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Die Lokalstoffmacher: Patrick Herter von der Strickerei Edelweiss Jersey, Sebastian Keller und Christian Weiß von der Textilveredlung Keller und Andreas Merkel von der Spinnerei Gebr. Otto. Foto Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei GmbH + Co. KG
Die Lokalstoffmacher: Patrick Herter von der Strickerei Edelweiss Jersey, Sebastian Keller und Christian Weiß von der Textilveredlung Keller und Andreas Merkel von der Spinnerei Gebr. Otto.
08.01.2026

Domestic Luxuries: Regionale textile Wertschöpfungsketten in Baden-Württemberg

Regionale Wertschöpfung in der Textilindustrie gilt vielen als Kostenfaktor. Das Projekt „Lokalstoffmacher“ aus Baden-Württemberg stellt diese Annahme infrage, wenn Preis, Wertschöpfung und Rückfluss gemeinsam betrachtet werden. Drei Unternehmen haben erstmals eine vollständig regionale Strickstoff-Lieferkette aufgebaut – von der Baumwollfaser bis zum veredelten Stoff. Ziel ist es, Transparenz, Planungssicherheit und neue Absatzpotenziale für regional produzierte Textilien zu schaffen. Die Transportdistanz: 2.300 Kilometer. Der Fokus liegt dabei nicht auf Symbolik, sondern auf wirtschaftlicher Tragfähigkeit und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.

Gesponnen wird die spanische Faser bei Gebr. Otto in Dietenheim bei Ulm, in Albstadt bei Edelweiss Jersey entsteht der Strickstoff und in Öschingen, ebenfalls im Zollernalbkreis, bei der Textilveredlung Keller, bekommt er sein Finishing.

Regionale Wertschöpfung in der Textilindustrie gilt vielen als Kostenfaktor. Das Projekt „Lokalstoffmacher“ aus Baden-Württemberg stellt diese Annahme infrage, wenn Preis, Wertschöpfung und Rückfluss gemeinsam betrachtet werden. Drei Unternehmen haben erstmals eine vollständig regionale Strickstoff-Lieferkette aufgebaut – von der Baumwollfaser bis zum veredelten Stoff. Ziel ist es, Transparenz, Planungssicherheit und neue Absatzpotenziale für regional produzierte Textilien zu schaffen. Die Transportdistanz: 2.300 Kilometer. Der Fokus liegt dabei nicht auf Symbolik, sondern auf wirtschaftlicher Tragfähigkeit und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette.

Gesponnen wird die spanische Faser bei Gebr. Otto in Dietenheim bei Ulm, in Albstadt bei Edelweiss Jersey entsteht der Strickstoff und in Öschingen, ebenfalls im Zollernalbkreis, bei der Textilveredlung Keller, bekommt er sein Finishing.

Initiiert hat das Projekt "Lokalstoffmacher" Patrick Herter, Geschäftsführer von Edelweiss Jersey im Frühjahr 2025. Ihm war es wichtig, eine bewusst aufgebaute, stabile Kooperationskette zu etablieren. Mehr Sichtbarkeit für die einzelnen Unternehmen, unterstreicht Sebastian Keller von dem gleichnamigen Unternehmen für Textilveredlung, habe er sich gewünscht. Schließlich liefert jedes der drei Unternehmen nur Zutaten oder bestenfalls ein Zwischenprodukt. „Am Ende geht es darum, werthaltige Aufträge zu generieren“, fasst Christian Weiss zusammen. Er teilt sich mit Sebastian Keller die Geschäftsführung der Textilveredlung.

„Domestic Luxuries“ als Chance im Bekleidungsbereich
Potential für die Strickstoffe der Lokalstoffmacher ist vorhanden, dessen ist sich Andreas Merkel, Geschäftsführer der Spinnerei Gebr. Otto sicher. Er sitzt mit Patrick Herter, Sebastian Keller und Christian Weiß am Besprechungstisch in Albstadt-Lautlingen. Dank der geografischen Nähe ist ein persönliches Treffen der drei Lokaltstoffmacher spontan möglich. Knapp 100 Kilometer liegen zwischen Spinnerei und Strickerei. Die Öschinger Textilveredler könnten ihre 40 Kilometer bis zur Strickerei sogar mit dem Rad zurücklegen. Die Strecke führt, landschaftlich reizvoll, über die Schwäbische Alb, meist zu Füßen der Zollernburg. 

Otto-Geschäftsführer Merkel nennt den Begriff der „Domestic Luxuries“. Er stammt aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey und bezeichnet den Wunsch nach lokal hergestellten Gütern. Insbesondere im gehobenen Bekleidungsbereich wünschten sich – und honorierten – Kunden den regionalen Bezug.

Ob sich die Kooperation aus wirtschaftlicher Sicht gelohnt hat, können die drei Partner noch nicht benennen. „Das ist zu früh“, so Patrick Herter. Die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette gestärkt hat das Projekt auf jeden Fall. „Mit der Spinnerei hatten wir bisher keinen direkten Kontakt, da war immer ein Glied dazwischen“, so Sebastian Keller. 

Öffentliche Auftraggeber als Zielkunden
Patrick Herter verweist auf ähnliche Projekte in Griechenland, mit dem Ziel, die textile Wertschöpfung im Land zu behalten. „Das ist eine globale Tendenz“, stellt Merkel fest und ergänzt: „Es geht uns hier gewiss nicht um Abschottung oder Lokalpatriotismus, sondern um das Bewusstsein, dass an einem lokal hergestellten Produkt auch Arbeitsplätze hängen.“ 

Er sieht deshalb öffentliche Ausschreibungen als zweiten Zielmarkt für Produkte der Lokalstoffmacher. Bisher werden öffentliche Aufträge aus Preisgründen meist außerhalb Deutschlands vergeben. Allerdings sei die zugrundeliegende Preisbetrachtung unvollständig: Andreas Merkel: „Als Hersteller zahlen wir in Deutschland Steuern sowie vielfältige Abgaben und Umlagen. Diesen Block müsste man in einem realistischen Preisvergleich abziehen.“

In der Konsequenz hieße das: „Würden die öffentlichen Auftraggeber ihre Aufträge in Deutschland platzieren, bekämen sie eine sehr hohe Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen.“

Derzeit sprechen kurzfristige Kostenargumente noch häufig dafür, Produkte zu günstigeren Preisen zu importieren. Mit dem zunehmenden Druck auf dem Arbeitsmarkt und steigenden Sozialkosten müsse der Staat, der als öffentlicher Auftraggeber Geld ausgibt so investieren, dass er den bestmöglichen Pay-Back hat. „Der größte volkswirtschaftliche Rückfluss entsteht dort, wo öffentliche Mittel im eigenen Land in Arbeit, Wertschöpfung und Steuereinnahmen zurückfließen.“

Herausforderungen und Ausblick
„Ein Stoff ist erst mal nur ein Zwischenprodukt“, sagt Christian Weiss. „Nun brauchen wir einen Konfektionär, der aus unserem Gestrick ein fertiges Textilprodukt herstellt.“ Auch für eine Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen braucht es einen Partner, der diesen Prozessschritt abdeckt. Einige Kandidaten hat das Lokalstoffmacher-Trio schon, zum Lokalstoffmacher-Quartett ist es bisher nicht gekommen. 

In Zukunft können sich die drei Lokalstoffmacher vorstellen, andere Fasern einzusetzen. „Baumwolle war ein guter und sinnvoller Anfang, um uns als Kooperationspartner zusammenzubringen“, sagt Patrick Herter. „In dieser Konstellation denken wir weiter.“

Quelle:

Gebr. Otto Baumwollfeinzwirnerei GmbH + Co. KG 

Winter Night Impressions ©INNATEX
Winter Night Impressions
08.01.2026

57. INNATEX: Marken, Formate und Fragestellungen zum nachhaltigen Markt

Während auch nachhaltige Mode wirtschaftlich unter Druck steht, zeigt die INNATEX im Messecenter Hofheim Rhein-Main, dass die Branche weiterhin an tragfähigen Modellen arbeitet. Die ausgebuchte 57. Ausgabe der internationalen Fachmesse für nachhaltige Textilien stellt sich programmatisch dem aktuellen Branchendiskurs: die öffentliche Relevanz sowie der Verkauf von Green Fashion. 

Mit neuen Formaten, der Premiere der Evolution Stage und aktuellen Buzz-Themen, rückt die Orderplattform Herausforderungen und Lösungsansätze in den Vordergrund. Zu den ausstellenden Marken gehören sowohl etablierte Player wie Recolution, Dawn Denim, Vaude, Mela, Rotholz, Two Thirds, Reiff und Moea, als auch erstmals ausstellende Marken. 

„Unsere Flächen sind wieder ausgebucht, viele Marken berichten von gefüllten Terminkalendern – und trotzdem bleibt Unsicherheit“, stellt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX, fest. „Niemand weiß, wie sich der Markt entwickelt. Aber wir können zumindest eines beeinflussen, nämlich eine INNATEX, die maximalen Mehrwert bietet: mit Handelsempfehlungen, innovativen Impulsen, Tools und Raum für ehrlichen Austausch.“ 

Während auch nachhaltige Mode wirtschaftlich unter Druck steht, zeigt die INNATEX im Messecenter Hofheim Rhein-Main, dass die Branche weiterhin an tragfähigen Modellen arbeitet. Die ausgebuchte 57. Ausgabe der internationalen Fachmesse für nachhaltige Textilien stellt sich programmatisch dem aktuellen Branchendiskurs: die öffentliche Relevanz sowie der Verkauf von Green Fashion. 

Mit neuen Formaten, der Premiere der Evolution Stage und aktuellen Buzz-Themen, rückt die Orderplattform Herausforderungen und Lösungsansätze in den Vordergrund. Zu den ausstellenden Marken gehören sowohl etablierte Player wie Recolution, Dawn Denim, Vaude, Mela, Rotholz, Two Thirds, Reiff und Moea, als auch erstmals ausstellende Marken. 

„Unsere Flächen sind wieder ausgebucht, viele Marken berichten von gefüllten Terminkalendern – und trotzdem bleibt Unsicherheit“, stellt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX, fest. „Niemand weiß, wie sich der Markt entwickelt. Aber wir können zumindest eines beeinflussen, nämlich eine INNATEX, die maximalen Mehrwert bietet: mit Handelsempfehlungen, innovativen Impulsen, Tools und Raum für ehrlichen Austausch.“ 

INNATEX Evolution Stage: Brands stehen fest 
Die ‚Evolution Stage – Shaping Tomorrow’s Fashion‘ versammelt Labels, die Design, Qualität und Zukunftsfähigkeit vereinen und präsentiert sie auf einer Fläche in Form eines Concept Stores. Konzipiert und kuratiert von Designer Jonathan Radetz steht das Format für Wirtschaftlichkeit, die Nutzung von Synergien und eine verkaufsstarke Sortimentsgestaltung am Point of Sale. Ausgewählt für die Premiere wurden die Labels Maatroom, VIDAR Sport, Jungle Folk, ZAMT, Halt.Clothing, DeLin und Makesomebodyhappy. 

Wissen und Handelsempfehlungen für eine Branche im Umbruch 
Das weitere Rahmenprogramm greift ebenfalls Fragestellungen auf, mit denen Marktteilnehmer:innen sich beschäftigen sollten, um fit für die Zukunft zu bleiben: von KI-gestützten Strategien im Modeeinzelhandel über langfristige Entwicklungen in Design und Produktkonzeption bis zur Bedeutung von Langlebigkeit und Markenarbeit für Kaufentscheidungen.

Quelle:

INNATEX 

Pantone Color of the Year 2026: Cloud Dancer Foto Pantone Color Institute
Pantone Color of the Year 2026: Cloud Dancer
05.01.2026

Pantone Color of the Year 2026: Cloud Dancer

Farbexperte und Anbieter professioneller Farbstandards und digitaler Lösungen für die Design-Community, stellte PANTONE 11-4201 Cloud Dancer vor, einen schwerelos wirkenden Weißton, der ein Gefühl tiefer Gelassenheit vermittelt und zur Pantone Color of the Year 2026 gewählt wurde. Der zarte Weißton symbolisiert Ruhe in einer hektischen Welt, die den Wert von Achtsamkeit und stiller Reflexion neu entdeckt.

Wie eine unbeschriebene Leinwand verkörpert Cloud Dancer den Wunsch nach einem Neubeginn. Wenn wir alte Denkweisen abstreifen, öffnen wir uns für neue Perspektiven. Cloud Dancer besänftigt den Geist, sorgt für echte Entspannung und Fokus und schenkt Raum für gedankliche Weite, damit Kreativität atmen kann und Innovation entstehen darf.

Bewusst zur Ruhe zu kommen und sich für einen Moment von ständigen Anforderungen zurückzuziehen bedeutet, die innere Stärke des Seins anzuerkennen und nicht nur des Tuns. Cloud Dancer spiegelt unser Streben nach einer Zukunft ohne Überfluss wider und lässt den Wunsch nach Zufriedenheit, Frieden, Verbundenheit und Harmonie wachsen.

Farbexperte und Anbieter professioneller Farbstandards und digitaler Lösungen für die Design-Community, stellte PANTONE 11-4201 Cloud Dancer vor, einen schwerelos wirkenden Weißton, der ein Gefühl tiefer Gelassenheit vermittelt und zur Pantone Color of the Year 2026 gewählt wurde. Der zarte Weißton symbolisiert Ruhe in einer hektischen Welt, die den Wert von Achtsamkeit und stiller Reflexion neu entdeckt.

Wie eine unbeschriebene Leinwand verkörpert Cloud Dancer den Wunsch nach einem Neubeginn. Wenn wir alte Denkweisen abstreifen, öffnen wir uns für neue Perspektiven. Cloud Dancer besänftigt den Geist, sorgt für echte Entspannung und Fokus und schenkt Raum für gedankliche Weite, damit Kreativität atmen kann und Innovation entstehen darf.

Bewusst zur Ruhe zu kommen und sich für einen Moment von ständigen Anforderungen zurückzuziehen bedeutet, die innere Stärke des Seins anzuerkennen und nicht nur des Tuns. Cloud Dancer spiegelt unser Streben nach einer Zukunft ohne Überfluss wider und lässt den Wunsch nach Zufriedenheit, Frieden, Verbundenheit und Harmonie wachsen.

„In einer Zeit des Wandels, in der wir unsere Zukunft und unseren Platz in der Welt neu definieren, bietet PANTONE 11-4201 Cloud Dancer als dezenter Weißton ein Versprechen von Klarheit“, so Leatrice Eiseman, Executive Director des Pantone Color Institute. „Der Lärm um uns herum ist mittlerweile so überwältigend, dass es immer schwieriger wird, die Stimme unseres inneren Selbst zu hören. Cloud Dancer wirkt wie ein bewusstes Bekenntnis zur Simplizität, schärft unsere Aufmerksamkeit und befreit uns von ablenkenden äußeren Einflüssen.“

„Als luftiges, leichtes Weiß eröffnet PANTONE 11-4201 Cloud Dancer Raum für Kreativität. Der Farbton lädt unsere Vorstellungskraft ein, zu schweifen und sich zu entfalten, damit neue Erkenntnisse und mutige Ideen entstehen“, ergänzt Laurie Pressman, Vice President des Pantone Color Institute.

Mit der Pantone Color of the Year 2026 möchte Pantone die symbolische Leere der Leinwand, die Cloud Dancer verkörpert, in den Mittelpunkt stellen. Dazu werden Künstler aus der kreativen Szene vorgestellt, die im Laufe des Jahres ihre eigene Interpretation der Farbe erschaffen. Im Rahmen einer neuen kreativen Initiative, die Künstler und Farbliebhaber gleichermaßen würdigt und unterstützt, veröffentlicht Pantone außergewöhnliche limitierte Editionen von Designern aus unterschiedlichen Bereichen, von Grafik über Mode bis hin zu angewandter Kunst. Die Aktion ist Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung mit Auftragsarbeiten und der Würdigung von Kreativität, wobei die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Farben Menschen inspirieren und verbinden können. Jedes Werk spiegelt die Handschrift des jeweiligen Künstlers wider und eröffnet eine frische Perspektive darauf, wie Kunst und Design Menschen auf sinnvolle Weise berühren können. In einer ersten Phase des Projekts kooperiert Pantone mit dem Illustrator, bildenden Künstler und Autor Emiliano Ponzi. Er entwirft eine limitierte Auflage von Tragetaschen, auf denen Cloud Dancer durch seine unverwechselbare Bildsprache dargestellt wird, geprägt von konzeptioneller Tiefe und grafischer Präzision. 

PANTONE 11-4201 Cloud Dancer in Bekleidung
PANTONE 11-4201 Cloud Dancer ist eine tragende Strukturfarbe, deren Vielseitigkeit das Farbspektrum untermauert. Sie wirkt eher tragend als auffällig und bildet einen Farbkontrast, der andere Farben zum Strahlen bringt. Das dezente, unaufdringliche Weiß PANTONE 11-4201 Cloud Dancer ist ein bewusstes Statement der Schlichtheit, ob als klassisches Hemd, T-Shirt, Jeans, Activewear oder Anzug. Durch seine sanfte, wolkige Ausstrahlung fügt sich PANTONE 11-4201 Cloud Dancer in luftige, bauschige Silhouetten, übergroße Polsterungen und abgerundete Formen ein und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Entspannung. Texturen wie mit Daunen und Schaumstoff gefüllte Stoffe, flauschiger Pelz, Plüsch und weiche Wolle schmiegen sich sanft an. Gleichzeitig lässt die luftige, nahezu vaporisierte Erscheinung PANTONE 11-4201 Cloud Dancer auch Raum für Transparenz: durchscheinende Chiffons, fließende Jerseys und bewegte Stoffe, die sich von Tag zu Nacht und von Saison zu Saison mühelos anpassen.

PANTONE 11-4201 Cloud Dancer in Wohndesign und Innenarchitektur
Wie in der Mode vermittelt PANTONE 11-4201 Cloud Dancer auch im Interior Design ein bewusstes Verständnis von Simplizität. Der Farbton fördert Entspannung und Konzentration und eignet sich ideal für alle, die Momente der Abkopplung und des bewussten Innehaltens suchen. Mit seiner expansiven Wirkung schafft PANTONE 11-4201 Cloud Dancer Räume, in denen Funktion und Gefühl ineinandergreifen. Der Farbton öffnet visuelle Klarheit, erzeugt optische Großzügigkeit und verwandelt Wohn- und Lebensbereiche in Oasen von Leichtigkeit und Wohlbefinden, ob in Möbeln oder dekorativen Elementen. Im Badezimmer vermittelt PANTONE 11-4201 Cloud Dancer ein Gefühl der Ruhe und Entspannung, während der Farbton in der Küche für Offenheit und Weite sorgt. Als tragende Strukturfarbe passt sich PANTONE 11-4201 Cloud Dancer an, harmonisiert und setzt Kontraste. Die Farbe schafft eine luftige Leichtigkeit in allen Produktanwendungen und Umgebungen, ob allein oder in Kombination mit anderen Farbtönen.

Weitere Informationen:
Pantone color of the year weiß cloud dancer
Quelle:

Pantone Color Institute

30.12.2025

Gutes Gewissen oder günstiger Preis: Wenn nachhaltig, dann online

Vielen Menschen ist es 2025 schwerer denn je gefallen, die Frage zu beantworten, ob sie lieber nachhaltige oder besonders günstige Geschenke kaufen sollen. Das zeigt die Bilanz der diesjährigen repräsentativen Verbraucherumfrage des bevh zum Jahresende. Grundsätzlich gefragt, ob sie zu Weihnachten bewusster nachhaltig eingekauft haben als noch vor drei Jahren, stimmen zwar jeder Vierte Befragte (24,9 %) zu. Fast ebenso viele (22,0 %) geben jedoch an, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten andere Aspekte wichtiger geworden sind. Für die Hälfte der Befragten (50,4 %) hat sich das eigene Konsumverhalten insgesamt allerdings nicht spürbar verändert.

Auffällig ist jedoch die Selbsteinschätzung jüngerer Menschen: Die deutliche Mehrheit der Befragten unter 30 Jahren (67,4 %) empfindet ihr Konsumverhalten heute als weniger nachhaltig als früher. „Die Sorgen vieler Menschen waren dieses Jahr meist größer als ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein“, erklärt Daniela Bleimaier, verantwortlich für Nachhaltigkeitsthemen beim bevh. Viele nähmen beim Einkaufen schon seit Jahren zunehmend Kompromisse in Kauf.

Vielen Menschen ist es 2025 schwerer denn je gefallen, die Frage zu beantworten, ob sie lieber nachhaltige oder besonders günstige Geschenke kaufen sollen. Das zeigt die Bilanz der diesjährigen repräsentativen Verbraucherumfrage des bevh zum Jahresende. Grundsätzlich gefragt, ob sie zu Weihnachten bewusster nachhaltig eingekauft haben als noch vor drei Jahren, stimmen zwar jeder Vierte Befragte (24,9 %) zu. Fast ebenso viele (22,0 %) geben jedoch an, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten andere Aspekte wichtiger geworden sind. Für die Hälfte der Befragten (50,4 %) hat sich das eigene Konsumverhalten insgesamt allerdings nicht spürbar verändert.

Auffällig ist jedoch die Selbsteinschätzung jüngerer Menschen: Die deutliche Mehrheit der Befragten unter 30 Jahren (67,4 %) empfindet ihr Konsumverhalten heute als weniger nachhaltig als früher. „Die Sorgen vieler Menschen waren dieses Jahr meist größer als ihr Nachhaltigkeitsbewusstsein“, erklärt Daniela Bleimaier, verantwortlich für Nachhaltigkeitsthemen beim bevh. Viele nähmen beim Einkaufen schon seit Jahren zunehmend Kompromisse in Kauf.

Wenn nachhaltig, dann online
So ausgeprägt die Sparneigung auch ist: Bessere Möglichkeiten für einen bewussteren Konsum als im Onlinehandel bieten sich Verbraucherinnen und Verbrauchern derzeit kaum, betont Daniela Bleimaier. Fast-Fashion-Filialisten und Discount-Ketten prägten vielerorts das Bild der Innenstädte, nachhaltige Marken und Verkaufskonzepte seien dort immer schwerer zu finden, so der Verband. Das bestätigt auch die Befragung: 36,2 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher gaben an, online mehr Angebote für nachhaltige Produkte gefunden zu haben. Nur 27,6 Prozent bewerteten das stationäre Angebot als besser. „Gerade für kleinere Unternehmen mit nachhaltigen Produkten ist es am wichtigsten, größtmögliche Sichtbarkeit zu bekommen und wachsen zu können. Innovative Anbieter findet man daher vor allem im Onlinehandel und in den sozialen Medien, wo sie Kundengruppen weit über die Einkaufsstraße hinaus erreichen“, so Bleimaier.

Über die Umfrage
Für die Civey-Umfrage wurden 1.000 Käuferinnen und Käufer in Deutschland befragt, die vor Weihnachten im Internet eingekauft haben. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 12.12. und 15.12.2025. Die Umfrage ist repräsentativ.

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.

Weihnachts-Shopping Foto: Pixabay, Alexa
30.12.2025

bevh-Umfrage: Warum Verbraucher wirklich bei asiatischen Billig- Plattformen einkaufen

Das Einkaufen zu Weihnachten war 2025 geprägt durch das „Günstig oder gut“-Dilemma, wie die repräsentative Weihnachtsumfrage des bevh am 23. Dezember klar gezeigt hat. Eine zentrale Rolle im Sparverhalten der Deutschen spielen dabei Billigplattformen wie Temu, Shein & Co. auf die zum Jahresende bereits jede 20. Online-Bestellung aus Deutschland (4,9 %) entfiel. In einer weiteren repräsentativen Erhebung ist der bevh daher gesondert auf die Gründe für den Kauf bei den asiatischen Anbietern eingegangen. Danach gefragt, was diese Plattformen so attraktiv macht, wollten vier von fünf Befragten (76,8 %) die Gründe allerdings nicht nennen – oder nicht zugeben. Offen zeigt sich erneut nur die jüngere Generation: Insgesamt 60,7 Prozent der Unter-30-Jährigen geben an, bei diesen Anbietern wegen niedriger Preise, Rabatten oder besonderer Angebote einzukaufen. 
 

Das Einkaufen zu Weihnachten war 2025 geprägt durch das „Günstig oder gut“-Dilemma, wie die repräsentative Weihnachtsumfrage des bevh am 23. Dezember klar gezeigt hat. Eine zentrale Rolle im Sparverhalten der Deutschen spielen dabei Billigplattformen wie Temu, Shein & Co. auf die zum Jahresende bereits jede 20. Online-Bestellung aus Deutschland (4,9 %) entfiel. In einer weiteren repräsentativen Erhebung ist der bevh daher gesondert auf die Gründe für den Kauf bei den asiatischen Anbietern eingegangen. Danach gefragt, was diese Plattformen so attraktiv macht, wollten vier von fünf Befragten (76,8 %) die Gründe allerdings nicht nennen – oder nicht zugeben. Offen zeigt sich erneut nur die jüngere Generation: Insgesamt 60,7 Prozent der Unter-30-Jährigen geben an, bei diesen Anbietern wegen niedriger Preise, Rabatten oder besonderer Angebote einzukaufen. 
 
Dass die Billigwaren auf den großen asiatischen Plattformen eine geringere Qualität haben und häufiger Sicherheitsmängel bzw. Schadstoffe aufweisen, ist dank umfangreicher Berichterstattung allgemein bekannt. Der Bundesverband hat daher Kunden von Temu und Shein gesondert gefragt, warum sie trotz der negativen Berichte weiter auf diesen Plattformen einkaufen. Die Ergebnisse zeigen, dass die sinkende Ausgabenbereitschaft im Land eine ernste Seite hat: Jede/r vierte (24,4 %) Kundin oder Kunde gab an, aktuell nicht über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um auf die Billigplattformen verzichten zu können. „Der Spaß an der Schnäppchenjagd tritt in den Hintergrund. Immer mehr Menschen sehen aktuell keine andere Wahl, als den Gürtel enger zu schnallen und im Zweifel über Qualität und Image der Plattformen sowie der angebotenen Waren hinwegzusehen“, stellt Daniela Bleimaier fest. 
 
Auffällig ist, wie viele Verbraucherinnen und Verbraucher dafür bereit sind, Risiken in Kauf zu nehmen. So gaben 40,2 Prozent der Kundinnen und Kunden asiatischer Plattformen an, den kritischen Medienberichten nicht zu glauben. Mehr als die Hälfte (53,5 %) vertraut darauf, selbst beurteilen zu können, ob ein Produkt sicher ist. Rund ein Drittel (33 %) nutzt bewusst das Rückgaberecht, um besonders günstige Produkte zu testen und bei Mängeln wieder zurückzusenden. 
 
„Wir müssen feststellen, dass viele Verbraucher für die Appelle von Handel, Politik und Verbraucherschutz nicht zugänglich sind. Wenn wir wirklich wollen, dass sicher und nachhaltig eingekauft wird, muss sich die wirtschaftliche Lage verbessern“, erklärt Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & International beim bevh. „Es muss für die Menschen in unserem Land wieder eine wirkliche Option werden, sicher, nachhaltig und gut einzukaufen, statt nur gefährlichen Billigprodukten hinterherzulaufen. Einstweilen bleibt es die Aufgabe von Behörden und Zoll, bestehendes Recht umfassend durchzusetzen und dadurch die Gefahren durch unsichere Produkte abzuwenden.“ 
 
Über die Umfrage 
Für die Civey-Umfrage wurden 1.000 Kundinnen und Kunden von Temu und Shein in Deutschland befragt, die vor Weihnachten im Internet eingekauft haben. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 17.12. und 21.12.2025. Die Umfrage ist repräsentativ.

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) 

CHINA WAVE auf der 109# Pitti Uomo China National Garment Association
21.12.2025

CHINA WAVE auf der 109# Pitti Uomo

Mit der erneuten Teilnahme von CHINA WAVE auf der 109# Pitti Uomo präsentiert sich Chinas unabhängige Modedesignszene vom 13.–16. Januar 2026 in Florenz kraftvoller und reifer denn je. Was als Erkundungsphase begann, hat sich – getragen von der China National Garment Association – zu einer strategischen, kulturell verankerten Initiative entwickelt, die chinesische Ästhetik und Markenidentität selbstbewusst auf die globale Bühne trägt. 

Seit der Premiere des chinesischen Pavillons auf der Pitti Uomo 106 hat sich CHINA WAVE als exklusives Kooperationsprojekt zwischen der China Apparel Association und Pitti Uomo etabliert. Die Plattform ermöglicht chinesischen Modemarken nicht nur internationale Sichtbarkeit, sondern markiert einen entscheidenden Wandel: vom reinen Produktexport hin zum Export von Marken, Designkultur und kreativer Handschrift. 

Mit der erneuten Teilnahme von CHINA WAVE auf der 109# Pitti Uomo präsentiert sich Chinas unabhängige Modedesignszene vom 13.–16. Januar 2026 in Florenz kraftvoller und reifer denn je. Was als Erkundungsphase begann, hat sich – getragen von der China National Garment Association – zu einer strategischen, kulturell verankerten Initiative entwickelt, die chinesische Ästhetik und Markenidentität selbstbewusst auf die globale Bühne trägt. 

Seit der Premiere des chinesischen Pavillons auf der Pitti Uomo 106 hat sich CHINA WAVE als exklusives Kooperationsprojekt zwischen der China Apparel Association und Pitti Uomo etabliert. Die Plattform ermöglicht chinesischen Modemarken nicht nur internationale Sichtbarkeit, sondern markiert einen entscheidenden Wandel: vom reinen Produktexport hin zum Export von Marken, Designkultur und kreativer Handschrift. 

Bedeutung für die internationale Modebranche 
CHINA WAVE fungiert zunehmend als Brücke zwischen chinesischer Designkultur und globalen Märkten. Die Initiative stärkt den Zugang zu internationalen Vertriebskanälen, fördert professionelle Anerkennung und positioniert chinesische Marken als kulturelle Akteure mit klarer kreativer Handschrift. Dabei entsteht ein neues Narrativ: China nicht als reine Produktionsnation, sondern als Herkunft zukunftsweisender Modekonzepte. 

Mit Blick auf Januar 2026 lädt die China National Garment Association internationale Partner ein, den Auftritt der chinesischen Delegation mitzuerleben und gemeinsam ein neues Kapitel im globalen Modeaustausch zu schreiben.

Unter dem Leitthema „Movement“ vereint die 109. Ausgabe über 700 internationale Marken und schafft einen Rahmen, in dem Tradition und Avantgarde aufeinandertreffen. CHINA WAVE nutzt diese Bühne, um zeitgenössische chinesische Designästhetik in ihrer Vielfalt zu zeigen – von progressiver Mode über handwerkliche Innovation bis hin zu künstlerisch interpretierten Accessoires. In der Costruzioni Lorenesi in der Fortessa da Basso präsentieren sich verschiedene Marken auf 150 Quadratmetern:

SEPTWOLVES 
Als eines der führenden chinesischen Fashionlabels im Menswear-Segment steht SEPTWOLVES für marktorientiertes Design, hohe Produktionskompetenz und kommerziell starke Kollektionen – mit besonderer Expertise im Bereich Jacken und urbaner Business-Casual-Fashion. Im historischen Milan Centrale präsentierte das Label zuletzt seine SS25 Kollektion und setzte Akzente im Bereich Business- und Travel-Mode.

SWÖFCARE 
Gegründet 2005 von Jason Chang in Neuseeland, verbindet SWÖFCARE zeitgenössische Hutkunst mit einer klaren Lebensphilosophie. Inspiriert von den essenziellen Elementen Sunshine, Water und Oxygen entstehen Headwear-Designs, die handwerkliche Präzision mit emotionaler Tiefe vereinen und jedem Stück eine eigene Energie verleihen. SWÖFCARE verknüpft Natur, Lebenskunst und komplexe Hutmacherkultur.

JOEWITHLOL (Fun to Wear) 
JOEWITHLOL überträgt künstlerische Konzepte und zeitgenössisch interpretierte chinesische Elemente auf Smart Casual Menswear. An der Schnittstelle von Mode, Kunst, und Kultur entstehen tragbare Designs, die moderne Lebensstile reflektieren und ästhetischen Anspruch mit humanistischer Haltung verbinden.

WU RANG 
Die Marke versteht chinesische Kultur als Design-DNA. Bräuche, Literatur, Geschichte und Geografie werden zu kreativen Impulsen, die Mode als kulturellen Dialog erfahrbar machen und in Contemporary Fashion mit chinesischen Kulturelementen verbindet.

A. NEW STUDIO 
Mit Styles von minimalistischer Leisurewear bis zu urbaner Outdoor-Ästhetik reagiert die Marke für Menswear & Unisex Apparel auf gesellschaftliche Strömungen. Ihre kreative Haltung ist wandelbar, experimentell und visuell kraftvoll.

ZIVGREY 
Das 2015 gegründete Accessoire-Label verbindet Naturformen und urbane Geometrie. Schmuck aus Silber, Gold, Perlen oder Edelsteinen wird zu ästhetischen Skulpturen, die vergängliche Schönheit in bleibende Objekte verwandeln.

AMANO 
Amano, gegründet 2017, ist ein Designerlabel mit Schwerpunkt auf handwerklicher Schmuckkunst. Amano, italienisch für „von Hand gemacht“, steht für das Einweben von Wärme und Leben in unregelmäßige Strukturen. So entstehen Schmuckstücke von reduzierter, klarer Ästhetik, in denen sich das Wesentliche in einer stillen, zeitlosen Form zeigt. In Zeiten industrieller Beschleunigung steht AMANO für eine poetische, nicht reproduzierbare Romantik, in der jedes Stück die Spur menschlicher Hände trägt.

Quelle:

Jandali

17.12.2025

NGO-Studie: Grüne Strategie der Modebranche soll Mikroplastikverschmutzung verschärfen

Eine neue Laboruntersuchung, die von der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation Changing Markets Foundation veröffentlicht wurde, legt dar, dass recyceltes Polyester beim Waschen im Durchschnitt 55 % mehr Mikroplastikpartikel freisetzt als neu hergestelltes Polyester, das weniger spröde ist. Zudem waren die Partikel fast 20 % kleiner, sodass sie sich leichter in der Umwelt ausbreiten und Schaden anrichten können.

Ein einzelner Waschgang kann bis zu 900.000 Mikroplastikfasern freisetzen. Mikroplastik ist inzwischen so weit verbreitet, dass es selbst an den extremsten Orten der Erde vorkommt und in allen Lebensräumen zirkuliert: in Böden, Luft, Wasser – und in lebenden Organismen. Es wurde in zahlreichen menschlichen Organen nachgewiesen und wird mit einer wachsenden Zahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

Eine neue Laboruntersuchung, die von der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation Changing Markets Foundation veröffentlicht wurde, legt dar, dass recyceltes Polyester beim Waschen im Durchschnitt 55 % mehr Mikroplastikpartikel freisetzt als neu hergestelltes Polyester, das weniger spröde ist. Zudem waren die Partikel fast 20 % kleiner, sodass sie sich leichter in der Umwelt ausbreiten und Schaden anrichten können.

Ein einzelner Waschgang kann bis zu 900.000 Mikroplastikfasern freisetzen. Mikroplastik ist inzwischen so weit verbreitet, dass es selbst an den extremsten Orten der Erde vorkommt und in allen Lebensräumen zirkuliert: in Böden, Luft, Wasser – und in lebenden Organismen. Es wurde in zahlreichen menschlichen Organen nachgewiesen und wird mit einer wachsenden Zahl von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

Die Studie konzentrierte sich auf eine relativ kleine Zahl von Kleidungsstücken von fünf großen Marken und die Ergebnisse liefern nur einen Hinweis auf die wahrscheinliche Höhe der Verschmutzung. Getestet wurden T-Shirts, Tops, Kleider und Shorts von Adidas, H&M, Nike, Shein und Zara. Nach Einschätzung von Changing Markets ist dies die erste Studie, die Marken im Hinblick auf Mikroplastikverschmutzung vergleicht. Die Marken gehören laut einer aktuellen Erhebung von Changing Markets zu den weltweit größten Produzenten und Verwendern synthetischer Stoffe.

Polyester-Bekleidung von Nike habe sich sowohl bei neu hergestelltem als auch bei recyceltem Polyester als am stärksten verschmutzend erwiesen: Recyceltes Polyester von Nike verlor im Durchschnitt über 30.000 Fasern pro Gramm der untersuchten Kleidung – fast viermal so viel wie der Durchschnittswert von H&M und mehr als siebenmal so viel wie der von Zara.

Bekleidung von Shein fiel zudem dadurch auf, dass ihre recycelten Polyesterstoffe in etwa demselben Umfang Mikroplastik freisetzten wie die aus neu hergestelltem Polyester. Changing Markets vermutet, dass einige der getesteten Kleidungsstücke, die als aus recyceltem Polyester hergestellt gekennzeichnet waren, tatsächlich aus neu hergestelltem Polyester bestanden.

Urska Trunk, Kampagnenleiterin der Changing Markets Foundation, sagte: “Die Modebranche verkauft recyceltes Polyester als grüne Lösung, doch unsere Ergebnisse zeigen, dass es das Problem der Mikroplastikverschmutzung verschärft. Sie entlarven recyceltes Polyester als das, was es ist: ein Feigenblatt der Nachhaltigkeit, das die zunehmende Abhängigkeit der Modebranche von synthetischen Materialien – Plastik – verdeckt. Ein paar intelligente Designoptimierungen und End-of-Pipe-Lösungen werden nur an der Oberfläche kratzen. Echte Lösungen bedeuten, die Produktion synthetischer Fasern schrittweise einzustellen und den Umweg von gebrauchten Plastikflaschen in kurzlebige Mode zu beenden.

Quelle:

Changing Markets Foundation

BTE-Präsident Mark Rauschen Foto BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren
BTE-Präsident Mark Rauschen
17.12.2025

BTE-Präsident Mark Rauschen: Tristesse statt Aufschwung

In einem Statement hat sich BTE-Präsident Mark Rauschen zur aktuellen Lage in der Textil-, Schuh- und Lederwarenbranche geäußert:
 
Vor einem Jahr habe er mit vorsichtigem Optimismus auf das nachfolgende Jahr 2025 geschaut. 12 Monate später sei fast überall Ernüchterung eingekehrt und von den vollmundigen Versprechungen fast nichts geblieben. Statt Aufschwung herrsche vor allem Tristesse. Berichte über Umsatzeinbrüche, Massenentlassungen und Insolvenzen dominieren die Medien. Speziell in der Mode- und Schuhbranche vergehe fast keine Woche ohne Geschäftsaufgabe.
 

In einem Statement hat sich BTE-Präsident Mark Rauschen zur aktuellen Lage in der Textil-, Schuh- und Lederwarenbranche geäußert:
 
Vor einem Jahr habe er mit vorsichtigem Optimismus auf das nachfolgende Jahr 2025 geschaut. 12 Monate später sei fast überall Ernüchterung eingekehrt und von den vollmundigen Versprechungen fast nichts geblieben. Statt Aufschwung herrsche vor allem Tristesse. Berichte über Umsatzeinbrüche, Massenentlassungen und Insolvenzen dominieren die Medien. Speziell in der Mode- und Schuhbranche vergehe fast keine Woche ohne Geschäftsaufgabe.
 
Natürlich könne man die Bundespolitik nur bedingt für schwierige Rahmenbedingungen wie die US-Zollpolitik, die Auswirkungen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine sowie die negative demographische Entwicklung verantwortlich machen. Umso wichtiger sei es aber, im Inland endlich wieder für Aufbruchstimmung zu sorgen und die Wirtschaft von unnötigen Fesseln zu befreien. Zumindest die EU, die in den letzten Jahren für manche bürokratische Zusatzbelastung verantwortlich war, habe dies endlich erkannt und übertriebene Vorgaben und Berichtspflichten rund um Lieferketten, Nachhaltigkeit und Entwaldung zurückgedreht oder dies zumindest auf den Weg gebracht. Hier habe der BTE im Zusammenspiel mit dem HDE und Eurocommerce sichtbare Erfolge in der Verbandsarbeit erzielt.
 
Rauschen weiter: „Solchen Mut wünschen wir uns auch von der deutschen Politik. Nicht nur der Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel braucht mehr Freiheiten, um im zunehmenden Wettbewerb mit globalen Playern überhaupt bestehen zu können. Es ist doch absurd, dass bei uns absolute Nebensächlichkeiten bei der Gebäudesicherheit oder bei der Beantragung von Weihnachtsmärkten geprüft werden, während gleichzeitig millionenfach minderwertige und zum Teil gesundheitsschädigende Textilien, Schuhe und Accessoires unkontrolliert über asiatische Plattformen ins Land kommen!“
 
Mehr Freiraum wünsche er sich auch rund um den Ladenschluss. Speziell bei der Sonntagsöffnung seien die bestehenden Regelungen viel zu restriktiv und führten dazu, dass Kunden und Umsätze in den Onlinehandel oder ins benachbarte Ausland abwanderten. In guten Zeiten konnte der Handel das noch halbwegs verkraften. Aber in schwierigen Zeiten wie diesen könne dies ein entscheidender Faktor sein, ob ein Unternehmen überhaupt noch schwarze Zahlen schriebe. An die Arbeitnehmervertretergewandt, betonte der BTE-Präsident, dass Lockerungen bei der Sonntagsöffnung nicht dazu dienten, dass sich Unternehmer eine „goldene Nase“ verdienten, sondern das Überleben der Geschäfte und damit auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sichern.
 
Auch dem viel diskutierten „Stadtbild“ dürften leichtere Sonntagsöffnungen sicher guttun. Leerstände wegen Geschäftsaufgabe führten schnell zu einer Abwärtsspirale, die den ganzen Standort massiv unter Druck setze. Attraktive Läden seien dagegen das beste Mittel, um konsumwillige Menschen in die Stadt zu ziehen. „Dies müssen wir auch den örtlichen Entscheidungsträgern immer wieder vor Augen halten und Stadtspitzen, Polizei und Ordnungsamt in Hintergrundgesprächen noch mehr dafür sensibilisieren, dass wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um Sicherheit und Sauberkeit in den Innenstädten zu erhöhen“, so Rauschen.
 
Bei der Verbesserung der Aufenthaltsqualität in unseren Cities sehe er alle Innenstadt-Stakeholder in der Verantwortung. Beim Stadtmarketing, in Straßenwerbegemeinschaften oder im Gemeinderat müssten sich nicht nur die örtlichen Mittelständler engagieren, sondern möglichst alle Anlieger – von den Filialisten über Gastronomie und Dienstleistern bis zu den Immobilienbesitzern. Alle Betroffenen seien aufgerufen, Zeit und Budget bereitzustellen, damit Deutschland weiterhin lebens- und liebenswerte Innenstädte habe.
 
Man müsse aber auch erkennen, dass innerhalb der eigenen Branche noch längst nicht alle Hausaufgaben gemacht worden seien. Speziell das aktuelle Geschäftsmodell des Multilabelhandels scheine nicht mehr zeitgemäß. 
 
In einer solchen Situation müsse alles auf den Prüfstand. Angesichts der unsicheren Aussichten für 2026 und der volatilen Konsumstimmung würden neue Wege gebraucht, um mit gleichem oder sogar niedrigerem Umsatz mehr Rendite zu erzielen. Ein entscheidender Hebel sei das Warenmanagement, in dem noch viel Potential stecke. Die Vertikalen zeigten, was mit einer optimierten Zusammenarbeit von Handel und Industrie möglich werde.
 
„Natürlich werden wir an der einen oder anderen Stelle auch den Gürtel enger schnallen müssen. Bei den notwendigen Einsparungen könnten uns sicher auch intelligente KI-Lösungen helfen. Ich rate allen Unternehmen, sich auf diesem Gebiet auf dem Laufenden zu halten und dabei gerne auch die Informationsangebote des BTE zu nutzen“, führte Rauschen weiter aus.
 
Er schloss seine Ausführungen mit einer Aussage zur Bedeutung der Mitarbeitenden: „Im Kontakt mit den Kunden werden nach meiner festen Überzeugung auch 2026 die Mitarbeitenden auf der Fläche die zentrale Rolle spielen. Gerade im mittelständischen Fachhandel sind sie - neben Chefinnen und Chefs - als emotionale und fachkundige Botschafter des Unternehmens das größte Profilierungsinstrument gegenüber Großfilialisten und Onlinern. Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in unserer Branche enorme Auswirkungen auf den Erfolg eines jeden Unternehmens und das wird sich so schnell auch nicht ändern.“

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

15.12.2025

Südwesttextil: Strukturkrise in der baden-württembergischen Textilindustrie

Die wirtschaftliche Lage in der baden-württembergischen Textilindustrie bleibt herausfordernd. Südwesttextil fordert ein konsolidiertes Handeln zugunsten der Zukunftsfähigkeit des Landes.

Die Zehnmonatsbilanz der baden-württembergischen Textilindustrie fällt herausfordernd aus: Neben einem Umsatzrückgang von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahresniveau, verzeichnet die Branche gleichzeitig einen Verlust an Beschäftigten um 6,8 %. Die Branche bleibt unter Druck – aus Perspektive des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbands Südwesttextil braucht es ein aktives Gegensteuern auf allen Ebenen. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Wir erleben gerade eine massive Strukturkrise und müssen uns nicht nur sicherheits-, sondern ebenso industriepolitisch neu aufstellen. Entscheidungen über Industriestrukturen in Baden-Württemberg, die wir heute verlieren, sind unwiederbringlich; es wird kein Reset geben.“

Die wirtschaftliche Lage in der baden-württembergischen Textilindustrie bleibt herausfordernd. Südwesttextil fordert ein konsolidiertes Handeln zugunsten der Zukunftsfähigkeit des Landes.

Die Zehnmonatsbilanz der baden-württembergischen Textilindustrie fällt herausfordernd aus: Neben einem Umsatzrückgang von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahresniveau, verzeichnet die Branche gleichzeitig einen Verlust an Beschäftigten um 6,8 %. Die Branche bleibt unter Druck – aus Perspektive des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbands Südwesttextil braucht es ein aktives Gegensteuern auf allen Ebenen. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Wir erleben gerade eine massive Strukturkrise und müssen uns nicht nur sicherheits-, sondern ebenso industriepolitisch neu aufstellen. Entscheidungen über Industriestrukturen in Baden-Württemberg, die wir heute verlieren, sind unwiederbringlich; es wird kein Reset geben.“

Vor diesem Hintergrund zieht Südwesttextil eine zweigeteilte Bilanz des bisherigen Regierungshandelns auf Bundesebene. Grundsätzlich sei der gute Wille, der Verantwortung gerecht zu werden, erkennbar. Kommissionen, Pläne und Schulden sicherten aber noch keinen Wohlstand. Vor diesem Hintergrund kritisiert Südwesttextil dezidiert, dass die Bundesregierung zwar die formellen Vorgaben des Sondervermögens erfüllt, aber durch Verschiebungen Projekte finanziert, die Bestandteil des regulären Haushalts waren. Südwesttextil hat bei der Lockerung der Schuldenbremse bereits eindringlich betont, dass das Sondervermögen zielgerichtet eingesetzt und mit Reformen verbunden werden muss. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner: „Wir fordern ein sofortiges Ende der finanzpolitischen Manöver. Noch vor Weihnachten muss die Kommission mit ambitionierten Zielen für die Rentenreform ihre Arbeit aufnehmen und ab dem neuen Jahr braucht es eine richtungsweisende Wirtschaftspolitik mit echten Reformen.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil 

Musterwebmaschine, auf der die Gewebe produziert wurden. Foto: DITF
15.12.2025

Auxetische Gewebe: Mehr Sicherheit und Komfort für Schutzkleidung

Zieht man an im Alltag üblichen Materialien, so dehnen oder strecken sich diese in Zugrichtung und werden im Querschnitt schmaler. Diese Eigenschaft sind auch bei flächigen Textilien beobachten. Auxetische Strukturen verhalten sich anders: Sie haben die Eigenschaft, sich unter Zugbelastung nicht zu verändern oder sogar ihre Breite oder Dicke zu vergrößern. Diese Eigenschaften sind beispielsweise bei Schutztextilien oder textilen Filtermedien von Vorteil. Die DITF erforschen auxetische Gewebe für verschiedene Anwendungen.

Zieht man an im Alltag üblichen Materialien, so dehnen oder strecken sich diese in Zugrichtung und werden im Querschnitt schmaler. Diese Eigenschaft sind auch bei flächigen Textilien beobachten. Auxetische Strukturen verhalten sich anders: Sie haben die Eigenschaft, sich unter Zugbelastung nicht zu verändern oder sogar ihre Breite oder Dicke zu vergrößern. Diese Eigenschaften sind beispielsweise bei Schutztextilien oder textilen Filtermedien von Vorteil. Die DITF erforschen auxetische Gewebe für verschiedene Anwendungen.

Die bisherige Forschung im Bereich der auxetischen Gewebe konzentrierte sich auf Faserverbunde. Diese Strukturen weisen naturgemäß eine hohe Steifigkeit auf. Dadurch sind sie für Anwendungen geeignet, bei denen sich das Material nur einmalig verformen muss. Andere Forschungsansätze haben auf Garnebene auxetische Eigenschaften erzielt, die nach Zug wieder ihre ursprüngliche Form erreichen. Diese negative Querkontraktion kann mit der Poissonzahl quantifiziert werden; sie nimmt für Auxetikstrukturen Werte von ±0 aber auch deutlich negative Werte an. Der Effekt wird in der textilen Fläche jedoch durch andere Struktureinflüsse überlagert und dadurch eingeschränkt. Aus diesem Grund erforschen die DITF eine textile, biegeschlaffe Struktur direkt auf Gewebebasis, die über reversible, auxetische Eigenschaften verfügt.

Um diese Eigenschaften zu erreichen, wurden spezielle Mehrlagengewebe entwickelt, die im Dickenaufbau der geometrischen Struktur einer Sanduhr sowohl in Schuss- als auch in Kettrichtung ähnelt. Diese Geometrie führt zu einer Verdichtung des Gewebes unter Druckbelastung, was etwa bei Schutzbekleidung vorteilhaft ist. Einwirkende Kräfte wie Stöße werden deutlich abgemildert. Gleichzeitig erlaubt die Struktur eine sehr gute Anpassung an unterschiedliche Körperformen. Umgekehrt wird das Gewebe unter Zugbelastung breiter oder dicker. Dies kann zu einer größeren Fläche oder einem größeren Volumen führen, wie es bei Filtrationsaufgaben gewünscht ist.

Die im Rahmen des Forschungsprojektes „Auxetische Webstrukturen“ (1IF22730N) an den DITF entwickelten Gewebestrukturen verfügen somit über eine einstellbare Poissonzahl mit negativen Werten bis zu −2. Der auxetische Effekt ist dabei nicht nur einmalig, sondern zuverlässig unter wiederkehrender Belastung nachweisbar.