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20.05.2026

BVMed: „MedTech ist Schlüsseltechnologie

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt die von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Kanzleramtsminister Thorsten Frei vorgestellten Roadmaps der Hightech Agenda Deutschland als „wichtigen Schritt, um den MedTech-Standort Deutschland zu stärken“. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Wir brauchen vor allem einen Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Prävention“, sagte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Mark Jalaß auf einem Preview-Termin mit den beiden Kabinettsmitgliedern im Bundeskanzleramt.

Die Medizintechnik sei am Standort Deutschland mit über 1.500 überwiegend mittelständischen Unternehmen noch sehr stark aufgestellt. „Wir müssen aber aufpassen, in Schlüsseltechnologien nicht abgehängt zu werden“, so Jalaß. Zentrales Anliegen der Hightech Agenda muss es deshalb aus Sicht des BVMed sein, schnellere Innovationszyklen und Marktzugänge in Deutschland zu etablieren, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. 

„Medizintechnik ist eine Hightech-Branche und Schlüsseltechnologie mit hoher Innovations- und Forschungsquote. Wir brauchen deshalb innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und eine hohe strategische Souveränität“, so der BVMed-Vorsitzende. „Der BVMed steht als Partner bereit, seine MedTech-Expertise einzubringen und die Roadmap mit konkreten, versorgungsrelevanten Maßnahmen zu füllen.“

Die Hightech Agenda müsse dabei eng mit dem Pharma- und MedTech-Strategieprozess koordiniert werden. „Es darf keine parallelen Strategieprozesse ohne Abstimmung mit der MedTech-Branche geben“, so Jalaß. Die im März 2026 zugesicherte enge Koordination zwischen den Ministerien BMFTR und BMG müsse nun strukturell abgesichert werden.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

19.05.2026

Hohenstein: Globale Studie zur Optimierung von Passform und Größen

In Kooperation mit Sizekick liefert die digitale „Global Size Study“ Daten zur Verbesserung von Marktabdeckung, Kundenzufriedenheit und Retourenquoten.

Hohenstein Apparel Fit Solutions kündigt die „Global Size Study“ an. Das Unternehmen erfasst weltweit digitale Körpermaßdaten und macht sie für Brands, Hersteller und Händler nutzbar. Auf dieser Basis entwickelt Hohenstein Apparel Fit Solutions aktuelle, marktrelevante Größen- und Passformstrategien. Die Branche profitiert von besserer Passform, einer gezielteren Ausrichtung auf unterschiedliche Märkte und höherer Kundenzufriedenheit. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie können ihre Körpermaße einfach per Smartphone oder Tablet erfassen – bequem zuhause oder direkt in teilnehmenden Stores. 

In Kooperation mit Sizekick liefert die digitale „Global Size Study“ Daten zur Verbesserung von Marktabdeckung, Kundenzufriedenheit und Retourenquoten.

Hohenstein Apparel Fit Solutions kündigt die „Global Size Study“ an. Das Unternehmen erfasst weltweit digitale Körpermaßdaten und macht sie für Brands, Hersteller und Händler nutzbar. Auf dieser Basis entwickelt Hohenstein Apparel Fit Solutions aktuelle, marktrelevante Größen- und Passformstrategien. Die Branche profitiert von besserer Passform, einer gezielteren Ausrichtung auf unterschiedliche Märkte und höherer Kundenzufriedenheit. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie können ihre Körpermaße einfach per Smartphone oder Tablet erfassen – bequem zuhause oder direkt in teilnehmenden Stores. 

Ziel der Studie ist es, Brands und Retailern weltweit schnell verwertbare Körperdaten-Insights zu liefern, um die Passform gezielt zu verbessern, Größenstandards zu optimieren und Retouren deutlich zu reduzieren. Global erhobene Körperdaten werden mit einem Netzwerk aus über 1.000 Hohenstein Fit Models kombiniert, diese werden regelmäßig gescannt und vermessen. Das schafft eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen entlang des gesamten Sizing-Prozesses.

„Die Passform ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen in unserer Branche“, sagt Simone Morlock, Division Head Apparel Fit Solutions bei Hohenstein. „Mit diesem Projekt gehen wir über die reine Datenerhebung hinaus und versetzen Marken in die Lage, fundierte und sichere Entscheidungen zu treffen. Das Ziel ist klar: eine bessere Passform, die Zielgruppe und damit die Kunden im Fokus, funktionale und passformsichere Gradierung und eine optimale Marktabdeckung.“

Die Global Size Study konzentriert sich bewusst auf zentrale Messpunkte wie Brust-, Taillen- und Hüftumfang sowie Körperhöhe und weitere – jene Parameter, die die Passform von Kleidung entscheidend beeinflussen. Durch diesen fokussierten Ansatz entstehen konkrete, sofort nutzbare Erkenntnisse, um:

  • regionale Körperunterschiede besser zu verstehen
  • Passgenauigkeit über Produktkategorien hinweg zu verbessern
  • Gradierung und Größenstandards gezielt zu entwickeln
  • Märkte und Zielgruppen besser und passgenauer zu erschließen 

Im Gegensatz zu klassischen Größenstudien, die häufig mehrere Jahre in Anspruch nehmen, ermöglicht der digitale Ansatz eine parallele, weltweite Datenerhebung in Echtzeit. Die Digital-First-Methodik wurde gemeinsam mit dem Münchner Spezialisten für KI-basierte Sizing-Technologie Sizekick entwickelt. Dadurch fließen Ergebnisse deutlich schneller in Produktentwicklung und Kollektionssteuerung ein – ein klarer Vorteil in einem zunehmend dynamischen globalen Markt.

„In den vergangenen vier Jahren haben wir gemeinsam mit Hohenstein Apparel Fit Solutions eine KI-gestützte Lösung entwickelt, die es ermöglicht, weltweit und skalierbar präzise Körperdaten allein per Smartphone zu erfassen“, erklärt David Oldeen, Co-Founder und CEO von Sizekick. „Jetzt übersetzen wir diese Daten in konkrete Entscheidungen für Marken.“

Hohenstein Apparel Fit Solutions versteht sich dabei als strategischer Partner entlang des gesamten Sizing-Prozesses – von der Datenerhebung über die Analyse bis hin zur Ableitung konkreter Passform- und Größenstrategien. „Präzision ist ein entscheidender Treiber für Kundenloyalität und Umsatz, deshalb wird Sizing zur strategischen Priorität“, ergänzt David Oldeen. Dafür verbindet die Studie echte Verbraucher-Insights und jahrzehntelange Passformexpertise.

Die Global Size Study startet Mitte 2026 und markiert einen wichtigen Schritt hin zu datengetriebenen, verbrauchernahen und effizienteren Strategien in der globalen Bekleidungsindustrie. Erste Kooperationen mit internationalen Marken laufen bereits, ausgewählte Partner können sich aktiv an der Studie beteiligen und die Weiterentwicklung von Größenstandards mitgestalten.

Quelle:

Hohenstein Laboratories GmbH & Co. KG

19.05.2026

Greenwashing ade? EmpCo verschärft die Regeln – Handel unter Zeitdruck

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 
„Die EmpCo trifft den Handel in einer besonders sensiblen Phase“, sagt Sönke Padberg, Geschäftsführer des BTE. „Dass es keine Übergangsfrist für bestehende und bereits georderte Ware gibt, erhöht den Zeitdruck für die Unternehmen erheblich.“
 
Etablierte Siegel wie OEKO TEX® Standard 100, GOTS oder GRS bleiben weiterhin zulässig, jedoch nur zur Beschreibung klar abgegrenzter Material  oder Prozesseigenschaften. Verboten sind zudem unternehmenseigene Nachhaltigkeitssiegel sowie irreführende Darstellungen durch textliche Umweltaussagen, Icons, Farben oder Bildwelten, die einen „grünen“ Gesamteindruck vermitteln. Auch Klimaversprechen unterliegen strengen Vorgaben. 
 
