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Laufzeit verlängert: Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe legt den Fokus auf KI, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung © Gesamtverband textil+mode
Laufzeit verlängert: Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe legt den Fokus auf KI, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wertschöpfung
02.03.2026

Laufzeitverlängerung für Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe kann seine Arbeit über den ursprünglichen Projektzeitraum hinaus fortsetzen. Die Laufzeit des Projekts, das ursprünglich bis zum 28. Februar 2026 angesetzt war, wird bis Ende 2026 verlängert. Damit können KMU auch weiterhin kostenfrei bei der digitalen Transformation sowie beim Aufbau smarter und nachhaltiger Wertschöpfungskreisläufe unterstützt werden. 

Mit der verlängerten Laufzeit bleibt Unternehmen der Zugang zu den Angeboten und Austauschformaten des Zentrums sowie seiner Partner Gesamtverband textil+mode, Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA), Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) und DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV erhalten. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere zur Analyse von Daten, zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung nachhaltiger Entscheidungen.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe kann seine Arbeit über den ursprünglichen Projektzeitraum hinaus fortsetzen. Die Laufzeit des Projekts, das ursprünglich bis zum 28. Februar 2026 angesetzt war, wird bis Ende 2026 verlängert. Damit können KMU auch weiterhin kostenfrei bei der digitalen Transformation sowie beim Aufbau smarter und nachhaltiger Wertschöpfungskreisläufe unterstützt werden. 

Mit der verlängerten Laufzeit bleibt Unternehmen der Zugang zu den Angeboten und Austauschformaten des Zentrums sowie seiner Partner Gesamtverband textil+mode, Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA), Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) und DER MITTELSTANDSVERBUND – ZGV erhalten. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere zur Analyse von Daten, zur Optimierung von Prozessen und zur Unterstützung nachhaltiger Entscheidungen.

Weitere zentrale Themen sind die Bewertung der Kreislauffähigkeit von Unternehmen, die Modellierung und Berechnung von Umweltkennzahlen wie CO₂-Fußabdruck, Energieverbrauch oder Rückführbarkeit sowie die ökologische Optimierung von Lieferketten und Produktionsprozessen. Ergänzt werden diese Inhalte durch KI-gestützte Anwendungen, etwa in der Datenerfassung, Cloud-basierten Verarbeitung, vorausschauenden Wartung und im Qualitätsmanagement.


Praxisnahe Formate und Demonstratoren an den Standorten in Aachen, Chemnitz und Denkendorf machen technologische Potenziale erlebbar und zeigen konkrete Ansätze zur Effizienzsteigerung von Unternehmensprozessen auf. 

Das Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe ist Teil des bundesweiten Mittelstand-Digital Netzwerks, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie getragen wird. Alle Angebote sind für KMU kostenfrei und anbieterneutral. 

Quelle:

Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe 

02.03.2026

Bremer Baumwolltagung: Innovative Baumwolle im Spotlight

Innovative Textilien und Hightech-Produkte aus 100 % Baumwolle zeigen, wie sich Performance und Nachhaltigkeit kraftvoll verbinden lassen. Diesen Innovationsschub greift die 38. Bremer Baumwolltagung vom 25.–27. März 2026 im Bremer Parlament am Marktplatz auf und setzt ihm am Freitag eine eigene Abschlusssession. Im Fokus stehen die funktionelle Aufrüstung reiner Baumwolle, smarte Strategien für die zirkuläre Nutzung von Textilabfällen und wegweisende Lösungen für anspruchsvolle technische Anwendungen. Von naturfaserverstärkten Verbundwerkstoffen bis hin zu effektiven Flammschutzkonzepten zeigt Baumwolle, welches Zukunftspotenzial in ihr steckt.

Innovative Textilien und Hightech-Produkte aus 100 % Baumwolle zeigen, wie sich Performance und Nachhaltigkeit kraftvoll verbinden lassen. Diesen Innovationsschub greift die 38. Bremer Baumwolltagung vom 25.–27. März 2026 im Bremer Parlament am Marktplatz auf und setzt ihm am Freitag eine eigene Abschlusssession. Im Fokus stehen die funktionelle Aufrüstung reiner Baumwolle, smarte Strategien für die zirkuläre Nutzung von Textilabfällen und wegweisende Lösungen für anspruchsvolle technische Anwendungen. Von naturfaserverstärkten Verbundwerkstoffen bis hin zu effektiven Flammschutzkonzepten zeigt Baumwolle, welches Zukunftspotenzial in ihr steckt.

Baumwolle kann mehr als nur T-Shirt. Als nachwachsender Rohstoff ist sie biologisch abbaubar, kommt ohne Mikroplastik aus und punktet mit hoher Atmungsaktivität sowie spürbarem Tragekomfort. Die Faser hat längst den Sprung aus dem Kleiderschrank geschafft und wird zum vielseitigen Hightech-Werkstoff weiterentwickelt. Dank moderner Veredlungsverfahren, funktioneller Beschichtungen, innovativer Hybridgarne und biobasierter Materialkombinationen wächst das Einsatzspektrum. Für Unternehmen eröffnet das Perspektiven: nachhaltige Alternativen zu fossilen Rohstoffen etablieren, regulatorische Anforderungen proaktiv erfüllen und neue Märkte im High-Performance-Bereich erobern. Baumwolle wird vom Naturprodukt zum Innovationsmotor.

Baumwolltextilabfälle als Rohstoffquelle
Zukunftsfähige Innovationen berücksichtigen den gesamten Lebenszyklus. Produktionsreste, Verschnitt und Alttextilien sind nicht nur ein wachsendes Abfallproblem, sondern zugleich eine potenzielle Rohstoffquelle. Dr. Matthew Farrell von Cotton Incorporated (USA) zeigt in seinem Vortrag, wie sich Baumwolltextilabfälle in Glukose überführen lassen. Da sie, abgesehen von Farbstoffen und Ausrüstungen, im Wesentlichen aus Zellulose bestehen, können sie durch Hydrolyse in ihre Zuckerbausteine zerlegt werden. Die gewonnene Glukose dient als biobasierter Plattformrohstoff für verschiedene Mehrwertprodukte. Anhand zweier in den vergangenen Jahren entwickelter Verfahren erläutert Farrell, wie sich gebrauchte Baumwolltextilien in praktikable Kreislaufkonzepte integrieren lassen.

Naturfasersysteme und Flammschutz
Parallel wächst der Markt für naturfaserverstärkte Verbundwerkstoffe, da Industrie und Forschung verstärkt auf erneuerbare, leichte und ressourcenschonende Materialien setzen. Naturfasern haben meist einen geringeren CO₂-Fußabdruck als Glas- oder Kohlefaserverstärkungen und sind besonders für Anwendungen mit klaren Nachhaltigkeitszielen attraktiv. Brandschutztechnisch bestehen jedoch spezifische Herausforderungen: Da die pflanzlichen Fasern brennbar sind, zeigen Naturfaserverbunde oft ein ungünstigeres Brandverhalten als glas- oder carbonfaserverstärkte Alternativen. Zugleich steigen die Anforderungen – neben der Entflammbarkeit rücken Wärmefreisetzungsrate, Rauchentwicklung und Rauchgastoxizität in den Fokus. Dr. Thomas Mayer-Gall vom Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West (DTNW), Krefeld, stellt in Bremen neu entwickelte, halogenfreie Flammschutzsysteme aus der DTNW-Forschung für entsprechende Anwendungen vor.

Mehr Performance aus 100 % Baumwolle
Ergänzend zur Kreislaufthematik richtet Seth Winner von Cotton Incorporated den Blick auf die Leistungssteigerung von Textilien aus reiner Baumwolle. Ziel ist es, 100-Prozent-Baumwollqualitäten funktional aufzuwerten – etwa hinsichtlich Atmungsaktivität, thermischer Isolation und Dehnbarkeit. Vorgestellt werden innovative Ansätze, mit denen sich Baumwolltextilien durch neue wie auch etablierte Verfahren gezielt funktionalisieren lassen.

Innovation trifft Kreislaufwirtschaft
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Produktsicherheit setzt die Abschlusssession der Bremer Baumwolltagung ein Signal: Sie liefert frische, praxisnahe Impulse für Hersteller, Veredler und Entwickler – und zeigt, wie viel Innovationskraft in Baumwolle steckt. Baumwolle ist längst mehr als eine klassische Bekleidungsfaser. Sie entwickelt sich zur High-Performance-Rohstoffbasis für technische und nachhaltige Anwendungen – mit strategischer Relevanz für die Textil- und Werkstoffindustrie von morgen.

Quelle:

Bremer Baumwollbörse

Mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks © Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks
02.03.2026

Günstigere, umweltverträglichere Wasserstoffdrucktanks auf dem ITA-JEC-Stand

Als Highlight der JEC präsentiert das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 5 Stand G65.

Durch TowPreg-basiertes Wickeln lassen sich Fasern sehr gezielt ablegen und Qualitätsschwankungen reduzieren. Nach ersten Abschätzungen werden so mindestens rund 10 Prozent Kohlefasern gegenüber dem Nasswickeln eingespart. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, da die Kohlefasern zu den teuersten Bestandteilen eines Druckbehälters zählen. Dazu reduziert sich der Reinigungsaufwand in der Produktion, es entsteht weniger Abfall und die Fertigung erfolgt nahezu ohne lösemittelhaltige Dämpfe.

Die Wasserstofftanks können in Bussen, LKWs. Schiffen und portablen Gastransport-Systemen genutzt werden - überall dort, wo leichte, sichere Hochdruckspeicher entscheidend sind.

Als Highlight der JEC präsentiert das Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University mit Multifilament-Wickelverfahren gefertigte Wasserstoffdrucktanks auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 5 Stand G65.

Durch TowPreg-basiertes Wickeln lassen sich Fasern sehr gezielt ablegen und Qualitätsschwankungen reduzieren. Nach ersten Abschätzungen werden so mindestens rund 10 Prozent Kohlefasern gegenüber dem Nasswickeln eingespart. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, da die Kohlefasern zu den teuersten Bestandteilen eines Druckbehälters zählen. Dazu reduziert sich der Reinigungsaufwand in der Produktion, es entsteht weniger Abfall und die Fertigung erfolgt nahezu ohne lösemittelhaltige Dämpfe.

Die Wasserstofftanks können in Bussen, LKWs. Schiffen und portablen Gastransport-Systemen genutzt werden - überall dort, wo leichte, sichere Hochdruckspeicher entscheidend sind.

Die Texprocess findet vom 21. bis 24. April 2026 statt. Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
Die Texprocess findet vom 21. bis 24. April 2026 statt.
02.03.2026

Texprocess 2026: Marktüberblick für strategische Zukunftsinvestitionen

Auf der Texprocess 2026 sind 200 Aussteller aus 28 Ländern vertreten. In einem herausfordernden Marktumfeld spiegelt die Leitmesse den Fortschritt der textilen Verarbeitung getrieben von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Die häufigsten Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, Taiwan, die Türkei und Großbritannien. Neu vertreten sind Unternehmen aus Australien, Finnland, der Slowakei und Ungarn. 

Parallel zur Texprocess findet die Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe in direkter Nähe statt. Zusammen decken die beiden Veranstaltungen den gesamten textilen Produktionsprozess ab. Sie bringen gemeinsam mehr als 1.700 Aussteller auf das Frankfurter Messegelände. So finden Besucher*innen der Texprocess auf der Techtextil die passenden Hightech-Materialien für ihre Anwendung. Besonders relevant für die Bekleidungsindustrie: das Produktsegment Performance Apparel Textiles ist neu platziert und belegt die Halle 9.0 der Techtextil. Damit rückt der Bereich näher an die Texprocess in Halle 8.0. 

Auf der Texprocess 2026 sind 200 Aussteller aus 28 Ländern vertreten. In einem herausfordernden Marktumfeld spiegelt die Leitmesse den Fortschritt der textilen Verarbeitung getrieben von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Die häufigsten Ausstellerländer sind Deutschland, Italien, Taiwan, die Türkei und Großbritannien. Neu vertreten sind Unternehmen aus Australien, Finnland, der Slowakei und Ungarn. 

Parallel zur Texprocess findet die Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe in direkter Nähe statt. Zusammen decken die beiden Veranstaltungen den gesamten textilen Produktionsprozess ab. Sie bringen gemeinsam mehr als 1.700 Aussteller auf das Frankfurter Messegelände. So finden Besucher*innen der Texprocess auf der Techtextil die passenden Hightech-Materialien für ihre Anwendung. Besonders relevant für die Bekleidungsindustrie: das Produktsegment Performance Apparel Textiles ist neu platziert und belegt die Halle 9.0 der Techtextil. Damit rückt der Bereich näher an die Texprocess in Halle 8.0. 

Wer heute in neue Verarbeitungstechnologien investiert, baut die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens aus. Neue Technologien bieten Lösungen für viele Anforderungen – von Effizienz- über Qualitätssteigerung bis zu optimiertem Ressourceneinsatz. Auf der Texprocess, vom 21. bis 24. April 2026, finden Besucher*innen in 15 Produktgruppen finden Besucher*innen neue Perspektiven für ihr Business. Sie vergleichen Lösungen entlang der gesamten Prozesskette – von CAD/CAM über Cutting, Sewing, Embroidery oder Finishing. Dabei gewinnen sie eine Entscheidungsgrundlage für ihre nächsten Investitionen. So profitieren sie z.B. vom weltweit umfassendsten Angebot an Cutting-Technologien. Zu den neuen Ausstellern in dem Segment gehören Anhui Han-Bond Technology (China), Comelz (Italien), Cutting Edge Automation Machines (Italien) und Sheffield Cutting Equipment (USA). 

Langjährige Kunden wie auch Neuaussteller sind in Frankfurt präsent. Erneut dabei sind u.a. bullmer (Deutschland), Brother Internationale Industriemaschinen (Deutschland), Eton Systems (Schweden), Kai Corporation (Japan), Morgan Tecnica (Italien), Style 3D | Assyst (Deutschland), Veit (Deutschland) und Zünd Deutschland. Neu vertreten sind u.a. Amann & Söhne (Deutschland), Coats Group (Großbritannien), Melco International (Schweiz), NedGraphics (USA), Özbilim (Türkei), Pathfinder Australia, PGM System (China) und Robotextile (Deutschland).

Im Start-up Stars Areal sind u.a. ProMSD – Pusztay, (Slowakei), Prodactive Solutions (Belgien), Qsee.ai (Hongkong) und White Pattern (Deutschland) platziert. Hier treffen sie auf Partner aus Industrie und Forschung.

Die Texprocess Aussteller zeigen für sämtliche Anforderungen hochmoderne Verarbeitungstechnologien und Weltneuheiten – sei es zur Effizienzsteigerung oder besonders präzisen Verarbeitung von Hightech-Materialien für extreme Anwendungen. Effiziente Verarbeitungstechnologien, digitale Prozesse und KI-optimierte Abläufe treiben die Zukunftsfähigkeit der Branche.

Prämierte Innovationen
Der Texprocess Innovation Award präsentiert besonders herausragende Ideen – ausgewählt von einer renommierten Expertenjury. Im Fokus stehen Lösungen zur Qualitätssteigerung, Digitalisierung und KI sowie ökologische und ökonomische Optimierungen. Die Anzahl an Einreichungen ist gestiegen. Was die ausgewählten Innovationen vereint: sie transformieren die Textilindustrie. Einen Deep-Dive bieten geführte Touren zu den Ständen der Gewinner.

Expertenwissen und Best-Practices
Im Texprocess Forum kommen die Top-Expert*innen der Branche zusammen – ob zum Thema nachhaltige Verarbeitung oder KI-getriebe Lösungen. Ausgewählte Beiträge: „KI für die Mode – Ein End-to-End-Ökosystem vom Digitalen ins Physische“ (Gerhard Karl, Style3D | Assyst) oder „Modernisierung der Modeproduktion ohne große Investitionen: Ein skalierbarer Weg zu Industrie 4.0“ (Gregory Gueret, Lectra).

Quelle:

Messe Frankfurt 

02.03.2026

Verbraucherstimmung im März wieder eingetrübt

Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland noch zu Jahresbeginn etwas verbessert hatte, trübt sie sich im März ein. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Bislang konnte die Verbraucherstimmung in diesem Jahr somit nicht an Fahrt aufnehmen. Anhaltende Unsicherheiten scheinen den Optimismus der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin zu dämpfen.

Bei den geplanten Konsum- und Sparaktivitäten der Verbraucher ist im Vergleich zum Vormonat keine deutliche Veränderung zu beobachten. Die Anschaffungsneigung verringert sich im Vormonatsvergleich geringfügig, so auch die Sparneigung. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher nicht in Sicht. Dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in den kommenden Monaten sowohl weniger in den Konsum investieren als auch weniger sparen wollen, ist auf die pessimistischeren Einkommenserwartungen zurückzuführen.

Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland noch zu Jahresbeginn etwas verbessert hatte, trübt sie sich im März ein. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Bislang konnte die Verbraucherstimmung in diesem Jahr somit nicht an Fahrt aufnehmen. Anhaltende Unsicherheiten scheinen den Optimismus der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin zu dämpfen.

Bei den geplanten Konsum- und Sparaktivitäten der Verbraucher ist im Vergleich zum Vormonat keine deutliche Veränderung zu beobachten. Die Anschaffungsneigung verringert sich im Vormonatsvergleich geringfügig, so auch die Sparneigung. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher nicht in Sicht. Dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in den kommenden Monaten sowohl weniger in den Konsum investieren als auch weniger sparen wollen, ist auf die pessimistischeren Einkommenserwartungen zurückzuführen.

Beim Blick auf den eigenen Geldbeutel zeigt sich große Skepsis. Die Einkommenserwartungen gehen im Vergleich zum Vormonat zurück und liegen damit auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahr. Auch der konjunkturelle Ausblick der Verbraucherinnen und Verbraucher trübt sich leicht ein. Zwar fallen ihre Konjunkturerwartungen optimistischer aus als zum Jahreswechsel, doch im Vergleich zum Vormonat gehen sie ebenso zurück. Da der von der Bundesregierung angekündigte Aufschwung noch nicht zu spüren ist, bleiben die Unsicherheiten der Verbraucher bestehen.

Dass sich die Verbraucherstimmung zum Frühling wieder verschlechtert, verpasst der Hoffnung auf eine zeitnahe Erholung des privaten Konsums einen Dämpfer. Die Verbraucherinnen und Verbraucher warten noch auf den von der Bundesregierung angestrebten Aufbruch mit spürbaren Entlastungen. Auch das etwa durch die US-Zollpolitik sehr volatile Wirtschaftsumfeld drückt auf die Stimmung der Verbraucher. In den kommenden Wochen und Monaten ist vor diesem Hintergrund nicht mit einer Stärkung von privatem Konsum und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

1. Mr. Saleem Akhtar (CFO) Alujain Corporation 2. Mr. Rajesh Kumar (Sr. Projects Manager) NATPET 3. Eng. Mohammad Barad’i (General Manager ) NATPET Downstream 4. Eng. Mohammed Al-Shamrani (VP of Conversion Chemicals) NIDC 5. Mr. Naif Alkhaldi (General Manager of Conversion Industry ) MISA 6. Mr. Pieter Vanoosthuyse (Director Strategy & Business Development) Beaulieu 7. His Excellency Eng. Khalil Bin Salamah (Vice Minister for Industrial Affairs) MIM 8. Mr. Jean-Baptiste De Ruyck (Chief Executive Officer) Be © Beaulieu International Group
1. Mr. Saleem Akhtar (CFO) Alujain Corporation 2. Mr. Rajesh Kumar (Sr. Projects Manager) NATPET 3. Eng. Mohammad Barad’i (General Manager ) NATPET Downstream 4. Eng. Mohammed Al-Shamrani (VP of Conversion Chemicals) NIDC 5. Mr. Naif Alkhaldi (General Manager of Conversion Industry ) MISA 6. Mr. Pieter Vanoosthuyse (Director Strategy & Business Development) Beaulieu 7. His Excellency Eng. Khalil Bin Salamah (Vice Minister for Industrial Affairs) MIM 8. Mr. Jean-Baptiste De Ruyck (Chief Executive Officer) Beaulieu 9. His Excellency Pascal H. Grégoire (Ambassador) Embassy of the Kingdom of Belgium in Riyadh 10. Eng. Khalid Al Dawood (Chief Executive Officer) Alujain Corporation 11. Mr. Saleh Alsolami(Chief Executive Officer) NIDC 12. Mr. Abdulaziz Al-Ahmadi‏ (Deputy Minister for Industrial Development )MIM 13. Eng. Ahmed Bin Eid (EVP, Chemicals) NIDC 14. Mr. Habib Al Harbi (Director of Conversion Chemical) NIDC 15. Mr. Wim van Cauteren (Trade & Investment Commissioner) Belgian Embassy Riyadh
26.02.2026

Joint Venture zur lokalen Produktion von synthetischen Fasern und Vliesstoffen in Saudi-Arabien

Alujain Corporation und Beaulieu International Group haben ein Memorandum of Understanding (MoU) – eine Absichtserklärung für ein geplantes strategisches Joint Venture im Königreich Saudi-Arabien unterzeichnet. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein in der industriellen Entwicklungsagenda des Landes dar. Die Partnerschaft, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vereint die etablierte regionale Fertigungsplattform von Alujain Corporation mit modernen Polymeren und Beaulieus anerkannter Expertise im Bereich Synthetische Fasern und Vliesstoffe.

Ausweitung der lokalen Produktion in Yanbu
Das Joint Venture wird sich auf die Erweiterung der bestehenden GEONATPET‑Aktivitäten von Alujain Corporation in Yanbu konzentrieren.

Alujain Corporation und Beaulieu International Group haben ein Memorandum of Understanding (MoU) – eine Absichtserklärung für ein geplantes strategisches Joint Venture im Königreich Saudi-Arabien unterzeichnet. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein in der industriellen Entwicklungsagenda des Landes dar. Die Partnerschaft, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vereint die etablierte regionale Fertigungsplattform von Alujain Corporation mit modernen Polymeren und Beaulieus anerkannter Expertise im Bereich Synthetische Fasern und Vliesstoffe.

Ausweitung der lokalen Produktion in Yanbu
Das Joint Venture wird sich auf die Erweiterung der bestehenden GEONATPET‑Aktivitäten von Alujain Corporation in Yanbu konzentrieren.

Jean-Baptiste De Ruyck, CEO von Beaulieu, kommentierte die geplante Partnerschaft wie folgt: "Diese strategische Investition unterstreicht Beaulieus langfristiges Engagement, unsere Kernkompetenzen auszubauen und zu stärken, während wir eine wirklich globale Produktionsplattform entwickeln. Durch dieses Joint Venture mit Alujain Corporation freuen wir uns, unsere fortschrittlichen Technologien, unser operatives Know-how und unsere globale Markterfahrung in Faserbereich in das Königreich Saudi-Arabien einzubringen. Durch die Kombination von erstklassigen Produktionsanlagen, hochmodernen Maschinen und hochqualifizierten Teams möchten wir unseren Kunden weltweit eine höhere Effizienz, gesteigerte Zuverlässigkeit und langfristigen Mehrwert bieten."

Darüber hinaus wird der durch das Joint Venture geschaffene erweiterte globale operative Fasern Footprint die Resilienz der Lieferkette und die Zuverlässigkeit der weltweiten Lieferungen weiter stärken.

Mr. Khalid Al Dawood, CEO von Alujain, erklärte: "Diese Partnerschaft stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Downstream-Wachstumsstrategie von Alujain Corporation dar und entspricht unserem Ziel, fortschrittliche Geosynthetics‑Lösungen für große Infrastrukturprojekte anzubieten. In Zusammenarbeit mit Beaulieu werden wir die Lokalisierung fortschrittlicher Materialien beschleunigen, die für Infrastruktur‑, Bau‑ und Umweltanwendungen von zentraler Bedeutung sind. Gleichzeitig unterstützen wir das Königreich bei der Umsetzung seiner Vision‑2030‑Ziele und tragen zur Stärkung der Exportfähigkeit des Königreichs auf globalen Märkten bei."

Die geplante Partnerschaft spiegelt das gemeinsame Engagement von Alujain Corporation und Beaulieu wider, die industrielle Lokalisierung voranzutreiben, den Technologietransfer zu fördern und das Königreich Saudi-Arabien als führenden Hub für die Produktion von synthetischen Fasern und Vliesstoffen zu positionieren.

Quelle:

Beaulieu International Group

Gestrickter Sportgurt für den postnatalen Aufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur Copyright: STFI/Weißensee KHB
Gestrickter Sportgurt für den postnatalen Aufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur
26.02.2026

Techtextil 2026: STFI zeigt Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) begleitet Unternehmen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit. Es bietet zukunftsorientierte Forschung, Textilprüfung für passgenaue Lösungen und Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung. Auf der Techtextil 2026 präsentiert das Chemnitzer Institut Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft und stellt Lösungen für ein gesundes und sicheres Leben vor.  

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) begleitet Unternehmen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit. Es bietet zukunftsorientierte Forschung, Textilprüfung für passgenaue Lösungen und Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung. Auf der Techtextil 2026 präsentiert das Chemnitzer Institut Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft und stellt Lösungen für ein gesundes und sicheres Leben vor.  

Die Messehighlights: 
Soundkabine – Ruheinsel mitten im Messetrubel 

Beim chemischen Recycling textiler Mischfraktionen fallen textile Reststoffe an, die aktuell meist nicht stofflich genutzt, sondern thermisch verwertet oder beseitigt werden. Für eine weitere Kreislaufführung untersucht das STFI in Kooperation mit dem Unternehmen Refresh Global effiziente Aufbereitungs- und Verarbeitungsverfahren, um diese textilen Reststoffe einer erneuten Nutzung zuzuführen. Einsatz können diese in schallabsorbierenden Designprodukten, wie z.B. Akustikwänden oder -möbeln finden. Für die Verarbeitung dieser textilen Reststoffe eignen sich vor allem Vliesbildungsverfahren. Am STFI werden die Rezyklate auf Technikumsanlagen im Labor- bzw. im semiindustriellen Maßstab mechanisch aufbereitet, bevor sie zu einem Vlies gelegt und verfestigt werden. Durch entsprechende Veredlung kann ergänzend eine optisch entsprechende Decklage direkt auf dem Vliesstoff integriert werden. Die Konfektionierung der gefertigten Vliesstoffe zu schallabsorbierenden Designprodukten erfolgt durch den industriellen Partner des Projekts. Auf der Techtextil zeigen wir eine Soundkabine, die die Leistungsfähigkeit dieser akustisch wirksamen Vliesstoffe veranschaulicht. 
 
Sportgurt auf Basis von modulierten Mittelfrequenzen für mobile Anwendungen zum postnatalen Muskelaufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskeln 
Ein Team aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelte ein neuartiges Smart Textile zur Stimulation und Kräftigung der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur mittels modulierten Mittelfrequenzen (EMA), speziell für die mobile Anwendung im Wochenbett und danach. Dazu wurde ein textiler Gurt mittels Stricktechnologie konzipiert, der Bauch, Oberschenkel und Po umfasst und Elektroden an den relevanten Muskelzonen integriert. Die Elektroden sind waschbar im Gurtsystem fixiert und der Gurt passt sich durch seine textile Konstruktion an den abnehmenden Körperumfang der Nutzerin an. Die miniaturisierte, akkubetriebene Steuerung wird am Gurt befestigt und kann über eine abnehmbare Fernbedienung bedient werden. Das System ist leicht anzulegen, komfortabel, intuitiv nutzbar und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. Dadurch eignet es sich besonders für den Heimgebrauch und die alltagsnahe Rückbildung nach der Geburt. 
 
Keilerschutzhose schützt vor Stich- und Schnittverletzungen und vor Wildschweinangriffen 
Insbesondere in der Forst- und Jagdwirtschaft sind Arbeitskräfte hohen Gefährdungen durch Prallverletzungen ausgesetzt, die aus Angriffen von Schwarzwild resultieren. Herkömmliche Schutzbekleidung bietet oft nur Schutz gegen Stich- oder Schnittverletzungen. Das STFI hat daher ein Textilkonzept entwickelt, das den vorhandenen Schutzgrad um einen Prallschutz erweitert und somit den gesamtheitlichen Schutz der Anwender im praktischen Arbeitsumfeld erhöht. Um bis zu 20 Prozent konnte der Impakt eines Schlags im Versuch gedämpft werden. Wir zeigen exemplarisch eine Hose, in der spezielle Prallschutzgewirke eingearbeitet sind. Je nach Anforderung können die Prallschutzelemente auch recyclinggerecht konstruiert werden. Speziell eingewirkte Scharniere erhöhen zudem den Tragekomfort der Arbeitshose.  

MC4 – Wertstoffkreisläufe für Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffe optimieren 
Hochleistungsfaserstoffe aus Carbon und Glas haben nicht nur wegen ihrer energieintensiven Herstellung einen erheblichen ökologischen Fußabdruck. Hohe Verschnittmengen im Herstellungsprozess und die Wiederverwendung der Rohstoffe am Ende des Produktlebenszyklus bieten für die Zukunft enormes Recyclingpotenzial. MC4 (Multi-level Circular Process Chain for Carbon and Glass Fibre Composites) ist ein europäisches Projekt zur Förderung zirkulärer Ansätze für Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffe. Diese Materialien sind aufgrund ihrer Leichtbaueigenschaften und guten mechanischen Kennwerte in vielen technischen Anwendungen unverzichtbar. Das Projektkonsortium hat daran gearbeitet, die europäischen Wertschöpfungsketten für Carbon- und Glasfasern ökologisch und wirtschaftlich effizienter zu gestalten und zeigt sowohl am Stand des STFI die durchgeführten Entwicklungsarbeiten und das technisch Machbare an ausgewählten Demonstratoren. 

(c) Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
26.02.2026

ITA: Thermomechanisches Textilrecycling mit Pelletpresse

Das Technikum des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University ist seit Ende 2025 mit einer Pelletpresse des Herstellers Amandus Kahl GmbH & Co. KG, Reinbek ausgestattet. Mit dieser Presse können zerkleinerte synthetische Textilien mit einem Durchsatz von bis zu 25 kg/h effizient verdichtet und zu Pellets mit einem Durchmesser von 4 mm verarbeitet werden.

Die erzeugten Pellets zeichnen sich durch eine homogene Geometrie, eine definierte Schüttdichte sowie eine geeignete Rieselfähigkeit aus. Dadurch lassen sie sich zuverlässig dosieren und kontinuierlich einem Extruder zuführen. Dies schafft die prozesstechnische Voraussetzung für das thermomechanische Textilrecycling im Pilotmaßstab am ITA.

Zur aktuellen Forschung am Institut gehört das thermomechanische Recycling von Reinigungstextilien aus Polylactid (PLA). Die Beschaffung der Pelletpresse erfolgte innerhalb des Forschungsprojekts RePLAy. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt im Rahmen des Innovationsraums BIOTEXFUTURE. 

Das Technikum des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University ist seit Ende 2025 mit einer Pelletpresse des Herstellers Amandus Kahl GmbH & Co. KG, Reinbek ausgestattet. Mit dieser Presse können zerkleinerte synthetische Textilien mit einem Durchsatz von bis zu 25 kg/h effizient verdichtet und zu Pellets mit einem Durchmesser von 4 mm verarbeitet werden.

Die erzeugten Pellets zeichnen sich durch eine homogene Geometrie, eine definierte Schüttdichte sowie eine geeignete Rieselfähigkeit aus. Dadurch lassen sie sich zuverlässig dosieren und kontinuierlich einem Extruder zuführen. Dies schafft die prozesstechnische Voraussetzung für das thermomechanische Textilrecycling im Pilotmaßstab am ITA.

Zur aktuellen Forschung am Institut gehört das thermomechanische Recycling von Reinigungstextilien aus Polylactid (PLA). Die Beschaffung der Pelletpresse erfolgte innerhalb des Forschungsprojekts RePLAy. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt im Rahmen des Innovationsraums BIOTEXFUTURE. 

24.02.2026

HDE gegen Abschaffung von Minijobs

Angesichts der aktuellen Debatte über eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs betont der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bedeutung der geringfügigen Beschäftigung für den Einzelhandel.

Der HDE hält die anlässlich eines Antrages des CDU-Arbeitnehmerflügels vor dem Bundesparteitag am Wochenende aufgekommene Diskussion für deplatziert und warnt davor, von ungelösten Problemen wie immer weiter ansteigenden Lohnnebenkosten abzulenken. Trotz der derzeit sehr herausfordernden wirtschaftlichen Lage im Einzelhandel beschäftigt die Branche weiter mehr als 3,1 Millionen Menschen in Deutschland. Rund 800.000 davon gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach, sogenannten Minijobs.

Angesichts der aktuellen Debatte über eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs betont der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bedeutung der geringfügigen Beschäftigung für den Einzelhandel.

Der HDE hält die anlässlich eines Antrages des CDU-Arbeitnehmerflügels vor dem Bundesparteitag am Wochenende aufgekommene Diskussion für deplatziert und warnt davor, von ungelösten Problemen wie immer weiter ansteigenden Lohnnebenkosten abzulenken. Trotz der derzeit sehr herausfordernden wirtschaftlichen Lage im Einzelhandel beschäftigt die Branche weiter mehr als 3,1 Millionen Menschen in Deutschland. Rund 800.000 davon gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach, sogenannten Minijobs.

„Minijobs werden von den Beschäftigten in der Praxis erfahrungsgemäß aus unterschiedlichen Gründen sehr bewusst angefragt, da diese Beschäftigungsform in besonderem Maße mit den individuellen Lebensumständen vieler Menschen vereinbar ist“, so Steven Haarke, HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik. Einige Menschen hätten aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände schlicht keine Möglichkeit, ein höheres Arbeitszeitvolumen zu realisieren. Andere locke vor allem der optimierte Nettolohn im Minijob („brutto für netto“), weil beispielsweise bereits ein hohes Haupt- oder Familieneinkommen zur Verfügung stehe. „Wegen ihrer Flexibilität sind Minijobs bei Beschäftigten und Arbeitgebern sehr beliebt, gerade auch in konjunkturell schwierigen Zeiten“, so Haarke weiter. Die vom CDU-Arbeitnehmerflügel angestoßene Debatte über eine Abschaffung oder Einschränkung von Minijobs verkenne die Bedeutung geringfügiger Beschäftigung für den Einzelhandel. „Die Diskussion soll offenbar von Problemen ablenken, die bis heute ungelöst sind, wie etwa den immer weiter steigenden Lohnnebenkosten“, so Haarke weiter.

Die im aktuellen Antrag des CDU-Arbeitnehmerflügels vorgesehene grundsätzliche Beitragspflicht auch für Kleinstjobs würde laut HDE die Nettoentgelte der ehemaligen Minijobber schlagartig spürbar verringern und damit die Attraktivität dieser Tätigkeiten reduzieren. Gleichzeitig wären die dadurch erworbenen Ansprüche dieser Menschen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung aufgrund des geringen Stundenumfangs auch nur minimal. „Der aktuelle Antrag geht also ins Leere und ist daher überhaupt nicht zielführend“, so Haarke. Erschwerend komme hinzu, dass dadurch erhebliche zusätzliche Bürokratie für die Sozialversicherungsträger entstehen würde. Für Arbeitgeber seien Minijobs als Flexibilisierungsinstrument enorm wichtig, um branchenspezifische Stoßzeiten bedienen zu können. „Ohne Minijobs ließe sich der gewohnte, flächendeckende Service im Handel zu allen Öffnungszeiten kaum sicherstellen“, so Haarke weiter. Um Missbrauch im Minijob-System vorzubeugen, würden Arbeitgeber bereits heute strengen, bußgeldbewehrten Aufzeichnungspflichten unterliegen. „Eine Reform würde weder den Beschäftigten noch den Unternehmen oder der Verwaltung einen echten Mehrwert bieten“, so Haarke.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

24.02.2026

BVMed fordert umfassende Infektionsschutz-Strategie

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert in einem neuen Faktenpapier eine umfassende und sektorenübergreifende Infektionsschutz-Strategie. „Wir müssen Folgeschäden nach stattgefundener Infektion und auch Folgekosten vermeiden. Nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Resistenzen können nur mit einer umfassenden Strategie zum Infektionsschutz verringert werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

„Ohne ein effektives strategisches Vorgehen im Bereich Infektionsschutz wird Deutschland nach OECD-Schätzungen für Infektionen durch zum Beispiel antibiotikaresistente Erreger jedes Jahr bis 2050 bis zu 144 Millionen Euro aufwenden müssen“, warnt der BVMed in seinem Faktenpapier. Die Mehrkosten entstehen unter anderem durch direkte Krankheitskosten wie eine hohe Mortalität, aber auch indirekt durch längere Aufenthalte in stationären Einrichtungen. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fordert in einem neuen Faktenpapier eine umfassende und sektorenübergreifende Infektionsschutz-Strategie. „Wir müssen Folgeschäden nach stattgefundener Infektion und auch Folgekosten vermeiden. Nosokomiale Infektionen und Antibiotika-Resistenzen können nur mit einer umfassenden Strategie zum Infektionsschutz verringert werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

„Ohne ein effektives strategisches Vorgehen im Bereich Infektionsschutz wird Deutschland nach OECD-Schätzungen für Infektionen durch zum Beispiel antibiotikaresistente Erreger jedes Jahr bis 2050 bis zu 144 Millionen Euro aufwenden müssen“, warnt der BVMed in seinem Faktenpapier. Die Mehrkosten entstehen unter anderem durch direkte Krankheitskosten wie eine hohe Mortalität, aber auch indirekt durch längere Aufenthalte in stationären Einrichtungen. 

In Deutschland sind jährlich über 700.000 Patient:innen von nosokomialen Infektionen (NI) betroffen, bis zu 20.000 Menschen versterben daran jährlich – Tendenz steigend. Durch zunehmende Antibiotika-Resistenzen steigt das Risiko weiter. Eine Infektion verlängert die Krankenhausverweildauer um durchschnittlich 5 Tage und verursacht zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem in Höhe von bis zu 20.000 Euro pro Fall. Hinzu kommen die volkswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung.

Elemente einer Infektionsschutz-Strategie
Für den Aufbau und die Umsetzung einer sektorenübergreifenden Infektionsschutz-Strategie hält der BVMed unter anderem folgende Elemente für erforderlich: 

  • Flächendeckende Einführung einer gesicherten Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) in Verbindung mit der Optimierung von Antibiotikaeinsätzen in Form von „Antibiotic Stewardship“ (ABS) in allen medizinischen Einrichtungen.
  • Sicherung der strukturellen und personellen Voraussetzung zur präventiven Infektionsmedizin durch die Kombination von IPC und ABS als Mindestanforderung an die Qualität der Krankenhausbehandlung.
  • Verankerung fester Indikatoren der Struktur- und Prozessqualität in der stationären und ambulanten Versorgung.
  • Kontinuierliche Überprüfung und Anpassung der Ausbildung des Fachpersonals durch eine Compliance-Surveillance zur Versorgungsqualität.
  • Evaluierung bestehender digitaler Tools und Zusammenführung von bereits etablierten digitalen Maßnahmen zur Surveillance von Infektionen.

Das Fazit des BVMed: „Klar definierte Strukturen dienen neben der Infektionsprävention und -kontrolle einer wirksamen Pandemieprävention. Sie fördern kontinuierliches und konsequentes Umsetzen der geforderten Hygienemaßnahmen unter korrekter Anwendung und Umgang mit den notwendigen Medizinprodukten sowie der Durchführung von Evaluationen innerhalb der Versorgung. Insbesondere in aktuellen und zukünftigen Krisenzeiten müssen medizinische Einrichtungen sicher aufgestellt sein.“ 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Von Sumatrix hergestellte bakterielle Zellulosefolie. Foto: Sumatrix Biotech (CC BY-NC 4.0)
Von Sumatrix hergestellte bakterielle Zellulosefolie.
24.02.2026

Vegane und kreislauffähige Lederalternativen aus biotechnologisch gewonnener Zellulose

Fabulose ist der Name eines von der EU finanzierten Projekts, das von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) koordiniert wird. Das Konsortium besteht aus führenden Forschungsinstituten, Biotech-Innovatoren und Industrieakteuren. Ziel ist es, leistungsstarke, biobasierte und recycelbare lederähnliche Stoffe herzustellen. Dabei werden effiziente biotechnologische Produktionsverfahren für bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente eingesetzt.

Derzeitige Lederalternativen werden entweder aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt, die nicht recycelbar sind, oder sie sind zumindest teilweise biobasiert, aber schwer zu skalieren und zu recyceln.

Deshalb zielt das vom Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) unterstützte Projekt darauf ab, tierische Materialien zum Beispiel in der Automobil-, Mode- oder Polstermöbelbranche durch nachhaltige Alternativen zu ersetzten.

Fabulose ist der Name eines von der EU finanzierten Projekts, das von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) koordiniert wird. Das Konsortium besteht aus führenden Forschungsinstituten, Biotech-Innovatoren und Industrieakteuren. Ziel ist es, leistungsstarke, biobasierte und recycelbare lederähnliche Stoffe herzustellen. Dabei werden effiziente biotechnologische Produktionsverfahren für bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente eingesetzt.

Derzeitige Lederalternativen werden entweder aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt, die nicht recycelbar sind, oder sie sind zumindest teilweise biobasiert, aber schwer zu skalieren und zu recyceln.

Deshalb zielt das vom Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) unterstützte Projekt darauf ab, tierische Materialien zum Beispiel in der Automobil-, Mode- oder Polstermöbelbranche durch nachhaltige Alternativen zu ersetzten.

Mit dem Einsatz fortschrittlicher Fermentationstechniken, Abfallströme als Rohstoffe und KI-gesteuerte Prozessoptimierung wird Fabulose effizient bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente produzieren und dabei die Umweltbelastung minimieren. Die biobasierten Materialien werden in einer Beschichtungsformulierung kombiniert, die die Haltbarkeit und Ästhetik von traditionellem Leder nachahmt. Die HighPerCell®-Technologie der DITF ermöglicht das erneute Verspinnen von bakterieller Zellulose zu Filamenten, die zu recycelten Textilträgern verarbeitet werden, die eine hohe Zugfestigkeit bieten und keine giftigen Stoffe beinhalten.

Statt einzelne Partien (Batches) zu bearbeiten, ermöglicht die Technologie zudem einen Rolle-zu-Rolle-Produktionsprozess, der die zukünftige Skalierung zu einer kostengünstigen Massenproduktion vereinfacht.

Um optimale Materialeigenschaften zu bestimmen, wurden im Projekt die Marktanforderungen erhoben. Ökodesign- und Safe-by-Design-Prinzipien bewerten potenzielle Risiken und stellen sicher, dass Sicherheits- und Nachhaltigkeitsziele erfüllt werden. Ein Digital-Twin-Framework wird wichtige Prozessparameter für die Optimierung und Überwachung der Materialleistung umfassen.

Zusammenfassung der wichtigsten Projektinnovationen:

  • Verwendung von Fermentationsprodukten zur schnellen und kostengünstigen Herstellung von Rohmaterialien
  • Kultivierung von Mikroorganismen auf Abfallstoffen und CO₂ zur Senkung der Produktionskosten und Verringerung der Umweltbelastung
  • Recycling von bakterieller Zellulose zu Filamenten mittels Spinnverfahren zur Herstellung von Textilien mit gleichbleibender und hochwertiger Qualität.
  • Entwicklung von Produktionsprozessen für Cyanophycin zur Herstellung strapazierfähiger Beschichtungen und Veredelungen.
  • Entwicklung eines Rolle-zu-Rolle-Produktionsprozesses zur Vereinfachung der zukünftigen Skalierung.

Projektpartner
Das Fabulose-Projekt hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren und ein Budget von ca. 3,5 Millionen Euro.

Das Konsortium umfasst zehn Partner aus sechs europäischen Ländern, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis zur praktischen Anwendung abdecken:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) (Deutschland), Next Technology Tecnotessile Societa Nazionale (Italien), Universität Maribor (Slowenien), Sumatrix Biotech (Türkei), VTL GmbH (Österreich), Novis GmbH (Deutschland), Melina Bucher (Deutschland), Benecke-Kaliko GmbH (Deutschland), Konrad Hornschuch GmbH (Deutschland), Universität Aveiro (Portugal) und Steinbeis 2i GmbH (Deutschland).

23.02.2026

Verfahren eröffnet: Europäische Kommission gegen Shein

Das von der Europäischen Kommission gegen Shein eröffnete Verfahren bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) positiv.

Der HDE setzt sich seit Jahren für ein Ende der massiven Wettbewerbsverzerrung im Online-Handel ein und fordert ein konsequentes Vorgehen gegen Händler und Plattformen aus Drittstaaten, die in Europa Regelverstöße begehen.

„Dass die Europäische Kommission nun ein Verfahren gegen Shein eröffnet, ist ein ermutigendes Zeichen für alle Händlerinnen und Händler. Die Zeit der Worte muss vorbei sein, jetzt geht es um Taten“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Das jahrelange Zuschauen, wie Händler und Plattformen aus Fernost europäische Regeln serienweise mit Füßen treten, dürfe sich nicht fortsetzen. Dieser unfaire Wettbewerb ruiniere heimische Handels- und Produktionsunternehmen, die sich an Recht und Gesetz hielten und bei denen das auch streng kontrolliert werde. „Die Verstöße müssen spürbare Folgen haben“, fordert von Preen.

Das von der Europäischen Kommission gegen Shein eröffnete Verfahren bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) positiv.

Der HDE setzt sich seit Jahren für ein Ende der massiven Wettbewerbsverzerrung im Online-Handel ein und fordert ein konsequentes Vorgehen gegen Händler und Plattformen aus Drittstaaten, die in Europa Regelverstöße begehen.

„Dass die Europäische Kommission nun ein Verfahren gegen Shein eröffnet, ist ein ermutigendes Zeichen für alle Händlerinnen und Händler. Die Zeit der Worte muss vorbei sein, jetzt geht es um Taten“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Das jahrelange Zuschauen, wie Händler und Plattformen aus Fernost europäische Regeln serienweise mit Füßen treten, dürfe sich nicht fortsetzen. Dieser unfaire Wettbewerb ruiniere heimische Handels- und Produktionsunternehmen, die sich an Recht und Gesetz hielten und bei denen das auch streng kontrolliert werde. „Die Verstöße müssen spürbare Folgen haben“, fordert von Preen.

Wenn die Missstände nicht konsequent und glaubhaft abgeschafft werden, darf aus Sicht des HDE auch die Abschaltung einer Plattform kein Tabu sein und muss ins Auge gefasst werden. „Die jahrelange Hilflosigkeit und Untätigkeit von Politik und Behörden untergräbt bei vielen Händlern und Produzenten in Deutschland sowie in der EU mittlerweile das Vertrauen in den Rechtsstaat“, warnt von Preen. Jetzt brauche es sichtbare und klare Signale. „Wer hierzulande Waren verkauft, muss sich zwingend auch an die hiesigen Spielregeln bei Umwelt- und Verbraucherschutz sowie bei den steuerlichen Regeln halten“, so von Preen weiter.

Quelle:

Handelsverband Deutschland

(c) Messe Frankfurt, Fedra
23.02.2026

Mehr als 1.500 Aussteller: Techtextil 2026 wächst in Zukunftsfeldern

Die Techtextil wächst weiter: Mehr als 1.500 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren sich vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main. Über 120 davon sind Neuaussteller. Parallel läuft die Texprocess, die mit rund 200 Ausstellern trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil bleibt. 

Mit über 1.500 Ausstellern aus 49 Ländern, davon mehr als 120 Neukunden sowie 16 starken Länderpavillons unter anderem aus Frankreich, Korea und der Schweiz macht die Techtextil Frankfurt erneut zum zentralen Treffpunkt für technische Textilien und Nonwovens. Erstmals präsentieren sich auch die Niederlande und Tunesien mit eigenen Länderpavillons. Die Leitmesse verzeichnet Zuwächse aus europäischen und interkontinentalen Märkten den Niederlanden, Portugal und Indien. Hinzu kommen Neuaussteller aus Australien, Kolumbien, Nigeria, Ungarn und Uruguay. In Zeiten von Rezession, Zolldruck und geopolitischen Spannungen treffen sich auf der Techtextil Entscheider*innen aus verschiedenen Industrien, um neue Märkte zu erschließen, Partner*innen zu finden und Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Die Techtextil wächst weiter: Mehr als 1.500 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren sich vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main. Über 120 davon sind Neuaussteller. Parallel läuft die Texprocess, die mit rund 200 Ausstellern trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil bleibt. 

Mit über 1.500 Ausstellern aus 49 Ländern, davon mehr als 120 Neukunden sowie 16 starken Länderpavillons unter anderem aus Frankreich, Korea und der Schweiz macht die Techtextil Frankfurt erneut zum zentralen Treffpunkt für technische Textilien und Nonwovens. Erstmals präsentieren sich auch die Niederlande und Tunesien mit eigenen Länderpavillons. Die Leitmesse verzeichnet Zuwächse aus europäischen und interkontinentalen Märkten den Niederlanden, Portugal und Indien. Hinzu kommen Neuaussteller aus Australien, Kolumbien, Nigeria, Ungarn und Uruguay. In Zeiten von Rezession, Zolldruck und geopolitischen Spannungen treffen sich auf der Techtextil Entscheider*innen aus verschiedenen Industrien, um neue Märkte zu erschließen, Partner*innen zu finden und Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Performance Apparel Textiles: verdoppelte Fläche in Halle 9.0
Ob Schutz, Thermoregulierung, Isolation oder Kühlung: Performance-Materialien müssen in Extremsituationen höchste Leistung erbringen – in Workwear, Schutz- und Militärbekleidung ebenso wie in Outdoor und Sport. Der Bereich Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) verdoppelt sich 2026 und versammelt rund 130 Aussteller aus 13 Ländern, darunter rund 30 Neuaussteller. Ein Highlight ist die Live-Präsentation „Performance Apparels on Stage“: Das Areal präsentiert funktionale Endprodukte und Wearables in der Anwendung – basierend auf Materialien der ausstellenden Unternehmen.

Top-Aussteller sind Concordia Textiles (Belgien), Getzner Textil (Österreich), Kermel (Frankreich), Klopman International (Italien), Lenard (Spanien), Noble Biomaterials (USA), Outlast sowie Prym Fashion (Deutschland), Textil Santanderina (Spanien) oder YKK Europe Limited Germany Branch (Großbritannien).

Neuaussteller sind DuPont de Nemours International Sàrl (Schweiz), Francis Dinsmore (Großbritannien), Heliotextil (Portugal), Khosla High Performance Textile (Indien), Osmar Buckle (Taiwan), Paskal Zipper And Fasteners (Israel), PPH Polexim (Polen), RTS Textiles sowie Stretchline (Großbritannien), Technitiger (Spanien) und Xinke Protective (Niederlande).

Nature Performance: nachhaltige Materiallösungen
Kundenseitige Anforderungen und regulatorische Vorgaben beeinflussen die Materialwahl. Gleichzeitig müssen Funktionalität, Qualität und Leistungsfähigkeit gewährleistet bleiben. Die Techtextil hebt unter dem Special Interest Nature Performance Aussteller hervor, die entsprechende Materialien und Lösungen anbieten. Das Signet Nature Performance ist direkt am Messestand sichtbar. Zusätzlich können Besucher*innen in der Online-Ausstellersuche gezielt nach diesem Merkmal filtern und sich entsprechende Anbieter anzeigen lassen.

In Halle 9.1 zeigen Barnet Europe sowie CORDENKA (Deutschland), Kanpur Plastikpack (Indien) und Longcell Europe (Deutschland) Fasern aus natürlichen Polymeren sowie biobasierte Fasern. Entsprechende Fasern präsentieren Calloni (Italien) und Senbis Polymer Innovations (Niederlande) in Halle 9.0.

Ebenfalls in Halle 9.1 sind Fiacao da Graca (Portugal) mit Garnen aus organischen Naturfasern und Gülipek Kumas (Türkei), Inovafil Fiacao (Portugal) sowie Karafiber (Türkei) mit Garnen aus Naturfasern vertreten. Belchem (Deutschland) ergänzt das Angebot um anorganische Naturfasern.

Textile Chemicals & Dyes: erstmals als eigenes Produktsegment gebündelt
Die Techtextil konzentriert Textile Chemicals & Dyes 2026 in Halle 9.0 erstmals in einem separaten Produktsegment und reagiert so auf die steigende Nachfrage der Anwender*innen sowie den Wunsch der Anbieter*innen nach einer klaren, gebündelten Plattform.

Textile Chemicals & Dyes liegen in direkter Nachbarschaft zu Fasern, Garnen und Performance Apparel Textiles. Das Segment ist relevant für Anwendungen von Outdoor- und Schutzbekleidung über Industrie und Automobil bis hin zu Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Filtration und Bau. 

Vertreten sind unter anderem Archroma (Schweiz), CHT (Deutschland), CTF2000 (Belgien), EMS-Chemie (Schweiz), Icap - Sira Chemicals and Polymers und IMA (Italien), Interplast Kimya Sanayi Ve Ticaret (Türkei), Livinguard (Schweiz), Novotex (Italien), Rudolf und Schill+Seilacher (Deutschland), Sarex Chemicals (Indien), Schmits Chemical und Tanatex Chemicals (Niederlande).

Quelle:

Messe Frankfurt

Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Foto Barmag
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt.
19.02.2026

High Performance Garne für den Automobilbau von morgen

Auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt (21.–24. April) präsentiert Barmag auf dem VDMA-Gemeinschaftsstand umfassende Lösungen für die Herstellung technischer Filamentgarne. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, die im Automobilbau für mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Effizienz sorgen.

Hochleistungsfilamentgarne für maximale Fahrzeugsicherheit
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Für Airbag Anwendungen kommen überwiegend Polyamid- sowie zunehmend Polyesterfilamentgarne zum Einsatz. Barmag bietet hierfür besonders energieeffiziente und produktive Technologien, die stabile Prozesse und konstant hohe Garnqualität ermöglichen. „Unsere Lösungen erfüllen weltweit alle anspruchsvollen Standards für Airbaggarne – und das über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs hinweg, unabhängig von Klima oder Einsatzbedingungen“, betont Dr. Jen Supra, Technologiemanager Technisch Garn bei Barmag.

Auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt (21.–24. April) präsentiert Barmag auf dem VDMA-Gemeinschaftsstand umfassende Lösungen für die Herstellung technischer Filamentgarne. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, die im Automobilbau für mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Effizienz sorgen.

Hochleistungsfilamentgarne für maximale Fahrzeugsicherheit
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Für Airbag Anwendungen kommen überwiegend Polyamid- sowie zunehmend Polyesterfilamentgarne zum Einsatz. Barmag bietet hierfür besonders energieeffiziente und produktive Technologien, die stabile Prozesse und konstant hohe Garnqualität ermöglichen. „Unsere Lösungen erfüllen weltweit alle anspruchsvollen Standards für Airbaggarne – und das über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs hinweg, unabhängig von Klima oder Einsatzbedingungen“, betont Dr. Jen Supra, Technologiemanager Technisch Garn bei Barmag.

Sicherheitsgurte: Präzision im High Tenacity Garnprozess
Auch Sicherheitsgurte setzen auf die Leistungsfähigkeit technischer Filamentgarne. Ein einziger Gurt besteht aus rund 300 HT-Filamentgarnen, deren hochfeste Einzelfilamente enorme Zugkräfte von über 3 Tonnen aufnehmen können – und sich gleichzeitig im Ernstfall kontrolliert dehnen müssen. Die patentierte Single Filament Layer Technologie von Barmag ermöglicht hier einen schonenden, hochpräzisen Prozess zur Herstellung von High-Tenacity (HT) Garnen für maximale Sicherheit.

Technische Garne für stabile Straßen – Geotextilien im Unterbau
Auch außerhalb des Fahrzeugs, etwa im Straßenbau, beweisen technische Garne ihre Leistungsfähigkeit. Für Geotextilien – etwa Geogitter unter Asphalt – werden Garne mit extrem hohen Titern bis 24.000 Denier benötigt. Anlagen von Barmag produzieren hierfür effizient drei Filamentgarne mit je 6.000 Denier, die sich kostengünstig zu einem höheren Titer zusammenfassen lassen.

Komplementär dazu liefert die Barmag Produktmarke Neumag Spinnvliestechnologien für Geotextilien aus Polyester oder Polypropylen, die durch hohe Produktionskapazitäten bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch überzeugen.

Neumags PP Inline-Technologie übertrifft marktüblichen Standard für Geotextil Anwendungen 
In der Stapelfaserproduktion setzt Barmag mit dem Neumag PP Inline-Konzept neue Maßstäbe bei Geotextilanwendungen. Die verbesserte Technologie ist geeignet für Festigkeiten höher als 6 cN/dtex bei gleichzeitig hoher Restdehnung. Damit übertreffen die Fasern die in diesem Anwendungsbereich bislang etablierten Parameter deutlich. Eine erste Produktionsanlage ausgestattet mit dem neuen Spinnereikonzept ging bereits vor kurzem bei einem namhaften Stapelfaserproduzenten im asiatischen Raum in Betrieb.  

Bestandteil des Konzepts ist die im vergangenen Jahr eingeführte EvoDuct Luftführung; sie sorgt für eine effizientere Luftstromverteilung, reduziert den Energieverbrauch und verbessert die Faserhomogenität. Die optimierte Monomer- und Heißluftabsaugung EvE 2, eine weitere Neumag Entwicklung, minimiert Turbulenzen und steigert zugleich die Spinnleistung.

19.02.2026

Checkpoint Systems auf der EuroShop: RFID als Treiber der Retail-Zukunft

Auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf zeigt Checkpoint Systems, wie RFID Effizienz, Transparenz und Verlustprävention entlang der gesamten Retail-Wertschöpfungskette neu definiert. Auf der führenden Einzelhandelsmesse erleben Fachbesucher anhand praxisnaher Live-Demonstrationen, wie ein vollständig integrierter 360°-RFID-Ansatz Prozesse von der Produktion bis in die Filiale nachhaltig optimieren kann.

RFID am Point of Sale: Transparenz, Performance und Verlustprävention
Der erste Bereich fokussiert sich auf Lösungen für den Point of Sale. Gezeigt werden RFID-Technologien, die Echtzeit-Bestandstransparenz ermöglichen, Abläufe effizienter gestalten, Warenschwund reduzieren und gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessern.

Auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf zeigt Checkpoint Systems, wie RFID Effizienz, Transparenz und Verlustprävention entlang der gesamten Retail-Wertschöpfungskette neu definiert. Auf der führenden Einzelhandelsmesse erleben Fachbesucher anhand praxisnaher Live-Demonstrationen, wie ein vollständig integrierter 360°-RFID-Ansatz Prozesse von der Produktion bis in die Filiale nachhaltig optimieren kann.

RFID am Point of Sale: Transparenz, Performance und Verlustprävention
Der erste Bereich fokussiert sich auf Lösungen für den Point of Sale. Gezeigt werden RFID-Technologien, die Echtzeit-Bestandstransparenz ermöglichen, Abläufe effizienter gestalten, Warenschwund reduzieren und gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessern.

Ein zentrales Highlight ist SFERO™ RFID Checkout – eine Innovation im Kampf gegen Warenschwund. SFERO ist die erste RFID-EAS-Antenne, die direkt in den Checkout integriert ist, und wurde speziell entwickelt, um die zunehmende Einführung von RFID im Lebensmitteleinzelhandel zu unterstützen. Auf der EuroShop wird SFERO an einer Kassenzone von Kider Store Solutions, einem Spezialisten für Ladenbau und Kassensysteme, erstmals praxisnah demonstriert.

Ergänzend präsentiert Checkpoint Systems die neue NEO™ RF/RFID Antenne. NEO ist konsequent auf die Warensicherung an Filialausgängen ausgerichtet und verbindet zuverlässige Diebstahlprävention mit den Vorteilen intelligenter RFID-Daten. Die Lösung adressiert gezielt Exit-Szenarien im Store und bietet eine klare, zukunftssichere Perspektive für Händler, die RF- und RFID-Technologien kombinieren möchten.
Abgerundet wird dieser Bereich durch innovative Sicherungslösungen aus dem Alpha High Theft Solutions-Portfolio zum Schutz hochwertiger und besonders sensibler Waren.

Ebenfalls zu sehen ist der READFINITY™ RFID Reader, Checkpoints Lesegerät der nächsten Generation. Kompakt, leistungsstark und mit moderner Konnektivität ausgestattet, setzt READFINITY neue Maßstäbe für RFID-Anwendungen am Point of Sale. Darüber hinaus unterstützt das Gerät vielseitige Einsatzszenarien – von der Absicherung von Store-Exits über die Bestandsüberwachung bis hin zu Backroom- und Lagerprozessen – und fügt sich nahtlos in das RFID-Gesamtökosystem ein.

Eine realitätsnahe Retail-Installation verdeutlicht die Reife moderner RFID-Use-Cases. Sie zeigt, wie Produkte mit UHF- und NFC-Inlays mit Lesegeräten und digitalen Displays interagieren, um Mehrwertinformationen in Echtzeit bereitzustellen. Die Demonstration gibt zugleich Einblick in Checkpoints umfangreiches Inlay-Portfolio für unterschiedlichste Anwendungen – von Wiederverwendung über Asset-Tracking bis hin zu vernetzten Kühlgeräten.

Darüber hinaus stellt Checkpoint Systems Checkpoint Store Operations™ vor – eine cloudbasierte Plattform zur zentralen Überwachung von RF- und RFID-Systemen. Angereichert mit RFID-Daten bietet sie Echtzeit-Einblicke in Systemstatus und Ereignisse, darunter Umkleidekabinen-Konversionsraten sowie RF- und RFID-Alarme. Über die mobile App erhalten Store-Teams direkten Zugriff auf relevante KPIs und Alerts und können Abläufe proaktiver und effizienter steuern.

RFID-Lösungen für Fertigung und vorgelagerte Prozesse
Der zweite Bereich des Messestands widmet sich Fertigungs- und Herstellungsprozessen. Gezeigt wird, wie RFID Produktionsabläufe optimiert, Asset-Tracking verbessert und Workflows automatisiert.

Vorgestellt wird unter anderem SPRINT™ Label Printing, eine neue On-Demand-Lösung für RFID-Etikettierung, die sich besonders für die Bekleidungsindustrie eignet. Durch die Produktion von RFID-Labels direkt vor Ort verkürzt SPRINT Durchlaufzeiten und verschafft Marken zusätzliche Flexibilität, um schneller auf Marktanforderungen zu reagieren.

Ergänzend präsentiert Checkpoint Systems seine RFID Countertop-Lösung, mit der alle RFID-gekennzeichneten Artikel innerhalb einer Box in einem einzigen Vorgang erfasst werden können. Die Lösung ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Versandkontrolle vor dem Dispatch und unterstützt zugleich Prozesse im Store und im Distributionszentrum.

Optimierung von Distributionszentren und Logistik
Der dritte Bereich fokussiert sich auf Distributionszentren und Logistik. Checkpoint Systems zeigt hier ein umfassendes Portfolio skalierbarer RFID-Lösungen zur Verbesserung der Bestandsgenauigkeit, Warenverfolgung und operativen Effizienz entlang der gesamten Supply Chain.

Live-Demonstrationen umfassen das RFID Countertop Pad und den RFID Mini Table mit konkreten Anwendungsfällen, unter anderem im Parfümerie-Umfeld. Das RFID Countertop Pad ist eine kosteneffiziente Plug-and-Play-Lösung für die Einzelerfassung von Artikeln und lässt sich nahtlos mit einem Tablet und Checkpoints DC-Software verbinden.
Der RFID Mini Table unterstützt sowohl Einzel- als auch Massenerfassung verpackter Produkte. Mit integriertem Touchscreen ermöglicht er eine präzise Artikelverfolgung in Lagerhäusern und Filialen und stärkt die durchgängige Nachverfolgbarkeit über alle Prozessstufen hinweg.

Weitere Informationen:
Checkpoint Systems RFID Warenschwund
Quelle:

Checkpoint Systems

Start-ups & Young Innovators zeigen Zukunftslösungen für den Handel auf der EuroShop 2026 Credit: Messe Düsseldorf / C. Tillmann
Start-ups & Young Innovators zeigen Zukunftslösungen für den Handel auf der EuroShop 2026
19.02.2026

EuroShop 2026: Next Generation der Innovationen für den Handel

Wenn sich vom 22. bis 26. Februar 2026 das internationale Who is Who der Handelswelt zur EuroShop in Düsseldorf trifft, stehen neben etablierten Marktführern auch ambitionierte Innovationsanbieter im Fokus. Im Start-up Hub sowie auf der neuen Sonderfläche Young Innovators by BMWE präsentieren sie Lösungen für zentrale Herausforderungen des Handels – praxisnah, skalierbar und mit klarem Nutzen für Unternehmen und Kundschaft.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie als Selbstzweck, sondern ihre konkrete Wirkung im operativen Alltag: Wie lassen sich bessere Entscheidungen treffen? Wie können Prozesse effizienter gestaltet werden? Wie entstehen differenzierende Einkaufserlebnisse in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld?

Start-up Hub: Wo Innovation in die Praxis geht
Der Start-up Hub in Halle 7 ist in der Dimension Retail Technology angesiedelt – einem der dynamischsten Technologiefelder der EuroShop. Hier bündelt sich das Spektrum aktueller Lösungen aus den Bereichen Payment, Analytics, Smart Stores, künstliche Intelligenz, Kommunikationstechnologien, POS-Lösungen sowie datenbasierter Einkaufs- und Margensteuerung.

Wenn sich vom 22. bis 26. Februar 2026 das internationale Who is Who der Handelswelt zur EuroShop in Düsseldorf trifft, stehen neben etablierten Marktführern auch ambitionierte Innovationsanbieter im Fokus. Im Start-up Hub sowie auf der neuen Sonderfläche Young Innovators by BMWE präsentieren sie Lösungen für zentrale Herausforderungen des Handels – praxisnah, skalierbar und mit klarem Nutzen für Unternehmen und Kundschaft.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie als Selbstzweck, sondern ihre konkrete Wirkung im operativen Alltag: Wie lassen sich bessere Entscheidungen treffen? Wie können Prozesse effizienter gestaltet werden? Wie entstehen differenzierende Einkaufserlebnisse in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld?

Start-up Hub: Wo Innovation in die Praxis geht
Der Start-up Hub in Halle 7 ist in der Dimension Retail Technology angesiedelt – einem der dynamischsten Technologiefelder der EuroShop. Hier bündelt sich das Spektrum aktueller Lösungen aus den Bereichen Payment, Analytics, Smart Stores, künstliche Intelligenz, Kommunikationstechnologien, POS-Lösungen sowie datenbasierter Einkaufs- und Margensteuerung.

KI wird dabei zum Entscheidungsinstrument in Echtzeit – etwa bei der Validierung von Self-Scanning-Prozessen, bei der dynamischen Preissteuerung, bei der Analyse realer Customer Journeys oder bei der Planung von Frische- und Convenience-Sortimenten unter Einbezug externer Einflussfaktoren. Zugleich entstehen neue Ansätze für Kundeninteraktion, Instore-Navigation und personalisierte Ansprache entlang der gesamten Customer Journey, die den stationären Handel datengetriebener und individueller machen.

Young Innovators by BMWE: Made in Germany, marktfähig gedacht
Erstmals ist mit den Young Innovators by BMWE ein geförderter Gemeinschaftsstand auf der EuroShop vertreten. Das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt gezielt junge, innovative Unternehmen mit Sitz in Deutschland bei ihrer Teilnahme an internationalen Leitmessen.

Die präsentierten Lösungen reichen von KI-gestützter Produktions- und Absatzplanung über datenbasierte Kundenidentifikation und Einkaufssteuerung bis zur vollständigen Digitalisierung von Kassen- und Loyalty-Prozessen. Sie verdeutlichen, wie stark sich das deutsche Start-up-Ökosystem auf marktfähige, praxisorientierte Anwendungen konzentriert – und wie schnell Innovationen den Weg in reale Handelsstrukturen finden.

Effizienz trifft Erlebnis
Was die jungen Unternehmen verbindet, ist ein klarer Fokus auf messbaren Mehrwert. Daten werden zur Grundlage fundierter Entscheidungen – von der präzisen Analyse realer Kundenbewegungen bis hin zur datenbasierten Einkaufs- und Margensteuerung. KI unterstützt im Tagesgeschäft, digitale Anwendungen entlasten Mitarbeitende und stärken die Kundenbindung. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Produktinszenierung, personalisierte Interaktionsmodelle und flexible Serviceangebote, die das Einkaufserlebnis emotional aufladen.

So zeigt sich im Start-up Hub und bei den Young Innovators, dass der Handel Technologie nicht isoliert denkt, sondern als integralen Bestandteil von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Erlebnisqualität begreift.

Black Stage: Die Bühne der Next Generation
Ein besonderes Highlight innerhalb des Start-up Hubs ist die Black Stage (Halle 7 / Stand B02). Hier erhalten junge Retail-Tech-Unternehmen, Start-ups und Scale-ups eine eigene Bühne, um ihre Ideen, Produkte und Geschäftsmodelle für den Handel von morgen einem internationalen Fachpublikum vorzustellen.

Weitere Informationen:
EuroShop Start-ups künstliche Intelligenz
Quelle:

Messe Düsseldorf 

© CWS Workwear
18.02.2026

EcoVadis-Goldstatus für CWS Workwear

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat erstmals den Goldstatus von EcoVadis auf Ebene der CWS Workwear-Unternehmensgruppe erreicht und gehört damit zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Für CWS Workwear ist EcoVadis ein externer und wichtiger Gradmesser für die Wirksamkeit ihrer ESG-Strategie und unterstreicht damit die Rolle als führender Anbieter von Berufs-, Arbeits- und Schutzbekleidung im Servicemodell.

Top-Performance in Umwelt und Beschaffung
Das diesjährige Ranking zeigt für CWS Workwear eine deutliche Verbesserung in allen vier Bewertungskriterien gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark hat sich das Unternehmen dabei in den Bereichen Umwelt sowie nachhaltige Beschaffung entwickelt. Der EcoVadis-Goldstatus steht für ein verlässliches Lieferkettenmanagement mit klar definierten Standards, Transparenz und langfristigen Partnerschaften.

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat erstmals den Goldstatus von EcoVadis auf Ebene der CWS Workwear-Unternehmensgruppe erreicht und gehört damit zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Für CWS Workwear ist EcoVadis ein externer und wichtiger Gradmesser für die Wirksamkeit ihrer ESG-Strategie und unterstreicht damit die Rolle als führender Anbieter von Berufs-, Arbeits- und Schutzbekleidung im Servicemodell.

Top-Performance in Umwelt und Beschaffung
Das diesjährige Ranking zeigt für CWS Workwear eine deutliche Verbesserung in allen vier Bewertungskriterien gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark hat sich das Unternehmen dabei in den Bereichen Umwelt sowie nachhaltige Beschaffung entwickelt. Der EcoVadis-Goldstatus steht für ein verlässliches Lieferkettenmanagement mit klar definierten Standards, Transparenz und langfristigen Partnerschaften.

EcoVadis: Anerkannter Nachhaltigkeitsstandard
EcoVadis ist eine der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Bewertungsplattformen für Unternehmen und hat bereits über 150.000 internationale Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten geprüft und bewertet. Die Bewertung umfasst vier Bereiche: Umweltmanagement, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Die Gold-Auszeichnung schafft Transparenz, Vertrauen und reduziert den Audit- und Nachweisaufwand in Lieferketten erheblich. Für Kunden bedeutet das mehr Planungssicherheit, verlässliche ESG-relevante Kennzahlen sowie eine gestärkte Resilienz der gesamten Wertschöpfungskette, und das in einem zunehmend regulierten und dynamischen Marktumfeld.

Weitere Informationen:
CWS Workwear EcoVadis
Quelle:

CWS Workwear

18.02.2026

Erreà optimiert Druckprozesse für Sportbekleidung

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneidesystemen, hat die italienische Sportbekleidungsmarke Erreà bei der Modernisierung ihres digitalen Textildruckbetriebs mit der Einrichtung von sieben leistungsstarken Mimaki-Systemen unterstützt. Die neue Installation umfasst drei industrielle Sublimationsdrucker vom Typ Tiger600-1800TS sowie vier TS330-1600-Lösungen und ersetzt die bisherige Flotte von 28 Digitaldruckern. Die Maßnahme ermöglicht es dem Unternehmen, seine Druckinfrastruktur zu rationalisieren und zugleich die Effizienz, Farbkonsistenz und übergreifende Produktionskontrolle zu verbessern.

Angesichts eines Sportbekleidungsmarkts, der zunehmend von kundenindividueller Massenproduktion, kürzeren Vorlaufzeiten und hohen Erwartungen an die Farbgenauigkeit geprägt ist, nahm Erreà eine umfassende Überprüfung seines Druckbetriebs vor, um die nächste Phase seiner industriellen Weiterentwicklung zu unterstützen.

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneidesystemen, hat die italienische Sportbekleidungsmarke Erreà bei der Modernisierung ihres digitalen Textildruckbetriebs mit der Einrichtung von sieben leistungsstarken Mimaki-Systemen unterstützt. Die neue Installation umfasst drei industrielle Sublimationsdrucker vom Typ Tiger600-1800TS sowie vier TS330-1600-Lösungen und ersetzt die bisherige Flotte von 28 Digitaldruckern. Die Maßnahme ermöglicht es dem Unternehmen, seine Druckinfrastruktur zu rationalisieren und zugleich die Effizienz, Farbkonsistenz und übergreifende Produktionskontrolle zu verbessern.

Angesichts eines Sportbekleidungsmarkts, der zunehmend von kundenindividueller Massenproduktion, kürzeren Vorlaufzeiten und hohen Erwartungen an die Farbgenauigkeit geprägt ist, nahm Erreà eine umfassende Überprüfung seines Druckbetriebs vor, um die nächste Phase seiner industriellen Weiterentwicklung zu unterstützen.

Die neue Mimaki-Konfiguration ermöglicht es Erreà, eine Vielzahl von Aufträgen – von großen Mengen für Vereine und Verbände bis hin zu hochgradig personalisierten Kleinserien – in einer einzigen, optimierten Produktionsumgebung zu verwalten.

Mit der Kombination der industriellen Produktivität des Tiger600-1800TS mit der Agilität des TS330-1600 kann Erreà nahtlos zwischen Massenfertigung und kundenspezifischen Aufträgen wechseln und gleichzeitig eine stabile Farbwiedergabe und gleichbleibende Druckqualität über Maschinen und Produktionsstätten hinweg gewährleisten. Ein TS330-1600-Drucker unterstützt die Gestaltung, Designentwicklung und Probenahme am kreativen Hauptsitz von Erreà in Italien, während die übrigen Systeme am Produktionsstandort des Unternehmens in Rumänien eingesetzt werden. So kann die kundenindividuelle Massenproduktion als effizienter, wiederholbarer Prozess und nicht als Ausnahme vollständig in den täglichen Betrieb integriert werden.

Quelle:

Mimaki Europe

Mit einem neuen Markenauftritt stellt die drupa frühzeitig ihre künftige Ausrichtung vor. Zwei Jahre vor Messebeginn gibt die Weltleitmesse für Printing Solutions damit einen ersten Ausblick auf die konzeptionelle und inhaltliche Neupositionierung. Credit: Messe Düsseldorf Constanze Tillmann
Mit einem neuen Markenauftritt stellt die drupa frühzeitig ihre künftige Ausrichtung vor. Zwei Jahre vor Messebeginn gibt die Weltleitmesse für Printing Solutions damit einen ersten Ausblick auf die konzeptionelle und inhaltliche Neupositionierung.
18.02.2026

Markenauftritt drupa 2028: Oktopus als Key Visual

Zentrales Element des Erscheinungsbildes ist ein symbolisch eingesetztes Key Visual: der Oktopus. Er steht für Vernetzung, Intelligenz, Agilität und Resilienz sowie für die gleichzeitige Beherrschung komplexer Prozesse. Damit verweist er auf eine technologische Realität, in der Printing Solutions zunehmend als integrierte Systeme gedacht werden, einschließlich anspruchsvoller Anwendungen im Packaging-Umfeld. Prozesse greifen ineinander, Workflows sind vernetzt, Effizienz entsteht aus dem Zusammenspiel von Hardware, Software, Materialien und automatisierten Anwendungen.

„Die drupa 2028 wird eine drupa wie nie zuvor“, sagt Dr. Andreas Pleßke, Vorsitzender des drupa-Komitees. „Wir setzen neue Maßstäbe darin, wie technologische Entwicklungen, Anwendungen und Märkte eingeordnet und zusammengeführt werden – ein Anspruch, der sich konsequent auch im neuen Markenauftritt widerspiegelt.“

Zentrales Element des Erscheinungsbildes ist ein symbolisch eingesetztes Key Visual: der Oktopus. Er steht für Vernetzung, Intelligenz, Agilität und Resilienz sowie für die gleichzeitige Beherrschung komplexer Prozesse. Damit verweist er auf eine technologische Realität, in der Printing Solutions zunehmend als integrierte Systeme gedacht werden, einschließlich anspruchsvoller Anwendungen im Packaging-Umfeld. Prozesse greifen ineinander, Workflows sind vernetzt, Effizienz entsteht aus dem Zusammenspiel von Hardware, Software, Materialien und automatisierten Anwendungen.

„Die drupa 2028 wird eine drupa wie nie zuvor“, sagt Dr. Andreas Pleßke, Vorsitzender des drupa-Komitees. „Wir setzen neue Maßstäbe darin, wie technologische Entwicklungen, Anwendungen und Märkte eingeordnet und zusammengeführt werden – ein Anspruch, der sich konsequent auch im neuen Markenauftritt widerspiegelt.“

„drupa. dive into the unseen“ als kommunikatives Leitbild
Der Slogan „drupa. dive into the unseen“ greift diesen Ansatz auf und lenkt den Blick auf Entwicklungen, deren Bedeutung sich häufig erst im Gesamtzusammenhang erschließt – etwa durch das Zusammenspiel von Technologien, Prozessen und Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette. Der Slogan steht damit für eine lösungsorientierte Einordnung technologischer Innovationen, jenseits einzelner Produkte oder kurzfristiger Effekte.

„Der Slogan bringt auf den Punkt, wofür die drupa steht: für Visionen, Wissenstransfer und Orientierung in einer zunehmend komplexen technologischen Landschaft“, sagt Sabine Geldermann, Director drupa, Portfolio Print Technologies der Messe Düsseldorf. „Er unterstreicht den Anspruch und die Haltung der drupa, Zukunftsthemen und technologischen Fortschritt nicht isoliert darzustellen, sondern sie im Kontext von Markt, Anwendung und Wertschöpfung verständlich einzuordnen.“

Wie die drupa 2028 Orientierung für morgen schafft
Vor diesem Hintergrund führt die drupa 2028 erstmals eine neue Erlebnisarchitektur ein. Inhalte, Anwendungen sowie Formate für Austausch, Kollaboration und Vernetzung werden künftig entlang klar definierter thematischer Cluster gebündelt. So werden technologische Entwicklungen nachvollziehbar strukturiert. Die Architektur dient dabei als gemeinsamer Ordnungsrahmen für Aussteller, Besucher und Medien.

Weitere Informationen:
drupa key visual Markenauftritt
Quelle:

Messe Düsseldorf

Foto congerdesign, Pixabay
17.02.2026

TU Berlin koordiniert EU-Projekt mit Gesamtbudget von mehr als vier Millionen Euro

Heimtextilien und Schuhe in der Europäischen Union sollen nachhaltiger werden – das ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Fachgebiet Innovationsökonomie an der TU Berlin. Das Projekt mit dem Namen STEPH (STrengthening Ecodesign pathways with performance assessment Parameters for Home textiles and footwear) im Rahmen des EU-Programms „Horizon Europe“ hat ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro über drei Jahre und bringt 15 Partner*innen aus ganz Europa zusammen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute, Industrieverbände, Hersteller, Normungsgremien, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen. 

Koordiniert wird es von der TU Berlin, auf die über 500.000 Euro an Fördermitteln entfallen. STEPH will vor allem die Umsetzung der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) unterstützen. Zusätzlich dazu ist das Fachgebiet Innovationsökonomie auch am neu bewilligten Horizon-Europe-Projekt CIRCONOMY beteiligt, das Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen will, allgemein die Leistungen der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Hierfür erhält die TU Berlin  in den kommenden drei Jahren rund 400.000 Euro.

Heimtextilien und Schuhe in der Europäischen Union sollen nachhaltiger werden – das ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Fachgebiet Innovationsökonomie an der TU Berlin. Das Projekt mit dem Namen STEPH (STrengthening Ecodesign pathways with performance assessment Parameters for Home textiles and footwear) im Rahmen des EU-Programms „Horizon Europe“ hat ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro über drei Jahre und bringt 15 Partner*innen aus ganz Europa zusammen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute, Industrieverbände, Hersteller, Normungsgremien, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen. 

Koordiniert wird es von der TU Berlin, auf die über 500.000 Euro an Fördermitteln entfallen. STEPH will vor allem die Umsetzung der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) unterstützen. Zusätzlich dazu ist das Fachgebiet Innovationsökonomie auch am neu bewilligten Horizon-Europe-Projekt CIRCONOMY beteiligt, das Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen will, allgemein die Leistungen der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Hierfür erhält die TU Berlin  in den kommenden drei Jahren rund 400.000 Euro.

Die Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR), die am 18. Juli 2024 in Kraft getreten ist, ist die Grundlage für die Europäische Kommission, um verbindliche Regeln für umweltverträglichere und kreislauffähige Produkte zu schaffen. Für einzelne Produktgruppen werden dabei schrittweise spezifische Regulatorien eingeführt, darunter auch ein Digitaler Produktpass. „Die Umsetzung der ESPR steht vor großen Herausforderungen. Den Verbrauchern fehlen klare Informationen zur Nachhaltigkeit, die Hersteller sind sich über die Vorschriften unsicher, und die Behörden benötigen bessere Instrumente, um die Nachhaltigkeit von Produkten zu überprüfen“, erklärt Dr. Luana Ladu, die das Projekt STEPH eingeworben hat und für die Gesamtkoordination verantwortlich ist. „Um diese Probleme zu lösen, brauchen wir zuverlässige Daten, einfache und einheitlichere Bewertungsmethoden sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen allen an der Umsetzung der ESPR beteiligten Akteuren. STEPH wird dazu beitragen, diese Lücken zu schließen und die nächsten Schritte der ESPR für alle leichter umsetzbar zu machen.“

STEPH beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit von Heimtextilien und Schuhen
STEPH konzentriert sich dabei speziell auf Heimtextilien (wie Bettwäsche, Handtücher und Vorhänge) und Schuhe – zwei Produktgruppen, die eine wichtige Rolle im täglichen Leben der Menschen spielen und einen erheblichen ökologischen Fußabdruck haben, aber noch nicht vollständig von den kommenden EU-Ökodesign-Vorschriften abgedeckt sind. Das Ziel ist es, Produkte so zu gestalten, dass ihre Umweltauswirkungen während ihres gesamten Lebenszyklus reduziert werden – von den Rohstoffen über die Herstellung bis hin zu Verwendung, Wiederverwendung und Recycling.

Spezifische Probleme bei den Produkten werden angegangen
Die Probleme liegen dabei im Detail: Bei Heimtextilien zum Beispiel führen Waschen, Verschmutzung, UV-Strahlung und Kontakt mit chloriertem Wasser zu komplexen Belastungen, die noch nicht völlig verstanden sind. Veredelungsbehandlungen, Mischfasern und Verunreinigungen erschweren zudem das Recycling. Die Prüfung der Kreislaufwirtschaftsfähigkeit von Schuhen erfolgt nach wie vor weitgehend im Labor, wobei reale Bedingungen wie Abnutzung, Biegung, Umwelteinflüsse oder Nutzerverhalten nur begrenzt berücksichtigt werden. Gerade die Materialkomplexität von Schuhen, die meist aus mehreren Materialien und mit geklebten Konstruktionen aufgebaut sind, erschwert das Recycling zusätzlich.

20 Ökodesign-Parameter und zehn Testmethoden
Im Mittelpunkt von STEPH steht die Entwicklung und Erprobung klarer, messbarer Nachhaltigkeitsparameter, mit denen bewertet werden kann, wie „kreislauffähig” und umweltfreundlich die Produkte sind. Mindestens 20 Ökodesign-Parameter und zehn Testmethoden sollen entwickelt und validiert werden. Mehr als 800 Unternehmen, zehn Marktüberwachungsbehörden und rund 3.000 Stakeholder werden durch Konsultationen, Workshops und Schulungsmaßnahmen einbezogen. Unter den 15 Projektpartner*innen sind unter anderem der Hersteller Deichmann, der spanische Textilindustrieverband TEXFOR, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Deutsche Institut für Normung (DIN), die italienische Agentur zur Förderung der europäischen Forschung (APRE), das schwedische Forschungszentrum RISE, das Zertifizierungsunternehmen RINA-C sowie die Nichtregierungsorganisation ECOS. Am Projektende von STEPH werde es klare Regeln, Testmethoden und benutzerfreundliche digitale Lösungen geben, die es Unternehmen erleichtern, nachhaltigere Heimtextilien und Schuhe zu entwerfen. 

Beteiligung am EU-Projekt CIRCONOMY als Ergänzung zu STEPH
Neben STEPH ist der Lehrstuhl für Innovationsökonomie auch Partner des neu bewilligten Horizon Europe-Projekts CIRCONOMY (Unlocking the potential of circularity with smart indicators), das von der italienischen Online-Universität Unitelma Sapienza koordiniert wird. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung einfacher, praktischer Indikatoren und digitaler Tools, die Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen, die Leistung der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Während sich STEPH auf die Nachhaltigkeit auf Produktebene in bestimmten Sektoren konzentriert, ergänzt CIRCONOMY diese Arbeit, indem es eine bessere Entscheidungsfindung und Verhaltensänderungen in der gesamten Gesellschaft ermöglicht.