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Strukturen, Fasern, Maserungen und bewusst sichtbare Unregelmäßigkeiten ziehen bei diesen Leuchten alle Blicke auf sich . ©Lampenwelt.de
Strukturen, Fasern, Maserungen und bewusst sichtbare Unregelmäßigkeiten ziehen bei diesen Leuchten alle Blicke auf sich .
26.10.2026

Leinen, Baumwolle und textile Oberflächen prägen neue Leuchtenkonzepte

Textile Materialien gewinnen bei dekorativen Leuchten als sichtbare und haptische Gestaltungselemente an Bedeutung. In einer aktuellen Produkt- und Trendübersicht zeigt Lampenwelt.de Leuchtenschirme aus Leinen, Baumwolle, Bast sowie groberen Gewebestrukturen. Im Vordergrund stehen bewusst wahrnehmbare Fasern, Falten und unregelmäßige Oberflächen statt vollständig glatter Materialien.

Bei Pendelleuchten entstehen durch Kombinationen aus feinen und groben Geweben unterschiedliche Grade von Lichtstreuung und Materialpräsenz. Plissierte, gerippte oder cordartige textile Strukturen erzeugen an Deckenleuchten zusätzliche Schatteneffekte. Die Materialwahl beeinflusst damit nicht nur die ästhetische Wirkung, sondern auch die Wahrnehmung des ausgestrahlten Lichts im Raum.

Für Hersteller von Heim- und Objekttextilien ist diese Entwicklung als angrenzender Absatz- und Anwendungsmarkt interessant. Gefragt sind Gewebe, die Formstabilität, Oberflächencharakter und gewünschte Lichtdurchlässigkeit verbinden. Bei einem industriellen Einsatz wären darüber hinaus Brandschutz, Alterungsbeständigkeit, Reinigung und die Kompatibilität mit elektrischen Bauteilen zu prüfen.

Textile Materialien gewinnen bei dekorativen Leuchten als sichtbare und haptische Gestaltungselemente an Bedeutung. In einer aktuellen Produkt- und Trendübersicht zeigt Lampenwelt.de Leuchtenschirme aus Leinen, Baumwolle, Bast sowie groberen Gewebestrukturen. Im Vordergrund stehen bewusst wahrnehmbare Fasern, Falten und unregelmäßige Oberflächen statt vollständig glatter Materialien.

Bei Pendelleuchten entstehen durch Kombinationen aus feinen und groben Geweben unterschiedliche Grade von Lichtstreuung und Materialpräsenz. Plissierte, gerippte oder cordartige textile Strukturen erzeugen an Deckenleuchten zusätzliche Schatteneffekte. Die Materialwahl beeinflusst damit nicht nur die ästhetische Wirkung, sondern auch die Wahrnehmung des ausgestrahlten Lichts im Raum.

Für Hersteller von Heim- und Objekttextilien ist diese Entwicklung als angrenzender Absatz- und Anwendungsmarkt interessant. Gefragt sind Gewebe, die Formstabilität, Oberflächencharakter und gewünschte Lichtdurchlässigkeit verbinden. Bei einem industriellen Einsatz wären darüber hinaus Brandschutz, Alterungsbeständigkeit, Reinigung und die Kompatibilität mit elektrischen Bauteilen zu prüfen.

Die Unternehmensmitteilung beschreibt eine kuratierte Produktauswahl und liefert keine belastbaren Absatz- oder Marktwachstumszahlen. Sie ist daher als Design- und Materialtrend, nicht als quantitativer Branchenindikator einzuordnen.

26.10.2026

PFAS in Shein-Textilien: Umwelthilfe fordert schärfere Marktüberwachung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt nach eigenen Angaben Klage gegen die für den deutschen Onlineshop von Shein verantwortliche Infinite Styles Ecommerce Co., Ltd. Hintergrund ist die erneute Werbung für eine Bratpfanne mit der Aussage „PFOA-frei“. Die DUH sieht darin die irreführende Hervorhebung eines in der EU ohnehin geltenden gesetzlichen Mindeststandards. Die Gesellschaft habe erneut eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, die geltend gemachte Vertragsstrafe aber nicht bezahlt. Über die Klage ist damit noch nicht entschieden.

Die aktuelle Auseinandersetzung betrifft unmittelbar ein Haushaltsprodukt. Branchenrelevant wird sie durch die parallel erhobenen Vorwürfe zu Textilien im Sortiment der Plattform. Nach Darstellung der DUH überschritten drei Viertel der von ihr auf PFAS untersuchten Textilprodukte die einschlägigen EU-Grenzwerte. Bei einer Kapuzenjacke für Jugendliche habe der Messwert sogar mehr als das 12.000-Fache des Grenzwerts betragen. Die Mitteilung nennt jedoch keine vollständige Stichprobengröße oder das gesamte Prüfprogramm; die Angaben sollten deshalb ausdrücklich als Untersuchungsergebnisse der DUH gekennzeichnet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt nach eigenen Angaben Klage gegen die für den deutschen Onlineshop von Shein verantwortliche Infinite Styles Ecommerce Co., Ltd. Hintergrund ist die erneute Werbung für eine Bratpfanne mit der Aussage „PFOA-frei“. Die DUH sieht darin die irreführende Hervorhebung eines in der EU ohnehin geltenden gesetzlichen Mindeststandards. Die Gesellschaft habe erneut eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, die geltend gemachte Vertragsstrafe aber nicht bezahlt. Über die Klage ist damit noch nicht entschieden.

Die aktuelle Auseinandersetzung betrifft unmittelbar ein Haushaltsprodukt. Branchenrelevant wird sie durch die parallel erhobenen Vorwürfe zu Textilien im Sortiment der Plattform. Nach Darstellung der DUH überschritten drei Viertel der von ihr auf PFAS untersuchten Textilprodukte die einschlägigen EU-Grenzwerte. Bei einer Kapuzenjacke für Jugendliche habe der Messwert sogar mehr als das 12.000-Fache des Grenzwerts betragen. Die Mitteilung nennt jedoch keine vollständige Stichprobengröße oder das gesamte Prüfprogramm; die Angaben sollten deshalb ausdrücklich als Untersuchungsergebnisse der DUH gekennzeichnet werden.

Die Organisation fordert wirksamere Kontrollen von Onlineimporten, Sanktionen gegen irreführende Umwelt- und Sicherheitswerbung sowie strengere Vorgaben für Schadstoffe in Textilien. Für Hersteller, Importeure und Handelsplattformen verdeutlicht der Fall die Bedeutung dokumentierter Materialprüfungen und rechtlich belastbarer Produktkommunikation. Dabei ist zwischen PFOA als spezifischer Stoffgruppe beziehungsweise Substanz und der wesentlich breiteren PFAS-Familie zu unterscheiden: Die Aussage „PFOA-frei“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt frei von sämtlichen PFAS ist.

Quelle:

Deutsche Umwelthilfe e.V.

26.10.2026

Trotz schwacher Konsumstimmung: Halloweengeschäft bleibt stabil

Auch in diesem Jahr kann sich der Einzelhandel in Deutschland zu Halloween wieder über deutlich mehr als 500 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz freuen. Das zeigt die aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Trotz der aktuell eher zurückhaltenden Konsumstimmung zeigt das Geschäft mit dem Gruselfest Stabilität. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze sogar leicht um rund 3,3 Prozent.

„Halloween löst im Einzelhandel alles andere als Furcht aus, denn das Gruselfest bleibt für viele Handelsunternehmen ein wichtiger Umsatzimpuls. Die Umsätze werden 2026 voraussichtlich sogar etwas über dem Vorjahresniveau liegen, was angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen für den Konsum durchaus überrascht und als positives Signal der Stabilität zu werten ist. Halloween hat sich längst einen festen Platz im Einzelhandelsjahr in Deutschland erarbeitet“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Auch in diesem Jahr kann sich der Einzelhandel in Deutschland zu Halloween wieder über deutlich mehr als 500 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz freuen. Das zeigt die aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Trotz der aktuell eher zurückhaltenden Konsumstimmung zeigt das Geschäft mit dem Gruselfest Stabilität. Im Vorjahresvergleich steigen die Umsätze sogar leicht um rund 3,3 Prozent.

„Halloween löst im Einzelhandel alles andere als Furcht aus, denn das Gruselfest bleibt für viele Handelsunternehmen ein wichtiger Umsatzimpuls. Die Umsätze werden 2026 voraussichtlich sogar etwas über dem Vorjahresniveau liegen, was angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen für den Konsum durchaus überrascht und als positives Signal der Stabilität zu werten ist. Halloween hat sich längst einen festen Platz im Einzelhandelsjahr in Deutschland erarbeitet“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Insgesamt geht der Handelsverband für das Einzelhandelsgeschäft rund um das Kürbisfest in diesem Jahr von Umsätzen in Höhe von 537 Millionen Euro aus. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von rund 3,3 Prozent. Dabei geht die Zahl der Menschen, die Ausgaben zu Halloween plant, leicht zurück (2025: 15,2 Prozent, 2026: 14,9 Prozent). Insgesamt ist die Begeisterung für Halloween hierzulande in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das zeigt sich auch in den Ausgaben der Verbraucher für das Fest: So liegen die Umsätze in diesem Jahr voraussichtlich um 69 Prozent höher als noch 2019.
Auffällig ist in diesem Jahr: Nur bei Süßwaren und Schminke wollen die Verbraucher weniger Geld ausgeben als im Vorjahr. Vor allem Deko, sonstige Lebensmittel und Getränke dürfen 2026 in den Einkaufswagen wandern. Die Zutaten für eine rundum schaurig-schöne Halloween-Party sind also vorhanden und einer gelungenen Gruselnacht steht nichts im Wege.

Für die Untersuchung führte das IFH Köln im Auftrag des HDE im Oktober 2026 eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren durch.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

21.10.2026

Nach EP-Vorstoß: bevh drängt zu One-Stop-Shop und Kleinstmengen-Ausnahme

Das Europäische Parlament hat sich im Rahmen des Environmental Omnibus dafür ausgesprochen, eine Regel wieder abzuschaffen, wonach kleine Händler beim Verkauf in andere EU-Staaten einen Bevollmächtigten benennen müssen. Die EPR-Pflicht soll dem Parlament zufolge ausgenommen werden bei Textilien, Batterien, Elektrogeräten, Verpackungen und Einwegkunststoffen. Für Eva Behling, Leiterin Recht & Compliance beim bevh, geht die Initiative noch nicht weit genug:  
 
„Für kleine Händler ist die geplante Erleichterung ein erster Lichtblick. Wir begrüßen, dass das Parlament unsere Stimme gehört hat, und hoffen auf eine schnelle Einigung in Brüssel. Die Zeit drängt, denn für viele Händler bedeutet die Bevollmächtigtenpflicht de facto ein Exportverbot. Die Aufhebung allein reicht jedoch nicht aus. Es braucht weitere Erleichterungen. Dazu gehört besonders die komplette Ausnahme für Kleinstmengen von sämtlichen EPR-Pflichten und die Einführung eines One Stop Shops für alle Meldepflichten.“ 

Das Europäische Parlament hat sich im Rahmen des Environmental Omnibus dafür ausgesprochen, eine Regel wieder abzuschaffen, wonach kleine Händler beim Verkauf in andere EU-Staaten einen Bevollmächtigten benennen müssen. Die EPR-Pflicht soll dem Parlament zufolge ausgenommen werden bei Textilien, Batterien, Elektrogeräten, Verpackungen und Einwegkunststoffen. Für Eva Behling, Leiterin Recht & Compliance beim bevh, geht die Initiative noch nicht weit genug:  
 
„Für kleine Händler ist die geplante Erleichterung ein erster Lichtblick. Wir begrüßen, dass das Parlament unsere Stimme gehört hat, und hoffen auf eine schnelle Einigung in Brüssel. Die Zeit drängt, denn für viele Händler bedeutet die Bevollmächtigtenpflicht de facto ein Exportverbot. Die Aufhebung allein reicht jedoch nicht aus. Es braucht weitere Erleichterungen. Dazu gehört besonders die komplette Ausnahme für Kleinstmengen von sämtlichen EPR-Pflichten und die Einführung eines One Stop Shops für alle Meldepflichten.“ 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh 

Foto Pixabay
16.10.2026

EU-Regeln erhöhen Nachweislast für Textilunternehmen

Mit neuen Anforderungen aus Verpackungsrecht, Ökodesign, Verbraucherinformation und Herstellerverantwortung wächst die Zahl der Nachweise, die Textil- und Modeunternehmen organisieren müssen. GESAMTMASCHE hat vier aktuelle Regelungsbereiche zusammengefasst und deren Auswirkungen auf betriebliche Abläufe beschrieben.

Bei der europäischen Verpackungsverordnung PPWR entstehen Registrierungs-, Melde- und EPR-Pflichten. Gleichzeitig sind einzelne Durchführungsdetails und künftige Kennzeichnungsvorgaben noch in Bewegung. Das erschwert die Planung von Verpackungen und IT-Systemen insbesondere bei grenzüberschreitendem Direktvertrieb.

Für die Produktkommunikation ist die Empowering-Consumers-Richtlinie (EmpCo) relevant. Pauschale Umweltaussagen und Nachhaltigkeitszeichen stehen unter erhöhten rechtlichen Anforderungen. Unternehmen müssen Claims auf Websites, Hangtags, Katalogen und Verpackungen prüfen und die jeweiligen Nachweise belastbar dokumentieren.

Mit neuen Anforderungen aus Verpackungsrecht, Ökodesign, Verbraucherinformation und Herstellerverantwortung wächst die Zahl der Nachweise, die Textil- und Modeunternehmen organisieren müssen. GESAMTMASCHE hat vier aktuelle Regelungsbereiche zusammengefasst und deren Auswirkungen auf betriebliche Abläufe beschrieben.

Bei der europäischen Verpackungsverordnung PPWR entstehen Registrierungs-, Melde- und EPR-Pflichten. Gleichzeitig sind einzelne Durchführungsdetails und künftige Kennzeichnungsvorgaben noch in Bewegung. Das erschwert die Planung von Verpackungen und IT-Systemen insbesondere bei grenzüberschreitendem Direktvertrieb.

Für die Produktkommunikation ist die Empowering-Consumers-Richtlinie (EmpCo) relevant. Pauschale Umweltaussagen und Nachhaltigkeitszeichen stehen unter erhöhten rechtlichen Anforderungen. Unternehmen müssen Claims auf Websites, Hangtags, Katalogen und Verpackungen prüfen und die jeweiligen Nachweise belastbar dokumentieren.

Ein weiterer Komplex betrifft unverkaufte Waren: Nach der vom Verband beschriebenen ESPR-Regelung gelten seit Juli 2026 für große Unternehmen Einschränkungen bei der Vernichtung unverkaufter Bekleidung. Zulässige Ausnahmen erfordern Dokumentation. Schließlich bringt die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien nationale Registrierung und Finanzierungspflichten für Sammlung, Sortierung und Verwertung.

Der Verband kritisiert insbesondere die Vielzahl paralleler Systeme. Für die operative Umsetzung ist zwischen bereits geltenden Vorschriften, noch ausstehenden Detailregeln und erst künftig anzuwendenden Pflichten zu unterscheiden. Rechtsverbindliche Entscheidungen sollten anhand der jeweils aktuellen EU- und nationalen Normtexte getroffen werden.

Quelle:

GESAMTMASCHE e. V.

16.10.2026

Usbekistan verlagert Textilexporte zu Fertigwaren

Usbekistan arbeitet daran, sich vom Baumwoll- und Garnexporteur zu einem Anbieter höher verarbeiteter Textil- und Bekleidungsprodukte zu entwickeln. Der deutsche Branchenverband GESAMTMASCHE beschreibt diesen Strukturwandel anhand aktueller Außenhandelsdaten und eines Kooperationsprogramms für Unternehmerinnen.

Noch 2020 lag der Wert der Baumwollgarnexporte mit 941 Millionen US-Dollar deutlich über den Exporten fertiger Textilerzeugnisse. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen nach den vom Verband genannten Zahlen bereits 53 Prozent der Textilexporte auf Fertigwaren und nur noch 31 Prozent auf Garne. Bis 2030 will Usbekistan die Produktion von Fertigerzeugnissen auf 20 Milliarden US-Dollar verdreifachen.

Das Programm GUZ Partners soll Kontakte zwischen usbekischen und deutschen Unternehmen fördern. Eine Gruppe usbekischer Unternehmerinnen nimmt derzeit in Albstadt an einem Trainingsprogramm teil. Die Teilnehmerinnen sollen ihre Erfahrungen in Unternehmen einbringen, Investitionsentscheidungen unterstützen und längerfristige Geschäftsbeziehungen entwickeln. Für deutsche Hersteller und Beschaffer ist die Entwicklung vor allem aus zwei Gründen interessant. 

Usbekistan arbeitet daran, sich vom Baumwoll- und Garnexporteur zu einem Anbieter höher verarbeiteter Textil- und Bekleidungsprodukte zu entwickeln. Der deutsche Branchenverband GESAMTMASCHE beschreibt diesen Strukturwandel anhand aktueller Außenhandelsdaten und eines Kooperationsprogramms für Unternehmerinnen.

Noch 2020 lag der Wert der Baumwollgarnexporte mit 941 Millionen US-Dollar deutlich über den Exporten fertiger Textilerzeugnisse. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen nach den vom Verband genannten Zahlen bereits 53 Prozent der Textilexporte auf Fertigwaren und nur noch 31 Prozent auf Garne. Bis 2030 will Usbekistan die Produktion von Fertigerzeugnissen auf 20 Milliarden US-Dollar verdreifachen.

Das Programm GUZ Partners soll Kontakte zwischen usbekischen und deutschen Unternehmen fördern. Eine Gruppe usbekischer Unternehmerinnen nimmt derzeit in Albstadt an einem Trainingsprogramm teil. Die Teilnehmerinnen sollen ihre Erfahrungen in Unternehmen einbringen, Investitionsentscheidungen unterstützen und längerfristige Geschäftsbeziehungen entwickeln. Für deutsche Hersteller und Beschaffer ist die Entwicklung vor allem aus zwei Gründen interessant. 

Zum einen entstehen zusätzliche potenzielle Lieferanten für weiterverarbeitete Produkte; zum anderen verändert sich die Wettbewerbsposition von Anbietern, die bislang überwiegend Garn oder Rohmaterial lieferten. GESAMTMASCHE verweist zudem auf die vorläufige Anwendung eines neuen EU-Usbekistan-Partnerschaftsabkommens seit März 2026 und den Ausbau des Transkaspischen Transportkorridors.

Wie schnell sich die angekündigten Produktionsziele realisieren lassen, hängt unter anderem von Qualifikation, Investitionen, Qualitätssicherung und zuverlässigen Transportverbindungen ab. Die genannten Ziele sind Planwerte und keine bereits erreichten Produktionsmengen.

 

Quelle:

GESAMTMASCHE e. V.

16.10.2026

EU–Indien: Zollfreiheit trifft auf ungleiche Lieferketten

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien soll Zölle auf Textilien und Bekleidung weitgehend unmittelbar nach Inkrafttreten beseitigen. Der Branchenverband GESAMTMASCHE warnt jedoch davor, formale Zollgleichheit mit vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen gleichzusetzen.

Indien verfügt über eine weitgehend durchgängige textile Produktionskette vom Rohstoff bis zur Konfektion. Viele europäische Unternehmen organisieren dagegen einzelne Fertigungsstufen grenzüberschreitend und exportieren eher kleinere Mengen hochwertiger Spezialprodukte. Entsprechend ungleich sind die Handelsströme: Für 2024 nennt der Verband textile und bekleidungsbezogene EU-Importe aus Indien von knapp sieben Milliarden Euro, während die Exporte in die Gegenrichtung lediglich 366 Millionen Euro erreichten. Das entspricht ungefähr einem Verhältnis von 19 zu eins.

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien soll Zölle auf Textilien und Bekleidung weitgehend unmittelbar nach Inkrafttreten beseitigen. Der Branchenverband GESAMTMASCHE warnt jedoch davor, formale Zollgleichheit mit vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen gleichzusetzen.

Indien verfügt über eine weitgehend durchgängige textile Produktionskette vom Rohstoff bis zur Konfektion. Viele europäische Unternehmen organisieren dagegen einzelne Fertigungsstufen grenzüberschreitend und exportieren eher kleinere Mengen hochwertiger Spezialprodukte. Entsprechend ungleich sind die Handelsströme: Für 2024 nennt der Verband textile und bekleidungsbezogene EU-Importe aus Indien von knapp sieben Milliarden Euro, während die Exporte in die Gegenrichtung lediglich 366 Millionen Euro erreichten. Das entspricht ungefähr einem Verhältnis von 19 zu eins.

Die praktische Bedeutung des Abkommens entscheidet sich nicht allein am Zollsatz, sondern auch an den Ursprungsregeln. Präferenzvorteile erhalten nur Waren, die die vorgeschriebenen Verarbeitungsschritte erfüllen. Unternehmen mit international zugekauften Vormaterialien müssen deshalb prüfen, ob ihre Produkte tatsächlich präferenzberechtigt sind. GESAMTMASCHE verweist zudem auf einen speziellen digitalen Prozess: Die vom Exporteur erstellte Ursprungserklärung soll als separates Dokument über ein elektronisches Portal bereitgestellt werden.

Nach Angaben des Verbandes legte die Europäische Kommission am 11. September die detaillierten Zollabbaupläne vor. Eine Unterzeichnung und Ratifizierung wird für 2026 angestrebt, das Inkrafttreten für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet. Erst dann beginnt der Zollabbau. Für Unternehmen bietet die Zwischenzeit Gelegenheit, ihre Stücklisten, Vormaterialursprünge und Lieferantenverträge zu überprüfen.

 

15.10.2026

EU öffnet Markt für Textilien und Bekleidung aus Armenien

Textilien und Bekleidung mit armenischem Ursprung können seit dem 10. Oktober 2026 vorübergehend zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden. Grundlage ist die EU-Verordnung 2026/2269. Nach Angaben von Gesamtmasche werden damit rund 80 Prozent der armenischen Ausfuhren in die EU liberalisiert.

Für die Textil- und Bekleidungsbranche ist die Regelung vergleichsweise breit angelegt. Erfasst werden die Textil- und Bekleidungskapitel 50 bis 63 der Kombinierten Nomenklatur. Darüber hinaus fallen unter anderem Lederwaren, Pelzwaren, Schuhe und Kopfbedeckungen unter die neuen Präferenzen.

Entscheidend für Importeure ist jedoch nicht allein der Produktionsstandort. Die Zollfreiheit gilt nur für Waren, die die vorgeschriebenen Ursprungsregeln tatsächlich erfüllen. Bei Bekleidung reicht eine reine Konfektionierung aus importierten Drittlandsgeweben in vielen Fällen nicht aus. Typischerweise ist eine sogenannte doppelte Transformation erforderlich. Unternehmen, die Armenien als Beschaffungsstandort nutzen, müssen deshalb genau prüfen, wo Garne, Gewebe und weitere Vorprodukte ihren Ursprung haben und welche Verarbeitungsschritte in Armenien erfolgen.

Textilien und Bekleidung mit armenischem Ursprung können seit dem 10. Oktober 2026 vorübergehend zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden. Grundlage ist die EU-Verordnung 2026/2269. Nach Angaben von Gesamtmasche werden damit rund 80 Prozent der armenischen Ausfuhren in die EU liberalisiert.

Für die Textil- und Bekleidungsbranche ist die Regelung vergleichsweise breit angelegt. Erfasst werden die Textil- und Bekleidungskapitel 50 bis 63 der Kombinierten Nomenklatur. Darüber hinaus fallen unter anderem Lederwaren, Pelzwaren, Schuhe und Kopfbedeckungen unter die neuen Präferenzen.

Entscheidend für Importeure ist jedoch nicht allein der Produktionsstandort. Die Zollfreiheit gilt nur für Waren, die die vorgeschriebenen Ursprungsregeln tatsächlich erfüllen. Bei Bekleidung reicht eine reine Konfektionierung aus importierten Drittlandsgeweben in vielen Fällen nicht aus. Typischerweise ist eine sogenannte doppelte Transformation erforderlich. Unternehmen, die Armenien als Beschaffungsstandort nutzen, müssen deshalb genau prüfen, wo Garne, Gewebe und weitere Vorprodukte ihren Ursprung haben und welche Verarbeitungsschritte in Armenien erfolgen.

Als Ursprungsnachweise kommen unter anderem die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 beziehungsweise entsprechende Ursprungserklärungen in Betracht. Für bestimmte Fälle spielt außerdem das System registrierter Ausführer REX eine Rolle. Die Präferenzregelung gilt vom 10. Oktober 2026 bis zum 11. Oktober 2028.

Für europäische Beschaffer eröffnet dies eine zusätzliche Sourcing-Option in geografischer Nähe zu Europa. Die praktische Attraktivität wird allerdings davon abhängen, ob armenische Anbieter nicht nur wettbewerbsfähige Konfektion, sondern auch ursprungsrechtlich geeignete textile Vorstufen anbieten oder beschaffen können. Für Unternehmen, die lediglich asiatische Gewebe nach Armenien liefern und dort vernähen lassen, kann der erhoffte Zollvorteil dagegen entfallen.

Die Teilnehmenden lassen vertraute Wellness-Routinen hinter sich und tauchen beim Mammut Unwellness Retreat in echte Bergerlebnisse ein. (c) Mammut Sports Group AG
12.10.2026

Mammut stellt mit „Unwellness Retreat“ klassische Wellness-Kommunikation auf den Kopf

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Quelle:

Mammut Sports Group AG

04.10.2026

EmpCo: Last-Minute-Nachbesserung schafft keine echte Übergangsfrist

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Mit dem neu eingefügten § 15b UWG soll für Waren, die bereits vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, bei Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen künftig der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigt werden. In die Bewertung sollen unter anderem bereits ergriffene Abhilfemaßnahmen, die Kosten einer Beseitigung sowie dadurch entstehende Umweltbelastungen einfließen. In der Praxis bedeutet das: Jede Ware, unabhängig davon, ob sie bereits im Laden liegt oder noch im Lager des Herstellers sowie alle Aussagen, mit denen Unternehmen ihre Produkte bewerben, etwa auf Etiketten und Hangtags, in Online-Shops, Newslettern oder auf Social Media müssen seit dem 27. September 2026 EmpCo-konform sein. Die Regelung ändert nichts an den materiellen Anforderungen. Sie räumt lediglich gewisse Hürden bei der Rechtsverfolgung und Gestaltungsspielräume bei der Nachweisbarkeit ein. Eine echte Entlastung für die Unternehmen bedeutet das jedoch nicht.

„Dass die Politik die Problematik bei bereits produzierten und in Verkehr gebrachten Waren anerkennt, ist grundsätzlich richtig. Dass eine solche Regelung aber erst wenige Tage vor dem Anwendungsbeginn auf den Weg gebracht wird, ist für Unternehmen nicht akzeptabel. Wer Produkte, Verpackungen und Kennzeichnungen mit langen Vorlaufzeiten plant, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, echte Erleichterungen und keine Korrekturen auf den letzten Metern, die in der Praxis keine wirkliche Entlastung mit sich bringen“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Südwesttextil kritisiert auch, dass die Neuregelung keine allgemeine Abverkaufs- oder Übergangsfrist vorsieht. Ohne eine solche Frist müssen jegliche, bereits produzierte Waren, Hangtags und Werbematerialien nachträglich geändert, überklebt oder – wenn eine Anpassung nicht möglich ist – im schlimmsten Fall vernichtet werden. Besonders betroffen sind Produkte mit langen Planungszyklen oder Waren, die aufgrund längerer Verkaufszeiträume noch auf Lager liegen. Die Umetikettierung und Vernichtung verursachen zusätzliche Kosten sowie Personalaufwand und laufen zugleich Nachhaltigkeitszielen zuwider.

Hinzu kommt: Die Sonderregelung beschränkt sich nach ihrem Wortlaut auf bereits in Verkehr gebrachte Waren. Für Werbeunterlagen, wie z.B. Kataloge, Plakate oder Banner am Point of Sale sowie Websites, Online-Shops, Newsletter und Social-Media-Auftritte gibt es keine vergleichbare Erleichterung. Gerade dort wäre eine Übergangsfrist auch notwendig, da Werbemittel häufig in großen Auflagen vorproduziert werden und digitale Inhalte über zahlreiche Seiten, Produktlisten und ältere Beiträge hinweg geprüft und angepasst werden müssen. Eine vollständige Anpassung sämtlicher Inhalte benötigt einen angemessenen zeitlichen Vorlauf.

Für Südwesttextil steht die kurzfristige Nachbesserung damit beispielhaft für ein grundsätzliches Problem bei neuen regulatorischen Anforderungen: Praxistauglichkeit und realistische Umsetzungsfristen müssen bereits im Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden – und nicht erst unmittelbar vor dem Stichtag.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

18.09.2026

Kind + Jugend zieht 15.000 Fachbesucher an

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

(c) Messe Frankfurt
14.09.2026

36.000 Besucher für Heimtextilien in Shanghai

Die Herbst-Ausgabe der Intertextile Shanghai Home Textiles meldet mehr als 900 Aussteller aus 19 Ländern und Regionen sowie knapp 36.000 Besucher aus 113 Märkten. Die Messe belegte über 100.000 Quadratmeter und deckte unter anderem Bettwaren, Möbelstoffe, Vorhänge, Teppiche und designorientierte Kollektionen ab.

Messe Frankfurt hebt insbesondere die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit, neuen Technologien und supply-chain-orientierter Transparenz hervor. Neben klassischen Sourcing-Kategorien zeigten Aussteller funktionale Textilien, nachhaltigere Materialien und technologiegestützte Lösungen. Stark vertreten waren Käufer aus Greater China, Südostasien und zunehmend Zentralasien.

Auch das Rahmenprogramm zielte stärker auf Markt- und Technologiefragen. Die Themen reichten von Lifestyle-Trends und urbaner Erneuerung bis zum Einsatz von KI im Heimtextilsektor und zu Absatzchancen in Lateinamerika. Damit bestätigt die Messe, dass sich Heimtextilbeschaffung zunehmend mit Materialinnovation, Daten, Nachhaltigkeitsnachweisen und schnelleren Designzyklen verschränkt.

Die Herbst-Ausgabe der Intertextile Shanghai Home Textiles meldet mehr als 900 Aussteller aus 19 Ländern und Regionen sowie knapp 36.000 Besucher aus 113 Märkten. Die Messe belegte über 100.000 Quadratmeter und deckte unter anderem Bettwaren, Möbelstoffe, Vorhänge, Teppiche und designorientierte Kollektionen ab.

Messe Frankfurt hebt insbesondere die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit, neuen Technologien und supply-chain-orientierter Transparenz hervor. Neben klassischen Sourcing-Kategorien zeigten Aussteller funktionale Textilien, nachhaltigere Materialien und technologiegestützte Lösungen. Stark vertreten waren Käufer aus Greater China, Südostasien und zunehmend Zentralasien.

Auch das Rahmenprogramm zielte stärker auf Markt- und Technologiefragen. Die Themen reichten von Lifestyle-Trends und urbaner Erneuerung bis zum Einsatz von KI im Heimtextilsektor und zu Absatzchancen in Lateinamerika. Damit bestätigt die Messe, dass sich Heimtextilbeschaffung zunehmend mit Materialinnovation, Daten, Nachhaltigkeitsnachweisen und schnelleren Designzyklen verschränkt.

Quelle:

Messe Frankfurt (HK) Ltd / Intertextile Shanghai Home Textiles

Key Visual S.OLIVER GROUP
11.09.2026

s.Oliver spielt mit den 90ern

s.Oliver startet unter dem Claim „Casual Since Forever“ eine neue Hero-Kampagne mit Heidi Klum. Das Konzept bringt die heutige Klum mit einer jüngeren Version aus den 1990er-Jahren zusammen und nutzt den Zeitsprung, um die eigene Markenpositionierung als Casual-Brand zu schärfen.

Zur Kampagne gehört eine limitierte Vintage-Capsule, die Stilcodes der 1990er aufgreift. Basics und vintage-inspirierte Entwürfe sollen dabei sowohl die Kampagnenästhetik als auch die Markenhistorie transportieren. Die Teile werden online und in ausgewählten s.Oliver Stores angeboten.

Iinteressant ist weniger die prominente Besetzung als die Verbindung von Markenstorytelling, Archivästhetik und unmittelbar vermarktbarem Produkt. Die Kampagne zeigt, wie etablierte Modemarken Heritage und Nostalgie nutzen, um bestehende Markencodes neu aufzuladen und gleichzeitig konkrete Retail-Impulse zu setzen.

s.Oliver startet unter dem Claim „Casual Since Forever“ eine neue Hero-Kampagne mit Heidi Klum. Das Konzept bringt die heutige Klum mit einer jüngeren Version aus den 1990er-Jahren zusammen und nutzt den Zeitsprung, um die eigene Markenpositionierung als Casual-Brand zu schärfen.

Zur Kampagne gehört eine limitierte Vintage-Capsule, die Stilcodes der 1990er aufgreift. Basics und vintage-inspirierte Entwürfe sollen dabei sowohl die Kampagnenästhetik als auch die Markenhistorie transportieren. Die Teile werden online und in ausgewählten s.Oliver Stores angeboten.

Iinteressant ist weniger die prominente Besetzung als die Verbindung von Markenstorytelling, Archivästhetik und unmittelbar vermarktbarem Produkt. Die Kampagne zeigt, wie etablierte Modemarken Heritage und Nostalgie nutzen, um bestehende Markencodes neu aufzuladen und gleichzeitig konkrete Retail-Impulse zu setzen.

11.09.2026

BTE stellt Handel Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.
 
Um die Branche bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen, stellt der BTE dem Handel eine Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit. Sie erläutert die wesentlichen rechtlichen Anforderungen und zeigt auf, welche Schritte Händlerinnen und Händler jetzt angehen sollten. „Die Handreichung informiert darüber, welche Nachhaltigkeitsaussagen künftig zulässig sind, welche etablierten Nachhaltigkeitssiegel weiterhin verwendet werden dürfen und wo die neuen rechtlichen Grenzen verlaufen. Zudem enthält sie Informationen zu neuen Pflichten bei Gewährleistung und Garantien, etwa zum EU-weiten GARAN-Label. Damit bietet sie dem Handel eine wichtige Orientierungshilfe für die Umsetzung der EmpCo-Richtlinie“, so Hanschke.
 
Die Handreichung kann ab sofort unter hanschke@bte.de angefordert werden. Der BTE wird die Branche auch künftig über weitere Entwicklungen informieren und die Interessen des Handels in den politischen Dialog einbringen.

Weitere Informationen:
Empowering Consumers Directive BTE
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

10.09.2026

EUDI-Wallet „d-you“ stärkt den Onlinehandel

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 
„Die EUDI-Wallet ist ein wichtiger Schritt für mehr digitale Souveränität und Sicherheit für Endverbraucher, Bezahldienstleister und den Handel im europäischen Raum. Wir freuen uns, dass Deutschland im Zeitplan liegt, um die nationale Wallet ‚d-you‘ bereitzustellen. Insbesondere im E-Commerce wird die einfachere Verifizierung von Identitäten dazu führen, dass Abbruchraten sowie Betrugsrisiken vor, während und nach dem Checkout sinken. Die Akzeptanzverpflichtung für Händler ist zwar grundsätzlich kritisch zu sehen. Wir gehen jedoch davon aus, dass langfristig die positiven Effekte – mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr und ein einfacherer Know-your-Customer-Prozess – für Händler und Plattformen überwiegen werden. Ein wichtiger nächster Schritt ist nun, dass vor allem Logistiker ‚d-you‘ bei der Zustellung auf der letzten Meile nutzen, um die Übergabe sensibler Güter wie Medikamente oder Hochpreisprodukte sicherer zu machen.“

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh 

Grafik RE&UP Recycling Technologies
09.09.2026

RE&UP zieht in Zalando-Basics ein

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

RE&UP bringt seine textile-to-textile recycelte Baumwolle erstmals in Zalandos Eigenmarkensortiment. Eine fünfteilige T-Shirt-Kollektion der Labels YOURTURN und Even&Odd verwendet einen Stoff aus 20 Prozent RE&UP Next-Gen Cotton und 80 Prozent Bio-Baumwolle. Für den Recyclinganbieter ist das vor allem deshalb relevant, weil ein alltagstaugliches Basisprodukt statt einer limitierten Konzeptkollektion gewählt wurde.

RE&UP verarbeitet Pre- und Post-Consumer-Textilabfälle über automatisierte Sortierung, Zerlegung und Entfärbung zu neuen Fasern. Nach Unternehmensangaben soll die daraus gewonnene Recyclingbaumwolle die für größere Marken erforderliche Festigkeit, Gleichmäßigkeit und Rückverfolgbarkeit erreichen. Gerade bei T-Shirts sind Haptik, Haltbarkeit und reproduzierbare Stoffqualität entscheidend; ein Einsatz in diesem Segment ist daher ein belastbarer Test für industrielle Skalierbarkeit.

Die Kooperation zeigt zugleich, wohin sich textile Kreislaufmodelle bewegen: weg von einzelnen Pilotprojekten, hin zu Materialien, die in bestehende Lieferketten und kommerzielle Stückzahlen integriert werden können. Für Plattformen und Marken steigt damit die Möglichkeit, Recyclinganteile in Kernsortimente einzubauen, ohne komplett neue Produktarchitekturen entwickeln zu müssen. Entscheidend bleibt, ob Materialverfügbarkeit, Preis und konstante Qualität über größere Volumina gesichert werden können.

08.09.2026

BTE fordert Abschaffung der Sonderregelung für zusätzliche verkaufsoffene Sonntage am Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO)

Der BTE fordert die Landesregierung Rheinland-Pfalz erneut auf, die Landesverordnung zur Durchführung des § 7 Abs. 2 des Ladenöffnungsgesetzes unverzüglich aufzuheben. Damit müssen die unrechtmäßigen Öffnungen an zwölf Feriensonntagen im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO), die seit vielen Jahren zulasten vieler Mode-, Schuh- und Lederwareneinzelhändler im Einzugsbereich des Centers gehen, endgültig beendet werden. Nach mehreren Urteilen und Beschlüssen der verschiedenen Instanzen und Gerichte steht unzweifelhaft fest, dass die Verordnung verfassungswidrig und damit nichtig ist. Die Landesregierung hat keinen Ermessensspielraum mehr, sie muss jetzt handeln. 
 

Der BTE fordert die Landesregierung Rheinland-Pfalz erneut auf, die Landesverordnung zur Durchführung des § 7 Abs. 2 des Ladenöffnungsgesetzes unverzüglich aufzuheben. Damit müssen die unrechtmäßigen Öffnungen an zwölf Feriensonntagen im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO), die seit vielen Jahren zulasten vieler Mode-, Schuh- und Lederwareneinzelhändler im Einzugsbereich des Centers gehen, endgültig beendet werden. Nach mehreren Urteilen und Beschlüssen der verschiedenen Instanzen und Gerichte steht unzweifelhaft fest, dass die Verordnung verfassungswidrig und damit nichtig ist. Die Landesregierung hat keinen Ermessensspielraum mehr, sie muss jetzt handeln. 
 
„Es ist absurd, dass die bereits seit 2014 unzulässige und unlautere Praktik der Öffnungen an Feriensonntagen im ZFO dennoch bis heute fortgeführt wird. Im Laufe der letzten Jahre hat sich bei uns und vielen betroffenen Mode-, Schuh- und Lederwarenunternehmen der Eindruck verfestigt, dass erst langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren das Handeln von Politik und Verwaltung erzwingen müssen. Das hinterlässt leider ebenso Zweifel an der Verlässlichkeit unserer Rechtsstaatlichkeit wie auch letztendlich an der Wahrung von Grundrechten“, so BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels. 

Da das ZFO bislang alle Feriensonntage geöffnet und öffentlich erklärt hat, an den unrechtmäßigen Öffnungen festhalten zu wollen, besteht aus Sicht des BTE akuter politischer Handlungsbedarf. „Vor diesem Hintergrund erwarten wir jetzt keine weitere Verschleppung beim Prozess zur Abschaffung der Verordnung. Die erforderlichen Verfahren und Abstimmungen müssen beschleunigt und mit höchster Priorität vorangetrieben werden. Nach unserem Verständnis bedarf es bei der Abschaffung einer verfassungswidrigen Verordnung auch eigentlich keinerlei weiterer Diskussionen“, so Pangels abschließend. 

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

08.09.2026

Masche wächst weltweit

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Der weltweite Exportwert von Maschenbekleidung hat sich seit 2006 nahezu verdoppelt und 2025 rund 289,1 Milliarden US-Dollar erreicht. 2006 waren es 145,2 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich Maschenbekleidung dynamischer als Webbekleidung, deren Exportwert im gleichen Zeitraum von 158,5 auf 257,7 Milliarden US-Dollar stieg. Nach einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie auf Basis unter anderem von ICAC-Daten stellen Maschen- und Webbekleidung inzwischen zusammen knapp 60 Prozent der weltweiten Textil- und Bekleidungsexporte.

Die Entwicklung wird nicht nur durch mehr Bekleidungskonsum getragen. Casualwear, Sportswear und Athleisure begünstigen Konstruktionen, die Komfort, Bewegungsfreiheit und Funktion bereits über Faser, Garn und Maschenstruktur integrieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Fasermix. Baumwollbasierte Maschenbekleidung steigerte ihren Exportwert seit 2006 von 69,9 auf 128,3 Milliarden US-Dollar. Die von ICAC als „man-made and synthetic“ ausgewiesene Gruppe wuchs im selben Zeitraum noch stärker von 35,6 auf 99,2 Milliarden US-Dollar. 2025 entfielen 44,5 Prozent der Maschenwarenexporte auf Baumwollprodukte und 34,4 Prozent auf die Gruppe der Chemie- und Synthesefasern.

Gesamtmasche weist zugleich auf einen Zielkonflikt hin: Polyester stellt inzwischen einen sehr großen Anteil der globalen Faserproduktion, doch 2024 waren dem Beitrag zufolge lediglich zwölf Prozent des weltweit produzierten Polyesters recycelt; der überwiegende Teil des Recyclingpolyesters stammt weiterhin aus PET-Flaschen statt aus Alttextilien. Parallel erhöhen Fast und Ultra Fast Fashion den Mengen- und Preisdruck. Der weltweite Markt wächst also, während zirkuläre Rohstoffströme und Wertschöpfung pro Teil nicht im gleichen Tempo vorankommen.

Auch geografisch sortiert sich der Markt neu. China bleibt führender Textil- und Bekleidungsexporteur, während Bangladesch und Vietnam stark aufgeholt haben. Auf der Nachfrageseite verlieren die USA relativ an Gewicht, während sich zusätzliche Nachfrage breiter auf Europa, Asien, Lateinamerika und den Nahen Osten verteilt. Für europäische Maschenhersteller sieht Gesamtmasche Chancen vor allem dort, wo Qualität, Funktion, Spezialisierung, innovative Konstruktionen und verlässliche Lieferketten stärker wiegen als der reine Mengenpreis.

Heimtextil Trends 27/28: „Home-Maxxing“ Foto: Messe Frankfurt/Alcova
07.09.2026

Heimtextil Trends 27/28: „Home-Maxxing“ zwischen Leistungsfähigkeit und Entlastung

Besser schlafen, schneller regenerieren, effizienter leben: Der Wunsch nach Optimierung hat längst unser Zuhause erreicht. Unter dem Titel „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“ zeigen die Heimtextil Trends 27/28, wie sich unser Verhältnis zu Effizienzdenken und Technologie auf die Gestaltung von Räumen und Textilien auswirkt. Je stärker Schlaf, Wellness, Routinen, Materialien und Räume optimiert werden, desto größer wird zugleich die Sehnsucht nach einem Zuhause, das nicht noch mehr Leistung verlangt. 

Besser schlafen, schneller regenerieren, effizienter leben: Der Wunsch nach Optimierung hat längst unser Zuhause erreicht. Unter dem Titel „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“ zeigen die Heimtextil Trends 27/28, wie sich unser Verhältnis zu Effizienzdenken und Technologie auf die Gestaltung von Räumen und Textilien auswirkt. Je stärker Schlaf, Wellness, Routinen, Materialien und Räume optimiert werden, desto größer wird zugleich die Sehnsucht nach einem Zuhause, das nicht noch mehr Leistung verlangt. 

Die Anforderungen an Räume werden vielfältiger. In einem immer schnelleren und digitaleren Alltag sollen sie Orientierung geben, funktionale Ansprüche erfüllen und zugleich Entlastung bieten. „Home-Maxxing“ greift diesen Widerspruch auf. Textilien regulieren Licht, dämpfen Geräusche oder filtern Luft. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Materialien, die sich angenehm anfühlen, lange halten und nicht zusätzlichen Optimierungsdruck erzeugen. Ob Zuhause, Hotel, Arbeitswelt oder Healthcare – Interior Design muss Leistungsfähigkeit und menschliche Bedürfnisse neu ausbalancieren. Gemeinsam mit der Mailänder Designplattform Alcova übersetzt die Heimtextil diese Entwicklung in drei Trendrichtungen: Staged Competence, Inside, Out und Hyper Presence. Sie reichen von sichtbar inszenierter technischer Leistungsfähigkeit über offen gezeigte Verbindungselemente bis hin zu Materialien, deren Haptik, Beschaffenheit und Langlebigkeit in den Vordergrund rücken.
 
01 Staged Competence
Funktionalität darf man sehen. Staged Competence beschreibt eine Ästhetik, in der technische Kompetenz nicht im Hintergrund bleibt, sondern bewusst inszeniert wird. Textilien und Oberflächen zeigen, was sie können – und zunehmend auch, wie sie es können. Technische Codes, Zahlen, Symbole und Mikrografiken werden zu Gestaltungselementen. Entscheidend ist dabei nicht allein die tatsächliche Funktion eines Materials. Seine Leistungsfähigkeit soll auch nach außen erkennbar sein. Was getestet, konstruiert und optimiert wurde, darf entsprechend aussehen. Strapazierfähigkeit, technische Raffinesse und nachweisbare Qualität werden Teil der Ästhetik. 

Die Farben unterstreichen diesen technisch geprägten Charakter. Kühle Blau- und Grüntöne, mineralische Nuancen und helle, fast synthetische Farben erinnern an Hardware, Outdoor-Ausrüstung und Funktionsmaterialien. Ein leuchtendes Säuregelb setzt einen bewussten Akzent.

02 Inside, Out
Was steckt in den Dingen, mit denen wir uns umgeben? Inside, Out reagiert auf eine Welt, in der Technologien und digitale Systeme immer komplexer und schwerer nachvollziehbar werden. Der Trend setzt dieser Unsichtbarkeit eine neue Offenheit entgegen: Konstruktionen werden verständlich, Verbindungen sichtbar. Schrauben, Gurte, Nähte, Kabel, Reißverschlüsse oder andere Verbindungselemente werden nicht länger verborgen und werden bewusst Teil des Designs. Ein Bezug darf erkennen lassen, dass er abgenommen und ausgetauscht werden kann. Technik muss nicht hinter einer makellosen Oberfläche verschwinden.

Auch diese Farbpalette lebt von sichtbaren Gegensätzen. Dunkles Anthrazit und tiefes Graphit erinnern an Stahl und industrielle Bauteile. Ein kräftiges Rot und sanftes Violett setzen dazu beinahe künstlich wirkende Kontraste. Ergänzt wird die Palette durch einen gedämpften, kühlen Grün-Grau-Ton. 

03 Hyper Presence
Nach all der Optimierung kommt die Gegenbewegung. Hyper Presence richtet die Aufmerksamkeit auf das, was sich nicht messen lässt: wie sich ein Stoff auf der Haut anfühlt, wie ein Material altert oder welche Atmosphäre durch Textur entsteht. Wie sinnlich Materialien wirken können, zeigen etwa mit Bienenwachs behandelte Gewebe, die durch Wärme den natürlichen Duft von Honig und Propolis entfalten. Der Trend reagiert auf die permanente digitale Reizüberflutung mit bewusster physischer Präsenz. Materialien stehen entsprechend im Mittelpunkt: Naturfasern, raue und lebendige Oberflächen, Wolle, Leder oder Holztextilien sprechen den Körper und die Sinne an. Falten, Patina und Gebrauchsspuren sind keine Fehler, sondern Teil ihres Charakters. 

Auch die Farben verlassen die digitale Welt. Tiefes Rostrot, gebranntes Orange, Ocker, Altrosa und warmes Cremeweiß erinnern an Feuer, Ton und oxidiertes Metall. Die Palette ist warm, erdig und beruhigend – und bildet damit den deutlichsten Gegenpol zur technisch-kühlen Ästhetik der beiden anderen Trendrichtungen.
 
Im Trend Space in Halle 4.2 werden die Heimtextil Trends 27/28 erlebbar präsentiert.

Quelle:

Messe Frankfurt 

24.08.2026

BTE-Kongress am 3. November: Frühbucherrabatt bis 31. August

Wie kann ich mein Unternehmen angesichts steigender Kosten, veränderter Kundenbedürfnisse und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zukunftsfähig aufstellen? Welche Konzepte und Ideen funktionieren bereits in der Praxis? Und welche Maßnahmen und digitale Instrumente helfen mir, jetzt und künftig ausreichende Renditen zu erwirtschaften? Antworten auf diese Fragen liefert der 10. BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“, der am 3. November 2026 im MediaPark Köln stattfindet.
   

Wie kann ich mein Unternehmen angesichts steigender Kosten, veränderter Kundenbedürfnisse und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zukunftsfähig aufstellen? Welche Konzepte und Ideen funktionieren bereits in der Praxis? Und welche Maßnahmen und digitale Instrumente helfen mir, jetzt und künftig ausreichende Renditen zu erwirtschaften? Antworten auf diese Fragen liefert der 10. BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“, der am 3. November 2026 im MediaPark Köln stattfindet.
   
Im Fokus aller Programmpunkte stehen Lösungsansätze, wie der mittelständische Fashion- und Schuhhandel im zunehmenden Wettbewerb mit vertikalen Konzepten wieder mehr Profitabilität erzielen kann. Auf der Bühne referieren und diskutieren insgesamt 12 erfolgreiche Fachhändler und hochkarätige Experten. Die Bandbreite der Themen umfasst dabei das gesamte unternehmerische Spektrum – von Standortverbesserungen über Mitarbeiter- und Marketingthemen bis zu digitalen Innovationen und Fragen rund ums Sortiment sowie einer optimierten Zusammenarbeit mit den Industriepartnern. Das komplette Programm ist einsehbar unter https://www.bte.de/bte-kongress-2026/ . 
 
Zusätzliches Highlight: Erstmalig lädt der BTE zusammen mit der PIM Service GmbH (BTE Clearing-Center) und mit Unterstützung der WWS-Anbieter advarics und Intelligix sowie dem BTE-Kompetenzpartner hachmeister + partner die Kongress-Teilnehmer am Vorabend (2. November, 19.00 bis ca. 23.00 Uhr) zu einem Get-together in ein bekanntes Kölner Brauhaus ein (begrenzte Kapazitäten). 
 
Hinweis: Interessenten können sich noch bis zum 31. August zu Sonderkonditionen zum BTE-Kongress anmelden. Wegen der begrenzten Kapazitäten empfiehlt sich speziell für das Get-together ebenfalls eine frühzeitige Registrierung.

Weitere Informationen:
BTE-Kongress BTE
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren