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„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon. Fotograf: Leon Lasser
„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon.
09.10.2026

Hochschule Niederrhein bringt Strick, Space-Age und Nachwuchsdesign ins Historische Klärwerk

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Quelle:

Hochschule Niederrhein, Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik

09.10.2026

PUMA: ANTA Sports übernimmt 29,06 Prozent und wird größter Aktionär

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

04.10.2026

EmpCo: Last-Minute-Nachbesserung schafft keine echte Übergangsfrist

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Mit dem neu eingefügten § 15b UWG soll für Waren, die bereits vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, bei Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen künftig der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigt werden. In die Bewertung sollen unter anderem bereits ergriffene Abhilfemaßnahmen, die Kosten einer Beseitigung sowie dadurch entstehende Umweltbelastungen einfließen. In der Praxis bedeutet das: Jede Ware, unabhängig davon, ob sie bereits im Laden liegt oder noch im Lager des Herstellers sowie alle Aussagen, mit denen Unternehmen ihre Produkte bewerben, etwa auf Etiketten und Hangtags, in Online-Shops, Newslettern oder auf Social Media müssen seit dem 27. September 2026 EmpCo-konform sein. Die Regelung ändert nichts an den materiellen Anforderungen. Sie räumt lediglich gewisse Hürden bei der Rechtsverfolgung und Gestaltungsspielräume bei der Nachweisbarkeit ein. Eine echte Entlastung für die Unternehmen bedeutet das jedoch nicht.

„Dass die Politik die Problematik bei bereits produzierten und in Verkehr gebrachten Waren anerkennt, ist grundsätzlich richtig. Dass eine solche Regelung aber erst wenige Tage vor dem Anwendungsbeginn auf den Weg gebracht wird, ist für Unternehmen nicht akzeptabel. Wer Produkte, Verpackungen und Kennzeichnungen mit langen Vorlaufzeiten plant, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, echte Erleichterungen und keine Korrekturen auf den letzten Metern, die in der Praxis keine wirkliche Entlastung mit sich bringen“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Südwesttextil kritisiert auch, dass die Neuregelung keine allgemeine Abverkaufs- oder Übergangsfrist vorsieht. Ohne eine solche Frist müssen jegliche, bereits produzierte Waren, Hangtags und Werbematerialien nachträglich geändert, überklebt oder – wenn eine Anpassung nicht möglich ist – im schlimmsten Fall vernichtet werden. Besonders betroffen sind Produkte mit langen Planungszyklen oder Waren, die aufgrund längerer Verkaufszeiträume noch auf Lager liegen. Die Umetikettierung und Vernichtung verursachen zusätzliche Kosten sowie Personalaufwand und laufen zugleich Nachhaltigkeitszielen zuwider.

Hinzu kommt: Die Sonderregelung beschränkt sich nach ihrem Wortlaut auf bereits in Verkehr gebrachte Waren. Für Werbeunterlagen, wie z.B. Kataloge, Plakate oder Banner am Point of Sale sowie Websites, Online-Shops, Newsletter und Social-Media-Auftritte gibt es keine vergleichbare Erleichterung. Gerade dort wäre eine Übergangsfrist auch notwendig, da Werbemittel häufig in großen Auflagen vorproduziert werden und digitale Inhalte über zahlreiche Seiten, Produktlisten und ältere Beiträge hinweg geprüft und angepasst werden müssen. Eine vollständige Anpassung sämtlicher Inhalte benötigt einen angemessenen zeitlichen Vorlauf.

Für Südwesttextil steht die kurzfristige Nachbesserung damit beispielhaft für ein grundsätzliches Problem bei neuen regulatorischen Anforderungen: Praxistauglichkeit und realistische Umsetzungsfristen müssen bereits im Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden – und nicht erst unmittelbar vor dem Stichtag.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

01.10.2026

BTE künftig zuständig für Sportfacharbeit

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 
„Wir freuen uns auf diese neue, wichtige Aufgabe. Gerade in volatilen Zeiten eröffnet die arrondierte Outfit-Welt große Chancen für eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit von Handel, Industrie und Dienstleistern. Uns geht es nicht um den Aufbau zusätzlicher Strukturen, sondern um konkrete Verbesserungen für die Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit, faire Wettbewerbsbedingungen sowie verlässliche, praxisnahe Rahmenbedingungen für Beschäftigung, Investitionen und Digitalisierung. Auch das neu aufgestellte BTE Clearing-Center könnte perspektivisch ein wertvoller Baustein für die inhaltliche Zusammenarbeit sein“, erklärt BTE-Präsident Mark Rauschen. 
 
Den Fachbereich sachinhaltlich führen wird zum einen BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg, der ausgebildeter Sportfachwirt ist. Padberg verfügt über langjährige Handelsunternehmenserfahrungen und ist im Bereich des Sporthandels bzw. im Kreise der Unternehmen gut vernetzt. Zum anderen wird BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels als erfahrener und langjähriger Verbandsmanager den Fachbereich gesamtstrategisch leiten und in die Lobbyarbeit der Gesamtorganisation des HDE integrieren. Der BTE wird zudem auf die anerkannte Expertise seiner derzeitigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen können. Bei Bedarf wird zusätzliches Fachpersonal eingestellt.
 
Zur Umsetzung müssen noch formell und inhaltlich erforderliche Arbeiten, wie z.B. eine Satzungsänderung des BTE, sowie anderweitige Aufgaben geleistet bzw. erledigt werden. Der BTE geht davon aus, bis zum 1. Januar 2027 damit fertig zu sein und mit der Arbeit für den Sportfachhandel beginnen zu können. Über die weitere Entwicklung wird der BTE entsprechend informieren.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

18.09.2026

Raspberry AI verbindet Modeprozesse mit KI-Agenten

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Quelle:

Raspberry AI

Intertextile Apparel (c) Messe Frankfurt (HK) Ltd
18.09.2026

Intertextile Apparel meldet mehr als 100.000 Besucher

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Vanessa Sanchez in ihrem Labor Foto (c) Rice University
18.09.2026

Wenn das Gestrick selbst zum Roboter wird

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf dreidimensional gestrickten Strukturen. Die Form entsteht damit bereits im Fertigungsprozess und muss nicht aus mehreren zweidimensionalen Teilen zusammengesetzt werden. Das eröffnet neue Wege für tragbare Robotik, adaptive Innenräume und textile Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Das Fellowship soll Sanchez ermöglichen, diese programmierbaren Strukturen weiterzuentwickeln und stärker auf Anwendungen der Mobilität auszurichten.

(c) Dhana Inc.
15.09.2026

Alte Saris werden zum digitalen Schal

Dhana Inc. hat während der New York Fashion Week einen Schal vorgestellt, der aus getragenen Saris und Second-Life-Hemden entsteht. Jedes 25-Zoll-Quadrat ist ein Einzelstück und soll Materialspuren und Geschichten der ursprünglichen Textilien sichtbar erhalten.

Das Konzept verbindet Upcycling mit der digitalen Plattform D/Sphere. Damit soll nicht nur das Material weitergenutzt, sondern auch die Herkunft und Geschichte eines Produkts als Teil seines Werts vermittelt werden. Für die Kreislaufwirtschaft ist das ein anderer Ansatz als Faser-zu-Faser-Recycling: Der vorhandene textile Wert wird möglichst direkt erhalten und in ein neues Produkt überführt.

Die Skalierbarkeit solcher Einzelstücke ist naturgemäß begrenzt. Als Design- und Kommunikationsmodell ist der Ansatz dennoch relevant, weil er zeigt, wie Second-Life-Materialien, Handwerk und digitale Rückverfolgbarkeit in einer Premium-Erzählung zusammengeführt werden können.

Dhana Inc. hat während der New York Fashion Week einen Schal vorgestellt, der aus getragenen Saris und Second-Life-Hemden entsteht. Jedes 25-Zoll-Quadrat ist ein Einzelstück und soll Materialspuren und Geschichten der ursprünglichen Textilien sichtbar erhalten.

Das Konzept verbindet Upcycling mit der digitalen Plattform D/Sphere. Damit soll nicht nur das Material weitergenutzt, sondern auch die Herkunft und Geschichte eines Produkts als Teil seines Werts vermittelt werden. Für die Kreislaufwirtschaft ist das ein anderer Ansatz als Faser-zu-Faser-Recycling: Der vorhandene textile Wert wird möglichst direkt erhalten und in ein neues Produkt überführt.

Die Skalierbarkeit solcher Einzelstücke ist naturgemäß begrenzt. Als Design- und Kommunikationsmodell ist der Ansatz dennoch relevant, weil er zeigt, wie Second-Life-Materialien, Handwerk und digitale Rückverfolgbarkeit in einer Premium-Erzählung zusammengeführt werden können.

15.09.2026

Funktionsfasern für den Arbeitsalltag

The LYCRA Company stellt ihr Portfolio „FIBERS THAT WORK“ erstmals in Nordamerika vor. Die Lösungen richten sich an Workwear, Uniformen und Schutzbekleidung und kombinieren Stretch, Feuchtigkeitsmanagement, thermischen Komfort, Sichtbarkeit, antistatische Eigenschaften und Beständigkeit gegen industrielle Pflegeprozesse.

Zu den gezeigten Technologien gehören LYCRA ANTISTATIC sowie LYCRA T400- und COOLMAX/THERMOLITE-Lösungen. Entscheidend ist der Systemgedanke: Schutzbekleidung wird nicht allein über Normerfüllung betrachtet, sondern über das Zusammenspiel von Sicherheit, Bewegungsfreiheit, Klimakomfort und Lebensdauer.

Für Hersteller von Berufs- und Schutzkleidung ist diese Entwicklung relevant, weil Tragekomfort unmittelbar beeinflusst, ob Schutzkleidung im Arbeitsalltag korrekt und dauerhaft getragen wird. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Waschbeständigkeit und Ressourcenverbrauch über die Nutzungsdauer.

The LYCRA Company stellt ihr Portfolio „FIBERS THAT WORK“ erstmals in Nordamerika vor. Die Lösungen richten sich an Workwear, Uniformen und Schutzbekleidung und kombinieren Stretch, Feuchtigkeitsmanagement, thermischen Komfort, Sichtbarkeit, antistatische Eigenschaften und Beständigkeit gegen industrielle Pflegeprozesse.

Zu den gezeigten Technologien gehören LYCRA ANTISTATIC sowie LYCRA T400- und COOLMAX/THERMOLITE-Lösungen. Entscheidend ist der Systemgedanke: Schutzbekleidung wird nicht allein über Normerfüllung betrachtet, sondern über das Zusammenspiel von Sicherheit, Bewegungsfreiheit, Klimakomfort und Lebensdauer.

Für Hersteller von Berufs- und Schutzkleidung ist diese Entwicklung relevant, weil Tragekomfort unmittelbar beeinflusst, ob Schutzkleidung im Arbeitsalltag korrekt und dauerhaft getragen wird. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Waschbeständigkeit und Ressourcenverbrauch über die Nutzungsdauer.

Quelle:

The LYCRA Company

Foto Kraig Biocraft Laboratories, Inc.
15.09.2026

Spinnenseide sucht den Maßstab

Kraig Biocraft Laboratories rückt seine rekombinante Spinnenseide gezielt in den Kontext von Mode und Performance-Textilien. Das Unternehmen nutzt gentechnisch veränderte Seidenraupen, die Spinnenseidenproteine direkt in der Seidenfaser erzeugen. Anders als Verfahren, bei denen Proteine zunächst fermentativ hergestellt und anschließend zu Fasern verarbeitet werden, soll damit vorhandene Infrastruktur der Seidenindustrie genutzt werden können.

Für die textile Industrie ist vor allem die Skalierungsfrage relevant. Kraig Labs verweist auf rund 3,2 Tonnen rekombinante Spinnenseidenkokons aus einem einzelnen Produktionszyklus. Damit verschiebt sich die Diskussion von Laborproben hin zu reproduzierbarer Produktion in industriell interessanter Größenordnung. Als mögliche Einsatzfelder nennt das Unternehmen Luxus- und Modetextilien, Performance Apparel sowie Schutzmaterialien.

Kraig Biocraft Laboratories rückt seine rekombinante Spinnenseide gezielt in den Kontext von Mode und Performance-Textilien. Das Unternehmen nutzt gentechnisch veränderte Seidenraupen, die Spinnenseidenproteine direkt in der Seidenfaser erzeugen. Anders als Verfahren, bei denen Proteine zunächst fermentativ hergestellt und anschließend zu Fasern verarbeitet werden, soll damit vorhandene Infrastruktur der Seidenindustrie genutzt werden können.

Für die textile Industrie ist vor allem die Skalierungsfrage relevant. Kraig Labs verweist auf rund 3,2 Tonnen rekombinante Spinnenseidenkokons aus einem einzelnen Produktionszyklus. Damit verschiebt sich die Diskussion von Laborproben hin zu reproduzierbarer Produktion in industriell interessanter Größenordnung. Als mögliche Einsatzfelder nennt das Unternehmen Luxus- und Modetextilien, Performance Apparel sowie Schutzmaterialien.

Quelle:

Kraig Biocraft Laboratories, Inc.