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02.07.2026

bvse unterstützt Forderungen von Recycling Europe

Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling unterstützt die aktuellen Forderungen von Recycling Europe nach einem Sofortprogramm zur Stärkung der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie. Anlass sind das Statement „War is not a business model“ und das Positionspapier „A rescue plan for Europe’s plastics recycling crisis“.

Branche steht weiter unter wirtschaftlichem Druck
Die wirtschaftliche Lage der europäischen Kunststoffrecyclingbranche bleibt angespannt. Zwar haben die zuletzt gestiegenen Ölpreise die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten gegenüber Neuware vorübergehend verbessert. Nach Auffassung von Recycling Europe ist dies jedoch kein tragfähiges Geschäftsmodell. Die strukturellen Herausforderungen – eine schwache Nachfrage nach Rezyklaten, hohe Energie- und Betriebskosten sowie Wettbewerbsverzerrungen durch Importe – bestehen unverändert fort.

Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling unterstützt die aktuellen Forderungen von Recycling Europe nach einem Sofortprogramm zur Stärkung der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie. Anlass sind das Statement „War is not a business model“ und das Positionspapier „A rescue plan for Europe’s plastics recycling crisis“.

Branche steht weiter unter wirtschaftlichem Druck
Die wirtschaftliche Lage der europäischen Kunststoffrecyclingbranche bleibt angespannt. Zwar haben die zuletzt gestiegenen Ölpreise die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten gegenüber Neuware vorübergehend verbessert. Nach Auffassung von Recycling Europe ist dies jedoch kein tragfähiges Geschäftsmodell. Die strukturellen Herausforderungen – eine schwache Nachfrage nach Rezyklaten, hohe Energie- und Betriebskosten sowie Wettbewerbsverzerrungen durch Importe – bestehen unverändert fort.

Besonders kritisch ist aus Sicht von Recycling Europe die Entwicklung der vergangenen Jahre: Zwischen 2023 und 2025 gingen in Europa bereits rund eine Million Tonnen Kunststoffrecyclingkapazität verloren. Gleichzeitig verlangsamte sich das Wachstum der mechanischen Kunststoffrecyclingproduktion deutlich. Ohne zusätzliche politische Maßnahmen drohe Europa weitere Kapazitäten einzubüßen – gerade vor dem Hintergrund des ab November 2026 geltenden Exportverbots für Kunststoffabfälle in Nicht-OECD-Staaten.

„Die europäische Kunststoffrecyclingindustrie braucht endlich verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern und den Einsatz von Rezyklaten dauerhaft stärken. Kurzfristige Marktveränderungen durch geopolitische Krisen können keine Grundlage für Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit sein. Entscheidend sind stabile Absatzmärkte für Rezyklate und faire Wettbewerbsbedingungen“, betont bvse-Vizepräsident Dr.-Ing. Herbert Snell.

Recycling Europe legt Maßnahmenpaket vor
Recycling Europe fordert hierfür ein Maßnahmenpaket, das die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie nachhaltig stärkt. Dazu gehören verbindliche Rezyklateinsatzquoten mit einer Bevorzugung in Europa erzeugten Rezyklate, um die Nachfrage nach hochwertigen Recyclingkunststoffen dauerhaft voranzubringen.
Ebenso fordert der Verband faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Importen, unter anderem durch wirksame Kontroll- und Nachweissysteme für importierte Rezyklate und Kunststoffprodukte.

Darüber hinaus spricht sich Recycling Europe für eine stärkere Ausrichtung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) an Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz aus. Ergänzend fordert der Verband wettbewerbsfähige Energie- und Standortbedingungen, einen gleichberechtigten Zugang zu Förderinstrumenten für Recyclingunternehmen sowie harmonisierte End-of-Waste-Kriterien für Kunststoffe, um Investitionssicherheit und den europäischen Binnenmarkt zu stärken.
Ebenso erforderlich sind deutlich schnellere Genehmigungs- und Zulassungsverfahren, damit dringend benötigte Recyclingkapazitäten zügig aufgebaut werden können.

bvse unterstützt die europäischen Forderungen
Der bvse unterstützt diese Forderungen ausdrücklich. „Europa kann seine Kreislaufwirtschafts- und Klimaziele nur erreichen, wenn Recyclingunternehmen dauerhaft unter wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen arbeiten können. Der bvse wird sich gemeinsam mit seinen europäischen Partnern weiterhin dafür einsetzen, dass die Kunststoffrecyclingbranche die notwendigen Rahmenbedingungen erhält“, macht bvse-Vizepräsident Herbert Snell deutlich.

Source:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung