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02.02.2026

Fazit MUNICH FABRIC START Spring.Summer 27: Solide. Optimistisch.

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Trends Spring.Summer 27: Gegenpole setzen  
„Es ist eine Zeit radikaler Veränderungen. Viele Menschen sind von Pessimismus geprägt und wollen am Status quo festhalten. Feigheit ist unser Problem. ‚Polite Fashion‘ ist das Ergebnis“, provoziert Trendforscher David Shah von View Publications vor vollen Zuschauerrängen auf der STAGE. Umso wichtiger sei es, gegenzusteuern. „Wir bewegen uns in einem herausfordernden Marktumfeld, in einer schwierigen Zeit. In der Modebranche setzt das aktuell eine unheimliche kreative Energie frei. Es geht darum, einen positiven Gegenpol zu setzen“, so eröffneten die MFS-Trendexperten Volker Orthmann und Katharina Majorek von o/m Collective ihren Trendvortrag „PLEASURE – Colours, Fabrics, Styling (Wo)mens Key Trends for Spring.Summer 27“. Nachdem die modische Grundrichtung lange durch Pragmatismus und Neutralität geprägt war, richtet sich der Blick jetzt nach vorne. Mit dem übergreifenden Leitthema „PLEASURE“, hat die MUNICH FABRIC START diese Trendentwicklung modern inszeniert und für Besucher erlebbar gemacht. Mit Themen wie Cinematic Colours, Every Day Pop, Cultural Power oder Sunny Nonchalance stellte auch Karin Schmitz von Peclers Paris Optimismus, Spaß und Zuversicht in den Mittelpunkt.  
 
Farbe, Drucke und Struktur als modische Treiber 

Modisch markiert die neue Saison einen Wendepunkt, hin zu bewusster Erneuerung. Optimismus, Vergnügen und Kreativität sind die vorherrschenden Themen. Das spiegelt sich in den rund 1.000 Kollektionen internationaler Stoff- und Zutatenhersteller deutlich wider. Farbe, Drucke und Struktur sind zentrale Impulsgeber der Saison. „Wir sind in einer Phase der Veränderung. Was ist morgen? Das ist die alles überlagernde Frage. Wichtig dafür ist Farbe. Es ist wenig Farbe auf dem Markt gewesen. Das ändert sich jetzt“, so Schmitz von Peclers Paris. Annette Schrewe, Head of Design bei Betty Barclay, beobachtet in den Kollektionen „mehr Mut zur Farbe“, ergänzt durch Neutrals mit interessanten Oberflächenstrukturen.  „Wunderschön, insbesondere für Blusen, sind die neuen fluiden, transparenten, fließenden Stoffe. Die Saison macht Spaß“, so Schrewe weiter. Eveline Rammler, Einkauf DOB bei s.Oliver, beschreibt: „Markisenstreifen, Pinstripes, florale und naive Paisley Prints, verfremdete Animals – das kristallisiert sich für uns als dominierende  Themen bei den Drucken heraus.“ Gamze Camuzcuoglu, Sales Manager von A.P.C. bestätigt: „Leuchtendes Blau und Weiß, fließende Animal-Prints, verschwommene orientalische Motive, florale Bordüren, geometrische Designs, unregelmäßige Geometrien und Pyjamastreifen – das sind für uns die wichtigsten Modetrends.“ „Wir suchen nach Neuheiten, die unsere Sprache sprechen. Pastellige Farben und helle Drucke sehen wir auch für den Abend. Leichte, transparente Chiffons, Organza mit Struktur, Drucke mit malerischen Blüten, Bohème, das ist für uns neu. Dunkelbraun und Bordeaux bleibt. Braun war ein Riesen-Hype. Jetzt geht es in Toffee und Camel in Verbindung mit Rosa oder hellem Gelb“, sagt Heike Schaible, Produktmanagement, Vera Mont. Im Hinblick auf die Oberflächen rücken Haptik und Textur in den Vordergrund. „Die Themen der Stunde sind Materialien, die haptisch erlebbar sind. Materialien, die ansprechen, über taktile Strukturen“, betont Majorek von o/m Collective. Thoshikiko Kanatani von Stylem bestätigt: „Die Highlights dieser Saison sind besondere Veredelungen, viele Texturen sowie Knitter- und Falteneffekte.“ 
 
Preis, Marge, Konsum 
„Das Zauberwort lautet: Marge. Themen wie Handfeel, Qualität, Finish sind für den deutschen Markt im Moment völlig zweitrangig. Die Wertschätzung für Hochwertigkeit fehlt“, bedauert Mladen Pototschnik, Sales, Albini & Thomas Mason. Er verweist auf eine weiter steigende Preissensibilität und sieht auch in der Messeentwicklung einen Indikator dafür, „dass sich die deutsche Bekleidungsindustrie sehr schwer tut.“ Eser Kaygusuz, Sales Head von Yünsa sieht es ähnlich: „Die Stimmung in Deutschland ist angespannt. Die Preissensibilität ist hoch, die Konsumstimmung schlecht. Das zeigt sich nicht nur im Textilbereich, sondern auch bei den Zahlen der Automobilindustrie. Dennoch, der erste Messetag war gar nicht schlecht. Viele wichtige Kunden wie Seidensticker, Hugo Boss und Digel waren schon da.“ Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde die Messe von Ausstellern und Besuchern konstruktiv genutzt. „Es lief besser als erwartet. Mailand war so stark, dass wir nicht dachten, dass es in München nochmal so gut wird. Die Qualität der Kunden war RICHTIG gut. Toni Dress, Brax, Bugatti, Betty Barclay und Vera Mont – um nur einige zu nennen“, sagt Thomas Buschjost, Inhaber der Agentur Fashion & Friends. Viele Kunden würden das Thema Preis „erstmal ausklammern“ und sich zunächst darauf konzentrieren, „schöne, neue Dinge zu finden“. 
 
Compliance, KI und Circularity 

Neben den Trends zählten vor allem regulatorische Anforderungen wie der Digital Product Passport, Digitalisierung, KI und zirkuläre Modelle zu den zentralen inhaltlichen Schwerpunkten des umfangreichen Vortragsprogramms. „Es geht nicht nur um Kosten und Optimierung. Ein zentrales Thema ist, wie politische Vorgaben ins Sourcing übersetzt werden können und wie sich Compliance durch konsistente Daten sicherstellen lässt“, betont Politikberaterin Muchaneta ten Napel von Shape Innovate. Während der drei Messetage diskutierte sie gemeinsam mit zahlreichen namhaften Experten auf den Panels Themen wie diese. Deutlich wurde in Round Tables, Talks und Vorträgen der hohe Veränderungsdruck, der ab 2026 auf die Branche zukommt. „Es gibt kein Patentrezept. Jede Marke arbeitet anders. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Branche gut vorbereitet ist“, so die Einschätzung von Leila Abu el Hawa, Beraterin und Head of Product von Elizabeth Scarlett, im Hinblick auf den Digital Product Passport.  
 
Angewandte neue Technologie- und Systemlösungen präsentierte das KEYHOUSE. Im Fokus standen Transparenz, Vertrauen und der Übergang zur Kreislaufwirtschaft – von der Stärkung resilienter, zirkulärer Prozesse bis hin zu marktreifen Innovationen. Zu den Highlights zählten unter anderem eine neue Technologie zur Smartphone-basierten Authentifizierung von Fakes oder Originalen von Original-ID sowie das erstmals vorgestellte Rücknahmesystem von Trove für Wiederverkauf und Recycling. „Das ist unsere Antwort auf die Rohstoffknappheit“, so Janis Künkler, Managing Director Trove Europe.  
 
Forschungsnahe Projekte, bei denen Nachhaltigkeit kulturell, sinnlich und systemisch gedacht wird, wurden erneut im SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum kuratiert. Zu den Teilnehmern zählten Marie Vilay mit den Projekten „To Read a Pattern“ und „A Bindle“, Materia Futura von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini sowie 
„Threaded Protocols“ von Floor Berkhout. Eine weitere Messeneuheit mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch: Die Kooperation von Dirt und Loads Collection mit der ersten Demeter-zertifizierten Textilkollektion. Erstmals wird der Demeter-Standard auf Textilien angewendet – perspektivisch auch für Bekleidung. „Das ist ein echter Meilenstein“, betont Lea Mahlke von Dirt, Neuaussteller in der RESOURCE Area.  
 
BLUEZONE: Unperfekt – perfekt 

Die BLUEZONE zeigte für Spring.Summer 2027 ein vielschichtiges Denim-Bild zwischen urbaner Strenge, funktionaler Reduktion und sinnlicher Opulenz. Nachhaltige Materialien, handwerkliche Details und innovative Oberflächen rücken den Wert des Materials ebenso in den Fokus wie Individualität und Emotion. Einen zentralen Trend beschreibt Denim-Experte Tilmann Wröbel vom Denim Lifestyle Studio Monsieur-T. in seinem Vortrag „The perfect time for denim imperfection“: „Hyperperfektion durch AI? Für die Denim-Industrie liegt der aktuelle Trend im Gegenteil: in der Idee der Unperfektheit. Nicht zu glatt, nicht zu perfekt. Ist es nicht genau das, was Denim ausmacht?“ Auch auf der BLUEZONE standen innovative Materialentwicklungen und ressourcenschonende, zirkuläre Produktionsprozesse im Vordergrund. „Wir stellen Evogeny vor – unsere Premium-Denim-Kollektion – sowie eine spezielle Capsule, die wir eigens für den deutschen Markt entwickelt haben, mit Fokus auf Stretch-Technologie und Tragekomfort. Revo-Su mit seinem wasserfreien Ansatz sowie insgesamt umweltbewusste Innovationen sind für uns sehr wichtig. Re/essence steht ganz im Zeichen natürlicher Farben“, Marketing Manager Selen Baltaci zählt die Neuheiten für Spring.Summer 27 von Calik Denim auf. Ob Berto, Bossa, Calik, ISKO, Orta, Sharabati, Tejidos Royo oder Troficolor Denim Makers – die BLUEZONE versammelte erneut das Gros der wichtigsten internationalen Denimhersteller. Philipp Walendy, Geschäftsführer von Alberto bekräftigt den klaren Vorteil der BLUEZONE gegenüber anderen Veranstaltungen: „Alle sind da, ca. 95 % unserer Lieferanten. Das haben wir nirgendwo anders.“ Die BLUEZONE habe nicht mehr den gewohnten Lifestyle, und sei jetzt stärker eine Arbeitsmesse, „aber wir sind ja auch zum Arbeiten hier“, so Walendy und spricht damit für viele. 
 
Raum für neue Lösungen 
Klar strukturiert und effizient gebündelt: Die neue Anordnung der acht Areas im MOC stärkt den Austausch, schafft mehr Sichtbarkeit und fördert Synergien. Was sich verändert hat: Nachhaltiges Sourcing mit RESOURCE wurde neu positioniert und befindet sich nun gemeinsam mit den ADDITIONALS in Halle 1 in direkter Nachbarschaft zu THE SOURCE. An der Schnittstelle von Design, Technologie und Nachhaltigkeit – BLUEZONE und KEYHOUSE inklusive der SUSTAINABLE INNOVATIONS sind im hochfrequentierten Bereich in Halle 2 gelegen. Die DESIGN STUDIOS liegen nun noch zentraler in Halle 4. Sie schließen an den großen Bereich der FABRICS an, die sich weiterhin über die Hallen 3, 4 und das Atrium 3 verteilen. Die klaren Strukturen schaffen Orientierung und Raum für neue Lösungen.  

Quelle:

munich fabric start

29.01.2026

Textil- und Modehändler: Mehrheit schließt 2025 mit einstelligem Umsatzminus ab

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 

Die verhaltene Nachfrage im November und Dezember hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Textil- und Modehändler das Jahr 2025 mit einem einstelligen Umsatzminus abgeschlossen hat. Da die Kosten weitgehend stabil geblieben oder sogar gestiegen sind, dürften zahlreiche Unternehmen damit 2025 in die roten Zahlen geraten sein.  Infolgedessen stehen daher bei einer Vielzahl von Unternehmern im Jahr 2026 Maßnahmen zur Kostensenkung ganz oben auf der Agenda. Die aktuelle BTE-Unternehmerumfrage aus dem Januar zeigt auf, dass ein großer Teil der Unternehmen (71 Prozent) ihre Kostensituation besonders intensiv überprüfen möchte. Die Verbesserung der Warensteuerung mit dem Ziel geringerer Abschriften wird von den Unternehmen (72 Prozent) noch stärker priorisiert.
 
Zugleich verdeutlicht die BTE-Umfrage, dass Investitionen weiterhin als notwendiger Hebel fungieren, um Kosten mittelfristig zu senken und Umsätze zu stabilisieren oder zu steigern. Vor diesem Hintergrund plant rund die Hälfte der befragten Unternehmen, die Mitarbeitermotivation zu stärken sowie in die Schulung des Personals zu investieren. Des Weiteren stehen Anstrengungen in den Bereichen Einkaufserlebnisse und Events (45 Prozent), digitales Marketing und CRM (40 Prozent), KI Nutzung (35 Prozent) sowie Ladenoptik und Warenpräsentation (29 Prozent) auf der diesjährigen Agenda. Um den derzeitigen Umbrüchen im Einzelhandel zu begegnen, bilden jene Schwerpunkte Stellschrauben, an denen Händerinnen und Händler im laufenden Jahr ansetzen möchten.
 
Mittlerweile steht dem Handel eine Vielzahl von technischen und digitalen Lösungen zur Verfügung, mit denen Textil , Schuh  und Outfithändler ihre Performanz optimieren können. „Insbesondere in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist der Blick auf Effizienz zentral, um Potenziale zu entwickeln und sich intensiv mit neuen Technologien, Ideen und vor allem tragfähigen Konzepten auseinanderzusetzen“, betont BTE Geschäftsführer Sönke Padberg. „Dazu gehört, Mehrwerte zur Effizienzsteigerung zu nutzen und bewusst zu investieren – nicht nur finanziell, sondern ebenfalls in Know how und Zukunftsstrategien für den Handel.“
 
Vor diesem Hintergrund empfiehlt Sönke Padberg ausdrücklich, die Chance zu nutzen und an der Jubiläumsausgabe der EuroShop in Düsseldorf teilzunehmen. Die weltweit führende Fachmesse für Retail feiert 2026 ihr 60 jähriges Bestehen und rückt vom 22. bis 26. Februar auf dem Düsseldorfer Messegelände Trends und Technologien für den Handel in den Fokus. 
 
Als Servicepartner des Handels für Textil, Schuhe und Lederwaren bietet der BTE am 24. Februar um 14.00 Uhr einen 90-minütigen geführten Rundgang an: Sönke Padberg wird ausgewählte Lösungsansätze und Innovationen speziell für den Mode , Schuh  und Sporthandel vorstellen und jene Wegweiser fachlich einordnen. Ziel ist es, allen Teilnehmenden einen kompakten Überblick über einschlägige Neuheiten zu geben und deutliche Impulse für die eigene Praxis zu setzen. Der BTE appelliert an die Branche, jene Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch zu nutzen. Anmeldungen zum geführten Rundgang sind an padberg@bte.de zu richten. 
 
Aufgrund des großen Erfolgs bei Händlern und Dienstleistern führt der BTE in diesem Jahr den zweiten Digital Day am 16. April 2026 durch. Dieser informiert über Innovationen im Fashionhandel und findet im digitalen Format statt. Das Veranstaltungsformat versteht sich ebenfalls als Impulsbringer. Weitere Informationen sind unter www.bte.de/bte-digital-day-2026 einzusehen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

29.01.2026

EmpCo-Richtlinie: rechtssichere und rechtzeitige Umsetzung utopisch?

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Südwesttextil fordert die Klärung von Rechtsbegriffen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen, um eine Umsetzung in der Industriepraxis zu gewährleisten. 

Die Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wird am 30. Januar 2026 im Bundesrat beraten. Nur wenige Wochen vor der Frist soll mit dem Gesetz die europäische Empowering Consumers-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Konkret verpflichtet diese Unternehmen, jegliche „Umweltaussagen“ oder Darstellungen im Rahmen ihrer kommerziellen Kommunikation im unmittelbaren Kontext zu belegen. Aktuell stehen einer rechtssicheren Umsetzung in der Praxis aber fehlende Präzision und eine zu kurzfristige Zeitschiene im Weg, so Südwesttextil. 

Aktuell gebe es nur wenige Anhaltspunkte, was und wie Unternehmen weiterhin rechtssicher kommunizieren können. Zwar stellt eine Beschlussempfehlung des Ausschusses klar, dass „anerkannte, auf Grundlage vorab festgelegter Kriterien unabhängig durchgeführte und belastbare Verbrauchertests“ weiterhin verwendet werden können. Trotzdem bleibe unklar, ob branchenspezifische Standards der Textilindustrie darin inkludiert sind. Würden diese unbestimmten Rechtsbegriffe nicht konkretisiert, werde es in der Konsequenz erst durch Gerichtsverfahren Präzisierungen geben. Für Unternehmen stelle dies ein kostspieliges Risiko dar. 

Südwesttextil kritisiert die konkrete Umsetzung vor allem auch vor dem Hintergrund des von der EU vorgegebenen Zeitrahmens. Denn Unternehmen müssen bis zum 27. September 2026 – trotz der noch offenen Fragen und teilweise fehlenden Leitlinien – ihre Strategie festgelegt und notwendige Vorkehrungen getroffen haben. Südwesttextil fordert die Bundesregierung nochmals auf, sich mit dem Anliegen an die EU zu wenden, die Umsetzungsfrist im Hinblick auf die von der EU vorgegebene enge Zeitschiene für die Unternehmen realistisch zu gestalten. 

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Angesichts der Rechtsunsicherheiten ist es für eine langfristig, effizient planende Industrieproduktion kaum möglich, rechtssicher und rechtzeitig die laufenden Prozesse umzustellen. Die Politik berücksichtigt bei der aktuellen Umsetzung nicht, dass entsprechende Vorlaufzeiten und Vorproduktionen – gerade im Bereich von Verpackungen und Kennzeichnungen – stattfinden.“ 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

26.01.2026

Winterschlussverkauf am 26. Januar 2026 gestartet

Der letzte Montag im Januar läutet im Einzelhandel traditionell den freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV) ein. Der Starttermin für den WSV fällt in diesem Jahr auf den 26. Januar.

„In den nächsten Wochen warten im Handel wieder besondere Schnäppchen auf die Kundinnen und Kunden. Traditionell nutzen viele Handelsunternehmen den Winterschlussverkauf, um Platz für das Frühjahrssortiment zu machen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders der Modehandel räume durch WSV-Rabatte seine Lager für die neuen Kollektionen. In einigen Geschäften sei die Auswahl an Herbst- und Winterware noch groß. „Es lohnt sich, beim Einkaufsbummel Ausschau nach WSV-Aktionen zu halten“, so Genth weiter.

Im Rahmen des Winterschlussverkaufs werden vor allem Mode, Schuhe, Lederwaren, Heimtextilien sowie Sportbekleidung reduziert. Aber auch viele Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte bieten preisreduzierte Ware an. Der WSV dauert in der Regel zwei Wochen. Da viele Menschen die traditionellen Schlussverkäufe fest eingeplant haben, bietet der Einzelhandel WSV und Sommerschlussverkauf (SSV) auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 weiterhin an.

Der letzte Montag im Januar läutet im Einzelhandel traditionell den freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV) ein. Der Starttermin für den WSV fällt in diesem Jahr auf den 26. Januar.

„In den nächsten Wochen warten im Handel wieder besondere Schnäppchen auf die Kundinnen und Kunden. Traditionell nutzen viele Handelsunternehmen den Winterschlussverkauf, um Platz für das Frühjahrssortiment zu machen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders der Modehandel räume durch WSV-Rabatte seine Lager für die neuen Kollektionen. In einigen Geschäften sei die Auswahl an Herbst- und Winterware noch groß. „Es lohnt sich, beim Einkaufsbummel Ausschau nach WSV-Aktionen zu halten“, so Genth weiter.

Im Rahmen des Winterschlussverkaufs werden vor allem Mode, Schuhe, Lederwaren, Heimtextilien sowie Sportbekleidung reduziert. Aber auch viele Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte bieten preisreduzierte Ware an. Der WSV dauert in der Regel zwei Wochen. Da viele Menschen die traditionellen Schlussverkäufe fest eingeplant haben, bietet der Einzelhandel WSV und Sommerschlussverkauf (SSV) auch nach dem Wegfall der gesetzlichen Grundlage im Jahr 2004 weiterhin an.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Supreme Body & Beach Foto: Supreme Body&Beach | Manni Huber
20.01.2026

Supreme Body & Beach macht Lingerie sichtbar

Die neue Saison zeigt eine klare Entwicklung: Lingerie verschwindet nicht mehr unter dem Outfit, sie wird Teil des Stylings. Auf der SUPREME BODY & BEACH trifft funktionale Ästhetik auf bewusst integrierte Details, natürliche Linienführungen und ein ausgeprägt komfortorientiertes Designverständnis. Underwear wird zum Element, das Looks prägt, statt sie nur zu begleiten.

Im Mittelpunkt stehen Modelle, die ein Second-Skin-Gefühl erzeugen. Leicht, körpernah, unterstützend. Geometrische Muster, Mesh-Strukturen und klare Linien schaffen eine moderne, ruhige Optik, während dekorative Träger und subtile Cut-outs gezielte Akzente setzen.

Farbwelten der Saison
Die Kollektionen bewegen sich zwischen warmen und intensiven Nuancen: Schokobraun, Burgunder, Nachtblau, Khaki, ergänzt durch Smaragdgrün, Pflaume, leuchtendes Pink und frische Zitrusnuancen. Eine Palette, die Materialität und Silhouetten besonders gut zur Geltung bringt.

Modelle & Materialien

Die neue Saison zeigt eine klare Entwicklung: Lingerie verschwindet nicht mehr unter dem Outfit, sie wird Teil des Stylings. Auf der SUPREME BODY & BEACH trifft funktionale Ästhetik auf bewusst integrierte Details, natürliche Linienführungen und ein ausgeprägt komfortorientiertes Designverständnis. Underwear wird zum Element, das Looks prägt, statt sie nur zu begleiten.

Im Mittelpunkt stehen Modelle, die ein Second-Skin-Gefühl erzeugen. Leicht, körpernah, unterstützend. Geometrische Muster, Mesh-Strukturen und klare Linien schaffen eine moderne, ruhige Optik, während dekorative Träger und subtile Cut-outs gezielte Akzente setzen.

Farbwelten der Saison
Die Kollektionen bewegen sich zwischen warmen und intensiven Nuancen: Schokobraun, Burgunder, Nachtblau, Khaki, ergänzt durch Smaragdgrün, Pflaume, leuchtendes Pink und frische Zitrusnuancen. Eine Palette, die Materialität und Silhouetten besonders gut zur Geltung bringt.

Modelle & Materialien

  • Bügelmodelle mit softer Polsterung
  • Bralettes in modernen Varianten
  • High-Waist-Cuts
  • Feine Mesh-Strukturen, grafische Muster, cleane Linien
  • Dekorative Straps und Cut-out-Details als stilprägende Elemente

Aussteller 2026 – Vielfalt, Funktion & Feingefühl
Marken, die das Bild dieser Saison prägen


Chantelle: Softstretch Power – Komfort als Konzept
Aubade: Farben und Formen der neuen Saison
Mey: Erweiterung in Richtung Loungewear & Lifestyle
Schiesser: Updates für jüngere Linien
Lascana: Alltagstaugliche Underwear + Active Wear
PrimaDonna & Marie Jo: Unterstützung für natürliche Silhouetten
Anita: Kompetenz im Bereich Active Wear

Neue Aussteller
Change · Cozy Cotton · Dot76 · Sensis · Erlich Textil · Locco Design · Luipex · Falke · Cute Stuff · Lumisha · Kunert · Kleinert · Lucky Cheeks · CMK-Studio · Domitilla Mattei · New Unoelle · Knallgrau

Nachhaltige Labels – Verantwortung bleibt sichtbar
Nachhaltigkeit ist auf der SUPREME BODY & BEACH kein Zusatz, sondern Teil der kuratierten Auswahl. Die Plattform stärkt gezielt Marken, die Verantwortung in Materialwahl, Produktion und Langlebigkeit übernehmen – ohne auf Design, Komfort oder Marktgängigkeit zu verzichten.

Zu den nachhaltigen Ausstellern zählen unter anderem:
Isco · Textilwerk Gebr. Amman · MG-1 Bodywear · ITEM M6 · Speidel · Simone Pérèle · Lise Charmel · Louisa Bracq · Trasparenze · Moretta · Erlich Textil · Cute Stuff · Lucky Cheeks · IKONO · Bleuforet · PUNTO · AMBRA · CCDK Copenhagen

Sie zeigen, wie zeitgemäße Body- & Beachwear heute gedacht wird: verantwortungsbewusst, hochwertig und mit klarer Handschrift für den Handel von morgen.

Supreme Body&Beach – Ästhetik, Struktur, Nähe
„Unsere Aussteller zeigen, wie stark Underwear sein kann, wenn Komfort und Ästhetik zusammenfinden. Wir kuratieren Marken, die natürliche Silhouetten unterstützen, moderne Materialien einsetzen und Underwear als integralen Teil eines Looks verstehen“, so Aline Müller-Schade, CEO, The Supreme Group.

SUPREME BODY & BEACH bleibt ein Ort, an dem klare Sortimente, ästhetisches Handwerk und persönlicher Austausch zusammenkommen. Strukturiert, nahbar und konsequent auf Business auf Augenhöhe ausgerichtet. 

Weitere Informationen:
Supreme Group BODY & BEACH lingerie
Quelle:

The Supreme Group

Die geführten Touren der EuroShop auf der Messe und in der Stadt liefern einen schnellen Überblick über Innovationen im Handel Credit: Messe Düsseldorf, C. Tillmann
Die geführten Touren der EuroShop auf der Messe und in der Stadt liefern einen schnellen Überblick über Innovationen im Handel
15.01.2026

EuroShop 2026 mit Guided Tours

Die EuroShop 2026, das Global Retail Festival in Düsseldorf, bietet vom 22. bis 26. Februar 2026 Gelegenheit, mit geführten Touren einen schnellen Überblick über Neuheiten für den Handel zu erhalten: Mit den Guided Tours erhalten Fachbesucherinnen und Fachbesucher der EuroShop exklusive, kuratierte Einblicke in aktuelle Trends, Zukunftslösungen und Best-Practice-Beispiele der internationalen Einzelhandelsbranche.

Die Guided Tours finden in kompakten Kleingruppen und als thematisch fokussierte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern mit relevanten Branchenlösungen und neuesten Entwicklungen in den Messehallen der EuroShop statt. Die Touren werden in englischer Sprache durchgeführt und finden am ersten und letzten Messetag jeweils einmal statt, an den Tagen vom 23. bis 25. Februar einmal vormittags und einmal nachmittags. Die Touren dauern zwei bis zweieinhalb Stunden. Tickets für die Guided Tours können im offiziellen EuroShop-Ticketshop erworben werden. Zur Teilnahme wird ein gültiges Messeticket benötigt.

Die Touren widmen sich den folgenden Themen:

Die EuroShop 2026, das Global Retail Festival in Düsseldorf, bietet vom 22. bis 26. Februar 2026 Gelegenheit, mit geführten Touren einen schnellen Überblick über Neuheiten für den Handel zu erhalten: Mit den Guided Tours erhalten Fachbesucherinnen und Fachbesucher der EuroShop exklusive, kuratierte Einblicke in aktuelle Trends, Zukunftslösungen und Best-Practice-Beispiele der internationalen Einzelhandelsbranche.

Die Guided Tours finden in kompakten Kleingruppen und als thematisch fokussierte Rundgänge zu ausgewählten Ausstellern mit relevanten Branchenlösungen und neuesten Entwicklungen in den Messehallen der EuroShop statt. Die Touren werden in englischer Sprache durchgeführt und finden am ersten und letzten Messetag jeweils einmal statt, an den Tagen vom 23. bis 25. Februar einmal vormittags und einmal nachmittags. Die Touren dauern zwei bis zweieinhalb Stunden. Tickets für die Guided Tours können im offiziellen EuroShop-Ticketshop erworben werden. Zur Teilnahme wird ein gültiges Messeticket benötigt.

Die Touren widmen sich den folgenden Themen:

  • Innovation Tour RetailTech: Der Fokus liegt auf zukunftsweisenden Technologien wie KI-basierten Systemen, Automatisierung und Smart-Store-Lösungen, die den stationären Handel digital und effizient stärken. Im Mittelpunkt stehen frische Ideen, innovative Lösungen und konkrete Anwendungen aus der Dimension EuroCIS (Retail Technology)
  • Guided Tour Energy Management & Optimization: Diese Tour gibt praxisnahe Einblicke, wie Handelsunternehmen durch intelligente Energie- und Ressourcensysteme Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigern.
  • Guided Tour Sustainable Materials & Store Design: Sie zeigt, wie sich zukunftsorientierte Store-Konzepte mit ökologischem Bewusstsein verbinden lassen. Aussteller aus den Bereichen Shopfitting, Store Design und Visual Merchandising präsentieren innovative, ressourcenschonende Lösungen für Böden, Wände, Decken, Oberflächen sowie Einrichtungselemente.
  • Guided Tour Foodservice Equipment (kostenfrei, nur auf Deutsch, nur Montag und Mittwoch): Vorstellung aktueller technischer und digitaler Lösungen aus der Handelsgastronomie mit Raum für Austausch und Experten-Insights.

Düsseldorf Store Tour: Retail Design im urbanen Kontext erleben
Erstmals verlässt die EuroShop mit einer Tour das Messegelände: Die Düsseldorf Store Tour lädt dazu ein, Retail Design in der Innenstadt zu erleben. An ausgewählten Standorten im Stadtzentrum werden innovative Handelskonzepte vorgestellt, die zeigen, wie zeitgemäße Erlebniswelten zwischen Community, Storytelling und Digitalität entstehen. Die rund dreistündige Tour bietet fundierte Einblicke in aktuelle Trends des stationären Handels mit Fokus auf Fashion und Food Retail und verbindet Inspiration mit Analyse – für einen direkten Blick auf internationale Retail-Design-Tendenzen im realen Stadtkontext. Die Tour startet auf dem Messegelände. Tickets sind im offiziellen EuroShop-Ticketshop erhältlich.

Weitere Informationen:
EuroShop guided tours Handelskonzepte
Quelle:

Messe Düsseldorf

Foto munich fabric start
13.01.2026

MUNICH FABRIC START: Zwischen Haltung und Sinnlichkeit

Nach Saisons der Zurückhaltung markiert Spring.Summer 27 einen bewussten Gegenentwurf: Optimismus, Sinnlichkeit und kreative Freiheit treten an die Stelle von Pragmatismus und Neutralität. Physische Präsenz und Individualität gewinnen wieder an Bedeutung – als Antwort auf Unsicherheit, Erschöpfung und algorithmische Vorhersagbarkeit. Das übergeordnete Leitthema PLEASURE steht für Mode als emotionalen Raum, als Ausdruck von Haltung und kultureller Reflexion. Farben, Oberflächen und Materialien werden zu Trägern von Selbstbewusstsein und Lebenslust.

In zwei Wochen öffnet die MUNICH FABRIC START mit verlängerter Laufzeit ihre Tore. Vom 27. bis 29. Januar 2026 positioniert sich die Münchener Stoffmesse wieder als zentrale One-Stop- Sourcing-Plattform für die europäische Mode- und Textilbranche. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern bieten im MOC München einen fundierten Ausblick auf Spring.Summer 27 – von Material- und Farbinnovationen bis hin zu neuen Design- und Nachhaltigkeitsansätzen.

Nach Saisons der Zurückhaltung markiert Spring.Summer 27 einen bewussten Gegenentwurf: Optimismus, Sinnlichkeit und kreative Freiheit treten an die Stelle von Pragmatismus und Neutralität. Physische Präsenz und Individualität gewinnen wieder an Bedeutung – als Antwort auf Unsicherheit, Erschöpfung und algorithmische Vorhersagbarkeit. Das übergeordnete Leitthema PLEASURE steht für Mode als emotionalen Raum, als Ausdruck von Haltung und kultureller Reflexion. Farben, Oberflächen und Materialien werden zu Trägern von Selbstbewusstsein und Lebenslust.

In zwei Wochen öffnet die MUNICH FABRIC START mit verlängerter Laufzeit ihre Tore. Vom 27. bis 29. Januar 2026 positioniert sich die Münchener Stoffmesse wieder als zentrale One-Stop- Sourcing-Plattform für die europäische Mode- und Textilbranche. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern bieten im MOC München einen fundierten Ausblick auf Spring.Summer 27 – von Material- und Farbinnovationen bis hin zu neuen Design- und Nachhaltigkeitsansätzen.

Mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE bündelt die Messe alle relevanten Fashion-Segmente: hochwertige Stoffe und Zutaten, internationale Denim- Kompetenz sowie zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette. Internationalität, Kooperation und Nachhaltigkeit bleiben dabei zentrale Leitmotive.

Klar strukturierte Messe, starke Namen
Klarheit und Struktur in Kombination mit Kreativität und Optimismus spiegeln sich auf der MUNICH FABRIC START auch räumlich wider. Die Zusammenlegung der Messesegmente ins MOC hat sich bewährt. So wird das Messeensemble mit seinen acht Areas erneut unter einem Dach stattfinden. BLUEZONE und KEYHOUSE mit den SUSTAINABLE INNOVATIONS sind zur kommenden Veranstaltung wieder im hochfrequentierten Bereich der MUNICH FABRIC START in Halle 2 verankert – direkt angebunden an die Areas der FABRICS und ADDITIONALS. Die DESIGN STUDIOS in Halle 4 sind nun noch zentraler positioniert. Und auch dem nachhaltigen Sourcing mit RESOURCE kommt, in direkter Nachbarschaft zu THE SOURCE, in Halle 1 eine stärkere Präsenz zu.

Um Einkäufern und Designern einen ganzheitlichen Überblick zu bieten, sind die BLUEZONE Denim-Trends direkt in die Trendwelten um das Leitthema PLEASURE im Foyer des MOC integriert. Diese neue Form der Präsentation spiegelt die Marktentwicklung wider, in der Denim und klassische Fashion-Segmente in Kollektionen immer stärker miteinander verschmelzen.

Mit Namen wie ALBINI GROUP, Beste spa, Bonotto, Bornemann Etiketten, BUREAUX BO, CAN Tekstil, Eurojersey, Fabric House.com, KIKI FASHION, Kivanc Tekstil, Lanificio di Tollegno, Manteco, Pontetorto, Pontoglio, Rioplele und Thermore wartet die MUNICH FABRIC START mit einem starken Portfolio an führenden, internationalen Stoff- und Zutatenherstellern auf. Zu den Aussteller-Highlights der BLUEZONE zählen Berto, Bossa, Calik, ISKO, Orta, Sharabati, Tejidos Royo und Troficolor Denim Makers.

BLUEZONE: Denim zwischen Heritage, Innovation und Emotion
Denim wird vielseitiger – luxuriös, funktional und authentisch zugleich. Dabei bewegt sich die Denim-Branche klar in Richtung Zirkularität: recycelte Fasern, ressourcenschonende Prozesse, leichtere Stoffe und weichere Haptiken prägen die Kollektionen für Spring.Summer 27. ISKO zeigt in seiner SS27-Kollektion leichte, performante Stoffentwicklungen wie City Glam, D-Lite und Future Face 2.0. Ergänzt wird das Portfolio durch Moonskin Denim (in Zusammenarbeit mit Adriano Goldschmied), RECODE Denim und RE&UP-Fasern. Mit seiner Premiumlinie ISKO™ Luxury by PG interpretiert das Unternehmen klassisches Denim-Heritage neu und verbindet handwerkliche Codes mit moderner Technologie und emotionalem Design. Zirkuläre Innovationen ermöglichen dabei luxuriöse Oberflächen, Tiefe und Authentizität, ohne den charakteristischen Indigo-Ausdruck zu verlieren. Tejidos Royo erweitert seine recycelten 2LIFE- und REBOOT-Kollektionen um Bestseller aus 100% recycelter Baumwolle und ergänzt diese um die neue Linie Soft Fabrics mit besonders weichen Denim- und Piece-Dyed-Qualitäten. 

Herkunft und Haltung: Mit dem Showcase „HOMEGROWN DENIM LEGENDS“ rückt die BLUEZONE prägende Denim-Macher und Marken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Rampenlicht. Gezeigt werden seltene Vintage-Stücke aus der Denim-Sammlung von Ruedi Karrer sowie – neu in dieser Saison – die deutsche Denim-Marke Angels. 

KEYHOUSE: Innovation zwischen Technologie und Mensch
Der Innovationshub KEYHOUSE bündelt auch im Januar 2026 zukunftsweisende Material-, Technologie- und Systemlösungen. Im Fokus stehen Transparenz in der Lieferkette, Vertrauen und der Weg zur Kreislaufwirtschaft. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel digitaler Technologien mit der Befähigung der Menschen, diesen Wandel auch umzusetzen. So zeigt Original-ID, wie sich Produktauthentizität über die einzigartige Mikrostruktur von Materialien als digitaler „Fingerabdruck“ sichtbar machen lässt – eine Verbindung aus physischem Produktschutz und digitaler Transparenz.

Das Forschungsprojekt ETRAKT untersucht, wie der Übergang von linearen zu zirkulären Prozessen widerstandsfähig gestaltet werden kann, indem Mitarbeitende als zentrale Erfolgsfaktoren in den Mittelpunkt rücken. Mithilfe von „Resilience Engineering“ werden sie befähigt, neue Anforderungen praxisnah und lösungsorientiert umzusetzen. Als KEYHOUSE-Aussteller wieder dabei sind Brightfiber Textiles und Cradle to Cradle. Zu den Neuausstellern zählen neben Original-ID außerdem SABF Chemicals und Trove Recommerce. 

SUSTAINABLE INNOVATIONS: Kulturell, sinnlich, systemisch
Das kuratierte Forum SUSTAINABLE INNOVATIONS zeigt visionäre, forschungsnahe Projekte an der Schnittstelle von Design, Technologie und Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit wird in dieser Saison nicht isoliert, sondern kulturell, sinnlich und systemisch gedacht. Zu den Neuheiten auf der bevorstehenden Veranstaltung zählt unter anderem Marie Vilay mit den Projekten „To Read a Pattern“ und „A Bindle“ – ein methodischer Ansatz textiles Wissen über kulturelle und geografische Grenzen hinweg zu vermitteln. Materia Futura, das Designforschungsprojekt von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini, hinterfragt die visuelle Reduktion biobasierter Materialien und setzt bewusst auf Schimmer, Tiefe und ästhetische Bewegung, um die Sinne anzusprechen. Threaded Protocols von Floor Berkhout ist eine Untersuchung der strukturellen Verbindung von Weberei und Computing – als bewusster Gegenentwurf zur Effizienzlogik digitaler Systeme.

THE STAGE: Interaktion, Inspiration und Information
Exklusive Keynotes, Podiumsdiskussionen, Trendpräsentationen und Q&A-Sessions – die MUNICH FABRIC START hat für ihre Besucher wieder ein umfassendes Vortragsprogramm zusammengestellt. Auf der STAGE werden die aktuellen Branchenthemen diskutiert und eingeordnet: Die neuen Farb-, Fabric- und Fashion-Trends für Spring.Summer 27 präsentieren unter anderem Peclers Paris, David Shah, O/M Collective, OLIVIA DOES DESIGN und Monsieur-T. Deep Dives über zukunftsorientierte, nachhaltige Materiallösungen gibt der Kurator der Sustainable Innovations, Simon Angel. Über neue Policies, Rückverfolgbarkeit und Kreislauffähigkeit diskutiert Muchaneta ten Napel mit führenden Experten der Textil- und Modeindustrie. Von Megatrends über KI bis hin zum Thema Nachhaltigkeit – der VDMD als Programmpartner präsentiert ein breites Spektrum an Topics zur Vorbereitung auf die bevorstehende Saison. 

Quelle:

MUNICHFABRICSTART Exhibitions GmbH

08.01.2026

Einzelhandel fordert "Jahr der Reformen" in 2026

Das neue Jahr 2026 startet für den Einzelhandel angespannt. Weiter steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage bestimmen das Handelsbild. Der im vergangenen Jahr ausgebliebene wirtschaftliche Aufschwung und die noch immer verhaltene Verbraucherstimmung sorgen laut Handelsverband Deutschland (HDE) für Unsicherheit in der Branche. Für das neue Jahr fordert der Handel von der Bundesregierung klare Weichenstellungen für eine spürbare wirtschaftspolitische Wende.

„Das Jahr 2026 muss ein Jahr der Reformen werden. Die Bundesregierung hat die richtigen Themen bereits auf der Agenda. Jetzt geht es um die mutige und entschlossene Umsetzung, damit die angekündigten Entlastungen rasch in den Unternehmen und in den Haushalten ankommen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Im Einzelhandel überwiege nach dem Jahreswechsel die Enttäuschung, sowohl mit Blick auf das zurückliegende Weihnachtsgeschäft als auch auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung. „Der Regierungswechsel hat leider nur kurz für eine Aufbruchsstimmung gesorgt. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Es fehlen überzeugende Antworten auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen“, so von Preen.

Das neue Jahr 2026 startet für den Einzelhandel angespannt. Weiter steigende Kosten und eine zurückhaltende Nachfrage bestimmen das Handelsbild. Der im vergangenen Jahr ausgebliebene wirtschaftliche Aufschwung und die noch immer verhaltene Verbraucherstimmung sorgen laut Handelsverband Deutschland (HDE) für Unsicherheit in der Branche. Für das neue Jahr fordert der Handel von der Bundesregierung klare Weichenstellungen für eine spürbare wirtschaftspolitische Wende.

„Das Jahr 2026 muss ein Jahr der Reformen werden. Die Bundesregierung hat die richtigen Themen bereits auf der Agenda. Jetzt geht es um die mutige und entschlossene Umsetzung, damit die angekündigten Entlastungen rasch in den Unternehmen und in den Haushalten ankommen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Im Einzelhandel überwiege nach dem Jahreswechsel die Enttäuschung, sowohl mit Blick auf das zurückliegende Weihnachtsgeschäft als auch auf die ersten Monate der neuen Bundesregierung. „Der Regierungswechsel hat leider nur kurz für eine Aufbruchsstimmung gesorgt. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Es fehlen überzeugende Antworten auf die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen“, so von Preen.

Der HDE warnt davor, Strukturreformen wie den Bürokratieabbau aus dem Blick zu verlieren. „Der Handel setzt darauf, dass die Bundesregierung wie versprochen bürokratische Hürden abbaut. Die Händlerinnen und Händler sollten sich wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Dafür brauchen sie Entlastungen“, betont von Preen. Ein Beitrag zum Bürokratieabbau und zur Stärkung der Tarifbindung wäre etwa, das Entgelttransparenzgesetz so umzusetzen, dass tarifgebundene und tarifanwendende Unternehmen von der Dokumentationspflicht befreit werden. „Das wäre ein echter Schritt, die Sozialpartnerschaft zu stärken“, so von Preen.

Auch unter den Verbrauchern müsse die Bundesregierung für Zuversicht sorgen. „Schaut man auf die Verbraucherstimmung in Deutschland, war 2025 ein verlorenes Jahr. Sie lag zuletzt auf dem unbefriedigenden Niveau, auf dem sie in das vergangene Jahr gestartet ist. Das ist besorgniserregend“, warnt von Preen. Hier müsse die Bundesregierung im Jahr 2026 ansetzen und Wirtschaft sowie Verbrauchern mit klaren Signalen zeigen, dass auf sie Verlass ist.

Quelle:

Handelsverband Deutschland