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Texcare 2024 Foto Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jochen Günther
05.11.2024

Texcare 2024 zeigt Innovationskraft der internationalen Textilpflege

Bis zum 9. November bringt die Texcare International die Welt der Textilpflege in Frankfurt am Main zusammen. 305 Unternehmen aus 32 Ländern demonstrieren die Innovationskraft ihrer Branche. Mit dem Fokus auf Automatisierung und Energieeffizienz richtet die Leitmesse den Blick in die Zukunft von Wäschereien, Reinigungen und Textilservicebetrieben.

Technologische Innovationen und neueste Entwicklungen für die Textilpflege stehen im Zentrum. Mit einer hohen Internationalität von 72 Prozent punktet die Messe als globaler Treffpunkt der Branche. Zu den zehn größten Ausstellernationen zählen Deutschland, Italien, die Niederlande, die USA, China, Belgien, die Türkei, Großbritannien, die Schweiz und Spanien. Sie zeigen ein breites Angebot: von Textilreinigungs- und Wäschereitechnik, über Wasch- und Reinigungsmittel, bis hin zu professionellen Textilien, Berufs- und Schutzkleidung, sowie IT- und Logistiklösungen.

Bis zum 9. November bringt die Texcare International die Welt der Textilpflege in Frankfurt am Main zusammen. 305 Unternehmen aus 32 Ländern demonstrieren die Innovationskraft ihrer Branche. Mit dem Fokus auf Automatisierung und Energieeffizienz richtet die Leitmesse den Blick in die Zukunft von Wäschereien, Reinigungen und Textilservicebetrieben.

Technologische Innovationen und neueste Entwicklungen für die Textilpflege stehen im Zentrum. Mit einer hohen Internationalität von 72 Prozent punktet die Messe als globaler Treffpunkt der Branche. Zu den zehn größten Ausstellernationen zählen Deutschland, Italien, die Niederlande, die USA, China, Belgien, die Türkei, Großbritannien, die Schweiz und Spanien. Sie zeigen ein breites Angebot: von Textilreinigungs- und Wäschereitechnik, über Wasch- und Reinigungsmittel, bis hin zu professionellen Textilien, Berufs- und Schutzkleidung, sowie IT- und Logistiklösungen.

Neben den etablierten Marktführern präsentieren sich auch Start-ups und neue Aussteller. Etwa ein Drittel der Anbieter nimmt zum ersten Mal an der Texcare teil. Sie kommen in erster Linie aus Deutschland, China, den Niederlanden, Italien, den USA, Großbritannien und Dänemark.

Automatisierung und Energieeffizienz als zentrale Themen.
Der Innovationsdruck auf die Unternehmen der Textilpflege ist hoch. Die letzte Texcare fand 2016 statt, da sie pandemiebedingt 2020 abgesagt werden musste. In diesen acht Jahren hat sich vieles für die Branche verändert. Fachkräftemangel, Qualitätssicherung und die Rückverfolgbarkeit von Prozessen gehören zu den zentralen Herausforderungen. Automatisierungslösungen helfen dabei, effizientere und intelligente Wäscherei- und Geschäftskonzepte zu entwickeln – ein Schwerpunkt im Angebot der ausstellenden Unternehmen und im Rahmenprogramm. Ein weiteres wichtiges Thema vor dem Hintergrund des Klimawandels und steigender Energiekosten ist die Energieeffizienz. Zahlreiche Anbieter werden neue Technologien und Lösungen vorstellen, die versprechen den Verbrauch zu mindern, Schadstoffemissionen zu reduzieren, die betriebliche Effizienz zu steigern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Branche blickt erwartungsvoll auf vier intensive Messetage.
Der VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies ist Partnerverband der Texcare International und vertritt einen großen Teil der ausstellenden deutschen Maschinenbauer. Geschäftsführer Elgar Straub sieht der Leitmesse erwartungsvoll entgegen: „Nach langen acht Jahren Wartezeit sind die Erwartungen an die Texcare International, die Weltleitmesse der Textilpflege, sehr groß. Die Branche profitiert von den weltweit gestiegenen Anforderungen an Hygiene und Nachhaltigkeit. Andererseits ist sie mit Arbeitskräftemangel und steigenden Kosten konfrontiert. Dementsprechend werden große Hoffnungen auf die Lösungen gesetzt, die auf der Texcare präsentiert werden. Die wichtigsten Schlagworte sind hier: Automatisierung, Digitalisierung, Logistik und KI.“

Auf Seiten der Fachbesucher*innen spricht das umfangreiche Angebot der Texcare sowohl gewerbliche Wäschereien, Textildienstleister und Textilreinigungen als auch Hotels, Krankenhäuser, Pflegeheime und weitere Betriebe an, die ihre Wäsche professionell selbst bearbeiten. Andreas Schumacher, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Textilreinigungs-Verbands, sieht Investitionsbedarf: „Seien es der Arbeits- und Fachkräftemangel oder auch steigende Energiekosten – der Bedarf der Branche, in die Digitalisierung und Automatisierung sowie in Technologien zur Energieeinsparung zu investieren, ist groß. Zudem sehen wir auch im Bereich der Textilien steigende Anforderungen an die Langlebigkeit sowie Reparatur- und Recyclingfähigkeit. Umso mehr freuen wir uns, dass die Branchenleitmesse nach acht Jahren Pause wieder stattfindet und die Plattform bietet, sich zu Produktinnovationen auszutauschen.“ Auch internationale Verbände der Textilpflegebranche, wie CINET (Comité International De L`Entretien du Textile) und ETSA (European Textile Services Association) nutzen die Texcare als Plattform für ihre Aktivitäten.

Quelle:

Messe Frankfurt Exhibition GmbH

05.11.2024

Africa Textile Renaissance Plan: Neue Ära der Textilproduktion

ARISE IIP, der panafrikanische Entwickler und Betreiber hochwertiger Industrieparks, ist eine Partnerschaft mit der Afrikanischen Export-Import-Bank (Afreximbank) und mit Rieter, dem Anbieter von Spinnsystemen zur Herstellung von Garn aus Stapelfasern, eingegangen. Die Partnerschaft soll den «Africa Textile Renaissance Plan» vorantreiben – eine Initiative zur Wiederbelebung des Textilsektors auf dem Kontinent. Das ambitionierte Projekt wird das um-fangreiche Netzwerk von Industrieparks von ARISE nutzen, um eine neue Ära der Textilproduktion in Afrika einzuläuten.

Um die Umsetzung des «Africa Textile Renaissance Plan» zu ermöglichen, haben Afreximbank, Arise IIP und Rieter AG am 14. Oktober 2024 einen Rahmenvertrag unterzeichnet. Der Rahmenvertrag umreißt die Zusammenarbeit zum Aufbau einer Verarbeitungskapazität von 500.000 Tonnen afrikanischer Baumwolle, die über die nächsten drei bis fünf Jahre mit 5 Milliarden USD unterstützt wird.

Der «Africa Textile Renaissance Plan» hat folgende Hauptziele:

ARISE IIP, der panafrikanische Entwickler und Betreiber hochwertiger Industrieparks, ist eine Partnerschaft mit der Afrikanischen Export-Import-Bank (Afreximbank) und mit Rieter, dem Anbieter von Spinnsystemen zur Herstellung von Garn aus Stapelfasern, eingegangen. Die Partnerschaft soll den «Africa Textile Renaissance Plan» vorantreiben – eine Initiative zur Wiederbelebung des Textilsektors auf dem Kontinent. Das ambitionierte Projekt wird das um-fangreiche Netzwerk von Industrieparks von ARISE nutzen, um eine neue Ära der Textilproduktion in Afrika einzuläuten.

Um die Umsetzung des «Africa Textile Renaissance Plan» zu ermöglichen, haben Afreximbank, Arise IIP und Rieter AG am 14. Oktober 2024 einen Rahmenvertrag unterzeichnet. Der Rahmenvertrag umreißt die Zusammenarbeit zum Aufbau einer Verarbeitungskapazität von 500.000 Tonnen afrikanischer Baumwolle, die über die nächsten drei bis fünf Jahre mit 5 Milliarden USD unterstützt wird.

Der «Africa Textile Renaissance Plan» hat folgende Hauptziele:

  • Aufbau einer Verarbeitungskapazität von 500 000 Tonnen afrikanischer Baum-wolle in den nächsten drei bis fünf Jahren mit einer möglichen Erweiterung um weitere 500 000 Tonnen;
  • Aufbau von Fachwissen für Maschinenreparaturen in Afrika;
  • Schaffung von bis zu 500 000 Arbeitsplätzen;
  • Verringerung der jährlichen Textilimporte in Afrika;
  • Steigerung der Exporte in die USA im Rahmen des African Growth and Opportunity Act (AGOA), wobei der Schwerpunkt auf die volle Wertschöpfung innerhalb des Kontinents gelegt wird, und Export in den Rest der Welt; und
  • Entwicklung einer soliden Finanzierungsstruktur zur Unterstützung des Kapazitätsaufbaus.

Die Länder, die von diesem Programm profitieren, werden anhand bestimmter Kriterien ausgewählt, beispielsweise aufgrund der Verfügbarkeit von Strom- und Gas und Textilparks mit Standardinfrastruktur, oder der Einbringung von Eigenkapital. In ausgewählten Ländern werden Schulungszentren zur Entwicklung und Verbesserung der Fachkenntnisse eingerichtet.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Finanzierung von Textilprojekten zu sichern und den Prozess zu optimieren durch:

  • standardisierte Kreditdokumentation und Sicherheitspakete
  • beschleunigtes zweimonatiges Antragsverfahren
  • standardisierte Businessplan-Vorlagen

Um ein langfristiges Wachstum zu fördern, hat Rieter sich dazu verpflichtet, seine Fertigungspräsenz in Afrika schrittweise aufzubauen, sofern dies wirtschaftlich tragfähig ist. Dazu gehören:

  • Einrichtung einer Reparatur- und Wartungswerkstatt im ARISE-Industriepark in Benin;
  • Einrichtung eines Ersatzteillagers und
  • Stufenweiser Aufbau von Kapazitäten zur Maschinenmontage.

Gagan Gupta, CEO und Gründer von ARISE IIP, zeigte sich vom Projekt begeistert: "Der Africa Textile Renaissance Plan ist ein bedeutender Meilenstein in der industriellen Entwicklung des Kontinents. Ich bin überzeugt, dass diese Initiative nicht nur die lokale Produktion ankurbeln und Tausende von Arbeitsplätzen schaffen, sondern Afrika auch als Weltmarktführer in der nachhaltigen Textilproduktion positionieren wird."

Der Präsident und Vorstandsvorsitzende der Afreximbank, Prof. Benedict Oramah, erklärte, dass der Africa Textile Renaissance Plan für den afrikanischen Handel ein "Game-Changer" sei. Er bemerkte: "Indem wir aus der afrikanischen Baumwolle hochwertige Textilprodukte herstellen, treiben wir nicht nur die Industrialisierung voran, sondern verringern auch die Abhängigkeit von Importen. Gleichzeitig schaffen wir eine wettbewerbsfähige Exportbasis. Diese Partnerschaft ergänzt unsere laufenden Bemühungen, wie z. B. den Wandel, den wir gemeinsam mit anderen Partnern in den afrikanischen Cotton-4 plus-Ländern (C4+) vorantreiben. Sie unterstreicht unser unermüdliches Engagement für Industrialisierung und Exportentwicklung."
 
Thomas Oetterli, CEO der Rieter-Gruppe, sagte: "Wir freuen uns, diese wichtige Initiative mit unserem Engagement, unserer Expertise und unserem Beratungs-Know-how zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass der Africa Textile Renaissance Plan das Fundament für die zukünftige Entwicklung der Textilindustrie in Afrika darstellt."

Quelle:

Rieter AG

04.11.2024

German Design Award: Finalist*innen für „Newcomer of the Year“ nominiert

Die fünf Finalist*innen der Auszeichnung „Newcomer of the Year“ des German Design Award stehen fest. Aus insgesamt 187 Portfolios, die von mehr als 35 Hochschulen in den Kategorien Architektur, Kommunikationsdesign, Digital Design, Mode- & Textildesign sowie Produkt- & Industriedesign eingereicht wurden, wählte die interdisziplinär besetzte Jury fünf besonders überzeugende Projekte aus. Der oder die Gewinner*in des Titels „Newcomer of the Year 2025“ wird am 7. Februar 2025 im Rahmen der Award Show in Frankfurt am Main bekannt gegeben.

Die Finalist*innen des Newcomer Awards eint ein Fokus auf nachhaltige, zukunftsorientierte Ansätze und das Arbeiten an der Schnittstelle von Technologie, Materialforschung und Kreativität. Ob durch die Entwicklung von kreislauffähigen Materialien, innovativen Architekturkonzepten oder die Verbindung von Kunst und digitalen Technologien: Die Nachwuchsdesigner*innen setzen auf ressourcenschonende Lösungen und transformative Gestaltungsmethoden. Ihre Arbeiten zeigen einen klaren Drang, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen durch kreative, interdisziplinäre Projekte zu adressieren.

Die fünf Finalist*innen der Auszeichnung „Newcomer of the Year“ des German Design Award stehen fest. Aus insgesamt 187 Portfolios, die von mehr als 35 Hochschulen in den Kategorien Architektur, Kommunikationsdesign, Digital Design, Mode- & Textildesign sowie Produkt- & Industriedesign eingereicht wurden, wählte die interdisziplinär besetzte Jury fünf besonders überzeugende Projekte aus. Der oder die Gewinner*in des Titels „Newcomer of the Year 2025“ wird am 7. Februar 2025 im Rahmen der Award Show in Frankfurt am Main bekannt gegeben.

Die Finalist*innen des Newcomer Awards eint ein Fokus auf nachhaltige, zukunftsorientierte Ansätze und das Arbeiten an der Schnittstelle von Technologie, Materialforschung und Kreativität. Ob durch die Entwicklung von kreislauffähigen Materialien, innovativen Architekturkonzepten oder die Verbindung von Kunst und digitalen Technologien: Die Nachwuchsdesigner*innen setzen auf ressourcenschonende Lösungen und transformative Gestaltungsmethoden. Ihre Arbeiten zeigen einen klaren Drang, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen durch kreative, interdisziplinäre Projekte zu adressieren.

Newcomer of the Year – Die fünf Finalist*innen:

  • Architecture | Amelie Kurz, Fachhochschule Dortmund, setzt in ihren architektonischen Entwürfen auf die Nutzung bestehender Ressourcen. Sie gestaltet zukunftsorientierte Räume durch ressourcenschonende Konzepte, die sich sowohl mit ökologischen als auch sozialen Fragestellungen auseinandersetzen.
  • Fashion & Textile Design | Juni Sun Neyenhuys, Weißensee Kunsthochschule Berlin, hat sich auf Biomaterialien und Algen als nachhaltige Rohstoffe spezialisiert. Ihr Fokus liegt auf der Entwicklung zirkulärer Materialien, die eine Lösung für die Verpackungsindustrie bieten sollen.
  • Industrial & Product Design | Sophia Reißenweber, Burg Giebichenstein Halle, vereint in ihrer Arbeit Materialforschung und Biotechnologie, um zirkuläre Materialkreisläufe zu schließen. Ihre Entwürfe gründen auf forschungsbasierten Gestaltungsmethoden – mit dem Ziel, resiliente Systeme zu entwickeln.
  • Digital Design | Max Seeger, Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, wurde bereits mehrfach für seine Arbeiten im Bereich digitales Design ausgezeichnet. Er fokussiert sich auf generatives Design und kreative Technologien, die sowohl künstlerisch als auch wissenschaftlich sowie technologisch innovativ sind.
  • Communication Design | Lena Weber, Bauhaus Universität Weimar, verbindet Kommunikationsdesign mit Technologie und philosophischer Theorie. Sie entwickelt Designtools und typografische Systeme, um mit ihrer Arbeit die Ästhetik des Digitalen und Codierten zu erforschen.

„Die Vielfalt und Tiefe der eingereichten Arbeiten hat uns beeindruckt. Jede Einreichung zeigt auf ihre eigene Weise, wie innovatives Design Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, Materialforschung oder technologische Entwicklungen geben kann. Die Auswahl der Finalist*innen war eine Herausforderung, denn es gab viele herausragende Projekte. Die nominierten Projekte überzeugen jedoch durch ihren klaren visionären Ansatz und ihre Fähigkeit, ästhetische und funktionale Lösungen für die Zukunft zu schaffen“, erläutert die Jury des Wettbewerbs die Auswahl der Finalist*innen.

Die Jury:

  • Teresa Franquera, internationale Koordinatorin des DESIS-Netzwerks – Design für soziale Innovation und Nachhaltigkeit und Mitglied des Vorstands der Cumulus Association
  • Luzia Hein, Gründerin Studio Luzia Hein, Newcomer of the Year 2019
  • Ole Heydekamp, Lead Customer Experience Management, Deutsche Telekom AG
  • Jasmin Jouhar, Designkritikerin und Journalistin
  • Andreas Murkudis, Kurator und Gründer des Concept Stores „Andreas Murkudis“


Der Gewinner oder die Gewinnerin des mit 15.000 Euro dotierten Newcomer Award wird am 7. Februar 2025 im Rahmen der Verleihung des German Design Award in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Alle weiteren Finalist*innen erhalten jeweils eine Prämie von 2.500 Euro.

 

Quelle:

German Design Council – Rat für Formgebung

04.11.2024

Mittelstand schlägt Alarm: Bundesregierung soll handeln oder gehen

In einem eindringlichen Appell haben Vertreter des deutschen Mittelstands, darunter auch der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Mittelstandsallianz und Der Mittelstand (BMWV), die Bundesregierung aufgefordert, dringend gegen die akuten wirtschaftlichen Herausforderungen vorzugehen.

Der Brief, der an Bundeskanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner gerichtet ist, unterstreicht die besorgniserregende Lage der deutschen Volkswirtschaft.

Laut der aktuellen Konjunkturprognose der Regierung wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent erwartet, während der Internationale Währungsfonds (IWF) Deutschland das schwächste Wirtschaftswachstum unter den G7-Staaten attestiert hat.

Die Probleme sind vielfältig und reichen von hohen Energiepreisen und einem akuten Arbeitskräftemangel bis hin zur unzureichenden Digitalisierung und einer überbordenden Bürokratie.

In einem eindringlichen Appell haben Vertreter des deutschen Mittelstands, darunter auch der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Mittelstandsallianz und Der Mittelstand (BMWV), die Bundesregierung aufgefordert, dringend gegen die akuten wirtschaftlichen Herausforderungen vorzugehen.

Der Brief, der an Bundeskanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner gerichtet ist, unterstreicht die besorgniserregende Lage der deutschen Volkswirtschaft.

Laut der aktuellen Konjunkturprognose der Regierung wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent erwartet, während der Internationale Währungsfonds (IWF) Deutschland das schwächste Wirtschaftswachstum unter den G7-Staaten attestiert hat.

Die Probleme sind vielfältig und reichen von hohen Energiepreisen und einem akuten Arbeitskräftemangel bis hin zur unzureichenden Digitalisierung und einer überbordenden Bürokratie.

bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock macht deutlich, dass diese Problematik gerade auch für die Recycling-, Sekundärrohstoff- und Entsorgungsbranche enorm wichtig ist. "Einfachere und schnellere Genehmigungsverfahren sind wesentlich für mehr Innovationen, die Grundvoraussetzung für die Implementierung der Kreislaufwirtschaft und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen!"

Dazu treten enorme Belastungen bei Steuern und Abgaben, die den Leistungsträgerinnen und -trägern durch immer mehr Berichtspflichten die Lust auf eine unternehmerische Betätigung nimmt. Diese strukturellen Defizite, so die Verfasser, haben das Vertrauen des Mittelstands in die Bundesregierung erheblich erschüttert.

Obwohl die Ampelkoalition unter Führung von Kanzler Scholz mit ihrer Wachstumsinitiative bereits erste Schritte zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unternommen habe, blieben viele versprochene Maßnahmen, insbesondere der Abbau von Bürokratie, unausgeführt. Die Zeit für Gipfelgespräche sei vorbei, heißt es in dem Schreiben, und es wird ein klarer wirtschaftspolitischer Kurs gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

Die Verfasser betonen, dass angesichts der geopolitischen Herausforderungen ein politischer Stillstand nicht tragbar ist. Sie fordern die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dem Mittelstand eine Perspektive zu bieten. Andernfalls sehen sie die Notwendigkeit, die Entscheidung über die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes vorzeitig an die Wähler zu übertragen.

Quelle:

bvse

Alterra-Anlage in Akron, Ohio, 2024. Quelle: Alterra
Alterra-Anlage in Akron, Ohio, 2024.
04.11.2024

Chemisches Recycling: Kooperation für Anlagenbau

Neste, Alterra und Technip Energies haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe durch das Angebot einer standardisierten technologischen Lösung für das chemische Recycling voranzutreiben.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen, die chemische Recyclingkapazitäten aufbauen wollen, eine modulare Standardlösung anzubieten, die auf der selbst entwickelten Verflüssigungstechnologie von Alterra basiert.

Diese Lösung kommt in Form von einsatzbereiten Modulen für den Bau von entsprechenden Anlagen zur Verflüssigung von Kunststoffabfällen. Dies ermöglicht geringere Vorinvestitionen, eine schnellere Umsetzung, eine zuverlässige Berechnung der Wirtschaftlichkeit des Projekts sowie geringere Gesamtkapitalkosten. So lassen sich Projekte zum Aufbau von Kapazitäten für das chemische Recycling effizienter durchführen – und die Industrie kann ihre Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern und die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und Chemieprodukte beschleunigen.

Neste, Alterra und Technip Energies haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe durch das Angebot einer standardisierten technologischen Lösung für das chemische Recycling voranzutreiben.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Unternehmen, die chemische Recyclingkapazitäten aufbauen wollen, eine modulare Standardlösung anzubieten, die auf der selbst entwickelten Verflüssigungstechnologie von Alterra basiert.

Diese Lösung kommt in Form von einsatzbereiten Modulen für den Bau von entsprechenden Anlagen zur Verflüssigung von Kunststoffabfällen. Dies ermöglicht geringere Vorinvestitionen, eine schnellere Umsetzung, eine zuverlässige Berechnung der Wirtschaftlichkeit des Projekts sowie geringere Gesamtkapitalkosten. So lassen sich Projekte zum Aufbau von Kapazitäten für das chemische Recycling effizienter durchführen – und die Industrie kann ihre Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern und die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und Chemieprodukte beschleunigen.

Bei der Technologie von Alterra handelt es sich um ein thermochemisches Verflüssigungsverfahren zur Umwandlung von schwer zu recycelnden Kunststoffen in ein flüssiges, auf Kohlenwasserstoffen basierendes Zwischenprodukt. Dieses kann dann zu hochwertigen Rohstoffen für neue Kunststoffe und Chemieprodukte weiterverarbeitet werden. Bis heute hat Neste mehr als 6.000 Tonnen Material verarbeitet, das aus Kunststoffen gewonnen wurde, darunter auch ISCC PLUS-zertifiziertes Öl aus einer großtechnischen Anlage von Alterra in Akron, Ohio.

Die Expertise von drei Unternehmen in einer Lösung
Alterra und Neste arbeiten seit 2021 auf dem Gebiet des chemischen Recyclings zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Technologie von Alterra und dem Aufbau entsprechender Wertschöpfungsketten. Seit 2022 arbeitet Alterra auch mit Technip Energies am chemischen Recycling. Nun schließen sich alle drei Unternehmen für ein einmaliges Vorhaben zusammen: Alterra und Neste lizenzieren die Technologie für das Verflüssigen, Technip Energies entwirft, konstruiert und liefert dann entsprechende Lösungen für standardisierte Anlagen an Interessenten auf der ganzen Welt.

Quelle:

Neste Corporation

30.10.2024

Rieter: Anleihe über insgesamt 65 Mio. CHF

Rieter hat eine Anleihe von 65 Mio. CHF mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Coupon von 3.5% platziert. Der Nettoerlös der Emission wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet. Zudem verlängere die Anleihe das Fälligkeitsprofil der Fremdfinanzierung und erhöhe die Diversifikation der Investorenbasis sowie die strategische Flexibilität, so Oliver Streuli, Rieter Group CFO.

Die Emission erfolgte durch die UBS, Zürcher Kantonalbank, Commerzbank und Basler Kantonalbank. Die Anleihe wird an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Rieter hat eine Anleihe von 65 Mio. CHF mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Coupon von 3.5% platziert. Der Nettoerlös der Emission wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet. Zudem verlängere die Anleihe das Fälligkeitsprofil der Fremdfinanzierung und erhöhe die Diversifikation der Investorenbasis sowie die strategische Flexibilität, so Oliver Streuli, Rieter Group CFO.

Die Emission erfolgte durch die UBS, Zürcher Kantonalbank, Commerzbank und Basler Kantonalbank. Die Anleihe wird an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Weitere Informationen:
Anleihe Rieter Holding AG
Quelle:

Rieter AG

Bild: Niels Zee, Pixabay
30.10.2024

Fachverband Matratzen-Industrie 2025 in Frankfurt statt in Köln

Nach der Absage der für 2025 geplanten imm cologne präsentiert der Matratzenverband das Leistungsspektrum der Branche und deren neuste Trends nun in Frankfurt auf der Heimtextil in der Halle 11. Schwerpunktthemen sind die Erweiterte Herstellerverantwortung, R-Strategien, Rückwärtslogistik und Matratzenrecycling.

Besonders im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft. Der Verband fordert gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) eine gesetzliche Regelung im Bereich der Matratzen. „Der Fachverband Matratzen-Industrie e.V. setzt sich für ein gesetzlich geregeltes System der Erweiterten Herstellerverantwortung ein. Dazu zählen neben den R-Strategien und der Rückwärtslogistik auch innovative Recyclinglösungen. Wir freuen uns, in Frankfurt zu sein und mit der Heimtextil eine starke Plattform an unserer Seite zu haben, die durch ihre enorme Produktvielfalt und Internationalität überzeugt“, sagt Martin Auerbach, Geschäftsführer des Fachverbands.

Nach der Absage der für 2025 geplanten imm cologne präsentiert der Matratzenverband das Leistungsspektrum der Branche und deren neuste Trends nun in Frankfurt auf der Heimtextil in der Halle 11. Schwerpunktthemen sind die Erweiterte Herstellerverantwortung, R-Strategien, Rückwärtslogistik und Matratzenrecycling.

Besonders im Fokus steht die Kreislaufwirtschaft. Der Verband fordert gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) eine gesetzliche Regelung im Bereich der Matratzen. „Der Fachverband Matratzen-Industrie e.V. setzt sich für ein gesetzlich geregeltes System der Erweiterten Herstellerverantwortung ein. Dazu zählen neben den R-Strategien und der Rückwärtslogistik auch innovative Recyclinglösungen. Wir freuen uns, in Frankfurt zu sein und mit der Heimtextil eine starke Plattform an unserer Seite zu haben, die durch ihre enorme Produktvielfalt und Internationalität überzeugt“, sagt Martin Auerbach, Geschäftsführer des Fachverbands.

Auerbach hält am ersten Messetag, 14.01.2025 um 12:00 Uhr im Rahmen der „Econogy Talks“ auf der Retail Stage in der Halle 12.1 einen Vortrag über den aktuellen Stand der Diskussion und Lösungsansätze zur Kreislaufwirtschaft in der Matratzen-Industrie.

Smart Bedding-Halle 11.0: Marken unter einem Dach
Zur kommenden Heimtextil werden führende Hersteller im Bereich Bettwaren, Matratzen und Schlafsysteme in der Smart Bedding-Halle 11.0 zu finden sein. Deutsche Größen wie Badenia Bettcomfort, Brinkhaus, Centa-Star, f.a.n. frankenstolz, Hefel-Textil, Heinrich Häussling, OBB Oberbadische Bettfedernfabrik und Sanders-Kauffmann stellen aus. Auch international sind zahlreiche Unternehmen vertreten: von billerbeck Schweiz, Healthcare, John Cotton Europe und Lenzing bis hin zu Norvigroup Denmark, Standard Fiber, Ted Bea Ead, Ventius sowie Wendre AS. Zudem zeichnet sich eine wachsende Zahl an Anfragen aus Asien im Bereich Sourcing ab.

Mechanisches Textilrecycling Foto: Gebr. Otto
Mechanisches Textilrecycling
30.10.2024

Baumwollgarn zu 50% aus Alttextilien

Ein Baumwollgarn, das zur Hälfte aus Alttextilien besteht: Daran arbeiten die Dietenheimer Spinnerei Gebr. Otto und das Recycling Atelier des ITA Augsburg. Rund 1,6 Millionen Tonnen Alttextilien kommen jedes Jahr in Deutschland zusammen, Tendenz steigend. Die jährliche Erntemenge von Baumwolle bleibt hingegen seit Jahren konstant. Baumwollanbau erfordert viel Wasser und Energie und ist nur unter den passenden klimatischen Bedingungen möglich. Ein Garn mit einem hohen Anteil von Post-Consumer (PCR)-Baumwolle bringt eine deutlich bessere Umweltbilanz mit. Das Entwicklungsprojekt wird seit Herbst 2024 durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Ein Baumwollgarn, das zur Hälfte aus Alttextilien besteht: Daran arbeiten die Dietenheimer Spinnerei Gebr. Otto und das Recycling Atelier des ITA Augsburg. Rund 1,6 Millionen Tonnen Alttextilien kommen jedes Jahr in Deutschland zusammen, Tendenz steigend. Die jährliche Erntemenge von Baumwolle bleibt hingegen seit Jahren konstant. Baumwollanbau erfordert viel Wasser und Energie und ist nur unter den passenden klimatischen Bedingungen möglich. Ein Garn mit einem hohen Anteil von Post-Consumer (PCR)-Baumwolle bringt eine deutlich bessere Umweltbilanz mit. Das Entwicklungsprojekt wird seit Herbst 2024 durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Deutschland ist aufgrund seiner Alttextilien ein rohstoffreiches Land. Bisher wird diese Ressource noch schlecht genutzt, wie Dr. Georg Stegschuster, Leiter des Recycling Ateliers des Instituts für Textiltechnik in Augsburg (ITA) erläutert: „Derzeit landen knapp dreiviertel der 1,6 Millionen Tonnen Alttextilien auf der Deponie oder werden verbrannt. Gerade mal ein Prozent der Alttextilien kommt in einen geschlossenen Kreislauf, das heißt, aus einem alten Shirt wird ein neues. Unser Ziel muss es sein, diesen Anteil deutlich zu erhöhen“, betont Stegschuster

Das Projekt, an dem Gebr. Otto und das Recycling Atelier des ITA gemeinsam arbeiten, entwickelt eine Kreislauflösung für Baumwoll-Handtücher. Aus ausgedienter Frottierware sollen Fasern gewonnen und zu einem Baumwollgarn versponnen werden, um daraus ein neues Handtuch zu fertigen. Dafür soll ein sogenanntes PCR-Baumwollgarn hergestellt werden, das zur Hälfte aus wiederaufbereiteten Fasern besteht und eine mittlere Feinheit aufweist, wie sie für ein Handtuch ideal ist.

Eine Machbarkeitsstudie des Recycling Ateliers hat ergeben, dass ein solches Garn technisch zu realisieren ist. Die Augsburger Textilexperten haben dargestellt, wie groß die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile eines solchen Garns aus PCR-Baumwolle sind. Georg Stegschuster erklärt: „Um Baumwolle anzubauen, braucht es sehr viel Wasser. Im Durchschnitt fließen 10.000 Liter Wasser in ein Kilo neuer Baumwollfasern. Arbeiten wir ausschließlich mit wiederaufbereitete Baumwollfasern, liegt der Wasserverbrauch bei einem Bruchteil dessen: bei 600 Litern.“

Weitere Vorteile sind beim Energieverbrauch und CO2-Äquivalenzwert zu erwarten. Bei einem ausschließlich auf Alttextilien basierenden Baumwollgarn liegen die Werte bei einem Zehntel dessen, was für ein neues Baumwollgarn nötig wäre.

Mit diesen Ergebnissen konnte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt überzeugt werden, das Projekt für zwölf Monate zu fördern.

Aktuell entwickelt und verfeinert die Projektgruppe die notwendigen Prozesse. Am Anfang steht das mechanische Textilrecycling: Dazu gehören insbesondere das Schneiden und Reißen des ausgedienten Textils, damit neue Fasern entstehen können. Ein weißes Handtuch ist ein sortenreines Produkt, und lässt sich vergleichsweise leicht in seine Einzelteile zerlegen.

Gebr. Otto entwickelt die entsprechende Spinnereivorbereitung und den Prozess zum Verspinnen der recycelten Fasern, die andere Eigenschaften aufweisen als neue Rohware. Die recycelten Fasern sind deutlich kürzer und haben eine andere Oberflächenstruktur und somit andere Haft- und Gleiteigenschaften als die neue Rohware, mit der sie beim Spinnen kombiniert werden.

Die ersten Tests sind gut verlaufen. Andreas Merkel: „Wir gehen davon aus, dass wir mit unserer Mischung in der geforderten Feinheit ein gutes Ergebnis erreichen.“ Wie die Neuentwicklung am Ende bei den Kunden ankommt, hängt von ihrer Qualität ab und wie sie zu verarbeiten ist. „Da darf sich ein Garn mit hohem Recyclinganteil nicht von einem Baumwollgarn aus 100 Prozent neuen Rohstoffen unterscheiden.“

Besucher bei der Besichtigung des wiedereröffneten Werks © CWS Workwear
30.10.2024

CWS Workwear: Investment von rund 5 Mio. Euro in Großwäscherei

Nach einer umfassenden Investition von knapp fünf Millionen Euro hat CWS Workwear die modernisierte Großwäscherei in Trossingen eröffnet. Der Standort zählt jetzt zu den modernsten und umweltfreundlichsten CWS Workwear Wäschereien in Europa. Die Großwäscherei mit 290 Arbeitsplätzen besteht aus zwei Werken, umfassenden Service- und Logistikkapazitäten, einem Kundenservice und Verwaltungsabteilungen.

Durch den Einsatz einer neuen Waschstraße (Werk 2), einer Dosieranlage, eines Niedrigtemperatur-Finishers und weiteren hochmodernen Systemen kann der Waschprozess jetzt wesentlich ressourcenschonender ablaufen: Die Anlagen sparen Wasser, Waschmittel und Energie und behandeln die Textilien besonders schonend. So bleibt Arbeitsbekleidung länger im Umlauf, und der Lebenszyklus der Produkte wird nachhaltig verlängert.

Nach einer umfassenden Investition von knapp fünf Millionen Euro hat CWS Workwear die modernisierte Großwäscherei in Trossingen eröffnet. Der Standort zählt jetzt zu den modernsten und umweltfreundlichsten CWS Workwear Wäschereien in Europa. Die Großwäscherei mit 290 Arbeitsplätzen besteht aus zwei Werken, umfassenden Service- und Logistikkapazitäten, einem Kundenservice und Verwaltungsabteilungen.

Durch den Einsatz einer neuen Waschstraße (Werk 2), einer Dosieranlage, eines Niedrigtemperatur-Finishers und weiteren hochmodernen Systemen kann der Waschprozess jetzt wesentlich ressourcenschonender ablaufen: Die Anlagen sparen Wasser, Waschmittel und Energie und behandeln die Textilien besonders schonend. So bleibt Arbeitsbekleidung länger im Umlauf, und der Lebenszyklus der Produkte wird nachhaltig verlängert.

Zusätzlich zu den Nachhaltigkeits-Maßnahmen wurde die Kapazität des Werks erhöht. „Unsere Wäscherei hier in Trossingen ist das Herzstück unserer Kundenbetreuung im Südwesten Deutschlands. Von hier aus beliefern wir zuverlässig unsere Kunden mit 31.000 Teilen pro Tag und haben jetzt die Möglichkeit unsere Kapazitäten auf bis zu 45.000 Teile zu erweitern“, erklärt Andrei Craznic, Betriebsleiter der CWS Workwear Wäscherei Trossingen.

CWS Workwear vereint Innovation und Nachhaltigkeit in einem zirkulären Geschäftsmodell, das auf Ressourcenschonung und Langlebigkeit ausgerichtet ist. Nachhaltige Arbeitskleidung als Servicemodell („Workwear as a Service) ist ein zentrales Element der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, die Lebensdauer der Kleidung bis 2030 zu verdoppeln, Abfälle sowie Kosten deutlich zu senken und Qualitätsmängel zu minimieren.

Um die Effizienz weiter zu steigern, sind zusätzliche Investitionen von zwei Millionen Euro in der Wäscherei geplant. Diese umfassen unter anderem den Ausbau eines modernen Sortierraums, in dem Röntgentechnik Fremdkörper erkennt, sowie eine neue Waschstraße im Werk 1.

Weitere Informationen:
CWS Workwear Modernisierung Wäscherei
Quelle:

CWS Workwear

30.10.2024

Wirtschaftsgipfel: HDE fordert Taten und Reformen

Mit Blick auf die beiden am 29. Oktober in Berlin stattgefundenen Wirtschaftsgipfel fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) konkrete, strukturelle Reformen für den Standort Deutschland. Verbandspräsident Alexander von Preen betont, dass längst alle Herausforderungen und Lösungswege benannt seien und auf dem Tisch lägen.

„Reden ist Silber, Handeln ist Gold. Das muss das Motto der Wirtschaftspolitik für die kommenden Monate sein. Der Einzelhandel als drittgrößter Arbeitgeber und bedeutendste Kraft der Binnenwirtschaft kann nicht auf die Bundestagswahlen warten. Die Bundesregierung ist noch für ein Jahr gewählt, diese Zeit muss in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Lage dringend für wachstumsfreundliche Politik genutzt werden“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Mit Blick auf die beiden am 29. Oktober in Berlin stattgefundenen Wirtschaftsgipfel fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) konkrete, strukturelle Reformen für den Standort Deutschland. Verbandspräsident Alexander von Preen betont, dass längst alle Herausforderungen und Lösungswege benannt seien und auf dem Tisch lägen.

„Reden ist Silber, Handeln ist Gold. Das muss das Motto der Wirtschaftspolitik für die kommenden Monate sein. Der Einzelhandel als drittgrößter Arbeitgeber und bedeutendste Kraft der Binnenwirtschaft kann nicht auf die Bundestagswahlen warten. Die Bundesregierung ist noch für ein Jahr gewählt, diese Zeit muss in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Lage dringend für wachstumsfreundliche Politik genutzt werden“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Aus Sicht des HDE geht es dabei vor allem um gesicherte Standortbedingungen, ein weiteres Bürokratieentlastungsgesetz, ein Moratorium für neue Bürokratie, die Abschaffung der Stromsteuer für alle und die konsequentere Durchsetzung des deutschen und des EU-Rechts gegenüber Händlern aus Drittstaaten. „Beim Entflechten des Bürokratiedschungels darf man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, da muss noch mehr kommen. Insbesondere aber darf nicht zeitgleich immer mehr neue Bürokratie obendrauf gesattelt werden. Wir haben ein echtes Strukturproblem und brauchen jetzt ein Moratorium“, so der HDE-Präsident. Auch für den Einzelhandel sei die Energie zu teuer. Wer die Streichung der Stromsteuer nur auf bestimmte Industriezweige beschränke, springe deshalb zu kurz. Als entscheidend sieht von Preen auch die Deregulierung der Geschäftsbeziehungen an. „Viele Gesetze der letzten Jahre sind von einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber dem Markt und seinen Kräften geprägt. Da braucht es wieder mehr Raum für Unternehmertum, für kreative und wachstumsfördernde Ideen. Wenn der Staat mit immer neuen Melde- und Berichtspflichten den Alltag der Unternehmer flutet, dann leidet das Kerngeschäft.“ Das Versprechen des Bundeskanzlers, das Lieferkettengesetz abzuschaffen, sei ein richtiger Ansatz, der nun aber auch rasch umgesetzt werden müsse.

Von Preen: „Der Handel erwartet strukturelle Reformen der Bundesregierung. Es geht nicht um zahlreiche Gipfel, sondern um eine verantwortliche und zielgerichtete Umsetzung der strukturellen Maßnahmen. Flickschusterei und immer neue Gesprächsrunden bringen uns nicht weiter. Jetzt heißt es handeln.“

Quelle:

Handelsverband Deutschland HDE

Outlast: Aerogel-Isolierung in Viskosefasern Foto Outlast Technologies GmbH
24.10.2024

Outlast: Aerogel-Isolierung in Viskosefasern für Bettwarenfüllungen

Outlast Technologies GmbH präsentiert Innovation für die Bettwarenbranche auf der Heimtextil im Januar 2025. Das Unternehmen, das bisher bekannt war für seine Lösungen zur Temperaturregulierung und Feuchtigkeitsreduktion, will neue Maßstäbe in der Isolierung von Bettwaren setzen.

