetzter Maschinen. Trotz ihrer großen Kompetenz sind die italienischen Hersteller sehr traditionell und tun sich mit dem digitalen Wandel schwer. Doch Branchenexperten berichten, dass die Firmen umdenken und sich für neue Lösungen interessieren.

"Wir unterstützen unsere italienischen Kunden dabei, mehr Softwarelösungen für Nähmaschinen zu installieren und Maschinen zu vernetzen", sagt Sebastian Feges, Vertriebsingenieur beim Schwetzinger Unternehmen EFKA, nach eigenen Angaben eines der letzten deutschen Unternehmen in der Nähindustrie. EFKA beliefert italienische Schuh- und Ledermaschinenhersteller mit Nähantriebssteuerungen. Dabei punktet das Unternehmen besonders dort, wo es auf höchste Präzision ankommt und jeder falsche Stich zu teurem Ausschuss führt, wie zum Beispiel bei Ledersitzen für Ferrari. Zwar sitze das Geld für Investitionen laut Feges in Italien zurzeit nicht locker. Er sieht aber eine interessante Perspektive in der Förderung der italienischen Regierung für den Kauf von Industrie 4.0-Equipment und -software, dem sogenannten Iperammortamento, das noch nicht ausreichend bekannt sei.

Weitere Chancen bestehen in Nischen, die durch aktuelle Branchentrends wie den Digitaldruck auf Leder an Bedeutung gewinnen. Die Maschinen der Firma Hansa Mixer aus Bremen produzieren Schaum unter anderem für den Textil- und Digitaldruck und die Versiegelung von Lederhäuten. "Wir bieten ein Nischenprodukt, das aber überall einsetzbar ist", sagt General Sales Manager Achim Schmidt. Neben der Schuh- und Lederindustrie beliefert Hansa Mixer auch Lebensmittelhersteller wie Ferrero. "Italien ist für uns ein interessanter Markt und wir rechnen mit guten Aufträgen."

Ein weiterer Branchentrend ist eine größere Nachhaltigkeit, besonders in der oft kritisierten Lederindustrie. Assomac bekennt sich ausdrücklich zu diesem Ziel und hat unter anderem das neue Zertifikat Targa Verde eingeführt.

Kennzahlen der italienischen Schuhindustrie 2018
Indikator Wert Veränderung 2018/2017
Einfuhr Schuh- und Ledermaschine (HS 8453) 39,6 Millionen Euro 5,6
Schuhproduktion 185,7 Millionen Paare -2,6
Inlandsabsatz Schuhindustrie 7,8 Milliarden Euro 0,7
Exportmenge 2018 176,5 Millionen Paar -2,3
Exporterlöse 9,6 Milliarden Euro 3,9

Quelle: Assocalzaturifici, Instat

Die italienische Schuhindustrie besteht aus rund 4.700 Unternehmen mit etwa 77.000 Beschäftigten. Der Branchenumsatz lag laut Branchenverband Assocalzaturifici 2017 bei rund 14,2 Milliarden Euro. Branchencluster sind die Regionen Venezien, Toskana, Marken, Lombardei, Kampanien, Apulien und Emilia Romagna. Das Cluster in Brento, Venetien produziert rund 11 Prozent des nationalen Ausstoßes. Auch internationale Hersteller wie LVMH und Louis Vuitton investierten und produzieren in Italien.

 

Weitere Informationen:
GTAI Italien Schuhe Digitalisierung
Quelle:

Oliver Döhne, Germany Trade & Invest www.gtai.de

TEXTILINDUSTRIE IN PAKISTAN MUSS SICH MODERNISIEREN Foto: OpenClipart-Vectors auf Pixabay
26.03.2019

TEXTILINDUSTRIE IN PAKISTAN MUSS SICH MODERNISIEREN

  • Der Anbau von Baumwolle soll ausgeweitet werden

Die pakistanische Textilindustrie hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Investitionen in neue Textiltechnik sind erforderlich. Exporte deutscher Maschinen steigen.

Die Textilindustrie ist Pakistans wichtigster Industriesektor. Der Anteil der Textilindustrie am Bruttoinlandsprodukt lag im pakistanischen Fiskaljahr 2017/18 (1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018) bei 8,5 Prozent. Die Branche machte etwa ein Viertel der gesamten industriellen Wertschöpfung aus. Sie ist mit Abstand der wichtigste Exportzweig des Landes. Der Anteil der Textilexporte an den Gesamtausfuhren lag 2017/18 bei 58 Prozent.

  • Der Anbau von Baumwolle soll ausgeweitet werden

Die pakistanische Textilindustrie hat an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Investitionen in neue Textiltechnik sind erforderlich. Exporte deutscher Maschinen steigen.

Die Textilindustrie ist Pakistans wichtigster Industriesektor. Der Anteil der Textilindustrie am Bruttoinlandsprodukt lag im pakistanischen Fiskaljahr 2017/18 (1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018) bei 8,5 Prozent. Die Branche machte etwa ein Viertel der gesamten industriellen Wertschöpfung aus. Sie ist mit Abstand der wichtigste Exportzweig des Landes. Der Anteil der Textilexporte an den Gesamtausfuhren lag 2017/18 bei 58 Prozent.

Derzeit nimmt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Sektors allerdings ab. Dieser Trend soll sich wenden. Premierminister Imran Khan traf sich Ende Januar 2019 mit Vertretern der Textilindustrie. Die Wirtschaftspolitik will die Textilindustrie ausbauen und modernisieren. Die Produktionskosten sollen sinken und die Produktivität muss steigen. Zudem sind Qualitätsverbesserungen, Erweiterungen der Produktionen und eine höhere Wertschöpfung erforderlich.

Die Wertschöpfungskette der Textilbranche beginnt bei etwa 1.300 Betrieben, die Rohbaumwolle entkörnen, aufbereiten und zu Ballen pressen. Neben der Nachfrage nach Baumwolle steigt auch der Bedarf an Kunstfasern, allerdings existieren bislang in Pakistan nur drei Hersteller von Polyesterfasern.

Die Zahl der Spinnereien wird 2017 mit 517 angegeben und die Zahl der Webereien mit 124 großen sowie 425 mittleren und kleinen Betrieben. Zehn große sowie 625 mittlere und kleine Betriebe veredeln Stoffe. Handtücher stellten etwa 400 Betriebe her, Wirkwaren 2.500 Betriebe. Bekleidung aus gewebten Stoffen lieferten 50 große sowie 2.500 mittlere und kleine Fabriken.

Ausfuhrgeschäfte stagnieren
Der pakistanische Textilexport wuchs 2017/18 um 8,7 Prozent auf 13,5 Milliarden US$. Dieses Niveau wurde schon 2013/14 und 2014/15 erreicht. Die Textilexporte legten in den ersten sieben Monaten des Fiskaljahres 2018/19 (Juli 18 bis Januar 19) gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 1,2 Prozent auf 7,8 Milliarden US$ zu.

Pakistan: Ausfuhren von Garnen, Stoffen und Bekleidung (in Millionen US$) *)
Produkte 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18
Insgesamt 13.733 13.471 12.447 12.452 13.530
.Baumwollgarne 1.997 1.849 1.265 1.244 1.372
.Baumwollstoffe 2.770 2.453 2.214 2.136 2.204
.Handtücher 767 797 803 801 797
.Bettwäsche 2.138 2.103 .2.020 2.136 2.261
.Bekleidung 1.906 2.095 2.195 2.319 2.579
.Wirkwaren 2.294 2.406 2.364 2.361 2.720
.Andere Produkte 1.858 1.767 1.586 1.452 1.597

*) Fiskaljahre (Juli bis Juni)

Quellen: All Pakistan Textile Mills Association (APTMA); Pakistan Bureau of Statistics; Textile Commissioner's Organization

Der Branchenverband All Pakistan Textile Mills Association (APTMA) strebt bis 2023/24 einen Anstieg der Ausfuhren auf 28 Milliarden US$ an. Dies setze eine konsequente staatliche Unterstützung und langfristige Exportförderung voraus, so der Verband.

Der führende ausländische Abnehmer sind die USA. Zu den weiteren wichtigen Kunden gehören das Vereinigte Königreich, Deutschland und Spanien. Deutschland importierte 2017 und 2018 aus Pakistan Spinnstoffe und Waren daraus im Wert von 1 Milliarden Euro.

Maschinenimporte noch rückläufig
Die Textilmaschinenimporte lagen 2013/14 noch bei 599 Millionen US$. In den drei folgenden Jahren waren es 449 Millionen US$ (2014/15), 462 Millionen US$ (2015/16) und 557 Millionen US$ (2016/17). Die Einfuhren zeigen trotz des Modernisierungsbedarfs derzeit keinen Aufwärtstrend. Sie sanken nach Angaben der Statistikbehörde 2017/18 um 42 Prozent auf 325 Millionen US-Dollar (US$). Auch für 2018/19 zeichnet sich noch keine Belebung ab.

Pakistan: Einfuhren von ausgewählten Textilmaschinen (in Millionen US$)
HS-Positionen 2014 2015 2016 2017
84.45 Maschinen zum Spinnen etc. 230 162 162 246
84.46 Webmaschinen 84 73 107 90
84.47 Wirk-,Strickmaschinen etc. 70 84 65 75
84.48 Hilfsmaschinen und -apparate für HS-Positionen 84.44 bis 84.47 85 70 77 82

Quellen: Pakistan Bureau of Statistics, UN Comtrade

Geschäftsanbahnungsreise zum fünfgrößten Abnehmer deutscher Spinnereitechnik
Die deutschen Textilmaschinenexporte nach Pakistan legten nach Berechnungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) 2017 auf 53 Millionen Euro zu. Im Vorjahr waren es 48 Millionen Euro, davon entfielen 39 Millionen Euro auf Spinnereimaschinen.

Eine Geschäftsanbahnungsreise deutscher Unternehmen aus den Bereichen Textilmaschinen und Zubehör wird vom 11. bis 15. November 2019 nach Karachi und Lahore stattfinden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die Reise und die Gesellschaft SBS systems for business solution führt sie durch (Ansprechpartner: Thomas Nytsch, E-Mail: thomasnytsch@sbs-business.com).

Bauwollproduktion soll stark erhöht werden
Die lokale Bauwollproduktion bildet das Fundament der Textilindustrie. Nach Indien, China und den USA ist Pakistan der viertgrößte Bauwollanbauer, gefolgt von Brasilien und Usbekistan. Ohne eine Steigerung der lokalen Erntemengen sind dem Wachstum der Textilindustrie Grenzen gesetzt. Verstärkte Bauwollimporte würden die angeschlagene internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter mindern.
Das Land gehört im internationalen Vergleich zu den Baumwollproduzenten mit den niedrigsten Erträgen je Hektar. Australien, Türkei, China und Brasilien bilden mit etwa 1.600 bis 1.700 Kilogramm pro Hektar die Spitzengruppe. Pakistan erreicht nur 600 bis 800 Kilogramm.

Pakistan: Bauwollproduktion
Jahr Anbaufläche
(in Hektar)
Produktion
(in 1.000 Ballen) 1)
Ertrag pro Hektar
(in Kilogramm)
2013/14 2.086 12.769 774.
2014/15 2.961 13.960 802
2015/16 2.902 9.917 582
2016/17 2.489 10.671 730
2017/18 2.699 11.935 752
2018/19 2) 2.500 11.000 748

1) ein Ballen = 170 Kilogramm; 2) Prognose
Quellen: Pakistan Bureau of Statistics; Recherchen von Germany Trade & Invest

Die Regierung nennt als Produktionsziel für 2019/20 rund 15 Millionen Ballen. APTMA hält bis 2023/24 eine Steigerung auf 20 Millionen Ballen für möglich. Der Verband geht dabei von etwa 2.800 Hektar an Anbauflächen und einer Erhöhung der Erträge pro Hektar auf 1.200 Kilogramm aus.

Probleme bei der Versorgung mit Baumwolle
Baumwolle wird vor allem in den Provinzen Punjab und Sindh angebaut. Die Baumwollproduktion erreichte 2014/15 noch rund 14 Millionen Ballen. Die Ernte fiel 2015/16 auf unter 10 Millionen und lag 2017/18 bei 12 Millionen Ballen. Die Produktion ist 2018/19 wieder gesunken, ein Wert von etwa 11 Millionen Ballen wird prognostiziert. Als Gründe werden unter anderem Wassermangel, eine schlechte Qualität der Pflanzenschutzmittel und minderwertiges Saatgut genannt. Zudem sei die finanzielle und regulatorische Unterstützung der Regierung unzureichend, so Branchenvertreter.

Das lokale Angebot konnte den jährlichen Baumwollbedarf der Textilindustrie von 15 bis 16 Millionen Ballen in den letzten Jahren also nicht mehr decken. Die Textilhersteller importierten daher Baumwolle vor allem aus Indien und China, jährlich etwa 3 Millionen bis 4 Millionen Ballen. Die Einfuhren aus Indien sind aber seit Februar 2019 gestoppt. Hintergrund sind die politischen Spannungen und jüngsten militärischen Auseinandersetzungen der beiden Staaten.

Quelle:

Robert Espey, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Foto: pasja1000 Pixabay
19.03.2019

SRI LANKAS BEKLEIDUNGS- UND TEXTILEXPORTE ERHALTEN AUFTRIEB

  • Modernisierung der Fertigungsbetriebe erforderlich

Sri Lankas Textil- und Bekleidungsindustrie blickt dank des reaktivierten GSP-Importstatus der Europäischen Union mit Zuversicht in die Zukunft und rechnet mit besseren Absatzchancen im Ausland.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist für Sri Lanka von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Die Branche erzielte 2018 fast 43 Prozent der Gesamtexporte des Landes und bietet Beschäftigung für knapp 350.000 Arbeitnehmer im formellen und für etwa doppelt so viele im informellen Sektor. Insgesamt sind dies rund 33 Prozent aller Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe. Die Mehrheit der Beschäftigten sind Frauen.

  • Modernisierung der Fertigungsbetriebe erforderlich

Sri Lankas Textil- und Bekleidungsindustrie blickt dank des reaktivierten GSP-Importstatus der Europäischen Union mit Zuversicht in die Zukunft und rechnet mit besseren Absatzchancen im Ausland.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist für Sri Lanka von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung. Die Branche erzielte 2018 fast 43 Prozent der Gesamtexporte des Landes und bietet Beschäftigung für knapp 350.000 Arbeitnehmer im formellen und für etwa doppelt so viele im informellen Sektor. Insgesamt sind dies rund 33 Prozent aller Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe. Die Mehrheit der Beschäftigten sind Frauen.

Der Beitrag der Textil- und Bekleidungsindustrie zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt rund 6 Prozent. "In Anbetracht der Entwicklung der anderen Sektoren ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine andere Branche kurz- bis mittelfristig dieses Leistungsniveau erreicht", sagte die Leiterin Jeevani Siriwardena des Export Development Board (EDB) in einem Interview mit Germany Trade und Invest. Die Textil- und Bekleidungsindustrie werde weiterhin eine wichtige Branche für die srilankische Wirtschaft bleiben.

Kurz- bis mittelfristige Aussichten sind gut
Am 18. Mai 2017 wurde nach einer siebenjährigen Auszeit der Generalised Scheme of Preferences Plus (GSP+)-Status von der Europäischen Union (EU) für Sri Lanka reaktiviert. Dies bedeutet, dass der Inselstaat bei der Ausfuhr von Waren in die EU eine Zollbefreiung auf über 66 Prozent der Zolltarifpositionen erhält. "Die Exporteinbußen soll Sri Lanka in den Jahren 2010 bis 2017 ohne GSP-Status circa 32 Milliarden gekostet haben", betonte Ravindi Ranaraja, stellvertretende Leiterin der Export Service Division der EDB, in einem GTAI-Interview. Insbesondere die stark exportorientierte Bekleidungs- und Textilindustrie werde vom wiedererlangten GSP-Status profitieren. Sri Lankas Textil- und Bekleidungsindustrie blicke zuversichtlich in die Zukunft und rechnete zudem mit besseren Absatzchancen im Ausland.

Textil- und Bekleidungsexporte Sri Lankas in die EU und nach Deutschland 2018
(in Mio. US$; Veränderung zum Vorjahr in %)
HS-Code Definition
 
EU
 
Veränderung
 
Deutschland *) Veränderung
 
61 Kleidung und Bekleidungszubehör, aus Gewirken oder Gestricken 1.177 0,7 232,55 9,6
62 Bekleidung und Bekleidungszubehör, nicht aus Gewirken oder Gestricken 874 7,6 151,59 18,1
63 Andere konfektionierte Textilwaren; Sets; getragene Kleidung und gebrauchte Textilwaren 52 18,2 7,8 13,5
Summe   2.103 3,9 391,92 12,8

*) Schätzung
Quellen: Sri Lanka Apparel Exporters Association; Pressemeldungen; Berechnungen von Germany Trade & Invest; Destatis, Februar 2019


Positive Impulse sind bereits erkennbar. Den letztverfügbaren Außenhandelszahlen zufolge konnte Sri Lanka 2018 seine Gesamtexporte an Textilien und Bekleidung (HS-Code 61, 62 und 63) um knapp 4,8 Prozent auf circa 5 Milliarden US-Dollar (US$) steigern. Die Exporte in die EU sind um 3,9 Prozent auf 2,1 Milliarden US$ gestiegen. Die Ausfuhren nach Deutschland konnten ein Plus von 12,8 Prozent einholen.

Noch ist nicht sicher, dass Sri Lanka es schafft, die Verluste der Vergangenheit wettzumachen und auszugleichen. Zwischenzeitlich sind Länder wie Bangladesch, Indien und Pakistan, die bereits das gesamte laufende Jahrzehnt die Zollvergünstigungen im Außenhandel mit der EU genossen haben, an dem Inselstaat vorbeigezogen. Vor allem Bangladesch konnte seine Bekleidungs- und Textilexporte im Vergleich zu Sri Lanka stark ausbauen.

Textil- und Bekleidungsexporte Sri Lankas 2018 (HS-Code 61, 62, 63)
Land in Mio. US$ 1)
China 172,4
Vietnam 36,0
Bangladesch 32,9
Indien 20,9
Indonesien 2) 14,0

1) Schätzung; 2) Prognose
Quellen: Pressemeldungen; Berechnungen Germany Trade & Invest, Februar 2019

Sri Lanka setzt auf höherwertige Produkte
Zahlreiche heimische Textilproduzenten steigen zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf die Produktion qualitativ hochwertiger Kleidungsstücke um. "In Sri Lanka setzt man nicht auf Masse, sondern vielmehr auf höherwertige Produkte", bestätigte M. Raghuram, Chief Executive Officer von Brandix, einem der größten Bekleidungsunternehmen des Landes, in einem Interview mit GTAI. Der Inselstaat konzentriere sich auf die Herstellung weniger Produktkategorien wie zum Beispiel auf Unterwäsche, Sportbekleidung oder Lounge Wear.

Sri Lanka ist ein Standort für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Kleidungsstücken geworden. Dies bestätigt auch die Weltbank. In ihrer Studie aus dem Jahr 2016 "Stitches to Riches" (Website) stellt sie fest, dass Sri Lanka die Wettbewerber Indien, Pakistan und Bangladesch in den Punkten Qualität, Lieferzeiten, Verlässlichkeit und nachhaltiger sozialer Verantwortung übertrifft.

Sri Lanka bedient entsprechend anspruchsvolle internationale Unternehmen wie Victoria Secrets, GAP, Nike oder Marks und Spencer. Expertenschätzungen zufolge macht die Produktion der Top 10 srilankischer Textil- und Bekleidungsunternehmen circa 85 Prozent der gesamten Exporte der Branche aus.

Ehrgeiziges Ziel ist es, die Exporterlöse der Bekleidungsindustrie bis 2025 auf 8 Milliarden US$ zu steigern, was ein jährliches Wachstum von 6 Prozent erfordert. Dafür muss Sri Lanka Kapazitäts-, Technologie- und Ressourcenprobleme verbessern. "Es wird immer schwieriger geeignetes Personal zu finden. Für viele junge Menschen in Sri Lanka ist die Arbeit in der Bekleidungs- und Textilbranche schlichtweg unattraktiv," erwähnte Nilanthi Sivapragasam, Chief Financial Officer des Konglomerats Aitkence Spence, gegenüber GTAI. Ferner stelle die Ausbildung der Arbeitskräfte eine große Herausforderung dar. "Das Anlernen neuer Mitarbeiter ist sehr zeitintensiv und arbeitsaufwendig," bestätigt Sivapragasam.

Importe deutscher Maschinen gehen zurück
Zudem müssen Sri Lankas Textilbetriebe ihre Maschinenparks modernisieren und ihre Kapazitäten erweitern, um so Produktivität und Wertschöpfung weiter zu erhöhen. Entsprechend besteht ein großer Bedarf an technisch anspruchsvollen Textilmaschinen im Land. Für Maschinenzulieferer ergeben sich hier gute Möglichkeiten und Chancen. Besonders dynamisch soll sich Experten zufolge künftig die Nachfrage nach Textildruck- und Färbereimaschinen, Spannrahmen und Veredelungstechnik entwickeln.
 
In Sri Lanka selbst werden nur relativ einfache Maschinen hergestellt. High-End-Technologie wird hauptsächlich importiert. China ist der wichtigste Lieferant von Textilmaschinen, circa ein Drittel aller Importe stammen von dort. Auch Indien konnte seine Maschinenexporte nach Sri Lanka über die letzten Jahre signifikant steigern. 2017 erzielte Indien mit Ausfuhren in Höhe von 6,3 Millionen US$ ein Plus von 46,7 Prozent, 2010 waren es noch Exporte in Höhe von 2,6 Millionen US$.

Die deutschen Maschinenexporte erlitten enorme Verluste. Sri Lankas Import von Textilmaschinen aus Deutschland lag 2017 bei 16,5 Millionen US$, ein Rückgang um 54,2 Prozent. Deutschland hat über die letzten Jahren Lieferanteile verloren. Dieser Trend wird sich Branchenkennern zufolge weiter fortsetzen: Made in Germany steht für Qualität und ist in Sri Lanka auch weiterhin sehr beliebt; jedoch können deutsche Maschinenhersteller oft nicht mit den preisgünstigen Produkten aus China oder Indien mithalten.

Sri Lankas Einfuhr von Textil- und Bekleidungsmaschinen
(SITC 724; in Mio. US$)
Country 2016 2017 Veränderung
China 56,3 51,8 -8,0
Japan 26,6 18,3 -31,1
Deutschland 36,0 16,5 -54,2
Singapur 13,6 14,5 -6,8
Indien 4,3 6,3 46,7
Insgesamt 192,8 155,3 -19,5

Quelle: UN Comtrade, März 2019

Kontaktanschriften
Bezeichnung Internetadresse Bemerkung
Germany Trade & Invest http://www.gtai.de/srilanka Außenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft
AHK Sri Lanka http://www.srilanka.ahk.de Anlaufstelle für deutsche Unternehmen
Sri Lanka Export Development Board http://www.srilankabusiness.com/edb Staatliche Organisation, die für die Entwicklung und Förderung der Exporte in Sri Lanka verantwortlich ist.

 

Weitere Informationen:
Sri Lanka
Quelle:

Heena Nazir, Germany Trade & Invest www.gtai.de

Foto: Goshadron auf Pixabay
12.03.2019

RUSSISCHE ONLINEHÄNDLER GRÜNDEN LOKALE AMAZONS

  • E-Commerce Markt wächst weiter rasant

Russlands Onlinehändler gehen strategische Allianzen ein. Der Markt wird reifer und konsolidiert sich. Deutsche Anbieter müssen sich auf einen verschärften Wettbewerb einstellen.
Russlands Onlinehandel verzeichnet weiterhin starke Zuwachsraten. Im Jahr 2018 legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf rund 1,2 Billionen Rubel (15,5 Milliarden Euro; 1 Euro = 74,04 Rubel, Jahresdurchschnittskurs 2018) zu. Dies entsprach etwa 290 Millionen Bestellungen, so die Analyse von Data Insight. Bis Ende 2023 erwartet die Investmentbank Morgan Stanley ein jährliches Wachstum von 25 Prozent auf 3,5 Billionen Rubel. Der grenzüberschreitende Internethandel legte 2018 um 29 Prozent auf umgerechnet 4,7 Milliarden Euro zu.

  • E-Commerce Markt wächst weiter rasant

Russlands Onlinehändler gehen strategische Allianzen ein. Der Markt wird reifer und konsolidiert sich. Deutsche Anbieter müssen sich auf einen verschärften Wettbewerb einstellen.
Russlands Onlinehandel verzeichnet weiterhin starke Zuwachsraten. Im Jahr 2018 legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf rund 1,2 Billionen Rubel (15,5 Milliarden Euro; 1 Euro = 74,04 Rubel, Jahresdurchschnittskurs 2018) zu. Dies entsprach etwa 290 Millionen Bestellungen, so die Analyse von Data Insight. Bis Ende 2023 erwartet die Investmentbank Morgan Stanley ein jährliches Wachstum von 25 Prozent auf 3,5 Billionen Rubel. Der grenzüberschreitende Internethandel legte 2018 um 29 Prozent auf umgerechnet 4,7 Milliarden Euro zu.

Entwicklung des russischen Onlinehandels
  2014 2015 2016 2017 2018
Umsatz (Mrd. Rubel) 1) 560 650 805 965 1.150
Veränderung (in %) 2) 34,9 16,1 23,0 20,0 19,0

1) Nur physische Waren; ohne grenzüberschreitenden Handel, Lieferungen von Fertiggerichten, Tickets für Transport und Veranstaltungen, Coupons, Consumer-to-Consumer und Multi-Level-Marketing;
2) nominal gegenüber dem Vorjahr; Abweichung durch Rundungen
Quellen: Marktforschungsinstitut Data Insight; Verband der Onlinehändler (NAMO)

Der Anteil des E-Commerce am Einzelhandelsumsatz liegt derzeit noch bei etwa 5 Prozent. Mit der "Strategie zur Entwicklung des Onlinehandels bis 2025" möchte die Regierung diesen auf 20 Prozent steigern. Die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum sind gut, denn russische Verbraucher sind internetaffin und technischen Neuerungen gegenüber aufgeschlossen. Bereits 76 Prozent aller Russen haben einen Internetanschluss. Bis 2024 soll gemäß dem nationalen Projekt "Digitale Wirtschaft" die Durchdringung mit Breitbandinternet bereits 97 Prozent erreichen.
 
Wachstumspotenzial längst nicht ausgeschöpft
Russlands Onlinehändler folgen diesem Trend und modernisieren ihre Webseiten und investieren in die Warenlogistik. Elektronische Marktplätze werden dabei immer beliebter. Denn diese bieten vor allem kleineren Internethändler die Möglichkeit, sich gegen die Marktführer zu behaupten. Im Forbes-Ranking der 20 wertvollsten Internetunternehmen in Russland belegen die Onlinehändler Wildberries und Ozon die Plätze vier und fünf. Der russische Modeversand Lamoda - eine Gründung der deutschen Rocket Internet - liegt auf Platz neun. Die Otto Group hat 2018 ihr Geschäftsmodell in Russland neu ausgerichtet und seine Ableger Quelle und Otto vom Markt genommen. Dafür setzt der Hamburger Konzern auf die Onlinemarken Bonprix und Witt sowie auf die Plattform eSolutions, die B2B-Dienstleistungen in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Logistik und IT anbietet.

