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(c) Richard Harnisch, IÖW
11.09.2026

Lausitz soll zum Faser-Revier werden

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Ein neues Forschungsprojekt will die Lausitz vom ehemaligen Braunkohlerevier zu einer Modellregion für eine regional verankerte Naturfaserwirtschaft entwickeln. Im Projekt „LauTra“ untersuchen das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Hochschule Zittau/Görlitz über drei Jahre, welche Wertschöpfungsketten sich mit Flachs, Nutzhanf, Fasernessel, Miscanthus sowie Reststoffen wie Stroh und kommunalem Laub aufbauen lassen.

Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich nicht klassische Bekleidungstextilien, sondern industrielle Anwendungen. Genannt werden naturfaserverstärkte Kunststoffe, Spezialpapiere, Leichtbauplatten, Faserverbundwerkstoffe, Formteile für die Automobilindustrie und neue Verpackungslösungen. Ein regional aufgelöstes Stoffstrommodell soll Rohstoffpotenziale, Verarbeitungswege, Flächenkonkurrenzen und mögliche Engpässe sichtbar machen.

Entscheidend ist der Aufbau vollständiger regionaler Ketten von Landwirtschaft und Faseraufbereitung bis zu verarbeitenden Unternehmen und Anwendern. Workshops mit Wirtschaft, Kommunen und weiteren Akteuren sollen daraus realistische Transformationspfade für eine zirkuläre Bioökonomie ableiten. Für technische Textilien und Composites ist das Projekt interessant, weil es Materialinnovation unmittelbar mit Rohstoffverfügbarkeit und regionaler Industrialisierung verknüpft.

 

Quelle:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) / Hochschule Zittau/Görlitz

Bild Amore Seymour, Pixabay
10.09.2026

Raumfahrt treibt Textilien an

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Innovationen aus der Raumfahrt finden seit Jahrzehnten ihren Weg in textile Anwendungen. Ein aktueller Beitrag des Texpertise Network von Messe Frankfurt zeigt, dass diese Transferbewegung wieder an Dynamik gewinnt. Hintergrund sind neue Mond- und Marsprogramme, für die Textilien deutlich mehr leisten müssen als klassische Bekleidungs- oder Interieurmaterialien: gefordert sind geringes Gewicht, hohe mechanische Belastbarkeit, thermische Regulation, Schutzfunktionen und zuverlässige Performance unter extremen Umweltbedingungen.

Der Beitrag verweist unter anderem auf den Austausch zwischen NASA-Fachleuten und der Textilindustrie auf der Techtextil 2026. Die Botschaft ist wirtschaftlich relevant: Entwicklungen für Raumanzüge, Habitat-Systeme oder thermische Schutzschichten können später auch in Automotive, Sport, Outdoor, Arbeitsschutz oder Gebäudetechnik eingesetzt werden. Gerade textile Systeme bieten Vorteile, weil Funktionen wie Isolation, Feuchtigkeitsmanagement, Sensorik und Schutz in leichten, flexiblen Strukturen kombiniert werden können.

Für Unternehmen entsteht daraus ein Innovationsfeld, das weit über Raumfahrtaufträge hinausreicht. Entscheidend ist der Technologietransfer in volumenstärkere Märkte. Materialien, die für extreme Temperaturwechsel, hohe UV-Belastung oder minimale Masse entwickelt werden, können auf der Erde neue Produkte ermöglichen. Der Beitrag macht damit deutlich, dass die Raumfahrt nicht nur ein Forschungsfeld für Spezialanbieter ist, sondern als Impulsgeber für technische Textilien und neue Geschäftsmodelle dienen kann.

Quelle:

Messe Frankfurt / Texpertise Network

Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes (c) Shibaura Institute of Technology
Origami Wearable Sensors to Conform to Body Shapes
08.09.2026

Papier-Sensor faltet sich an den Körper

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Forschende des Shibaura Institute of Technology in Japan haben ein parametrisches Designverfahren für papierbasierte Wearable-Sensoren entwickelt, die sich nach dem Bedrucken selbst zu einer helikalen Struktur falten und an Finger oder Unterarm anlegen. Statt Gurten oder Klebstoffen entsteht die Passform aus der Geometrie des gedruckten Faltmusters.

Der Prozess beginnt mit einem Standard-Inkjetdrucker. Aus den gewünschten Abmessungen des Körperbereichs erzeugt die Software ein zweidimensionales Muster, dessen definierte Faltlinien das Papier in eine dreidimensionale Helix überführen. Die Forschenden entwickelten zwei Werkzeuge: eines erzeugt das Druckmuster und eine 3D-Vorschau, das zweite berechnet aus Zielmaßen automatisch die passende Geometrie. Bei Prototypen für Finger und Unterarm lagen die realen Abmessungen innerhalb von etwa fünf Prozent der Zielwerte.

Für die Sensorfunktion wurden Kupferband-Elektroden integriert. In Versuchen erfassten die papierbasierten Geräte triboelektrische Signale und die galvanische Hautreaktion mit einer Leistung, die laut Forschungsteam mit konventionellen, per Band fixierten Sensoren vergleichbar war. Die Kombination aus kostengünstigem Substrat, digitaler Individualisierung und automatischer Formgebung könnte vor allem für kurzzeitig eingesetzte oder disposable Wearables interessant sein.

Das Team nennt Anwendungen in klinischer Kurzzeitüberwachung, Homecare, Feldmessungen, Touch-Sensorik und Mensch-Maschine-Schnittstellen. Zugleich bleibt die Entwicklung Forschungsarbeit: Die Autorinnen und Autoren betonen, dass weitere Praxistests notwendig sind. Die Studie erschien in Advanced Sensor Research. Der institutionelle Pressetext liefert zudem Bildmaterial unter CC BY 4.0 und ist damit für die redaktionelle Weiterverwendung besonders gut dokumentiert.

 

 

Quelle:

Shibaura Institute of Technology

08.09.2026

Teijin bringt Recycling-CFK in Mobilität

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

WHILL setzt beim kommenden elektrischen Mobilitätsgerät Model C Lite auf Teijins carbonfaserverstärkten Thermoplast Sereebo P CFP. Das Material wird für mehrere strukturelle Bauteile verwendet, darunter Fußstütze, Rückenstütze, Armlehnen und Batteriegehäuse. Damit erreicht ein spritzgießbarer CFRTP-Werkstoff eine Anwendung, bei der geringes Gewicht, Bauteilkomplexität und robuste Alltagstauglichkeit unmittelbar zusammenkommen.

Sereebo P CFP besteht nach Angaben von Teijin aus postindustriell recycelten Carbonfasern, die gleichmäßig in einer Polyamidmatrix verteilt werden. Das Material wird als Granulat geliefert und kann auf Standard-Spritzgießmaschinen verarbeitet werden. Der hohe Fließgrad soll dünne und komplexe Geometrien ermöglichen. Gegenüber Aluminium und Magnesium nennt Teijin Vorteile bei Gewicht sowie bei Fertigungsaufwand und Systemkosten; quantitative Vergleichswerte enthält die Pressemitteilung allerdings nicht.

Der Einsatz ist für die Composite-Industrie deshalb relevant, weil hier mehrere Skalierungsanforderungen zusammentreffen: Recyclinganteil in der Verstärkungsfaser, thermoplastische Matrix, standardisierte Hochserienverarbeitung und Funktionsintegration in komplexe Bauteile. Statt großformatiger Hochleistungsverbunde steht eine an Spritzguss orientierte Prozessroute im Mittelpunkt, die auch für kleinere Mobilitäts-, Robotik- und Elektronikkomponenten interessant ist.

Teijin will die Sereebo-Reihe über Mobilitätsanwendungen hinaus für Drohnen, Robotik sowie elektrische und elektronische Komponenten ausbauen. Für die Bewertung der Nachhaltigkeitswirkung wären künftig zusätzliche Daten zu Rezyklatanteil, mechanischem Eigenschaftsniveau, Lebensdauer und End-of-Life-Pfaden hilfreich. Die aktuelle Meldung belegt zunächst die konkrete Industrialisierung eines PIR-basierten Carbonfaser-Thermoplasts.

Quelle:

Teijin Limited

Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo (c) Tomas Rodriguez
Ministerin Mona Neubaur mit T7-Logo
08.09.2026

T7 zeigt smarte Textilproduktion

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach zeigt erstmals mehrere konkrete Demonstratoren aus ihrem Reallabor für eine „smarte und saubere“ Textilproduktion. Bei einem Besuch der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur präsentierten Forschende des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung der Hochschule Niederrhein und des ITA der RWTH Aachen unter anderem eine smarte Jacke, digitale Fertigungsverfahren sowie biotechnologische Ansätze zur Textilbearbeitung.

Die smarte Jacke erfasst Bewegungs- und Körperdaten und überträgt sie an eine App. Daraus ergeben sich mögliche Anwendungen beispielsweise in Physiotherapie und Rehabilitation. Ergänzend demonstrierten die Projektpartner, wie leitfähige Garne durch Sticktechnik in textile Strukturen integriert werden können. Auf der Digitalisierungsseite gehören KI-basierte Analysen von Naturfasern und Materialzusammensetzungen sowie laserbasierte Druck- und Bearbeitungsverfahren zum aktuellen Entwicklungsstand.

Im Themenfeld „Biosphere“ untersucht das Projekt unter anderem die Entfärbung von Textilien mit Pilzkulturen. Ziel ist es, chemisch und energetisch aufwendige Prozessschritte durch biotechnologische Alternativen zu ergänzen oder perspektivisch zu ersetzen. Die vier Kernbereiche von T7 sind On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. Damit sollen einzelne Technologien nicht isoliert erprobt, sondern in einer durchgängigen, wirtschaftlich relevanten Produktionsumgebung verbunden werden.

Textination hatte über die Textilfabrik 7.0 bereits berichtet. Die aktuelle Meldung ist deshalb nicht als erneute Projektvorstellung zu verstehen, sondern als Fortschrittsbericht: Neu sind die nun gezeigten Demonstratoren und die konkrete Kombination von Smart-Textile-Anwendung, digitaler Analyse, Laserprozess und biotechnologischer Entfärbung. Das Projekt wird von Forschung, Industrieverbänden, Textilakademie NRW und Wirtschaftsförderung getragen und soll CO₂-neutrale, zirkuläre Produktion in Deutschland praktisch erproben.

Quelle:

ITA – Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University 

06.09.2026

Lectra übernimmt 70 Prozent von Caron Technology

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra kombiniert bisher Software-as-a-Service, Daten, Schneidsysteme und Services für Mode, Möbel und Automotive. Mit Caron Technology soll das Angebot für eine durchgängig vernetzte Zuschneiderei ausgebaut werden. Das ist technisch und wirtschaftlich relevant, weil in vielen Betrieben einzelne Maschineninseln noch nicht vollständig miteinander verzahnt sind. Wenn Materialvorbereitung, Auftragsdaten, Legeplanung und Zuschnitt aufeinander abgestimmt werden, lassen sich Rüstzeiten, Materialverluste und manuelle Eingriffe reduzieren.

Die Beteiligung ist zugleich ein Beispiel für die Konsolidierung im Textilmaschinen- und Automatisierungsmarkt. Lectra kauft nicht nur eine Technologie zu, sondern bindet einen langjährigen Spezialpartner enger an die eigene Plattform. Für Kunden wird entscheidend sein, wie offen die künftigen Systeme gegenüber bestehenden Maschinenparks bleiben und ob die Integration messbare Vorteile bei Durchsatz, Materialeffizienz und Flexibilität bringt.

Quelle:

Lectra / Caron Technology

Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes. Foto (c) TITK / Steffen Beikirch
Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes.
24.08.2026

TITK: Innovative UD-Tapes für den anspruchsvollen Leichtbau

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Auch im automatisierten Tapewickeln haben sich die Textil- und Werkstoff-Forscher des TITK eine beachtliche Expertise erarbeitet. Geforscht wird aktuell an Druckbehältern für die Medien-Speicherung sowie an verschiedensten anderen 3D-Strukturen. An der robotergestützten Anlage im TITK-Technikum können unterschiedlichste Verbundstrukturen aufgebaut werden, so dass der Lagenaufbau für eine vollflächige oder variable Bedeckung sehr flexibel zu realisieren ist. „Wir können hier die gesamte Prozesskette abbilden, und dies in einem recht großen vorindustriellen Maßstab“, sagt Abteilungsleiter Dr.-Ing. Thomas Reußmann. 

