BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche Foto: Mohamed Hassan, Pixabay
26.03.2026

BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 
„Das, was wohl gerade in der Regierungskoalition diskutiert wird, nehmen wir mit blankem Entsetzen wahr und es stößt bei den Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhändlern auf maximales Unverständnis, da diese Branche bereits seit den Zwangsgeschäftsschließungen während der Coronapandemie die am stärksten gebeutelte Handelsbranche war und ist. Auch die Tatsache, dass diese Debatte in einer Phase von vielen Insolvenzen und Geschäftsschließungen in unserer Branche geführt wird, ohne Entlastungen konsequent zu Ende zu denken, ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel und ein fatales Signal“, so BTE-Präsident Mark Rauschen.   
 
Der BTE verweist darauf, dass Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen reagieren. Als Folge würde die Nachfrage nach Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen zusätzlichen Dämpfer erfahren. Weiteren Geschäftsschließungen, vor allem im stationären Handel, würde damit Vorschub geleistet, was wiederum insbesondere in den Innenstädten zu zunehmenden Leerständen und Attraktivitätsverlusten führen würde. Zudem befürchtet der BTE, dass asiatische Billigstplattformanbieter die Profiteure sein könnten, deren teils illegalen Geschäftspraktiken seitens der Politik gerade erst bekämpft werden sollen.  
 
BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels: „Was uns weiter massiv verärgert und verwundert, ist der Umstand, dass erst zu Beginn dieses Jahres die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie deutlich und dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde, um die Branche zu entlasten und zu stärken. Dafür war anscheinend genügend finanzieller Spielraum vorhanden. Für ebenso obskur halten wir auch die Idee bzw. den anscheinend wirklich ernsthaft diskutierten Vorschlag, für Geringverdiener den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel auf 4 Prozent zu senken oder sogar ganz aufzuheben. Mit Verlaub: Dafür will und kann gerade auch unsere Branche nicht nochmals die Zeche zahlen.“
  
„Der bereits über Gebühr belastete Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel muss endlich wieder atmen können. Auch die Angst unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern vor immer weniger Geld im Portemonnaie ist real und führt dazu, dass viele Menschen selbst notwendige Anschaffungen zurückstellen. Es braucht von der Politik jetzt konstruktive Vorschläge, statt nicht zu Ende gedachter Ideen und parteipolitischer Spielchen“, so Rauschen abschließend. Der BTE fordert stattdessen politische Ambitionen bei der Senkung grundlegender Belastungen – insbesondere bei Steuern, Abgaben und Energiekosten. Und zwar unverzüglich, besser gestern als morgen.

Source:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren