Ravel holt 8,2 Millionen Dollar für Mischgewebe-Recycling

Ravel - shredded polyester/elastane material ready for processing (c) Ravel
18.09.2026

Ravel holt 8,2 Millionen Dollar für Mischgewebe-Recycling

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Nach Unternehmensangaben lässt sich Elastan aus polyesterhaltigen Mischungen entfernen. Der zurückgewonnene Kunststoff soll als Granulat erneut als Rohstoff eingesetzt werden können. Für die Skalierung ist entscheidend, ob der Prozess mit realen, schwankenden Alttextilströmen stabil funktioniert und sich in bestehende Sortier-, Aufbereitungs- und Faserketten integrieren lässt.

Mit der neuen Finanzierung will Ravel die Technologie im Produktionsmaßstab mit Industriepartnern validieren. Damit rückt neben der chemisch-technischen Machbarkeit die industrielle Anschlussfähigkeit in den Vordergrund: Durchsatz, Reinheit der Fraktionen, Energie- und Chemikalieneinsatz sowie die Qualität des zurückgewonnenen Materials müssen im kommerziellen Betrieb zusammenpassen.

Die Finanzierungsrunde zeigt zugleich, dass Investoren weiterhin gezielt Technologien finanzieren, die bisher schwer verwertbare Mischtextilien erschließen. Gerade elastanhaltige Materialien zählen zu den Stoffströmen, für die mechanische Recyclingverfahren nur eingeschränkt geeignet sind.