Tyvek bekommt biozirkuläre Zuordnung
DuPont führt Tyvek mit „Renewable Attribution“ weltweit für Consumer- und Industrieanwendungen ein. Das Material bleibt technisch Tyvek, die Rohstoffbilanz verändert sich jedoch: Je nach Variante werden 30 bis 100 Prozent erneuerbare Zuordnung mit ISCC-PLUS-zertifizierten biozirkulären Ausgangsstoffen verknüpft.
Der Ansatz basiert auf Massenbilanz. Biozirkuläre Rohstoffe aus Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation werden in die vorgelagerte Lieferkette eingebracht und bilanziell den gekauften HDPE-Mengen zugeordnet. DuPont nennt für eine 30-prozentige Renewable Attribution eine Verringerung des Product Carbon Footprint um rund 30 Prozent gegenüber Standard-Tyvek, einschließlich CO2-Aufnahme und auf Basis peer-reviewter, ISO-konformer LCA-Daten.
Für bestehende Anwender ist die Drop-in-Logik zentral. Spezifikation und Gebrauchseigenschaften sollen unverändert bleiben, sodass keine erneute Produktqualifizierung erforderlich ist. Das betrifft unter anderem aktive Verpackungen, Tags und Labels, Startnummern, Armbänder sowie industrielle Verpackungen und Schutzlösungen.
Die Luxemburger und die US-amerikanische Tyvek-Produktion in Richmond sind nach ISCC PLUS zertifiziert und werden jährlich extern auditiert. Für Nachhaltigkeitsclaims bleibt wichtig, dass eine Massenbilanz-Zuordnung nicht mit einem physisch nachweisbaren Anteil biozirkulären Rohstoffs im einzelnen Produkt gleichgesetzt wird.
DuPont
