Smart Textiles lernen den Tastsinn
Am Wearable Intelligence Lab der University of Washington werden textile Strukturen zu taktilen Sensorsystemen für Medizin, Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Universitätsmeldung steht die Arbeit von Yiyue Luo, die digitale Fertigung, leitfähige Garne, Sensorik und KI verbindet.
Ein Beispiel ist MultiSensKnit, ein mit Sensoren ausgestatteter gestrickter Ärmel zur Rehabilitationsbewertung. Weitere Projekte reichen von smarten Handschuhen für taktile Erfassung und robotisches Lernen bis zu maschinengestrickten magnetoaktiven Textilien mit Sensor- und Haptikfunktion.
Der textile Formfaktor ist dabei funktional und nicht dekorativ: Gestricke können großflächig körpernah getragen werden, sich an Bewegungen anpassen und Informationen dort erfassen, wo Kameras oder klassische starre Elektronik an Grenzen stoßen. Luo nutzt digitale Strickmaschinen, um leitfähige Garne und funktionale Strukturen reproduzierbar in Textilien zu integrieren.
Die Arbeiten zeigen zugleich, wie Smart Textiles aus einzelnen Demonstratoren in komplexere Systeme übergehen, in denen Material, textile Konstruktion, Elektronik und Datenverarbeitung gemeinsam entwickelt werden.
Wearable Intelligence Lab MultiSensKnit digital knitting Smart textiles rehabilitation robotics
University of Washington, Department of Electrical & Computer Engineering
