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Gestrickter Sportgurt für den postnatalen Aufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur Copyright: STFI/Weißensee KHB
Gestrickter Sportgurt für den postnatalen Aufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur
26.02.2026

Techtextil 2026: STFI zeigt Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) begleitet Unternehmen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit. Es bietet zukunftsorientierte Forschung, Textilprüfung für passgenaue Lösungen und Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung. Auf der Techtextil 2026 präsentiert das Chemnitzer Institut Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft und stellt Lösungen für ein gesundes und sicheres Leben vor.  

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) begleitet Unternehmen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit. Es bietet zukunftsorientierte Forschung, Textilprüfung für passgenaue Lösungen und Zertifizierung von persönlicher Schutzausrüstung. Auf der Techtextil 2026 präsentiert das Chemnitzer Institut Impulse für die textile Kreislaufwirtschaft und stellt Lösungen für ein gesundes und sicheres Leben vor.  

Die Messehighlights: 
Soundkabine – Ruheinsel mitten im Messetrubel 

Beim chemischen Recycling textiler Mischfraktionen fallen textile Reststoffe an, die aktuell meist nicht stofflich genutzt, sondern thermisch verwertet oder beseitigt werden. Für eine weitere Kreislaufführung untersucht das STFI in Kooperation mit dem Unternehmen Refresh Global effiziente Aufbereitungs- und Verarbeitungsverfahren, um diese textilen Reststoffe einer erneuten Nutzung zuzuführen. Einsatz können diese in schallabsorbierenden Designprodukten, wie z.B. Akustikwänden oder -möbeln finden. Für die Verarbeitung dieser textilen Reststoffe eignen sich vor allem Vliesbildungsverfahren. Am STFI werden die Rezyklate auf Technikumsanlagen im Labor- bzw. im semiindustriellen Maßstab mechanisch aufbereitet, bevor sie zu einem Vlies gelegt und verfestigt werden. Durch entsprechende Veredlung kann ergänzend eine optisch entsprechende Decklage direkt auf dem Vliesstoff integriert werden. Die Konfektionierung der gefertigten Vliesstoffe zu schallabsorbierenden Designprodukten erfolgt durch den industriellen Partner des Projekts. Auf der Techtextil zeigen wir eine Soundkabine, die die Leistungsfähigkeit dieser akustisch wirksamen Vliesstoffe veranschaulicht. 
 
Sportgurt auf Basis von modulierten Mittelfrequenzen für mobile Anwendungen zum postnatalen Muskelaufbau der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskeln 
Ein Team aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelte ein neuartiges Smart Textile zur Stimulation und Kräftigung der tiefen Bauch- und Beckenbodenmuskulatur mittels modulierten Mittelfrequenzen (EMA), speziell für die mobile Anwendung im Wochenbett und danach. Dazu wurde ein textiler Gurt mittels Stricktechnologie konzipiert, der Bauch, Oberschenkel und Po umfasst und Elektroden an den relevanten Muskelzonen integriert. Die Elektroden sind waschbar im Gurtsystem fixiert und der Gurt passt sich durch seine textile Konstruktion an den abnehmenden Körperumfang der Nutzerin an. Die miniaturisierte, akkubetriebene Steuerung wird am Gurt befestigt und kann über eine abnehmbare Fernbedienung bedient werden. Das System ist leicht anzulegen, komfortabel, intuitiv nutzbar und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein. Dadurch eignet es sich besonders für den Heimgebrauch und die alltagsnahe Rückbildung nach der Geburt. 
 
Keilerschutzhose schützt vor Stich- und Schnittverletzungen und vor Wildschweinangriffen 
Insbesondere in der Forst- und Jagdwirtschaft sind Arbeitskräfte hohen Gefährdungen durch Prallverletzungen ausgesetzt, die aus Angriffen von Schwarzwild resultieren. Herkömmliche Schutzbekleidung bietet oft nur Schutz gegen Stich- oder Schnittverletzungen. Das STFI hat daher ein Textilkonzept entwickelt, das den vorhandenen Schutzgrad um einen Prallschutz erweitert und somit den gesamtheitlichen Schutz der Anwender im praktischen Arbeitsumfeld erhöht. Um bis zu 20 Prozent konnte der Impakt eines Schlags im Versuch gedämpft werden. Wir zeigen exemplarisch eine Hose, in der spezielle Prallschutzgewirke eingearbeitet sind. Je nach Anforderung können die Prallschutzelemente auch recyclinggerecht konstruiert werden. Speziell eingewirkte Scharniere erhöhen zudem den Tragekomfort der Arbeitshose.  

MC4 – Wertstoffkreisläufe für Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffe optimieren 
Hochleistungsfaserstoffe aus Carbon und Glas haben nicht nur wegen ihrer energieintensiven Herstellung einen erheblichen ökologischen Fußabdruck. Hohe Verschnittmengen im Herstellungsprozess und die Wiederverwendung der Rohstoffe am Ende des Produktlebenszyklus bieten für die Zukunft enormes Recyclingpotenzial. MC4 (Multi-level Circular Process Chain for Carbon and Glass Fibre Composites) ist ein europäisches Projekt zur Förderung zirkulärer Ansätze für Carbon- und Glasfaserverbundwerkstoffe. Diese Materialien sind aufgrund ihrer Leichtbaueigenschaften und guten mechanischen Kennwerte in vielen technischen Anwendungen unverzichtbar. Das Projektkonsortium hat daran gearbeitet, die europäischen Wertschöpfungsketten für Carbon- und Glasfasern ökologisch und wirtschaftlich effizienter zu gestalten und zeigt sowohl am Stand des STFI die durchgeführten Entwicklungsarbeiten und das technisch Machbare an ausgewählten Demonstratoren. 

Von Sumatrix hergestellte bakterielle Zellulosefolie. Foto: Sumatrix Biotech (CC BY-NC 4.0)
Von Sumatrix hergestellte bakterielle Zellulosefolie.
24.02.2026

Vegane und kreislauffähige Lederalternativen aus biotechnologisch gewonnener Zellulose

Fabulose ist der Name eines von der EU finanzierten Projekts, das von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) koordiniert wird. Das Konsortium besteht aus führenden Forschungsinstituten, Biotech-Innovatoren und Industrieakteuren. Ziel ist es, leistungsstarke, biobasierte und recycelbare lederähnliche Stoffe herzustellen. Dabei werden effiziente biotechnologische Produktionsverfahren für bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente eingesetzt.

Derzeitige Lederalternativen werden entweder aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt, die nicht recycelbar sind, oder sie sind zumindest teilweise biobasiert, aber schwer zu skalieren und zu recyceln.

Deshalb zielt das vom Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) unterstützte Projekt darauf ab, tierische Materialien zum Beispiel in der Automobil-, Mode- oder Polstermöbelbranche durch nachhaltige Alternativen zu ersetzten.

Fabulose ist der Name eines von der EU finanzierten Projekts, das von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) koordiniert wird. Das Konsortium besteht aus führenden Forschungsinstituten, Biotech-Innovatoren und Industrieakteuren. Ziel ist es, leistungsstarke, biobasierte und recycelbare lederähnliche Stoffe herzustellen. Dabei werden effiziente biotechnologische Produktionsverfahren für bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente eingesetzt.

Derzeitige Lederalternativen werden entweder aus erdölbasierten Kunststoffen hergestellt, die nicht recycelbar sind, oder sie sind zumindest teilweise biobasiert, aber schwer zu skalieren und zu recyceln.

Deshalb zielt das vom Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) unterstützte Projekt darauf ab, tierische Materialien zum Beispiel in der Automobil-, Mode- oder Polstermöbelbranche durch nachhaltige Alternativen zu ersetzten.

Mit dem Einsatz fortschrittlicher Fermentationstechniken, Abfallströme als Rohstoffe und KI-gesteuerte Prozessoptimierung wird Fabulose effizient bakterielle Zellulose, Cyanophycin und bakterielle Pigmente produzieren und dabei die Umweltbelastung minimieren. Die biobasierten Materialien werden in einer Beschichtungsformulierung kombiniert, die die Haltbarkeit und Ästhetik von traditionellem Leder nachahmt. Die HighPerCell®-Technologie der DITF ermöglicht das erneute Verspinnen von bakterieller Zellulose zu Filamenten, die zu recycelten Textilträgern verarbeitet werden, die eine hohe Zugfestigkeit bieten und keine giftigen Stoffe beinhalten.

Statt einzelne Partien (Batches) zu bearbeiten, ermöglicht die Technologie zudem einen Rolle-zu-Rolle-Produktionsprozess, der die zukünftige Skalierung zu einer kostengünstigen Massenproduktion vereinfacht.

Um optimale Materialeigenschaften zu bestimmen, wurden im Projekt die Marktanforderungen erhoben. Ökodesign- und Safe-by-Design-Prinzipien bewerten potenzielle Risiken und stellen sicher, dass Sicherheits- und Nachhaltigkeitsziele erfüllt werden. Ein Digital-Twin-Framework wird wichtige Prozessparameter für die Optimierung und Überwachung der Materialleistung umfassen.

Zusammenfassung der wichtigsten Projektinnovationen:

  • Verwendung von Fermentationsprodukten zur schnellen und kostengünstigen Herstellung von Rohmaterialien
  • Kultivierung von Mikroorganismen auf Abfallstoffen und CO₂ zur Senkung der Produktionskosten und Verringerung der Umweltbelastung
  • Recycling von bakterieller Zellulose zu Filamenten mittels Spinnverfahren zur Herstellung von Textilien mit gleichbleibender und hochwertiger Qualität.
  • Entwicklung von Produktionsprozessen für Cyanophycin zur Herstellung strapazierfähiger Beschichtungen und Veredelungen.
  • Entwicklung eines Rolle-zu-Rolle-Produktionsprozesses zur Vereinfachung der zukünftigen Skalierung.

Projektpartner
Das Fabulose-Projekt hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren und ein Budget von ca. 3,5 Millionen Euro.

Das Konsortium umfasst zehn Partner aus sechs europäischen Ländern, die die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung bis zur praktischen Anwendung abdecken:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) (Deutschland), Next Technology Tecnotessile Societa Nazionale (Italien), Universität Maribor (Slowenien), Sumatrix Biotech (Türkei), VTL GmbH (Österreich), Novis GmbH (Deutschland), Melina Bucher (Deutschland), Benecke-Kaliko GmbH (Deutschland), Konrad Hornschuch GmbH (Deutschland), Universität Aveiro (Portugal) und Steinbeis 2i GmbH (Deutschland).

© CWS Workwear
18.02.2026

EcoVadis-Goldstatus für CWS Workwear

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat erstmals den Goldstatus von EcoVadis auf Ebene der CWS Workwear-Unternehmensgruppe erreicht und gehört damit zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Für CWS Workwear ist EcoVadis ein externer und wichtiger Gradmesser für die Wirksamkeit ihrer ESG-Strategie und unterstreicht damit die Rolle als führender Anbieter von Berufs-, Arbeits- und Schutzbekleidung im Servicemodell.

Top-Performance in Umwelt und Beschaffung
Das diesjährige Ranking zeigt für CWS Workwear eine deutliche Verbesserung in allen vier Bewertungskriterien gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark hat sich das Unternehmen dabei in den Bereichen Umwelt sowie nachhaltige Beschaffung entwickelt. Der EcoVadis-Goldstatus steht für ein verlässliches Lieferkettenmanagement mit klar definierten Standards, Transparenz und langfristigen Partnerschaften.

CWS Workwear, ein führender Anbieter von Workwear as a Service, hat erstmals den Goldstatus von EcoVadis auf Ebene der CWS Workwear-Unternehmensgruppe erreicht und gehört damit zu den besten fünf Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen. Für CWS Workwear ist EcoVadis ein externer und wichtiger Gradmesser für die Wirksamkeit ihrer ESG-Strategie und unterstreicht damit die Rolle als führender Anbieter von Berufs-, Arbeits- und Schutzbekleidung im Servicemodell.

Top-Performance in Umwelt und Beschaffung
Das diesjährige Ranking zeigt für CWS Workwear eine deutliche Verbesserung in allen vier Bewertungskriterien gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark hat sich das Unternehmen dabei in den Bereichen Umwelt sowie nachhaltige Beschaffung entwickelt. Der EcoVadis-Goldstatus steht für ein verlässliches Lieferkettenmanagement mit klar definierten Standards, Transparenz und langfristigen Partnerschaften.

EcoVadis: Anerkannter Nachhaltigkeitsstandard
EcoVadis ist eine der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Bewertungsplattformen für Unternehmen und hat bereits über 150.000 internationale Unternehmen auf ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten geprüft und bewertet. Die Bewertung umfasst vier Bereiche: Umweltmanagement, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. Die Gold-Auszeichnung schafft Transparenz, Vertrauen und reduziert den Audit- und Nachweisaufwand in Lieferketten erheblich. Für Kunden bedeutet das mehr Planungssicherheit, verlässliche ESG-relevante Kennzahlen sowie eine gestärkte Resilienz der gesamten Wertschöpfungskette, und das in einem zunehmend regulierten und dynamischen Marktumfeld.

Weitere Informationen:
CWS Workwear EcoVadis
Quelle:

CWS Workwear

18.02.2026

Erreà optimiert Druckprozesse für Sportbekleidung

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneidesystemen, hat die italienische Sportbekleidungsmarke Erreà bei der Modernisierung ihres digitalen Textildruckbetriebs mit der Einrichtung von sieben leistungsstarken Mimaki-Systemen unterstützt. Die neue Installation umfasst drei industrielle Sublimationsdrucker vom Typ Tiger600-1800TS sowie vier TS330-1600-Lösungen und ersetzt die bisherige Flotte von 28 Digitaldruckern. Die Maßnahme ermöglicht es dem Unternehmen, seine Druckinfrastruktur zu rationalisieren und zugleich die Effizienz, Farbkonsistenz und übergreifende Produktionskontrolle zu verbessern.

Angesichts eines Sportbekleidungsmarkts, der zunehmend von kundenindividueller Massenproduktion, kürzeren Vorlaufzeiten und hohen Erwartungen an die Farbgenauigkeit geprägt ist, nahm Erreà eine umfassende Überprüfung seines Druckbetriebs vor, um die nächste Phase seiner industriellen Weiterentwicklung zu unterstützen.

Mimaki Europe, ein führender Hersteller von industriellen Tintenstrahldruckern und Schneidesystemen, hat die italienische Sportbekleidungsmarke Erreà bei der Modernisierung ihres digitalen Textildruckbetriebs mit der Einrichtung von sieben leistungsstarken Mimaki-Systemen unterstützt. Die neue Installation umfasst drei industrielle Sublimationsdrucker vom Typ Tiger600-1800TS sowie vier TS330-1600-Lösungen und ersetzt die bisherige Flotte von 28 Digitaldruckern. Die Maßnahme ermöglicht es dem Unternehmen, seine Druckinfrastruktur zu rationalisieren und zugleich die Effizienz, Farbkonsistenz und übergreifende Produktionskontrolle zu verbessern.

Angesichts eines Sportbekleidungsmarkts, der zunehmend von kundenindividueller Massenproduktion, kürzeren Vorlaufzeiten und hohen Erwartungen an die Farbgenauigkeit geprägt ist, nahm Erreà eine umfassende Überprüfung seines Druckbetriebs vor, um die nächste Phase seiner industriellen Weiterentwicklung zu unterstützen.

Die neue Mimaki-Konfiguration ermöglicht es Erreà, eine Vielzahl von Aufträgen – von großen Mengen für Vereine und Verbände bis hin zu hochgradig personalisierten Kleinserien – in einer einzigen, optimierten Produktionsumgebung zu verwalten.

Mit der Kombination der industriellen Produktivität des Tiger600-1800TS mit der Agilität des TS330-1600 kann Erreà nahtlos zwischen Massenfertigung und kundenspezifischen Aufträgen wechseln und gleichzeitig eine stabile Farbwiedergabe und gleichbleibende Druckqualität über Maschinen und Produktionsstätten hinweg gewährleisten. Ein TS330-1600-Drucker unterstützt die Gestaltung, Designentwicklung und Probenahme am kreativen Hauptsitz von Erreà in Italien, während die übrigen Systeme am Produktionsstandort des Unternehmens in Rumänien eingesetzt werden. So kann die kundenindividuelle Massenproduktion als effizienter, wiederholbarer Prozess und nicht als Ausnahme vollständig in den täglichen Betrieb integriert werden.

Quelle:

Mimaki Europe

Foto congerdesign, Pixabay
17.02.2026

TU Berlin koordiniert EU-Projekt mit Gesamtbudget von mehr als vier Millionen Euro

Heimtextilien und Schuhe in der Europäischen Union sollen nachhaltiger werden – das ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Fachgebiet Innovationsökonomie an der TU Berlin. Das Projekt mit dem Namen STEPH (STrengthening Ecodesign pathways with performance assessment Parameters for Home textiles and footwear) im Rahmen des EU-Programms „Horizon Europe“ hat ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro über drei Jahre und bringt 15 Partner*innen aus ganz Europa zusammen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute, Industrieverbände, Hersteller, Normungsgremien, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen. 

Koordiniert wird es von der TU Berlin, auf die über 500.000 Euro an Fördermitteln entfallen. STEPH will vor allem die Umsetzung der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) unterstützen. Zusätzlich dazu ist das Fachgebiet Innovationsökonomie auch am neu bewilligten Horizon-Europe-Projekt CIRCONOMY beteiligt, das Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen will, allgemein die Leistungen der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Hierfür erhält die TU Berlin  in den kommenden drei Jahren rund 400.000 Euro.

Heimtextilien und Schuhe in der Europäischen Union sollen nachhaltiger werden – das ist das Ziel eines neuen Forschungsprojekts am Fachgebiet Innovationsökonomie an der TU Berlin. Das Projekt mit dem Namen STEPH (STrengthening Ecodesign pathways with performance assessment Parameters for Home textiles and footwear) im Rahmen des EU-Programms „Horizon Europe“ hat ein Gesamtbudget von vier Millionen Euro über drei Jahre und bringt 15 Partner*innen aus ganz Europa zusammen, darunter Universitäten, Forschungsinstitute, Industrieverbände, Hersteller, Normungsgremien, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen. 

Koordiniert wird es von der TU Berlin, auf die über 500.000 Euro an Fördermitteln entfallen. STEPH will vor allem die Umsetzung der EU-Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) unterstützen. Zusätzlich dazu ist das Fachgebiet Innovationsökonomie auch am neu bewilligten Horizon-Europe-Projekt CIRCONOMY beteiligt, das Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen will, allgemein die Leistungen der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Hierfür erhält die TU Berlin  in den kommenden drei Jahren rund 400.000 Euro.

Die Verordnung über die umweltgerechte Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR), die am 18. Juli 2024 in Kraft getreten ist, ist die Grundlage für die Europäische Kommission, um verbindliche Regeln für umweltverträglichere und kreislauffähige Produkte zu schaffen. Für einzelne Produktgruppen werden dabei schrittweise spezifische Regulatorien eingeführt, darunter auch ein Digitaler Produktpass. „Die Umsetzung der ESPR steht vor großen Herausforderungen. Den Verbrauchern fehlen klare Informationen zur Nachhaltigkeit, die Hersteller sind sich über die Vorschriften unsicher, und die Behörden benötigen bessere Instrumente, um die Nachhaltigkeit von Produkten zu überprüfen“, erklärt Dr. Luana Ladu, die das Projekt STEPH eingeworben hat und für die Gesamtkoordination verantwortlich ist. „Um diese Probleme zu lösen, brauchen wir zuverlässige Daten, einfache und einheitlichere Bewertungsmethoden sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen allen an der Umsetzung der ESPR beteiligten Akteuren. STEPH wird dazu beitragen, diese Lücken zu schließen und die nächsten Schritte der ESPR für alle leichter umsetzbar zu machen.“

STEPH beschäftigt sich mit der Nachhaltigkeit von Heimtextilien und Schuhen
STEPH konzentriert sich dabei speziell auf Heimtextilien (wie Bettwäsche, Handtücher und Vorhänge) und Schuhe – zwei Produktgruppen, die eine wichtige Rolle im täglichen Leben der Menschen spielen und einen erheblichen ökologischen Fußabdruck haben, aber noch nicht vollständig von den kommenden EU-Ökodesign-Vorschriften abgedeckt sind. Das Ziel ist es, Produkte so zu gestalten, dass ihre Umweltauswirkungen während ihres gesamten Lebenszyklus reduziert werden – von den Rohstoffen über die Herstellung bis hin zu Verwendung, Wiederverwendung und Recycling.

Spezifische Probleme bei den Produkten werden angegangen
Die Probleme liegen dabei im Detail: Bei Heimtextilien zum Beispiel führen Waschen, Verschmutzung, UV-Strahlung und Kontakt mit chloriertem Wasser zu komplexen Belastungen, die noch nicht völlig verstanden sind. Veredelungsbehandlungen, Mischfasern und Verunreinigungen erschweren zudem das Recycling. Die Prüfung der Kreislaufwirtschaftsfähigkeit von Schuhen erfolgt nach wie vor weitgehend im Labor, wobei reale Bedingungen wie Abnutzung, Biegung, Umwelteinflüsse oder Nutzerverhalten nur begrenzt berücksichtigt werden. Gerade die Materialkomplexität von Schuhen, die meist aus mehreren Materialien und mit geklebten Konstruktionen aufgebaut sind, erschwert das Recycling zusätzlich.

20 Ökodesign-Parameter und zehn Testmethoden
Im Mittelpunkt von STEPH steht die Entwicklung und Erprobung klarer, messbarer Nachhaltigkeitsparameter, mit denen bewertet werden kann, wie „kreislauffähig” und umweltfreundlich die Produkte sind. Mindestens 20 Ökodesign-Parameter und zehn Testmethoden sollen entwickelt und validiert werden. Mehr als 800 Unternehmen, zehn Marktüberwachungsbehörden und rund 3.000 Stakeholder werden durch Konsultationen, Workshops und Schulungsmaßnahmen einbezogen. Unter den 15 Projektpartner*innen sind unter anderem der Hersteller Deichmann, der spanische Textilindustrieverband TEXFOR, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), das Deutsche Institut für Normung (DIN), die italienische Agentur zur Förderung der europäischen Forschung (APRE), das schwedische Forschungszentrum RISE, das Zertifizierungsunternehmen RINA-C sowie die Nichtregierungsorganisation ECOS. Am Projektende von STEPH werde es klare Regeln, Testmethoden und benutzerfreundliche digitale Lösungen geben, die es Unternehmen erleichtern, nachhaltigere Heimtextilien und Schuhe zu entwerfen. 

Beteiligung am EU-Projekt CIRCONOMY als Ergänzung zu STEPH
Neben STEPH ist der Lehrstuhl für Innovationsökonomie auch Partner des neu bewilligten Horizon Europe-Projekts CIRCONOMY (Unlocking the potential of circularity with smart indicators), das von der italienischen Online-Universität Unitelma Sapienza koordiniert wird. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung einfacher, praktischer Indikatoren und digitaler Tools, die Kommunen, Unternehmen und Haushalten helfen, die Leistung der Kreislaufwirtschaft besser zu verstehen und zu messen. Während sich STEPH auf die Nachhaltigkeit auf Produktebene in bestimmten Sektoren konzentriert, ergänzt CIRCONOMY diese Arbeit, indem es eine bessere Entscheidungsfindung und Verhaltensänderungen in der gesamten Gesellschaft ermöglicht.

Erstes Probe-Design: Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) haben produkt- und materialspezifische Nähte und Klebungen an einem eigens designten DBU-Shirt ausgetestet. © Assyst GmbH
Erstes Probe-Design: Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) haben produkt- und materialspezifische Nähte und Klebungen an einem eigens designten DBU-Shirt ausgetestet.
17.02.2026

Nachhaltige Textilproduktion: 920.000 Euro für Projekt „Eco-Shoring“

Zunehmendes Online-Shopping in Kombination mit Fast Fashion belasten die Umwelt: Schnell ist Kleidung per Knopfdruck bestellt, obwohl der Kleiderschrank eigentlich noch gut bestückt ist. Der Textilsektor ist nicht nur einer der weltweit größten Wirtschaftszweige, sondern verantwortlich für jährlich fast 92 Millionen Tonnen Abfall, große Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase (THG) und massiven Rohstoffverbrauch. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine kundenorientierte Strategie der Kleidungsproduktion gefördert – umweltfreundlicher, regional und genau passend.

Zunehmendes Online-Shopping in Kombination mit Fast Fashion belasten die Umwelt: Schnell ist Kleidung per Knopfdruck bestellt, obwohl der Kleiderschrank eigentlich noch gut bestückt ist. Der Textilsektor ist nicht nur einer der weltweit größten Wirtschaftszweige, sondern verantwortlich für jährlich fast 92 Millionen Tonnen Abfall, große Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase (THG) und massiven Rohstoffverbrauch. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat eine kundenorientierte Strategie der Kleidungsproduktion gefördert – umweltfreundlicher, regional und genau passend.

Projekt „Eco-Shoring“: Paradigmenwechsel in der Modeindustrie
Einer McKinsey-Studie zufolge trägt die globale Modeindustrie durch den Ausstoß von jährlich rund zwei Milliarden Tonnen Treibhausgasemissionen beträchtlich zum Klimawandel bei. Die Ursachen liegen innerhalb der weltweiten Lieferketten: Anbau und Gewinnung von Rohstoffen, Verarbeitung, Transport, Handel und Nutzung. „Die Textilbranche hat einen enormen Hebel für den Klimaschutz“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Zudem erhöhen ihm zufolge Digitalisierungs- und Automatisierungstechniken Produktivität und Kosteneffizienz und eröffnen Chancen für mehr Nachhaltigkeit. Die Firma Assyst (Aschheim, Bayern) und die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) (Denkendorf, Baden-Württemberg) zeigen mit „Eco-Shoring“, dem ökologischen Ausgliedern von Aufgaben, einen möglichen Paradigmenwechsel in der Modeindustrie.

Online-Handel: mehr als 40 Prozent Anteil am Gesamtmarkt
Statt Kleidung in fernen Ländern in großen Mengen zu produzieren, setzt das Konsortium auf regionale Produktion nach Bedarf – also nur das, was wirklich gebraucht wird. Dabei helfen digitale Technologien, mit denen Kleidungsstücke am Computer geplant und auf Maß gefertigt werden können. In einem vorgeschalteten Vorhaben entwickelte die Firma Human Solutions mit dem Projektkonsortium einen vollständig digitalen Vertriebsprozess zwischen Herstellung, Handel und Kundschaft. DBU-Fachreferent Dr. Michael Schwake: „Im Online-Shop kann ein digitales dreidimensionales Abbild des eigenen Körpers, ein sogenannter Avatar, erstellt und die Kleidung virtuell anprobiert werden.“ Zugleich werden der Kundschaft die Auswirkungen verschiedener Kaufentscheidungen transparent gemacht: Ökobilanzierung, Quantifizierung und Visualisierung der Umweltentlastungseffekte werden im Gesamtprozess des Onlinehandels dargestellt. 

In Deutschland hatte 2024 der Online-Handel bei Bekleidung und Accessoires laut Handelsverband Deutschland (HDE) mehr als 40 Prozent Anteil am Gesamtmarkt der Branche. „Die passende Bestellung dank virtueller Kleideranprobe verringert die Retourenquote und schont deshalb Ressourcen und Umwelt“, so Schwake.

Digitale Demonstrator-Plattform: von der Ökobilanzierung bis zur Produktentwicklung
Im Vorhaben Eco-Shoring entwickelten die DITF Simulationsmodelle, die sowohl traditionelle als auch zukunftsorientierte Produktionsszenarien vergleichbar machen – inklusive Recycling und regionaler Fertigung. Projektleiter Dr. Martin Lades von der Firma Assyst: „Damit gewinnen wir Transparenz über Umweltauswirkungen und Ressourceneinsatz. So erkennen wir Hebel für einen nachhaltigeren Lieferprozess.“ Ein weiterer Baustein war die Entwicklung einer Demonstrator-Plattform, die laut Konsortium von der Ökobilanzierung bis zur Produktentwicklung alle wichtigen digitalen Komponenten integriert. Lades: „Die Demonstratoren sind die Brücke zwischen Forschung und Anwendung.“ Die Plattform dient als Werkzeug für Unternehmen, um eigene Nachhaltigkeitsszenarien zu erproben und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Für die stark fragmentierte Modebranche sollten Voraussetzungen für eine voll vernetzte integrierte Kette in einem auf Bedarf produzierenden Netzwerk erarbeitet werden. „Die Plattform unterstützt zudem in der Lieferkette gezielt den Trend, nachhaltige Fertigungsstrukturen durch teilweise Rückverlagerung von Produktionsstätten von Asien zurück nach Europa aufzubauen“, sagt Lades.

Einsparungen von mehr als zwei Millionen Tonnen klimaschädliches CO2
Projektleiter Lades ist sicher, „dass nachhaltige Textilproduktion in Europa nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich attraktiv ist“. Das Konsortium rechnet damit, dass durch die Anwendung von Eco-Shoring-Strategien der CO2-Fußabdruck von Bekleidung um bis zu 98 Prozent gegenüber Fast Fashion, also der massenhaften Billigproduktion, gesenkt werden kann – insbesondere durch Ökostrom, weniger Überproduktion und längerer Nutzung von Kleidung. Lades versichert: „Allein bei zehn Prozent Eco Shoring-Produktion für den deutschen Markt könnten jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) eingespart werden.“ Zum Vergleich: 2023 wurden laut Datenportal Statista in Deutschland insgesamt mehr als eine Million Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgase bei der Produktion von Textilien, Bekleidung, Leder und Lederwaren ausgestoßen. Zudem sind laut Lades weniger Abfall und kürzere Lieferzeiten Vorteile des neuen Ansatzes. Die Demonstrator-Plattform soll künftig Unternehmen helfen, diese umweltfreundlichen Lösungen in die Praxis zu bringen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt förderte beide Vorhaben mit insgesamt rund 920.000 Euro.

Deutsches Ledermuseum Foto Deutsches Ledermuseum
17.02.2026

AM WENDEPUNKT: Das Deutsche Ledermuseum

Rund 150 Ausstellungen, über 30.000 Objekte, unzählige Geschichten in 110 Jahren – Mit einer letzten großen Ausstellung vor der vorübergehenden Schließung leitet das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main den Prozess der näher rückenden baulichen Generalsanierung ein. Die Retrospektive AM WENDEPUNKT vom 12. Juni 2026 bis Anfang 2027: Das Deutsche Ledermuseum taucht in die spannende und bewegte Vergangenheit des Museums ein und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die mögliche zukünftige Gestaltung. 

Rund 150 Ausstellungen, über 30.000 Objekte, unzählige Geschichten in 110 Jahren – Mit einer letzten großen Ausstellung vor der vorübergehenden Schließung leitet das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main den Prozess der näher rückenden baulichen Generalsanierung ein. Die Retrospektive AM WENDEPUNKT vom 12. Juni 2026 bis Anfang 2027: Das Deutsche Ledermuseum taucht in die spannende und bewegte Vergangenheit des Museums ein und gibt gleichzeitig einen Ausblick auf die mögliche zukünftige Gestaltung. 

Die Geschichte des Hauses wird von der Gründung im Jahr 1917 durch Prof. Hugo Eberhardt (1874–1959) über historische Umbrüche und die Entwicklung zu einem international bedeutenden Spezialmuseum rund um das Material Leder bis hin zur inhaltlichen Neuausrichtung seit 2015 nachgezeichnet. Vielfältiges Archivmaterial, Fotografien sowie zeitgenössische Dokumente machen diesen Wandel in einem dezentralen Ausstellungsparcours mit interaktiven Medienstationen auf allen drei Etagen des Hauses erfahrbar. Eine begehbare Timeline, untermalt mit originalen Urkunden, Plakaten, Postkarten sowie ausgewählte Filmszenen – unter anderem aus Polizeiruf 110 oder der Augsburger Puppenkiste – dokumentiert zentrale Ereignisse, Ausstellungen und den Wandel des Museums, das 2027 sein 110-jähriges Jubiläum feiern wird. 

Auf ein mehrwöchiges Veranstaltungsprogramm mit Workshops, Konzerten, Filmvorführungen und kulinarischen Formaten folgt Anfang 2027 ein großes Finissage-Wochenende mit der Schließung des Museums.

Quelle:

Deutsches Ledermuseum

Supreme Women&Men München | Manni Huber
11.02.2026

Supreme Women & Men München: Besucherzuwachs, starke Orders, Flexibilität

Die Supreme Women & Men München hat in dieser Saison ein deutliches Signal in den Markt gesendet: volle Flächen, hochmotivierte Einkäufer und spürbar mehr Orderaktivität – trotz eines weiterhin herausfordernden Handelsumfelds. Besonders der Samstag, 7. Februar 2026, entwickelte sich zum stärksten Messetag seit langem.

Viele Einkäufer nutzten die Plattform erstmals bewusst auch am Samstag – mit bemerkenswertem Effekt. Eine Einkäuferin bringt es auf den Punkt: „Ich war das erste Mal an einem Samstag hier und konnte ohne feste Termine in viele Stände gehen und direkt Orders schreiben.“ Diese Flexibilität erwies sich als echter Wachstumstreiber, sowohl für Aussteller als auch für die Plattform insgesamt.

„Durch diese Offenheit und Flexibilität konnten unsere Aussteller gezielt Neukunden gewinnen und wir sehen gleichzeitig eine klare Rückgewinnung ehemaliger Einkäufer, die früher bereits bei uns waren und nun bewusst zurückgekehrt sind,“ sagt Aline Müller-Schade, CEO der Supreme Group.

Die Supreme Women & Men München hat in dieser Saison ein deutliches Signal in den Markt gesendet: volle Flächen, hochmotivierte Einkäufer und spürbar mehr Orderaktivität – trotz eines weiterhin herausfordernden Handelsumfelds. Besonders der Samstag, 7. Februar 2026, entwickelte sich zum stärksten Messetag seit langem.

Viele Einkäufer nutzten die Plattform erstmals bewusst auch am Samstag – mit bemerkenswertem Effekt. Eine Einkäuferin bringt es auf den Punkt: „Ich war das erste Mal an einem Samstag hier und konnte ohne feste Termine in viele Stände gehen und direkt Orders schreiben.“ Diese Flexibilität erwies sich als echter Wachstumstreiber, sowohl für Aussteller als auch für die Plattform insgesamt.

„Durch diese Offenheit und Flexibilität konnten unsere Aussteller gezielt Neukunden gewinnen und wir sehen gleichzeitig eine klare Rückgewinnung ehemaliger Einkäufer, die früher bereits bei uns waren und nun bewusst zurückgekehrt sind,“ sagt Aline Müller-Schade, CEO der Supreme Group.

Rückkehr bekannter Gesichter & neue Dynamik
Auffällig war in dieser Saison die verstärkte Präsenz von Haupteinkäufern aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt verzeichnete die Supreme Women & Men München einen klaren Besucherzuwachs im Vergleich zur Wintersaison 2025, verbunden mit einer hohen Entscheidungsfreude auf der Fläche.
Trotz angespannter Marktlage zeigten sich Einkäufer ausgesprochen positiv gestimmt. Der Tenor: Die Kollektionen sind hochwertiger geworden, sowohl in Materialität als auch in Design und Positionierung. Die Auswahl wurde als klar kuratiert, relevant und marktnah wahrgenommen.
 
Erfolgreiche Newcomer & starke Markenperformance
Besonders erfolgreich präsentierte sich The Mercer N.Y., das in Düsseldorf und München erstmals auf der Supreme vertreten war. Das Label konnte in München zweistellige Neukundenzuwächse verbuchen, ein starkes Zeichen für die Qualität der Buyer-Struktur vor Ort.
Auch neue Aussteller bestätigten die besondere Atmosphäre der Münchner Plattform. Elfie-Selfie, erstmals in München vertreten, zeigte sich begeistert: „Die Supreme Women & Men München war für uns eine der schönsten und bestorganisierten Messen, die wir je gebucht haben. Wir haben großartige neue Kunden gewonnen und außergewöhnlich positives Feedback erhalten,“ so Ewa Opoka von Elfie-Selfie (Schweiz).

Hochwertige internationale Labels als klares Statement
Ein starkes Qualitätsversprechen setzten zudem die hochwertigen italienischen und internationalen Marken, kuratiert von Michael Schulz. Neben etablierten Namen wie PINKO, PATRIZIA PEPE, TWINSET, ELEH, ELISABETTA FRANCHI und P.A.R.O.S.H. präsentierten sich weitere starke Positionen wie Allude, Bruno Manetti, Mazoni 24, CPL, Susanne Bommer, Gitta Banko, The Kooples, NARLI sowie Mabrun.
Sie unterstrichen einmal mehr den Anspruch der Supreme Women & Men München, internationale Relevanz mit regionaler Nähe zu verbinden.

Weitere Informationen:
Supreme Women & Men München
Quelle:

Supreme Women&Men München

11.02.2026

EU-Vernichtungsverbot für Textilien „löchrig wie Schweizer Käse“

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung begrüßt grundsätzlich die Zielrichtung der neuen Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Vermeidung der Vernichtung unverkaufter Textilien.

Gleichzeitig warnt der Recyclingverband davor, dass weitreichende Ausnahmeregelungen das geplante Vernichtungsverbot erheblich abschwächen könnten.

Durch die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wurde ein grundsätzliches Vernichtungsverbot unverkaufter Bekleidung, Accessoires und Schuhe festgelegt. Aus gutem Grund, denn der Handlungsbedarf ist erheblich. Schätzungen zufolge werden in Europa jährlich vier bis neun Prozent der unverkauften Textilien vernichtet, bevor sie überhaupt genutzt wurden. Dadurch entstehen rund 5,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr.

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung begrüßt grundsätzlich die Zielrichtung der neuen Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Vermeidung der Vernichtung unverkaufter Textilien.

Gleichzeitig warnt der Recyclingverband davor, dass weitreichende Ausnahmeregelungen das geplante Vernichtungsverbot erheblich abschwächen könnten.

Durch die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) wurde ein grundsätzliches Vernichtungsverbot unverkaufter Bekleidung, Accessoires und Schuhe festgelegt. Aus gutem Grund, denn der Handlungsbedarf ist erheblich. Schätzungen zufolge werden in Europa jährlich vier bis neun Prozent der unverkauften Textilien vernichtet, bevor sie überhaupt genutzt wurden. Dadurch entstehen rund 5,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr.

Die Europäische Kommission hat am 9. Februar jedoch neue ergänzende Vorschriften verabschiedet. Diese legen Ausnahmen vom Vernichtungsverbot unverkaufter Bekleidung, Accessoires und Schuhe fest. Zudem werden Unternehmen verpflichtet offenzulegen, welche Mengen unverkaufter Konsumgüter als Abfall entsorgt werden. Ziel der Maßnahmen ist es, Abfälle zu vermeiden, Umweltschäden zu reduzieren und nachhaltige Geschäftsmodelle zu fördern.

Der bvse sieht in diesen Ausnahmen jedoch erhebliche Risiken. „Die Ausnahmetatbestände des delegierten Rechtsakts sind sehr weit gefasst und könnten das eigentliche Vernichtungsverbot faktisch unterlaufen“, kritisiert bvse-Rechtsreferentin Rechtsanwältin Xandra Hennemann. Insbesondere Ausnahmen aus technischen Gründen oder bei bestimmten Produktmerkmalen eröffnen die Möglichkeit, weiterhin große Mengen neuwertiger Textilien aus dem Kreislauf auszuschleusen und der Verbrennung zuzuführen.

Nach Auffassung des bvse steht die Regelung teilweise im Widerspruch zu den Grundprinzipien der europäischen Abfallhierarchie. „Wer die Abfallhierarchie ernst nimmt, darf die vermeintlich technische Unmöglichkeit, Etiketten oder Logos aus Textilien zu entfernen, nicht als Vorwand für die Vernichtung nutzen. Hersteller sind vielmehr gefordert, Etiketten und Logos im Sinne der Ökodesign-Vorgaben so anzubringen, dass sie problemlos entfernt werden können und unverkaufte Ware der Wieder- beziehungsweise Weiterverwendung zur Verfügung gestellt werden kann“, betont Hennemann.

Der Recyclingverband fordert daher eine konsequentere Ausrichtung der Regelungen auf echte Kreislaufwirtschaft. Dazu gehören aus Sicht des bvse verbindliche Anforderungen an ein reparatur- und wiederverwendungsfreundliches Produktdesign sowie eine engere Auslegung möglicher Ausnahmen vom Vernichtungsverbot.

Hintergrund der neuen EU-Vorgaben ist ein wachsendes Problem in mehreren Mitgliedstaaten. Allein in Frankreich werden jährlich Produkte im Wert von rund 630 Millionen Euro vernichtet. Auch in Deutschland werden weiterhin Millionen zurückgesandter Artikel entsorgt. Die ESPR soll dazu beitragen, Produkte langlebiger, wiederverwendbarer und recycelbarer zu gestalten sowie die Kreislaufwirtschaft in Europa zu stärken.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Grafik BTE
10.02.2026

Modehandel fordert Konsumschub und Abbau von Unternehmenshemmnissen durch Politik

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 

Der Umsatz des Handels mit Bekleidung hat sich 2025 insgesamt nur sehr schwach entwickelt. Der Handel über alle Vertriebsformen hat nach BTE-Berechnungen im letzten Jahr Bekleidung im Wert von 57,14 Mrd. Euro verkauft. 2024 lag der Umsatz bei 56,54 Mrd. Euro. Dies entspricht einer nominalen Erhöhung von gerade einmal rund einem Prozent. Innerhalb der Branche waren die Online-Pure-Modehändler wieder die klaren Gewinner der Entwicklung. Der stationäre Bekleidungsfachhandel verharrte dagegen nahezu auf gleichem Niveau des Vorjahres. Der anderweitige stationäre Bekleidungshandel (z. B. in Warenhäusern) musste weitere Umsatzverluste hinnehmen. Bei Betrachtung der operativen Geschäftsergebnisse, unter Berücksichtigung kalkulatorischer Kosten, landete nach einer aktuellen BTE-Umfrage jeder zweite stationäre Bekleidungshändler in den roten Zahlen, bei 18 Prozent lag der operative Verlust sogar bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
Eine noch schlechtere Entwicklung ergab sich im Schuhhandel. Hier reduzierte sich das gesamte Marktvolumen von rund 11,66 Mrd. Euro im Vorjahr auf 11,48 Mrd. Euro im Jahr 2025, was eine Reduktion von rund anderthalb Prozent ergibt. Deutliche Verlierer waren die stationären Schuhfachgeschäfte, die nahezu vier Prozent Umsatzverluste zu verkraften hatten. Wie im Bekleidungsfachhandel konnten auch im Schuhhandel die reinen Online-Schuhanbieter Umsatzzuwächse verzeichnen. Rund 67 Prozent der stationären Schuhhändler verzeichneten ein negatives operatives Geschäftsergebnis, bei 37 Prozent lag der operative Verlust bei fünf Prozent oder schlechter. 
 
„Das Jahr 2025 hat unseren Branchen einen weiteren herben Rückschlag beschert. Wenn durchschnittlich deutlich mehr als die Hälfte aller Bekleidungs- und Schuhhändler operative Verluste machen, dann ist das ein wahres Horrorszenario. Die Entwicklung ist wirklich dramatisch und wir müssen aufpassen, dass noch bestehende stationäre Handels- und Versorgungsstrukturen unserer Branchen nicht vollends wegbrechen. Der Exitus unserer Branchen muss gestoppt werden!“, konstatiert BTE-Präsident Mark Rauschen, geschäftsführender Gesellschafter des Osnabrücker Modehauses L&T Lengermann & Trieschmann.
 
Auch für 2026 sind die Aussichten eher trüb. Laut aktueller BTE-Umfrage rechnen nur etwa 30 Prozent der Bekleidungshändler in diesem Jahr mit einem nennenswerten Umsatzplus. 34 Prozent der befragten Bekleidungshändler befürchten dagegen einen Umsatzrückgang von mindestens einem Prozent, der Rest erwartet mehr oder weniger ein Pari. Im Schuhhandel sind die Erwartungen ebenso ernüchternd: Hier gehen sogar lediglich 16 Prozent der Schuhhändler von einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent aus. Etwa jeder zweite Schuhhändler erwartet ein Pari, ein Drittel dagegen ein deutliches Minus.
 
Als Hauptprobleme für die schlechte Entwicklung und Aussichten nennen die Händler den nach wie vor schwachen privaten Konsum. Auf Unternehmensseite werden die hohen Kostenbelastungen und die weiterhin gravierenden Beeinträchtigungen durch die Bürokratie beklagt. Auch der nach wie vor ebenso massive wie ungleiche Wettbewerb mit asiatischen Plattformen und der anhaltende Attraktivitätsverlust der Innenstädte sind abermalige Problemfelder.     
 
Vor diesem Hintergrund fordert BTE-Präsident Rauschen von der Politik zum einen schnelle und nachhaltige Maßnahmen zur Ankurbelung des privaten Konsums.  „Was wir brauchen, ist ein Konsumschub, mit deutlichen Steuerentlastungen und weiteren Senkungen der Energiekosten für alle Menschen. Die Leute brauchen effektiv mehr Geld in ihren Portemonnaies, um es auch bei uns ohne große Sorgen und Überlegungen mit Freude ausgeben zu können. Wir leben in der Masse von der Mittelschicht und die muss vor allem entlastet bzw. gestärkt werden.“
 
Zum anderen fordert der Verband massive und nachhaltige Kosten- und Bürokratieentlastungen der Unternehmen durch die Politik. „Seit Jahren tragen wir diese Forderungen nach Entlastungen unserer Branchen wie ein Mantra vor. Bisher ist bis auf viele Versprechungen wenig umgesetzt bzw. angegangen worden. Hier muss der Knoten endlich durchschlagen werden, damit unsere Unternehmen wieder mehr investieren und sich stärker engagieren können. Gerade wir als Mode- und Schuhhandelsbranche haben oft das Gefühl, dass uns die Politik ständig Knüppel zwischen die Beine wirft, anstatt uns in unserem Handeln zu unterstützen. Das muss sich ändern!“ ergänzt BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels.
 
Nicht hinnehmbar sind nach Ansicht des Verbandes auch die bürokratischen Vorgaben für deutsche Händler, wenn gleichzeitig millionenfach dubiose und oft Schadstoff-belastete Billigware unkontrolliert über asiatische Plattformen wie Shein und Temu nach Deutschland und in die EU strömt. Hier müsse die Politik sowohl auf nationaler wie europäischen Ebene ihre Bemühungen unbedingt weiter intensivieren.
 
Appelle richtet der BTE aber auch an die eigene Branche. Die Branche müsse weiter mit Nachdruck an der Verbesserung von Geschäftsprozessen arbeiten sowie ein stärkeres Engagement in den Werbe-/Citymarketinggemeinschaften der Innenstädte zeigen, um an deren Standortverbesserungen aktiver mitzuwirken. 

Quelle:

BTE e. V.

Stefanie Giesinger Foto Levi's
Stefanie Giesinger
10.02.2026

Levi’s®: Neue globale Kampagne mit Super-Bowl-Film über Storys und Ikonen

Die Marke Levi’s® startet mit „Behind Every Original“ eine neue, globale Kampagne, die jene Menschen feiert, die Kultur vorantreiben – mit einem augenzwinkernden Perspektivwechsel. Premiere feiert die Kampagne während des Super Bowl mit dem Anthem-Film „Backstory“, inszeniert von Regisseurin Kim Gehrig. Der Film spielt bewusst mit Erwartungen, indem er sowohl weltbekannte Persönlichkeiten als auch Alltagsfiguren ausschließlich von hinten zeigt und ihnen Raum gibt, ihre prägende Levi’s® Geschichte zu erzählen.

Warum diese Perspektive? Weil sie die ikonischste Sicht auf eine Levi’s® Jeans ist. Die Arcuate-Naht, die Silhouette und das Red Tab™ stehen seit jeher für Originalität. Seit über 150 Jahren sind Levi’s® Jeans die Uniform kultureller Wegbereiterinnen und Wegbereiter, die abseits ausgetretener Pfade Neues schaffen – in Musik, Sport, Mode und Kunst. Sie begleiteten Bewegungen und Momente, die Kultur geprägt und die Welt verändert haben, getragen von Menschen, die Fortschritt gestalten.

Die Marke Levi’s® startet mit „Behind Every Original“ eine neue, globale Kampagne, die jene Menschen feiert, die Kultur vorantreiben – mit einem augenzwinkernden Perspektivwechsel. Premiere feiert die Kampagne während des Super Bowl mit dem Anthem-Film „Backstory“, inszeniert von Regisseurin Kim Gehrig. Der Film spielt bewusst mit Erwartungen, indem er sowohl weltbekannte Persönlichkeiten als auch Alltagsfiguren ausschließlich von hinten zeigt und ihnen Raum gibt, ihre prägende Levi’s® Geschichte zu erzählen.

Warum diese Perspektive? Weil sie die ikonischste Sicht auf eine Levi’s® Jeans ist. Die Arcuate-Naht, die Silhouette und das Red Tab™ stehen seit jeher für Originalität. Seit über 150 Jahren sind Levi’s® Jeans die Uniform kultureller Wegbereiterinnen und Wegbereiter, die abseits ausgetretener Pfade Neues schaffen – in Musik, Sport, Mode und Kunst. Sie begleiteten Bewegungen und Momente, die Kultur geprägt und die Welt verändert haben, getragen von Menschen, die Fortschritt gestalten.

Der Film „Backstory“ zeigt unter anderem die Grammy-prämierte Künstlerin Doechii, von Top Dawg Entertainment, den globalen Superstar ROSÉ, den amtierenden NBA-MVP und Champion Shai Gilgeous-Alexander, den Grammy- und Academy-Award-prämierten sowie Emmy-nominierten Filmemacher, Künstler und DJ Questlove, das Model und die kulturelle Stimme Stefanie Giesinger, sowie die Disney-Pixar-Figur Woody aus „Toy Story“. Jede Einstellung zelebriert die Rückansicht in all ihrer denimgeprägten Ausdruckskraft – beim Gehen, Tanzen, Bewegen und Leben in Levi’s®. Der Film fängt die unverwechselbare Ausstrahlung jener ein, die das Kommende gestalten, und ehrt zugleich Ikonen früherer Generationen – von der mühelosen Coolness der „Faith“-Ära von George Michael bis zu einer modernen Neuinterpretation des legendären „Born in the U.S.A.“-Albumcovers. Verwurzelt in realen kulturellen Momenten, die Levi’s® authentisch begleitet hat, spannt die Geschichte einen generationsübergreifenden Bogen und lädt dazu ein, sich selbst in der Marke wiederzufinden.

James Browns „Get Up Offa That Thing“ verleiht dem Soundtrack des Films Energie und Lebensfreude und wird – mit einem augenzwinkernden Bezug auf denimgekleidete Rückansichten – zur Hymne für Macherinnen und Macher des Wandels.

Gedreht wurde an sechs Tagen in Los Angeles, Oklahoma City und London. Besonderer Fokus lag auf authentischem Casting: echte Cowboys, Bauarbeiter, Kletterer und junge Menschen. Zudem arbeitete das Team mit Doechiis Choreografen Robbie Blue zusammen, um die markanten Tanzsequenzen zu entwickeln, die den Spot abschließen.

Nach dem Super Bowl stellt „Behind Every Original“ die Protagonistinnen und Protagonisten in kurzen Reveal-Filmen vor: prägnante sechssekündige Clips, die jeweils eine Ikone in den Fokus rücken und den Blick bewusst auf Bewegung und Selbstausdruck lenken – nicht auf Bekanntheit.

Die Kampagne wird über Social Media, digitale Kanäle, den stationären Handel sowie Out-of-Home-Formate ausgespielt und ist Teil einer umfassenden globalen Erzählung, die im Laufe des Jahres weitere persönliche Hintergründe der Originals beleuchtet – stets verankert in ikonischen Levi’s® Produkten. Die Fotografie zeigt die Beteiligten in unverfälschten Behind-the-Scenes-Momenten beim Anziehen ihrer Levi’s® Denim-Styles und beim Hinaustreten in die Welt – eine visuelle Parallele zu den individuellen Wegen und Geschichten, die jedes Original prägen.

Konzipiert wurde die Kampagne in kreativer Partnerschaft mit TBWA\Chiat\Day LA.
Levi’s® Denim steht im Zentrum der Kampagne. Von klassischen Cowboys über Musikvideo-Ikonen der 1980er-Jahre bis hin zu zeitgenössischen Looks spannt das Styling den gesamten Bogen der Markengeschichte. Doechii trägt Low Slim Boot Jeans, ROSÉ Loose Boot Jeans mit Relaxed Fit Trucker. Shai Gilgeous-Alexander ist in 578® Baggy Jeans und Relaxed Fit Trucker zu sehen, Questlove in 505 Regular Fit Jeans. Stefanie Giesinger komplettiert das Ensemble in Ribcage Slim Jeans und einem Super Soft Longsleeve Polo.

Die Vielfalt an Schnitten und Epochen erinnert daran, dass die Marke Levi’s® seit über einem Jahrhundert Teil großer wie kleiner Lebensmomente ist. Die Denim-Styles wurden individuell auf die authentischen Persönlichkeiten der Originals zugeschnitten; einige maßgefertigte Stücke entstanden exklusiv für die Markenbotschafter, darunter eine individuelle Jeansjacke für Questlove und Denim-Handschuhe für Shai Gilgeous-Alexander.

Weitere Informationen:
Levi’s Levi’s® Kampagne
Quelle:

Levi’s 

10.02.2026

TOS+H Expo 2026: Zentrale Plattform für Arbeitsschutz und Prävention in der Türkei

Mit der TOS+H Expo 2026, die vom 6. bis 8. Mai 2026 im ICC Messegelände Istanbul stattfindet, bietet die führende Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in der Türkei erneut eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen im Arbeitsschutz.

Die Messe knüpft an den Erfolg der vergangenen Veranstaltung an, die über 160 Ausstellende aus 19 Ländern sowie mehr als 4.100 Fachbesuchende aus 53 Nationen zusammenbrachte. 2026 stehen insbesondere präventive Ansätze, Digitalisierung und resiliente Sicherheitsstrukturen im Fokus.

Ein zentraler inhaltlicher Rahmen ergibt sich aus der Erweiterung des türkischen Arbeitsschutzgesetzes Nr. 6331, das seit dem 1. Januar 2025 erstmals alle Betriebe unabhängig von Größe und Gefährdungsstufe einbezieht. Auch Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden sind nun verpflichtet, Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte zu bestellen. Damit wächst der Bedarf an Orientierung und praktikablen Lösungen für eine flächendeckende und nachhaltige Arbeitsschutzkultur.

Mit der TOS+H Expo 2026, die vom 6. bis 8. Mai 2026 im ICC Messegelände Istanbul stattfindet, bietet die führende Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in der Türkei erneut eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und praxisnahe Lösungen im Arbeitsschutz.

Die Messe knüpft an den Erfolg der vergangenen Veranstaltung an, die über 160 Ausstellende aus 19 Ländern sowie mehr als 4.100 Fachbesuchende aus 53 Nationen zusammenbrachte. 2026 stehen insbesondere präventive Ansätze, Digitalisierung und resiliente Sicherheitsstrukturen im Fokus.

Ein zentraler inhaltlicher Rahmen ergibt sich aus der Erweiterung des türkischen Arbeitsschutzgesetzes Nr. 6331, das seit dem 1. Januar 2025 erstmals alle Betriebe unabhängig von Größe und Gefährdungsstufe einbezieht. Auch Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden sind nun verpflichtet, Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte zu bestellen. Damit wächst der Bedarf an Orientierung und praktikablen Lösungen für eine flächendeckende und nachhaltige Arbeitsschutzkultur.

Begleitet wird die TOS+H Expo von der 10. Internationalen Konferenz für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit, die in Kooperation mit dem türkischen Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit und der Istanbul Chamber of Industry (ISO) organisiert wird. Die Mitwirkung des Ministeriums unterstreicht den hohen Stellenwert von Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Türkei und positioniert die TOS+H Expo 2026 als zentrale Fachplattform für den nationalen Arbeitsschutzdiskurs.

 

Quelle:

Messe Düsseldorf

Die Kunst mit Spitze Korallen zu retten Foto Museum für textile Kunst e. V.
Die Kunst mit Spitze Korallen zu retten
07.02.2026

Die Kunst mit Spitze Korallen zu retten

Mit Klöppelspitze rettet der international renommierte Künstler Jérémy Gobé in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und innovativer Technologie Korallen. 
 
Der französische Künstler Jérémy Gobé stellt erstmals in Deutschland und in Zusammenarbeit mit dem Museum für textile Kunst (MftK) in Hannover aus – vom 28. Februar 2026 bis 28. Februar 2027. Hier zeigt er seine Kunstwerke, die von Korallen inspiriert sind und die Schönheit und Fragilität unserer Umwelt zeigen.

Gobé entdeckt: Korallen lieben Spitze
Jérémy Gobé gilt als einer der international renommiertesten Vertreter der „Environmental Art“ (Umwelt-Kunst). Als der in Paris lebende Künstler (Jahrgang 1986) das traditionelle Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns 2017 kennenlernte, erinnerte ihn das besondere Muster sofort an die Struktur von Korallen, mit denen er sich in seiner künstlerischen Laufbahn schon lange beschäftigt hatte. 

Bei einem Versuch in einem Meeresaquarium stellte er fest, dass sich Korallen an geklöppelter Spitze, deren Muster Korallen ähnelt, ansiedelten. 

Mit Klöppelspitze rettet der international renommierte Künstler Jérémy Gobé in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und innovativer Technologie Korallen. 
 
Der französische Künstler Jérémy Gobé stellt erstmals in Deutschland und in Zusammenarbeit mit dem Museum für textile Kunst (MftK) in Hannover aus – vom 28. Februar 2026 bis 28. Februar 2027. Hier zeigt er seine Kunstwerke, die von Korallen inspiriert sind und die Schönheit und Fragilität unserer Umwelt zeigen.

Gobé entdeckt: Korallen lieben Spitze
Jérémy Gobé gilt als einer der international renommiertesten Vertreter der „Environmental Art“ (Umwelt-Kunst). Als der in Paris lebende Künstler (Jahrgang 1986) das traditionelle Kunsthandwerk des Spitzenklöppelns 2017 kennenlernte, erinnerte ihn das besondere Muster sofort an die Struktur von Korallen, mit denen er sich in seiner künstlerischen Laufbahn schon lange beschäftigt hatte. 

Bei einem Versuch in einem Meeresaquarium stellte er fest, dass sich Korallen an geklöppelter Spitze, deren Muster Korallen ähnelt, ansiedelten. 

Er gründete das Projekt „Corail Artefact“ und bringt seitdem mit seiner Kunst Unternehmen, Wissenschaft, innovative Technologie und Bildung zusammen. Mit seinen Kunstwerken aus Klöppelspitze lädt er einerseits in die Welt der Koralle ein, andererseits macht er auf die Fragilität unseres Ökosystems aufmerksam.  

Das Museum für textile Kunst engagiert sich für einen achtsamen, sozialverträglichen und umweltfreundlichen Umgang mit Kleidung. Die Dauerausstellung zeigt kostbare und besondere Textilien aus aller Welt. Der Ausstellungsort ist ebenfalls besonders: In einem renovierten Bunker des Zweiten Weltkriegs befindet sich die wertvolle von Modedesignerin und Museumsgründerin Erika Knoop zusammengetragene Textilsammlung, die als Dauerausstellung „Textile Weltreise“ durchgehend geöffnet ist.
 
Museum für textile Kunst e.V.

Quelle:

Museum für textile Kunst e. V.

06.02.2026

DIGEL: Neue Premium-Showrooms in Düsseldorf und München

Die DIGEL AG stärkt ihre nationale und internationale Präsenz mit zwei neuen, repräsentativen Standorten in Düsseldorf und München, die zur Orderrunde Frühjahr/Sommer 2027 eröffnen werden. Mit den beiden Showrooms setzt das Menswear-Unternehmen ein klares Statement für Wachstum, Internationalität und Markenstärke im Premiumsegment.

Der neue Showroom in Düsseldorf liegt in einem der renommiertesten HAKA-Umfelder Deutschlands – in direkter Nachbarschaft zu Marken wie Boss, Strellson und PVH. Auf einer Fläche von 550 Quadratmetern – rund 30 % größer als zuvor – bieten die beiden Brands Digel und Digel Move künftig ein exklusives Markenerlebnis in einem urbanen Lifestyle-Umfeld. Neben der Ordertätigkeit wird der Standort künftig auch als Eventlocation, DIGEL Academy sowie für VIP-Kundenveranstaltungen genutzt. Durch die zentrale Lage und Internationalität Düsseldorfs können zudem über 60 % Exportkunden optimal betreut werden – mit weiterem Wachstumspotenzial.

Die DIGEL AG stärkt ihre nationale und internationale Präsenz mit zwei neuen, repräsentativen Standorten in Düsseldorf und München, die zur Orderrunde Frühjahr/Sommer 2027 eröffnen werden. Mit den beiden Showrooms setzt das Menswear-Unternehmen ein klares Statement für Wachstum, Internationalität und Markenstärke im Premiumsegment.

Der neue Showroom in Düsseldorf liegt in einem der renommiertesten HAKA-Umfelder Deutschlands – in direkter Nachbarschaft zu Marken wie Boss, Strellson und PVH. Auf einer Fläche von 550 Quadratmetern – rund 30 % größer als zuvor – bieten die beiden Brands Digel und Digel Move künftig ein exklusives Markenerlebnis in einem urbanen Lifestyle-Umfeld. Neben der Ordertätigkeit wird der Standort künftig auch als Eventlocation, DIGEL Academy sowie für VIP-Kundenveranstaltungen genutzt. Durch die zentrale Lage und Internationalität Düsseldorfs können zudem über 60 % Exportkunden optimal betreut werden – mit weiterem Wachstumspotenzial.

Auch der neue Showroom in München wird die Marken Digel und Digel Move auf ein neues Level heben. Im Lodenfrey Park, umgeben von führenden Premiumlabels, entsteht ein moderner Standort mit Loftcharakter und industriellem Stil, um die Digel DNA in einem authentischen, inspirierenden Umfeld zu präsentieren. München wird künftig nicht nur ein wichtiger Order-Standort, sondern auch ein Ort für exklusive Presseevents, Academy-Formate und Kundenerlebnisse.

Mit den neuen Showrooms bekräftigt DIGEL seine Ambition, die Premium-Menswear international weiter auszubauen und gleichzeitig den kreativen und partnerschaftlichen Austausch mit Handel und Presse zu fördern.

„Mit Düsseldorf und München schaffen wir zwei außergewöhnliche Räume, die unsere Marke emotional erlebbar machen. Beide Standorte vereinen Ästhetik, Funktionalität und Inspiration – genau das, wofür DIGEL steht,“ erklärt Jochen Digel, CEO der DIGEL AG.

Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung (c) CyberLink
Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung
03.02.2026

Neue KI-Funktionen in Promeo: Virtuelle Anprobe und KI-Produkt-Modelling

CyberLink erweitert sein KI-Kreativstudio Promeo für den Online-Handel und das Marketing um die beiden neuen KI-basierten Funktionen „KI-Anprobe” und „KI-Produkt-Modelling”. Damit können Unternehmen ohne klassische Fotoshootings schneller, kosteneffizienter und flexibler hochwertige Produktbilder erstellen. 

KI-Anprobe für realistische Outfit-Darstellungen
Mithilfe der neuen KI-Anprobe können Kleidungsstücke realistisch auf virtuelle oder reale Models übertragen werden. Dazu laden Anwender Fotos der Kleidung sowie einer Person hoch oder wählen eine passende Model-Vorlage aus. Die KI passt das Outfit automatisch an die Körperform, Proportionen, Pose, das Licht und den natürlichen Fall des Materials an. So entstehen authentische Outfit-Darstellungen in unterschiedlichen Bildformaten, die sich anschließend im Promeo Editor weiterbearbeiten lassen, beispielsweise mit Texten, Stickern oder Designelementen. Die Funktion eignet sich sowohl für ansprechende Produktbilder als auch für virtuelle Anproben. Kosten und Aufwand für das Buchen von Models, Fotoshootings und Bildbearbeitung entfallen.

CyberLink erweitert sein KI-Kreativstudio Promeo für den Online-Handel und das Marketing um die beiden neuen KI-basierten Funktionen „KI-Anprobe” und „KI-Produkt-Modelling”. Damit können Unternehmen ohne klassische Fotoshootings schneller, kosteneffizienter und flexibler hochwertige Produktbilder erstellen. 

KI-Anprobe für realistische Outfit-Darstellungen
Mithilfe der neuen KI-Anprobe können Kleidungsstücke realistisch auf virtuelle oder reale Models übertragen werden. Dazu laden Anwender Fotos der Kleidung sowie einer Person hoch oder wählen eine passende Model-Vorlage aus. Die KI passt das Outfit automatisch an die Körperform, Proportionen, Pose, das Licht und den natürlichen Fall des Materials an. So entstehen authentische Outfit-Darstellungen in unterschiedlichen Bildformaten, die sich anschließend im Promeo Editor weiterbearbeiten lassen, beispielsweise mit Texten, Stickern oder Designelementen. Die Funktion eignet sich sowohl für ansprechende Produktbilder als auch für virtuelle Anproben. Kosten und Aufwand für das Buchen von Models, Fotoshootings und Bildbearbeitung entfallen.

KI-Produkt-Modelling für Produktbilder mit Verkaufswirkung
Ergänzend dazu bietet die Funktion KI-Produkt-Modelling die Möglichkeit, Produkte wie Accessoires, Sonnenbrillen oder andere Lifestyle-Artikel realitätsnah im Einsatz darzustellen. Hierfür können ebenfalls Fotos von Produkten und Personen hochgeladen oder passende Model-Vorlagen verwendet werden. Die KI erzeugt passende Produktbilder in verschiedenen Formaten für Social-Media-Anzeigen, Online-Shops und weitere Werbezwecke. Dabei lassen sich unterschiedliche Zielgruppen, Szenarien oder internationale Märkte ohne zusätzlichen Produktionsaufwand und Kosten abbilden. 

Promeo – KI-Kreativstudio für Marketing und E-Commerce
Mit Promeo von CyberLink lassen sich dank integrierter Vorlagen und KI-gestützter Designs professionelle Marketinginhalte ohne Vorkenntnisse erstellen. Mit den neuen KI-Funktionen können Einzelhändler, Marketer und kleine Unternehmen nun schneller und einfacher professionelle Produktbilder und Werbeinhalte gestalten.

Quelle:

CyberLink 

02.02.2026

Fazit MUNICH FABRIC START Spring.Summer 27: Solide. Optimistisch.

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Solide Messe. Optimistisches Mindset. So lautet das Ergebnis der MUNICH FABRIC START. Nach drei Messetagen ist am 29. Januar die Münchner Textilmesse mit den integrierten Show-in-Shows BLUEZONE, KEYHOUSE und THE SOURCE zu Ende gegangen. Die MUNICH FABRIC START schloss mit einer stabilen Besucherfrequenz im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung ab. Rund 1.000 Kollektionen von internationalen Stoff- und Zutatenherstellern zeigten im MOC München ihre Farb- und Materialtrends für Spring.Summer 27. Hochwertige Stoffe und Zutaten trafen auf internationale Denim-Kompetenz und zukunftsweisende Innovationen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette.  

Trends Spring.Summer 27: Gegenpole setzen  
„Es ist eine Zeit radikaler Veränderungen. Viele Menschen sind von Pessimismus geprägt und wollen am Status quo festhalten. Feigheit ist unser Problem. ‚Polite Fashion‘ ist das Ergebnis“, provoziert Trendforscher David Shah von View Publications vor vollen Zuschauerrängen auf der STAGE. Umso wichtiger sei es, gegenzusteuern. „Wir bewegen uns in einem herausfordernden Marktumfeld, in einer schwierigen Zeit. In der Modebranche setzt das aktuell eine unheimliche kreative Energie frei. Es geht darum, einen positiven Gegenpol zu setzen“, so eröffneten die MFS-Trendexperten Volker Orthmann und Katharina Majorek von o/m Collective ihren Trendvortrag „PLEASURE – Colours, Fabrics, Styling (Wo)mens Key Trends for Spring.Summer 27“. Nachdem die modische Grundrichtung lange durch Pragmatismus und Neutralität geprägt war, richtet sich der Blick jetzt nach vorne. Mit dem übergreifenden Leitthema „PLEASURE“, hat die MUNICH FABRIC START diese Trendentwicklung modern inszeniert und für Besucher erlebbar gemacht. Mit Themen wie Cinematic Colours, Every Day Pop, Cultural Power oder Sunny Nonchalance stellte auch Karin Schmitz von Peclers Paris Optimismus, Spaß und Zuversicht in den Mittelpunkt.  
 
Farbe, Drucke und Struktur als modische Treiber 

Modisch markiert die neue Saison einen Wendepunkt, hin zu bewusster Erneuerung. Optimismus, Vergnügen und Kreativität sind die vorherrschenden Themen. Das spiegelt sich in den rund 1.000 Kollektionen internationaler Stoff- und Zutatenhersteller deutlich wider. Farbe, Drucke und Struktur sind zentrale Impulsgeber der Saison. „Wir sind in einer Phase der Veränderung. Was ist morgen? Das ist die alles überlagernde Frage. Wichtig dafür ist Farbe. Es ist wenig Farbe auf dem Markt gewesen. Das ändert sich jetzt“, so Schmitz von Peclers Paris. Annette Schrewe, Head of Design bei Betty Barclay, beobachtet in den Kollektionen „mehr Mut zur Farbe“, ergänzt durch Neutrals mit interessanten Oberflächenstrukturen.  „Wunderschön, insbesondere für Blusen, sind die neuen fluiden, transparenten, fließenden Stoffe. Die Saison macht Spaß“, so Schrewe weiter. Eveline Rammler, Einkauf DOB bei s.Oliver, beschreibt: „Markisenstreifen, Pinstripes, florale und naive Paisley Prints, verfremdete Animals – das kristallisiert sich für uns als dominierende  Themen bei den Drucken heraus.“ Gamze Camuzcuoglu, Sales Manager von A.P.C. bestätigt: „Leuchtendes Blau und Weiß, fließende Animal-Prints, verschwommene orientalische Motive, florale Bordüren, geometrische Designs, unregelmäßige Geometrien und Pyjamastreifen – das sind für uns die wichtigsten Modetrends.“ „Wir suchen nach Neuheiten, die unsere Sprache sprechen. Pastellige Farben und helle Drucke sehen wir auch für den Abend. Leichte, transparente Chiffons, Organza mit Struktur, Drucke mit malerischen Blüten, Bohème, das ist für uns neu. Dunkelbraun und Bordeaux bleibt. Braun war ein Riesen-Hype. Jetzt geht es in Toffee und Camel in Verbindung mit Rosa oder hellem Gelb“, sagt Heike Schaible, Produktmanagement, Vera Mont. Im Hinblick auf die Oberflächen rücken Haptik und Textur in den Vordergrund. „Die Themen der Stunde sind Materialien, die haptisch erlebbar sind. Materialien, die ansprechen, über taktile Strukturen“, betont Majorek von o/m Collective. Thoshikiko Kanatani von Stylem bestätigt: „Die Highlights dieser Saison sind besondere Veredelungen, viele Texturen sowie Knitter- und Falteneffekte.“ 
 
Preis, Marge, Konsum 
„Das Zauberwort lautet: Marge. Themen wie Handfeel, Qualität, Finish sind für den deutschen Markt im Moment völlig zweitrangig. Die Wertschätzung für Hochwertigkeit fehlt“, bedauert Mladen Pototschnik, Sales, Albini & Thomas Mason. Er verweist auf eine weiter steigende Preissensibilität und sieht auch in der Messeentwicklung einen Indikator dafür, „dass sich die deutsche Bekleidungsindustrie sehr schwer tut.“ Eser Kaygusuz, Sales Head von Yünsa sieht es ähnlich: „Die Stimmung in Deutschland ist angespannt. Die Preissensibilität ist hoch, die Konsumstimmung schlecht. Das zeigt sich nicht nur im Textilbereich, sondern auch bei den Zahlen der Automobilindustrie. Dennoch, der erste Messetag war gar nicht schlecht. Viele wichtige Kunden wie Seidensticker, Hugo Boss und Digel waren schon da.“ Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde die Messe von Ausstellern und Besuchern konstruktiv genutzt. „Es lief besser als erwartet. Mailand war so stark, dass wir nicht dachten, dass es in München nochmal so gut wird. Die Qualität der Kunden war RICHTIG gut. Toni Dress, Brax, Bugatti, Betty Barclay und Vera Mont – um nur einige zu nennen“, sagt Thomas Buschjost, Inhaber der Agentur Fashion & Friends. Viele Kunden würden das Thema Preis „erstmal ausklammern“ und sich zunächst darauf konzentrieren, „schöne, neue Dinge zu finden“. 
 
Compliance, KI und Circularity 

Neben den Trends zählten vor allem regulatorische Anforderungen wie der Digital Product Passport, Digitalisierung, KI und zirkuläre Modelle zu den zentralen inhaltlichen Schwerpunkten des umfangreichen Vortragsprogramms. „Es geht nicht nur um Kosten und Optimierung. Ein zentrales Thema ist, wie politische Vorgaben ins Sourcing übersetzt werden können und wie sich Compliance durch konsistente Daten sicherstellen lässt“, betont Politikberaterin Muchaneta ten Napel von Shape Innovate. Während der drei Messetage diskutierte sie gemeinsam mit zahlreichen namhaften Experten auf den Panels Themen wie diese. Deutlich wurde in Round Tables, Talks und Vorträgen der hohe Veränderungsdruck, der ab 2026 auf die Branche zukommt. „Es gibt kein Patentrezept. Jede Marke arbeitet anders. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Branche gut vorbereitet ist“, so die Einschätzung von Leila Abu el Hawa, Beraterin und Head of Product von Elizabeth Scarlett, im Hinblick auf den Digital Product Passport.  
 
Angewandte neue Technologie- und Systemlösungen präsentierte das KEYHOUSE. Im Fokus standen Transparenz, Vertrauen und der Übergang zur Kreislaufwirtschaft – von der Stärkung resilienter, zirkulärer Prozesse bis hin zu marktreifen Innovationen. Zu den Highlights zählten unter anderem eine neue Technologie zur Smartphone-basierten Authentifizierung von Fakes oder Originalen von Original-ID sowie das erstmals vorgestellte Rücknahmesystem von Trove für Wiederverkauf und Recycling. „Das ist unsere Antwort auf die Rohstoffknappheit“, so Janis Künkler, Managing Director Trove Europe.  
 
Forschungsnahe Projekte, bei denen Nachhaltigkeit kulturell, sinnlich und systemisch gedacht wird, wurden erneut im SUSTAINABLE INNOVATIONS Forum kuratiert. Zu den Teilnehmern zählten Marie Vilay mit den Projekten „To Read a Pattern“ und „A Bindle“, Materia Futura von Alessia Pasquini und Beatriz Sandini sowie 
„Threaded Protocols“ von Floor Berkhout. Eine weitere Messeneuheit mit höchstem Nachhaltigkeitsanspruch: Die Kooperation von Dirt und Loads Collection mit der ersten Demeter-zertifizierten Textilkollektion. Erstmals wird der Demeter-Standard auf Textilien angewendet – perspektivisch auch für Bekleidung. „Das ist ein echter Meilenstein“, betont Lea Mahlke von Dirt, Neuaussteller in der RESOURCE Area.  
 
BLUEZONE: Unperfekt – perfekt 

Die BLUEZONE zeigte für Spring.Summer 2027 ein vielschichtiges Denim-Bild zwischen urbaner Strenge, funktionaler Reduktion und sinnlicher Opulenz. Nachhaltige Materialien, handwerkliche Details und innovative Oberflächen rücken den Wert des Materials ebenso in den Fokus wie Individualität und Emotion. Einen zentralen Trend beschreibt Denim-Experte Tilmann Wröbel vom Denim Lifestyle Studio Monsieur-T. in seinem Vortrag „The perfect time for denim imperfection“: „Hyperperfektion durch AI? Für die Denim-Industrie liegt der aktuelle Trend im Gegenteil: in der Idee der Unperfektheit. Nicht zu glatt, nicht zu perfekt. Ist es nicht genau das, was Denim ausmacht?“ Auch auf der BLUEZONE standen innovative Materialentwicklungen und ressourcenschonende, zirkuläre Produktionsprozesse im Vordergrund. „Wir stellen Evogeny vor – unsere Premium-Denim-Kollektion – sowie eine spezielle Capsule, die wir eigens für den deutschen Markt entwickelt haben, mit Fokus auf Stretch-Technologie und Tragekomfort. Revo-Su mit seinem wasserfreien Ansatz sowie insgesamt umweltbewusste Innovationen sind für uns sehr wichtig. Re/essence steht ganz im Zeichen natürlicher Farben“, Marketing Manager Selen Baltaci zählt die Neuheiten für Spring.Summer 27 von Calik Denim auf. Ob Berto, Bossa, Calik, ISKO, Orta, Sharabati, Tejidos Royo oder Troficolor Denim Makers – die BLUEZONE versammelte erneut das Gros der wichtigsten internationalen Denimhersteller. Philipp Walendy, Geschäftsführer von Alberto bekräftigt den klaren Vorteil der BLUEZONE gegenüber anderen Veranstaltungen: „Alle sind da, ca. 95 % unserer Lieferanten. Das haben wir nirgendwo anders.“ Die BLUEZONE habe nicht mehr den gewohnten Lifestyle, und sei jetzt stärker eine Arbeitsmesse, „aber wir sind ja auch zum Arbeiten hier“, so Walendy und spricht damit für viele. 
 
Raum für neue Lösungen 
Klar strukturiert und effizient gebündelt: Die neue Anordnung der acht Areas im MOC stärkt den Austausch, schafft mehr Sichtbarkeit und fördert Synergien. Was sich verändert hat: Nachhaltiges Sourcing mit RESOURCE wurde neu positioniert und befindet sich nun gemeinsam mit den ADDITIONALS in Halle 1 in direkter Nachbarschaft zu THE SOURCE. An der Schnittstelle von Design, Technologie und Nachhaltigkeit – BLUEZONE und KEYHOUSE inklusive der SUSTAINABLE INNOVATIONS sind im hochfrequentierten Bereich in Halle 2 gelegen. Die DESIGN STUDIOS liegen nun noch zentraler in Halle 4. Sie schließen an den großen Bereich der FABRICS an, die sich weiterhin über die Hallen 3, 4 und das Atrium 3 verteilen. Die klaren Strukturen schaffen Orientierung und Raum für neue Lösungen.  

Quelle:

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IFCO – Istanbul Fashion Connection 4. bis 7. Februar 2026 Foto IFCO – Istanbul Fashion Connection
02.02.2026

IFCO – Istanbul Fashion Connection 4. bis 7. Februar 2026

Istanbul wird im Februar erneut zum internationalen Treffpunkt der Modebranche: Vom 4. bis 7. Februar 2026 öffnet die IFCO – Istanbul Fashion Connection zum neunten Mal ihre Tore im Istanbul Expo Center und vereint das kreative Designverständnis sowie die industrielle Stärke der türkischen Bekleidungsindustrie auf einer global ausgerichteten Businessplattform.  

Mit rund 400 ausstellenden Unternehmen in sechs Hallen, 30.000 erwarteten Besuchern und Einkäufern aus 125 Ländern bietet IFCO 2026 einen umfassenden Überblick über alle Segmente der Ready-to-WearIndustrie – von Womenswear, Menswear und Kidswear bis hin zu Eveningwear, Lingerie und Denim. Internationale B2B-Meetings und ein starkes Einkäuferprofil unterstreichen die Bedeutung der Messe als zentrale Beschaffungs- und Orderplattform zwischen Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika. 

Istanbul wird im Februar erneut zum internationalen Treffpunkt der Modebranche: Vom 4. bis 7. Februar 2026 öffnet die IFCO – Istanbul Fashion Connection zum neunten Mal ihre Tore im Istanbul Expo Center und vereint das kreative Designverständnis sowie die industrielle Stärke der türkischen Bekleidungsindustrie auf einer global ausgerichteten Businessplattform.  

Mit rund 400 ausstellenden Unternehmen in sechs Hallen, 30.000 erwarteten Besuchern und Einkäufern aus 125 Ländern bietet IFCO 2026 einen umfassenden Überblick über alle Segmente der Ready-to-WearIndustrie – von Womenswear, Menswear und Kidswear bis hin zu Eveningwear, Lingerie und Denim. Internationale B2B-Meetings und ein starkes Einkäuferprofil unterstreichen die Bedeutung der Messe als zentrale Beschaffungs- und Orderplattform zwischen Europa, Asien, dem Nahen Osten und Nordamerika. 

Seit ihrer Gründung hat sich die IFCO – Istanbul Fashion Connection zu einer der international relevantesten Mode- und Orderplattformen in Europa entwickelt. In den bisherigen Ausgaben von 2022 bis 2025 (jeweils Februar- und August-Editionen) hat die Messe mit 3,340 Ausstellern, über 210.000 Fachbesuchern aus 165 Ländern eindrucksvolle Reichweiten erzielt. Die Zahlen unterstreichen die dynamische Entwicklung der IFCO und ihr Bestreben, als internationale Businessplattform die türkische Design- und Produktionskompetenz nachhaltig mit globalen Märkten verbindet. 

The Core Istanbul zeigt eine kuratierte Auswahl von 22 führenden türkischen Designern, darunter international renommierte Namen wie Özlem Süer, Mehtap Elaidi, Emre Erdemoglu und Ceren Ocak, und bringt kreatives Design auf die globale Bühne. 

Starke Segmente in Womenswear-, Menswear- und Kidswear sowie spezialisierte Bereiche wie FashionIst, IFCO Kids und die neu integrierte Lineexpo, unterstreichen die Bandbreite, Produktionskompetenz, handwerkliche Qualität und Marktstärke der türkischen Bekleidungsindustrie. 

Quelle:

Jandali