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22.09.2026

Hexcel beschleunigt Composite-Fertigung

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Quelle:

Hexcel Corporation

Luo präsentiert einen digital maschinengestrickten Hilfs-Handschuh, der die Handbewegungen unterstützen soll. Foto University Of Washington
22.09.2026

Smart Textiles lernen den Tastsinn

Am Wearable Intelligence Lab der University of Washington werden textile Strukturen zu taktilen Sensorsystemen für Medizin, Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Universitätsmeldung steht die Arbeit von Yiyue Luo, die digitale Fertigung, leitfähige Garne, Sensorik und KI verbindet.

Ein Beispiel ist MultiSensKnit, ein mit Sensoren ausgestatteter gestrickter Ärmel zur Rehabilitationsbewertung. Weitere Projekte reichen von smarten Handschuhen für taktile Erfassung und robotisches Lernen bis zu maschinengestrickten magnetoaktiven Textilien mit Sensor- und Haptikfunktion.

Der textile Formfaktor ist dabei funktional und nicht dekorativ: Gestricke können großflächig körpernah getragen werden, sich an Bewegungen anpassen und Informationen dort erfassen, wo Kameras oder klassische starre Elektronik an Grenzen stoßen. Luo nutzt digitale Strickmaschinen, um leitfähige Garne und funktionale Strukturen reproduzierbar in Textilien zu integrieren.

Am Wearable Intelligence Lab der University of Washington werden textile Strukturen zu taktilen Sensorsystemen für Medizin, Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Universitätsmeldung steht die Arbeit von Yiyue Luo, die digitale Fertigung, leitfähige Garne, Sensorik und KI verbindet.

Ein Beispiel ist MultiSensKnit, ein mit Sensoren ausgestatteter gestrickter Ärmel zur Rehabilitationsbewertung. Weitere Projekte reichen von smarten Handschuhen für taktile Erfassung und robotisches Lernen bis zu maschinengestrickten magnetoaktiven Textilien mit Sensor- und Haptikfunktion.

Der textile Formfaktor ist dabei funktional und nicht dekorativ: Gestricke können großflächig körpernah getragen werden, sich an Bewegungen anpassen und Informationen dort erfassen, wo Kameras oder klassische starre Elektronik an Grenzen stoßen. Luo nutzt digitale Strickmaschinen, um leitfähige Garne und funktionale Strukturen reproduzierbar in Textilien zu integrieren.

Die Arbeiten zeigen zugleich, wie Smart Textiles aus einzelnen Demonstratoren in komplexere Systeme übergehen, in denen Material, textile Konstruktion, Elektronik und Datenverarbeitung gemeinsam entwickelt werden.

Quelle:

University of Washington, Department of Electrical & Computer Engineering

Blade2Poly Kick-Off Meeting on September 17, 2026, at the Composite Circularity Lab in Leipzig (from left to right): Andrej Fehler (HTWK), Dr. Philipp Johst (HTWK), Olaf Thannheiser (KomRec-ReCond), Christian Schmaus (Schmaus Kunststoffaufbereitung), Prof. Robert Böhm (HTWK – participating online, not pictured) © HTWK Leipzig © HTWK Leipzig
Blade2Poly-Auftaktveranstaltung am 17. September 2026 im Composite Circularity Lab in Leipzig (von links nach rechts): Andrej Fehler (HTWK), Dr. Philipp Johst (HTWK), Olaf Thannheiser (KomRec-ReCond), Christian Schmaus (Schmaus Kunststoffaufbereitung), Prof. Robert Böhm (HTWK – nahm online teil, nicht im Bild)
22.09.2026

Blade2Poly recycelt Rotorblätter für Spritzguss

Die HTWK Leipzig entwickelt im Projekt Blade2Poly gemeinsam mit KomRec-ReCond und Schmaus Kunststoffaufbereitung eine Prozesskette für ausgediente Windkraft-Rotorblätter. Ziel ist, glasfaserverstärkte Kunststoffe energieeffizient aufzubereiten und als hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Spritzgussanwendungen nutzbar zu machen.

Der Ansatz beginnt bei Materialcharakterisierung und Kategorisierung. Darauf folgen mechanische Aufbereitung, intelligente Stoffstromsteuerung und die Weiterverarbeitung der zurückgewonnenen Glasfasern mit Recyclingkunststoffen zu Post-Consumer-Rezyklaten.

Gerade Rotorblätter sind für die Kreislaufwirtschaft anspruchsvoll, weil große, langlebige Verbundbauteile nach Ende ihrer Nutzungsdauer in heterogene Materialströme überführt werden müssen. Blade2Poly adressiert deshalb nicht nur die Zerkleinerung, sondern die Qualität des zurückgewonnenen Materials und dessen Anschlussfähigkeit an einen neuen industriellen Prozess.

Das ZIM-geförderte Verbundprojekt läuft von Juni 2026 bis Januar 2029

Die HTWK Leipzig entwickelt im Projekt Blade2Poly gemeinsam mit KomRec-ReCond und Schmaus Kunststoffaufbereitung eine Prozesskette für ausgediente Windkraft-Rotorblätter. Ziel ist, glasfaserverstärkte Kunststoffe energieeffizient aufzubereiten und als hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Spritzgussanwendungen nutzbar zu machen.

Der Ansatz beginnt bei Materialcharakterisierung und Kategorisierung. Darauf folgen mechanische Aufbereitung, intelligente Stoffstromsteuerung und die Weiterverarbeitung der zurückgewonnenen Glasfasern mit Recyclingkunststoffen zu Post-Consumer-Rezyklaten.

Gerade Rotorblätter sind für die Kreislaufwirtschaft anspruchsvoll, weil große, langlebige Verbundbauteile nach Ende ihrer Nutzungsdauer in heterogene Materialströme überführt werden müssen. Blade2Poly adressiert deshalb nicht nur die Zerkleinerung, sondern die Qualität des zurückgewonnenen Materials und dessen Anschlussfähigkeit an einen neuen industriellen Prozess.

Das ZIM-geförderte Verbundprojekt läuft von Juni 2026 bis Januar 2029

Quelle:

HTWK Leipzig

Mikroskopisch kleine „Bewehrungsstäbe“ verleihen einem neuartigen Kohlefasermaterial, das funktionalisierte einwandige Kohlenstoffnanoröhren enthält, zusätzliche Festigkeit. Ingenieure der Washington University haben das Herstellungsverfahren entwickelt, um das Abfallprodukt Lignin zu verwerten und die Kohlefaser für den Einsatz in der Automobil- und Energiebranche weiter zu verstärken. Foto: Yuan-Labor
Mikroskopisch kleine „Bewehrungsstäbe“ verleihen einem neuartigen Kohlefasermaterial, das funktionalisierte einwandige Kohlenstoffnanoröhren enthält, zusätzliche Festigkeit. Ingenieure der Washington University haben das Herstellungsverfahren entwickelt, um das Abfallprodukt Lignin zu verwerten und die Kohlefaser für den Einsatz in der Automobil- und Energiebranche weiter zu verstärken.
22.09.2026

Lignin senkt PAN-Anteil in Carbonfasern

Forschende der Washington University in St. Louis haben einen Ansatz entwickelt, bei dem Lignin einen erheblichen Teil des üblicherweise eingesetzten Polyacrylnitrils (PAN) in Carbonfasern ersetzt. Lignin fällt in großen Mengen als Nebenprodukt der Zellstoff- und Bioraffinerieindustrie an. Nach Angaben der Universität lässt sich der PAN-Anteil damit halbieren; zugleich werden geringere Produktionskosten und Emissionen erwartet.

Die eigentliche technische Hürde liegt in der mechanischen Leistungsfähigkeit. Das Team funktionalisiert einwandige Kohlenstoffnanoröhren und bringt sie in die Lignin-PAN-Matrix ein. Die Nanoröhren wirken als nanoskalige Verstärkung und unterstützen eine stärkere kristalline Orientierung während Spinnen und Wärmebehandlung.

Die Vorläuferlösung wird nassgesponnen, anschließend unter Zug wärmebehandelt und carbonisiert. Die Forschenden berichten, dass die so erzeugte erneuerbare Carbonfaser Qualitätsanforderungen für Automobilanwendungen erreichen kann. Als weitere Einsatzfelder werden Luftfahrt, Energieinfrastruktur, Sportgeräte und Windkraft genannt.

Forschende der Washington University in St. Louis haben einen Ansatz entwickelt, bei dem Lignin einen erheblichen Teil des üblicherweise eingesetzten Polyacrylnitrils (PAN) in Carbonfasern ersetzt. Lignin fällt in großen Mengen als Nebenprodukt der Zellstoff- und Bioraffinerieindustrie an. Nach Angaben der Universität lässt sich der PAN-Anteil damit halbieren; zugleich werden geringere Produktionskosten und Emissionen erwartet.

Die eigentliche technische Hürde liegt in der mechanischen Leistungsfähigkeit. Das Team funktionalisiert einwandige Kohlenstoffnanoröhren und bringt sie in die Lignin-PAN-Matrix ein. Die Nanoröhren wirken als nanoskalige Verstärkung und unterstützen eine stärkere kristalline Orientierung während Spinnen und Wärmebehandlung.

Die Vorläuferlösung wird nassgesponnen, anschließend unter Zug wärmebehandelt und carbonisiert. Die Forschenden berichten, dass die so erzeugte erneuerbare Carbonfaser Qualitätsanforderungen für Automobilanwendungen erreichen kann. Als weitere Einsatzfelder werden Luftfahrt, Energieinfrastruktur, Sportgeräte und Windkraft genannt.

Quelle:

Washington University in St. Louis

18.09.2026

Betriebliche Mitbestimmung modernisieren: Klare Regeln für schnellere Entscheidungen

In der aktuellen Debatte um eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes bekräftigt Südwesttextil seine Forderungen nach einer Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Verfahren müssen beschleunigt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen sichergestellt werden.

Die betriebliche Mitbestimmung muss mit den Veränderungen von Arbeitswelt und Technologie Schritt halten. Den notwendigen Reformbedarf hat auch der Koalitionsausschuss von Union und SPD erkannt: In seinem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 2. Juli 2026 kündigt er an, die Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen im Zusammenhang mit der Implementierung von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Sozialpartner sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Zusammenarbeit dafür auch durch Regelungen im Betriebsverfassungsrecht erleichtert werden kann.

In der aktuellen Debatte um eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes bekräftigt Südwesttextil seine Forderungen nach einer Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Verfahren müssen beschleunigt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen sichergestellt werden.

Die betriebliche Mitbestimmung muss mit den Veränderungen von Arbeitswelt und Technologie Schritt halten. Den notwendigen Reformbedarf hat auch der Koalitionsausschuss von Union und SPD erkannt: In seinem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 2. Juli 2026 kündigt er an, die Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen im Zusammenhang mit der Implementierung von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Sozialpartner sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Zusammenarbeit dafür auch durch Regelungen im Betriebsverfassungsrecht erleichtert werden kann.

Südwesttextil sieht darin einen wichtigen Ansatzpunkt für eine umfassendere Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Bereits im Februar hat der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband in einem Positionspapier konkreten Änderungsbedarf aufgezeigt. Auch BDA-Präsident Rainer Dulger hat die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes aktuell erneut in die öffentliche Debatte gerückt: Beteiligung müsse ermöglicht werden, gleichzeitig müssten rechtzeitige Entscheidungen möglich bleiben.

Digitale Arbeitswelt braucht zeitgemäße Regeln
Besonders deutlich wird der Reformbedarf beim Einsatz digitaler Technologien. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestimmt der Betriebsrat bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen mit, die zur Überwachung des Verhaltens oder der Leistung von Arbeitnehmern bestimmt sind. Nach der Rechtsprechung kann bereits die objektive technische Eignung zur Überwachung ausreichen. Mit der zunehmenden Digitalisierung, dem Einsatz von KI und immer mehr datenverarbeitenden Anwendungen droht der Mitbestimmungstatbestand damit einen immer größeren Teil der betrieblichen IT zu erfassen. Südwesttextil fordert deshalb eine Präzisierung: Entscheidend sollte sein, ob eine technische Einrichtung tatsächlich zur Überwachung genutzt wird und eine nicht nur unerhebliche Überwachung ermöglicht. Damit greift das Positionspapier genau die Fragestellung auf, die nun auch der Koalitionsausschuss mit Blick auf eine schnellere Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen adressiert.

Gleichzeitig müssen Mitbestimmungsverfahren verlässliche Zeiträume haben. Südwesttextil schlägt eine Frist von zwei Wochen für eine erste sachlich begründete Stellungnahme des Betriebsrats vor. Für Eil- und Notfälle braucht es zudem eine rechtssichere Möglichkeit, notwendige Maßnahmen vorläufig umzusetzen, wenn die vorherige Zustimmung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann. Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats sollen dabei nachgelagert gewahrt bleiben.

Modernisierung muss Handlungsfähigkeit stärken
Darüber hinaus fordert Südwesttextil unter anderem, Zustimmungsverweigerungen an sachliche und unmittelbar mitbestimmungsrelevante Gründe zu binden, die Mitbestimmung konsequenter auf kollektive Sachverhalte zu konzentrieren und Einigungsstellenverfahren effizienter auszugestalten.

Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil, betont: „Dass der Koalitionsausschuss den Reformbedarf bei der Einführung von Software und KI erkannt hat, ist ein wichtiges Signal. Jetzt kommt es darauf an, die Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung konsequent im Sinne der Handlungsfähigkeit der Unternehmen zu gestalten. Sie muss Verfahren vereinfachen und beschleunigen – und darf nicht mit zusätzlicher Bürokratie oder einer Ausweitung von Mitbestimmungsrechten verbunden sein. Das Leitprinzip der betrieblichen Mitbestimmung, wonach unternehmerische Entscheidungen mitbestimmungsfrei bleiben, muss auch in einer modernen Arbeitswelt gewahrt werden.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

18.09.2026

Raspberry AI verbindet Modeprozesse mit KI-Agenten

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Quelle:

Raspberry AI

18.09.2026

Kind + Jugend zieht 15.000 Fachbesucher an

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

AMRC - Jody Turner
18.09.2026

Vom Labor an den Webstuhl

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Quelle:

UK Fashion & Textile Association (UKFT)

Intertextile Apparel (c) Messe Frankfurt (HK) Ltd
18.09.2026

Intertextile Apparel meldet mehr als 100.000 Besucher

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Vanessa Sanchez in ihrem Labor Foto (c) Rice University
18.09.2026

Wenn das Gestrick selbst zum Roboter wird

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf dreidimensional gestrickten Strukturen. Die Form entsteht damit bereits im Fertigungsprozess und muss nicht aus mehreren zweidimensionalen Teilen zusammengesetzt werden. Das eröffnet neue Wege für tragbare Robotik, adaptive Innenräume und textile Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Das Fellowship soll Sanchez ermöglichen, diese programmierbaren Strukturen weiterzuentwickeln und stärker auf Anwendungen der Mobilität auszurichten.

Ravel - shredded polyester/elastane material ready for processing (c) Ravel
18.09.2026

Ravel holt 8,2 Millionen Dollar für Mischgewebe-Recycling

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Nach Unternehmensangaben lässt sich Elastan aus polyesterhaltigen Mischungen entfernen. Der zurückgewonnene Kunststoff soll als Granulat erneut als Rohstoff eingesetzt werden können. Für die Skalierung ist entscheidend, ob der Prozess mit realen, schwankenden Alttextilströmen stabil funktioniert und sich in bestehende Sortier-, Aufbereitungs- und Faserketten integrieren lässt.

Mit der neuen Finanzierung will Ravel die Technologie im Produktionsmaßstab mit Industriepartnern validieren. Damit rückt neben der chemisch-technischen Machbarkeit die industrielle Anschlussfähigkeit in den Vordergrund: Durchsatz, Reinheit der Fraktionen, Energie- und Chemikalieneinsatz sowie die Qualität des zurückgewonnenen Materials müssen im kommerziellen Betrieb zusammenpassen.

Die Finanzierungsrunde zeigt zugleich, dass Investoren weiterhin gezielt Technologien finanzieren, die bisher schwer verwertbare Mischtextilien erschließen. Gerade elastanhaltige Materialien zählen zu den Stoffströmen, für die mechanische Recyclingverfahren nur eingeschränkt geeignet sind.

 

16.09.2026

Agentische KI zieht in die Produktentwicklung ein

Lectra bringt mit Apogy eine cloudbasierte Plattform auf den Markt, die agentische künstliche Intelligenz in die Fashion-Produktentwicklung integrieren soll. Der Fokus liegt auf der Phase zwischen Entwurf und Produktionsfreigabe, in der Produktdaten, Schnittentwicklung, Abstimmungen, 3D-Prototypen und Lieferantenkommunikation häufig über mehrere Systeme verteilt sind.

Die Software bündelt Daten und Prozesse in einer gemeinsamen Umgebung. KI-Agenten sollen Aufgaben selbstständig orchestrieren, Informationen bereitstellen und Teams bei Entscheidungen unterstützen. Konzepte können aus Prompts, Skizzen oder Bildern erzeugt und anschließend gemeinsam weiterentwickelt werden. 3D-Simulationen und fotorealistische Renderings sollen Freigaben beschleunigen.

Der technologische Anspruch geht damit über generative Designwerkzeuge hinaus. Agentische Systeme sollen aktiv in Workflows eingreifen und vorhandenes Unternehmenswissen nutzbar machen. Lectra adressiert damit zugleich ein Personalthema: Kritisches Know-how soll weniger stark an einzelne Spezialisten gebunden sein.

Lectra bringt mit Apogy eine cloudbasierte Plattform auf den Markt, die agentische künstliche Intelligenz in die Fashion-Produktentwicklung integrieren soll. Der Fokus liegt auf der Phase zwischen Entwurf und Produktionsfreigabe, in der Produktdaten, Schnittentwicklung, Abstimmungen, 3D-Prototypen und Lieferantenkommunikation häufig über mehrere Systeme verteilt sind.

Die Software bündelt Daten und Prozesse in einer gemeinsamen Umgebung. KI-Agenten sollen Aufgaben selbstständig orchestrieren, Informationen bereitstellen und Teams bei Entscheidungen unterstützen. Konzepte können aus Prompts, Skizzen oder Bildern erzeugt und anschließend gemeinsam weiterentwickelt werden. 3D-Simulationen und fotorealistische Renderings sollen Freigaben beschleunigen.

Der technologische Anspruch geht damit über generative Designwerkzeuge hinaus. Agentische Systeme sollen aktiv in Workflows eingreifen und vorhandenes Unternehmenswissen nutzbar machen. Lectra adressiert damit zugleich ein Personalthema: Kritisches Know-how soll weniger stark an einzelne Spezialisten gebunden sein.

Als frühe Anwender nennt Lectra unter anderem den irischen Sportswear-Hersteller O'Neills und Oniverse, zu dessen Marken Calzedonia, Intimissimi und Tezenis gehören. Apogy wurde nach Unternehmensangaben drei Jahre entwickelt und wird als SaaS kontinuierlich erweitert.

Quelle:

Lectra

16.09.2026

Tyvek bekommt biozirkuläre Zuordnung

DuPont führt Tyvek mit „Renewable Attribution“ weltweit für Consumer- und Industrieanwendungen ein. Das Material bleibt technisch Tyvek, die Rohstoffbilanz verändert sich jedoch: Je nach Variante werden 30 bis 100 Prozent erneuerbare Zuordnung mit ISCC-PLUS-zertifizierten biozirkulären Ausgangsstoffen verknüpft.

Der Ansatz basiert auf Massenbilanz. Biozirkuläre Rohstoffe aus Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation werden in die vorgelagerte Lieferkette eingebracht und bilanziell den gekauften HDPE-Mengen zugeordnet. DuPont nennt für eine 30-prozentige Renewable Attribution eine Verringerung des Product Carbon Footprint um rund 30 Prozent gegenüber Standard-Tyvek, einschließlich CO2-Aufnahme und auf Basis peer-reviewter, ISO-konformer LCA-Daten.

Für bestehende Anwender ist die Drop-in-Logik zentral. Spezifikation und Gebrauchseigenschaften sollen unverändert bleiben, sodass keine erneute Produktqualifizierung erforderlich ist. Das betrifft unter anderem aktive Verpackungen, Tags und Labels, Startnummern, Armbänder sowie industrielle Verpackungen und Schutzlösungen.

DuPont führt Tyvek mit „Renewable Attribution“ weltweit für Consumer- und Industrieanwendungen ein. Das Material bleibt technisch Tyvek, die Rohstoffbilanz verändert sich jedoch: Je nach Variante werden 30 bis 100 Prozent erneuerbare Zuordnung mit ISCC-PLUS-zertifizierten biozirkulären Ausgangsstoffen verknüpft.

Der Ansatz basiert auf Massenbilanz. Biozirkuläre Rohstoffe aus Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation werden in die vorgelagerte Lieferkette eingebracht und bilanziell den gekauften HDPE-Mengen zugeordnet. DuPont nennt für eine 30-prozentige Renewable Attribution eine Verringerung des Product Carbon Footprint um rund 30 Prozent gegenüber Standard-Tyvek, einschließlich CO2-Aufnahme und auf Basis peer-reviewter, ISO-konformer LCA-Daten.

Für bestehende Anwender ist die Drop-in-Logik zentral. Spezifikation und Gebrauchseigenschaften sollen unverändert bleiben, sodass keine erneute Produktqualifizierung erforderlich ist. Das betrifft unter anderem aktive Verpackungen, Tags und Labels, Startnummern, Armbänder sowie industrielle Verpackungen und Schutzlösungen.

Die Luxemburger und die US-amerikanische Tyvek-Produktion in Richmond sind nach ISCC PLUS zertifiziert und werden jährlich extern auditiert. Für Nachhaltigkeitsclaims bleibt wichtig, dass eine Massenbilanz-Zuordnung nicht mit einem physisch nachweisbaren Anteil biozirkulären Rohstoffs im einzelnen Produkt gleichgesetzt wird.

Quelle:

DuPont

16.09.2026

WHZ tritt Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik bei

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ist neues Mitglied im Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen (LRT). Die Hochschule will das Netzwerk nutzen, um neue Forschungsprojekte zu akquirieren und Entwicklungen schneller in den Markt zu überführen.  

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ist neues Mitglied im Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen (LRT). Die Hochschule will das Netzwerk nutzen, um neue Forschungsprojekte zu akquirieren und Entwicklungen schneller in den Markt zu überführen.  

Der Luft- und Raumfahrtsektor ist ein Wachstumsmarkt und fordert permanente Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die WHZ ist mit ihrer schon vorhandenen Forschungsstärke ein geeigneter Partner für eine Vielzahl aktueller Fragestellungen. „Speziell im Bereich der Fertigungstechnik ist die Hochschule bestens positioniert, um anspruchsvolle Projekte im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik durchzuführen. Beispielsweise forscht und entwickelt die Professur Spanungstechnik am Institut für Produktionstechnik (IfP) der WHZ schon seit vielen Jahren im Bereich der Turbinenschaufelfertigung“, berichtet Professor Uwe Teicher von der Fakultät Automobil- und Maschinenbau, der die Mitgliedschaft initiiert hat. Hinzu kämen Forschungsarbeiten zur industriellen Anwendung kryogener Kühltechniken, bei denen im extremen Niedrigtemperaturbereich gearbeitet werde, um Werkstoffe schädigungsarm und sauber bearbeiten zu können. 

Chancen für Studierende und Absolventen 
Der Beitritt zum Netzwerk basiert auf einer langjährigen Beziehung zwischen Mitgliedsfirmen, dem Verband und der Hochschule. „Durch die sehr gute Stellung der Hochschule in der Forschungslandschaft war es der Wunsch des Netzwerks, einen leistungsstarken Partner in Westsachsen als Schnittstelle zwischen Thüringen und Sachsen zu etablieren“, berichtet Uwe Teicher. Mit dem Netzwerk des LRT sollen Forschungsergebnisse der WHZ künftig schneller ausgetauscht und in den Markt gebracht werden. Netzwerkeffekte sollen dabei genutzt werden, um auch größere FuE-Projekte zu akquirieren. „Weiterhin bietet das Netzwerk die Chance, dass Studierende und Absolventen in dieser Hochtechnologiebrache – in Form von Abschlussarbeiten oder späterer Beschäftigung – platziert werden können“, erklärt Professor Uwe Teicher. 

15.09.2026

Weniger Druckluft beim Texturieren

Heberlein Technology baut sein Geschäft mit Luftverwirbelungs- und Texturierdüsen für synthetische Filamentgarne in China aus. Im Fokus stehen die APh- und APe-Serien für DTY-Anwendungen und insbesondere Air Covering. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Düsen die Druckluftkosten senken, ohne die Garnqualität zu beeinträchtigen.

Druckluft ist in Filamentprozessen ein relevanter Kosten- und Energieposten. Heberlein beziffert für Investitionen in die neue Advanced-Performance-Generation eine mögliche Amortisationszeit von rund 18 Monaten, abhängig von der jeweiligen Anlage und Nutzung. Solche Angaben sollten im konkreten Kundenfall überprüft werden.

Parallel hat das Schweizer Unternehmen in Shengze City einen Service-Hub eingerichtet. Mobile Luftversorgung, Ultraschallreinigung, Durchflussmessung und Spleißtechnik sollen Versuche, Wartung und Fehlerbehebung näher an chinesische Produktionsstandorte bringen.

Heberlein Technology baut sein Geschäft mit Luftverwirbelungs- und Texturierdüsen für synthetische Filamentgarne in China aus. Im Fokus stehen die APh- und APe-Serien für DTY-Anwendungen und insbesondere Air Covering. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Düsen die Druckluftkosten senken, ohne die Garnqualität zu beeinträchtigen.

Druckluft ist in Filamentprozessen ein relevanter Kosten- und Energieposten. Heberlein beziffert für Investitionen in die neue Advanced-Performance-Generation eine mögliche Amortisationszeit von rund 18 Monaten, abhängig von der jeweiligen Anlage und Nutzung. Solche Angaben sollten im konkreten Kundenfall überprüft werden.

Parallel hat das Schweizer Unternehmen in Shengze City einen Service-Hub eingerichtet. Mobile Luftversorgung, Ultraschallreinigung, Durchflussmessung und Spleißtechnik sollen Versuche, Wartung und Fehlerbehebung näher an chinesische Produktionsstandorte bringen.

Quelle:

Heberlein Technology AG

(c) Dhana Inc.
15.09.2026

Alte Saris werden zum digitalen Schal

Dhana Inc. hat während der New York Fashion Week einen Schal vorgestellt, der aus getragenen Saris und Second-Life-Hemden entsteht. Jedes 25-Zoll-Quadrat ist ein Einzelstück und soll Materialspuren und Geschichten der ursprünglichen Textilien sichtbar erhalten.

Das Konzept verbindet Upcycling mit der digitalen Plattform D/Sphere. Damit soll nicht nur das Material weitergenutzt, sondern auch die Herkunft und Geschichte eines Produkts als Teil seines Werts vermittelt werden. Für die Kreislaufwirtschaft ist das ein anderer Ansatz als Faser-zu-Faser-Recycling: Der vorhandene textile Wert wird möglichst direkt erhalten und in ein neues Produkt überführt.

Die Skalierbarkeit solcher Einzelstücke ist naturgemäß begrenzt. Als Design- und Kommunikationsmodell ist der Ansatz dennoch relevant, weil er zeigt, wie Second-Life-Materialien, Handwerk und digitale Rückverfolgbarkeit in einer Premium-Erzählung zusammengeführt werden können.

Dhana Inc. hat während der New York Fashion Week einen Schal vorgestellt, der aus getragenen Saris und Second-Life-Hemden entsteht. Jedes 25-Zoll-Quadrat ist ein Einzelstück und soll Materialspuren und Geschichten der ursprünglichen Textilien sichtbar erhalten.

Das Konzept verbindet Upcycling mit der digitalen Plattform D/Sphere. Damit soll nicht nur das Material weitergenutzt, sondern auch die Herkunft und Geschichte eines Produkts als Teil seines Werts vermittelt werden. Für die Kreislaufwirtschaft ist das ein anderer Ansatz als Faser-zu-Faser-Recycling: Der vorhandene textile Wert wird möglichst direkt erhalten und in ein neues Produkt überführt.

Die Skalierbarkeit solcher Einzelstücke ist naturgemäß begrenzt. Als Design- und Kommunikationsmodell ist der Ansatz dennoch relevant, weil er zeigt, wie Second-Life-Materialien, Handwerk und digitale Rückverfolgbarkeit in einer Premium-Erzählung zusammengeführt werden können.

(c) Parkdale Mills Inc. / Intrinsic Advanced Materials
15.09.2026

CiCLO zieht tiefer in Bettwaren ein

Intrinsic Advanced Materials erweitert CiCLO in Home- und Hospitality-Textilien. ADVANSA integriert die Technologie in Suprelle-Faserfüllungen für Kissen, Bettdecken und weitere Bettwaren. Parallel untersucht HeiQ Kombinationen mit funktionalen Technologien für Kühlung, Feuchtigkeitsmanagement, Frische, schnelleres Trocknen und Allergenreduktion.

CiCLO wird während der Herstellung in Polyester- oder Nylonfasern eingebracht. Die Technologie soll die Persistenz freigesetzter synthetischer Mikrofasern reduzieren, wenn diese in feuchte, mikrobiell aktive Umgebungen gelangen. Der Anbieter verweist auf Prüfungen durch unabhängige Labore nach ASTM- und ISO-Methoden.

Interessant ist die zunehmende kommerzielle Tiefe: Aus einer Materialtechnologie wird ein Baustein etablierter Füllstoff- und Funktionssysteme. Gerade für Bettwaren und Hospitality ist dabei entscheidend, dass Komfort- und Gebrauchseigenschaften nicht hinter der Umweltargumentation zurücktreten.

Intrinsic Advanced Materials erweitert CiCLO in Home- und Hospitality-Textilien. ADVANSA integriert die Technologie in Suprelle-Faserfüllungen für Kissen, Bettdecken und weitere Bettwaren. Parallel untersucht HeiQ Kombinationen mit funktionalen Technologien für Kühlung, Feuchtigkeitsmanagement, Frische, schnelleres Trocknen und Allergenreduktion.

CiCLO wird während der Herstellung in Polyester- oder Nylonfasern eingebracht. Die Technologie soll die Persistenz freigesetzter synthetischer Mikrofasern reduzieren, wenn diese in feuchte, mikrobiell aktive Umgebungen gelangen. Der Anbieter verweist auf Prüfungen durch unabhängige Labore nach ASTM- und ISO-Methoden.

Interessant ist die zunehmende kommerzielle Tiefe: Aus einer Materialtechnologie wird ein Baustein etablierter Füllstoff- und Funktionssysteme. Gerade für Bettwaren und Hospitality ist dabei entscheidend, dass Komfort- und Gebrauchseigenschaften nicht hinter der Umweltargumentation zurücktreten.

Quelle:

Intrinsic Advanced Materials / Parkdale Advanced Materials / ADVANSA / HeiQ

15.09.2026

Funktionsfasern für den Arbeitsalltag

The LYCRA Company stellt ihr Portfolio „FIBERS THAT WORK“ erstmals in Nordamerika vor. Die Lösungen richten sich an Workwear, Uniformen und Schutzbekleidung und kombinieren Stretch, Feuchtigkeitsmanagement, thermischen Komfort, Sichtbarkeit, antistatische Eigenschaften und Beständigkeit gegen industrielle Pflegeprozesse.

Zu den gezeigten Technologien gehören LYCRA ANTISTATIC sowie LYCRA T400- und COOLMAX/THERMOLITE-Lösungen. Entscheidend ist der Systemgedanke: Schutzbekleidung wird nicht allein über Normerfüllung betrachtet, sondern über das Zusammenspiel von Sicherheit, Bewegungsfreiheit, Klimakomfort und Lebensdauer.

Für Hersteller von Berufs- und Schutzkleidung ist diese Entwicklung relevant, weil Tragekomfort unmittelbar beeinflusst, ob Schutzkleidung im Arbeitsalltag korrekt und dauerhaft getragen wird. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Waschbeständigkeit und Ressourcenverbrauch über die Nutzungsdauer.

The LYCRA Company stellt ihr Portfolio „FIBERS THAT WORK“ erstmals in Nordamerika vor. Die Lösungen richten sich an Workwear, Uniformen und Schutzbekleidung und kombinieren Stretch, Feuchtigkeitsmanagement, thermischen Komfort, Sichtbarkeit, antistatische Eigenschaften und Beständigkeit gegen industrielle Pflegeprozesse.

Zu den gezeigten Technologien gehören LYCRA ANTISTATIC sowie LYCRA T400- und COOLMAX/THERMOLITE-Lösungen. Entscheidend ist der Systemgedanke: Schutzbekleidung wird nicht allein über Normerfüllung betrachtet, sondern über das Zusammenspiel von Sicherheit, Bewegungsfreiheit, Klimakomfort und Lebensdauer.

Für Hersteller von Berufs- und Schutzkleidung ist diese Entwicklung relevant, weil Tragekomfort unmittelbar beeinflusst, ob Schutzkleidung im Arbeitsalltag korrekt und dauerhaft getragen wird. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Waschbeständigkeit und Ressourcenverbrauch über die Nutzungsdauer.

Quelle:

The LYCRA Company

Foto Kraig Biocraft Laboratories, Inc.
15.09.2026

Spinnenseide sucht den Maßstab

Kraig Biocraft Laboratories rückt seine rekombinante Spinnenseide gezielt in den Kontext von Mode und Performance-Textilien. Das Unternehmen nutzt gentechnisch veränderte Seidenraupen, die Spinnenseidenproteine direkt in der Seidenfaser erzeugen. Anders als Verfahren, bei denen Proteine zunächst fermentativ hergestellt und anschließend zu Fasern verarbeitet werden, soll damit vorhandene Infrastruktur der Seidenindustrie genutzt werden können.

Für die textile Industrie ist vor allem die Skalierungsfrage relevant. Kraig Labs verweist auf rund 3,2 Tonnen rekombinante Spinnenseidenkokons aus einem einzelnen Produktionszyklus. Damit verschiebt sich die Diskussion von Laborproben hin zu reproduzierbarer Produktion in industriell interessanter Größenordnung. Als mögliche Einsatzfelder nennt das Unternehmen Luxus- und Modetextilien, Performance Apparel sowie Schutzmaterialien.

Kraig Biocraft Laboratories rückt seine rekombinante Spinnenseide gezielt in den Kontext von Mode und Performance-Textilien. Das Unternehmen nutzt gentechnisch veränderte Seidenraupen, die Spinnenseidenproteine direkt in der Seidenfaser erzeugen. Anders als Verfahren, bei denen Proteine zunächst fermentativ hergestellt und anschließend zu Fasern verarbeitet werden, soll damit vorhandene Infrastruktur der Seidenindustrie genutzt werden können.

Für die textile Industrie ist vor allem die Skalierungsfrage relevant. Kraig Labs verweist auf rund 3,2 Tonnen rekombinante Spinnenseidenkokons aus einem einzelnen Produktionszyklus. Damit verschiebt sich die Diskussion von Laborproben hin zu reproduzierbarer Produktion in industriell interessanter Größenordnung. Als mögliche Einsatzfelder nennt das Unternehmen Luxus- und Modetextilien, Performance Apparel sowie Schutzmaterialien.

Quelle:

Kraig Biocraft Laboratories, Inc.

Foto (c) Filo / AssoServizi Biella srl
14.09.2026

Filo66 spannt den Bogen bis zu Geotextilien

Die 66. Ausgabe der Garn- und Fasermesse Filo am 15. und 16. September in Mailand erweitert ihr Dialogprogramm deutlich über klassische Mode- und Materialtrends hinaus. In den „Dialoghi di Confronto“ stehen unter anderem integrierte Qualität, Lieferkettenkooperation, Forschung und Produktion, Chemikalienmanagement, künstliche Intelligenz und technische Textilanwendungen auf dem Programm.

Besonders relevant ist eine Session zu biologisch abbaubaren Geotextilien im Val Senales, an der unter anderem Marchi & Fildi, SAFE und Lenzing beteiligt sind. Weitere Beiträge behandeln ZDHC Supplier to Zero, neue Lösungen aus Engineering und Produktion sowie die Nutzung von KI in Textilunternehmen.

Die Themenbreite zeigt, wie stark sich die Diskussion auf vorgelagerten Stufen der textilen Wertschöpfung verändert. Garne und Fasern werden nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Chemie, Daten, Kreislauffähigkeit, Design und konkreten industriellen Anwendungen. Filo positioniert das Begleitprogramm damit als Schnittstelle zwischen Materialanbieter, Veredler, Technologieunternehmen und Anwenderbranchen.

Die 66. Ausgabe der Garn- und Fasermesse Filo am 15. und 16. September in Mailand erweitert ihr Dialogprogramm deutlich über klassische Mode- und Materialtrends hinaus. In den „Dialoghi di Confronto“ stehen unter anderem integrierte Qualität, Lieferkettenkooperation, Forschung und Produktion, Chemikalienmanagement, künstliche Intelligenz und technische Textilanwendungen auf dem Programm.

Besonders relevant ist eine Session zu biologisch abbaubaren Geotextilien im Val Senales, an der unter anderem Marchi & Fildi, SAFE und Lenzing beteiligt sind. Weitere Beiträge behandeln ZDHC Supplier to Zero, neue Lösungen aus Engineering und Produktion sowie die Nutzung von KI in Textilunternehmen.

Die Themenbreite zeigt, wie stark sich die Diskussion auf vorgelagerten Stufen der textilen Wertschöpfung verändert. Garne und Fasern werden nicht mehr isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Chemie, Daten, Kreislauffähigkeit, Design und konkreten industriellen Anwendungen. Filo positioniert das Begleitprogramm damit als Schnittstelle zwischen Materialanbieter, Veredler, Technologieunternehmen und Anwenderbranchen.

Quelle:

Filo / AssoServizi Biella srl