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Dr.-Ing. Christoph Burkhart, Geschäftsführer der VTT GmbH, mit Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen. © Fraunhofer ITWM
Dr.-Ing. Christoph Burkhart, Geschäftsführer der VTT GmbH, mit Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen.
23.03.2026

Fraunhofer ITWM: Spin-off zur virtuellen Reifenentwicklung

Mit der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH startete im Februar 2026 eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, um die weltweit stark wachsende Nachfrage nach der Reifenmodellierungssoftware „CDTire“ nachhaltig zu bedienen und die Technologie weiterzuentwickeln. Das Fraunhofer ITWM und VTT werden dabei künftig weiterhin eng zusammenarbeiten.  

Mit der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH startete im Februar 2026 eine Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, um die weltweit stark wachsende Nachfrage nach der Reifenmodellierungssoftware „CDTire“ nachhaltig zu bedienen und die Technologie weiterzuentwickeln. Das Fraunhofer ITWM und VTT werden dabei künftig weiterhin eng zusammenarbeiten.  

Die Software „CDTire“ hat sich in den vergangenen Jahren als Industriestandard für realitätsnahe Reifenmodelle etabliert. Fahrzeug- und Reifenhersteller setzen das Tool in der virtuellen Fahrzeugentwicklung ein. „Die starke Nachfrage, die zunehmende Internationalisierung sowie der wachsende Bedarf an spezifischen Anpassungen machten eine eigenständige Unternehmensstruktur notwendig. Mit der Gründung der VTT – Virtual Tire Technologies GmbH schaffen wir die Grundlage, um noch individueller zu betreuen und die Technologie konsequent weiterzuentwickeln“, so Dr. Manfred Bäcker, der von Beginn an an der Entwicklung von CDTire beteiligt war und nun für das neue Unternehmen als Geschäftsführer tätig ist. 
 
Weniger Prototypen und Testfahren benötigt 
„CDTire“ ermöglicht realitätsnahe Simulationen des Reifenverhaltens – inklusive thermischer Effekte, dynamischer Innenluftsimulation und Berücksichtigung der modalen Felgendeformation. Damit lassen sich aufwendige reale Testfahrten und teure Prototypen in frühen Entwicklungsphasen deutlich reduzieren. Fahrzeughersteller können Komfort, Fahrdynamik, Noise, Vibration, Harshness (NVH) und Betriebsfestigkeit bereits virtuell bewerten, noch bevor das Fahrzeug gebaut ist. Auf der Seite der Reifenhersteller können sehr schnell Varianten eines Basisreifens erzeugt werden, die dann im virtuellen Fahrversuch verglichen und für alle Key-Performances validiert werden. Damit wird eine auf das Fahrzeug gerichtete Reifenentwicklung beschleunigt und qualitativ verbessert.  
 
„Mit CDTire haben wir eine Brücke zwischen Reifen- und Automobilindustrie geschlagen“, erklärt Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs „Mathematik für Fahrzeuge, Systeme und Anlagen“ am Fraunhofer ITWM. „Die Technologie ermöglicht es, virtuelle Reifen- und Fahrzeugprototypen in Echtzeit zu testen. Die Ausgründung ist der konsequente nächste Schritt, um diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen. Der enge Schulterschluss zwischen Fraunhofer ITWM und VTT ist dabei ein klassisches Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer.“ Das zahlt auch auf das Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft ein, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Industrie mit eigenen Ausgründungen weiter voranzutreiben, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.
 
Zusammenarbeit besteht weiter  
Das Fraunhofer ITWM bleibt auch künftig zentraler Innovationspartner. Während VTT den Marktausbau, den weltweiten Vertrieb und die Weiterentwicklung der Reifenmodelle sowie der Reifenentwicklungswerkzeuge übernimmt, wird das Institut weiterhin an der wissenschaftlichen Grundlagenforschung für die nächste Generation von Reifenmodellen arbeiten. Auch örtlich sind sie weiter eng verbunden, denn das neue Unternehmen ist zunächst direkt nebenan im Business + Innovation Center Kaiserslautern GmbH (bic) in der Trippstadter Str. 110 ansässig.  

Weitere Informationen:
CDTire Fraunhofer ITWM Reifenentwicklung
Quelle:

Fraunhofer ITWM 

Stationärer Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Geschäfte HDE Prognosen, IfH
23.03.2026

HDE-Prognose für 2026: Stationärer Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Geschäfte

Im laufenden Jahr 2026 werden 4900 Geschäfte in Deutschland verloren gehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Im laufenden Jahr 2026 werden 4900 Geschäfte in Deutschland verloren gehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Zahl der Geschäfte sinkt gemäß der HDE-Prognose bis zum Jahresende damit voraussichtlich auf 296.600. Vor zehn Jahren waren es deutschlandweit noch 366.800 Geschäfte. „Die Lage ist bei vielen vor allem mittelständischen Händlern ernst. Das Umfeld mit der seit Jahren vor sich hindümpelnden Konsumlaune ist schwierig. Die Politik ist in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen. Leerstand nutzt niemandem“, so von Preen weiter.

Der HDE ruft insbesondere das Bundesbauministerium und die Kommunen zu noch größeren Anstrengungen für lebendige Innenstädte auf. „Einkaufen ist der Hauptgrund für einen Innenstadtbesuch. Wer sein Stadtzentrum vital erhalten oder gestalten will, braucht deshalb Geschäfte. Jeder Leerstand ist einer zu viel. Der Einzelhandel steht bereit, aktuell stimmen aber einfach zu oft die Rahmenbedingungen nicht“, so von Preen. Für mehr Investitionen in ein sauberes und attraktives Umfeld wirbt der HDE für bessere Abschreibungsmöglichkeiten solcher Ausgaben. Von Preen: „Das öffentliche Geld wird nicht reichen, um alle Städte wieder auf Vordermann zu bringen, wir müssen private Investoren locken.“

Über die Lage der Innenstädte wird am 24. und 25. März in Berlin beim Handelsimmobilienkongress diskutiert. Mit dabei ist dann auch Sabine Poschmann, Staatssekretärin im Bundesbauministerium.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

23.03.2026

2. BTE-Digital Day: Programm steht

Das Programm des 2. BTE-Digital Day am 16. April ist jetzt online. Von 9.30 bis 16 Uhr drehen sich dann insgesamt 20 Kurz-Vorträge von je rund 15 Minuten um Themenfelder wie digitale Kundenbindung, KI-gestütztes Warenmanagement, effiziente Online-Anbindungen, moderne Warenwirtschaft, kostengünstige Mitarbeiter-Organisation und zeitgemäße Transportlogistik. 
 
Für alle Händler interessant dürfte zudem der Slot des bekannten Coachs Andreas Nemeth über Mitarbeiterführung und -motivation vor der Mittagspause sein. Spannend ist auch der anschließende Vortrag von BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg über die neuesten (digitalen) Trends von der diesjährigen New Yorker Handelsmesse NRF und der Düsseldorfer EuroShop. Zum Abschluss wird der BTE in einem Slot über die Leistungen des am 1. Juli 2026 startenden neuen BTE-Clearing Centers informieren. 
 

Das Programm des 2. BTE-Digital Day am 16. April ist jetzt online. Von 9.30 bis 16 Uhr drehen sich dann insgesamt 20 Kurz-Vorträge von je rund 15 Minuten um Themenfelder wie digitale Kundenbindung, KI-gestütztes Warenmanagement, effiziente Online-Anbindungen, moderne Warenwirtschaft, kostengünstige Mitarbeiter-Organisation und zeitgemäße Transportlogistik. 
 
Für alle Händler interessant dürfte zudem der Slot des bekannten Coachs Andreas Nemeth über Mitarbeiterführung und -motivation vor der Mittagspause sein. Spannend ist auch der anschließende Vortrag von BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg über die neuesten (digitalen) Trends von der diesjährigen New Yorker Handelsmesse NRF und der Düsseldorfer EuroShop. Zum Abschluss wird der BTE in einem Slot über die Leistungen des am 1. Juli 2026 startenden neuen BTE-Clearing Centers informieren. 
 
Wichtig: Wer am 16. April verhindert ist, kann alle Life-Streamings und Präsentationen auch im Nachgang als Aufzeichnung anschauen. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung. Für Besucher aus dem Fachhandel sowie Textil-, Schuh- und Modelieferanten ist die Teilnahme am BTE-Digital Day kostenfrei. Das komplette Programm, die Registrierung und weitere Informationen sind online verfügbar.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Kick-off Textilfabrik 7.0 © Copyright: Zukunftsagentur/Tomas Rodriguez
Kick-off Textilfabrik 7.0
23.03.2026

Reallabor für nachhaltige Textilproduktion: Textilfabrik 7.0 gestartet

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Das Projekt T7 treibt die Transformation des Rheinischen Reviers zu einem modernen Industriestandort aktiv voran. Es verbindet innovative, nachhaltige Textilproduktion mit Forschung, Entwicklung und dem Einsatz von KI und Robotik. Gleichzeitig stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der Region und schafft neue Arbeitsplätze auf allen Qualifikationsebenen. So zeigt T7, dass der Strukturwandel konkrete Chancen für eine zukunftsfähige Industrie bietet.“ betont Silke Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Für Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, ist klar „Wer an Textil denkt, kommt an Mönchengladbach nicht vorbei! Die Textilproduktion gehört industriegeschichtlich zur DNA unserer Stadt. Doch sie hat auch das Potential, eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Mönchengladbach einzunehmen. Die Textilfabrik 7.0 bringt Industrie und Wissenschaft für Innovation und Forschung zusammen. Sie schafft so die Grundlage für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion – und damit für zukunftsfeste Arbeitsplätze in Mönchengladbach. Der heutige Startschuss für das Projekt T7 markiert für Mönchengladbach einen großen Meilenstein im Strukturwandel.

Der Kick-off richtete sich insbesondere an Unternehmen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. In mehreren Impulsvorträgen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen und mögliche Anwendungen zukünftiger Produktionsformen. Die Brother Internationale Industriemaschinen GmbH sowie die Hch. Kettelhack GmbH & Co. KG zeigten auf, wie sich On-Demand-Produktion in Microfactory-Konzepte integrieren lässt und damit flexible, bedarfsgerechte Fertigungsprozesse ermöglicht.

Darüber hinaus stellte 3E Smart Solutions vor, wie eine intelligente Produktion für smarte Textilien künftig aussehen kann. Der Branchencluster Cluster Industrielle Biotechnologie e. V. (CLIB) präsentierte Ansätze, wie biotechnologische Verfahren – etwa der Einsatz von Mikroorganismen – künftig in der Textilproduktion genutzt werden können, um Ressourcen effizienter einzusetzen und Kreisläufe zu schließen.

Im Zentrum der Textilfabrik 7.0 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Diese Themen bildeten auch die Grundlage für vier Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Modulverantwortlichen diskutierten, welche Anforderungen die Industrie an zukünftige Produktionslösungen stellt. Ziel war es, konkrete Bedarfe zu identifizieren und diese direkt in die weitere Projektplanung einfließen zu lassen.

Mit dem Reallabor-Ansatz der T7 sollen neue Technologien entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette getestet und optimiert werden. Dazu gehören unter anderem Robotik, digitale Prozessketten sowie biotechnologische Verfahren, die dazu beitragen können, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen.

Professorin Dr. Susanne Meyer, Präsidentin der Hochschule Niederrhein: „Die Textilfabrik 7.0 steht exemplarisch für das, was angewandte Forschung heute leisten muss: Sie bringt Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zusammen, um konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Als Hochschule Niederrhein bringen wir unsere textile Expertise gezielt in dieses Zukunftsprojekt ein, von digitalen Produktionsprozessen über nachhaltige Materialien bis hin zu zirkulären Wertschöpfungsmodellen. So leisten wir nicht nur einen
Beitrag zur Transformation der Textilindustrie, sondern stärken zugleich die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.

Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Dabei stellt die Textilfabrik 7.0 eines von 19 Ankerprojekten im Rheinischen Revier dar. Die Projekte sind aus Sicht des Landes zentral für eine erfolgreiche, zügig und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels.

Die Textilfabrik 7.0 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein (HSNR), des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, des Verbands der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbands der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Textilakademie NRW sowie der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.

In einer zweiten Entwicklungsphase soll über die Textilfabrik 7.0 hinausgehend ein Industriepark der Zukunft entstehen. Hier entwickelt und produziert die Textil- und Bekleidungsindustrie unter Zero-Emission-Bedingungen und mit CO₂-neutralen Prozessen. Der Industriepark soll Raum bieten für innovative Produktionsstätten, Unternehmensniederlassungen der Textilbranche sowie nachhaltige Textil-Start-ups. So entsteht ein moderner Industriestandort, der Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion miteinander verbindet.

Das Projekt Textilfabrik 7.0 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, vom Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfalen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University

Spezialchemie Getty Images für CHT Gruppe
23.03.2026

CHT Gruppe auf der Techtextil 2026: Spezialchemie-Lösungen für technische Textilien

Die CHT Gruppe stellt auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt am Main ihr umfassendes Portfolio maßgeschneiderter Spezialchemikalien und Prozesslösungen für technische Textilien vor. Als zuverlässiger Partner der globalen Textilindustrie bietet die CHT innovative Produkte sowie fundierte technische Expertise über alle Bereiche der textilen Wertschöpfungskette hinweg – von Vorbehandlung, Färberei und Druckerei über Ausrüstung und Beschichtung bis hin zu Faserhilfsmitteln.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen Lösungen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität, Nachhaltigkeit und Qualität gerecht werden. Die Spezialchemikalien von CHT finden in einer Vielzahl industrieller Anwendungen Einsatz – von leistungsfähigen Beschichtungssystemen über sortenreine, recyclingfähige Produktlösungen bis hin zu innovativen Verbundmaterialien.

Die CHT Gruppe stellt auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt am Main ihr umfassendes Portfolio maßgeschneiderter Spezialchemikalien und Prozesslösungen für technische Textilien vor. Als zuverlässiger Partner der globalen Textilindustrie bietet die CHT innovative Produkte sowie fundierte technische Expertise über alle Bereiche der textilen Wertschöpfungskette hinweg – von Vorbehandlung, Färberei und Druckerei über Ausrüstung und Beschichtung bis hin zu Faserhilfsmitteln.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen Lösungen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität, Nachhaltigkeit und Qualität gerecht werden. Die Spezialchemikalien von CHT finden in einer Vielzahl industrieller Anwendungen Einsatz – von leistungsfähigen Beschichtungssystemen über sortenreine, recyclingfähige Produktlösungen bis hin zu innovativen Verbundmaterialien.

Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung und Anwendung von Spezialchemie begleitet die CHT ihre Kunden von der ersten Idee bis zur erfolgreichen industriellen Umsetzung. Ziel ist es, gemeinsam die Produkte von morgen zu gestalten und nachhaltige textile Innovationen zu ermöglichen. 

Die Lösungen der CHT Gruppe finden in zahlreichen Anwendungssegmenten ihren Einsatz:

Mobiltech

  • Flammhemmende Ausrüstungen und Beschichtungen für Innenraumtextilien, Teppiche, Sitzbezüge und technische Verbundstoffe
  • Spezialklebstoffe für Beflockungen

Medtech

  • Beschichtungen und Ausrüstungen für Matratzenschutz und OPTextilien
  • Spezielle Faserhilfsmittel für Hygiene- und Medizinprodukte

Protech

  • Flammhemmende, chemikalienresistente und wetterfeste Ausrüstungen und Beschichtungen
  • Lösungen für Industrie- und Behörden-Schutzbekleidung

Hometech / Interior

  • Beschichtungen und Ausrüstungen für Werbe- und Eventtextilien, Bannerstoffe, Messeverkleidungen
  • Lösungen für Möbelbezüge, Teppiche und Reinigungstextilien

Indutech

  • Hochleistungsbeschichtungen und Ausrüstungen für Filtermedien, Förderbänder und technische Gewebe

Buildtech

  • Beschichtungen für Architekturmembranen, Fassaden und funktionale Lichtschutzsysteme
  • Anwendungen für Textilbeton, Isolationsmaterialien und Kanalsanierung

Sporttech & Outdoor 

  • Ausrüstungs- und Beschichtungssysteme für Markisen, Zelte und Schutzabdeckungen

Innovative Produktreihen für moderne Textilanwendungen
Das Portfolio umfasst sowohl wässrige als auch silikonbasierte Druck- und Beschichtungssysteme, insbesondere aus der bekannten ALPATEC-Reihe, die neue funktionale Möglichkeiten für technische Textilien eröffnet – und dies zuverlässig aus einer Hand.

Ein besonderer Fokus liegt auf nachhaltigen Lösungen:
Kreislaufwirtschaft als strategisches Leitmotiv 
Die CHT Gruppe integriert die Prinzipien der Circular Economy konsequent in Forschung und Entwicklung. Ein sortenreines Endprodukt – etwa Teppiche, Filter oder technische Netze – lässt sich deutlich leichter recyceln und in den Wertstoffkreislauf zurückführen. Mit unserer TUBICOAT PET-Gamme bietet CHT eine speziell für sortenreine Polyester-Materialien entwickelte Beschichtungslinie. 

PFC-freie Hydrophobierungsmittel
Die ECOPERL-Produktreihe bietet leistungsstarke, PFC-freie DWRLösungen, teilweise mit hohem Anteil biobasierter Komponenten, geeignet für vielfältige technische Anwendungen.
Zahlreiche Produkte erfüllen selbstverständlich führende internationale Standards wie ZDHC, bluesign®, GOTS, Oeko-Tex® Standard 100 sowie Cradle to Cradle® Material Health Certificate, GRS – ein klares Bekenntnis zu Qualität, Transparenz und Nachhaltigkeit.

© CWS Workwear
19.03.2026

CWS Workwear erhält SBTi-Validierung für Emissionsreduktionsziele

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, gibt bekannt, dass seine kurzfristigen Emissionsreduktionsziele offiziell von der Science Based Targets initiative (SBTi) anerkannt wurden. Die Ziele sind auf das 1,5-Grad-Szenario ausgerichtet und beziehen alle wesentlichen Emissionsquellen des Unternehmens mit ein. Die Validierung stärkt das Nachhaltigkeits- und Verantwortungsprofil von CWS Workwear und gibt der Klimastrategie des Unternehmens somit eine wissenschaftliche Grundlage.

Für Unternehmen wie CWS Workwear bedeutet die Validierung Glaubwürdigkeit nach außen sowie eine verlässliche Grundlage für transparentes Reporting. Gleichzeitig hilft sie dabei, klimabezogene Risiken entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren und die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern auf dem gemeinsamen Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu stärken. Die Klimawissenschaft zeigt, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C noch realisierbar ist, wenn Emissionen bis 2030 deutlich sinken und bis 2050 Netto-Null erreicht wird. CWS Workwear trägt mit seinen validierten Zielen aktiv dazu bei.

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, gibt bekannt, dass seine kurzfristigen Emissionsreduktionsziele offiziell von der Science Based Targets initiative (SBTi) anerkannt wurden. Die Ziele sind auf das 1,5-Grad-Szenario ausgerichtet und beziehen alle wesentlichen Emissionsquellen des Unternehmens mit ein. Die Validierung stärkt das Nachhaltigkeits- und Verantwortungsprofil von CWS Workwear und gibt der Klimastrategie des Unternehmens somit eine wissenschaftliche Grundlage.

Für Unternehmen wie CWS Workwear bedeutet die Validierung Glaubwürdigkeit nach außen sowie eine verlässliche Grundlage für transparentes Reporting. Gleichzeitig hilft sie dabei, klimabezogene Risiken entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren und die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern auf dem gemeinsamen Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu stärken. Die Klimawissenschaft zeigt, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C noch realisierbar ist, wenn Emissionen bis 2030 deutlich sinken und bis 2050 Netto-Null erreicht wird. CWS Workwear trägt mit seinen validierten Zielen aktiv dazu bei.

Stabile Grundlage, konsequente Umsetzung
In den CWS Workwear eigenen Wäschereien werden europaweit Modernisierungen und Neubauten umgesetzt: von Wasserrückgewinnungs- und Photovoltaikanlagen über dampflose Heißwassertechnologie bis hin zu hocheffizienten Kesselsystemen. Betroffen sind derzeit Standorte in Deutschland, Irland, der Schweiz, Belgien, Polen, den Niederlanden und Rumänien. Das Ziel ist es, bis 2035 weitere Modernisierungen durchzuführen. Parallel dazu treibt CWS Workwear die Elektrifizierung des Fuhrparks voran: In Süd- und Mitteldeutschland werden Touren bereits heute ausschließlich mit Elektrofahrzeugen gefahren, der Ausbau auf weitere Regionen ist in vollem Gange. Auch in Belgien und den Niederlanden sind Elektrofahrzeuge im Einsatz. Im Rahmen der SBTi-Verpflichtung plant CWS Workwear zudem Konzepte und gemeinsame Initiativen mit Bekleidungslieferanten sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Verpackungen und zur Optimierung von Waschmitteln entlang der Lieferkette.

Hartmut Engler, CEO von CWS Workwear, betont die strategische Bedeutung der Validierung: „Die SBTi-Validierung ist ein zentraler Baustein unserer ESG-Strategie und unterstreicht unseren Anspruch als verantwortungsvoller und führender Anbieter von Workwear as a Service. Wir setzen damit ein klares Signal: Klimaschutz ist bei CWS Workwear kein Begleitthema, sondern fester Bestandteil unserer unternehmerischen Ausrichtung mit konkreten Zielen, an denen wir uns messen lassen.“ Was das konkret bedeutet, macht Leonie Biesen, Sustainability Lead bei CWS Workwear, deutlich: „Wir haben uns verpflichtet, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2021 um 42 % und die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen im gleichen Zeitraum um 25 % zu reduzieren“.

Über die Science Based Targets initiative (SBTi)
Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine internationale Organisation für unternehmerischen Klimaschutz, die Unternehmen weltweit dabei unterstützt, Treibhausgasreduktionsziele im Einklang mit der aktuellen Klimawissenschaft und den Zielen des Pariser Abkommens zu setzen. Eingereichte Ziele durchlaufen einen strengen Drittvalidierungsprozess, um sicherzustellen, dass sie wissenschaftlich fundiert und auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf höchstens 1,5 °C ausgerichtet sind.

Quelle:

CWS Workwear

(c) Zünd Systemtechnik AG
19.03.2026

Zünd: Digitale Schneidtechnologien auf der Texprocess 26

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert Zünd auf der Texprocess in Frankfurt unterschiedlichste digitale Schneidtechnologien für textile Anwendungen. Die internationale Leitmesse bringt 200 Aussteller aus 28 Ländern zusammen und bietet einen umfassenden Überblick über moderne Verarbeitungstechnologien. Zünd zeigt praxisnahe Lösungen für den automatisierten Zuschnitt – von der optischen Erfassung über digitale Workflows bis hin zu neuen Funktionen für spezifische Anwendungen.

Zentraler Bestandteil des Messeauftritts ist ein Zünd G3 Cutter mit Tischverlängerung, beleuchtetem Traggerüst und MindCUT Software. Die integrierte LED-Beleuchtung sorgt für eine gleichmässige Ausleuchtung des Erfassungsbereichs und ermöglicht eine präzise Erkennung feinster Muster und Konturen. Optional erhältliche Vorhänge schützen den Bereich vor störendem Umgebungslicht und stellen so eine konstant hohe Erkennungsqualität sicher.

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert Zünd auf der Texprocess in Frankfurt unterschiedlichste digitale Schneidtechnologien für textile Anwendungen. Die internationale Leitmesse bringt 200 Aussteller aus 28 Ländern zusammen und bietet einen umfassenden Überblick über moderne Verarbeitungstechnologien. Zünd zeigt praxisnahe Lösungen für den automatisierten Zuschnitt – von der optischen Erfassung über digitale Workflows bis hin zu neuen Funktionen für spezifische Anwendungen.

Zentraler Bestandteil des Messeauftritts ist ein Zünd G3 Cutter mit Tischverlängerung, beleuchtetem Traggerüst und MindCUT Software. Die integrierte LED-Beleuchtung sorgt für eine gleichmässige Ausleuchtung des Erfassungsbereichs und ermöglicht eine präzise Erkennung feinster Muster und Konturen. Optional erhältliche Vorhänge schützen den Bereich vor störendem Umgebungslicht und stellen so eine konstant hohe Erkennungsqualität sicher.

Für Anwendungen im Bereich Polstermöbel stellt Softwarepartner Mind Technology die Lösung MindCAD 2D vor. Die Software unterstützt die effiziente Konstruktion und Vorbereitung von Schnittteilen für die Möbelindustrie und ergänzt den zugeschnittenen Workflow, der auf dem Zünd Cutter demonstriert wird.

In Kooperation mit Assyst zeigt Zünd einen Verarbeitungsprozess für digital bedruckte Textilien. Die Schnittdaten werden bei Assyst digital und mit neuen KI-Features vorbereitet. Anschliessend werden die digital bedruckten Stoffe am Zünd Stand geschnitten. Im Fokus steht dabei die Funktion Shape Vectorization der Software MindCUT Studio. Diese ermöglicht es, gedruckte Formen automatisch zu erfassen und in präzise Konturen für den Zuschnitt zu überführen – ein effizienter Workflow insbesondere für On Demand Fertigung und variable Kollektionen.

Die Funktion Feature Recognition zeigt, wie KI gestützte Prozesse die Vorbereitung des Zuschnitts weiter vereinfachen. Die Software erkennt die Position von Motiven auf der Stoffbahn, ordnet sie den Schnittteilen zu und wiederholt diese Positionierung automatisch entlang des gesamten Rollenmaterials. Dies ersetzt das bislang manuelle Platzieren der Motive, beschleunigt die Vorbereitung und gewährleistet eine hohe Wiederholgenauigkeit sowie konsistente Qualität – auch bei sensiblen Materialien oder rapportierten Stoffen.

Erstmals auf einer Texprocess zeigt Zünd im Live-Betrieb die integrierte Conveyorband Reinigung, die das Förderband automatisch und berührungslos bei jedem Materialvorschub reinigt. Zur Veranschaulichung der Reinigungsleistung wird unter anderem fusselndes Teppichmaterial zugeschnitten. Die gleichbleibend saubere Arbeitsfläche trägt zu einer konstanten Schnittqualität, störungsfreien Verarbeitung und stabilen Vakuumleistung bei. Dies ist besonders vorteilhaft bei wechselnden Materialien oder hochsensiblen Textilien. Das System arbeitet ausschliesslich mit Druckluft und benötigt keine zusätzliche Stromversorgung.

Quelle:

Zünd Systemtechnik AG

(c) Outlast Technologies GmbH
19.03.2026

Outlast: Cooling für Naturfasern

Outlast Technologies hat seine fresh2SKIN® Technologie erstmals erfolgreich auf zelluloseba-sierte Fasern wie Baumwolle und Viskose übertragen. Dadurch können Marken natürliche Materialien mit einem frischen Kühleffekt und langanhaltendem ausgeglichenen Mikroklima ausstatten.

Ein besonderer Fokus bei der Entwicklung lag darauf, die kühlende Technologie auf das Textil aufzutragen, ohne den ursprünglichen, natürlichen Griff der Materialien zu verändern. Outlast ist es gelungen, dass die Ausrüstung praktisch nicht spürbar ist und den glatten, flexiblen Charakter bewahrt, den Verbraucher von Baumwoll- und Viskosestoffen erwarten.

Der Nutzen ist ein sofortiges, angenehm kühles Gefühl, sobald das Textil die Haut berührt. Anders als viele textile Technologien, die für Konsumenten nicht wahrnehmbar sind, bietet fresh2SKIN® ein Kühlerlebnis, das sofort spürbar ist – beispielsweise beim Anprobieren eines mit der Technologie ausgestatteten T-Shirts.

Outlast Technologies hat seine fresh2SKIN® Technologie erstmals erfolgreich auf zelluloseba-sierte Fasern wie Baumwolle und Viskose übertragen. Dadurch können Marken natürliche Materialien mit einem frischen Kühleffekt und langanhaltendem ausgeglichenen Mikroklima ausstatten.

Ein besonderer Fokus bei der Entwicklung lag darauf, die kühlende Technologie auf das Textil aufzutragen, ohne den ursprünglichen, natürlichen Griff der Materialien zu verändern. Outlast ist es gelungen, dass die Ausrüstung praktisch nicht spürbar ist und den glatten, flexiblen Charakter bewahrt, den Verbraucher von Baumwoll- und Viskosestoffen erwarten.

Der Nutzen ist ein sofortiges, angenehm kühles Gefühl, sobald das Textil die Haut berührt. Anders als viele textile Technologien, die für Konsumenten nicht wahrnehmbar sind, bietet fresh2SKIN® ein Kühlerlebnis, das sofort spürbar ist – beispielsweise beim Anprobieren eines mit der Technologie ausgestatteten T-Shirts.

Während das Textil beim Hautkontakt unmittelbar einen kühlenden Effekt erzeugt, helfen integrierte Mikrokapseln mit natürlichem Wachs, überschüssige Körperwärme aufzunehmen und bei sinkenden Temperaturen wieder abzugeben. Dadurch wird ein ausgeglicheneres Mikroklima un-terstützt und Schwitzen kann deutlich reduziert werden.

„Einen so natürlich wie möglichen Griff auf zellulosebasierten Fasern wie Baumwolle oder Viskose zu erreichen, war ein zentrales Ziel unseres Entwicklungsteams“, sagt Volker Schuster, Leiter Forschung & Entwicklung bei Outlast Technologies. „Unser Anspruch war es, die fresh2SKIN® Funktionalität zu integrieren, ohne den authentischen Charakter dieser Materialien zu beeinträchtigen. Das Ergebnis sind Textilien, die einen vollkommen natürlichen und gleichzeitig einen sofort spürbaren Kühlungseffekt bieten.“
Die Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten für Next-to-Skin-Anwendungen, beispielsweise für T-Shirts, Unterwäsche, Activewear, Schlafbekleidung und Bettwaren.

Quelle:

Outlast Technologies GmbH

18.03.2026

Einzelhandel: Fachkräftemangel verschärft Wettbewerb um junge Talente

Der Einzelhandel bleibt eine der größten und engagiertesten Ausbildungsbranchen des Landes.

Das zentrale Problem liegt zunehmend nicht im Stellenangebot – sondern im Matching zwischen jungen Menschen und offenen Ausbildungsplätzen. Das zeigen die vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsvertragszahlen der DIHK für 2025. „Es kommt immer seltener zusammen, was zusammengehört. Trotz einer weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft gelingt es der Branche immer seltener, alle angebotenen Stellen auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Das Nachwuchsproblem ist dabei kein branchenspezifisches Phänomen, sondern Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung: weniger Schulabgänger, eine steigende Studienneigung, veränderte Lebensentwürfe und Erwartungen. Der Handel bietet hervorragende Chancen – vom ersten Einstieg bis hin zu verantwortungsvollen Führungspositionen. Unser Problem ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern dass zu wenige junge Menschen überhaupt den Weg in eine duale Ausbildung finden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Einzelhandel bleibt eine der größten und engagiertesten Ausbildungsbranchen des Landes.

Das zentrale Problem liegt zunehmend nicht im Stellenangebot – sondern im Matching zwischen jungen Menschen und offenen Ausbildungsplätzen. Das zeigen die vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsvertragszahlen der DIHK für 2025. „Es kommt immer seltener zusammen, was zusammengehört. Trotz einer weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft gelingt es der Branche immer seltener, alle angebotenen Stellen auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Das Nachwuchsproblem ist dabei kein branchenspezifisches Phänomen, sondern Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung: weniger Schulabgänger, eine steigende Studienneigung, veränderte Lebensentwürfe und Erwartungen. Der Handel bietet hervorragende Chancen – vom ersten Einstieg bis hin zu verantwortungsvollen Führungspositionen. Unser Problem ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern dass zu wenige junge Menschen überhaupt den Weg in eine duale Ausbildung finden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Die Analyse der vergangenen drei Jahre zeigt: Während der Handel seine Ausbildungsangebote ausbaut und modernisiert und Karrierewege sichtbar macht, bleibt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hinter dem Bedarf zurück. Viele Jugendliche orientieren sich erst spät oder sind unentschlossen, andere entscheiden sich gegen eine duale Ausbildung, obwohl gerade der Handel breite berufliche Perspektiven und sichere Zukunftsaussichten bietet. „Wir brauchen eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung, um jungen Menschen den Wert beruflicher Ausbildung wieder näherzubringen. Der Handel steht bereit – mit modernen Arbeitswelten und Entwicklungsmöglichkeiten. Um das Matching zu verbessern, engagiert sich der HDE mit einer Branchen- und Nachwuchskampagne über ein eigenes digitales Informationsangebot und die relevanten Social-Media-Kanäle“, so Genth weiter. Zudem setzt sich der HDE konsequent für bessere und umfassendere Berufsorientierung im Rahmen aller Schulformen ein und plädiert für modernere Rahmenbedingungen und eine breite gesellschaftliche Aufwertung der dualen Ausbildung. Nur wenn mehr junge Menschen die Chancen von Ausbildungsberufen erkennen, bleibt die Fachkräftesicherung im Handel und in anderen Branchen nachhaltig gesichert.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland 

Fischer Sports Frontend Grafk shopware AG
Fischer Sports Frontend
18.03.2026

Fischer Sports: Neuer Shopware-Shop reduziert Ladezeiten deutlich und verringert Betriebskosten

Fischer Sports hat einen neuen B2C-Onlineshop. Der Relaunch auf Basis von Shopware 6 verbessert Performance und Stabilität, reduziert Tool-Komplexität sowie laufende Lizenzkosten und schafft eine skalierbare Basis für internationale Marken- und Customer-Experience-Anforderungen.

Fischer Sports ist mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden ein führender Anbieter von Ausrüstung für den alpinen und nordischen Skisport. Gegründet wurde das Unternehmen 1924 in Ried im Innkreis, Österreich, wo sich bis heute die globale Unternehmenszentrale befindet.

Skalierbare B2C-Plattform für internationales Wachstum
Die neue digitale Plattform wurde so konzipiert, dass sie sowohl die Marke Fischer Sports als auch One Way unterstützt. Fischer Sports betreibt zwei markenspezifische, mehrsprachige B2C-Storefronts auf Basis eines gemeinsamen Shopware-6-Backends. Flexible Sprach-, Währungs- und Lokalisierungsoptionen unterstützen den schnellen Rollout länderspezifischer Shops und sorgen für ein konsistentes Kundenerlebnis.

Fischer Sports hat einen neuen B2C-Onlineshop. Der Relaunch auf Basis von Shopware 6 verbessert Performance und Stabilität, reduziert Tool-Komplexität sowie laufende Lizenzkosten und schafft eine skalierbare Basis für internationale Marken- und Customer-Experience-Anforderungen.

Fischer Sports ist mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden ein führender Anbieter von Ausrüstung für den alpinen und nordischen Skisport. Gegründet wurde das Unternehmen 1924 in Ried im Innkreis, Österreich, wo sich bis heute die globale Unternehmenszentrale befindet.

Skalierbare B2C-Plattform für internationales Wachstum
Die neue digitale Plattform wurde so konzipiert, dass sie sowohl die Marke Fischer Sports als auch One Way unterstützt. Fischer Sports betreibt zwei markenspezifische, mehrsprachige B2C-Storefronts auf Basis eines gemeinsamen Shopware-6-Backends. Flexible Sprach-, Währungs- und Lokalisierungsoptionen unterstützen den schnellen Rollout länderspezifischer Shops und sorgen für ein konsistentes Kundenerlebnis.

Mit wachsendem Marktanteil stieg der Bedarf, die bestehende Website als mehrsprachige, multifunktionale B2C-E-Commerce-Lösung neu aufzusetzen. Die User Experience litt unter Ladezeiten von bis zu 4 Sekunden. Gleichzeitig führten unzureichende SEO-Maßnahmen zu Sichtbarkeits- und Traffic-Verlusten.

Operativ waren Administration und Weiterentwicklung aufwendig. Hohe Wartungsaufwände und laufende Lizenzkosten für diverse Drittanbieter-Tools erhöhten die Betriebskosten. Updates waren komplex, da das veraltete Theming-System die Frontend-Entwicklung stark einschränkte.

Nach der Evaluierung verschiedener Systeme, darunter auch Shopify, entschied sich Fischer Sports für Shopware als E-Commerce-Plattform. Kern der Umsetzung ist eine Headless-Architektur mit zwei individuellen Frontends. Für die Administration und Automatisierung nutzt Fischer Sports unter anderem die Funktionen Flow Builder und Rule Builder sowie Shopware Promotions. Content-Workflows wurden im Shopware CMS konsolidiert, ergänzt durch Shopware Analytics.

Zur Senkung der Lizenzkosten wurden Drittanbieter-Tools abgelöst und veraltete Systeme konsolidiert. Fischer Sports ersetzte unter anderem bestehende Lösungen durch integrierte Funktionen wie das Shopware CMS sowie eine selbst gehostete Suche auf Basis von Meilisearch. Spezifische Logistik- und Marktintegrationen wurden modernisiert, um reibungslose Abläufe in unterschiedlichen Regionen sicherzustellen.

Shopware 6 hat die Gesamtperformance und Stabilität der Plattform verbessert. Die Ladezeiten wurden deutlich reduziert, die Reaktionsgeschwindigkeit im Frontend erhöht. Kundinnen und Kunden profitieren nun geräteübergreifend von einem reibungslosen Einkaufserlebnis.

Auch intern beschleunigt die neue Plattform die Umsetzung von Marketinginitiativen und die Einführung neuer Customer-Experience-Funktionen. Durch optimierte SEO und Barrierefreiheit sowie vereinfachte Administration unterstützt die Lösung die wachsenden Anforderungen der Marken.

Weitere Informationen:
Shopware Fischer Sports B2C Onlineshopping
Quelle:

shopware AG 

18.03.2026

Sondervermögen als Grundlage für Wirtschaftswende

Südwesttextil fordert einen fokussierten und verantwortungsvollen Umgang der Bundesregierung mit dem Sondervermögen sowie eine Verknüpfung mit Reformen.

Ein Jahr nach der Lockerung der Schuldenbremse zugunsten des 500 Milliarden Euro schweren Finanzpakets der Bundesregierung haben das Ifo-Institut und das Institut der deutschen Wirtschaft die bisherige Verwendung der Mittel analysiert. Beide kommen zum Ergebnis, dass die zusätzlichen Neuinvestitionen geringer ausfallen, als sie angesichts des Sondervermögens zu verzeichnen sein sollten und ein hoher Prozentsatz der Schulden zur Finanzierung regulärer Haushaltsvorhaben genutzt worden sei. Der Bundesregierung wird daher eine Zweckentfremdung der Mittel vorgeworfen, da das Finanzpaket zusätzlichen Investitionen gewidmet ist.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband hat Südwesttextil bereits bei der Verabschiedung des Schuldenpakets gefordert, mit dem Sondervermögen verantwortungsvoll umzugehen und dies mit grundlegenden Reformen zu verbinden. Andernfalls drohen die Ausgaben rein konsumtiv und nicht investiv zu wirken. 

Südwesttextil fordert einen fokussierten und verantwortungsvollen Umgang der Bundesregierung mit dem Sondervermögen sowie eine Verknüpfung mit Reformen.

Ein Jahr nach der Lockerung der Schuldenbremse zugunsten des 500 Milliarden Euro schweren Finanzpakets der Bundesregierung haben das Ifo-Institut und das Institut der deutschen Wirtschaft die bisherige Verwendung der Mittel analysiert. Beide kommen zum Ergebnis, dass die zusätzlichen Neuinvestitionen geringer ausfallen, als sie angesichts des Sondervermögens zu verzeichnen sein sollten und ein hoher Prozentsatz der Schulden zur Finanzierung regulärer Haushaltsvorhaben genutzt worden sei. Der Bundesregierung wird daher eine Zweckentfremdung der Mittel vorgeworfen, da das Finanzpaket zusätzlichen Investitionen gewidmet ist.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband hat Südwesttextil bereits bei der Verabschiedung des Schuldenpakets gefordert, mit dem Sondervermögen verantwortungsvoll umzugehen und dies mit grundlegenden Reformen zu verbinden. Andernfalls drohen die Ausgaben rein konsumtiv und nicht investiv zu wirken. 

Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner führt aus: „Die Bundesregierung muss sich fokussieren und unter Beweis stellen, dass sie trotz der massiven geopolitischen Herausforderungen innenpolitisch etwas für das Land bewegen kann. Dazu zählt ein verantwortungsvoller Umgang mit Schulden ebenso wie eine Fokussierung auf gemeinsame Vorhaben und Reformen. Die Investitionen müssen dort ankommen, wo sie dringend erforderlich sind und parallel müssen Bürokratieabbau, Sozialstaatsreform und Entlastung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an oberster Stelle stehen. Sonst werden sich die erhofften Auswirkungen auf Konjunktur und Beschäftigung in Grenzen halten.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

Credit: Messe Düsseldorf Constanze Tillmann
17.03.2026

PRINT DIGITAL CONVENTION: Bundesverband E-Commerce neuer Partner

Mit der Einbindung des Bundesverbands E-Commerce erweitert die PRINT DIGITAL CONVENTION (PDC) ihr fachliches Netzwerk entlang der Wertschöpfungskette. Nach Kooperationen mit Branchen- und Marketingverbänden rückt nun auch die Schnittstelle zwischen Print, Packaging und digitalem Handel stärker in den Fokus.

Der digitale Handel wächst dynamisch und verändert die Anforderungen an Kommunikation, Logistik und Kundenerlebnis. Personalisierte Print-Beileger, markenprägendes Packaging, nachhaltige Versandlösungen und datenbasierte Kampagnen gewinnen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenbindung an Gewicht. Print wird dabei zunehmend als physischer Touchpoint innerhalb einer digitalen Customer Journey verstanden. Die PDC greift diese Entwicklung auf und schafft einen Rahmen, in dem sich Technologieanbieter, Produzenten, Markenverantwortliche und E-Commerce-Experten praxisnah austauschen können.

Mit der Einbindung des Bundesverbands E-Commerce erweitert die PRINT DIGITAL CONVENTION (PDC) ihr fachliches Netzwerk entlang der Wertschöpfungskette. Nach Kooperationen mit Branchen- und Marketingverbänden rückt nun auch die Schnittstelle zwischen Print, Packaging und digitalem Handel stärker in den Fokus.

Der digitale Handel wächst dynamisch und verändert die Anforderungen an Kommunikation, Logistik und Kundenerlebnis. Personalisierte Print-Beileger, markenprägendes Packaging, nachhaltige Versandlösungen und datenbasierte Kampagnen gewinnen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Kundenbindung an Gewicht. Print wird dabei zunehmend als physischer Touchpoint innerhalb einer digitalen Customer Journey verstanden. Die PDC greift diese Entwicklung auf und schafft einen Rahmen, in dem sich Technologieanbieter, Produzenten, Markenverantwortliche und E-Commerce-Experten praxisnah austauschen können.

„Im Onlinehandel entscheidet oft der erste physische Kontakt über den Eindruck einer Marke. Print und Packaging sind hier keine Nebensache, sondern Teil der strategischen Markenführung“, erklärt Rüdiger Maaß, Geschäftsführer des Fachverbandes Medienproduktion e.V. (FMP). „Mit der Kooperation schaffen wir eine Plattform, auf der Industrie und digitaler Handel konkrete Lösungen diskutieren können.“

Die Kooperation trägt der wachsenden Bedeutung von E-Commerce für Print- und Packaging-Lösungen Rechnung und stärkt die branchenübergreifende Ausrichtung der Kongressmesse. Für Aussteller eröffnet sich damit ein erweitertes Umfeld, in dem technologische Kompetenz und konkrete Anwendungsfälle direkt auf neue Marktanforderungen treffen. Auch im Kongressprogramm wird das Thema stärker verankert: Am zweiten Veranstaltungstag widmet sich ein eigener Themenblock mit vier Vorträgen der Rolle von Print und Packaging im E-Commerce – insbesondere im Zusammenspiel mit datengetriebener Print-Kommunikation. Konzipiert und kuratiert wird der Schwerpunkt von E-Commerce-Experte Michael Atug, der als Veranstalter mehrerer E-Commerce- und KI-Formate die Perspektive des digitalen Handels in das Programm der PDC einbringt.

Die PRINT DIGITAL CONVENTION findet vom 16. bis 17. Juni 2026 in Düsseldorf statt und wird vom Fachverband Medienproduktion (FMP) in Partnerschaft mit der Messe Düsseldorf und der drupa veranstaltet.

Techtextil 2026 rückt funktionale Bekleidung in den Fokus Foto: Messe Frankfurt
17.03.2026

Techtextil 2026 rückt funktionale Bekleidung in den Fokus

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Textillösungen für die Bekleidungsindustrie steigt – und mit ihr die Innovationskraft der Branche. Die Techtextil 2026 greift diese Entwicklungen auf und präsentiert bei Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) rund 130 Aussteller aus 13 Ländern mit innovativen Materialien für Workwear, Schutzbekleidung, Smart Fashion, Outdoor und Sport. Mit dabei sind globale Keyplayer wie Concordia Textiles, Getzner, Kermel, Klopman International oder YKK Europe. Die Live-Show „Performance Apparels on Stage“ bringt zukunftsweisende Wearables auf die Bühne und zeigt textile Innovationen im Einsatz.

Die Nachfrage nach leistungsfähigen Textillösungen für die Bekleidungsindustrie steigt – und mit ihr die Innovationskraft der Branche. Die Techtextil 2026 greift diese Entwicklungen auf und präsentiert bei Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) rund 130 Aussteller aus 13 Ländern mit innovativen Materialien für Workwear, Schutzbekleidung, Smart Fashion, Outdoor und Sport. Mit dabei sind globale Keyplayer wie Concordia Textiles, Getzner, Kermel, Klopman International oder YKK Europe. Die Live-Show „Performance Apparels on Stage“ bringt zukunftsweisende Wearables auf die Bühne und zeigt textile Innovationen im Einsatz.

Ob schützen, kühlen, regulieren oder messen: funktionale Textilien performen in Extremsituationen. Für Marken entstehen daraus neue Produktkonzepte, höhere Wertschöpfung und neue Differenzierungsmöglichkeiten im Markt. Welche Features stecken in den Wearables? Wie lassen sich Performance, Komfort und Nachhaltigkeit verbinden? Wo eröffnen textile Lösungen neue Einsatzpotenziale für Outdoor, Smart Fashion oder Personal Protective Equipment? Die Techtextil bietet mit dem Wachstumsfeld Performance Apparel Textiles einen Hub für Entscheider*innen aus Beschaffung, Produktentwicklung und Design der Bekleidungsindustrie. 

Mit der kuratierten Live-Show „Performance Apparels on Stage“ übersetzt die Leitmesse Materialinnovation in marktfähige Anwendung und inszeniert smarte Wearables mehrmals täglich auf der Bühne. Eine unabhängige Fachjury bestehend aus Hendrik Beier (Sächsisches Textilforschungsinstitut), Judith Bosch (ETP), Nora Kühner (fashion.design.consulting) und Wolfgang Quednau (BTTA) wählte die Exponate aus. Jedes Outfit demonstriert eine konkrete Anwendung – von UV-Protection, Hitze- und Flammschutz über zirkuläre Materialien bis zu Thermoregulation und integrierte Lichttechnologie. 

„Die Techtextil ist für die Branche die internationale Leitmesse schlechthin. Wer sich im Markt für technische Textilien und funktionale Bekleidung bewegt, kommt an ihr als Orientierungs-, Innovations- und Netzwerkplattform nicht vorbei. Besonders im Bereich Performance-Apparel sehen wir ein dynamisches Wachstum, weil Nachhaltigkeit, Funktionalität, Komfort und modische Anforderungen immer stärker miteinander verbunden werden“, so Jurymitglied Wolfgang Quednau (BTTA). „Bei den eingereichten Produkten hat mich vor allem beeindruckt, wie konsequent neue Funktionalitäten mit einem ganzheitlicheren Nachhaltigkeitsverständnis verbunden werden – also mit Blick auf Tragekomfort, Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und gute Pflegeeigenschaften.“

Hochschutzfähig, thermoregulierend, zirkulär: Performance Apparels on Stage 
Die ausgewählten Exponate spiegeln die Innovationsbreite moderner Performance Apparel Textiles. So präsentieren BASF und Fulgar mit loopamid ein GRS-zertifiziertes Polyamid aus textilem Abfall für geschlossene Materialkreisläufe. ECOlastic Workwear steht für recycelbare, stretchfähige High-Visibility-Gewebe mit hoher Formstabilität und Waschbeständigkeit. Für extreme Einsatzbedingungen entwickelte die RWTH Aachen den Molotov-Cocktail Protective Suit in leichter, atmungsaktiver Garnstruktur. Die Warp Knitted UV Protection Jacket von Karl Mayer erreicht SPF 50+ ohne chemische Ausrüstung, während der 3D-Knitted Illuminated Backpack Lichtfasern in eine nahezu abfallfrei produzierte Knit-to-Shape-Struktur integriert. Für aktives Hitzemanagement kombiniert Freeze Tech Alpha Cooling Print, temperaturregulierende Fasern und wärmereflektierende Komponenten. Royotec stellt recycelte Multi-Risk-Gewebe mit zertifizierter Performance vor. COOL.SKIN mit Outlast sorgt durch verkapselte Phase-Change-Materialien für ein stabiles Mikroklima und PBI GOLD SHIELD präsentiert ein leichtes, hochbelastbaren PBI-Aramid-Gewebe für anspruchsvolle Industrieanwendungen. 

Die passende Verarbeitung entscheidet darüber, wie funktionale Textilien ihre spezifischen Eigenschaften in der Praxis entfalten. Ergänzend zur Techtextil zeigt die angrenzende Texprocess (Halle 8.0) als Plattform für textile Verarbeitungstechnologien, wie textile Innovationen effizient und skalierbar in die Produktion gelangen – von automatisierten Prozessen bis zur KI-gestützten Konfektion. 

Quelle:

Messe Frankfurt

Markus Huber-Lindinger (EREMA) und Arvind Mehta (AMTE Copyright: AIPMA
Markus Huber-Lindinger (EREMA) und Arvind Mehta (AMTE
17.03.2026

Neue Fachkräfte für das Kunststoffrecycling in Indien

EREMA und das Arvind Mehta Technology & Entrepreneurship Centre (AMTEC) der All India Plastics Manufacturers Association (AIPMA) haben am 5. Februar 2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet und damit den Start eines neuen Recycling Skill Centers in Mumbai bekanntgegeben. Die Initiative setzt einen starken Impuls für eine praxisnahe Ausbildung im Kunststoffrecycling und leistet einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Indien.

Das neue Ausbildungszentrum entsteht bei AMTEC in Mumbai und wird Ende Mai 2026 eröffnet. Es zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften – insbesondere Bediener und Vorarbeiter – im Kunststoffrecycling langfristig abzusichern. Kern der Ausbildung ist ein 72-stündiger Lehrgang, der theoretische Grundlagen mit praxisnaher Schulung verbindet. Für den Trainingsbetrieb stellt EREMA eine INTAREMA® 605 TE Recyclingmaschine mit einer Kapazität von 50 bis 100 kg/h kostenlos zur Verfügung, sodass die Teilnehmenden unter realen industriellen Bedingungen lernen können.

EREMA und das Arvind Mehta Technology & Entrepreneurship Centre (AMTEC) der All India Plastics Manufacturers Association (AIPMA) haben am 5. Februar 2026 ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet und damit den Start eines neuen Recycling Skill Centers in Mumbai bekanntgegeben. Die Initiative setzt einen starken Impuls für eine praxisnahe Ausbildung im Kunststoffrecycling und leistet einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft in Indien.

Das neue Ausbildungszentrum entsteht bei AMTEC in Mumbai und wird Ende Mai 2026 eröffnet. Es zielt darauf ab, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften – insbesondere Bediener und Vorarbeiter – im Kunststoffrecycling langfristig abzusichern. Kern der Ausbildung ist ein 72-stündiger Lehrgang, der theoretische Grundlagen mit praxisnaher Schulung verbindet. Für den Trainingsbetrieb stellt EREMA eine INTAREMA® 605 TE Recyclingmaschine mit einer Kapazität von 50 bis 100 kg/h kostenlos zur Verfügung, sodass die Teilnehmenden unter realen industriellen Bedingungen lernen können.

Gemeinsame Initiative stärkt Ausbildung und Technologiekompetenz
„Wir freuen uns, Teil dieser Initiative zu sein, die ein starkes Signal für die Weiterentwicklung des Kunststoffrecyclings in Indien setzt. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Indien und Europa ist für eine nachhaltige gemeinsame Zukunft wesentlich“, betonte Markus Huber-Lindinger, Managing Director bei EREMA, während der Unterzeichnungszeremonie. „High-End-Technologie entfaltet ihr volles Potenzial dann, wenn sie von gut ausgebildeten Fachkräften betrieben wird. Mit diesem Zentrum leisten wir einen wichtigen Beitrag, um den Fachkräften von morgen eine optimale Basis für ihr Berufsleben zu schaffen.“

Arvin Mehta, Vorstandsvorsitzender von AIPMA, hob die Bedeutung der Partnerschaft ebenfalls lobend hervor: „Mit dem neuen Trainingszentrum schließen wir die bisher vorhandene Lücke zwischen theoretischer und praxisnaher Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit EREMA ermöglicht es uns, den Studierenden Wissen direkt an industriellen Anlagen zu vermitteln und damit eine neue Qualität an Fachkräften für Indiens Recyclingindustrie hervorzubringen.“

Qualifizierte Fachkräfte für die Industrie von morgen
Der Lehrplan des Programms wird von AMTEC entwickelt und durch das praxisorientierte technische Know-how von EREMA fachlich unterstützt. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen nach Abschluss über fundiertes Wissen in der Bedienung und Wartung moderner Recyclinganlagen und sind damit bestens für den Einsatz in der Recyclingindustrie, insbesondere für die Arbeit an EREMA Anlagen, vorbereitet oder können ihr bereits vorhandenes Know-how erweitern. AMTEC fungiert als Bindeglied zur Industrie und unterstützt bei der Vermittlung von Beschäftigungsmöglichkeiten bei Mitgliedsunternehmen und Recyclern.

17.03.2026

Decathlon und MediaMarktSaturn: Sport und Technik unter einem Dach

Decathlon, einer der weltweit größten Sportartikelhersteller und -händler, und MediaMarktSaturn, Europas führendes Handelsunternehmen für Consumer Electronics, schließen eine strategische Kooperation in Deutschland. Ziel der Partnerschaft ist es, die Stärken beider Marken gezielt zu bündeln und einen gemeinsamen Anlaufpunkt zu schaffen. Kundinnen und Kunden denken heute weniger in Produktkategorien als in Lebenswelten: Sport und Technologie gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zusammen.

Decathlon und MediaMarktSaturn teilen eine breite Zielgruppe, von Familien bis hin zu technikaffinen Sportlern. Die Sortimente ergänzen sich ideal: Während MediaMarktSaturn für die neueste Technik steht, bringt Decathlon das Equipment für einen aktiven Lebensstil mit ein. Für Kunden bedeutet das: Sport und Technik unter einem Dach – kurze Wege, mehr Auswahl, mehr Erlebnis.

Decathlon, einer der weltweit größten Sportartikelhersteller und -händler, und MediaMarktSaturn, Europas führendes Handelsunternehmen für Consumer Electronics, schließen eine strategische Kooperation in Deutschland. Ziel der Partnerschaft ist es, die Stärken beider Marken gezielt zu bündeln und einen gemeinsamen Anlaufpunkt zu schaffen. Kundinnen und Kunden denken heute weniger in Produktkategorien als in Lebenswelten: Sport und Technologie gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zusammen.

Decathlon und MediaMarktSaturn teilen eine breite Zielgruppe, von Familien bis hin zu technikaffinen Sportlern. Die Sortimente ergänzen sich ideal: Während MediaMarktSaturn für die neueste Technik steht, bringt Decathlon das Equipment für einen aktiven Lebensstil mit ein. Für Kunden bedeutet das: Sport und Technik unter einem Dach – kurze Wege, mehr Auswahl, mehr Erlebnis.

Den Start macht nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit im MediaMarkt „Tech Village“ in Hamburg der MediaMarkt im Münchner Einkaufs-Center pep: Am 26. März 2026 eröffnet der Markt nach umfangreicher Modernisierung in neuem Design – hell, modern, übersichtlich und mit optimierten Vorführmöglichkeiten. Zeitgleich nimmt die erste gemeinsame Store-in-Store-Fläche mit Decathlon auf rund 1.000 m² ihren Betrieb auf. Noch in diesem und im kommenden Jahr soll das Konzept auf weitere Standorte in Deutschland ausgeweitet werden. 

Kooperation starker Marken 
Für MediaMarktSaturn ist die Partnerschaft mit Decathlon Teil der strategischen Initiative Space-as-a-Service. Mit diesem Ansatz denkt MediaMarktSaturn die Fläche neu: Das Unternehmen bietet seinen Partnern optimale Bedingungen, um ihre Produkte und Lösungen unkompliziert im stationären Handel zu präsentieren – direkt auf der Fläche, mit persönlicher Beratung. Kundinnen und Kunden erleben so ein einzigartiges Einkaufserlebnis vor Ort, die Partner gewinnen Zugang zu einem der stärksten Handelsnetzwerke Deutschlands.

Die Kooperation ist Teil der Expansionsstrategie von Decathlon in Deutschland, um weiße Flecken auf der Landkarte noch zügiger zu erschließen. Neben eigenen Filialen setzt das Unternehmen auch auf Partnerschaften mit etablierten Einzelhändlern, um seinen Wachstumskurs in Deutschland noch stärker zu beschleunigen. So soll die Anzahl der Stores bis Ende 2027 auf mindestens 150 anwachsen. Aktuell verfügt das Unternehmen in Deutschland über 105 Filialen.

Quelle:

Decathlon 

Die Produktion innovativer und nachhaltiger Textilien steht am Standort Münchberg der Hochschule Hof im Mittelpunkt der Forschung. Bild: Hochschule Hof
13.03.2026

Neue Studie legt Ökodesign-Vorschläge für Textilien vor

Wie lassen sich nachhaltige Textilien auf dem europäischen Markt zur Norm machen und insbesondere kurzlebige Produkte vom Markt nehmen? Eine neue Studie des Öko-Instituts, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Hof im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, wie sich Leistungs- und Informationsanforderungen für Textilien formulieren lassen, die künftig Teil der neuen EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte sein könnten.

Die Studie trägt Vorschläge zur Umsetzung der neuen EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 bei, wie künftig verbindliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten, darunter Textilien, ermöglicht werden können. Ziel ist die Entwicklung eines delegierten Rechtsaktes der EU für Textilien. Die Ergebnisse fließen in die Kommentierung der europäischen Vorstudie des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission in den weiteren Gesetzgebungsprozess der EU ein.

Wie lassen sich nachhaltige Textilien auf dem europäischen Markt zur Norm machen und insbesondere kurzlebige Produkte vom Markt nehmen? Eine neue Studie des Öko-Instituts, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Hof im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, wie sich Leistungs- und Informationsanforderungen für Textilien formulieren lassen, die künftig Teil der neuen EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte sein könnten.

Die Studie trägt Vorschläge zur Umsetzung der neuen EU-Ökodesign-Verordnung 2024/1781 bei, wie künftig verbindliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Produkten, darunter Textilien, ermöglicht werden können. Ziel ist die Entwicklung eines delegierten Rechtsaktes der EU für Textilien. Die Ergebnisse fließen in die Kommentierung der europäischen Vorstudie des Joint Research Centre (JRC) der EU-Kommission in den weiteren Gesetzgebungsprozess der EU ein.

Der Fokus der Studie liegt auf zentralen Produktaspekten wie Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteil sowie auf dem Vorhandensein besorgniserregender Stoffe. Als Beispielprodukte untersuchte das Forschungsteam T-Shirts, Jeans und Funktionsjacken – drei Produkte mit hoher Marktbedeutung und unterschiedlichen Anforderungen.

Haltbarkeit im Zentrum: So lange sollte Kleidung halten
Die Studie zeigt: Haltbarkeit ist das wichtigste Kriterium für die Umweltverträglichkeit von Kleidung. Für die untersuchten Produktbeispiele wurden konkrete und messbare Anforderungen definiert, um diese bewerten zu können. Bei T-Shirts spielen beispielsweise die Formstabilität nach dem Waschen und Trocknen, die Widerstandsfähigkeit des Materials und die Farbechtheit eine Rolle.

Bei Jeans sind neben der Maßänderung beim Waschen – also Einlaufen oder Ausleiern – vor allem die Zugfestigkeit und Dehnbarkeit des Stoffes, seine Widerstandsfähigkeit gegen Abrieb sowie seine Farbechtheit bei Licht und beim Reiben entscheidend. Diese und weitere Aspekte lassen sich mit bestehenden Prüfverfahren ermitteln.

Reparieren statt wegwerfen
Auch die Reparierbarkeit wurde untersucht. Die Forschenden empfehlen Mindestanforderungen – etwa die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wie Reißverschlüssen oder Knöpfen, Reparaturanleitungen und Kooperationen mit Reparaturservices. Für komplexere Produkte wie Funktionsjacken sind darüber hinaus produktspezifische Anforderungen in Form von freiwilligen Gestaltungsleitlinien sinnvoll.

Recyclingfähigkeit und Rezyklatanteil: Vorschläge für klare Vorgaben
Damit Textilien künftig besser recycelt werden können, empfiehlt die Studie unter anderem, Materialmischungen zu begrenzen – beispielsweise auf maximal zwei Fasertypen pro Fläche und einen reduzierten Einsatz von Elastan von fünf bis zehn Prozent. Für T-Shirts und Jeans schlagen die Autor*innen zudem Anteile von aus Faser-zu-Faser-Recycling stammenden Fasern in Neuprodukten vor, zum Beispiel zehn Prozent bei Baumwolle oder drei Prozent bei Polyester. Diese Angaben beruhen auf der Markverfügbarkeit und nicht nur auf der technischen Machbarkeit. Zudem weist die Studie aus, welche politischen Rahmenbedingungen für einen verpflichtenden Rezyklatanteil in Textilien geklärt sein müssen, etwa die Nachverfolgbarkeit.

Vorhandensein besorgniserregender Stoffe
Die Studie empfiehlt die Weitergabe von Informationen zu bestimmten chemischen Stoffen, insbesondere zur Gruppe der besonders besorgniserregenden Stoffe (engl.: substances of very high concern, SVHC), aber auch zu sogenannten Effektchemikalien, die auf dem Textil verbleiben. Voraussetzung ist Wissen über Identität, Menge, Eigenschaften sowie Funktion der eingesetzten Chemikalien entlang des gesamten Produktlebenszyklus – vom Design bis zum Endprodukt.

Weitere Informationen:
EU-Ökodesign-Verordnung Hochschule Hof
Quelle:

Hochschule Hof

13.03.2026

WACKER erhöht Preise für Polymerprodukte deutlich

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Weitere Informationen:
Wacker Polymere Preiserhöhung
Quelle:

Wacker Chemie AG

Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer (links) und Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser wollen smarte Textilien regional recyceln. Dafür setzen sie sowohl am Produktdesign als auch an der Sortierung durch Robotik und KI an. Foto: Hochschule Osnabrück
Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer (links) und Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser wollen smarte Textilien regional recyceln. Dafür setzen sie sowohl am Produktdesign als auch an der Sortierung durch Robotik und KI an.
13.03.2026

Hochschule Osnabrück forscht an Recycling smarter Textilien

Selbstleuchtende Jacken, Pullover mit Notrufsensoren oder Schuhsohlen, die Gesundheitsdaten messen – sogenannte smarte Textilien sind auf dem Vormarsch. Doch während ihre Funktionen immer ausgefeilter werden, steckt ihr Recycling noch in den Anfängen. Ein neues Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück will hier ansetzen: Im Projekt „ReSiST-AR - Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ forscht ein Wissenschaftsteam daran, das Design solcher Textilien nachhaltiger zu gestalten. Es entwickelt Robotertechnik so weiter, dass smarte Kleidung zukünftig automatisiert sortiert und besser recycelt werden kann. Gefördert wird das zweijährige Projekt mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.

Selbstleuchtende Jacken, Pullover mit Notrufsensoren oder Schuhsohlen, die Gesundheitsdaten messen – sogenannte smarte Textilien sind auf dem Vormarsch. Doch während ihre Funktionen immer ausgefeilter werden, steckt ihr Recycling noch in den Anfängen. Ein neues Forschungsprojekt der Hochschule Osnabrück will hier ansetzen: Im Projekt „ReSiST-AR - Recycling Strategies of Smart Textiles & automated Robotics“ forscht ein Wissenschaftsteam daran, das Design solcher Textilien nachhaltiger zu gestalten. Es entwickelt Robotertechnik so weiter, dass smarte Kleidung zukünftig automatisiert sortiert und besser recycelt werden kann. Gefördert wird das zweijährige Projekt mit rund 422.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.

Regionale Recyclingkreisläufe für smarte Kleidung
Smarte Textilien kommen bereits heute in vielen Bereichen zum Einsatz – etwa bei Polizei und Feuerwehr, im Sport oder in der Mode. Gleichzeitig stellt ihre Entsorgung eine wachsende Herausforderung dar. „Textilien werden häufig um die halbe Welt transportiert, um dort günstiger von Hand sortiert zu werden. Außerdem ist die getragene Kleidung oft verschmutzt und riecht. Das ist weder eine angenehme Arbeit noch besonders nachhaltig“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser. Er ist Professor für Automatisierungstechnik an der Fakultät Management, Kultur und Technik am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück und leitet das neue Forschungsprojekt. „Unser Ziel ist es, die Sortierprozesse zu automatisieren und regionale Recyclingkreisläufe zu ermöglichen, anstatt Kleidung über große Distanzen zu transportieren.“ Dafür sollen Roboter in die Lage versetzt werden, entsorgte Kleidungsstücke zu scannen und die smarten Textilien herauszugreifen.

KI und Robotik sollen Textilberge sortieren
Greiser erläutert die besondere Herausforderung beim Sortieren von Kleidung per Roboter: „Bislang können Roboter vorwiegend feste Materialien gut greifen - genau wie KI gut lernen kann, feste Gegenstände zu erkennen. Kleidungsstücke sind jedoch sehr weich, liegen oft gebündelt und überlappend auf Förderbändern, sind zerknittert und unterscheiden sich stark in Material, Farbe und Struktur. Sie sehen also immer anders aus. Damit Roboter zuverlässig die smarte Kleidung erkennen und greifen können, braucht es fortschrittliche Sensortechnologien und Algorithmen. Wir wollen ihnen beibringen die smarten Textilien zwischen vielen anderen Kleidungsstücken herauszusuchen – egal wie sie auf dem Kleiderhaufen liegen.“

Geplant ist dafür der Einsatz von multispektralen Kameras, 3D-Sensorik und weiteren Technologien, um Materialien zu unterscheiden und Elektronikbestandteile aufzuspüren.

Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign
Neben der Sortierung widmet sich das Projekt der Frage, wie smarte Kleidung von Anfang an recyclingfreundlicher gestaltet werden kann. Dabei untersucht ein Forschungsteam am Standort Osnabrück verschiedene Herstellungsverfahren – etwa das Aufsticken, Einnähen oder Verschweißen elektronischer Komponenten.

Prof. Dr.-Ing. Jens Schäfer ist Professor für Technische Produktentwicklung an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik am Campus Westerberg und betont: „Wir analysieren, wie Sensoren und Elektronik so integriert werden können, dass sie im Alltag stabil funktionieren, sich später aber möglichst einfach wieder aus den Textilien herausnehmen lassen. Dafür schauen wir uns als erstes an, welche Arten von smarten Textilien es gibt und welche Anforderungen es aus Sicht der Endkund*innen gibt. Unser Ziel ist ein Leitfaden, mit dem Unternehmen smarte Textilien langlebig und gleichzeitig recyclingfähig entwickeln können.“

Praxisnahe Forschung mit Industriepartnern
Für die Umsetzung des Forschungsprojektes arbeitet die Hochschule Osnabrück eng mit Unternehmen aus der Region zusammen. Dazu gehören das Robotik-Unternehmen Moduco GmbH aus Lingen sowie die WKS Textilveredlungs-GmbH aus Wilsum.

Das Unternehmen moduco entwickelt Robotik-Systeme für den produktiven Einsatz in Unternehmen und bringt viel Erfahrung im Zusammenspiel von Robotern mit kamerabasierten Systemen mit. „Das automatische Sortieren von Kleidungsstücken mit einem Roboter ist eine überdurchschnittlich große Herausforderung. Die Aufgabe kann nicht durch fest programmierte Abläufe gelöst werden“, so Geschäftsführer Stephan Feldker. Das Team von moduco arbeitet gemeinsam mit den Partnern an praxisnahen Lösungen, um Robotern und kollaborativen Robotern (sogenannte Cobots, die Hand in Hand mit Menschen arbeiten) beizubringen, diese herausfordernde Aufgabe erfolgreich zu meistern.

Auch der Praxispartner WKS Textilveredlungs-GmbH sieht großes Potenzial: „Wir sortieren und reparieren täglich große Mengen zurückgesendeter Kleidung. Lösungen, die Sortierung, Analyse von Schadbildern und Aufbereitung der Kleidung erleichtern, sind entscheidend, um Second-Life-Konzepte wirtschaftlich umzusetzen. Wir freuen uns sehr mit der Hochschule Osnabrück eine starke Forschungspartnerin gefunden zu haben“, so Geschäftsführer Michael Hofmann.

 

12.03.2026

Call for Papers zur ADD-ITC 2026

Dresden, 26. November - 27. November 2026
Keynote- und Fachvorträgen sowie Transfersessions mit hoher Industrierelevanz zu

Dresden, 26. November - 27. November 2026
Keynote- und Fachvorträgen sowie Transfersessions mit hoher Industrierelevanz zu

  • Deutsch-tschechisch-polnische Partnerschaften
    Kooperationen und gemeinsame Forschungsaktivitäten zwischen Deutschland, Polen und Tschechien mit Fokus auf die diesjährigen Themenschwerpunkte
  • Nachhaltige polymere Werkstoffsysteme und Funktionalisierung
    Nachhaltige, biobasierte und recycelte Polymermaterialien und -systeme Funktionalisierung von Fasern, Textilien und Verbundstrukturen Oberflächenmodifizierung, Smart Materials sowie Lebensdauer- und Kreislaufkonzepte 
  • Neue Maschinensysteme für faserverstärkte Strukturen und Composites
    Innovative Maschinen- und Anlagentechnik für textile Hochleistungs- und Faserverbundstrukturen
    Automatisierte Fertigung, Preforming- und Verarbeitungstechnologien
    Digital integrierte Produktionssysteme
  • Schutz- und Funktionstextilien
    Technische Textilien für Personen-, Infrastruktur- und Objektschutz
    Multifunktionale Schutzsysteme und interaktive faserbasierte Lösungen
    Prüfung, Normung und Zertifizierung
  • Trends in der Textilproduktion
    Recyclingtechnologien und zirkuläre Produktionskonzepte
    Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung
    Industrie 4.0 und ressourceneffiziente Produktionsstrategien
  • Technologietransfer – Von der Idee in die Praxis
    Erfolgreiche Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Prozesse
    Praxisbeispiele aus Kooperationsprojekten, insbesondere IGF/ ZIM sowie Innovationen aus Start-ups und KMU

Deadline Call for Papers: 30. April 2026

Kontakt
Cornelia Sennewald
Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik der TU Dresden
add-itc-2026@tu-dresden.de; Tel.: +49 (0)351 463 39315

Quelle:

ITA, Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Am 19. März findet die Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 im Monforts-Quartier in Mönchengladbach statt. Foto: Monforts-Quartier
Am 19. März findet die Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 im Monforts-Quartier in Mönchengladbach statt.
12.03.2026

Textilfabrik 7.0: Kick-off für klimafreundliche Textilproduktion in Deutschland

Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) startet im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, eine CO₂-neutrale, zirkuläre und zugleich wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland anwendungsnah weiterzuentwickeln und umzusetzen. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt und richtet sich insbesondere an Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette.
 
Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Gleichzeitig stehen Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt hier an: Sie verbindet Forschung, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse praxisnah zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenzudenken und eine lokal verankerte, klimafreundliche Produktion zu ermöglichen.
 

Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) startet im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, eine CO₂-neutrale, zirkuläre und zugleich wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland anwendungsnah weiterzuentwickeln und umzusetzen. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt und richtet sich insbesondere an Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette.
 
Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Gleichzeitig stehen Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt hier an: Sie verbindet Forschung, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse praxisnah zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenzudenken und eine lokal verankerte, klimafreundliche Produktion zu ermöglichen.
 
Im Zentrum der T7 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. In einem funktionsfähigen Textil-Reallabor werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Technologien entwickelt, getestet und optimiert. Dabei kommen unter anderem Robotik, digitale Prozessketten und biotechnologische Verfahren zum Einsatz, um Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen und Ressourcen effizienter zu nutzen.
 
Unternehmen profitieren unmittelbar von dem praxisnahen Ansatz: Sie können sich als Pilotpartner beteiligen, eigene Anwendungsfälle einbringen und neue Produktionslösungen unter realen Bedingungen erproben. „Mit der Textilfabrik 7.0 schaffen wir eine Plattform, auf der Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen für eine klimafreundliche Produktion voranzutreiben können. Unser Anspruch ist es, Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig zu stärken“, sagt Dr.-Ing. habil. Maike Rabe, Professorin für Textilveredlung und Ökologie, Leiterin des Forschungsinstituts Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein (HSNR). Rabe ist Projektleiterin der Textilfabrik 7.0 seitens der HSNR.
 
Die Textilfabrik 7.0 leistet einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. 
 
T7 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein, des Instituts für Textiltechnik (ITA) an der RWTH Aachen, des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, mit der Textilakademie NRW sowie der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.
 
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, dem Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes Nordrhein-Westfalen gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfahlen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.