„Die EmpCo zwingt den Handel, die gesamte Nachhaltigkeits  und Marketingkommunikation kritisch zu überprüfen – online wie offline“, fügt Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft, hinzu. „Der Handel muss nun schnellstmöglich tätig werden.“
 
Um rechtzeitig EmpCo konform zu sein, sollten Händler nun folgende Schritte einleiten: 

  1. Nachhaltigkeitskommunikation prüfen: Alle Aussagen im Onlineshop, auf Social Media, am POS sowie auf Verpackungen und Etiketten müssen geprüft werden. Allgemeine Begriffe (z.B. „nachhaltig“, „grün“) müssen angepasst und präzisiert werden. 
  2. Icons, Bilder und Designs auditieren: Natur Symbolik, grüne Icons und Bildsprache müssen auf implizite Umweltaussagen geprüft, ersetzt und gegebenenfalls vollständig aus der Kommunikation entfernt werden. 
  3. Produkt  und Unternehmenskommunikation in Bezug auf Klimaneutralität klar trennen: Produktbezogene Aussagen zu Klimaneutralität prüfen und strengstens vermeiden. Unternehmensaussagen, wie z.B. „klimaneutral bis 2045“, sind weiterhin unter konkreten Vorgaben möglich.
  4. Risiken und Prozesse strukturieren: Claim Guidelines entwickeln, Beleg- und Freigabeprozesse für Marketing und Produktdaten etablieren und Mitarbeitende im Marketing, Vertrieb und Handel schulen. 
  5. Bestandsware bewerten: Es muss geprüft werden, welche Ware von allgemeinen Umweltaussagen betroffen ist und ob eine Umetikettierung oder Zusatzinformationen am POS erforderlich sind.
  6. Wer jetzt strukturiert prüft und rechtzeitig nachschärft, reduziert rechtliche Risiken, Folgekosten und Reputationsschäden. Der BTE wird die Entwicklungen begleiten und den Handel weiter bei der Umsetzung unterstützen.
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Studiengang International Fashion Business erneut erfolgreich im CHE-Hochschulranking (c) Nadine Wilmanns/Hochschule Reutlingen
Studiengang International Fashion Business erneut erfolgreich im CHE-Hochschulranking
13.05.2026

International Fashion Business am TEXOVERSUM im CHE-Hochschulranking 2026

Im CHE Hochschulranking 2026 erreicht International Fashion Business sehr hohe Studierendenbewertungen und eine Platzierung in der Spitzengruppe bei den Faktenindikatoren „Kontakt zur Berufspraxis“ und „Internationale Ausrichtung“.

Der Bachelorstudiengang International Fashion Business (IFB) an der TEXOVERSUM Fakultät Textil der Hochschule Reutlingen erzielt im aktuellen CHE Hochschulranking 2026 erneut sehr hohe Bewertungen durch seine Studierenden. Gleichzeitig erreicht der Studiengang auch in zentralen Faktenindikatoren Platzierungen in der Spitzengruppe. Mit seiner gezielten Ausrichtung auf die internationale Mode  und Textilwirtschaft misst sich der Studiengang dabei im CHE Ranking mit klassischen betriebswirtschaftlichen Studiengängen anderer Hochschulen. Die Ergebnisse unterstreichen das klar profilierte und deutschlandweit besondere Studienkonzept innerhalb der Betriebswirtschaftslehre.

Im CHE Hochschulranking 2026 erreicht International Fashion Business sehr hohe Studierendenbewertungen und eine Platzierung in der Spitzengruppe bei den Faktenindikatoren „Kontakt zur Berufspraxis“ und „Internationale Ausrichtung“.

Der Bachelorstudiengang International Fashion Business (IFB) an der TEXOVERSUM Fakultät Textil der Hochschule Reutlingen erzielt im aktuellen CHE Hochschulranking 2026 erneut sehr hohe Bewertungen durch seine Studierenden. Gleichzeitig erreicht der Studiengang auch in zentralen Faktenindikatoren Platzierungen in der Spitzengruppe. Mit seiner gezielten Ausrichtung auf die internationale Mode  und Textilwirtschaft misst sich der Studiengang dabei im CHE Ranking mit klassischen betriebswirtschaftlichen Studiengängen anderer Hochschulen. Die Ergebnisse unterstreichen das klar profilierte und deutschlandweit besondere Studienkonzept innerhalb der Betriebswirtschaftslehre.

In der Studierendenbefragung bewerten die IFB Studierenden insbesondere die allgemeine Studiensituation mit 4,6 von 5 Sternen – deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt anderer betriebswirtschaftlicher Studiengänge. Auch Lehrangebot, Betreuung durch Lehrende und Studienorganisation erreichen sehr hohe Werte zwischen 4,5 und 4,6 Sternen.

„Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass unsere Studierenden sich im Studiengang fachlich wie organisatorisch sehr gut aufgehoben fühlen“, sagt Prof. Dr. Peter Bug, Studiendekan International Fashion Business. „Vor allem die enge Betreuung, die klare Struktur des Studiums und das branchenspezifische Profil spiegeln sich in den sehr positiven Bewertungen wider.“

Auch die Praxisnähe des Studiengangs wird im CHE Ranking deutlich: Im Faktenindikator „Kontakt zur Berufspraxis“ erreicht International Fashion Business 10 von 12 möglichen Punkten und gehört damit zur Spitzengruppe. Entsprechend hoch fällt die Bewertung der Praxisrelevanz der erworbenen Kompetenzen aus, die von den Studierenden mit 4,8 von 5 Sternen bewertet wird.

Ein weiteres prägendes Merkmal ist die internationale Ausrichtung des Studiengangs. Im gleichnamigen CHE Faktenindikator erzielt International Fashion Business 8 von 10 Punkten und wird ebenfalls der Spitzengruppe zugeordnet. Auch die Studierenden bewerten die Unterstützung bei Auslandsaufenthalten mit 4,4 von 5 Sternen sehr positiv.

„International Fashion Business steht für eine bewusste Profilbildung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre, die klassische BWL Kompetenzen mit einer klaren internationalen Branchenperspektive verbindet“, betont Prof. Dr. Jochen Strähle, Dekan der TEXOVERSUM Fakultät Textil.

Die Ergebnisse des CHE Hochschulrankings 2026 zeigen International Fashion Business als klar positionierten, praxisnahen und international ausgerichteten BWL Studiengang, der gezielt auf die Anforderungen der globalen Mode  und Textilwirtschaft vorbereitet. Als Studienangebot an der staatlichen Hochschule Reutlingen verbindet der Studiengang fundierte akademische Qualität mit enger Betreuung und hoher Praxisorientierung. Für Studieninteressierte, die wirtschaftliche Kompetenzen mit Branchenkenntnis und internationaler Perspektive verbinden möchten, bietet International Fashion Business damit überzeugende Studienbedingungen und eine verlässliche Grundlage für den Einstieg in ein internationales Berufsfeld.

Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde © Katharina Dubno
Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde
08.05.2026

Elastische Garne künftig besser recyclebar und umweltfreundlicher

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führte Tobias Dickmeiß umfangreiche empirische Prozessuntersuchungen an einer Schmelzspinnanlage im Technikumsmaßstab durch. Durch die systematische Analyse des Einflusses verschiedener Prozessparameter auf die Garneigenschaften gelang es ihm, die Eigenschaften der hergestellten TPC-Garne gezielt zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit bilden somit eine vielversprechende Grundlage für die weitere Entwicklung recyclingfähiger elastischer Garne und Textilien.

Tobias Dickmeiß wurde für seine herausragende Bachelor-Arbeit „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren im Technikumsmaßstab“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 5.000 EURO für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Er wurde während seiner Bachelor-Arbeit von der ITA-Doktorandin Ricarda Wissel betreut.

Quelle:
Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University
Von links nach rechts: Maike Rabe, Elke Giese, Karin Veit und Marina Elena Wachs. Foto: Marina Elena Wachs
Von links nach rechts: Maike Rabe, Elke Giese, Karin Veit und Marina Elena Wachs.
04.05.2026

Wilhelm-Lorch-Preis 2026 für Professorin Marina-Elena Wachs

Professorin Dr. Marina-Elena Wachs vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) ist mit dem Wilhelm-Lorch-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Mit der mit 10.000 Euro dotierten Förderung würdigt die Wilhelm-Lorch-Stiftung ihr Projekt „Textil Designen in XR-Lernräumen“, das neue Wege in der Ausbildung von Textil- und Modeexpert:innen eröffnet.
 
Die Preisverleihung fand am 29. April 2026 im Palmengarten in Frankfurt am Main statt. Überreicht wurde die Auszeichnung im Rahmen des 67. Forums der TextilWirtschaft vor rund 500 Branchenvertreter:innen. Der Wilhelm-Lorch-Preis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen im deutschen Textilbereich und wird von Unternehmen sowie Persönlichkeiten aus Handel, Industrie und Dienstleistung getragen.
 

Professorin Dr. Marina-Elena Wachs vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) ist mit dem Wilhelm-Lorch-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Mit der mit 10.000 Euro dotierten Förderung würdigt die Wilhelm-Lorch-Stiftung ihr Projekt „Textil Designen in XR-Lernräumen“, das neue Wege in der Ausbildung von Textil- und Modeexpert:innen eröffnet.
 
Die Preisverleihung fand am 29. April 2026 im Palmengarten in Frankfurt am Main statt. Überreicht wurde die Auszeichnung im Rahmen des 67. Forums der TextilWirtschaft vor rund 500 Branchenvertreter:innen. Der Wilhelm-Lorch-Preis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen im deutschen Textilbereich und wird von Unternehmen sowie Persönlichkeiten aus Handel, Industrie und Dienstleistung getragen.
 
Im Zentrum von Wachs’ Projekt steht die Verbindung von handwerklichem Textilwissen und digitalen Technologien. Studierende sollen textile Produkte in virtuellen und erweiterten Umgebungen entwerfen und so nachhaltige Designlösungen entwickeln. „Bislang werden VR-Brillen in der Industrie in erster Linie als Kommunikations- und Evaluierungs-Tool benutzt. Die Förderung ermöglicht es uns, XR-Technologien gezielt in der Lehre einzusetzen und den Studierenden neue Formen des experimentellen und nachhaltigen Designens zu eröffnen“, erklärt Wachs.
 
Ein besonderes Augenmerk liegt auf praxisnahen Lernmethoden: VR-Brillen, Mixed-Reality-Tools und KI-gestützte Anwendungen werden in kleineren Gruppen eingesetzt, um das erfahrungsbasierte Gestalten zu fördern. Das Projekt bietet zudem die Möglichkeit, eng mit Industriepartner:innen zusammenzuarbeiten und realistische Fallbeispiele in den Lehralltag zu integrieren.
 
Marina-Elena Wachs ist zudem als Industrial-Designerin aktiv und entwickelt nachhaltige Materiallösungen für unterschiedlichste Anwendungen. „Ohne die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kolleg:innen, Studierenden und Industriepartnern wären diese Innovationen nicht möglich“, betont sie. Besonders dankbar ist sie für die Unterstützung bei ihrem neuen Projekt „Cross Design Engineering in VR and AR“, das gemeinsam mit Professorin Dr. Sue Rossano-Rivero und Dr. Lennart Hofeditz vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der HSNR umgesetzt wird. AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality) sind Technologien, die digitale Inhalte in die physische Welt integrieren oder vollständig virtuelle Umgebungen schaffen. Während AR (Augmented Reality) die Realität per Kamera um digitale Elemente erweitert, isoliert VR (Virtual Reality) die Nutzerin bzw. den Nutzer, um ein vollständig simuliertes Erlebnis zu bieten.
 
Neben der technologischen Perspektive engagiert sich Wachs als Damenschneider-Meisterin auch für den Erhalt des traditionellen Textil-Handwerks. Ihr Ziel ist, die Balance zwischen handwerklichem Können, nachhaltigem Design und modernen digitalen Werkzeugen zu fördern. „Die Förderung durch die Wilhelm-Lorch-Stiftung bedeutet eine tolle Chance darin, diese Zukunftskompetenzen gezielt zu vermitteln und Studierende auf die Herausforderungen der Kreativwirtschaft vorzubereiten“, so Wachs.

01.05.2026

Lectra: Neue Version seiner KI-gestützten Market-Intelligence-Lösung für Fashionbrands

Lectra, ein führender Anbieter von industriellen Intelligence-Technologielösungen, gibt die Einführung einer neuen Version von Retviews bekannt, seiner KI-gestützten Market-Intelligence-Lösoung für Bekleidungsmodemarken. Angesichts eines immer komplexeren Marktumfelds und steigenden Wettbewerbsdrucks auf Marken positioniert sich diese neue Version als strategischer Verbündeter: Sie soll helfen, Entscheidungen zu erleichtern, die Vertriebsleistung zu optimieren und den Markenwert nachhaltig zu stärken.

Retviews – fundierte Geschäftsentscheidungen dank Fashion Expertise.
Retviews entwickelt und ist eine Lösung, die sich auf Wettbewerbsanalysen für die Bekleidungsbranche spezialisiert hat. Die Lösung basiert auf Modellen künstlicher Intelligenz, die speziell auf die besonderen Dynamiken dieser Branche trainiert wurden. Retviews sammelt und analysiert Daten von Tausenden von Fashion- und Mode-Websites, um Marken einen 360°-Überblick über ihr Wettbewerbsumfeld zu bieten.

Lectra, ein führender Anbieter von industriellen Intelligence-Technologielösungen, gibt die Einführung einer neuen Version von Retviews bekannt, seiner KI-gestützten Market-Intelligence-Lösoung für Bekleidungsmodemarken. Angesichts eines immer komplexeren Marktumfelds und steigenden Wettbewerbsdrucks auf Marken positioniert sich diese neue Version als strategischer Verbündeter: Sie soll helfen, Entscheidungen zu erleichtern, die Vertriebsleistung zu optimieren und den Markenwert nachhaltig zu stärken.

Retviews – fundierte Geschäftsentscheidungen dank Fashion Expertise.
Retviews entwickelt und ist eine Lösung, die sich auf Wettbewerbsanalysen für die Bekleidungsbranche spezialisiert hat. Die Lösung basiert auf Modellen künstlicher Intelligenz, die speziell auf die besonderen Dynamiken dieser Branche trainiert wurden. Retviews sammelt und analysiert Daten von Tausenden von Fashion- und Mode-Websites, um Marken einen 360°-Überblick über ihr Wettbewerbsumfeld zu bieten.

Die Market-Intelligence-Lösung ermöglicht es Marken, ihre Kollektionsplanung zu verfeinern, aufkommende Trends zu erkennen, ihre Preisstrategie anzupassen und ihre Margen zu optimieren –unter der Gewährleistung, dass das richtige Produkt zur richtigen Zeit verfügbar ist. Durch eine detaillierte Analyse der Angebots- und Nachfragedynamik hilft die Lösung dabei, die richtige Menge zu produzieren, Volumina besser abzustimmen und Lagerbestände nachhaltig zu reduzieren.

Die neue Version bietet einen detaillierteren und kontextbezogenen Überblick über die Marktdynamik sowie eine Datenklassifizierung, die an die individuellen Bedürfnisse jedes Kunden angepasst werden kann. Als strategischer Geschäfts- und Wachstumsassistent konzipiert, ermöglicht die Lösung eine sichere Entscheidungsfindung, indem sie einen zuverlässigen und konsolidierten Überblick über den Markt bietet.

Fashion Insight Reports - Entscheidungsrelevante Analysen, die Wachstum beschleunigen 
Als Ergänzung zu dieser Lösung bieten die Fashion Insight Reports hochwertige, maßgeschneiderte Analysen, die speziell für Führungskräfte und strategische Entscheidungsträger konzipiert sind.

„Die Modebranche steht heute vor einem Paradoxon: Marken hatten noch nie Zugang zu so vielen Daten, doch waren Entscheidungen noch nie so komplex. Marktvolatilität, geografische Fragmentierung, Preisdruck und immer kürzere Zyklen lassen traditionelle Modelle überholt erscheinen“, erklärt François Gonnot, Product Marketing Director bei Lectra. „Mit dieser neuen Version von Retviews verfolgen wir ein klares Ziel: Daten in einen nachhaltigen strategischen Vorteil zu verwandeln, indem wir Marken die Mittel an die Hand geben, ihr Wachstum präzise zu steuern, ohne dabei jemals ihren Markenwert zu beeinträchtigen.“

28.04.2026

Temu und Shein kosten deutsche Wirtschaft 2,4 Milliarden Euro im Jahr

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

„Die Lage ist eindeutig. Die Politik hat bei dem Thema trotz großer Versprechungen noch immer nicht geliefert. Temu und Shein halten sich oft nicht an die rechtlichen und regulatorischen Vorgaben, liefern unsichere Ware in unseren Markt, die mitunter gesundheitsgefährdend ist, und bringen viele heimische Händler an den Rand des Ruins. Denn anders als Temu und Shein werden die hiesigen Händler streng kontrolliert und halten sich an alle Gesetze und Steuersätze“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Missstände hinterlassen deutliche Spuren: Insgesamt entgehen Bund, Ländern und Kommunen durch Temu und Shein nach der aktuellen Studie 429 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Darüber hinaus fallen durch den unfairen Wettbewerb über 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland weg, davon 28.300 Arbeitsplätze allein im Einzelhandel.

„Die aktuellen Daten machen die Dramatik der Lage deutlich: Die massenhaften Regelverstöße von Temu und Shein schädigen den Einzelhandel und die gesamte deutsche Wirtschaft in großem Umfang. Wenn die Politik nach Jahren des Zuschauens hier nicht endlich massiv und spürbar tätig wird, dann sehe ich schwarz für den Standort Deutschland. Wenn sonst nichts hilft, muss bei solch massiven Regelverstößen der Stecker gezogen werden. Wettbewerb ist gut, aber er muss fair sein“, so von Preen weiter. Zudem fordert der HDE den Zoll auf, ähnlich wie in Frankreich bei der Einfuhr der Pakete mit massiven Schwerpunktkontrollen deutliche Signale zu setzen und den Kontrolldruck zu erhöhen. Darüber hinaus erneuert der Verband seine Forderung, dass jeder Händler und jede Plattform aus Drittstaaten einen solventen und in der Praxis erreichbaren Repräsentanten innerhalb der EU haben muss, damit bei Verstößen Sanktionen durchgesetzt und rechtskonformes Verhalten sichergestellt werden kann.

Die repräsentative IW-Studie im Auftrag des HDE wurde unter 4.000 Befragten im Alter von 16-69 Jahren durchgeführt. Der Zeitraum der Bevölkerungsbefragung lag im Februar 2026.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland