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Bedient den Markt der feinen Titer von unter 100den: Der neue Barmag Keramiköler Typ 2777. Foto: Barmag, Oerlikon Textile GmbH & Co. KG
Bedient den Markt der feinen Titer von unter 100den: Der neue Barmag Keramiköler Typ 2777.
14.05.2026

Barmags Spezialist für feine Titer: Neuer Keramiköler Typ 2777

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 2777 hat Barmag eine Lösung für feine Titer und Mikrofilamente ins Originalteil-Portfolio aufgenommen.

Das neue Design auf Basis des erprobten Modells 2888 fällt deutlich schmaler aus und ist speziell für feine Titer und sensible Filamentzahlen optimiert. Während Typ 2888 als Allrounder seine Stärken im hohen Denierbereich und bei bis zu 288 Filamenten hat, bietet Typ 2777 die Lösung für den unteren Feinheitsbereich. Hier stoßen Standardöler oftmals an ihre physikalischen Grenzen, so dass es bei der Verarbeitung feinerer Titer immer wieder zu ungleichmäßigen Ablagen in den Ecken oder Instabilitäten im Fadenlauf kommt. Hier bietet die schmalere Variante maximale Präzision im Prozess.

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 2777 hat Barmag eine Lösung für feine Titer und Mikrofilamente ins Originalteil-Portfolio aufgenommen.

Das neue Design auf Basis des erprobten Modells 2888 fällt deutlich schmaler aus und ist speziell für feine Titer und sensible Filamentzahlen optimiert. Während Typ 2888 als Allrounder seine Stärken im hohen Denierbereich und bei bis zu 288 Filamenten hat, bietet Typ 2777 die Lösung für den unteren Feinheitsbereich. Hier stoßen Standardöler oftmals an ihre physikalischen Grenzen, so dass es bei der Verarbeitung feinerer Titer immer wieder zu ungleichmäßigen Ablagen in den Ecken oder Instabilitäten im Fadenlauf kommt. Hier bietet die schmalere Variante maximale Präzision im Prozess.

Beide Ölertypen sind durch ihre Geometrie für ein geringeres Spray off ausgelegt. Im Feintiterbereich reduziert das neue Design das Spray-off gegenüber der Verwendung von Standardölern nochmals um 50%. Extrem einfach einstellbar überzeugt der Öler durch seine Fehlertoleranz bei Einbaupositionen von ± 2°. Dadurch lässt sich ein ungleichmäßiger Ölauftrag weitgehend vermeiden. Der integrierte keramische Schaft vermeidet typische Fehler, die beim aufwendigen Einkleben von Metallschäften entstehen, und sorgt so für eine höhere Prozessstabilität.

Keramikqualität hat direkten Einfluss auf Garnqualität
Die Qualität von fadenführenden Teilen im Spinnprozess ist auch für die Weiterverarbeitung ein entscheidender Faktor. Minderwertige Keramiken wirken sich negativ auf die Garnqualität aus, was sich im Weiterverarbeitungsprozess manifestiert. Erste Einsätze des neuen Ölers im Markt bestätigen die bessere Downstream Perfomance des Garns – ein Ergebnis, das andere Keramiken aus dem Hause Barmag teilen.

Für Garnhersteller besonders wichtig ist der planbare Wechsel der Verschleißteile: Dank der gleichmäßig hohen Fertigungsqualität verschleißen die Bauteile kontrolliert und zeitgleich – statt unvorhersehbar wie bei minderwertigen Komponenten. Das ermöglicht eine höhere Prozessstabilität und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance).

Quelle:

Barmag, Oerlikon Textile GmbH & Co. KG

Rendering des ValuePack Foto BB Engineering GmbH
Rendering des ValuePack
13.05.2026

BB Engineering auf der ITM 2026, Istanbul

Bei der kommenden ITM in Istanbul vom 9. bis 13. Juni im Tüyap Fair Convention and Congress Center in Halle 7, Stand 702B, wird BB Engineering wieder an einem gemeinschaftlichen Stand mit dem Mutterhaus Barmag und der Vertretung Tekstil Servis vertreten sein. Der deutsche Maschinenbauer zeigt sich abermals als Experte in Kunstfaser- und Recyclingtechnologie und wird sich mit seinem gesamten Produktportfolio, welches sowohl Komponenten wie Extruder und Filter, als auch komplette Anlagen zum Spinnen von Kunstfasern, der Lufttexturierung und dem Recycling von PET umfasst. 

Bei der kommenden ITM in Istanbul vom 9. bis 13. Juni im Tüyap Fair Convention and Congress Center in Halle 7, Stand 702B, wird BB Engineering wieder an einem gemeinschaftlichen Stand mit dem Mutterhaus Barmag und der Vertretung Tekstil Servis vertreten sein. Der deutsche Maschinenbauer zeigt sich abermals als Experte in Kunstfaser- und Recyclingtechnologie und wird sich mit seinem gesamten Produktportfolio, welches sowohl Komponenten wie Extruder und Filter, als auch komplette Anlagen zum Spinnen von Kunstfasern, der Lufttexturierung und dem Recycling von PET umfasst. 

Neues, patentiertes Spinnpaket “ValuePack” 
Mit dem neuen und patentierten Spinnpaket zeigt BB Engineering seine Kompetenz in Sachen Kunstfaserspinnen. Bisher waren Spinnpakete entweder mit Metallpuder („Sand“) oder mit Kerzen als Filtermedien ausgestattet. Beide Varianten haben ihre Berechtigung für spezifischen Anwendungen, sind gleichermaßen mit Vor- und Nachteilen verbunden. Während Sandpakete vor allem mit Homogenität punkten und sich somit für Virgin Material anbieten, bieten Pakete mit Filterkerzen eine vergrößerte Filterfläche und wurden ursprünglich speziell für Recyclinganwendungen entwickelt. Die große Filterfläche führt zu einer besseren Filterperformance und Standzeit, geht aber gleichzeitig einher mit einer niedrigeren Fluxrate und Scherung. Darunter kann die Homogenität leiden. Das ValuePack vereint beide Methoden – Metallsand und Kerzen – in einer 2-Schritt-Filtration. Die Schmelze passiert zuerst die Filterkerze und wird hier über eine große Filterfläche mit bis zu 15 µm optimal gefiltert. Anschließend durchläuft die Schmelze die Sandkammer, wo vorallem Homogenisierung und Scherung stattfinden. So simpel das Konzept ist, so innovativ und vorteilhaft ist es. BB Engineering ist Pionier mit seiner mehrschrittige Filtration im Spinnpaket. Das Resultat sind eine signifikant bessere Homogenität hinsichtlich Temperatur und Viskosität, verbesserte Spinnperformance und höhere Garnqualität für einen breiten Anwen-dungsbereich, welcher über reines Recycling hinaus geht. Ein weiterer Vorteil des ValuePack ist, dass es bereits druckunabhängig abgedichtet ist. Das vermeidet Undichtigkeiten, die bei selbstdichtenden Paketen auftreten können, und ermöglicht ein größeres Prozessfenster. Bestehende Anlagen lassen sich unkompliziert auf das konstruktionsbedingt etwas längere ValuePack umrüsten. 

VarioFil® 
So zum Beispiel die beliebte Kompaktspinnanlage VarioFil® von BB Engineering. Überschaubare Größe, Flexibilität und eine einheitlich hohe Garnqualität – dafür steht VarioFil® und das schätzen die türkischen Faser- und Textilproduzenten. „Unsere Kompaktspinnanlage bedient die Bedürfnisse des türkischen Textilmarktes perfekt. Fasern und Garne unserer VarioFil®-Kunden werden beispielsweise in Kleidung, Teppichen oder textilen Fahrzeugteilen wie Sitzbezügen oder Gurten verarbeitet.“ berichtet Ralf Morgenroth, Head of Sales and Customer Service. Mit über 60 installierten Anlagen seit Markteinführung ist die Türkei der größte Markt für VarioFil®. Dementsprechend wird BB Engineering auch in diesem Jahr mit seiner Kompaktspinnanlage auf der ITM für Kunden, Interessenten und Fachpublikum vertreten sein. VarioFil® erzeugt hochqualitative Garne (POY, FDY, HTY, LSY, HMY) aus allen gängigen Polymeren mit einer Produktionskapazität von bis zu 450 kg/h pro Extruder. Auch recyceltes PET oder Flaschenflakes verspinnt VarioFil® rPET direkt zu POY oder FDY mit überzeugender Qualität.

COBRA® Filter setzt neue Maßstäbe
Bereits auf der Plastics Recycling Show Europe und der K 2025 stellte BB Engineering den neuen COBRA® Filter vor – und setzte damit neue Maßstäbe. Bei der Entwicklung verfolgte das Unternehmen klare Ziele: Der Filter sollte steigenden Verschmutzungsgraden im Recycling gerecht werden, Filterwechsel und Reinigung durch Automatisierung vereinfachen sowie die Betriebskosten deutlich senken.

Das Ergebnis ist ein System, das kontinuierliche Großflächenfiltration mit einer automatisierten, chemiefreien Zwischenreinigung kombiniert. Zwei Filtereinsätze mit automatischer Umschaltung sorgen für einen stabilen, sicheren und unterbrechungsfreien Betrieb. Dadurch bewältigt COBRA® selbst hohe Verschmutzungsgrade, an denen herkömmliche Kerzenfilter oder Siebwechsler an ihre Grenzen stoßen. Die integrierte Reinigung verlängert die Standzeiten der Filtermedien erheblich. Gleichzeitig reduziert sie den Bedienaufwand sowie Schmelzeverluste und Energiebedarf – ganz ohne den Einsatz von Chemikalien. Das erhöht die Prozesssicherheit und senkt die Betriebskosten signifikant.

Als vielseitige Lösung eignet sich COBRA® sowohl für die Grob- als auch für die Feinfiltration. Neben dem PET-Recycling ist das System auch für weitere Anwendungen wie der Kunststoffspinnerei geeignet und kann hier effizienzsteigernd eingesetzt bzw. nachgerüstet werden. 

Quelle:

BB Engineering GmbH

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh (c) Temafa Maschinenfabrik GmbH
Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh
08.05.2026

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

„Wir freuen uns, die Hanffaser Geiseltal eG bei ihrem Einstieg in die industrielle Hanffaserverarbeitung begleiten zu dürfen“, sor. Jörg Morgner, Geschäftsführer bei Temafa Maschinenfabrik GmbH. „Dieses Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung von Naturfasern als nachhaltige Rohstoffe und unsere Kompetenz in der Entwicklung maßgeschneiderter Anlagenlösungen.“

Quelle:

Temafa Maschinenfabrik GmbH

Web Gauging with Qualiscan QMS (c) Mahlo GmbH & Co. KG
Web Gauging with Qualiscan QMS
27.04.2026

Mahlo: Intelligente Qualitätskontrolle für technische Textilien

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Am Ende zählt das Ergebnis: ein Filter, der zuverlässig arbeitet, eine Membran, die im Sturm stabil bleibt, ein Verbundstoff mit exakt definierten Eigenschaften. Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. In der Produktion technischer Textilien greifen zahlreiche Parameter ineinander – und schon geringe Abweichungen können große Auswirkungen haben.

Genau diese Herausforderung hat auch die diesjährige Techtextil geprägt. Viele der ausstellenden Unternehmen stehen täglich vor der Aufgabe, komplexe Materialien unter konstant hohen Qualitätsanforderungen zu produzieren. Dabei findet ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Fasern, Beschichtungen, Temperatur, Feuchte und Spannung statt. Denn egal ob Schutztextilien, technische Filter oder Carbonanwendungen: Präzision ist keine Option, sondern Voraussetzung. Und die Überwachung der Parameter der Schlüssel zum Erfolg.

Perfekte Ausrichtung für Gewebe 
Unternehmen wie Frenzelit, Freudenberg, Friedola, Getzner, Juta, Sattler, Swisstulle oder Toray zeigten auf der Messe, wie vielfältig die Einsatzbereiche klassischer Gewebe sind. Gleichzeitig wird deutlich: Schon kleinste Verzugsfehler können hier über Funktionsverlust und damit Ausschuss entscheiden. Die Orthopac-Systeme von Mahlo sorgen in diesen Prozessen dafür, dass Gewebe exakt ausgerichtet bleiben – kontinuierlich, zuverlässig und oft unbemerkt im Hintergrund.

Gleichbleibende Qualität bei Vliesstoffen
Nicht weniger komplex zeigen sich Vliesstoffe. Hersteller wie Alkegen (Gutsche), Dyneema, Filz Fulda, Freudenberg, Johns Manville, Lenzing, Norafin, Polyvlies, Pont Aurell, Tenowo oder TWE stehen für Materialien mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften, die in Hygieneartikeln, Fahrzeugen, Filtern oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen. 

Was hier zählt, ist vor allem eines: das Flächengewicht. Bereits geringe Abweichungen können darüber entscheiden, ob ein Produkt die Anforderungen erfüllt oder nicht. Mit dem Qualiscan QMS wird dieser entscheidende Parameter kontinuierlich überwacht – und bei Bedarf sofort nachjustiert. So bleibt die Qualität konstant, auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten.

Coatings unter voller Kontrolle 
Ein weiteres zentrales Thema auf der Techtextil waren Beschichtungen. Mehrlagige Materialien, komplexe Aufbauten und präzise definierte Eigenschaften machen moderne technische Textilien aus. Doch je komplexer ein Material, desto sensibler reagiert es auf Schwankungen im Prozess.
Hier geben Mahlo-Sensoren entscheidende Einblicke: Sie erkennen frühzeitig, wenn Beschichtungen zu dick oder zu dünn werden, und ermöglichen es, direkt gegenzusteuern. Fehler werden nicht erst am Ende sichtbar, sie werden gar nicht erst produziert. 
 
Feuchtigkeit und Temperatur: Unsichtbar, aber unverzichtbar
Ähnlich verhält es sich mit der Feuchte. Sie ist unsichtbar, aber entscheidend für viele Prozesse. Ob bei Nonwovens, Filzen oder in Trocknungsprozessen: eine präzise Kontrolle spart Energie, stabilisiert Abläufe und sichert die Produktqualität. IR- und Mikrowellensensoren liefern dafür die notwendigen Daten in Echtzeit.

Bei sensiblen Materialien wie Prepregs oder thermisch stabilisierten Geweben kommt die Temperaturkontrolle ins Spiel. Systeme wie Optipac und Ecopac stellen sicher, dass die Materialien exakt innerhalb der erforderlichen Temperaturfenster verarbeitet werden.

Qualität ist niemals Zufall 
Wer über die Techtextil geht, erkennt schnell: Hinter jedem Produkt steht ein komplexer Prozess, in dem zahlreiche Parameter exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Mahlo macht diese Prozesse messbar und beherrschbar – oft unscheinbar integriert, aber mit entscheidendem Einfluss auf die Qualität.

Quelle:

Mahlo GmbH & Co. KG

Texprocess 2026. Foto: Messe Frankfurt / Pietro Sutera
27.04.2026

Techtextil und Texprocess: Marktreife Lösungen für Industrien unter Druck

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern aus zusammen 112 Ländern zeigten Techtextil und Texprocess 2026, wie Innovation in den industriellen Einsatz kommt. Das Zusammentreffen von Forschung, Industrie und Anwendung bewies sich als Nährboden für neue Materiallösungen, Herstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Natürliche Fasern, Performance Apparels, vernetzte Systeme und KI-getriebene Verarbeitungstechnologien traten als zentrale Wachstums- und Zukunftsmärkte hervor.

Techtextil und Texprocess 2026 endeten mit einer starken Besucher- und Ausstellerbeteiligung.
Mit über 36.000 Besucher*innen und 1.700 Ausstellern boten die internationalen Leitmessen Chancen für Neukundengeschäfte und neue Businesspartnerschaften. Damit zeigten die Veranstaltungen eine erneut sehr hohe Besucherzufriedenheit von 95 Prozent. Die Ausstellerzufriedenheit wuchs über beide Messen auf 86 Prozent, bei der Texprocess stieg sie auf 90 Prozent. Besonders deutlich – um 13 Prozent – wuchs die von den Ausstellern wahrgenommene Besucherqualität. Dies bestätigt Techtextil und Texprocess als wichtigste internationale Plattformen, um Innovationen erstmals auf dem Markt vorzustellen und sie mit relevanten Partnern in Anwendung zu bringen. Entsprechend ist das erwartete Nachmessegeschäft der Aussteller auf beiden Messen deutlich gewachsen. In einem herausfordernden Markt schafften Techtextil und Texprocess der globalen Branche damit einen stabilen Branchentreffpunkt. So waren Teilnehmer aus 112 Ländern auf dem Messegelände in Frankfurt vertreten. Zu den Top-Ten-Besucherländern zählten Deutschland, Italien, Frankreich, die Türkei, die Niederlande, Spanien, Belgien, Großbritannien, Polen und die Schweiz. Wachstum kam unter anderem aus Indien, Japan, Portugal, Schweden und den USA.

„Die volatilen Marktentwicklungen verändern Geschäftsmodelle nachhaltig. Konnektivität, Flexibilität und Geschwindigkeit sind in diesem Umfeld zentrale Erfolgsfaktoren. Auf der Techtextil und Texprocess treffen relevante Partner zusammen, um Ideen schnell zur Anwendung zu führen. Neue Materialien und Innovationen der Lieferkette sind entscheidende Wettbewerbsvorteile,“ sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Bei der Entwicklung neuer Lösungen spielt Kollaboration zwischen Forschung, Industrie und Anwendung eine wesentliche Rolle. Das zeigen die Techtextil und Texprocess Innovation Awards 2026. Ein Großteil der prämierten Innovationen entstand durch Partnerschaften. So entwickelte beispielsweise Samsara Eco eine enzymbasierte Recyclingtechnologie gemeinsam mit der Deakin University, The Lycra Company, Nilit und der Anwendermarke Lululemon.

Von Schutzbekleidung über Medizin- bis zu Automobillösungen – die Anwendungsbereiche textiler Innovationen sind branchenübergreifend. Neue Einsatzmöglichkeiten entstehen durch zufällige Begegnungen von Herstellern, Verarbeitern und Anwendern. „Auf der Techtextil und Texprocess zeigt sich, welche Lösungen sich auf industrieübergreifenden Märkten behaupten und Investitionen sichern. Gleichzeitig schaffen ungeplante Begegnungen mit neuen Geschäftspartnern Zugang zu neuen Märkten – und treiben Innovationen voran,“ sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, Messe Frankfurt.

Natürliche Performance-Lösungen für geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen 
Das Angebot Nature Performance zeigte auf der Techtextil Besucher*innen natürliche und biobasierte Alternativen zu Chemiefasern. Die Materialien vereinen Nachhaltigkeit mit Leistungsfähigkeit und schaffen CO₂-Einsparungen, Recyclingfähigkeit sowie eine geringere Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Ob hitzebeständig, reißfest oder atmungsaktiv – über 110 Aussteller zeigten den zunehmenden Einsatz in industriellen Anwendungen. So präsentierte Cordenka technische Viskosefasern für den Agrarbereich, die sich kompostierbar mit Pflanzenresten entsorgen lassen. Oceansafe wiederum stellte ein Hochleistungspolymer auf Basis biobasierter und recycelter Rohstoffe vor, das für den industriellen Einsatz skaliert werden kann. 

Marktreife Hochleistungstextilien für Bekleidung
Im Segment Performance Apparel Textiles der Techtextil verdoppelte sich das Ausstellerangebot im Vergleich zur Vorveranstaltung. Steigende Investitionen in Sicherheit, Verteidigung und Katastrophenschutz erhöhen die Nachfrage nach leistungsfähigen und normgerechten Textilien sowie spezialisierten Verarbeitungstechnologien. Unternehmen setzen verstärkt auf innovative Lösungen, die hohen Belastungen standhalten und gleichzeitig spezifische Schutzanforderungen erfüllen. Auf der Techtextil präsentierten Aussteller entsprechende Hochleistungsmaterialien für Outdoor, Sport, Mode sowie militärische und industrielle Sicherheitsbekleidung. Parallel zeigte die Texprocess die passenden Verarbeitungstechnologien für diese Anforderungen. Ein langlebiges und dauerhaft flammhemmendes Gewebe mit inhärentem Schutz bot Concordia. Advance Hitech Textile International stellte ein dehnbares Material für Arbeitsbekleidung mit besonderer Abriebfestigkeit, Formbeständigkeit und Farbechtheit vor. 

Vernetzte, bedarfsorientierte Systeme und effiziente Verarbeitungstechnologien
Auf der Texprocess erhielten Besucher*innen einen umfassenden Marktüberblick – die Grundlage für Investitionsentscheidungen in herausfordernden Zeiten. Dabei wurde ein klarer Trend sichtbar: Neben den Verarbeitungsmaschinen gewinnen vernetzte Lösungen entlang der Produktion an Bedeutung. Sie verbinden einzelne Prozessschritte stärker miteinander – vom Design über die Ressourcenplanung bis zur Fertigung – und ermöglichen so eine flexiblere, stärker nachfrageorientierte Produktion. „Die Zukunft der Bekleidungsproduktion liegt in vernetzten Lieferketten und ganzheitlichen Business-Modellen. Innovative Systemarchitektur und effiziente Technologien sind dabei ausschlaggebend, um flexibel auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse zu reagieren. Auf der Texprocess waren die neuesten Entwicklungen zu finden,“ sagt Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies. So präsentierte Style3D | Assyst neue KI-Lösungen für die Produktentwicklung. Sie vernetzen Design und Marketing, beschleunigen Abläufe und senken Kosten. Comelz zeigte ein Cuttingsystem, das mit künstlicher Bildverarbeitung manuelle Arbeitsschritte reduziert. Dürkopp Adler stellte eine neue Nähanlage vor, die durch smarte Schnittstellen einfache Vernetzung ermöglicht. 

Quelle:

Messe Frankfurt