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Mit UMT wird Freudenberg Performance Materials zum Full-Service-Anbieter für Advanced Wound Care. © Freudenberg Performance Materials
03.08.2026

Freudenberg Performance Materials übernimmt Foshan United Medical

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Technologien und regulatorisches Know-how
Die Kernkompetenz von UMT reicht von der Faserproduktion -bzw. Funktionalisierung über Vliesstoffproduktion bis hin zur Endverpackung, Sterilisation und Marktzulassung. 

Das regulatorische Know-how von UMT, erfolgreiche internationale Erstzulassungen von Produkten sowie Patentanmeldungen in China, Europa und den USA bilden einen weiteren wichtigen  Baustein für den Ausbau des Healthcare-Geschäfts von Freudenberg Performance Materials. 

Individuelle Lösungen für Kunden
Mit der Übernahme von UMT deckt Freudenberg Performance Materials alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette im eigenen Haus ab und verfügt damit über eine der breitesten Technologieplattformen im Markt für moderne Wundversorgung. Künftig bietet das Unternehmen Kunden ein breites Spektrum an Lösungen für unterschiedliche Anwendungen: Wundauflagen aus Polyurethanschaum, mit Silikonbeschichtung oder antimikrobiellen Wirkstoffen wie Silber. Ergänzt wird das Portfolio durch absorbierende Faserlösungen auf Basis von Alginaten, Chitosan und CMC basierten Wundauflagen. Die breite technologische Basis eröffnet umfassende Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für Kunden weltweit.

Quelle:

Freudenberg Performance Materials 

(c) Helly Hansen
03.08.2026

Helly Hansen eröffnet ersten Store in Deutschland

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

„München vereint vieles von dem, wofür Helly Hansen steht: die Nähe zu Bergen und Seen, die Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten sowie den hohen Anspruch an Qualität und Funktion. Gleichzeitig ist die Stadt ein urbanes Zentrum – und genau dort überzeugen unsere technisch anspruchsvollen und zugleich stilvollen Parkas sowie unsere Regenjacken- und Mäntel der Lifestyle-Kollektion“, sagt Michael Uhl, General Manager DACH bei Helly Hansen. „Mit unserem eigenen Store schaffen wir einen Ort, an dem Kundinnen und Kunden die Marke in ihrer ganzen Vielfalt erleben können – von innovativen Technologien bis zu den Geschichten hinter unseren Produkten.“

Die Marke erlebbar machen
Ziel des neuen Stores ist es, die DNA von Helly Hansen sichtbar und erlebbar zu machen. Die Wurzeln der Marke im Segelsport, im alpinen Bereich und im professionellen Wetterschutz spiegeln sich sowohl im Sortiment als auch im Store-Konzept wider.

„Unsere Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Profis, die unter den anspruchsvollsten Bedingungen der Welt unterwegs sind – auf dem Wasser, in den Bergen und im Schnee“, so Uhl weiter. „Dieses Wissen und diese Erfahrung möchten wir direkt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben und sie dabei unterstützen, die passende Ausrüstung für ihre eigenen Abenteuer zu finden.“

Neben den aktuellen Kollektionen präsentiert der Store auch die neuesten Material- und Technologieentwicklungen von Helly Hansen – darunter innovative wasserdichte und atmungsaktive Konstruktionen sowie leistungsstarke Isolationslösungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche.

Investition in die Zukunft
Die Eröffnung des Münchner Stores markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Helly Hansen im deutschsprachigen Markt. „Wir möchten Menschen dabei unterstützen, mehr Zeit draußen zu verbringen – unabhängig von Wetter und Bedingungen“, erklärt Uhl. „Der neue Store bietet Raum für Inspiration, Austausch und persönliche Beratung und ist damit auch Treffpunkt für unsere Community.“

Quelle:

crystal communications GmbH für Helly Hansen

Credit: BVMed/Kurt Paulus
30.07.2026

BVMed: „Verlässliche Hilfsmittelversorgung trotz wachsenden Kostendrucks“

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Hilfsmittel tragen dazu bei, Patient:innen frühzeitig aus der stationären in die häusliche Versorgung zurückzuführen, und machen damit den Grundsatz „ambulant vor stationär“ möglich. Ambulante Versorgungsstrukturen würden auf diese Weise häufig deutlich höhere Kosten in Krankenhaus, Reha und Pflege vermeiden. Dabei umfasse eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen weit mehr als die Bereitstellung eines Produkts, erklärt der BVMed. Entscheidend für den Versorgungserfolg seien die individuelle Beratung, die bedarfsgerechte Anpassung, die Einweisung von Patient:innen, Angehörigen und Pflegefachpersonen sowie Reparaturen und die langfristige Begleitung. Hilfsmittel-Leistungserbringer stellen dies sicher. 

Wie stabil diese Versorgung ist, zeigt der aktuelle GKV-Mehrkostenbericht: Rund 78 Prozent aller Hilfsmittelversorgungen erfolgten 2025 ohne zusätzliche Mehrkosten für die Versicherten, und der Anteil mehrkostenfreier Versorgungen ist seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2019 weitgehend stabil. Die GKV-Ausgaben für Hilfsmittel stiegen zugleich weniger stark als die GKV-Leistungsausgaben insgesamt. Auf den gesamten Hilfsmittelbereich entfielen weniger als vier Prozent der GKV-Leistungsausgaben – bei rund 32 Millionen Versorgungen im Jahr.

Dass die Versorgung so stabil bleibt, sei keine Selbstverständlichkeit, erklärt der BVMed: Hilfsmittelversorgungsverträge laufen häufig über mehrere Jahre, während Preissteigerungen bei Personal, Rohstoffen und Material, Energie, Transport sowie Digitalisierung sowie zusätzliche Anforderungen an Dokumentation und Qualitätssicherung vielfach nicht ausgeglichen werden. Die Hilfsmittel-Leistungserbringer hätten diese Kostensteigerungen bislang weitgehend aufgefangen. „Die Schere zwischen den tatsächlichen Kosten und den Vergütungen in der Hilfsmittelversorgung geht weiter auseinander“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.

Hinzu kommt: Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht für die Jahre 2027 und 2028 einen pauschalen Abschlag von drei Prozent je Hilfsmittelversorgung vor. Dieser wird nicht nur die Produkte treffen, sondern ebenso die damit verbundenen Dienstleistungen. Eine nachhaltige Finanzierung sei jedoch die Voraussetzung für eine qualitätsgesicherte Hilfsmittelversorgung, betont der BVMed. Auch weitere pauschale Sparinstrumente oder eine Rückkehr zu Ausschreibungen bei Hilfsmitteln setzen aus BVMed-Sicht an der falschen Stelle an und gefährden Versorgungsqualität, Wahlfreiheit und wohnortnahe Strukturen. Zudem hätten Ausschreibungen in der Vergangenheit keine nachhaltigen Ausgabenreduktionen bewirkt, zugleich jedoch erhebliche Risiken für die Versorgungsqualität und -kontinuität geschaffen.

Pohl abschließend: „Die Hilfsmittel-Leistungserbringer sind Teil der Lösung für eine zukunftsfähige, wirtschaftliche und patient:innenorientierte Gesundheitsversorgung – nicht die Ursache der Kostenentwicklung. Sie sichern täglich die wohnortnahe Versorgung von Millionen Menschen und entlasten Krankenhäuser, Rehabilitation und Pflege.“ Wer die GKV-Finanzstabilität nachhaltig sichern wolle, brauche einen Perspektivwechsel: weg von kurzfristigen Spargesetzen, hin zu einer Politik, die die ambulante Versorgung tatsächlich stärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche Rahmenbedingungen bietet – als Fundament für eine qualitätsgesicherte Versorgung in der Häuslichkeit.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Rundgewebte Filterschläuche von vombaur Foto: (c) vombaur
Rundgewebte Filterschläuche
30.07.2026

vombaur Filterschläuche: Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Nahtlose Schläuche, hundertprozentige Flächennutzung
Ob Anschwemmverfahren oder kuchenbildende Filtration, ob Lebensmittel- oder Faserindustrie: Die Garne und Feinheiten der Filterschläuche werden für jedes Projekt individuell und präzise spezifiziert. Die rundgewebten vombaur-Schläuche arbeiten deshalb präzise, zuverlässig und langlebig. Aufgrund ihrer nahtlosen Architektur bringen Sie außerdem rundum gleichmäßige Filtrationseigenschaften mit. Materialstärke und Durchflussverhalten sind an jeder Stelle des Filterschlauchs identisch. Die festgesetzten Filtrationseigenschaften sind über die gesamte Schlauchfläche sichergestellt. Ein weiterer Effizienz-Gewinn: Während mit längsverschweißten oder -vernähten Filterschläuchen bis zu zehn Prozent der Filterfläche verloren gehen, wird sie mit den Hightech-Schläuchen von vombaur zu 100 Prozent genutzt. Für die Produktion und Wartung der Anlage ist darüber hinaus die einfache Montage der nahtlosen Filterschläuche von Vorteil.

Partnerschaft für höchste Qualität und maximale Prozesssicherheit 
Das hocheffiziente Filtersystem mit den vombaur-Schläuchen sorgt für einen stabilen Durchsatz in jeder Phase des Filtrationsprozesses – auch bei extremer Filterfeinheit von bis zu 1 μm und einem hohen Feststoffanteil bis 10 Prozent. „Die intelligente Filterkerzen-Konstruktion in Kombination mit unseren rundgewebten Filterschläuchen ist ein echter Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration. Der Erfolg beruht auch darauf, dass wir uns beide als Entwicklungspartner verstehen. Wir stimmen unsere Produkte genau auf die besonderen individuellen Bedingungen in den jeweiligen Produktionsanlagen ab setzen dabei auf hohe Qualität, Effizienz in den Prozessen und Langlebigkeit“, so Maren Zurek, Sales Managerin bei vombaur. „Wir passen einfach perfekt zusammen. Und gemeinsam ermöglichen wir den Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie, in der Faserindustrie und anderen Branchen damit einen langjährigen wartungsfreien Betrieb ihrer Filteranlage. Das ist auf diesem Level tatsächlich neu.“

Quelle:

vombaur 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF 

A+A 2027 A+A 2027 - © Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann
21.07.2026

Ausstelleranmeldung für die A+A 2027 gestartet

Vom 19. bis 22. Oktober 2027 wird Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Unter dem Motto „Der Mensch zählt“ bringt die weltweit führende Fachmesse A+A internationale Expertinnen und Experten, Unternehmen sowie Anwender zusammen und präsentiert Innovationen für die Arbeitswelt von morgen.

Seit dem 16. Juni 2026 können sich Aussteller für die A+A 2027 anmelden. Unternehmen und Organisationen aus aller Welt sind eingeladen, ihre Innovationen und Lösungen für Arbeitssicherheit, Gesundheit bei der Arbeit und nachhaltige Prävention einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. 

Vom 19. bis 22. Oktober 2027 wird Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Unter dem Motto „Der Mensch zählt“ bringt die weltweit führende Fachmesse A+A internationale Expertinnen und Experten, Unternehmen sowie Anwender zusammen und präsentiert Innovationen für die Arbeitswelt von morgen.

Seit dem 16. Juni 2026 können sich Aussteller für die A+A 2027 anmelden. Unternehmen und Organisationen aus aller Welt sind eingeladen, ihre Innovationen und Lösungen für Arbeitssicherheit, Gesundheit bei der Arbeit und nachhaltige Prävention einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. 

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Automatisierung, demografische Veränderungen, neue Arbeitsformen und die Folgen des Klimawandels stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die A+A 2027 greift diese Entwicklungen auf und zeigt praxisnahe Lösungen für eine sichere, gesunde und nachhaltige Arbeitswelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der intelligenten Vernetzung von Mensch, Technologie und Arbeitsumgebung sowie auf nachhaltigen Konzepten im Sinne der Kreislaufwirtschaft.  

„Die A+A ist der internationale Treffpunkt für die Arbeitsschutzbranche. Der Erfolg der vergangenen Veranstaltung mit 2.340 Ausstellenden aus 70 Ländern und rund 67.000 Fachbesucherinnen und -besuchern aus 150 Nationen unterstreicht ihre weltweite Bedeutung. Sie bietet Unternehmen die ideale Plattform, um Innovationen zu präsentieren, internationale Kontakte zu knüpfen und neue Märkte zu erschließen. Wir freuen uns darauf, die Branche 2027 erneut in Düsseldorf willkommen zu heißen“, erklärt Daniel Feische, Director der A+A und des Portfolios Occupational Safety and Health.

Entdecken, erleben, verstehen 
Auf der A+A 2027 wird Zukunft greifbar. Fachbesucherinnen und Fachbesucher erleben innovative Produkte, intelligente Technologien und praxisnahe Lösungen für sicheres und gesundes Arbeiten – von intelligenter persönlicher Schutzausrüstung und Wearables über Exoskelette und digitale Assistenzsysteme bis hin zu KI-gestützten Anwendungen, nachhaltigen Materialien und innovativer Workwear.

Ergänzend machen zahlreiche Live-Formate Innovationen unmittelbar erlebbar. Der EXO PARK, das A+A Trend Forum, Live-Demonstrationen zu Brandschutz und Notfallmanagement vermitteln aktuelle Entwicklungen praxisnah und fördern den fachlichen Austausch. 

Ein weiteres Highlight ist die A+A Fashion Show. Sie präsentiert aktuelle Trends aus den Bereichen Workwear und Corporate Fashion und zeigt, wie innovative Materialien, Nachhaltigkeit und modernes Design neue Maßstäbe für Arbeits- und Schutzbekleidung setzen.

40. Internationaler A+A Kongress 
Parallel zur A+A feiert der Internationale A+A Kongress 2027 seine 40. Ausgabe. Unter dem Leitthema „Prävention sichert Stabilität – Arbeitsschutz als Schlüssel zur Krisenresilienz von Unternehmen“ diskutiert die nationale und internationale Arbeitsschutz-Community aktuelle Herausforderungen und zukunftsweisende Lösungen. Im Fokus stehen unter anderem Digitalisierung, neue Arbeitsprozesse, Qualifizierung sowie die internationale Präventionsstrategie VISION ZERO.

Veranstaltet wird der Kongress von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Basi-Geschäftsführer Dr. Christian Felten betont: „Arbeitsschutz ist kein Kostenfaktor, sondern ein Stabilitätsfaktor. Unternehmen, die in Prävention investieren, stärken ihre Leistungsfähigkeit und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden – im Alltag genauso wie in Krisenzeiten.“

Der Call for Participation für den Jubiläumskongress wird in Kürze veröffentlicht. 

Quelle:

Messe Düsseldorf 

Funktionsband von JUMBO-Textil bei ALEA im Einsatz Foto: (c) JUMBO-Textil
20.07.2026

Funktionsband von JUMBO-Textil bei ALEA im Einsatz

„Es ist nicht zu sehen und nicht zu hören – und gerade deshalb optimal für diesen Einsatz“, sagt Stefan Wallner, Sales Manager Automotive von JUMBO-Textil. Das Tochterunternehmen der Textation Group für technische Schmaltextilien ist Spezialist für Elastics und produziert unter anderem Bauteile für Automotive-Zulieferer, etwa Fangbänder, Entriegelungsschlaufen oder Spannlitzen. Viele dieser Produkte bleiben im Verborgenen. Eingebaut im Sitz oder hinter einer Verkleidung erfüllen sie zuverlässig ihre Funktion: Spannen, Halten, Verstellen, Fixieren … Die textilen Bauteile arbeiten im Hintergrund – leicht, leise und langlebig.

Unsichtbarer Hochleister
Zu diesen „unsichtbaren Hochleistern“ gehört auch ein clever konzipiertes Funktionsband. Die Kombination aus einem elastischen und einem unelastischen Webband dient als Klappenhalterung für eine Kartentasche in der Sitzrückenlehne. Über Maße und Materialien des elastischen Bands lässt sich das Kraft-Dehn-Verhalten exakt steuern. Das unelastische Band sorgt für Stabilität an den Reibungspunkten und für geräuschlose Funktion. 

„Es ist nicht zu sehen und nicht zu hören – und gerade deshalb optimal für diesen Einsatz“, sagt Stefan Wallner, Sales Manager Automotive von JUMBO-Textil. Das Tochterunternehmen der Textation Group für technische Schmaltextilien ist Spezialist für Elastics und produziert unter anderem Bauteile für Automotive-Zulieferer, etwa Fangbänder, Entriegelungsschlaufen oder Spannlitzen. Viele dieser Produkte bleiben im Verborgenen. Eingebaut im Sitz oder hinter einer Verkleidung erfüllen sie zuverlässig ihre Funktion: Spannen, Halten, Verstellen, Fixieren … Die textilen Bauteile arbeiten im Hintergrund – leicht, leise und langlebig.

Unsichtbarer Hochleister
Zu diesen „unsichtbaren Hochleistern“ gehört auch ein clever konzipiertes Funktionsband. Die Kombination aus einem elastischen und einem unelastischen Webband dient als Klappenhalterung für eine Kartentasche in der Sitzrückenlehne. Über Maße und Materialien des elastischen Bands lässt sich das Kraft-Dehn-Verhalten exakt steuern. Das unelastische Band sorgt für Stabilität an den Reibungspunkten und für geräuschlose Funktion. 

Die Klappe wird von zwei solcher Kombibänder gehalten, die überkreuzt im Sitzrücken verbaut sind. Die unelastischen Bänder werden durch einen Schlitz in der Klappe gezogen und auf der anderen Seite so gefaltet und vernäht, dass sie sich hinter dem Schlitz fest verankern. Die elastischen Bänder werden an vorab präzise definierten Löchern im Sitzrücken eingehakt. Die Löcher werden mittels Laserschnitt ausgespart. Dank der versiegelten Lochkanten sind sie stabil und langlebig. Für die Fahrzeuginsassen bleibt das komplexe Bauteil unbemerkt. Nur für den kurzen Moment, in dem sie die Klappe öffnen, blitzen seitlich ein bis zwei Zentimeter des unelastischen Webbands auf. 

Enge Kooperation, präzise Spezifikation
Auto Leder Atelier GmbH, kurz ALEA, verbaut dieses hochwertige Funktionsband von JUMBO-Textil. Der Spezialist für Innenraumveredelung – von der Kaschierung bis zur Belederung – fertigt für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer im Luxus- und Premiumsegment hochwertige Interieur-Bauteile in Serie, darunter Ledersitze und -verkleidungen für einige der renommiertesten Automobilmarken weltweit." Kraft-Dehn-Verhalten, Flammhemmung, Oberflächeneigenschaften … – kein Parameter darf vom finalen Muster abweichen. Die Textilien müssen bis in die letzte Faser die Leistung erbringen, für die sie ausgelegt sind. „Als Lösungsanbieter liefern wir Schmaltextilien, die genau auf die jeweiligen Anforderungen – von den Umweltbedingungen bis zur Einbausituation – abgestimmt sind und präzise leisten, was die Kunden jeweils benötigen. Für das Funktionsband von ALEA haben wir eine spezielle Variante mit zwei unterschiedlichen Bandbreiten entwickelt und Muster mit den exakten projektspezifischen Eigenschaften produziert“, erläutert Wallner. „Genaue Kenntnis des Kundenprojekts ist dafür unerlässlich.“
    
Regelmäßiger Austausch vor Ort
Auch ALEA legt auf den Austausch der Partner großen Wert. „Neben der makellosen Optik, Haptik und Akustik bieten unsere Lederprodukte maximale Funktionalität. Da zählt jedes Detail, ob sichtbar oder unsichtbar“, betont Mario Haufe, COO von ALEA. „Unser Partner JUMBO-Textil steuert hochfunktionale und montagefertige Bauteile für unsere Produkte bei. Deshalb arbeiten wir mit dem Unternehmen in NRW zusammen. Und die Erfahrung zeigt, dass dieses Ergebnis auch vom guten Zusammenspiel mit dem Zulieferer abhängt. Nur wer uns, unsere Erwartungen, unsere Produktionsbedingungen, die Einbausituation des Bauteils kennt, kann uns Bauteile liefern, die perfekt ins Produkt und zu unseren Prozessen passen.“ 

JUMBO-Textil war zu Projektbeginn bei ALEA vor Ort. Das Entwicklungsteam in Sprockhövel weiß deshalb genau, wie die Kolleg*innen in Hofstetten arbeiten und was sie brauchen. Für das spezielle Funktionsband wurden alle Spezifikationen gemeinsam exakt definiert. JUMBO-Textil hat daraufhin mehrere mögliche Lösungen entwickelt, aus denen das ALEA-Team die perfekte Variante wählen konnte. „So war schon das Muster für den ersten Verbauversuch ziemlich nah an der finalen Lösung“, erklärt Haufe. „Das war einmal mehr ein ausgezeichnetes Zusammenspiel, das allen zugutekommt: uns, dem Auto-Hersteller und schließlich all denen, die im Fahrzeug unterwegs sind und ihr Tablet – oder was sonst sie bei sich haben – sicher in der Sitzrückenklappe verstauen.“

  • Elastisch und unelastisch kombiniert
  • In unterschiedlichen Bandbreiten möglich
  • In kundenspezifischer Farbgebung möglich
  • Löcher per Laserschnitt erstellt oder bereits im Flechtprozess eingearbeitet
  • Ready to use: montagefertig, z. B. auch mit angenähtem Kunststoffflachprofil 
  • Mit nähbarem Kunststoff
  • Elastisches Material: Naturgummi
  • Flammhemmend ausgerüstet

 

Quelle:

JUMBO-Textil

12.07.2026

Hightech-Textilien als Gamechanger in der Hitzewelle

Südwesttextil begrüßt politische Vorstöße zum Hitzeschutz und verweist auf innovative Textilien zum Schutz von Mensch, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort. 

Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Gesundheit und Infrastruktur – bringt aber zusätzlich auch hohe Kosten für den Wirtschaftsstandort mit sich. Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Baden-Württemberg mit seiner starken industriellen Wertschöpfung deutschlandweit besonders stark betroffen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt Südwesttextil, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Ausbau des Hitzeschutzes im Verkehr als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnet und der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Hitze-Taskforce Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung bündelt und weiterentwickelt.

Südwesttextil begrüßt politische Vorstöße zum Hitzeschutz und verweist auf innovative Textilien zum Schutz von Mensch, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort. 

Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Gesundheit und Infrastruktur – bringt aber zusätzlich auch hohe Kosten für den Wirtschaftsstandort mit sich. Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Baden-Württemberg mit seiner starken industriellen Wertschöpfung deutschlandweit besonders stark betroffen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt Südwesttextil, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Ausbau des Hitzeschutzes im Verkehr als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnet und der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Hitze-Taskforce Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung bündelt und weiterentwickelt.

Für Südwesttextil zeigen diese Entwicklungen vor allem eines: Klimaanpassung wird zu einem entscheidenden Standortfaktor – und innovative Textilien können dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Hitze ist längst nicht mehr nur eine gesundheitliche Herausforderung, sondern zunehmend auch ein wirtschaftlicher Risikofaktor. Wer die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts sichern will, muss Klimaanpassung stärker mitdenken. Innovative Textilien können dazu beitragen, Beschäftigte zu schützen, Arbeitsfähigkeit zu erhalten und Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen.“

Schon heute entwickelt die Branche Lösungen für die Klimaanpassung. Moderne Kühltextilien schützen Menschen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze – im Verkehr ebenso wie in Industrie, Rettungsdienst oder Pflege. Technische Textilien mit smarten Fasern ermöglichen Kühlbekleidung, die ohne Strom und ohne Kältemittel funktioniert. 

Ein aktuelles Beispiel liefert die Zusammenarbeit zwischen einem baden-württembergischen Textilunternehmen und der Deutschen Bahn. Im Rahmen eines Innovationsprogramms wurden Kühlwesten und kühlende Bandanas unter realen Arbeitsbedingungen getestet. Die Rückmeldungen der Beschäftigten fielen sehr positiv aus, sollen nun in vielen Bereichen eingesetzt werden und bestätigen das Potenzial moderner Kühltextilien für den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Klimaanpassung braucht textile Innovationen
Neben hitzeresistenter Infrastruktur braucht Deutschland auch Lösungen, die Menschen, Gebäude und öffentliche Räume vor den Folgen des Klimawandels schützen. Dazu zählen beispielsweise neben intelligenter Kühlbekleidung, textile Hitzeschutzsysteme oder auch mobile Hitzenotfallausstattung für den öffentlichen Verkehr, etwa Hitzenotfallkoffer mit Sofortkühldecken. 

Die Einsatzmöglichkeiten von Textil reichen aber weit über den persönlichen Hitzeschutz hinaus. Innovative textile Fassaden- und Verschattungssysteme können Gebäude vor Überhitzung schützen und so den Energiebedarf für Kühlung reduzieren. Begrünbare textile Fassadenelemente leisten zusätzlich einen Beitrag zur Kühlung urbaner Räume und zum  Regenwassermanagement. Gleichzeitig entstehen textile Lösungen für den Hochwasser- und Starkregenschutz, die künftig helfen können, Infrastruktur und Siedlungsräume widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen.

„Die Textilindustrie entwickelt längst nicht mehr nur Kleidung. Sie entwickelt Zukunftstechnologien für Gesundheit, Mobilität, Energieeffizienz und Klimaanpassung. Wer heute über Hitzeschutz, klimaresiliente Infrastruktur oder Gesundheitsvorsorge spricht, muss textile Innovationen mitdenken. Gerade Baden-Württemberg verfügt als führender Standort technischer Textilien über das Know-how, um hierzu einen entscheidenden Beitrag zu leisten“, so Edina Brenner.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

Eindrücke vom Besuch der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, an der Westsächsischen Hochschule Zwickau Foto: WHZ/ C. Zahn
02.07.2026

Bundesministerin Dorothee Bär zu Gast an der WHZ

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) begrüßte am 30. Juni die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, zu einem Besuch auf dem Campus in Zwickau. Sie war der Einladung des Bundestagsabgeordneten Carsten Körber gefolgt und an diesem Tag zu Gast in Zwickau.

Im Mittelpunkt des Termins an der WHZ stand zunächst ein Austausch von Bundesministerin Bär mit der Hochschulleitung, Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Vertretern der Wirtschaft sowie Forschenden der WHZ. Dabei wurde insbesondere über die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion Westsachsen und die Bedeutung innovativer sowie industrienaher Hochschulforschung und Technologien für die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. 

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) begrüßte am 30. Juni die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, zu einem Besuch auf dem Campus in Zwickau. Sie war der Einladung des Bundestagsabgeordneten Carsten Körber gefolgt und an diesem Tag zu Gast in Zwickau.

Im Mittelpunkt des Termins an der WHZ stand zunächst ein Austausch von Bundesministerin Bär mit der Hochschulleitung, Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Vertretern der Wirtschaft sowie Forschenden der WHZ. Dabei wurde insbesondere über die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion Westsachsen und die Bedeutung innovativer sowie industrienaher Hochschulforschung und Technologien für die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. 

Anschließend erhielt die Bundesministerin Einblicke in ausgewählte, anwendungsnahe Forschungsprojekte der WHZ. Vorgestellt wurden Ergebnisse aus dem Bereich New Mobility für vernetzte Verkehrssysteme, ein KI-basiertes Assistenzsystems zur Unterstützung von Operationsteams bei der Zählkontrolle sowie Forschungs- und Transferaktivitäten der All Electric Society Alliance, die Lösungen für eine klimaneutrale, digital vernetzte und elektrifizierte Gesellschaft entwickelt. Darüber hinaus informierte sich Bär über aktuelle Entwicklungen in der Medizintechnik sowie über die Konzeption und Herstellung zukunftsorientierter elektronischer und mikromechanischer Sensorsysteme. Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung durch den Reinraum des neuen Hochtechnologiezentrums, welches sich derzeit in den letzten Zügen der Bauphase befindet. Mit dem Reinraum, einem Experimental-OP und zahlreichen weiteren Laboren wird das Gebäude künftig modernste Forschungs- und Lehrbedingungen für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten.

Bundesministerin Bär sagte: „Mit der Hightech Agenda Deutschland wollen wir Deutschland wieder zum Top-Technologieland machen. Auch Zwickau ist hierfür ein Standort mit großem Potenzial. Die neuen Entwicklungen an der WHZ geben zudem Anlass zu Optimismus, was den Strukturwandel in der Transformationsregion Westsachsen betrifft.“
Prof. Jan Schubert, Prorektor Forschung an der WHZ erklärt dazu: „Den großen Herausforderungen, vor denen die mittelständisch geprägte Region Westsachsen steht, wollen wir als WHZ gemeinsam mit den Unternehmen durch anwendungsnahe Forschung und Transfer begegnen. Durch innovative und wirtschaftlich tragfähige Lösungen wollen wir die Zukunftsperspektiven der Region positiv gestalten.“

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau

Grafik Messe Düsseldorf
Portfolio
23.06.2026

Premiere der OS+H Middle East auf 2027 verschoben

Die Premiere der OS+H Middle East in Dubai wurde auf den 24.–26. Mai 2027 verschoben. Diese Entscheidung wurde von der Messe Düsseldorf und dem Messe Düsseldorf Gulf Office getroffen, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Aussteller, Partner und Besucher zu gewährleisten. Ziel der Terminverschiebung ist es, optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start der neuen Plattform für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Mittleren Osten zu schaffen und der internationalen OSH-Community stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sowie die gewohnte Qualität des internationalen A+A-Portfolios zu bieten.

Die Teams der Messe Düsseldorf und des Messe Düsseldorf Gulf Office arbeiten weiterhin intensiv an der Vorbereitung der Veranstaltung, die bereits jetzt auf großes Interesse im Markt stößt und zahlreiche Unternehmen sowie Partner aus den Bereichen Occupational Safety & Health, Persönliche Schutzausrüstung und betriebliche Sicherheit gewinnen konnte. 

Die Premiere der OS+H Middle East in Dubai wurde auf den 24.–26. Mai 2027 verschoben. Diese Entscheidung wurde von der Messe Düsseldorf und dem Messe Düsseldorf Gulf Office getroffen, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Aussteller, Partner und Besucher zu gewährleisten. Ziel der Terminverschiebung ist es, optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start der neuen Plattform für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Mittleren Osten zu schaffen und der internationalen OSH-Community stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sowie die gewohnte Qualität des internationalen A+A-Portfolios zu bieten.

Die Teams der Messe Düsseldorf und des Messe Düsseldorf Gulf Office arbeiten weiterhin intensiv an der Vorbereitung der Veranstaltung, die bereits jetzt auf großes Interesse im Markt stößt und zahlreiche Unternehmen sowie Partner aus den Bereichen Occupational Safety & Health, Persönliche Schutzausrüstung und betriebliche Sicherheit gewinnen konnte. 

„Die OS+H Middle East ist für uns ein strategisch bedeutendes Projekt und ein wichtiger Schritt für die internationale Weiterentwicklung des A+A-Portfolios. Gerade deshalb möchten wir die Veranstaltung in einem Umfeld realisieren, das unseren Ausstellern, Partnern und Besuchenden maximale Planungssicherheit sowie optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Geschäftskontakte bietet“, erklärt Petra Cullmann, Executive Director Messe Düsseldorf. „Wir sind überzeugt, dass die Verschiebung der richtige Schritt ist, um die Veranstaltung langfristig erfolgreich aufzustellen.“

Die OS+H Middle East sollte ursprünglich vom 12. bis 14. Oktober 2026 im Dubai World Trade Centre (DWTC) stattfinden und das internationale Netzwerk der A+A in einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt erweitern. Mit der Veranstaltung unterstreicht die Messe Düsseldorf die internationale Bedeutung des Themas Arbeitsschutz und die wachsende Relevanz der MENA-Region für innovative Sicherheits- und Gesundheitstechnologien.

Quelle:

Messe Düsseldorf

22.06.2026

GKV-Finanzen: BVMed mahnt Perspektivwechsel an

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mahnt in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes einen Perspektivwechsel an – weg von kurzfristigen Sparmaßnahmen hin zu langfristigen Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne mit Hilfe von modernen Technologien. „Medizintechnologien steigern die Prozesseffizienz, ermöglichen Ambulantisierung, vermeiden stationäre Pflegebedarfe und stärken die Teilhabe von Patient:innen durch mehr Selbstständigkeit und Versorgung im häuslichen Umfeld. Die MedTech-Branche muss deshalb gestärkt, nicht geschwächt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mahnt in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes einen Perspektivwechsel an – weg von kurzfristigen Sparmaßnahmen hin zu langfristigen Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne mit Hilfe von modernen Technologien. „Medizintechnologien steigern die Prozesseffizienz, ermöglichen Ambulantisierung, vermeiden stationäre Pflegebedarfe und stärken die Teilhabe von Patient:innen durch mehr Selbstständigkeit und Versorgung im häuslichen Umfeld. Die MedTech-Branche muss deshalb gestärkt, nicht geschwächt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. 

„Die MedTech-Branche ist kein Kostenfaktor, sondern Teil der Lösung für die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems. Gerade vor dem Hintergrund des demografisch bedingt rückläufigen Versorgungspersonals ist sie ein zentraler Hebel, um das Versorgungsniveau zu sichern, Fachkräfte wirksam zu entlasten und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit gleichermaßen zu stärken“, argumentiert der BVMed in seiner Stellungnahme. „Wer Beitragssatzstabilität ernsthaft erreichen will, darf MedTech daher nicht durch kurzsichtige Sparmaßnahmen schwächen, sondern muss Innovationen und ihren zielgerichteten Einsatz in der Versorgung politisch absichern.“

Die für die Branche problematischste Regelung sieht der BVMed im geplanten pauschalen Preisabschlag für Hilfsmittel. „Die Hilfsmittelversorgung ist durch ein enges Zusammenspiel von Produkt und Dienstleistung geprägt. Sie erfordert differenzierte Rahmenbedingungen, die dieser Versorgungsrealität gerecht werden“, heißt es in der Stellungnahme. Der BVMed schlägt daher die Streichung des pauschalen Preisabschlags für Hilfsmittel in Höhe von drei Prozent für die Jahre 2027 und 2028 vor. 

Der Alternativvorschlag des MedTech-Verbandes: „Um Preiskontinuität zu wahren, wäre ein grundsätzliches Festschreiben der Erstattungspreise auf Basis der Verträge nach § 127 SGB V für die Jahre 2027 und 2028 denkbar.“ Eine solche Maßnahme würde zur kurzfristigen Vergütungsstabilisierung beitragen, ohne gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage der Versorgungsstrukturen weiter zu schwächen, qualitative Einbußen in der Patient:innenversorgung zu riskieren und insbesondere kleine und mittelständige Leistungserbringer zu belasten.

Dr. Marc-Pierre Möll: „Beitragssatzstabilisierung darf nicht nur einseitig zulasten von Versorgung, Innovation und Qualität erfolgen, sondern muss strukturelle Ursachen adressieren und so nachhaltig ausgestaltet werden.“

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Moderatoren und Referenten des BVMed-Rechtssymposiums: Ulrich Juknat, Dr. Katja Marx, Dr. Angela Graf, Dr. Marc-Pierre Möll (v.l.n.r.) (c) Bundesverband Medizintechnologie BVMed
Moderatoren und Referenten des BVMed-Rechtssymposiums: Ulrich Juknat, Dr. Katja Marx, Dr. Angela Graf, Dr. Marc-Pierre Möll (v.l.n.r.)
17.06.2026

EU-Medizinprodukte-Verordnung: Schnellerer Zugang zu Innovationen gefordert

Die Bundesregierung setzt sich bei der aktuell diskutierten   Reform der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) für einen schnelleren Zugang zu Innovationen und Medizinprodukten zur Behandlung seltener Erkrankungen ein. Das sagte Dr. Jana Knauer vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf dem Rechtssymposium des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) in Berlin. „Eine zügige Verabschiedung und Implementierung der MDR-Reform ist zentral, um ein innovationsfreundliches Klima für die MedTech-Branche in Europa zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Um die Rahmenbedingungen für die MedTech-Branche zu verbessern, verwies BMG-Expertin Knauer zudem auf die anstehende Pharma- und MedTech-Strategie, die in der zweiten Jahreshälfte im Bundeskabinett verabschiedet werden soll.

Die Bundesregierung setzt sich bei der aktuell diskutierten   Reform der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) für einen schnelleren Zugang zu Innovationen und Medizinprodukten zur Behandlung seltener Erkrankungen ein. Das sagte Dr. Jana Knauer vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf dem Rechtssymposium des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) in Berlin. „Eine zügige Verabschiedung und Implementierung der MDR-Reform ist zentral, um ein innovationsfreundliches Klima für die MedTech-Branche in Europa zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu verbessern“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Um die Rahmenbedingungen für die MedTech-Branche zu verbessern, verwies BMG-Expertin Knauer zudem auf die anstehende Pharma- und MedTech-Strategie, die in der zweiten Jahreshälfte im Bundeskabinett verabschiedet werden soll.

Dr. Jana Knauer, Stellvertretende Referatsleiterin Medizinproduktesicherheit im BMG, verwies in ihrem Einführungsvortrag auf die gemeinsame Initiative von Deutschland und Frankreich aus dem Jahr 2024. Beide Länder setzen sich gemeinsam insbesondere für Bürokratieabbau, Zentralisierung europäischer Verwaltungsaufgaben sowie vorhersehbare und ausgewogene Zertifizierungsverfahren ein. Wichtig sei auch die Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an Medizinprodukte für seltene Erkrankungen und vulnerable Patient:innengruppen sowie die Einführung spezieller Verfahren für Innovationen. 

Der MDR-Reformvorschlag der EU-Kommission vom Dezember 2025 wird vom BMG grundsätzlich begrüßt. „Wir unterstützen die zentralen Ziele dieser Reform“, so Knauer. „Wir brauchen vor allem mehr Planbarkeit für alle Beteiligten sowie einen schnelleren Zugang zu Innovationen und Medizinprodukten zur Behandlung seltener Erkrankungen.“ Das BMG setze sich für ausgewogene und tragfähige Lösungen sein, „die die angestrebten Ziele tatsächlich erreichen und zugleich das Patientenschutzniveau wahren“. Im Detail erwartet Knauer „schwierige Verhandlungen im Rat und im EU-Parlament“, aber sie sei optimistisch, dass es zu einem zügigen Abschluss der Verhandlungen komme. Dies sei allein vor dem Hintergrund des Endes der Übergangsbestimmungen für Hochrisikoprodukte Ende 2027 wichtig. „Wir sind deshalb für die Priorisierung von besonders effektiven Maßnahmen“, so die BMG-Expertin. 

BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll begrüßte in seinem Eingangsstatement, dass die MedTech-Branche im Koalitionsvertrag der Bundesregierung als Leitwirtschaft anerkannt sei und gleichberechtigt in den Pharma-Dialog der Bundesregierung aufgenommen wurde. Im Pharma- und MedTech-Dialog werden die Rahmenbedingungen für die Branche ressortübergreifend und in sechs Arbeitsgruppen diskutiert. 

„Für uns war die Einbeziehung der Medizintechnik-Branche sehr wichtig“, so Dr. Jana Knauer vom BMG. Ziel des Dialogs sei es, die Rahmenbedingungen für die medizintechnische Branche in Deutschland zu verbessern. Zum aktuellen Stand des Prozesses sagte Knauer: „Wir schauen uns alle Stellungnahmen an und entwickeln daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die gemeinsame Pharma- und MedTech-Strategie. Der Kabinettsbeschluss und die Umsetzung sind für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.“

Überblick über die geplanten MDR-Änderungen
„Eine wegweisende Reform des Medizinprodukterechts ist möglich“, zeigte sich Rechtsanwältin Dr. Angela Graf von Dr. Fandrich Rechtsanwälte optimistisch, dass die MDR-Reform gelingt. Die derzeit diskutierten Vorschläge bieten „Potenzial für spürbare Entlastungen der MedTech-Industrie“. Jetzt seien zügige Verhandlungen und eine schnelle Implementierung elementar, um die Zielsetzungen zu erreichen. „Details der Regelungen und der Umsetzung werden für den Erfolg der Maßnahmen entscheidend sein“, so Graf. Durch die MDR habe sich Regulatorik als Gefahr für die Patient:innenversorgung erwiesen. Als Beispiele nannte Graf initiale Kapazitätsengpässe bei Benannten Stellen, Produktengpässe durch hohe regulatorische Hürden sowie den Rückzug von Produkten bzw. Herstellern. 

Drei Themen sieht Graf bei den Reformvorschlägen der EU-Kommission im Fokus: die Klinische Bewertung von Medizinprodukten, Well-established Technologies (WET) sowie Benannte Stellen und Zertifikate.

Klinische Bewertung: Für Produkte, die dem Produkt, das einer Konformitätsbewertung unterzogen wird, gleichwertig sind, liegen häufig klinische Daten vor. Um die Bedingungen, unter denen Hersteller Gleichwertigkeit geltend machen können, flexibler zu gestalten, sollte die MDR-Anforderung, einen Vertrag mit dem Hersteller des gleichwertigen Produkts abzuschließen, der Zugang zu dessen technischer Dokumentation gewährt, gestrichen und die Gleichwertigkeitskriterien angepasst werden.

Well-established technologies (WET): Der Reformvorschlag sieht die Einführung einer Legaldefinition und eine Ermächtigungsgrundlage zur Erweiterung der Liste von Produkten vor. Anpassungen soll es bereits vor Abschluss der MDR-Revision geben. Für WET-Implantate sollen zudem keine Implantationsausweise erforderlich sein. 

Benannte Stellen, Konformitätsbewertungsverfahren und Zertifikate: Die aktuelle Durchführungsverordnung 2026/977 nimmt bereits einige Inhalte der Reform vorweg und fokussiert auf Benannte Stellen. Weitere Anpassungen folgen dann im Zuge der MDR-Revision, insbesondere die gesetzliche Verankerung eines strukturierten Dialogs sowie erhebliche Gebührensenkungen. Bei den Zertifikaten soll die bisher gültige maximale Gültigkeitsdauer von fünf Jahren entfallen. Statt einer Re-Zertifizierung sollen alle Benannte Stellen risikoadäquate periodische Überprüfungen durchführen, solange die Bescheinigungen gültig sind. Die Bewertung der Technischen Dokumentation soll bei geringem und mittlerem Risiko in größerem Umfang als bisher auf repräsentative Produkte begrenzt werden. In begründeten Fällen sind Remote-Audits möglich. Überwachungsaudits soll es nur alle zwei Jahre geben.

BVMed-Bewertung der MDR-Reform
Aus Sicht des BVMed enthält der Kommissionsvorschlag zentrale und dringend notwendige Maßnahmen, um die Funktionsfähigkeit des europäischen Marktes sicherzustellen sowie Innovationshemmnisse, administrative Lasten und Unsicherheiten im aktuellen System zu reduzieren und damit die Versorgungssicherheit zu stärken.

Positiv sind für den BVMed insbesondere die deutliche Vereinfachung des Rechtsrahmens, die Regelungen zum Bürokratieabbau, die Abschaffung der fünfjährigen Rezertifizierung, neue Verfahren für „bahnbrechende Medizinprodukte“ („Breakthrough Devices“) und Medizinprodukte für seltene Erkrankungen („Orphan Devices“) sowie die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit.

08.06.2026

BVMed fordert für Medizinprodukte Ausnahmeregelung beim PFAS-Beschränkungsverfahren

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) spricht sich in einer Stellungnahme zum PFAS-Beschränkungsverfahren für eine umfassende und unbegrenzte Ausnahmeregelung für Medizinprodukte einschließlich ihrer Herstellung und der vorgelagerten Lieferkette aus. „Wo geeignete Alternativen noch nicht verfügbar sind, in absehbarer Zeit nicht verfügbar sein werden oder nicht eingesetzt werden können, hätten Beschränkungen, die die Sicherheit und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen oder zur Einstellung von Produkten führen, direkte negative Folgen für die Patientensicherheit und die Gesundheitsversorgung“, warnt der BVMed zur öffentlichen Konsultation des Ausschusses für sozioökonomische Analyse (SEAC) im Rahmen des PFAS-Beschränkungsverfahrens der   Europäischen Chemikalienagentur (ECHA).

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) spricht sich in einer Stellungnahme zum PFAS-Beschränkungsverfahren für eine umfassende und unbegrenzte Ausnahmeregelung für Medizinprodukte einschließlich ihrer Herstellung und der vorgelagerten Lieferkette aus. „Wo geeignete Alternativen noch nicht verfügbar sind, in absehbarer Zeit nicht verfügbar sein werden oder nicht eingesetzt werden können, hätten Beschränkungen, die die Sicherheit und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen oder zur Einstellung von Produkten führen, direkte negative Folgen für die Patientensicherheit und die Gesundheitsversorgung“, warnt der BVMed zur öffentlichen Konsultation des Ausschusses für sozioökonomische Analyse (SEAC) im Rahmen des PFAS-Beschränkungsverfahrens der   Europäischen Chemikalienagentur (ECHA).

Der BVMed bemängelt in seiner Stellungnahme insbesondere den Definitionsrahmen des aktuellen Vorschlags, der nicht als direktes Instrument zur Regulatorischen Gruppierung gedacht ist und die Vielfalt innerhalb der PFAS-Stoffgruppe für den Medizinproduktesektor nicht angemessen berücksichtigt. „Aufgrund ihrer hohen sozioökonomischen Relevanz und ihrer wesentlichen Rolle bei der Gewährleistung der Kontinuität der Patientenversorgung, stellen Medizinprodukte eine spezifische Verwendungskategorie dar“, argumentiert die BVMed-Regulatory-Expertin und Stellvertretende Geschäftsführerin Dr. Christina Ziegenberg. „Dies kommt insbesondere in der Tatsache zum Tragen, dass der SEAC befristete Ausnahmeregelungen für invasive und implantierbare Produkte unterstützt, gleichwertige Ausnahmeregelungen für alle anderen Medizinprodukte, die nicht unter diese beiden Kategorien fallen, jedoch fehlen.“

Die OECD definiert PFAS ausdrücklich als eine breite, strukturbasierte Kategorie, die als Ausgangspunkt und nicht als direkte Grundlage für regulatorische Gruppierungen oder Managemententscheidungen gedacht ist. Sie hebt zudem die erhebliche Vielfalt innerhalb des PFAS-Universums hervor, einschließlich Polymeren und Nicht-Polymeren mit stark unterschiedlichen physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften. Diese Vielfalt sollte sich in den regulatorischen Ansätzen widerspiegeln. 

Der BVMed kritisiert, dass der aktuelle Vorschlag diesen Unterschieden nicht ausreichend Rechnung trägt und stattdessen eine weitgehend einheitliche Gefahrenannahme auf die gesamte Gruppe angewendet wird.

Zur sozioökonomischen Relevanz betont der BVMed, dass Medizinprodukte für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie für die Patientensicherheit und die Kontinuität der Versorgung von entscheidender Bedeutung sind. „Viele Anwendungen sind lebenserhaltend oder unerlässlich, um Komplikationen zu verhindern und die Lebensqualität zu verbessern oder erhalten.“ Zudem seien die mit Medizinprodukten verbundenen Gesamtmengen an PFAS im Vergleich zum gesamten PFAS-Markt gering. 

„Eine weitreichende PFAS-Beschränkung auf Medizinprodukte wäre weder wissenschaftlich ausreichend differenziert noch im Hinblick auf die sozioökonomischen Auswirkungen und Risiken für das Gesundheitswesen verhältnismäßig“, so das Fazit des BVMed.

Zum weiteren Vorgehen: Die SEAC-Konsultation ist ein wichtiger Meilenstein im   PFAS-Beschränkungsverfahren. Ende 2026 wird das SEAC Abschlussgutachten erwartet, Anfang 2027 ein Entwurf der Europäischen Kommission zur Änderung des Anhangs XVII der REACH Verordnung. Ein Inkrafttreten wäre Ende 2027/2028 möglich.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Symposium Automotive & Mobility 2025 Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ
03.06.2026

Symposium Automotive & Mobility 2026 in Zwickau

Am 16. Juni wird Zwickau erneut zum zentralen Treffpunkt für Zukunftstechnologien, Mobilität und industriellen Wandel. Das SAM – Symposium Automotive & Mobility verbindet Fachkonferenz, Ausstellung und Erlebnisraum. Im Fokus stehen aktuelle Fragen, die die Region und die gesamte Branche bewegen: Wie gelingt die Transformation der Automobilindustrie? Welche Technologien setzen sich durch? Und welche Perspektiven ergeben sich für Unternehmen, Beschäftigte und den Standort?

Prominenter Impulsgeber mit Krisen- und Transformationserfahrung 
Mit Matthias Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommt ein erfahrener Top-Manager der Automobilindustrie nach Zwickau. Zuvor war er unter anderem Vorstandsvorsitzender der Porsche AG sowie Mitglied des Top-Managements der Audi AG. Seine langjährige Führungserfahrung in internationalen Konzernstrukturen sowie seine Einblicke in strategische Transformationsprozesse bieten eine fundierte Perspektive auf aktuelle Herausforderungen der Branche.

Am 16. Juni wird Zwickau erneut zum zentralen Treffpunkt für Zukunftstechnologien, Mobilität und industriellen Wandel. Das SAM – Symposium Automotive & Mobility verbindet Fachkonferenz, Ausstellung und Erlebnisraum. Im Fokus stehen aktuelle Fragen, die die Region und die gesamte Branche bewegen: Wie gelingt die Transformation der Automobilindustrie? Welche Technologien setzen sich durch? Und welche Perspektiven ergeben sich für Unternehmen, Beschäftigte und den Standort?

Prominenter Impulsgeber mit Krisen- und Transformationserfahrung 
Mit Matthias Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommt ein erfahrener Top-Manager der Automobilindustrie nach Zwickau. Zuvor war er unter anderem Vorstandsvorsitzender der Porsche AG sowie Mitglied des Top-Managements der Audi AG. Seine langjährige Führungserfahrung in internationalen Konzernstrukturen sowie seine Einblicke in strategische Transformationsprozesse bieten eine fundierte Perspektive auf aktuelle Herausforderungen der Branche.

Technik zum Erleben – Sachsen im Umbruch
Regionale Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen zeigen, wie sich der traditionsreiche Automobilstandort neu erfindet – mit Innovationskraft, Kooperation und neuen technologischen Ansätzen.

  • Klimabenzin gewinnen: CAC Engineering verlost im Rahmen eines Gewinnspiels Klimabenzin unter allen Teilnehmenden auf dem Hauptmarkt. 
  • Autonome Shuttles für die Fläche: Wie Bertrandt Mobilität neu denkt: Das Projekt „BumbleB“ demonstriert, wie autonome Shuttle-Lösungen wirtschaftlich betrieben werden können. Der Ansatz verbindet Open-Source-Technologien, MVP-Entwicklung und eine ganzheitliche Betrachtung von Fahrzeug, Software und Infrastruktur – mit klarem Fokus auf reale Einsatzszenarien in der Fläche.
  • Alternative Antriebe und neue Logistiklösungen: Ein Brennstoffzellen-LKW mit neuem Wasserstoff-Tanksystem der FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen gibt Einblicke in emissionsarme Nutzfahrzeugkonzepte. Ergänzend zeigt das ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau mit dem elektrisch angetriebenen INNVELO® Lastenroller ein praxistaugliches Konzept für urbane Logistik – effizient, flexibel und alltagstauglich.
  • Transformation greifbar gemacht: Der Transformationshub TuWAs (Fraunhofer IWU) zeigt praxisnah, wie sich Zulieferunternehmen im Wandel von Verbrenner- zu Elektromobilität neu aufstellen können. 

Das SAM ist eingebettet in die Zwickauer Mobilitätstage. Vom 15. bis 21. Juni finden dabei zahlreiche Veranstaltungen statt, in denen Mobilität in all ihren Facetten erlebt und diskutiert werden kann. 

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ

Scanhandschuh. Foto: STFI
Scanhandschuh
28.05.2026

STFI: Adaptives Tracking-und-Tracing-System für die kundenindividuelle Textilproduktion

In der Produktion technischer Textilien stellen kundenindividuelle Produkte in kleinen Losgrößen mit immer kürzer werdenden Lebenszyklen einen anhaltenden Trend dar. Wer solche Zukunftsprodukte mit entwickeln und produzieren möchte, muss nicht nur das Produktions-Know-how mitbringen, sondern auch eine abgesicherte, stabile und transparente Produktionskette vorweisen. Solchen Anforderungen in Bezug auf Tracking und Tracing stehen auch klein- und mittelständische Konfektionäre gegenüber. Am STFI wurde untersucht, wie ein Tracking-und-Tracing-System am besten für wandelbare Prozesse bei flexibler, auftragsbezogener Mitarbeiter-Maschinenbesetzung sowohl für moderne Maschinen als auch Bestandsmaschinen ausgestaltet sein soll und wie dies adaptiert werden kann. 

In der Produktion technischer Textilien stellen kundenindividuelle Produkte in kleinen Losgrößen mit immer kürzer werdenden Lebenszyklen einen anhaltenden Trend dar. Wer solche Zukunftsprodukte mit entwickeln und produzieren möchte, muss nicht nur das Produktions-Know-how mitbringen, sondern auch eine abgesicherte, stabile und transparente Produktionskette vorweisen. Solchen Anforderungen in Bezug auf Tracking und Tracing stehen auch klein- und mittelständische Konfektionäre gegenüber. Am STFI wurde untersucht, wie ein Tracking-und-Tracing-System am besten für wandelbare Prozesse bei flexibler, auftragsbezogener Mitarbeiter-Maschinenbesetzung sowohl für moderne Maschinen als auch Bestandsmaschinen ausgestaltet sein soll und wie dies adaptiert werden kann. 

Gestützt auf diesen Untersuchungen entwickelte die Forscher ein Tracking-und-Tracing-Assistenzsystem auf Basis von Technologien aus den Bereichen Industrial Internet-of-Things, Mobile Computing, Drahtloskommunikation und graphischer Low-Code-Programmierung. Hierbei wurde auf bestehenden etablierten Open Source Softwaretechnologien aufgebaut. Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Konfektion von Textilien und textilen Halbzeugen durch ein flexibles, adaptives Tracking-and-Tracing-Assistenzsystem für das Auftragsmanagement zu unterstützen. 

Das Assistenzsystem ermöglicht die automatisierte Produktionsanmeldung mittels funkbasierter Personen- und optischer Maschinenregistrierung. Neben der strukturierten Anwenderführung bei der Einarbeitung in neue Prozessschritte lässt sich die Kommissionierung durch einen Scanhandschuh und Ortungstechnik präzise nachverfolgen. Die Materialdetektion am Konfektionsarbeitsplatz erfolgt zudem kamerabasiert, kombiniert mit einer sensorischen und Smartphone gestützten Prozessüberwachung. Darüber hinaus gewährleistet die zugrundeliegende modellbasierte Low-Code-Technik eine flexible Anpassbarkeit des Gesamtsystems. 

Gemeinsam mit weiteren Entwicklungshighlights des STFI wurde das Forschungsprojekt „Adaptives Tracking-und-Tracing-System“ als erfolgsreiche Kooperation, die mit der Firma update texware GmbH, Kulmbach umgesetzt wurde, ausgewählt und wird auf dem Innovationstag Mittelstand des BMWE präsentiert. 

Quelle:

Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. 

Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil. ©Joshua Lehmann für Südwesttextil
Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil.
24.05.2026

80 Jahre Südwesttextil

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für die textile Zukunft“ verband Südwesttextil die Perspektiven der Branche mit einer Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit Umsatzeinbußen und einem harten internationalen Wettbewerb konfrontiert – sowohl preis- als auch technologieseitig. Hohe Standortkosten und regulatorische Anforderungen verschärfen die Situation zusätzlich. 

Mit Blick auf diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung sprach Bodo Th. Bölzle von tiefgreifenden Herausforderungen für den Standort und warnte vor einem gravierenden Verlust industrieller Wertschöpfung. Gleichzeitig machte er deutlich: „Wir werden – bei allen Herausforderungen – nicht in den Abgesang auf die Industrie einstimmen. Wir sind überzeugt von der Vielfalt der Industriezweige hier im Bundesland und, dass in der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, auch diese Krise bewältigt werden kann.“ 

Die Textil- und Bekleidungsindustrie sieht sich als innovationsstarken und transformationserfahrenen Wirtschaftszweig, der aktiv zur Zukunft des Standorts beiträgt. Der Verband fordert deshalb einen wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraum mit strategischen Partnerschaften, konsequentem Bürokratieabbau, schnellere und modernere staatliche Prozesse sowie faire Wettbewerbsbedingungen durch eine stärkere Kontrolle von Importstandards. Hinzu kommen Investitionen in digitale und energetische Infrastruktur sowie eine Reform des Vergaberechts, die Qualität und Langlebigkeit stärker berücksichtigt.

Mit Gastredner Wolfgang Bosbach nahm die Jahrestagung auch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Blick. Unter dem Titel „Krieg & Krisen – der neue Normalfall? Klartext bei Textil!“ sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete über aktuelle globale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Folgen für Unternehmen und Industrie.

Zwischen Historie und Zukunft wurde bei der Jahrestagung vor allem eines deutlich: Der politische Handlungsbedarf ist angesichts der Bedrohung von Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Wertschöpfung groß.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

20.05.2026

BVMed: „MedTech ist Schlüsseltechnologie

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

„Medizintechnik ist eine Hightech-Branche und Schlüsseltechnologie mit hoher Innovations- und Forschungsquote. Wir brauchen deshalb innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine hohe strategische Souveränität“, so der BVMed-Vorsitzende. „Der BVMed steht als Partner bereit, seine MedTech-Expertise einzubringen und die Roadmap mit konkreten, versorgungsrelevanten Maßnahmen zu füllen.“

Die Hightech Agenda müsse dabei eng mit dem Pharma- und MedTech-Strategieprozess koordiniert werden. „Es darf keine parallelen Strategieprozesse ohne Abstimmung mit der MedTech-Branche geben“, so Jalaß. Die im März 2026 zugesicherte enge Koordination zwischen den Ministerien BMFTR und BMG müsse nun strukturell abgesichert werden.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP. © Fraunhofer IAP
Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP.
19.05.2026

Ersatz konventioneller Polyolefine: Blends aus biobasierten Polyestern

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Kunststoff-Blends für anwendungsspezifische Eigenschaftsprofile
Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Verarbeitung, Mikrostruktur und mechanischem Verhalten. Sowohl Flachfolien als auch Blasfolien weisen auf der Mikroskala eine lamellenartige Blendmorphologie auf, unterscheiden sich jedoch auf der Nanoskala. In Flachfolien führt die Verarbeitung zu einer Orientierung der teilkristallinen PBSA-Strukturen, während in Blasfolien keine vergleichbare kristalline Vorzugsorientierung zu beobachten ist. Die beiden untersuchten Folientypen decken damit einen breiten Bereich an Steifigkeit und Festigkeit ab und erreichen Eigenschaftsniveaus, die zur Substitution typischer Polyolefine relevant sind.

Gezielte Eigenschaftseinstellung für industrielle Anwendungen
Für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – von der Compoundierung über die Folienextrusion bis hin zur Verpackungsentwicklung – zeigen die Ergebnisse, dass sich die Eigenschaften von PBSA/PLA-Blends gezielt für die Material- und Prozessentwicklung einstellen lassen. Damit wird es möglich, das Substitutionspotenzial gegenüber etablierten Materialien wie High-Density Polyethylen (HDPE) differenziert zu bewerten und anwendungsspezifisch auszulegen. Da die Verarbeitung auf industrienahen Anlagen erfolgte, sind die gewonnenen Erkenntnisse direkt auf reale Produktionsbedingungen übertragbar und bieten eine belastbare Grundlage für Entwicklungsentscheidungen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine breite industrielle Anwendung weitere Entwicklungen erforderlich sind, um die konkreten Anwendungen zur Marktreife zu bringen. Fraunhofer LBF und Fraunhofer IAP suchen dafür den Austausch mit Unternehmen und Partnern, die die veröffentlichten Ergebnisse direkt nutzen oder in Folgeprojekten an Themen wie Materialoptimierung, Verarbeitbarkeit, Anwendungsprüfung oder Skalierung anknüpfen möchten.

Veröffentlichung
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Polymers veröffentlicht: Guru Geertz et al., From Film Processing to Microphase Orientation: Structure–Property Relationships in Commercial PBSA/PLA Blend Films, Polymers 2026, 18, 761.
DOI: 10.3390/polym18060761

Weitere Informationen:
Fraunhofer CCPE Polyolefine Kunststoffe
Quelle:

Fraunhofer CCPE 

V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S. Foto: (c) Andritz
V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S.
19.05.2026

Aksan Kozmetik A.S. bestellt Hochleistungs-Spunlace-Anlage bei ANDRITZ

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Die neXline spunlace Anlage ist auf einen Betrieb mit hoher Kapazität und auf gleichbleibende Vliesqualität ausgelegt. Sie ist mit TT-Krempeln von ANDRITZ ausgestattet, die auf dem internationalen Feuchttüchermarkt für ihre Leistung bekannt sind. „Mit der Anlage werden Feuchttücher mit einem Flächengewicht von 30 bis 80 g/m² hergestellt, die den Anforderungen des lokalen Marktes entsprechen und eine große Vielfalt an Fasermischungen ermöglichen“, erklärt Servet Gerz, Geschäftsführer von Aksan Kozmetik A.S. 

Zafer Kutanoglu, Vorsitzender von Aksan Kozmetik A.S., ergänzt: „Mit dieser Investition gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung der eigenen Produktion von Stammrollen. Die Hochleistungs-Spunlace-Technologie und die bewährten TT-Krempel von ANDRITZ unterstützen uns dabei, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und schnell auf die sich ändernde Marktnachfrage in der Türkei zu reagieren. Nach Inbetriebnahme dieser Anlage werden wir umgehend eine zweite bestellen.“ 

Aksan Kozmetik A.S. mit Sitz in Istanbul zählt zu den führenden Herstellern von Feuchttüchern in der Türkei. Das Unternehmen beliefert Kunden im ganzen Land sowie im gesamten Nahen Osten mit einem breiten Sortiment an Hygieneprodukten und Feuchttüchern.

Quelle:

Andritz

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed