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28.04.2026

Temu und Shein kosten deutsche Wirtschaft 2,4 Milliarden Euro im Jahr

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

„Die Lage ist eindeutig. Die Politik hat bei dem Thema trotz großer Versprechungen noch immer nicht geliefert. Temu und Shein halten sich oft nicht an die rechtlichen und regulatorischen Vorgaben, liefern unsichere Ware in unseren Markt, die mitunter gesundheitsgefährdend ist, und bringen viele heimische Händler an den Rand des Ruins. Denn anders als Temu und Shein werden die hiesigen Händler streng kontrolliert und halten sich an alle Gesetze und Steuersätze“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Missstände hinterlassen deutliche Spuren: Insgesamt entgehen Bund, Ländern und Kommunen durch Temu und Shein nach der aktuellen Studie 429 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Darüber hinaus fallen durch den unfairen Wettbewerb über 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland weg, davon 28.300 Arbeitsplätze allein im Einzelhandel.

„Die aktuellen Daten machen die Dramatik der Lage deutlich: Die massenhaften Regelverstöße von Temu und Shein schädigen den Einzelhandel und die gesamte deutsche Wirtschaft in großem Umfang. Wenn die Politik nach Jahren des Zuschauens hier nicht endlich massiv und spürbar tätig wird, dann sehe ich schwarz für den Standort Deutschland. Wenn sonst nichts hilft, muss bei solch massiven Regelverstößen der Stecker gezogen werden. Wettbewerb ist gut, aber er muss fair sein“, so von Preen weiter. Zudem fordert der HDE den Zoll auf, ähnlich wie in Frankreich bei der Einfuhr der Pakete mit massiven Schwerpunktkontrollen deutliche Signale zu setzen und den Kontrolldruck zu erhöhen. Darüber hinaus erneuert der Verband seine Forderung, dass jeder Händler und jede Plattform aus Drittstaaten einen solventen und in der Praxis erreichbaren Repräsentanten innerhalb der EU haben muss, damit bei Verstößen Sanktionen durchgesetzt und rechtskonformes Verhalten sichergestellt werden kann.

Die repräsentative IW-Studie im Auftrag des HDE wurde unter 4.000 Befragten im Alter von 16-69 Jahren durchgeführt. Der Zeitraum der Bevölkerungsbefragung lag im Februar 2026.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

28.04.2026

Trending Topics 2026: KI-Boom, Zurückhaltung beim Digitalen Euro

Der deutsche E-Commerce setzt im Jahr 2026 konsequent auf technologische Evolution statt auf Experimente. Laut dem aktuell veröffentlichten Report „Trending Topics 2026“, den der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) gemeinsam mit dem PayTech-Anbieter Nexi erstellt hat, haben KI-Agenten im Kundenservice die oberste Investitionspriorität der befragten Unternehmen. Agentic AI und Generative KI werden dabei zunehmend als Bausteine einer geschäftskritischen Infrastruktur verstanden – nicht mehr als Experimentierfeld. 
 
KI-Agenten im Kundenservice: Investitionsschwerpunkt Nummer eins 
Die Umfrage unter den bevh-Mitgliedern zeigt: KI-Anwendungen, die direkt im Kundenkontakt ansetzen, stehen ganz oben auf der Agenda. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen stuft KI-Agenten im Kundenservice als relevantes Thema ein und stellt dafür bereits Budget bereit – sei es als Investitionsschwerpunkt oder als fester Bestandteil des laufenden Budgets. Hinzu kommt eine hohe Bereitschaft, in Generative KI und Agentic AI zu investieren, um Produkt- und Serviceangebote zu optimieren. 
 

Der deutsche E-Commerce setzt im Jahr 2026 konsequent auf technologische Evolution statt auf Experimente. Laut dem aktuell veröffentlichten Report „Trending Topics 2026“, den der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) gemeinsam mit dem PayTech-Anbieter Nexi erstellt hat, haben KI-Agenten im Kundenservice die oberste Investitionspriorität der befragten Unternehmen. Agentic AI und Generative KI werden dabei zunehmend als Bausteine einer geschäftskritischen Infrastruktur verstanden – nicht mehr als Experimentierfeld. 
 
KI-Agenten im Kundenservice: Investitionsschwerpunkt Nummer eins 
Die Umfrage unter den bevh-Mitgliedern zeigt: KI-Anwendungen, die direkt im Kundenkontakt ansetzen, stehen ganz oben auf der Agenda. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen stuft KI-Agenten im Kundenservice als relevantes Thema ein und stellt dafür bereits Budget bereit – sei es als Investitionsschwerpunkt oder als fester Bestandteil des laufenden Budgets. Hinzu kommt eine hohe Bereitschaft, in Generative KI und Agentic AI zu investieren, um Produkt- und Serviceangebote zu optimieren. 
 
Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh, ordnet die Ergebnisse ein: 
„Unsere Mitglieder gehen beim Thema Künstliche Intelligenz rational und unaufgeregt vor. Entscheidend ist, wo KI konkret hilft, Kundenerwartungen zu erfüllen und Prozesse zu optimieren. Dass KI-Agenten im Kundenservice ganz oben auf der Investitionsliste stehen, zeigt: Der Handel setzt neue Technologien dort ein, wo sie unmittelbar die Kundinnen und Kunde erreichen – zunehmend auch mit agentischen KI-Ansätzen, die schrittweise durch Auswahl, Bezahlung und Fulfilment begleiten.“ 
 
Aus Sicht des Kooperationspartners Nexi ist dieser Fokus folgerichtig. Thomas Spreitzer, CEO Nexi DACH, dazu: „Wer heute Kundenservice-Prozesse und Checkout-Strecken plant, denkt KI nicht mehr als Add-on, sondern als integralen Bestandteil der Customer Journey und der dahinterliegenden Prozesse. Den Wunsch nach Vereinfachung, schnellen Reaktions- und Bearbeitungszeiten sowie ganzheitlicher Erfassung von Kundeninteraktionen und individuellen Adaptionen sehen wir entlang des gesamten Omnichannels und der dahinterliegenden Prozesse im Handel.“ 
 
Zahlungsverkehr: Wero auf der Roadmap, Digitaler Euro bleibt Zukunftsthema 
Beim Thema Payment zeichnet die Befragung ein differenziertes Bild. Das neue europäische Zahlverfahren Wero taucht bei vielen Unternehmen auf der Roadmap auf: Ein Teil der Händler prüft aktuell die Integration, andere planen sie konkret oder haben entsprechende Projekte bereits angestoßen. 
 
Deutlich zurückhaltender fällt die Einschätzung beim Digitalen Euro und der EUDI-Wallet aus. Hier dominiert die Haltung „Abwarten und Beobachten“: Nur kleine Minderheiten sehen kurzfristig hohe Relevanz oder stellen dedizierte Projektbudgets bereit. „Infrastrukturprojekte wie der Digitale Euro oder die EUDI-Wallet werden aufmerksam verfolgt, aber noch nicht flächendeckend operativ eingeplant“, erläutert Spreitzer. „Händler warten auf klare regulatorische Rahmenbedingungen, konkrete Use Cases und einen eindeutig erkennbaren Mehrwert für Alltagsszenarien im Checkout.“ 
 
Pragmatismus statt Hype: Investitionen gegen Fachkräftemangel und für stabile Margen 
Über KI und Payment hinaus zeigt der Report eine klare Leitlinie: Pragmatismus schlägt Hype. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die unmittelbar auf Conversion, Margen und Kundenerlebnis einzahlen. Hohe Priorität haben die Personalisierung von Werbeangeboten sowie die Optimierung von Retourenprozessen – Bereiche, in denen Effizienzgewinne und Kostenvorteile schnell sichtbar werden. 
 
Parallel dazu bleibt Recruiting ein zentrales Thema. Die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften wird von der Mehrheit der Unternehmen als relevant bewertet. Gleichzeitig gewinnen KI-gestützte Einkaufsassistenten im Onlineshop und automatisierte Kundenkommunikation an Bedeutung. „Die Kombination aus Fachkräftemangel und wachsender Prozesskomplexität erklärt, warum KI-basierte Anwendungen gerade jetzt in den Vordergrund rücken“, so Spreitzer. „Händler suchen nach Wegen, ihre Teams zu entlasten und gleichzeitig Servicequalität und Conversion hochzuhalten – KI-gestützte Kundenkommunikation und optimierte Zahlungsprozesse greifen dabei zunehmend ineinander.“ 
 
Radikale Automatisierung, etwa durch Roboter in der Logistik, wird zwar als wichtiges Zukunftsthema angesehen, steht aktuell jedoch seltener im Mittelpunkt der Budgetplanung. Viele Unternehmen priorisieren zunächst Verbesserungen, die näher am Kunden und an der Profitabilität des Geschäfts ansetzen. 
 
Hintergrund zum Report „Trending Topics 2026“ 
Für den Report wurden Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des bevh befragt. Die Teilnehmerstruktur spiegelt das Rückgrat des deutschen Onlinehandels wider: Rund 54 Prozent der befragten Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro. Mit einem Fokus auf B2C- und gemischte Geschäftsmodelle (80,3 Prozent) liefert die Umfrage ein aussagekräftiges Bild der Investitionsschwerpunkte im deutschen Digitalhandel. 
Die Entwicklung der Befragung erfolgte in Zusammenarbeit mit Althaller Communication, München. Nexi hat die Ergebnisse aus Payment-Perspektive ausgewertet und in die Aufbereitung des Reports eingebracht. 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

28.04.2026

Autoneum Holding AG: Dividende 3.20 CHF pro Aktie

Die Generalversammlung stimmt allen Anträgen einschließlich der Erhöhung der Ausschüttung auf insgesamt 3.20 CHF pro Aktie zu: Die Aktionärinnen und Aktionäre der Autoneum Holding AG haben auf der ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF pro Aktie genehmigt. 

205 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der ordentlichen Generalversammlung der Autoneum Holding AG in Winterthur teil. Insgesamt waren 62,09 Prozent des Aktienkapitals durch die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre oder den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. 

Verwaltungsratspräsident Hans Peter Schwald verwies in seiner Rede auch auf das 15 jährige Bestehen von Autoneum: „Autoneum hat sich in dieser Zeit erfolgreich als globaler Markt  und Technologieführer etabliert, die Präsenz in Asien ausgebaut, das Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt, die vertikale Integration gestärkt und zugleich eine starke, eigenständige Unternehmenskultur aufgebaut.“ 

Die Generalversammlung stimmt allen Anträgen einschließlich der Erhöhung der Ausschüttung auf insgesamt 3.20 CHF pro Aktie zu: Die Aktionärinnen und Aktionäre der Autoneum Holding AG haben auf der ordentlichen Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF pro Aktie genehmigt. 

205 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der ordentlichen Generalversammlung der Autoneum Holding AG in Winterthur teil. Insgesamt waren 62,09 Prozent des Aktienkapitals durch die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre oder den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten. 

Verwaltungsratspräsident Hans Peter Schwald verwies in seiner Rede auch auf das 15 jährige Bestehen von Autoneum: „Autoneum hat sich in dieser Zeit erfolgreich als globaler Markt  und Technologieführer etabliert, die Präsenz in Asien ausgebaut, das Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt, die vertikale Integration gestärkt und zugleich eine starke, eigenständige Unternehmenskultur aufgebaut.“ 

CEO Eelco Spoelder erläuterte die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2025 und führte aus: „Auch wenn die Automobilindustrie zuletzt viele negative Schlagzeilen gemacht hat, hat sich Autoneum positiv entwickelt. Dank unserer klaren Strategie, der breiten Kundenbasis, unserer engagierten Mitarbeitenden sowie der hohen Antriebsunabhängigkeit unserer Produkte und Technologien blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.“ 

Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten den Jahresbericht 2025 einschließlich der Konzern und Jahresrechnung. Ebenfalls angenommen wurde der Antrag des Verwaltungsrats, aufgrund des positiven Konzernergebnisses eine Ausschüttung von insgesamt 3.20 CHF je Namenaktie für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten. Ab dem 5. Mai 2026 werden eine Dividende von 1.60 CHF unter Abzug von 35 Prozent eidgenössischer Verrechnungssteuer sowie eine verrechnungssteuerfreie Rückzahlung aus Kapitaleinlagereserven von CHF 1.60 ausbezahlt. 

Hans-Peter Schwald bleibt Präsident des Verwaltungsrats. Liane Hirner, Norbert Indlekofer, Martin Klöti, Michael Pieper und Oliver Streuli bestätigten die Aktionärinnen und Aktionäre für eine weitere Amtsdauer als Mitglieder des Verwaltungsrats. Yanni von Roy-Jiang, seit 2025 Mitglied des Verwaltungsrats sowie des Strategie- und Nachhaltigkeitsausschusses, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. 

In den Vergütungsausschuss wählten die Aktionärinnen und Aktionäre erneut Hans-Peter Schwald, Norbert Indlekofer und Oliver Streuli. Die KPMG AG, Zürich, fungiert weiterhin als Revisionsstelle; ebenso bestätigten die Aktionärinnen und Aktionäre Ulrich B. Mayer für ein weiteres Jahr als unabhängigen Stimmrechtsvertreter.

Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten sämtlichen Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Konzernleitung mit über 99,35 Prozent der Stimmen Entlastung. Die Konsultativabstimmungen über den Vergütungsbericht 2025 sowie den Corporate Responsibility Report erzielten Zustimmungswerte von 86,62 Prozent beziehungsweise 95,53 Prozent. Die Anträge zur maximalen Vergütung des Verwaltungsrats und der Konzernleitung für das Geschäftsjahr 2027 wurden ebenfalls mit grosser Mehrheit angenommen. 

Quelle:

Autoneum Holding AG

28.04.2026

Südwesttextil: Betriebliche Konflikte nicht kriminalisieren

Initiative zur Änderung von § 119 BetrVG schafft neue Rechtsunsicherheiten in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten: Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband kritisiert Südwesttextil die Initiative zur Änderung des § 119 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Diese fordert, die Behinderung von Betriebsratsarbeit als Offizialdelikt auszugestalten. Der Vorstoß war sowohl Bestandteil der Forderungen des Bundesrats 2025 als auch am 23. April 2026 Inhalt eines Entschließungsantrags des Landes Niedersachsen an den Bundesrat. 

Initiative zur Änderung von § 119 BetrVG schafft neue Rechtsunsicherheiten in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten: Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband kritisiert Südwesttextil die Initiative zur Änderung des § 119 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Diese fordert, die Behinderung von Betriebsratsarbeit als Offizialdelikt auszugestalten. Der Vorstoß war sowohl Bestandteil der Forderungen des Bundesrats 2025 als auch am 23. April 2026 Inhalt eines Entschließungsantrags des Landes Niedersachsen an den Bundesrat. 

Aus Sicht von Südwesttextil ist die Änderung weder erforderlich noch zielführend. Bereits nach geltender Rechtslage stellt § 119 BetrVG die Behinderung und Benachteiligung von Betriebsratsarbeit unter Strafe. Die Antragslösung gewährleistet dabei bewusst eine sachgerechte Vorprüfung im betrieblichen Kontext und verhindert eine vorschnelle Verlagerung von Konflikten in das Strafrecht. Die geforderte Umstellung auf ein Offizialdelikt würde hingegen die Schwelle für strafrechtliche Ermittlungen deutlich absenken. So könnten bereits Anzeigen Dritter oder vage Verdachtsmomente Ermittlungsverfahren auslösen – mit erheblichen Risiken für Unternehmen. Reputationsschäden, unnötige Eskalationen und eine zunehmende Verrechtlichung betrieblicher Auseinandersetzungen wären mögliche Folgen.

Südwesttextil sieht darüber hinaus die Gefahr einer missbräuchlichen Instrumentalisierung: In Konflikt- oder Trennungssituationen könnte der Vorwurf des sogenannten „Union Busting“ gezielt als Druckmittel eingesetzt werden, um unternehmerische Entscheidungen zu beeinflussen oder wirtschaftliche Zugeständnisse zu erzwingen. Auch die Auswirkungen auf die Strafverfolgung sind kritisch zu bewerten. Eine Ausweitung auf ein Offizialdelikt würde die Ermittlungsbehörden zusätzlich belasten – mit dem Risiko, dass Ressourcen zulasten der Verfolgung schwerwiegender Kriminalität verschoben werden.

Südwesttextil hat Anfang des Jahres bereits in einem Positionspapier zur Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung betont, dass eine funktionierende Sozialpartnerschaft auf klaren, praktikablen und rechtssicheren Rahmenbedingungen basiert. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fasst zusammen: „Statt zusätzlicher strafrechtlicher Verschärfungen braucht es eine echte Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Das Betriebsverfassungsgesetz muss schlanker, klarer und praxistauglicher werden. Dazu gehört insbesondere, Mitbestimmungsrechte stärker an sachliche Kriterien zu binden, verbindliche Fristen für Entscheidungen des Betriebsrats einzuführen und die Handlungsfähigkeit der Unternehmen in Eilfällen sicherzustellen. Mitbestimmung darf nicht zu Blockaden führen, sondern muss effiziente und rechtssichere Entscheidungsprozesse ermöglichen – gerade mit Blick auf die großen Transformationsaufgaben, vor denen unsere Industrie steht.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

Web Gauging with Qualiscan QMS (c) Mahlo GmbH & Co. KG
Web Gauging with Qualiscan QMS
27.04.2026

Mahlo: Intelligente Qualitätskontrolle für technische Textilien

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Perfekte Ausrichtung für Gewebe 
Unternehmen wie Frenzelit, Freudenberg, Friedola, Getzner, Juta, Sattler, Swisstulle oder Toray zeigten auf der Messe, wie vielfältig die Einsatzbereiche klassischer Gewebe sind. Gleichzeitig wird deutlich: Schon kleinste Verzugsfehler können hier über Funktionsverlust und damit Ausschuss entscheiden. Die Orthopac-Systeme von Mahlo sorgen in diesen Prozessen dafür, dass Gewebe exakt ausgerichtet bleiben – kontinuierlich, zuverlässig und oft unbemerkt im Hintergrund.

Gleichbleibende Qualität bei Vliesstoffen
Nicht weniger komplex zeigen sich Vliesstoffe. Hersteller wie Alkegen (Gutsche), Dyneema, Filz Fulda, Freudenberg, Johns Manville, Lenzing, Norafin, Polyvlies, Pont Aurell, Tenowo oder TWE stehen für Materialien mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften, die in Hygieneartikeln, Fahrzeugen, Filtern oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen. 

Was hier zählt, ist vor allem eines: das Flächengewicht. Bereits geringe Abweichungen können darüber entscheiden, ob ein Produkt die Anforderungen erfüllt oder nicht. Mit dem Qualiscan QMS wird dieser entscheidende Parameter kontinuierlich überwacht – und bei Bedarf sofort nachjustiert. So bleibt die Qualität konstant, auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten.

Coatings unter voller Kontrolle 
Ein weiteres zentrales Thema auf der Techtextil waren Beschichtungen. Mehrlagige Materialien, komplexe Aufbauten und präzise definierte Eigenschaften machen moderne technische Textilien aus. Doch je komplexer ein Material, desto sensibler reagiert es auf Schwankungen im Prozess.
Hier geben Mahlo-Sensoren entscheidende Einblicke: Sie erkennen frühzeitig, wenn Beschichtungen zu dick oder zu dünn werden, und ermöglichen es, direkt gegenzusteuern. Fehler werden nicht erst am Ende sichtbar, sie werden gar nicht erst produziert. 
 
Feuchtigkeit und Temperatur: Unsichtbar, aber unverzichtbar
Ähnlich verhält es sich mit der Feuchte. Sie ist unsichtbar, aber entscheidend für viele Prozesse. Ob bei Nonwovens, Filzen oder in Trocknungsprozessen: eine präzise Kontrolle spart Energie, stabilisiert Abläufe und sichert die Produktqualität. IR- und Mikrowellensensoren liefern dafür die notwendigen Daten in Echtzeit.

Bei sensiblen Materialien wie Prepregs oder thermisch stabilisierten Geweben kommt die Temperaturkontrolle ins Spiel. Systeme wie Optipac und Ecopac stellen sicher, dass die Materialien exakt innerhalb der erforderlichen Temperaturfenster verarbeitet werden.

Qualität ist niemals Zufall 
Wer über die Techtextil geht, erkennt schnell: Hinter jedem Produkt steht ein komplexer Prozess, in dem zahlreiche Parameter exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Mahlo macht diese Prozesse messbar und beherrschbar – oft unscheinbar integriert, aber mit entscheidendem Einfluss auf die Qualität.

Quelle:

Mahlo GmbH & Co. KG

Texprocess 2026. Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
27.04.2026

Techtextil und Texprocess: Marktreife Lösungen für Industrien unter Druck

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Techtextil und Texprocess 2026 endeten mit einer starken Besucher- und Ausstellerbeteiligung.
Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern boten die internationalen Leitmessen Chancen für Neukundengeschäfte und neue Businesspartnerschaften. Damit zeigten die Veranstaltungen eine erneut sehr hohe Besucherzufriedenheit von 95 Prozent. Die Ausstellerzufriedenheit wuchs über beide Messen auf 86 Prozent, bei der Texprocess stieg sie auf 90 Prozent. Besonders deutlich – um 13 Prozent – wuchs die von den Ausstellern wahrgenommene Besucherqualität. Dies bestätigt Techtextil und Texprocess als wichtigste internationale Plattformen, um Innovationen erstmals auf dem Markt vorzustellen und sie mit relevanten Partnern in Anwendung zu bringen. Entsprechend ist das erwartete Nachmessegeschäft der Aussteller auf beiden Messen deutlich gewachsen. In einem herausfordernden Markt schafften Techtextil und Texprocess der globalen Branche damit einen stabilen Branchentreffpunkt. So waren Teilnehmer aus 112 Ländern auf dem Messegelände in Frankfurt vertreten. Zu den Top-Ten-Besucherländern zählten Deutschland, Italien, Frankreich, die Türkei, die Niederlande, Spanien, Belgien, Großbritannien, Polen und die Schweiz. Wachstum kam unter anderem aus Indien, Japan, Portugal, Schweden und den USA.

„Die volatilen Marktentwicklungen verändern Geschäftsmodelle nachhaltig. Konnektivität, Flexibilität und Geschwindigkeit sind in diesem Umfeld zentrale Erfolgsfaktoren. Auf der Techtextil und Texprocess treffen relevante Partner zusammen, um Ideen schnell zur Anwendung zu führen. Neue Materialien und Innovationen der Lieferkette sind entscheidende Wettbewerbsvorteile,“ sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Bei der Entwicklung neuer Lösungen spielt Kollaboration zwischen Forschung, Industrie und Anwendung eine wesentliche Rolle. Das zeigen die Techtextil und Texprocess Innovation Awards 2026. Ein Großteil der prämierten Innovationen entstand durch Partnerschaften. So entwickelte beispielsweise Samsara Eco eine enzymbasierte Recyclingtechnologie gemeinsam mit der Deakin University, The Lycra Company, Nilit und der Anwendermarke Lululemon.

Von Schutzbekleidung über Medizin- bis zu Automobillösungen – die Anwendungsbereiche textiler Innovationen sind branchenübergreifend. Neue Einsatzmöglichkeiten entstehen durch zufällige Begegnungen von Herstellern, Verarbeitern und Anwendern. „Auf der Techtextil und Texprocess zeigt sich, welche Lösungen sich auf industrieübergreifenden Märkten behaupten und Investitionen sichern. Gleichzeitig schaffen ungeplante Begegnungen mit neuen Geschäftspartnern Zugang zu neuen Märkten – und treiben Innovationen voran,“ sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, Messe Frankfurt.

Natürliche Performance-Lösungen für geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen 
Das Angebot Nature Performance zeigte auf der Techtextil Besucher*innen natürliche und biobasierte Alternativen zu Chemiefasern. Die Materialien vereinen Nachhaltigkeit mit Leistungsfähigkeit und schaffen CO₂-Einsparungen, Recyclingfähigkeit sowie eine geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Ob hitzebeständig, reißfest oder atmungsaktiv – über 110 Aussteller zeigten den zunehmenden Einsatz in industriellen Anwendungen. So präsentierte Cordenka technische Viskosefasern für den Agrarbereich, die sich kompostierbar mit Pflanzenresten entsorgen lassen. Oceansafe wiederum stellte ein Hochleistungspolymer auf Basis biobasierter und recycelter Rohstoffe vor, das für den industriellen Einsatz skaliert werden kann. 

Marktreife Hochleistungstextilien für Bekleidung
Im Segment Performance Apparel Textiles der Techtextil verdoppelte sich das Ausstellerangebot im Vergleich zur Vorveranstaltung. Steigende Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und Katastrophenschutz erhöhen die Nachfrage nach leistungsfähigen und normgerechten Textilien sowie spezialisierten Verarbeitungstechnologien. Unternehmen setzen verstärkt auf innovative Lösungen, die hohen Belastungen standhalten und gleichzeitig spezifische Schutzanforderungen erfüllen. Auf der Techtextil präsentierten Aussteller entsprechende Hochleistungsmaterialien für Outdoor, Sport, Mode sowie militärische und industrielle Sicherheitsbekleidung. Parallel zeigte die Texprocess die passenden Verarbeitungstechnologien für diese Anforderungen. Ein langlebiges und dauerhaft flammhemmendes Gewebe mit inhärentem Schutz bot Concordia. Advance Hitech Textile International stellte ein dehnbares Material für Arbeitsbekleidung mit besonderer Abriebfestigkeit, Formbeständigkeit und Farbechtheit vor. 

Vernetzte, bedarfsorientierte Systeme und effiziente Verarbeitungstechnologien
Auf der Texprocess erhielten Besucher*innen einen umfassenden Marktüberblick – die Grundlage für Investitionsentscheidungen in herausfordernden Zeiten. Dabei wurde ein klarer Trend sichtbar: Neben den Verarbeitungsmaschinen gewinnen vernetzte Lösungen entlang der Produktion an Bedeutung. Sie verbinden einzelne Prozessschritte stärker miteinander – vom Design über die Ressourcenplanung bis zur Fertigung – und ermöglichen so eine flexiblere, stärker nachfrageorientierte Produktion. „Die Zukunft der Bekleidungsproduktion liegt in vernetzten Lieferketten und ganzheitlichen Business-Modellen. Innovative Systemarchitektur und effiziente Technologien sind dabei ausschlaggebend, um flexibel auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse zu reagieren. Auf der Texprocess waren die neuesten Entwicklungen zu finden,“ sagt Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies. So präsentierte Style3D | Assyst neue KI-Lösungen für die Produktentwicklung. Sie vernetzen Design und Marketing, beschleunigen Abläufe und senken Kosten. Comelz zeigte ein Cuttingsystem, das mit künstlicher Bildverarbeitung manuelle Arbeitsschritte reduziert. Dürkopp Adler stellte eine neue Nähanlage vor, die durch smarte Schnittstellen einfache Vernetzung ermöglicht. 

Quelle:

Messe Frankfurt

© Joanna Benedetti Pirri
27.04.2026

ITA-Spin-off Solid Air (SA) Dynamics erreicht Semifinale der Rice Businessplan Competition

Das ITA-Spin-offs SA Dynamic wurde für das Semifinale beim diesjährigen Rice Business Plan Competition (RBPC) nominiert, einem der weltweit renommiertesten Startup-Wettbewerbe, ausgetragen an der Rice University in Houston, Texas.

Von 550 Bewerbungen aus aller Welt wurden lediglich 42 Teams für die Teilnahme am Wettbewerb zugelassen. SA Dynamics überzeugte dort mit seiner Technologie und seinem Geschäftsmodell und erreichte das Semifinale unter den besten 15 Teams.

Der RBPC bot SA Dynamics darüber hinaus die Möglichkeit, intensiv mit international führenden Coaches und Investoren in Kontakt zu treten. Die gewonnenen Einblicke und geknüpften Netzwerke werden die weitere Entwicklung des Unternehmens nachhaltig stärken.

„Unter die besten 15 von 550 Bewerbungen und 42 Teams beim RBPC zu kommen ist eine Bestätigung für alles, wofür wir täglich arbeiten. Wir sind unglaublich stolz auf unser Team und dankbar für jedes Gespräch, jede Herausforderung und jede neue Verbindung, die wir in Houston gemacht haben."— SA Dynamics Team

Das ITA-Spin-offs SA Dynamic wurde für das Semifinale beim diesjährigen Rice Business Plan Competition (RBPC) nominiert, einem der weltweit renommiertesten Startup-Wettbewerbe, ausgetragen an der Rice University in Houston, Texas.

Von 550 Bewerbungen aus aller Welt wurden lediglich 42 Teams für die Teilnahme am Wettbewerb zugelassen. SA Dynamics überzeugte dort mit seiner Technologie und seinem Geschäftsmodell und erreichte das Semifinale unter den besten 15 Teams.

Der RBPC bot SA Dynamics darüber hinaus die Möglichkeit, intensiv mit international führenden Coaches und Investoren in Kontakt zu treten. Die gewonnenen Einblicke und geknüpften Netzwerke werden die weitere Entwicklung des Unternehmens nachhaltig stärken.

„Unter die besten 15 von 550 Bewerbungen und 42 Teams beim RBPC zu kommen ist eine Bestätigung für alles, wofür wir täglich arbeiten. Wir sind unglaublich stolz auf unser Team und dankbar für jedes Gespräch, jede Herausforderung und jede neue Verbindung, die wir in Houston gemacht haben."— SA Dynamics Team

“Wir gratulieren SA Dynamics herzlich zu seiner außergewöhnlichen Leistung”, betont ITA-Institutsleiter Professor Dr. Thomas Gries. “Das gute Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll die hohe Qualität unserer Forschung und Lehre am ITA. Gern begleiten wir SA Dynamics weiter auf seinem Weg.”

Solid Air Dynamics entwickelt biobasierte und kreislauffähige Hochleistungsfasern für die Wärmedämmung auf Aerogel-Basis und treibt damit den Wandel hin zu leistungsstärkeren und nachhaltigeren Materialien voran und war Gewinner des Businessplan Wettbewerbs KUER.NRW 2023, des Techtextil-Innovaton Awards 2024 und zweiter Preisträger des RWTH Innovation Awards in 2026.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University

Ultra Die Foto (c) Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik
22.04.2026

Neue Generation der Reifenhäuser Ultra Die für Barrierefolien

Smurfit Westrock, führender Anbieter nachhaltiger Verpackungslösungen, hat am 15. April in Zusammenarbeit mit dem Extrusionsmaschinenhersteller Reifenhäuser Blown Film zu einem „Barrier Day Open House“ in sein Werk in Ibi (Alicante), Spanien eingeladen. Eine große internationale Gruppe von Kunden und Branchenexperten versammelte sich, um die neueste Generation der Reifenhäuser „EVO Ultra Die“ Blasköpfe erstmals im Live- Betrieb bei einem Kunden zu erleben. 

Das Highlight war die Produktionsleistung von über 1.000 kg/h für Barriereanwendungen, die Folien mit herausragenden Eigenschaften liefert, darunter eine Profilqualität von besser als ±3 % 2σ bei einer Dicke von 70 μm. Um die hervorragende Toleranz der Folie auch bei extremen Durchsatzraten zu gewährleisten, kombiniert die Anlage die neuen EVO Ultra Die Blasköpfe mit einer perfekt abgestimmten Kombination aus der inneren Blasenkühlung EVO Cool und der marktführenden Kdesign- Kühlringtechnologie. Darüber hinaus setzt Smurfit das bewährte Reifenhäuser Ultra Flat System ein, das eine perfekt ebene Folie für die einfache Weiterverarbeitung gewährleistet. 

Smurfit Westrock, führender Anbieter nachhaltiger Verpackungslösungen, hat am 15. April in Zusammenarbeit mit dem Extrusionsmaschinenhersteller Reifenhäuser Blown Film zu einem „Barrier Day Open House“ in sein Werk in Ibi (Alicante), Spanien eingeladen. Eine große internationale Gruppe von Kunden und Branchenexperten versammelte sich, um die neueste Generation der Reifenhäuser „EVO Ultra Die“ Blasköpfe erstmals im Live- Betrieb bei einem Kunden zu erleben. 

Das Highlight war die Produktionsleistung von über 1.000 kg/h für Barriereanwendungen, die Folien mit herausragenden Eigenschaften liefert, darunter eine Profilqualität von besser als ±3 % 2σ bei einer Dicke von 70 μm. Um die hervorragende Toleranz der Folie auch bei extremen Durchsatzraten zu gewährleisten, kombiniert die Anlage die neuen EVO Ultra Die Blasköpfe mit einer perfekt abgestimmten Kombination aus der inneren Blasenkühlung EVO Cool und der marktführenden Kdesign- Kühlringtechnologie. Darüber hinaus setzt Smurfit das bewährte Reifenhäuser Ultra Flat System ein, das eine perfekt ebene Folie für die einfache Weiterverarbeitung gewährleistet. 

„Die Ergebnisse der neuen EVO 7-Schicht-Blasfolienanlage mit der EVO Ultra Die 7 haben unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Pascual Martínez Pérez, Generaldirektor von Smurfit Westrock Spanien. „Kein anderer Anbieter erreicht die erzielten Nennleistungen.“

Mit der neuen Anlage betreibt Smurfit Westrock nun insgesamt drei Reifenhäuser-Blasfolienanlagen an diesem Standort und erweitert damit seine Kapazität weiter. Gleichzeitig setzt die neue Generation von Blasköpfen neue Maßstäbe in Sachen Produktivität, ohne dabei Kompromisse bei Qualität oder Stabilität einzugehen. 

Bernd Reifenhäuser, CEO der Reifenhäuser-Gruppe, fügt hinzu: „Der wahre Wettbewerbsvorteil besteht aus mehr als nur Technologie. Es ist das, was wir gemeinsam in sieben Jahren aufgebaut haben – Vertrauen, Partnerschaft und messbare Ergebnisse. Jeder wichtige Schritt, den wir in dieser Partnerschaft unternommen haben, begann mit einer Frage: Was schafft den größten Mehrwert für Smurfit Westrock? Die heutige Demonstration ist ein perfektes Beispiel dafür.“ 

Auf der neuen Blasfolienanlage, die Anfang 2026 die Produktion aufgenommen hat, produziert Smurfit Westrock siebenschichtige Folien mit Barriereeigenschaften, die unter anderem für sogenannte Bag-in-Box- Verpackungen eingesetzt werden. Diese Art von Verpackung besteht aus einem stabilen Karton, in dem sich ein mit Flüssigkeit gefüllter Kunststoffschlauch befindet. Ein Ausgießer ermöglicht das Entnehmen des Getränks und verhindert das Eindringen von Sauerstoff – genau wie die 100- prozentige Sauerstoffbarriere der Kunststofffolie. 

Neben maximaler Leistung und erstklassiger Folienqualität bietet die neue Produktionslinie zudem ein hohes Maß an Flexibilität. Bei Bedarf kann die Produktion schnell von Siebenschichtfolie auf Fünf- oder Dreischichtfolie umgestellt werden. Trotz der großen Geometrie und des hohen Volumens des Blaskopfes sind dank seiner besonders wartungsfreundlichen Konstruktion schnelle Umrüstzeiten gewährleistet. 

Die Live-Demonstration wurde von einer Reihe von Fachvorträgen zur Herstellung von Barrierefolien und Verpackungen begleitet. 

Quelle:

Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik

Eröffnungspressekonferenz Techtextil und Texprocess Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
22.04.2026

Techtextil & Texprocess 2026: Performance Apparel Textiles im Fokus der Eröffnung

Mit 1.700 Ausstellern aus 54 Ländern zeigen Techtextil und Texprocess 2026 die gesamte Innovationstiefe der internationalen Textilindustrie – von neuen Materialien über Recyclingtechnologien und Veredelungslösungen bis hin zu leistungsfähigen Textilherstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Wo die Innovationskraft besonders hoch ist, macht das Schwerpunktthema der Eröffnungspressekonferenz deutlich: Performance Apparel Textiles.

Mit 1.700 Ausstellern aus 54 Ländern zeigen Techtextil und Texprocess 2026 die gesamte Innovationstiefe der internationalen Textilindustrie – von neuen Materialien über Recyclingtechnologien und Veredelungslösungen bis hin zu leistungsfähigen Textilherstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Wo die Innovationskraft besonders hoch ist, macht das Schwerpunktthema der Eröffnungspressekonferenz deutlich: Performance Apparel Textiles.

Die Techtextil versammelt 1.500 Aussteller aus 52 Ländern. Zu den Highlights zählen das erstmals eigenständig gebündelte Segment Textile Chemicals & Dyes sowie das mit der Kennzeichnung Nature Performance versehene Angebot von über 110 Ausstellern, die natur- und biobasierte Fasern und Garne präsentieren. Darüber hinaus umfasst Performance Apparel Textiles im Vergleich zur Vorveranstaltung ein doppelt so großes Ausstellerangebot. Die Texprocess zeigt mit 200 Ausstellern aus 28 Ländern den neusten Entwicklungsstand der textilen Verarbeitung – von Design bis zum Finishing, geprägt von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Ein Highlight: das Start-up Stars Areal, wo aufstrebende Newcomer direkt auf Partner aus Industrie und Forschung treffen. 
 
Techtextil und Texprocess gehören zu den innovationsstärksten Messen weltweit. Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt: „Eine gute Idee, die im Labor bleibt, verändert nichts. Eine Technologie, die nicht skaliert, löst kein Problem. Der eigentliche Hebel ist die Fähigkeit, Innovationen in marktfähige Lösungen zu überführen – von der Faser zur Anwendung, vom Prototyp zum Produkt. Genau dafür stehen Techtextil und Texprocess."
 
Performance Apparel Textiles: Hohe Nachfrage, steigende Anforderungen
Ob im Sport, in Outdoor-, Mode- und Workwear-Anwendungen oder in sicherheitsrelevanten Einsatzfeldern – der Bedarf an hochfunktionalen Textillösungen ist hoch. Steigende Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und Katastrophenschutz erhöhen die Nachfrage nach belastbaren, normgerechten und technologisch anspruchsvollen Produkten – und treiben Innovationen in der Branche voran. 

Die kuratierte Sonderschau „Performance Apparels on Stage" in Halle 9.0 steht exemplarisch für textile Antworten auf diese Anforderungen. Eine unabhängige Fachjury hat Exponate ausgewählt, die unter realen Einsatzbedingungen bestehen – von flammhemmender Schutzbekleidung über UV- und Thermoregulationslösungen bis zu integrierten Technologien. Judith Bosch, Senior Manager Smart and Technical Textiles bei ETP und Jurymitglied der Sonderschau: „Die Anforderungen sind deutlich komplexer geworden. Performance-Textilien müssen heute mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen – Schutz, Komfort, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Das gelingt nur durch die enge Verzahnung von Materialinnovation und Verarbeitungstechnologie." 

Dies führt zu unterschiedlichen Anforderungen – etwa bei normgeprüfter Schutzkleidung mit hitzebeständigen Garnen und verstärkten Nähten im Vergleich zu modischen Produkten. Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies, erläutert: „Erst durch präzise, modernste Verarbeitungstechnologien – angepasst an die jeweiligen Einsatzbereiche – werden innovative Materialien zu leistungsfähigen, normgerechten und serienreifen Bekleidungslösungen.“ 

Drei Beispiele aus der Eröffnungspressekonferenz zeigen die Bandbreite:

  • Molotov Cocktail Protective Suit (Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.): Entwickelt für Spezialeinheiten im Langzeiteinsatz von bis zu zehn Stunden und mehr: Der Anzug schützt zuverlässig vor Brandangriffen und bleibt dabei leicht und atmungsaktiv. Grundlage sind eine optimierte Fasermischung, eine präzise Garn- und Gewebekonstruktion sowie ein innovatives Webverfahren.
  • Warp Knitted UV Protection Jacket (KARL MAYER Textilmaschinen GmbH): UV-Schutz 50+ – ganz ohne chemische Ausrüstung. Die Schutzwirkung entsteht allein durch die dichte Kettenwirkstruktur. Bei gleichem Gewicht ist das Material atmungsaktiver als vergleichbare Rundstrickware und überzeugt durch hohen Tragekomfort: leicht, kühlend, weich und formstabil – und erfüllt dabei gleichzeitig moderne Designansprüche.
  • Royotec Timeless: GRS Multi-Norm PPE Fabrics (Tejidos Royo): Multirisiko-Gewebe für CE-zertifizierte PSA mit inhärenter Flammhemmung und 25 Prozent Recyclinganteil. Die Schutzwirkung bleibt auch nach 100 Industriewäschen erhalten – bei gleichzeitiger Elastizität und deutlich längerer Lebensdauer.

 
Mehrmals täglich vom 21. bis 24. April bringen Live-Demonstrationen bei „Performance Apparels on Stage" die Exponate auf die Bühne.

Quelle:

Messe Frankfurt

COBRA® Filter Foto: (c) BB Engineering GmbH
COBRA® Filter
22.04.2026

Plastics Recycling Show Europe 2026: Effizientes Recycling von textilem PET

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Von Bottle-to-Bottle bis 100 % Fiber-to-Fiber: Dank des modularen Konzepts lässt sich VacuFil® exakt an individuelle Anforderungen anpassen. Unterschiedlichste PET-Ausgangsmaterialien wie Flakes, Textilabfälle, Faserabfälle oder Anfahrklumpen werden zuverlässig verarbeitet, während die IV gezielt an das gewünschte Endprodukt angepasst wird.

Im Zentrum steht die patentierte Schlüsselkomponente Visco+. Durch Liquid-State-Polycondensation entfernt sie flüchtige Konta-minationen verlässlich und liefert eine außergewöhnlich homoge-ne Schmelze von ±0,01 dl/g – und das bis zu 50 % schneller als vergleichbare LSP-Systeme. Je nach Durchsatz lässt sich dabei ein Viskositätsaufbau von bis zu 30 % erzielen.

Die kontinuierliche Prozessüberwachung durch ein Online-Viskosimeter gewährleistet einen stabilen und reproduzierbaren Output. Dabei hat VacuFil® eine Kapazität von 150 bis 4.000 kg/h. 

COBRA® setzt Maßstäbe in der Schmelzefiltration
Mit der Entwicklung des neuesten Schmelzefilters COBRA® will BB Engineering selbst hohen Verschmutzungsgraden zuverlässig begegnen, Filterwechsel und Reinigung vereinfachen und gleich-zeitig die Betriebskosten senken. 

Das Ergebnis ist ein leistungsstarkes System, das kontinuierliche Großflächenfiltration mit einer automatisierten, chemiefreien Zwi-schenreinigung vereint. Zwei Filtereinsätze mit automatischer Um-schaltung gewährleisten einen stabilen, sicheren und unterbre-chungsfreien Betrieb — auch bei hohen Verschmutzungsgraden, bei denen herkömmliche Kerzenfilter oder Siebwechsler an ihre Grenzen stoßen.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der integrierten Reinigung: Sie verlängert die Standzeiten der Filtermedien deutlich und reduziert gleichzeitig Bedienaufwand, Schmelzeverluste und Energiebedarf ohne Chemikalieneinsatz. Das steigert die Prozesssicherheit und senkt die Betriebskosten.

COBRA® eignet sich sowohl für die Grob- als auch für die Feinfilt-ration. Neben dem Einsatz im PET-Recycling bietet das System auch in weiteren Anwendungen, etwa in der Kunststoffspinnerei, Potenzial zur Effizienzsteigerung und kann dort ohne Schwierig-keiten nachgerüstet werden.

Quelle:

BB Engineering GmbH

(c) Ibena
20.04.2026

IBENA: Historische Stile neu interpretiert - Vier Jahrzehnte, vier Designs

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Typisch für diese Zeit ist die bewusste Rückbesinnung auf frühere Stilepochen. Gestaltung wird detailreicher, kunstvoller und stärker von historischen Vorbildern geprägt. Die Decke greift diese Entwicklung auf und übersetzt sie in ein Dessin, das zugleich strukturiert und dekorativ wirkt.

1866 – Neo-Renaissance und das Streben nach Harmonie
Das Jahrzehnt darauf steht im Zeichen der Neo-Renaissance. Das Dessin von 1866 zeigt eine ausgewogene, symmetrische Ornamentik mit floralen Elementen, die sich in einem tiefen Bordeauxrot entfaltet. Die Gestaltung wirkt klarer, ruhiger und stärker geordnet als noch zuvor.

Diese Formensprache spiegelt das gestalterische Ideal der Zeit wider: Harmonie, Proportion und ein ausgewogenes Gesamtbild. Dekorative Elemente werden gezielter eingesetzt und in eine strukturierte Gestaltung eingebunden, die Eleganz und Beständigkeit ausstrahlt.

1876 – Gründerzeit und dekorative Fülle
Mit der Gründerzeit verändert sich auch die Wirkung von Wohntextilien. Die Decke von 1876 zeigt üppige, dicht gearbeitete Ornamente in gedeckten Grüntönen, die dem Design eine kraftvolle Präsenz verleihen.

Diese opulentere Gestaltung steht für den wirtschaftlichen Aufschwung der Zeit und das wachsende Bedürfnis, Wohlstand auch im Wohnraum sichtbar zu machen. Muster werden größer, reicher und ausdrucksstärker – ein klares Zeichen für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums.

1886 – Neobarock zwischen Opulenz und Leichtigkeit
Das Design von 1886 greift die schwungvolle Ornamentik des Neobarock auf und kombiniert sie mit einer helleren, neutraleren Farbpalette in Grau- und Ecru-Tönen. Trotz der detailreichen Gestaltung wirkt die Decke dadurch ausgewogen und zeitlos.

Charakteristisch für diese Phase ist die Verbindung aus dekorativer Fülle und stilistischer Vielfalt. Historische Einflüsse werden freier interpretiert und mit einem moderneren Farbempfinden kombiniert. So entsteht ein Dessin, das reich verziert ist, ohne überladen zu wirken.

Zwischen Vergangenheit und Fortschritt
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist geprägt von Dynamik und Gegensätzen: Industrialisierung und Tradition, Fortschritt und Rückblick, Opulenz und Ordnung existieren nebeneinander. Genau diese Spannungsfelder spiegeln sich auch in der Gestaltung der Zeit wider.

Mit dem zweiten Teil der Jubiläumskollektion macht IBENA diese Entwicklung erlebbar. Die vier Decken zeigen, wie sich Wohnkultur im Laufe weniger Jahrzehnte verändert – und wie eng Design mit den gesellschaftlichen Strömungen seiner Zeit verbunden ist.

Weitere Informationen:
IBENA Wohndecken Jubiläum Kollektion
Quelle:

Ibena

Patricia Urquiola, Valentina Ciuffi, Joseph Grima and Olaf Schmidt at Villa Pestarini. Foto: Messe Frankfurt / Andrea Kasap
20.04.2026

Heimtextil feiert Milan Design Week und würdigt Partner

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

„Es ist immer bereichernd, den Dialog mit der Heimtextil in Mailand fortzusetzen – einem Ort, an dem unterschiedliche Energien aufeinandertreffen. Diese Zusammenarbeit weiterzuführen bedeutet, eine gemeinsame Forschungsrichtung weiterzuverfolgen, bei der Textilien nicht als bloße Oberflächen betrachtet werden, sondern als lebendige Systeme: Strukturen, Schnittstellen und Experimentierfelder, die sich ständig weiterentwickeln“, sagt Patricia Urquiola. Ihre Installationen stellten Textilien als transformative und intelligente Materialien in den Mittelpunkt – im Zusammenspiel von Handwerk, Technologie, Textur, Nachhaltigkeit und Struktur.

Zur vergangenen Ausgabe der Heimtextil im Januar 2026 zeigte Patricia Urquiola, welche Materialien, Designs und Technologien das Interior Design der Zukunft prägen. Die immersive Designwelt „among-all“ bezog Besucher*innen aktiv in die Gestaltung des Raums ein. Ihre Bewegungen wurden durch KI-Tools Teil der Inszenierung. Patricia Urquiola zeigte dabei, wie Textilien Räume, Gesten und Interaktion prägen.

Quelle:

Messe Frankfurt

(c) Italian Trade Agency
20.04.2026

Hannover Messe: Deutsch-italienischer Handel legt wieder zu

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Italien erreichte im Jahr 2025 rund 158 Milliarden Euro und bestätigt die Erholung der Wirtschaftsbeziehungen. Auf der Hannover Messe präsentiert die Italian Trade Agency gemeinsam mit 13 KMU innovative Lösungen für die industrielle Fertigung, von klassischen Zuliefertechnologien bis zu KI- und XR-Anwendungen.

Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 157,8 Milliarden € hat die deutsch-italienische Wirtschaftspartnerschaft laut dem italienischen Statistikamt ISTAT im Jahr 2025 an Stärke gewonnen und sich nach rückläufigen Entwicklungen im Vorjahr erholt. Die italienischen Exporte wuchsen auf 72,2 Milliarden € (+2,4 %), während die Importe leicht auf 85,6 Milliarden € (+2,9 %) stiegen.

„Deutschland ist und bleibt der wichtigste Handelspartner Italiens, gefolgt von Frankreich und den USA. Gleichzeitig festigt Italien seine Position unter den bedeutendsten Wirtschaftspartnern Deutschlands auf Position sechs. Diese enge und gewachsene Partnerschaft ist ein zentraler Treiber für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa“, erklärt Ferdinando Fiore, Leiter des ITA-Büros in Berlin.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Italien erreichte im Jahr 2025 rund 158 Milliarden Euro und bestätigt die Erholung der Wirtschaftsbeziehungen. Auf der Hannover Messe präsentiert die Italian Trade Agency gemeinsam mit 13 KMU innovative Lösungen für die industrielle Fertigung, von klassischen Zuliefertechnologien bis zu KI- und XR-Anwendungen.

Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 157,8 Milliarden € hat die deutsch-italienische Wirtschaftspartnerschaft laut dem italienischen Statistikamt ISTAT im Jahr 2025 an Stärke gewonnen und sich nach rückläufigen Entwicklungen im Vorjahr erholt. Die italienischen Exporte wuchsen auf 72,2 Milliarden € (+2,4 %), während die Importe leicht auf 85,6 Milliarden € (+2,9 %) stiegen.

„Deutschland ist und bleibt der wichtigste Handelspartner Italiens, gefolgt von Frankreich und den USA. Gleichzeitig festigt Italien seine Position unter den bedeutendsten Wirtschaftspartnern Deutschlands auf Position sechs. Diese enge und gewachsene Partnerschaft ist ein zentraler Treiber für Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa“, erklärt Ferdinando Fiore, Leiter des ITA-Büros in Berlin.

Die Stärke der italienischen fertigenden Industrie basiert laut dem führenden italienischen Industrie- und Arbeitgeberverband Confindustria auf ihrer besonderen Struktur: Kleine und mittlere Unternehmen prägen das industrielle Gefüge und stehen für Spezialisierung, Flexibilität und Innovationskraft. Ergänzt wird diese Basis durch hochproduktive größere Unternehmen. Diese Kombination sichert Italiens Wettbewerbsfähigkeit insbesondere in Hightech-Bereichen wie Automatisierung, industrieller Zulieferung und digitalen Technologien.

Vom 20. bis 24. April findet die Hannover Messe, die weltweit führende Fachmesse für industrielle Technologien, statt. Unter dem Leitthema „think tech together“ präsentiert sie ein umfassendes Themenspektrum entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Die Italian Trade Agency (ITA) ist mit einem Gemeinschaftsstand vertreten und stellt dort 13 italienische Unternehmen aus dem Bereich der industriellen Zulieferung vor.

Die ausstellenden Unternehmen präsentieren die Vielfalt und Innovationskraft der italienischen Industrie und decken ein breites Spektrum zentraler Schlüsselbereiche ab. Dazu zählen unter anderem Mechanik, Hydraulik, industrielle Filtration, Präzisionsmetallverarbeitung, Elektronik sowie Raumfahrttechnologien. Ergänzt wird das Portfolio durch innovative Lösungen im Bereich digitaler Industrieplattformen, Extended Reality und Künstliche Intelligenz und durch Komponenten für den Maschinenbau und vielfältige industrielle Anwendungen.

Die Hannover Messe ist die zweite strategische Veranstaltung in Deutschland, die vom italienischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI) im Rahmen der Kommunikationskampagne „OpportunItaly“ ausgewählt wurde. Das vom Außenministerium initiierte und von ITA umgesetzte Programm zur Wirtschaftsförderung zielt darauf ab, das „Made in Italy“ auf internationalen Märkten zu stärken. Dazu werden Einkäufer, Distributoren und ausländische Unternehmer mit italienischem Know-how und herausragender Qualität vernetzt.

Im Rahmen der Messe wird innerhalb des institutionellen ITA-Standes ein individuell gestalteter Bereich eingerichtet, der von zwei Mitarbeitenden betreut wird. Dort werden sowohl die digitale Matchmaking-Plattform als auch der Buyers’ Club präsentiert. Letzterer ist ein exklusiver Bereich für internationale Fachbesucher und bietet Zugang zu besonderen Inhalten, maßgeschneiderter Unterstützung sowie die Möglichkeit, an Handelsmissionen nach Italien teilzunehmen.

In Zusammenarbeit mit der Italienischen Handelskammer für Deutschland (ITKAM) findet zudem der „GERMAN-ITALIAN INNOVATION TALK“ statt, der sich der bilateralen Zusammenarbeit für eine nachhaltige Wirtschaft widmet. Ehrengast ist der italienische Generalkonsul in Hannover, Piero Vaira. Die Veranstaltung ist für den 21. April um 17:00 Uhr auf der zentralen Bühne des Hydrogen + Fuel Cells Europe Public Forum in Halle 11 geplant. Auf dem Programm stehen kurze Impulse aus der Wirtschaft, eine Paneldiskussion mit Unternehmen aus Italien und Deutschland sowie Pitches ausgewählter Firmen.

Quelle:

Italian Trade Agency 

Presto MAX PLUS (c) Kornit Digital Ltd.
20.04.2026

Kornit Digital: Digital Production for Footwear and Technical Textiles with Presto MAX PLUS

Kornit Digital, a global pioneer in sustainable, on-demand digital fashion and textile production, today unveiled the Kornit Presto MAX PLUS, a new roll-to-roll system expanding digital manufacturing into footwear, automotive interiors, military camouflage, high-performance sportswear, and high-end furnishings. Debuting at Texprocess 2026 in Frankfurt, Presto MAX PLUS enables entirely new applications for on-demand textile production.  
 
The fully digital, single-step system, based on the proven Presto MAX solution, requires minimal setup, eliminates Minimum Order Quantities, supports the industry's widest array of fabrics, and offers water-free printing with no pre- or post-washing, reducing waste, energy consumption, and environmental impact. At its core, Kornit MAX technology ensures retail print quality and superior hand feel. 
 
Industry-First Innovation 

Kornit Digital, a global pioneer in sustainable, on-demand digital fashion and textile production, today unveiled the Kornit Presto MAX PLUS, a new roll-to-roll system expanding digital manufacturing into footwear, automotive interiors, military camouflage, high-performance sportswear, and high-end furnishings. Debuting at Texprocess 2026 in Frankfurt, Presto MAX PLUS enables entirely new applications for on-demand textile production.  
 
The fully digital, single-step system, based on the proven Presto MAX solution, requires minimal setup, eliminates Minimum Order Quantities, supports the industry's widest array of fabrics, and offers water-free printing with no pre- or post-washing, reducing waste, energy consumption, and environmental impact. At its core, Kornit MAX technology ensures retail print quality and superior hand feel. 
 
Industry-First Innovation 
Presto MAX PLUS introduces DuraTech™, a durability enhancer delivering consistent resistance to wear, flex, and abrasion, enabling digital production for demanding applications such as footwear uppers, technical apparel, automotive interiors, and performance textiles. Its patentpending Precise Overprint technology intelligently adapts to material variability, ensuring accurate image placement on complex, pre-knitted, and dimensionally unstable substrates.  
 
These capabilities are already field proven with footwear manufacturers. Using breakthrough process and technology, Presto MAX PLUS enables digital application of proprietary functional inks to deliver customizable performance characteristics such as abrasion resistance, compression and protection, and technical applications.  
 
“Digital production is entering a new phase of industrial adoption, expanding into highperformance categories that require durability, precision and consistency at scale,” said Ronen Samuel, CEO of Kornit Digital. “Presto MAX PLUS extends the boundaries of what digital manufacturing can achieve, enabling brands and manufacturers to unlock new applications, operate with greater agility, and accelerate the shift toward a more sustainable production model.” 
 
The system also features white ink printing on dyed fabrics, extended color gamuts with Red/Green or Neon inks, and Kornit's XDi Technology for unique 3-D effects. Quality automation via QualiSet ensures hands-off calibration and consistent, repeatable results across batches, systems, and distributed production sites. 
 
Customers currently operating Presto MAX systems will be able to upgrade to Presto MAX PLUS capabilities, enabling access to new applications while protecting and extending the value of their existing investment. 

Quelle:

Kornit Digital Ltd.

20.04.2026

Nach der Landtagswahl in BW: Kein „Weiter so“

Südwesttextil begrüßt die Sondierungsergebnisse, fordert aber stärkere Berücksichtigung von Schlüsselindustrien und mittelständischer Wertschöpfung. 

Rund fünf Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die CDU Baden-Württemberg ihre Sonderungsgespräche beendet. Mit dem Ergebnispapier „Aus Verantwortung fürs Land – gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ einigen sich die beiden Parteien auf eine Basis für ihre Zusammenarbeit sowie 48 inhaltliche Punkte.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt die Bewertung des Verbands: „Nach einem intensiven Wahlkampf haben GRÜNE und CDU in den letzten Wochen das Fundament für ihre Koalition neu gelegt. Diese Vorbereitung entspricht unserer Forderung, in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten nicht einfach auf ein „Weiter so“ zu setzen. Die Priorisierung von Industrie und Arbeitsplätzen, konkret die Entlastung von Bürokratie, die Beschleunigung von Prozessen und die Stärkung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg, begrüßen wir ausdrücklich.“

Südwesttextil begrüßt die Sondierungsergebnisse, fordert aber stärkere Berücksichtigung von Schlüsselindustrien und mittelständischer Wertschöpfung. 

Rund fünf Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die CDU Baden-Württemberg ihre Sonderungsgespräche beendet. Mit dem Ergebnispapier „Aus Verantwortung fürs Land – gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ einigen sich die beiden Parteien auf eine Basis für ihre Zusammenarbeit sowie 48 inhaltliche Punkte.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt die Bewertung des Verbands: „Nach einem intensiven Wahlkampf haben GRÜNE und CDU in den letzten Wochen das Fundament für ihre Koalition neu gelegt. Diese Vorbereitung entspricht unserer Forderung, in wirtschaftlich sehr herausfordernden Zeiten nicht einfach auf ein „Weiter so“ zu setzen. Die Priorisierung von Industrie und Arbeitsplätzen, konkret die Entlastung von Bürokratie, die Beschleunigung von Prozessen und die Stärkung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg, begrüßen wir ausdrücklich.“

Südwesttextil hat in einem eigenen Forderungspapier unter dem Motto „Struktur zeigen – für einen Standort, der zusammenhält“ fünf zentrale landespolitische Handlungsfelder definiert. Wesentliche Forderungen des Verbands finden sich nun auch in den Ergebnissen wieder, darunter eine bezahlbare, sichere Energieversorgung, der Abbau von Berichts- und Dokumentationspflichten bis 2027, die flächendeckende Investition in digitale Infrastruktur sowie die Stärkung der Landesagentur für die Zuwanderung von Fachkräften.

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband befürwortet ebenfalls die Ausrichtung auf Zukunftsthemen und Technologieführerschaft – fordert allerdings, auch bestehende Branchen zu stärken und ihre Rolle nicht zu vernachlässigen. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Baden-Württemberg ist eine Schlüsselindustrie – sie trägt zu entscheidenden Innovationen in Bereichen wie Mobilität, Umwelt, Bauen, Medizin und Verteidigung und damit ebenfalls zum Wohlstand bei. Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen ist die Weiterentwicklung der Strategie zur Sicherung der industriellen Wertschöpfung über die bekannten Punkte hinaus erforderlich. Dabei müssen insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen adressiert werden.“ Zu den industriepolitischen Forderungen des Verbands zählen die Anpassung des Vergaberechts, der Schutz des Binnenmarkts vor Billigimporten asiatischer E-Commerce-Plattformen sowie der Einsatz der Landesregierung für Regulierungen mit Augenmaß, z.B. im Bereich der europäischen Chemikalienpolitik.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil 

Neues Format für Italien: Val:ue Milan–kuratierter Boutique-Business-Hub für hochwertige Bekleidungstextilien Grafik Messe Frankfurt
19.04.2026

Neues Format für Italien: Val:ue Milan – kuratierter Boutique-Business-Hub für hochwertige Bekleidungstextilien

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Ankündigung der Val:ue Milan weiter aus. Val:ue Milan geht über das traditionelle Messemodell hinaus und präsentiert sich als prestigeträchtiger Business-Hub im Boutique-Stil, der sich ausschließlich ausgewählten Stoffen und Accessoires für die Bekleidungsindustrie widmet. 

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Ankündigung der Val:ue Milan weiter aus. Val:ue Milan geht über das traditionelle Messemodell hinaus und präsentiert sich als prestigeträchtiger Business-Hub im Boutique-Stil, der sich ausschließlich ausgewählten Stoffen und Accessoires für die Bekleidungsindustrie widmet. 

Die Veranstaltung findet vom 3. bis 5. Februar 2027 in der Mall von Porta Nuova statt und bricht mit konventionellen Formaten durch ein streng kuratiertes Umfeld, das auf strategisches Networking ausgelegt ist. Durch die Überbrückung der Kluft zwischen internationalen High-End-Herstellern und Einkäufer*innen des Top-Segments stärkt Val:ue Milan das globale Portfolio der Gruppe mit einem einzigartigen, wirkungsvollen Konzept, das auf einem raffinierten und sorgfältig ausgewählten Angebot basiert. 
 
Mit der Einführung der Val:ue Milan schafft die Messe Frankfurt einen hochspezialisierten Treffpunkt für ausgewählte Hersteller*innen, Marken und Branchenfachleute aus dem Spitzensegment der Textilbranche, angesiedelt in einer der einflussreichsten Modehauptstädte der Welt. Mailand gilt als strategischer Knotenpunkt für Design, Innovation und herausragende Fertigungsqualität – ein einzigartiges Ökosystem, das ideale Voraussetzungen für den Austausch, Kreativität und neue Geschäftsmöglichkeiten innerhalb der internationalen hochwertigen Textilbranche bietet.
 
Lösungen und Produkte im Herzen der italienischen Modewelt
Val:ue Milan präsentiert sich als exklusives Projekt mit gehobenem Anspruch, dessen Schwerpunkt auf der Exzellenz von Stoffen, Accessoires und innovativen Textillösungen liegt. In diesem Rahmen treffen die renommiertesten internationalen Hersteller*innen auf Einkäufer*innen, Designer*innen und Produktmanager*innen, um das Streben nach Qualität, Kreativität und technologischer Zuverlässigkeit in hochkarätige Partnerschaften zu verwandeln.
 
„Mailand ist das Zentrum, an dem modische Exzellenz auf industrielle Kompetenz und große internationale Marken trifft“, sagt Donald Wich, Geschäftsführer von Messe Frankfurt Italien. „Mit Val:ue Milan schaffen wir ein Projekt, das diese Stärken vereint und ihnen gleichzeitig eine internationale Dimension eröffnet – eine Plattform, die ausgewählte Lieferanten aus den weltweit führenden Beschaffungsregionen mit dem europäischen Markt verbindet. Ziel ist es, in Mailand einen unverwechselbaren Knotenpunkt für die Beschaffung im High-End-Bereich zu etablieren, der durch eine unverwechselbare Identität und ein Profil der Exzellenz bestehende Branchenakteure ansprechen kann.“
 
„Mit der Einführung der Val:ue Milan bauen wir die Reichweite unseres globalen Texpertise Network strategisch aus“, erklärt Detlef Braun, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt. „Mailand bietet eine einzigartige Bühne, auf der eine tief verwurzelte Designkultur auf internationales Prestige trifft, was die Stadt zum idealen Schauplatz für dieses neue Format macht. Dieser Business-Hub im Boutique-Stil setzt neue Maßstäbe in unserem Portfolio und spiegelt unsere langfristige Vision wider, unsere Präsenz in wichtigen Modehauptstädten durch einen hochgradig differenzierten Ansatz zu stärken und anspruchsvolle, strategische Lösungen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette anzubieten.“

Quelle:

Messe Frankfurt

Yarn Feeders Photo Mayer & Cie. Global
17.04.2026

Mayer & Cie. Global nimmt Geschäftsbetrieb auf

Die Zukunft der Marke Mayer & Cie. ist gesichert: Mit dem erfolgreichen Vollzug des erst im Februar dieses Jahres abgeschlossenen Kaufvertrags über Vermögensgegenstände im Rundstrickmaschinenbau des deutschen Traditionsunternehmens Mayer & Cie. kann die Marke fortbestehen. Der Erwerb der Vermögensgegenstände durch den neuen Eigentümer Xu Hongjie ist heute formal erfolgt. Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs am Standort Albstadt.  

In der Übergangsphase zwischen Signing – der Unterzeichnung der Verträge im Februar – und dem heutigen Closing hat der neue Eigentümer gemeinsam mit seinem Team intensiv an einem Konzept für den Neustart gearbeitet. Ziel ist es, die Traditionsmarke neu auszurichten und konsequent an den Anforderungen der Kunden zu orientieren. Mayer & Cie. soll künftig schneller, leistungsfähiger und noch stärker lösungsorientiert agieren. 

Erfolgreiches Closing ebnet Weg für die Zukunft von Mayer & Cie. 
Das vollzogene Closing markiert den finalen Meilenstein in der Übertragung von Vermögenswerten aus dem Rundstrickbereich von Mayer & Cie. an Xu Hongjie.  

Die Zukunft der Marke Mayer & Cie. ist gesichert: Mit dem erfolgreichen Vollzug des erst im Februar dieses Jahres abgeschlossenen Kaufvertrags über Vermögensgegenstände im Rundstrickmaschinenbau des deutschen Traditionsunternehmens Mayer & Cie. kann die Marke fortbestehen. Der Erwerb der Vermögensgegenstände durch den neuen Eigentümer Xu Hongjie ist heute formal erfolgt. Damit ist der Weg frei für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs am Standort Albstadt.  

In der Übergangsphase zwischen Signing – der Unterzeichnung der Verträge im Februar – und dem heutigen Closing hat der neue Eigentümer gemeinsam mit seinem Team intensiv an einem Konzept für den Neustart gearbeitet. Ziel ist es, die Traditionsmarke neu auszurichten und konsequent an den Anforderungen der Kunden zu orientieren. Mayer & Cie. soll künftig schneller, leistungsfähiger und noch stärker lösungsorientiert agieren. 

Erfolgreiches Closing ebnet Weg für die Zukunft von Mayer & Cie. 
Das vollzogene Closing markiert den finalen Meilenstein in der Übertragung von Vermögenswerten aus dem Rundstrickbereich von Mayer & Cie. an Xu Hongjie.  

Sämtliche Verhandlungen, Sorgfaltsprüfungen und rechtliche Vereinbarungen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Auch die erforderlichen Zustimmungen aller relevanten Behörden liegen vor. 

Dazu zählen insbesondere die Freigaben der zuständigen chinesischen Behörden für Auslandsinvestitionen sowie die Unbedenklichkeitsbescheinigung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

„Wir freuen uns, dass das Verfahren nun zu einem guten Abschluss gekommen ist“, sagt Xu Hongjie im Namen seiner Familie. „Wir sind überzeugt vom unvergleichlichen Wert der Marke, der Qualität der Maschinen und tief beeindruckt von der technischen Kompetenz des neuen Teams.“ Es mache ihn sehr stolz, nun selbst Teil dieses Teams zu sein, so der junge Unternehmer.  

Mit Abschluss des Verfahrens kann das Unternehmen seine volle Geschäftstätigkeit aufnehmen.  

Konzept für den Neustart 
Die Zielsetzung für den Neustart ist klar umrissen: Es gilt, schnellstmöglich die Profitabilität herzustellen und das Unternehmen mittelfristig an die Spitze des globalen Textilmaschinenmarktes zu führen.  

In den rund zwei Monaten zwischen Signing und Closing hat der neue Eigentümer mit seinem Team intensiv am Konzept gearbeitet, um diese Ziele zu erreichen. Das Team der neuen Mayer & Cie. Global – wie das Unternehmen zukünftig firmieren wird – umfasst derzeit rund 45 Mitarbeitende insbesondere im Bereich der Konstruktion, Produktmanagement und Vertrieb. Alle Personen wurden neu eingestellt. 

Huixing und Mayer & Cie.: Fokus auf Synergien 
Mit dem Closing gehen die übertragenen Assets aus dem Rundstrickmaschinenbereich von Mayer & Cie. formal an Xu Hongjie aus der Eigentümerfamilie von Huixing Machinery Co., Ltd., Shishi über. 

Huixing hat seinen Sitz in Shishi City in Quanzhou, einem Zentrum der chinesischen Textil- und Maschinenbauindustrie. Huixing fertigt und vertreibt hochwertige Strickmaschinen und entwickelt die dazugehörende intelligente Software.  

Die Marke Mayer & Cie. wird eigenständig bleiben, mit einem „schlagenden Herz in Albstadt“, so Xu Hongjie. Das bedeutet, Forschung & Entwicklung werden ebenso wie die Produktion und die zugehörige Verwaltung weiterhin am Stammsitz ansässig sein. Das neue Unternehmen Mayer & Cie. 

Global agiert mit klarer strategischer Ausrichtung und Fokus auf das Premiumsegment. Das breite Produktportfolio erstreckt sich von Single- bis Double-Jersey-Maschinen für Anwendungen in Bekleidung, bis zu Wäsche und Heimtextilien. 

Synergien zwischen den beiden Unternehmen gilt es zu nutzen. Die liegen unter anderem in der Beschaffung, beim Zugang zu Marktkenntnissen ebenso wie der Möglichkeit, ein deutlich breiteres Spektrum an Kundenbedürfnissen zu bedienen, als es ein Unternehmen allein könnte.  

Erfolgreicher Abschluss durch enge Abstimmung aller Beteiligten 
Einen besonderen Dank richtet Xu Hongjie an RÖDL, dessen Team unter der Leitung von Partner Jiawei Wang das komplette Projekt auf Seiten der neuen Eigentümerfamilie begleitet hat, von den ersten Gesprächen Ende 2025 bis zum Abschluss des Verfahrens. „Wir freuen uns, dass der Kaufprozess, den wir auf deutscher wie chinesischer Seite unterstützt haben, nun zu einem Abschluss gekommen ist. Für die Marke Mayer & Cie. ebenso wie für das Team ergibt sich eine wertvolle Chance: Als Industrieinvestor bringt der neue Eigentümer umfassendes Fachwissen, tiefe Marktkenntnis und eine klare Strategie für die Zukunft mit.“   

Der Dank des neuen Eigentümers gilt außerdem dem Generalbevollmächtigten, Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger in Stuttgart, der gemeinsam mit seinem Team das Eigenverwaltungsverfahren geleitet hat. Durch die gute Zusammenarbeit mit RÖDL konnte der Übergang effizient umgesetzt und die Grundlage für die Fortführung des Geschäfts geschaffen werden. 

Der erfahrene Sanierer Martin Mucha zeigt sich zufrieden über den positiven Ausgang des im Dezember 2025 eröffneten Insolvenzverfahrens: „Dass es gelungen ist, im laufenden Verfahren eine tragfähige Investorenlösung zu finden, ist ein wichtiges Signal für den Standort. Damit haben wir die Grundlage für einen aussichtsreichen Neustart des Unternehmens geschaffen.“

(c) Rudolf Group
17.04.2026

RUDOLF auf der Techtextil mit innovativen Funktionslösungen

RUDOLF, ein international führendes Unternehmen im Bereich Textilhilfsmittel, Textilpflege und Bauchemie, hat sich seit der Gründung im Jahr 1922 zu einem global anerkannten Technologiepartner entwickelt. Als Vorreiter für zukunftsweisende textile Lösungen präsentiert RUDOLF seine aktuellen Innovationen auf der Techtextil 2026 im April in Frankfurt.

Funktionale Performance für anspruchsvolle Anwendungen
Im Fokus des Messeauftritts stehen innovative Ausrüstungslösungen, die speziell auf die Anforderungen technischer und funktionaler Textilien abgestimmt sind. FERAN® SRC wurde für die Anforderungen von Textilien aus Cellulosefasern entwickelt. Die funktionelle Soil-Release-Ausrüstung bildet eine dauerhafte Schutzschicht auf Cellulosefasern und deren Mischungen. Dadurch lassen sich öl-, fett- und pigmenthaltige Verschmutzungen deutlich leichter entfernen. Textilien bleiben länger sauber und behalten auch nach vielen Waschgängen ihre Qualität. Gleichzeitig verbessert FERAN® SRC den Tragekomfort, indem es die Oberfläche dauerhaft hydrophil hält, ohne den Griff negativ zu beeinflussen. 

RUDOLF, ein international führendes Unternehmen im Bereich Textilhilfsmittel, Textilpflege und Bauchemie, hat sich seit der Gründung im Jahr 1922 zu einem global anerkannten Technologiepartner entwickelt. Als Vorreiter für zukunftsweisende textile Lösungen präsentiert RUDOLF seine aktuellen Innovationen auf der Techtextil 2026 im April in Frankfurt.

Funktionale Performance für anspruchsvolle Anwendungen
Im Fokus des Messeauftritts stehen innovative Ausrüstungslösungen, die speziell auf die Anforderungen technischer und funktionaler Textilien abgestimmt sind. FERAN® SRC wurde für die Anforderungen von Textilien aus Cellulosefasern entwickelt. Die funktionelle Soil-Release-Ausrüstung bildet eine dauerhafte Schutzschicht auf Cellulosefasern und deren Mischungen. Dadurch lassen sich öl-, fett- und pigmenthaltige Verschmutzungen deutlich leichter entfernen. Textilien bleiben länger sauber und behalten auch nach vielen Waschgängen ihre Qualität. Gleichzeitig verbessert FERAN® SRC den Tragekomfort, indem es die Oberfläche dauerhaft hydrophil hält, ohne den Griff negativ zu beeinflussen. 

Ein weiteres Highlight ist RUCO-THERM® PCM BIO MFT: eine moderne, biobasierte Ausrüstung, die die thermische Funktionalität von Textilien verbessert. Die Lösung trägt zur effektiven Klimaregulierung bei und ermöglicht textile Konzepte, bei denen Performance und verantwortungsbewusste Materialauswahl Hand in Hand gehen. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigenden Anforderungen an nachhaltige und funktionale Hochleistungstextilien.

Mit der Integration von RUCO-BAC® ROX erweitert RUDOLF sein Portfolio um eine technologisch fortschrittliche Lösung zur Funktionalisierung von Textilien. Diese wurde in Zusammenarbeit mit Heraeus Precious Metals entwickelt. RUCO-BAC® ROX unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen bioziden Wirkprinzipien, insbesondere von klassischen Silbertechnologien. 

Die Technologie basiert auf einer katalytischen Reaktion, bei der Sauerstoff in Anwesenheit von Luftfeuchtigkeit in reaktive Sauerstoffspezies umgewandelt wird. Diese wirken effektiv gegen geruchsverursachende und andere Mikroorganismen und entfalten zusätzlich eine oxidative Wirkung auf geruchsaktive Rückstände auf der Textiloberfläche. Da der Wirkmechanismus auf einem zirkulären Redoxsystem beruht, wird RUCO-BAC® ROX nicht verbraucht, sondern kontinuierlich regeneriert, was eine langanhaltende und nachhaltige Funktionalität ermöglicht. 

Mit RUCO®-LUB BMN erweitert RUDOLF sein Produktportfolio. Es handelt sich dabei um eine biologisch abbaubare Alternative zu herkömmlichen Vernähbarkeitsavivagen. Die multifunktionale Lösung verbessert die Oberflächenglätte von Web- und Maschenwaren, reduziert die Reibung beim Nähen und ermöglicht eine schadenfreie Verarbeitung ohne Maschenspreng- oder Laufmaschenschäden. Gleichzeitig verleiht RUCO®-LUB BMN den Textilien einen weichen, glatten Griff, unterstützt den Erhalt der Reißfestigkeit und trägt durch geringeren Verschleiß zu einer erhöhten Lebensdauer bei.

Quelle:

Rudolf Group

17.04.2026

Neue Verbraucherkreditregeln: bevh begrüßt Ausnahmen für Kauf auf Rechnung

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

Tacnera® von Freudenberg überwindet das Haftungs-Trauma-Problem © Freudenberg Performance Materials
Tacnera® von Freudenberg
16.04.2026

Neue Wundauflage: Freudenberg überwindet Zielkonflikt zwischen Haftung und Hautschutz

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg) präsentiert Tacnera®: eine neue Technologie für Silikon-Schaumauflagen für die moderne Wundversorgung. Anders als klassische Silikon-Haftschichten ist Tacnera® ein hochentwickeltes System, das Polyurethanschaum, eine proprietäre Beschichtungstechnologie und ein sanftes Silikongel intelligent miteinander kombiniert. So löst Tacnera® ein zentrales Problem bei Premium-Schaumverbänden: den Zielkonflikt zwischen zuverlässiger Haftung und dem Risiko von Hauttraumata bei der Entfernung einer Auflage. Markenanbieter, Distributoren und regionale Anbieter von moderner Wundversorgung erhalten damit eine klare Differenzierungsmöglichkeit im Premium-Segment.

Schaumauflagen mit besonders sanften Silikonen bieten oft nicht ausreichend Halt, während stärker haftende Varianten das Risiko von Hautreizungen und Gewebeschädigungen erhöhen. Diese sogenannte Haftungs-Trauma-Problematik schränkt sowohl den Behandlungskomfort für Patientinnen und Patienten als auch die klinische Sicherheit ein und begrenzt die Differenzierungsmöglichkeiten im Premiumsegment. Tacnera® hebt diesen Zielkonflikt auf.

Zwei Silikone in einer Wundauflage: gezielte Haftung dort, wo sie gebraucht wird
Schaumauflagen, die auf der Tacnera®-Technolgie basieren, ermöglichen eine Kombination von zwei Silikonen mit unterschiedlichen Eigenschaften in einer einzigen Schaumauflage. Während der Randbereich für eine sichere Fixierung sorgt, kommt im zentralen Wundbereich eine Beschichtung mit besonders sanftem Kontakt zum Einsatz, die empfindliche Haut und neu gebildetes Gewebe schützt. Möglich wird dies durch einen präzise entwickelten Schaum und eine wellenförmige Beschichtung, die Passform, Flexibilität und Exsudatmanagement gezielt verbessert.

Anwenderfreundlich und zuverlässig
Das Ergebnis ist eine Schaumauflage, die auch bei anspruchsvoller Anatomie zuverlässig an Ort und Stelle bleibt und sich zugleich sauber und schonend entfernen lässt. Die Auflage bietet eine konsistente Leistung und unterstützt damit sowohl die Behandlungsqualität als auch das Vertrauen von Anwendern und Patienten. Damit eröffnet die Technologie Markenanbietern, Distributoren und regionalen Anbietern neue Möglichkeiten, sich im Premiumsegment der Wundversorgung zu positionieren.

„Schaumauflagen auf Basis der innovativen Tacnera®-Technologie folgen einem grundlegend neuen, systemischen Ansatz: Sie vereinen sichere Haftung, sanftes Ablösen, zuverlässige Funktion und wirtschaftliche Umsetzbarkeit in einem Produkt“, erklärt Dr. Oliver Heneric, SVP Division Healthcare von Freudenberg Performance Materials.

Schneller zum Markt: wirtschaftliche Vorteile für Kunden 
Neben den funktionalen Vorteilen profitieren Kunden von einem klaren wirtschaftlichen Vorteil: Die Entwicklung leistungsfähiger silikonbasierter Schaumverbände erfordert in der Regel lange Entwicklungszeiten, spezialisiertes Know-how und ein hohes technisches Risiko. Schaumauflagen auf Basis von Tacnera® stehen als serienreife, leistungsstarke und verkaufsfertige Lösung zur Verfügung und ermöglicht Kunden damit einen schnelleren Markteintritt und reduziert den Entwicklungsaufwand. Die Marktzulassung in Europa wird für den Sommer 2026 erwartet.

 

Quelle:

Freudenberg Performance Materials