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Berfin Freeman Foto: Katharina Dubno
Berfin Freemann wurde mit dem Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet.
05.06.2026

Hochschule Niederrhein: Berfin Freeman erhält Wilhelm-Lorch-Preis

Berfin Freeman vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist mit dem renommierten Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden herausragende Nachwuchsarbeiten der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche gewürdigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
 
Die 30-Jährige studierte Textile Technologien an der Hochschule Niederrhein. Parallel zum Studium sammelte sie praktische Erfahrung am Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) in Mönchengladbach. Ihr Praxissemester absolvierte sie am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen.
 
In ihrer ausgezeichneten Masterarbeit untersuchte Freeman das biochemische Recycling von Polyestertextilien. Dazu entwickelte sie eine thermische Vorbehandlung zur Amorphisierung, nach der Polyester mittels enzymbasierter Verfahren zu Monomeren abgebaut werden kann. Aus diesen Molekülen kann anschließend wieder ein Polymer synthetisiert werden. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Kreislaufprozessen in der Textilindustrie.
 

Berfin Freeman vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein ist mit dem renommierten Wilhelm-Lorch-Preis in der Kategorie „Technik“ ausgezeichnet worden. Mit dem Preis werden herausragende Nachwuchsarbeiten der deutschen Textil- und Bekleidungsbranche gewürdigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
 
Die 30-Jährige studierte Textile Technologien an der Hochschule Niederrhein. Parallel zum Studium sammelte sie praktische Erfahrung am Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) in Mönchengladbach. Ihr Praxissemester absolvierte sie am Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen.
 
In ihrer ausgezeichneten Masterarbeit untersuchte Freeman das biochemische Recycling von Polyestertextilien. Dazu entwickelte sie eine thermische Vorbehandlung zur Amorphisierung, nach der Polyester mittels enzymbasierter Verfahren zu Monomeren abgebaut werden kann. Aus diesen Molekülen kann anschließend wieder ein Polymer synthetisiert werden. Die Arbeit liefert damit einen Beitrag zu nachhaltigeren Kreislaufprozessen in der Textilindustrie.
 
Heute arbeitet Freeman als Textilingenieurin in der Entwicklungsabteilung für Militärtextilien bei der Hexonia GmbH. 
 
Die Wilhelm-Lorch-Stiftung trägt den Namen des 1966 verstorbenen Gründers des Deutschen Fachverlags und der TextilWirtschaft. Jedes Jahr werden Projekte und talentierte Nachwuchskräfte der Textil- und Modebranche in den Kategorien Kreation, Wirtschaft, Technik und Weiterbildung im Handel ausgezeichnet.

CWS Workwear Emissionsrechner Foto CWS Workwear
03.06.2026

CWS Workwear aktualisiert seinen Emissionsrechner

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat seinen CWS Workwear Emissionsrechner überarbeitet und erweitert. Das Tool basiert auf der neuesten verfügbaren Datengrundlage (Stand 2025), enthält erstmals eine eigene Funktion zur Darstellung von Wassereinsparungen und bietet eine verbesserte Nutzerführung im Dashboard. Der Emissionsrechner ist über die Website von CWS Workwear zugänglich und macht die Nachhaltigkeitsvorteile des kreislauforientierten Servicemodells transparent, messbar und vergleichbar.

Der Emissionsrechner bildet die Auswirkungen des Workwear as a Service-Modells anhand von vier zentralen Funktionen ab: Emissionseinsparungen, Ressourceneinsparungen, Wassereinsparungen sowie monetäre Einsparungen. Erstmals verfügbar ist die eigenständige Wassereinsparungsfunktion, die Initiativen wie Wasserrückgewinnung, Wiederverwendung und Recycling detailliert abbildet und damit die wachsende strategische Bedeutung von Water Stewardship unterstreicht. Anschauliche Vergleichswerte und Alltagsäquivalente sorgen dafür, dass komplexe Kennzahlen für Nutzerinnen und Nutzer leicht einzuordnen sind.

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat seinen CWS Workwear Emissionsrechner überarbeitet und erweitert. Das Tool basiert auf der neuesten verfügbaren Datengrundlage (Stand 2025), enthält erstmals eine eigene Funktion zur Darstellung von Wassereinsparungen und bietet eine verbesserte Nutzerführung im Dashboard. Der Emissionsrechner ist über die Website von CWS Workwear zugänglich und macht die Nachhaltigkeitsvorteile des kreislauforientierten Servicemodells transparent, messbar und vergleichbar.

Der Emissionsrechner bildet die Auswirkungen des Workwear as a Service-Modells anhand von vier zentralen Funktionen ab: Emissionseinsparungen, Ressourceneinsparungen, Wassereinsparungen sowie monetäre Einsparungen. Erstmals verfügbar ist die eigenständige Wassereinsparungsfunktion, die Initiativen wie Wasserrückgewinnung, Wiederverwendung und Recycling detailliert abbildet und damit die wachsende strategische Bedeutung von Water Stewardship unterstreicht. Anschauliche Vergleichswerte und Alltagsäquivalente sorgen dafür, dass komplexe Kennzahlen für Nutzerinnen und Nutzer leicht einzuordnen sind.

„Transparenz und Datenqualität sind zentrale Bausteine glaubwürdiger Nachhaltigkeitsarbeit. Mit dem Update unseres Emissionsrechners erfassen wir die Nachhaltigkeitswirkung unseres kreislauforientierten Servicemodells noch präziser und geben unseren Kundinnen und Kunden zusätzliche, belastbare Kennzahlen an die Hand, die in Reporting und Beschaffung zunehmend relevant werden“, sagt Leonie Biesen, Sustainability Lead Workwear bei CWS Workwear.

Mit der Aktualisierung stärkt CWS Workwear die Rolle des Emissionsrechners als praxisnahes – Tool für Unternehmen, die Nachhaltigkeitsleistungen datenbasiert nachweisen müssen – sei es durch regulatorische Anforderungen, ESG-Reporting oder Beschaffungsentscheidungen. Die Methodik ist extern durch Accenture validiert; das Tool ist auf die Anforderungen kommender EU-Regulatorik ausgerichtet. Der Emissionsrechner wurde erstmals 2024 in Zusammenarbeit mit Accenture eingeführt und ist für CWS Workwear und CWS Healthcare verfügbar.

Quelle:

CWS Workwear 

03.06.2026

bvse: Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie bleibt hinter den Erwartungen zurück

„Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie bleibt hinter unseren Erwartungen zurück“, kommentiert Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Verabschiedung des Programms durch die Bundesregierung.

Aus Sicht des bvse war die Erwartung klar: Nach zahlreichen Strategien, Ankündigungen und Zielsetzungen sollten nun konkrete Maßnahmen folgen, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft tatsächlich beschleunigen.

Stattdessen enthalte das Aktionsprogramm in weiten Teilen bekannte Absichtserklärungen und bereits formulierte Forderungen.

„Man ist angetreten, um die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen. Herausgekommen sind vielfach neue Formulierungen für alte Forderungen. Das wirkt streckenweise wie alter Wein in neuen Schläuchen“, so Rehbock.

„Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie bleibt hinter unseren Erwartungen zurück“, kommentiert Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, die Verabschiedung des Programms durch die Bundesregierung.

Aus Sicht des bvse war die Erwartung klar: Nach zahlreichen Strategien, Ankündigungen und Zielsetzungen sollten nun konkrete Maßnahmen folgen, die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft tatsächlich beschleunigen.

Stattdessen enthalte das Aktionsprogramm in weiten Teilen bekannte Absichtserklärungen und bereits formulierte Forderungen.

„Man ist angetreten, um die Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen. Herausgekommen sind vielfach neue Formulierungen für alte Forderungen. Das wirkt streckenweise wie alter Wein in neuen Schläuchen“, so Rehbock.

Besonders kritisch bewertet der bvse die Ausgestaltung der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Obwohl Bund, Länder und Kommunen als wichtige Nachfrager eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Märkten für Recyclingrohstoffe und zirkuläre Produkte spielen könnten, bleibt das Aktionsprogramm nach Einschätzung des Verbandes weitgehend unverbindlich.

Statt klarer Vorgaben und rechtlich durchsetzbarer Anforderungen sei vor allem von Empfehlungen, Leitfäden und einer „Hinwirkung“ auf die öffentliche Hand die Rede.

„Gerade im Bereich der nachhaltigen Beschaffung hätten wir uns deutlich mehr gewünscht. Öffentliche Auftraggeber müssen stärker verpflichtet werden, Produkte aus der Kreislaufwirtschaft einzusetzen. Entscheidend ist, dass solche Vorgaben auch überprüfbar und im Zweifel rechtlich durchsetzbar sind. Freiwilligkeit allein hat bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt“, betont Rehbock.

Zwar begrüßt der bvse ausdrücklich das Ziel der Bundesregierung, das jährliche Auftragsvolumen für zirkuläre Produkte bei Unternehmen mit mehrheitlicher Bundesbeteiligung kontinuierlich zu steigern und regulatorische Hemmnisse abzubauen. Allerdings fehlten konkrete Zielgrößen, Zeitpläne und messbare Zwischenziele.

„Was fehlt, ist ein belastbarer Mechanismus zur Erfolgskontrolle. Wer mehr Kreislaufwirtschaft will, muss auch messen, ob die Nachfrage nach zirkulären Produkten und Rezyklaten tatsächlich steigt“, fordert Rehbock. Deshalb sei ein transparentes Monitoring notwendig, das Fortschritte dokumentiere und Defizite offenlege.

Nach Auffassung des bvse offenbart das Aktionsprogramm damit ein grundlegendes Problem der deutschen Kreislaufwirtschaftspolitik: Die politischen Ziele werden immer ambitionierter, während verbindliche Instrumente zur Marktstärkung häufig fehlen. Gerade die Recyclingwirtschaft brauche jedoch verlässliche Absatzmärkte und klare Investitionssignale. Rehbock: „Wieder wird eine große Chance vertan, der deutschen Kreislaufwirtschaft den dringend notwendigen Schub nach vorne zu geben.“

„Die Nachfrage nach Rezyklaten muss endlich spürbar steigen. Die Recyclingwirtschaft investiert seit Jahren in Anlagen, Technologien und Kapazitäten. Was fehlt, sind stabile Märkte. Wenn die öffentliche Hand ihrer Vorbildfunktion nicht konsequent nachkommt, wird das Ziel einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft nicht erreichbar sein“, so der bvse-Hauptgeschäftsführer und weiter: „Momentan bewegen wir uns nicht in Richtung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, sondern immer weiter davon weg. Eine desaströse Entwicklung, die mit kurzfristig belastbaren Maßnahmen aufgehalten und umgekehrt werden muss.

Der bvse fordert daher, das Aktionsprogramm zeitnah um verbindliche Vorgaben für die öffentliche Beschaffung, konkrete Zielwerte für den Einsatz von Sekundärrohstoffen und zirkulären Produkten sowie ein wirksames Monitoring zu ergänzen. Nur so könne aus den richtigen Zielen auch eine messbare Umsetzung werden.

Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP. © Fraunhofer IAP
Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP.
19.05.2026

Ersatz konventioneller Polyolefine: Blends aus biobasierten Polyestern

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Kunststoff-Blends für anwendungsspezifische Eigenschaftsprofile
Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Verarbeitung, Mikrostruktur und mechanischem Verhalten. Sowohl Flachfolien als auch Blasfolien weisen auf der Mikroskala eine lamellenartige Blendmorphologie auf, unterscheiden sich jedoch auf der Nanoskala. In Flachfolien führt die Verarbeitung zu einer Orientierung der teilkristallinen PBSA-Strukturen, während in Blasfolien keine vergleichbare kristalline Vorzugsorientierung zu beobachten ist. Die beiden untersuchten Folientypen decken damit einen breiten Bereich an Steifigkeit und Festigkeit ab und erreichen Eigenschaftsniveaus, die zur Substitution typischer Polyolefine relevant sind.

Gezielte Eigenschaftseinstellung für industrielle Anwendungen
Für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – von der Compoundierung über die Folienextrusion bis hin zur Verpackungsentwicklung – zeigen die Ergebnisse, dass sich die Eigenschaften von PBSA/PLA-Blends gezielt für die Material- und Prozessentwicklung einstellen lassen. Damit wird es möglich, das Substitutionspotenzial gegenüber etablierten Materialien wie High-Density Polyethylen (HDPE) differenziert zu bewerten und anwendungsspezifisch auszulegen. Da die Verarbeitung auf industrienahen Anlagen erfolgte, sind die gewonnenen Erkenntnisse direkt auf reale Produktionsbedingungen übertragbar und bieten eine belastbare Grundlage für Entwicklungsentscheidungen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine breite industrielle Anwendung weitere Entwicklungen erforderlich sind, um die konkreten Anwendungen zur Marktreife zu bringen. Fraunhofer LBF und Fraunhofer IAP suchen dafür den Austausch mit Unternehmen und Partnern, die die veröffentlichten Ergebnisse direkt nutzen oder in Folgeprojekten an Themen wie Materialoptimierung, Verarbeitbarkeit, Anwendungsprüfung oder Skalierung anknüpfen möchten.

Veröffentlichung
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Polymers veröffentlicht: Guru Geertz et al., From Film Processing to Microphase Orientation: Structure–Property Relationships in Commercial PBSA/PLA Blend Films, Polymers 2026, 18, 761.
DOI: 10.3390/polym18060761

Weitere Informationen:
Fraunhofer CCPE Polyolefine Kunststoffe
Quelle:

Fraunhofer CCPE 

19.05.2026

Greenwashing ade? EmpCo verschärft die Regeln – Handel unter Zeitdruck

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 
„Die EmpCo trifft den Handel in einer besonders sensiblen Phase“, sagt Sönke Padberg, Geschäftsführer des BTE. „Dass es keine Übergangsfrist für bestehende und bereits georderte Ware gibt, erhöht den Zeitdruck für die Unternehmen erheblich.“
 
Etablierte Siegel wie OEKO TEX® Standard 100, GOTS oder GRS bleiben weiterhin zulässig, jedoch nur zur Beschreibung klar abgegrenzter Material  oder Prozesseigenschaften. Verboten sind zudem unternehmenseigene Nachhaltigkeitssiegel sowie irreführende Darstellungen durch textliche Umweltaussagen, Icons, Farben oder Bildwelten, die einen „grünen“ Gesamteindruck vermitteln. Auch Klimaversprechen unterliegen strengen Vorgaben. 
 
„Die EmpCo zwingt den Handel, die gesamte Nachhaltigkeits  und Marketingkommunikation kritisch zu überprüfen – online wie offline“, fügt Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft, hinzu. „Der Handel muss nun schnellstmöglich tätig werden.“
 
Um rechtzeitig EmpCo konform zu sein, sollten Händler nun folgende Schritte einleiten: 

  1. Nachhaltigkeitskommunikation prüfen: Alle Aussagen im Onlineshop, auf Social Media, am POS sowie auf Verpackungen und Etiketten müssen geprüft werden. Allgemeine Begriffe (z.B. „nachhaltig“, „grün“) müssen angepasst und präzisiert werden. 
  2. Icons, Bilder und Designs auditieren: Natur Symbolik, grüne Icons und Bildsprache müssen auf implizite Umweltaussagen geprüft, ersetzt und gegebenenfalls vollständig aus der Kommunikation entfernt werden. 
  3. Produkt  und Unternehmenskommunikation in Bezug auf Klimaneutralität klar trennen: Produktbezogene Aussagen zu Klimaneutralität prüfen und strengstens vermeiden. Unternehmensaussagen, wie z.B. „klimaneutral bis 2045“, sind weiterhin unter konkreten Vorgaben möglich.
  4. Risiken und Prozesse strukturieren: Claim Guidelines entwickeln, Beleg- und Freigabeprozesse für Marketing und Produktdaten etablieren und Mitarbeitende im Marketing, Vertrieb und Handel schulen. 
  5. Bestandsware bewerten: Es muss geprüft werden, welche Ware von allgemeinen Umweltaussagen betroffen ist und ob eine Umetikettierung oder Zusatzinformationen am POS erforderlich sind.
  6. Wer jetzt strukturiert prüft und rechtzeitig nachschärft, reduziert rechtliche Risiken, Folgekosten und Reputationsschäden. Der BTE wird die Entwicklungen begleiten und den Handel weiter bei der Umsetzung unterstützen.
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Madita Fischer und Sylvie Hiemenz präsentieren nachhaltige studentische Arbeiten – zuvor gezeigt auf der Neo.Fashion Berlin. Copyright: Gregor Fischer – Fotografie
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Madita Fischer und Sylvie Hiemenz präsentieren nachhaltige studentische Arbeiten – zuvor gezeigt auf der Neo.Fashion Berlin.
13.05.2026

HSNR: Mit Hanf in den Textilkreislauf

Mit innovativen Forschungsprojekten rund um Hanf als nachhaltigen Rohstoff präsentierte sich der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beim 3. Stakeholder-Dialog zur Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilen in Berlin.
 
Auf dem „Marktplatz der textilen Kreislaufwirtschaft“ stellte das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) die Projekte „Hanfknit“ und „ReHemp“ vor. Ergänzt wurde der Auftritt durch studentische Arbeiten mit Nachhaltigkeitsbezug, die zuvor auf der Neo.Fashion in Berlin vorgestellt worden waren.
 

Mit innovativen Forschungsprojekten rund um Hanf als nachhaltigen Rohstoff präsentierte sich der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beim 3. Stakeholder-Dialog zur Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilen in Berlin.
 
Auf dem „Marktplatz der textilen Kreislaufwirtschaft“ stellte das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) die Projekte „Hanfknit“ und „ReHemp“ vor. Ergänzt wurde der Auftritt durch studentische Arbeiten mit Nachhaltigkeitsbezug, die zuvor auf der Neo.Fashion in Berlin vorgestellt worden waren.
 
Die eintägige Konferenz brachte mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Politik zusammen. Im Mittelpunkt stand das Eckpunktepapier zur erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich und die Frage, wie ein künftiges Textilgesetz Kreislaufwirtschaft praxisnah, effizient und mit möglichst geringem bürokratischem Aufwand ermöglichen kann. Im Rahmen der Veranstaltung trafen die Mitarbeiterinnen des FTB zudem Bundesumweltminister Carsten Schneider und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über die Bedeutung innovativer Materialien und zirkulärer Ansätze für eine nachhaltige Transformation der Textilwirtschaft.
 
Der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik verfügt über modern ausgestattete Labore und bildet die gesamte textile Wertschöpfungskette von der Faserentwicklung bis zum fertigen Produkt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Hanf als nachhaltiger, regional anbaubarer Alternative zu Baumwolle.
 
Im Projekt „Hanfknit“, gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), entwickelte das FTB eine nachhaltige und recyclingfähige Funktionsstrickjacke aus 70 Prozent Hanf und 30 Prozent LyoHemp (Regeneratfasern aus Hanffasern). Das Produkt wird vollständig von der Faser bis zum 3D-Seamless-Strick lokal in der Region rund um Mönchengladbach gefertigt. Durch das innovative Zero-Waste-Verfahren der Firma Bache Innovative entstehen keine Produktionsabfälle. Ein intelligentes Bodymapping-Design mit funktionalen Zonen für Ventilation, Polsterung und enganliegende Bereiche vereint Komfort, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Die Jacke wurde bereits im Designprozess auf Ressourcenschonung, Monomaterialität und vielseitige Nutzung ausgelegt und bietet großes Potenzial für Anwendungen in Sport- und Arbeitsbekleidung.
 
Das Projekt „ReHemp“, gefördert durch die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), knüpft an diese Entwicklung an und verfolgt das Ziel, Hanffasern in einen geschlossenen textilen Kreislauf zu überführen. Im Fokus steht die Wiederverwertung der im Vorgängerprojekt entwickelten Hanf- / LyoHhemp-Jacke. Künftig soll Lyohemp verstärkt aus Hanf-Abfallstoffen statt aus Primärfasern hergestellt werden. Das Material kombiniert die Robustheit von Hanf mit dem Tragekomfort von Lyocell und bleibt auch nach mehrfacher Wiederverwertung qualitativ hochwertig.
 
Gemeinsam mit dem Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. (TITK) und zahlreichen Partnern aus der deutschen Textilindustrie entwickelt das FTB hierfür unter anderem eine Abfallklassifizierung für Fasern, Garne sowie Pre- und Post-Consumer-Materialien als Grundlage für effiziente Recyclingprozesse. Die Abfälle werden gesammelt, sortiert und zerkleinert und anschließend chemisch zu neuen Lyocell-Fasern recycelt. Parallel untersucht das Forschungsteam Alterungs- und Mehrfachrecyclingprozesse. Angestrebt werden mindestens drei Recyclingzyklen. Erste Fasern aus Abfallstoffen werden bereits produziert und weiterverarbeitet.

Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde © Katharina Dubno
Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde
08.05.2026

Elastische Garne künftig besser recyclebar und umweltfreundlicher

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führte Tobias Dickmeiß umfangreiche empirische Prozessuntersuchungen an einer Schmelzspinnanlage im Technikumsmaßstab durch. Durch die systematische Analyse des Einflusses verschiedener Prozessparameter auf die Garneigenschaften gelang es ihm, die Eigenschaften der hergestellten TPC-Garne gezielt zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit bilden somit eine vielversprechende Grundlage für die weitere Entwicklung recyclingfähiger elastischer Garne und Textilien.

Tobias Dickmeiß wurde für seine herausragende Bachelor-Arbeit „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren im Technikumsmaßstab“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 5.000 EURO für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Er wurde während seiner Bachelor-Arbeit von der ITA-Doktorandin Ricarda Wissel betreut.

Quelle:
Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der  Techtextil präsentiert. Foto: STFI
Erste Leichtbauprofile aus Hanfbast wurden im Versuch bereits erfolgreich umgesetzt und 2026 auf der AGRA so wie auf der Techtextil präsentiert.
06.05.2026

Faserverstärkte Kunststoffe: Regionaler Hanfbast für Leichtbauprofile

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Der Anbau von Faserhanf für die Herstellung von Seilen und Bekleidung hat in Sachsen eine lange Tradition. Aufgrund seiner hervorragenden Fasereigenschaften eignet er sich auch als nachwachsender Rohstoff für die Verstärkung in Faserverbundwerkstoffen. Am STFI und IWU in Chemnitz erforscht man derzeit im Projekt CannaPul, wie eine regionale Wertschöpfungskette für hanfbasierte Leichtbauprofile umgesetzt werden kann. Dafür werden die prozesstechnische Verarbeitung der Hanffasern zu endlosen Fasersträngen und die Einbettung dieser in eine geeignete biobasierte Matrix untersucht. 

Die Ausgangslage 
Faserverstärkte Kunststoffe sind Werkstoffe, die aus Verstärkungsfasern und einer Kunststoffmatrix bestehen und sich als vielseitige und leistungsfähige Materialien mit hoher Festigkeit und Steifigkeit etabliert haben. Das Pultrusionsverfahren (Strangziehen) ist ein kontinuierliches Herstellungsverfahren für faserverstärkte Kunststoffe, bei dem hochwertige Profile entstehen. Endlose Faserstränge aus Glas-, Carbon- oder Naturfasern, sogenannte Rovings, werden durch ein duroplastisches Harzbad in eine beheizte Form gezogen und thermisch ausgehärtet. Es entstehen hochwertige Profile mit konstantem Quer schnitt, hoher Festigkeit und geringem Gewicht, die sich ideal für Anwendungen eignen, die Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Haltbarkeit erfordern. Die erdölbasierten Komponenten sollen perspektivisch durch biobasierte Rohstoffe substituiert werden. Das Entwicklungsziel Die zentrale Herausforderung im Forschungsprojekt CannaPul ist die Entwicklung und die Anwendung von biobasierten, regional verfügbaren Werkstoffen. Ziel ist die Herstellung endlosfaserverstärkter Profilstrukturen aus Hanfbastfasern in Kombination mit biobasierter thermoplastischer Matrix. Voraussetzung dafür ist einerseits die Bereitstellung von geeigneten Naturfasersträngen aus dem nachwachsen den regionalen Rohstoff Hanfbast. Zum anderen erfordert der Prozess das Aufbringen einer thermoplastischen Biopolymermatrix mit niedriger Viskosität und entsprechend hoher Fließfähigkeit sowie einer niedrigen Schmelztemperatur, um eine thermische Schädigung oder ein Verbrennen der Hanffasern zu vermeiden. 

Die Kooperation 
Projektbeteiligte bei CannaPul sind das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. Chemnitz (STFI) und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz (IWU). Das STFI untersucht die textiltechnische Verarbeitung von hochfesten Hanfbaststreifen zu endlosen Fasersträngen und stellt im Ergebnis biobasierte Bewehrungsfasern für den Pultrusionsprozess bereit. Die abgeschälten Hanfbaststreifen werden durch einen Fibrillierprozess vereinzelt und gleichmäßig als Band abgelegt. Das Band wird durch einen Ummantelungsprozess zugfest stabilisiert und als Garn bereitgestellt.

Das IWU kümmert sich um die zahlreichen Herausforderungen beim Prozess der Pultrusion. Hierbei gilt es die Viskosität der Schmelze und die Verarbeitungstemperatur von Thermoplast auf das biogene Fasermaterial abzustimmen. 

Der Prozess
Bei der Pultrusion wird die thermoplastische Schmelze aus Granulaten erzeugt. Die Herausforderung besteht dabei in der vollständigen Imprägnierung der Fasern sowie einer gleichmäßigen Faserverteilung. Gleichzeitig soll ein Faservolumenanteil von mindestens 50% erreicht werden, um hohe mechanische Kennwerte, insbesondere eine hohe spezifische (gewichtsbezogene) Zugfestigkeit, sicherzustellen. Bei einer Warenabzugsgeschwindigkeit von bis zu 1000 mm/min ist während der Pultrusion eine Querschnittsfläche von 20 mm² zuverlässig und vollständig mit der thermoplastischen Schmelze zu imprägnieren. 

Heike Metschies, Projektleiterin am STFI, hält fest: „Erste Ergebnisse liegen bereits in Form von rechteckigen Profilen mit Hanfbewehrung und thermoplastischer Matrix vor. Diese konnten wir auf der AGRA 26 in Leipzig u.a. dem Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch vorstellen und auf der Techtextil in Frankfurt am Main einem großen Fachpublikum präsentieren.“

Quelle:

Sächsisches Textilforschungsinstitut

04.05.2026

Kreislaufwirtschaft als Antwort auf volatile Rohstoffmärkte

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.

0723 herbert snell bvse vizepraesidentAus Sicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling zeigt sich in dieser Situation deutlich: Unternehmen, die bereits frühzeitig auf den Einsatz von Rezyklaten gesetzt haben, sind heute deutlich widerstandsfähiger aufgestellt. Sie profitieren von stabileren Kostenstrukturen und einer geringeren Abhängigkeit von volatilen Rohölmärkten. Beispiele aus der Praxis belegen, dass ein konsequenter Umstieg auf Kreislaufwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch strategisch ist.

„Der Einsatz von Rezyklaten entkoppelt die Produktion spürbar von den Schwankungen der fossilen Rohstoffmärkte und reduziert strukturelle Abhängigkeiten“, betont bvse-Vizepräsident Herbert Snell. „Kreislaufwirtschaft ist damit ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Resilienz und Versorgungssicherheit.“

Unternehmen, die frühzeitig in Recyclingstrukturen und den Einsatz von Rezyklaten investiert haben, verfügen heute über klare Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend angespannten Marktumfeld. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Entwicklung: Wer weiterhin stark auf Primärkunststoffe setzt, bleibt besonders anfällig für externe Krisen und Preissprünge.

Vor diesem Hintergrund appelliert der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling an die Industrie, den Einsatz von Rezyklaten konsequent auszubauen und sich frühzeitig verlässliche Bezugsquellen zu sichern – auch mit Blick auf die kommenden regulatorischen Anforderungen, insbesondere die PPWR. Langfristige Partnerschaften entlang der Lieferkette sind dabei ebenso entscheidend, wie der Aufbau stabiler Beschaffungsstrukturen, um zukünftige Engpässe zu vermeiden.

Ergänzend können Investitionen in erneuerbare Energien dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Strukturen weiter zu reduzieren und die Transformation hin zu einer nachhaltigen Industrie zu beschleunigen.

„Nachhaltigkeit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden wirtschaftlichen Faktor – nicht nur für das Image, sondern vor allem für die Krisenfestigkeit von Unternehmen“, so Herbert Snell. „Die aktuelle Situation unterstreicht die Dringlichkeit, Kreislaufwirtschaft schneller zu skalieren und als strategisches Instrument zu begreifen.“

Unternehmen, die heute in Rezyklate investieren und sich den Zugang zu diesen Materialien sichern, stellen die Weichen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit – und reduzieren gleichzeitig ihre Abhängigkeit von globalen Krisen und Energiepreisschwankungen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung 

COBRA® Filter Foto: (c) BB Engineering GmbH
COBRA® Filter
22.04.2026

Plastics Recycling Show Europe 2026: Effizientes Recycling von textilem PET

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Bei der kommenden Plastics Recycling Show Europe in Amster-dam am 5./6.5. wird BB Engineering sein Technologieportfolio für PET Recycling präsentieren. Dabei liegt der Fokus des deutschen Maschinenbauers wieder auf Textilrecycling und Schmelzefiltrati-on.

Das Produktportfolio umfasst Komponenten und Anlagen für die Herstellung von Folien und Kunstfasern sowie für PET Recycling. Mit Extrudern, diversen Filtern und kompletten Spinnerei- und Re-cyclinganlagen verfügt das Unternehmen über eine breite Exper-tise in der Kunststoffverarbeitung und kann ganzheitliche PET-Recyclinglösungen aus einer Hand anbieten. BB Engineering legt beim Recycling einen besonderen Fokus auf Textilrecycling (PET). Seine Systeme VacuFil® und COBRA® stehen auf der Veranstal-tung im Mittelpunkt.

VacuFil® Visco+ - PET LSP-Recycling 
Die PET-Recyclinganlage VacuFil® vereint schonende Großflächenfiltration mit einer präzisen IV-Anpassung und ermöglicht so eine dauerhaft gleichbleibende, herausragende rPET-Schmelze-qualität. 

Von Bottle-to-Bottle bis 100 % Fiber-to-Fiber: Dank des modularen Konzepts lässt sich VacuFil® exakt an individuelle Anforderungen anpassen. Unterschiedlichste PET-Ausgangsmaterialien wie Flakes, Textilabfälle, Faserabfälle oder Anfahrklumpen werden zuverlässig verarbeitet, während die IV gezielt an das gewünschte Endprodukt angepasst wird.

Im Zentrum steht die patentierte Schlüsselkomponente Visco+. Durch Liquid-State-Polycondensation entfernt sie flüchtige Konta-minationen verlässlich und liefert eine außergewöhnlich homoge-ne Schmelze von ±0,01 dl/g – und das bis zu 50 % schneller als vergleichbare LSP-Systeme. Je nach Durchsatz lässt sich dabei ein Viskositätsaufbau von bis zu 30 % erzielen.

Die kontinuierliche Prozessüberwachung durch ein Online-Viskosimeter gewährleistet einen stabilen und reproduzierbaren Output. Dabei hat VacuFil® eine Kapazität von 150 bis 4.000 kg/h. 

COBRA® setzt Maßstäbe in der Schmelzefiltration
Mit der Entwicklung des neuesten Schmelzefilters COBRA® will BB Engineering selbst hohen Verschmutzungsgraden zuverlässig begegnen, Filterwechsel und Reinigung vereinfachen und gleich-zeitig die Betriebskosten senken. 

Das Ergebnis ist ein leistungsstarkes System, das kontinuierliche Großflächenfiltration mit einer automatisierten, chemiefreien Zwi-schenreinigung vereint. Zwei Filtereinsätze mit automatischer Um-schaltung gewährleisten einen stabilen, sicheren und unterbre-chungsfreien Betrieb — auch bei hohen Verschmutzungsgraden, bei denen herkömmliche Kerzenfilter oder Siebwechsler an ihre Grenzen stoßen.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der integrierten Reinigung: Sie verlängert die Standzeiten der Filtermedien deutlich und reduziert gleichzeitig Bedienaufwand, Schmelzeverluste und Energiebedarf ohne Chemikalieneinsatz. Das steigert die Prozesssicherheit und senkt die Betriebskosten.

COBRA® eignet sich sowohl für die Grob- als auch für die Feinfilt-ration. Neben dem Einsatz im PET-Recycling bietet das System auch in weiteren Anwendungen, etwa in der Kunststoffspinnerei, Potenzial zur Effizienzsteigerung und kann dort ohne Schwierig-keiten nachgerüstet werden.

Quelle:

BB Engineering GmbH

Agrotextiles (c) Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
15.04.2026

ITA @ Techtextil 2026: Intelligente Textilien - nachhaltig, umweltverträglich und mit KI

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

Sportschuhe aus Algen, Leggings aus Pilzen, (Diesel-)Öl-Filterung aus dem Wasser, 4D-Textilien, recyclebar, nachhaltig und mit KI – das präsentiert die ITA Group mit drei einzelnen Ständen des ITA Aachen, der ITA AugsburggGmbH und der ITA Technologietransfer GmbH auf dem Gemeinschaftsstand der Firma Elmatex in Halle 12.0 D05.

Das ITA Aachen trägt dem Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung und präsentiert mit seinen Exponate Lösungen für konkrete Probleme der Gegenwart:

  1. 4D-Printed Textiles
    4D-Textilien sind textile Strukturen, die ihre Form oder Funktion über die Zeit gezielt verändern können. Die „vierte Dimension“ beschreibt dabei die Reaktion auf äußere Stimuli wie Temperatur, Feuchtigkeit, Licht oder elektrische Impulse. Grundlage sind meist aktive Materialien wie Formgedächtnispolymere, Formgedächtnislegierungen oder hygroskopische Fasern, die in textile Architekturen integriert werden.

    Ihre Rolle liegt in der Entwicklung adaptiver, funktionaler Systeme: von klimaregulierender Bekleidung über textilbasierte Aktuatoren in der Soft Robotics bis hin zu selbstentfaltenden oder medizinischen Anwendungen. 4D-Textilien transformieren Textilien von passiven Flächengebilden zu responsiven, intelligenten Systemen. 
  2. AlgaeTex Sportschuh
    Algen haben ein immenses Potenzial als Bio-Rohstoff, um Erdöl für künstliche Textilien zu ersetzen: Sie wachsen schnell und können Kohlendioxid effizienter aufnehmen als andere Bio-Rohstoffe, die auf Landpflanzen basieren. Außerdem verbraucht ihr Anbau weniger/unbebaubare Flächen und vermeidet Pestizide. Die Verwendung von Algen als erneuerbare Ressource für die Herstellung von Biopolymeren und Textilien umgeht die Herausforderungen des Wettbewerbs mit niedrigen Kraftstoffpreisen, indem sie höherwertige Anwendungen schafft. Auf diese Weise kann die deutsche Textilindustrie als Katalysator für die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu einer Bioökonomie wirken, in der Algen eine wichtige Biomassequelle darstellen.

    Das Projekt AlgaeTex demonstriert, dass die Herstellung thermoplastischer Biopolymere aus Algen für textile Anwendungen technisch möglich ist. Diese neuartigen Biopolymere werden schmelzgesponnen und zu hochwertigen Textilien verarbeitet, die für die Sportartikelindustrie von Bedeutung sind, wie in etwa für gestrickte Schuhoberflächen oder T-Shirts. 
  3. Agrartechnik
    Agrotextilien sind insbesondere für Sonderkulturen wie beispielsweise Erdbeeren, Salate und Kohlrabi von großer Bedeutung, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Wachstumsbedingungen haben. So können sie die Bodentemperatur erhöhen, Wasser zu den Pflanzen leiten und die Setzlinge vor allem in frühen Wachstumsphasen vor äußeren Einflüssen schützen. Agrotextilien bestehen nahezu ausschließlich aus petrochemisch hergestellten Polymeren, die nicht biologisch abbaubar sind. Auf dem vorliegenden Demonstrator wird daher ein Krempelvlies ausgestellt, das aus biologisch abbaubaren Polymeren hergestellt wurde und zur Ernteverfrühung auf Erdbeerfeldern eingesetzt wird. In der gleichen Kultur, aber mit anderem Nutzen, ist ein Netz aus Monofilamenten zu sehen, dass durch seine tiefrote Farbe und eine Beschichtung mit feinsten Silikatpartikeln zum Schutz der Pflanzen vor invasiven Insektenarten dient. 
  4. Bionic Oil Adsorber
    Auf verschiedenen biologischen Oberflächen wird Öl von Wasseroberflächen adsorbiert und entlang von schwimmenden Blättern transportiert.
    Dieser Effekt wurde von ITA-Postdoc Dr. Leonie Beek mit ihrem Bionic Oil Absorber (BOA) auf ein technisches Textil übertragen, das im Reifegrad 4 bis zu 4 Liter Diesel pro Stunde aus dem Wasser entfernen kann.

    Der BOA unterscheidet sich von technischen Lösungen, da die Öl-Wasser-Trennung ohne externe Energie und ohne giftige Substanzen erfolgt. Die Arbeiten zum BOA wurden mit dem Bionik-Award und dem Paul-Schlack-Preis ausgezeichnet. 
  5. BioPEtex – PE-basiertes, spinngefärbtes und nachhaltiges T-Shirt aus biologischen Rohstoffen
    Auf dem milliardenschweren Fasermarkt dominieren fossile Polyester (PES) mit einem Anteil von 52 % den Bekleidungssektor. Leider kann PET, das am häufigsten verwendete PES, im Gegensatz zu Polyethylen (PE) nicht zu 100 % biobasiert in industriellem Maßstab hergestellt werden. Biobasiertes PE (bioPE), ein Drop-in-Polymer, das aus fermentierten Stärken oder Zuckern gewonnen wird, entspricht in seinen Eigenschaften dem fossilen PE und ist leicht recycelbar. Es ist außerdem kostengünstiger als andere, in Fasern verwendete Biopolymere und kann bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden, was Energie spart. Spinngefärbtes bioPE bietet erhebliche Umweltvorteile: Es verbraucht 50 % weniger Energie und Wasser als herkömmliche Färbeverfahren und emittiert 60 % weniger CO2.

    Lebenszyklusanalysen (LCA) sagen voraus, dass PE den ökologischen Fußabdruck der Textilindustrie erheblich reduzieren könnte, wobei spinngefärbtes BioPE diese Reduzierung noch verstärkt. Darüber hinaus sind PE-Textilien IR-transparent und sorgen so für eine passive Kühlung des Körpers.

    Trotz dieser Vorteile wird PE noch nicht in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Vorläufige Forschungsergebnisse des ITA deuten darauf hin, dass PE zu gesponnenen, gefärbten Filamenten und gestrickten Mustern mit vielversprechender Textur verarbeitet werden kann. Das ausgestellte T-Shirt ist gesponnen und gefärbt und verfügt über eine elastische Oberfläche aus biobasierten Rohstoffen. Eine biobasierte elastische Ausrüstung wertet das T-Shirt auf, das aus einer einzigen Quelle stammt und thermomechanisch recycelbar ist. 
  6. FungalFibers – Leggings
    Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen wie Erdöl, Wasser und Ackerland sowie zunehmender Umweltzerstörung und Konfliktpotenzialen besteht ein großes gesellschaftliches und unternehmerisches Interesse daran, wettbewerbsfähige, sozial und ökologisch nachhaltige Rohstoffalternativen für die Textilindustrie bereitzustellen. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer völlig neuen Prozesskette zur Herstellung biobasierter, veganer Textilien aus Chitosanfasern (Filament- und Stapelfasergarnen).

    Chitosan ist chemisch eng mit Chitin verwandt, dem nach Cellulose am häufigsten vorkommenden Stoff in der Natur. Es kommt in einer Vielzahl von Quellen natürlich vor: in Insekten, Krabben- und Krebsschalen sowie als strukturbestimmender Bestandteil der Zellwände aller Pilze. Daher kann Chitin aus Nebenprodukten der Produktion von Krabbenfleisch, Insektenprotein oder Pilzbiomasseabfällen aus industriellen Prozessen gewonnen werden. Chitosan seinerseits kann durch Deacetylierung leicht aus Chitin hergestellt werden.

    Die ITA Group zeigt unterschiedliche Ansätze des mechanischen und thermo-mechanischen Recyclings und adressiert damit mögliche Anwendungen in der Textil-, Werkstoff- und Automobilindustrie. Die auf das mechanische Textilrecycling spezialisierte ITA Augsburg gGmbH zeigt Innovationen aus den Bereichen Composites, mechanisches Textilrecycling und künstliche Intelligenz in der Produktion. Dazu gehören Schall- und Wärme- isolationsplatten aus dem Projekt „IsoTex“, ein Handtuch aus dem Recyclingprojekt „EcoYarn“ sowie der „ColoSens“-Demonstrator, eine KI-basierte Lösung zur automatisierten Farberkennung von Fasern im Recyclingprozess. Die ITA Technologietransfer GmbH präsentiert das thermo-mechanische Recycling an zahlreichen Beispielen im Fabric2Fabric-Kreislauf. Am Beispiel eines 3D gedruckten Autositz-Demonstrator werden die kreislauffähigen Filamentgarne in einem Sitzbezug eingesetzt.

    Zudem zeigt die ITA Technologietransfer GmbH das patentierte Konzept des „Textilen Ankers“, ein innovatives Verankerungssystem zum Schutz und zur Sicherung von Konstruktionen in den geotechnischen Geländen wie in Bergen, im Boden und unter Wasser sowie für den Einsatz im Hochbau. Der textile Anker bietet eine ultraleichte Lösung mit hoher Flexibilität und optimaler Anpassungsfähigkeit und wird aus extrem strapazierfähigen oder aus biologisch abbaubaren und nachhaltigen Textilien hergestellt.

Auf dem „Shared Booth“ der ITA Group informiert die ITA Technologietransfer GmbH über Innovationen verschiedener Industriepartner:

  •  technofibres s.a. aus Luxemburg bietet spinngefärbte PET- und nachhaltige trPET-Filamentgarne mit unterschiedlichsten Mattierungsgraden, Filamentquerschnitten und Aufmachungen für individuelle Lösungen auch in kleinsten Losgrößen an und ist damit einmalig in Europa.
  •  Idemitsu Kosan Co., Ltd. aus Japan bietet mit Xarec™ eine syndiotaktische Polystyrol-Faser (SPS) für den Einsatz in Stoffen und Nonwovens an. Die Vorteile dieses teilkristallinen Hochleistungswerkstoffe, der durch die Polymerisation von Polystyrol und einem Metallocene Katalysator seine syndiotaktische Struktur erlangt, werden an Nonwovens Demonstratoren für den Filterbereich im Vergleich zu herkömmlichen Materialien aufgezeigt.
  • Das schwedische Unternehmen Luma Wire Tech AB ist ein innovativer Spezialist für Feindrähte mit Fachkompetenz im Bereich der modernen Beschichtungstechnik. Jeder Draht – mit einem Durchmesser von 4 bis 300 Mikrometern und hergestellt aus Wolfram, Molybdän oder anderen hochmodernen Werkstoffen – wird individuell auf die spezifischen Anforderungen jedes Kunden zugeschnitten und ist entweder unbeschichtet oder mit Hochleistungsbeschichtungen aus Gold, Silber, Palladium oder anderen Materialien erhältlich.

 

 

Quelle:

Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University

Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware Foto Ecoalf
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
01.04.2026

Ecoalf & Smurfit Westrock: Erste Boutique aus Wellpappe und Papier

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Ecoalf-Strategie
Das Unternehmen wurde 2009 mit der Vision gegründet, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten ein Ende zu setzen, um die Bedürfnisse künftiger Generationen zu sichern. Seitdem entwickelt Ecoalf eine neue Generation von Recyclingprodukten, die für hochwertiges Design und konsequente Qualität stehen.

In den letzten 15 Jahren konnten durch Innovation, Forschung und Entwicklung mehr als 600 neue recycelte Materialien entwickelt werden. Dabei wurden über 350 Millionen Plastikflaschen sowie Tonnen von ausrangierten Fischernetzen, Altreifen, postindustrieller Baumwolle und Wolle recycelt. Dadurch wurden mehr als 54 Milliarden Liter Wasser eingespart, über 50.000 m² Land mit regenerativer Baumwolle renaturiert und 12.500 Tonnen CO₂ vermieden. Ecoalf hat sich verpflichtet, bis 2030 emissionsfrei zu werden.

Für jeden verkauften Artikel mit dem Titel „Because there is no planet B®” werden 10 % des Erlöses an die Ecoalf Foundation gespendet, um die Erweiterung des Projekts zu unterstützen. Ecoalf ist seit 2018 Mitglied der B-Corp-Community, eines globalen Netzwerks zertifizierter Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Transparenz über Gewinnmaximierung zu stellen. Im Jahr 2022 wurde Ecoalf als „Best for the World“ ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 5 % der 5.000 besten B-Corps weltweit.

„Wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Geschäft eröffnet zu haben, dessen Wände, Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier hergestellt wurden. Das wäre ohne unseren Partner Smurfit Westrock nicht möglich gewesen“, so Javier Goyeneche, Gründer und Präsident von Ecoalf. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Quelle:

Ecoalf 

Pilztechnikum © Fraunhofer UMSICHT/Mike Henning
01.04.2026

Forschung an substratbasierten Myzelwerkstoffen

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Fraunhofer UMSICHT verfügt in Dortmund über ein Labor und Technikum für die Entwicklung von Werkstoffen auf Basis von Pilzmyzel und bündelt seine Aktivitäten zur Erforschung von Myzelwerkstoffen unter der Marke FungiFacturing®. Das ehemals als DEZENTRALE bekannte offene Mitmachlabor hat sich zu einem Forschungsstandort mit leistungsstarker Infrastruktur entwickelt, um Myzelmaterial als nachhaltigen Werkstoff zu erschließen.

Im Jahr 2013 entstand die DEZENTRALE in Dortmund als offenes Gemeinschaftslabor für interessierte Bürger*innen – im Projekt LUZI – Labor für urbane Zukunftsfragen und Innovation. Ziel war es, neue und nachhaltige Produkte oder Technologien für Zukunftsfragen zu entwickeln und eine Bürger*innen nahe Forschung zu betreiben.

Das Team von Fraunhofer UMSICHT startete damals mit ersten Versuchen zu Myzelmaterial und Pilzzucht - noch mit Do-it-yourself-Geräten. Mithilfe des Förderprogramms „Nordwärts“ der Stadt Dortmund konnten die Infrastruktur des Labors und die partizipativen Arbeitsansätze z.B. das überregional bekannte Innovative Citizen Festival realisiert werden.  Im Jahr 2019 wurde das erste Projekt zum Thema Schallabsorber auf Basis von Pilzen und Pflanzenfasern mittels 3D-Pastendruck von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe gefördert.

Das Potenzial des biobasierten Werkstoffs ist groß – er ist ressourcenschonend, zirkulär und für vielseitige Anwendungen in der Bau-, Verpackungs- oder Automobilindustrie einsetzbar. Myzelwerkstoffe entstehen dadurch, dass sich ein Pilz von einem bestimmten pflanzlichen Substrat ernährt, das Substrat durchwächst und somit stabilisiert. Durch entsprechende Trocknung stirbt der Pilz ab, das Material ist fertig zur Verwendung Weiterverarbeitung.  

Von der Substratentwicklung über den Prototypen bis zur Ökobilanzierung 
Die DEZENTRALE existiert aus diesem Grund nicht mehr als Mitmachlabor, Teile des Makerspaces sind zum Standort Oberhausen von Fraunhofer UMSICHT umgezogen – nutzbar für Forschungsprojekte des Instituts. Spezialist*innen aus den Bereich Biologie, Verfahrenstechnik und Maschinenbau widmen sich nun der Weiterentwicklung der Myzelwerkstoffe und bauten das Technikum für diesen Zweck in Dortmund aus. Für die Bereiche Substrat- und Prototypenentwicklung stehen große Konstantklimakammern, Autoklav, 3D-Keramikdrucker und Wärmeschränke bereit. Die Forschenden wählen passende Substrate aus, entwickeln die geeigneten Rezepturen für den Anwendungsfall und können mittels Trocknung und Inkubation die Prototypen der Myzelmaterialien herstellen. „Uns steht auch ein mikrobiologischer Laborbereich zur Verfügung“, erklärt Lina Vieres, Abteilung Carbon Utilization and Mineralization von Fraunhofer UMSICHT. Werkstoffcharakterisierung und Funktionalisierung des fertigen Materials übernehmen die entsprechenden Abteilungen bei Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen. Hier stehen die Themen Brandschutz, Abbaubarkeit oder Wärmeleitfähigkeit und Ökobilanzierungen der neuen Materialien im Mittelpunkt.  

„Wir freuen uns über die sehr gute Ausstattung des Myzeltechnikums, in der wir innovative Myzelmaterialien herstellen und somit die Bioökonomie vorantreiben. Wir können unsere Kund*innen von der Idee bis zum nachhaltigen Werkstoff begleiten und beraten. Außerdem bieten wir auch Fachworkshops oder Vorträge zum Thema an, um individuelle Lösungen zu erarbeiten“, ergänzt Lina Vieres. 

Quelle:

Fraunhofer UMSICHT 

Ballen Fa.Wenkhaus
30.03.2026

Bundesumweltministerium: Erweiterte Herstellerverantwortung bei Textilien

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Fast-Fashion-Kleidung wird nur kurz getragen, aber macht lange Ärger. Sie überschwemmt den Markt, lässt Altkleider-Container überquellen und kann kaum Second Hand wiederverwendet oder recycelt werden. Die Altkleidersammlung hat in Deutschland über Jahrzehnte gut funktioniert, steht aber zunehmend unter Druck. Ich will mit einem neuen Textilgesetz für Entlastung sorgen. Wer massenhaft Wegwerf-Klamotten bei uns auf den EU-Markt bringt, soll auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Das muss auch für die vielen Billigimporte aus China gelten. Dabei gilt: Je mehr Textilien die Hersteller auf den Markt bringen und je minderwertiger die Ware ist, desto mehr müssen sie beitragen. Mit der Herstellerverantwortung helfen wir auch karitativen Akteuren wie der Deutschen Kleiderstiftung, die Kleiderspenden aus ganz Deutschland verwertet und an jene weitergibt, die sie dringend brauchen. Klar ist für mich: Kommunen und karitative Einrichtungen sollen weiterhin zentrale Akteure bei der Entsorgung von Alttextilien sein, damit sie ihre gesellschaftliche Rolle auch weiter wahrnehmen können.“

Unter die neuen Regelungen sollen Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe fallen. Das Eckpunktepapier definiert zudem Rollen und Aufgaben der Akteure in dem neuen System. So müssen Hersteller zukünftig die finanzielle Verantwortung für Alttextilien übernehmen. Die Sammlung und Verwertung wird über Organisationen für Herstellerverantwortung im Auftrag der Hersteller organisiert. Maßgeblich für das Bundesumweltministerium ist, dass bewährte und effiziente Sammelstrukturen beibehalten werden, die im Wesentlichen durch die Kommunen und die karitativen Akteure vorgehalten werden. Daneben enthält das Eckpunktepapier auch konkrete Zielvorgaben zur Sammlung und Verwertung, die erreicht werden müssen.

Die vorgelegten Eckpunkte dienen der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde.

Das Bundesumweltministerium nimmt bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier entgegen. Das Gesetz muss bis zum 17. Juni 2027 in Kraft treten, da dann die EU-rechtlich vorgegebene Umsetzungsfrist abläuft.

Bundesumweltminister Schneider: "Es ist mir sehr wichtig, dass alle betroffenen Akteure frühzeitig beteiligt und eingebunden werden. So können wir die richtigen Weichen stellen, um die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig den Aufbau effizienter und unbürokratischer Strukturen vorzubereiten."
Weitere Maßnahmen für nachhaltige Textilien in Planung

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien ist Teil eines Maßnahmenpakets, um mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufführung im Textilsektor zu erreichen. Ab dem 19. Juli 2026 gilt durch die Ökodesignverordnung ein EU-weites Vernichtungsverbot für bestimmte unverkaufte Kleidung und Schuhe. Zudem setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, dass zügig Ökodesign-Regeln für Alltagsbekleidung auf den Weg gebracht werden um zu verhindern, dass Bekleidung von minderer Qualität überhaupt auf den europäischen Markt kommt. Unter der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sind Dialogprozesse zu Ultra-Fast-Fashion in Arbeit.

Das BMUKN lädt alle Interessierten ein, sich an den vorbereitenden Diskussionen zur Gestaltung des Textilgesetzes auf Basis des Eckpunktepapiers zu beteiligen. Hierzu besteht die Möglichkeit, bis zum 24.04.2026 eine schriftliche Stellungnahme an CIII5[at]bmukn.bund.de zu übermitteln.

30.03.2026

bvse: "Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland"

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Für privatwirtschaftliche Sammler bedeutet dies einen gesetzlich erzwungenen Rollenwechsel: vom eigenverantwortlichen Marktakteur zum nachgelagerten Dienstleister. Gleichzeitig wird gemeinnützigen Sammlern und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weiterhin gestattet, Alttextilien selbst zu sortieren und zu verwerten. Diese asymmetrische Privilegierung verzerrt den Wettbewerb und führt absehbar zur Verdrängung etablierter gewerblicher Sammel- und Sortierstrukturen.

Darüber hinaus wirft das Eckpunktepapier zentrale rechtliche und systemische Fragen auf:
Die vorgesehene Aufhebung der Getrennthaltungspflicht für Textilien bei öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern steht im Widerspruch zu europarechtlichen Vorgaben. Zugleich befördert sie Bestrebungen einzelner Bundesländer, mangels tragfähiger Märkte nicht wiederverwendbare Alttextilien pauschal der Verbrennung zuzuführen.

Die Verpflichtung der OfHs zur Vorlage von Ökomodulationskonzepten bleibt ohne nationale Mindeststandards unbestimmt. Bis verbindliche EU-Ökodesign-Kriterien greifen, drohen ein regulatorischer Flickenteppich und ein Unterbietungswettbewerb bei Beiträgen – zulasten von Qualität, Sortiertiefe und Wiederverwendung.

Branche halte System am Laufen
Die privatwirtschaftlichen Altkleidersammler und Sortierer im bvse-Fachverband Textilrecycling sichern weiterhin vor Ort die Funktionsfähigkeit der Stoffströme. Trotz steigender Fehlwürfe, zunehmender Verunreinigung der Sammelware und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit leisten die Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zur textilen Kreislaufwirtschaft. Sammelstandorte werden betrieben, Container gereinigt, Materialien sortiert und hochwertigen Verwertungswegen zugeführt.

Marwin Gedenk, kommissarischer Vorsitzender des bvse-Fachverbands Textilrecycling:
„Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten täglich unter enormem Kostendruck daran, wirtschaftlich tragfähige Stoffströme zu sichern. Wir räumen, sortieren und handeln weiter. Gut erhaltene Kleidung ist nach wie vor gefragt. Politik und Verwaltung müssen jetzt verlässliche Übergangsregeln schaffen.“

Der Fachverband stellt klar: Nur ein System, das alle Akteure gleichberechtigt integriert, kann die gesetzten Ziele der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft tatsächlich erreichen.

Ohne Übergangslösungen drohe ein Strukturbruch
Der Fachverband fordert daher politische Klarheit sowie kurzfristige Finanzierungsbrücken bis zum Inkrafttreten eines Textilgesetzes. Nur belastbare Übergangsregelungen sichern Sammlungskapazitäten, Sortierqualität und die bewährte Zusammenarbeit mit Kommunen und karitativen Partnern.

Akuter Handlungsbedarf besteht zudem bei der Finanzierung der Entsorgung von Fehlwürfen. Derzeit tragen Sammler und Verwerter erhebliche Kosten für die Beseitigung von Restabfällen – obwohl diese Aufgabe originär in die Zuständigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger fällt. Diese Schieflage ist weder sachgerecht noch dauerhaft tragfähig.

Die Wiederverwendung von Alttextilien muss weiterhin oberste Priorität behalten. Entsprechend ist die Vorbereitung zur Wiederverwendung konsequent zu stärken. Parallel dazu sind die bestehenden Recyclingstrukturen für nicht wiederverwendbare Textilien gezielt auszubauen – nicht zu verdrängen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft Foto: Jean-Luc Valentin/Messe Frankfurt
30.03.2026

Techtextil 2026: Von Nature Performance bis Kreislaufwirtschaft

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Alternative Materialien sowie Recyclingtechnologien sind eines der wichtigsten Zukunftssegmente und Innovationstreiber technischer Textilien. Nachhaltigkeitsziele und regulatorische Anforderungen erhöhen ihre Bedeutung, gleichzeitig steigern Fortschritte bei Performance und Wirtschaftlichkeit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Techtextil vom 21. bis 24. April 2026 spiegelt den relevanten Branchentrend mit einer wachsenden Anzahl an spezialisierten Ausstellern wider. Mit dem neuen Label „Nature Performance“ bündelt die globale Leitmesse relevante Marktangebote und erleichtert den Zugang zu neuen Lösungen – von natürlichen Fasern und Garnen über biobasierte Materialien bis zu zirkulären Ansätzen.

Nachhaltige Fasern und Garne zählen zu den stärksten Wachstumsmärkten technischer Textilien: Weltweit setzen anwendende Unternehmen verstärkt auf natürliche und biobasierte Lösungen – aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit, CO₂-Einsparungen, biologischen Abbaubarkeit, Recyclefähigkeit und Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen. Dr. Terry P. Townsend, Statistiker bei der Discover Natural Fibres Initiative (DNFI), erläutert die aktuelle Entwicklung: „Fasern wie Jute (3 Mio. t/Jahr), Kokos (1,2 Mio. t), kurze Textilflachsfasern (200.000 t), Sisal (300.000 t), Industriehanf (400.000 t), Kapok (80.000 t) oder Abaca (50.000 t), werden vor allem in technischen Anwendungen eingesetzt und bieten großes Potenzial für eine erweiterte Rückgewinnung und Wiederverwertung. Mögliche Anwendungsbereiche für recycelte Naturfasern reichen von Verbundwerkstoffen in Automobilen zur Gewichtsreduzierung und Verbesserung der Nachhaltigkeit über Dämmstoffe aus Hohlfasern bis hin zu Baumaterialien, bei denen Naturfasern als Bindemittel dienen.“

Nature Performance: über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Materialien
Neue Materialinnovationen, Anwendungsmöglichkeiten und Unternehmen: Natürliche sowie biobasierte Fasern und Garne sind im Aufwind und der Markt für industriereife Lösungen wächst. Die Techtextil rückt diese Entwicklungen in den Fokus und ermöglicht Besucher*innen einen globalen Überblick sowie die gezielte Suche nach passenden Partnern und Lösungen. Wichtiges Tool dafür ist das neu eingeführte Label Nature Performance, unter dem sich über 110 Aussteller mit natur- und biobasierten Fasern und Garnen für alle relevanten Anwendungsfelder präsentieren. Mit dabei sind internationale Innovatoren wie Abacell, Basaltex, Cordenka, Karsu Tekstil, Südwolle oder Vombaur. Entsprechende Unternehmen sind am Messestand sowie in der online Ausstellersuche mit dem Signet klar gekennzeichnet – für schnelle Orientierung, gezielte Business-Kontakte und Raum für Neuentdeckungen. Die Halle 9.1 bündelt eine breite Auswahl an innovativen Lösungen und dient als zentrale Anlaufstelle für Anbieter mit natürlichen sowie biobasierten Materialien. 

Recycelte und recycelbare Fasern sowie Garne im Fokus
Verschärfte Regularien zur Kreislaufwirtschaft treiben das textile Recycling in Europa voran und verleihen dem Markt spürbare Dynamik – gleichzeitig bleibt die Rückgewinnung leistungsfähiger Fasern und Garne aus Alttextilien eine zentrale Herausforderung. Die Techtextil 2026 präsentiert rund 90 Aussteller mit recycelten und/oder recycelbaren Fasern und Garnen für die verschiedenen Anwendungsbereiche technischer Textilien. Mit dabei sind renommierte Unternehmen wie Aquafil, Freudenberg Performance Materials, Lenzing, Nilit, Purfi Manufacturing, Recyy’Elit SAS, Teijin Group und The Lycra Company. Wie vielfältig und technologisch anspruchsvoll das Feld inzwischen ist, zeigt auch der „Dutch Circular Textile Pavilion“ in Halle 9.1: Hier demonstriert unter anderem SaXcell ein chemisches Faser-zu-Faser-Recycling, das Textilabfälle zu neuen Fasern in Baumwollqualität umgewandelt. Die Modemarke Vodde stellt eine eigene Faser-zu-Faser-Lieferkette vor, mit der sie Garne aus 100 % recycelten Textilabfällen für die eigene Produktion gewinnt. Weitere Innovationen sowie eine Garn-Bibliothek präsentieren die Mitaussteller EECOFF, Materialliance und Tex-tracer. 

Texpertise Econogy – Kompass für textile Nachhaltigkeit 
Zusätzliche Orientierung im wachsenden Markt für nachhaltige textile Lösungen bietet das messeübergreifende Nachhaltigkeitsprogramm Texpertise Econogy. Der Begriff vereint ökologische und ökonomische Aspekte und kennzeichnet von Expert*innen geprüfte und zertifizierte Aussteller, die nachhaltig, ethisch verantwortungsvoll und wirtschaftlich handeln. Auf der Techtextil tragen rund 120 Unternehmen das Econogy-Signet und sind in der Ausstellersuche sowie über das Icon am Messestand zu finden. Ergänzend geben Econogy Talks und geführte Touren geschäftsfördernde Einblicke in neue Entwicklungen und Best Practices.

25.03.2026

DuPont: Neuer Schutzanzug bietet extreme Atmungsaktivität

DuPont hat die Markteinführung des Tyvek® APX™ 400 Schutzanzugs bekannt gegeben, dem ersten aus einer neuen Generation von extrem atmungsaktiver Einweg-Chemikalienschutzkleidung. Der neue Schutzanzug wird aus DuPont™ Tyvek® APX™ hergestellt und kombiniert 360°-Schutz und Strapazierfähigkeit mit extremer Atmungsaktivität, was den Komfort und die Sicherheit der Arbeitskräfte auf ein neues Niveau hebt.
 
Komfort als Wissenschaft
Das Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit bei Schutzkleidung war schon immer ein Kompromiss, insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch kontinuierliche Innovation hat DuPont die Atmungsaktivität von Tyvek® erhöht und erhält gleichzeitig die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Schutzkleidung. Das Ergebnis: Tyvek® APX™ Material. Es bietet eine hervorragende Kombination aus Schutz und Komfort und hilft den Arbeitskräften, insbesondere in körperlich anstrengenden Umgebungen Höchstleistungen zu erbringen.
 

DuPont hat die Markteinführung des Tyvek® APX™ 400 Schutzanzugs bekannt gegeben, dem ersten aus einer neuen Generation von extrem atmungsaktiver Einweg-Chemikalienschutzkleidung. Der neue Schutzanzug wird aus DuPont™ Tyvek® APX™ hergestellt und kombiniert 360°-Schutz und Strapazierfähigkeit mit extremer Atmungsaktivität, was den Komfort und die Sicherheit der Arbeitskräfte auf ein neues Niveau hebt.
 
Komfort als Wissenschaft
Das Gleichgewicht zwischen Komfort und Sicherheit bei Schutzkleidung war schon immer ein Kompromiss, insbesondere bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Durch kontinuierliche Innovation hat DuPont die Atmungsaktivität von Tyvek® erhöht und erhält gleichzeitig die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Schutzkleidung. Das Ergebnis: Tyvek® APX™ Material. Es bietet eine hervorragende Kombination aus Schutz und Komfort und hilft den Arbeitskräften, insbesondere in körperlich anstrengenden Umgebungen Höchstleistungen zu erbringen.
 
Die verbesserte Leistung des Materials wurde in Zusammenarbeit mit Experten validiert, die wissenschaftliche Methoden zur Bewertung der Atmungsaktivität und des Wohlbefindens der Arbeitskräfte anwandten. Empa, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, hat die menschliche Thermoregulation modelliert und unter kontrollierten Bedingungen biometrisches Monitoring durchgeführt. Bei der Untersuchung wurden die thermische Belastung, die Schweißrate, die Hauttemperatur und das allgemeine Komfortempfinden bewertet. Versuche am Menschen mit biometrischer Überwachung bestätigten dann die Simulationsdaten. Bei der Untersuchung wurde die Atmungsaktivität von Tyvek® APX™ Schutzkleidung unter realen Arbeitsbedingungen bewertet. Dazu gehörten hohe Umgebungstemperaturen, kontrollierte Luftfeuchtigkeit und ein mittleres bis hohes Aktivitätsniveau.
 
Das Thermoregulationsmodell der Empa hat gezeigt, dass das Tyvek® APX™ Material einen langsameren Anstieg der Körperkern- und Hauttemperatur ermöglicht als herkömmliche Bekleidungsoptionen, darunter auch Standardkleidung. Dies trägt dazu bei, die Hitzebelastung und den empfundenen thermischen Stress zu reduzieren. Außerdem verkürzt es die Erholungszeit bei hohen Temperaturen und anstrengenden Aktivitäten. Zusätzliche Trageversuche mit fast 300 Kunden weltweit bestätigten eine klare Präferenz für Kleidungsstücke aus dem neuen Material. Einige verglichen das Gefühl mit dem Tragen von Freizeitkleidung anstelle von PSA.
 
„Seit wir das Tyvek® APX™ Material vor weniger als sechs Monaten vorgestellt haben, ist die Reaktion unserer Kunden und Industriepartner überwältigend positiv“, erklärt Chloé Caux-Wetherell, EMEA Marketing Manager bei DuPont. „Für Fachleute aus dem Bereich Gesundheit und Sicherheit ist dies ein entscheidender Fortschritt, da es ihnen ermöglicht, das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu verbessern und das Risiko eines Hitzestaus zu verringern, wenn sie wichtige Schutzkleidung tragen. Mit der Einführung von Tyvek® APX™ 400 bieten wir so vielen Menschen wie möglich die Vorteile von Komfort und Sicherheit, und das so schnell wie möglich.“
 
Ein neues Zeitalter des Chemikalienschutzes
Der Tyvek® APX™ 400 Schutzanzug bietet Ganzkörperschutz und unübertroffenen Tragekomfort. Er ist der erste Schutzanzug der Tyvek® APX™ Reihe und kann für alle Anwendungen spezifiziert werden, die einen Chemikalienschutz der Kategorie III, Typ 5-B und 6-B erfordern.
 
Dank der neuen Materialtechnologie kombiniert die Tyvek® APX™ 400 Einweg-Chemikalienschutzkleidung extreme Atmungsaktivität mit bewährten Designmerkmalen, darunter eine dreiteilige Kapuze für optimale Sichtbarkeit und Bewegungsfreiheit der Träger*innen, eine integrierte Tyvek® Daumenschlaufe, die die Ärmel bei Überkopfbewegungen an Ort und Stelle hält, sowie ein Tyvek®-Reißverschluss und Reißverschlussabdeckung für einfaches An- und Ausziehen. Hinzu kommen ein elastischer Taillenbund für mehr Bewegungsfreiheit sowie elastische Handgelenke, Knöchel und Gesicht, um das Eindringen von Chemikalien zu verhindern. 
 
Eine nachhaltige Wahl
Da der Einweg-Overall Tyvek® APX™ 400 aus einem Monomaterial (Polyethylen hoher Dichte, HDPE) hergestellt wird, ist er leicht recycelbar, wenn keine Kontamination aufgetreten ist*. Außerdem ist der Schutzanzug in Schachteln mit 25 Stück erhältlich, wodurch die Menge an Kunststoffverpackungsabfällen drastisch reduziert wird.

Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT © Fraunhofer UMSICHT
Prozessentwicklung und technische Umsetzung bei Fraunhofer UMSICHT
25.03.2026

Nachhaltigere Produktion in der chemischen Industrie

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Die Kreislaufwirtschaft in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie voranbringen – so lautet das Ziel des Forschungsprojekts »SäureWert«. Durch die Rückgewinnung von Säuren und wertvollen Ressourcen sinken der Bedarf an Primärrohstoffen und die Menge gefährlicher Abfälle. Das schont Ressourcen, spart Kosten und reduziert Umweltbelastungen. Fraunhofer UMSICHT ebnet gemeinsam mit dem Projektpartner FNE Entsorgungsdienste Freiberg GmbH den Weg in die industrielle Anwendung.

Säuren sind neben Erdöl-Folgeprodukten die wichtigsten Gebrauchsgüter der produzierenden Industrie. Unverzichtbar sind sie u. a. in metallverarbeitenden Betrieben, wo sie in Beizen die Oberflächenqualität und Haltbarkeit von Metallprodukten gewährleisten. Allein in Deutschland wurden 2023 2,83 Mio. Tonnen Schwefelsäure und 1,53 Mio. Tonnen Salzsäure produziert* – das entspricht gut 34 kg pro Kopf. »Eine enorme Menge, die hohe Folgekosten durch die anfallenden Abfallströme mit sich bringt«, weiß Lukas Rüller vom Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Nach Gebrauch gelten die Säuren nämlich als belasteter Sonderabfall: Sie müssen neutralisiert und entsorgt werden, wodurch Schlämme und gefährliche Abfälle entstehen. Gleichzeitig gehen wertvolle Metalle oder Seltene Erden verloren – und damit wichtige Rohstoffe für die Industrie.

Membranen halten extremen Prozessbedingungen Stand
Fraunhofer UMSICHT möchte die sogenannten Abfallsäuren wieder in den Prozesskreislauf zurückzuführen und Wertstoffe gezielt abtrennen. Im Rahmen des Projekts »SäureWert« entwickelt das Oberhausener Forschungsinstitut gemeinsam mit dem Projektpartner FNE ein kontinuierlich betriebenes Verfahren aus Nanofiltration und nachfolgender Konzentratbehandlung. Zum Einsatz kommen dabei neuartige, besonders säurebeständige Membranen, die auch extremen Prozessbedingungen – pH-Wert, Temperatur, Druck – standhalten. Die Abfallsäuren werden mit speziellen Filtern so gereinigt, dass die gelösten Wertstoffe auf der Membranseite zurückbleiben. Durch eine kontrollierte Verteilzeit der Lösung in der Membrananlage wird verhindert, dass sich Kristalle in der Membran bilden. Verblockungen und somit Stillstandzeiten werden vermieden.

Gewinn für Umwelt und Unternehmen
Das Ergebnis sind zum einen wiederverwendbare Säuren und zum anderen über weitere Prozessstufen wie Kristallisation oder Fällung abgetrennte Rohstoffe. Lukas Rüller: »Wenn Säuren und Metalle im Kreislauf bleiben, gewinnen Unternehmen und Umwelt gleichermaßen. Und wir machen einen wichtigen Schritt hin zu einer echten Kreislaufwirtschaft.«

Das Vorhaben ist auf zwei Jahre ausgelegt. Zunächst testen die Forschenden geeignete Membranen und stellen die Prozessparameter ein. In einer zweiten Phase wird bei FNE in Freiberg eine Pilotanlage errichtet und im Betrieb getestet. Parallel führt das Projektteam Gespräche mit potenziellen Kunden, um weitere Anwendungsfälle zu identifizieren und Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

25.03.2026

bvse & Entsorger Circle: Strategische Kooperation für Digitalisierung in der Recyclingbranche

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. beteiligt sich als Gründungsmitglied am Netzwerk Entsorger Circle. Ziel der strategischen Kooperation ist es, den Austausch zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Prozessinnovationen in der Entsorgungs- und Recyclingbranche zu stärken.

„Unsere Mitgliedsunternehmen sind das Rückgrat der Kreislaufwirtschaft. Mit dem Entsorger Circle geben wir ihnen Zugang zu einer Plattform, auf der digitale Lösungen und KI-Strategien praxisnah diskutiert und umgesetzt werden können“, erklärt Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse. 

Zudem profitieren Mitglieder des bvse von exklusiven Konditionen.

Der Entsorger Circle versteht sich als Experten- und Erfahrungsnetzwerk für private Entsorger und Recycler. In regelmäßigen Online- und Präsenzformaten tauschen sich Entsorger, Recycler, Abfallerzeuger und Lösungsanbieter über digitale Technologien, KI-Anwendungen und innovative Prozesslösungen aus. Nach Angaben der Initiatoren beteiligen sich bereits Vertreter von mehr als 80 Unternehmen an dem Netzwerk.

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. beteiligt sich als Gründungsmitglied am Netzwerk Entsorger Circle. Ziel der strategischen Kooperation ist es, den Austausch zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz (KI) und Prozessinnovationen in der Entsorgungs- und Recyclingbranche zu stärken.

„Unsere Mitgliedsunternehmen sind das Rückgrat der Kreislaufwirtschaft. Mit dem Entsorger Circle geben wir ihnen Zugang zu einer Plattform, auf der digitale Lösungen und KI-Strategien praxisnah diskutiert und umgesetzt werden können“, erklärt Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse. 

Zudem profitieren Mitglieder des bvse von exklusiven Konditionen.

Der Entsorger Circle versteht sich als Experten- und Erfahrungsnetzwerk für private Entsorger und Recycler. In regelmäßigen Online- und Präsenzformaten tauschen sich Entsorger, Recycler, Abfallerzeuger und Lösungsanbieter über digitale Technologien, KI-Anwendungen und innovative Prozesslösungen aus. Nach Angaben der Initiatoren beteiligen sich bereits Vertreter von mehr als 80 Unternehmen an dem Netzwerk.

„Wir freuen uns darauf, die Kompetenz des bvse-Mittelstands in unserem Netzwerk zu begrüßen“, sagt Dr. Moritz Gomm, Initiator und Leiter des Entsorger Circle. „Gemeinsam beweisen wir, dass Digitalisierung kein abstrakter Begriff ist, sondern durch den richtigen Erfahrungsaustausch direkten wirtschaftlichen Mehrwert für jeden Recycler schafft.“

Der bvse übernimmt im Rahmen der Kooperation einen Sitz im Beirat des Netzwerks, der von Maxime Rehbock vertreten wird. 

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Entsorger Circle. Durch unsere Mitwirkung im Beirat können wir Themen und Fragestellungen aus der bvse-Mitgliedschaft direkt in das Netzwerk einbringen und so dazu beitragen, praxisnahe Lösungen für Digitalisierung und KI in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft voranzutreiben“, erklärt Maxime Rehbock.

Neben dem Erfahrungsaustausch soll auch der Kontakt zu spezialisierten Technologie- und IT-Anbietern erleichtert werden, um digitale Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.

„Steigende regulatorische Anforderungen, wachsender Kostendruck und die rasante Entwicklung digitaler Technologien erhöhen den Innovationsdruck in der Branche. KI ist keine Spielwiese, sondern ein echter Innovationstreiber und Türöffner für neue Unternehmensprozesse. Wir müssen einen Digitalisierungspfad aufzeigen, bei dem Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen“, stellte Johannes Hanke, Referent des bvse-Ausschuss Technik, Logistik und Digitalisierung dazu auf dem kürzlich stattgefundenen bvse DIGITAL KI SUMMIT fest.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Kick-off Textilfabrik 7.0 © Copyright: Zukunftsagentur/Tomas Rodriguez
Kick-off Textilfabrik 7.0
23.03.2026

Reallabor für nachhaltige Textilproduktion: Textilfabrik 7.0 gestartet

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Mit der offiziellen Kick-off-Veranstaltung der Textilfabrik 7.0 (T7) ist im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein bedeutendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gestartet. Beim „Thementisch Textil“, ein Veranstaltungsformat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und regionaler Wirtschaft zusammen, um gemeinsam den Grundstein für eine CO₂-neutrale, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland zu legen.

Die Textil- und Modeindustrie steht weltweit vor großen Herausforderungen: Rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen gehen auf ihr Konto. Gleichzeitig stehen Unternehmen hierzulande unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau an dieser Schnittstelle an und verbindet Forschungseinrichtungen, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.

Das Projekt T7 treibt die Transformation des Rheinischen Reviers zu einem modernen Industriestandort aktiv voran. Es verbindet innovative, nachhaltige Textilproduktion mit Forschung, Entwicklung und dem Einsatz von KI und Robotik. Gleichzeitig stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit der Region und schafft neue Arbeitsplätze auf allen Qualifikationsebenen. So zeigt T7, dass der Strukturwandel konkrete Chancen für eine zukunftsfähige Industrie bietet.“ betont Silke Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Für Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, ist klar „Wer an Textil denkt, kommt an Mönchengladbach nicht vorbei! Die Textilproduktion gehört industriegeschichtlich zur DNA unserer Stadt. Doch sie hat auch das Potential, eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Mönchengladbach einzunehmen. Die Textilfabrik 7.0 bringt Industrie und Wissenschaft für Innovation und Forschung zusammen. Sie schafft so die Grundlage für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion – und damit für zukunftsfeste Arbeitsplätze in Mönchengladbach. Der heutige Startschuss für das Projekt T7 markiert für Mönchengladbach einen großen Meilenstein im Strukturwandel.

Der Kick-off richtete sich insbesondere an Unternehmen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. In mehreren Impulsvorträgen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen und mögliche Anwendungen zukünftiger Produktionsformen. Die Brother Internationale Industriemaschinen GmbH sowie die Hch. Kettelhack GmbH & Co. KG zeigten auf, wie sich On-Demand-Produktion in Microfactory-Konzepte integrieren lässt und damit flexible, bedarfsgerechte Fertigungsprozesse ermöglicht.

Darüber hinaus stellte 3E Smart Solutions vor, wie eine intelligente Produktion für smarte Textilien künftig aussehen kann. Der Branchencluster Cluster Industrielle Biotechnologie e. V. (CLIB) präsentierte Ansätze, wie biotechnologische Verfahren – etwa der Einsatz von Mikroorganismen – künftig in der Textilproduktion genutzt werden können, um Ressourcen effizienter einzusetzen und Kreisläufe zu schließen.

Im Zentrum der Textilfabrik 7.0 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Diese Themen bildeten auch die Grundlage für vier Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam mit den Modulverantwortlichen diskutierten, welche Anforderungen die Industrie an zukünftige Produktionslösungen stellt. Ziel war es, konkrete Bedarfe zu identifizieren und diese direkt in die weitere Projektplanung einfließen zu lassen.

Mit dem Reallabor-Ansatz der T7 sollen neue Technologien entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette getestet und optimiert werden. Dazu gehören unter anderem Robotik, digitale Prozessketten sowie biotechnologische Verfahren, die dazu beitragen können, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen.

Professorin Dr. Susanne Meyer, Präsidentin der Hochschule Niederrhein: „Die Textilfabrik 7.0 steht exemplarisch für das, was angewandte Forschung heute leisten muss: Sie bringt Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zusammen, um konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Als Hochschule Niederrhein bringen wir unsere textile Expertise gezielt in dieses Zukunftsprojekt ein, von digitalen Produktionsprozessen über nachhaltige Materialien bis hin zu zirkulären Wertschöpfungsmodellen. So leisten wir nicht nur einen
Beitrag zur Transformation der Textilindustrie, sondern stärken zugleich die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit der gesamten Region.

Gleichzeitig leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Dabei stellt die Textilfabrik 7.0 eines von 19 Ankerprojekten im Rheinischen Revier dar. Die Projekte sind aus Sicht des Landes zentral für eine erfolgreiche, zügig und sichtbare Umsetzung des Strukturwandels.

Die Textilfabrik 7.0 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein (HSNR), des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, des Verbands der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbands der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, der Textilakademie NRW sowie der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.

In einer zweiten Entwicklungsphase soll über die Textilfabrik 7.0 hinausgehend ein Industriepark der Zukunft entstehen. Hier entwickelt und produziert die Textil- und Bekleidungsindustrie unter Zero-Emission-Bedingungen und mit CO₂-neutralen Prozessen. Der Industriepark soll Raum bieten für innovative Produktionsstätten, Unternehmensniederlassungen der Textilbranche sowie nachhaltige Textil-Start-ups. So entsteht ein moderner Industriestandort, der Forschung, Entwicklung und industrielle Produktion miteinander verbindet.

Das Projekt Textilfabrik 7.0 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, vom Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfalen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University