Ergänzt werden diese technischen Möglichkeiten nun durch einen 3D-Druckkopf für den vorhandenen Roboter. „Damit ist es möglich, die abgelegten Tapelagen mit individuellen Kunststoff-Strukturen an genau definierten Stellen lastpfadgerecht zu verstärken“, kündigt Reußmann an. Alternativ könne auch zuerst eine Prototypenform aus Kunststoffgranulat gedruckt werden und dann darauf die Tapeablage erfolgen, ergänzt Dr.-Ing. Robert Hartmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Textil- und Werkstoff-Forschung. 

Bei Bedarf erfolgt auch direkt am TITK die anschließende Harzinfiltration der abgelegten Tapeaufbauten. Und nicht zuletzt sind durch die TITK-Tochter OMPG – akkreditiertes Prüflabor für Kunststoffe und Textilien – vor Ort wichtige Materialprüfungen für Rovings, Tapes und fertige Bauteile abgedeckt, sodass in der Materialentwicklung gezielt nachgesteuert werden kann. 

Exponate zum Thema, wie etwa abgelegte Tapestrukturen aus Carbonfaserrovings oder auch einen gewickelten Verbundkörper, zeigt das TITK auf der Fakuma vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen. 

Quelle:

TITK 

Foto: (c) Montane
24.08.2026

Montane: Drei Membranen für unterschiedliche Ansprüche

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Montane verfolgt für Herbst/Winter 2026 deshalb keinen „eine Membran für Alles“-Ansatz. Stattdessen kommen drei unterschiedliche Wetterschutz-Technologien zum Einsatz: GORE-TEX®, PERTEX® Shield und PETRICHOR. Dabei ist keine Technologie besser oder schlechter. Auf den Einsatzbereich kommt es an. 

 

Quelle:

Montane

Foto (c) ThruDark
20.08.2026

ThruDark: Outdoor-Bekleidungskollektion für Frauen

ThruDark ist eine britische Outdoor-Bekleidungsmarke mit einer einzigartigen Markengeschichte. ThruDark wurde gegründet von zwei Männern. Die Firmengründer Staz und Louis haben bei den britischen Special Forces härteste Herausforderungen bewältigt und sich mit ihrer Marke purer Performance und Verlässlichkeit verschrieben. 

Was für die harten Jungs bei den Special Forces funktioniert, wird von ThruDark für den Einsatz in wilder, aber ziviler Umgebung neu gedacht. Die allermeisten Styles wurden bisher von Männern für Männer entwickelt – eigentlich logisch, wenn man die Expertise von Staz, Louis und ihrem Team zugrunde legt. Doch der Grundgedanke von ThruDark ist nicht exklusiv männlich; im Fokus steht die Bekleidungs-Performance für diejenigen, die sie tragen. 

ThruDark ist eine britische Outdoor-Bekleidungsmarke mit einer einzigartigen Markengeschichte. ThruDark wurde gegründet von zwei Männern. Die Firmengründer Staz und Louis haben bei den britischen Special Forces härteste Herausforderungen bewältigt und sich mit ihrer Marke purer Performance und Verlässlichkeit verschrieben. 

Was für die harten Jungs bei den Special Forces funktioniert, wird von ThruDark für den Einsatz in wilder, aber ziviler Umgebung neu gedacht. Die allermeisten Styles wurden bisher von Männern für Männer entwickelt – eigentlich logisch, wenn man die Expertise von Staz, Louis und ihrem Team zugrunde legt. Doch der Grundgedanke von ThruDark ist nicht exklusiv männlich; im Fokus steht die Bekleidungs-Performance für diejenigen, die sie tragen. 

Die Designerinnen und Designer bei ThruDark stellen im Sommer 2026 eine Outdoor-Bekleidungskollektion für Frauen vor. Die neue Oryon Women’s Serie umfasst Wander-T-Shirts, Hosen und Leggings und baut auf den positiven Grundlagen auf, die durch die Force Activewear Women’s Range gelegt wurden, die Anfang dieses Jahres lanciert wurde. Da sich immer mehr Frauen an ThruDark für hochwertige, hochfunktionale Bekleidung wenden, reagiert die neue Oryon Women’s Range auf die wachsende Nachfrage.

Neue Styles, gleiche DNA 
Die Kollektion umfasst leichte und atmungsaktive Merino-Woll-T-Shirts, strapazierfähige Wanderhosen und bequeme Stretch-Leggings. Die Kollektion bietet einen hohen UPF und schützt die Trägerin vor den schädlichen Auswirkungen längerer UV-Exposition. Die Oryon Women’s Range ist in verschiedenen Passformen und Farben erhältlich und bietet einen eigenen, unverwechselbaren Charakter bei gleichzeitig subtiler visueller Ästhetik.

Weitere Informationen:
ThruDark Outdoorbekleidung
Quelle:

ThruDark 

Garne aus rezyklierten Glasfasern Foto (c) DITF
Garne aus rezyklierten Glasfasern
18.08.2026

Europa setzt bei ausgedienten Windrotorblättern auf Recycling

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

An den DITF werden aus den von den Projektpartnern rezyklierten Glas- und Carbonfasern Garne und Gewebe für neue Bauteile oder für Reparatur-Sets von Windkraftanlagen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden recycelte Fasern untersucht, vor allem im Hinblick darauf, für welche Verarbeitungsverfahren sie geeignet sind.

Das Forschungsteam verfolgt zwei unterschiedliche Verfahren. In der ersten Prozessroute werden die rezyklierten Glasfasern zu hochwertigen textilen Verstärkungsstrukturen verarbeitet. Dazu werden die Fasern vorgeöffnet, gekrempelt, zu Garnen versponnen und anschließend zu Geweben verarbeitet, die entweder in eine oder in zwei Richtungen verstärkt sind. Ein erster Meilenstein war die Entwicklung eines rezyklierten Glasfasergarns (rGF/Polyamid-6-Garns) mit einem Faservolumengehalt von rund 40 %, das für thermoplastische Verbundanwendungen, beispielsweise für Strukturbauteile im Automobilbau, geeignet ist.

Es ist darüber hinaus gelungen, ein Garn herzustellen, das sogar aus 98 % rezyklierten Glasfasern besteht. Daraus wurde ein Gewebe mit paralleler Faserausrichtung (UD-Gewebe) gefertigt. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass sich gezielt ausgerichtete textile Verstärkungsstrukturen aus rezyklierten Glasfasern herstellen lassen, die optimal an mechanische Belastungen angepasst sind.

Die zweite Prozessroute untersucht die Verarbeitung von Long-Fiber-Delamination-(LFD)-Tapes, die direkt aus Windrotorblättern gehobelt werden, zu UD-Geweben. Diese LFD-Tapes stellen eine neuartige Klasse textiler Halbzeuge aus vollständig ausgehärtetem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)-Rezyklat dar. Derzeit wird untersucht, inwieweit sie sich diese Zwischenprodukte als leistungsfähige Verstärkungsstrukturen für Faserverbundwerkstoffe eignen.

 

Quelle:

DITF

Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia Foto (c) Andritz
Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia
12.08.2026

MENANG nimmt Produktion mit Airlay-Linie von ANDRITZ wieder auf

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

William Wong, Group Director von MENANG, erklärt: „Nach dem Brand lag unser Fokus darauf, den Wiederaufbau rasch voranzutreiben, um die Kontinuität für unsere Kunden und Partner sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von MENANG und ANDRITZ hat entscheidend dazu beigetragen, dies zu ermöglichen. Wir schätzen das Engagement und die Reaktionsbereitschaft über den gesamten Projektverlauf sehr und freuen uns, mit unserer neuen Airlay-Linie wieder in Betrieb zu sein.“

Die neu installierte ANDRITZ-Airlay-Linie bietet MENANG eine moderne und zuverlässige Technologie zur Vliesbildung und unterstützt damit das zukünftige Wachstum und die Ziele des Unternehmens in der Automobilindustrie.

Quelle:

ANDRITZ AG

Mit UMT wird Freudenberg Performance Materials zum Full-Service-Anbieter für Advanced Wound Care. © Freudenberg Performance Materials
03.08.2026

Freudenberg Performance Materials übernimmt Foshan United Medical

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Technologien und regulatorisches Know-how
Die Kernkompetenz von UMT reicht von der Faserproduktion -bzw. Funktionalisierung über Vliesstoffproduktion bis hin zur Endverpackung, Sterilisation und Marktzulassung. 

Das regulatorische Know-how von UMT, erfolgreiche internationale Erstzulassungen von Produkten sowie Patentanmeldungen in China, Europa und den USA bilden einen weiteren wichtigen  Baustein für den Ausbau des Healthcare-Geschäfts von Freudenberg Performance Materials. 

Individuelle Lösungen für Kunden
Mit der Übernahme von UMT deckt Freudenberg Performance Materials alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette im eigenen Haus ab und verfügt damit über eine der breitesten Technologieplattformen im Markt für moderne Wundversorgung. Künftig bietet das Unternehmen Kunden ein breites Spektrum an Lösungen für unterschiedliche Anwendungen: Wundauflagen aus Polyurethanschaum, mit Silikonbeschichtung oder antimikrobiellen Wirkstoffen wie Silber. Ergänzt wird das Portfolio durch absorbierende Faserlösungen auf Basis von Alginaten, Chitosan und CMC basierten Wundauflagen. Die breite technologische Basis eröffnet umfassende Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für Kunden weltweit.

Quelle:

Freudenberg Performance Materials 

(c) Helly Hansen
03.08.2026

Helly Hansen eröffnet ersten Store in Deutschland

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

„München vereint vieles von dem, wofür Helly Hansen steht: die Nähe zu Bergen und Seen, die Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten sowie den hohen Anspruch an Qualität und Funktion. Gleichzeitig ist die Stadt ein urbanes Zentrum – und genau dort überzeugen unsere technisch anspruchsvollen und zugleich stilvollen Parkas sowie unsere Regenjacken- und Mäntel der Lifestyle-Kollektion“, sagt Michael Uhl, General Manager DACH bei Helly Hansen. „Mit unserem eigenen Store schaffen wir einen Ort, an dem Kundinnen und Kunden die Marke in ihrer ganzen Vielfalt erleben können – von innovativen Technologien bis zu den Geschichten hinter unseren Produkten.“

Die Marke erlebbar machen
Ziel des neuen Stores ist es, die DNA von Helly Hansen sichtbar und erlebbar zu machen. Die Wurzeln der Marke im Segelsport, im alpinen Bereich und im professionellen Wetterschutz spiegeln sich sowohl im Sortiment als auch im Store-Konzept wider.

„Unsere Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Profis, die unter den anspruchsvollsten Bedingungen der Welt unterwegs sind – auf dem Wasser, in den Bergen und im Schnee“, so Uhl weiter. „Dieses Wissen und diese Erfahrung möchten wir direkt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben und sie dabei unterstützen, die passende Ausrüstung für ihre eigenen Abenteuer zu finden.“

Neben den aktuellen Kollektionen präsentiert der Store auch die neuesten Material- und Technologieentwicklungen von Helly Hansen – darunter innovative wasserdichte und atmungsaktive Konstruktionen sowie leistungsstarke Isolationslösungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche.

Investition in die Zukunft
Die Eröffnung des Münchner Stores markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Helly Hansen im deutschsprachigen Markt. „Wir möchten Menschen dabei unterstützen, mehr Zeit draußen zu verbringen – unabhängig von Wetter und Bedingungen“, erklärt Uhl. „Der neue Store bietet Raum für Inspiration, Austausch und persönliche Beratung und ist damit auch Treffpunkt für unsere Community.“

Quelle:

crystal communications GmbH für Helly Hansen

Credit: BVMed/Kurt Paulus
30.07.2026

BVMed: „Verlässliche Hilfsmittelversorgung trotz wachsenden Kostendrucks“

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Hilfsmittel tragen dazu bei, Patient:innen frühzeitig aus der stationären in die häusliche Versorgung zurückzuführen, und machen damit den Grundsatz „ambulant vor stationär“ möglich. Ambulante Versorgungsstrukturen würden auf diese Weise häufig deutlich höhere Kosten in Krankenhaus, Reha und Pflege vermeiden. Dabei umfasse eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen weit mehr als die Bereitstellung eines Produkts, erklärt der BVMed. Entscheidend für den Versorgungserfolg seien die individuelle Beratung, die bedarfsgerechte Anpassung, die Einweisung von Patient:innen, Angehörigen und Pflegefachpersonen sowie Reparaturen und die langfristige Begleitung. Hilfsmittel-Leistungserbringer stellen dies sicher. 

Wie stabil diese Versorgung ist, zeigt der aktuelle GKV-Mehrkostenbericht: Rund 78 Prozent aller Hilfsmittelversorgungen erfolgten 2025 ohne zusätzliche Mehrkosten für die Versicherten, und der Anteil mehrkostenfreier Versorgungen ist seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2019 weitgehend stabil. Die GKV-Ausgaben für Hilfsmittel stiegen zugleich weniger stark als die GKV-Leistungsausgaben insgesamt. Auf den gesamten Hilfsmittelbereich entfielen weniger als vier Prozent der GKV-Leistungsausgaben – bei rund 32 Millionen Versorgungen im Jahr.

Dass die Versorgung so stabil bleibt, sei keine Selbstverständlichkeit, erklärt der BVMed: Hilfsmittelversorgungsverträge laufen häufig über mehrere Jahre, während Preissteigerungen bei Personal, Rohstoffen und Material, Energie, Transport sowie Digitalisierung sowie zusätzliche Anforderungen an Dokumentation und Qualitätssicherung vielfach nicht ausgeglichen werden. Die Hilfsmittel-Leistungserbringer hätten diese Kostensteigerungen bislang weitgehend aufgefangen. „Die Schere zwischen den tatsächlichen Kosten und den Vergütungen in der Hilfsmittelversorgung geht weiter auseinander“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.

Hinzu kommt: Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht für die Jahre 2027 und 2028 einen pauschalen Abschlag von drei Prozent je Hilfsmittelversorgung vor. Dieser wird nicht nur die Produkte treffen, sondern ebenso die damit verbundenen Dienstleistungen. Eine nachhaltige Finanzierung sei jedoch die Voraussetzung für eine qualitätsgesicherte Hilfsmittelversorgung, betont der BVMed. Auch weitere pauschale Sparinstrumente oder eine Rückkehr zu Ausschreibungen bei Hilfsmitteln setzen aus BVMed-Sicht an der falschen Stelle an und gefährden Versorgungsqualität, Wahlfreiheit und wohnortnahe Strukturen. Zudem hätten Ausschreibungen in der Vergangenheit keine nachhaltigen Ausgabenreduktionen bewirkt, zugleich jedoch erhebliche Risiken für die Versorgungsqualität und -kontinuität geschaffen.

Pohl abschließend: „Die Hilfsmittel-Leistungserbringer sind Teil der Lösung für eine zukunftsfähige, wirtschaftliche und patient:innenorientierte Gesundheitsversorgung – nicht die Ursache der Kostenentwicklung. Sie sichern täglich die wohnortnahe Versorgung von Millionen Menschen und entlasten Krankenhäuser, Rehabilitation und Pflege.“ Wer die GKV-Finanzstabilität nachhaltig sichern wolle, brauche einen Perspektivwechsel: weg von kurzfristigen Spargesetzen, hin zu einer Politik, die die ambulante Versorgung tatsächlich stärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche Rahmenbedingungen bietet – als Fundament für eine qualitätsgesicherte Versorgung in der Häuslichkeit.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Rundgewebte Filterschläuche von vombaur Foto: (c) vombaur
Rundgewebte Filterschläuche
30.07.2026

vombaur Filterschläuche: Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Nahtlose Schläuche, hundertprozentige Flächennutzung
Ob Anschwemmverfahren oder kuchenbildende Filtration, ob Lebensmittel- oder Faserindustrie: Die Garne und Feinheiten der Filterschläuche werden für jedes Projekt individuell und präzise spezifiziert. Die rundgewebten vombaur-Schläuche arbeiten deshalb präzise, zuverlässig und langlebig. Aufgrund ihrer nahtlosen Architektur bringen Sie außerdem rundum gleichmäßige Filtrationseigenschaften mit. Materialstärke und Durchflussverhalten sind an jeder Stelle des Filterschlauchs identisch. Die festgesetzten Filtrationseigenschaften sind über die gesamte Schlauchfläche sichergestellt. Ein weiterer Effizienz-Gewinn: Während mit längsverschweißten oder -vernähten Filterschläuchen bis zu zehn Prozent der Filterfläche verloren gehen, wird sie mit den Hightech-Schläuchen von vombaur zu 100 Prozent genutzt. Für die Produktion und Wartung der Anlage ist darüber hinaus die einfache Montage der nahtlosen Filterschläuche von Vorteil.

Partnerschaft für höchste Qualität und maximale Prozesssicherheit 
Das hocheffiziente Filtersystem mit den vombaur-Schläuchen sorgt für einen stabilen Durchsatz in jeder Phase des Filtrationsprozesses – auch bei extremer Filterfeinheit von bis zu 1 μm und einem hohen Feststoffanteil bis 10 Prozent. „Die intelligente Filterkerzen-Konstruktion in Kombination mit unseren rundgewebten Filterschläuchen ist ein echter Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration. Der Erfolg beruht auch darauf, dass wir uns beide als Entwicklungspartner verstehen. Wir stimmen unsere Produkte genau auf die besonderen individuellen Bedingungen in den jeweiligen Produktionsanlagen ab setzen dabei auf hohe Qualität, Effizienz in den Prozessen und Langlebigkeit“, so Maren Zurek, Sales Managerin bei vombaur. „Wir passen einfach perfekt zusammen. Und gemeinsam ermöglichen wir den Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie, in der Faserindustrie und anderen Branchen damit einen langjährigen wartungsfreien Betrieb ihrer Filteranlage. Das ist auf diesem Level tatsächlich neu.“

Quelle:

vombaur 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF 

A+A 2027 A+A 2027 - © Messe Düsseldorf / Constanze Tillmann
21.07.2026

Ausstelleranmeldung für die A+A 2027 gestartet

Vom 19. bis 22. Oktober 2027 wird Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Unter dem Motto „Der Mensch zählt“ bringt die weltweit führende Fachmesse A+A internationale Expertinnen und Experten, Unternehmen sowie Anwender zusammen und präsentiert Innovationen für die Arbeitswelt von morgen.

Seit dem 16. Juni 2026 können sich Aussteller für die A+A 2027 anmelden. Unternehmen und Organisationen aus aller Welt sind eingeladen, ihre Innovationen und Lösungen für Arbeitssicherheit, Gesundheit bei der Arbeit und nachhaltige Prävention einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. 

Vom 19. bis 22. Oktober 2027 wird Düsseldorf erneut zum internationalen Treffpunkt für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Unter dem Motto „Der Mensch zählt“ bringt die weltweit führende Fachmesse A+A internationale Expertinnen und Experten, Unternehmen sowie Anwender zusammen und präsentiert Innovationen für die Arbeitswelt von morgen.

Seit dem 16. Juni 2026 können sich Aussteller für die A+A 2027 anmelden. Unternehmen und Organisationen aus aller Welt sind eingeladen, ihre Innovationen und Lösungen für Arbeitssicherheit, Gesundheit bei der Arbeit und nachhaltige Prävention einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. 

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Automatisierung, demografische Veränderungen, neue Arbeitsformen und die Folgen des Klimawandels stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die A+A 2027 greift diese Entwicklungen auf und zeigt praxisnahe Lösungen für eine sichere, gesunde und nachhaltige Arbeitswelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der intelligenten Vernetzung von Mensch, Technologie und Arbeitsumgebung sowie auf nachhaltigen Konzepten im Sinne der Kreislaufwirtschaft.  

„Die A+A ist der internationale Treffpunkt für die Arbeitsschutzbranche. Der Erfolg der vergangenen Veranstaltung mit 2.340 Ausstellenden aus 70 Ländern und rund 67.000 Fachbesucherinnen und -besuchern aus 150 Nationen unterstreicht ihre weltweite Bedeutung. Sie bietet Unternehmen die ideale Plattform, um Innovationen zu präsentieren, internationale Kontakte zu knüpfen und neue Märkte zu erschließen. Wir freuen uns darauf, die Branche 2027 erneut in Düsseldorf willkommen zu heißen“, erklärt Daniel Feische, Director der A+A und des Portfolios Occupational Safety and Health.

Entdecken, erleben, verstehen 
Auf der A+A 2027 wird Zukunft greifbar. Fachbesucherinnen und Fachbesucher erleben innovative Produkte, intelligente Technologien und praxisnahe Lösungen für sicheres und gesundes Arbeiten – von intelligenter persönlicher Schutzausrüstung und Wearables über Exoskelette und digitale Assistenzsysteme bis hin zu KI-gestützten Anwendungen, nachhaltigen Materialien und innovativer Workwear.

Ergänzend machen zahlreiche Live-Formate Innovationen unmittelbar erlebbar. Der EXO PARK, das A+A Trend Forum, Live-Demonstrationen zu Brandschutz und Notfallmanagement vermitteln aktuelle Entwicklungen praxisnah und fördern den fachlichen Austausch. 

Ein weiteres Highlight ist die A+A Fashion Show. Sie präsentiert aktuelle Trends aus den Bereichen Workwear und Corporate Fashion und zeigt, wie innovative Materialien, Nachhaltigkeit und modernes Design neue Maßstäbe für Arbeits- und Schutzbekleidung setzen.

40. Internationaler A+A Kongress 
Parallel zur A+A feiert der Internationale A+A Kongress 2027 seine 40. Ausgabe. Unter dem Leitthema „Prävention sichert Stabilität – Arbeitsschutz als Schlüssel zur Krisenresilienz von Unternehmen“ diskutiert die nationale und internationale Arbeitsschutz-Community aktuelle Herausforderungen und zukunftsweisende Lösungen. Im Fokus stehen unter anderem Digitalisierung, neue Arbeitsprozesse, Qualifizierung sowie die internationale Präventionsstrategie VISION ZERO.

Veranstaltet wird der Kongress von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Basi-Geschäftsführer Dr. Christian Felten betont: „Arbeitsschutz ist kein Kostenfaktor, sondern ein Stabilitätsfaktor. Unternehmen, die in Prävention investieren, stärken ihre Leistungsfähigkeit und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden – im Alltag genauso wie in Krisenzeiten.“

Der Call for Participation für den Jubiläumskongress wird in Kürze veröffentlicht. 

Quelle:

Messe Düsseldorf 

Funktionsband von JUMBO-Textil bei ALEA im Einsatz Foto: (c) JUMBO-Textil
20.07.2026

Funktionsband von JUMBO-Textil bei ALEA im Einsatz

„Es ist nicht zu sehen und nicht zu hören – und gerade deshalb optimal für diesen Einsatz“, sagt Stefan Wallner, Sales Manager Automotive von JUMBO-Textil. Das Tochterunternehmen der Textation Group für technische Schmaltextilien ist Spezialist für Elastics und produziert unter anderem Bauteile für Automotive-Zulieferer, etwa Fangbänder, Entriegelungsschlaufen oder Spannlitzen. Viele dieser Produkte bleiben im Verborgenen. Eingebaut im Sitz oder hinter einer Verkleidung erfüllen sie zuverlässig ihre Funktion: Spannen, Halten, Verstellen, Fixieren … Die textilen Bauteile arbeiten im Hintergrund – leicht, leise und langlebig.

Unsichtbarer Hochleister
Zu diesen „unsichtbaren Hochleistern“ gehört auch ein clever konzipiertes Funktionsband. Die Kombination aus einem elastischen und einem unelastischen Webband dient als Klappenhalterung für eine Kartentasche in der Sitzrückenlehne. Über Maße und Materialien des elastischen Bands lässt sich das Kraft-Dehn-Verhalten exakt steuern. Das unelastische Band sorgt für Stabilität an den Reibungspunkten und für geräuschlose Funktion. 

„Es ist nicht zu sehen und nicht zu hören – und gerade deshalb optimal für diesen Einsatz“, sagt Stefan Wallner, Sales Manager Automotive von JUMBO-Textil. Das Tochterunternehmen der Textation Group für technische Schmaltextilien ist Spezialist für Elastics und produziert unter anderem Bauteile für Automotive-Zulieferer, etwa Fangbänder, Entriegelungsschlaufen oder Spannlitzen. Viele dieser Produkte bleiben im Verborgenen. Eingebaut im Sitz oder hinter einer Verkleidung erfüllen sie zuverlässig ihre Funktion: Spannen, Halten, Verstellen, Fixieren … Die textilen Bauteile arbeiten im Hintergrund – leicht, leise und langlebig.

Unsichtbarer Hochleister
Zu diesen „unsichtbaren Hochleistern“ gehört auch ein clever konzipiertes Funktionsband. Die Kombination aus einem elastischen und einem unelastischen Webband dient als Klappenhalterung für eine Kartentasche in der Sitzrückenlehne. Über Maße und Materialien des elastischen Bands lässt sich das Kraft-Dehn-Verhalten exakt steuern. Das unelastische Band sorgt für Stabilität an den Reibungspunkten und für geräuschlose Funktion. 

Die Klappe wird von zwei solcher Kombibänder gehalten, die überkreuzt im Sitzrücken verbaut sind. Die unelastischen Bänder werden durch einen Schlitz in der Klappe gezogen und auf der anderen Seite so gefaltet und vernäht, dass sie sich hinter dem Schlitz fest verankern. Die elastischen Bänder werden an vorab präzise definierten Löchern im Sitzrücken eingehakt. Die Löcher werden mittels Laserschnitt ausgespart. Dank der versiegelten Lochkanten sind sie stabil und langlebig. Für die Fahrzeuginsassen bleibt das komplexe Bauteil unbemerkt. Nur für den kurzen Moment, in dem sie die Klappe öffnen, blitzen seitlich ein bis zwei Zentimeter des unelastischen Webbands auf. 

Enge Kooperation, präzise Spezifikation
Auto Leder Atelier GmbH, kurz ALEA, verbaut dieses hochwertige Funktionsband von JUMBO-Textil. Der Spezialist für Innenraumveredelung – von der Kaschierung bis zur Belederung – fertigt für Automobilhersteller und Tier-1-Zulieferer im Luxus- und Premiumsegment hochwertige Interieur-Bauteile in Serie, darunter Ledersitze und -verkleidungen für einige der renommiertesten Automobilmarken weltweit." Kraft-Dehn-Verhalten, Flammhemmung, Oberflächeneigenschaften … – kein Parameter darf vom finalen Muster abweichen. Die Textilien müssen bis in die letzte Faser die Leistung erbringen, für die sie ausgelegt sind. „Als Lösungsanbieter liefern wir Schmaltextilien, die genau auf die jeweiligen Anforderungen – von den Umweltbedingungen bis zur Einbausituation – abgestimmt sind und präzise leisten, was die Kunden jeweils benötigen. Für das Funktionsband von ALEA haben wir eine spezielle Variante mit zwei unterschiedlichen Bandbreiten entwickelt und Muster mit den exakten projektspezifischen Eigenschaften produziert“, erläutert Wallner. „Genaue Kenntnis des Kundenprojekts ist dafür unerlässlich.“
    
Regelmäßiger Austausch vor Ort
Auch ALEA legt auf den Austausch der Partner großen Wert. „Neben der makellosen Optik, Haptik und Akustik bieten unsere Lederprodukte maximale Funktionalität. Da zählt jedes Detail, ob sichtbar oder unsichtbar“, betont Mario Haufe, COO von ALEA. „Unser Partner JUMBO-Textil steuert hochfunktionale und montagefertige Bauteile für unsere Produkte bei. Deshalb arbeiten wir mit dem Unternehmen in NRW zusammen. Und die Erfahrung zeigt, dass dieses Ergebnis auch vom guten Zusammenspiel mit dem Zulieferer abhängt. Nur wer uns, unsere Erwartungen, unsere Produktionsbedingungen, die Einbausituation des Bauteils kennt, kann uns Bauteile liefern, die perfekt ins Produkt und zu unseren Prozessen passen.“ 

JUMBO-Textil war zu Projektbeginn bei ALEA vor Ort. Das Entwicklungsteam in Sprockhövel weiß deshalb genau, wie die Kolleg*innen in Hofstetten arbeiten und was sie brauchen. Für das spezielle Funktionsband wurden alle Spezifikationen gemeinsam exakt definiert. JUMBO-Textil hat daraufhin mehrere mögliche Lösungen entwickelt, aus denen das ALEA-Team die perfekte Variante wählen konnte. „So war schon das Muster für den ersten Verbauversuch ziemlich nah an der finalen Lösung“, erklärt Haufe. „Das war einmal mehr ein ausgezeichnetes Zusammenspiel, das allen zugutekommt: uns, dem Auto-Hersteller und schließlich all denen, die im Fahrzeug unterwegs sind und ihr Tablet – oder was sonst sie bei sich haben – sicher in der Sitzrückenklappe verstauen.“

  • Elastisch und unelastisch kombiniert
  • In unterschiedlichen Bandbreiten möglich
  • In kundenspezifischer Farbgebung möglich
  • Löcher per Laserschnitt erstellt oder bereits im Flechtprozess eingearbeitet
  • Ready to use: montagefertig, z. B. auch mit angenähtem Kunststoffflachprofil 
  • Mit nähbarem Kunststoff
  • Elastisches Material: Naturgummi
  • Flammhemmend ausgerüstet

 

Quelle:

JUMBO-Textil

12.07.2026

Hightech-Textilien als Gamechanger in der Hitzewelle

Südwesttextil begrüßt politische Vorstöße zum Hitzeschutz und verweist auf innovative Textilien zum Schutz von Mensch, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort. 

Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Gesundheit und Infrastruktur – bringt aber zusätzlich auch hohe Kosten für den Wirtschaftsstandort mit sich. Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Baden-Württemberg mit seiner starken industriellen Wertschöpfung deutschlandweit besonders stark betroffen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt Südwesttextil, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Ausbau des Hitzeschutzes im Verkehr als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnet und der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Hitze-Taskforce Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung bündelt und weiterentwickelt.

Südwesttextil begrüßt politische Vorstöße zum Hitzeschutz und verweist auf innovative Textilien zum Schutz von Mensch, Infrastruktur und Wirtschaftsstandort. 

Extreme Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem Risiko für Gesundheit und Infrastruktur – bringt aber zusätzlich auch hohe Kosten für den Wirtschaftsstandort mit sich. Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Baden-Württemberg mit seiner starken industriellen Wertschöpfung deutschlandweit besonders stark betroffen ist. Vor diesem Hintergrund begrüßt Südwesttextil, dass Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder den Ausbau des Hitzeschutzes im Verkehr als wichtige Zukunftsaufgabe bezeichnet und der baden-württembergische Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit einer Hitze-Taskforce Maßnahmen zum gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung bündelt und weiterentwickelt.

Für Südwesttextil zeigen diese Entwicklungen vor allem eines: Klimaanpassung wird zu einem entscheidenden Standortfaktor – und innovative Textilien können dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner erklärt: „Hitze ist längst nicht mehr nur eine gesundheitliche Herausforderung, sondern zunehmend auch ein wirtschaftlicher Risikofaktor. Wer die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts sichern will, muss Klimaanpassung stärker mitdenken. Innovative Textilien können dazu beitragen, Beschäftigte zu schützen, Arbeitsfähigkeit zu erhalten und Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen.“

Schon heute entwickelt die Branche Lösungen für die Klimaanpassung. Moderne Kühltextilien schützen Menschen vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze – im Verkehr ebenso wie in Industrie, Rettungsdienst oder Pflege. Technische Textilien mit smarten Fasern ermöglichen Kühlbekleidung, die ohne Strom und ohne Kältemittel funktioniert. 

Ein aktuelles Beispiel liefert die Zusammenarbeit zwischen einem baden-württembergischen Textilunternehmen und der Deutschen Bahn. Im Rahmen eines Innovationsprogramms wurden Kühlwesten und kühlende Bandanas unter realen Arbeitsbedingungen getestet. Die Rückmeldungen der Beschäftigten fielen sehr positiv aus, sollen nun in vielen Bereichen eingesetzt werden und bestätigen das Potenzial moderner Kühltextilien für den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Klimaanpassung braucht textile Innovationen
Neben hitzeresistenter Infrastruktur braucht Deutschland auch Lösungen, die Menschen, Gebäude und öffentliche Räume vor den Folgen des Klimawandels schützen. Dazu zählen beispielsweise neben intelligenter Kühlbekleidung, textile Hitzeschutzsysteme oder auch mobile Hitzenotfallausstattung für den öffentlichen Verkehr, etwa Hitzenotfallkoffer mit Sofortkühldecken. 

Die Einsatzmöglichkeiten von Textil reichen aber weit über den persönlichen Hitzeschutz hinaus. Innovative textile Fassaden- und Verschattungssysteme können Gebäude vor Überhitzung schützen und so den Energiebedarf für Kühlung reduzieren. Begrünbare textile Fassadenelemente leisten zusätzlich einen Beitrag zur Kühlung urbaner Räume und zum  Regenwassermanagement. Gleichzeitig entstehen textile Lösungen für den Hochwasser- und Starkregenschutz, die künftig helfen können, Infrastruktur und Siedlungsräume widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen.

„Die Textilindustrie entwickelt längst nicht mehr nur Kleidung. Sie entwickelt Zukunftstechnologien für Gesundheit, Mobilität, Energieeffizienz und Klimaanpassung. Wer heute über Hitzeschutz, klimaresiliente Infrastruktur oder Gesundheitsvorsorge spricht, muss textile Innovationen mitdenken. Gerade Baden-Württemberg verfügt als führender Standort technischer Textilien über das Know-how, um hierzu einen entscheidenden Beitrag zu leisten“, so Edina Brenner.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil

Eindrücke vom Besuch der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, an der Westsächsischen Hochschule Zwickau Foto: WHZ/ C. Zahn
02.07.2026

Bundesministerin Dorothee Bär zu Gast an der WHZ

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) begrüßte am 30. Juni die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, zu einem Besuch auf dem Campus in Zwickau. Sie war der Einladung des Bundestagsabgeordneten Carsten Körber gefolgt und an diesem Tag zu Gast in Zwickau.

Im Mittelpunkt des Termins an der WHZ stand zunächst ein Austausch von Bundesministerin Bär mit der Hochschulleitung, Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Vertretern der Wirtschaft sowie Forschenden der WHZ. Dabei wurde insbesondere über die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion Westsachsen und die Bedeutung innovativer sowie industrienaher Hochschulforschung und Technologien für die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. 

Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) begrüßte am 30. Juni die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, zu einem Besuch auf dem Campus in Zwickau. Sie war der Einladung des Bundestagsabgeordneten Carsten Körber gefolgt und an diesem Tag zu Gast in Zwickau.

Im Mittelpunkt des Termins an der WHZ stand zunächst ein Austausch von Bundesministerin Bär mit der Hochschulleitung, Oberbürgermeisterin Constance Arndt, Vertretern der Wirtschaft sowie Forschenden der WHZ. Dabei wurde insbesondere über die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion Westsachsen und die Bedeutung innovativer sowie industrienaher Hochschulforschung und Technologien für die Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. 

Anschließend erhielt die Bundesministerin Einblicke in ausgewählte, anwendungsnahe Forschungsprojekte der WHZ. Vorgestellt wurden Ergebnisse aus dem Bereich New Mobility für vernetzte Verkehrssysteme, ein KI-basiertes Assistenzsystems zur Unterstützung von Operationsteams bei der Zählkontrolle sowie Forschungs- und Transferaktivitäten der All Electric Society Alliance, die Lösungen für eine klimaneutrale, digital vernetzte und elektrifizierte Gesellschaft entwickelt. Darüber hinaus informierte sich Bär über aktuelle Entwicklungen in der Medizintechnik sowie über die Konzeption und Herstellung zukunftsorientierter elektronischer und mikromechanischer Sensorsysteme. Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung durch den Reinraum des neuen Hochtechnologiezentrums, welches sich derzeit in den letzten Zügen der Bauphase befindet. Mit dem Reinraum, einem Experimental-OP und zahlreichen weiteren Laboren wird das Gebäude künftig modernste Forschungs- und Lehrbedingungen für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten.

Bundesministerin Bär sagte: „Mit der Hightech Agenda Deutschland wollen wir Deutschland wieder zum Top-Technologieland machen. Auch Zwickau ist hierfür ein Standort mit großem Potenzial. Die neuen Entwicklungen an der WHZ geben zudem Anlass zu Optimismus, was den Strukturwandel in der Transformationsregion Westsachsen betrifft.“
Prof. Jan Schubert, Prorektor Forschung an der WHZ erklärt dazu: „Den großen Herausforderungen, vor denen die mittelständisch geprägte Region Westsachsen steht, wollen wir als WHZ gemeinsam mit den Unternehmen durch anwendungsnahe Forschung und Transfer begegnen. Durch innovative und wirtschaftlich tragfähige Lösungen wollen wir die Zukunftsperspektiven der Region positiv gestalten.“

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau