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Unternehmen und Märkte

Mehr als 1.500 Aussteller: Techtextil 2026 wächst in Zukunftsfeldern

Die Techtextil wächst weiter: Mehr als 1.500 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren sich vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main. Über 120 davon sind Neuaussteller. Parallel läuft die Texprocess, die mit rund 200 Ausstellern trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil bleibt. 

Mit über 1.500 Ausstellern aus 49 Ländern, davon mehr als 120 Neukunden sowie 16 starken Länderpavillons unter anderem aus Frankreich, Korea und der Schweiz macht die Techtextil Frankfurt erneut zum zentralen Treffpunkt für technische Textilien und Nonwovens. Erstmals präsentieren sich auch die Niederlande und Tunesien mit eigenen Länderpavillons. Die Leitmesse verzeichnet Zuwächse aus europäischen und interkontinentalen Märkten den Niederlanden, Portugal und Indien. Hinzu kommen Neuaussteller aus Australien, Kolumbien, Nigeria, Ungarn und Uruguay. In Zeiten von Rezession, Zolldruck und geopolitischen Spannungen treffen sich auf der Techtextil Entscheider*innen aus verschiedenen Industrien, um neue Märkte zu erschließen, Partner*innen zu finden und Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Markenauftritt drupa 2028: Oktopus als Key Visual

Zentrales Element des Erscheinungsbildes ist ein symbolisch eingesetztes Key Visual: der Oktopus. Er steht für Vernetzung, Intelligenz, Agilität und Resilienz sowie für die gleichzeitige Beherrschung komplexer Prozesse. Damit verweist er auf eine technologische Realität, in der Printing Solutions zunehmend als integrierte Systeme gedacht werden, einschließlich anspruchsvoller Anwendungen im Packaging-Umfeld. Prozesse greifen ineinander, Workflows sind vernetzt, Effizienz entsteht aus dem Zusammenspiel von Hardware, Software, Materialien und automatisierten Anwendungen.

„Die drupa 2028 wird eine drupa wie nie zuvor“, sagt Dr. Andreas Pleßke, Vorsitzender des drupa-Komitees. „Wir setzen neue Maßstäbe darin, wie technologische Entwicklungen, Anwendungen und Märkte eingeordnet und zusammengeführt werden – ein Anspruch, der sich konsequent auch im neuen Markenauftritt widerspiegelt.“

AM WENDEPUNKT: Das Deutsche Ledermuseum

Rund 150 Ausstellungen, über 30.000 Objekte, unzählige Geschichten in 110 Jahren – Mit einer letzten großen Ausstellung vor der vorübergehenden Schließung leitet das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main den Prozess der näher rückenden baulichen Generalsanierung ein. Die Retrospektive AM WENDEPUNKT vom 12. Juni 2026 bis Anfang 2027: Das Deutsche Ledermuseum taucht in die spannende und bewegte Vergangenheit des Museums ein und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die mögliche zukünftige Gestaltung. 

Rieter: Preiserhöhung für Produkte und Systeme ab März

Reaktion auf weltweit gestiegene Materialkosten: Die globalen Entwicklungen in Politik und Wirtschaft führen seit längerem zu steigen-den Rohstoff- und Energiekosten. Davon ist auch der Textilmaschinenbau betroffen. Die Maschinen und Komponenten von Rieter bestehen zu grossen Teilen aus Stahl, Kupfer, Aluminium und Elektronik. Gerade diese Materialien verzeichneten in den vergangenen Monaten eine höhere Nachfrage sowie gestiegene Preise.

Bisher hat Rieter die entstandenen Mehrkosten nicht an ihre Kunden weitergegeben. Da sich die Preisentwicklung als langfristig erweist, passt das Unternehmen die Preise ab März 2026 an.

Digitaler Euro: Handel fordert echte Alternative zu Kartensystemen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt die Einführung des digitalen Euro grundsätzlich, warnt jedoch vor dem Scheitern des Projekts durch eine zu komplexe und realitätsferne Ausgestaltung.

„Der digitale Euro hat das Potenzial, die Abhängigkeit von privaten internationalen Zahlungssystemen zu durchbrechen“, so Ulrich Binnebößel, HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr und Logistik. „Die aktuellen Planungen könnten diese Chance allerdings verspielen. Das Projekt droht, in eine Komplexitätsfalle zu geraten“, warnt Binnebößel.

Der deutsche Einzelhandel wickelt jährlich rund 20 Milliarden Transaktionen ab und sieht sich mit stetig steigenden Kosten durch die Marktdominanz amerikanischer Zahlungssysteme konfrontiert. Besonders im E-Commerce und bei grenzüberschreitenden Zahlungen sind europäische Alternativen kaum vorhanden. Der HDE sieht im digitalen Euro die Chance auf ein neutrales, staatlich garantiertes Zahlungsmittel – vergleichbar mit Bargeld im analogen Raum.

Solid Air Dynamics gewinnt zweiten Platz beim RWTH Innovation Award

Das RWTH-Spin-Off Solid Air Dynamics wurde am 30. Januar mit dem zweiten Platz des RWTH Innovation Awards für seine Forschung im Bereich Aerogelfasern ausgezeichnet. Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Aerogelfasern besitzen eine überragende thermische Isolation, sind extrem leicht und vollständig biologisch abbaubar und können zu über 90 Prozent aus Luft bestehen.

Die Gründer Dr. Sascha Schriever, Dr. Jens Hofer und Maximilian Mohr vom Institut für Textiltechnik (ITA) sowie Dr. Christian Schwotzer vom Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen University wollen zukünftig mit ihren Hochleistungsmaterialien den Markt für Sport- und Outdoorbekleidung oder den Mobilitäts- und Baubereich revolutionieren.

Die Preisverleihung fand während der jährlichen RWTHtransparent-Veranstaltung in Aachen statt. Insgesamt wurden die ersten drei Plätze mit dem RWTH Innovation Award prämiert. Der RWTH Innovation Award zeichnet Beiträge mit besonderer Innovations- und Strahlkraft in der Region Aachen aus.

Supreme Women & Men München: Besucherzuwachs, starke Orders, Flexibilität

Die Supreme Women & Men München hat in dieser Saison ein deutliches Signal in den Markt gesendet: volle Flächen, hochmotivierte Einkäufer und spürbar mehr Orderaktivität – trotz eines weiterhin herausfordernden Handelsumfelds. Besonders der Samstag, 7. Februar 2026, entwickelte sich zum stärksten Messetag seit langem.

Viele Einkäufer nutzten die Plattform erstmals bewusst auch am Samstag – mit bemerkenswertem Effekt. Eine Einkäuferin bringt es auf den Punkt: „Ich war das erste Mal an einem Samstag hier und konnte ohne feste Termine in viele Stände gehen und direkt Orders schreiben.“ Diese Flexibilität erwies sich als echter Wachstumstreiber, sowohl für Aussteller als auch für die Plattform insgesamt.

„Durch diese Offenheit und Flexibilität konnten unsere Aussteller gezielt Neukunden gewinnen und wir sehen gleichzeitig eine klare Rückgewinnung ehemaliger Einkäufer, die früher bereits bei uns waren und nun bewusst zurückgekehrt sind,“ sagt Aline Müller-Schade, CEO der Supreme Group.

Neue DIN SPEC bewertet Umweltwirkung von Textilfragmenten im Boden

Textilprodukte aus synthetischen Fasern, veredelten Stoffen oder gefärbten Materialien geben während ihres gesamten Lebenszyklus textile Fragmente an die Umwelt ab. Mit der neuen DIN SPEC 19296 bietet Hohenstein erstmals ein standardisiertes, ganzheitliches Prüfverfahren, um zu untersuchen, wie sich diese Fragmente im Boden verhalten. Wie sie dort reagieren und welche ökologischen Auswirkungen sie haben, war bislang weitgehend unklar.

Ganzheitliches Prüfverfahren
Im Fokus stehen textile Produkte und ihre Fragmente, wie sie durch Nutzung, Abrieb oder Entsorgung in die Umwelt gelangen. Die Prüfungen erfolgen in standardisierter Erde unter definiertem Normklima und dauern bis zu 180 Tage. Dabei fließen verschiedene Messgrößen ein: So wird in einem Respirometersystem ermittelt, wie viel Sauerstoff Bodenmikroorganismen beim Abbau der Materialien verbrauchen, um den biologischen Abbau der Textilfragmente zu berechnen. Ergänzend werden nach der Biodegradation Kressesamen in der Erde mit den verbliebenen Rückständen ausgesät, um mögliche Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum zu untersuchen. 

EU-Vernichtungsverbot für Textilien „löchrig wie Schweizer Käse“

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung begrüßt grundsätzlich die Zielrichtung der neuen Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Vermeidung der Vernichtung unverkaufter Textilien.

Gleichzeitig warnt der Recyclingverband davor, dass weitreichende Ausnahmeregelungen das geplante Vernichtungsverbot erheblich abschwächen könnten.

Durch die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wurde ein grundsätzliches Vernichtungsverbot unverkaufter Bekleidung, Accessoires und Schuhe festgelegt. Aus gutem Grund, denn der Handlungsbedarf ist erheblich. Schätzungen zufolge werden in Europa jährlich vier bis neun Prozent der unverkauften Textilien vernichtet, bevor sie überhaupt genutzt wurden. Dadurch entstehen rund 5,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr.

Modehandel fordert Konsumschub und Abbau von Unternehmenshemmnissen durch Politik

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 

Business

Normen & Standards

Fraunhofer: Positionspapier Normen & Standards

Agieren deutsche Unternehmen zu zögerlich, wenn es darum geht, sich an Prozessen zur Standardisierung und Normung innovativer Technologien zu beteiligen?
 
Mehr zum Positionspapier in unserem Newsbereich.

Studie - Lieferkettengesetz

HypoVereinsbank: Wettbewerbsnachteile durch Lieferkettengesetz

Fast drei Viertel der Befragten (70%) befürchtet, dass die Überwachung der gesamten Lieferkette den Mittelstand – insbesondere kleine Unternehmen – überfordern könnte.

Infos zum Download der Studie in unserem Newsbereich.

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Gebündeltes Wissen rund um das Thema Federn & Daunen:
 
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Und sollten Sie doch einmal einen Beitrag vermissen: wir freuen uns auf Ihre Mail an daunencheck@textination.de.

Zahlen & Statistik

Konjunkturdaten Textil & Bekleidung

Monatlich aktualisiert erhalten Sie hier die Konjunkturdaten zur deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie:

  • Auftragseingangsindex
  • Umsatzindex
  • ifo-Konjunkturklimaindex
  • Kennziffern

Industrie-Statistiken finden Sie in unserer Datenbank zum Download.