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Kick-off meeting in Denkendorf. Foto: DITF
Kick-off meeting in Denkendorf.
12.07.2026

Forschungsprojekt ALADIN: Zirkuläre und bedarfsgerechte Textilproduktion in Europa

Die Produktion von Textilien kann nachhaltig gestaltet werden, indem kurze Lieferketten genutzt werden und Überproduktion verhindert wird. Dies kann bereits heute erreicht werden, wenn bestehende Infrastrukturen intelligent vernetzt und effizient genutzt werden. Gleichzeitig wird die Produktion kreislauffähig, wenn innovative Technologien und Materialien eingesetzt werden, die eine hochwertige Wiederverwertung ermöglichen. Das Forschungsprojekt ALADIN schafft die Voraussetzung dafür. Es wurde im Mai 2026 gestartet und wird im Rahmen des Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro kofinanziert.

Unter der Koordination der Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) erarbeiten und integrieren die Projektpartner Plattformen, Technologien und tragfähige Geschäftsmodelle für eine zirkuläre Textilproduktion. ALADIN steht dabei für Advanced LocAl and Digital Innovation Network for Circular Garments und verfolgt das Ziel, tragfähige Geschäftsmodelle für eine zirkuläre Textilproduktion zu etablieren.

Das Konzept beruht auf vier Säulen:

Die Produktion von Textilien kann nachhaltig gestaltet werden, indem kurze Lieferketten genutzt werden und Überproduktion verhindert wird. Dies kann bereits heute erreicht werden, wenn bestehende Infrastrukturen intelligent vernetzt und effizient genutzt werden. Gleichzeitig wird die Produktion kreislauffähig, wenn innovative Technologien und Materialien eingesetzt werden, die eine hochwertige Wiederverwertung ermöglichen. Das Forschungsprojekt ALADIN schafft die Voraussetzung dafür. Es wurde im Mai 2026 gestartet und wird im Rahmen des Horizon Europe Programm von der EU mit 5 Millionen Euro kofinanziert.

Unter der Koordination der Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) erarbeiten und integrieren die Projektpartner Plattformen, Technologien und tragfähige Geschäftsmodelle für eine zirkuläre Textilproduktion. ALADIN steht dabei für Advanced LocAl and Digital Innovation Network for Circular Garments und verfolgt das Ziel, tragfähige Geschäftsmodelle für eine zirkuläre Textilproduktion zu etablieren.

Das Konzept beruht auf vier Säulen:

  • Digitale Plattform für Dienstleistungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU)
  • Regionale Zusammenarbeit zur Förderung der lokalen Produktion
  • Technologien für Recycling-Strategien
  • Lokale und erneuerbare Rohstoffe

Die Projektpartner kommen aus den sechs Ländern Deutschland, Rumänien, Belgien, Frankreich, Tschechien und Italien. Sie bringen vielfältige Kompetenzen mit, zum Beispiel in den Bereichen Design, Sticken, Digitaldruck, Digitalisierung, Recycling, KI und Microfactory-Produktion. Diese unterschiedlichen Erfahrungen ermöglichen eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für B2B- und B2B2C-Beziehungen.

Die Partner werden innovative Technologien wie ein Modul für einen digitalen Produktpass und einen KI-gestützten Ökodesign-Assistenten entwickeln. Ergänzend arbeiten sie an Bekleidungstextilien, darunter ringgesponnene Garne aus recycelter Baumwolle. Ein umfassender Transfer der Projektergebnisse sorgt für eine nachhaltige Wirkung. Es entsteht ein Netzwerk, das gemeinsam die Infrastruktur nutzt – vom Design über die Produktion bis hin zum Kundenservice und zum Recycling.

Zur Validierung des Ansatzes werden drei konkrete Anwendungsfälle umgesetzt: ein teilautomatisiert produziertes T Shirt, ein smarter Parka sowie ein zirkuläres, wandlungsfähiges Blazer Kleid.

Dabei kommen nachhaltige Materialien wie biobasierte Fasern und recycelte Textilien zum Einsatz, die so verarbeitet werden, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus leichter wiederverwertet werden können. Die Produktion erfolgt lokal in Microfactories, die Produkte sind maßgefertigt nach den Wünschen der Kunden.

Darüber hinaus werden klein- und mittelständische Unternehmen sowie Start-Ups aktiv in zwei offene Ausschreibungen eingebunden und Interessengruppen in die Gestaltung der Plattform einbezogen. Zusätzlich werden Innovationen im Ökosystem gefördert, etwa in den Bereichen Automatisierung, Produktionstechnologien und digitale Dienstleistungen.

Langfristig zielt das Projekt darauf ab, ein europaweites Netzwerk von Microfactories aufzubauen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Einsatz nachhaltiger Materialien deutlich zu steigern. Gleichzeitig sollen Abfälle reduziert und die regionale Wertschöpfung gestärkt werden.

ALADIN bringt dafür die Industrie, die Kunden, die Politik und die Wissenschaft an einen Tisch – für eine nachhaltige, kreislauffähige Textilproduktion. Auf diese Weise wird ALADIN auch Vorbild für ähnliche Netzwerke sein, wodurch sich die positiven Effekte für Markt und Umwelt vervielfachen.

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont Europa“ der Europäischen Union unter der Fördervereinbarung Nr. 101294463 finanziell unterstützt. Die darin zum Ausdruck gebrachten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Gesundheit und Digitalisierung (HADEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Förderbehörde können dafür haftbar gemacht werden.

Quelle:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf DITF

World of Wipes Graphic INDA
08.07.2026

2026 World of Wipes® Conference

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

“Rockline is honored to receive the 2026 World of Wipes Innovation Award for the First Defense Fentanyl Detection Wipe. This recognition reflects the innovation, passion, and dedication of our team to develop a first-of-its-kind solution that helps protect first responders, EMS, law enforcement, and others with a convenient, single-use product that performs effectively in real-world environments.” – Doug Cole, Vice President – Global Product Development, Rockline Industries

Fellow finalists The Clorox Company, with their Clorox™ Refreshables™, and Lenzing Fibers, Inc., with their Lenzing™ DualWipe, were also honored for their innovation and market potential. Nominations for the 2027 World of Wipes Innovation Award® will open August 7, 2026.

2026 Lifetime Technical Achievement Awards
INDA was proud to honor Tom Daugherty and Carey Hobbs with Lifetime Technical Achievement Awards, recognizing their lasting contributions to the advancement of nonwoven technologies, business innovation, and the continued growth of the industry.

“It has been a great privilege to spend nearly 45 years collaborating with so many talented individuals in this industry to improve the lives of consumers worldwide. I am truly humbled to receive the INDA Lifetime Technical Achievement Award. My deepest thanks to my colleagues at P&G, partners across the supply sector, The Nonwovens Institute at NC State, the INDA community, and my wife and family for their amazing partnership. Here’s to the next generation of innovation!” – Thomas Daugherty, Associate Director, Procter & Gamble, and Deputy / Operations Director, The Nonwovens Institute (retired)

“I was shocked to learn that I’m receiving this Lifetime Achievement Award. I have devoted my professional career to making cars quieter, making jackets warmer, defending our country, and helping families enjoy quilting. This honor humbles me and lets me know that my career has positively impacted people’s lives.” – Carey Hobbs, President, Hobbs Bonded Fibers (retired)

Thoughts from Wipes Leaders
“WOW brought together an excellent mix of people, ideas, and commercial opportunity. The quality of the presentations was very strong, but what stood out most was the value of the conversations — connecting with customers, suppliers, and industry leaders in a setting that was both highly engaging and commercially meaningful. The organization of the event was excellent, and the INDA team created a professional, welcoming environment that made it easy to engage, exchange ideas, and strengthen relationships across the wipes and nonwovens industry.” – Nigel Gautry, Corporate Marketing and Sales Director, Saudi German Co. for Nonwoven Products

“WOW provided a fantastic experience and a valuable opportunity to share Soane Materials’ technology platform with leaders across the wipes industry. The presentations offered meaningful insight into where the market is headed, and the networking breaks created high-value conversations around innovation and new business opportunities.” – Elizabeth Huth-Helreigel, Business Development Director, Soane Materials

“WOW was a great experience from the moment I arrived. Within the first hour, I was already connecting with industry colleagues, customers, and partners for meaningful conversations about current business trends and future opportunities. The quality of the networking made it clear very quickly that WOW brings the right people together in one place.” – Robert Langill, Senior Director Sales, Precision Concepts / Comar

“Participation in WOW26 was an energetic and highly productive event that made it possible to consolidate relationships with existing customers, develop new business opportunities and gather strategic indications on the evolution of the North American wet wipes market. The networking was excellent, and the conversations we had with customers, partners, and industry leaders create valuable opportunities.” – Michael Lynch, Director – North America, IMA Tissue & Nonwoven

WOW Program Highlights
The program featured presentations and panel discussions on:

  • Consumer trends, growth opportunities, and innovations in wipes
  • Standards, regulations, labeling, and policy issues
  • Sustainable substrates and flushable material design
  • Manufacturing, converting, and performance innovations
  • Packaging sustainability and EPR requirements
  • Formulation, preservation, and product development advances

The event opened with the Wipes Development Course, held June 29-30 and led by Heidi Beatty, CEO of Crown Abbey. This 12-session course provided a comprehensive overview of wipes development, from concept to commercialization, covering materials selection, formulation design, and packaging considerations.

INDA announced that the next edition of the World of Wipes® Conference will take place June 7-10, 2027, in Indianapolis, Indiana.

Weitere Informationen:
World of Wipes INDA
Quelle:

INDA

08.07.2026

EmpCo-Richtlinie: HDE fordert praktikable Übergangs- und Abverkaufsfristen

In Deutschland droht in Folge einer neuen EU-Richtlinie weiterhin die Vernichtung von Waren und Verpackungen in großem, kaum absehbarem Umfang. Die Wirtschaft rechnet mit Schäden in Millionenhöhe. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert daher von der EU-Kommission ein Einlenken sowie praktikable Übergangs- und Abverkaufsfristen.

Hintergrund sind neue Regeln, unter anderem für die Werbung mit Umweltaussagen und die Verwendung von Nachhaltigkeitssiegeln. Sie mussten aufgrund der sogenannten „EmpCo-Richtlinie“ in das deutsche Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) integriert werden. „Unzählige bereits produzierte und im Lager der Unternehmen befindliche Produkte und Verpackungen aller Sortimente sind damit ab dem 27.09.2026 nicht mehr rechtskonform und dürfen nicht mehr verkauft werden. Dies ist eine Folge der fehlenden, beziehungsweise unzureichenden Abverkaufs- und Übergangsbestimmungen in der Richtlinie“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

In Deutschland droht in Folge einer neuen EU-Richtlinie weiterhin die Vernichtung von Waren und Verpackungen in großem, kaum absehbarem Umfang. Die Wirtschaft rechnet mit Schäden in Millionenhöhe. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert daher von der EU-Kommission ein Einlenken sowie praktikable Übergangs- und Abverkaufsfristen.

Hintergrund sind neue Regeln, unter anderem für die Werbung mit Umweltaussagen und die Verwendung von Nachhaltigkeitssiegeln. Sie mussten aufgrund der sogenannten „EmpCo-Richtlinie“ in das deutsche Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) integriert werden. „Unzählige bereits produzierte und im Lager der Unternehmen befindliche Produkte und Verpackungen aller Sortimente sind damit ab dem 27.09.2026 nicht mehr rechtskonform und dürfen nicht mehr verkauft werden. Dies ist eine Folge der fehlenden, beziehungsweise unzureichenden Abverkaufs- und Übergangsbestimmungen in der Richtlinie“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Dieses Versäumnis in der Normsetzung will die EU nun mit einem kürzlich veröffentlichten „Common Understanding“ des europäischen CPC-Netzwerks beheben. Die ausdrücklich nicht rechtsverbindliche Auslegungshilfe sieht vor, dass Behörden bei der Rechtsdurchsetzung den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigen und einen maßgeschneiderten Durchsetzungsansatz verfolgen, um Warenvernichtungen zu vermeiden. „Unabhängig von den grundsätzlichen rechtlichen Bedenken ist diese europäische Auslegungshilfe für deutsche Händler weitgehend wertlos“, so Genth. Denn in Deutschland erfolgt die Rechtsdurchsetzung im Lauterkeitsrecht durch private klagebefugte Einrichtungen, wie Wirtschafts- oder Verbraucherverbände. Diese werden durch die Veröffentlichung der EU nicht adressiert und sind an die Empfehlungen des CPC-Netzwerks nicht gebunden.

Um Abmahnungen und Unterlassungsklagen zu vermeiden, müssen deutsche Händler daher weiterhin ab dem 27.09.2026 alle nicht mehr rechtskonformen Produkte aus dem Sortiment nehmen und vernichten. „Der von der EU angestrebte verbesserte Umweltschutz und die intendierten Nachhaltigkeitsziele werden so konterkariert. Die EU-Kommission sollte die Richtlinie deshalb endlich um praxisgerechte Übergangs- und Abverkaufsfristen ergänzen. Nur so lässt sich für alle Marktteilnehmer in Europa Rechtssicherheit schaffen, statt mit rechtsstaatlich bedenklichen Konstruktionen die Versäumnisse der Vergangenheit zu kaschieren“, fordert Genth.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland