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02.04.2026

Textilgesetz: HDE fordert praxisnahe und bürokratiearme Umsetzung

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Das Eckpunktepapier setzt nach der Einschätzung des HDE mit Sammelquoten von 70 Prozent, Recyclingquoten von 85 Prozent und einer Verwertungsquote von 95 Prozent sehr ehrgeizige Ziele. „Im weiteren Gesetzgebungsverfahren kommt es darauf an, ein Umsetzungsmodell zu entwickeln, das die Belange des Mittelstands berücksichtigt. Es muss um eine praxisnahe und bürokratiearme Lösung gehen, die von der Wirtschaft getragen wird. Finanzielle Belastungen müssen dabei klar den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und sollten die betroffenen Unternehmen nicht unnötig belasten“, so Gerstein.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Ballen Fa.Wenkhaus
30.03.2026

Bundesumweltministerium: Erweiterte Herstellerverantwortung bei Textilien

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Fast-Fashion-Kleidung wird nur kurz getragen, aber macht lange Ärger. Sie überschwemmt den Markt, lässt Altkleider-Container überquellen und kann kaum Second Hand wiederverwendet oder recycelt werden. Die Altkleidersammlung hat in Deutschland über Jahrzehnte gut funktioniert, steht aber zunehmend unter Druck. Ich will mit einem neuen Textilgesetz für Entlastung sorgen. Wer massenhaft Wegwerf-Klamotten bei uns auf den EU-Markt bringt, soll auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Das muss auch für die vielen Billigimporte aus China gelten. Dabei gilt: Je mehr Textilien die Hersteller auf den Markt bringen und je minderwertiger die Ware ist, desto mehr müssen sie beitragen. Mit der Herstellerverantwortung helfen wir auch karitativen Akteuren wie der Deutschen Kleiderstiftung, die Kleiderspenden aus ganz Deutschland verwertet und an jene weitergibt, die sie dringend brauchen. Klar ist für mich: Kommunen und karitative Einrichtungen sollen weiterhin zentrale Akteure bei der Entsorgung von Alttextilien sein, damit sie ihre gesellschaftliche Rolle auch weiter wahrnehmen können.“

Unter die neuen Regelungen sollen Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe fallen. Das Eckpunktepapier definiert zudem Rollen und Aufgaben der Akteure in dem neuen System. So müssen Hersteller zukünftig die finanzielle Verantwortung für Alttextilien übernehmen. Die Sammlung und Verwertung wird über Organisationen für Herstellerverantwortung im Auftrag der Hersteller organisiert. Maßgeblich für das Bundesumweltministerium ist, dass bewährte und effiziente Sammelstrukturen beibehalten werden, die im Wesentlichen durch die Kommunen und die karitativen Akteure vorgehalten werden. Daneben enthält das Eckpunktepapier auch konkrete Zielvorgaben zur Sammlung und Verwertung, die erreicht werden müssen.

Die vorgelegten Eckpunkte dienen der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde.

Das Bundesumweltministerium nimmt bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier entgegen. Das Gesetz muss bis zum 17. Juni 2027 in Kraft treten, da dann die EU-rechtlich vorgegebene Umsetzungsfrist abläuft.

Bundesumweltminister Schneider: "Es ist mir sehr wichtig, dass alle betroffenen Akteure frühzeitig beteiligt und eingebunden werden. So können wir die richtigen Weichen stellen, um die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig den Aufbau effizienter und unbürokratischer Strukturen vorzubereiten."
Weitere Maßnahmen für nachhaltige Textilien in Planung

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien ist Teil eines Maßnahmenpakets, um mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufführung im Textilsektor zu erreichen. Ab dem 19. Juli 2026 gilt durch die Ökodesignverordnung ein EU-weites Vernichtungsverbot für bestimmte unverkaufte Kleidung und Schuhe. Zudem setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, dass zügig Ökodesign-Regeln für Alltagsbekleidung auf den Weg gebracht werden um zu verhindern, dass Bekleidung von minderer Qualität überhaupt auf den europäischen Markt kommt. Unter der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sind Dialogprozesse zu Ultra-Fast-Fashion in Arbeit.

Das BMUKN lädt alle Interessierten ein, sich an den vorbereitenden Diskussionen zur Gestaltung des Textilgesetzes auf Basis des Eckpunktepapiers zu beteiligen. Hierzu besteht die Möglichkeit, bis zum 24.04.2026 eine schriftliche Stellungnahme an CIII5[at]bmukn.bund.de zu übermitteln.

30.03.2026

bvse: "Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland"

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Für privatwirtschaftliche Sammler bedeutet dies einen gesetzlich erzwungenen Rollenwechsel: vom eigenverantwortlichen Marktakteur zum nachgelagerten Dienstleister. Gleichzeitig wird gemeinnützigen Sammlern und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weiterhin gestattet, Alttextilien selbst zu sortieren und zu verwerten. Diese asymmetrische Privilegierung verzerrt den Wettbewerb und führt absehbar zur Verdrängung etablierter gewerblicher Sammel- und Sortierstrukturen.

Darüber hinaus wirft das Eckpunktepapier zentrale rechtliche und systemische Fragen auf:
Die vorgesehene Aufhebung der Getrennthaltungspflicht für Textilien bei öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern steht im Widerspruch zu europarechtlichen Vorgaben. Zugleich befördert sie Bestrebungen einzelner Bundesländer, mangels tragfähiger Märkte nicht wiederverwendbare Alttextilien pauschal der Verbrennung zuzuführen.

Die Verpflichtung der OfHs zur Vorlage von Ökomodulationskonzepten bleibt ohne nationale Mindeststandards unbestimmt. Bis verbindliche EU-Ökodesign-Kriterien greifen, drohen ein regulatorischer Flickenteppich und ein Unterbietungswettbewerb bei Beiträgen – zulasten von Qualität, Sortiertiefe und Wiederverwendung.

Branche halte System am Laufen
Die privatwirtschaftlichen Altkleidersammler und Sortierer im bvse-Fachverband Textilrecycling sichern weiterhin vor Ort die Funktionsfähigkeit der Stoffströme. Trotz steigender Fehlwürfe, zunehmender Verunreinigung der Sammelware und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit leisten die Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zur textilen Kreislaufwirtschaft. Sammelstandorte werden betrieben, Container gereinigt, Materialien sortiert und hochwertigen Verwertungswegen zugeführt.

Marwin Gedenk, kommissarischer Vorsitzender des bvse-Fachverbands Textilrecycling:
„Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten täglich unter enormem Kostendruck daran, wirtschaftlich tragfähige Stoffströme zu sichern. Wir räumen, sortieren und handeln weiter. Gut erhaltene Kleidung ist nach wie vor gefragt. Politik und Verwaltung müssen jetzt verlässliche Übergangsregeln schaffen.“

Der Fachverband stellt klar: Nur ein System, das alle Akteure gleichberechtigt integriert, kann die gesetzten Ziele der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft tatsächlich erreichen.

Ohne Übergangslösungen drohe ein Strukturbruch
Der Fachverband fordert daher politische Klarheit sowie kurzfristige Finanzierungsbrücken bis zum Inkrafttreten eines Textilgesetzes. Nur belastbare Übergangsregelungen sichern Sammlungskapazitäten, Sortierqualität und die bewährte Zusammenarbeit mit Kommunen und karitativen Partnern.

Akuter Handlungsbedarf besteht zudem bei der Finanzierung der Entsorgung von Fehlwürfen. Derzeit tragen Sammler und Verwerter erhebliche Kosten für die Beseitigung von Restabfällen – obwohl diese Aufgabe originär in die Zuständigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger fällt. Diese Schieflage ist weder sachgerecht noch dauerhaft tragfähig.

Die Wiederverwendung von Alttextilien muss weiterhin oberste Priorität behalten. Entsprechend ist die Vorbereitung zur Wiederverwendung konsequent zu stärken. Parallel dazu sind die bestehenden Recyclingstrukturen für nicht wiederverwendbare Textilien gezielt auszubauen – nicht zu verdrängen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Foto: Anja, Pixabay
27.03.2026

BTE: Bundesumweltministerium soll bei EPR nachbessern

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Der BTE macht deutlich, dass bei der weiteren Ausgestaltung der EPR Regeln Augenmaß unbedingt erforderlich sei. „Die Eckpunkte setzen erste Impulse. Jetzt geht es darum, die vorgesehenen Regeln so auszugestalten, dass sie in der Praxis tragfähig, bürokratiearm und für alle Marktakteure fair umsetzbar sind“, betonen Gudrun Höck und Marika Hanschke, Referentinnen für Kreislaufwirtschaft beim BTE. Maßgeblich sei, dass die Gebührenstruktur dabei transparent und verhältnismäßig geregelt bzw. gestaffelt werden müsse. Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage im Modehandel müsse sichergestellt werden, dass zusätzliche finanzielle Belastungen auf ein zwingend notwendiges Mindestmaß begrenzt werden. 

Im weiteren politischen Prozess sei eine sorgfältige Nachschärfung maßgeblich. Der BTE bemängelt, dass eine klare Zuordnung von Zuständigkeiten bei der Registrierung, der Genehmigung und der Systemaufsicht über eine zuständige Behörde fehlten. Außerdem ist aus Sicht des BTE ein wirksamer Vollzug von Ordnungswidrigkeiten unverzichtbar, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer sicherzustellen. Insbesondere die effektive Marktüberwachung internationaler Onlineplattformen, der konsequente Umgang mit Trittbrettfahrern sowie ein wirksames Vorgehen zur weiteren Eindämmung von Ultra-Fast-Fashion sind hierbei erforderlich. Darüber hinaus weist der BTE darauf hin, dass Schuhe zwar vom Anwendungsbereich erfasst sind, bislang jedoch nicht gesondert berücksichtigt werden. Um sachgerechte Lösungen für die spezifischen Material- und Verwertungsströme von Schuhen zu berücksichtigen, sei eine separate fachliche Behandlung erforderlich, etwa durch eine eigene Kommission für Altschuhe. 

Als Interessenvertretung des deutschen Textil , Schuh  und Lederwareneinzelhandels wird der BTE den weiteren politischen Prozess eng begleiten und die Belange und Perspektiven der Branche aktiv einbringen. Ziel des BTE bleibt ein EPR System, das ökologische Ziele wirksam unterstützt und die Besonderheiten textiler und schuhspezifischer Materialströme angemessen berücksichtigt. Zugleich wird der BTE den Handel durch praxisnahe Informationen, Orientierungshilfen und begleitende Formate bei der Umsetzung der EPR-Anforderungen unterstützen.

Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche Foto: Mohamed Hassan, Pixabay
26.03.2026

BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 
„Das, was wohl gerade in der Regierungskoalition diskutiert wird, nehmen wir mit blankem Entsetzen wahr und es stößt bei den Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhändlern auf maximales Unverständnis, da diese Branche bereits seit den Zwangsgeschäftsschließungen während der Coronapandemie die am stärksten gebeutelte Handelsbranche war und ist. Auch die Tatsache, dass diese Debatte in einer Phase von vielen Insolvenzen und Geschäftsschließungen in unserer Branche geführt wird, ohne Entlastungen konsequent zu Ende zu denken, ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel und ein fatales Signal“, so BTE-Präsident Mark Rauschen.   
 
Der BTE verweist darauf, dass Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen reagieren. Als Folge würde die Nachfrage nach Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen zusätzlichen Dämpfer erfahren. Weiteren Geschäftsschließungen, vor allem im stationären Handel, würde damit Vorschub geleistet, was wiederum insbesondere in den Innenstädten zu zunehmenden Leerständen und Attraktivitätsverlusten führen würde. Zudem befürchtet der BTE, dass asiatische Billigstplattformanbieter die Profiteure sein könnten, deren teils illegalen Geschäftspraktiken seitens der Politik gerade erst bekämpft werden sollen.  
 
BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels: „Was uns weiter massiv verärgert und verwundert, ist der Umstand, dass erst zu Beginn dieses Jahres die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie deutlich und dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde, um die Branche zu entlasten und zu stärken. Dafür war anscheinend genügend finanzieller Spielraum vorhanden. Für ebenso obskur halten wir auch die Idee bzw. den anscheinend wirklich ernsthaft diskutierten Vorschlag, für Geringverdiener den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel auf 4 Prozent zu senken oder sogar ganz aufzuheben. Mit Verlaub: Dafür will und kann gerade auch unsere Branche nicht nochmals die Zeche zahlen.“
  
„Der bereits über Gebühr belastete Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel muss endlich wieder atmen können. Auch die Angst unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern vor immer weniger Geld im Portemonnaie ist real und führt dazu, dass viele Menschen selbst notwendige Anschaffungen zurückstellen. Es braucht von der Politik jetzt konstruktive Vorschläge, statt nicht zu Ende gedachter Ideen und parteipolitischer Spielchen“, so Rauschen abschließend. Der BTE fordert stattdessen politische Ambitionen bei der Senkung grundlegender Belastungen – insbesondere bei Steuern, Abgaben und Energiekosten. Und zwar unverzüglich, besser gestern als morgen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

24.03.2026

Mimaki: DTF-Druck erreicht neues Niveau

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneideplottern, hat die Einführung des TxF300-75Plus bekanntgegeben, eines Upgrade-Modells in seiner DTF-Druckerserie, des Modells TxF300-75.

Erhöhte Tintenkapazität für unterbrechungsfreien DTF-Druck 
Eine entscheidende Verbesserung des neuen Modells ist seine erweiterte Kapazität für Weißtinte: Es verfügt über vier zusätzliche Steckplätze für weiße Tintenpatronen und ist mit dem UISS-System (Uninterrupted Ink Supply System) von Mimaki ausgestattet. Dank dieser Konfiguration ist ein ununterbrochener Druckbetrieb von bis zu 8–9 Stunden möglich, sodass häufige manuelle Patronenwechsel entfallen und ein reibungsloser Betrieb in Produktionsumgebungen mit hohem Druckaufkommen sowie im Nachtbetrieb gewährleistet wird.

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneideplottern, hat die Einführung des TxF300-75Plus bekanntgegeben, eines Upgrade-Modells in seiner DTF-Druckerserie, des Modells TxF300-75.

Erhöhte Tintenkapazität für unterbrechungsfreien DTF-Druck 
Eine entscheidende Verbesserung des neuen Modells ist seine erweiterte Kapazität für Weißtinte: Es verfügt über vier zusätzliche Steckplätze für weiße Tintenpatronen und ist mit dem UISS-System (Uninterrupted Ink Supply System) von Mimaki ausgestattet. Dank dieser Konfiguration ist ein ununterbrochener Druckbetrieb von bis zu 8–9 Stunden möglich, sodass häufige manuelle Patronenwechsel entfallen und ein reibungsloser Betrieb in Produktionsumgebungen mit hohem Druckaufkommen sowie im Nachtbetrieb gewährleistet wird.

Sobald eine Patrone leer ist, wechselt das UISS von Mimaki automatisch zur nächsten verfügbaren Patrone über, wodurch ein stabiler Tintenfluss und eine unterbrechungsfreie Druckleistung erzielt werden. Das Bedienpersonal kann Patronen auch während des Druckvorgangs austauschen, ohne die Produktion unterbrechen zu müssen, was zur Maximierung der Betriebszeit und effizienteren Workflows beiträgt.

Eine weitere Optimierung des TxF300-75Plus ist seine verbesserte Leistung bei der Verwendung von Weißtinte, die durch Hardware- und Software-Updates erreicht wurde und für mehr Stabilität sowie eine gleichmäßigere Druckqualität bei längeren Druckläufen sorgt.

Mit Kerntechnologien von Mimaki ausgestattet
Neben diesen Verbesserungen verfügt der TxF300-75Plus über die Kerntechnologien von Mimaki, die für eine zuverlässige und qualitativ hochwertige DTF-Produktion sorgen. Das integrierte Tintenzirkulationssystem verhindert die Sedimentation der Tinte und gewährleistet eine gleichmäßige Versorgung bei langen Druckaufträgen, während erweiterte Überwachungs- und Fernverwaltungsfunktionen wie PICT und Mimaki Remote Access (MRA) die Optimierung der täglichen Arbeitsabläufe unterstützen.

Quelle:

Mimaki Europe

13.03.2026

WACKER erhöht Preise für Polymerprodukte deutlich

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Der jüngste militärische Konflikt im Nahen Osten hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten geführt. Infolgedessen sind die Preise für Öl, Erdgas, Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen. Das globale Polymergeschäft von WACKER sei von dieser Entwicklung besonders betroffen. 

Um die deutlich erhöhten Rohstoff- und Frachtkosten zu kompensieren, erhöht WACKER seine Preise für Polymerdispersionen, Harze und Polymerpulver mit Wirkung zum 1. April 2026. Das Ausmaß der notwendigen Preisanpassungen hängt davon ab, woher das jeweilige Produkt bezogen wird und welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen. Von der Erhöhung betroffen sind in erster Linie Produkte, die von den Produktionsstandorten von WACKER in Europa und Asien bezogen werden.

Weitere Informationen:
Wacker Polymere Preiserhöhung
Quelle:

Wacker Chemie AG

Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen Bild KI-generiert, Messe Düsseldorf
12.03.2026

drupa insights: Neue Wissensplattform für Markt- und Zukunftsanalysen

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Ab sofort startet mit drupa insights eine neue digitale Wissensplattform der drupa. Die Weltleitmesse für Printing Solutions erweitert so ihr Informationsangebot um fortlaufende Markt- und Zukunftsanalysen für die internationale Print- und Verpackungsindustrie.

Das Format entsteht in Kooperation mit Alliance Insights, dem Research-Bereich der PRINTING United Alliance. Der Zugang erfolgt nach einmaliger, kostenfreier Registrierung über die drupa-Website.

drupa insights bietet vertiefende Analysen zu technologischen Entwicklungen, Marktveränderungen und wirtschaftlichen Perspektiven. Grundlage sind internationale Studien und Untersuchungen, die auf die Anforderungen einer sich dynamisch wandelnden Print- und Packaging-Industrie ausgerichtet sind. Zum Start stehen drei zentrale Themenfelder im Fokus: die wachsende Bedeutung von Etiketten- und Verpackungsdruck, der Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik sowie die zunehmende Automatisierung von Produktionsprozessen.

Vom Global Trends Report zum Premium Content-Hub
Mit drupa insights wird das Konzept des bisherigen Global Trends Reports in eine fortlaufende digitale Veröffentlichungsform überführt. An die Stelle eines jährlichen Berichts tritt ein regelmäßig aktualisiertes Angebot, das Entwicklungen zeitnah aufgreift und einordnet. Zugleich ist drupa insights Teil der strategischen Neuausrichtung der drupa 2028: Als Bestandteil des thematischen Clusters LEARN stärkt das Format den Wissens- und Analysebereich bereits im Vorfeld der Messe.

Strategische Partnerschaft mit PRINTING United Alliance vertieft
drupa insights basiert auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen der drupa und der PRINTING United Alliance. Sabine Geldermann, Director drupa, Portfolio Print Technologies der Messe Düsseldorf, erklärt:
„Mit drupa insights bündeln wir internationale Expertise und schaffen eine verlässliche Grundlage für fundierte Markt- und Zukunftsanalysen. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, den Wandel der Industrie strategisch zu gestalten.“ Nathan Safran, Vice President, Research Alliance Insights, ergänzt: „Wir freuen uns, gemeinsam mit der drupa dieses neue Format umzusetzen, das vertiefte Einblicke in die Entwicklung der Branche ermöglicht und praxisnahe Entscheidungsgrundlagen liefert.“

Mit drupa insights stärkt die drupa ihre Rolle als zentraler Ort für Wissenstransfer und Vernetzung über den gesamten Innovationszyklus hinweg. Die Inhalte richten sich an Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Druck- und Verpackungsindustrie – von Druckdienstleistern und Maschinenherstellern über Technologieanbieter und Agenturen bis hin zu Brand Ownern, Designerinnen, Designern und Medienvertreterinnen und -vertretern.

12.03.2026

BTE: "Konsequente Regulierung asiatischer Onlineplattformen überfällig"

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 

Der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren appelliert an die Bundesregierung und die EU, umgehend wirksame und konsequente Maßnahmen gegen den massenhaften Import schadstoffbelasteter Billigware über asiatische Onlineplattformen wie Temu und Shein zu ergreifen.
 
Der stationäre Modehandel steht infolge anhaltender Konsumzurückhaltung, dauerhaft hoher Energiepreise und einer stetig wachsenden Bürokratielast bereits unter erheblichem Druck. Hinzu treten zunehmende Wettbewerbsverzerrungen durch Onlineplattformen aus Drittstaaten, die sich systematisch und folglich ganz bewusst der Einhaltung europäischer Produkt-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards entziehen. Der regelkonform arbeitende Handel bleibe damit schutzlos zurück und werde faktisch von Politik und Aufsichtsbehörden im Stich gelassen.
 
Zahlreiche Untersuchungen und Recherchen belegten fortlaufend, dass über Plattformen wie Temu und Shein Textilien, Schuhe und Accessoires mit erhöhten Konzentrationen gesundheitsgefährdender Chemikalien innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden. Aktuelle Untersuchungen des Bremer Umweltinstituts zeigen, dass 25 von 31 geprüften textilen Produkten die Grenzwerte der EU-Chemikalienverordnung REACH überschritten. Bereits 2025 hatte die Stiftung Warentest auf mangelhafte Produkte hingewiesen, die nicht den geltenden EU-Standards entsprechen.
 
„Es ist eine Farce, wenn Plattformen wiederholt Lippenbekenntnisse zur Einhaltung europäischer Produktstandards abgeben, während gleichzeitig erhebliche systematische Verstöße festgestellt werden“, äußert BTE-Präsident Mark Rauschen. Denn trotz wiederholter öffentlicher Kritik reagieren Onlineplattformen wie Temu und Shein erst nach dem Aufdecken erheblicher Produktmängel und unter öffentlichem Druck. „Dies ist ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden kann – die Grenze ist überschritten und es stellt sich die Frage, wie oft solche Zusagen noch folgenlos bleiben sollen“, so Rauschen.
 
Die von den Plattformen mitunter angeführten Hinweise, beanstandete Produkte weltweit von ihren Verkaufsportalen entfernt zu haben, sowie die vermeintlichen Zusicherungen einer Stärkung der Mechanismen zur Durchsetzung von EU-Produktstandards bleiben aus Sicht des BTE völlig wirkungslos. „Ein Geschäftsmodell, das ausschließlich nach öffentlichem Druck reagiert, kann keinen verlässlichen Verbraucher-, Gesundheits- sowie Umweltschutz – entsprechend den hohen EU-Standards – gewährleisten.“
 
Vor diesem Hintergrund begrüßt der BTE, dass die Europäische Kommission nach dem Skandal um rechtswidrige Produkte auf der Plattform Shein Konsequenzen gezogen hat. „Mit der Einleitung eines Verfahrens auf Grundlage des Digital Services Act wird das notwendige Signal gesetzt. Gleichwohl handelt es sich dabei nicht um einen Selbstläufer“, so Rauschen. Aus Sicht des BTE sind nun konsequente Kontrollen bei der Einfuhr von Waren auf den EU Markt und damit eine deutlich stärkere Marktüberwachung sowie die Schließung bestehender Regulierungs  und Vollzugslücken sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene zwingend erforderlich. Vor diesem Hintergrund setzte sich der BTE bereits für die frühzeitige Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze ein und fordert nun eine schnelle und konsequente Umsetzung ohne Ausnahmen. 
 
Unabdingbar sei ein echtes Level Playing Field für alle Marktteilnehmer. Die Geschäftspraktiken einzelner Plattformen wirken sich im gleichen Maße auf Handel, Hersteller und weitere Wirtschaftsakteure aus, wie vor allem der Handelsverband Deutschland (HDE) in den letzten Monaten deutlich machte. HDE-Präsident Alexander von Preen hat wiederholt betont, dass fairer Wettbewerb nur dann möglich sei, wenn Anbieter wie Temu und Shein bei Verstößen gegen europäische Gesetze konsequent zur Rechenschaft gezogen werden. Aus Sicht des BTE sind folglich Berlin und Brüssel nun am Zug, Handel und Verbraucher endlich zu schützen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

vestio TEXTILING: Dirk Dresen, Josef Brockmann vlnr Foto vestio TEXTILING
vestio TEXTILING: Dirk Dresen, Josef Brockmann vlnr
09.03.2026

Personelle Veränderungen in der Geschäftsführung von Langheinrich

Nach dem Übergang der Produktrechte und der Wort-Bild-Marke von Langheinrich an vestio Textiling sind Dirk Dresen und Josef Brockmann alleinige Geschäftsführer. Burkhard Oel hat sich Ende Februar 2026 aus privaten Gründen aus dem Unternehmen zurückgezogen. Die Auftragsabwicklung und Disposition von Langheinrich sind nach Fulda verlagert. Von dort werden die Kunden auch weiterhin von den ihnen vertrauten, langjährigen Ansprechpartnerinnen betreut.

Nach dem Übergang der Produktrechte und der Wort-Bild-Marke von Langheinrich an vestio Textiling sind Dirk Dresen und Josef Brockmann alleinige Geschäftsführer. Burkhard Oel hat sich Ende Februar 2026 aus privaten Gründen aus dem Unternehmen zurückgezogen. Die Auftragsabwicklung und Disposition von Langheinrich sind nach Fulda verlagert. Von dort werden die Kunden auch weiterhin von den ihnen vertrauten, langjährigen Ansprechpartnerinnen betreut.

Im November 2025 gingen die Rechte am Tischwäsche-Sortiment und an der Wort-Bildmarke von Langheinrich an vestio Textiling über. Der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens, Burkhard Oel, übernahm in der Organisation neue Aufgaben. Nun ist er aus privaten Gründen zum 28. Februar 2026 ausgeschieden. Sämtliche Ressorts des Unternehmens liegen jetzt in der Zuständigkeit der Geschäftsführer Josef Brockmann und Dirk Dresen. Die Produktentwicklung fällt fortan in den Aufgabenbereich von Josef Brockmann, der über eine langjährige Expertise auf dem Gebiet der Heim- und Objekttextilien verfügt. Auf Vertriebsseite werden Langheinrich-Kunden ab sofort von Dirk Dresen betreut, der bei vestio Textiling seit mehr als 10 Jahren als Verkaufsleiter tätig ist. Unverändert bleiben die Ansprechpartnerinnen für die Auftragsabwicklung und die Disposition: Die Mitarbeiterinnen des Tischwäsche-Spezialisten sind in neue Büroräume nach Fulda gezogen.

„Wir bedauern das Ausscheiden von Burkhard Oel“, sagt Josef Brockmann. „Mit seiner langen Branchenkenntnis im Textilservice hat er die Entwicklung des Tischwäsche-Sortiments von Langheinrich maßgeblich geprägt. Wir hätten die Zusammenarbeit mit ihm gerne fortgesetzt, respektieren aber seine Entscheidung.“

Quelle:

vestio TEXTILING