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11.09.2026

BTE stellt Handel Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.

Die Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825 (EmpCo) verschärft ab dem 27. September 2026 die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern deutlich. Ziel der EU-Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden. Künftig sind pauschale Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ nur noch zulässig, wenn sie durch eine anerkannte herausragende Umweltleistung belegt werden. Eigene Nachhaltigkeitssiegel ohne unabhängige Zertifizierung, irreführende oder pauschale Umweltaussagen sowie Klimaneutralitätsaussagen zu Produkten werden künftig unzulässig.
 
Unternehmen des Textil-, Schuh- und Lederwarenhandels müssen deshalb ihre gesamte Nachhaltigkeits- und Marketingkommunikation sowohl online als auch stationär kritisch überprüfen. „Die EmpCo-Richtlinie trifft den Handel in einer ohnehin herausfordernden Phase. Besonders problematisch ist, dass keine Abverkaufs- oder Übergangsfristen vorgesehen sind. Dadurch entstehen erhebliche rechtliche Unsicherheiten und praktische Herausforderungen für Händlerinnen und Händler“, so Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft beim BTE.
 
Um die Branche bei der Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen, stellt der BTE dem Handel eine Handreichung zur EmpCo-Richtlinie bereit. Sie erläutert die wesentlichen rechtlichen Anforderungen und zeigt auf, welche Schritte Händlerinnen und Händler jetzt angehen sollten. „Die Handreichung informiert darüber, welche Nachhaltigkeitsaussagen künftig zulässig sind, welche etablierten Nachhaltigkeitssiegel weiterhin verwendet werden dürfen und wo die neuen rechtlichen Grenzen verlaufen. Zudem enthält sie Informationen zu neuen Pflichten bei Gewährleistung und Garantien, etwa zum EU-weiten GARAN-Label. Damit bietet sie dem Handel eine wichtige Orientierungshilfe für die Umsetzung der EmpCo-Richtlinie“, so Hanschke.
 
Die Handreichung kann ab sofort unter hanschke@bte.de angefordert werden. Der BTE wird die Branche auch künftig über weitere Entwicklungen informieren und die Interessen des Handels in den politischen Dialog einbringen.

Weitere Informationen:
Empowering Consumers Directive BTE
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

10.09.2026

EUDI-Wallet „d-you“ stärkt den Onlinehandel

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 

Mit dem geplanten Start der deutschen European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet) „d-you“ ab Januar 2027 wird E-Commerce deutlich sicherer und vertrauenswürdiger. Birgit Janik, Leiterin Steuern, Finanzen & Controlling beim bevh, sieht von der Kontoerstellung bis zur Warenübergabe auf der letzten Meile große Vorteile für Verbraucher und Händler: 
 
„Die EUDI-Wallet ist ein wichtiger Schritt für mehr digitale Souveränität und Sicherheit für Endverbraucher, Bezahldienstleister und den Handel im europäischen Raum. Wir freuen uns, dass Deutschland im Zeitplan liegt, um die nationale Wallet ‚d-you‘ bereitzustellen. Insbesondere im E-Commerce wird die einfachere Verifizierung von Identitäten dazu führen, dass Abbruchraten sowie Betrugsrisiken vor, während und nach dem Checkout sinken. Die Akzeptanzverpflichtung für Händler ist zwar grundsätzlich kritisch zu sehen. Wir gehen jedoch davon aus, dass langfristig die positiven Effekte – mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr und ein einfacherer Know-your-Customer-Prozess – für Händler und Plattformen überwiegen werden. Ein wichtiger nächster Schritt ist nun, dass vor allem Logistiker ‚d-you‘ bei der Zustellung auf der letzten Meile nutzen, um die Übergabe sensibler Güter wie Medikamente oder Hochpreisprodukte sicherer zu machen.“

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh 

Foto: (c) Groz-Beckert KG
10.09.2026

Groz-Beckert startet mit 21 Nachwuchskräften

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Quelle:

Groz-Beckert KG

Bild Amore Seymour, Pixabay
10.09.2026

Raumfahrt treibt Textilien an

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Für Unternehmen entsteht daraus ein Innovationsfeld, das weit über Raumfahrtaufträge hinausreicht. Entscheidend ist der Technologietransfer in volumenstärkere Märkte. Materialien, die für extreme Temperaturwechsel, hohe UV-Belastung oder minimale Masse entwickelt werden, können auf der Erde neue Produkte ermöglichen. Der Beitrag macht damit deutlich, dass die Raumfahrt nicht nur ein Forschungsfeld für Spezialanbieter ist, sondern als Impulsgeber für technische Textilien und neue Geschäftsmodelle dienen kann.

Quelle:

Messe Frankfurt / Texpertise Network