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13.05.2026

HDE begrüßt Debatte um mehr Arbeitszeitflexibilität

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Mit dem Arbeitszeitgesetz wurde damals die EU-Arbeitszeitrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Dabei wurden die Gestaltungsspielräume der EU-Richtlinie in Deutschland nicht voll ausgeschöpft. Der HDE fordert daher seit Langem den Wegfall der täglichen Höchstarbeitszeit und einen Wechsel hin zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Dies schafft mehr Flexibilität im Alltag, ohne dass sich dadurch aber die Gesamtwochenarbeitszeit der Menschen erhöht. Diese Reform im Arbeitszeitgesetz wäre auch im Einklang mit geltendem EU-Recht, das ja selbst von einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit ausgeht. Klar sei aber auch, dass eine Reform des Arbeitszeitgesetzes die Vertrauensarbeitszeit erhalten müsse, das sehe schließlich auch der aktuelle Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus guten Gründen so vor. Eine hochbürokratische und zudem mittelstandsfeindliche elektronische Arbeitszeiterfassungspflicht ist hingegen strikt abzulehnen, noch dazu in der Wirtschaftskrise.“ sagt HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik, Steven Haarke. Aber auch die ununterbrochene Ruhezeit im Arbeitszeitgesetz von elf Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit sei zu unflexibel und müsse im Zuge einer Reform überdacht werden, so Haarke.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Chemical Complex in Mizushima (c) Photo Asahi Kasei
Chemical Complex in Mizushima
12.05.2026

Neuausrichtung der Lieferkette bis 2030: Asahi Kasei optimiert Materialportfolio

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Produkt Anwendungen FY 2030 Scope
Styrolmonomer Ausgangsmaterial für Kunststoffe Einstellung der Produktion
Suntec™-LD und Suntec™-EVA
LDPE
Folien, Verpackungsmaterialien, etc.
Suntec™-HD und Creolex™ 
HDPE
Acrylnitril (AN) Ausgangsmaterial für Kunststoffe und Fasern Einstellung der 200-kt/Jahr-AN-Produktionslinie in Mizushima und Umstellung der 50-kt/Jahr- Methacrylnitril-Produktionslinie 
Duranol™ Polycarbonat Diol (PCD) Polyurethan-Ausgangsmaterial für Kunstleder

Einstellung der PCD-Produktlinie von Mizushima (ca. 3 kt/Jahr); die Versorgung wird über Asahi Kasei Performance Chemicals (China) gedeckt

 

Die Einstellung dieser Derivate durch Asahi Kasei und die Neuausrichtung der Lieferkette sind Teil einer umfassenderen Initiative zur Straffung des Portfolios in der Materialsparte des Unternehmens und zur Steigerung der Kapitaleffizienz. Die angekündigten Maßnahmen zielen darauf ab, sich aus wenig rentablen Geschäftsbereichen zurückzuziehen und die damit verbundenen Lieferketten innerhalb der globalen petrochemischen Märkte neu zu strukturieren. 

Asahi Kasei erwartet eine daraus resultierende Verbesserung von Margen und optimiert gleichzeitig die Kapitalallokation auf strategische Wachstumsbereiche. 

Im Rahmen seines aktuellen Managementplans „Trailblaze Together“ verbessert Asahi Kasei die Kapitaleffizienz und führt strukturelle Reformen durch, mit denen Ressourcen auf seine wichtigsten Wachstumssäulen – Pharmazeutika, Intensivmedizin, Wohnungsbau und Materialien für die Halbleiterindustrie – konzentriert werden. Jüngste Maßnahmen wie der Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical zur Förderung der Dekarbonisierung der Ethylenproduktion in Westjapan sowie die Übernahme von Aicuris zur Stärkung der Spezialpharma-Plattform im Bereich schwerer Infektionskrankheiten unterstreichen die konsequente Umsetzung dieser Strategie durch Asahi Kasei und festigen die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum.

Quelle:

Asahi Kasei 

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Start eines Trainings für Common Ground Farmer Foto GoodTextiles Foundation
Start eines Trainings für Common Ground Farmer
12.05.2026

GoodTextiles Foundation startet die Farmer-Initiative „Common Ground“ in Indien

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Sieben sorgfältig ausgewählte Dörfer bilden nun den Kern des Projekts. Aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, starken Gemeinschaftsstrukturen und ihres Entwicklungspotenzials ausgewählt, bieten sie einen fruchtbaren Boden für ein skalierbares Modell, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann. 

Farmer durch Wissen und Struktur stärken 
Im Mittelpunkt von „Common Ground“ steht das Engagement der Menschen. Bis heute wurden 510 Landwirte identifiziert, von denen sich 475 bereits in der finalen Phase der Aufnahme in eine neu gegründete Organic Cotton Grower Group (OGG) befinden.

Das Projekt verbindet technisches Fachwissen mit praxisnaher und kontinuierlicher Unterstützung vor Ort. Ein engagiertes Team – bestehend aus einem Internal Control System (ICS) Manager und geschulten Außendienstmitarbeitern – wird kontinuierlich erweitert, um eine wirksame Umsetzung direkt vor Ort sicherzustellen. Die Farmer nehmen an gezielten Schulungen teil, in denen sie mit ökologischen Anbaumethoden und Zertifizierungsanforderungen vertraut gemacht werden. Dadurch erhalten sie das notwendige Wissen für langfristigen Erfolg. 

Parallel dazu entwickeln externe Fachleute standortspezifische „Packages of Practice“, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, sowie Strategien auf Wassereinzugsgebietsebene zur Förderung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements. Um Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Beginn an sicherzustellen, werden sämtliche landwirtschaftlichen Flächen digital dokumentiert, einschließlich GPS-basierter Kartierungen der Anbauflächen. 

Mehr als Baumwolle: Zukunftsfähige Perspektiven schaffen 
„Common Ground“ geht weit über eine nachhaltige Baumwollproduktion hinaus. Die Initiative ist eine Investition in die langfristige Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Gemeinschaften. Durch die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz von Wasserressourcen und die Förderung der Biodiversität unterstützt das Projekt sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch wirtschaftliche Chancen. 

Gleichzeitig stärkt es die Unabhängigkeit und das Vertrauen der Farmer in ein Agrarsystem, das Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichern kann. 

Gemeinsam bauen die Partner ein skalierbares Modell für regenerative Wertschöpfung auf – vom Saatgut bis zum fertigen Textil. Schritt für Schritt entsteht eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette. 

Mit jeder umgestellten Anbaufläche, jeder durchgeführten Schulung und jeder neu geschlossenen Partnerschaft fördert „Common Ground“ weit mehr als nur Baumwolle – die Initiative stärkt eine wachsende Gemeinschaft, die sich der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft verschrieben hat.

Quelle:

GoodTextiles Foundation

08.05.2026

BW: Koalitionsvertrag soll Wachstum in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ermöglichen

Südwesttextil bewertet den Koalitionsvertrag von Grünen und CDU grundsätzlich positiv: Der Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung setzt wichtige Signale für die Industrie. Gleichzeitig mahnt der Verband schnelle Umsetzung und konkrete Maßnahmen angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche an.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie bewertet Südwesttextil die Stoßrichtung des vorgestellten Koalitionsvertrags zwischen GRÜNEN und CDU grundsätzlich positiv. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Der Entwurf erkennt die tiefe Krise an, in der sich die baden-württembergische Wirtschaft befindet und setzt folgerichtig den Schwerpunkt auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Kurswechsel, dass Politik über neue Rahmenbedingungen Innovation und Wachstum ermöglichen muss, sollte sich schnellstmöglich in der Umsetzung zeigen.“

Südwesttextil bewertet den Koalitionsvertrag von Grünen und CDU grundsätzlich positiv: Der Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung setzt wichtige Signale für die Industrie. Gleichzeitig mahnt der Verband schnelle Umsetzung und konkrete Maßnahmen angesichts der anhaltend schwierigen Lage der Branche an.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie bewertet Südwesttextil die Stoßrichtung des vorgestellten Koalitionsvertrags zwischen GRÜNEN und CDU grundsätzlich positiv. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Der Entwurf erkennt die tiefe Krise an, in der sich die baden-württembergische Wirtschaft befindet und setzt folgerichtig den Schwerpunkt auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Kurswechsel, dass Politik über neue Rahmenbedingungen Innovation und Wachstum ermöglichen muss, sollte sich schnellstmöglich in der Umsetzung zeigen.“

Südwesttextil begrüßt daher die kombinierten Maßnahmen aus Bürokratieabbau, Infrastrukturausbau und Resilienz. Das versprochene Effizienzgesetz und die „One-in-two-out-Regel“ tragen dem Ziel des Bürokratieabbaus grundsätzlich Rechnung. Der Leidensdruck bei den Unternehmen ist allerdings so hoch, dass die Umsetzung nicht nur schnell und spürbar kommen muss, sondern in Verbindung mit dem versprochenen Einsatz in Berlin und Brüssel für einen entsprechenden Kurswechsel pro Wirtschaft erfolgen sollte. Südwesttextil adressiert insbesondere den besseren Schutz des Binnenmarkts vor Billigimporten, die regelmäßig europäische Standards unterlaufen. Ein Thema, das aktuell im Zusammenhang mit Verbraucherschutz und Handel genannt wird, aber ebenso ansässige Hersteller aus der Textil- und Bekleidungsindustrie trifft. Konkret fordert der Verband, dass sich die zukünftige Landesregierung für die beschleunigte Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze und eine wirkungsvolle Paket-Handling-Fee von mindestens 30 Euro einsetzt. Für Importe muss zudem die Benennung eines bevollmächtigten Vertreters mit verifiziertem Sitz in der EU und nachgewiesener finanzieller Leistungsfähigkeit verpflichtend sein, um wirksam sanktionieren zu können. 

Im Bereich des Vergaberechts muss die angekündigte Ausrichtung auf Qualität, Innovation und digitale Souveränität aus Perspektive von Südwesttextil konkretisiert werden: Kriterien wie Langlebigkeit, Nachhaltigkeit und kurze Transportwege – insbesondere bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und technischen Textilien für die öffentliche Hand (z.B. Militär, Polizei, Feuerwehr etc.) – sollten auch verbindlich verankert werden, damit die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie im Wettbewerb um den Zuschlag wieder eine echte Chance hat.

Der Koalitionsvertrag benennt den Bedarf im schwierigen internationalen Umfeld resilienter und unabhängiger zu werden. Südwesttextil sieht an dieser Stelle die Notwendigkeit, die Strategie zu vertiefen: „Die neue Landesregierung schaut gezielt nach vorne – das verdeutlich insbesondere die anvisierte High-Tech-Strategie. Das ist wichtig, doch darf Politik nicht verkennen, wie gravierend sich die Rahmenbedingungen für die bestehende Industrie in den letzten Jahren bereits verschlechtert haben. Wachstum und Innovation werden durch langwierige Genehmigungsprozesse und übermäßige Regulierung gebremst; zugleich schwächen steigende Energiepreise sowie hohe Steuer- und Sozialabgaben pro Arbeitsstunde die Wettbewerbsfähigkeit. Wir brauchen den Mut für echte Reformen, die schnell und umfangreich Entlastung bringen, um aktiv gegen ein Abwandern der Industrie zu steuern. Wenn wichtige Lieferketten abreißen, rücken auch Technologieführerschaft und Wachstum in weite Ferne. Die Strategie des Landes darf sich deshalb nicht nur auf isolierte High-Tech-Branchen fokussieren, sondern muss auch das Zusammenwirken mit anderen Industriezweigen berücksichtigen.“ 

Die angespannte wirtschaftliche Lage in der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie unterstreicht den Handlungsbedarf deutlich: Die Zahl der Beschäftigten sank zuletzt im Vorjahresvergleich um 5,6 Prozent, das Arbeitsvolumen um knapp vier Prozent. Der Umsatz der Textilindustrie lag im Februar fünf Prozent unter Vorjahr, in der Zweimonatsbetrachtung sogar bei minus 8,2 Prozent. 

Südwesttextil bewertet positiv, dass der Ausbau der Infrastruktur für Energie, Digitalisierung, Logistik und Cybersicherheit als wichtiger Faktor für die Standortqualität auf der Agenda der neuen Landesregierung stehen. Ebenso begrüßt der Verband die Initiativen zur Fachkräftesicherung. Die Stärkung der Berufsorientierung, die geplante Ausbildungsoffensive inklusive der Investitionen in Berufsschulen und der Ausbau der Landesagentur für Fachkräftezuwanderung sind wichtige Maßnahmen, um Unternehmen in der Transformation mit wichtigen Fachkräften zu unterstützen. 

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh (c) Temafa Maschinenfabrik GmbH
Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh
08.05.2026

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

„Wir freuen uns, die Hanffaser Geiseltal eG bei ihrem Einstieg in die industrielle Hanffaserverarbeitung begleiten zu dürfen“, sor. Jörg Morgner, Geschäftsführer bei Temafa Maschinenfabrik GmbH. „Dieses Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung von Naturfasern als nachhaltige Rohstoffe und unsere Kompetenz in der Entwicklung maßgeschneiderter Anlagenlösungen.“

Quelle:

Temafa Maschinenfabrik GmbH

Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde © Katharina Dubno
Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde
08.05.2026

Elastische Garne künftig besser recyclebar und umweltfreundlicher

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führte Tobias Dickmeiß umfangreiche empirische Prozessuntersuchungen an einer Schmelzspinnanlage im Technikumsmaßstab durch. Durch die systematische Analyse des Einflusses verschiedener Prozessparameter auf die Garneigenschaften gelang es ihm, die Eigenschaften der hergestellten TPC-Garne gezielt zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit bilden somit eine vielversprechende Grundlage für die weitere Entwicklung recyclingfähiger elastischer Garne und Textilien.

Tobias Dickmeiß wurde für seine herausragende Bachelor-Arbeit „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren im Technikumsmaßstab“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 5.000 EURO für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Er wurde während seiner Bachelor-Arbeit von der ITA-Doktorandin Ricarda Wissel betreut.

Quelle:
Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University