Outlast hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, das extrem leichte und isolierende Material Aerogel direkt in Viskosefasern einzubinden. Diese Innovation führt zu einer Verbesserung der Isolierleistung bei gleichbleibendem Gewicht. So können beispielsweise warme Winterdecken hergestellt werden, die genauso leicht sind wie Sommerdecken. Erste Tests eines unabhängigen Instituts bestätigen, dass die mit Aersulate optimierten Fasern eine bis zu 35 Prozent höhere Isolierleistung bieten als herkömmliche Viskosefasern.

Ideale Bettwaren kombinieren Eigenschaften, die oft im Widerspruch zueinander zu stehen scheinen: Sie sollen leicht auf der Haut liegen und gleichzeitig wohlige Wärme spenden, ohne dabei starkes Schwitzen zu fördern: Gewicht spielt eine entscheidende Rolle für den Schlafkomfort.

Outlast Technologies GmbH präsentiert Innovation für die Bettwarenbranche auf der Heimtextil im Januar 2025. Das Unternehmen, das bisher bekannt war für seine Lösungen zur Temperaturregulierung und Feuchtigkeitsreduktion, will neue Maßstäbe in der Isolierung von Bettwaren setzen.

Outlast hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, das extrem leichte und isolierende Material Aerogel direkt in Viskosefasern einzubinden. Diese Innovation führt zu einer Verbesserung der Isolierleistung bei gleichbleibendem Gewicht. So können beispielsweise warme Winterdecken hergestellt werden, die genauso leicht sind wie Sommerdecken. Erste Tests eines unabhängigen Instituts bestätigen, dass die mit Aersulate optimierten Fasern eine bis zu 35 Prozent höhere Isolierleistung bieten als herkömmliche Viskosefasern.

Ideale Bettwaren kombinieren Eigenschaften, die oft im Widerspruch zueinander zu stehen scheinen: Sie sollen leicht auf der Haut liegen und gleichzeitig wohlige Wärme spenden, ohne dabei starkes Schwitzen zu fördern: Gewicht spielt eine entscheidende Rolle für den Schlafkomfort.

Den Experten von Outlast Technologies ist es erstmals gelungen, das schwer zu verarbeitende Material Aerogel durch einen zum Patent angemeldeten Prozess direkt in die Fasern der Füllung zu integrieren. Dieses innovative Verfahren eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Bettwaren, die sowohl leicht als auch hochgradig isolierend sind.

Weitere Informationen:
Outlast Aerogel Schlafkomfort Bettwaren
Quelle:

Outlast Technologies GmbH

Revice-Projekt" Reparatur.Offensive Foto Decathlon
24.10.2024

Decathlon startet mit "Revice-Projekt" Reparatur.Offensive

Mit der Eröffnung der regionalen Werkstatt in München-Unterföhring startet Multisportspezialist Decathlon seine geplante Reparatur-Offensive im Rahmen des Revice-Projekts. Ziel ist es, deutschlandweit in den kommenden Jahren bis zu 10 Werkstätten zu eröffnen, die umfassende Reparaturservices anbieten und Decathlon zu einer führenden Anlaufstelle für Pflege- und Reparaturdienstleistungen von Sportartikeln in Deutschland machen.
 
Das Revice-Projekt ist ein wichtiges Element der Nachhaltigkeitsstrategie des Untenrehmens, dasanstrebt, bis 2030 seine absoluten Treibhausgasemissionen um 40 % und bis 2050 um 90 % gegenüber dem Basisjahr 2021 zu reduzieren. Diese ambitionierten Ziele wurden von der Science Based Target Initiative (SBTi) wiederholt validiert. Weiter hat sich Decathlon dem Corporate Net Zero Standard der SBTi verpflichtet. Während der Umsatz weltweit um 4,4 % auf 15,6 Milliarden Euro stieg, konnten die absoluten Treibhausgasemissionen um 11,7 % gesenkt werden.
 

Mit der Eröffnung der regionalen Werkstatt in München-Unterföhring startet Multisportspezialist Decathlon seine geplante Reparatur-Offensive im Rahmen des Revice-Projekts. Ziel ist es, deutschlandweit in den kommenden Jahren bis zu 10 Werkstätten zu eröffnen, die umfassende Reparaturservices anbieten und Decathlon zu einer führenden Anlaufstelle für Pflege- und Reparaturdienstleistungen von Sportartikeln in Deutschland machen.
 
Das Revice-Projekt ist ein wichtiges Element der Nachhaltigkeitsstrategie des Untenrehmens, dasanstrebt, bis 2030 seine absoluten Treibhausgasemissionen um 40 % und bis 2050 um 90 % gegenüber dem Basisjahr 2021 zu reduzieren. Diese ambitionierten Ziele wurden von der Science Based Target Initiative (SBTi) wiederholt validiert. Weiter hat sich Decathlon dem Corporate Net Zero Standard der SBTi verpflichtet. Während der Umsatz weltweit um 4,4 % auf 15,6 Milliarden Euro stieg, konnten die absoluten Treibhausgasemissionen um 11,7 % gesenkt werden.
 
Die Maßnahmen, die das möglich machten, umfassen die Dekarbonisierung der Unternehmensaktivitäten, die Entwicklung von langlebigen Produkten und den Ausbau von Kreislaufwirtschaftsmodellen. Da ein Großteil der verursachten Treibhausgasemissionen (rund 80%) mit den Produkten zusammenhängt, setzt Decathlon sein Hauptaugenmerk darauf, diese zu reduzieren, indem:

  1. nachhaltigere Materialien und Produktionsprozesse eingesetzt werden (Ecodesign-Ansatz)
  2. die Produkte so designt werden, dass sie lange genutzt und repariert werden können (Langlebigkeit)
  3. die Produkte möglichst lange durch Wartung, Reparatur oder Weiterverkauf im Kreislauf gehalten werden (Kreislaufwirtschaft)

Decathlon hat sich in Deutschland zum Ziel gesetzt, die Zahl der reparierten Produkte innerhalb von drei Jahren um ein Vierfaches zu steigern: von 120.000 auf 500.000. Der Service wird nicht nur auf eigene Produkte, sondern perspektivisch auch auf Fremdmarken ausgeweitet. Kund:innen profitieren von einem breiteren Serviceangebot und einer kürzeren Wartezeit. Derzeit liegt die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Reparaturen bei 20 Tagen. Zukünftig soll diese auf sieben Tage reduziert werden. Durch ein verbessertes Reparaturerlebnis und innovative Angebote wie DIY-Lösungen und Werkstattservices möchte Decathlon zudem seine Marktanteile im wachsenden DIY- und Werkstattmarkt weiter ausbauen. Ziel ist es, 100 % der Sportartikel reparieren zu können und Decathlon als Marktführer im Reparaturbereich zu positionieren. Geplant sind zudem Awareness-Aktionen wie Verkaufsautomaten für Fahrradschläuche, Fahrradreparaturstände, Repair Cafés oder der Ausbau des Online-DIY-Angebots.

Weitere Informationen:
Decathlon Reparatur Ecodesign Regulation
Quelle:

Decathlon

Blickfang Designmessen Foto BLICKFANG Messe GmbH
24.10.2024

Blickfang Designmessen haben Tierwohl in der Modeindustrie im Fokus

Die Modeindustrie befindet sich in einem Wandel hin zu mehr ethischer Verantwortung. Besonders das Thema „Tierwohl“ rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion.  

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher, darunter auch eine wachsende Zahl von Menschen, die sich für einen veganen Lebensstil entscheiden, legen Wert auf Produkte, die weder Mensch noch Tier schaden. Die Frage, wie Kleidung produziert wird und welche Materialien zum Einsatz kommen, steht zunehmend im Fokus. Um den Anforderungen einer bewussten und nachhaltigen Konsumgesellschaft gerecht zu werden, setzen Designer:innen und Labels vermehrt auf innovative, tierfreundliche Alternativen. Von nachwachsendem Kaktusleder, das die Umwelt schont, bis hin zu gewaltfreier Peace-Silk, die den natürlichen Lebenszyklus der Seidenraupe respektiert – Marken zeigen, wie Mode heute nicht nur ästhetisch, sondern auch nachhaltig und tierwohlorientiert gestaltet werden kann.

Die Modeindustrie befindet sich in einem Wandel hin zu mehr ethischer Verantwortung. Besonders das Thema „Tierwohl“ rückt immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion.  

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher, darunter auch eine wachsende Zahl von Menschen, die sich für einen veganen Lebensstil entscheiden, legen Wert auf Produkte, die weder Mensch noch Tier schaden. Die Frage, wie Kleidung produziert wird und welche Materialien zum Einsatz kommen, steht zunehmend im Fokus. Um den Anforderungen einer bewussten und nachhaltigen Konsumgesellschaft gerecht zu werden, setzen Designer:innen und Labels vermehrt auf innovative, tierfreundliche Alternativen. Von nachwachsendem Kaktusleder, das die Umwelt schont, bis hin zu gewaltfreier Peace-Silk, die den natürlichen Lebenszyklus der Seidenraupe respektiert – Marken zeigen, wie Mode heute nicht nur ästhetisch, sondern auch nachhaltig und tierwohlorientiert gestaltet werden kann.

Die BLICKFANG Designmessen wollen den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl in der Modebranche auf den Veranstaltungen im November in Wien und Zürich unterstützen. Die vorgestellten Labels betrachten die Veranstalter nicht nur als Pioniere in der Verwendung tierfreundlicher Materialien, sondern auch als Vorbilder für andere Unternehmen. Durch die Wahl ethisch produzierter Mode könnten Konsument:innen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Tierwohls und zur Erhaltung unseres Planeten leisten.

EDELZiEGE: Ein Hauch Mongolei in deutschem Design
Atemberaubende Landschaften, Weite, extreme klimatische Bedingungen, jahrtausendalte Traditionen – und Kaschmir. Mit all diesen Dingen ist Saruul Fischer, die Inhaberin des Modelabels EDELZiEGE, aufgewachsen. Das Label verwendet 100% Kaschmirwolle von freilebenden Ziegen. Zum Schutz vor dem eisigen Winter entwickeln die Kaschmirziegen ein Unterfell von einzigartig weicher Qualität. Einmal im Jahr, im Frühling, wenn das Klima milder wird, treiben die Hirten die Herden zusammen, um die Wolle zu sammeln, wobei das Haar der Ziege vorsichtig ausgekämmt wird.

Nachdem Saruul Fischer in der Heimat ihrer Familie Ulaanbaatar in einer örtlichen Kaschmir-Strickerei einen geeigneten Partner gefunden hatte, schlägt sie mit ihrem Label die Brücke in ihre Wahlheimat Deutschland. EDELZiEGE produziert ausschließlich in kleinen Manufakturen in der Mongolei, wobei Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen im Vordergrund stehen. EDELZiEGE ist auf der BLICKFANG in Zürich zu sehen.

Die friedliche Revolution der Seide - Post Silk Art
In ihrem Atelier in Brugg webt Brigitte Post Träume aus Seide und verwendet dafür gewaltfreie Peace-Silk. Diese Bio-Wildseide besticht durch einzigartige Eigenschaften, ihren Glanz und Griff. Bei der Gewinnung von Peace-Silk dürfen die Seidenraupen im Gegensatz zur herkömmlichen Seidenproduktion ihren natürlichen Lebenszyklus vollenden und aus den Kokons schlüpfen.

Die zurückgelassenen Kokons werden dann zu dieser Seide verarbeitet. Diese nachhaltige Produktionsmethode unterstützt nicht nur das Tierwohl, sondern auch die lokale Wirtschaft in Assam, Nordindien, wo viele Bauernfamilien von dieser Produktion leben. Brigitte Post verwandelt diese ethisch gewonnene Seide in schillernde Kunstwerke zum Tragen, die ein starkes Statement für Nachhaltigkeit und Tierwohl setzen. POST SILK ART ist ebenfalls auf der BLICKFANG Zürich vertreten.

Verantwortungsvolle Lederkunst mit lokaler Wertschöpfung
MARAI demonstriert, dass Lederverarbeitung und Ethik Hand in Hand gehen können. Das Label wurde aus der Erkenntnis heraus gegründet, dass in der Schweiz jährlich Zehntausende Ziegen- und Schaffelle aus der Lebensmittelindustrie ungenutzt verbrannt werden. MARAI hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Ressourcen zu retten und in hochwertige Produkte zu verwandeln.

Ein Kernaspekt der Philosophie von MARAI ist die vollständige Transparenz ihrer Lieferkette. Alle Materialien, Produktionen und Manufakturen befinden sich innerhalb eines Radius von 150 Kilometern, was es dem Label ermöglicht, enge Beziehungen zu seinen Partnern zu pflegen und die Produktionsprozesse jederzeit einzusehen. Die Gerbung der Felle erfolgt in der süddeutschen Gerberei Renz, die seit 1888 auf pflanzliche Gerbung spezialisiert ist und Extrakte aus Hölzern, Rinden und Baumfrüchten verwendet – allesamt nachwachsende Rohstoffe.
 
Die Taschen und Accessoires von MARAI werden vom ersten Schnitt bis zur letzten Naht in Handarbeit in einer süddeutschen Manufaktur hergestellt. Mit jedem Produkt erzählt MARAI eine Geschichte von Respekt und Verantwortung gegenüber Tier, Umwelt und lokaler Wirtschaft. Das Label beweist, dass hochwertige Lederprodukte und nachhaltiges, ethisches Handeln perfekt vereinbar sind. MARAI präsentiert sich auf der BLICKFANG Zürich.

Wie Leder – aber aus Holz
Das österreichische Label 2g8er stellt Taschen, Rucksäcke und Accessoires aus Holzleder® her. Dieses Material wird aus Holzfasern gewonnen und mehrschichtig vernetzt, wodurch es die besten Eigenschaften von Leder imitiert, ohne dafür Tiere zu nutzen.

Holzleder® ist reiß- und abriebfest, wiegt ein Viertel von herkömmlichem Leder und ist wasserunempfindlich. Holzleder® altert wie echtes Leder, wird weicher und entwickelt eine charakteristische Patina – ein lebendiges Material, das mit seinem Besitzer wächst. Die in Handarbeit in Österreich gefertigten Rucksäcke, Taschen und Geldbeutel von 2g8er verbinden klassischen Stil mit modernen Elementen. Sie sind nicht nur ein Statement für Tierschutz, sondern auch für Nachhaltigkeit: Das Material ist ÖKO-Tex 100 und FSC-zertifiziert sowie frei von schädlichen Chemikalien. 2g8er ist auf der BLICKFANG Wien vertreten.

ZAMT: Nachhaltige Taschen aus Kaktusleder
Das Berliner Modelabel ZAMT, gegründet von Zisan Buga und Max Reinhardt, steht für zeitlose Mode und nachhaltige Taschen. Ihre gesamten Lederprodukte werden aus Leder hergestellt, was als Nebenprodukt in der Lebensmittelindustrie anfällt. Außerdem gibt es eine Sonderkollektion aus Kaktusleder, das aus den Fasern des Nopal-Kaktus gewonnen wird, der in Mexiko wächst. Dieses Material ist zu 100 % vegan und äußerst nachhaltig, da der Kaktus wenig Wasser benötigt und auf Chemikalien verzichtet wird. Die Blätter des Kaktus' werden auf natürliche Weise geerntet, wodurch die Pflanze nicht beschädigt wird und kontinuierlich neue Blätter produzieren kann.

ZAMT verbindet minimalistisches, architektonisch inspiriertes Design mit ethischer Verantwortung, indem sie in Europa fertigen und faire Arbeitsbedingungen gewährleisten. Für jedes verkaufte Produkt pflanzen sie einen Baum und bieten ein Recycling-Programm für Taschen an, was ihren Beitrag zum Umweltschutz unterstreicht. ZAMT ist auf der BLICKFANG München vertreten.

Weitere Informationen:
Blickfang Designmessen Tierwohl Vegan
Quelle:

BLICKFANG Messe GmbH

Wald Foto: Daniela, Pixabay
24.10.2024

EUDR: Auch Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel betroffen

Am 30. Dezember 2024 soll die EU-Entwaldungsverordnung EUDR in Kraft treten, die umfangreiche Sorgfaltspflichten und Dokumentationen in der gesamten Lieferkette und damit auch für den Handel vorsieht. Zwar hat die EU-Kommission aufgrund massiver Kritik aus der Wirtschaft eine Verschiebung um 12 Monate vorgeschlagen, Stand heute haben EU-Ministerrat und EU-Parlament aber noch nicht zugestimmt. Zur Sicherheit empfiehlt der BTE, von einem EUDR-Start Anfang 2025 auszugehen.

Aktuell gelten folgende Fristen:

Am 30. Dezember 2024 soll die EU-Entwaldungsverordnung EUDR in Kraft treten, die umfangreiche Sorgfaltspflichten und Dokumentationen in der gesamten Lieferkette und damit auch für den Handel vorsieht. Zwar hat die EU-Kommission aufgrund massiver Kritik aus der Wirtschaft eine Verschiebung um 12 Monate vorgeschlagen, Stand heute haben EU-Ministerrat und EU-Parlament aber noch nicht zugestimmt. Zur Sicherheit empfiehlt der BTE, von einem EUDR-Start Anfang 2025 auszugehen.

Aktuell gelten folgende Fristen:

  • Ab dem 30. Dezember 2024 gilt die EUDR für alle Unternehmen ab 50 Mitarbeiter sowie einer Bilanzsumme von mehr als fünf Mio. Euro und Umsatzerlösen von mehr als zehn Mio. Euro.
  • Ab 30. Juni 2025 gilt die Verordnung auch für kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von unter 10 Mio. EUR sowie Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von unter 2 Mio. EUR.

Auch die Textil-, Schuh- und Lederwarenbranche ist ggf. von der EUDR betroffen, z.B. beim Rohstoff Holz oder bei Kautschuk. Klar ist das beispielsweise bei Sneakern mit Kautschuksohle, bei Artikeln aus Holz (z.B. Lattenroste im Bettenhandel) und auch bei den Holz-Regalen im Verkaufsraum. Textilien aus zellulosebasierten Fasern und Baumwolle stehen derzeit (noch) nicht auf der Liste der EUDR.
 
Aktuell unklar ist, inwieweit auch die Eigennutzung bzw. Verwendung von z.B.  Paletten/Kartonagen (Verpackungsmittel), Papierprodukten/Druckerzeugnissen (Etiketten, Büro- und Werbematerialien), Büroausstattung und Holz-Kleiderbügeln im Geschäftsbereich in den Anwendungsbereich der EUDR fallen.
 
Problematisch dabei: Wer die EUDR ignoriert, muss mit drastischen Sanktionen rechnen. Dazu zählen Geldbußen und Vertriebsverbote.
 
Der BTE rät allen Unternehmen, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, ob oder welche Produkte in den Anwendungsbereich der EUDR fallen, welche Rolle dem eigenen Unternehmen zukommt und wie sichergestellt werden kann, dass die erforderlichen Informationen zur Abgabe von Sorgfaltserklärungen vorliegen. Zur Unterstützung hat die EU-Kommission dazu am 2. Oktober zusätzliche Leitlinien und aktualisierte FAQs in englischer Sprache veröffentlicht (die offizielle deutsche Übersetzung liegt bislang noch nicht vor). Diese Dokumente sollen den Unternehmen mehr Klarheit verschaffen und helfen, die Verordnung korrekt und effektiv anzuwenden. Für November/Dezember ist ein Informationssystem angekündigt, in dem die Sorgfaltserklärungen registriert werden.
 
Angesichts der Unklarheiten und knappen Fristen fordert der BTE - im Schulterschluss mit dem HDE und weiteren Fachverbänden – neben einer Verschiebung des Inkrafttretens der EUDR um mindestens 12 Monate:

  • Eine praxisgerechte Umsetzung der Verordnung und Hilfestellung seitens der nationalen Behörde mit einer möglichst einfachen, praxisnahen Handhabung im Vollzug und bei der Kontrolle.
  • Die Schaffung einer neuen Produktkategorie, bei denen Produkte einem Nullrisiko unterliegen.
  • Die Übertragung der Sorgfaltspflicht auf den Erst-Inverkehrbringer und damit der den Wegfall der Dokumentations- und Nachweispflichten für die anschließenden Wertschöpfungsstufen.
  • Safe-Harbour Lösungen, wenn sog. Branchenlösungen den Nachweis über Zertifizierungen erbringen können.
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Foto Archroma
23.10.2024

Archroma: Durchbruch im biobasierten Textildruck

Das branchenweit erste Archroma NTR-Drucksystem nutzt nachwachsende Rohstoffe und formaldehydfreie Chemikalien. Es kombiniert neu entwickeltes Pigmentschwarz und angepasste Hilfsmittel für verbesserte Nachhaltigkeit, Komfort und Haltbarkeit.

Archroma, ein führender Anbieter von Spezialchemikalien für nachhaltige Lösungen, hat das NTR Drucksystem vorgestellt, das biobasierten Pigmentdruck erstmals kommerziell möglich macht. Es basiert auf erneuerbaren Rohstoffen und wurde für eine sicherere Chemie entwickelt. Es hilft Bekleidungs- und Textilmarken dabei, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig brillante Schwarztöne auf Kleidungsstücken zu erzeugen, die sowohl bequem als auch haltbar sind.

Das branchenweit erste Archroma NTR-Drucksystem nutzt nachwachsende Rohstoffe und formaldehydfreie Chemikalien. Es kombiniert neu entwickeltes Pigmentschwarz und angepasste Hilfsmittel für verbesserte Nachhaltigkeit, Komfort und Haltbarkeit.

Archroma, ein führender Anbieter von Spezialchemikalien für nachhaltige Lösungen, hat das NTR Drucksystem vorgestellt, das biobasierten Pigmentdruck erstmals kommerziell möglich macht. Es basiert auf erneuerbaren Rohstoffen und wurde für eine sicherere Chemie entwickelt. Es hilft Bekleidungs- und Textilmarken dabei, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und gleichzeitig brillante Schwarztöne auf Kleidungsstücken zu erzeugen, die sowohl bequem als auch haltbar sind.

Biobasierter Pigmentdruck ist eine aufstrebende Technologie, die bei solchen Marken auf großes Interesse stößt, die bei der Herstellung umweltfreundlicher Textilien Pigmente aus natürlichen Quellen, wie Pflanzen, verwenden möchten. Bislang haben biobasierte Pigmente jedoch keine mit synthetischen Pigmenten vergleichbare Farbechtheit erreicht. Die Farbqualität und Produktionsleistung reichten nicht aus, um eine Produktion im kommerziellen Maßstab zu unterstützen.

Das NTR-Drucksystem von Archroma ist das erste, das erneuerbare Rohstoffe für Pigmentdispersion, Bindemittel und Fixiermittel verwendet. Eine gute Nass- und Trockenreibechtheit sowie eine hervorragende Weichheit auf allen Arten von Stoffen sind gewährleistet. Darüber hinaus eignet es sich für die meisten gängigen Anwendungstechnologien, einschließlich Drucken, Beschichten und kontinuierliches Pigmentfärben und bietet hervorragende Laufeigenschaften für eine effiziente Produktion.

Das innovative neue NTR-Drucksystem ist das Ergebnis von mehr als zwei Jahren Forschung und Entwicklung. Archroma musste dafür maßgeschneiderte Binde- und Fixiermittel entwickeln, um eine mit aktuellen Drucksystemen auf Erdölbasis vergleichbare Echtheit der Pigmentschwarzdispersion zu gewährleisten. Alle drei Druckelemente basieren teilweise auf erneuerbaren Rohstoffen, um die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Petrochemikalien zu verringern. Archroma entwickelte das neue System auch, um giftige Eingangsströme und Verunreinigungen, einschließlich Formaldehyd, zu vermeiden. Zwei erfolgreiche Massenversuche wurden mit Textprint SA und Jeanologia durchgeführt.

 

Weitere Informationen:
Textildruck Biobasiert Drucksystem Archroma
Quelle:

Archroma

In Flames Road-Crew-Team (© Blåkläder
In Flames Road-Crew-Team
23.10.2024

Blåkläder: Workwear für Heavy Metal on Tour

Blåkläder liebt gute Geschichten, in denen die Qualität der Produkte auf die Probe gestellt wird. So auch, als die JesterCrew, das legendäre Road-Crew-Team von In Flames, nach neuer Arbeitskleidung verlangte. Nach 10 Jahren in ihrer aktuellen Blåkläder-Kleidung brauchten sie Ersatz.

2015 begann die Zusammenarbeit von Blåkläder mit der JesterCrew, dem Road-Crew-Team einer der größten schwedischen Metal-Bands, In Flames. Blåkläder stattete das Team mit Arbeitskleidung für die herausfordernden Tourpläne aus. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 700 Shows in fast jedem Winkel der Erde aufgebaut. Fast ein Jahrzehnt später, wandte sich Patrick "Paddi" Krause, Tontechniker der JesterCrew, an Blåkläder und bat um neue Arbeitskleidung. Die Mitglieder verbringen ihre gesamten Arbeitstage in Blåkläder, für sie ist Arbeitskleidung ein Werkzeug, das ihnen hilft, ihre anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen.

Blåkläder liebt gute Geschichten, in denen die Qualität der Produkte auf die Probe gestellt wird. So auch, als die JesterCrew, das legendäre Road-Crew-Team von In Flames, nach neuer Arbeitskleidung verlangte. Nach 10 Jahren in ihrer aktuellen Blåkläder-Kleidung brauchten sie Ersatz.

2015 begann die Zusammenarbeit von Blåkläder mit der JesterCrew, dem Road-Crew-Team einer der größten schwedischen Metal-Bands, In Flames. Blåkläder stattete das Team mit Arbeitskleidung für die herausfordernden Tourpläne aus. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 700 Shows in fast jedem Winkel der Erde aufgebaut. Fast ein Jahrzehnt später, wandte sich Patrick "Paddi" Krause, Tontechniker der JesterCrew, an Blåkläder und bat um neue Arbeitskleidung. Die Mitglieder verbringen ihre gesamten Arbeitstage in Blåkläder, für sie ist Arbeitskleidung ein Werkzeug, das ihnen hilft, ihre anspruchsvollen Aufgaben zu bewältigen.

Blåkläder Workwear wurde 1959 in Svenljunga, Schweden, gegründet. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und Handschuhe für Fachkräfte in Handwerksberufen, Transportwesen, industrieller Fertigung und Service. Qualität, Langlebigkeit und Funktionalität sind zentrale Werte, die Blåkläder ständig weiterentwickelt.

Das Unternehmen ist in 20 Ländern vertreten und hat seinen Hauptsitz in Svenljunga, Schweden. Mit Fabriken in Sri Lanka und Myanmar, über 6.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 2,4 Milliarden SEK ist Blåkläder einer der weltweit führenden Hersteller von Qualitätsarbeitskleidung und die größte sowie bekannteste Arbeitsbekleidungsmarke in den nordischen Ländern.

Weitere Informationen:
Blåkläder Workwear Arbeitskleidung
Quelle:

Blåkläder

Grafik nova-Institut GmbH
23.10.2024

Einreichungen für „Cellulose Fibre Innovation of the Year“ ab sofort möglich

Neben Cellulosefasern bieten bio-basierte Polymerfasern („Biosynthetics“) eine überzeugende Alternative zur Reduzierung fossil-basierter Fasern. Im Rahmen der Cellulose Fibres Conference 2025 sucht das nova-Institut gemeinsam mit GIG Karasek, Sponsor des Innovationspreises „Cellulose Fibre Innovation of the Year“, herausragende Cellulosefaser-Innovationen des Jahres 2025. Auch Innovationen aus dem Bereich der Biosynthetics können eingereicht werden:  

Cellulosefasern und Biosynthetics sind nicht nur alternative Optionen zu herkömmlichen Fasern. Sie ebnen auch den Weg für eine nachhaltigere Zukunft in der Mode- und Textilbranche. Indem sie die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen verringern, minimieren sie Umweltbelastung und tragen zur Schaffung einer verantwortungsvolleren, umweltfreundlicheren Industrie bei.

Neben Cellulosefasern bieten bio-basierte Polymerfasern („Biosynthetics“) eine überzeugende Alternative zur Reduzierung fossil-basierter Fasern. Im Rahmen der Cellulose Fibres Conference 2025 sucht das nova-Institut gemeinsam mit GIG Karasek, Sponsor des Innovationspreises „Cellulose Fibre Innovation of the Year“, herausragende Cellulosefaser-Innovationen des Jahres 2025. Auch Innovationen aus dem Bereich der Biosynthetics können eingereicht werden:  

Cellulosefasern und Biosynthetics sind nicht nur alternative Optionen zu herkömmlichen Fasern. Sie ebnen auch den Weg für eine nachhaltigere Zukunft in der Mode- und Textilbranche. Indem sie die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Ressourcen verringern, minimieren sie Umweltbelastung und tragen zur Schaffung einer verantwortungsvolleren, umweltfreundlicheren Industrie bei.

Die Integration von Cellulosefasern und Biosynthetics in die Textilindustrie ist daher ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit. Vor dem Hintergrund der Umweltauswirkungen der traditionellen Textilproduktion ist ein Anstieg der Nachfrage nach nachhaltigeren Alternativen zu verzeichnen. Nachhaltige Lösungen sind nicht nur bei den Verbrauchern gefragt, sondern auch bei den Markenherstellern, denen die Verbraucher vertrauen und die sie als führend anerkennen.

Cellulosefasern und Biosynthetics spielen eine entscheidende Rolle im Wandel der Textilindustrie. Sie verändern die Branche, indem sie nachhaltige Lösungen bieten, die keine Kompromisse bei Qualität oder Funktionalität eingehen.

Das nova-Institut und GIG Karasek laden Innovatoren ein, ihre Entwicklungen oder Produkte einem internationalen Expertengremium zu präsentieren. Der Wettbewerb um den Innovationspreis bietet Start-ups und innovativen Unternehmen die Möglichkeit, sich einem breiten Teilnehmerkreis zu präsentieren und neue Industriepartner zu finden.  Die Bewerbung ist bis zum 30. November 2024 über das Online-Formular auf folgender Webseite möglich: https://cellulose-fibres.eu/award-application.

Kornit Atlas MAX-Technologie Foto Kornit Digital Ltd.
Kornit Atlas MAX-Technologie
23.10.2024

ALLESklarDRUCK kooperiert mit Kornit Digital

Kornit Digital LTD., ein führender Anbieter von digitaler Technologie für nachhaltige On-Demand-Mode und-Textilproduktion, startet eine strategische Partnerschaft mit ALLESklarDRUCK, einem Unternehmen in der Druckindustrie.
 
Was als Druckerei begann, hat sich zu einem vielseitigen Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern und drei erfolgreichen Standorten entwickelt, das Dienstleistungen von der Textilveredelung bis zum Merchandising anbietet. Unter Leitung von Robin Hemmert hat ALLESklarDRUCK die Grenzen des traditionellen Drucks konsequent erweitert.
 
Zu den wichtigsten Fortschritten, die durch die Partnerschaft in den Geschäftsbetrieb von ALLESklarDRUCK integriert wurden, gehört der Kornit Orion Dryer. Diese innovative Lösung optimiert die Bearbeitung und Veredelung von Textilien, minimiert Fehler und verbessert die Waschechtheit. Die Kornit Atlas MAX-Technologie, die für ein farbbrillantes und haltbares Druckbild auf verschiedensten Materialien bekannt ist, hat das Serviceangebot von ALLESklarDRUCK deutlich erweitert: Qualität und Sortiment wurden verbessert, der Ausschuss deutlich verringert. So konnten wertvolle Ressourcen geschont werden.

Kornit Digital LTD., ein führender Anbieter von digitaler Technologie für nachhaltige On-Demand-Mode und-Textilproduktion, startet eine strategische Partnerschaft mit ALLESklarDRUCK, einem Unternehmen in der Druckindustrie.
 
Was als Druckerei begann, hat sich zu einem vielseitigen Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern und drei erfolgreichen Standorten entwickelt, das Dienstleistungen von der Textilveredelung bis zum Merchandising anbietet. Unter Leitung von Robin Hemmert hat ALLESklarDRUCK die Grenzen des traditionellen Drucks konsequent erweitert.
 
Zu den wichtigsten Fortschritten, die durch die Partnerschaft in den Geschäftsbetrieb von ALLESklarDRUCK integriert wurden, gehört der Kornit Orion Dryer. Diese innovative Lösung optimiert die Bearbeitung und Veredelung von Textilien, minimiert Fehler und verbessert die Waschechtheit. Die Kornit Atlas MAX-Technologie, die für ein farbbrillantes und haltbares Druckbild auf verschiedensten Materialien bekannt ist, hat das Serviceangebot von ALLESklarDRUCK deutlich erweitert: Qualität und Sortiment wurden verbessert, der Ausschuss deutlich verringert. So konnten wertvolle Ressourcen geschont werden.

Quelle:

Kornit Digital Ltd.

Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), Mark Jalaß Foto BVMed
Mark Jalaß
22.10.2024

BVMed-Vorsitzender fordert MedTech-Strategie von der Bundesregierung

Der neue Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), Mark Jalaß, fordert von der Bundesregierung eine eigenständige MedTech-Strategie mit ressortübergreifend abgestimmten Maßnahmen. „Das im Koalitionsvertrag enthaltene Versprechen, den MedTech-Standort Deutschland zu stärken, muss endlich umgesetzt werden. Wir brauchen ein klares Bekenntnis der Politik zum Medizintechnik-Standort Deutschland. MedTech muss in allen Versorgungsbereichen und Reformvorhaben berücksichtigt werden“, sagte Jalaß auf der Jahrespressekonferenz des MedTech-Branchenverbandes in Berlin.

Der neue Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), Mark Jalaß, fordert von der Bundesregierung eine eigenständige MedTech-Strategie mit ressortübergreifend abgestimmten Maßnahmen. „Das im Koalitionsvertrag enthaltene Versprechen, den MedTech-Standort Deutschland zu stärken, muss endlich umgesetzt werden. Wir brauchen ein klares Bekenntnis der Politik zum Medizintechnik-Standort Deutschland. MedTech muss in allen Versorgungsbereichen und Reformvorhaben berücksichtigt werden“, sagte Jalaß auf der Jahrespressekonferenz des MedTech-Branchenverbandes in Berlin.

Der BVMed unterstützt die Bemühung der Politik, die Rahmenbedingungen für die industrielle Gesundheitswirtschaft zu verbessern, damit Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen und die Resilienz des Gesundheitssystems zu erhöhen. „Die Bundesregierung versucht dabei, mit einer nationalen Pharmastrategie die Arzneimittelindustrie nach Deutschland zurückzuholen. Wir rufen der Bundesregierung laut zu: Wir sind noch da! Wir haben hier am Standort noch eine starke Medizintechnik mit Tausenden KMU, die hier forschen und produzieren. Aber wir brauchen auch für die Zukunft gute Rahmenbedingungen“, so der BVMed-Vorsitzende Mark Jalaß.

Jalaß: „Die MedTech-Branche steht für Innovationskraft, Versorgungssicherheit, Exportstärke und Arbeitsplätze. Wir sind hochinnovativ und voller Ideen, um das Leben der Menschen zu verbessern und medizinischem Personal Lösungen an die Hand zu geben. Wenn es um die wirtschaftliche Zukunft des Landes geht, ist die Medizintechnik mit die größte Chance.“

Die Standortbedingungen in Deutschland haben sich aber für die Branche deutlich verschlechtert. Die BVMed-Herbstumfrage 2024 zeigt: Der Medizintechnik-Standort Deutschland ist stark gefährdet.

Der BVMed-Vorsitzende nannte fünf Punkte, die beispielhaft unter einer ressortübergreifenden MedTech-Strategie umgesetzt werden müssten:

  1. Die Bundesregierung muss weiter Druck auf die neue Europäische Kommission ausüben, um die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) rasch zu verbessern. Der BVMed setzt sich unter anderem dafür ein, die Re-Zertifizierung von Medizinprodukten zu entbürokratisieren, das Regulierungssystem, um Sonderregelungen für innovative Produkte‚ Orphan Devices und Nischenprodukte zu erweitern sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz, der Vorhersehbarkeit und der Harmonisierung durch Zentralisierung umzusetzen.
  2. Die Bundesregierung muss Innovationen besser unterstützen. Dazu gehören vor allem schnellere Bewertungsverfahren beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und beim Bewertungsausschuss mit klaren Fristen. Innovationen, die die Versorgung verbessern, müssen im Erstattungssystem mit einem Wert versehen werden.
  3. Die Bundesregierung muss die Resilienz des deutschen Gesundheitssystems und der Lieferketten stärken. Dazu gehört eine bessere strategische Unabhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen und Vorprodukten. Der BVMed fordert zudem die Einrichtung einer digitalen Bestandsplattform versorgungskritischer Medizinprodukte.
  4. Die Bundesregierung muss bei der Krankenhausreform moderne Medizintechnik stärker einbeziehen und eine adäquate MedTech-Finanzierung sicherstellen: bei den Sachkosten, den Investitionskosten, den Vorhaltekosten.
  5. Die Bundesregierung muss die ambulanten Strukturen stärken, denn künftig wird mehr medizinische Versorgung vom Krankenhaus in den ambulanten Bereich verlagert. Dafür müssen die mehr als 10.000 hochqualifizierten Pflegefachpersonen der Hilfsmittel-Unternehmen besser in die ambulanten Strukturen eingebunden werden.

Die MedTech-Branche

  • beschäftigt in Deutschland über 265.000 Menschen und stellt 13.000 Ausbildungsplätze in Zukunftstechnologien;
  • besteht zu 93 Prozent aus Mittelstand und Familienunternehmen mit Forschung und Produktion in Deutschland;
  • hat eine Exportquote von rund 68 Prozent bei einem Gesamtumsatz von über 55 Milliarden Euro;
  • ist Innovationstreiber und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
Quelle:

BVMed

22.10.2024

Herbstblues in der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie

Während die Bundesregierung Anfang Oktober ihre Konjunkturprognose nach unten anpassen musste, befindet sich auch die Textil- und Bekleidungsindustrie zum Ende des Sommers in einer immer ernsteren wirtschaftlichen Lage. Die Textilindustrie verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatzrückgang von 9,1%. Auch die bisher gut durch die Krise navigierte Bekleidungsbranche bekommt die Kaufzurückhaltung der Konsumenten und die unsichere politische Lage weltweit zu spüren. Sie erwirtschaftet im August nur noch einen leichten Umsatzzuwachs von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
 
Was dem Wirtschafts- und Arbeitgeberverband Südwesttextil besonders Sorgen bereitet, ist die vermehrte Kurzarbeit zum Ende des Sommers und ein leichter Rückgang bei den Beschäftigten. Die hohe Bürokratie, insgesamt steigende Kosten sowie politische Unsicherheiten sorgen zudem für eine Investitionszurückhaltung. Investitionen, die in Europa dringend nötig sind, damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und gleichzeitig entsprechend der Vision des Green Deals auch die ökologische Transformation erfolgt.

Während die Bundesregierung Anfang Oktober ihre Konjunkturprognose nach unten anpassen musste, befindet sich auch die Textil- und Bekleidungsindustrie zum Ende des Sommers in einer immer ernsteren wirtschaftlichen Lage. Die Textilindustrie verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr in den ersten neun Monaten des Jahres einen Umsatzrückgang von 9,1%. Auch die bisher gut durch die Krise navigierte Bekleidungsbranche bekommt die Kaufzurückhaltung der Konsumenten und die unsichere politische Lage weltweit zu spüren. Sie erwirtschaftet im August nur noch einen leichten Umsatzzuwachs von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
 
Was dem Wirtschafts- und Arbeitgeberverband Südwesttextil besonders Sorgen bereitet, ist die vermehrte Kurzarbeit zum Ende des Sommers und ein leichter Rückgang bei den Beschäftigten. Die hohe Bürokratie, insgesamt steigende Kosten sowie politische Unsicherheiten sorgen zudem für eine Investitionszurückhaltung. Investitionen, die in Europa dringend nötig sind, damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und gleichzeitig entsprechend der Vision des Green Deals auch die ökologische Transformation erfolgt.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „In global unsicheren und wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir gemeinsam die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum neu definieren und Regulierungen kritisch hinterfragen. Mit dem Verlust von Industriearbeitsplätzen wandern gesamte Lieferketten mit ihrem Know-how ins Ausland. Dieser Prozess ist nicht mehr umkehrbar und damit würde letztendlich auch die Basis für technologische Transformation fehlen.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie