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Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. Foto: SMIL/Schäfer
Staatsministerin Regina Kraushaar hat im Rahmen ihrer Sommertour durch Sachsen am 7. August den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an Prof. Dr. Stephan Kassel, Rektor der Westsächsische Hochschule Zwickau und Prof. Dr. Markus Krabbes, Rektor der DHSN Plauen | Duale Hochschule Sachsen übergeben. (Foto: SMIL/Schäfer)
11.08.2026

KI-Modellprojekt für den Mittelstand

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit der Übergabe eines Fördermittelbescheids am 07. August im ubineum an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Startschuss für ein Modellprojekt zur Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz (KI) im Mittelstand gefallen. Die sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, überreichte den Fördermittelbescheid über 150.000 Euro an den Rektor der WHZ, Prof. Stephan Kassel, sowie an den Rektor der Dualen Hochschule Sachsen, Prof. Krabbes. Gemeinsam setzen beide Hochschulen im Rahmen der Zukunftsinitiative simul⁺ das Modellprojekt „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ um.

Mit dem Projekt übernimmt die WHZ eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines regionalen, souveränen Datenraums für Südwestsachsen. Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen den sicheren Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten zu ermöglichen und damit den Einsatz von KI-Anwendungen in der Praxis zu erleichtern. Die Hochschule bringt insbesondere ihre wissenschaftliche Expertise in den Bereichen Datenanalyse, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ein. Die Leitung des Vorhabens übernehmen seitens der WHZ Prof. Dr. Christoph Laroque sowie Prof. Dr. Tobias Teich.

Prof. Dr. Christoph Laroque: „Das Projekt und die Unterstützung des simul⁺InnovationHub geben uns die Möglichkeit, unsere Aktivitäten im Bereich der KI nachhaltig auszubauen und zu etablieren. Dafür sind wir dem Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung dankbar und blicken der gemeinsamen Arbeit mit Freude entgegen.“ 

Auch Prof. Dr. Tobias Teich betont die Chancen, welche das Projekt mit sich bringt: „Mit diesem Vorhaben greifen wir ein zentrales Zukunftsthema auf, das sowohl für die regionale Wirtschaft als auch für das Forschungsprofil unserer Hochschule von hoher Bedeutung ist. Gleichzeitig ergänzt und stärkt das Projekt unsere bestehenden Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz.“

Staatsministerin Regina Kraushaar unterstrich die Bedeutung des Vorhabens für die Regionalentwicklung: „In der Region Südwestsachsen steckt viel Innovationspotenzial – sowohl in den Unternehmen als auch in den Hochschulen. Beides noch enger zusammenzubringen und zu zeigen, wie Daten und Künstliche Intelligenz gerade kleinen und mittleren Unternehmen im Alltag helfen können, ist unser Ansatz in diesem Projekt, für das wir 150.000 Euro zur Verfügung stellen. Gut angelegtes Geld, das Wissenschaft und Mittelstand an konkrete Anwendungsfälle bringt und die Grundlagen schafft, um diese später auch für größere Vorhaben nutzen zu können. Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Projekt eine Brücke zur geplanten Bundesförderung aus dem BMDS bauen, die wir für dieses Jahr erwarten, und die den Transfer von KI aus der Forschung in marktwirksame Anwendungen deutlich beschleunigen soll. Die Vorarbeiten über das Modellprojekt sollen die Region in die Lage versetzen, sich zu bewerben, sobald ein entsprechender Projektaufruf erfolgt – damit aus der prototypischen Erprobung im Mittelstand etwas Größeres entstehen kann.“

Im Mittelpunkt des Projekts steht die prototypische Erprobung eines regionalen „Marktplatzes der Daten“. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen sollen dort testen, wie Daten sicher ausgetauscht und für KI-Anwendungen genutzt werden können. In mindestens vier Realexperimenten werden gemeinsam mit Unternehmen konkrete Anwendungsfälle entwickelt und erprobt. Dazu zählen unter anderem die automatisierte Dokumentenverarbeitung, bildgestützte Qualitätskontrolle oder intelligente Produktionsplanung.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts bündeln die Duale Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen und die WHZ Ihre KI-Kompetenzen sowie Ihre Netzwerke.
Das Projekt verfügt über ein Gesamtvolumen von 187.500 Euro bei einer Förderquote von 80 Prozent und ist auf sechs Monate angelegt.

Die Ergebnisse des Modellprojekts sollen in den laufenden Masterplanprozess für die Region Chemnitz/Südwestsachsen einfließen und Perspektiven für weitere Fördervorhaben im Bereich Künstliche Intelligenz und digitale Schlüsseltechnologien eröffnen.

Hintergrund
Das Projekt wird im Rahmen des simul⁺InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung gefördert. Der simul⁺InnovationHub unterstützt innovationsgestützte Regionalentwicklung in Sachsen und stärkt die Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaft, Kommunen und weiteren regionalen Akteuren.

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