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Bild Gerd Altmann, Pixabay
03.02.2026

Vergabeverfahren modernisieren: „Vom Preis- zum Qualitätsfokus in der Patientenversorgung“

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich in seiner Stellungnahme zur Revision des europäischen Vergaberechts („Public Procurement Revision“) bei der Europäischen Kommission für klare, transparente und praktikable Beschaffungsverfahren ein. „Ein modernes Vergaberecht für Medizinprodukte zum Wohle der Patient:innen darf sich nicht allein auf den Preis fokussieren, sondern muss Qualität, Innovation, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen“, fordert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der Wechsel hin zu einem „value based“-Gesundheitssystem und Vergaberecht ist aus Sicht des BVMed überfällig. „Die Patient:innen stehen im Zentrum des Gesundheitssystems – entsprechend müssen sich die Beschaffungskriterien viel stärker als bisher an den Ergebnissen der medizinischen Versorgung orientieren“, erklärt Möll. Die EU-Kommission sollte deshalb bereits jetzt, in der Vorbereitungsphase des Kommissionsvorschlags, die Weichen für den dringend erforderlichen Systemwechsel vom alleinigen Fokus auf den Preis hin zu Qualität und Werten („value based“) stellen. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) setzt sich in seiner Stellungnahme zur Revision des europäischen Vergaberechts („Public Procurement Revision“) bei der Europäischen Kommission für klare, transparente und praktikable Beschaffungsverfahren ein. „Ein modernes Vergaberecht für Medizinprodukte zum Wohle der Patient:innen darf sich nicht allein auf den Preis fokussieren, sondern muss Qualität, Innovation, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen“, fordert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

Der Wechsel hin zu einem „value based“-Gesundheitssystem und Vergaberecht ist aus Sicht des BVMed überfällig. „Die Patient:innen stehen im Zentrum des Gesundheitssystems – entsprechend müssen sich die Beschaffungskriterien viel stärker als bisher an den Ergebnissen der medizinischen Versorgung orientieren“, erklärt Möll. Die EU-Kommission sollte deshalb bereits jetzt, in der Vorbereitungsphase des Kommissionsvorschlags, die Weichen für den dringend erforderlichen Systemwechsel vom alleinigen Fokus auf den Preis hin zu Qualität und Werten („value based“) stellen. 

Aus Sicht des deutschen MedTech-Verbandes tragen zudem eine zentrale, digitalisierte EU-Vergabeplattform und europaweit einheitliche Kriterien entscheidend zur Effizienz, Planbarkeit und Rechtssicherheit bei. „Gleichzeitig muss die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Medizintechnik-Branche gestärkt werden, ohne die globalen Lieferketten unnötig zu beschränken“, heißt es in der BVMed-Stellungnahme. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen europäischer Souveränität, freiem Handel und Innovationsförderung sei entscheidend, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.

Zentrale Anliegen des BVMed für eine zielgerichtete, praktikable und innovationsfreundliche Weiterentwicklung des europäischen Vergaberechts sind insbesondere folgende Punkte:

  • Vereinfachung und Harmonisierung des Rechtsrahmens durch Bürokratieabbau und Digitalisierung der Vergabeverfahren unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).
  • Neuausrichtung der Zuschlagskriterien durch eine stärkere Gewichtung qualitativer Aspekte gegenüber einer ausschließlich preisorientierten Vergabe. Von Patient:innen berichtete Ergebnisse ( „Patient-reported Outcomes“; PROMs) müssen für die Messung des tatsächlichen Wertes einbezogen werden.
  • Förderung innovativer und nachhaltiger Lösungen, die zur Verbesserung der Patient:innen-Versorgung und zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Medizintechnik beitragen.
  • Erleichterung einer umweltfreundlichen Beschaffung auf Basis klarer, verbindlicher und nichtdiskriminierender Kriterien, durch geeignete Finanzierung sowie durch transparente, gemeinsam mit der Industrie entwickelte Standards.

Für die Medizintechnik-Branche hat die öffentliche Vergabe eine hohe Relevanz. Die Ausgestaltung des Vergaberechts entscheidet darüber, ob neben dem Preis auch Qualität, Innovation, Versorgungssicherheit und regulatorische Anforderungen angemessen berücksichtigt werden. „Für die Medizintechnik ist das europäische Vergaberecht damit nicht nur ein Beschaffungsinstrument, sondern ein zentraler Rahmen für Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft in Europa“, so der BVMed.

Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas, insbesondere durch Förderung strategischer Sektoren, muss jedoch im Einklang mit internationalen Handelsabkommen stehen und darf keinesfalls die Exportstärke Europas in der Medizintechnik behindern.

Dr. Marc-Pierre Möll: „Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen, insbesondere der handelspolitischen Unsicherheiten und Zollmaßnahmen der USA, gewinnt die Ausgestaltung eines ausgewogenen, verlässlichen und international kompatiblen Vergaberechts zusätzlich an Bedeutung. Europa muss hier Vorreiter für Qualität, Innovationsfreundlichkeit und Nachhaltigkeit sein.“

Orthopac RVMC-20 Plus (c) Mahlo GmbH & Co. KG
Orthopac RVMC-20 Plus
03.02.2026

Orthopac RVMC-20 plus: Intelligente Schussfadenrichtung mit KI verbessert

In Zeiten steigenden Kostendrucks und wachsender Qualitätsanforderungen suchen Textilhersteller weltweit nach Lösungen, die Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Mit der neuesten Innovation, dem Orthopac RVMC-20 plus, hat Mahlo bewährte Technik konsequent weiterentwickelt, um den Herausforderungen von heute gerecht zu werden.

Mahlo setzt traditionell Maßstäbe in der automatischen Schussfadenrichtung. Der neue Orthopac RVMC-20 plus führt das fort. Basierend auf dem bewährten Orthopac RVMC-15 markiert er einen entscheidenden technologischen Schritt: die doppelte Abtastung in Kombination mit KI-gestützten Regelalgorithmen.

In Zeiten steigenden Kostendrucks und wachsender Qualitätsanforderungen suchen Textilhersteller weltweit nach Lösungen, die Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Mit der neuesten Innovation, dem Orthopac RVMC-20 plus, hat Mahlo bewährte Technik konsequent weiterentwickelt, um den Herausforderungen von heute gerecht zu werden.

Mahlo setzt traditionell Maßstäbe in der automatischen Schussfadenrichtung. Der neue Orthopac RVMC-20 plus führt das fort. Basierend auf dem bewährten Orthopac RVMC-15 markiert er einen entscheidenden technologischen Schritt: die doppelte Abtastung in Kombination mit KI-gestützten Regelalgorithmen.

Das Konzept beruht auf zwei Detektionseinheiten – einer am Wareneinlauf und einer am Auslauf. Am Einlauf analysiert die sogenannte Feed-Forward-Regelung Verzüge, noch bevor sie die Richtwalzen erreichen, und sorgt so von Beginn an für eine präzise Positionierung. Am Auslauf überwacht eine Closed-Loop-Regelung kontinuierlich das Ergebnis und nimmt mithilfe künstlicher Intelligenz Korrekturen in Echtzeit vor. Dieser doppelte Regelansatz ermöglicht es, selbst stark wechselnde Verzüge bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten zuverlässig zu beherrschen. Das Ergebnis: gleichmäßig geradlinige Ware, weniger Ausschuss und konstant hohe Produktqualität.

Innovation ohne Austausch
Ein zentrales Merkmal des RVMC-20 plus ist nicht nur die Präzision, sondern auch seine Nachrüstfähigkeit. Mahlo hat das Abtastmodul so konzipiert, dass bestehende Orthopac-RVMC-15-Anlagen mit geringem Aufwand aufgerüstet werden können. Durch die Ergänzung um eine zweite Scaneinheit wird die vorhandene Anlage faktisch zu einem RVMC-15 plus – und eröffnet den Zugang zur neuen Technologie, ohne eine vollständige Neuanschaffung notwendig zu machen.

Die Vorteile: Aufgerüstete Maschinen liefern höhere Genauigkeit und gleichmäßigere Ergebnisse, reduzieren den Materialausschuss und sparen Rohstoffe. Gleichzeitig verlängert sich die Lebensdauer bestehender Anlagen, was Investitionskosten senkt und einen nachhaltigeren Ressourceneinsatz unterstützt. In einer Branche, die sowohl unter wirtschaftlichem als auch ökologischem Druck steht, stellt diese Kombination aus Effizienz und Verantwortung einen klaren Wettbewerbsvorteil dar.

Potenzial für den globalen Markt
Mit weltweit tausenden installierten Orthopac-Systemen bietet der RVMC-20 plus ein Modernisierungskonzept für Textilhersteller in allen Märkten. Jede bestehende RVMC-15-Anlage wird damit zu einer Chance für ein technologisches Upgrade. Für Anwender bedeutet das einen verlässlichen Weg zu höherer Qualität und besserer Wirtschaftlichkeit. Für Mahlo stärkt es die Rolle als langfristiger Partner der Textilindustrie. 

Quelle:

Mahlo GmbH & Co. KG

03.02.2026

Einzelhandel fordert Kostenentlastungen

Die Rahmenbedingungen für den Konsum und den Einzelhandel bleiben auch im Jahr 2026 schwierig. Das zeigen die Einschätzungen von knapp 600 Handelsunternehmen in einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach rechnen in diesem Jahr 49 Prozent der Befragten mit Umsätzen unter Vorjahr. Mit Blick auf dieses Umfeld rechnet der HDE in seiner am 2. Februar vorgestellten Jahresprognose für 2026 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den Einzelhandel in Deutschland. Um die Lage für die Handelsunternehmen zu verbessern, fordert der HDE die Politik auf, Kostentreiber wie die hohen Energiepreise abzusenken. Aber auch die Gewerkschaft ver.di sieht der Verband in der anstehenden Tarifrunde in der Verantwortung.

Die Rahmenbedingungen für den Konsum und den Einzelhandel bleiben auch im Jahr 2026 schwierig. Das zeigen die Einschätzungen von knapp 600 Handelsunternehmen in einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach rechnen in diesem Jahr 49 Prozent der Befragten mit Umsätzen unter Vorjahr. Mit Blick auf dieses Umfeld rechnet der HDE in seiner am 2. Februar vorgestellten Jahresprognose für 2026 mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den Einzelhandel in Deutschland. Um die Lage für die Handelsunternehmen zu verbessern, fordert der HDE die Politik auf, Kostentreiber wie die hohen Energiepreise abzusenken. Aber auch die Gewerkschaft ver.di sieht der Verband in der anstehenden Tarifrunde in der Verantwortung.

„Das neue Jahr beginnt für den Einzelhandel ohne richtigen Schwung. Die Verbraucherstimmung macht am aktuellen Rand zwar Hoffnung auf Besserung, verharrt aber weiterhin auf unbefriedigendem Niveau. Zu groß ist angesichts geopolitischer Konflikte und eines erratischen US-Präsidenten die Verunsicherung“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die schlechte Stimmung in der Branche bestätigt die aktuelle HDE-Umfrage. Demnach kalkulieren 49 Prozent der Händler mit schlechteren Umsätzen als noch 2025, 29 Prozent hoffen, das Vorjahresniveau zu erreichen und nur 23 Prozent gehen von einer Steigerung aus. Angesichts der herausfordernden Rahmendaten prognostiziert der HDE für 2026 ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von nominal zwei Prozent. Real bedeutet das ein Plus von einem halben Prozent. Der Online-Handel bleibt auch 2026 der Wachstumstreiber der Branche. Hier werden die Umsätze laut HDE-Prognose um nominal 4,4 Prozent zulegen, das steht für ein reales Plus von 3,5 Prozent. Die Umsätze im Einzelhandel in Deutschland werden dieses Jahr damit voraussichtlich bei 697,4 Milliarden Euro liegen, der Online-Handel wird dazu 96,3 Milliarden Euro beitragen.

„Es sieht derzeit nicht nach dem großen Aufatmen im Einzelhandel aus. Wir brauchen jetzt eine echte Aufbruchsstimmung. Da ist die Bundesregierung gefragt, mit den richtigen Maßnahmen einen Aufwärtstrend auszulösen“, so der HDE-Präsident. Die HDE-Umfrage macht deutlich, dass die Unternehmen insbesondere beim Thema Bürokratie auf Erleichterungen hoffen. 59 Prozent sehen das als Top-Thema. Insbesondere die hohen Kosten machen den Händlern Kopfschmerzen. Sowohl im Bereich Energie als auch bei den steigenden Kosten für den Faktor Arbeit ist dringende Hilfe gefordert. Von Preen: „Es braucht Entlastungen, die auch tatsächlich ankommen. Die Stromsteuer muss endlich zeitnah für alle gesenkt werden. Und bei den Sozialversicherungsbeiträgen braucht es eine dauerhafte 40-Prozent-Obergrenze.“ Was passiert, wenn die Arbeitskosten weiter steigen, wird in der HDE-Umfrage überdeutlich. Für diesen Fall gehen 77 Prozent der Befragten von negativen Beschäftigungseffekten aus. Die selbst in den schwierigen Corona-Jahren immer weiter Arbeitsplätze aufbauende Branche verlor seit 2022 bereits 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Der HDE warnt deshalb vor der anstehenden Tarifrunde die Gewerkschaft ver.di vor weiteren Belastungen durch unverhältnismäßige Forderungen. Die Tarifrunde im Einzelhandel beginnt im April 2026. In der Branche sind 3,1 Millionen Menschen beschäftigt. Die Tarifrunde ist damit eine der größten in Deutschland.

Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung (c) CyberLink
Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung
03.02.2026

Neue KI-Funktionen in Promeo: Virtuelle Anprobe und KI-Produkt-Modelling

CyberLink erweitert sein KI-Kreativstudio Promeo für den Online-Handel und das Marketing um die beiden neuen KI-basierten Funktionen „KI-Anprobe” und „KI-Produkt-Modelling”. Damit können Unternehmen ohne klassische Fotoshootings schneller, kosteneffizienter und flexibler hochwertige Produktbilder erstellen. 

KI-Anprobe für realistische Outfit-Darstellungen
Mithilfe der neuen KI-Anprobe können Kleidungsstücke realistisch auf virtuelle oder reale Models übertragen werden. Dazu laden Anwender Fotos der Kleidung sowie einer Person hoch oder wählen eine passende Model-Vorlage aus. Die KI passt das Outfit automatisch an die Körperform, Proportionen, Pose, das Licht und den natürlichen Fall des Materials an. So entstehen authentische Outfit-Darstellungen in unterschiedlichen Bildformaten, die sich anschließend im Promeo Editor weiterbearbeiten lassen, beispielsweise mit Texten, Stickern oder Designelementen. Die Funktion eignet sich sowohl für ansprechende Produktbilder als auch für virtuelle Anproben. Kosten und Aufwand für das Buchen von Models, Fotoshootings und Bildbearbeitung entfallen.

CyberLink erweitert sein KI-Kreativstudio Promeo für den Online-Handel und das Marketing um die beiden neuen KI-basierten Funktionen „KI-Anprobe” und „KI-Produkt-Modelling”. Damit können Unternehmen ohne klassische Fotoshootings schneller, kosteneffizienter und flexibler hochwertige Produktbilder erstellen. 

KI-Anprobe für realistische Outfit-Darstellungen
Mithilfe der neuen KI-Anprobe können Kleidungsstücke realistisch auf virtuelle oder reale Models übertragen werden. Dazu laden Anwender Fotos der Kleidung sowie einer Person hoch oder wählen eine passende Model-Vorlage aus. Die KI passt das Outfit automatisch an die Körperform, Proportionen, Pose, das Licht und den natürlichen Fall des Materials an. So entstehen authentische Outfit-Darstellungen in unterschiedlichen Bildformaten, die sich anschließend im Promeo Editor weiterbearbeiten lassen, beispielsweise mit Texten, Stickern oder Designelementen. Die Funktion eignet sich sowohl für ansprechende Produktbilder als auch für virtuelle Anproben. Kosten und Aufwand für das Buchen von Models, Fotoshootings und Bildbearbeitung entfallen.

KI-Produkt-Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung
Ergänzend dazu bietet die Funktion KI-Produkt-Modelling die Möglichkeit, Produkte wie Accessoires, Sonnenbrillen oder andere Lifestyle-Artikel realitätsnah im Einsatz darzustellen. Hierfür können ebenfalls Fotos von Produkten und Personen hochgeladen oder passende Model-Vorlagen verwendet werden. Die KI erzeugt passende Produktbilder in verschiedenen Formaten für Social-Media-Anzeigen, Online-Shops und weitere Werbezwecke. Dabei lassen sich unterschiedliche Zielgruppen, Szenarien oder internationale Märkte ohne zusätzlichen Produktionsaufwand und Kosten abbilden. 

Promeo – KI-Kreativstudio für Marketing und E-Commerce
Mit Promeo von CyberLink lassen sich dank integrierter Vorlagen und KI-gestützter Designs professionelle Marketinginhalte ohne Vorkenntnisse erstellen. Mit den neuen KI-Funktionen können Einzelhändler, Marketer und kleine Unternehmen nun schneller und einfacher professionelle Produktbilder und Werbeinhalte gestalten.

Quelle:

CyberLink 

© Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
03.02.2026

Förderung bewilligt: Textilfabrik 7.0 entsteht in Mönchengladbach

Textilfabrik 7.0 – die Vision eines vernetzten, emissionsfreien Industrieparks der Zukunft für die Stadt Mönchengladbach wird Realität. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die Förderung des Vorhabens bewilligt.

Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Technologie- und Entwicklungszentrums in Mönchengladbach und damit die Entwicklung eines Industrieparks der Zukunft. Statt abgekoppelter Betrachtung einzelner Technologien kombiniert die „Textilfabrik 7.0“ Energieeffizienz, KI/Robotik und Biotechnologie in einem einzigen funktionsfähigen Textil-Reallabor unter der engen Zusammenarbeit von Industrie und Forschung.

Das Projekt wird einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Steigerung der Attraktivität und Produktivität der regionalen, textilen Produktion leisten: Mit der T7-Factory werden neue Arbeitsplätze geschaffen und die innovative Textilforschung am Standort gestärkt.

Textilfabrik 7.0 – die Vision eines vernetzten, emissionsfreien Industrieparks der Zukunft für die Stadt Mönchengladbach wird Realität. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat die Förderung des Vorhabens bewilligt.

Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Technologie- und Entwicklungszentrums in Mönchengladbach und damit die Entwicklung eines Industrieparks der Zukunft. Statt abgekoppelter Betrachtung einzelner Technologien kombiniert die „Textilfabrik 7.0“ Energieeffizienz, KI/Robotik und Biotechnologie in einem einzigen funktionsfähigen Textil-Reallabor unter der engen Zusammenarbeit von Industrie und Forschung.

Das Projekt wird einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Steigerung der Attraktivität und Produktivität der regionalen, textilen Produktion leisten: Mit der T7-Factory werden neue Arbeitsplätze geschaffen und die innovative Textilforschung am Standort gestärkt.

Der Kick-Off findet als Netzwerkveranstaltung am 19. März 2026 statt. Industrieakteure werden dann gemeinsame Fragestellungen rund um die künftigen Themen der T7-Factory: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere erarbeiten. Die Fachexpert:innen des ITA werden für die Themengebiete MicroFactory Engineering und Digital Textiles als Ansprechpartner:innen bereitstehen. Bei Interesse an Kooperationen oder Einblicken in den Projektfortschritt besteht hier die Anmeldemöglichkeit zum Kick-off. 

Projektpartner sind das ITA – Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University, das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein, der Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Verband der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, die Textilakademie NRW sowie die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH.

Quelle:

ITA – Institut für TextilInstitut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen Universitytechnik of RWTH Aachen University

Südwesttextil als „Altersdiverser Arbeitgeber“ ausgezeichnet Foto: Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V.
03.02.2026

Südwesttextil als „Altersdiverser Arbeitgeber“ ausgezeichnet

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband setzt sich nicht nur für bessere Rahmenbedingungen für die Weiterbeschäftigung von Rentnern und Qualifizierungen über alle Altersstufen ein, sondern lebt auch im eigenen Team die Generationenvielfalt.

Dank einer Nominierung aus den eigenen Reihen wurde Südwesttextil Ende Januar als eines von drei Unternehmen deutschlandweit mit dem Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Anita Glombik, Expertin für Karriere 55+ und generationsübergreifende Führung, würdigte bei der Verleihung an Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner, dass der Verband Generationenvielfalt als strategische Stärke begreift und als festen Bestandteil der eigenen Kultur lebt. 

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband setzt sich nicht nur für bessere Rahmenbedingungen für die Weiterbeschäftigung von Rentnern und Qualifizierungen über alle Altersstufen ein, sondern lebt auch im eigenen Team die Generationenvielfalt.

Dank einer Nominierung aus den eigenen Reihen wurde Südwesttextil Ende Januar als eines von drei Unternehmen deutschlandweit mit dem Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Anita Glombik, Expertin für Karriere 55+ und generationsübergreifende Führung, würdigte bei der Verleihung an Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner, dass der Verband Generationenvielfalt als strategische Stärke begreift und als festen Bestandteil der eigenen Kultur lebt. 

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Als Verband wollen wir in allen Bereichen stets mit einem Maximum an Kompetenz, Qualität und Engagement für unsere Mitglieder da sein. Bei der Personalauswahl ist es daher für uns ausschließlich wichtig, dass die Person die nötigen Kompetenzen mitbringt und sich mit den individuellen Stärken gerne in unser Team einbringt. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Generationen und Erfahrungsstufen erachten wir insbesondere in den aktuell wirtschaftlich herausfordernden Zeiten als wichtig.“ 

In seiner politischen Arbeit fordert der Verband mit Blick auf den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel z. B. erleichterte Rahmenbedingungen für die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitenden mit Rentenbezug. Der Anfang des Jahres aufgehobene Vorbeschäftigungsverbot ist hierfür ein wichtiger Schritt. Mit dem TEXOVERSUM für den Campus der Hochschule hat der Verband ebenso ein Begegnungszentrum geschaffen, in dem unter anderem über die „texhub academy“ lebenslanges Lernen durch Qualifizierungen entlang der textilen Wertschöpfungskette ermöglicht wird. 

Zur Auszeichnung
Das Siegel „Altersdiverser Arbeitgeber“ versteht sich nicht als klassische Zertifizierung, sondern als bewusstes Zeichen für Haltung, Verantwortung und zukunftsorientierte Führung. Es ist eng mit der von Anita Glombik gegründeten Community Karriere 55+ verbunden. Die Kern-Community umfasst mehrere hundert aktive Mitglieder. Nach der Nominierung erfolgte die Prüfung der drei Kriterien „Haltung gegenüber Generationenvielfalt“, „Konkrete Maßnahmen zur generationsübergreifenden Zusammenarbeit“ und „Vorbildwirkung/gelebte Praxis“ im Rahmen eines persönlichen Austauschs und einer darauffolgenden Beurteilung durch eine Jury. Dabei wird bewertet, ob Generationenvielfalt im Unternehmensalltag tatsächlich gelebt wird und welchen Beitrag sie zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens leistet.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V.

02.02.2026

Fazit MUNICH FABRIC START Spring.Summer 27: Solide. Optimistisch.

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Trends Spring.Summer 27: Gegenpole setzen  
„Es ist eine Zeit radikaler Veränderungen. Viele Menschen sind von Pessimismus geprägt und wollen am Status quo festhalten. Feigheit ist unser Problem. ‚Polite Fashion‘ ist das Ergebnis“, provoziert Trendforscher David Shah von View Publications vor vollen Zuschauerrängen auf der STAGE. Umso wichtiger sei es, gegenzusteuern. „Wir bewegen uns in einem herausfordernden Marktumfeld, in einer schwierigen Zeit. In der Modebranche setzt das aktuell eine unheimliche kreative Energie frei. Es geht darum, einen positiven Gegenpol zu setzen“, so eröffneten die MFS-Trendexperten Volker Orthmann und Katharina Majorek von o/m Collective ihren Trendvortrag „PLEASURE – Colours, Fabrics, Styling (Wo)mens Key Trends for Spring.Summer 27“. Nachdem die modische Grundrichtung lange durch Pragmatismus und Neutralität geprägt war, richtet sich der Blick jetzt nach vorne. Mit dem übergreifenden Leitthema „PLEASURE“, hat die MUNICH FABRIC START diese Trendentwicklung modern inszeniert und für Besucher erlebbar gemacht. Mit Themen wie Cinematic Colours, Every Day Pop, Cultural Power oder Sunny Nonchalance stellte auch Karin Schmitz von Peclers Paris Optimismus, Spaß und Zuversicht in den Mittelpunkt.  
 
Farbe, Drucke und Struktur als modische Treiber 

Modisch markiert die neue Saison einen Wendepunkt, hin zu bewusster Erneuerung. Optimismus, Vergnügen und Kreativität sind die vorherrschenden Themen. Das spiegelt sich in den rund 1.000 Kollektionen internationaler Stoff- und Zutatenhersteller deutlich wider. Farbe, Drucke und Struktur sind zentrale Impulsgeber der Saison. „Wir sind in einer Phase der Veränderung. Was ist morgen? Das ist die alles überlagernde Frage. Wichtig dafür ist Farbe. Es ist wenig Farbe auf dem Markt gewesen. Das ändert sich jetzt“, so Schmitz von Peclers Paris. Annette Schrewe, Head of Design bei Betty Barclay, beobachtet in den Kollektionen „mehr Mut zur Farbe“, ergänzt durch Neutrals mit interessanten Oberflächenstrukturen.  „Wunderschön, insbesondere für Blusen, sind die neuen fluiden, transparenten, fließenden Stoffe. Die Saison macht Spaß“, so Schrewe weiter. Eveline Rammler, Einkauf DOB bei s.Oliver, beschreibt: „Markisenstreifen, Pinstripes, florale und naive Paisley Prints, verfremdete Animals – das kristallisiert sich für uns als dominierende  Themen bei den Drucken heraus.“ Gamze Camuzcuoglu, Sales Manager von A.P.C. bestätigt: „Leuchtendes Blau und Weiß, fließende Animal-Prints, verschwommene orientalische Motive, florale Bordüren, geometrische Designs, unregelmäßige Geometrien und Pyjamastreifen – das sind für uns die wichtigsten Modetrends.“ „Wir suchen nach Neuheiten, die unsere Sprache sprechen. Pastellige Farben und helle Drucke sehen wir auch für den Abend. Leichte, transparente Chiffons, Organza mit Struktur, Drucke mit malerischen Blüten, Bohème, das ist für uns neu. Dunkelbraun und Bordeaux bleibt. Braun war ein Riesen-Hype. Jetzt geht es in Toffee und Camel in Verbindung mit Rosa oder hellem Gelb“, sagt Heike Schaible, Produktmanagement, Vera Mont. Im Hinblick auf die Oberflächen rücken Haptik und Textur in den Vordergrund. „Die Themen der Stunde sind Materialien, die haptisch erlebbar sind. Materialien, die ansprechen, über taktile Strukturen“, betont Majorek von o/m Collective. Thoshikiko Kanatani von Stylem bestätigt: „Die Highlights dieser Saison sind besondere Veredelungen, viele Texturen sowie Knitter- und Falteneffekte.“ 
 
Preis, Marge, Konsum 
„Das Zauberwort lautet: Marge. Themen wie Handfeel, Qualität, Finish sind für den deutschen Markt im Moment völlig zweitrangig. Die Wertschätzung für Hochwertigkeit fehlt“, bedauert Mladen Pototschnik, Sales, Albini & Thomas Mason. Er verweist auf eine weiter steigende Preissensibilität und sieht auch in der Messeentwicklung einen Indikator dafür, „dass sich die deutsche Bekleidungsindustrie sehr schwer tut.“ Eser Kaygusuz, Sales Head von Yünsa sieht es ähnlich: „Die Stimmung in Deutschland ist angespannt. Die Preissensibilität ist hoch, die Konsumstimmung schlecht. Das zeigt sich nicht nur im Textilbereich, sondern auch bei den Zahlen der Automobilindustrie. Dennoch, der erste Messetag war gar nicht schlecht. Viele wichtige Kunden wie Seidensticker, Hugo Boss und Digel waren schon da.“ Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde die Messe von Ausstellern und Besuchern konstruktiv genutzt. „Es lief besser als erwartet. Mailand war so stark, dass wir nicht dachten, dass es in München nochmal so gut wird. Die Qualität der Kunden war RICHTIG gut. Toni Dress, Brax, Bugatti, Betty Barclay und Vera Mont – um nur einige zu nennen“, sagt Thomas Buschjost, Inhaber der Agentur Fashion & Friends. Viele Kunden würden das Thema Preis „erstmal ausklammern“ und sich zunächst darauf konzentrieren, „schöne, neue Dinge zu finden“. 
 
Compliance, KI und Circularity 

Neben den Trends zählten vor allem regulatorische Anforderungen wie der Digital Product Passport, Digitalisierung, KI und zirkuläre Modelle zu den zentralen inhaltlichen Schwerpunkten des umfangreichen Vortragsprogramms. „Es geht nicht nur um Kosten und Optimierung. Ein zentrales Thema ist, wie politische Vorgaben ins Sourcing übersetzt werden können und wie sich Compliance durch konsistente Daten sicherstellen lässt“, betont Politikberaterin Muchaneta ten Napel von Shape Innovate. Während der drei Messetage diskutierte sie gemeinsam mit zahlreichen namhaften Experten auf den Panels Themen wie diese. Deutlich wurde in Round Tables, Talks und Vorträgen der hohe Veränderungsdruck, der ab 2026 auf die Branche zukommt. „Es gibt kein Patentrezept. Jede Marke arbeitet anders. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Branche gut vorbereitet ist“, so die Einschätzung von Leila Abu el Hawa, Beraterin und Head of Product von Elizabeth Scarlett, im Hinblick auf den Digital Product Passport.  
 
Angewandte neue Technologie- und Systemlösungen präsentierte das KEYHOUSE. Im Fokus standen Transparenz, Vertrauen und der Übergang zur Kreislaufwirtschaft – von der Stärkung resilienter, zirkulärer Prozesse bis hin zu marktreifen Innovationen. Zu den Highlights zählten unter anderem eine neue Technologie zur Smartphone-basierten Authentifizierung von Fakes oder Originalen von Original-ID sowie das erstmals vorgestellte Rücknahmesystem von Trove für Wiederverkauf und Recycling. „Das ist unsere Antwort auf die Rohstoffknappheit“, so Janis Künkler, Managing Director Trove Europe.  
 
Forschungsnahe Projekte, bei denen Nachhaltigkeit kulturell, sinnlich und systemisch gedacht wird, wurden erneut im SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum kuratiert. Zu den Teilnehmern zählten Marie Vilay mit den Projekten „To Read a Pattern“ und „A Bindle“, Materia Futura von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini sowie 
„Threaded Protocols“ von Floor Berkhout. Eine weitere Messeneuheit mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch: Die Kooperation von Dirt und Loads Collection mit der ersten Demeter-zertifizierten Textilkollektion. Erstmals wird der Demeter-Standard auf Textilien angewendet – perspektivisch auch für Bekleidung. „Das ist ein echter Meilenstein“, betont Lea Mahlke von Dirt, Neuaussteller in der RESOURCE Area.  
 
BLUEZONE: Unperfekt – perfekt 

Die BLUEZONE zeigte für Spring.Summer 2027 ein vielschichtiges Denim-Bild zwischen urbaner Strenge, funktionaler Reduktion und sinnlicher Opulenz. Nachhaltige Materialien, handwerkliche Details und innovative Oberflächen rücken den Wert des Materials ebenso in den Fokus wie Individualität und Emotion. Einen zentralen Trend beschreibt Denim-Experte Tilmann Wröbel vom Denim Lifestyle Studio Monsieur-T. in seinem Vortrag „The perfect time for denim imperfection“: „Hyperperfektion durch AI? Für die Denim-Industrie liegt der aktuelle Trend im Gegenteil: in der Idee der Unperfektheit. Nicht zu glatt, nicht zu perfekt. Ist es nicht genau das, was Denim ausmacht?“ Auch auf der BLUEZONE standen innovative Materialentwicklungen und ressourcenschonende, zirkuläre Produktionsprozesse im Vordergrund. „Wir stellen Evogeny vor – unsere Premium-Denim-Kollektion – sowie eine spezielle Capsule, die wir eigens für den deutschen Markt entwickelt haben, mit Fokus auf Stretch-Technologie und Tragekomfort. Revo-Su mit seinem wasserfreien Ansatz sowie insgesamt umweltbewusste Innovationen sind für uns sehr wichtig. Re/essence steht ganz im Zeichen natürlicher Farben“, Marketing Manager Selen Baltaci zählt die Neuheiten für Spring.Summer 27 von Calik Denim auf. Ob Berto, Bossa, Calik, ISKO, Orta, Sharabati, Tejidos Royo oder Troficolor Denim Makers – die BLUEZONE versammelte erneut das Gros der wichtigsten internationalen Denimhersteller. Philipp Walendy, Geschäftsführer von Alberto bekräftigt den klaren Vorteil der BLUEZONE gegenüber anderen Veranstaltungen: „Alle sind da, ca. 95 % unserer Lieferanten. Das haben wir nirgendwo anders.“ Die BLUEZONE habe nicht mehr den gewohnten Lifestyle, und sei jetzt stärker eine Arbeitsmesse, „aber wir sind ja auch zum Arbeiten hier“, so Walendy und spricht damit für viele. 
 
Raum für neue Lösungen 
Klar strukturiert und effizient gebündelt: Die neue Anordnung der acht Areas im MOC stärkt den Austausch, schafft mehr Sichtbarkeit und fördert Synergien. Was sich verändert hat: Nachhaltiges Sourcing mit RESOURCE wurde neu positioniert und befindet sich nun gemeinsam mit den ADDITIONALS in Halle 1 in direkter Nachbarschaft zu THE SOURCE. An der Schnittstelle von Design, Technologie und Nachhaltigkeit – BLUEZONE und KEYHOUSE inklusive der SUSTAINABLE INNOVATIONS sind im hochfrequentierten Bereich in Halle 2 gelegen. Die DESIGN STUDIOS liegen nun noch zentraler in Halle 4. Sie schließen an den großen Bereich der FABRICS an, die sich weiterhin über die Hallen 3, 4 und das Atrium 3 verteilen. Die klaren Strukturen schaffen Orientierung und Raum für neue Lösungen.  

Quelle:

munich fabric start

Tourismusbranche Foto Michelle Pitzel, Pixabay
02.02.2026

Südwesttextil: Tourismusindustrie als Blaupause

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit, steuerliche Begünstigung von Überstundenzuschlägen und Prämien für Mehrarbeit sowie Erleichterungen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland – Südwesttextil begrüßt die in der nationalen Tourismusstrategie enthaltenen Maßnahmen.  

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche das Papier zur Nationalen Tourismusstrategie verabschiedet. Aus Perspektive von Südwesttextil sind darin für den gesamten Arbeitsmarkt entscheidende Maßnahmen enthalten. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband Südwesttextil forderte in den letzten Jahren bereits eine Anpassung des deutschen Arbeitszeitgesetzes. Bisher sieht dieses eine tägliche Höchstarbeitszeit vor, während die EU-Richtlinie diese wöchentlich bemisst. Deutschland liegt damit im Vergleich zu anderen EU-Staaten wie Irland, Italien, Kroatien oder Schweden zurück. Die flexible Einteilung der Arbeitszeit innerhalb einer Woche ermöglicht es Arbeitnehmern in diesen Ländern, wichtige Prozesse zu beenden und die mehr gearbeitete Zeit auszugleichen. Von der Flexibilität profitieren ebenfalls Berufstätige mit zusätzlicher Verantwortung für Angehörige. 

Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit, steuerliche Begünstigung von Überstundenzuschlägen und Prämien für Mehrarbeit sowie Erleichterungen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland – Südwesttextil begrüßt die in der nationalen Tourismusstrategie enthaltenen Maßnahmen.  

Das Bundeskabinett hat in dieser Woche das Papier zur Nationalen Tourismusstrategie verabschiedet. Aus Perspektive von Südwesttextil sind darin für den gesamten Arbeitsmarkt entscheidende Maßnahmen enthalten. Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband Südwesttextil forderte in den letzten Jahren bereits eine Anpassung des deutschen Arbeitszeitgesetzes. Bisher sieht dieses eine tägliche Höchstarbeitszeit vor, während die EU-Richtlinie diese wöchentlich bemisst. Deutschland liegt damit im Vergleich zu anderen EU-Staaten wie Irland, Italien, Kroatien oder Schweden zurück. Die flexible Einteilung der Arbeitszeit innerhalb einer Woche ermöglicht es Arbeitnehmern in diesen Ländern, wichtige Prozesse zu beenden und die mehr gearbeitete Zeit auszugleichen. Von der Flexibilität profitieren ebenfalls Berufstätige mit zusätzlicher Verantwortung für Angehörige. 

Für qualifizierte Einwanderung befürwortet Südwesttextil die Zentralisierung und Digitalisierung des Prozesses durch eine „Work-and-Stay-Agentur“. Die Einheitlichkeit des Prozesses und der Abbau von bürokratischen Hürden sind entscheidend, um den Standort für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland attraktiv zu machen. Das Ziel der Bundesregierung, das einheitliche Anerkennungsverfahren innerhalb von acht Wochen zu ermöglichen, bewertet der Verband in diesem Zusammenhang als evident wichtig. 

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fasst zusammen: „Wir begrüßen grundsätzlich jede Möglichkeit, Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu heben. Die in der nationalen Tourismusstrategie enthaltenen Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit, zur Erleichterung der Fachkräfteeinwanderung sowie zur steuerlichen Begünstigung von Mehrarbeit sind überfällig und sollten besonders mit Blick auf die konjunkturell herausfordernde Lage beschleunigt vorangetrieben werden.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V.

IFCO – Istanbul Fashion Connection 4. bis 7. Februar 2026 Foto IFCO – Istanbul Fashion Connection
02.02.2026

IFCO – Istanbul Fashion Connection 4. bis 7. Februar 2026

Istanbul wird im Februar erneut zum internationalen Treffpunkt der Modebranche: Vom 4. bis 7. Februar 2026 öffnet die IFCO – Istanbul Fashion Connection zum neunten Mal ihre Tore im Istanbul Expo Center und vereint das kreative Designverständnis sowie die industrielle Stärke der türkischen Bekleidungsindustrie auf einer global ausgerichteten Businessplattform.  

Mit rund 400 ausstellenden Unternehmen in sechs Hallen, 30.000 erwarteten Besuchern und Einkäufern aus 125 Ländern bietet IFCO 2026 einen umfassenden Überblick über alle Segmente der Ready-to-WearIndustrie – von Womenswear, Menswear und Kidswear bis hin zu Eveningwear, Lingerie und Denim. Internationale B2B-Meetings und ein starkes Einkäuferprofil unterstreichen die Bedeutung der Messe als zentrale Beschaffungs- und Orderplattform zwischen Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika. 

Istanbul wird im Februar erneut zum internationalen Treffpunkt der Modebranche: Vom 4. bis 7. Februar 2026 öffnet die IFCO – Istanbul Fashion Connection zum neunten Mal ihre Tore im Istanbul Expo Center und vereint das kreative Designverständnis sowie die industrielle Stärke der türkischen Bekleidungsindustrie auf einer global ausgerichteten Businessplattform.  

Mit rund 400 ausstellenden Unternehmen in sechs Hallen, 30.000 erwarteten Besuchern und Einkäufern aus 125 Ländern bietet IFCO 2026 einen umfassenden Überblick über alle Segmente der Ready-to-WearIndustrie – von Womenswear, Menswear und Kidswear bis hin zu Eveningwear, Lingerie und Denim. Internationale B2B-Meetings und ein starkes Einkäuferprofil unterstreichen die Bedeutung der Messe als zentrale Beschaffungs- und Orderplattform zwischen Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika. 

Seit ihrer Gründung hat sich die IFCO – Istanbul Fashion Connection zu einer der international relevantesten Mode- und Orderplattformen in Europa entwickelt. In den bisherigen Ausgaben von 2022 bis 2025 (jeweils Februar- und August-Editionen) hat die Messe mit 3,340 Ausstellern, über 210.000 Fachbesuchern aus 165 Ländern eindrucksvolle Reichweiten erzielt. Die Zahlen unterstreichen die dynamische Entwicklung der IFCO und ihr Bestreben, als internationale Businessplattform die türkische Design- und Produktionskompetenz nachhaltig mit globalen Märkten verbindet. 

The Core Istanbul zeigt eine kuratierte Auswahl von 22 führenden türkischen Designern, darunter international renommierte Namen wie Özlem Süer, Mehtap Elaidi, Emre Erdemoglu und Ceren Ocak, und bringt kreatives Design auf die globale Bühne. 

Starke Segmente in Womenswear-, Menswear- und Kidswear sowie spezialisierte Bereiche wie FashionIst, IFCO Kids und die neu integrierte Lineexpo, unterstreichen die Bandbreite, Produktionskompetenz, handwerkliche Qualität und Marktstärke der türkischen Bekleidungsindustrie. 

Quelle:

Jandali

Image: Vitaly Kobzun, Pixabay
02.02.2026

Lenzing AG: Mehrheitseigentümerin von TreeToTextile AB, beschleunigte Industrialisierung neuer Fasern

Die Lenzing Gruppe übernimmt die kontrollierende Mehrheit am schwedischen Innovationsunternehmen TreeToTextile AB und stärkt so ihre Position als eine führende Anbieterin nachhaltiger, holzbasierter Spezialfasern. Gleichzeitig erweitert sie ihr Innovationsportfolio um eine hochskalierbare, patentgeschützte Technologieplattform. Die Transaktion wird durch die Ausgabe neuer Aktien umgesetzt. 

TreeToTextile steht für den nächsten großen technologischen Fortschritt in der cellulosischen Faserproduktion – nach der Entwicklung von Viscose Anfang des 20. Jahrhunderts und Lenzings eigener Lyocell Technologie in den 1990er Jahren. Das Verfahren bietet ein deutlich verbessertes Nachhaltigkeitsprofil, attraktive Kostenvorteile und eine breite Anwendbarkeit in Textil  und Vliesstoffmärkten. Mit der Mehrheitsübernahme unterstreicht Lenzing den Anspruch, die Premiumisierungsstrategie voranzutreiben und ihre führende Rolle im globalen Markt für Spezialfasern weiter auszubauen. 

Die Lenzing Gruppe übernimmt die kontrollierende Mehrheit am schwedischen Innovationsunternehmen TreeToTextile AB und stärkt so ihre Position als eine führende Anbieterin nachhaltiger, holzbasierter Spezialfasern. Gleichzeitig erweitert sie ihr Innovationsportfolio um eine hochskalierbare, patentgeschützte Technologieplattform. Die Transaktion wird durch die Ausgabe neuer Aktien umgesetzt. 

TreeToTextile steht für den nächsten großen technologischen Fortschritt in der cellulosischen Faserproduktion – nach der Entwicklung von Viscose Anfang des 20. Jahrhunderts und Lenzings eigener Lyocell Technologie in den 1990er Jahren. Das Verfahren bietet ein deutlich verbessertes Nachhaltigkeitsprofil, attraktive Kostenvorteile und eine breite Anwendbarkeit in Textil  und Vliesstoffmärkten. Mit der Mehrheitsübernahme unterstreicht Lenzing den Anspruch, die Premiumisierungsstrategie voranzutreiben und ihre führende Rolle im globalen Markt für Spezialfasern weiter auszubauen. 

„TreeToTextile zählt zu den weltweit fortschrittlichsten Next-Gen-Fasertechnologien und ist die vielversprechendste Entwicklung am Markt. Seit unserer Erstinvestition 2025 hat die Zusammenarbeit zwischen dem innovativen TreeToTextile-Team und Lenzings Faserexperten deutliche technologische Fortschritte ermöglicht. Wir stehen klar hinter dem gemeinsamen Scale up und der Kommerzialisierung. H&M Group, Inter IKEA Group und Stora Enso werden diesen Weg auch weiterhin als Minderheitsgesellschafter begleiten und wertvolle Markt  und Verbraucherperspektiven einbringen“, sagt Georg Kasperkovitz, COO der Lenzing Gruppe. Auch LSCS Invest bekräftigt mit seinem langjährigen Engagement seit der Gründung des Unternehmens und der fortgesetzten Aktionärsrolle das Vertrauen in die gemeinsame Technologieplattform. 

„Innovation im industriellen Maßstab erfordert Zeit, Fachwissen und starke Partnerschaften. Die Aufstockung der Beteiligung der Lenzing Gruppe ist eine klare Bestätigung unserer Technologie und unseres Ziels, ein wichtiger Akteur auf dem globalen Fasermarkt zu werden“, sagt Dr. Roxana Barbieru, CEO von TreeToTextile.

Die Transaktion ermöglicht eine beschleunigte Skalierung der neuen Technologie. Lenzing plant eine deutliche Steigerung des Produktionsausstoßes in der bestehenden Demonstrationsanlage in Nymölla, Schweden, sowie die Vorbereitung der ersten industriellen Großanlage. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen operative Synergien aus einer engeren Zusammenarbeit.

02.02.2026

Rieter vollzieht Akquisition von Barmag

Rieter hat die Akquisition von Barmag per 2. Februar 2026 erfolgreich vollzogen. Mit dieser strategisch wichtigen Übernahme wird Rieter zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern. 

Barmag wird ab dem 2. Februar 2026 konsolidiert und als „Man-Made Fiber“-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Georg Stausberg wird weiterhin die Division führen und an Thomas Oetterli, CEO von Rieter, berichten. Gleichzeitig wird er Mitglied der Konzernleitung. 

Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Darüber hinaus verfügt Rieter neben signifikanten Bargeldbeständen in den operativen Einheiten über eine deutlich aufgestockte revolvierende Kreditfazilität. 

Rieter hat die Akquisition von Barmag per 2. Februar 2026 erfolgreich vollzogen. Mit dieser strategisch wichtigen Übernahme wird Rieter zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern. 

Barmag wird ab dem 2. Februar 2026 konsolidiert und als „Man-Made Fiber“-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Georg Stausberg wird weiterhin die Division führen und an Thomas Oetterli, CEO von Rieter, berichten. Gleichzeitig wird er Mitglied der Konzernleitung. 

Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Darüber hinaus verfügt Rieter neben signifikanten Bargeldbeständen in den operativen Einheiten über eine deutlich aufgestockte revolvierende Kreditfazilität. 

Thomas Oetterli, CEO von Rieter: „Barmag passt mit seinem Know-how bestens zu Rieter und wird das profitable Wachstum beschleunigen sowie unsere Marktführerschaft in der wichtigen Region Asien stärken. Das erworbene Filament Know-how wird dazu beitragen, unsere Kompetenzbereiche zu erweitern und Automatisierungs- sowie Digitalisierungslösungen weiter voranzutreiben. Dies ist der Auftakt für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft und stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie dar.“

Quelle:

Rieter Holding AG

02.02.2026

bvse: Dialog, klare Worte und drängende Herausforderungen

Der traditionsreiche Neujahrsempfang des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, der jährlich vom bvse-Landesverband Bayern ausgerichtet wird, fand in diesem Jahr in Nürnberg statt. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Branche folgten der Einladung des bayerischen Landesvorsitzenden Christian Güntner. Als Ehrengast konnte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Carsten Träger, MdB, begrüßt werden.

Mittelstand am Limit
In seiner Eröffnungsrede zeichnete Christian Güntner ein klares Bild: Er betonte, dass die Belastungsgrenze des Mittelstandes vielerorts überschritten sei. Dabei verwies er auf die zentrale Rolle kleiner und mittelständischer Unternehmen für die deutsche Wirtschaft. Mehr als 20 Millionen Menschen sind im Mittelstand beschäftigt. Zudem fungieren diese Unternehmen als wichtigste Ausbildungs- und Talentschmiede: Über 90 Prozent aller Auszubildenden werden in kleinen und mittelständischen Betrieben ausgebildet.

Der traditionsreiche Neujahrsempfang des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, der jährlich vom bvse-Landesverband Bayern ausgerichtet wird, fand in diesem Jahr in Nürnberg statt. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Branche folgten der Einladung des bayerischen Landesvorsitzenden Christian Güntner. Als Ehrengast konnte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Carsten Träger, MdB, begrüßt werden.

Mittelstand am Limit
In seiner Eröffnungsrede zeichnete Christian Güntner ein klares Bild: Er betonte, dass die Belastungsgrenze des Mittelstandes vielerorts überschritten sei. Dabei verwies er auf die zentrale Rolle kleiner und mittelständischer Unternehmen für die deutsche Wirtschaft. Mehr als 20 Millionen Menschen sind im Mittelstand beschäftigt. Zudem fungieren diese Unternehmen als wichtigste Ausbildungs- und Talentschmiede: Über 90 Prozent aller Auszubildenden werden in kleinen und mittelständischen Betrieben ausgebildet.

Güntner forderte von der Politik mehr Verlässlichkeit, die Vereinfachung von Regeln und Vorschriften sowie größeres Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Unternehmen. „So wie bisher kann es jedenfalls nicht weitergehen“, machte er deutlich.

Besonders kritisch hob er drei zentrale Problemfelder hervor:

Bürokratie und Berichtspflichten
Zeit sei inzwischen die knappste Ressource vieler Unternehmen. Laut KfW entfielen 2025 rund sieben Prozent der gesamten Arbeitszeit im Mittelstand auf bürokratische Prozesse – das entspricht etwa 1,5 Milliarden Arbeitsstunden jährlich. Insgesamt koste die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen den Mittelstand rund 61 Milliarden Euro pro Jahr. Bürokratie sei damit längst kein Randthema mehr, sondern ein ernstzunehmender Standortfaktor.

Regulierungskaskaden aus EU und Bund
Beispielhaft nannte Güntner die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Zuge der EU-CSRD, durch die sich die Zahl der berichtspflichtigen Unternehmen von etwa 500 auf rund 15.000 erhöht. Zwar seien viele Mittelständler formal nicht berichtspflichtig, würden aber als Zulieferer großer Unternehmen dennoch in umfangreiche Datenerhebungen eingebunden. Ähnliche Effekte zeigten sich beim Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Verantwortung gehöre zwar zum Unternehmertum, problematisch werde es jedoch, wenn diese Verantwortung in bürokratischen Formalismus umschlage, der kleinere Unternehmen unverhältnismäßig stark belaste.

Kostenbelastung und Fachkräftemangel
Mit einer Steuer- und Abgabenquote von 47,9 Prozent für durchschnittliche Arbeitnehmer zählt Deutschland laut OECD zu den Spitzenreitern im internationalen Vergleich. Gleichzeitig entfielen zwischen Juli 2024 und Juni 2025 über 72 Prozent aller offenen Stellen auf kleine und mittlere Unternehmen. Insgesamt fehlten ihnen mehr als 280.000 Fachkräfte. Gerade der Mittelstand habe aufgrund höherer Personalkostenanteile am Umsatz deutlich geringere Spielräume als Großkonzerne, um im Wettbewerb um Fachkräfte mitzuhalten.

Diese Faktoren führten, so Güntner, zu einer gefährlichen Entwicklung: Investitionsstau, ungeklärte Nachfolgeregelungen und Standortverlagerungen seien zunehmend die Folge – oder schlicht die Entscheidung, auf weiteres Wachstum zu verzichten.

Politik signalisiert Dialogbereitschaft
Parlamentarischer Staatssekretär Carsten Träger griff die angesprochenen Kritikpunkte in seiner Rede direkt auf. „Sie haben nicht mit Kritik an der Politik gespart und diese Kritik berührt mich“, erklärte er gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Er räumte ein, dass insbesondere die hohen Energiekosten Wirtschaft und Bevölkerung stark belasteten. Als wesentliche Ursache verwies er auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit verbundenen Gaslieferstopp. Gleichzeitig betonte Träger, dass die Bundesregierung bereits erste Steuersenkungen beschlossen habe und weitere Maßnahmen vorbereite. Zudem sollen in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von rund einer Billion Euro mobilisiert werden, die auch dem Mittelstand zugutekommen sollen.

„Ich nehme sehr ernst, wenn Sie sagen, dass der Mittelstand mit dem Rücken zur Wand steht“, unterstrich Träger. Zugleich zeigte er sich überzeugt davon, dass die Bundesregierung entschlossen sei, die bestehenden Probleme anzugehen. „Der Mittelstand ist ein Pfund für Deutschland. Er trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stärke unseres Landes bei.“

Ein zentrales Branchenthema griff bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock auf. Er dankte Träger ausdrücklich für seine Teilnahme und bezeichnete dessen Besuch als wichtiges Signal für den Dialog zwischen Politik und Mittelstand.

Besonders positiv bewertete Rehbock die Initiative des Bundesumweltministeriums zur Bekämpfung von Brandereignissen durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus. Auf Forderung der Branche wurde kurzfristig ein „Runder Tisch“ unter Vorsitz von Carsten Träger eingerichtet. Das erste Treffen habe bereits gezeigt, dass tragfähige Lösungen möglich seien. Der bvse werde sich aktiv und konstruktiv in diesen Prozess einbringen.

Gleichzeitig machte Rehbock deutlich, dass sich die Recycling- und Entsorgungsbranche aktuell in einer äußerst angespannten wirtschaftlichen Situation befinde. Zwar folge die Entwicklung grundsätzlich der allgemeinen Konjunkturlage, treffe die Branche jedoch besonders hart.

Vor allem im Kunststoff- und Textilrecycling sei die Lage teilweise existenziell. Ohne kurzfristige Unterstützung drohten weitere Insolvenzen, Stilllegungen und Standortschließungen. Jeder verlorene Betrieb bedeute nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch von Know-how, regionaler Infrastruktur und Leistungsfähigkeit der Kreislaufwirtschaft.

Als besonders dringlich bezeichnete Rehbock die Forderung nach einem verlässlichen Zugang zu deutlich vergünstigten Industriestrompreisen für Kunststoffrecycler. Ein Ausschluss der Branche von entsprechenden Entlastungsmaßnahmen wäre ein fatales Signal.

Der bvse kündigte an, sich weiterhin engagiert und lösungsorientiert in politische Prozesse einzubringen –im Sinne eines handlungsfähigen Mittelstandes und einer starken Kreislaufwirtschaft in Deutschland.

29.01.2026

Beaulieu International Group übernimmt IFG Asota GMBH

Beaulieu International Group (B.I.G.) hat einen Kaufvertrag zur Übernahme sämtlicher Anteile von IFG Asota GMBH unterzeichnet. IFG Asota GMBH, ein in Österreich ansässiges Faserunternehmen, ist ein bedeutender Akteur im weltweiten Markt für synthetische Stapelfasern. Die strategische Akquisition stärkt die Fibres Division (BFI) von Beaulieu International Group und markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg mit dem Ziel, der weltweit vertrauenswürdigste Partner für nachhaltige Vliesstofflösungen zu werden.

Beaulieu International Group (B.I.G.) hat einen Kaufvertrag zur Übernahme sämtlicher Anteile von IFG Asota GMBH unterzeichnet. IFG Asota GMBH, ein in Österreich ansässiges Faserunternehmen, ist ein bedeutender Akteur im weltweiten Markt für synthetische Stapelfasern. Die strategische Akquisition stärkt die Fibres Division (BFI) von Beaulieu International Group und markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg mit dem Ziel, der weltweit vertrauenswürdigste Partner für nachhaltige Vliesstofflösungen zu werden.

IFG Asota GMBH verfügt über umfassende Expertise in Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Polyethylen (PE) und biobasierten Polymeren wie PLA. Das Unternehmen beliefert zahlreiche hochwertige Anwendungsbereiche, darunter Bodenbeläge, Automobilindustrie, Filtration und technische Anwendungen. Besonders geschätzt wird IFG Asota GMBH für seine starke Innovationskraft, unterstützt durch ein Forschungszentrum mit einer Pilotanlage, die Entwicklungsprojekte durch schnelle Prototypen neuer Fasern deutlich beschleunigt. Seine breite Erfahrung in technischen Anwendungen sowie in biobasierten und recycelten Polymeren unterstützt die Roadmap von Beaulieu auf dem Weg zu einer führenden Produktposition.

Strategische Ergänzung mit Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit
Für Beaulieu stellt die Übernahme von IFG Asota GMBH eine logische und strategische Ergänzung dar. Sie bedient die Ambition von Beaulieu International Group, „der vollständigste Experte für Stapelfasern“ zu werden – und Kunden dabei zu unterstützen, neue Grenzen in Leistung, Nachhaltigkeit oder Effizienz der Produktion in allen Segmente von Einweg- und langlebigen technischen Vliesstoffen zu überschreiten.

„Unsere Ambition ist klar“, so Jean-Baptiste De Ruyck, CEO. „Wir bauen eine flexible, agile und globale Plattform auf, die unsere Führungsposition stärkt, unsere Präsenz in bestehenden Märkten ausbaut und uns neue, bisher unerschlossene Chancen eröffnet. Die Übernahme von Asota beschleunigt diesen Weg.“

Stärkung der Marktposition in Europa und weltweit
Im Einklang mit der Unternehmensstrategie von Beaulieu prüft die Gruppe kontinuierlich Möglichkeiten zur Stärkung ihrer führenden Marktposition und zum Ausbau ihrer globalen Reichweite. Durch die Kombination der industriellen Stärke und operativen Exzellenz von Beaulieu International Group mit dem Materialwissen und den F&E-Kompetenzen von Asota will die Gruppe ihre Rolle als zuverlässiger Qualitätsanbieter für Kunden weltweit weiter festigen.

Parallel zum Akquisitionsprozess wird IFG Exelto nach Abschluss der Transaktion einen Lohnfertigungsvertrag mit Beaulieu Fibres International eingehen. Im Rahmen dieser Vereinbarung produziert Exelto Fasern im Auftrag von BFI und sichert damit operative Flexibilität. Diese Zusammenarbeit dient dazu, die Produktionskapazität zu sichern und den Kundenservice zu gewährleisten.

Ausblick
Nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion werden Beaulieu und IFG Asota GMBH gemeinsam weiter in Innovation, Nachhaltigkeit und kundenzentrierte Lösungen investieren, um den sich wandelnden Anforderungen der Märkte für Vliesstoffe und technische Textilien gerecht zu werden. Die Übernahme markiert einen wichtigen Meilenstein in der langfristigen Wachstumsstrategie von Beaulieu und unterstreicht das Engagement, die Zukunft von Beaulieu Fibres International (BFI) aktiv mitzugestalten.

Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen und wird für Mitte Februar 2026 erwartet. Finanzielle Details werden nicht bekanntgegeben.

Aus Alt mach Neu: So kann es bei Arbeitsbekleidung funktionieren. @ HSLU, Forschungsgruppe Produkt & Textil.
Aus Alt mach Neu: So kann es bei Arbeitsbekleidung funktionieren.
29.01.2026

Das braucht es, um Arbeitsbekleidung zu recyceln

Viele Eigenschaften von Arbeitsbekleidung kommen einer textilen Kreislaufwirtschaft entgegen: Sie ist relativ einheitlich, nachverfolgbar und kommt aus einer Hand. Eine von Innosuisse geförderte Studie der Hochschule Luzern zeigt, wo die Erfolgspotenziale und wo die Knackpunkte auf dem Weg zu einem Kreislauf liegen.

Viele Eigenschaften von Arbeitsbekleidung kommen einer textilen Kreislaufwirtschaft entgegen: Sie ist relativ einheitlich, nachverfolgbar und kommt aus einer Hand. Eine von Innosuisse geförderte Studie der Hochschule Luzern zeigt, wo die Erfolgspotenziale und wo die Knackpunkte auf dem Weg zu einem Kreislauf liegen.

Wenn es um Textilien geht, so kann weder in der Schweiz noch weltweit von einer Kreislaufwirtschaft die Rede sein. „Wünschenswert wäre es, Stoffe für die Wiederverwendung als Produkt oder als neuen Rohstoff aufzubereiten, doch dem stehen nach wie vor viele Hindernisse entgegen“, sagt Tina Tomovic, Textildesignerin und HSLU-Expertin für textile Nachhaltigkeit. Die Frage, wie aus den Fasern von altem Stoff neuer Stoff wird, ist dabei nur eines der Probleme. In einem Pilotversuch zeigt das Team der Hochschule Luzern nun, dass es grundsätzlich möglich ist, gebrauchte Arbeitsbekleidung mechanisch zu rezyklieren und wieder neu zu spinnen. Die neuen Stoffe enthielten bis zu 39 Prozent recyceltes Material; das ist deutlich mehr, als marktüblich in Arbeitsbekleidung angeboten wird. Die Qualität allerdings muss noch verbessert werden, damit die neuen Materialien tatsächlich zum Einsatz kommen können, da Stoffe für Arbeitsbekleidung sehr strapazierfähig und langlebig sein müssen. 

Arbeitsbekleidung bietet gute Recycling-Voraussetzungen
Eines der Hindernisse für textile Kreisläufe seien die unterschiedlichen, oft nicht deklarierten Materialien und die verschiedenen Farben, die in der Textilsammlung aufeinanderträfen, sagt Tina Tomovic. Arbeitsbekleidung – zum Beispiel im Spital oder in einer Fabrik – hat hier gute Voraussetzungen: Es gibt eine große Menge an Kleidungsstücken mit gleicher Faserzusammensetzung. Und nicht nur das; die Kleidung wird auch oftmals zentral gewaschen. Dadurch gibt es in der gesamten Prozesskette mehr Kontrolle darüber, welche Materialien verwendet werden oder wie oft ein Stück schon getragen, gewaschen und geflickt wurde. Hinzu kommt, dass heute Arbeitsbekleidung gechippt wird um die logistischen Herausforderungen der Waschprozesse zu meistern. Diese Datengrundlage birgt großes Potential die Ziele der Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Deshalb haben Textil-Expertinnen und Experten der Hochschule Luzern gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren entlang der Wertschöpfungskette das von Innosuisse geförderte Projekt «Circular Workwear» ins Leben gerufen.

Je mehr Beteiligte, desto komplexer das Recycling
Viele Akteurinnen und Akteure müssen zusammenarbeiten, damit ein Kreislauf überhaupt erst entstehen kann. Nur schon von Seiten der Hochschule brauchte es die Expertise von Design, Informatik und Technik. So war klar, dass es für das Projekt auch viele Partnerschaften brauchte: die Hüsler Berufskleider AG entwickelte zirkulär optimierte Kleidungsstücke für Pflegepersonal, CWS stellt Material zur Verfügung und stützte das Projekt aus Sicht der Industriewäschereien, Texaid sammelte und sortierte die ausrangierten Textilien und Datamars konzipierte Modelle zum Teilen von Daten innerhalb der Wertschöpfungskette. Punktuell beigezogen wurden auch Abnehmende wie Coop oder ein Pflegeheim sowie die Expertise des Maschinenherstellers Säntis Textiles und der Branchenvereinigung Sustainable Textiles Switzerland 2030.

Verbrennungsanlage bleibt größte Konkurrenz für Textilkreislauf
Was die am Projekt beteiligten Unternehmen mitnehmen für die nächsten Schritte hin zu einer Kreislaufwirtschaft, sind Empfehlungen, die sie im eigenen Betrieb umsetzen können, sowie ein Bewertungstool für die Kreislauffähigkeit von Arbeitsbekleidung. Und die wichtige Erkenntnis: Die ganze Branche muss zusammenarbeiten, damit zukünftig Produktdaten und textile Rohstoffe im Kreislauf geführt werden können. Eine bessere Vernetzung, zirkuläre Designstrategien und die Nachverfolgung von Materialströmen und -daten stehen deshalb oben auf der Prioritätenliste. Und ebenfalls wichtig: Die Unternehmen haben nun ein Argumentarium, mit dem Kundschaft gewonnen werden kann, um in einen Mehrpreis für nachhaltige Materialien zu investieren. Denn so viel ist klar: „Solange recycelte Fasern teurer sind als Frischfasern, ist die Verbrennungsanlage die größte Konkurrenz für einen Textilkreislauf, selbst wenn die Branche selber durchaus engagiert ist“, hält Tina Tomovic fest. 
 
 
Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Luzern 
Wie kann Abfall, von Bauschutt bis zu Kleidungsstücken, hochwertig wiederverwendet werden? Wie transformieren wir Prozesse in Kreisläufe? Und welche Perspektiven bieten Politik und Wissenschaft der Praxis? An der Hochschule Luzern beschäftigen sich verschiedene Departemente oft gemeinsam mit den technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, die eine Kreislaufwirtschaft überhaupt erst möglich machen. Ob es um Beton, Textilfasern, Plastik oder Metall geht – es handelt sich überall um komplexe Prozesse. Um diese zu entwickeln braucht es die Expertise der HSLU-Forschenden und diejenige aus der Praxis gleichermaßen.

Quelle:

Hochschule Luzern

29.01.2026

Textil- und Modehändler: Mehrheit schließt 2025 mit einstelligem Umsatzminus ab

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 
Zugleich verdeutlicht die BTE-Umfrage, dass Investitionen weiterhin als notwendiger Hebel fungieren, um Kosten mittelfristig zu senken und Umsätze zu stabilisieren oder zu steigern. Vor diesem Hintergrund plant rund die Hälfte der befragten Unternehmen, die Mitarbeitermotivation zu stärken sowie in die Schulung des Personals zu investieren. Des Weiteren stehen Anstrengungen in den Bereichen Einkaufserlebnisse und Events (45 Prozent), digitales Marketing und CRM (40 Prozent), KI Nutzung (35 Prozent) sowie Ladenoptik und Warenpräsentation (29 Prozent) auf der diesjährigen Agenda. Um den derzeitigen Umbrüchen im Einzelhandel zu begegnen, bilden jene Schwerpunkte Stellschrauben, an denen Händerinnen und Händler im laufenden Jahr ansetzen möchten.
 
Mittlerweile steht dem Handel eine Vielzahl von technischen und digitalen Lösungen zur Verfügung, mit denen Textil , Schuh  und Outfithändler ihre Performanz optimieren können. „Insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist der Blick auf Effizienz zentral, um Potenziale zu entwickeln und sich intensiv mit neuen Technologien, Ideen und vor allem tragfähigen Konzepten auseinanderzusetzen“, betont BTE Geschäftsführer Sönke Padberg. „Dazu gehört, Mehrwerte zur Effizienzsteigerung zu nutzen und bewusst zu investieren – nicht nur finanziell, sondern ebenfalls in Know how und Zukunftsstrategien für den Handel.“
 
Vor diesem Hintergrund empfiehlt Sönke Padberg ausdrücklich, die Chance zu nutzen und an der Jubiläumsausgabe der EuroShop in Düsseldorf teilzunehmen. Die weltweit führende Fachmesse für Retail feiert 2026 ihr 60 jähriges Bestehen und rückt vom 22. bis 26. Februar auf dem Düsseldorfer Messegelände Trends und Technologien für den Handel in den Fokus. 
 
Als Servicepartner des Handels für Textil, Schuhe und Lederwaren bietet der BTE am 24. Februar um 14.00 Uhr einen 90-minütigen geführten Rundgang an: Sönke Padberg wird ausgewählte Lösungsansätze und Innovationen speziell für den Mode , Schuh  und Sporthandel vorstellen und jene Wegweiser fachlich einordnen. Ziel ist es, allen Teilnehmenden einen kompakten Überblick über einschlägige Neuheiten zu geben und deutliche Impulse für die eigene Praxis zu setzen. Der BTE appelliert an die Branche, jene Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch zu nutzen. Anmeldungen zum geführten Rundgang sind an padberg@bte.de zu richten. 
 
Aufgrund des großen Erfolgs bei Händlern und Dienstleistern führt der BTE in diesem Jahr den zweiten Digital Day am 16. April 2026 durch. Dieser informiert über Innovationen im Fashionhandel und findet im digitalen Format statt. Das Veranstaltungsformat versteht sich ebenfalls als Impulsbringer. Weitere Informationen sind unter www.bte.de/bte-digital-day-2026 einzusehen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

29.01.2026

EmpCo-Richtlinie: rechtssichere und rechtzeitige Umsetzung utopisch?

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Aktuell gebe es nur wenige Anhaltspunkte, was und wie Unternehmen weiterhin rechtssicher kommunizieren können. Zwar stellt eine Beschlussempfehlung des Ausschusses klar, dass „anerkannte, auf Grundlage vorab festgelegter Kriterien unabhängig durchgeführte und belastbare Verbrauchertests“ weiterhin verwendet werden können. Trotzdem bleibe unklar, ob branchenspezifische Standards der Textilindustrie darin inkludiert sind. Würden diese unbestimmten Rechtsbegriffe nicht konkretisiert, werde es in der Konsequenz erst durch Gerichtsverfahren Präzisierungen geben. Für Unternehmen stelle dies ein kostspieliges Risiko dar. 

Südwesttextil kritisiert die konkrete Umsetzung vor allem auch vor dem Hintergrund des von der EU vorgegebenen Zeitrahmens. Denn Unternehmen müssen bis zum 27. September 2026 – trotz der noch offenen Fragen und teilweise fehlenden Leitlinien – ihre Strategie festgelegt und notwendige Vorkehrungen getroffen haben. Südwesttextil fordert die Bundesregierung nochmals auf, sich mit dem Anliegen an die EU zu wenden, die Umsetzungsfrist im Hinblick auf die von der EU vorgegebene enge Zeitschiene für die Unternehmen realistisch zu gestalten. 

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Angesichts der Rechtsunsicherheiten ist es für eine langfristig, effizient planende Industrieproduktion kaum möglich, rechtssicher und rechtzeitig die laufenden Prozesse umzustellen. Die Politik berücksichtigt bei der aktuellen Umsetzung nicht, dass entsprechende Vorlaufzeiten und Vorproduktionen – gerade im Bereich von Verpackungen und Kennzeichnungen – stattfinden.“ 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

28.01.2026

Moderne Prüfverfahren für Rohbaumwolle

Die 38. International Cotton Conference Bremen findet vom 25. bis 27. März 2026 im Bremer Parlament statt. Im Fokus stehen technische Innovationen, Markttrends und regulatorische Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis zur Kreislaufwirtschaft. Ebenfalls im Fokus einiger Referenten: Baumwollqualität und Prüfverfahren.

Rohbaumwolle aus den verschiedenen Produktionsregionen unterscheidet sich erheblich in ihren Fasereigenschaften. Diese beeinflussen direkt, wie gut sich Baumwolle später zu Garn spinnen lässt und wie sich Textilien im weiteren Verarbeitungsprozess verhalten. Innovative Testverfahren ermöglichen es, jeden Ballen zuverlässig und reproduzierbar auf definierte Qualitätsparameter hin zu beurteilen. Das Ziel ist, Baumwollqualitäten vergleichbar zu machen als die zentrale Voraussetzung für den globalen Handel, Preisfindung und verlässliche Lieferketten. Die Qualität und Qualitätsprüfung ist das historische Herz der Bremer Tagung.

Die 38. International Cotton Conference Bremen findet vom 25. bis 27. März 2026 im Bremer Parlament statt. Im Fokus stehen technische Innovationen, Markttrends und regulatorische Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis zur Kreislaufwirtschaft. Ebenfalls im Fokus einiger Referenten: Baumwollqualität und Prüfverfahren.

Rohbaumwolle aus den verschiedenen Produktionsregionen unterscheidet sich erheblich in ihren Fasereigenschaften. Diese beeinflussen direkt, wie gut sich Baumwolle später zu Garn spinnen lässt und wie sich Textilien im weiteren Verarbeitungsprozess verhalten. Innovative Testverfahren ermöglichen es, jeden Ballen zuverlässig und reproduzierbar auf definierte Qualitätsparameter hin zu beurteilen. Das Ziel ist, Baumwollqualitäten vergleichbar zu machen als die zentrale Voraussetzung für den globalen Handel, Preisfindung und verlässliche Lieferketten. Die Qualität und Qualitätsprüfung ist das historische Herz der Bremer Tagung.

Tatsächliche Vergleichbarkeit im Blick
Verschiedene Prüfmethoden zur Baumwollprüfung sind z.B. die High Volume Prüfung (wie Uster HVI) als gängiges Verfahren zur instrumentellen Baumwollklassierung zur Preisfestlegung und Ballenzusammenstellung, das Uster AFIS zur Prüfung von Länge, Feinheit, Nissen etc. an einzelnen Fasern sowie das Mesdan Contest als thermomechanische Methode zur Ermittlung der Klebeneigung von Baumwolle.

Mourad Krifa von der Kent State University (USA) forscht seit Jahrzehnten zur Charakterisierung von Baumwollfasern mit Schwerpunkt auf der Längenverteilung. In seinem Vortrag stellt er zuverlässige statistische und softwarebasierte Werkzeuge vor, die Baumwollzüchtern, Biotechnologen und Verarbeitern helfen, Faserverteilungen besser zu analysieren und zu nutzen. 

Dr. Müge Ekizoğlu, İzmir Commodity Exchange (ICE), stellt das zertifizierte Lager- und Klassifizierungssystem für türkische Baumwolle auf Basis der instrumentellen Klassierung mit High Volume-Geräten vor. Als eines der führenden Anbau- und Produktionsländer ist für die Türkei eine objektive Qualitätsbewertung für Export und internationale Standards zentral. 

Deninson Lima, ABRAPA Brasilien, stellt die Ergebnisse einer Studie zu den ermittelten Messunsicherheiten der in Brasilien eingesetzten HVI-Geräte vor. Auf Basis des GUM-Standards wurden wesentliche Unsicherheitsquellen wie Instrumentendesign, Umgebungsbedingungen, Probenvorbereitung und Bedienereinfluss analysiert. Die Untersuchung quantifizierte Wiederholbarkeit, Reproduzierbarkeit und mögliche Verzerrungen und betont die Bedeutung regelmäßiger Kalibrierungen, Qualitätskontrollen und einer systematischen Unsicherheitsbudgetierung.

Gabriele Salvinelli, Mesdan, Italien, trägt vor zu Prüfgeräten der Contest-S-Serie. Diese hochautomatisierten Systeme messen die Klebrigkeit von Rohbaumwolle, die im Spinnprozess zu Maschinenschäden, erhöhtem Wartungsaufwand und Qualitätsverlusten führen kann. Da normgerechte Umgebungsbedingungen in der Praxis oft nicht vollständig eingehalten werden, untersucht die Studie, in welchem erweiterten Feuchtebereich verlässliche Messergebnisse möglich sind.

28.01.2026

Kelheim Fibres schließt Betrieb zum 31. März 2026

Die Geschäftsführung der Kelheim Fibres GmbH informiert darüber, dass der Geschäftsbetrieb zum 31. März 2026 eingestellt wird. Eine Fortführung des Unternehmens über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht möglich. 

Der im Rahmen der Eigenverwaltung durchgeführte Investoren- und Verkaufsprozess hat zu keinem positiven Ergebnis geführt. Auch der zuletzt in den Prozess eingetretene potenzielle strategische Investor hat kurzfristig von einem Einstieg Abstand genommen. Unabhängig davon konnten – trotz Unterstützung durch einen Großteil der Kunden und bereits umgesetzter Restrukturierungsmaßnahmen – keine ausreichenden Abnahmemengen erzielt werden, die für eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlich gewesen wären. Hierzu zählte auch die ausbleibenden Aufträge eines wesentlichen Kunden. 

Nach Abschluss der laufenden Ausproduktion werden die erforderlichen Maßnahmen zur Einleitung eines geordneten Stilllegungsprozesses umgesetzt. 

Die Geschäftsführung der Kelheim Fibres GmbH informiert darüber, dass der Geschäftsbetrieb zum 31. März 2026 eingestellt wird. Eine Fortführung des Unternehmens über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht möglich. 

Der im Rahmen der Eigenverwaltung durchgeführte Investoren- und Verkaufsprozess hat zu keinem positiven Ergebnis geführt. Auch der zuletzt in den Prozess eingetretene potenzielle strategische Investor hat kurzfristig von einem Einstieg Abstand genommen. Unabhängig davon konnten – trotz Unterstützung durch einen Großteil der Kunden und bereits umgesetzter Restrukturierungsmaßnahmen – keine ausreichenden Abnahmemengen erzielt werden, die für eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Geschäftsbetriebs erforderlich gewesen wären. Hierzu zählte auch die ausbleibenden Aufträge eines wesentlichen Kunden. 

Nach Abschluss der laufenden Ausproduktion werden die erforderlichen Maßnahmen zur Einleitung eines geordneten Stilllegungsprozesses umgesetzt. 

Die Mitarbeitenden wurden am 26. Januar 2026 im Rahmen einer Mitarbeiter- und Betriebsversammlung über die Entscheidung und das weitere Vorgehen informiert. Betriebsrat und Eigenverwaltung haben einen Interessenausgleich sowie einen Sozialplan vereinbart. Zudem wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, um die Mitarbeitenden beim Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu unterstützen. 

„Die Eigenverwaltung hat alle realistischen Optionen zur Fortführung geprüft. Da die erforderlichen Zusagen– einschließlich der Zustimmung eines wesentlichen Kunden – nicht vorlagen, ist eine Fortführung leider wirtschaftlich nicht möglich. Für die Mitarbeitenden ist dies eine schwierige Situation; der Fokus liegt nun auf einer geordneten Abwicklung und bestmöglicher Unterstützung der Mitarbeitenden“, so die Geschäftsführung. 

Quelle:

Kelheim Fibres GmbH

Mit Barmags atmos.io komplett digitalisiert: Das neue UNITEX Werk in Trang Bang. Foto Barmag / Unitex
Mit Barmags atmos.io komplett digitalisiert: Das neue UNITEX Werk in Trang Bang.
28.01.2026

Mit atmos.io zur digitalen Fabrik

Mit einem neuen Werk zur Filamentgarnproduktion erweitert UNITEX seine Kapazitäten um weitere 36.000 Jahrestonnen. Das vietnamesische Unternehmen setzt erneut Lösungen von Barmag ein. UNITEX ist eine Tochtergesellschaft der Century Corporation und führender vietnamesischer Lieferant von qualitativ hochwertigen Spezialgarnen und recyceltem DTY.

Mit einem neuen Werk zur Filamentgarnproduktion erweitert UNITEX seine Kapazitäten um weitere 36.000 Jahrestonnen. Das vietnamesische Unternehmen setzt erneut Lösungen von Barmag ein. UNITEX ist eine Tochtergesellschaft der Century Corporation und führender vietnamesischer Lieferant von qualitativ hochwertigen Spezialgarnen und recyceltem DTY.

Neues UNITEX Werk in Trang Bang eröffnet
Das in Trang Bang Ende Januar eingeweihte Werk ist über die Barmag Digitalisierungslösung atmos.io komplett digitalisiert. Der gesamte Materialfluss ist digital erfasst und vernetzt, jede Spule ist individualisiert und mit ihren persönlichen Eigenschaften dokumentiert. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz werden Abweichungen in der Produktion frühzeitig erkannt, so dass Bediener umgehend reagieren können. Korrekturen im Materialfluss können in Echtzeit vorgenommen werden. Das digital in den Prozess eingebundene Labor sichert die Eingriffe in den Materialfluss ab. In der Konsequenz steigert atmos.io so die Effizienz auf dem Shopfloor und die Qualität des Prozesses – und damit auch der Produkte. „Mit der Digitalisierungsplattform atmos.io schaffen wir eine ganzheitliche Lösung, die den gesamten Produktionsprozess vereint. Damit erreichen wir nicht nur eine konstant hohe Overall Equipment Effectiveness (OEE), sondern unterstützen auch eine schnelle, fundierte Entscheidungsfindung und eine flexible Anpassung an die individuelle Kundenumgebung”, begründet UNITEX CEO Jack Dang seine Entscheidung für atmos.io.

Ebenfalls nahtlos in atmos.io integriert ist die umfangreiche Automation von Drittanbietern. „atmos.io ist die Plattfom für die intelligente Fabrik. Wir hören nicht mit der Anbindung unseres Lieferumfangs auf, damit wäre unseren Kunden nicht geholfen. Unser Anspruch ist die allumfassende Nachverfolgung von der Schmelze bis zur eingelagerten Spule“, erklärt Jörg Groß, Entwicklungsleiter Digitale Produkte. Geliefert hat der Remscheider Anlagenbauer und Lösungsanbieter für die Chemiefaserproduktion die Hardware für sämtliche Prozessstufen von der Chipsaufbereitung über die Extrusion, Spinnerei und Texturierung inklusive der Utilities.

Quelle:

Oerlikon Barmag

27.01.2026

Drei ANDRITZ-Spunlace-Linien für Alar Silk Road New Materials in China

Alar Silk Road New Materials und ANDRITZ haben drei Spunlace-Linien in Kreuzleger-Konfiguration am Standort von Alar in Aral City, Xinjiang, China, erfolgreich in Betrieb genommen.

Die neuen Anlagen erweitern die Kapazitäten von Alar zur Herstellung hochwertiger Vliesstoffe und unterstützen den Aufbau eines ressourceneffizienteren und nachhaltigeren Ökosystems für die regionale Hygiene- und Medizinindustrie.

Die neXline spunlace-Anlagen von ANDRITZ verarbeiten Viskose- und/oder Baumwollfasern zu Vliesstoffen, die strengste Qualitätsanforderungen für Hygieneprodukte und medizinische Endanwendungen erfüllen. Die Anlagen erzielen eine ausgezeichnete Gleichmäßigkeit und Zugfestigkeit des Vlieses sowie hohe Produktionsleistungen und ermöglichen es Alar, die wachsende Marktnachfrage zu bedienen. Die neuesten Profile™-Kreuzleger tragen durch eine gleichmäßige Faserverteilung zur Senkung der Betriebskosten bei.

Alar Silk Road New Materials und ANDRITZ haben drei Spunlace-Linien in Kreuzleger-Konfiguration am Standort von Alar in Aral City, Xinjiang, China, erfolgreich in Betrieb genommen.

Die neuen Anlagen erweitern die Kapazitäten von Alar zur Herstellung hochwertiger Vliesstoffe und unterstützen den Aufbau eines ressourceneffizienteren und nachhaltigeren Ökosystems für die regionale Hygiene- und Medizinindustrie.

Die neXline spunlace-Anlagen von ANDRITZ verarbeiten Viskose- und/oder Baumwollfasern zu Vliesstoffen, die strengste Qualitätsanforderungen für Hygieneprodukte und medizinische Endanwendungen erfüllen. Die Anlagen erzielen eine ausgezeichnete Gleichmäßigkeit und Zugfestigkeit des Vlieses sowie hohe Produktionsleistungen und ermöglichen es Alar, die wachsende Marktnachfrage zu bedienen. Die neuesten Profile™-Kreuzleger tragen durch eine gleichmäßige Faserverteilung zur Senkung der Betriebskosten bei.

ANDRITZ wird Alar auch künftig dabei unterstützen, seine Aktivitäten weiterzuentwickeln. Die beiden Unternehmen planen, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Energieeffizienz zu vertiefen, um die Ziele von Alar umzusetzen und zu einer nachhaltigen industriellen Entwicklung in der Region Xinjiang beizutragen.

Alar Silk Road New Materials Co., Ltd. mit Sitz in Aral City, Xinjiang, ist ein führender Hersteller hochwertiger Vliesstoffe für Hygiene-, Medizin- und Pflegeanwendungen. Auf Basis der reichen Baumwollressourcen der Region entwickelt das Unternehmen mithilfe hoher technologischer Kompetenz fortschrittliche Materialien. Darüber hinaus treibt Alar die Innovation im Bereich erneuerbarer Rohstoffe voran, indem Ressourcen wie Schilf zu hochwertigem Zellstoff verarbeitet und die Ziele der Kreislaufwirtschaft unterstützt werden. Durch kontinuierliche Zusammenarbeit und technologische Weiterentwicklung baut das Unternehmen eine moderne, international wettbewerbsfähige industrielle Basis auf.