Führende Onlinehändler in Russland
Unternehmen Produktportfolio Umsatz 2017 (Mrd. Rubel) Veränderung 2017/2016 (in %) Anzahl der Bestellungen (in Mio.)
Wildberries Bekleidung, Schuhe,
Accessoires
63,8 40,0 39,8
Citilink Waren aller Art 55,2 35,0 5,2
DNS-Shop / Technopoint Unterhaltungselektronik,
Haushaltsgeräte
38,9 61,0 5,8
M.Video Unterhaltungselektronik,
Haushaltsgeräte
36,7 41,0 3,6
Eldorado Unterhaltungselektronik,
Haushaltsgeräte
23,7 2,0 4,3
Lamoda Bekleidung, Schuhe,
Accessoires
23,6 6,0 4,0
Ozon Waren aller Art 23,4 44,0 8,6
Ulmart Waren aller Art 23,1 -37,0 5,9
Bonprix Bekleidung, Accessoires 16,5 10,0 4,0
Svyaznoy Unterhaltungselektronik,
Haushaltsgeräte
15,7 35,0 1,5

Quelle: Data Insight (http://datainsight.ru/top100/)

Russland bekommt gleich zwei "lokale Amazons"
Bereits jetzt ist der russische Onlinehandel fest in der Hand weniger großer Player, die ihre Marktpräsenz weiter ausbauen. Der Marktführer Wildberries hat 2018 Elektronik und Haushaltsgeräten in sein Sortiment aufgenommen. Die AFK Sistema Holding des Oligarchen Jewgeni Jewtuschenkow hat ihre Anteile am Onlinehändler Ozon erhöht und investiert in den Bau neuer Logistikzentren. Daneben startete Ozon mit dem Verkauf von Arzneimitteln, Schmuck und Fertiggerichten.

Im April 2018 haben der russische Technologiekonzern Yandex und die Sberbank die Gründung der Onlinemarktplätze Beru und Bringly vereinbart. Ziel ist es, die Plattform Yandex.Market zu einem "russischen Amazon" weiterzuentwickeln. Dabei bringt Russlands größte Bank die Kundendaten von 100 Millionen Kontoinhabern ein.
Das Angebot von Beru und Bringly umfasst vor allem hochpreisige Waren wie Elektronik, Kleidung, Schuhe oder Kosmetika. Bringly arbeitet dabei unter anderem mit der britischen Kosmetikkette Feelunique zusammen. Im September 2018 schloss Yandex.Market zudem eine Kooperationsvereinbarung mit dem größten türkischen Onlinemarktplatz Hepsiburada.
 
Alibaba baut seine Marktpräsenz in Russland aus
Im September 2018 kündigte sich der nächste große Zusammenschluss im russischen Onlinehandel an: Die Mail.ru-Group und Megafon (gehören zum Firmenimperium des Oligarchen Alischer Usmanow), der Russische Fonds für Direktinvestitionen und der chinesische Technologiekonzern Alibaba wollen bis zum Ende des 1. Quartals 2019 einen gemeinsamen Onlinemarktplatz gründen. Damit möchte Alibaba seine Präsenz auf dem russischen Markt ausbauen.
Die Mail.ru-Group liefert dabei den Zugriff auf die Datensätze von etwa 100 Millionen Nutzern - ein gewaltiges Neukundenpotenzial für den chinesischen Onlineriesen. Am 5. März 2019 startete zudem AliExpress, die russische Tochter von Alibaba, eine Plattform zum Verkauf von Pkw der chinesischen Marke Chery.
 
Zollfreigrenze sinkt weiter
Zwei Drittel der russischen Onlinekäufer bestellen Waren auch bei ausländischen Händlern. Dabei kommen 90 Prozent der Lieferungen aus China. Liegen Preis und Gewicht des Produkts innerhalb der Freigrenzen, fällt keine Umsatzsteuer an. Zum 1. Januar 2019 wurde die Freigrenze beim grenzüberschreitenden Onlinehandel auf 500 Euro halbiert und die Gewichtsgrenze von 31 auf 25 Kilogramm gesenkt. Ab 1. Januar 2020 sinkt der Freibetrag auf 200 Euro. Doch dürfte diese Maßnahme dem russischen Staat kaum zusätzliche Einnahmen bringen. Bei 86 Prozent der grenzüberschreitenden Onlinekäufe liegt der Warenwert bei höchstens 22 US-Dollar (US$).

Vor allem Kapazitätsengpässe bei der Auslieferung von Onlinebestellungen bremsen derzeit die Branche. Die VTB-Bank investiert deshalb bis 2021 rund 410 Millionen Euro in den Bau von 40 Logistik- und Distributionszentren für die Russische Post (Potschta Rossii). Das Staatsunternehmen will vom Wachstum im Onlinehandel profitieren und seinen Umsatz aus dem Paketgeschäft für den E-Commerce bis 2023 auf 122 Milliarden Rubel steigern. Seit September 2018 verteilt die Russische Post Lieferungen aus China über Hubs in Sibirien und dem Fernen Osten.
Der Logistikdienstleister DPD arbeitet seit Oktober 2018 mit dem Anzeigenportal Avito zusammen. Dessen Kunden können künftig an etwa 1.500 DPD-Stationen ihre Pakete abholen. Seit Juni 2018 arbeiten DHL und eBay bei Logistikdienstleistungen in Russland zusammen.

Die Entwicklung von B2B-Plattformen wird in Russlands Onlinehandel immer wichtiger. Das Potenzial ist riesig: Der russische B2B-Onlinemarkt beläuft sich auf etwa 20 Milliarden US$ - Tendenz steigend. Vorreiter wie Sewerstal, Alrosa oder Technonikol setzen bereits auf B2B-Plattformen, um direkt an ihre Endkunden zu verkaufen. Der chinesische Konzern Fosun erwarb 2018 etwa 20 Prozent der Anteile an der B2B-Plattform Prod.Center, auf der landwirtschaftliche Erzeugnisse gehandelt werden.

Quelle:

Hans-Jürgen Wittmann, Germany Trade & Invest www.gtai.de

CHINAS TEXTIL- UND BEKLEIDUNGSINDUSTRIE SPÜRT US-STRAFZÖLLE Foto: Pixabay
05.03.2019

CHINAS TEXTIL- UND BEKLEIDUNGSINDUSTRIE SPÜRT US-STRAFZÖLLE

  • Dennoch lassen Automatisierung, Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz die Maschineneinfuhr steigen

Chinas Textil- und Bekleidungsbranche modernisiert sich. Hochwertige Textilmaschinen sind gefragt. Aber wegen des Handelsstreits mit den USA werden auch Investitionen aufgeschoben.
Wie sich der Handelsstreit der USA mit China auf ihr Geschäft auswirkt, beschäftigt ganz aktuell Chinas Textil- und Bekleidungshersteller - und hier speziell die im qualitativ oberen Bereich angesiedelten Firmen: Denn von den rund 119 Milliarden US-Dollar (US$), die sie 2018 ins Ausland verkauften, gingen rund zwei Drittel in die Vereinigten Staaten.

  • Dennoch lassen Automatisierung, Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz die Maschineneinfuhr steigen

Chinas Textil- und Bekleidungsbranche modernisiert sich. Hochwertige Textilmaschinen sind gefragt. Aber wegen des Handelsstreits mit den USA werden auch Investitionen aufgeschoben.
Wie sich der Handelsstreit der USA mit China auf ihr Geschäft auswirkt, beschäftigt ganz aktuell Chinas Textil- und Bekleidungshersteller - und hier speziell die im qualitativ oberen Bereich angesiedelten Firmen: Denn von den rund 119 Milliarden US-Dollar (US$), die sie 2018 ins Ausland verkauften, gingen rund zwei Drittel in die Vereinigten Staaten.

Insgesamt stammen 41 Prozent der in den USA verkauften Kleidung, 72 Prozent der Schuhe und 84 Prozent der Accessoires aus China, so der Branchenverband AAFA (American Apparel & Footwear Association). Weniger oder kaum betroffen von den Strafzöllen sind dagegen die Erzeuger von Vorprodukten respektive Textilien, denn hier ist die Abhängigkeit von den USA nicht ganz so groß. Auch Bekleidungshersteller etwa in Vietnam oder Bangladesch kaufen in der Regel in China ein.

Nach bereits vorangegangenen Strafzöllen auf chinesische Importgüter hatten die USA im September 2018 eine breite Palette an weiteren chinesischen Einfuhrgütern mit Strafzöllen in Höhe von 10 Prozent belegt, darunter auch Waren der Textil- und Bekleidungsindustrie. Zum 1. Januar 2019 sollten die Zölle ursprünglich auf 25 Prozent angehoben werden, allerdings einigten sich US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi Anfang Dezember 2018, die Zölle vorvorerst bis zum 1. März 2019 nicht zu erhöhen.

Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück
Vorhersagen über den Ausgang des Konfliktes zu treffen, ist kaum möglich. Angesichts der Unsicherheit warten viele betroffene Firmen daher zunächst ab. Dies bekommen auch deutsche Textilmaschinenhersteller zu spüren, sei es durch geringere Nachfragen nach Maschinen aus Deutschland oder auch vor Ort. Viele Investitionen seien gestoppt worden, so ein Vertreter des Verbandes Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) in Beijing.

Doch abgesehen von den Verwerfungen ist der Modernisierungsprozess der chinesischen Textil- und Bekleidungswirtschaft bei weitem noch nicht abgeschlossen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die zahlreichen Straßenmärkte in China mit Billigklamotten überschwemmt wurden. Heutzutage sind sie dort kaum noch zu finden. Ihre Fabrikanten mussten sich entweder modernisieren oder sind mittlerweile vom Markt verschwunden.

Anzahl der chinesischen Textil- und Bekleidungsfirmen stark gesunken
Chinas Textil- und Bekleidungswirtschaft hat harte Konsolidierungs- und Modernisierungsjahre hinter sich. Tatsächlich ging allein zwischen 2013 und 2017 die Zahl der überwiegend privatwirtschaftlich strukturierten Branchenfirmen um knapp 11 Prozent auf rund 33.500 zurück.

Die chinesische Kundschaft möchte keinen Ramsch mehr - und kann sich in der Regel Besseres leisten. Etwa 1.371 Milliarden Renminbi Yuan (RMB; umgerechnet rund 207 Milliarden US-Dollar; 1 US$ = circa 6,6114 RMB; Jahresmittelkurs 2018) gab sie 2018 laut chinesischem Statistikamt NBS (National Bureau of Statistics) für Kleidung und Schuhe aus. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Steigende Personalkosten zwingen zu Automatisierung
Zum einen sind also die Ansprüche der Verbraucher gewachsen und ließen die Firmen in bessere Maschinen investieren, zum anderen aber zwang sie vor allem der stetige Kostendruck im Personalbereich zur Automatisierung. Zwischen 2010 und 2017 sank der Personalbestand in der Branche von 10,9 Millionen auf 7,8 Millionen Beschäftigte.

Zwar versuchten (und versuchen) viele, dem Druck durch Verlagerung ihres Firmenstandorts zu entgehen - etwa ins Landesinnere, wo die Löhne niedriger sind; oder auch ins kostengünstigere Ausland. Allerdings blieb die große Wanderbewegung aus, da die meisten sich zu stark mit ihren Zulieferern verwoben sehen. Einige betrachten den Gang nach Westen auch skeptisch und argumentieren, dass es sich nur um eine vorübergehende Lösung handeln würde - und die Löhne früher oder später dort ebenfalls nachziehen.

Traditionell konzentriert sich die Branche auf die Provinzen Guangdong, Fujian, Zhejiang und Shandong. Dort gingen die durchschnittlichen Bruttomonatslöhne städtischer Arbeiter zwischen 2013 und 2017 (jüngste verfügbare Zahlen) um insgesamt zwischen 38,9 Prozent (Fujian) und 48,5 Prozent (Guangdong) nach oben - bei deutlicher niedrigeren Inflationsraten.

Entwicklung der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie 2013 bis 2017
(Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) *)
  2013 2014 2015 2016 2017 Veränderung
Anzahl von Unternehmen 37.376 36.642 36.488 35.197 33.326 -5,3
.Textilindustrie 21.666 20.821 20.545 19.752 18.726 -5,2
.Bekleidungsindustrie 15.710 15.821 15.943 15.445 14.600 -5,5
Anzahl von Beschäftigten
in 1.000 Personen
k.A. k.A. 9.140 8.667 7.784 -10,2
.Textilindustrie k.A. k.A. 4.645 4.362 3.912 -10,3
.Bekleidungsindustrie k.A. k.A. 4.495 4.305 3.872 -10,1
Umsatz in Mrd. RMB 5.553 5.934 6.222 6.458 5.700 -11,7
.Textilindustrie 3.608 3.829 3.999 4.084 3.611 -11,6
.Bekleidungsindustrie 1.945 2.105 2.223 2.374 2.089 -12,0

*) erfasst sind nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 20 Mio. RMB
Quelle: National Bureau of Statistics (NBS)

Umweltgesetzgebung und Energieeffizienz als zusätzliche Investitionstreiber
Auch muss sich die Branche mit einer generell schärferen Umweltgesetzgebung auseinander-setzen, die zunehmend auch umgesetzt wird. Hinzu kommt die wachsende Bedeutung des Aspekts der Energieeffizienz.

Beides seien gute Nachrichten für deutsche Textilmaschinenhersteller, so die Einschätzung des VDMA. Denn in der Folge vergrößert sich     
der Markt für Hightech-Maschinen und die daraus resultierende Nachfrage kann die lokale Produktion bei Weitem noch nicht erfüllen. China importierte 2018 Textilmaschinen im Wert von 4,2 Milliarden US$, eine Steigerung von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein weiteres Kundenpotenzial entsteht aus der wachsenden Bedeutung technischer Textilien.

Im Jahr 2017 (jüngste verfügbare Daten) lieferten deutsche Anbieter gemäß chinesischer Zollstatistik Textilmaschinen im Wert von 1,1 Milliarden US$ nach China - satte 28,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Erfolges mussten sie jedoch ihre bisherige Spitzenposition als Hauptlieferland an Japan abtreten. Allerdings zeigt diese Statistik nur eine Seite der Medaille. Denn quasi alle namhaften Hersteller sind mittlerweile in China mit eigener Produktion vertreten - und über deren Tätigkeit liegen keine Zahlen vor.

Textilmaschinenimporte nach China nach ausgewählten Ländern
(SITC-Pos. 724; in Mio. US$, Veränderung gegenüber vom Vorjahr und Anteil in %)
  2015 2016 2017 Veränderung Anteil 2017
Gesamt, darunter aus 3.354 2.907 3.897 34,1 100,0
.Japan 728 765 1.169 52,8 30,0
.Deutschland 1.219 851 1.101 29,4 28,3
.Italien 415 347 448 29,1 11,5
.Taiwan 206 187 203 8,6 5,2
.Belgien 134 124 173 4,0 4,4
.Schweiz 104 111 126 13,5 3,2

Quellen: UN-Comtrade; Berechnungen von Germany Trade & Invest

Umwelt-Musterunternehmen geben Richtung vor
Schon heute gibt es Hersteller mit ehrgeizigen Plänen im Umweltschutz. Zu ihnen zählt etwa die Dongrong Group. Das in Chifeng in der Inneren Mongolei ansässige Kaschmirunter¬nehmen wurde von der Regierung der Autonomen Region gemeinsam mit einem Molkereibetrieb zu einem Musterunternehmen in Sachen Umweltschutz gekürt. Dazu gehörte, dass Präsident und Inhaber Cheng Xudong, seinen Betrieb - übrigens inspiriert vom Deutschen Pavillon auf der World Expo in Shanghai 2008 - energetisch abdichten ließ (wenn auch nicht mit Materialien "Made in Germany").

Nächster großer Schritt soll die Reinigung der betriebseigenen Abwässer sein. "In ihnen sollen einmal Fische schwimmen können, die zum Verzehr in unserer Kantine geeignet sind," beschreibt Cheng sein Ziel. Schon jetzt baut die Firma Gemüse für die Kantine selbst an. Bei seinen Bemühungen wird er vom Staat finanziell unterstützt. Doch sind sicherlich nicht alle Unternehmer so ehrgeizig.

Und noch immer gilt für viele Firmen ein altes chinesisches Sprichwort: "Der Himmel ist hoch - und der Kaiser ist weit." Will heißen: Was die Zentralregierung in Peking beschließt, muss nicht unbedingt in dem riesigen Hinterland auch umgesetzt werden. Doch zeigen all diese Bemühungen, in welche Richtung die Reise geht.

Weitere Informationen:
China USA Zoll
Quelle:

Stefanie Schmitt, Germany Trade & Invest www.gtai.de