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Unternehmen und Märkte

Textilservice: Politische Rahmenbedingungen verschärfen die Lage

Die wirtschaftliche Lage der Textilservice-Branche in Deutschland spitzt sich weiter zu. Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands (DTV) erreicht mit 131,2 Punkten ein neues Allzeithoch (Jahr 2021 = 100). Gleichzeitig zeigt die jüngste DTV-Geschäftsklimaumfrage: Die Stimmung in der Branche kühlt deutlich ab und die Erwartungen an die kommenden Monate sind erstmals schlechter als die Bewertung der aktuellen Geschäftslage. 

Seit 2021 sind die Kosten in der Branche um über 31 Prozent gestiegen. Besonders belastend wirken neben weiterhin hohen Energiepreisen vor allem steigende Personalkosten sowie massiv erhöhte Finanzierungskosten, die aktuell mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie noch im Vergleichsjahr 2021. 

bvse: "Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland"

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Textiler Kaskadenfilter gegen Mikroplastik im Abwasser

Mikroplastik findet sich inzwischen nahezu überall bis in entlegene Gebiete der Antarktis. Über die Nahrungskette gelangt es in den menschlichen Körper. Studien deuten darauf hin, dass Mikroplastik die Gesundheit des Menschen schädigen kann. Beim Waschen von Textilien aus synthetischen Fasern gelangen bedeutende Mengen von Mikroplastik ins Abwasser und damit in das aquatische Ökosystem. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) haben dafür einen textilbasierten Kaskadenfilter entwickelt.

Die Menge der pro Waschgang und pro Kilogramm Textilien freigesetzten Mikrofasern wird auf 12 bis 1400 Milligramm geschätzt. Kläranlagen können bereits einen großen Teil der Mikroplastikpartikel aus dem Abwasser entfernen, wodurch der Mikroplastikgehalt um bis zu 99 Prozent reduziert wird. Durch die große Menge Abwasser, die Kläranlagen täglich in umliegende Gewässer einleiten, können Kläranlagen trotzdem noch beträchtlich zur Belastung der aquatischen Lebensräume mit Mikroplastik beitragen.

Südwesttextil fordert Umdenken bei Vergaberecht

Für die Zukunft europäischer Hochleistungstextilien fordert Südwesttextil, dass Merkmale wie die Langlebigkeit oder der Produktionsstandort bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen berücksichtigt werden. 

In öffentlichen Ausschreibungsverfahren wird z. B. hochfunktionale Berufsbekleidung für Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr oder Krankenhäuser beschafft. Das Ergebnis der bisherigen überwiegend kostenbezogenen Ausschreibungspraxis führt zu einem weiteren industriepolitisch bedenklichen Abbau von Produktionskapazitäten in Europa, verbunden mit globalen Abhängigkeiten, insbesondere von asiatischen Ländern. 

BTE: Bundesumweltministerium soll bei EPR nachbessern

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 

DuPont: Neuer Schutzanzug bietet extreme Atmungsaktivität

DuPont hat die Markteinführung des Tyvek® APX™ 400 Schutzanzugs bekannt gegeben, dem ersten aus einer neuen Generation von extrem atmungsaktiver Einweg-Chemikalienschutzkleidung. Der neue Schutzanzug wird aus DuPont™ Tyvek® APX™ hergestellt und kombiniert 360°-Schutz und Strapazierfähigkeit mit extremer Atmungsaktivität, was den Komfort und die Sicherheit der Arbeitskräfte auf ein neues Niveau hebt.
 
Komfort als Wissenschaft
Das Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit bei Schutzkleidung war schon immer ein Kompromiss, insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch kontinuierliche Innovation hat DuPont die Atmungsaktivität von Tyvek® erhöht und erhält gleichzeitig die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Schutzkleidung. Das Ergebnis: Tyvek® APX™ Material. Es bietet eine hervorragende Kombination aus Schutz und Komfort und hilft den Arbeitskräften, insbesondere in körperlich anstrengenden Umgebungen Höchstleistungen zu erbringen.
 

Nachhaltigere Produktion in der chemischen Industrie

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

bvse & Entsorger Circle: Strategische Kooperation für Digitalisierung in der Recyclingbranche

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. beteiligt sich als Gründungsmitglied am Netzwerk Entsorger Circle. Ziel der strategischen Kooperation ist es, den Austausch zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Prozessinnovationen in der Entsorgungs- und Recyclingbranche zu stärken.

„Unsere Mitgliedsunternehmen sind das Rückgrat der Kreislaufwirtschaft. Mit dem Entsorger Circle geben wir ihnen Zugang zu einer Plattform, auf der digitale Lösungen und KI-Strategien praxisnah diskutiert und umgesetzt werden können“, erklärt Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse. 

Zudem profitieren Mitglieder des bvse von exklusiven Konditionen.

Der Entsorger Circle versteht sich als Experten- und Erfahrungsnetzwerk für private Entsorger und Recycler. In regelmäßigen Online- und Präsenzformaten tauschen sich Entsorger, Recycler, Abfallerzeuger und Lösungsanbieter über digitale Technologien, KI-Anwendungen und innovative Prozesslösungen aus. Nach Angaben der Initiatoren beteiligen sich bereits Vertreter von mehr als 80 Unternehmen an dem Netzwerk.

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen auf der Techtextil 2026

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Business

Normen & Standards

Fraunhofer: Positionspapier Normen & Standards

Agieren deutsche Unternehmen zu zögerlich, wenn es darum geht, sich an Prozessen zur Standardisierung und Normung innovativer Technologien zu beteiligen?
 
Mehr zum Positionspapier in unserem Newsbereich.

Studie - Lieferkettengesetz

HypoVereinsbank: Wettbewerbsnachteile durch Lieferkettengesetz

Fast drei Viertel der Befragten (70%) befürchtet, dass die Überwachung der gesamten Lieferkette den Mittelstand – insbesondere kleine Unternehmen – überfordern könnte.

Infos zum Download der Studie in unserem Newsbereich.

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Gebündeltes Wissen rund um das Thema Federn & Daunen:
 
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Und sollten Sie doch einmal einen Beitrag vermissen: wir freuen uns auf Ihre Mail an daunencheck@textination.de.

Zahlen & Statistik

Konjunkturdaten Textil & Bekleidung

Monatlich aktualisiert erhalten Sie hier die Konjunkturdaten zur deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie:

  • Auftragseingangsindex
  • Umsatzindex
  • ifo-Konjunkturklimaindex
  • Kennziffern

Industrie-Statistiken finden Sie in unserer Datenbank zum Download.