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Foto CWS Workwear International GmbH
30.06.2026

CWS Workwear eröffnet neue Wäscherei in Irland

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat im Blarney Business Park in Cork, Irland, einen neuen Standort eröffnet. In der neuen, hochmodernen Wäscherei, angrenzendem Depot und Bürogebäude können ab sofort bis zu 125.000 Teile pro Woche im Zweischichtbetrieb verarbeitet werden.

CWS Workwear wurde 1899 gegründet und bietet im Rahmen von Arbeitskleidung als Servicemodell stylische, langlebende und schützende Arbeitskleidung. Das Unternehmen agiert europaweit in 15 Ländern und beschäftigt 5.300 Mitarbeitende an mehr als 100 Standorten. Über 35.000 Kunden mit insgesamt 1,5 Millionen Mitarbeitenden vertrauen auf CWS Workwear.

Der neue CWS Workwear Standort im Block 8007 des Blarney Business Parks wurde von der JCD Group entwickelt und umfasst 3.000 m² Fläche der Klasse A. Das Gebäude ist für die LEED-Gold-Zertifizierung ausgelegt und verfügt über die Energieeffizienzklasse A3.

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat im Blarney Business Park in Cork, Irland, einen neuen Standort eröffnet. In der neuen, hochmodernen Wäscherei, angrenzendem Depot und Bürogebäude können ab sofort bis zu 125.000 Teile pro Woche im Zweischichtbetrieb verarbeitet werden.

CWS Workwear wurde 1899 gegründet und bietet im Rahmen von Arbeitskleidung als Servicemodell stylische, langlebende und schützende Arbeitskleidung. Das Unternehmen agiert europaweit in 15 Ländern und beschäftigt 5.300 Mitarbeitende an mehr als 100 Standorten. Über 35.000 Kunden mit insgesamt 1,5 Millionen Mitarbeitenden vertrauen auf CWS Workwear.

Der neue CWS Workwear Standort im Block 8007 des Blarney Business Parks wurde von der JCD Group entwickelt und umfasst 3.000 m² Fläche der Klasse A. Das Gebäude ist für die LEED-Gold-Zertifizierung ausgelegt und verfügt über die Energieeffizienzklasse A3.

Anita Coote, Managing Director von CWS Workwear Irland, sagt: „Wir sind bereits seit 2004 in Cork ansässig und unterstreichen mit dieser jüngsten Investition von rund 10 Millionen Euro unser Engagement für unsere Kunden in Irland, für die Region Cork und für unser Team vor Ort. Die neue Wäscherei erfüllt die neuesten Standards und Anforderungen in Bezug auf Automatisierung, Technologie, Effizienz und Nachhaltigkeit. Neben der Wäscherei haben wir auch ein neues Depot eröffnet, um unser Serviceniveau weiter zu verbessern und die Transportzeiten zu verkürzen. Mit dem Blarney Business Park haben wir den perfekten Standort mit den idealen Rahmenbedingungen für die Zukunft von CWS Workwear in Irland gefunden.“

Der Blarney Business Park hat sich zu einem etablierten Standort für eine Vielzahl von Branchen entwickelt. Zu den dort ansässigen Unternehmen zählen sowohl multinationale als auch einheimische Firmen aus den Bereichen Transport und Logistik, hochwertige Produktionsindustrie und Ausstellungsräume. In den letzten Jahren hat die JCD Group im Blarney Business Park neue Gebäude mit einer Gesamtfläche von über 500.000 Quadratfuß fertiggestellt. Zu den Mietern zählen unter anderem Merck, DHL, doTERRA, Nisbets, Park Place Technologies, FedEx und Paardekooper.

Denis Mulcahy, Commercial Property Director der JCD Group, fügt hinzu: „Der Bau des CWS Workwear Standorts begann im Jahr 2025 und es ist beeindruckend zu sehen, dass der innerhalb des erwarteten Zeitrahmens fertiggestellt und eröffnet wurde. CWS Workwear ist eine hervorragende Bereicherung für den Blarney Business Park. Dieser erweist sich als wichtiger Beschäftigungsstandort für den Norden der Stadt, profitiert von den jüngsten Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr und liegt direkt neben dem geplanten Blarney Park & Ride sowie dem Bahnhof.“

Quelle:

CWS Workwear International GmbH

29.06.2026

Cibutex-Jahresveranstaltung liefert konkrete Schritte für zirkuläre Textilskalierung

Cibutex, die europäische Genossenschaft für zirkuläre B2B-Textilien, hielt am 23. Juni 2026 ihre jährliche Mitgliederveranstaltung im Au Bassin in Brüssel ab. Mitglieder und Partner aus den Niederlanden, Belgien, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und Australien kamen zusammen in enger Zusammenarbeit mit der ETSA-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit und unter dem gemeinsamen Motto ‘Time to Accelerate’. Mit dem Cibutex-„Go Fish“-Quartettkartenspiel wurden die Teilnehmenden in zufällige Gruppen eingeteilt, um aktuelle Herausforderungen der zirkulären Textilindustrie zu diskutieren — ein Format, das konsequent Silos aufbricht und praktische Erkenntnisse ans Licht bringt. Die Qualität der Gespräche entsprach der Qualität des Raums. 

Das Tagesprogramm umfasste folgende Präsentationen: 

Cibutex, die europäische Genossenschaft für zirkuläre B2B-Textilien, hielt am 23. Juni 2026 ihre jährliche Mitgliederveranstaltung im Au Bassin in Brüssel ab. Mitglieder und Partner aus den Niederlanden, Belgien, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und Australien kamen zusammen in enger Zusammenarbeit mit der ETSA-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit und unter dem gemeinsamen Motto ‘Time to Accelerate’. Mit dem Cibutex-„Go Fish“-Quartettkartenspiel wurden die Teilnehmenden in zufällige Gruppen eingeteilt, um aktuelle Herausforderungen der zirkulären Textilindustrie zu diskutieren — ein Format, das konsequent Silos aufbricht und praktische Erkenntnisse ans Licht bringt. Die Qualität der Gespräche entsprach der Qualität des Raums. 

Das Tagesprogramm umfasste folgende Präsentationen: 

  • Hein Barnhoorn (Cibutex): Strategische Ausrichtung von Cibutex. 
  • Janine Röling (CCT) & Robert Sommer (RLG): Das europäische EPR-Umfeld und die Auswirkungen auf Textildienstleister. 
  • Vincent Siau (Alsico): Alsico's sustainability journey: where industrial workwear stands today. 
  • Maliha Kesek (SaXcell / Rütex): Der SaXcell-Fall mit Rutex, Dibella und Vodde: Zirkuläre Faser als kettenreifes Produkt. 
  • Ellen Mensink: Bright Fiber Inside: Zirkuläre Lösungen reifen über Produktkategorien hinweg. 
  • Hiten Somaia (Simba, Australien): Globale Reichweite: Beweis, dass die Cibutex-Mission Grenzen überwindet. 

Der Nachmittag schloss mit einer gemeinsamen ETSA-Arbeitsgruppensitzung mit Mauro Scalia (Euratex) und Zeid Chetoui (Textiles Recycling EXPO), die den Tag in den europäischen politischen Kontext einbettete.

Von der Diskussion zur Verpflichtung 
Die Gruppe ging über die Diagnose hinaus — sie identifizierte gemeinsame Barrieren bei Preisgestaltung, Rückverfolgbarkeit und Marktrisiko und erarbeitete konkrete Wege nach vorne: Modelle zur Margenteilung, Total-Cost-of-Ownership-Rahmen und Pilotstrukturen mit Ankerkunden. 

Draußen verzeichnete Brüssel einen der heißesten Junitage seit Jahren. Im Raum war die Dringlichkeit für alle spürbar: Zirkulär zu wirtschaften ist keine Frage des Ehrgeizes mehr. Es ist eine Frage des richtigen Zeitpunkts. 

Teilnehmende blicken positiv zurück 
Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Die Mitglieder schätzten die Kombination mit der ETSA-Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit, die dem Tag eine breitere europäische Dimension verlieh — und das Gefühl stärkte, dass das, was Cibutex aufbaut, Teil von etwas Größerem ist als jede einzelne Organisation. 

Ebenso geschätzt wurde das bewusste Timing der Veranstaltung. Durch die Terminierung des Cibutex-Tages direkt vor der Textiles Recycling Expo kamen die Teilnehmenden nicht als Zuschauer zur Messe, sondern als informierte, abgestimmte Gruppe — beflügelt von den Diskussionen des Tages und bereit zum Austausch. Mehrere Mitglieder hoben hervor, dass die Kombination beide Tage erheblich wertvoller machte.

Weitere Informationen:
CIBUTEX Textiles Recycling Expo
Quelle:

CIBUTEX

29.06.2026

Abschaffung der Minijobs gefährlicher Irrweg: HDE warnt vor aktuellen Rentenreformplänen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor den Plänen zur Abschaffung der Minijobs im Rahmen der Rentenreform. „Es ist richtig und wichtig, dass die Rentenkommission Wege sucht, die Sozialversicherungen und damit auch die Lohnnebenkosten zu stabilisieren und zu senken. Die weitgehende Abschaffung der Minijobs ist dabei aber ein gefährlicher Irrweg.

Das vernichtet hunderttausende Jobs im Einzelhandel. Denn viele Minijobber können beispielsweise wegen fehlender Möglichkeiten zur Kinderbetreuung gar nicht Vollzeit arbeiten. Und auch für viele Rentner und Studenten würde das ein wichtiges Standbein ihrer Alltagsfinanzierung wegschlagen“, mahnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Auch aus Sicht der Handelsunternehmen wäre die Entscheidung fatal. „Minijobs ermöglichen es den Händlern, Personal flexibel einzusetzen und die branchentypischen Stoßzeiten abzufedern. Es kann nicht das Ziel sein, Arbeitnehmer und Unternehmen in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage zusätzlich zu belasten“, betont Genth.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor den Plänen zur Abschaffung der Minijobs im Rahmen der Rentenreform. „Es ist richtig und wichtig, dass die Rentenkommission Wege sucht, die Sozialversicherungen und damit auch die Lohnnebenkosten zu stabilisieren und zu senken. Die weitgehende Abschaffung der Minijobs ist dabei aber ein gefährlicher Irrweg.

Das vernichtet hunderttausende Jobs im Einzelhandel. Denn viele Minijobber können beispielsweise wegen fehlender Möglichkeiten zur Kinderbetreuung gar nicht Vollzeit arbeiten. Und auch für viele Rentner und Studenten würde das ein wichtiges Standbein ihrer Alltagsfinanzierung wegschlagen“, mahnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Auch aus Sicht der Handelsunternehmen wäre die Entscheidung fatal. „Minijobs ermöglichen es den Händlern, Personal flexibel einzusetzen und die branchentypischen Stoßzeiten abzufedern. Es kann nicht das Ziel sein, Arbeitnehmer und Unternehmen in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage zusätzlich zu belasten“, betont Genth.

Zudem verweist der HDE auf Widersprüche zu den aktuellen Reformvorhaben in der Kranken- und Pflegeversicherung. Die dort vorgesehenen Änderungen würden die allein arbeitgeberfinanzierte Pauschalabgabe für Minijobber auf einen Schlag um mehr als acht Prozentpunkte auf nahezu 40 Prozent erhöhen. Nach Berechnungen der Bundesregierung würden dadurch zusätzliche Einnahmen von mehr als 3,1 Milliarden Euro pro Jahr erzielt, die zur Stabilisierung der Sozialversicherungssysteme benötigt würden. „Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die vorgeschlagene Abschaffung der Minijobs gegenfinanziert werden soll. Gleichzeitig würde die Einbeziehung von Beschäftigten mit sehr geringen Einkommen in die Beitragspflicht einen erheblichen zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachen, ohne dass nennenswerte Mehreinnahmen für die Sozialversicherung zu erwarten wären“, so Genth.

Allein im Einzelhandel arbeiten derzeit 800.000 Minijobber. „Damit gilt es verantwortungsvoll umzugehen. Die Vorschläge der Rentenkommission dazu sind nicht zu Ende gedacht“, schließt Genth.

Dieser Befund gilt auch für die Empfehlung der Kommission für eine paritätisch finanzierte Kapitalrente unter dem Dach der gesetzlichen Rentenversicherung. Das sehen wir mit Blick auf die Beitragssteigerungen sehr kritisch. Damit würden die Beiträge zur Rente um weitere 2 Prozent „on top“ steigen, das wäre pures Gift für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Mehr Kapitaldeckung in der Alterssicherung ist prinzipiell richtig, die hier vorgeschlagene Lösung ist aber nicht nachvollziehbar. In dieser Form gleicht das eher einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge, die dann über die gesetzliche Rentenversicherung organisiert werden soll. Dies würde zudem auch die vielen tariflichen Regelungen zur Altersvorsorge in Flächentarifverträgen über alle Branchen hinweg unterwandern und ist auch bereits deshalb abzulehnen.

Während der HDE die Vorschläge zur Abschaffung der Minijobs und allen weiteren Beitragssteigerungen strikt ablehnt, bewertet der Verband andere Reformansätze positiv. „Die Abschaffung der Rente mit 63 war längst überfällig. Genauso wie die Anhebung des Renteneintrittsalters entsprechend der steigenden Lebenserwartung. Allerdings steigt derzeit das Renteneintrittsalter innerhalb von 3 Jahren um 6 Monate, die Pläne der Kommission sehen lediglich vor, dass das Renteneintrittsalter über 10 Jahre um weitere 6 Monate ansteigen soll. Wir brauchen hier deutlich mehr Tempo, so Genth.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

29.06.2026

Vor dem Koalitionsausschuss: Einzelhandel unter Druck – rasche Reformen gefordert

Der Einzelhandel in Deutschland steht unter großem wirtschaftlichem Druck. Seit 2022 hat die Branche mehr als 70.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren, seit 2015 mussten bundesweit über 70.000 Geschäfte endgültig schließen. Steigende Energie-, Miet-, Logistik- und Personalkosten, Bürokratie sowie wachsende regulatorische Anforderungen belasten die Händler massiv. Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten sie mit der Schulnote fünf sehr kritisch. Das zeigt eine HDE-Umfrage unter 600 Händlern. Mit Blick auf den Koalitionsausschuss am 1. Juli fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung zu raschen und mutigen Reformen auf.

„Der Handel erwartet von der Politik mehr Tatkraft, mehr Tempo und vor allem spürbare Entlastungen. Die anstehenden Reformen müssen in ihrer Gesamtheit zur Überwindung der Wirtschaftskrise, zur Stabilisierung der Sozialsysteme und zu mehr Investitionen in Deutschland führen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Viele angekündigte Maßnahmen würden nicht oder zu langsam umgesetzt. Gleichzeitig stiegen die Belastungen durch Steuern, Energiepreise, Löhne und Bürokratie weiter an.

Der Einzelhandel in Deutschland steht unter großem wirtschaftlichem Druck. Seit 2022 hat die Branche mehr als 70.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren, seit 2015 mussten bundesweit über 70.000 Geschäfte endgültig schließen. Steigende Energie-, Miet-, Logistik- und Personalkosten, Bürokratie sowie wachsende regulatorische Anforderungen belasten die Händler massiv. Die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung bewerten sie mit der Schulnote fünf sehr kritisch. Das zeigt eine HDE-Umfrage unter 600 Händlern. Mit Blick auf den Koalitionsausschuss am 1. Juli fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung zu raschen und mutigen Reformen auf.

„Der Handel erwartet von der Politik mehr Tatkraft, mehr Tempo und vor allem spürbare Entlastungen. Die anstehenden Reformen müssen in ihrer Gesamtheit zur Überwindung der Wirtschaftskrise, zur Stabilisierung der Sozialsysteme und zu mehr Investitionen in Deutschland führen“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Viele angekündigte Maßnahmen würden nicht oder zu langsam umgesetzt. Gleichzeitig stiegen die Belastungen durch Steuern, Energiepreise, Löhne und Bürokratie weiter an.

Der HDE fordert daher in einem Papier zum Koalitionsausschuss wirksame Reformen. „Es braucht weniger Bürokratie. Auskunfts- und Berichtspflichten müssen abgeschafft werden. Gleichzeitig muss der Wettbewerb fair sein. Player aus dem fernen Osten wie Temu oder Shein unterlaufen unsere Regelungen und verschaffen sich unfaire Vorteile. Das muss sich endlich spürbar ändern“ so von Preen. Zudem setzt sich der HDE für eine Stärkung der Kaufkraft und niedrigere Unternehmenskosten ein. Die Einkommensteuer soll spürbar gesenkt und der Tarif abgeflacht werden. „Entlastungen müssen nicht nur bei den unteren Einkommen, sondern auch in der breiten Mittelschicht und bei den Personenunternehmen ankommen“, so der HDE-Präsident. Darüber hinaus fordert der HDE dauerhaft niedrigere Energiekosten für alle. Die zuletzt diskutierte Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent zur Gegenfinanzierung möglicher Einkommensteuersenkungen lehnt der HDE strikt ab. „Der private Konsum befindet sich bereits in einer Schockstarre und der Einzelhandel hat nach sechs Jahren ohne reales Wachstum keine Puffer mehr“, mahnt von Preen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt sieht der HDE größeren Reformbedarf. „Die Kosten für den Faktor Arbeit dürfen nicht weiter ansteigen, versicherungs-fremde Leistungen sind konsequent zu hinterfragen. Wichtig ist zudem, dass die Reformen in der Krankenkasse, Pflege und Rente konsistent bleiben und sich nicht widersprechen. Die von der Alterssicherungskommission empfohlene de facto Abschaffung der Minijobs lehnen wir entschieden ab – das ist ein Irrweg. Zumindest müssten neben Schülern zwingend auch Studenten und Rentner ausgenommen werden. Minijobs sind für die Branche wichtig, um Stoßzeiten abzudecken, und bei den Beschäftigten beliebt. Durch die neue Abgabenlast würden ehemalige Minijobber entweder deutlich weniger verdienen oder für das gleiche Netto mehr arbeiten müssen“, so von Preen weiter. Das sei kaum vermittelbar und für die Unternehmen operativ nicht sinnvoll. Nötig sei jetzt entschlossenes und zielgerichtetes Handeln – jedes Zögern bringe die Wirtschaft in noch schwierigeres Fahrwasser.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

28.06.2026

Fußball-WM 2026: Wachsende Konsumimpulse durch erfolgreiche deutsche Nationalmannschaft

Noch im Vorfeld des Fußball-Weltmeisterschaftsturniers konstatierte der BTE eine verhaltene Konsumstimmung. Die erhoffte Belebung im Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel blieb nach BTE-Recherche zunächst aus. Während frühere Weltmeisterschaften von spürbarer Vorfreude und deutlichen Kaufimpulsen geprägt waren, verlief der Zeitraum vor Beginn der Weltmeisterschaft im stationären Handel vergleichsweise ruhig.
 
Das Spiel hat sich jedoch gedreht: Mit dem Erreichen der KO-Runde der deutschen Fußball-Nationalmannschaft registriert der Textil- und Modehandel aktuell spürbare Nachfrageimpulse. Eine vermehrte Nachfrage ergab sich vor allem nach Fußballtrikots, Hosen/Kurzshorts und Hüten. Besonders nachgefragt sind das Auswärtstrikot sowie die Retro-Version von 1994. Im Fokus vieler Konsumentinnen und Konsumenten steht dabei auch ein stimmiges WM-Gesamtoutfit: Die Schuhe müssen ebenso zum Trikot passen, wie unter anderem Socken und die entsprechende Kopfbedeckung, wie etwa der immer beliebter werdende Bucket Hat.
 

Noch im Vorfeld des Fußball-Weltmeisterschaftsturniers konstatierte der BTE eine verhaltene Konsumstimmung. Die erhoffte Belebung im Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel blieb nach BTE-Recherche zunächst aus. Während frühere Weltmeisterschaften von spürbarer Vorfreude und deutlichen Kaufimpulsen geprägt waren, verlief der Zeitraum vor Beginn der Weltmeisterschaft im stationären Handel vergleichsweise ruhig.
 
Das Spiel hat sich jedoch gedreht: Mit dem Erreichen der KO-Runde der deutschen Fußball-Nationalmannschaft registriert der Textil- und Modehandel aktuell spürbare Nachfrageimpulse. Eine vermehrte Nachfrage ergab sich vor allem nach Fußballtrikots, Hosen/Kurzshorts und Hüten. Besonders nachgefragt sind das Auswärtstrikot sowie die Retro-Version von 1994. Im Fokus vieler Konsumentinnen und Konsumenten steht dabei auch ein stimmiges WM-Gesamtoutfit: Die Schuhe müssen ebenso zum Trikot passen, wie unter anderem Socken und die entsprechende Kopfbedeckung, wie etwa der immer beliebter werdende Bucket Hat.
 
Neben der deutlich gestiegenen Nachfrage nach den Original-Fanartikeln, sieht der BTE auch eine deutliche Nachfragesteigerung nach preisgünstigen Alternativangeboten. „Das verfügbare Einkommen ist für viele Menschen das ausschlaggebende Kriterium für die konkrete Produktauswahl", erklärt Franzisca Lubba, Referentin für Kommunikation beim BTE. „Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten agieren weite Teile der Bevölkerung weiterhin preissensibel und wägen ihre Ausgaben für sportliche Modeartikel sehr sorgfältig ab – auch im Kontext eines emotionalen Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft", so Lubba. Außerdem wird der zu Beginn erkennbare Pusheffekt dieses Turniers samt der damit verbundenen leichten Aufhellung der Konsumstimmung derzeit von der Hitzewelle überschattet.
 
Aus Sicht des Einzelhandels besteht dennoch weiterhin die Erwartung, dass sich die fortschreitende Weltmeisterschaft zu einem stimmungsstarken Ereignis mit zusätzlichen Impulsen für den Modekonsum entwickeln kann. Der BTE hofft, dass sich die positiven Effekte verstärken und breiter im stationären Mode- und Textilhandel niederschlagen werden.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Grafik Messe Düsseldorf
Portfolio
23.06.2026

Premiere der OS+H Middle East auf 2027 verschoben

Die Premiere der OS+H Middle East in Dubai wurde auf den 24.–26. Mai 2027 verschoben. Diese Entscheidung wurde von der Messe Düsseldorf und dem Messe Düsseldorf Gulf Office getroffen, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Aussteller, Partner und Besucher zu gewährleisten. Ziel der Terminverschiebung ist es, optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start der neuen Plattform für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Mittleren Osten zu schaffen und der internationalen OSH-Community stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sowie die gewohnte Qualität des internationalen A+A-Portfolios zu bieten.

Die Teams der Messe Düsseldorf und des Messe Düsseldorf Gulf Office arbeiten weiterhin intensiv an der Vorbereitung der Veranstaltung, die bereits jetzt auf großes Interesse im Markt stößt und zahlreiche Unternehmen sowie Partner aus den Bereichen Occupational Safety & Health, Persönliche Schutzausrüstung und betriebliche Sicherheit gewinnen konnte. 

Die Premiere der OS+H Middle East in Dubai wurde auf den 24.–26. Mai 2027 verschoben. Diese Entscheidung wurde von der Messe Düsseldorf und dem Messe Düsseldorf Gulf Office getroffen, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Aussteller, Partner und Besucher zu gewährleisten. Ziel der Terminverschiebung ist es, optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start der neuen Plattform für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Mittleren Osten zu schaffen und der internationalen OSH-Community stabile und verlässliche Rahmenbedingungen sowie die gewohnte Qualität des internationalen A+A-Portfolios zu bieten.

Die Teams der Messe Düsseldorf und des Messe Düsseldorf Gulf Office arbeiten weiterhin intensiv an der Vorbereitung der Veranstaltung, die bereits jetzt auf großes Interesse im Markt stößt und zahlreiche Unternehmen sowie Partner aus den Bereichen Occupational Safety & Health, Persönliche Schutzausrüstung und betriebliche Sicherheit gewinnen konnte. 

„Die OS+H Middle East ist für uns ein strategisch bedeutendes Projekt und ein wichtiger Schritt für die internationale Weiterentwicklung des A+A-Portfolios. Gerade deshalb möchten wir die Veranstaltung in einem Umfeld realisieren, das unseren Ausstellern, Partnern und Besuchenden maximale Planungssicherheit sowie optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Geschäftskontakte bietet“, erklärt Petra Cullmann, Executive Director Messe Düsseldorf. „Wir sind überzeugt, dass die Verschiebung der richtige Schritt ist, um die Veranstaltung langfristig erfolgreich aufzustellen.“

Die OS+H Middle East sollte ursprünglich vom 12. bis 14. Oktober 2026 im Dubai World Trade Centre (DWTC) stattfinden und das internationale Netzwerk der A+A in einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt erweitern. Mit der Veranstaltung unterstreicht die Messe Düsseldorf die internationale Bedeutung des Themas Arbeitsschutz und die wachsende Relevanz der MENA-Region für innovative Sicherheits- und Gesundheitstechnologien.

Quelle:

Messe Düsseldorf

22.06.2026

Klientelpolitik statt dringend notwendiger Arbeitszeitflexibilisierung

Südwesttextil fordert die Umsetzung der im Koalitionsvertrag versprochenen Arbeitszeitflexibilisierung ohne zwingende tarifvertragliche Regelung und kritisiert zusätzliche Bürokratie durch die geplante verpflichtende Arbeitszeiterfassung.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit analog zur EU-Richtlinie soll im Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nur über tarifvertragliche Regelungen ermöglicht werden. Zudem soll das daran geknüpft werden, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer*innen durch besondere Regelungen geschützt wird.

Südwesttextil kritisiert, dass diese Reform selbst bei tarifgebundenen Unternehmen die dringend benötigte Flexibilisierung unter die Bedingung der Zustimmung der Gewerkschaft stellt und nicht tarifgebundenen Arbeitgebern gar nicht zugutekommt.

Südwesttextil fordert die Umsetzung der im Koalitionsvertrag versprochenen Arbeitszeitflexibilisierung ohne zwingende tarifvertragliche Regelung und kritisiert zusätzliche Bürokratie durch die geplante verpflichtende Arbeitszeiterfassung.

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit analog zur EU-Richtlinie soll im Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales nur über tarifvertragliche Regelungen ermöglicht werden. Zudem soll das daran geknüpft werden, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer*innen durch besondere Regelungen geschützt wird.

Südwesttextil kritisiert, dass diese Reform selbst bei tarifgebundenen Unternehmen die dringend benötigte Flexibilisierung unter die Bedingung der Zustimmung der Gewerkschaft stellt und nicht tarifgebundenen Arbeitgebern gar nicht zugutekommt.

Die arbeitgeberseitige Forderung nach einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit entspricht den Möglichkeiten der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die auf eine Wochenarbeitszeit auch ohne zwingende tarifvertragliche Regelung abstellt und von den Nachbarstaaten schon lange umgesetzt wurde. Europäische Wettbewerber nutzen diese Spielräume zur besseren Bewältigung von Auftragsspitzen, fördern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und schaffen Anreize für Beschäftigte, ihre Arbeitszeit auszuweiten.

„Der nun vorliegende Referentenentwurf verkennt in Zeiten einer gravierenden Wirtschaftskrise absolut notwendige Reformen und bleibt deutlich hinter den Zusagen des Koalitionsvertrags zurück. Er reiht sich ein in eine Klientelpolitik, die immer noch nicht verstanden hat, dass fehlende Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zur Deindustrialisierung und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen führt“, erklärt Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner.

Ebenso enthält der Entwurf die Verpflichtung der Unternehmen zur täglichen elektronischen Arbeitszeiterfassung. Von der Pflicht zur elektronischen und taggleichen Erfassung kann ebenfalls jeweils nur durch Tarifvertrag abgewichen werden. Vollständig ausgenommen werden Kleinbetriebe mit bis zu zehn Arbeitnehmern. Für kleinere Arbeitgeber mit weniger als 50 beziehungsweise weniger als 250 Arbeitnehmern sind lediglich verlängerte Umsetzungszeiträume vorgesehen. Dies schränkt die heute weit verbreitete und von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern geschätzte Vertrauensarbeitszeit erheblich ein.

Der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband hat die Flexibilisierung der Arbeitszeit bereits in einem Positionspapier Ende 2023 gefordert und dies mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung in einem Positionspapier zur Stärkung des Arbeitsmarkts im April dieses Jahres bekräftigt.

„Während andere europäische Staaten ihren Unternehmen und Beschäftigten mehr Flexibilität ermöglichen, hält Deutschland an überholten Strukturen fest. Das verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und erschwert die Anpassung an moderne Arbeits- und Lebensrealitäten. Gleichzeitig wird mit der verpflichtenden elektronischen und taggleichen Arbeitszeiterfassung die heute vielfach gelebte Vertrauensarbeitszeit weiter erschwert. Statt mehr Flexibilität zu schaffen, werden den Unternehmen zusätzliche Dokumentationspflichten und Kosten auferlegt. Das ist das Gegenteil dessen, was die Bundesregierung den Betrieben im Koalitionsvertrag versprochen hat“, betont Edina Brenner.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

22.06.2026

GKV-Finanzen: BVMed mahnt Perspektivwechsel an

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mahnt in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes einen Perspektivwechsel an – weg von kurzfristigen Sparmaßnahmen hin zu langfristigen Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne mit Hilfe von modernen Technologien. „Medizintechnologien steigern die Prozesseffizienz, ermöglichen Ambulantisierung, vermeiden stationäre Pflegebedarfe und stärken die Teilhabe von Patient:innen durch mehr Selbstständigkeit und Versorgung im häuslichen Umfeld. Die MedTech-Branche muss deshalb gestärkt, nicht geschwächt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mahnt in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes einen Perspektivwechsel an – weg von kurzfristigen Sparmaßnahmen hin zu langfristigen Kosteneinsparungen durch Effizienzgewinne mit Hilfe von modernen Technologien. „Medizintechnologien steigern die Prozesseffizienz, ermöglichen Ambulantisierung, vermeiden stationäre Pflegebedarfe und stärken die Teilhabe von Patient:innen durch mehr Selbstständigkeit und Versorgung im häuslichen Umfeld. Die MedTech-Branche muss deshalb gestärkt, nicht geschwächt werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. 

„Die MedTech-Branche ist kein Kostenfaktor, sondern Teil der Lösung für die strukturellen Herausforderungen des Gesundheitssystems. Gerade vor dem Hintergrund des demografisch bedingt rückläufigen Versorgungspersonals ist sie ein zentraler Hebel, um das Versorgungsniveau zu sichern, Fachkräfte wirksam zu entlasten und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit gleichermaßen zu stärken“, argumentiert der BVMed in seiner Stellungnahme. „Wer Beitragssatzstabilität ernsthaft erreichen will, darf MedTech daher nicht durch kurzsichtige Sparmaßnahmen schwächen, sondern muss Innovationen und ihren zielgerichteten Einsatz in der Versorgung politisch absichern.“

Die für die Branche problematischste Regelung sieht der BVMed im geplanten pauschalen Preisabschlag für Hilfsmittel. „Die Hilfsmittelversorgung ist durch ein enges Zusammenspiel von Produkt und Dienstleistung geprägt. Sie erfordert differenzierte Rahmenbedingungen, die dieser Versorgungsrealität gerecht werden“, heißt es in der Stellungnahme. Der BVMed schlägt daher die Streichung des pauschalen Preisabschlags für Hilfsmittel in Höhe von drei Prozent für die Jahre 2027 und 2028 vor. 

Der Alternativvorschlag des MedTech-Verbandes: „Um Preiskontinuität zu wahren, wäre ein grundsätzliches Festschreiben der Erstattungspreise auf Basis der Verträge nach § 127 SGB V für die Jahre 2027 und 2028 denkbar.“ Eine solche Maßnahme würde zur kurzfristigen Vergütungsstabilisierung beitragen, ohne gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage der Versorgungsstrukturen weiter zu schwächen, qualitative Einbußen in der Patient:innenversorgung zu riskieren und insbesondere kleine und mittelständige Leistungserbringer zu belasten.

Dr. Marc-Pierre Möll: „Beitragssatzstabilisierung darf nicht nur einseitig zulasten von Versorgung, Innovation und Qualität erfolgen, sondern muss strukturelle Ursachen adressieren und so nachhaltig ausgestaltet werden.“

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Ende April fand in Izmir das zweite Präsenztreffen des Projekts Skills4Circularity statt. Während des Treffens wurden wichtige Grundlagen für die Entwicklung der künftigen Trainingsmodule erarbeitet. (c) IVGT
Ende April fand in Izmir das zweite Präsenztreffen des Projekts Skills4Circularity statt. Während des Treffens wurden wichtige Grundlagen für die Entwicklung der künftigen Trainingsmodule erarbeitet.
22.06.2026

IVGT beteiligt sich an EU-Projekt Skills4Circularity

Neue Kompetenzen für Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung
Recycling, Rückverfolgbarkeit, Ökodesign und Digitalisierung zählen zu den zentralen Zukunftsthemen der europäischen Textilindustrie. Welche Kompetenzen dafür benötigt werden, untersucht das Erasmus+-Projekt Skills4Circularity mit 21 Partnern aus zwölf Ländern. 

Skills4Circularity ist ein Erasmus+-Projekt mit 21 Partnern aus zwölf Ländern. Ziel ist es, die europäische Textilindustrie durch neue Qualifizierungsangebote auf die Herausforderungen von Kreislaufwirtschaft, Recycling, Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung vorzubereiten. Der IVGT beteiligt sich als deutscher Branchenpartner. Das Projekt läuft von November 2025 bis Oktober 2029 und entwickelt unter anderem Trainingsmodule, MOOCs, Masterclasses sowie ein europäisches Textile Skills Observatory.

Neue Kompetenzen für Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung
Recycling, Rückverfolgbarkeit, Ökodesign und Digitalisierung zählen zu den zentralen Zukunftsthemen der europäischen Textilindustrie. Welche Kompetenzen dafür benötigt werden, untersucht das Erasmus+-Projekt Skills4Circularity mit 21 Partnern aus zwölf Ländern. 

Skills4Circularity ist ein Erasmus+-Projekt mit 21 Partnern aus zwölf Ländern. Ziel ist es, die europäische Textilindustrie durch neue Qualifizierungsangebote auf die Herausforderungen von Kreislaufwirtschaft, Recycling, Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung vorzubereiten. Der IVGT beteiligt sich als deutscher Branchenpartner. Das Projekt läuft von November 2025 bis Oktober 2029 und entwickelt unter anderem Trainingsmodule, MOOCs, Masterclasses sowie ein europäisches Textile Skills Observatory.

Ziel des Projekts ist es, Kompetenzlücken zu identifizieren und darauf aufbauend passgenaue Weiterbildungsangebote für die textile Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.Grundlage bilden eine europaweite Unternehmensbefragung mit 183 Teilnehmenden aus zwölf Ländern, 22 Experteninterviews sowie die KI-gestützte Analyse von 313 Stellenanzeigen in elf Ländern. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die größten Herausforderungen der Branche liegen weniger in fehlenden Technologien als vielmehr in fehlenden Kompetenzen. Besonders gefragt sind Kenntnisse zu regulatorischen Anforderungen, Kreislaufwirtschaft, Lebenszyklusanalysen (LCA), Datenmanagement und Prozessintegration. Auch Rückverfolgbarkeit, Materialsortierung und nachhaltige Produktionsverfahren zählen zu den wichtigsten Kompetenzfeldern der Branche.

Nachhaltigkeit braucht systemisches Denken
Die Analyse verdeutlicht zudem, dass Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und technologische Innovation zwar unabhängig von der Unternehmensgröße als strategische Ziele anerkannt werden, ihre Umsetzung jedoch häufig schrittweise und isoliert erfolgt. Maßnahmen werden vielfach noch nicht als Teil einer ganzheitlichen Transformationsstrategie betrachtet.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmensgrößen. Große Unternehmen verfügen über umfangreiche technologische und organisatorische Ressourcen, stehen jedoch unter hohem Regulierungs- und Transformationsdruck. Mittelständische Unternehmen treiben vielfach die funktionale und nachhaltige Weiterentwicklung von Textilien voran, werden jedoch häufig durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen begrenzt. Kleine Unternehmen punkten zwar mit hoher Flexibilität, verfügen jedoch nur über geringere technologische Kapazitäten. Kleinstunternehmen agieren oft als innovative Nischenanbieter, sind dabei aber besonders stark von Kooperationen und stabilen Marktbedingungen abhängig.

Als zentrales Ergebnis der Untersuchungen wurde deutlich, dass die größten Hindernisse für die Umsetzung von Kreislaufwirtschaftskonzepten nicht in einem mangelnden Problembewusstsein liegen. Vielmehr sind Qualifikationsdefizite, eine unzureichende Verknüpfung von Prozessen über den gesamten Produktlebenszyklus, fehlende Datenstandards sowie eine oftmals unzureichende Koordination entlang der Wertschöpfungskette ausschlaggebend. Besonders ausgeprägt ist der Bedarf an Fachwissen, um die zunehmenden EU-Vorgaben und Nachhaltigkeitsanforderungen in die betriebliche Praxis zu übertragen.

Die Untersuchung zeigt zudem, dass Recycling, Ökodesign und nachhaltige Produktion in vielen Unternehmen noch nicht ausreichend miteinander verzahnt sind. Zudem werden Recyclingprozesse häufig extern organisiert und erst am Ende des Produktlebenszyklus berücksichtigt. Ökodesign wird zwar zunehmend in der Produktentwicklung aufgegriffen, ist jedoch selten fest in standardisierte Entwicklungsprozesse integriert. Nachhaltige Produktionsmaßnahmen konzentrieren sich vielfach auf Ressourceneffizienz und Prozessoptimierung, ohne systematisch mit Kreislaufstrategien verknüpft zu sein. Dadurch bleiben Potenziale für eine lebenszyklusorientierte Optimierung von Materialien, Produkten und Prozessen vielfach ungenutzt.

Drei Trainingsmodule für die textile Transformation
Auf Basis der Analyseergebnisse entwickelt Skills4Circularity nun drei praxisorientierte Trainingsmodule zu den Themen Recyclingtechnologien, Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion.

Das Modul „Recyclingtechnologien“ vermittelt Kenntnisse zu gesetzlichen Anforderungen, Materialsortierung und der Aufbereitung von Textilabfällen. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Recyclingprozesse besser zu strukturieren und die Zusammenarbeit entlang der Recycling-Wertschöpfungskette zu verbessern.

Im Modul „Ökodesign für die Kreislaufwirtschaft“ stehen regulatorische Anforderungen, Ökobilanzierung sowie Rückverfolgbarkeitssysteme im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, Circular-Design-Prinzipien systematisch in die Produktentwicklung zu integrieren und die Voraussetzungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft bereits in frühen Entwicklungsphasen zu schaffen.

Das dritte Modul widmet sich der nachhaltigen Produktion. Schwerpunkte sind ressourceneffiziente und abfallarme Produktionsprozesse sowie die organisatorische Verankerung von Nachhaltigkeitszielen im Unternehmen. Dabei geht es insbesondere darum, Produktionsprozesse stärker mit Kreislaufstrategien und Recyclingansätzen zu verknüpfen.

Mit diesen Qualifizierungsangeboten will Skills4Circularity die europäische Textilindustrie dabei unterstützen, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Nachhaltigkeit stärker in die betriebliche Praxis zu integrieren. Weiterbildung wird damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die Transformation der Branche. 

Weitere Informationen:
IVGT EU-Projekt Skills4Circularity Erasmus+
Quelle:

IVGT

Präsidium der Bremer Baumwollbörse: Präsident Fritz A. Grobien und die Vizepräsidenten Stephanie Silber, Jean-Paul Haessig, Jens D. Lukaczik (v.l.n.r.) (c) Bremer Baumwollbörse
Präsidium der Bremer Baumwollbörse: Präsident Fritz A. Grobien und die Vizepräsidenten Stephanie Silber, Jean-Paul Haessig, Jens D. Lukaczik (v.l.n.r.)
22.06.2026

Bremer Baumwollbörse: Fritz A. Grobien als Präsident wiedergewählt

Die 152. ordentliche Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse am 18. Juni 2026 setzte wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes. Geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten prägten die Vorträge und Diskussionen. Mit den turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Vorstand wurden wichtige personelle Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Mitglieder genehmigten die Rechnungsablage, nahmen den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 entgegen und entlasteten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig. Mit der Wiederwahl von Fritz A. Grobien zum Präsidenten bekräftigte die Bremer Baumwollbörse ihren Anspruch, die Interessen der internationalen Faser- und Rohstoffwirtschaft auch künftig aktiv mitzugestalten.

Die 152. ordentliche Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse am 18. Juni 2026 setzte wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes. Geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten prägten die Vorträge und Diskussionen. Mit den turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Vorstand wurden wichtige personelle Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Mitglieder genehmigten die Rechnungsablage, nahmen den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 entgegen und entlasteten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig. Mit der Wiederwahl von Fritz A. Grobien zum Präsidenten bekräftigte die Bremer Baumwollbörse ihren Anspruch, die Interessen der internationalen Faser- und Rohstoffwirtschaft auch künftig aktiv mitzugestalten.

„Die Bremer Baumwollbörse steht seit Generationen für unabhängige Qualitätsbewertung, internationale Vernetzung und die außergerichtliche Beilegung von Streitfällen im Baumwollhandel. Diese Kompetenz macht uns zu einem verlässlichen Orientierungspunkt für die globale Baumwollwirtschaft. Wir wollen und müssen sichtbar bleiben – Baumwolle braucht eine starke Präsenz im Markt. Bremen bleibt ein Ort, an dem Wissen, Marktverständnis und internationale Zusammenarbeit zusammenkommen“, sagte Grobien nach seiner Wiederwahl.

Mit großem Dank verabschiedete die Generalversammlung Ehrenpräsident Wolfgang Vogt Jordan aus seiner aktiven Mitarbeit. Nach jahrzehntelangem Engagement für die Bremer Baumwollbörse, in unterschiedlichen Funktionen z. B. als Präsident und Vizepräsident der Bremer Baumwollbörse und zuletzt lange Jahre Mitglied des Finanzausschusses, würdigten Präsidium und Mitglieder seine Verdienste um den Verband und die internationale Baumwollwirtschaft. 

Blick über den Tellerrand
Für einen spannenden Blick über den Tellerrand sorgte Gastredner Dr. Tim Nesemann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bremen. Der promovierte Mathematiker und Diplom-Kaufmann prägt die Entwicklung des Instituts seit Jahrzehnten: Nach seinem Eintritt 1995 führte ihn sein Weg 2004 in den Vorstand, dessen Vorsitz er seit 2009 innehat. Dr. Nesemann beleuchtete die aktuellen geopolitischen Spannungen und ihre Auswirkungen auf Banken, Unternehmen sowie die deutsche und europäische Industrie. Zölle, gestörte Lieferketten und steigende Finanzierungskosten würden Unternehmen ebenso belasten wie die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland sowie der wirtschaftliche Druck auf Europa. Gleichzeitig nähmen die Risiken für Banken zu, während regulatorische Vorgaben Sanierungsprozesse erschwerten.

Als besondere Herausforderungen nannte er Cyberkriminalität, Angriffe auf kritische Infrastrukturen sowie die zunehmenden Abhängigkeiten durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Chancen sieht Nesemann unter anderem in Handelsabkommen wie Mercosur, warnte jedoch gleichzeitig vor den Folgen politischer Polarisierung und des Erstarkens radikaler Kräfte in Europa. Sein Fazit: Wer Veränderungen frühzeitig erkennt, Verantwortung übernimmt und Chancen nutzt, kann gestärkt aus Krisen hervorgehen. Darin liege die gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Das aktuelle Präsidium und Vorstand der Bremer Baumwollbörse
Fritz A. Grobien wird als Präsident die Bremer Baumwollbörse auch zukünftig repräsentieren und deren Entwicklung maßgeblich begleiten. Der Bremer Kaufmann und Baumwollexperte verfügt über jahrzehntelange internationale Branchenerfahrung und war bereits mehrfach Präsident der Bremer Baumwollbörse. Zudem engagierte er sich als Vizepräsident der Organisation sowie als Präsident der International Cotton Association in Liverpool. Mit seinem Wirken trug er maßgeblich zur engen Zusammenarbeit zwischen Bremen und Liverpool bei, aus der unter anderem die heutige ICA Bremen GmbH hervorging. ICA Bremen ist ein internationales Kompetenzzentrum für Baumwollprüfung, Forschung, Qualitätsschulungen und Zertifizierung.

Die ICA Bremen GmbH wurde im Oktober 2011 gegründet und vereint seither die globale Präsenz der International Cotton Association (ICA) mit der Fachkompetenz der Bremer Baumwollbörse (BBB) und des Bremer Faserinstituts (FIBRE).

Vizepräsidenten wurden erneut Jean-Paul Haessig, Direktor des in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, und Singapur ansässigen Handelsunternehmens Asian Cotton Traders Pte. Ltd., sowie Stephanie Silber, Geschäftsführerin der Otto Stadtlander GmbH, Bremen, und Jens D. Lukaczik, geschäftsführender Gesellschafter des Serviceunternehmens Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen.

Das neu gewählte Präsidium und der Vorstand der Bremer Baumwollbörse auf einen Blick

Präsidium: 

  • Präsident Fritz A. Grobien, Albrecht, Müller-Pearse & Co. Trade (GmbH & Co.) KG, Bremen (Deutschland)
  • Vizepräsident Jean-Paul Haessig, Asian Cotton Traders Pte. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam)/Singapur
  • Vizepräsident Jens D. Lukaczik, Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen (Deutschland)
  • Vizepräsidentin Stephanie Silber, Otto Stadtlander GmbH, Bremen (Deutschland)

Vorstand

  • Hannes Drolle, Getzner Textil AG, Bludenz (Österreich)
  • Ernst Grimmelt, Velener Textil GmbH, Velen (Deutschland)
  • Carl Illi, CWC Textil AG, Zürich (Schweiz)
  • Jan Kettelhack, Hch. Kettelhack GmbH & Co. KG, Rheine (Deutschland)
  • Roland Stelzer, Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co., Bempflingen (Deutschland)
  • Axel Trede, Cotton Service International GmbH, Bremen (Deutschland)
  • Wieder gewählt: Dr. Uwe Mazura, Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V., Berlin (Deutschland)
  • Wieder gewählt: Konrad Schröer, SETEX-Textil-GmbH, Hamminkeln-Dingden (Deutschland)

Beratendes Vorstandsmitglied:

  • Manfred Kern, Vereinigung Textilindustrie (VTI), Wien (Österreich)

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder von Vorstand und Präsidium repräsentieren Unternehmen aus allen Bereichen der Baumwollbeschaffungskette – vom Handel über die Verarbeitung bis hin zu spezialisierten Dienstleistern. Diese Vielfalt verleiht dem Verband ein breit gefächertes Kompetenznetzwerk und eröffnet Zugang zu wertvollen globalen Informationsressourcen innerhalb der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft.

Über eine Berücksichtigung der Pressemeldung in Ihrem Medium würden wir uns freuen. Für Nachfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Gern vermitteln wir auch ein Interview mit unserem Präsidenten zu von Ihnen gewünschten Themen.

22.06.2026

BTE gibt Handreichung für den Handel zum Vernichtungsverbot heraus

Am 19. Juli 2026 trat gemäß der EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR) ein verbindliches Vernichtungsverbot für unverkaufte Bekleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe in Kraft. Unternehmen dürfen Überbestände, Retouren und Saisonware künftig nicht mehr einfach entsorgen – auch dann nicht, wenn ein Weiterverkauf wirtschaftlich unattraktiv erscheint. Im Fokus steht dabei nicht mehr nur das Produktdesign, sondern zunehmend auch der Umgang mit Produkten am Ende ihrer ersten Nutzungsphase. Politisch wird die Debatte insbesondere von drei zentralen Herausforderungen geprägt: Überproduktion, Retourenvernichtung und ineffiziente Warenkreisläufe.

Der Gesetzgeber fordert damit einen grundlegenden Perspektivwechsel im Umgang mit Mode – weg von der Entsorgung als Standardlösung, hin zu aktiver Zweitvermarktung, Spenden und Wiederverwendung. Ausnahmen sind nur in eng definierten Fällen zulässig und erfordern den Nachweis, dass alle Alternativen sorgfältig geprüft wurden. Die Regelung gilt zunächst für große Unternehmen, ab dem 19. Juli 2030 wird sie auf mittlere Unternehmen ausgeweitet.

Am 19. Juli 2026 trat gemäß der EU-Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR) ein verbindliches Vernichtungsverbot für unverkaufte Bekleidung, Bekleidungsaccessoires und Schuhe in Kraft. Unternehmen dürfen Überbestände, Retouren und Saisonware künftig nicht mehr einfach entsorgen – auch dann nicht, wenn ein Weiterverkauf wirtschaftlich unattraktiv erscheint. Im Fokus steht dabei nicht mehr nur das Produktdesign, sondern zunehmend auch der Umgang mit Produkten am Ende ihrer ersten Nutzungsphase. Politisch wird die Debatte insbesondere von drei zentralen Herausforderungen geprägt: Überproduktion, Retourenvernichtung und ineffiziente Warenkreisläufe.

Der Gesetzgeber fordert damit einen grundlegenden Perspektivwechsel im Umgang mit Mode – weg von der Entsorgung als Standardlösung, hin zu aktiver Zweitvermarktung, Spenden und Wiederverwendung. Ausnahmen sind nur in eng definierten Fällen zulässig und erfordern den Nachweis, dass alle Alternativen sorgfältig geprüft wurden. Die Regelung gilt zunächst für große Unternehmen, ab dem 19. Juli 2030 wird sie auf mittlere Unternehmen ausgeweitet.

Vor diesem Hintergrund stellt der BTE dem Handel eine Handreichung zur Verfügung. Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig bei der Anpassung ihrer Geschäftsstrukturen und im Bereich Nachhaltigkeit zu unterstützen. Die Handreichung erläutert, welche Unternehmen betroffen sind, welche Maßnahmen vorgesehen sind und wie die Umsetzung erfolgen kann. Zudem zeigt sie auf, wie sich betroffene Unternehmen gezielt auf das Vernichtungsverbot vorbereiten können. Die Handreichung ist ab sofort unter hanschke@bte.de erhältlich.

Der BTE wird auch weiterhin über Neuerungen und geplante Maßnahmen informieren und den Handel bei der Umsetzung begleiten.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren