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10.08.2026

Verpackung als Bürokratietreiber für Textilunternehmen

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Komplexe Rollenverteilung schafft Rechtsunsicherheit für Unternehmen
Eine zentrale Rechtsunsicherheit liegt bereits in der ersten unternehmerischen Hürde: der Rolleneinordnung. Lässt ein Unternehmen bspw. Verkaufsverpackungen von einem Dritten herstellen, gestaltet diese jedoch mit eigenem Logo oder Design, gilt es selbst als Erzeuger und muss den vollständigen Pflichtenumfang erfüllen. Bezieht er dieselbe Verpackung ohne Markenlogo „von der Stange“ treffen die Pflichten primär den Produzenten der Verpackung. Die Abgrenzung der verschiedenen Rollen ist in der Praxis häufig schwer nachvollziehbar und erhöht den Umsetzungsaufwand erheblich.

Der weniger als zwei Wochen vor Anwendungsbeginn veröffentlichte Fragen- und Antwortenkatalog beseitigt diese Unsicherheiten nur teilweise. So wurde z.B. die vorherige Annahme, dass bereits produzierte Verpackungen zum Stichtag mit der notwendigen Kennzeichnung nachgerüstet werden müssen, durch den Katalog zu spät revidiert, sodass dieser für Unternehmen keine Entlastung mehr bringt.

Auch die auf Erzeuger zukommenden Pflichten sind äußerst umfangreich – jeder individuelle Bestandteil der Verpackung, wie z.B. Etiketten, Kleiderbügel, Stecknadeln, Folien, Einlegepapiere, Versandkartons usw. muss künftig mit einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer sowie Kontaktinformationen gekennzeichnet werden. Ab 2028 kommen einheitliche Sortierhinweise und Angaben zur Materialzusammensetzung hinzu. Ab 2030 gelten weitere Anforderungen an Rezyklatanteile, Recyclingfähigkeit sowie den ungenutzten Raum von Versand- und Umverpackungen.

Unabhängig von der Rolle gelten diverse Verpackungen zudem als systembeteiligungspflichtig – die Inverkehrbringer müssen sich registrieren und einen Bevollmächtigten benennen. Da es EU-weit kein einheitliches Registrierungssystem gibt, muss dieses für jedes Land einzeln erfolgen. Alleine dies stellt für kleine und mittelständische Unternehmen einen erheblichen Aufwand dar. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner kritisiert: „Die Umsetzung der Verpackungsverordnung ist das neueste Beispiel für überbordende Bürokratie fernab jeglicher Praxis: komplexe Rollenzuordnungen, unverhältnismäßige Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten und ein regulatorischer Flickenteppich bei der Registrierung. Ein Binnenmarkt, der sich insbesondere für kleinere Unternehmen nicht mehr rechnet, führt seinen eigenen Anspruch ad absurdum. Mit den politischen Versprechen von Bürokratieabbau und mehr Wettbewerbsfähigkeit hat das nichts zu tun.“

Systembeteiligungspflicht für Etiketten und Kleiderbügel auf den Prüfstand
Kritisch bewertet Südwesttextil auch die Einordnung sämtlicher Etiketten als Verpackungen. Rein informationstragende Etiketten erfüllen regelmäßig keine Schutz-, Handhabungs- oder Darreichungsfunktion, sondern dienen ausschließlich der Produktkennzeichnung sowie der Erfüllung gesetzlicher Informationspflichten. Unter diesem Aspekt fordert der Verband, Etiketten aus dem Geltungsbereich der Verpackungsverordnung auszunehmen. Bis dahin sollte zumindest die Systembeteiligungspflicht für diese entfallen, um den bürokratischen Aufwand zu verringern.

Auch die Bewertung von Kleiderbügeln als systembeteiligungspflichtig sollte aus Sicht von Südwesttextil stärker an der tatsächlichen Nutzung ausgerichtet werden. Diese werden im privaten Haushalt häufig weiterverwendet und fallen daher vielfach nicht typischerweise als Abfall an. Diese tatsächliche Nutzung sollte bei der Bewertung berücksichtigt werden, um die in der Praxis bereits etablierte Wiederverwendung nicht durch zusätzliche Pflichten zu erschweren.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fordert: „Regelungen müssen sich an der tatsächlichen Funktion eines Produkts orientieren. Wo Etiketten ausschließlich informieren und Kleiderbügel vielfach weiterverwendet werden, führen zusätzliche Pflichten vor allem zu mehr Bürokratie – ohne einen erkennbaren Mehrwert für Umwelt oder Verbraucher.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Foto: Alicja, Pixabay
10.08.2026

Verpackungssteuern: Hohe Kosten und Bürokratie bei minimalem Umwelteffekt

Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung und des ifeu - Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zu Abfallvermeidung und Klimaschutz gering bleibt.

Die Studie untersucht erstmals umfassend die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern. Ziel ist eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertung ihrer Wirksamkeit und ihrer Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher.

Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung und des ifeu - Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zu Abfallvermeidung und Klimaschutz gering bleibt.

Die Studie untersucht erstmals umfassend die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern. Ziel ist eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertung ihrer Wirksamkeit und ihrer Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wenig Wirkung auf das Abfallaufkommen
Nach den Berechnungen der Studie betrifft die kommunale Verpackungssteuer nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Abfallgeschehens. Selbst bei einer fiktiven Hochrechnung auf das gesamte Bundesgebiet würde das gesamte Verpackungsaufkommen in Deutschland damit lediglich um 0,04 Prozent sinken und die deutschen Treibhausgasemissionen um 0,0013 Prozent reduziert werden. Aus Sicht der Auftraggeber bleibt der ökologische Gesamtnutzen der Verpackungssteuer deshalb begrenzt.

Hohe Belastung für Unternehmen und Kommunen
BdS-Rechtsabteilungsleiterin Kristina Harrer-Kouliev: „Die Studie zeigt, dass kommunale Verpackungssteuern ihr zentrales Ziel – Verpackungsabfälle wirksam zu reduzieren – nicht erreichen. Statt echter Abfallvermeidung entstehen zusätzliche neue Belastungen für Gastronomie, Handel sowie Verbraucher und Kommunen. Zusätzliche Bürokratie ersetzt keine wirksame Umweltpolitik.“

Der vergleichsweise geringe Umwelteffekt geht mit einem erheblichen administrativen Aufwand einher. Für Kommunen entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand für die Einführung, Erhebung und Kontrolle der Steuer. Die Verwaltungskosten liegen nach den Berechnungen der Studie bei rund 10 bis 15 Prozent des Steueraufkommens.

Gleichzeitig entstünden in Betrieben zusätzliche Dokumentationspflichten, Anpassungen von Kassensystemen sowie Schulungsaufwand. Nach den Berechnungen der Studie würde sich die gesamte Abgabenbelastung auf die betroffenen Verpackungen von derzeit rund 0,1 Milliarden Euro auf 4,1 Milliarden Euro erhöhen. Für einzelne Verpackungen steigt die Belastung um das 20- bis 30-Fache. Die Untersuchung kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die Steuer langfristig überwiegend von den Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen wird. Die zusätzlichen Kosten werden in der Regel vollständig oder weitgehend über höhere Preise weitergegeben. Besonders betroffen sind davon Haushalte mit geringeren Einkommen.

HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit Antje Gerstein: „Unsere Unternehmen setzen sich bereits heute auch ohne Steuer mit großem Engagement für die Reduzierung und Vermeidung von Verpackungen ein, ohne Verbraucher zusätzlich zu belasten. Anstatt dieses unternehmerische Engagement zu unterstützen, führt eine solche zusätzliche Steuer nur zur Verteuerung von Produkten und schadet am Ende den Verbrauchern.“

Die Untersuchung zeigt zudem, dass 89 Prozent der betroffenen Verpackungsmengen bereits anderen regulatorischen Instrumenten und Abgaben unterliegen, darunter Systembeteiligungsentgelte und Zahlungen in den Einwegkunststofffonds. Die Verpackungssteuer führt damit zu zusätzlichen Belastungen derselben Verpackungen.

Kommunale Verpackungssteuern führen zu Ausweichreaktionen
Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge löst die Verpackungssteuer zwar Verhaltensänderungen aus, ihre ökologische Lenkungswirkung bleibt jedoch begrenzt. Verbraucherinnen und Verbraucher weichen etwa auf vorverpackte Convenience-Produkte aus, verzichten auf gastronomische Angebote oder nutzen nicht steuerpflichtige Verpackungen. Zudem zeigt sich ein Ausweichen in Nachbarkommunen, in denen keine Verpackungssteuer gilt. Das Ergebnis: Das Verpackungsaufkommen sinkt häufig nicht, sondern verlagert sich. Teilweise kann es sogar steigen.

Mehrweg ist kein Selbstzweck
Trotz ausgebauter Mehrwegangebote bleiben Einwegverpackungen in vielen Konsumsituationen die bevorzugte Lösung der Kunden. Das bestätigen auch die Zahlen der Betriebe in den Städten, in denen es bereits Verpackungssteuern gibt. Hier zeigt sich, dass die Mehrwegabnahmequoten nicht steigen. Doch selbst dort, wo Verbraucherinnen und Verbraucher auf Mehrweg umsteigen, ist ein ökologischer Vorteil nicht automatisch gewährleistet. Mehrwegverpackungen bieten nur dann ökologische Vorteile, wenn sie ausreichend häufig genutzt und zuverlässig zurückgegeben werden. Die Studie zeigt zudem, dass Papierverpackungen aus europäischer Produktion dank hohem Anteil regenerativer Energie eine deutlich bessere Klimabilanz aufweisen als der Durchschnitt der von der Steuer erfassten Verpackungen.

Auftraggeber fordern wirksamere Maßnahmen
Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse sprechen sich die Auftraggeber gegen kommunale Verpackungssteuern aus.
DIHK-Bereichsleiter Sebastian Bolay: „Die Studie deckt sich mit dem, was wir auch von den Unternehmen hören, die bereits davon betroffen sind. Die kommunale Verpackungssteuer ist weder zielführend noch bürokratiearm. Statt neuer Belastungen sollten die bestehenden Kreislaufwirtschaftssysteme gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden. Der Ausbau funktionierender Recyclingsysteme und innovativer Lösungen Einsparungen beim Materialeinsatz wären deutlich zielführender.“

Über die Studie
Die Studie „Ökonomische und ökologische Bewertung der Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern“ wurde von der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH gemeinsam mit dem ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH erstellt. Grundlage sind umfangreiche Marktdaten, Auswertungen der GVM-Datenbanken, Experteninterviews sowie Vor-Ort-Recherchen in Kommunen mit bestehender Verpackungssteuer. Auftraggeber der Studie sind die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Allianz Verpackung und Umwelt (AVU), der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS), die Papierindustrie, der Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) sowie die Arbeitsgemeinschaft für Serviceverpackungen (PRO-S-PACK). Die Langversion der Studie kann bei der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH angefordert werden.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

(c) CHT Gruppe
03.08.2026

CHT Group: Nachhaltigkeit als Steuerungsinstrument

Die CHT Group hat im Geschäftsjahr 2025 Nachhaltigkeit weiter als festen Bestandteil ihrer Unternehmenssteuerung etabliert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele zunehmend messbar gemacht und in Prozesse, Entscheidungen sowie Produktentwicklungen integriert werden. 

Ein bedeutender Erfolg für die Unternehmensgruppe war die Auszeichnung des innovativen Färbeverfahrens PIGMENTURA mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Produktkategorie. Die Technologie verbindet Ressourcenschonung mit konkretem Kundennutzen und unterstreicht die Innovationskraft der Gruppe. 

Auch unabhängige Bewertungen bestätigen die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens: Mit 81 Punkten im EcoVadis-Rating und dem Gold-Status gehört CHT zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen ihrer Branche. Darüber hinaus wurde sie im Rahmen eines Programms von Deloitte Private, UBS, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als „Best Managed Company 2026“ ausgezeichnet. 

Die CHT Group hat im Geschäftsjahr 2025 Nachhaltigkeit weiter als festen Bestandteil ihrer Unternehmenssteuerung etabliert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele zunehmend messbar gemacht und in Prozesse, Entscheidungen sowie Produktentwicklungen integriert werden. 

Ein bedeutender Erfolg für die Unternehmensgruppe war die Auszeichnung des innovativen Färbeverfahrens PIGMENTURA mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Produktkategorie. Die Technologie verbindet Ressourcenschonung mit konkretem Kundennutzen und unterstreicht die Innovationskraft der Gruppe. 

Auch unabhängige Bewertungen bestätigen die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens: Mit 81 Punkten im EcoVadis-Rating und dem Gold-Status gehört CHT zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen ihrer Branche. Darüber hinaus wurde sie im Rahmen eines Programms von Deloitte Private, UBS, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als „Best Managed Company 2026“ ausgezeichnet. 

Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitssteuerung. Durch die Umstellung der Berichterstattung auf die Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) werden Transparenz und Vergleichbarkeit ihrer Nachhaltigkeitsleistungen gestärkt. 

Ebenso wurde 2025 eine weltweite Klimarisiko- und Wasserrisikoanalyse für alle Standorte weltweit durchgeführt und Maßnahmen für die weitere Reduzierung der jeweiligen Risiken abgeleitet.

Parallel dazu wurden konkrete Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Umstellung auf erneuerbaren Strom an den Standorten in Großbritannien, Brasilien und Shanghai sowie die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage in Torreón. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Projekte wie die biomassebasierte Wärmeversorgung am Standort Dußlingen. 

Für mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette wurde die automatisierte Berechnung des Product Carbon Footprint eingeführt. Dadurch können produktspezifische Emissionen gezielt analysiert und reduziert werden. 

Auch im sozialen Bereich wurden Fortschritte erzielt: Bereits heute erhalten weltweit mehr als 95 % der Mitarbeitenden der CHT eine Vergütung oberhalb des jeweiligen Existenzlohnniveaus. Bis 2030 soll dies für alle Mitarbeitenden der CHT gelten. 

Quelle:

CHT Gruppe

Auf dem Eisernen Steg: Frankfurt am Main – „Design for Democracy Parade“: Marc Küperkoch (rechts, HSNR), Statist der Oper Frankfurt a.M.(links) sowie Auszubildende der Käthe-Kollwitz Schule und Anni Albers Schule Frankfurt am Main und Studierende der HSNR. Foto: HSNR
Auf dem Eisernen Steg: Frankfurt am Main – „Design for Democracy Parade“: Marc Küperkoch (rechts, HSNR), Statist der Oper Frankfurt a.M.(links) sowie Auszubildende der Käthe-Kollwitz Schule und Anni Albers Schule Frankfurt am Main und Studierende der HSNR.
28.07.2026

Design for Democracy – Atmosphere for a Better Life

Wie kann Design dazu beitragen, Demokratie zu stärken? Mit dieser Frage beschäftigt sich die World Design Capital (WDC) 2026, die unter dem Motto „Design for Democracy – Atmosphere for a Better Life“ steht. Als erste Region Deutschlands trägt Frankfurt RheinMain den von der World Design Organization (WDO) verliehenen Titel. Noch bis zum 1. August 2026 präsentiert die WDC Campus Exhibition im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main Arbeiten von Studierenden und Absolvent verschiedener Hochschulen aus ganz Deutschland, darunter auch Beiträge des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR).
 
Mit dem Projekt „Textile Design Connects“ beteiligt sich der Fachbereich an dem internationalen Programm und zeigt, wie textiles Design gesellschaftlichen Dialog fördern, kulturelles Erbe bewahren und demokratische Werte sichtbar machen kann. Das Projekt verbindet Gestaltung, Handwerk und Partizipation und lädt dazu ein, Design als Instrument des Austauschs und der Mitgestaltung zu verstehen.
 

Wie kann Design dazu beitragen, Demokratie zu stärken? Mit dieser Frage beschäftigt sich die World Design Capital (WDC) 2026, die unter dem Motto „Design for Democracy – Atmosphere for a Better Life“ steht. Als erste Region Deutschlands trägt Frankfurt RheinMain den von der World Design Organization (WDO) verliehenen Titel. Noch bis zum 1. August 2026 präsentiert die WDC Campus Exhibition im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main Arbeiten von Studierenden und Absolvent verschiedener Hochschulen aus ganz Deutschland, darunter auch Beiträge des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR).
 
Mit dem Projekt „Textile Design Connects“ beteiligt sich der Fachbereich an dem internationalen Programm und zeigt, wie textiles Design gesellschaftlichen Dialog fördern, kulturelles Erbe bewahren und demokratische Werte sichtbar machen kann. Das Projekt verbindet Gestaltung, Handwerk und Partizipation und lädt dazu ein, Design als Instrument des Austauschs und der Mitgestaltung zu verstehen.
 
Den Auftakt bildete am 22. April 2026 die interaktive Dialogwerkstatt „Water Connects“ im Museum Angewandte Kunst (MAK). Besucher lernten textile Techniken und natürliche Färbemethoden kennen und entwickelten gemeinsam Ideen für nachhaltige Gestaltung. Im Mittelpunkt standen Ansätze des Integrativen- und Partizipativen Designs, die den gemeinsamen kreativen Prozess fördern und unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.
 
Ein weiterer Höhepunkt folgte im Mai mit der Performance „Ein Aufschrei für die Demokratie“. Gemeinsam mit Repräsentant:innen des Museums Angewandte Kunst, Lehrenden und Studierenden der HSNR sowie Vertreter:innen und Auszubildenden der Kostümwerkstätten der Städtischen Bühnen Frankfurt, der Wiener Theater und der Salzburger Festspiele zog die Gruppe durch die Frankfurter Innenstadt. Begleitet von der Figur „Der Schrei“ machten die Beteiligten auf die Bedeutung textiler Handwerksberufe und den Erhalt traditionellen Fachwissens aufmerksam.
 
„Wir wurden laut für den Erhalt von ganz vielen Gewerken: Schuhmacherei, Putzmacherei, Damen- und Herrenschneiderei, Maske und mehr. Wir wurden laut für den Erhalt der handwerklichen Techniken und des textilen Wissens, das wir im Begriff sind zu verlieren, wenn viele Handwerks- und Industriebetriebe schließen“, erklärt Prof.in Dr.in Marina-Elena Wachs vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik.
 
Nach Ansicht der Projektbeteiligten bedrohen finanzielle Einsparungen im Kulturbereich nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch den Erhalt handwerklicher Kompetenzen und kulturellen Wissens. Die Auswirkungen reichen weit über die Theaterlandschaft hinaus und betreffen Fragen gesellschaftlicher Teilhabe und kultureller Vielfalt, das breit zur Demokratie-Bildung beiträgt.
 
„Wer sich jetzt für diese Kürzungen ausspricht, entscheidet sich gegen die für die Theaterlandschaft so wichtigen Handwerke in und außerhalb der Kulturbetriebe, was entscheidende kulturelle und wirtschaftliche Konsequenzen für unser Land haben wird“, warnt Markus Maas, Direktor der Kostümwerkstätten der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main GmbH.
 
Der letzte große Beitrag seitens der Hochschule Niederrhein zur WDC 2026 ist nun in der aktuellen MAK-Ausstellung zu sehen: Textil- und Mode-Design-Studierende der Hochschule Niederrhein zeigen ihre Entwürfe der Zukunft noch bis 9. August 2026 in Frankfurt am Main.

Networking Day 2026 © Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
28.07.2026

Networking Day 2026: Industriepartner im Austausch zum Textilrecycling

2026 brachte die Industry Research Group (IRG) Polymer Recycling im Rahmen ihres jährlichen Networking Day erneut einige der wichtigsten Stakeholder im Bereich Textilrecycling zusammen. Dieses Jahr fand die Veranstaltung bei der Firma EREMA in Ansfelden, Österreich, statt. Sie vereinte wichtige Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette des Textilrecyclings zu einem Tag des strukturierten Austauschs und intensiver Diskussionen.

Die Gespräche deckten ein breites Spektrum an branchenrelevanten Themen ab. Darunter waren technologische Entwicklungen, aktuelle Marktdynamiken sowie das sich wandelnde politische und regulatorische Umfeld. Referenten von Zschimmer & Schwarz, Volkswagen Group Innovation, STRÄHLE+HESS und der Montanuniversität Leoben lieferten zu diesen Themen fundierte Beiträge. Die interessanten Diskussionen wurden auch dank der IRG-Partner ermöglicht: Bekaert, EREMA, Barmag, Stadler Anlagenbau, Technip Energies, Fibrant, BASF und Remondis.

Die IRG bedankt sich herzlich bei EREMA für die Gastfreundschaft und die Öffnung ihres Technikums, was dem Tagesprogramm eine wertvolle praktische Dimension verlieh.

2026 brachte die Industry Research Group (IRG) Polymer Recycling im Rahmen ihres jährlichen Networking Day erneut einige der wichtigsten Stakeholder im Bereich Textilrecycling zusammen. Dieses Jahr fand die Veranstaltung bei der Firma EREMA in Ansfelden, Österreich, statt. Sie vereinte wichtige Akteure aus der gesamten Wertschöpfungskette des Textilrecyclings zu einem Tag des strukturierten Austauschs und intensiver Diskussionen.

Die Gespräche deckten ein breites Spektrum an branchenrelevanten Themen ab. Darunter waren technologische Entwicklungen, aktuelle Marktdynamiken sowie das sich wandelnde politische und regulatorische Umfeld. Referenten von Zschimmer & Schwarz, Volkswagen Group Innovation, STRÄHLE+HESS und der Montanuniversität Leoben lieferten zu diesen Themen fundierte Beiträge. Die interessanten Diskussionen wurden auch dank der IRG-Partner ermöglicht: Bekaert, EREMA, Barmag, Stadler Anlagenbau, Technip Energies, Fibrant, BASF und Remondis.

Die IRG bedankt sich herzlich bei EREMA für die Gastfreundschaft und die Öffnung ihres Technikums, was dem Tagesprogramm eine wertvolle praktische Dimension verlieh.

Das nächste IRG-Partnertreffen ist für Herbst 2026 geplant. Der Networking Day wird 2027 wieder stattfinden.

Die IRG Polymer Recycling ist ein fortlaufendes Kooperationsprojekt zwischen Unternehmen, die sich für den Forschungsbereich Textilrecycling interessieren, und der ITA Group. Ziel ist es, technologische, wirtschaftliche und strategische Fragen zum Thema Textilrecycling systematisch anzugehen und ein starkes Netzwerk zu schaffen, um die Herausforderungen zu bewältigen.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University

INNATEX58_Summer-Night©Anna-Lena.Guenther.jpg © Anna-Lena Guenther
21.07.2026

Green Fashion zeigt sich zuversichtlich auf der 58. INNATEX

Die Branche für Sustainable Fashion stellt sich der angespannten wirtschaftlichen Lage mit Realismus und Pragmatismus – mit dieser Bilanz schließt die INNATEX am 20. Juli 2026 ihre Türen. Von der Krisenwarnung, die der Handelsverband Deutschland (HDE) vor wenigen Tagen vermeldet hatte, lässt sich die Green-Fashion-Community nicht entmutigen.

„Die im Handel wahrgenommene Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten ist natürlich Thema", sagt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX. „Niemand erwartet derzeit einen großen Wurf, aber die Branche zeigt sich konstruktiv und bereit, die nötigen Maßnahmen umzusetzen. Sie weiß zu schätzen, dass die Messe ein verlässlicher Partner ist. Auch wir erkennen neue Anforderungen und gehen sie an."

Die Branche für Sustainable Fashion stellt sich der angespannten wirtschaftlichen Lage mit Realismus und Pragmatismus – mit dieser Bilanz schließt die INNATEX am 20. Juli 2026 ihre Türen. Von der Krisenwarnung, die der Handelsverband Deutschland (HDE) vor wenigen Tagen vermeldet hatte, lässt sich die Green-Fashion-Community nicht entmutigen.

„Die im Handel wahrgenommene Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten ist natürlich Thema", sagt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX. „Niemand erwartet derzeit einen großen Wurf, aber die Branche zeigt sich konstruktiv und bereit, die nötigen Maßnahmen umzusetzen. Sie weiß zu schätzen, dass die Messe ein verlässlicher Partner ist. Auch wir erkennen neue Anforderungen und gehen sie an."

Während sich jetzt im Sommer der Kidsbereich rückläufig zeigt, wächst das Interesse internationaler Brands an der INNATEX. Die Messe wird den Blick deshalb verstärkt auf bekannte und internationale Neuzugänge setzen und ihr Angebot im Messecenter Hofheim Rhein-Main künftig neu clustern. Das Retail Summer Camp will die veranstaltende MUVEO GmbH weiter ausbauen und enger mit strategischen Kooperationen und Kampagnen verknüpfen.

Green Fashion mit Zukunft
Der Verband Deutscher Mode- und Textildesigner (VDMD) verlieh im Rahmen der Messe seinen Design Award nachhaltige Kollektionen an Vaude, Jan'n June, Wote und Sweersocean. Die Laudatio hielt Dr. Jürgen Janssen, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung. Er lobte, dass die Preisträgerinnen und Preisträger ihrer Vision treu bleiben.

„Wir brauchen jetzt Unternehmen, die Kurs halten. Der Gegenwind, den wir derzeit bei vielen Nachhaltigkeitsthemen wahrnehmen, wird sich wieder drehen", prognostiziert Dr. Janssen. „Wir reden schließlich nicht nur von Kosten, sondern auch von einem Nutzen, der sich etwa in der höheren Qualität und Langlebigkeit zeigt. Und dass der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe sowie Transparenz und Fairness in der Lieferkette weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten als noch vor wenigen Jahren heißt in keiner Weise, dass diese Themen irrelevant wären, auch betriebswirtschaftlich. Diese Werte werden wieder an Bedeutung gewinnen. Man hat es eben buchstäblich mit Moden zu tun, die sich ständig verändern. Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen wie die, die auf der INNATEX ausstellen, zukunftsfähig sind."

Gewissenhafte Unternehmen werden von der EmpCo profitieren
Als feste Größe im INNATEX-Programm gilt mittlerweile das Gespräch der Textilwirtschaft mit einer relevanten Expertenstimme. In dieser Ausgabe sprach Korrespondentin Kirsten Reinhold mit Ronja Hüttinger, Nachhaltigkeitsberaterin von BAM! Bock auf Morgen, über die Auswirkungen der Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo) auf die Branche. Beide waren sich einig: Die EmpCo verschafft kleinen und mittleren Modeunternehmen einen strategischen wie finanziellen Vorsprung gegenüber den großen, konventionellen Konzernen.

„Bei der EmpCo geht es darum, dreisten Umweltlügen ein Ende zu setzen", so Hüttinger. „Statt Pauschalaussagen zählen jetzt konkrete, belegte Angaben. Unternehmen, die über Jahre viel Herzblut in ihre Produkte gesteckt haben, die mit Naturfasern arbeiten, fair produzieren und recyceln, sind klar im Vorteil, denn sie kennen ihre Lieferkette. Genau diesen Vorteil haben die großen Player nicht: Ihnen fehlen die Nachweise. Die EmpCo darf auf keinen Fall zu Greenhushing führen. Im Gegenteil, sie soll den Unterschied zwischen echter gewissenhafter Arbeit und Greenwashing endlich sichtbar machen."

„Die Akteurinnen und Akteure der Branche müssen sich zusammentun“
Eine der wichtigsten Maßnahmen, die Unternehmen weiterbringen, sind Kollaborationen – so der Tenor unter den Modemacher:innen und Expert:innen. Die Möglichkeiten reichen von der Zusammenarbeit zwischen Marke und Handel über Charity-Projekte bis zu gemeinsamen Events.

„Als wir mit unserem liebsten Falafel-Laden in Mülheim an der Ruhr ein T-Shirt gemacht haben, hatten wir nicht damit gerechnet, dass es sich so schnell verkauft“, sagt Henry Canton von Mazine Streetwear. „Die Leute lieben es, weil sie das Gefühl haben, Teil einer Bewegung zu sein. Kooperationen müssen nicht immer den klassischen Mustern folgen. Neben großen Kampagnen können auch kleinere, lokale Partnerschaften eine starke Wirkung entfalten. Dafür braucht es vor allem Offenheit und Kreativität – und den Austausch mit einer Community, die sich gegenseitig inspiriert. Genau das macht die INNATEX für mich aus.“

Der INNATEX Showroom Bern am 16. und 17. August 2026 rundet diese Orderrunde ab. Die nächste INNATEX findet 16. bis 18. Januar 2027 statt.

 

Beim 8. Textillogistik-Forum trafen sich 75 Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und konkrete Lösungsansätze für die textile Wertschöpfungskette zu diskutieren. Foto: Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik/HSNR
Beim 8. Textillogistik-Forum trafen sich 75 Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und konkrete Lösungsansätze für die textile Wertschöpfungskette zu diskutieren.
16.07.2026

8. Textillogistik-Forum: Lösungen für eine nachhaltige textile Zukunft

Wie kann die Textilbranche angesichts steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ressourceneffizienz zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 8. Textillogistik-Forum am 8. Juli 2026 in Mönchengladbach. Rund um das Thema „Textillogistik in herausfordernden Zeiten“ kamen 75 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und konkrete Lösungsansätze für die textile Wertschöpfungskette zu diskutieren.
 
Veranstaltet wurde das Forum vom Center Textillogistik (CTL) der Hochschule Niederrhein (HSNR) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, den Austausch zwischen Forschung und Industrie zu stärken und gemeinsam Perspektiven für eine leistungsfähige und nachhaltige Textillogistik zu entwickeln.
 

Wie kann die Textilbranche angesichts steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ressourceneffizienz zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 8. Textillogistik-Forum am 8. Juli 2026 in Mönchengladbach. Rund um das Thema „Textillogistik in herausfordernden Zeiten“ kamen 75 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis zusammen, um aktuelle Entwicklungen, innovative Technologien und konkrete Lösungsansätze für die textile Wertschöpfungskette zu diskutieren.
 
Veranstaltet wurde das Forum vom Center Textillogistik (CTL) der Hochschule Niederrhein (HSNR) gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, den Austausch zwischen Forschung und Industrie zu stärken und gemeinsam Perspektiven für eine leistungsfähige und nachhaltige Textillogistik zu entwickeln.
 
„Die Herausforderungen in der Textilbranche lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Gerade die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise, technologischen Innovationen und praktischer Anwendung ist entscheidend, um neue Lösungen für die Zukunft der Textillogistik zu entwickeln“, betonte Prof. Dr.-Ing. Markus Muschkiet, Leiter des Center Textillogistik an der HSNR und am Fraunhofer IML.
 
Das diesjährige Programm zeigte die gesamte Bandbreite aktueller Fragestellungen: Im Mittelpunkt standen unter anderem die Entwicklung einer textilen Kreislaufwirtschaft, der Einsatz künstlicher Intelligenz in logistischen Prozessen, nachhaltige Materialien, Recyclingpotenziale sowie intelligente Lösungen für die Sammlung und Wiederverwertung von Alttextilien.
 
Nach der Begrüßung durch Prof. Dr.-Ing. Markus Muschkiet und Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen (Institutsleiter am Fraunhofer IML und am Institut für Transportlogistik der Technischen Universität Dortmund) folgte ein vielseitiges Fachprogramm. Prof. Dr.-Ing. Robert Groten von der HSNR stellte Forschungsergebnisse zur Integration von Nachhaltigkeitsaspekten bei Polymeren in der textilen Produktentwicklung vor und zeigte auf, welche Bedeutung bereits das Produktdesign für die spätere Wiederverwendung und Verwertung von Textilien hat.
 
Dr. Anna Missong, wissenschaftliche Mitarbeiterin der HSNR, präsentierte anschließend Ergebnisse des Projekts „Nachhal(l)tigkeit – Nachhaltige Fachkräfteausbildung für eine umweltschonende Textil- und Bekleidungswirtschaft“ vor. 
 
Ein zentraler Programmpunkt war die Podiumsdiskussion „Textillogistik in herausfordernden Zeiten“. Prof. Dr.-Ing. Markus Muschkiet diskutierte gemeinsam mit Stefan Anspach (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach), Ralf Düster (Vice President Customer Solutions der Rhenus Group) und Patrick Lamke (Head of Inbound Logistics der KiK Textilien und Non-Food GmbH) über aktuelle Marktbedingungen, neue Anforderungen an Lieferketten und die Bedeutung resilienter Logistikstrukturen.
 
„Die Textillogistik steht vor einem grundlegenden Wandel. Themen wie Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung werden die Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Dafür brauchen wir neue Kooperationen und innovative Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, so Prof. Dr.-Ing. Markus Muschkiet.
 
Auch die Bedeutung des Textilstandorts Mönchengladbach wurde hervorgehoben. Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, unterstrich in seinen Grußworten die Rolle der Branche für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und die Bedeutung von Forschung und Innovation für die Zukunft des Standorts.
 
Einblicke in neue Geschäftsmodelle boten die anschließenden Start-up-Pitches. Das aus dem Center Textillogistik hervorgegangene Unternehmen „nodes“, vertreten durch Sabrina Mauter und Lisa Gudehus, entwickelt ein digitales Recyclingmanagement-Tool zur Erfassung und Distribution textiler Rest- und Abfallstoffe. Ziel ist es, textile Materialien besser zu erfassen und wieder in Wertstoffkreisläufe zurückzuführen. Das Start-up „Baybi.O“, vorgestellt von Günther Winck, verfolgt mit einer abfallfreien On-Demand-Produktion einen Ansatz gegen textile Überproduktion.
 
Darüber hinaus stellte Janika Schüßler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am CTL, Ergebnisse einer Verbraucherumfrage zur Wahrnehmung der Getrenntsammlungspflicht für Alttextilien in Deutschland vor. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Forschungsprojekt „CollecTS“ (Collect Textiles Smart), das Anna Engelpracht (Leiterin Umweltmanagement bei der mags Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe AöR) und Lisa Gudehus (CTL) vorstellten. Ziel des Projekts ist es, intelligente Lösungen für die Sammlung von Alttextilien zu entwickeln und damit die Grundlage für bessere Recyclingprozesse zu schaffen.
 
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden bei Workshops sowie Führungen durch die Labore und Praktika des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik der HSNR. Zudem gab es Zeit für Networking und fachlichen Austausch.
 
Über das Center Textillogistik (CTL): Das Center Textillogistik (CTL) ist eine Kooperation der Hochschule Niederrhein und des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML). An den Standorten Mönchengladbach und Dortmund arbeiten interdisziplinäre Teams unter gemeinsamer Leitung von Prof. Dr. Markus Muschkiet an praxisnahen Forschungsfragen rund um die Logistik textile Produkte. Unter dem Leitgedanken „Logistik für Textilien – Textilien für Logistik“ verbindet das CTL wissenschaftliche Forschung mit den Anforderungen der Industrie und entwickelt innovative Lösungen für eine nachhaltige und effiziente Textillogistik.

Quelle:

Hochschule Niederrhein

Grafik: Schweizerische Textilfachschule STF
15.07.2026

Carpet Design Competition 2026

Die STF Schweizerische Textilfachschule und die Ruckstuhl AG laden zur Carpet Design Competition 2026 ein. 
 
Ein Teppich ist mehr als ein funktionales Objekt. Er prägt Räume, schafft Atmosphäre und verbindet Material, Farbe und Handwerk zu einer gestalterischen Einheit. Unter dem Wettbewerbsthema «Out of» suchen wir innovative Teppichentwürfe, die dieses Thema kreativ interpretieren.
 
Das Besondere
Die drei von der Jury ausgezeichneten Entwürfe werden von der Ruckstuhl AG als Unikate produziert und erstmals im Rahmen der Zurich Design Weeks 2026 präsentiert. Anschliessend werden die prämierten Teppiche an der STF End of Year Show sowie gegebenenfalls an weiteren Veranstaltungen der Ruckstuhl AG gezeigt. 
 
Zusätzlich werden ausgewählte Wettbewerbsentwürfe während der Zurich Design Weeks ausgestellt.
 
Nachhaltigkeit im Fokus

Die STF Schweizerische Textilfachschule und die Ruckstuhl AG laden zur Carpet Design Competition 2026 ein. 
 
Ein Teppich ist mehr als ein funktionales Objekt. Er prägt Räume, schafft Atmosphäre und verbindet Material, Farbe und Handwerk zu einer gestalterischen Einheit. Unter dem Wettbewerbsthema «Out of» suchen wir innovative Teppichentwürfe, die dieses Thema kreativ interpretieren.
 
Das Besondere
Die drei von der Jury ausgezeichneten Entwürfe werden von der Ruckstuhl AG als Unikate produziert und erstmals im Rahmen der Zurich Design Weeks 2026 präsentiert. Anschliessend werden die prämierten Teppiche an der STF End of Year Show sowie gegebenenfalls an weiteren Veranstaltungen der Ruckstuhl AG gezeigt. 
 
Zusätzlich werden ausgewählte Wettbewerbsentwürfe während der Zurich Design Weeks ausgestellt.
 
Nachhaltigkeit im Fokus
Für die Umsetzung steht eine von der Ruckstuhl AG definierte Farbpalette zur Verfügung. Diese setzt sich aus hochwertigen Wollgarnen aus Restbeständen sowie aus kleinen Produktionschargen zusammen, die künftig nicht mehr im regulären Sortiment verwendet werden können. Durch die gezielte Weiterverwendung dieser Materialien leistet der Wettbewerb einen Beitrag zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und macht das Potenzial hochwertiger Out-of-Collection Materials sichtbar. 
 
Wer kann teilnehmen?
Der Wettbewerb steht allen Interessierten offen – unabhängig von Alter, Ausbildung oder beruflichem Hintergrund. Eine Zugehörigkeit zur STF ist nicht erforderlich. Auch Vorkenntnisse in der Teppichgestaltung oder im Tufting werden nicht vorausgesetzt.
 
Preise

  • Produktion der drei Siegerentwürfe als Unikate durch die Ruckstuhl AG
  • Präsentation im Rahmen der Zurich Design Weeks 2026
  • Gewinnerzertifikate für alle drei Preisträgerinnen und Preisträger
  • Gutschein für das Ruckstuhl Manufaktur Outlet im Wert von CHF 500.– für den ersten Platz

Einsendeschluss: 14. August 2026
Die vollständige Ausschreibung sowie die Farbpalette der Garne ist online verfügbar.

Quelle:

Schweizerische Textilfachschule STF