Innovationstag: Mittelstand macht Zukunft!

@ AiF Projekt GmbH
12.06.2026

Innovationstag: Mittelstand macht Zukunft!

Wie entstehen Innovationen, die aktuelle technologische Herausforderungen angehen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken? Auf dem Innovationstag Mittelstand 2026 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) wurde diese Frage ganz praktisch beantwortet: mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die auf konkrete Anforderungen in Unternehmen eingehen, und aus denen neue Technologien und marktnahe Anwendungen entstehen. Rund 300 Ausstellende aus mittelständischen Unternehmen, Start-ups, Handwerksbetrieben sowie Forschungseinrichtungen präsentierten bei dem Open-Air-Event in Berlin-Pankow aktuelle Projektergebnisse. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Veranstaltung für fachlichen Austausch, Vernetzung und Einblicke in die Innovationspraxis des deutschen Mittelstands.

Wie entstehen Innovationen, die aktuelle technologische Herausforderungen angehen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken? Auf dem Innovationstag Mittelstand 2026 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) wurde diese Frage ganz praktisch beantwortet: mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die auf konkrete Anforderungen in Unternehmen eingehen, und aus denen neue Technologien und marktnahe Anwendungen entstehen. Rund 300 Ausstellende aus mittelständischen Unternehmen, Start-ups, Handwerksbetrieben sowie Forschungseinrichtungen präsentierten bei dem Open-Air-Event in Berlin-Pankow aktuelle Projektergebnisse. Rund 2.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Veranstaltung für fachlichen Austausch, Vernetzung und Einblicke in die Innovationspraxis des deutschen Mittelstands.

Die Bandbreite der gezeigten Projekte reichte von intelligenten Produktionssystemen über digitale Gesundheitsanwendungen bis hin zu ressourceneffizienten Fertigungstechnologien. Sichtbar wurde vor allem eines: Innovation im Mittelstand entsteht häufig nah am konkreten Bedarf, anwendungsorientiert und in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Netzwerkpartnern.

„Innovation beginnt dort, wo Menschen bereit sind, neue Ideen zu verfolgen. Die großen Entdeckungen und technologischen Fortschritte der Geschichte wären ohne Mut, Neugier und Pioniergeist nicht möglich gewesen. Genau diese Haltung erleben wir heute auch im Mittelstand und bei den Ausstellern des Innovationstags“, betonte auch Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung bei der Auszeichnung der ZIM-Projekte des Jahres.

Innovation im Dialog: Praxis statt Zukunftsversprechen
Mit Fachimpulsen, Projektvorstellungen, Themenrundgängen und Diskussionsformaten beschäftigte sich die Veranstaltung mit der konkreten Umsetzung von Innovationen. Im Fokus standen weniger abstrakte Zukunftsszenarien als die Frage, wie neue Technologien entwickelt, erprobt und erfolgreich in den Markt gebracht werden.

Das Bühnenprogramm griff zentrale Themen des Mittelstands auf – darunter Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Nachhaltigkeit, industrielle Transformation und Technologietransfer. Unternehmen und Forschungspartner berichteten aus der Praxis und zeigten, wie aus Forschungsprojekten marktfähige Produkte und Verfahren entstehen. Ergänzt wurde das Programm durch interaktive Austauschformate sowie die „International Area“, in der grenzüberschreitende Innovationskooperationen vorgestellt wurden. 

Ein neues Format war der „ZIM-NetzwerkCampus“. Er brachte Akteure aus unterschiedlichen Technologiebereichen gezielt miteinander ins Gespräch und zeigte, welche Bedeutung interdisziplinäre Netzwerke für Innovationsprozesse im Mittelstand haben. 
 
ZIM-Projekte des Jahres 2026 ausgezeichnet
Ein Höhepunkt des Innovationstags war die Auszeichnung der „ZIM-Projekte des Jahres 2026“. Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, würdigte Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die beispielhaft für Innovationskraft, Praxisbezug und technologischen Fortschritt im Mittelstand stehen. „Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand und unsere weiteren Förderprogramme zielen auf den Mittelstand. Von den 3,9 Millionen Betrieben in Deutschland sind 99 Prozent kleine und mittlere Unternehmen. Sie werden zuweilen nicht gesehen und kommen nicht in den Schlagzeilen vor. Dennoch tragen sie unser Land, weil sie Kraftwerk und Kreativzentrum zugleich sind“, sagte Gitta Connemann. Die Auszeichnungen wurden in den Kategorien Einzelprojekt, Kooperationsprojekt, Handwerksprojekt und Innovationsnetzwerk vergeben.

ZIM-Einzelprojekt des Jahres 2026
Für das „ZIM-Einzelprojekt des Jahres“ wurde die SINOVO health solutions GmbH ausgezeichnet. Mit „AUdiTE“ entwickelte das Unternehmen ein Assistenzsystem zur automatisierten Analyse von Diabetesdaten. Die Software unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, komplexe Therapieverläufe schneller auszuwerten und fundierte Therapieentscheidungen zu treffen. Die Anwendung reagiert auf zwei zentrale Herausforderungen in der Diabetesversorgung: immer größere Datenmengen und steigenden Zeitdruck im medizinischen Alltag. Eine regelbasierte Analyseplattform wertet relevante Daten automatisiert aus und liefert strukturierte Hinweise für die weitere Behandlung.

ZIM-Kooperationsprojekt des Jahres 2026
Die Auszeichnung für das „ZIM-Kooperationsprojekt des Jahres“ erhielten die A. Liersch GmbH und die css-elektronik Computersysteme Dr. Schmidt GmbH. Gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg als Kooperationspartner entwickelten sie ein intelligentes Überwachungssystem für industrielle Nähprozesse. Das System erkennt sicherheitskritische Nahtfehler bei technischen Textilien automatisiert und in Echtzeit, etwa bei Sicherheitsgurten, Airbags oder Fallschirmen. Möglich wird dies durch die Kombination aus Sensorik, Magnetfeldmessung und KI-gestützter Anomalieerkennung. 

ZIM-Handwerksprojekt des Jahres 2026
Im Handwerk überzeugte die KTB Holzbearbeitung mit einem teilautomatisierten Lackierverfahren für Streichinstrumente. Das Unternehmen wurde für das  „ZIM-Handwerksprojekt des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Es entwickelte ein teilautomatisiertes Lackierverfahren für Streichinstrumente, das die bislang sehr zeitaufwendige manuelle Lackierung kleiner und mittlerer Serien deutlich effizienter macht. Ein speziell angepasster Roboterarm ermöglicht einen reproduzierbaren Lackauftrag bei gleichzeitig hoher handwerklicher Qualität. Dadurch lassen sich Fertigungszeiten reduzieren und Produktionskapazitäten erhöhen, wobei die traditionelle Optik der Instrumente erhalten bleibt. 

ZIM-Innovationsnetzwerk des Jahres 2026
 
Als „ZIM-Innovationsnetzwerk des Jahres“ wurde das internationale Netzwerk META ausgezeichnet. Es verbindet Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Automatisierungsexperten aus Deutschland und Polen mit dem Ziel, digitale Produktionslösungen aus dem Bereich Industrie 4.0 für kleine und mittlere Unternehmen weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen intelligente Fertigungssysteme, Automatisierung und datenbasierte Produktionsprozesse. Im Netzwerk entstanden unter anderem ein Infrarotspektroskopie-basiertes Messsystem für Kühlschmierstoffe sowie eine Technologie zur reproduzierbaren Verbesserung von Bauteiloberflächen.
 
Mittelstand als Innovationsmotor
Der Innovationstag Mittelstand 2026 machte deutlich, welche Rolle kleine und mittlere Unternehmen für die Innovationsfähigkeit Deutschlands spielen. Viele der vorgestellten Lösungen entstehen aus konkreten betrieblichen Herausforderungen. Sie sind nah an der Praxis, schnell in der Umsetzung und auf reale Marktbedarfe ausgerichtet. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten investieren mittelständische Unternehmen in neue Technologien, Prozesse und Produkte, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren.

Das technologie- und branchenoffene Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zählt dabei zu den wichtigsten technologie- und branchenoffenen Förderprogrammen für den innovativen Mittelstand in Deutschland. Es unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen ebenso wie Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Innovationsnetzwerken. 

„Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Er verfügt über eine besondere Stärke, ist für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes von enormer Bedeutung und bringt die Innovationskraft mit, die wir brauchen, um Deutschland zukunftsfähig und zukunftsfest aufzustellen”, so Dr. Janina Jänsch, Leiterin der Abteilung „Mittelstand, Zukunftstechnologien, Start-ups“ im BMWE zur Eröffnung der Veranstaltung.