Holzchemie aus Leuna erreicht Industriemaßstab

Foto  UPM-Kymmene Oyj
16.10.2026

Holzchemie aus Leuna erreicht Industriemaßstab

UPM hat am 15. Oktober seine Bioraffinerie in Leuna eingeweiht. Die Anlage verarbeitet lignocellulosehaltige Biomasse zu erneuerbaren chemischen Grundstoffen und ist auf eine Jahreskapazität von 220.000 Tonnen ausgelegt.
Das Investitionsvolumen beziffert der finnische Konzern auf 1,37 Milliarden Euro.

Als Rohstoff dienen vor allem Buchenholz aus Durchforstungen und Reststoffe aus Sägewerken. 
Sie stammen nach Unternehmensangaben aus einem Radius von etwa 200 Kilometern und sind nicht für höherwertige Verwendungen wie Bauholz oder Möbel vorgesehen. 
In einem enzymatischen Hydrolyseprozess wird die Biomasse in Industriezucker und Lignin zerlegt. Daraus entstehen Vorprodukte, die bisher überwiegend aus fossilen Quellen gewonnen werden.

UPM hat am 15. Oktober seine Bioraffinerie in Leuna eingeweiht. Die Anlage verarbeitet lignocellulosehaltige Biomasse zu erneuerbaren chemischen Grundstoffen und ist auf eine Jahreskapazität von 220.000 Tonnen ausgelegt.
Das Investitionsvolumen beziffert der finnische Konzern auf 1,37 Milliarden Euro.

Als Rohstoff dienen vor allem Buchenholz aus Durchforstungen und Reststoffe aus Sägewerken. 
Sie stammen nach Unternehmensangaben aus einem Radius von etwa 200 Kilometern und sind nicht für höherwertige Verwendungen wie Bauholz oder Möbel vorgesehen. 
In einem enzymatischen Hydrolyseprozess wird die Biomasse in Industriezucker und Lignin zerlegt. Daraus entstehen Vorprodukte, die bisher überwiegend aus fossilen Quellen gewonnen werden.

Für die textile Wertschöpfung ist insbesondere die Verfügbarkeit erneuerbarer Chemiebausteine von Bedeutung. 
UPM nennt Bekleidung ausdrücklich als einen der möglichen Absatzmärkte seiner Biochemikalien.
Zum Portfolio gehören unter anderem erneuerbare Glykole sowie ligninbasierte Spezialchemikalien. Eine konkrete textile Lieferkette oder der Anteil der Kapazität, der künftig in Fasern und Textilien fließen wird, wurde in der Mitteilung nicht beziffert.

Die Anlage befindet sich noch im Hochlauf. UPM berichtet, dass enzymatische Hydrolyse und die Herstellung ligninbasierter Spezialchemikalien mittlerweile stabil laufen. Damit verschiebt sich die Diskussion über biobasierte Materialalternativen vom Labormaßstab hin zu Fragen der industriellen Verfügbarkeit, Preisstellung und Einbindung in bestehende Produktionsprozesse.

Für Faser- und Bekleidungsunternehmen bleibt die Unterscheidung zwischen erneuerbarer Rohstoffherkunft und tatsächlich nachgewiesener Umweltwirkung wichtig. Aussagen zu CO₂-Einsparungen oder Produktvorteilen müssen sich auf die jeweils verwendeten Materialien und überprüfbare Bilanzierungsgrundlagen beziehen.

 

Quelle:

 UPM-Kymmene Oyj