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18.09.2026

Kind + Jugend zieht 15.000 Fachbesucher an

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

AMRC - Jody Turner
18.09.2026

Vom Labor an den Webstuhl

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Quelle:

UK Fashion & Textile Association (UKFT)

Intertextile Apparel (c) Messe Frankfurt (HK) Ltd
18.09.2026

Intertextile Apparel meldet mehr als 100.000 Besucher

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Vanessa Sanchez in ihrem Labor Foto (c) Rice University
18.09.2026

Wenn das Gestrick selbst zum Roboter wird

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf dreidimensional gestrickten Strukturen. Die Form entsteht damit bereits im Fertigungsprozess und muss nicht aus mehreren zweidimensionalen Teilen zusammengesetzt werden. Das eröffnet neue Wege für tragbare Robotik, adaptive Innenräume und textile Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Das Fellowship soll Sanchez ermöglichen, diese programmierbaren Strukturen weiterzuentwickeln und stärker auf Anwendungen der Mobilität auszurichten.

Ravel - shredded polyester/elastane material ready for processing (c) Ravel
18.09.2026

Ravel holt 8,2 Millionen Dollar für Mischgewebe-Recycling

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Nach Unternehmensangaben lässt sich Elastan aus polyesterhaltigen Mischungen entfernen. Der zurückgewonnene Kunststoff soll als Granulat erneut als Rohstoff eingesetzt werden können. Für die Skalierung ist entscheidend, ob der Prozess mit realen, schwankenden Alttextilströmen stabil funktioniert und sich in bestehende Sortier-, Aufbereitungs- und Faserketten integrieren lässt.

Mit der neuen Finanzierung will Ravel die Technologie im Produktionsmaßstab mit Industriepartnern validieren. Damit rückt neben der chemisch-technischen Machbarkeit die industrielle Anschlussfähigkeit in den Vordergrund: Durchsatz, Reinheit der Fraktionen, Energie- und Chemikalieneinsatz sowie die Qualität des zurückgewonnenen Materials müssen im kommerziellen Betrieb zusammenpassen.

Die Finanzierungsrunde zeigt zugleich, dass Investoren weiterhin gezielt Technologien finanzieren, die bisher schwer verwertbare Mischtextilien erschließen. Gerade elastanhaltige Materialien zählen zu den Stoffströmen, für die mechanische Recyclingverfahren nur eingeschränkt geeignet sind.