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1. Mr. Saleem Akhtar (CFO) Alujain Corporation 2. Mr. Rajesh Kumar (Sr. Projects Manager) NATPET 3. Eng. Mohammad Barad’i (General Manager ) NATPET Downstream 4. Eng. Mohammed Al-Shamrani (VP of Conversion Chemicals) NIDC 5. Mr. Naif Alkhaldi (General Manager of Conversion Industry ) MISA 6. Mr. Pieter Vanoosthuyse (Director Strategy & Business Development) Beaulieu 7. His Excellency Eng. Khalil Bin Salamah (Vice Minister for Industrial Affairs) MIM 8. Mr. Jean-Baptiste De Ruyck (Chief Executive Officer) Be © Beaulieu International Group
1. Mr. Saleem Akhtar (CFO) Alujain Corporation 2. Mr. Rajesh Kumar (Sr. Projects Manager) NATPET 3. Eng. Mohammad Barad’i (General Manager ) NATPET Downstream 4. Eng. Mohammed Al-Shamrani (VP of Conversion Chemicals) NIDC 5. Mr. Naif Alkhaldi (General Manager of Conversion Industry ) MISA 6. Mr. Pieter Vanoosthuyse (Director Strategy & Business Development) Beaulieu 7. His Excellency Eng. Khalil Bin Salamah (Vice Minister for Industrial Affairs) MIM 8. Mr. Jean-Baptiste De Ruyck (Chief Executive Officer) Beaulieu 9. His Excellency Pascal H. Grégoire (Ambassador) Embassy of the Kingdom of Belgium in Riyadh 10. Eng. Khalid Al Dawood (Chief Executive Officer) Alujain Corporation 11. Mr. Saleh Alsolami(Chief Executive Officer) NIDC 12. Mr. Abdulaziz Al-Ahmadi‏ (Deputy Minister for Industrial Development )MIM 13. Eng. Ahmed Bin Eid (EVP, Chemicals) NIDC 14. Mr. Habib Al Harbi (Director of Conversion Chemical) NIDC 15. Mr. Wim van Cauteren (Trade & Investment Commissioner) Belgian Embassy Riyadh
26.02.2026

Joint Venture zur lokalen Produktion von synthetischen Fasern und Vliesstoffen in Saudi-Arabien

Alujain Corporation und Beaulieu International Group haben ein Memorandum of Understanding (MoU) – eine Absichtserklärung für ein geplantes strategisches Joint Venture im Königreich Saudi-Arabien unterzeichnet. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein in der industriellen Entwicklungsagenda des Landes dar. Die Partnerschaft, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vereint die etablierte regionale Fertigungsplattform von Alujain Corporation mit modernen Polymeren und Beaulieus anerkannter Expertise im Bereich Synthetische Fasern und Vliesstoffe.

Ausweitung der lokalen Produktion in Yanbu
Das Joint Venture wird sich auf die Erweiterung der bestehenden GEONATPET‑Aktivitäten von Alujain Corporation in Yanbu konzentrieren.

Alujain Corporation und Beaulieu International Group haben ein Memorandum of Understanding (MoU) – eine Absichtserklärung für ein geplantes strategisches Joint Venture im Königreich Saudi-Arabien unterzeichnet. Dies stellt einen bedeutenden Meilenstein in der industriellen Entwicklungsagenda des Landes dar. Die Partnerschaft, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, vereint die etablierte regionale Fertigungsplattform von Alujain Corporation mit modernen Polymeren und Beaulieus anerkannter Expertise im Bereich Synthetische Fasern und Vliesstoffe.

Ausweitung der lokalen Produktion in Yanbu
Das Joint Venture wird sich auf die Erweiterung der bestehenden GEONATPET‑Aktivitäten von Alujain Corporation in Yanbu konzentrieren.

Jean-Baptiste De Ruyck, CEO von Beaulieu, kommentierte die geplante Partnerschaft wie folgt: "Diese strategische Investition unterstreicht Beaulieus langfristiges Engagement, unsere Kernkompetenzen auszubauen und zu stärken, während wir eine wirklich globale Produktionsplattform entwickeln. Durch dieses Joint Venture mit Alujain Corporation freuen wir uns, unsere fortschrittlichen Technologien, unser operatives Know-how und unsere globale Markterfahrung in Faserbereich in das Königreich Saudi-Arabien einzubringen. Durch die Kombination von erstklassigen Produktionsanlagen, hochmodernen Maschinen und hochqualifizierten Teams möchten wir unseren Kunden weltweit eine höhere Effizienz, gesteigerte Zuverlässigkeit und langfristigen Mehrwert bieten."

Darüber hinaus wird der durch das Joint Venture geschaffene erweiterte globale operative Fasern Footprint die Resilienz der Lieferkette und die Zuverlässigkeit der weltweiten Lieferungen weiter stärken.

Mr. Khalid Al Dawood, CEO von Alujain, erklärte: "Diese Partnerschaft stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Downstream-Wachstumsstrategie von Alujain Corporation dar und entspricht unserem Ziel, fortschrittliche Geosynthetics‑Lösungen für große Infrastrukturprojekte anzubieten. In Zusammenarbeit mit Beaulieu werden wir die Lokalisierung fortschrittlicher Materialien beschleunigen, die für Infrastruktur‑, Bau‑ und Umweltanwendungen von zentraler Bedeutung sind. Gleichzeitig unterstützen wir das Königreich bei der Umsetzung seiner Vision‑2030‑Ziele und tragen zur Stärkung der Exportfähigkeit des Königreichs auf globalen Märkten bei."

Die geplante Partnerschaft spiegelt das gemeinsame Engagement von Alujain Corporation und Beaulieu wider, die industrielle Lokalisierung voranzutreiben, den Technologietransfer zu fördern und das Königreich Saudi-Arabien als führenden Hub für die Produktion von synthetischen Fasern und Vliesstoffen zu positionieren.

Quelle:

Beaulieu International Group

(c) Messe Frankfurt, Fedra
23.02.2026

Mehr als 1.500 Aussteller: Techtextil 2026 wächst in Zukunftsfeldern

Die Techtextil wächst weiter: Mehr als 1.500 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren sich vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main. Über 120 davon sind Neuaussteller. Parallel läuft die Texprocess, die mit rund 200 Ausstellern trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil bleibt. 

Mit über 1.500 Ausstellern aus 49 Ländern, davon mehr als 120 Neukunden sowie 16 starken Länderpavillons unter anderem aus Frankreich, Korea und der Schweiz macht die Techtextil Frankfurt erneut zum zentralen Treffpunkt für technische Textilien und Nonwovens. Erstmals präsentieren sich auch die Niederlande und Tunesien mit eigenen Länderpavillons. Die Leitmesse verzeichnet Zuwächse aus europäischen und interkontinentalen Märkten den Niederlanden, Portugal und Indien. Hinzu kommen Neuaussteller aus Australien, Kolumbien, Nigeria, Ungarn und Uruguay. In Zeiten von Rezession, Zolldruck und geopolitischen Spannungen treffen sich auf der Techtextil Entscheider*innen aus verschiedenen Industrien, um neue Märkte zu erschließen, Partner*innen zu finden und Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Die Techtextil wächst weiter: Mehr als 1.500 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren sich vom 21. bis 24. April 2026 in Frankfurt am Main. Über 120 davon sind Neuaussteller. Parallel läuft die Texprocess, die mit rund 200 Ausstellern trotz herausfordernder Marktbedingungen stabil bleibt. 

Mit über 1.500 Ausstellern aus 49 Ländern, davon mehr als 120 Neukunden sowie 16 starken Länderpavillons unter anderem aus Frankreich, Korea und der Schweiz macht die Techtextil Frankfurt erneut zum zentralen Treffpunkt für technische Textilien und Nonwovens. Erstmals präsentieren sich auch die Niederlande und Tunesien mit eigenen Länderpavillons. Die Leitmesse verzeichnet Zuwächse aus europäischen und interkontinentalen Märkten den Niederlanden, Portugal und Indien. Hinzu kommen Neuaussteller aus Australien, Kolumbien, Nigeria, Ungarn und Uruguay. In Zeiten von Rezession, Zolldruck und geopolitischen Spannungen treffen sich auf der Techtextil Entscheider*innen aus verschiedenen Industrien, um neue Märkte zu erschließen, Partner*innen zu finden und Anwendungen schneller in die Praxis zu bringen.

Performance Apparel Textiles: verdoppelte Fläche in Halle 9.0
Ob Schutz, Thermoregulierung, Isolation oder Kühlung: Performance-Materialien müssen in Extremsituationen höchste Leistung erbringen – in Workwear, Schutz- und Militärbekleidung ebenso wie in Outdoor und Sport. Der Bereich Performance Apparel Textiles (Halle 9.0) verdoppelt sich 2026 und versammelt rund 130 Aussteller aus 13 Ländern, darunter rund 30 Neuaussteller. Ein Highlight ist die Live-Präsentation „Performance Apparels on Stage“: Das Areal präsentiert funktionale Endprodukte und Wearables in der Anwendung – basierend auf Materialien der ausstellenden Unternehmen.

Top-Aussteller sind Concordia Textiles (Belgien), Getzner Textil (Österreich), Kermel (Frankreich), Klopman International (Italien), Lenard (Spanien), Noble Biomaterials (USA), Outlast sowie Prym Fashion (Deutschland), Textil Santanderina (Spanien) oder YKK Europe Limited Germany Branch (Großbritannien).

Neuaussteller sind DuPont de Nemours International Sàrl (Schweiz), Francis Dinsmore (Großbritannien), Heliotextil (Portugal), Khosla High Performance Textile (Indien), Osmar Buckle (Taiwan), Paskal Zipper And Fasteners (Israel), PPH Polexim (Polen), RTS Textiles sowie Stretchline (Großbritannien), Technitiger (Spanien) und Xinke Protective (Niederlande).

Nature Performance: nachhaltige Materiallösungen
Kundenseitige Anforderungen und regulatorische Vorgaben beeinflussen die Materialwahl. Gleichzeitig müssen Funktionalität, Qualität und Leistungsfähigkeit gewährleistet bleiben. Die Techtextil hebt unter dem Special Interest Nature Performance Aussteller hervor, die entsprechende Materialien und Lösungen anbieten. Das Signet Nature Performance ist direkt am Messestand sichtbar. Zusätzlich können Besucher*innen in der Online-Ausstellersuche gezielt nach diesem Merkmal filtern und sich entsprechende Anbieter anzeigen lassen.

In Halle 9.1 zeigen Barnet Europe sowie CORDENKA (Deutschland), Kanpur Plastikpack (Indien) und Longcell Europe (Deutschland) Fasern aus natürlichen Polymeren sowie biobasierte Fasern. Entsprechende Fasern präsentieren Calloni (Italien) und Senbis Polymer Innovations (Niederlande) in Halle 9.0.

Ebenfalls in Halle 9.1 sind Fiacao da Graca (Portugal) mit Garnen aus organischen Naturfasern und Gülipek Kumas (Türkei), Inovafil Fiacao (Portugal) sowie Karafiber (Türkei) mit Garnen aus Naturfasern vertreten. Belchem (Deutschland) ergänzt das Angebot um anorganische Naturfasern.

Textile Chemicals & Dyes: erstmals als eigenes Produktsegment gebündelt
Die Techtextil konzentriert Textile Chemicals & Dyes 2026 in Halle 9.0 erstmals in einem separaten Produktsegment und reagiert so auf die steigende Nachfrage der Anwender*innen sowie den Wunsch der Anbieter*innen nach einer klaren, gebündelten Plattform.

Textile Chemicals & Dyes liegen in direkter Nachbarschaft zu Fasern, Garnen und Performance Apparel Textiles. Das Segment ist relevant für Anwendungen von Outdoor- und Schutzbekleidung über Industrie und Automobil bis hin zu Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Filtration und Bau. 

Vertreten sind unter anderem Archroma (Schweiz), CHT (Deutschland), CTF2000 (Belgien), EMS-Chemie (Schweiz), Icap - Sira Chemicals and Polymers und IMA (Italien), Interplast Kimya Sanayi Ve Ticaret (Türkei), Livinguard (Schweiz), Novotex (Italien), Rudolf und Schill+Seilacher (Deutschland), Sarex Chemicals (Indien), Schmits Chemical und Tanatex Chemicals (Niederlande).

Quelle:

Messe Frankfurt

Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Foto Barmag
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt.
19.02.2026

High Performance Garne für den Automobilbau von morgen

Auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt (21.–24. April) präsentiert Barmag auf dem VDMA-Gemeinschaftsstand umfassende Lösungen für die Herstellung technischer Filamentgarne. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, die im Automobilbau für mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Effizienz sorgen.

Hochleistungsfilamentgarne für maximale Fahrzeugsicherheit
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Für Airbag Anwendungen kommen überwiegend Polyamid- sowie zunehmend Polyesterfilamentgarne zum Einsatz. Barmag bietet hierfür besonders energieeffiziente und produktive Technologien, die stabile Prozesse und konstant hohe Garnqualität ermöglichen. „Unsere Lösungen erfüllen weltweit alle anspruchsvollen Standards für Airbaggarne – und das über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs hinweg, unabhängig von Klima oder Einsatzbedingungen“, betont Dr. Jen Supra, Technologiemanager Technisch Garn bei Barmag.

Auf der diesjährigen Techtextil in Frankfurt (21.–24. April) präsentiert Barmag auf dem VDMA-Gemeinschaftsstand umfassende Lösungen für die Herstellung technischer Filamentgarne. Im Mittelpunkt stehen Anwendungen, die im Automobilbau für mehr Sicherheit, Langlebigkeit und Effizienz sorgen.

Hochleistungsfilamentgarne für maximale Fahrzeugsicherheit
Moderne Fahrzeuge enthalten heute im Durchschnitt 30 bis 35 Kilogramm technischer Garne – ein Großteil davon wird für sicherheitsrelevante Komponenten wie Airbags oder Sicherheitsgurte eingesetzt. Für Airbag Anwendungen kommen überwiegend Polyamid- sowie zunehmend Polyesterfilamentgarne zum Einsatz. Barmag bietet hierfür besonders energieeffiziente und produktive Technologien, die stabile Prozesse und konstant hohe Garnqualität ermöglichen. „Unsere Lösungen erfüllen weltweit alle anspruchsvollen Standards für Airbaggarne – und das über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs hinweg, unabhängig von Klima oder Einsatzbedingungen“, betont Dr. Jen Supra, Technologiemanager Technisch Garn bei Barmag.

Sicherheitsgurte: Präzision im High Tenacity Garnprozess
Auch Sicherheitsgurte setzen auf die Leistungsfähigkeit technischer Filamentgarne. Ein einziger Gurt besteht aus rund 300 HT-Filamentgarnen, deren hochfeste Einzelfilamente enorme Zugkräfte von über 3 Tonnen aufnehmen können – und sich gleichzeitig im Ernstfall kontrolliert dehnen müssen. Die patentierte Single Filament Layer Technologie von Barmag ermöglicht hier einen schonenden, hochpräzisen Prozess zur Herstellung von High-Tenacity (HT) Garnen für maximale Sicherheit.

Technische Garne für stabile Straßen – Geotextilien im Unterbau
Auch außerhalb des Fahrzeugs, etwa im Straßenbau, beweisen technische Garne ihre Leistungsfähigkeit. Für Geotextilien – etwa Geogitter unter Asphalt – werden Garne mit extrem hohen Titern bis 24.000 Denier benötigt. Anlagen von Barmag produzieren hierfür effizient drei Filamentgarne mit je 6.000 Denier, die sich kostengünstig zu einem höheren Titer zusammenfassen lassen.

Komplementär dazu liefert die Barmag Produktmarke Neumag Spinnvliestechnologien für Geotextilien aus Polyester oder Polypropylen, die durch hohe Produktionskapazitäten bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch überzeugen.

Neumags PP Inline-Technologie übertrifft marktüblichen Standard für Geotextil Anwendungen 
In der Stapelfaserproduktion setzt Barmag mit dem Neumag PP Inline-Konzept neue Maßstäbe bei Geotextilanwendungen. Die verbesserte Technologie ist geeignet für Festigkeiten höher als 6 cN/dtex bei gleichzeitig hoher Restdehnung. Damit übertreffen die Fasern die in diesem Anwendungsbereich bislang etablierten Parameter deutlich. Eine erste Produktionsanlage ausgestattet mit dem neuen Spinnereikonzept ging bereits vor kurzem bei einem namhaften Stapelfaserproduzenten im asiatischen Raum in Betrieb.  

Bestandteil des Konzepts ist die im vergangenen Jahr eingeführte EvoDuct Luftführung; sie sorgt für eine effizientere Luftstromverteilung, reduziert den Energieverbrauch und verbessert die Faserhomogenität. Die optimierte Monomer- und Heißluftabsaugung EvE 2, eine weitere Neumag Entwicklung, minimiert Turbulenzen und steigert zugleich die Spinnleistung.

Die Gewinner mit Urkunde (von links nach rechts: Maximilian Mohr, ITA-Institutsleiter Professor Dr. Thomas Gries, Dr. Sascha Schriever, Dr. Christian Schwotzer, Dr. Jens Hofer) Copyright: RWTH Innovation GmbH
Die Gewinner mit Urkunde (von links nach rechts: Maximilian Mohr, ITA-Institutsleiter Professor Dr. Thomas Gries, Dr. Sascha Schriever, Dr. Christian Schwotzer, Dr. Jens Hofer)
12.02.2026

Solid Air Dynamics gewinnt zweiten Platz beim RWTH Innovation Award

Das RWTH-Spin-Off Solid Air Dynamics wurde am 30. Januar mit dem zweiten Platz des RWTH Innovation Awards für seine Forschung im Bereich Aerogelfasern ausgezeichnet. Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Aerogelfasern besitzen eine überragende thermische Isolation, sind extrem leicht und vollständig biologisch abbaubar und können zu über 90 Prozent aus Luft bestehen.

Die Gründer Dr. Sascha Schriever, Dr. Jens Hofer und Maximilian Mohr vom Institut für Textiltechnik (ITA) sowie Dr. Christian Schwotzer vom Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen University wollen zukünftig mit ihren Hochleistungsmaterialien den Markt für Sport- und Outdoorbekleidung oder den Mobilitäts- und Baubereich revolutionieren.

Die Preisverleihung fand während der jährlichen RWTHtransparent-Veranstaltung in Aachen statt. Insgesamt wurden die ersten drei Plätze mit dem RWTH Innovation Award prämiert. Der RWTH Innovation Award zeichnet Beiträge mit besonderer Innovations- und Strahlkraft in der Region Aachen aus.

Das RWTH-Spin-Off Solid Air Dynamics wurde am 30. Januar mit dem zweiten Platz des RWTH Innovation Awards für seine Forschung im Bereich Aerogelfasern ausgezeichnet. Die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Aerogelfasern besitzen eine überragende thermische Isolation, sind extrem leicht und vollständig biologisch abbaubar und können zu über 90 Prozent aus Luft bestehen.

Die Gründer Dr. Sascha Schriever, Dr. Jens Hofer und Maximilian Mohr vom Institut für Textiltechnik (ITA) sowie Dr. Christian Schwotzer vom Institut für Industrieofenbau und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen University wollen zukünftig mit ihren Hochleistungsmaterialien den Markt für Sport- und Outdoorbekleidung oder den Mobilitäts- und Baubereich revolutionieren.

Die Preisverleihung fand während der jährlichen RWTHtransparent-Veranstaltung in Aachen statt. Insgesamt wurden die ersten drei Plätze mit dem RWTH Innovation Award prämiert. Der RWTH Innovation Award zeichnet Beiträge mit besonderer Innovations- und Strahlkraft in der Region Aachen aus.

Kreislaufwirtschafts-Forum zu Verbundmaterialien Foto AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V.
10.02.2026

Erfolgreiche Premiere: Kreislaufwirtschafts-Forum zu Verbundmaterialien

Erstmals hat am 3. Februar 2026 ein Kreislaufwirtschafts-Forum zum Thema „Verbundmaterialien und Composites – Textilien im Second Life“ stattgefunden. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation von der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe und dem Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Fast 40 Vertreter aus Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände sowie Experten aus der Wertschöpfung folgten der Einladung nach Münster, um sich über die jeweils spezifischen Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze auszutauschen. In 8 Fachvorträgen informierten Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen über Materialspezifika, Anwendungsbereiche, Recyclingmöglichkeiten und mögliche zukünftige Ansatzpunkte – z. B. über das Produktdesign  – für das Second Life technischer Textilien und Composites.

Über allem stand das Ziel der Wertschöpfung und -erhalts im Kontext der Kreislaufwirtschaft mit seinen R-Strategien und die Erkenntnis, dass Kooperationen dabei notwendig und vorteilhaft sind.

Erstmals hat am 3. Februar 2026 ein Kreislaufwirtschafts-Forum zum Thema „Verbundmaterialien und Composites – Textilien im Second Life“ stattgefunden. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation von der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe und dem Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Fast 40 Vertreter aus Mitgliedsunternehmen der beiden Verbände sowie Experten aus der Wertschöpfung folgten der Einladung nach Münster, um sich über die jeweils spezifischen Herausforderungen, aber auch Lösungsansätze auszutauschen. In 8 Fachvorträgen informierten Expert:innen aus den jeweiligen Bereichen über Materialspezifika, Anwendungsbereiche, Recyclingmöglichkeiten und mögliche zukünftige Ansatzpunkte – z. B. über das Produktdesign  – für das Second Life technischer Textilien und Composites.

Über allem stand das Ziel der Wertschöpfung und -erhalts im Kontext der Kreislaufwirtschaft mit seinen R-Strategien und die Erkenntnis, dass Kooperationen dabei notwendig und vorteilhaft sind.

Der zweite Fokus der Veranstaltung lag auf den verbandsübergreifenden Netzwerken und dem Knüpfen neuer Kontakte. Die Diskussionen zeigten Unterschiede, aber auch vielfältige Möglichkeiten zur zukünftigen Zusammenarbeit und zur Erarbeitung neuer Lösungsmöglichkeiten, auch über die jeweiligen Branchen hinaus.

Die Teilnehmenden waren sich einig über den Mehrwert des neuen Formates und sich eröffnende Handlungsperspektiven, sodass für die Zukunft eine Fortführung der Zusammenarbeit und des Veranstaltungskonzeptes geplant ist.

Quelle:

AVK - Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e. V.

07.02.2026

Frontkofferraumlösung auf Polyesterbasis für BEVs

Autoneum, weltweit führender Anbieter von Akustik- und Wärmemanagement-Lösungen für die Automobilindustrie, hat eine innovative Frontkofferraumlösung für batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) entwickelt, die vollständig aus polyesterbasiertem Textil besteht. Der Ultra-Silent Frunk bietet eine erhebliche Gewichtsreduzierung, eine verbesserte Schall- und Wärmeisolierung und besteht aus bis zu 70 Prozent recyceltem Material. Damit wird ein nachhaltiges und effizientes Fahrzeugdesign ebenso unterstützt wie das Bestreben der Automobilhersteller, ihren CO2-Fussabdruck weiter zu reduzieren. Für den neuen Frunk hat Autoneum bereits Aufträge von drei grossen OEMs in Asien und Europa erhalten, wo er in drei BEV-Modellen verbaut werden soll. Für zwei BEVs startete die Serienproduktion in China und Deutschland schon im vergangenen Jahr. 

Autoneum, weltweit führender Anbieter von Akustik- und Wärmemanagement-Lösungen für die Automobilindustrie, hat eine innovative Frontkofferraumlösung für batterieelektrische Fahrzeuge (BEVs) entwickelt, die vollständig aus polyesterbasiertem Textil besteht. Der Ultra-Silent Frunk bietet eine erhebliche Gewichtsreduzierung, eine verbesserte Schall- und Wärmeisolierung und besteht aus bis zu 70 Prozent recyceltem Material. Damit wird ein nachhaltiges und effizientes Fahrzeugdesign ebenso unterstützt wie das Bestreben der Automobilhersteller, ihren CO2-Fussabdruck weiter zu reduzieren. Für den neuen Frunk hat Autoneum bereits Aufträge von drei grossen OEMs in Asien und Europa erhalten, wo er in drei BEV-Modellen verbaut werden soll. Für zwei BEVs startete die Serienproduktion in China und Deutschland schon im vergangenen Jahr. 

Der weltweite Markt für BEVs wächst dynamisch. Mit der steigenden Nachfrage schreitet auch die technische Entwicklung von BEVs rasch voran. Im vorderen Fahrzeugbereich entsteht beispielsweise durch den Wegfall des Verbrennungsmotors zusätzlicher Stauraum unter der Motorhaube. Für diesen vorderen Kofferraum, auch als Frunk bekannt, hat Autoneum ein Produkt entwickelt, das zu 100 Prozent auf Polyesterfasern basiert. Die Komponente ist auf hohe Nachhaltigkeit ausgelegt und vereint geringes Gewicht, hohe mechanische Robustheit sowie hervorragende akustische und thermische Eigenschaften in einem funktional integrierten Design. 

Starkes Kundeninteresse und erfolgreiche Serienproduktion 
„Mit dem innovativen Frunk aus unserer umweltfreundlichen Polyester-Textiltechnologie Ultra Silent unterstützen wir Automobilhersteller bei ihrem Ziel, den CO₂-Fussabdruck ihrer Produkte durch die Integration nachhaltiger und leichter Komponenten zu minimieren“, erklärt Cyro Rovath, Global Product Manager Exterior bei Autoneum. „Bis heute haben wir bereits vier Aufträge von drei grossen OEMs in Europa und Asien für unseren Ultra-Silent-Frunk erhalten, der in drei BEV-Modellen verbaut werden soll. Für zwei dieser BEVs läuft die erfolgreiche Serienproduktion in China und Deutschland schon seit 2025, und die Produktion für zwei weitere, in China gefertigte Fahrzeuge startet in wenigen Monaten.“ 

Im Vergleich zu herkömmlichen Frunk-Systemen, die aus mehreren massiven Kunststoffteilen bestehen und eine komplexe Montage erfordern, ist der Ultra-Silent Frunk von Autoneum als einzelne, leichte Monomaterial-Komponente konstruiert, die an die technischen und ästhetischen Anforderungen der Automobilhersteller angepasst werden kann. Durch die wegfallenden Einzelkomponenten werden Fertigungs- und Montageprozesse optimiert und gleichzeitig Gewichtsreduzierungen von über 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Lösungen erzielt. Je nach Geometrie, Anzahl der Komponenten und Teilegrösse führt dies zu Einsparungen von bis zu 5 Kilogramm. 

Abfallfreie Produktion und vollständige Recyclingfähigkeit 
Darüber hinaus besteht der Ultra-Silent Frunk bis zu 70 Prozent aus recyceltem Material, wodurch die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu spritzgegossenen Frunks um bis zu 50 Prozent verringert werden. Seine abfallfreie Produktion und vollständige Recyclingfähigkeit am Ende der Lebensdauer unterstützen den Wandel der Fahrzeugindustrie hin zu einer Kreislaufwirtschaft. 

Der textile Frunk verbessert auch die akustische und thermische Leistung erheblich. Sein hochgradig schallabsorbierendes Ultra-Silent-Material trägt dazu bei, Geräusche sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Fahrzeugs zu reduzieren. Darüber hinaus schützt die hervorragende Wärmedämmung temperaturempfindliche Gegenstände, die im Frunk aufbewahrt werden. Tests unter kontrollierten Bedingungen zeigen, dass Eis, das in den Ultra-Silent-Frunk gelegt wurde, bei einer Umgebungstemperatur von 30°C bis zu 28 Stunden lang gefroren blieb und damit herkömmliche Kunststoffalternativen deutlich übertraf. Darüber hinaus haben Simulationen das Potenzial des Ultra-Silent-Frunks gezeigt, den Fussgängerschutz und die passive Sicherheit aufgrund seiner im Vergleich zu spritzgegossenen Kunststofflösungen höheren Plastizität zu verbessern. 

Das innovative Frunk-Design von Autoneum kombiniert funktionale Leichtbauweise mit akustischer und thermischer Effizienz unter Verwendung nachhaltiger Materialien. Auf diese Weise trägt Autoneum einmal mehr dazu bei, umweltfreundliche und zukunftsorientierte Lösungen für die Automobilindustrie zu schaffen.

05.02.2026

Plant not Plastic – Mikroplastik als wachsende Bedrohung?

Die 38. International Cotton Conference Bremen, die vom 25. bis 27. März 2026 im Bremer Parlament stattfindet, bringt wieder Referentinnen und Referenten aus Forschung, Technologie und Wirtschaft zusammen, um die zentralen Herausforderungen des globalen Baumwollsektors zu diskutieren. In diesem Jahr widmet sich das Programm zudem einem besonders dringlichen und sensiblen Thema: der Mikroplastikverschmutzung.

Mikroplastik im menschlichen Gehirn nachgewiesen
Die Verunreinigung durch Mikroplastik ist derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen – sowohl in Industriekreisen als auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Zentrale Fragen stehen dabei im Fokus: Wo kommt Mikroplastik in der Umwelt vor, stellt es ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar? Und was sind die wichtigsten Quellen?

Die 38. International Cotton Conference Bremen, die vom 25. bis 27. März 2026 im Bremer Parlament stattfindet, bringt wieder Referentinnen und Referenten aus Forschung, Technologie und Wirtschaft zusammen, um die zentralen Herausforderungen des globalen Baumwollsektors zu diskutieren. In diesem Jahr widmet sich das Programm zudem einem besonders dringlichen und sensiblen Thema: der Mikroplastikverschmutzung.

Mikroplastik im menschlichen Gehirn nachgewiesen
Die Verunreinigung durch Mikroplastik ist derzeit Gegenstand intensiver Diskussionen – sowohl in Industriekreisen als auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Zentrale Fragen stehen dabei im Fokus: Wo kommt Mikroplastik in der Umwelt vor, stellt es ein Risiko für die menschliche Gesundheit dar? Und was sind die wichtigsten Quellen?

Eine aktuelle Umfrage von Cotton Incorporated zeigt erhebliche Wissenslücken bei Verbraucherinnen und Verbrauchern in Bezug auf Mikroplastikverschmutzung – insbesondere hinsichtlich der Rolle alltäglicher Kleidung als bedeutende Quelle. Obwohl das Thema zunehmend Besorgnis und Unbehagen auslöst, fühlen sich viele Menschen unsicher, welche konkreten Maßnahmen sie ergreifen können, um ihre Belastung zu verringern. Jüngste Studien berichten über das Vorkommen von Mikroplastik im menschlichen Körper.

„Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen, dass winzige Plastikfasern aus Kleidung in Nahrung, Wasser und sogar in unsere Organe gelangen können, wird das Thema sehr persönlich“, erklärt Marjory Walker, Vice President, Council Operations, NCC. Als Reaktion auf diese Erkenntnisse hat der NCC die neue Aufklärungskampagne „Plant Not Plastic“ ins Leben gerufen.

Aktueller Stand in Bremen vorgestellt
Auf der Bremer Baumwollkonferenz wird Plant Not Plastic nun eine zentrale Rolle im Konferenzprogramm einnehmen. Unmittelbar nach den Keynote-Vorträgen am Mittwoch, den 25. März 2026, wird Marjory Walker vom National Cotton Council gemeinsam mit Dr. Jesse Daystar von Cotton Incorporated sowie Dr. Richard Venditti von der North Carolina State University den aktuellen Stand der Entwicklungen präsentieren und diskutieren.

Quelle:

Bremer Baumwollbörse

Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE auf der Circular Valley Convention in Düsseldorf © Fraunhofer CCPE
Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE auf der Circular Valley Convention in Düsseldorf
05.02.2026

Fraunhofer CCPE auf der Circular Valley Convention 2026

Das Fraunhofer CCPE präsentiert auf der Circular Valley Convention 2026 vom 11. bis 12. März 2026 innovative Lösungen für die Transformation der Kunststoffwirtschaft. Im Fokus stehen der Monomaterial-Ansatz, fortschrittliche Recyclingtechnologien und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2025 geht die Circular Valley Convention (CVC) 2026 in die zweite Runde und bietet erneut eine Plattform, um die Zukunft der industriellen Kreislaufwirtschaft zu gestalten. Die Convention am 11. bis 12. März 2026 wird von der Circular Valley Stiftung in Kooperation mit der Messe Düsseldorf veranstaltet und erhält wissenschaftliche Begleitung durch Fraunhofer UMSICHT. Zielsetzung ist, Entscheidungsträger aus Unternehmen, Start-ups, Forschung, Politik und Gesellschaft zusammenzubringen, um den Fortschritt in der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und Synergien zu fördern.

Das Fraunhofer CCPE wird am 11. und 12. März 2026 in Düsseldorf, Areal Böhler, mit einer Vielzahl von Themen vertreten sein, die die Kunststoffwirtschaft nachhaltig verändern können.

Das Fraunhofer CCPE präsentiert auf der Circular Valley Convention 2026 vom 11. bis 12. März 2026 innovative Lösungen für die Transformation der Kunststoffwirtschaft. Im Fokus stehen der Monomaterial-Ansatz, fortschrittliche Recyclingtechnologien und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. 

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2025 geht die Circular Valley Convention (CVC) 2026 in die zweite Runde und bietet erneut eine Plattform, um die Zukunft der industriellen Kreislaufwirtschaft zu gestalten. Die Convention am 11. bis 12. März 2026 wird von der Circular Valley Stiftung in Kooperation mit der Messe Düsseldorf veranstaltet und erhält wissenschaftliche Begleitung durch Fraunhofer UMSICHT. Zielsetzung ist, Entscheidungsträger aus Unternehmen, Start-ups, Forschung, Politik und Gesellschaft zusammenzubringen, um den Fortschritt in der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und Synergien zu fördern.

Das Fraunhofer CCPE wird am 11. und 12. März 2026 in Düsseldorf, Areal Böhler, mit einer Vielzahl von Themen vertreten sein, die die Kunststoffwirtschaft nachhaltig verändern können.

Künstliche Intelligenz
Ein besonderes Highlight ist der Launch des Positionspapiers „Einsatz von KI in der Kunststoffwertschöpfung bis 2030“, das am 12. März 2026 im Rahmen einer Masterclass vorgestellt wird. Dieses Dokument spiegelt die Position unserer Expertinnen und Experten im Fraunhofer CCPE sowie in dem Forschungsprojekt „KI HuBs Kunststoffverpackung“, in dem Frauhofer UMSICHT, Fraunhofer LBF und Fraunhofer IVV Projektpartner waren, wider. Aus den Ergebnissen der Befragung sind eine Roadmap sowie Handlungsempfehlungen entstanden, wie Künstliche Intelligenz die Kunststoffindustrie revolutionieren kann. Am Fraunhofer-Messestand können Besucherinnen und Besucher mit „Prompting Visions“ ihre persönliche Vorstellung davon „prompten“, wie die Kunststoffwelt in fünf Jahren aussehen könnte. Aus wenigen Klicks und Schlagworten entstehen individuelle KI-Bilder, die überraschende Zukunftsszenarien sichtbar machen und zum Gespräch über Kreislaufwirtschaft und Innovation anregen.

Monomaterialien und Circular Design
Das Fraunhofer CCPE stellt sein Monomaterial-Design-Set vor, in dem der Monomaterial- mit dem Circular Design Ansatz verbunden wird. Ein aufmerksamkeitsstarkes Beispiel ist der Kindersitz-Demonstrator, ein modularer und reparierbarer Prototyp, der aus Bio-Kunststoffen gefertigt ist. Durch die Verwendung von Monomaterialien wird eine vollständige Recyclingfähigkeit gewährleistet, was die Entsorgung und Wiederverwertung erheblich vereinfacht. Der Circular Design-Ansatz fördert gleichzeitig die Langlebigkeit des Produkts, indem er modulare Komponenten und reparaturfreundliche Designs integriert. Ein weiteres Beispiel ist die zirkuläre Mehrweg-Transportbox, die eine neu gedachte Lösung für den Lebensmittelversand bietet. Diese Box besteht ebenfalls aus Monomaterial und erfüllt strenge Kühlkettenanforderungen. Ihre einfache Handhabung trägt dazu bei, den CO₂-Fußabdruck zu minimieren.

Recyclingtechnologien
Der CCPE-Recyclingkaskade liegt eine Kombination aus drei Fraunhofer-Recycling-Technologien zugrunde: das lösungsmittelbasierte Recycling, die Solvolyse und der iCycle® Prozess. Diese Technologien ermöglichen es, verschiedene Kunststoffe effizient zu recyceln und ihre Qualität zu sichern. Auf den Bühnen werden wir auch mit dem Thema „Chemical Recycling“ vertreten sein. Diese Technologie ergänzt die bestehenden Recyclingansätze und kann somit einen entscheidenden Beitrag zur Schließung von Materialkreisläufen leisten. Unsere Experten werden die neuesten Entwicklungen und Anwendungen in diesem Bereich vorstellen.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Image: Vitaly Kobzun, Pixabay
02.02.2026

Lenzing AG: Mehrheitseigentümerin von TreeToTextile AB, beschleunigte Industrialisierung neuer Fasern

Die Lenzing Gruppe übernimmt die kontrollierende Mehrheit am schwedischen Innovationsunternehmen TreeToTextile AB und stärkt so ihre Position als eine führende Anbieterin nachhaltiger, holzbasierter Spezialfasern. Gleichzeitig erweitert sie ihr Innovationsportfolio um eine hochskalierbare, patentgeschützte Technologieplattform. Die Transaktion wird durch die Ausgabe neuer Aktien umgesetzt. 

TreeToTextile steht für den nächsten großen technologischen Fortschritt in der cellulosischen Faserproduktion – nach der Entwicklung von Viscose Anfang des 20. Jahrhunderts und Lenzings eigener Lyocell Technologie in den 1990er Jahren. Das Verfahren bietet ein deutlich verbessertes Nachhaltigkeitsprofil, attraktive Kostenvorteile und eine breite Anwendbarkeit in Textil  und Vliesstoffmärkten. Mit der Mehrheitsübernahme unterstreicht Lenzing den Anspruch, die Premiumisierungsstrategie voranzutreiben und ihre führende Rolle im globalen Markt für Spezialfasern weiter auszubauen. 

Die Lenzing Gruppe übernimmt die kontrollierende Mehrheit am schwedischen Innovationsunternehmen TreeToTextile AB und stärkt so ihre Position als eine führende Anbieterin nachhaltiger, holzbasierter Spezialfasern. Gleichzeitig erweitert sie ihr Innovationsportfolio um eine hochskalierbare, patentgeschützte Technologieplattform. Die Transaktion wird durch die Ausgabe neuer Aktien umgesetzt. 

TreeToTextile steht für den nächsten großen technologischen Fortschritt in der cellulosischen Faserproduktion – nach der Entwicklung von Viscose Anfang des 20. Jahrhunderts und Lenzings eigener Lyocell Technologie in den 1990er Jahren. Das Verfahren bietet ein deutlich verbessertes Nachhaltigkeitsprofil, attraktive Kostenvorteile und eine breite Anwendbarkeit in Textil  und Vliesstoffmärkten. Mit der Mehrheitsübernahme unterstreicht Lenzing den Anspruch, die Premiumisierungsstrategie voranzutreiben und ihre führende Rolle im globalen Markt für Spezialfasern weiter auszubauen. 

„TreeToTextile zählt zu den weltweit fortschrittlichsten Next-Gen-Fasertechnologien und ist die vielversprechendste Entwicklung am Markt. Seit unserer Erstinvestition 2025 hat die Zusammenarbeit zwischen dem innovativen TreeToTextile-Team und Lenzings Faserexperten deutliche technologische Fortschritte ermöglicht. Wir stehen klar hinter dem gemeinsamen Scale up und der Kommerzialisierung. H&M Group, Inter IKEA Group und Stora Enso werden diesen Weg auch weiterhin als Minderheitsgesellschafter begleiten und wertvolle Markt  und Verbraucherperspektiven einbringen“, sagt Georg Kasperkovitz, COO der Lenzing Gruppe. Auch LSCS Invest bekräftigt mit seinem langjährigen Engagement seit der Gründung des Unternehmens und der fortgesetzten Aktionärsrolle das Vertrauen in die gemeinsame Technologieplattform. 

„Innovation im industriellen Maßstab erfordert Zeit, Fachwissen und starke Partnerschaften. Die Aufstockung der Beteiligung der Lenzing Gruppe ist eine klare Bestätigung unserer Technologie und unseres Ziels, ein wichtiger Akteur auf dem globalen Fasermarkt zu werden“, sagt Dr. Roxana Barbieru, CEO von TreeToTextile.

Die Transaktion ermöglicht eine beschleunigte Skalierung der neuen Technologie. Lenzing plant eine deutliche Steigerung des Produktionsausstoßes in der bestehenden Demonstrationsanlage in Nymölla, Schweden, sowie die Vorbereitung der ersten industriellen Großanlage. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen operative Synergien aus einer engeren Zusammenarbeit.

02.02.2026

Rieter vollzieht Akquisition von Barmag

Rieter hat die Akquisition von Barmag per 2. Februar 2026 erfolgreich vollzogen. Mit dieser strategisch wichtigen Übernahme wird Rieter zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern. 

Barmag wird ab dem 2. Februar 2026 konsolidiert und als „Man-Made Fiber“-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Georg Stausberg wird weiterhin die Division führen und an Thomas Oetterli, CEO von Rieter, berichten. Gleichzeitig wird er Mitglied der Konzernleitung. 

Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Darüber hinaus verfügt Rieter neben signifikanten Bargeldbeständen in den operativen Einheiten über eine deutlich aufgestockte revolvierende Kreditfazilität. 

Rieter hat die Akquisition von Barmag per 2. Februar 2026 erfolgreich vollzogen. Mit dieser strategisch wichtigen Übernahme wird Rieter zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern. 

Barmag wird ab dem 2. Februar 2026 konsolidiert und als „Man-Made Fiber“-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Georg Stausberg wird weiterhin die Division führen und an Thomas Oetterli, CEO von Rieter, berichten. Gleichzeitig wird er Mitglied der Konzernleitung. 

Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. Darüber hinaus verfügt Rieter neben signifikanten Bargeldbeständen in den operativen Einheiten über eine deutlich aufgestockte revolvierende Kreditfazilität. 

Thomas Oetterli, CEO von Rieter: „Barmag passt mit seinem Know-how bestens zu Rieter und wird das profitable Wachstum beschleunigen sowie unsere Marktführerschaft in der wichtigen Region Asien stärken. Das erworbene Filament Know-how wird dazu beitragen, unsere Kompetenzbereiche zu erweitern und Automatisierungs- sowie Digitalisierungslösungen weiter voranzutreiben. Dies ist der Auftakt für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft und stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie dar.“

Quelle:

Rieter Holding AG