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Chemical Complex in Mizushima (c) Photo Asahi Kasei
Chemical Complex in Mizushima
12.05.2026

Neuausrichtung der Lieferkette bis 2030: Asahi Kasei optimiert Materialportfolio

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Produkt Anwendungen FY 2030 Scope
Styrolmonomer Ausgangsmaterial für Kunststoffe Einstellung der Produktion
Suntec™-LD und Suntec™-EVA
LDPE
Folien, Verpackungsmaterialien, etc.
Suntec™-HD und Creolex™ 
HDPE
Acrylnitril (AN) Ausgangsmaterial für Kunststoffe und Fasern Einstellung der 200-kt/Jahr-AN-Produktionslinie in Mizushima und Umstellung der 50-kt/Jahr- Methacrylnitril-Produktionslinie 
Duranol™ Polycarbonat Diol (PCD) Polyurethan-Ausgangsmaterial für Kunstleder

Einstellung der PCD-Produktlinie von Mizushima (ca. 3 kt/Jahr); die Versorgung wird über Asahi Kasei Performance Chemicals (China) gedeckt

 

Die Einstellung dieser Derivate durch Asahi Kasei und die Neuausrichtung der Lieferkette sind Teil einer umfassenderen Initiative zur Straffung des Portfolios in der Materialsparte des Unternehmens und zur Steigerung der Kapitaleffizienz. Die angekündigten Maßnahmen zielen darauf ab, sich aus wenig rentablen Geschäftsbereichen zurückzuziehen und die damit verbundenen Lieferketten innerhalb der globalen petrochemischen Märkte neu zu strukturieren. 

Asahi Kasei erwartet eine daraus resultierende Verbesserung von Margen und optimiert gleichzeitig die Kapitalallokation auf strategische Wachstumsbereiche. 

Im Rahmen seines aktuellen Managementplans „Trailblaze Together“ verbessert Asahi Kasei die Kapitaleffizienz und führt strukturelle Reformen durch, mit denen Ressourcen auf seine wichtigsten Wachstumssäulen – Pharmazeutika, Intensivmedizin, Wohnungsbau und Materialien für die Halbleiterindustrie – konzentriert werden. Jüngste Maßnahmen wie der Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical zur Förderung der Dekarbonisierung der Ethylenproduktion in Westjapan sowie die Übernahme von Aicuris zur Stärkung der Spezialpharma-Plattform im Bereich schwerer Infektionskrankheiten unterstreichen die konsequente Umsetzung dieser Strategie durch Asahi Kasei und festigen die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum.

Quelle:

Asahi Kasei 

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Start eines Trainings für Common Ground Farmer Foto GoodTextiles Foundation
Start eines Trainings für Common Ground Farmer
12.05.2026

GoodTextiles Foundation startet die Farmer-Initiative „Common Ground“ in Indien

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Sieben sorgfältig ausgewählte Dörfer bilden nun den Kern des Projekts. Aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, starken Gemeinschaftsstrukturen und ihres Entwicklungspotenzials ausgewählt, bieten sie einen fruchtbaren Boden für ein skalierbares Modell, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann. 

Farmer durch Wissen und Struktur stärken 
Im Mittelpunkt von „Common Ground“ steht das Engagement der Menschen. Bis heute wurden 510 Landwirte identifiziert, von denen sich 475 bereits in der finalen Phase der Aufnahme in eine neu gegründete Organic Cotton Grower Group (OGG) befinden.

Das Projekt verbindet technisches Fachwissen mit praxisnaher und kontinuierlicher Unterstützung vor Ort. Ein engagiertes Team – bestehend aus einem Internal Control System (ICS) Manager und geschulten Außendienstmitarbeitern – wird kontinuierlich erweitert, um eine wirksame Umsetzung direkt vor Ort sicherzustellen. Die Farmer nehmen an gezielten Schulungen teil, in denen sie mit ökologischen Anbaumethoden und Zertifizierungsanforderungen vertraut gemacht werden. Dadurch erhalten sie das notwendige Wissen für langfristigen Erfolg. 

Parallel dazu entwickeln externe Fachleute standortspezifische „Packages of Practice“, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, sowie Strategien auf Wassereinzugsgebietsebene zur Förderung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements. Um Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Beginn an sicherzustellen, werden sämtliche landwirtschaftlichen Flächen digital dokumentiert, einschließlich GPS-basierter Kartierungen der Anbauflächen. 

Mehr als Baumwolle: Zukunftsfähige Perspektiven schaffen 
„Common Ground“ geht weit über eine nachhaltige Baumwollproduktion hinaus. Die Initiative ist eine Investition in die langfristige Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Gemeinschaften. Durch die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz von Wasserressourcen und die Förderung der Biodiversität unterstützt das Projekt sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch wirtschaftliche Chancen. 

Gleichzeitig stärkt es die Unabhängigkeit und das Vertrauen der Farmer in ein Agrarsystem, das Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichern kann. 

Gemeinsam bauen die Partner ein skalierbares Modell für regenerative Wertschöpfung auf – vom Saatgut bis zum fertigen Textil. Schritt für Schritt entsteht eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette. 

Mit jeder umgestellten Anbaufläche, jeder durchgeführten Schulung und jeder neu geschlossenen Partnerschaft fördert „Common Ground“ weit mehr als nur Baumwolle – die Initiative stärkt eine wachsende Gemeinschaft, die sich der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft verschrieben hat.

Quelle:

GoodTextiles Foundation

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh (c) Temafa Maschinenfabrik GmbH
Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh
08.05.2026

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

„Wir freuen uns, die Hanffaser Geiseltal eG bei ihrem Einstieg in die industrielle Hanffaserverarbeitung begleiten zu dürfen“, sor. Jörg Morgner, Geschäftsführer bei Temafa Maschinenfabrik GmbH. „Dieses Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung von Naturfasern als nachhaltige Rohstoffe und unsere Kompetenz in der Entwicklung maßgeschneiderter Anlagenlösungen.“

Quelle:

Temafa Maschinenfabrik GmbH

Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde © Katharina Dubno
Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde
08.05.2026

Elastische Garne künftig besser recyclebar und umweltfreundlicher

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führte Tobias Dickmeiß umfangreiche empirische Prozessuntersuchungen an einer Schmelzspinnanlage im Technikumsmaßstab durch. Durch die systematische Analyse des Einflusses verschiedener Prozessparameter auf die Garneigenschaften gelang es ihm, die Eigenschaften der hergestellten TPC-Garne gezielt zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit bilden somit eine vielversprechende Grundlage für die weitere Entwicklung recyclingfähiger elastischer Garne und Textilien.

Tobias Dickmeiß wurde für seine herausragende Bachelor-Arbeit „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren im Technikumsmaßstab“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 5.000 EURO für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Er wurde während seiner Bachelor-Arbeit von der ITA-Doktorandin Ricarda Wissel betreut.

Quelle:
Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der  Techtextil präsentiert. Foto: STFI
Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der Techtextil präsentiert.
06.05.2026

Faserverstärkte Kunststoffe: Regionaler Hanfbast für Leichtbauprofile

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Die Ausgangslage 
Faserverstärkte Kunststoffe sind Werkstoffe, die aus Verstärkungsfasern und einer Kunststoffmatrix bestehen und sich als vielseitige und leistungsfähige Materialien mit hoher Festigkeit und Steifigkeit etabliert haben. Das Pultrusionsverfahren (Strangziehen) ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe, bei dem hochwertige Profile entstehen. Endlose Faserstränge aus Glas-, Carbon- oder Naturfasern, sogenannte Rovings, werden durch ein duroplastisches Harzbad in eine beheizte Form gezogen und thermisch ausgehärtet. Es entstehen hochwertige Profile mit konstantem Quer schnitt, hoher Festigkeit und geringem Gewicht, die sich ideal für Anwendungen eignen, die Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit erfordern. Die erdölbasierten Komponenten sollen perspektivisch durch biobasierte Rohstoffe substituiert werden. Das Entwicklungsziel Die zentrale Herausforderung im Forschungsprojekt CannaPul ist die Entwicklung und die Anwendung von biobasierten, regional verfügbaren Werkstoffen. Ziel ist die Herstellung endlosfaserverstärkter Profilstrukturen aus Hanfbastfasern in Kombination mit biobasierter thermoplastischer Matrix. Voraussetzung dafür ist einerseits die Bereitstellung von geeigneten Naturfasersträngen aus dem nachwachsen den regionalen Rohstoff Hanfbast. Zum anderen erfordert der Prozess das Aufbringen einer thermoplastischen Biopolymermatrix mit niedriger Viskosität und entsprechend hoher Fließfähigkeit sowie einer niedrigen Schmelztemperatur, um eine thermische Schädigung oder ein Verbrennen der Hanffasern zu vermeiden. 

Die Kooperation 
Projektbeteiligte bei CannaPul sind das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. Chemnitz (STFI) und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz (IWU). Das STFI untersucht die textiltechnische Verarbeitung von hochfesten Hanfbaststreifen zu endlosen Fasersträngen und stellt im Ergebnis biobasierte Bewehrungsfasern für den Pultrusionsprozess bereit. Die abgeschälten Hanfbaststreifen werden durch einen Fibrillierprozess vereinzelt und gleichmäßig als Band abgelegt. Das Band wird durch einen Ummantelungsprozess zugfest stabilisiert und als Garn bereitgestellt.

Das IWU kümmert sich um die zahlreichen Herausforderungen beim Prozess der Pultrusion. Hierbei gilt es die Viskosität der Schmelze und die Verarbeitungstemperatur von Thermoplast auf das biogene Fasermaterial abzustimmen. 

Der Prozess
Bei der Pultrusion wird die thermoplastische Schmelze aus Granulaten erzeugt. Die Herausforderung besteht dabei in der vollständigen Imprägnierung der Fasern sowie einer gleichmäßigen Faserverteilung. Gleichzeitig soll ein Faservolumenanteil von mindestens 50% erreicht werden, um hohe mechanische Kennwerte, insbesondere eine hohe spezifische (gewichtsbezogene) Zugfestigkeit, sicherzustellen. Bei einer Warenabzugsgeschwindigkeit von bis zu 1000 mm/min ist während der Pultrusion eine Querschnittsfläche von 20 mm² zuverlässig und vollständig mit der thermoplastischen Schmelze zu imprägnieren. 

Heike Metschies, Projektleiterin am STFI, hält fest: „Erste Ergebnisse liegen bereits in Form von rechteckigen Profilen mit Hanfbewehrung und thermoplastischer Matrix vor. Diese konnten wir auf der AGRA 26 in Leipzig u.a. dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch vorstellen und auf der Techtextil in Frankfurt am Main einem großen Fachpublikum präsentieren.“

Quelle:

Sächsisches Textilforschungsinstitut

04.05.2026

Marktstudie zu Thermoplastischen Composites

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) veröffentlicht umfassende Studie zu Markt, Anwendungen und Perspektiven thermoplastischer Composites. Thermoplastische faserverstärkte Kunststoffe – auch thermoplastische Composites genannt – gewinnen in zahlreichen Industriebranchen zunehmend an Bedeutung. Von der Automobilindustrie über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Bauwesen sowie Sport- und Freizeitprodukten überzeugen sie durch ihre Kombination aus hoher Festigkeit, geringem Gewicht und guten Recyclingperspektiven. Damit gelten sie als Schlüsselmaterial für nachhaltige und leistungsfähige Leichtbaulösungen.

Vor diesem Hintergrund hat die European Alliance for Thermoplastic Composites (EATC) eine neue Marktstudie zum europäischen Markt für thermoplastische Faserverbundwerkstoffe in Auftrag gegeben und fachlich begleitet. Ziel der Studie ist es, einen systematischen Überblick über den Status quo, die Entwicklung sowie die zukünftigen Chancen dieses dynamischen Werkstoffsegments zu geben.

Fokus auf Marktstruktur, Anwendungen und Wachstumstreiber
Die Studie analysiert die grundlegenden Materialeigenschaften thermoplastischer Composites und zeigt die Vorteile ihres Einsatzes gegenüber alternativen Werkstoffen auf. Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen verschiedenen Materialklassen herausgearbeitet sowie die historische Entwicklung ihrer industriellen Nutzung dargestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung des aktuellen europäischen Marktvolumens sowie der heute dominierenden Anwendungsfelder. Ergänzend identifiziert die Studie zukünftige Marktpotenziale auf Basis relevanter makroökonomischer Einflussfaktoren.

Im Fokus: LFT, GMT und CFRTP
Betrachtet werden insbesondere LFT (long fiber-reinforced thermoplastics), GMT (glass mat-reinforced thermoplastics) und CFRTP (continuous fiber-reinforced thermoplastics).

Diese Werkstoffgruppen spielen eine zentrale Rolle für moderne Strukturbauteile mit hohen mechanischen Anforderungen. Sie verbinden die Vorteile thermoplastischer Matrizes – wie kurze Zykluszeiten, effiziente Verarbeitung und neue Fertigungsmöglichkeiten – mit der Leistungsfähigkeit verstärkender Fasern.

Strategischer Werkstoff für Europas Industrie
Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die wachsende strategische Bedeutung thermoplastischer Verbundwerkstoffe für den Industriestandort Europa. Insbesondere in Zeiten steigender Anforderungen an Ressourceneffizienz, CO₂-Reduktion und Kreislaufwirtschaft bieten thermoplastische Composites großes Potenzial für innovative Produktlösungen.

Bezugsmöglichkeit
Die Studie ist ab sofort im PDF-Format per Vorkasse über die AVK erhältlich.
EATC- und AVK-Mitglieder erhalten die Studie für EUR 149,- (zzgl. MwSt.), für Nicht-Mitglieder steht die Studie zu einem Preis von EUR 349,- (zzgl. MwSt.) zum Verkauf.

04.05.2026

Kreislaufwirtschaft als Antwort auf volatile Rohstoffmärkte

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Unternehmen, die frühzeitig in Recyclingstrukturen und den Einsatz von Rezyklaten investiert haben, verfügen heute über klare Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend angespannten Marktumfeld. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung: Wer weiterhin stark auf Primärkunststoffe setzt, bleibt besonders anfällig für externe Krisen und Preissprünge.

Vor diesem Hintergrund appelliert der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling an die Industrie, den Einsatz von Rezyklaten konsequent auszubauen und sich frühzeitig verlässliche Bezugsquellen zu sichern – auch mit Blick auf die kommenden regulatorischen Anforderungen, insbesondere die PPWR. Langfristige Partnerschaften entlang der Lieferkette sind dabei ebenso entscheidend, wie der Aufbau stabiler Beschaffungsstrukturen, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.

Ergänzend können Investitionen in erneuerbare Energien dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Strukturen weiter zu reduzieren und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Industrie zu beschleunigen.

„Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Faktor – nicht nur für das Image, sondern vor allem für die Krisenfestigkeit von Unternehmen“, so Herbert Snell. „Die aktuelle Situation unterstreicht die Dringlichkeit, Kreislaufwirtschaft schneller zu skalieren und als strategisches Instrument zu begreifen.“

Unternehmen, die heute in Rezyklate investieren und sich den Zugang zu diesen Materialien sichern, stellen die Weichen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit – und reduzieren gleichzeitig ihre Abhängigkeit von globalen Krisen und Energiepreisschwankungen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung 

Maximilian Peter, Leiter des Geschäftsbereichs Polymers bei WACKER. Quelle: WACKER Quelle: WACKER
Maximilian Peter
01.05.2026

Wacker: Geschäftsbereich Polymers unter neuer Leitung

  • Maximilian Peter übernimmt zum 1. Mai 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Polymers 
  • Der bisherige Geschäftsbereichsleiter, Peter Summo, übernimmt zeitgleich die Leitung des Zentralbereichs Sales & Distribution 

Zum 1. Mai 2026 übernimmt Maximilian Peter die Leitung des Geschäftsbereichs Polymers bei WACKER. Der promovierte Chemieingenieur ist seit 2012 im Unternehmen. Nach Stationen in der Verfahrens- und Prozessentwicklung übernahm er die Leitung der Konzernentwicklung und verantwortete zuletzt den Bereich Human Resources. 

Maximilian Peter folgt auf Peter Summo, der den Geschäftsbereich Polymers zehn Jahre lang erfolgreich leitete. Summo wird zum 1. Mai 2026 die Leitung des Zentralbereichs Sales & Distribution übernehmen. Der studierte Betriebswirt startete seine Karriere beim Spezialchemiehersteller Akzo Nobel und kam 1995 zu WACKER, wo er verschiedene Führungspositionen innehatte. 

  • Maximilian Peter übernimmt zum 1. Mai 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Polymers 
  • Der bisherige Geschäftsbereichsleiter, Peter Summo, übernimmt zeitgleich die Leitung des Zentralbereichs Sales & Distribution 

Zum 1. Mai 2026 übernimmt Maximilian Peter die Leitung des Geschäftsbereichs Polymers bei WACKER. Der promovierte Chemieingenieur ist seit 2012 im Unternehmen. Nach Stationen in der Verfahrens- und Prozessentwicklung übernahm er die Leitung der Konzernentwicklung und verantwortete zuletzt den Bereich Human Resources. 

Maximilian Peter folgt auf Peter Summo, der den Geschäftsbereich Polymers zehn Jahre lang erfolgreich leitete. Summo wird zum 1. Mai 2026 die Leitung des Zentralbereichs Sales & Distribution übernehmen. Der studierte Betriebswirt startete seine Karriere beim Spezialchemiehersteller Akzo Nobel und kam 1995 zu WACKER, wo er verschiedene Führungspositionen innehatte. 

„Mit Maximilian Peter und Peter Summo besetzen wir bei WACKER zwei Schlüsselpositionen mit erfahrenen Kollegen, die mit ihrer Expertise das Unternehmen bereits entscheidend geprägt haben“, sagt Christian Hartel, Vorstandvorsitzender von WACKER anlässlich des Stabwechsels. „Maximilian Peter wird als Leiter des Geschäftsbereichs Polymers künftig die regionale Expansion des Bereichs weiter vorantreiben. Peter Summo wird die Markt- und Kundenausrichtung von WACKER weiter forcieren und das Thema Sales Excellence übergreifend vorantreiben. Ich wünsche beiden gutes Gelingen in ihrer neuen Funktion und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, so Hartel weiter. 

Weitere Informationen:
polymers Wacker Maximilian Peter Peter Summo
Quelle:

Wacker Chemie AG

Web Gauging with Qualiscan QMS (c) Mahlo GmbH & Co. KG
Web Gauging with Qualiscan QMS
27.04.2026

Mahlo: Intelligente Qualitätskontrolle für technische Textilien

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Perfekte Ausrichtung für Gewebe 
Unternehmen wie Frenzelit, Freudenberg, Friedola, Getzner, Juta, Sattler, Swisstulle oder Toray zeigten auf der Messe, wie vielfältig die Einsatzbereiche klassischer Gewebe sind. Gleichzeitig wird deutlich: Schon kleinste Verzugsfehler können hier über Funktionsverlust und damit Ausschuss entscheiden. Die Orthopac-Systeme von Mahlo sorgen in diesen Prozessen dafür, dass Gewebe exakt ausgerichtet bleiben – kontinuierlich, zuverlässig und oft unbemerkt im Hintergrund.

Gleichbleibende Qualität bei Vliesstoffen
Nicht weniger komplex zeigen sich Vliesstoffe. Hersteller wie Alkegen (Gutsche), Dyneema, Filz Fulda, Freudenberg, Johns Manville, Lenzing, Norafin, Polyvlies, Pont Aurell, Tenowo oder TWE stehen für Materialien mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften, die in Hygieneartikeln, Fahrzeugen, Filtern oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen. 

Was hier zählt, ist vor allem eines: das Flächengewicht. Bereits geringe Abweichungen können darüber entscheiden, ob ein Produkt die Anforderungen erfüllt oder nicht. Mit dem Qualiscan QMS wird dieser entscheidende Parameter kontinuierlich überwacht – und bei Bedarf sofort nachjustiert. So bleibt die Qualität konstant, auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten.

Coatings unter voller Kontrolle 
Ein weiteres zentrales Thema auf der Techtextil waren Beschichtungen. Mehrlagige Materialien, komplexe Aufbauten und präzise definierte Eigenschaften machen moderne technische Textilien aus. Doch je komplexer ein Material, desto sensibler reagiert es auf Schwankungen im Prozess.
Hier geben Mahlo-Sensoren entscheidende Einblicke: Sie erkennen frühzeitig, wenn Beschichtungen zu dick oder zu dünn werden, und ermöglichen es, direkt gegenzusteuern. Fehler werden nicht erst am Ende sichtbar, sie werden gar nicht erst produziert. 
 
Feuchtigkeit und Temperatur: Unsichtbar, aber unverzichtbar
Ähnlich verhält es sich mit der Feuchte. Sie ist unsichtbar, aber entscheidend für viele Prozesse. Ob bei Nonwovens, Filzen oder in Trocknungsprozessen: eine präzise Kontrolle spart Energie, stabilisiert Abläufe und sichert die Produktqualität. IR- und Mikrowellensensoren liefern dafür die notwendigen Daten in Echtzeit.

Bei sensiblen Materialien wie Prepregs oder thermisch stabilisierten Geweben kommt die Temperaturkontrolle ins Spiel. Systeme wie Optipac und Ecopac stellen sicher, dass die Materialien exakt innerhalb der erforderlichen Temperaturfenster verarbeitet werden.

Qualität ist niemals Zufall 
Wer über die Techtextil geht, erkennt schnell: Hinter jedem Produkt steht ein komplexer Prozess, in dem zahlreiche Parameter exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Mahlo macht diese Prozesse messbar und beherrschbar – oft unscheinbar integriert, aber mit entscheidendem Einfluss auf die Qualität.

Quelle:

Mahlo GmbH & Co. KG

Texprocess 2026. Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
27.04.2026

Techtextil und Texprocess: Marktreife Lösungen für Industrien unter Druck

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Techtextil und Texprocess 2026 endeten mit einer starken Besucher- und Ausstellerbeteiligung.
Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern boten die internationalen Leitmessen Chancen für Neukundengeschäfte und neue Businesspartnerschaften. Damit zeigten die Veranstaltungen eine erneut sehr hohe Besucherzufriedenheit von 95 Prozent. Die Ausstellerzufriedenheit wuchs über beide Messen auf 86 Prozent, bei der Texprocess stieg sie auf 90 Prozent. Besonders deutlich – um 13 Prozent – wuchs die von den Ausstellern wahrgenommene Besucherqualität. Dies bestätigt Techtextil und Texprocess als wichtigste internationale Plattformen, um Innovationen erstmals auf dem Markt vorzustellen und sie mit relevanten Partnern in Anwendung zu bringen. Entsprechend ist das erwartete Nachmessegeschäft der Aussteller auf beiden Messen deutlich gewachsen. In einem herausfordernden Markt schafften Techtextil und Texprocess der globalen Branche damit einen stabilen Branchentreffpunkt. So waren Teilnehmer aus 112 Ländern auf dem Messegelände in Frankfurt vertreten. Zu den Top-Ten-Besucherländern zählten Deutschland, Italien, Frankreich, die Türkei, die Niederlande, Spanien, Belgien, Großbritannien, Polen und die Schweiz. Wachstum kam unter anderem aus Indien, Japan, Portugal, Schweden und den USA.

„Die volatilen Marktentwicklungen verändern Geschäftsmodelle nachhaltig. Konnektivität, Flexibilität und Geschwindigkeit sind in diesem Umfeld zentrale Erfolgsfaktoren. Auf der Techtextil und Texprocess treffen relevante Partner zusammen, um Ideen schnell zur Anwendung zu führen. Neue Materialien und Innovationen der Lieferkette sind entscheidende Wettbewerbsvorteile,“ sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Bei der Entwicklung neuer Lösungen spielt Kollaboration zwischen Forschung, Industrie und Anwendung eine wesentliche Rolle. Das zeigen die Techtextil und Texprocess Innovation Awards 2026. Ein Großteil der prämierten Innovationen entstand durch Partnerschaften. So entwickelte beispielsweise Samsara Eco eine enzymbasierte Recyclingtechnologie gemeinsam mit der Deakin University, The Lycra Company, Nilit und der Anwendermarke Lululemon.

Von Schutzbekleidung über Medizin- bis zu Automobillösungen – die Anwendungsbereiche textiler Innovationen sind branchenübergreifend. Neue Einsatzmöglichkeiten entstehen durch zufällige Begegnungen von Herstellern, Verarbeitern und Anwendern. „Auf der Techtextil und Texprocess zeigt sich, welche Lösungen sich auf industrieübergreifenden Märkten behaupten und Investitionen sichern. Gleichzeitig schaffen ungeplante Begegnungen mit neuen Geschäftspartnern Zugang zu neuen Märkten – und treiben Innovationen voran,“ sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, Messe Frankfurt.

Natürliche Performance-Lösungen für geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen 
Das Angebot Nature Performance zeigte auf der Techtextil Besucher*innen natürliche und biobasierte Alternativen zu Chemiefasern. Die Materialien vereinen Nachhaltigkeit mit Leistungsfähigkeit und schaffen CO₂-Einsparungen, Recyclingfähigkeit sowie eine geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Ob hitzebeständig, reißfest oder atmungsaktiv – über 110 Aussteller zeigten den zunehmenden Einsatz in industriellen Anwendungen. So präsentierte Cordenka technische Viskosefasern für den Agrarbereich, die sich kompostierbar mit Pflanzenresten entsorgen lassen. Oceansafe wiederum stellte ein Hochleistungspolymer auf Basis biobasierter und recycelter Rohstoffe vor, das für den industriellen Einsatz skaliert werden kann. 

Marktreife Hochleistungstextilien für Bekleidung
Im Segment Performance Apparel Textiles der Techtextil verdoppelte sich das Ausstellerangebot im Vergleich zur Vorveranstaltung. Steigende Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und Katastrophenschutz erhöhen die Nachfrage nach leistungsfähigen und normgerechten Textilien sowie spezialisierten Verarbeitungstechnologien. Unternehmen setzen verstärkt auf innovative Lösungen, die hohen Belastungen standhalten und gleichzeitig spezifische Schutzanforderungen erfüllen. Auf der Techtextil präsentierten Aussteller entsprechende Hochleistungsmaterialien für Outdoor, Sport, Mode sowie militärische und industrielle Sicherheitsbekleidung. Parallel zeigte die Texprocess die passenden Verarbeitungstechnologien für diese Anforderungen. Ein langlebiges und dauerhaft flammhemmendes Gewebe mit inhärentem Schutz bot Concordia. Advance Hitech Textile International stellte ein dehnbares Material für Arbeitsbekleidung mit besonderer Abriebfestigkeit, Formbeständigkeit und Farbechtheit vor. 

Vernetzte, bedarfsorientierte Systeme und effiziente Verarbeitungstechnologien
Auf der Texprocess erhielten Besucher*innen einen umfassenden Marktüberblick – die Grundlage für Investitionsentscheidungen in herausfordernden Zeiten. Dabei wurde ein klarer Trend sichtbar: Neben den Verarbeitungsmaschinen gewinnen vernetzte Lösungen entlang der Produktion an Bedeutung. Sie verbinden einzelne Prozessschritte stärker miteinander – vom Design über die Ressourcenplanung bis zur Fertigung – und ermöglichen so eine flexiblere, stärker nachfrageorientierte Produktion. „Die Zukunft der Bekleidungsproduktion liegt in vernetzten Lieferketten und ganzheitlichen Business-Modellen. Innovative Systemarchitektur und effiziente Technologien sind dabei ausschlaggebend, um flexibel auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse zu reagieren. Auf der Texprocess waren die neuesten Entwicklungen zu finden,“ sagt Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies. So präsentierte Style3D | Assyst neue KI-Lösungen für die Produktentwicklung. Sie vernetzen Design und Marketing, beschleunigen Abläufe und senken Kosten. Comelz zeigte ein Cuttingsystem, das mit künstlicher Bildverarbeitung manuelle Arbeitsschritte reduziert. Dürkopp Adler stellte eine neue Nähanlage vor, die durch smarte Schnittstellen einfache Vernetzung ermöglicht. 

Quelle:

Messe Frankfurt

© Joanna Benedetti Pirri
27.04.2026

ITA-Spin-off Solid Air (SA) Dynamics erreicht Semifinale der Rice Businessplan Competition

Das ITA-Spin-offs SA Dynamic wurde für das Semifinale beim diesjährigen Rice Business Plan Competition (RBPC) nominiert, einem der weltweit renommiertesten Startup-Wettbewerbe, ausgetragen an der Rice University in Houston, Texas.

Von 550 Bewerbungen aus aller Welt wurden lediglich 42 Teams für die Teilnahme am Wettbewerb zugelassen. SA Dynamics überzeugte dort mit seiner Technologie und seinem Geschäftsmodell und erreichte das Semifinale unter den besten 15 Teams.

Der RBPC bot SA Dynamics darüber hinaus die Möglichkeit, intensiv mit international führenden Coaches und Investoren in Kontakt zu treten. Die gewonnenen Einblicke und geknüpften Netzwerke werden die weitere Entwicklung des Unternehmens nachhaltig stärken.

„Unter die besten 15 von 550 Bewerbungen und 42 Teams beim RBPC zu kommen ist eine Bestätigung für alles, wofür wir täglich arbeiten. Wir sind unglaublich stolz auf unser Team und dankbar für jedes Gespräch, jede Herausforderung und jede neue Verbindung, die wir in Houston gemacht haben."— SA Dynamics Team

Das ITA-Spin-offs SA Dynamic wurde für das Semifinale beim diesjährigen Rice Business Plan Competition (RBPC) nominiert, einem der weltweit renommiertesten Startup-Wettbewerbe, ausgetragen an der Rice University in Houston, Texas.

Von 550 Bewerbungen aus aller Welt wurden lediglich 42 Teams für die Teilnahme am Wettbewerb zugelassen. SA Dynamics überzeugte dort mit seiner Technologie und seinem Geschäftsmodell und erreichte das Semifinale unter den besten 15 Teams.

Der RBPC bot SA Dynamics darüber hinaus die Möglichkeit, intensiv mit international führenden Coaches und Investoren in Kontakt zu treten. Die gewonnenen Einblicke und geknüpften Netzwerke werden die weitere Entwicklung des Unternehmens nachhaltig stärken.

„Unter die besten 15 von 550 Bewerbungen und 42 Teams beim RBPC zu kommen ist eine Bestätigung für alles, wofür wir täglich arbeiten. Wir sind unglaublich stolz auf unser Team und dankbar für jedes Gespräch, jede Herausforderung und jede neue Verbindung, die wir in Houston gemacht haben."— SA Dynamics Team

“Wir gratulieren SA Dynamics herzlich zu seiner außergewöhnlichen Leistung”, betont ITA-Institutsleiter Professor Dr. Thomas Gries. “Das gute Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll die hohe Qualität unserer Forschung und Lehre am ITA. Gern begleiten wir SA Dynamics weiter auf seinem Weg.”

Solid Air Dynamics entwickelt biobasierte und kreislauffähige Hochleistungsfasern für die Wärmedämmung auf Aerogel-Basis und treibt damit den Wandel hin zu leistungsstärkeren und nachhaltigeren Materialien voran und war Gewinner des Businessplan Wettbewerbs KUER.NRW 2023, des Techtextil-Innovaton Awards 2024 und zweiter Preisträger des RWTH Innovation Awards in 2026.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University

Eröffnungspressekonferenz Techtextil und Texprocess Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
22.04.2026

Techtextil & Texprocess 2026: Performance Apparel Textiles im Fokus der Eröffnung

Mit 1.700 Ausstellern aus 54 Ländern zeigen Techtextil und Texprocess 2026 die gesamte Innovationstiefe der internationalen Textilindustrie – von neuen Materialien über Recyclingtechnologien und Veredelungslösungen bis hin zu leistungsfähigen Textilherstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Wo die Innovationskraft besonders hoch ist, macht das Schwerpunktthema der Eröffnungspressekonferenz deutlich: Performance Apparel Textiles.

Mit 1.700 Ausstellern aus 54 Ländern zeigen Techtextil und Texprocess 2026 die gesamte Innovationstiefe der internationalen Textilindustrie – von neuen Materialien über Recyclingtechnologien und Veredelungslösungen bis hin zu leistungsfähigen Textilherstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Wo die Innovationskraft besonders hoch ist, macht das Schwerpunktthema der Eröffnungspressekonferenz deutlich: Performance Apparel Textiles.

Die Techtextil versammelt 1.500 Aussteller aus 52 Ländern. Zu den Highlights zählen das erstmals eigenständig gebündelte Segment Textile Chemicals & Dyes sowie das mit der Kennzeichnung Nature Performance versehene Angebot von über 110 Ausstellern, die natur- und biobasierte Fasern und Garne präsentieren. Darüber hinaus umfasst Performance Apparel Textiles im Vergleich zur Vorveranstaltung ein doppelt so großes Ausstellerangebot. Die Texprocess zeigt mit 200 Ausstellern aus 28 Ländern den neusten Entwicklungsstand der textilen Verarbeitung – von Design bis zum Finishing, geprägt von Automatisierung, Digitalisierung und KI. Ein Highlight: das Start-up Stars Areal, wo aufstrebende Newcomer direkt auf Partner aus Industrie und Forschung treffen. 
 
Techtextil und Texprocess gehören zu den innovationsstärksten Messen weltweit. Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt: „Eine gute Idee, die im Labor bleibt, verändert nichts. Eine Technologie, die nicht skaliert, löst kein Problem. Der eigentliche Hebel ist die Fähigkeit, Innovationen in marktfähige Lösungen zu überführen – von der Faser zur Anwendung, vom Prototyp zum Produkt. Genau dafür stehen Techtextil und Texprocess."
 
Performance Apparel Textiles: Hohe Nachfrage, steigende Anforderungen
Ob im Sport, in Outdoor-, Mode- und Workwear-Anwendungen oder in sicherheitsrelevanten Einsatzfeldern – der Bedarf an hochfunktionalen Textillösungen ist hoch. Steigende Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und Katastrophenschutz erhöhen die Nachfrage nach belastbaren, normgerechten und technologisch anspruchsvollen Produkten – und treiben Innovationen in der Branche voran. 

Die kuratierte Sonderschau „Performance Apparels on Stage" in Halle 9.0 steht exemplarisch für textile Antworten auf diese Anforderungen. Eine unabhängige Fachjury hat Exponate ausgewählt, die unter realen Einsatzbedingungen bestehen – von flammhemmender Schutzbekleidung über UV- und Thermoregulationslösungen bis zu integrierten Technologien. Judith Bosch, Senior Manager Smart and Technical Textiles bei ETP und Jurymitglied der Sonderschau: „Die Anforderungen sind deutlich komplexer geworden. Performance-Textilien müssen heute mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen – Schutz, Komfort, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Das gelingt nur durch die enge Verzahnung von Materialinnovation und Verarbeitungstechnologie." 

Dies führt zu unterschiedlichen Anforderungen – etwa bei normgeprüfter Schutzkleidung mit hitzebeständigen Garnen und verstärkten Nähten im Vergleich zu modischen Produkten. Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies, erläutert: „Erst durch präzise, modernste Verarbeitungstechnologien – angepasst an die jeweiligen Einsatzbereiche – werden innovative Materialien zu leistungsfähigen, normgerechten und serienreifen Bekleidungslösungen.“ 

Drei Beispiele aus der Eröffnungspressekonferenz zeigen die Bandbreite:

  • Molotov Cocktail Protective Suit (Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V.): Entwickelt für Spezialeinheiten im Langzeiteinsatz von bis zu zehn Stunden und mehr: Der Anzug schützt zuverlässig vor Brandangriffen und bleibt dabei leicht und atmungsaktiv. Grundlage sind eine optimierte Fasermischung, eine präzise Garn- und Gewebekonstruktion sowie ein innovatives Webverfahren.
  • Warp Knitted UV Protection Jacket (KARL MAYER Textilmaschinen GmbH): UV-Schutz 50+ – ganz ohne chemische Ausrüstung. Die Schutzwirkung entsteht allein durch die dichte Kettenwirkstruktur. Bei gleichem Gewicht ist das Material atmungsaktiver als vergleichbare Rundstrickware und überzeugt durch hohen Tragekomfort: leicht, kühlend, weich und formstabil – und erfüllt dabei gleichzeitig moderne Designansprüche.
  • Royotec Timeless: GRS Multi-Norm PPE Fabrics (Tejidos Royo): Multirisiko-Gewebe für CE-zertifizierte PSA mit inhärenter Flammhemmung und 25 Prozent Recyclinganteil. Die Schutzwirkung bleibt auch nach 100 Industriewäschen erhalten – bei gleichzeitiger Elastizität und deutlich längerer Lebensdauer.

 
Mehrmals täglich vom 21. bis 24. April bringen Live-Demonstrationen bei „Performance Apparels on Stage" die Exponate auf die Bühne.

Quelle:

Messe Frankfurt

COBRA® Filter Foto: (c) BB Engineering GmbH
COBRA® Filter
22.04.2026

Plastics Recycling Show Europe 2026: Effizientes Recycling von textilem PET

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Von Bottle-to-Bottle bis 100 % Fiber-to-Fiber: Dank des modularen Konzepts lässt sich VacuFil® exakt an individuelle Anforderungen anpassen. Unterschiedlichste PET-Ausgangsmaterialien wie Flakes, Textilabfälle, Faserabfälle oder Anfahrklumpen werden zuverlässig verarbeitet, während die IV gezielt an das gewünschte Endprodukt angepasst wird.

Im Zentrum steht die patentierte Schlüsselkomponente Visco+. Durch Liquid-State-Polycondensation entfernt sie flüchtige Konta-minationen verlässlich und liefert eine außergewöhnlich homoge-ne Schmelze von ±0,01 dl/g – und das bis zu 50 % schneller als vergleichbare LSP-Systeme. Je nach Durchsatz lässt sich dabei ein Viskositätsaufbau von bis zu 30 % erzielen.

Die kontinuierliche Prozessüberwachung durch ein Online-Viskosimeter gewährleistet einen stabilen und reproduzierbaren Output. Dabei hat VacuFil® eine Kapazität von 150 bis 4.000 kg/h. 

COBRA® setzt Maßstäbe in der Schmelzefiltration
Mit der Entwicklung des neuesten Schmelzefilters COBRA® will BB Engineering selbst hohen Verschmutzungsgraden zuverlässig begegnen, Filterwechsel und Reinigung vereinfachen und gleich-zeitig die Betriebskosten senken. 

Das Ergebnis ist ein leistungsstarkes System, das kontinuierliche Großflächenfiltration mit einer automatisierten, chemiefreien Zwi-schenreinigung vereint. Zwei Filtereinsätze mit automatischer Um-schaltung gewährleisten einen stabilen, sicheren und unterbre-chungsfreien Betrieb — auch bei hohen Verschmutzungsgraden, bei denen herkömmliche Kerzenfilter oder Siebwechsler an ihre Grenzen stoßen.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der integrierten Reinigung: Sie verlängert die Standzeiten der Filtermedien deutlich und reduziert gleichzeitig Bedienaufwand, Schmelzeverluste und Energiebedarf ohne Chemikalieneinsatz. Das steigert die Prozesssicherheit und senkt die Betriebskosten.

COBRA® eignet sich sowohl für die Grob- als auch für die Feinfilt-ration. Neben dem Einsatz im PET-Recycling bietet das System auch in weiteren Anwendungen, etwa in der Kunststoffspinnerei, Potenzial zur Effizienzsteigerung und kann dort ohne Schwierig-keiten nachgerüstet werden.

Quelle:

BB Engineering GmbH

Die Hydrocharging-Unit hycuTEC reduziert den Druckverlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel und schafft so eine Filtrationseffizienzen von über 99,99 %. Foto Neumag Nonwoven
Die Hydrocharging-Unit hycuTEC reduziert den Druckverlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel und schafft so eine Filtrationseffizienzen von über 99,99 %.
02.04.2026

FILTECH 2026: Neumag Nonwoven mit Fokus auf Spinnvliese für Filtermedien

Mit seiner Produktmarke Neumag stellt Barmag auf der diesjährigen FILTECH seine Technologien zur Herstellung von Spinnvliesen für Filtermedien vor. Themenschwerpunkte sind vor allem Lösungen zur Herstellung leistungsstarker Filtermedien zu wett-bewerbsfähigen Kosten. Hier kann Neumag sowohl im Bereich Meltblown als auch mit seinen Spinnvlieslösungen punkten. 

Meltblown-Technologie für höchste Qualitätsanforderungen 
Die Neumag Meltblown-Technologie ermöglicht die effiziente und unkomplizierte Produktion anspruchs-voller Vliesstoffe für Filtrations-, Isolations- und Sorptionsanwendungen. Dabei können unterschied-lichste Polymere verarbeitet werden – von klassischen Polyolefinen wie PP und PE über PET, PLA, PBT und PA bis hin zu Spezialkunststoffen wie PPS oder TPU. Alle diese und weitere Rohstoffe lassen sich mit dem Neumag Meltblown-Verfahren sicher und zuverlässig verarbeiten. 

Mit seiner Produktmarke Neumag stellt Barmag auf der diesjährigen FILTECH seine Technologien zur Herstellung von Spinnvliesen für Filtermedien vor. Themenschwerpunkte sind vor allem Lösungen zur Herstellung leistungsstarker Filtermedien zu wett-bewerbsfähigen Kosten. Hier kann Neumag sowohl im Bereich Meltblown als auch mit seinen Spinnvlieslösungen punkten. 

Meltblown-Technologie für höchste Qualitätsanforderungen 
Die Neumag Meltblown-Technologie ermöglicht die effiziente und unkomplizierte Produktion anspruchs-voller Vliesstoffe für Filtrations-, Isolations- und Sorptionsanwendungen. Dabei können unterschied-lichste Polymere verarbeitet werden – von klassischen Polyolefinen wie PP und PE über PET, PLA, PBT und PA bis hin zu Spezialkunststoffen wie PPS oder TPU. Alle diese und weitere Rohstoffe lassen sich mit dem Neumag Meltblown-Verfahren sicher und zuverlässig verarbeiten. 

Mit der Hydrocharging-Technologie hycuTEC, die mit dem Edana Filtrex Innovation Award ausgezeich-net wurde, lassen sich besonders leistungsstarke Elektret-Filtermedien herstellen. So kann der Druck-verlust eines typischen FFP2-Filtermediums auf weniger als ein Viertel reduziert werden. „Filtrationsef-fizienzen von über 99,99 % sind bei gängigen Medien mit etwa 35 g/m² und maximal 35 Pa Druckverlust problemlos erreichbar“, erklärt Andreas Frisch, Regional Sales Director Nonwoven. „Zudem entfällt bei den meisten Anwendungen der zusätzliche Trocknungsschritt – ein weiterer Vorteil dieser innovativen Technologie“, fügt er hinzu. 

Spinnvlieslösungen für leistungsstarke Filterkonzepte 
Spinnvliesstoffe gewinnen in der Filtration zunehmend an Bedeutung – sowohl als Trägermaterialien als auch als eigenständige Filtermedien. Durch gezielt auf die jeweilige Aufgabe abgestimmte Vliesstoffstrukturen lassen sich kundenspezifische Anforderungen präzise umsetzen. Auch die Kombi-nation mehrerer Funktionen innerhalb einer Lage ist möglich. 

Besonders die langjährige Expertise in Bikomponenten-Spinnverfahren eröffnet neue Möglichkeiten im Design innovativer Vliesstrukturen. Das Neumag Biko-Spinnvliesverfahren erlaubt die Kombination ver-schiedener Faserquerschnitte sowie die gleichzeitige Herstellung unterschiedlicher Fasern aus einem oder mehreren Polymeren auf einer einzigen Anlage. Das Spektrum reicht dabei von klassischen Kern- Mantel- und Side-by-Side-Filamenten über splittbare Fasern bis hin zu sogenannten Mixed Fibers.

Quelle:

Neumag Nonwoven 

Pilztechnikum © Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
01.04.2026

Forschung an substratbasierten Myzelwerkstoffen

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Das Team von Fraunhofer UMSICHT startete damals mit ersten Versuchen zu Myzelmaterial und Pilzzucht - noch mit Do-it-yourself-Geräten. Mithilfe des Förderprogramms „Nordwärts“ der Stadt Dortmund konnten die Infrastruktur des Labors und die partizipativen Arbeitsansätze z.B. das überregional bekannte Innovative Citizen Festival realisiert werden.  Im Jahr 2019 wurde das erste Projekt zum Thema Schallabsorber auf Basis von Pilzen und Pflanzenfasern mittels 3D-Pastendruck von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert.

Das Potenzial des biobasierten Werkstoffs ist groß – er ist ressourcenschonend, zirkulär und für vielseitige Anwendungen in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie einsetzbar. Myzelwerkstoffe entstehen dadurch, dass sich ein Pilz von einem bestimmten pflanzlichen Substrat ernährt, das Substrat durchwächst und somit stabilisiert. Durch entsprechende Trocknung stirbt der Pilz ab, das Material ist fertig zur Verwendung Weiterverarbeitung.  

Von der Substratentwicklung über den Prototypen bis zur Ökobilanzierung 
Die DEZENTRALE existiert aus diesem Grund nicht mehr als Mitmachlabor, Teile des Makerspaces sind zum Standort Oberhausen von Fraunhofer UMSICHT umgezogen – nutzbar für Forschungsprojekte des Instituts. Spezialist*innen aus den Bereich Biologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau widmen sich nun der Weiterentwicklung der Myzelwerkstoffe und bauten das Technikum für diesen Zweck in Dortmund aus. Für die Bereiche Substrat- und Prototypenentwicklung stehen große Konstantklimakammern, Autoklav, 3D-Keramikdrucker und Wärmeschränke bereit. Die Forschenden wählen passende Substrate aus, entwickeln die geeigneten Rezepturen für den Anwendungsfall und können mittels Trocknung und Inkubation die Prototypen der Myzelmaterialien herstellen. „Uns steht auch ein mikrobiologischer Laborbereich zur Verfügung“, erklärt Lina Vieres, Abteilung Carbon Utilization and Mineralization von Fraunhofer UMSICHT. Werkstoffcharakterisierung und Funktionalisierung des fertigen Materials übernehmen die entsprechenden Abteilungen bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Hier stehen die Themen Brandschutz, Abbaubarkeit oder Wärmeleitfähigkeit und Ökobilanzierungen der neuen Materialien im Mittelpunkt.  

„Wir freuen uns über die sehr gute Ausstattung des Myzeltechnikums, in der wir innovative Myzelmaterialien herstellen und somit die Bioökonomie vorantreiben. Wir können unsere Kund*innen von der Idee bis zum nachhaltigen Werkstoff begleiten und beraten. Außerdem bieten wir auch Fachworkshops oder Vorträge zum Thema an, um individuelle Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Lina Vieres. 

Quelle:

Fraunhofer UMSICHT 

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt
30.03.2026

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Nachhaltige Fasern und Garne zählen zu den stärksten Wachstumsmärkten technischer Textilien: Weltweit setzen anwendende Unternehmen verstärkt auf natürliche und biobasierte Lösungen – aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, CO₂-Einsparungen, biologischen Abbaubarkeit, Recyclefähigkeit und Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Dr. Terry P. Townsend, Statistiker bei der Discover Natural Fibres Initiative (DNFI), erläutert die aktuelle Entwicklung: „Fasern wie Jute (3 Mio. t/Jahr), Kokos (1,2 Mio. t), kurze Textilflachsfasern (200.000 t), Sisal (300.000 t), Industriehanf (400.000 t), Kapok (80.000 t) oder Abaca (50.000 t), werden vor allem in technischen Anwendungen eingesetzt und bieten großes Potenzial für eine erweiterte Rückgewinnung und Wiederverwertung. Mögliche Anwendungsbereiche für recycelte Naturfasern reichen von Verbundwerkstoffen in Automobilen zur Gewichtsreduzierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit über Dämmstoffe aus Hohlfasern bis hin zu Baumaterialien, bei denen Naturfasern als Bindemittel dienen.“

Nature Performance: über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Materialien
Neue Materialinnovationen, Anwendungsmöglichkeiten und Unternehmen: Natürliche sowie biobasierte Fasern und Garne sind im Aufwind und der Markt für industriereife Lösungen wächst. Die Techtextil rückt diese Entwicklungen in den Fokus und ermöglicht Besucher*innen einen globalen Überblick sowie die gezielte Suche nach passenden Partnern und Lösungen. Wichtiges Tool dafür ist das neu eingeführte Label Nature Performance, unter dem sich über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Fasern und Garnen für alle relevanten Anwendungsfelder präsentieren. Mit dabei sind internationale Innovatoren wie Abacell, Basaltex, Cordenka, Karsu Tekstil, Südwolle oder Vombaur. Entsprechende Unternehmen sind am Messestand sowie in der online Ausstellersuche mit dem Signet klar gekennzeichnet – für schnelle Orientierung, gezielte Business-Kontakte und Raum für Neuentdeckungen. Die Halle 9.1 bündelt eine breite Auswahl an innovativen Lösungen und dient als zentrale Anlaufstelle für Anbieter mit natürlichen sowie biobasierten Materialien. 

Recycelte und recycelbare Fasern sowie Garne im Fokus
Verschärfte Regularien zur Kreislaufwirtschaft treiben das textile Recycling in Europa voran und verleihen dem Markt spürbare Dynamik – gleichzeitig bleibt die Rückgewinnung leistungsfähiger Fasern und Garne aus Alttextilien eine zentrale Herausforderung. Die Techtextil 2026 präsentiert rund 90 Aussteller mit recycelten und/oder recycelbaren Fasern und Garnen für die verschiedenen Anwendungsbereiche technischer Textilien. Mit dabei sind renommierte Unternehmen wie Aquafil, Freudenberg Performance Materials, Lenzing, Nilit, Purfi Manufacturing, Recyy’Elit SAS, Teijin Group und The Lycra Company. Wie vielfältig und technologisch anspruchsvoll das Feld inzwischen ist, zeigt auch der „Dutch Circular Textile Pavilion“ in Halle 9.1: Hier demonstriert unter anderem SaXcell ein chemisches Faser-zu-Faser-Recycling, das Textilabfälle zu neuen Fasern in Baumwollqualität umgewandelt. Die Modemarke Vodde stellt eine eigene Faser-zu-Faser-Lieferkette vor, mit der sie Garne aus 100 % recycelten Textilabfällen für die eigene Produktion gewinnt. Weitere Innovationen sowie eine Garn-Bibliothek präsentieren die Mitaussteller EECOFF, Materialliance und Tex-tracer. 

Texpertise Econogy – Kompass für textile Nachhaltigkeit 
Zusätzliche Orientierung im wachsenden Markt für nachhaltige textile Lösungen bietet das messeübergreifende Nachhaltigkeitsprogramm Texpertise Econogy. Der Begriff vereint ökologische und ökonomische Aspekte und kennzeichnet von Expert*innen geprüfte und zertifizierte Aussteller, die nachhaltig, ethisch verantwortungsvoll und wirtschaftlich handeln. Auf der Techtextil tragen rund 120 Unternehmen das Econogy-Signet und sind in der Ausstellersuche sowie über das Icon am Messestand zu finden. Ergänzend geben Econogy Talks und geführte Touren geschäftsfördernde Einblicke in neue Entwicklungen und Best Practices.

NC X card in operation on a T SUPREMA needle punch line at a customer site – proven performance in real production conditions Foto Trützschler Gruppe
27.03.2026

Vliesstoff und Faserverarbeitung: Trützschler auf der Techtextil 2026

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert die Trützschler Gruppe auf der Techtextil in Frankfurt am Main ihre Lösungen für die Vliesstoff und Faserverarbeitung. Trützschler Nonwovens präsentiert seine neuesten Entwicklungen für eine effiziente Vliesstoffproduktion – ergänzt durch umfassende Service und Beratungslösungen. Zu den Messe Highlights zählen die weiterentwickelten X-Series-Krempeln für Spunlace , Vernadelungs  und Air Through Bonding  (ATB) Prozesse, das digitale Arbeitsumfeld T-ONE mit neuen Funktionen sowie eine neue Hochleistungs-Kardengarnitur von Trützschler Card Clothing mit speziell entwickelter Drahtoberfläche für anspruchsvolle Vliesstoffanwendungen. Darüber hinaus erhalten Besucher einen Einblick in TRUECYCLED, Trützschlers Komplettlösung für das Recycling von Textilabfällen.

Vom 21. bis 24. April 2026 präsentiert die Trützschler Gruppe auf der Techtextil in Frankfurt am Main ihre Lösungen für die Vliesstoff und Faserverarbeitung. Trützschler Nonwovens präsentiert seine neuesten Entwicklungen für eine effiziente Vliesstoffproduktion – ergänzt durch umfassende Service und Beratungslösungen. Zu den Messe Highlights zählen die weiterentwickelten X-Series-Krempeln für Spunlace , Vernadelungs  und Air Through Bonding  (ATB) Prozesse, das digitale Arbeitsumfeld T-ONE mit neuen Funktionen sowie eine neue Hochleistungs-Kardengarnitur von Trützschler Card Clothing mit speziell entwickelter Drahtoberfläche für anspruchsvolle Vliesstoffanwendungen. Darüber hinaus erhalten Besucher einen Einblick in TRUECYCLED, Trützschlers Komplettlösung für das Recycling von Textilabfällen.

Trützschler Nonwovens
Die T‑SUPREMA Vernadelungslinie hat ihre Leistungsfähigkeit bereits im Markt unter Beweis gestellt: Seit Anfang dieses Jahres sind Anlagen erfolgreich bei zwei Kunden in Betrieb. Sie demonstriert die Vielseitigkeit von Nadelvliesen – mit Grammaturen von unter 50 g/m² bis über 2.000 g/m². Neue, optimierte Linienkonfigurationen mit der kompakten NC‑Xe Karde reduzieren den Platzbedarf und gewährleisten eine hohe Prozessstabilität und konstante Produktqualität.

Neben kompletten Linienlösungen präsentiert Trützschler Nonwovens auf der Techtextil 2026 auch Weiterentwicklungen seines Einzelmaschinenportfolios. Dazu gehören die X‑Series-Krempeln – die Hochgeschwindigkeitskrempel NCT‑X, die vielseitige NC‑X sowie die kompakte NC‑Xe – der MPD Hochleistungstrockner und die neue kompakte AquaJet‑X Wasserstrahlverfestigungsanlage. Alle Neuentwicklungen vereinen kompakte Maschinenkonzepte mit hoher Anlagenverfügbarkeit, Prozesssicherheit und exzellenter Performance.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fortschrittlichen Air‑Through‑Bonding‑Technologie (ATB) für Hygieneanwendungen. Der ATB‑Prozess ermöglicht die zuverlässige Verarbeitung ultrafeiner Fasern bis 0,4 dtex und die Herstellung außergewöhnlich weicher Vliesstoffe, die höchste Anforderungen an Weichheit und Leistungsfähigkeit – insbesondere für Babywindelanwendungen – erfüllen.

T‑ONE, das digitale Arbeitsumfeld von Trützschler Nonwovens, bildet ein leistungsstarkes digitales Rückgrat für jede Vliesstoffproduktionslinie. Neue Funktionen umfassen ein Energiemanagement zur Echtzeitüberwachung des Strom‑ und Gasverbrauchs inklusive CO₂‑Fußabdruckberechnung pro Zeiteinheit, Rolle oder Auftrag. Zusätzlich erkennt eine kamerabasierte Anomaliedetektion frühzeitig Faserwanderungen und Faseransammlungen. Dies hilft, ungeplante Stillstände zu vermeiden und gleichzeitig Prozessstabilität sowie Produktionstransparenz zu erhöhen.

Mit maßgeschneiderten Modernisierungs‑ und Entwicklungslösungen unterstützt Trützschler Nonwovens Hersteller dabei, bestehende Anlagen zu optimieren und neue Produktideen zuverlässig in die industrielle Serienproduktion zu überführen. Anwendungsspezifische Beratung steigert Effizienz, Ausstoß und Lebensdauer der Anlagen – ohne Kompromisse bei der Produktqualität.

Trützschler Card Clothing (TCC): Kardengarnituren
Besucher erleben auf der Techtextil höchste Vliesstoffperformance mit hocheffizienten Kardengarnituren von Trützschler Card Clothing. Die TCC‑Experten stellen eine neue Drahtgeneration mit speziell entwickelter Oberfläche für Hygiene‑, Spunlace‑ und ATB‑Anwendungen vor. Sie sorgt für einen saubereren Betrieb, geringere Verschmutzung und reduzierte Stillstandszeiten – für maximale Produktivität der Vliesstofflinie. Weitere Details werden auf der Messe vorgestellt.

Trützschler Spinning: TRUECYCLED – Lösung für Textilrecycling
Ein weiterer Fokus liegt auf TRUECYCLED, der Komplettlösung von Trützschler für das Recycling von Textilabfällen. Das Konzept deckt den gesamten Prozess ab – vom Schneiden und Zerreißen von Alttextilien über das Kardieren bis zum Strecken der Sekundärfasern. Basierend auf technologischen Empfehlungen von Trützschler und einer optimal abgestimmten Maschinenkonfiguration gewährleistet TRUECYCLED die bestmögliche Qualität des Endprodukts.

Weitere Informationen:
Trützschler Gruppe Techtextil
Quelle:

Trützschler Gruppe

Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT © Fraunhofer UMSICHT
Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT
25.03.2026

Nachhaltigere Produktion in der chemischen Industrie

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Säuren sind neben Erdöl-Folgeprodukten die wichtigsten Gebrauchsgüter der produzierenden Industrie. Unverzichtbar sind sie u. a. in metallverarbeitenden Betrieben, wo sie in Beizen die Oberflächenqualität und Haltbarkeit von Metallprodukten gewährleisten. Allein in Deutschland wurden 2023 2,83 Mio. Tonnen Schwefelsäure und 1,53 Mio. Tonnen Salzsäure produziert* – das entspricht gut 34 kg pro Kopf. »Eine enorme Menge, die hohe Folgekosten durch die anfallenden Abfallströme mit sich bringt«, weiß Lukas Rüller vom Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Nach Gebrauch gelten die Säuren nämlich als belasteter Sonderabfall: Sie müssen neutralisiert und entsorgt werden, wodurch Schlämme und gefährliche Abfälle entstehen. Gleichzeitig gehen wertvolle Metalle oder Seltene Erden verloren – und damit wichtige Rohstoffe für die Industrie.

Membranen halten extremen Prozessbedingungen Stand
Fraunhofer UMSICHT möchte die sogenannten Abfallsäuren wieder in den Prozesskreislauf zurückzuführen und Wertstoffe gezielt abtrennen. Im Rahmen des Projekts »SäureWert« entwickelt das Oberhausener Forschungsinstitut gemeinsam mit dem Projektpartner FNE ein kontinuierlich betriebenes Verfahren aus Nanofiltration und nachfolgender Konzentratbehandlung. Zum Einsatz kommen dabei neuartige, besonders säurebeständige Membranen, die auch extremen Prozessbedingungen – pH-Wert, Temperatur, Druck – standhalten. Die Abfallsäuren werden mit speziellen Filtern so gereinigt, dass die gelösten Wertstoffe auf der Membranseite zurückbleiben. Durch eine kontrollierte Verteilzeit der Lösung in der Membrananlage wird verhindert, dass sich Kristalle in der Membran bilden. Verblockungen und somit Stillstandzeiten werden vermieden.

Gewinn für Umwelt und Unternehmen
Das Ergebnis sind zum einen wiederverwendbare Säuren und zum anderen über weitere Prozessstufen wie Kristallisation oder Fällung abgetrennte Rohstoffe. Lukas Rüller: »Wenn Säuren und Metalle im Kreislauf bleiben, gewinnen Unternehmen und Umwelt gleichermaßen. Und wir machen einen wichtigen Schritt hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft.«

Das Vorhaben ist auf zwei Jahre ausgelegt. Zunächst testen die Forschenden geeignete Membranen und stellen die Prozessparameter ein. In einer zweiten Phase wird bei FNE in Freiberg eine Pilotanlage errichtet und im Betrieb getestet. Parallel führt das Projektteam Gespräche mit potenziellen Kunden, um weitere Anwendungsfälle zu identifizieren und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen Foto: Messe Frankfurt / Jean-Luc Valentin
24.03.2026

Marktreife Schutztextilien für Defence-Anwendungen auf der Techtextil 2026

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Die EU-Verteidigungsausgaben erreichten 2025 mit rund 381 Milliarden Euro einen Höchststand. Den Stellenwert von Textilinnovationen in diesem Umfeld belegt das Work Programme 2026 des European Defence Funds: Es definiert „Smart and multifunctional textiles“ als eigenes Themenfeld. Vom 21. bis 24. April 2026 präsentieren mehr als 10 Prozent der über 1.500 Aussteller in Frankfurt am Main Materialinnovationen für Schutztextilien.

Für Produktentwickler und OEM-Hersteller entscheidet sich die Leistungsfähigkeit persönlicher Schutzausrüstung in der textilen Wertschöpfungskette. Gefragt sind Materialien, die ballistischen Schutz, Flammschutz und extreme Belastbarkeit sichern – ohne Abstriche bei Komfort und Ergonomie. Zugleich steigern Regularien wie die PFAS-Beschränkung den Bedarf nach Alternativen für wasser-, öl- und schmutzabweisende Ausrüstungen. 

Für Beschaffungsverantwortliche, Einkäufer und technische Leiter bei Systemanbietern rückt die industrielle Umsetzbarkeit in den Fokus. Sie benötigen marktreife Materialien und textile Komponenten, die sich normgerecht, reproduzierbar und in belastbaren Stückzahlen verarbeiten lassen – etwa für ballistische Schutzsysteme oder ABC-Schutzbekleidung.

Die Techtextil bietet Entscheidern aus dem Defence-Bereich einen Marktüberblick, um sich strategisch im wachsenden Markt für Schutztextilien zu positionieren. Mehr als 150 spezialisierte Aussteller bilden das technologische Fundament: von Faserinnovationen für Entwickler und Hersteller bis zu fertigen Materialien für die Beschaffung.  So präsentiert die Lenzing Group inhärent flammhemmende Cellulosefasern, die Hitze- und Flammschutz direkt in der Faser verankern.: HS Hyosung Advanced Materials zeigt Hochleistungsgarne aus synthetischen Polymeren.

Parallel schlägt die Texprocess mit rund 200 Ausstellern die Brücke zum Finishing und der industriellen Verarbeitung. Zusammen vereinen beide Veranstaltungen mehr als 1.700 Aussteller auf dem Frankfurter Messegelände.

„Die Anforderungen an Schutzgewebe gleichen sich in vielen Anwendungsfeldern zunehmend an: geringes Gewicht, hohe Robustheit, Klimakomfort und reproduzierbare Verarbeitung“, erklärt Lotje Oosterlinck, Product Manager Workwear Concordia Textiles. „Entscheidend wird die Fähigkeit, Materiallösungen über unterschiedliche Schutzdomänen hinweg zu entwickeln und in industrielle Prozesse zu überführen.”

Industrielle Skalierbarkeit: von der Vorstufe zum Schutzsystem
Im Bereich „Performance Apparel Textiles“ bündeln rund 150 Aussteller konkrete Applikationen für Schutzbekleidung – erlebbar im Live-Format „Performance Apparels on Stage.“ Die Basis bildet das neue Segment „Textile Chemicals & Dyes“: Über 30 Aussteller vernetzen hier die Chemie-Vorstufe direkt mit der textilen Anwendung.

Als essenzielle mechanische Bausteine für diese Schutzlösungen liefern zudem Spezialisten wie die Güth & Wolf GmbH, JUMBO-Textil GmbH & Co. KG und Otto Stockmayer & Sohn GmbH hochbelastbare Schmaltextilien, Bänder und Gewirke.

„Im Bereich der Schutztextilien entscheidet nicht allein eine neue Faser oder ein neues Finish über die Marktrelevanz. Gerade für anspruchsvolle Anwendungen werden Testbarkeit, Reproduzierbarkeit und die sichere Überführung in industrielle Prozesse zum eigentlichen Innovationsmaßstab“, sagt Dr. Heike Illing-Günther, Geschäftsführung Sächsisches Textilforschungsinstitut.

Mit Praxis-Insights von NASA-Expertinnen und -Experten und Schwerpunkten wie „Textile Intelligence“ sowie „Resilient Textiles“ adressiert das Techtextil Forum die operativen Bedarfe der Branche: smarte Funktionen, materialseitige Resilienz und die schnelle Überführung vom Konzept in die skalierbare Anwendung.