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14.08.2026

Supreme Women&Men München: Lust auf Neues ist zurück

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München zeigte, dass im Ordergeschäft wieder gezielt nach neuen Themen und neuen Geschäftschancen gesucht wird.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München machte sichtbar, dass Einkäufer nicht nur mit konkreten Orderplänen anreisten. Sie suchten aktiv nach neuen Kollektionen, neuen Marken und neuen Impulsen für die kommende Saison.

Zwischen DOB und HAKA, Schuhen und Accessoires zeigte sich in München ein breites Spektrum an Kollektionen und Stilrichtungen. Auffällig war vor allem die gezielte Suche der Einkäufer nach neuen Themen und konkreten Sortimentsimpulsen. Kleider spielten dabei eine besonders starke Rolle. Die Lust auf Neues zeigte sich dabei nicht nur in der Auswahl, sondern auch in einer veränderten Stimmung im Markt. Spürbar ist eine neue Sehnsucht nach Emotionalität, Wertigkeit und Tradition:

Gerade in einem Markt, in dem Zeit und Budgets sehr bewusst eingesetzt und Termine gezielt gewählt werden, steigt der Anspruch an Orderformate. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Kontakte, sondern ob die richtigen Marken, Einkäufer und Agenturen zur richtigen Zeit zusammenkommen.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München zeigte, dass im Ordergeschäft wieder gezielt nach neuen Themen und neuen Geschäftschancen gesucht wird.

Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN München machte sichtbar, dass Einkäufer nicht nur mit konkreten Orderplänen anreisten. Sie suchten aktiv nach neuen Kollektionen, neuen Marken und neuen Impulsen für die kommende Saison.

Zwischen DOB und HAKA, Schuhen und Accessoires zeigte sich in München ein breites Spektrum an Kollektionen und Stilrichtungen. Auffällig war vor allem die gezielte Suche der Einkäufer nach neuen Themen und konkreten Sortimentsimpulsen. Kleider spielten dabei eine besonders starke Rolle. Die Lust auf Neues zeigte sich dabei nicht nur in der Auswahl, sondern auch in einer veränderten Stimmung im Markt. Spürbar ist eine neue Sehnsucht nach Emotionalität, Wertigkeit und Tradition:

Gerade in einem Markt, in dem Zeit und Budgets sehr bewusst eingesetzt und Termine gezielt gewählt werden, steigt der Anspruch an Orderformate. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Kontakte, sondern ob die richtigen Marken, Einkäufer und Agenturen zur richtigen Zeit zusammenkommen.

Der Branchentreff wird größer als die Messe 
Beim Abendevent im H’ugo’s kamen Aussteller, Einkäufer, Agenturen und weitere Akteure der Branche zusammen. Bemerkenswert dabei: Auch Gäste, die selbst nicht auf der SUPREME WOMEN&MEN ausstellten, nutzten den Abend für Gespräche und neue Kontakte.
Damit wurde das Event zu mehr als einem klassischen Ausstellerabend. Es wurde zu einem Treffpunkt für die Münchner Fashion-Community und zu einer Verlängerung des Ordergeschehens in die Stadt.

Weitere Informationen:
DOB Haka Supreme Women&Men
Quelle:

Supreme Women&Men

14.08.2026

IFCO – Istanbul Fashion Connection August 19–21, 2026

Vom 19. bis 21. August 2026 feiert die Istanbul Fashion Connection (IFCO) im Istanbul Expo Center ihre 10. Ausgabe und bringt exportorientierte Hersteller, etablierte Marken und internationale Sourcing-Unternehmen der türkischen Bekleidungsindustrie mit Einkäufern aus aller Welt zusammen. 
 
Mehr als 300 Aussteller präsentieren auf 35.000 Quadratmetern ein umfassendes Fashion-Ökosystem mit Damen-, Herren- und Kindermode, Denim, Activewear, Abendmode, Brautmode, Wäsche, Strümpfen, Leder- und Pelzbekleidung sowie Schuhen. Ergänzt wird das Angebot durch die spezifischen Produktwelten IFCO Woman, IFCO Man, IFCO Kids und LineExpo, die klar definierte Sourcing-Bereiche für alle wichtigen Marktsegmente schaffen. 
 

Vom 19. bis 21. August 2026 feiert die Istanbul Fashion Connection (IFCO) im Istanbul Expo Center ihre 10. Ausgabe und bringt exportorientierte Hersteller, etablierte Marken und internationale Sourcing-Unternehmen der türkischen Bekleidungsindustrie mit Einkäufern aus aller Welt zusammen. 
 
Mehr als 300 Aussteller präsentieren auf 35.000 Quadratmetern ein umfassendes Fashion-Ökosystem mit Damen-, Herren- und Kindermode, Denim, Activewear, Abendmode, Brautmode, Wäsche, Strümpfen, Leder- und Pelzbekleidung sowie Schuhen. Ergänzt wird das Angebot durch die spezifischen Produktwelten IFCO Woman, IFCO Man, IFCO Kids und LineExpo, die klar definierte Sourcing-Bereiche für alle wichtigen Marktsegmente schaffen. 
 
Mit ihrem Hosted Buyer Programme, internationalen Einkäuferdelegationen und der engen Zusammenarbeit mit Messen und Branchenorganisationen weltweit schafft die IFCO hervorragende Möglichkeiten für neue Geschäftsbeziehungen und langfristige Partnerschaften. Ein besonderer Fokus liegt auf Einkäufern aus der Europäischen Union, Großbritannien, den USA und weiteren wichtigen internationalen Beschaffungsmärkten. Damit stärkt die IFCO ihre Position als eine der führenden internationalen Business- und Sourcing-Plattformen für die globale Bekleidungsindustrie und als Tor zur exportorientierten türkischen Modebranche. 
   
THE CORE – Kreativität im Mittelpunkt 
Mit THE CORE rückt IFCO die kreative Vielfalt der türkischen Modeindustrie konsequent ins Rampenlicht. Für 2026 wurde die etablierte Designplattform vollständig neu konzipiert. Anstelle des bisherigen klassischen Messestandkonzepts erwartet die Besucher bereits am Eingang der Messe eine kuratierte Fashion-Installation, die Design, Handwerkskunst und Innovation in einem inspirierenden neuen Format präsentiert. 

Unter dem Thema „ROOTED FORMS, SS27“ interpretieren 20 renommierte Designer organische Formen, verwitterte Oberflächen, mineralische Texturen und die Widerstandsfähigkeit der Natur in ausdrucksstarken Komplett-Looks. Zu den teilnehmenden Designern zählen Belma Özdemir, Emre Erdemoğlu, Erkan Demiroğlu, Bianco e Nero, TAGG, Gökhan Yavaş, Hatice Gökçe, Meltem Özbek, Mert Erkan, Niyazi Erdoğan, Özlem Erkan, Sudi Etuz, Tuba Ergin und Y PLUS by Yakup. 

Ergänzt wird THE CORE durch eine von der Istanbul Fashion Academy kuratierte Trend Area, die die wichtigsten Trendrichtungen für Frühjahr/Sommer 2027 präsentiert, sowie durch eine eigene B2B Area, die Designer, Marken, Einkäufer und Hersteller miteinander vernetzt. 
 
Design entwickelt sich zunehmend zu einem der entscheidenden Wettbewerbsvorteile der türkischen Bekleidungsindustrie. Die enge Verbindung von Kreativität, Materialinnovation und Fertigungskompetenz ermöglicht Kollektionen, die sich international nicht nur durch ihre Qualität, sondern auch durch eine unverwechselbare Designidentität hervorheben. 
 
Denim neu gedacht 
Seit Jahrzehnten zählt Denim zu den stärksten Exportkategorien der Türkei und steht wie kaum ein anderes Produkt für Innovationskraft, Fertigungskompetenz und kompromisslose Qualitätsstandards des Landes. 

Dank einer nahezu vollständig integrierten Lieferkette – von der Stoffentwicklung über fortschrittliche Wasch- und Veredelungstechnologien bis zur Konfektion – hat sich die Türkei als einer der weltweit führenden Standorte für die Produktion von Premium-Denim etabliert. 
 
Dieser Stärke trägt IFCO mit einer erweiterten Denim Area Rechnung. Internationale Einkäufer können dort die aktuellen Kollektionen führender Hersteller wie Catch, Koza Denim und 2Ypremium-Riches Paris entdecken sowie innovative Wasch- und Veredelungstechnologien, nachhaltige Produktionslösungen und aktuelle Markttrends kennenlernen. Die Denim Area verbindet Tradition, Kreativität und technologische Innovation. 
 
LINEXPO – Globaler Treffpunkt für die Wäsche- und Strumpfwarenindustrie 
Unter dem Dach der IFCO und in Halle 8 angesiedelt, zählt LINEXPO weiterhin zu den führenden Veranstaltungen, die türkische Hersteller von Wäsche und Strumpfwaren zusammenbringen. Nachdem LINEXPO erstmals im Rahmen der IFCO im Februar 2026 stattfand, kehrt sie zur August-Ausgabe 2026 mit einer ausgewählten Gruppe von Ausstellern auf die Messe zurück. 
 
Menswear – eine neue Bühne für eine der Kernkompetenzen der Türkei 
Herrenmode zählt seit Langem zu den wichtigsten Säulen der türkischen Bekleidungsindustrie. Ob klassische Konfektion, Smart Casual, Strick, Sportswear oder moderne Tailoring-Konzepte – türkische Hersteller genießen international einen hervorragenden Ruf für Produktqualität, Flexibilität und kurze Lieferzeiten. 
 
Auf der IFCO präsentiert sich dieses wichtige Segment in einem vollständig neuen Umfeld. Eine neu gestaltete Menswear Area in Halle 4 mit einem modernen Standkonzept rückt die Vielfalt und Innovationskraft der Aussteller in den Mittelpunkt und schafft zugleich ein inspirierendes Umfeld für internationale Geschäfte. 

Einkäufer treffen auf etablierte Hersteller wie Kiğılı, Jakamen, NCS, İmza, Kadir Büyükkaya und Terzi Adem, die kreative Kollektionen, herausragende Fertigungskompetenz und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis präsentieren und damit neue Impulse für den internationalen Menswear-Markt setzen. 
 
Nachhaltigkeit als treibende Kraft 
Nachhaltigkeit ist auf der IFCO nicht nur ein Trend – sie ist ein Innovationstreiber und steht für zukunftsweisende Lösungen für die textile Wertschöpfungskette von morgen. 

Spezielle Sustainability Areas präsentieren innovative Materialien, ressourceneffiziente Fertigungsprozesse und Unternehmen, die den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Textil- und Bekleidungsindustrie aktiv mitgestalten. Expert Talks und Podiumsdiskussionen beleuchten aktuelle Entwicklungen rund um den European Green Deal, den Digital Product Passport (DPP), die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) sowie die Themen Zertifizierung, Rückverfolgbarkeit und Green Finance. 

Internationalen Einkäufern bietet IFCO einen umfassenden Überblick über nachhaltige Lösungen – von recycelten und zertifizierten Materialkollektionen bis hin zu zukunftsorientierten Fertigungs- und Transparenzkonzepten. Gleichzeitig dient die Messe als Dialogplattform für Hersteller, Marken und Händler. Denn die grüne Transformation der Modeindustrie kann nur durch gemeinsame Verantwortung, langfristige Partnerschaften und gemeinsame Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelingen. 
 
Seminare & Panels – die Zukunft der Mode gestalten 
Begleitend zur Ausstellung bietet     IFCO     erneut ein hochkarätiges Konferenzprogramm mit Keynotes,     Expertenpanels und Branchendiskussionen, das wertvolle Einblicke in die wichtigsten Entwicklungen der internationalen Mode- und Bekleidungsindustrie vermittelt. 

Im Mittelpunkt stehen Themen wie die digitale Transformation der Bekleidungsbranche, der wachsende Einfluss künstlicher Intelligenz, nachhaltige Produktion und Denim-Innovationen sowie die wichtigsten Trends für die Saison Herbst/Winter 2027/28. 

Weitere Sessions beschäftigen sich mit der sich wandelnden Rolle von Design, Storytelling und Markenaufbau sowie mit der Frage, wie sich die visuelle Sprache der Mode auf Laufstegen, digitalen Plattformen und im Handel verändert. Führende Branchenvertreter, Unternehmensentscheider und Kreative teilen ihre Expertise mit renommierten Designern wie Dilek Hanif, Özlem Süer, Gül Ağış und Şansım Adalı. 
 
Inspiration, Networking und Business 
Fashion Shows und spezielle Networking-Formate ergänzen das Messeprogramm und schaffen ideale Voraussetzungen für Inspiration, internationale Kontakte und neue Geschäftsmöglichkeiten. 

Spektakuläre IFCO Fashion Shows präsentieren die neuesten Kollektionen und saisonalen Trends und stellen die Kreativität, Handwerkskunst und Designstärke der türkischen Modeindustrie in den Mittelpunkt. 

Herzstück des Networking-Programms ist die eigens konzipierte B2B Area, ein zentraler Meeting-Hub, der Marken, Einkäufer, Händler und Hersteller in einem professionellen und angenehmen Umfeld zusammenbringt. Sie bietet ideale Voraussetzungen für persönliche Gespräche, neue Geschäftskontakte und den Aufbau langfristiger kommerzieller Partnerschaften. 

Mit der Verbindung inspirierender Fashion-Präsentationen und effizienter Business-Networking-Formate unterstreicht die IFCO erneut ihre Position als führende internationale Plattform, auf der nachhaltige Geschäftsbeziehungen entstehen und zukünftige Kooperationen ihren Anfang nehmen. 
 
Kaum eine andere Stadt verbindet Märkte, Kulturen und Geschäftsmöglichkeiten so selbstverständlich wie Istanbul. Diese einzigartige internationale Dynamik macht die IFCO zu einem der wichtigsten Treffpunkte der globalen Modeindustrie. 

Quelle:

JANDALI MODE.MEDIEN.MESSEN

Abschlussveranstaltung Syschemiq © Syschemiq
Abschlussveranstaltung Syschemiq
14.08.2026

Länderübergreifendes Kunststoff-Recycling realisieren

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Im internationalen Forschungs- und Demonstrationsprojekt Syschemiq haben 21 Konsortialpartner aus fünf EU-Ländern vier Jahre lang erforscht, wie sich eine länderübergreifende Kunststoff-Kreislaufwirtschaft realisieren und optimieren lässt. Ob Sortiertechnik, Bewusstsein für Recycling, Produktdesign – das Projekt zielte darauf ab, die wichtigsten technischen sowie nichttechnischen Hindernisse überwinden zu können. Fraunhofer UMSICHT war insbesondere in den Themengebieten »Design for Recycling«, »Collection« und »City-Lab-Programm« tätig und erstellte beispielsweise eine Studie zum Verbraucherverhalten. Im Podcast berichtet Dr. Anna Kerps von den Ergebnissen und Herausforderungen im Projekt.

Gemischte Kunststoffabfälle stellen für das Recycling eine besondere Herausforderung dar, da sie nicht zusammen recycelt werden können. Das Produktdesign spielt ebenso eine große Rolle, da bestimmte Verpackungen unterschiedliche Plastikarten umfassen und von Verbrauchenden getrennt sortiert werden müssten, wie z.B. Aluminium-Deckel und Polypropylen (PP)-Gefäß eines Joghurtbechers. Mehr als 85 Prozent der gemischten Kunststoffabfälle gehen in der EU derzeit verloren. Daher sind EU-weit kreislauforientierte Systemlösungen auf regionaler Ebene entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

Im Projekt Syschemiq konnten nun für das Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande übertragbare Konzepte zur Sortierung von Plastikmüll, Ansätze für chemisches Recycling sowie Strategien für skalierbare Kreislauflösungen entwickelt werden. Auch partizipative Elemente zur Einbeziehung der Konsument*innen waren Teil des Projekts. Insbesondere am Brightlands Chemelot Campus bringen Partner diese Ergebnisse nun weiter zur Anwendung.

Studie zum Verbraucherverhalten
Fraunhofer UMSICHT erstellte eine Studie und ein Tool, das erstmals Konsumverhalten und Recyclinggewohnheiten systematisch in die Ökobilanzierung integriert (»Design for Recycling«).

»Die Studie bezieht das Verbraucherverhalten in die Ökobilanz (LCA) ein, um die Umweltauswirkungen von Joghurtverpackungen unter Berücksichtigung verschiedener Designvarianten und Entsorgungsszenarien zu bewerten«, erläutert Dr. Anna Kerps, Projektmitarbeitende von Fraunhofer UMSICHT. Zentrale Empfehlungen für das Produktdesign waren beispielsweise, dass immer größere Portionsgrößen zu bevorzugen sind, um den Materialverbrauch pro Kilogramm Joghurt zu senken; einfache PP-Deckelfolien in Kombination mit PP-Bechern zu verwenden und auch klare, gut sichtbare Trennanweisungen und einheitliche Recycling-Symbole bereitzustellen, um die Sortiergenauigkeit zu verbessern.

Zudem analysierten die Forschenden den Status quo bei der Erfassung und Sortierung von Verpackungsabfällen in Deutschland – als Grundlage, um diese Prozesse zu optimieren (»Collection & Sorting«). Um das Konsum- und Entsorgungsverhalten zu untersuchen, richteten sie ein »City Lab« ein, in dem Bürger*innen direkt eingebunden wurden und Bildungsformate für Schulen rund um das Thema Recycling entwickelt wurden.

Im Podcast erläutert Dr. Anna Kerps nun, was z.B. die größten Hindernisse bei Recyclingketten sind, welche Vorteile Kunststoff gegenüber Glas oder Pappe aufweist und wie Konsument*innen auf unterschiedliche Produktverpackungen reagieren.

Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia Foto (c) Andritz
Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia
12.08.2026

MENANG nimmt Produktion mit Airlay-Linie von ANDRITZ wieder auf

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

William Wong, Group Director von MENANG, erklärt: „Nach dem Brand lag unser Fokus darauf, den Wiederaufbau rasch voranzutreiben, um die Kontinuität für unsere Kunden und Partner sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von MENANG und ANDRITZ hat entscheidend dazu beigetragen, dies zu ermöglichen. Wir schätzen das Engagement und die Reaktionsbereitschaft über den gesamten Projektverlauf sehr und freuen uns, mit unserer neuen Airlay-Linie wieder in Betrieb zu sein.“

Die neu installierte ANDRITZ-Airlay-Linie bietet MENANG eine moderne und zuverlässige Technologie zur Vliesbildung und unterstützt damit das zukünftige Wachstum und die Ziele des Unternehmens in der Automobilindustrie.

Quelle:

ANDRITZ AG

Grafik: Gerd Altmann, Pixabay
12.08.2026

Greenwashing-Verbot: bevh fordert Abverkaufsfrist und Erlass gegen Steuern auf Sachspenden

„ Es wäre absurd, ausgerechnet intakte Produkte zu entsorgen, nur weil sie wegen einer neuen Umweltschutzrichtlinie nicht mehr marktfähig sind.“ Doch genau dieses Szenario droht: Am 27. September 2026 tritt in der EU die neue EmpCo-Richtlinie in Kraft. Sie verbietet unbestimmte Umweltaussagen („Greenwashing“) und soll für mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher sorgen. Betroffen sind beispielsweise Produkte mit dem Aufdruck „klimaneutral gedruckt“, bei denen die Emissionen lediglich über CO₂-Kompensationen ausgeglichen wurden.  
 
Die Vorgaben stellten Unternehmen vor ein Dilemma, so der bevh: Neuwertige Waren oder Verpackungen, die ursprünglich völlig rechtskonform bedruckt wurden, verlieren schlagartig ihre Verkehrsfähigkeit. Da viele dieser Produkte nachträglich nicht mehr angepasst werden können, bleibt oft nur die Vernichtung. 
 

„ Es wäre absurd, ausgerechnet intakte Produkte zu entsorgen, nur weil sie wegen einer neuen Umweltschutzrichtlinie nicht mehr marktfähig sind.“ Doch genau dieses Szenario droht: Am 27. September 2026 tritt in der EU die neue EmpCo-Richtlinie in Kraft. Sie verbietet unbestimmte Umweltaussagen („Greenwashing“) und soll für mehr Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher sorgen. Betroffen sind beispielsweise Produkte mit dem Aufdruck „klimaneutral gedruckt“, bei denen die Emissionen lediglich über CO₂-Kompensationen ausgeglichen wurden.  
 
Die Vorgaben stellten Unternehmen vor ein Dilemma, so der bevh: Neuwertige Waren oder Verpackungen, die ursprünglich völlig rechtskonform bedruckt wurden, verlieren schlagartig ihre Verkehrsfähigkeit. Da viele dieser Produkte nachträglich nicht mehr angepasst werden können, bleibt oft nur die Vernichtung. 
 
„Transparenz für Verbraucher ist wichtig. Sie darf aber nicht über dem Ziel der Abfallvermeidung stehen“, betont Eva Behling, Leiterin Recht & Compliance beim bevh. Sie fordert neben einer Abverkaufsfrist über den 27. September hinaus – wie sie etwa auch in Österreich gilt – eine weitreichendere Lösung für nicht mehr konforme Waren. Sollte ein Unternehmen sich zur Spende solcher Waren entscheiden, bietet das gemeinnützige bevh-Mitglied innatura eine Plattform, um solche Produkte bedarfsgerecht in den sozialen Sektor zu verteilen. Da innatura ausschließlich juristische Personen beliefert, darf sie auch nicht mehr marktfähige, aber sichere Produkte annehmen. 
 
„Die Spende neuwertiger Waren für wohltätige Zwecke muss Vorrang vor der Entsorgung haben. In Deutschland sind solche Sachspenden jedoch umsatzsteuerpflichtig, während die Vernichtung steuerfrei bleibt. Müllvermeidung und soziales Engagement lohnen sich für viele Unternehmen daher schlichtweg nicht“, so Behling weiter. „Wir benötigen eine dauerhafte, rechtssichere und EU-konforme Lösung, damit solche Produkte ungehindert in den sozialen Sektor fließen und dort die immer knapperen Budgets entlasten können“, betont Dr. Juliane Kronen, Geschäftsführerin der innatura gGmbH. 
 
Der Handlungsdruck auf die Bundesregierung steigt. Der bevh fordert sie dazu auf, kurzfristig per Erlass die Bemessungsgrundlage für Sachspenden im Zuge der EmpCo-Umstellung zu reduzieren. Zudem müsse am langfristigen Ziel einer grundlegenden Steuerreform unter dem Motto „Spenden statt entsorgen“ festgehalten werden. 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. Foto: SMIL/Schäfer
Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. (Foto: SMIL/Schäfer)
11.08.2026

KI-Modellprojekt für den Mittelstand

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit dem Projekt übernimmt die WHZ eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines regionalen, souveränen Datenraums für Südwestsachsen. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen den sicheren Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten zu ermöglichen und damit den Einsatz von KI-Anwendungen in der Praxis zu erleichtern. Die Hochschule bringt insbesondere ihre wissenschaftliche Expertise in den Bereichen Datenanalyse, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ein. Die Leitung des Vorhabens übernehmen seitens der WHZ Prof. Dr. Christoph Laroque sowie Prof. Dr. Tobias Teich.

Prof. Dr. Christoph Laroque: „Das Projekt und die Unterstützung des simul⁺InnovationHub geben uns die Möglichkeit, unsere Aktivitäten im Bereich der KI nachhaltig auszubauen und zu etablieren. Dafür sind wir dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung dankbar und blicken der gemeinsamen Arbeit mit Freude entgegen.“ 

Auch Prof. Dr. Tobias Teich betont die Chancen, welche das Projekt mit sich bringt: „Mit diesem Vorhaben greifen wir ein zentrales Zukunftsthema auf, das sowohl für die regionale Wirtschaft als auch für das Forschungsprofil unserer Hochschule von hoher Bedeutung ist. Gleichzeitig ergänzt und stärkt das Projekt unsere bestehenden Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz.“

Staatsministerin Regina Kraushaar unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die Regionalentwicklung: „In der Region Südwestsachsen steckt viel Innovationspotenzial – sowohl in den Unternehmen als auch in den Hochschulen. Beides noch enger zusammenzubringen und zu zeigen, wie Daten und Künstliche Intelligenz gerade kleinen und mittleren Unternehmen im Alltag helfen können, ist unser Ansatz in diesem Projekt, für das wir 150.000 Euro zur Verfügung stellen. Gut angelegtes Geld, das Wissenschaft und Mittelstand an konkrete Anwendungsfälle bringt und die Grundlagen schafft, um diese später auch für größere Vorhaben nutzen zu können. Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Projekt eine Brücke zur geplanten Bundesförderung aus dem BMDS bauen, die wir für dieses Jahr erwarten, und die den Transfer von KI aus der Forschung in marktwirksame Anwendungen deutlich beschleunigen soll. Die Vorarbeiten über das Modellprojekt sollen die Region in die Lage versetzen, sich zu bewerben, sobald ein entsprechender Projektaufruf erfolgt – damit aus der prototypischen Erprobung im Mittelstand etwas Größeres entstehen kann.“

Im Mittelpunkt des Projekts steht die prototypische Erprobung eines regionalen „Marktplatzes der Daten“. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen sollen dort testen, wie Daten sicher ausgetauscht und für KI-Anwendungen genutzt werden können. In mindestens vier Realexperimenten werden gemeinsam mit Unternehmen konkrete Anwendungsfälle entwickelt und erprobt. Dazu zählen unter anderem die automatisierte Dokumentenverarbeitung, bildgestützte Qualitätskontrolle oder intelligente Produktionsplanung.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts bündeln die Duale Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen und die WHZ Ihre KI-Kompetenzen sowie Ihre Netzwerke.
Das Projekt verfügt über ein Gesamtvolumen von 187.500 Euro bei einer Förderquote von 80 Prozent und ist auf sechs Monate angelegt.

Die Ergebnisse des Modellprojekts sollen in den laufenden Masterplanprozess für die Region Chemnitz/Südwestsachsen einfließen und Perspektiven für weitere Fördervorhaben im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Schlüsseltechnologien eröffnen.

Hintergrund
Das Projekt wird im Rahmen des simul⁺InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung gefördert. Der simul⁺InnovationHub unterstützt innovationsgestützte Regionalentwicklung in Sachsen und stärkt die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Kommunen und weiteren regionalen Akteuren.

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ

10.08.2026

Verpackung als Bürokratietreiber für Textilunternehmen

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Komplexe Rollenverteilung schafft Rechtsunsicherheit für Unternehmen
Eine zentrale Rechtsunsicherheit liegt bereits in der ersten unternehmerischen Hürde: der Rolleneinordnung. Lässt ein Unternehmen bspw. Verkaufsverpackungen von einem Dritten herstellen, gestaltet diese jedoch mit eigenem Logo oder Design, gilt es selbst als Erzeuger und muss den vollständigen Pflichtenumfang erfüllen. Bezieht er dieselbe Verpackung ohne Markenlogo „von der Stange“ treffen die Pflichten primär den Produzenten der Verpackung. Die Abgrenzung der verschiedenen Rollen ist in der Praxis häufig schwer nachvollziehbar und erhöht den Umsetzungsaufwand erheblich.

Der weniger als zwei Wochen vor Anwendungsbeginn veröffentlichte Fragen- und Antwortenkatalog beseitigt diese Unsicherheiten nur teilweise. So wurde z.B. die vorherige Annahme, dass bereits produzierte Verpackungen zum Stichtag mit der notwendigen Kennzeichnung nachgerüstet werden müssen, durch den Katalog zu spät revidiert, sodass dieser für Unternehmen keine Entlastung mehr bringt.

Auch die auf Erzeuger zukommenden Pflichten sind äußerst umfangreich – jeder individuelle Bestandteil der Verpackung, wie z.B. Etiketten, Kleiderbügel, Stecknadeln, Folien, Einlegepapiere, Versandkartons usw. muss künftig mit einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer sowie Kontaktinformationen gekennzeichnet werden. Ab 2028 kommen einheitliche Sortierhinweise und Angaben zur Materialzusammensetzung hinzu. Ab 2030 gelten weitere Anforderungen an Rezyklatanteile, Recyclingfähigkeit sowie den ungenutzten Raum von Versand- und Umverpackungen.

Unabhängig von der Rolle gelten diverse Verpackungen zudem als systembeteiligungspflichtig – die Inverkehrbringer müssen sich registrieren und einen Bevollmächtigten benennen. Da es EU-weit kein einheitliches Registrierungssystem gibt, muss dieses für jedes Land einzeln erfolgen. Alleine dies stellt für kleine und mittelständische Unternehmen einen erheblichen Aufwand dar. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner kritisiert: „Die Umsetzung der Verpackungsverordnung ist das neueste Beispiel für überbordende Bürokratie fernab jeglicher Praxis: komplexe Rollenzuordnungen, unverhältnismäßige Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten und ein regulatorischer Flickenteppich bei der Registrierung. Ein Binnenmarkt, der sich insbesondere für kleinere Unternehmen nicht mehr rechnet, führt seinen eigenen Anspruch ad absurdum. Mit den politischen Versprechen von Bürokratieabbau und mehr Wettbewerbsfähigkeit hat das nichts zu tun.“

Systembeteiligungspflicht für Etiketten und Kleiderbügel auf den Prüfstand
Kritisch bewertet Südwesttextil auch die Einordnung sämtlicher Etiketten als Verpackungen. Rein informationstragende Etiketten erfüllen regelmäßig keine Schutz-, Handhabungs- oder Darreichungsfunktion, sondern dienen ausschließlich der Produktkennzeichnung sowie der Erfüllung gesetzlicher Informationspflichten. Unter diesem Aspekt fordert der Verband, Etiketten aus dem Geltungsbereich der Verpackungsverordnung auszunehmen. Bis dahin sollte zumindest die Systembeteiligungspflicht für diese entfallen, um den bürokratischen Aufwand zu verringern.

Auch die Bewertung von Kleiderbügeln als systembeteiligungspflichtig sollte aus Sicht von Südwesttextil stärker an der tatsächlichen Nutzung ausgerichtet werden. Diese werden im privaten Haushalt häufig weiterverwendet und fallen daher vielfach nicht typischerweise als Abfall an. Diese tatsächliche Nutzung sollte bei der Bewertung berücksichtigt werden, um die in der Praxis bereits etablierte Wiederverwendung nicht durch zusätzliche Pflichten zu erschweren.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fordert: „Regelungen müssen sich an der tatsächlichen Funktion eines Produkts orientieren. Wo Etiketten ausschließlich informieren und Kleiderbügel vielfach weiterverwendet werden, führen zusätzliche Pflichten vor allem zu mehr Bürokratie – ohne einen erkennbaren Mehrwert für Umwelt oder Verbraucher.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

(c) Capture Island
10.08.2026

SUPREME WOMEN&MEN: Düsseldorf zeigt sich als Modestadt

Volle Termine, intensive Gespräche und eine Branche, die den persönlichen Austausch wieder sichtbar sucht: Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN Düsseldorf vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigte, welche Bedeutung konzentrierte Orderformate in einem anspruchsvollen Markt haben. 

Internationale Kollektionen, etablierte Agenturen und neue Aussteller trafen in der KWS 117-119 auf Einkäufer und Handelspartner aus dem gesamten DACH-Raum. Dabei ging es nicht nur um die Order der kommenden Saison. Es ging um neue Ideen, gemeinsame Pläne und die Frage, wie Marken und Handel den Markt künftig erfolgreich gestalten. 

Auch außerhalb der Showrooms war Mode in der Stadt deutlich präsent. Die Düsseldorf Fashion Days bündelten vom 22. bis 29. Juli das Ordergeschäft, Showrooms und weitere Fashion-Aktivitäten, während das DFD Festival am Corneliusplatz die Königsallee mit Runway-Shows und einem Programm für die Stadt aktivierte. Die SUPREME WOMEN&MEN war Teil dieser gemeinsamen Bewegung und brachte ihre eigene Stärke ein: einen kuratierten Rahmen, kurze Wege und die Nähe zwischen Marken, Agenturen und Handel. 

Volle Termine, intensive Gespräche und eine Branche, die den persönlichen Austausch wieder sichtbar sucht: Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN Düsseldorf vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigte, welche Bedeutung konzentrierte Orderformate in einem anspruchsvollen Markt haben. 

Internationale Kollektionen, etablierte Agenturen und neue Aussteller trafen in der KWS 117-119 auf Einkäufer und Handelspartner aus dem gesamten DACH-Raum. Dabei ging es nicht nur um die Order der kommenden Saison. Es ging um neue Ideen, gemeinsame Pläne und die Frage, wie Marken und Handel den Markt künftig erfolgreich gestalten. 

Auch außerhalb der Showrooms war Mode in der Stadt deutlich präsent. Die Düsseldorf Fashion Days bündelten vom 22. bis 29. Juli das Ordergeschäft, Showrooms und weitere Fashion-Aktivitäten, während das DFD Festival am Corneliusplatz die Königsallee mit Runway-Shows und einem Programm für die Stadt aktivierte. Die SUPREME WOMEN&MEN war Teil dieser gemeinsamen Bewegung und brachte ihre eigene Stärke ein: einen kuratierten Rahmen, kurze Wege und die Nähe zwischen Marken, Agenturen und Handel. 

Quelle:

THE SUPREME GROUP

Foto (c) Mammut
06.08.2026

Mammut: Premium-Outdoor-Bekleidung für die nächste Generation

Im Zuge der Kollaboration mit MINI A TURE Copenhagen erweitert das Schweizer Traditionsunternehmen sein Portfolio um eine Kids Collection und begleitet Familien künftig über alle Lebensphasen hinweg im Outdoor-Bereich.

Vom Klettersteig bis zum Spielplatz: Mammut bringt mit der neuen Kids Collection erstmals eine eigenständige Kinderlinie auf den Markt und holt damit die nächste Generation von Outdoor-Fans mit an Bord. Entwickelt in Zusammenarbeit mit MINI A TURE Copenhagen, einer führenden skandinavischen Marke für hochwertige Kinder-Outerwear, schließt Mammut damit eine Lücke im Premium-Segment: Bekleidung, die technische Ansprüche und kindgerechtes Design vereint.

Im Zuge der Kollaboration mit MINI A TURE Copenhagen erweitert das Schweizer Traditionsunternehmen sein Portfolio um eine Kids Collection und begleitet Familien künftig über alle Lebensphasen hinweg im Outdoor-Bereich.

Vom Klettersteig bis zum Spielplatz: Mammut bringt mit der neuen Kids Collection erstmals eine eigenständige Kinderlinie auf den Markt und holt damit die nächste Generation von Outdoor-Fans mit an Bord. Entwickelt in Zusammenarbeit mit MINI A TURE Copenhagen, einer führenden skandinavischen Marke für hochwertige Kinder-Outerwear, schließt Mammut damit eine Lücke im Premium-Segment: Bekleidung, die technische Ansprüche und kindgerechtes Design vereint.

Warum jetzt Kidswear?
Eltern, die gerne und viel in der Natur unterwegs sind, legen Wert auf Kinderbekleidung, die ihrer eigenen Ausrüstung in Sachen Schutz, Performance und Komfort in nichts nachsteht. Kidswear ist für Mammut daher kein kurzfristiges Experiment, sondern eine langfristige strategische Säule. Um den Anforderungen des Kindermarkts – von Sicherheitsstandards bis Passform – gerecht zu werden, hat sich Mammut bewusst für einen erfahrenen Partner entschieden: MINI A TURE Copenhagen bringt fundiertes Kidswear-Know-how mit und ergänzt Mammuts technische Outdoor-Expertise ideal.

Ilaria Pellegrini, Product Managerin bei Mammut, zum Ursprung der Kinderkollektion:
«Die Idee für die Zusammenarbeit entstand eigentlich daraus, dass wir unseren Kund:innen genau zugehört haben. Unser Produktteam hat über die Zeit immer wieder Feedback von Eltern erhalten, die Mammut-Produkte lieben und sich fragten, warum wir dieselbe Qualität nicht auch für Kinder anbieten. Wir wussten aber auch: Wenn wir das richtig machen wollen, brauchen wir einen Partner mit echter Expertise im Kinderbereich – deshalb haben wir uns für MINI A TURE entschieden.»

Klare Aufgabenteilung, gemeinsame Werte
Mammut verantwortet Strategie, Vertrieb sowie globales Marketing; MINI A TURE übernimmt Design, Entwicklung und Qualitätssicherung der einzelnen Styles. Verbunden werden beide Marken durch eine gemeinsame Liebe zur Natur und ein starkes Verantwortungsbewusstsein für Qualität und nachhaltige Produktion.

Für Kinder von 4 bis 14 Jahren
Die Kollektion richtet sich an Kinder mit einer Größe von 104 bis 164 cm (ca. 4-14 Jahre) und ist im Premium-Segment positioniert. Viele Styles orientieren sich an bewährten Mammut-Erwachsenenmodellen. Ob beim Klettern in der Crag Climbing Pant, beim Wandern in der wetterfesten Taiss HS Hooded Jacket oder im Alltag mit der vielseitigen Rime IN Hooded Jacket als Herzstück der Kollektion – die Produkte begleiten Kinder durch die unterschiedlichsten Abenteuer. Reflektierende Elemente, abnehmbare Kapuzen und weitere kindgerechte Details entsprechen den spezifischen Sicherheitsanforderungen.

Blick in die Zukunft
Nach einer ersten limitierten FW25-Kollektion im Direct-to-Consumer-Vertrieb ist die Kids-Kollektion ab der SS26-Saison erstmals über ein breites Wholesale-Netzwerk erhältlich. Fokusregion ist zunächst EMEA, eine Erweiterung nach NAM und APAC ist geplant. Mammut sieht in Kidswear großes Zukunftspotenzial und plant eine kontinuierliche Erweiterung um neue Styles und Farben für die Herbst-/Wintersaison 2026/27. 

Weitere Informationen:
Outdoor Outdoorbekleidung Kidswear Mammut
Quelle:

Mammut 

BTE-Kongress Grafik (c) BTE
06.08.2026

BTE-Kongress am 3. November: Profitabilität im Fokus

Im Mittelpunkt des 10. BTE-Kongresses stehen Maßnahmen zur Frage, wie die mittelständische Fashion- und Schuhbranche ihre Profitabilität erhöhen kann. Dabei werden u.a. folgende Inhalte behandelt: Wie kann ich mein Unternehmen angesichts steigender Kosten, veränderter Kundenbedürfnisse und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zukunftsfähig aufstellen? Welche Konzepte und Ideen funktionieren bereits in der Praxis? Und welche Maßnahmen und digitale Instrumente helfen mir, jetzt und künftig ausreichende Renditen zu erwirtschaften? 
 
Der BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“ am 3. November 2026 im MediaPark Köln will dazu praktikable Antworten liefern. Die Bandbreite der Vorträge und Talkrunden umfasst dabei das gesamte unternehmerische Spektrum - von Standortverbesserungen über Mitarbeiter- und Marketingthemen bis zu digitalen Innovationen und Fragen rund ums Sortiment sowie einer optimierten Zusammenarbeit mit den Industriepartnern. Ziel ist es, den Teilnehmenden Impulse und Werkzeuge zu vermitteln, die sich einfach in die eigene betriebliche Praxis integrieren lassen.
 

Im Mittelpunkt des 10. BTE-Kongresses stehen Maßnahmen zur Frage, wie die mittelständische Fashion- und Schuhbranche ihre Profitabilität erhöhen kann. Dabei werden u.a. folgende Inhalte behandelt: Wie kann ich mein Unternehmen angesichts steigender Kosten, veränderter Kundenbedürfnisse und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zukunftsfähig aufstellen? Welche Konzepte und Ideen funktionieren bereits in der Praxis? Und welche Maßnahmen und digitale Instrumente helfen mir, jetzt und künftig ausreichende Renditen zu erwirtschaften? 
 
Der BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“ am 3. November 2026 im MediaPark Köln will dazu praktikable Antworten liefern. Die Bandbreite der Vorträge und Talkrunden umfasst dabei das gesamte unternehmerische Spektrum - von Standortverbesserungen über Mitarbeiter- und Marketingthemen bis zu digitalen Innovationen und Fragen rund ums Sortiment sowie einer optimierten Zusammenarbeit mit den Industriepartnern. Ziel ist es, den Teilnehmenden Impulse und Werkzeuge zu vermitteln, die sich einfach in die eigene betriebliche Praxis integrieren lassen.
 
So wird es nach einer aktuellen Keynote des BTE-KompetenzPartners hachmeister + partner eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion über „mehr Profitabilität im Multilabel-Business“ geben. Eine weitere Talkrunde dreht sich um die Chancen von nachhaltiger Mode. Außerdem stehen folgende Punkte auf der Agenda:

  • So stellt sich das Modehaus Zinser für die Zukunft auf: Talk mit Christian Klemp (Modehaus Zinser, Tübingen)
  • Vom Store zum Fashion Universe: Wie Engelhorn im Luxemburger GRIDX die Zukunft des Retails neu definiert: Lisa Beck (atelier 522, Markdorf) und Peter Eberle (Engelhorn, Luxemburg)
  • Gegenwart und Zukunft des Modehandels in Innenstädten - Ergebnisse aktueller Umfragen/Studien: Zwiegespräch zwischen Angelika Winkler (Betty Friedel, Lohr/Main) und Rolf Pangels (BTE, Berlin)
  • Menschen stehen im Mittelpunkt – wie Schwesterherzen Kundinnen und Mitarbeiterinnen begeistert: Talk mit Gaby Flatinger (Schwesterherzen, Bretten)

Weitere Informationen und Anmeldung unter https://www.bte.de/bte-kongress-2026/. Auf der Website zum BTE-Kongress stehen ebenfalls die ersten Referentenbilder bereit. Teilnehmergebühren bei Anmeldung bis 31. August: 299 Euro für EHV- und EFG-Mitglieder; 399 Euro für Teilnehmende aus Fashionhandel und -industrie; 699 Euro für sonstige Teilnehmende (jeweils zzgl. MwSt.). 

Weitere Informationen:
BTE-Kongress BTE Fashion-Emotion 4.0
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Bed, Bath & Living (c) Messe Frankfurt, Sutera
04.08.2026

Heimtextil erweitert Bed, Bath & Living

Die Heimtextil erweitert ihr Angebot für Bed, Bath & Living: Mit „Comfort & Connect" entsteht im Foyer der Halle 5.1 ein neuer Treffpunkt für hochwertige Bett-, Bad- und Lifestyle-Kollektionen. Nach „Sleep & Meet" ist es bereits das zweite Areal, mit dem die Heimtextil ihr Angebot für Aussteller und Einkäufer*innen noch fokussierter gestalten will. 

Bereits bestätigt sind Auskin Europe, Essenza Home, Formesse, Hermann Biederlack, Ibena Textilwerke, Sprügel Hometex, Stuco sowie Zoeppritz. Mehrere Unternehmen kehren nach längerer Ausstellungspause auf die Heimtextil zurück. „Comfort & Connect" richtet sich an den Facheinzelhandel – allen voran Bettenfachhändler –, an Entscheider*innen aus Hospitality und Objektausstattung sowie an internationale Einkäufer*innen. Das Angebot umfasst Bett- und Badtextilien, Dekokissen sowie Wohnaccessoires. Die zentrale Platzierung im Foyer der Halle 5.1 schafft kurze Wege zu den weiteren Bereichen von Bed, Bath & Living in den Hallen 5.0 und 5.1 und Smart Bedding in der Halle 4.0.

Die Heimtextil erweitert ihr Angebot für Bed, Bath & Living: Mit „Comfort & Connect" entsteht im Foyer der Halle 5.1 ein neuer Treffpunkt für hochwertige Bett-, Bad- und Lifestyle-Kollektionen. Nach „Sleep & Meet" ist es bereits das zweite Areal, mit dem die Heimtextil ihr Angebot für Aussteller und Einkäufer*innen noch fokussierter gestalten will. 

Bereits bestätigt sind Auskin Europe, Essenza Home, Formesse, Hermann Biederlack, Ibena Textilwerke, Sprügel Hometex, Stuco sowie Zoeppritz. Mehrere Unternehmen kehren nach längerer Ausstellungspause auf die Heimtextil zurück. „Comfort & Connect" richtet sich an den Facheinzelhandel – allen voran Bettenfachhändler –, an Entscheider*innen aus Hospitality und Objektausstattung sowie an internationale Einkäufer*innen. Das Angebot umfasst Bett- und Badtextilien, Dekokissen sowie Wohnaccessoires. Die zentrale Platzierung im Foyer der Halle 5.1 schafft kurze Wege zu den weiteren Bereichen von Bed, Bath & Living in den Hallen 5.0 und 5.1 und Smart Bedding in der Halle 4.0.

„Sleep & Meet“ mit dem Fachverband Matratzen-Industrie e. V. 
In unmittelbarer Nähe, in Halle 4.0, steht die Produktgruppe Smart Bedding im Fokus. Gemeinsam mit dem Fachverband Matratzen-Industrie e. V. präsentiert die Heimtextil erneut das Areal „Sleep & Meet“. Zahlreiche namhafte Marken aus dem Matratzenbereich wie Auping Germany, Bettwaren Stendebach, Dormiente, die EuroComfort Group mit  Badenia, Brinkhaus, Lück und Schlaraffia, f.a.n. frankenstolz mit Heinrich Häussling und Centa Star sowie Hüsler Nest, Paar Matratzenfabrik und Schwarzwald Schlafsysteme haben ihre Teilnahme bestätigt. Das Areal ergänzt das Angebot rund um Schlafkomfort und Schlafsysteme und schafft zusätzliche Anknüpfungspunkte für den Handel.

Quelle:

Messe Frankfurt

Grafik Pixabay, Thanh Nguyen Slq
03.08.2026

Messe Frankfurt & Supima: Neues kuratiertes Sourcing-Event für Stoffe in New York City

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

New York City und Mailand: zwei unterschiedliche Formate, eine Strategie
Prefab ist Teil der Entwicklung kuratierter Formate der Messe Frankfurt für den Markt hochwertiger Bekleidungstextilien. In Europa wird die Value Milan vom 3. bis 5. Februar 2027 in „The Mall“ in Porta Nuova erstmals stattfinden und ausgewählte internationale Hersteller*innen mit dem europäischen Modemarkt zusammenbringen. Prefab verfolgt einen gezielten nordamerikanischen Ansatz, der sich ausschließlich der SUPIMA®-Baumwolle widmet und den Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten ist.

Prefab führt damit ein kompaktes Format für den nordamerikanischen Markt ein. Anstelle einer herkömmlichen Messe stehen hier Stoffe und Fachwissen im Mittelpunkt. Eine einheitliche, designorientierte Präsentation verschafft allen Hersteller*innen die gleiche Sichtbarkeit und fördert gezielte Gespräche, Vergleiche und den Aufbau von Beziehungen.

Eine eigenständige Plattform für eine der hochwertigsten Baumwollsorten der Welt
Supima ist der Verband, der die Hersteller*innen und Verarbeiter*innen von SUPIMA® vertritt, der Premium-Baumwollmarke aus extra langstapeliger Pima-Baumwolle, die in den Vereinigten Staaten angebaut wird. SUPIMA® ist international für seine außergewöhnliche Faserqualität, Strapazierfähigkeit, weiche Textur und Farbbeständigkeit bekannt. Durch sein Netzwerk aus Mitgliedsunternehmen und weltweiten Markenpartnerschaften hat sich Supima zu einer der führenden Qualitätsinitiativen der Textilindustrie entwickelt.

Prefab soll zeigen, wie die Supima-Mitgliedsunternehmen diese außergewöhnlichen Fasereigenschaften in hochwertige Stoffe für Luxusbekleidung verwandeln – von Hemden- und Anzugstoffen bis hin zu Denim, Strickwaren und innovativen Textilkonstruktionen.

„New York ist einer der weltweit wichtigsten Modemärkte und der ideale Ort für ein bewusst selektives Format“, sagt Jennifer Bacon, Vice President Fashion and Apparel Shows bei der Messe Frankfurt, Inc. „Prefab bringt herausragende Supima-Mitgliedsunternehmen mit den Entscheidungsträger*innen führender Marken zusammen – in einem Umfeld, das ganz auf Fachkompetenz und langfristige Partnerschaften ausgerichtet ist. Das ist der ‚Best-of-the-Best‘-Ansatz.“

Die Ausstellung ist ausschließlich Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten
Nur Unternehmen, die Mitglied bei Supima sind, sind zur Teilnahme an der Prefab berechtigt. Bei der Premiere werden rund 40 ausgewählte Aussteller vertreten sein. Die Auswahl der Teilnehmer*innen erfolgt unter Berücksichtigung einheitlicher Qualitätsstandards und Relevanz, während sich die Besucheransprache an Führungskräfte richtet, die für Design, Stoffentwicklung, Sourcing und Einkauf verantwortlich sind.

Ein designorientiertes Umfeld im Altman Building
Im Altman Building findet die Premiere von Prefab statt. Das besondere Ambiente unterstreicht das kompakte, designorientierte Konzept und ermöglicht zielgerichtete Präsentationen sowie ungestörte Gespräche. Die Aussteller werden auf Augenhöhe präsentiert: Nicht die Standgröße, sondern die Qualität bestimmt ihre Präsenz. Dank der Lage im Herzen der New Yorker Modebranche ist die Messe für die meisten Marken, Einzelhändler*innen und Designer*innen bequem zu erreichen.

Quelle:

Messe Frankfurt

Mit UMT wird Freudenberg Performance Materials zum Full-Service-Anbieter für Advanced Wound Care. © Freudenberg Performance Materials
03.08.2026

Freudenberg Performance Materials übernimmt Foshan United Medical

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Technologien und regulatorisches Know-how
Die Kernkompetenz von UMT reicht von der Faserproduktion -bzw. Funktionalisierung über Vliesstoffproduktion bis hin zur Endverpackung, Sterilisation und Marktzulassung. 

Das regulatorische Know-how von UMT, erfolgreiche internationale Erstzulassungen von Produkten sowie Patentanmeldungen in China, Europa und den USA bilden einen weiteren wichtigen  Baustein für den Ausbau des Healthcare-Geschäfts von Freudenberg Performance Materials. 

Individuelle Lösungen für Kunden
Mit der Übernahme von UMT deckt Freudenberg Performance Materials alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette im eigenen Haus ab und verfügt damit über eine der breitesten Technologieplattformen im Markt für moderne Wundversorgung. Künftig bietet das Unternehmen Kunden ein breites Spektrum an Lösungen für unterschiedliche Anwendungen: Wundauflagen aus Polyurethanschaum, mit Silikonbeschichtung oder antimikrobiellen Wirkstoffen wie Silber. Ergänzt wird das Portfolio durch absorbierende Faserlösungen auf Basis von Alginaten, Chitosan und CMC basierten Wundauflagen. Die breite technologische Basis eröffnet umfassende Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für Kunden weltweit.

Quelle:

Freudenberg Performance Materials 

(c) Helly Hansen
03.08.2026

Helly Hansen eröffnet ersten Store in Deutschland

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

„München vereint vieles von dem, wofür Helly Hansen steht: die Nähe zu Bergen und Seen, die Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten sowie den hohen Anspruch an Qualität und Funktion. Gleichzeitig ist die Stadt ein urbanes Zentrum – und genau dort überzeugen unsere technisch anspruchsvollen und zugleich stilvollen Parkas sowie unsere Regenjacken- und Mäntel der Lifestyle-Kollektion“, sagt Michael Uhl, General Manager DACH bei Helly Hansen. „Mit unserem eigenen Store schaffen wir einen Ort, an dem Kundinnen und Kunden die Marke in ihrer ganzen Vielfalt erleben können – von innovativen Technologien bis zu den Geschichten hinter unseren Produkten.“

Die Marke erlebbar machen
Ziel des neuen Stores ist es, die DNA von Helly Hansen sichtbar und erlebbar zu machen. Die Wurzeln der Marke im Segelsport, im alpinen Bereich und im professionellen Wetterschutz spiegeln sich sowohl im Sortiment als auch im Store-Konzept wider.

„Unsere Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Profis, die unter den anspruchsvollsten Bedingungen der Welt unterwegs sind – auf dem Wasser, in den Bergen und im Schnee“, so Uhl weiter. „Dieses Wissen und diese Erfahrung möchten wir direkt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben und sie dabei unterstützen, die passende Ausrüstung für ihre eigenen Abenteuer zu finden.“

Neben den aktuellen Kollektionen präsentiert der Store auch die neuesten Material- und Technologieentwicklungen von Helly Hansen – darunter innovative wasserdichte und atmungsaktive Konstruktionen sowie leistungsstarke Isolationslösungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche.

Investition in die Zukunft
Die Eröffnung des Münchner Stores markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Helly Hansen im deutschsprachigen Markt. „Wir möchten Menschen dabei unterstützen, mehr Zeit draußen zu verbringen – unabhängig von Wetter und Bedingungen“, erklärt Uhl. „Der neue Store bietet Raum für Inspiration, Austausch und persönliche Beratung und ist damit auch Treffpunkt für unsere Community.“

Quelle:

crystal communications GmbH für Helly Hansen

(c) CHT Gruppe
03.08.2026

CHT Group: Nachhaltigkeit als Steuerungsinstrument

Die CHT Group hat im Geschäftsjahr 2025 Nachhaltigkeit weiter als festen Bestandteil ihrer Unternehmenssteuerung etabliert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele zunehmend messbar gemacht und in Prozesse, Entscheidungen sowie Produktentwicklungen integriert werden. 

Ein bedeutender Erfolg für die Unternehmensgruppe war die Auszeichnung des innovativen Färbeverfahrens PIGMENTURA mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Produktkategorie. Die Technologie verbindet Ressourcenschonung mit konkretem Kundennutzen und unterstreicht die Innovationskraft der Gruppe. 

Auch unabhängige Bewertungen bestätigen die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens: Mit 81 Punkten im EcoVadis-Rating und dem Gold-Status gehört CHT zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen ihrer Branche. Darüber hinaus wurde sie im Rahmen eines Programms von Deloitte Private, UBS, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als „Best Managed Company 2026“ ausgezeichnet. 

Die CHT Group hat im Geschäftsjahr 2025 Nachhaltigkeit weiter als festen Bestandteil ihrer Unternehmenssteuerung etabliert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie ökologische, wirtschaftliche und soziale Ziele zunehmend messbar gemacht und in Prozesse, Entscheidungen sowie Produktentwicklungen integriert werden. 

Ein bedeutender Erfolg für die Unternehmensgruppe war die Auszeichnung des innovativen Färbeverfahrens PIGMENTURA mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Produktkategorie. Die Technologie verbindet Ressourcenschonung mit konkretem Kundennutzen und unterstreicht die Innovationskraft der Gruppe. 

Auch unabhängige Bewertungen bestätigen die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens: Mit 81 Punkten im EcoVadis-Rating und dem Gold-Status gehört CHT zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen ihrer Branche. Darüber hinaus wurde sie im Rahmen eines Programms von Deloitte Private, UBS, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als „Best Managed Company 2026“ ausgezeichnet. 

Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitssteuerung. Durch die Umstellung der Berichterstattung auf die Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) werden Transparenz und Vergleichbarkeit ihrer Nachhaltigkeitsleistungen gestärkt. 

Ebenso wurde 2025 eine weltweite Klimarisiko- und Wasserrisikoanalyse für alle Standorte weltweit durchgeführt und Maßnahmen für die weitere Reduzierung der jeweiligen Risiken abgeleitet.

Parallel dazu wurden konkrete Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Umstellung auf erneuerbaren Strom an den Standorten in Großbritannien, Brasilien und Shanghai sowie die Investition in eine eigene Photovoltaikanlage in Torreón. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Projekte wie die biomassebasierte Wärmeversorgung am Standort Dußlingen. 

Für mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette wurde die automatisierte Berechnung des Product Carbon Footprint eingeführt. Dadurch können produktspezifische Emissionen gezielt analysiert und reduziert werden. 

Auch im sozialen Bereich wurden Fortschritte erzielt: Bereits heute erhalten weltweit mehr als 95 % der Mitarbeitenden der CHT eine Vergütung oberhalb des jeweiligen Existenzlohnniveaus. Bis 2030 soll dies für alle Mitarbeitenden der CHT gelten. 

Quelle:

CHT Gruppe

peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020. Foto: Barmag
peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020.
30.07.2026

Barmag: Optimierte Garnqualität für Niedrig-Titer-Anwendungen

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Deutliche Qualitäts- und Effizienzvorteile
Der neue Keramiköler wurde gezielt für anspruchsvolle Produktionsumgebungen entwickelt und bietet signifikante Vorteile für die Praxis. Er gewährleistet eine konstant hohe Garnqualität durch stabile Prozessparameter wie Ölauftragsmenge (OPU) sowie sehr gleichmäßige Verteilung der Präparation und ermöglicht gleichzeitig eine flusenfreie Verarbeitung ohne Fadenbrüche oder Schlaufenbildung. Durch das deutlich reduzierte Spray-Off – insbesondere im sensiblen Niedrig-Titer-Bereich – werden Materialverluste minimiert, die Ölverschmutzung des Spulkopfes auf ein Minimum reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Darüber hinaus überzeugt die Lösung durch ihre einfache Handhabung: Eine gut sichtbare und leicht zugängliche Fadenführung erleichtert das Einfädeln, während präzise Justiermöglichkeiten eine schnelle und zuverlässige Einstellung im laufenden Betrieb ermöglichen.

Erfolgreich in der Praxis getestet
Erste Anwendungen bei internationalen Kunden belegen die Leistungsfähigkeit des neuen Ölers. In Tests mit PA6-POY-Garnen konnte eine vollständig spray-off-freie Verarbeitung sowie eine signifikant gleichmäßigere Fadenspannung erzielt werden. Darüber hinaus wurde eine Steigerung des Präparations-Auftrages um rund 23% im Vergleich zu Standardlösungen erreicht. Auch bei Anwendungen mit PET POY Fulldull und empfindlichen Glattgarnen bestätigte sich die Leistungsfähigkeit: Im direkten Vergleich verschiedener Anbieter zeigte die Düse 6020 als einzige Lösung eine flusenfreie und stabile Performance. Mit dem Keramiköler 6020 bietet Barmag eine zukunftsweisende Lösung für Niedrig-Titer-Anwendungen in der Filamentproduktion. Der integrierte Keramikschaft in Kombination mit optimierter Fadenführung und exzellenten Prozesswerten ermöglicht eine nachhaltige Verbesserung von Garnqualität, Prozesssicherheit und Produktionseffizienz.

Weitere Informationen:
Keramiköler Barmag Niedrig-Titer
Quelle:

Barmag 

Rundgewebte Filterschläuche von vombaur Foto: (c) vombaur
Rundgewebte Filterschläuche
30.07.2026

vombaur Filterschläuche: Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Nahtlose Schläuche, hundertprozentige Flächennutzung
Ob Anschwemmverfahren oder kuchenbildende Filtration, ob Lebensmittel- oder Faserindustrie: Die Garne und Feinheiten der Filterschläuche werden für jedes Projekt individuell und präzise spezifiziert. Die rundgewebten vombaur-Schläuche arbeiten deshalb präzise, zuverlässig und langlebig. Aufgrund ihrer nahtlosen Architektur bringen Sie außerdem rundum gleichmäßige Filtrationseigenschaften mit. Materialstärke und Durchflussverhalten sind an jeder Stelle des Filterschlauchs identisch. Die festgesetzten Filtrationseigenschaften sind über die gesamte Schlauchfläche sichergestellt. Ein weiterer Effizienz-Gewinn: Während mit längsverschweißten oder -vernähten Filterschläuchen bis zu zehn Prozent der Filterfläche verloren gehen, wird sie mit den Hightech-Schläuchen von vombaur zu 100 Prozent genutzt. Für die Produktion und Wartung der Anlage ist darüber hinaus die einfache Montage der nahtlosen Filterschläuche von Vorteil.

Partnerschaft für höchste Qualität und maximale Prozesssicherheit 
Das hocheffiziente Filtersystem mit den vombaur-Schläuchen sorgt für einen stabilen Durchsatz in jeder Phase des Filtrationsprozesses – auch bei extremer Filterfeinheit von bis zu 1 μm und einem hohen Feststoffanteil bis 10 Prozent. „Die intelligente Filterkerzen-Konstruktion in Kombination mit unseren rundgewebten Filterschläuchen ist ein echter Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration. Der Erfolg beruht auch darauf, dass wir uns beide als Entwicklungspartner verstehen. Wir stimmen unsere Produkte genau auf die besonderen individuellen Bedingungen in den jeweiligen Produktionsanlagen ab setzen dabei auf hohe Qualität, Effizienz in den Prozessen und Langlebigkeit“, so Maren Zurek, Sales Managerin bei vombaur. „Wir passen einfach perfekt zusammen. Und gemeinsam ermöglichen wir den Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie, in der Faserindustrie und anderen Branchen damit einen langjährigen wartungsfreien Betrieb ihrer Filteranlage. Das ist auf diesem Level tatsächlich neu.“

Quelle:

vombaur 

30.07.2026

Effizienzgesetz: Baden-Württemberg hat Potenzial zum Vorreiter

Südwesttextil begrüßt die Verabschiedung des Effizienzgesetzes vor der Sommerpause als wichtiges Signal, das allerdings erst durch eine stringente Umsetzung überzeugen kann. 

Mit dem Effizienzgesetz setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben ihrer im Koalitionsvertrag verankerten Staatsmodernisierung um. Um dies zu ermöglichen, setzt die Initiative auf eine Umkehr der Beweislast: nicht der Abbau muss begründet werden, sondern der Erhalt einer Regelung. Bis Ende 2027 laufen alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten aus, sofern sie nicht notwendig sind. 

Wie groß der Handlungsbedarf in Baden-Württemberg ist, zeigt ein Blick auf die konjunkturelle Lage: die Textilindustrie in Baden-Württemberg hat in den ersten fünf Monaten des Jahres einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 4,0 Prozent sowie ein Umsatzminus von 4,9 Prozent verzeichnet. Positive Impulse gehen weiterhin von den Technischen Textilien aus. Dort stieg die Beschäftigung um 4,0 Prozent und der Umsatz um 4,2 Prozent. 

Südwesttextil begrüßt die Verabschiedung des Effizienzgesetzes vor der Sommerpause als wichtiges Signal, das allerdings erst durch eine stringente Umsetzung überzeugen kann. 

Mit dem Effizienzgesetz setzt die Landesregierung ein zentrales Vorhaben ihrer im Koalitionsvertrag verankerten Staatsmodernisierung um. Um dies zu ermöglichen, setzt die Initiative auf eine Umkehr der Beweislast: nicht der Abbau muss begründet werden, sondern der Erhalt einer Regelung. Bis Ende 2027 laufen alle landesrechtlichen Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten aus, sofern sie nicht notwendig sind. 

Wie groß der Handlungsbedarf in Baden-Württemberg ist, zeigt ein Blick auf die konjunkturelle Lage: die Textilindustrie in Baden-Württemberg hat in den ersten fünf Monaten des Jahres einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 4,0 Prozent sowie ein Umsatzminus von 4,9 Prozent verzeichnet. Positive Impulse gehen weiterhin von den Technischen Textilien aus. Dort stieg die Beschäftigung um 4,0 Prozent und der Umsatz um 4,2 Prozent. 

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband begrüßt Südwesttextil die schnelle Verabschiedung des Gesetzes. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Die baden-württembergische Landesregierung sendet mit der Verabschiedung des Effizienzgesetzes nicht nur ein Signal, sie leitet auch einen Mentalitätswechsel ein. Die Beweislastumkehr bildet die Basis für die von der Landesregierung benannte Zielsetzung, den Staat zum Möglichmacher und Dienstleister für Vorhaben zu machen.“ 

Die Einrichtung eines unabhängigen Rats für Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung, die Fortführung der Entlastungsallianz 2.0 und die Fortschreibung des Masterplans für die Transformation der Verwaltung erweitern die Strategie aus Perspektive von Südwesttextil sinnvoll und gewährleisten Kontinuität. „Die Maßnahmen müssen konsequent umgesetzt und transparent kommuniziert werden. Ebenso gilt es intensiv in Berlin und Brüssel um analogen Bürokratieabbau zu werben – denn ohne eine wesentliche Entlastung auch auf nationaler und europäischer Ebene werden sich die Wettbewerbsbedingungen insbesondere für den Mittelstand nicht verbessern. Gelingt dies, kann Baden-Württemberg beim Bürokratieabbau eine echte Vorreiterrolle einnehmen“, so Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

29.07.2026

Südwesttextil warnt vor Eingriffen in Tarifautonomie und Koalitionsfreiheit

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband kritisiert die Nennung weitreichender Forderungen und fordert klare Grenzen staatlichen Handelns.

Das Bundeskabinett hat am 22. Juli 2026 den Nationalen Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen beschlossen. Dieser entspricht der Anforderung der europäischen Mindestlohn-Richtlinie, wonach Mitgliedstaaten mit einer tarifvertraglichen Abdeckung von unter 80 Prozent einen ebensolchen Aktionsplan vorlegen müssen. Deutschland kam nach den Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) im Jahr 2024 auf eine Tarifabdeckung von 49 Prozent. 

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband kritisiert die Nennung weitreichender Forderungen und fordert klare Grenzen staatlichen Handelns.

Das Bundeskabinett hat am 22. Juli 2026 den Nationalen Aktionsplan zur Förderung von Tarifverhandlungen beschlossen. Dieser entspricht der Anforderung der europäischen Mindestlohn-Richtlinie, wonach Mitgliedstaaten mit einer tarifvertraglichen Abdeckung von unter 80 Prozent einen ebensolchen Aktionsplan vorlegen müssen. Deutschland kam nach den Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) im Jahr 2024 auf eine Tarifabdeckung von 49 Prozent. 

Der nach der Anhörung der Sozialpartner entwickelte Nationale Aktionsplan bleibt aus Sicht von Südwesttextil nicht nur hinter seinem Anspruch zurück, indem er überwiegend bereits bekannte oder bereits umgesetzte Vorhaben nennt. Er sammelt gleichzeitig Maßnahmen und Forderungen, die tief in die Tarifautonomie und die durch das Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit eingreifen würden – beispielsweise die Beschränkung von Arbeitgeberverbands-Mitgliedschaften ohne Tarifbindung, die unter anderem vom Deutschen Gewerkschaftsbund in das Konsultationsverfahren eingebracht wurde. 

„Von einem nationalen Aktionsplan erwarten wir, dass er die Grenzen staatlichen Handelns respektiert und nicht durch die die Aufnahme oder Diskussion von Forderungen den Eindruck erweckt, Eingriffe in die durch das Grundgesetz geschützte Koalitionsfreiheit seien ein legitimes Mittel zur Stärkung der Tarifbindung. Wenn der Staat beginnt, wichtige Organisationsformen von Arbeitgeberverbänden infrage zu stellen oder tarifpolitische Ziele über zusätzliche gesetzliche Eingriffe durchzusetzen, überschreitet er eine klare Grenze“, erklärt Nathan Binkowski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil und Leiter Recht + Tarif.

Auch die Verknüpfung der geplanten Arbeitszeitreform mit der Stärkung des Tarifvertragssystems lehnt Südwesttextil entschieden ab. Die längst überfällige Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes, die auch Bestandteil des Koalitionsvertrags ist, sollte unabhängig von tarifpolitischen Zielsetzungen erfolgen. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit darf nicht an zusätzliche tarifpolitische Vorbehalte geknüpft werden. 

Kritisch sieht Südwesttextil zudem, dass der Aktionsplan erneut ein gesetzliches digitales Zugangsrecht für Gewerkschaften vorsieht. Bereits heute bestehen umfassende Kommunikations- und Zugangsmöglichkeiten. Eine weitere gesetzliche Regulierung schafft keinen Mehrwert.

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF