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Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. Foto: SMIL/Schäfer
Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. (Foto: SMIL/Schäfer)
11.08.2026

KI-Modellprojekt für den Mittelstand

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit dem Projekt übernimmt die WHZ eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines regionalen, souveränen Datenraums für Südwestsachsen. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen den sicheren Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten zu ermöglichen und damit den Einsatz von KI-Anwendungen in der Praxis zu erleichtern. Die Hochschule bringt insbesondere ihre wissenschaftliche Expertise in den Bereichen Datenanalyse, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ein. Die Leitung des Vorhabens übernehmen seitens der WHZ Prof. Dr. Christoph Laroque sowie Prof. Dr. Tobias Teich.

Prof. Dr. Christoph Laroque: „Das Projekt und die Unterstützung des simul⁺InnovationHub geben uns die Möglichkeit, unsere Aktivitäten im Bereich der KI nachhaltig auszubauen und zu etablieren. Dafür sind wir dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung dankbar und blicken der gemeinsamen Arbeit mit Freude entgegen.“ 

Auch Prof. Dr. Tobias Teich betont die Chancen, welche das Projekt mit sich bringt: „Mit diesem Vorhaben greifen wir ein zentrales Zukunftsthema auf, das sowohl für die regionale Wirtschaft als auch für das Forschungsprofil unserer Hochschule von hoher Bedeutung ist. Gleichzeitig ergänzt und stärkt das Projekt unsere bestehenden Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz.“

Staatsministerin Regina Kraushaar unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die Regionalentwicklung: „In der Region Südwestsachsen steckt viel Innovationspotenzial – sowohl in den Unternehmen als auch in den Hochschulen. Beides noch enger zusammenzubringen und zu zeigen, wie Daten und Künstliche Intelligenz gerade kleinen und mittleren Unternehmen im Alltag helfen können, ist unser Ansatz in diesem Projekt, für das wir 150.000 Euro zur Verfügung stellen. Gut angelegtes Geld, das Wissenschaft und Mittelstand an konkrete Anwendungsfälle bringt und die Grundlagen schafft, um diese später auch für größere Vorhaben nutzen zu können. Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Projekt eine Brücke zur geplanten Bundesförderung aus dem BMDS bauen, die wir für dieses Jahr erwarten, und die den Transfer von KI aus der Forschung in marktwirksame Anwendungen deutlich beschleunigen soll. Die Vorarbeiten über das Modellprojekt sollen die Region in die Lage versetzen, sich zu bewerben, sobald ein entsprechender Projektaufruf erfolgt – damit aus der prototypischen Erprobung im Mittelstand etwas Größeres entstehen kann.“

Im Mittelpunkt des Projekts steht die prototypische Erprobung eines regionalen „Marktplatzes der Daten“. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen sollen dort testen, wie Daten sicher ausgetauscht und für KI-Anwendungen genutzt werden können. In mindestens vier Realexperimenten werden gemeinsam mit Unternehmen konkrete Anwendungsfälle entwickelt und erprobt. Dazu zählen unter anderem die automatisierte Dokumentenverarbeitung, bildgestützte Qualitätskontrolle oder intelligente Produktionsplanung.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts bündeln die Duale Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen und die WHZ Ihre KI-Kompetenzen sowie Ihre Netzwerke.
Das Projekt verfügt über ein Gesamtvolumen von 187.500 Euro bei einer Förderquote von 80 Prozent und ist auf sechs Monate angelegt.

Die Ergebnisse des Modellprojekts sollen in den laufenden Masterplanprozess für die Region Chemnitz/Südwestsachsen einfließen und Perspektiven für weitere Fördervorhaben im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Schlüsseltechnologien eröffnen.

Hintergrund
Das Projekt wird im Rahmen des simul⁺InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung gefördert. Der simul⁺InnovationHub unterstützt innovationsgestützte Regionalentwicklung in Sachsen und stärkt die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Kommunen und weiteren regionalen Akteuren.

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ

10.08.2026

Verpackung als Bürokratietreiber für Textilunternehmen

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Als Wirtschafts- und Arbeitgeberverband warnt Südwesttextil vor der erheblichen Belastung durch die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung.

Mit dem Anwendungsbeginn der europäischen Verpackungsverordnung am 12. August 2026 gelten auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie umfangreiche neue Vorgaben. Vom Versandkarton über Hängeetiketten bis hin zu Tragetaschen müssen Unternehmen ihre Prozesse anpassen und neue Kennzeichnungs-, Konformitäts- und Dokumentationspflichten umsetzen.

Südwesttextil kritisiert den damit verbundenen bürokratischen Aufwand deutlich. Während auf europäischer und nationaler Ebene Bürokratieentlastung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit angekündigt werden, schafft die Umsetzung der Verpackungsverordnung neue komplexe Pflichten und Rechtsunsicherheiten für Unternehmen.

Komplexe Rollenverteilung schafft Rechtsunsicherheit für Unternehmen
Eine zentrale Rechtsunsicherheit liegt bereits in der ersten unternehmerischen Hürde: der Rolleneinordnung. Lässt ein Unternehmen bspw. Verkaufsverpackungen von einem Dritten herstellen, gestaltet diese jedoch mit eigenem Logo oder Design, gilt es selbst als Erzeuger und muss den vollständigen Pflichtenumfang erfüllen. Bezieht er dieselbe Verpackung ohne Markenlogo „von der Stange“ treffen die Pflichten primär den Produzenten der Verpackung. Die Abgrenzung der verschiedenen Rollen ist in der Praxis häufig schwer nachvollziehbar und erhöht den Umsetzungsaufwand erheblich.

Der weniger als zwei Wochen vor Anwendungsbeginn veröffentlichte Fragen- und Antwortenkatalog beseitigt diese Unsicherheiten nur teilweise. So wurde z.B. die vorherige Annahme, dass bereits produzierte Verpackungen zum Stichtag mit der notwendigen Kennzeichnung nachgerüstet werden müssen, durch den Katalog zu spät revidiert, sodass dieser für Unternehmen keine Entlastung mehr bringt.

Auch die auf Erzeuger zukommenden Pflichten sind äußerst umfangreich – jeder individuelle Bestandteil der Verpackung, wie z.B. Etiketten, Kleiderbügel, Stecknadeln, Folien, Einlegepapiere, Versandkartons usw. muss künftig mit einer Typen-, Chargen- oder Seriennummer sowie Kontaktinformationen gekennzeichnet werden. Ab 2028 kommen einheitliche Sortierhinweise und Angaben zur Materialzusammensetzung hinzu. Ab 2030 gelten weitere Anforderungen an Rezyklatanteile, Recyclingfähigkeit sowie den ungenutzten Raum von Versand- und Umverpackungen.

Unabhängig von der Rolle gelten diverse Verpackungen zudem als systembeteiligungspflichtig – die Inverkehrbringer müssen sich registrieren und einen Bevollmächtigten benennen. Da es EU-weit kein einheitliches Registrierungssystem gibt, muss dieses für jedes Land einzeln erfolgen. Alleine dies stellt für kleine und mittelständische Unternehmen einen erheblichen Aufwand dar. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner kritisiert: „Die Umsetzung der Verpackungsverordnung ist das neueste Beispiel für überbordende Bürokratie fernab jeglicher Praxis: komplexe Rollenzuordnungen, unverhältnismäßige Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten und ein regulatorischer Flickenteppich bei der Registrierung. Ein Binnenmarkt, der sich insbesondere für kleinere Unternehmen nicht mehr rechnet, führt seinen eigenen Anspruch ad absurdum. Mit den politischen Versprechen von Bürokratieabbau und mehr Wettbewerbsfähigkeit hat das nichts zu tun.“

Systembeteiligungspflicht für Etiketten und Kleiderbügel auf den Prüfstand
Kritisch bewertet Südwesttextil auch die Einordnung sämtlicher Etiketten als Verpackungen. Rein informationstragende Etiketten erfüllen regelmäßig keine Schutz-, Handhabungs- oder Darreichungsfunktion, sondern dienen ausschließlich der Produktkennzeichnung sowie der Erfüllung gesetzlicher Informationspflichten. Unter diesem Aspekt fordert der Verband, Etiketten aus dem Geltungsbereich der Verpackungsverordnung auszunehmen. Bis dahin sollte zumindest die Systembeteiligungspflicht für diese entfallen, um den bürokratischen Aufwand zu verringern.

Auch die Bewertung von Kleiderbügeln als systembeteiligungspflichtig sollte aus Sicht von Südwesttextil stärker an der tatsächlichen Nutzung ausgerichtet werden. Diese werden im privaten Haushalt häufig weiterverwendet und fallen daher vielfach nicht typischerweise als Abfall an. Diese tatsächliche Nutzung sollte bei der Bewertung berücksichtigt werden, um die in der Praxis bereits etablierte Wiederverwendung nicht durch zusätzliche Pflichten zu erschweren.

Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner fordert: „Regelungen müssen sich an der tatsächlichen Funktion eines Produkts orientieren. Wo Etiketten ausschließlich informieren und Kleiderbügel vielfach weiterverwendet werden, führen zusätzliche Pflichten vor allem zu mehr Bürokratie – ohne einen erkennbaren Mehrwert für Umwelt oder Verbraucher.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Foto: Alicja, Pixabay
10.08.2026

Verpackungssteuern: Hohe Kosten und Bürokratie bei minimalem Umwelteffekt

Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung und des ifeu - Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zu Abfallvermeidung und Klimaschutz gering bleibt.

Die Studie untersucht erstmals umfassend die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern. Ziel ist eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertung ihrer Wirksamkeit und ihrer Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher.

Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung und des ifeu - Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zu Abfallvermeidung und Klimaschutz gering bleibt.

Die Studie untersucht erstmals umfassend die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern. Ziel ist eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertung ihrer Wirksamkeit und ihrer Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher.

Wenig Wirkung auf das Abfallaufkommen
Nach den Berechnungen der Studie betrifft die kommunale Verpackungssteuer nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Abfallgeschehens. Selbst bei einer fiktiven Hochrechnung auf das gesamte Bundesgebiet würde das gesamte Verpackungsaufkommen in Deutschland damit lediglich um 0,04 Prozent sinken und die deutschen Treibhausgasemissionen um 0,0013 Prozent reduziert werden. Aus Sicht der Auftraggeber bleibt der ökologische Gesamtnutzen der Verpackungssteuer deshalb begrenzt.

Hohe Belastung für Unternehmen und Kommunen
BdS-Rechtsabteilungsleiterin Kristina Harrer-Kouliev: „Die Studie zeigt, dass kommunale Verpackungssteuern ihr zentrales Ziel – Verpackungsabfälle wirksam zu reduzieren – nicht erreichen. Statt echter Abfallvermeidung entstehen zusätzliche neue Belastungen für Gastronomie, Handel sowie Verbraucher und Kommunen. Zusätzliche Bürokratie ersetzt keine wirksame Umweltpolitik.“

Der vergleichsweise geringe Umwelteffekt geht mit einem erheblichen administrativen Aufwand einher. Für Kommunen entsteht ein hoher Verwaltungsaufwand für die Einführung, Erhebung und Kontrolle der Steuer. Die Verwaltungskosten liegen nach den Berechnungen der Studie bei rund 10 bis 15 Prozent des Steueraufkommens.

Gleichzeitig entstünden in Betrieben zusätzliche Dokumentationspflichten, Anpassungen von Kassensystemen sowie Schulungsaufwand. Nach den Berechnungen der Studie würde sich die gesamte Abgabenbelastung auf die betroffenen Verpackungen von derzeit rund 0,1 Milliarden Euro auf 4,1 Milliarden Euro erhöhen. Für einzelne Verpackungen steigt die Belastung um das 20- bis 30-Fache. Die Untersuchung kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die Steuer langfristig überwiegend von den Verbraucherinnen und Verbrauchern getragen wird. Die zusätzlichen Kosten werden in der Regel vollständig oder weitgehend über höhere Preise weitergegeben. Besonders betroffen sind davon Haushalte mit geringeren Einkommen.

HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit Antje Gerstein: „Unsere Unternehmen setzen sich bereits heute auch ohne Steuer mit großem Engagement für die Reduzierung und Vermeidung von Verpackungen ein, ohne Verbraucher zusätzlich zu belasten. Anstatt dieses unternehmerische Engagement zu unterstützen, führt eine solche zusätzliche Steuer nur zur Verteuerung von Produkten und schadet am Ende den Verbrauchern.“

Die Untersuchung zeigt zudem, dass 89 Prozent der betroffenen Verpackungsmengen bereits anderen regulatorischen Instrumenten und Abgaben unterliegen, darunter Systembeteiligungsentgelte und Zahlungen in den Einwegkunststofffonds. Die Verpackungssteuer führt damit zu zusätzlichen Belastungen derselben Verpackungen.

Kommunale Verpackungssteuern führen zu Ausweichreaktionen
Den Ergebnissen der Untersuchung zufolge löst die Verpackungssteuer zwar Verhaltensänderungen aus, ihre ökologische Lenkungswirkung bleibt jedoch begrenzt. Verbraucherinnen und Verbraucher weichen etwa auf vorverpackte Convenience-Produkte aus, verzichten auf gastronomische Angebote oder nutzen nicht steuerpflichtige Verpackungen. Zudem zeigt sich ein Ausweichen in Nachbarkommunen, in denen keine Verpackungssteuer gilt. Das Ergebnis: Das Verpackungsaufkommen sinkt häufig nicht, sondern verlagert sich. Teilweise kann es sogar steigen.

Mehrweg ist kein Selbstzweck
Trotz ausgebauter Mehrwegangebote bleiben Einwegverpackungen in vielen Konsumsituationen die bevorzugte Lösung der Kunden. Das bestätigen auch die Zahlen der Betriebe in den Städten, in denen es bereits Verpackungssteuern gibt. Hier zeigt sich, dass die Mehrwegabnahmequoten nicht steigen. Doch selbst dort, wo Verbraucherinnen und Verbraucher auf Mehrweg umsteigen, ist ein ökologischer Vorteil nicht automatisch gewährleistet. Mehrwegverpackungen bieten nur dann ökologische Vorteile, wenn sie ausreichend häufig genutzt und zuverlässig zurückgegeben werden. Die Studie zeigt zudem, dass Papierverpackungen aus europäischer Produktion dank hohem Anteil regenerativer Energie eine deutlich bessere Klimabilanz aufweisen als der Durchschnitt der von der Steuer erfassten Verpackungen.

Auftraggeber fordern wirksamere Maßnahmen
Vor dem Hintergrund der Studienergebnisse sprechen sich die Auftraggeber gegen kommunale Verpackungssteuern aus.
DIHK-Bereichsleiter Sebastian Bolay: „Die Studie deckt sich mit dem, was wir auch von den Unternehmen hören, die bereits davon betroffen sind. Die kommunale Verpackungssteuer ist weder zielführend noch bürokratiearm. Statt neuer Belastungen sollten die bestehenden Kreislaufwirtschaftssysteme gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden. Der Ausbau funktionierender Recyclingsysteme und innovativer Lösungen Einsparungen beim Materialeinsatz wären deutlich zielführender.“

Über die Studie
Die Studie „Ökonomische und ökologische Bewertung der Auswirkungen kommunaler Verpackungssteuern“ wurde von der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH gemeinsam mit dem ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH erstellt. Grundlage sind umfangreiche Marktdaten, Auswertungen der GVM-Datenbanken, Experteninterviews sowie Vor-Ort-Recherchen in Kommunen mit bestehender Verpackungssteuer. Auftraggeber der Studie sind die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Allianz Verpackung und Umwelt (AVU), der Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS), die Papierindustrie, der Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI), der Handelsverband Deutschland (HDE), der Industrieverband Papier- und Folienverpackung (IPV) sowie die Arbeitsgemeinschaft für Serviceverpackungen (PRO-S-PACK). Die Langversion der Studie kann bei der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH angefordert werden.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

(c) Capture Island
10.08.2026

SUPREME WOMEN&MEN: Düsseldorf zeigt sich als Modestadt

Volle Termine, intensive Gespräche und eine Branche, die den persönlichen Austausch wieder sichtbar sucht: Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN Düsseldorf vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigte, welche Bedeutung konzentrierte Orderformate in einem anspruchsvollen Markt haben. 

Internationale Kollektionen, etablierte Agenturen und neue Aussteller trafen in der KWS 117-119 auf Einkäufer und Handelspartner aus dem gesamten DACH-Raum. Dabei ging es nicht nur um die Order der kommenden Saison. Es ging um neue Ideen, gemeinsame Pläne und die Frage, wie Marken und Handel den Markt künftig erfolgreich gestalten. 

Auch außerhalb der Showrooms war Mode in der Stadt deutlich präsent. Die Düsseldorf Fashion Days bündelten vom 22. bis 29. Juli das Ordergeschäft, Showrooms und weitere Fashion-Aktivitäten, während das DFD Festival am Corneliusplatz die Königsallee mit Runway-Shows und einem Programm für die Stadt aktivierte. Die SUPREME WOMEN&MEN war Teil dieser gemeinsamen Bewegung und brachte ihre eigene Stärke ein: einen kuratierten Rahmen, kurze Wege und die Nähe zwischen Marken, Agenturen und Handel. 

Volle Termine, intensive Gespräche und eine Branche, die den persönlichen Austausch wieder sichtbar sucht: Die aktuelle Ausgabe der SUPREME WOMEN&MEN Düsseldorf vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigte, welche Bedeutung konzentrierte Orderformate in einem anspruchsvollen Markt haben. 

Internationale Kollektionen, etablierte Agenturen und neue Aussteller trafen in der KWS 117-119 auf Einkäufer und Handelspartner aus dem gesamten DACH-Raum. Dabei ging es nicht nur um die Order der kommenden Saison. Es ging um neue Ideen, gemeinsame Pläne und die Frage, wie Marken und Handel den Markt künftig erfolgreich gestalten. 

Auch außerhalb der Showrooms war Mode in der Stadt deutlich präsent. Die Düsseldorf Fashion Days bündelten vom 22. bis 29. Juli das Ordergeschäft, Showrooms und weitere Fashion-Aktivitäten, während das DFD Festival am Corneliusplatz die Königsallee mit Runway-Shows und einem Programm für die Stadt aktivierte. Die SUPREME WOMEN&MEN war Teil dieser gemeinsamen Bewegung und brachte ihre eigene Stärke ein: einen kuratierten Rahmen, kurze Wege und die Nähe zwischen Marken, Agenturen und Handel. 

Quelle:

THE SUPREME GROUP