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15.10.2026

Textilindustrie fordert verlässliche Forschungsförderung für Mittelstand

Das Forschungskuratorium Textil (FKT) warnt vor Kürzungen bei den zentralen Förderprogrammen Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Gerade für kleine und mittlere Unternehmen der Textilindustrie seien beide Instrumente von hoher Bedeutung, weil sie Forschung ermöglichen, die einzelne Betriebe allein kaum finanzieren könnten.

Nach Angaben des FKT arbeiten in Deutschland mehr als 2.000 kleine und mittlere Textilunternehmen mit 15 textilen Forschungsinstituten im Umfeld der Industriellen Gemeinschaftsforschung zusammen. Zu den Forschungsfeldern gehören neue Materialien, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und energieeffiziente Produktionsverfahren.

Das Forschungskuratorium Textil (FKT) warnt vor Kürzungen bei den zentralen Förderprogrammen Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Gerade für kleine und mittlere Unternehmen der Textilindustrie seien beide Instrumente von hoher Bedeutung, weil sie Forschung ermöglichen, die einzelne Betriebe allein kaum finanzieren könnten.

Nach Angaben des FKT arbeiten in Deutschland mehr als 2.000 kleine und mittlere Textilunternehmen mit 15 textilen Forschungsinstituten im Umfeld der Industriellen Gemeinschaftsforschung zusammen. Zu den Forschungsfeldern gehören neue Materialien, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und energieeffiziente Produktionsverfahren.

Das FKT fordert deshalb, die IGF-Mittel für 2027 mindestens auf dem Niveau von 2026 zu sichern und langfristig eine verlässlichere Finanzierungsperspektive zu schaffen. Gleichzeitig müsse der zwischenzeitliche Antragsstopp beim ZIM beendet werden. Gerade technische Textilien, neue Recyclingverfahren, automatisierte Fertigung und funktionale Materialien entstehen häufig in vorwettbewerblichen Forschungsverbünden. Kürzungen träfen damit eine Forschungsstruktur, auf die viele mittelständisch geprägte Textilunternehmen angewiesen sind.

(c) VAUDE
15.10.2026

VAUDE lässt Green Shape erstmals unabhängig zertifizieren

VAUDE hat als erste Marke die unabhängige Zertifizierung nach dem neuen Green-Shape-System abgeschlossen. Damit vollzieht das Unternehmen einen grundlegenden Wechsel: Aus dem ursprünglich von VAUDE selbst entwickelten Nachhaltigkeitsstandard wird ein unabhängiges Zertifizierungssystem, das künftig auch anderen Unternehmen der Textil- und Outdoorbranche offensteht.

Green Shape wurde 2010 von VAUDE entwickelt. Anfang 2026 übertrug das Unternehmen den Standard an den unabhängigen, gemeinnützigen Green Shape e.V. Der Verein fungiert seither als Programmeigner. Green Shape ist zudem als EU-Gewährleistungsmarke angelegt.

Die Kriterien betrachten nicht nur einzelne Materialien, sondern den Lebenszyklus eines Produktes von Design und Rohstoffauswahl über Herstellung und Nutzung bis zu Reparierbarkeit und End-of-Life. Die Einhaltung wird durch unabhängige Stellen geprüft. Nach Angaben von VAUDE werden zahlreiche Produkte der Herbst-/Winterkollektion 2026 bereits mit dem neuen zertifizierten Green-Shape-Label in den Handel kommen.

VAUDE hat als erste Marke die unabhängige Zertifizierung nach dem neuen Green-Shape-System abgeschlossen. Damit vollzieht das Unternehmen einen grundlegenden Wechsel: Aus dem ursprünglich von VAUDE selbst entwickelten Nachhaltigkeitsstandard wird ein unabhängiges Zertifizierungssystem, das künftig auch anderen Unternehmen der Textil- und Outdoorbranche offensteht.

Green Shape wurde 2010 von VAUDE entwickelt. Anfang 2026 übertrug das Unternehmen den Standard an den unabhängigen, gemeinnützigen Green Shape e.V. Der Verein fungiert seither als Programmeigner. Green Shape ist zudem als EU-Gewährleistungsmarke angelegt.

Die Kriterien betrachten nicht nur einzelne Materialien, sondern den Lebenszyklus eines Produktes von Design und Rohstoffauswahl über Herstellung und Nutzung bis zu Reparierbarkeit und End-of-Life. Die Einhaltung wird durch unabhängige Stellen geprüft. Nach Angaben von VAUDE werden zahlreiche Produkte der Herbst-/Winterkollektion 2026 bereits mit dem neuen zertifizierten Green-Shape-Label in den Handel kommen.

Die Verselbstständigung ist vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Umweltclaims relevant. Eigene Nachhaltigkeitslabels von Marken geraten zunehmend unter Rechtfertigungsdruck, wenn Kriterien, Kontrolle und Governance nicht hinreichend unabhängig voneinander organisiert sind. Mit der Überführung in ein eigenständiges Zertifizierungssystem versucht Green Shape, diese Trennung strukturell herzustellen.

15.10.2026

CHT erweitert Färbe-App um Salt Advisor für Reaktivfärbungen

Die CHT Group hat ihre Textile Dyes App um einen Salt Advisor für Reaktivfärbungen mit BEZAKTIV-Farbstoffen erweitert. Das digitale Werkzeug soll Färbereien dabei unterstützen, die Salzkonzentration nicht mehr ausschließlich nach allgemeinen Standardtabellen festzulegen, sondern auf Basis der jeweiligen Rezeptur und Kostenstruktur zu optimieren.

Bei der Reaktivfärbung von Baumwolle beeinflusst die Salzkonzentration die Substantivität der Farbstoffe und damit sowohl die Farbstoffausbeute als auch die Prozesskosten. Nach Angaben von CHT berücksichtigt das hinterlegte mathematische Modell die unterschiedlichen BEZAKTIV-Farbstoffe sowie variierende Färbebedingungen. In die Berechnung fließen unter anderem Farbstofftyp, Farbstoff- und Salzpreis, Flottenverhältnis sowie die verwendeten Salz- und Alkalikomponenten ein.

Die CHT Group hat ihre Textile Dyes App um einen Salt Advisor für Reaktivfärbungen mit BEZAKTIV-Farbstoffen erweitert. Das digitale Werkzeug soll Färbereien dabei unterstützen, die Salzkonzentration nicht mehr ausschließlich nach allgemeinen Standardtabellen festzulegen, sondern auf Basis der jeweiligen Rezeptur und Kostenstruktur zu optimieren.

Bei der Reaktivfärbung von Baumwolle beeinflusst die Salzkonzentration die Substantivität der Farbstoffe und damit sowohl die Farbstoffausbeute als auch die Prozesskosten. Nach Angaben von CHT berücksichtigt das hinterlegte mathematische Modell die unterschiedlichen BEZAKTIV-Farbstoffe sowie variierende Färbebedingungen. In die Berechnung fließen unter anderem Farbstofftyp, Farbstoff- und Salzpreis, Flottenverhältnis sowie die verwendeten Salz- und Alkalikomponenten ein.

Der Salt Advisor berechnet, wie sich Veränderungen der Salzkonzentration um bis zu 20 Gramm pro Liter ober- oder unterhalb der Standardempfehlung auf die Gesamtkosten der Rezeptur auswirken. Wo erforderlich, wird zugleich die Farbstoffrezeptur angepasst, damit der angestrebte Farbton erhalten bleibt. Bereits wirtschaftlich optimierte Rezepturen erkennt die Anwendung nach Unternehmensangaben und schlägt in diesen Fällen keine Alternative vor.

Interessant ist die Erweiterung vor allem als Beispiel für die zunehmende Digitalisierung klassischer Nassprozesse. Optimiert wird nicht allein der Chemikalieneinsatz, sondern das Zusammenspiel von Rezeptur, Prozessparametern und aktuellen Kosten. Gerade bei großen Färbevolumina können vergleichsweise kleine Änderungen beim Salz- und Farbstoffeinsatz wirtschaftlich und ressourcenseitig relevant werden. Der neue Salt Advisor steht Nutzern der CHT Textile Dyes App kostenlos zur Verfügung.

Kunstrasen für Golf (c) Foto STC Extrusion GmbH
14.10.2026

Neuer Spezialist für Kunstrasen und technische Monofilamente

Mit der Gründung der STC Extrusion GmbH mit Sitz in Chemnitz entsteht ein technisches Kompetenz- und Know-How-Zentrum für die Herstellung von Kunstrasen und technischer Monofilamente innerhalb der Starlinger Gruppe.

Das neu gegründete Maschinenbauunternehmen ist Teil der in Österreich ansässigen Starlinger Gruppe und übernimmt ausgewählte Vermögenswerte der insolventen STC Spinnzwirn GmbH. Die STC Extrusion GmbH ist rechtlich eigenständig und tritt nicht als Rechtsnachfolgerin der STC Spinnzwirn GmbH auf. Zukünftig will man sich auf die Kernbereiche Monofilament-Produktion für Kunstrasen und technische Monofilamente aus verschiedensten Polymeren konzentrieren.

 „Mit der Gründung der STC Extrusion GmbH schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte von STC auf – mit der Erfahrung, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft für unsere Kunden, die STC seit jeher auszeichnen“ so Geschäftsführer Nico Dürrschmidt. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Lösung eine gute Grundlage geschaffen haben, die es uns ermöglicht, in Zukunft weiterhin Mehrwert für unsere Kunden und Partner weltweit zu schaffen.“ 

Mit der Gründung der STC Extrusion GmbH mit Sitz in Chemnitz entsteht ein technisches Kompetenz- und Know-How-Zentrum für die Herstellung von Kunstrasen und technischer Monofilamente innerhalb der Starlinger Gruppe.

Das neu gegründete Maschinenbauunternehmen ist Teil der in Österreich ansässigen Starlinger Gruppe und übernimmt ausgewählte Vermögenswerte der insolventen STC Spinnzwirn GmbH. Die STC Extrusion GmbH ist rechtlich eigenständig und tritt nicht als Rechtsnachfolgerin der STC Spinnzwirn GmbH auf. Zukünftig will man sich auf die Kernbereiche Monofilament-Produktion für Kunstrasen und technische Monofilamente aus verschiedensten Polymeren konzentrieren.

 „Mit der Gründung der STC Extrusion GmbH schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte von STC auf – mit der Erfahrung, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft für unsere Kunden, die STC seit jeher auszeichnen“ so Geschäftsführer Nico Dürrschmidt. „Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Lösung eine gute Grundlage geschaffen haben, die es uns ermöglicht, in Zukunft weiterhin Mehrwert für unsere Kunden und Partner weltweit zu schaffen.“ 

Neben Produktionstechnologie für Kunstrasenanwendungen und technische Monofilamente bietet die STC Extrusion GmbH ein Customer Experience Center, das für Kundentests, Evaluierung von Rohstoffen sowie Forschungszwecke und Produkt- und Technologieentwicklung zur Verfügung steht. Weiters werden Service und Ersatzteilversorgung für installierte Extrusionsanlagen von STC Spinnzwirn übernommen und fortgesetzt. So wird sichergestellt, dass bestehende Kunden weiterhin die erforderliche technische Unterstützung erhalten. 
Um das vorhandene Know-How im Bereich Spuler zu nutzen, werden außerdem Synergien mit dem ebenfalls zur Starlinger Gruppe gehörenden Spultechnik-Spezialisten Georg Sahm GmbH & Co. KG vertieft, um innovative Wickeltechnologie voranzutreiben und Automatisierungslösungen und Handling-Systeme für Spulen anzubieten. Die Kompetenz der Recycling-Sparte von Starlinger soll zudem in die Entwicklung und Umsetzung umweltfreundlicher Lösungen mit höheren Recycling-Anteilen einfließen. 

„Mit der strategischen Neuorientierung wollen wir die STC Extrusion GmbH zum Wissens- und Kompetenzzentrum für die Spezialbereiche Kunstrasen und technische Monofilamente innerhalb des Starlinger-Netzwerks machen und als Technologieführer und Marke etablieren“, erklärt Angelika Huemer, CEO und Managing Partner der Starlinger & Co Ges.m.b.H., welche die Anteile an der neu gegründeten Gesellschaft hält. „Synergien, die sich zwischen den Unternehmen der Starlinger Gruppe ergeben, sollen noch besser genutzt und die individuellen Kompetenzen der jeweiligen Firmen weiterentwickelt und ausgebaut werden.“

Quelle:

STC Extrusion GmbH

Wichtiger Bestandteil moderner Feuerwehrschutzbekleidung: die flüssigkeitsabweisende Ausrüstung des Obermaterials. Sie sorgt dafür, dass Flüssigkeiten von der Textiloberfläche abperlen und zum Beispiel weniger Löschwasser aufgenommen wird. Eine zuverlässige Imprägnierung ist dafür unerlässlich. Foto: Miele
Wichtiger Bestandteil moderner Feuerwehrschutzbekleidung: die flüssigkeitsabweisende Ausrüstung des Obermaterials. Sie sorgt dafür, dass Flüssigkeiten von der Textiloberfläche abperlen und zum Beispiel weniger Löschwasser aufgenommen wird. Eine zuverlässige Imprägnierung ist dafür unerlässlich.
13.10.2026

Miele kombiniert Bad- und Sprühimprägnierung für Feuerwehrschutzkleidung

Miele Professional erweitert seine Benchmark-Waschmaschinen für 12, 16 und 20 Kilogramm Beladung um PowerGuard PRO, ein neues Imprägnierverfahren für Feuerwehrschutz- und Rettungskleidung. Das System kombiniert Elemente der Bad- und Sprühimprägnierung und soll die flüssigkeits- und schmutzabweisende Funktion des Obermaterials nach Wasch- und Dekontaminationsprozessen wiederherstellen.

Nach Angaben von Miele reduziert PowerGuard PRO den Verbrauch des Imprägniermittels gegenüber einer klassischen Badimprägnierung um mindestens 25 Prozent. Im Imprägnierschritt kann der Wasserverbrauch um bis zu zwei Drittel sinken. Gleichzeitig sollen höhere Beladungsmengen möglich sein als bei reinen Sprühverfahren.

Technisch ist die Nachbehandlung relevant, weil die Oberflächenausrüstung von Feuerwehrbekleidung durch mechanische Beanspruchung, Alterung und wiederholte Wäsche an Wirkung verliert. Nimmt der Oberstoff mehr Wasser oder Kontaminationen auf, steigen Gewicht und Belastung, während Schutz- und Klimakomfort beeinträchtigt werden können. Miele hat das Verfahren zum Patent angemeldet.

Miele Professional erweitert seine Benchmark-Waschmaschinen für 12, 16 und 20 Kilogramm Beladung um PowerGuard PRO, ein neues Imprägnierverfahren für Feuerwehrschutz- und Rettungskleidung. Das System kombiniert Elemente der Bad- und Sprühimprägnierung und soll die flüssigkeits- und schmutzabweisende Funktion des Obermaterials nach Wasch- und Dekontaminationsprozessen wiederherstellen.

Nach Angaben von Miele reduziert PowerGuard PRO den Verbrauch des Imprägniermittels gegenüber einer klassischen Badimprägnierung um mindestens 25 Prozent. Im Imprägnierschritt kann der Wasserverbrauch um bis zu zwei Drittel sinken. Gleichzeitig sollen höhere Beladungsmengen möglich sein als bei reinen Sprühverfahren.

Technisch ist die Nachbehandlung relevant, weil die Oberflächenausrüstung von Feuerwehrbekleidung durch mechanische Beanspruchung, Alterung und wiederholte Wäsche an Wirkung verliert. Nimmt der Oberstoff mehr Wasser oder Kontaminationen auf, steigen Gewicht und Belastung, während Schutz- und Klimakomfort beeinträchtigt werden können. Miele hat das Verfahren zum Patent angemeldet.

13.10.2026

Leichtere PSA soll Schutzwirkung und Trageakzeptanz zusammenbringen

Steigende Hitzebelastung und körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten verändern die Anforderungen an Persönliche Schutzausrüstung. Mewa setzt deshalb stärker auf differenzierte Schutzkonzepte, leichtere Materialien und Fasermischungen, statt Schutzkleidung pauschal mit möglichst vielen Normfunktionen auszustatten.

Ein Beispiel ist die Kollektion Dynamic Elements Plus S. Mit 200 g/m² liegt ihr Flächengewicht nach Unternehmensangaben rund 20 Prozent unter der Ausgangsvariante Dynamic Elements Plus mit 245 g/m². Das geringere Materialgewicht soll Bewegungsfreiheit und Tragekomfort insbesondere in warmen Produktionsumgebungen verbessern.

Die Gewichtsreduktion hat allerdings klare Grenzen. Für intensive Schweißarbeiten oder andere hohe thermische Belastungen sind robustere Gewebe weiterhin notwendig. Entscheidend ist deshalb die Gefährdungsbeurteilung des konkreten Arbeitsplatzes. Die Entwicklung zeigt einen breiteren Trend bei Schutztextilien: Performance wird zunehmend nicht nur über maximale Schutzklassen, sondern auch über Ergonomie und tatsächliche Nutzung im Arbeitsalltag definiert.

Steigende Hitzebelastung und körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten verändern die Anforderungen an Persönliche Schutzausrüstung. Mewa setzt deshalb stärker auf differenzierte Schutzkonzepte, leichtere Materialien und Fasermischungen, statt Schutzkleidung pauschal mit möglichst vielen Normfunktionen auszustatten.

Ein Beispiel ist die Kollektion Dynamic Elements Plus S. Mit 200 g/m² liegt ihr Flächengewicht nach Unternehmensangaben rund 20 Prozent unter der Ausgangsvariante Dynamic Elements Plus mit 245 g/m². Das geringere Materialgewicht soll Bewegungsfreiheit und Tragekomfort insbesondere in warmen Produktionsumgebungen verbessern.

Die Gewichtsreduktion hat allerdings klare Grenzen. Für intensive Schweißarbeiten oder andere hohe thermische Belastungen sind robustere Gewebe weiterhin notwendig. Entscheidend ist deshalb die Gefährdungsbeurteilung des konkreten Arbeitsplatzes. Die Entwicklung zeigt einen breiteren Trend bei Schutztextilien: Performance wird zunehmend nicht nur über maximale Schutzklassen, sondern auch über Ergonomie und tatsächliche Nutzung im Arbeitsalltag definiert.

Quelle:

MEWA Textil-Service SE & Co. Management OHG

(c) Groz-Beckert KG
13.10.2026

THE LOOP bringt Stricktechnik, Medtech und textile Robotik zusammen

Rund 160 Teilnehmer aus 20 Ländern kamen am 7. und 8. Oktober zum ersten THE LOOP Knitting Technology Summit nach Albstadt. Groz-Beckert hat das neue Format gemeinsam mit Shima Seiki, Lonati, Memminger-IRO und Merz als langfristige Plattform für Innovation und Wissenstransfer in der Strickindustrie angelegt.

Das erste Kapitel konzentrierte sich auf Medical & Technical Textiles. Fachvorträge, Maschinendemonstrationen und Diskussionen behandelten unter anderem textile Robotik, künstliche Intelligenz in der Produktentwicklung, digitale Entwicklungsprozesse und moderne Garnzuführungssysteme. Referenten kamen aus der Universität Pisa, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und mehreren Maschinen- und Technologieunternehmen.

Der Ansatz ist für die Branche interessant, weil technische Textilien hier nicht isoliert als Materialthema betrachtet werden. Produktentwicklung, Maschinentechnik, Digitalisierung und industrielle Umsetzung werden in einem gemeinsamen Format verknüpft. Groz-Beckert kündigt an, künftige Ausgaben um weitere Technologien und Anwendungsfelder zu erweitern.

Rund 160 Teilnehmer aus 20 Ländern kamen am 7. und 8. Oktober zum ersten THE LOOP Knitting Technology Summit nach Albstadt. Groz-Beckert hat das neue Format gemeinsam mit Shima Seiki, Lonati, Memminger-IRO und Merz als langfristige Plattform für Innovation und Wissenstransfer in der Strickindustrie angelegt.

Das erste Kapitel konzentrierte sich auf Medical & Technical Textiles. Fachvorträge, Maschinendemonstrationen und Diskussionen behandelten unter anderem textile Robotik, künstliche Intelligenz in der Produktentwicklung, digitale Entwicklungsprozesse und moderne Garnzuführungssysteme. Referenten kamen aus der Universität Pisa, der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und mehreren Maschinen- und Technologieunternehmen.

Der Ansatz ist für die Branche interessant, weil technische Textilien hier nicht isoliert als Materialthema betrachtet werden. Produktentwicklung, Maschinentechnik, Digitalisierung und industrielle Umsetzung werden in einem gemeinsamen Format verknüpft. Groz-Beckert kündigt an, künftige Ausgaben um weitere Technologien und Anwendungsfelder zu erweitern.

Erntestücke des breitblättrigen Rohrkolbens, geerntet in Neukalen Foto: Marie Jennißen, Hochschule Niederrhein Mönchengladbach
Erntestücke des breitblättrigen Rohrkolbens, geerntet in Neukalen
13.10.2026

Rohrkolben aus wiedervernässten Mooren soll zur Textilfaser werden

Rohrkolben aus Paludikultur soll künftig als Rohstoff für hochwertige Textilfasern nutzbar werden. Ein von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe vorgestelltes Projekt der Hochschule Niederrhein untersucht, wie sich Fasern aus Typha latifolia so gewinnen und aufbereiten lassen, dass eine industrielle Verarbeitung möglich wird.

Im Mittelpunkt stehen skalierbare mechanische und chemisch-physikalische Aufschlussverfahren. Die gewonnenen Fasern werden auf Reißfestigkeit, Feinheit, Dehnbarkeit und Spinnfähigkeit untersucht. Anschließend sollen die bislang im Labormaßstab entwickelten Prozessschritte in Richtung industrieller Anwendung weiterentwickelt und dafür Prozessparameter sowie Qualitätsstandards definiert werden.

Der Ansatz verbindet Textiltechnik und Moorbodenschutz. Wiedervernässte Moore binden große Kohlenstoffmengen, bislang fehlen jedoch vielerorts wirtschaftlich tragfähige Absatzmärkte für die Biomasse aus Paludikultur. Eine textile Nutzung könnte landwirtschaftlichen Betrieben zusätzliche Erlösmöglichkeiten eröffnen und zugleich eine regionale Alternative zu fossilen Synthetikfasern schaffen.

Rohrkolben aus Paludikultur soll künftig als Rohstoff für hochwertige Textilfasern nutzbar werden. Ein von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe vorgestelltes Projekt der Hochschule Niederrhein untersucht, wie sich Fasern aus Typha latifolia so gewinnen und aufbereiten lassen, dass eine industrielle Verarbeitung möglich wird.

Im Mittelpunkt stehen skalierbare mechanische und chemisch-physikalische Aufschlussverfahren. Die gewonnenen Fasern werden auf Reißfestigkeit, Feinheit, Dehnbarkeit und Spinnfähigkeit untersucht. Anschließend sollen die bislang im Labormaßstab entwickelten Prozessschritte in Richtung industrieller Anwendung weiterentwickelt und dafür Prozessparameter sowie Qualitätsstandards definiert werden.

Der Ansatz verbindet Textiltechnik und Moorbodenschutz. Wiedervernässte Moore binden große Kohlenstoffmengen, bislang fehlen jedoch vielerorts wirtschaftlich tragfähige Absatzmärkte für die Biomasse aus Paludikultur. Eine textile Nutzung könnte landwirtschaftlichen Betrieben zusätzliche Erlösmöglichkeiten eröffnen und zugleich eine regionale Alternative zu fossilen Synthetikfasern schaffen.

Das Projekt läuft von Januar 2026 bis Dezember 2027. Geleitet wird es an der Hochschule Niederrhein von Prof. Dr.-Ing. habil. Maike Rabe. Der Entwicklungsstand ist noch früh: Die industrielle Eignung und eine belastbare Skalierung müssen im Projekt erst nachgewiesen werden.

Quelle:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) / Hochschule Niederrhein

Foto: Bernhard Rampf
12.10.2026

Talbot-Runhof-Ausstellung im tim erhält Bayerischen Kunstpreis 2026

Die Ausstellung „Celebrating Fashion – Talbot Runhof in Paris“ im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg erhält den Bayerischen Kunstpreis 2026 in der Kategorie „Ausstellung des Jahres“. Ausgezeichnet werden Dr. Michaela Breil und Prof. Dr. Karl Borromäus Murr vom tim.

Die Schau zeichnet rund zwei Jahrzehnte Modegeschichte des Münchner Designerduos Johnny Talbot und Adrian Runhof nach und konzentriert sich auf dessen Auftritte bei der Paris Fashion Week. Im Mittelpunkt stehen drapierte Stoffe, Silhouetten, Farben und die handwerkliche Umsetzung der Couture-Entwürfe.

Das tim hatte bereits Anfang 2026 Couture-Modelle von Talbot Runhof für seine Sammlung angekündigt. Die aktuelle Auszeichnung stärkt damit zugleich die museale Dokumentation jüngerer deutscher Mode- und Textilgeschichte. Die Ausstellung läuft noch bis 25. Oktober 2026

Die Ausstellung „Celebrating Fashion – Talbot Runhof in Paris“ im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg erhält den Bayerischen Kunstpreis 2026 in der Kategorie „Ausstellung des Jahres“. Ausgezeichnet werden Dr. Michaela Breil und Prof. Dr. Karl Borromäus Murr vom tim.

Die Schau zeichnet rund zwei Jahrzehnte Modegeschichte des Münchner Designerduos Johnny Talbot und Adrian Runhof nach und konzentriert sich auf dessen Auftritte bei der Paris Fashion Week. Im Mittelpunkt stehen drapierte Stoffe, Silhouetten, Farben und die handwerkliche Umsetzung der Couture-Entwürfe.

Das tim hatte bereits Anfang 2026 Couture-Modelle von Talbot Runhof für seine Sammlung angekündigt. Die aktuelle Auszeichnung stärkt damit zugleich die museale Dokumentation jüngerer deutscher Mode- und Textilgeschichte. Die Ausstellung läuft noch bis 25. Oktober 2026

Quelle:

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst / Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

Die Teilnehmenden lassen vertraute Wellness-Routinen hinter sich und tauchen beim Mammut Unwellness Retreat in echte Bergerlebnisse ein. (c) Mammut Sports Group AG
12.10.2026

Mammut stellt mit „Unwellness Retreat“ klassische Wellness-Kommunikation auf den Kopf

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Quelle:

Mammut Sports Group AG

WSTDA tagt erstmals in Deutschland: Internationale Fachdelegation zu Gast in Köln und bei F&T LaSiSe (c) Dolezych GmbH & Co. KG
WSTDA tagt erstmals in Deutschland: Internationale Fachdelegation zu Gast in Köln und bei F&T LaSiSe
12.10.2026

WSTDA diskutiert in Deutschland Standards für textile Hebe- und Ladungssicherung

Die Web Sling & Tie Down Association (WSTDA) hat ihre jährliche Herbsttagung erstmals außerhalb Nordamerikas in Deutschland durchgeführt. Auf Einladung von Dolezych und Doleco USA trafen sich Fachleute aus den USA mit europäischen Experten, um technische Anforderungen an Ladungssicherung und textile Hebetechnik zu vergleichen.

Ein Schwerpunkt war ein Praxistag im Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm. Dort wurden Unterschiede zwischen europäischen und nordamerikanischen Regelwerken erläutert und Sicherungsmethoden unter realitätsnahen Bedingungen demonstriert. Die WSTDA entwickelt technische Richtlinien und Standards für Hebe- und Ladungssicherungssysteme; Dolezych arbeitet seit rund drei Jahrzehnten im Verband mit.

Für Hersteller textiler Hebebänder, Rundschlingen und Zurrsysteme ist der Austausch relevant, weil sich Normen, Berechnungsmodelle und Prüfanforderungen unmittelbar auf Konstruktion, Materialwahl und internationale Vermarktung auswirken.

Die Web Sling & Tie Down Association (WSTDA) hat ihre jährliche Herbsttagung erstmals außerhalb Nordamerikas in Deutschland durchgeführt. Auf Einladung von Dolezych und Doleco USA trafen sich Fachleute aus den USA mit europäischen Experten, um technische Anforderungen an Ladungssicherung und textile Hebetechnik zu vergleichen.

Ein Schwerpunkt war ein Praxistag im Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm. Dort wurden Unterschiede zwischen europäischen und nordamerikanischen Regelwerken erläutert und Sicherungsmethoden unter realitätsnahen Bedingungen demonstriert. Die WSTDA entwickelt technische Richtlinien und Standards für Hebe- und Ladungssicherungssysteme; Dolezych arbeitet seit rund drei Jahrzehnten im Verband mit.

Für Hersteller textiler Hebebänder, Rundschlingen und Zurrsysteme ist der Austausch relevant, weil sich Normen, Berechnungsmodelle und Prüfanforderungen unmittelbar auf Konstruktion, Materialwahl und internationale Vermarktung auswirken.

Quelle:

Dolezych GmbH & Co. KG

12.10.2026

Lenzing und Kaihara erweitern TENCEL™-Lyocell-Spektrum für Denim

Die Lenzing Gruppe und der japanische Denimhersteller Kaihara Corporation bringen zur Kingpins Amsterdam eine neue „REMOD-Kollektion“ auf den Markt. Sie kombiniert TENCEL™ Lyocell Standard, TENCEL™ Lyocell – HV100 und TENCEL™ Lyocell dtex 2.2 in unterschiedlichen Denim-Konstruktionen. Gezeigt werden unter anderem schwere Jacken, Stretch-Jeans, weit geschnittene Modelle und baumwollfreie Freizeithemden.

Parallel baut Lenzing das Netzwerk für TENCEL™ Lyocell – HV100 weiter aus. Ein Jahr nach der Markteinführung umfasst es nahezu 50 Webereien in 13 Ländern; Indien ist erstmals vertreten. Die HV100-Faser wird mit variierenden Stapellängen erzeugt, um eine matte, baumwollähnliche Optik zu ermöglichen, und kann laut Lenzing ohne zusätzliche Investitionen in bestehende Produktionsabläufe integriert werden.

Für Denimmarken entsteht damit ein breiteres Beschaffungsnetz für unterschiedliche Lyocell-Charakteristika. Lenzing nennt für HV100 und dtex 2.2 zudem einen gegenüber konventionellem Lyocell um mindestens 50 Prozent geringeren CO₂-Fußabdruck und Wasserverbrauch; diese Angaben beruhen auf den vom Unternehmen ausgewiesenen Vergleichsgrundlagen.

Die Lenzing Gruppe und der japanische Denimhersteller Kaihara Corporation bringen zur Kingpins Amsterdam eine neue „REMOD-Kollektion“ auf den Markt. Sie kombiniert TENCEL™ Lyocell Standard, TENCEL™ Lyocell – HV100 und TENCEL™ Lyocell dtex 2.2 in unterschiedlichen Denim-Konstruktionen. Gezeigt werden unter anderem schwere Jacken, Stretch-Jeans, weit geschnittene Modelle und baumwollfreie Freizeithemden.

Parallel baut Lenzing das Netzwerk für TENCEL™ Lyocell – HV100 weiter aus. Ein Jahr nach der Markteinführung umfasst es nahezu 50 Webereien in 13 Ländern; Indien ist erstmals vertreten. Die HV100-Faser wird mit variierenden Stapellängen erzeugt, um eine matte, baumwollähnliche Optik zu ermöglichen, und kann laut Lenzing ohne zusätzliche Investitionen in bestehende Produktionsabläufe integriert werden.

Für Denimmarken entsteht damit ein breiteres Beschaffungsnetz für unterschiedliche Lyocell-Charakteristika. Lenzing nennt für HV100 und dtex 2.2 zudem einen gegenüber konventionellem Lyocell um mindestens 50 Prozent geringeren CO₂-Fußabdruck und Wasserverbrauch; diese Angaben beruhen auf den vom Unternehmen ausgewiesenen Vergleichsgrundlagen.

Quelle:

Lenzing Gruppe / Kaihara Corporation

09.10.2026

Lenzing will mit 300 Millionen Euro Kapitalerhöhung „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ stützen

Die Lenzing AG hat eine vollständig garantierte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten angekündigt, die einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro bringen soll. Der Mittelzufluss soll zusätzliche finanzielle Flexibilität schaffen, die Kapitalstruktur stärken und ausdrücklich die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ unterstützen.

Geplant ist die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien zu 8,65 Euro je Aktie. Das Bezugsverhältnis beträgt 10 zu 9. Die Bezugsfrist läuft nach der Mitteilung voraussichtlich vom 6. bis 20. Oktober 2026. Das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano sowie die Oberbank haben sich zur Ausübung ihrer Bezugsrechte verpflichtet.

Für die Faserbranche ist vor allem die Mittelverwendung interessant: Lenzing koppelt die Kapitalmaßnahme direkt an eine Strategie, die Wachstum im Vliesstoffgeschäft und eine Neuausrichtung des Textilsegments vorsieht. 
Damit erhält die operative Transformation einen erheblichen zusätzlichen Finanzierungsspielraum.

Die Lenzing AG hat eine vollständig garantierte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten angekündigt, die einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro bringen soll. Der Mittelzufluss soll zusätzliche finanzielle Flexibilität schaffen, die Kapitalstruktur stärken und ausdrücklich die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ unterstützen.

Geplant ist die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien zu 8,65 Euro je Aktie. Das Bezugsverhältnis beträgt 10 zu 9. Die Bezugsfrist läuft nach der Mitteilung voraussichtlich vom 6. bis 20. Oktober 2026. Das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano sowie die Oberbank haben sich zur Ausübung ihrer Bezugsrechte verpflichtet.

Für die Faserbranche ist vor allem die Mittelverwendung interessant: Lenzing koppelt die Kapitalmaßnahme direkt an eine Strategie, die Wachstum im Vliesstoffgeschäft und eine Neuausrichtung des Textilsegments vorsieht. 
Damit erhält die operative Transformation einen erheblichen zusätzlichen Finanzierungsspielraum.

„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon. Fotograf: Leon Lasser
„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon.
09.10.2026

Hochschule Niederrhein bringt Strick, Space-Age und Nachwuchsdesign ins Historische Klärwerk

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Quelle:

Hochschule Niederrhein, Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik

09.10.2026

PUMA: ANTA Sports übernimmt 29,06 Prozent und wird größter Aktionär

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

rPET-Granulate: Am Fraunhofer IAP wird Terephthalsäure aus PET zurückgewonnen, um daraus neue Polymere für Flaschen, Fasern und Folien herzustellen. Die gelblichen bis grauen Farbtöne sind auf das recycelte Ausgangsmaterial zurückzuführen. Durch gezielte Additivierung lässt sich die Farbe bis hin zu farblosem Material steuern. © Fraunhofer IAP / Romina Schönefeld
rPET-Granulate: Am Fraunhofer IAP wird Terephthalsäure aus PET zurückgewonnen, um daraus neue Polymere für Flaschen, Fasern und Folien herzustellen. Die gelblichen bis grauen Farbtöne sind auf das recycelte Ausgangsmaterial zurückzuführen. Durch gezielte Additivierung lässt sich die Farbe bis hin zu farblosem Material steuern.
09.10.2026

Fraunhofer IAP macht PET-Alttextilien zum Rohstoff für neue Biopolymere

Das Fraunhofer IAP zeigt zur Fakuma 2026 verschiedene Wege, Kunststoff- und Textilströme stärker zirkulär zu nutzen. 
Ein textilnaher Ansatz setzt bei PET-haltigen Alttextilien an: Sie dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Biopolymers Polyhydroxybutyrat (PHB). 
Damit wird ein schwer verwertbarer Abfallstrom in eine neue Rohstoffbasis überführt.

Parallel arbeitet das Institut an der Rückgewinnung von Terephthalsäure aus PET, aus der erneut Polymere für Flaschen, Fasern und Folien entstehen können. Neue Typen des Biokunststoffs Polybutylensuccinat (PBS) wurden gemeinsam mit Industriepartnern im Pilotmaßstab entwickelt. 
Sie lassen sich unter anderem extrudieren und verspinnen und kommen damit auch für textile Anwendungen infrage.

Ein weiteres Thema ist recyclinggerechte Materialgestaltung. 
Beim selbstverstärkten sc-PLA bestehen Matrix und Verstärkung aus demselben Polymer, wodurch spätere Trennschritte entfallen.
Ergänzend zeigt das IAP biobasierte Carbonfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Cellulose oder Lignin für Leichtbau-, Energie- und weitere technische Anwendungen.

Das Fraunhofer IAP zeigt zur Fakuma 2026 verschiedene Wege, Kunststoff- und Textilströme stärker zirkulär zu nutzen. 
Ein textilnaher Ansatz setzt bei PET-haltigen Alttextilien an: Sie dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Biopolymers Polyhydroxybutyrat (PHB). 
Damit wird ein schwer verwertbarer Abfallstrom in eine neue Rohstoffbasis überführt.

Parallel arbeitet das Institut an der Rückgewinnung von Terephthalsäure aus PET, aus der erneut Polymere für Flaschen, Fasern und Folien entstehen können. Neue Typen des Biokunststoffs Polybutylensuccinat (PBS) wurden gemeinsam mit Industriepartnern im Pilotmaßstab entwickelt. 
Sie lassen sich unter anderem extrudieren und verspinnen und kommen damit auch für textile Anwendungen infrage.

Ein weiteres Thema ist recyclinggerechte Materialgestaltung. 
Beim selbstverstärkten sc-PLA bestehen Matrix und Verstärkung aus demselben Polymer, wodurch spätere Trennschritte entfallen.
Ergänzend zeigt das IAP biobasierte Carbonfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Cellulose oder Lignin für Leichtbau-, Energie- und weitere technische Anwendungen.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Barmag DTY eFK EvoSmart heater insert exchange (c) Barmag GmbH & Co. KG
09.10.2026

Barmag bündelt Automatisierung, Energieeffizienz und Digitalisierung für die Chemiefaserproduktion

Barmag stellt für die India ITME 2026 ein breit angelegtes Technologiepaket für die Chemiefaserproduktion vor. 
Im Zentrum steht POY 2.0 mit dem WINGS-POY-2.0-Wickler, der den Aufspulvorgang automatisiert. 
Ergänzt wird das Konzept durch eine kompaktere Spinnpackung und einen neu ausgelegten Spinnbalken. 
Barmag nennt dabei unter anderem rund ein Drittel weniger Filtersand und Energieeinsparungen von bis zu zehn Prozent am Spinnbalken.

Digital flankiert wird die Produktion durch atmos.io. Die Plattform verknüpft Prozessdaten entlang der Garnherstellung und soll Qualitätsabweichungen früher sichtbar machen. 
Für die Texturierung nennt Barmag bei der eFK EvoSmart einen um bis zu 25 Prozent reduzierten spezifischen Energieverbrauch je Kilogramm Garn.

Auch Neumag ist Teil des Auftritts: EvoSteam adressiert Stapelfaserqualität und Energieeinsatz, FiberGuard BCF misst Garnspannung im Teppichgarnprozess in Echtzeit, und hycuTEC zielt mit elektrostatischer Aufladung von Meltblown-Materialien auf anspruchsvolle Filtrationsanwendungen. Die Neuheiten werden vom 4. bis 9. Dezember 2026 in Greater Noida gezeigt.

Barmag stellt für die India ITME 2026 ein breit angelegtes Technologiepaket für die Chemiefaserproduktion vor. 
Im Zentrum steht POY 2.0 mit dem WINGS-POY-2.0-Wickler, der den Aufspulvorgang automatisiert. 
Ergänzt wird das Konzept durch eine kompaktere Spinnpackung und einen neu ausgelegten Spinnbalken. 
Barmag nennt dabei unter anderem rund ein Drittel weniger Filtersand und Energieeinsparungen von bis zu zehn Prozent am Spinnbalken.

Digital flankiert wird die Produktion durch atmos.io. Die Plattform verknüpft Prozessdaten entlang der Garnherstellung und soll Qualitätsabweichungen früher sichtbar machen. 
Für die Texturierung nennt Barmag bei der eFK EvoSmart einen um bis zu 25 Prozent reduzierten spezifischen Energieverbrauch je Kilogramm Garn.

Auch Neumag ist Teil des Auftritts: EvoSteam adressiert Stapelfaserqualität und Energieeinsatz, FiberGuard BCF misst Garnspannung im Teppichgarnprozess in Echtzeit, und hycuTEC zielt mit elektrostatischer Aufladung von Meltblown-Materialien auf anspruchsvolle Filtrationsanwendungen. Die Neuheiten werden vom 4. bis 9. Dezember 2026 in Greater Noida gezeigt.

Quelle:

Barmag GmbH & Co. KG

08.10.2026

Südwesttextil entwickelt KI-gestützte und datenbasierte Verbandsservices

Der Verband baut mit dem KI-Chatbot TEXI und der neuen MRSL-Datenbank gezielt digitale Lösungen auf, um Unternehmen bei wachsenden regulatorischen Anforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Ob Ökodesign, Verpackungsregulierung, Lieferkettenanforderungen oder Chemikalienstandards: Die regulatorischen Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsindustrie wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigt für Unternehmen der Aufwand, relevante Informationen zu recherchieren, einzuordnen und auf die eigene betriebliche Praxis zu übertragen. Südwesttextil setzt deshalb verstärkt auf digitale Lösungen, um das über Jahre aufgebaute Fachwissen des Verbands noch schneller und gezielter für seine Mitgliedsunternehmen verfügbar zu machen. 

Der Verband baut mit dem KI-Chatbot TEXI und der neuen MRSL-Datenbank gezielt digitale Lösungen auf, um Unternehmen bei wachsenden regulatorischen Anforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Ob Ökodesign, Verpackungsregulierung, Lieferkettenanforderungen oder Chemikalienstandards: Die regulatorischen Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsindustrie wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigt für Unternehmen der Aufwand, relevante Informationen zu recherchieren, einzuordnen und auf die eigene betriebliche Praxis zu übertragen. Südwesttextil setzt deshalb verstärkt auf digitale Lösungen, um das über Jahre aufgebaute Fachwissen des Verbands noch schneller und gezielter für seine Mitgliedsunternehmen verfügbar zu machen. 

Mit TEXI, dem bereits im Mai dieses Jahres veröffentlichten KI-gestützten Umwelt- und Nachhaltigkeitschatbot, hat Südwesttextil einen innovativen KI-Assistenten für Nachhaltigkeitsfragen geschaffen. Dank der Retrieval-Augmented-Generation-Technologie (RAG) basiert jede Antwort nicht auf frei verfügbaren Internetquellen, sondern auf einer eigens aufgebauten, qualitätsgesicherten und kuratieren Wissensdatenbank des Verbands. Dazu gehören unter anderem EU-Verordnungen und Richtlinien, nationale Gesetze, Schulungsunterlagen, Positionspapiere sowie Fachinformationen von Südwesttextil. Anders als bei herkömmlichen KI-Anwendungen basieren die Antworten damit gezielt auf fachlich geprüften und für die Branche relevanten Inhalten. Der Chatbot ermöglicht damit einen schnellen und unkomplizierten Zugang zum umfangreichen Nachhaltigkeitswissen des Verbands und unterstützt die Unternehmen bei der Recherche und Orientierung. Die persönliche Beratung bleibt insbesondere dann unverzichtbar, wenn individuelle betriebliche Fragestellungen, komplexe Sachverhalte oder die Einordnung rechtlicher Anforderungen gefragt sind.

„Gerade angesichts immer komplexerer regulatorischer Anforderungen müssen wir neue Technologien dort einsetzen, wo sie unseren Mitgliedsunternehmen einen konkreten Mehrwert bringen. Für uns bedeutet Digitalisierung nicht weniger persönliche Beratung, sondern mehr Zeit für die Fragen, bei denen unsere fachliche Expertise und der direkte Austausch besonders gefragt sind“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Einen weiteren digitalen Service hat der Verband Ende September mit seiner MRSL-Datenbank veröffentlicht. Manufacturing Restricted Substances Lists (MRSL) regeln, welche chemischen Substanzen im Herstellungsprozess eingeschränkt oder nicht eingesetzt werden dürfen. Unterschiedliche Standards und Stofflisten machen die Einordnung für Unternehmen jedoch aufwendig. Die neue Datenbank im internen Mitgliederbereich bündelt deshalb mehr als 9.000 Substanzen und ermöglicht Mitgliedsunternehmen, deren Status in wichtigen Standards und Regelwerken zentral zu recherchieren und miteinander zu vergleichen. So lassen sich relevante Anforderungen schneller einordnen und Rechercheaufwände im betrieblichen Alltag reduzieren.

Mit TEXI und der MRSL-Datenbank verfolgt Südwesttextil einen klaren Ansatz: Fachwissen nicht nur bereitzustellen, sondern es mithilfe neuer Technologien so aufzubereiten, dass Unternehmen es möglichst unmittelbar nutzen können. Damit entwickelt der Verband seine digitalen Services kontinuierlich weiter und verbindet technologische Innovation mit seiner fachlichen Beratung und Interessenvertretung.

Polyurethan-Weichschäume aus nachwachsenden Rohstoffen © Fraunhofer LBF
Polyurethan-Weichschäume aus nachwachsenden Rohstoffen
07.10.2026

Nachhaltig sitzen und liegen

Im Projekt OrganoFoam hat das Fraunhofer LBF Polyurethan-Weichschäume entwickelt, die zu mehr als 90 Prozent aus biobasierten Rohstoffen bestehen. Ziel ist ein Ersatz für fossilbasierte Polsterschäume in Matratzen, Möbeln und Fahrzeugsitzen, ohne Abstriche bei Verarbeitung, Rückstellkraft oder Komfort.

Die Schäume entstehen aus biobasierten Polyolen und biobasierten Isocyanaten. Eine speziell angepasste Rezeptur ermöglicht die für Sitz- und Liegemöbel erforderliche offenporige Struktur ohne Naturfasern als tragendes Stützgerüst. Die hergestellten Blöcke lassen sich nach Angaben des Instituts mit bestehenden industriellen Verfahren zuschneiden, verkleben und mit üblichen Bezugsstoffen verarbeiten.

Bei der Alterungsbeständigkeit nennt Fraunhofer einen deutlichen Unterschied zur Referenz: Während konventioneller Schaum im UV-Test bereits nach rund 100 Stunden gelb und spröde geworden sei, habe sich der OrganoFoam-Schaum selbst nach 700 Stunden nur gering verfärbt. Auch Stauchhärte und Druckverformung lagen laut Projektteam auf konkurrenzfähigem Niveau.

Im Projekt OrganoFoam hat das Fraunhofer LBF Polyurethan-Weichschäume entwickelt, die zu mehr als 90 Prozent aus biobasierten Rohstoffen bestehen. Ziel ist ein Ersatz für fossilbasierte Polsterschäume in Matratzen, Möbeln und Fahrzeugsitzen, ohne Abstriche bei Verarbeitung, Rückstellkraft oder Komfort.

Die Schäume entstehen aus biobasierten Polyolen und biobasierten Isocyanaten. Eine speziell angepasste Rezeptur ermöglicht die für Sitz- und Liegemöbel erforderliche offenporige Struktur ohne Naturfasern als tragendes Stützgerüst. Die hergestellten Blöcke lassen sich nach Angaben des Instituts mit bestehenden industriellen Verfahren zuschneiden, verkleben und mit üblichen Bezugsstoffen verarbeiten.

Bei der Alterungsbeständigkeit nennt Fraunhofer einen deutlichen Unterschied zur Referenz: Während konventioneller Schaum im UV-Test bereits nach rund 100 Stunden gelb und spröde geworden sei, habe sich der OrganoFoam-Schaum selbst nach 700 Stunden nur gering verfärbt. Auch Stauchhärte und Druckverformung lagen laut Projektteam auf konkurrenzfähigem Niveau.

Ein Demonstratorsofa wurde gemeinsam mit der Friedrich Platt GmbH unter praxisnahen Bedingungen geprüft. Neben Möbeln und Matratzen sieht Fraunhofer mögliche Anwendungen in Fahrzeugen, Verpackungen, Bauprodukten und medizinischen Lagerungshilfen.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF / Fraunhofer-Gesellschaft

generated by Alcova
07.10.2026

Heimtextil 2027 verbindet Trendforschung mit Patricia Urquiolas Materialexperimenten

Die Heimtextil führt 2027 ihre Zusammenarbeit mit Patricia Urquiola und der Designplattform Alcova zusammen. Im Trend Space interpretiert Urquiola das Leitthema „The Performance of Everyday Living“ mit drei Skulpturen. Neben dem bekannten Objekt „Bambi“ entstehen zwei neue Arbeiten speziell für die Messe.

Die Installation ist in die Heimtextil Trends 27/28 eingebettet. Alcova beschreibt darin drei Richtungen zwischen sichtbar inszenierter Funktion, offengelegter Konstruktion und einer Gegenbewegung, die Haptik, Materialcharakter und körperliche Wahrnehmung stärker in den Vordergrund stellt.

Materialseitig fällt insbesondere „Bambi“ auf: Die metallisch und industriell wirkende Oberfläche besteht aus Ohoskin, einem Material aus Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Der Kontrast zwischen technischer Anmutung und biobasiertem Ursprung dient als Beispiel dafür, wie Materialgeschichte und Performance zunehmend Teil des Designs werden.

Der Trend Space ist vom 12. bis 15. Januar 2027 auf der Heimtextil in Frankfurt zu sehen.

Die Heimtextil führt 2027 ihre Zusammenarbeit mit Patricia Urquiola und der Designplattform Alcova zusammen. Im Trend Space interpretiert Urquiola das Leitthema „The Performance of Everyday Living“ mit drei Skulpturen. Neben dem bekannten Objekt „Bambi“ entstehen zwei neue Arbeiten speziell für die Messe.

Die Installation ist in die Heimtextil Trends 27/28 eingebettet. Alcova beschreibt darin drei Richtungen zwischen sichtbar inszenierter Funktion, offengelegter Konstruktion und einer Gegenbewegung, die Haptik, Materialcharakter und körperliche Wahrnehmung stärker in den Vordergrund stellt.

Materialseitig fällt insbesondere „Bambi“ auf: Die metallisch und industriell wirkende Oberfläche besteht aus Ohoskin, einem Material aus Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Der Kontrast zwischen technischer Anmutung und biobasiertem Ursprung dient als Beispiel dafür, wie Materialgeschichte und Performance zunehmend Teil des Designs werden.

Der Trend Space ist vom 12. bis 15. Januar 2027 auf der Heimtextil in Frankfurt zu sehen.

Quelle:

Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Heimtextil