PFAS in Shein-Textilien: Umwelthilfe fordert schärfere Marktüberwachung

26.10.2026

PFAS in Shein-Textilien: Umwelthilfe fordert schärfere Marktüberwachung

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt nach eigenen Angaben Klage gegen die für den deutschen Onlineshop von Shein verantwortliche Infinite Styles Ecommerce Co., Ltd. Hintergrund ist die erneute Werbung für eine Bratpfanne mit der Aussage „PFOA-frei“. Die DUH sieht darin die irreführende Hervorhebung eines in der EU ohnehin geltenden gesetzlichen Mindeststandards. Die Gesellschaft habe erneut eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, die geltend gemachte Vertragsstrafe aber nicht bezahlt. Über die Klage ist damit noch nicht entschieden.

Die aktuelle Auseinandersetzung betrifft unmittelbar ein Haushaltsprodukt. Branchenrelevant wird sie durch die parallel erhobenen Vorwürfe zu Textilien im Sortiment der Plattform. Nach Darstellung der DUH überschritten drei Viertel der von ihr auf PFAS untersuchten Textilprodukte die einschlägigen EU-Grenzwerte. Bei einer Kapuzenjacke für Jugendliche habe der Messwert sogar mehr als das 12.000-Fache des Grenzwerts betragen. Die Mitteilung nennt jedoch keine vollständige Stichprobengröße oder das gesamte Prüfprogramm; die Angaben sollten deshalb ausdrücklich als Untersuchungsergebnisse der DUH gekennzeichnet werden.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt nach eigenen Angaben Klage gegen die für den deutschen Onlineshop von Shein verantwortliche Infinite Styles Ecommerce Co., Ltd. Hintergrund ist die erneute Werbung für eine Bratpfanne mit der Aussage „PFOA-frei“. Die DUH sieht darin die irreführende Hervorhebung eines in der EU ohnehin geltenden gesetzlichen Mindeststandards. Die Gesellschaft habe erneut eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, die geltend gemachte Vertragsstrafe aber nicht bezahlt. Über die Klage ist damit noch nicht entschieden.

Die aktuelle Auseinandersetzung betrifft unmittelbar ein Haushaltsprodukt. Branchenrelevant wird sie durch die parallel erhobenen Vorwürfe zu Textilien im Sortiment der Plattform. Nach Darstellung der DUH überschritten drei Viertel der von ihr auf PFAS untersuchten Textilprodukte die einschlägigen EU-Grenzwerte. Bei einer Kapuzenjacke für Jugendliche habe der Messwert sogar mehr als das 12.000-Fache des Grenzwerts betragen. Die Mitteilung nennt jedoch keine vollständige Stichprobengröße oder das gesamte Prüfprogramm; die Angaben sollten deshalb ausdrücklich als Untersuchungsergebnisse der DUH gekennzeichnet werden.

Die Organisation fordert wirksamere Kontrollen von Onlineimporten, Sanktionen gegen irreführende Umwelt- und Sicherheitswerbung sowie strengere Vorgaben für Schadstoffe in Textilien. Für Hersteller, Importeure und Handelsplattformen verdeutlicht der Fall die Bedeutung dokumentierter Materialprüfungen und rechtlich belastbarer Produktkommunikation. Dabei ist zwischen PFOA als spezifischer Stoffgruppe beziehungsweise Substanz und der wesentlich breiteren PFAS-Familie zu unterscheiden: Die Aussage „PFOA-frei“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt frei von sämtlichen PFAS ist.

Quelle:

Deutsche Umwelthilfe e.V.