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07.09.2026

G-III schließt Marc-Jacobs-Übernahme ab

G-III Apparel Group hat die Übernahme des operativen Marc-Jacobs-Geschäfts abgeschlossen und gleichzeitig die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt. Der Konzernumsatz sank im Quartal um 10 Prozent von 613,3 auf 554,1 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge um 440 Basispunkte auf 45,2 Prozent. G-III führt dies unter anderem auf Preisanpassungen und einen höheren Anteil margenstärkerer eigener Marken zurück.

Die Portfolioveränderung ist größer als der reine Zukauf von Marc Jacobs. G-III verliert rund 460 Millionen US-Dollar Umsatz aus auslaufenden Calvin-Klein- und Tommy-Hilfiger-Lizenzen und richtet das Geschäftsmodell stärker auf eigene beziehungsweise langfristig kontrollierte Marken aus. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen rund 2,71 Milliarden Dollar Umsatz nach 2,96 Milliarden im Vorjahr.

G-III Apparel Group hat die Übernahme des operativen Marc-Jacobs-Geschäfts abgeschlossen und gleichzeitig die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt. Der Konzernumsatz sank im Quartal um 10 Prozent von 613,3 auf 554,1 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge um 440 Basispunkte auf 45,2 Prozent. G-III führt dies unter anderem auf Preisanpassungen und einen höheren Anteil margenstärkerer eigener Marken zurück.

Die Portfolioveränderung ist größer als der reine Zukauf von Marc Jacobs. G-III verliert rund 460 Millionen US-Dollar Umsatz aus auslaufenden Calvin-Klein- und Tommy-Hilfiger-Lizenzen und richtet das Geschäftsmodell stärker auf eigene beziehungsweise langfristig kontrollierte Marken aus. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen rund 2,71 Milliarden Dollar Umsatz nach 2,96 Milliarden im Vorjahr.

Marc Jacobs soll zu einem zentralen Wachstumsträger werden. G-III hat das operative Geschäft übernommen; parallel hält ein mit WHP Global gegründetes Gemeinschaftsunternehmen die Markenrechte. G-III nennt für Marc Jacobs langfristig ein Ziel von rund einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz. Kurzfristig erwartet der Konzern aus der Akquisition allerdings noch eine leichte Verwässerung des Ergebnisses.

Für die Modewirtschaft ist die Kombination aus sinkendem Gesamtumsatz, steigender Marge und aktiver Portfoliobereinigung besonders aufschlussreich. Sie zeigt, wie Lizenzkonzerne versuchen, Abhängigkeiten von fremden Markenrechten zu reduzieren und gleichzeitig mehr Kontrolle über Markenentwicklung, Retail, E-Commerce und internationale Expansion zu gewinnen.

Quelle:

G-III Apparel Group, Ltd.

Kollektion „Always U“ (c) UniFirst Corporation
Kollektion „Always U“
07.09.2026

UniFirst bringt Stretch-Workwear in den Mietservice

UniFirst erweitert sein Mietwäsche- und Berufsbekleidungsangebot um die Kollektion „Always U“. Die neue Linie richtet sich ausdrücklich an Beschäftigte, die sich während einer Arbeitsschicht häufig beugen, strecken und bewegen. Zum Einsatz kommen Poly-Baumwoll-Gewebe mit mechanischem Stretch, die nach Angaben des Unternehmens 10 bis 12 Prozent mehr Dehnung bieten als Standarduniformen.

Die konstruktiven Details sind auf Bewegungsfreiheit ausgelegt: interne elastische Taillenbänder, Zwickel im Schritt, vorgeformte Knie sowie funktionale Taschenlösungen. Bemerkenswert ist die eigenständig entwickelte Damenlinie. Shirts berücksichtigen eine weibliche Taillen- und Saumform, Hosen und Shorts verfügen über eine konturierte Mid-Rise-Passform und flach anliegende Taschen. UniFirst begründet dies mit dem wachsenden Frauenanteil in Bau, Fertigung sowie Transport und Logistik.

UniFirst erweitert sein Mietwäsche- und Berufsbekleidungsangebot um die Kollektion „Always U“. Die neue Linie richtet sich ausdrücklich an Beschäftigte, die sich während einer Arbeitsschicht häufig beugen, strecken und bewegen. Zum Einsatz kommen Poly-Baumwoll-Gewebe mit mechanischem Stretch, die nach Angaben des Unternehmens 10 bis 12 Prozent mehr Dehnung bieten als Standarduniformen.

Die konstruktiven Details sind auf Bewegungsfreiheit ausgelegt: interne elastische Taillenbänder, Zwickel im Schritt, vorgeformte Knie sowie funktionale Taschenlösungen. Bemerkenswert ist die eigenständig entwickelte Damenlinie. Shirts berücksichtigen eine weibliche Taillen- und Saumform, Hosen und Shorts verfügen über eine konturierte Mid-Rise-Passform und flach anliegende Taschen. UniFirst begründet dies mit dem wachsenden Frauenanteil in Bau, Fertigung sowie Transport und Logistik.

Für den Textilservice ist entscheidend, dass die Kollektion nicht als reines Kaufprodukt konzipiert wurde. Sie wird in das gemanagte Mietprogramm von UniFirst integriert, das hygienische Wäsche, Prüfung, Instandhaltung, automatische Reparaturen beziehungsweise Ersatz sowie Abholung und Auslieferung umfasst. Damit müssen Materialauswahl, Komfort und modische Passform mit industrieller Waschbarkeit, Reparierbarkeit und wirtschaftlicher Umlauffähigkeit zusammenpassen.

UniFirst betreibt mehr als 270 Servicestandorte in Nordamerika, bedient über 300.000 Kundenstandorte und stattet nach eigenen Angaben täglich mehr als zwei Millionen Beschäftigte aus. Die Kombination aus eigenproduzierter Berufsbekleidung und Serviceplattform macht den Launch deshalb auch für europäische Textilserviceanbieter interessant: Komfort- und Fit-Themen werden zunehmend Bestandteil des Dienstleistungsversprechens und nicht nur der Bekleidungsbeschaffung.

Quelle:

UniFirst Corporation

07.09.2026

Hyosung startet integrierte Bio-Spandex-Produktion

Hyosung TNC hat in Vietnam ein integriertes Produktionssystem für biobasiertes Spandex in Betrieb genommen. Kern ist eine neue Bio-BDO-Anlage in Ho-Chi-Minh-Stadt mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen. Die Infrastruktur ist nach Unternehmensangaben so ausgelegt, dass die Kapazität bei entsprechender Marktentwicklung auf bis zu 200.000 Tonnen erweitert werden kann. Für das Gesamtprojekt nennt Hyosung ein Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar.

Das biobasierte 1,4-Butandiol wird aus Zucker gewonnen, der aus Zuckerrohr stammt. Hyosung verarbeitet Bio-BDO am Standort Dong Nai zu PTMG, einem zentralen Vorprodukt für Spandex-Polymere, und führt dieses anschließend direkt der Produktion der eigenen Faser „regen Bio“ zu. Damit verbindet das Unternehmen Rohstoff, Polymerzwischenprodukt und Faser in einer regional integrierten Wertschöpfungskette.

Hyosung TNC hat in Vietnam ein integriertes Produktionssystem für biobasiertes Spandex in Betrieb genommen. Kern ist eine neue Bio-BDO-Anlage in Ho-Chi-Minh-Stadt mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen. Die Infrastruktur ist nach Unternehmensangaben so ausgelegt, dass die Kapazität bei entsprechender Marktentwicklung auf bis zu 200.000 Tonnen erweitert werden kann. Für das Gesamtprojekt nennt Hyosung ein Investitionsvolumen von einer Milliarde US-Dollar.

Das biobasierte 1,4-Butandiol wird aus Zucker gewonnen, der aus Zuckerrohr stammt. Hyosung verarbeitet Bio-BDO am Standort Dong Nai zu PTMG, einem zentralen Vorprodukt für Spandex-Polymere, und führt dieses anschließend direkt der Produktion der eigenen Faser „regen Bio“ zu. Damit verbindet das Unternehmen Rohstoff, Polymerzwischenprodukt und Faser in einer regional integrierten Wertschöpfungskette.

Nach Unternehmensangaben wird die verantwortliche Beschaffung und Rückverfolgbarkeit des Bio-BDO über das VIVE Sustainable Program überprüft. Hyosung stellt zudem in Aussicht, die Plattform über Spandex hinaus für TPU, PBAT, Schuhsohlen und weitere industrielle Anwendungen zu nutzen. Die textile Relevanz liegt vor allem in Anwendungen wie Sportswear, Swimwear und Denim, in denen Elastizität und Dauerhaftigkeit zentrale Anforderungen sind.

Die Meldung ist zugleich ein wichtiger Hinweis auf die strategische Verschiebung bei Elastomerfasern: Nicht nur die Faser selbst, sondern bereits die chemische Vorstufe wird in Defossilisierungsstrategien einbezogen. Die von Hyosung genannten Aussagen zur Gleichwertigkeit von Elastizität und Haltbarkeit gegenüber petrochemischem Spandex stammen allerdings vom Hersteller; unabhängige Vergleichsdaten werden in der Mitteilung nicht vorgelegt.

Quelle:

Hyosung TNC / Hyosung Performance Textiles

Geschäftsklimaindex  3. Q 2026 Grafik (c) GESAMTMASCHE e. V.
07.09.2026

Maschenunternehmen erwarten Personalabbau: Entlastung versprochen – Belastungen steigen

Das Geschäftsklima der deutschen Maschenindustrie bleibt im dritten Quartal tief im Minus. Die aktuelle Lage hat sich nochmals deutlich verschlechtert. Die Erwartungen hellen sich etwas auf. Doch die Belastungen am Standort wachsen weiter. 

Der GESAMTMASCHE-Geschäftsklimaindex verbessert sich im dritten Quartal 2026 nur geringfügig von –28,22 auf –27,47 Punkte. Dahinter steht eine deutliche Schere: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt von –28,47 auf –34,72 Punkte. Die Erwartungen für die kommenden Monate steigen dagegen von –27,98 auf –19,05 Punkte. 

„Die Unternehmen hoffen auf Besserung. Aber die wirtschaftliche Realität wird zunächst noch härter“, sagt GESAMTMASCHE-Präsidentin Martina Bandte. „Die Politik verspricht Entlastung, doch bei den Unternehmen kommt das Gegenteil an. So entsteht keine Trendwende.“ 

Das Geschäftsklima der deutschen Maschenindustrie bleibt im dritten Quartal tief im Minus. Die aktuelle Lage hat sich nochmals deutlich verschlechtert. Die Erwartungen hellen sich etwas auf. Doch die Belastungen am Standort wachsen weiter. 

Der GESAMTMASCHE-Geschäftsklimaindex verbessert sich im dritten Quartal 2026 nur geringfügig von –28,22 auf –27,47 Punkte. Dahinter steht eine deutliche Schere: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt von –28,47 auf –34,72 Punkte. Die Erwartungen für die kommenden Monate steigen dagegen von –27,98 auf –19,05 Punkte. 

„Die Unternehmen hoffen auf Besserung. Aber die wirtschaftliche Realität wird zunächst noch härter“, sagt GESAMTMASCHE-Präsidentin Martina Bandte. „Die Politik verspricht Entlastung, doch bei den Unternehmen kommt das Gegenteil an. So entsteht keine Trendwende.“ 

Die schwache Nachfrage setzt den Unternehmen weiter zu. 52 Prozent bewerten ihre Inlandsumsätze als schlecht, beim Auslandsumsatz sind es knapp 55 Prozent. Rund 46 Prozent melden schlechte Auftragseingänge, 42 Prozent eine schlechte Ertragslage. Für die kommenden Monate rechnen 37,5 Prozent der Unternehmen mit sinkender Personalstärke. 

Bürokratieabbau? Die Rechnung geht nicht auf. 
Beim versprochenen Bürokratieabbau klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Die EU-Kommission beziffert die möglichen jährlichen Einsparungen ihrer bisherigen Vereinfachungsvorschläge und weiterer Initiativen auf 15 Milliarden Euro. Dem stehen nach Berechnungen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft aus jüngerer und laufender EU-Gesetzgebung 70,9 bis 85,9 Milliarden Euro neue jährliche Bürokratiekosten für Unternehmen gegenüber. Hinzu kommen bis zu 69,9 Milliarden Euro einmalige Kosten. 

„Deutschland setzt bei der Umsetzung von EU-Vorgaben oft noch eins drauf“, kritisiert Bandte. „Dieses Gold-Plating bringt deutsche Unternehmen auch im europäischen Binnenmarkt gegenüber ihren Wettbewerbern ins Hintertreffen.“

Quelle:

GESAMTMASCHE e. V

06.09.2026

Lectra übernimmt 70 Prozent von Caron Technology

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra vertieft seine seit fast zwei Jahrzehnten bestehende Zusammenarbeit mit dem italienischen Maschinenbauer Caron Technology. Im August 2026 hat Lectra 70 Prozent des Unternehmens für 1,9 Millionen Euro übernommen; zugleich besteht eine Option, den Anteil bis 2029 auf 100 Prozent zu erhöhen. Strategisch erweitert Lectra damit seine Position im sogenannten Cutting Room um Prozessschritte, die vor dem eigentlichen automatisierten Zuschnitt liegen.

Caron Technology entwickelt und montiert Systeme für die Vorbereitung flexibler Materialien: Stofflegeautomaten, Zuführsysteme, Rollenlader, Legetische und zugehörige Software. Diese Prozessstufe wird häufig unterschätzt. Gleichmäßiges Legen, kontrollierte Materialzuführung und zuverlässiges Rollenhandling beeinflussen unmittelbar die Produktivität des nachfolgenden Zuschnitts, den Materialverbrauch und die Prozessstabilität. Gerade bei empfindlichen, elastischen oder technisch anspruchsvollen Materialien kann die Vorbereitung über Ausschuss und Qualität entscheiden.

Lectra kombiniert bisher Software-as-a-Service, Daten, Schneidsysteme und Services für Mode, Möbel und Automotive. Mit Caron Technology soll das Angebot für eine durchgängig vernetzte Zuschneiderei ausgebaut werden. Das ist technisch und wirtschaftlich relevant, weil in vielen Betrieben einzelne Maschineninseln noch nicht vollständig miteinander verzahnt sind. Wenn Materialvorbereitung, Auftragsdaten, Legeplanung und Zuschnitt aufeinander abgestimmt werden, lassen sich Rüstzeiten, Materialverluste und manuelle Eingriffe reduzieren.

Die Beteiligung ist zugleich ein Beispiel für die Konsolidierung im Textilmaschinen- und Automatisierungsmarkt. Lectra kauft nicht nur eine Technologie zu, sondern bindet einen langjährigen Spezialpartner enger an die eigene Plattform. Für Kunden wird entscheidend sein, wie offen die künftigen Systeme gegenüber bestehenden Maschinenparks bleiben und ob die Integration messbare Vorteile bei Durchsatz, Materialeffizienz und Flexibilität bringt.

Quelle:

Lectra / Caron Technology

Cone Denim Foto (c) Cone Denim
06.09.2026

Cone Denim beendet Denim-Fertigung in China - Konzentration auf Mexiko

Cone Denim richtet seine internationale Produktionsstruktur neu aus. Das Unternehmen will seine künftige Denim-Fertigung auf die etablierte Plattform in Mexiko konzentrieren und die Denim-Produktion in China bis Ende 2026 beenden. Die Entscheidung folgt nach Unternehmensangaben einer umfassenden Prüfung des globalen Denim-Markts, des eigenen Produktions-Footprints, der Beschaffungsstrategien der Kunden und der langfristigen Wettbewerbsposition.

Als Gründe nennt Cone Denim ausdrücklich ökonomische, marktbezogene und geopolitische Faktoren. Veränderte Handelsströme, neue Sourcing-Strategien der Kunden, Kostendruck, Lieferkettenfragen und geopolitische Entwicklungen hätten die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Denim-Produktion in China zunehmend beeinflusst. Damit wird eine Entwicklung sichtbar, die für die gesamte Textilindustrie relevant ist: Produktionsstandorte werden nicht mehr allein nach Lohn- und Stückkosten beurteilt, sondern stärker nach Handelszugang, regionaler Nähe zu Absatzmärkten, geopolitischer Belastbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit.

Cone Denim richtet seine internationale Produktionsstruktur neu aus. Das Unternehmen will seine künftige Denim-Fertigung auf die etablierte Plattform in Mexiko konzentrieren und die Denim-Produktion in China bis Ende 2026 beenden. Die Entscheidung folgt nach Unternehmensangaben einer umfassenden Prüfung des globalen Denim-Markts, des eigenen Produktions-Footprints, der Beschaffungsstrategien der Kunden und der langfristigen Wettbewerbsposition.

Als Gründe nennt Cone Denim ausdrücklich ökonomische, marktbezogene und geopolitische Faktoren. Veränderte Handelsströme, neue Sourcing-Strategien der Kunden, Kostendruck, Lieferkettenfragen und geopolitische Entwicklungen hätten die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Denim-Produktion in China zunehmend beeinflusst. Damit wird eine Entwicklung sichtbar, die für die gesamte Textilindustrie relevant ist: Produktionsstandorte werden nicht mehr allein nach Lohn- und Stückkosten beurteilt, sondern stärker nach Handelszugang, regionaler Nähe zu Absatzmärkten, geopolitischer Belastbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit.

Die mexikanische Fertigungsplattform soll künftig den Kern der Produktion bilden. Cone Denim kündigt an, bestehende Kundenverpflichtungen während der Übergangsphase abzusichern und gemeinsam mit Kunden künftige Beschaffungsanforderungen zu planen. Besonders wichtig ist dabei die angekündigte Sicherung kurzfristiger Stofflieferungen. Für Marken und Konfektionäre dürfte die Umstellung dennoch neue Fragen zu Kapazitäten, Qualitäten, Lieferzeiten und regionaler Beschaffung aufwerfen.

Cone Denim gehört zu Elevate Textiles und verfügt über mehr als 135 Jahre Erfahrung in der Denim-Entwicklung. Das Portfolio umfasst Performance-, Stretch- und Selvage-Denims sowie eigene Technologien und einen 3D-R&D-Inkubator. Die aktuelle Restrukturierung ist deshalb nicht nur eine Standortentscheidung, sondern ein Hinweis auf die fortschreitende Neuordnung globaler Denim-Wertschöpfung. Entscheidend wird sein, ob die Konzentration auf Mexiko gleichzeitig Kostenstabilität, Innovationsfähigkeit und verlässliche Versorgung der internationalen Kunden gewährleisten kann.

Quelle:

Cone Denim / Elevate Textiles

BOSS MENSWEAR KOLLEKTION FÜR HERBST/WINTER 2026 Foto HUGO BOSS AG / BOSS
01.09.2026

BOSS Menswear verbindet Tailoring mit funktional inspirierten Stoffen

BOSS richtet die Menswear-Kollektion für Herbst/Winter 2026 auf die Verbindung von klassischem Tailoring und performanceorientierten Stoffen aus. Zu den Materialschwerpunkten gehören Premiumwolle, Alpaka-Mischungen, Cord, Double-Face-Wolle sowie Strick- und Jersey-Layer. Die Kollektion ist auf den Wechsel zwischen Büro, Reise und Alltag ausgerichtet und soll Struktur, Komfort und vielseitige Nutzung verbinden.

Textilfachlich interessant ist weniger die modische Inszenierung als die Material- und Produktlogik. Formelle Silhouetten werden mit weicheren Konstruktionen, strukturierten Oberflächen und funktional inspirierten Stoffen kombiniert. Bei Outerwear setzt BOSS unter anderem auf Alpaka-Mischgewebe; eine Velourslederjacke wird mit gestrickten Ärmeln aus Baumwollmischung kombiniert. Gegenüber der bereits am 30. August ausgewählten BOSS-Womenswear-Meldung ist dies ein eigenständiger Menswear-Ansatz, bleibt aber thematisch verwandt und ist deshalb niedriger priorisiert.

BOSS richtet die Menswear-Kollektion für Herbst/Winter 2026 auf die Verbindung von klassischem Tailoring und performanceorientierten Stoffen aus. Zu den Materialschwerpunkten gehören Premiumwolle, Alpaka-Mischungen, Cord, Double-Face-Wolle sowie Strick- und Jersey-Layer. Die Kollektion ist auf den Wechsel zwischen Büro, Reise und Alltag ausgerichtet und soll Struktur, Komfort und vielseitige Nutzung verbinden.

Textilfachlich interessant ist weniger die modische Inszenierung als die Material- und Produktlogik. Formelle Silhouetten werden mit weicheren Konstruktionen, strukturierten Oberflächen und funktional inspirierten Stoffen kombiniert. Bei Outerwear setzt BOSS unter anderem auf Alpaka-Mischgewebe; eine Velourslederjacke wird mit gestrickten Ärmeln aus Baumwollmischung kombiniert. Gegenüber der bereits am 30. August ausgewählten BOSS-Womenswear-Meldung ist dies ein eigenständiger Menswear-Ansatz, bleibt aber thematisch verwandt und ist deshalb niedriger priorisiert.

Weitere Informationen:
BOSS Menswear Herbst/Winter outerwear
Quelle:

HUGO BOSS AG / BOSS

Bubble Up Your Style Foto Karl Mayer
Bubble Up Your Style
01.09.2026

KARL MAYER erzeugt ausgeprägte 3D-Strukturen

KARL MAYER zeigt mit den „Advanced Bubble“-Stoffen, wie sich dreidimensionale Oberflächen direkt auf einer HKS 4-M EL ECO erzeugen lassen. Charakteristisch sind vertikale Rüschenstreifen, die über einem transparenten, leichten Grund zu schweben scheinen. Der Effekt entsteht nicht durch nachträgliches Aufnähen, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Legebarren und unterschiedlicher Strukturen im Wirkprozess.

GB 3 und GB 4 erzeugen separate breite und schmale Stoffstreifen. GB 2 verbindet diese Segmente mit einer Zickzackstruktur aus einem Polyamid-Elastan-Umwindegarn; dabei wird ein Teil des schmalen Streifens auf die Maschenseite gefaltet und bildet den Rüscheneffekt. GB 1 übernimmt zusätzliche Musterungen und nutzt dasselbe Garn wie GB 2, wodurch der Schäraufwand reduziert werden soll. Für die Bekleidungsentwicklung ist der Ansatz relevant, weil Volumen, Transparenz und Bewegung bereits in der Flächenkonstruktion angelegt werden und damit zusätzliche Konfektionsschritte vermeiden können.

KARL MAYER zeigt mit den „Advanced Bubble“-Stoffen, wie sich dreidimensionale Oberflächen direkt auf einer HKS 4-M EL ECO erzeugen lassen. Charakteristisch sind vertikale Rüschenstreifen, die über einem transparenten, leichten Grund zu schweben scheinen. Der Effekt entsteht nicht durch nachträgliches Aufnähen, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Legebarren und unterschiedlicher Strukturen im Wirkprozess.

GB 3 und GB 4 erzeugen separate breite und schmale Stoffstreifen. GB 2 verbindet diese Segmente mit einer Zickzackstruktur aus einem Polyamid-Elastan-Umwindegarn; dabei wird ein Teil des schmalen Streifens auf die Maschenseite gefaltet und bildet den Rüscheneffekt. GB 1 übernimmt zusätzliche Musterungen und nutzt dasselbe Garn wie GB 2, wodurch der Schäraufwand reduziert werden soll. Für die Bekleidungsentwicklung ist der Ansatz relevant, weil Volumen, Transparenz und Bewegung bereits in der Flächenkonstruktion angelegt werden und damit zusätzliche Konfektionsschritte vermeiden können.

Groz-Beckert Carding Belgium (GBCB) (c) Groz-Beckert KG
Groz-Beckert Carding Belgium (GBCB)
01.09.2026

Groz-Beckert schließt Carding-Standort Deerlijk bis Ende 2026

Groz-Beckert wird den Produktionsstandort seiner Tochtergesellschaft Groz-Beckert Carding Belgium in Deerlijk bis Ende 2026 schließen. Nach Abschluss des formellen Informations- und Konsultationsverfahrens sollen die nächsten rechtlich vorgesehenen Schritte eingeleitet werden. Am Standort arbeiten 58 Beschäftigte; produziert werden metallische Ganzstahlgarnituren für den Geschäftsbereich Nonwovens.

Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit strukturellen Kostennachteilen, zunehmendem Wettbewerb durch Anbieter mit niedrigeren Kostenstrukturen und anhaltendem Preisdruck. Eine tragfähige Alternative sei auch nach Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen nicht gefunden worden. Die Produktion soll schrittweise eingestellt und auf andere Standorte im globalen Groz-Beckert-Netzwerk verlagert werden. Für die Branche ist die Meldung mehr als eine lokale Standortnachricht: Sie zeigt den Anpassungsdruck bei prozesskritischen Zulieferteilen für die Vliesstoffproduktion und die fortschreitende Neuordnung europäischer Produktionsstrukturen.

Groz-Beckert wird den Produktionsstandort seiner Tochtergesellschaft Groz-Beckert Carding Belgium in Deerlijk bis Ende 2026 schließen. Nach Abschluss des formellen Informations- und Konsultationsverfahrens sollen die nächsten rechtlich vorgesehenen Schritte eingeleitet werden. Am Standort arbeiten 58 Beschäftigte; produziert werden metallische Ganzstahlgarnituren für den Geschäftsbereich Nonwovens.

Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit strukturellen Kostennachteilen, zunehmendem Wettbewerb durch Anbieter mit niedrigeren Kostenstrukturen und anhaltendem Preisdruck. Eine tragfähige Alternative sei auch nach Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen nicht gefunden worden. Die Produktion soll schrittweise eingestellt und auf andere Standorte im globalen Groz-Beckert-Netzwerk verlagert werden. Für die Branche ist die Meldung mehr als eine lokale Standortnachricht: Sie zeigt den Anpassungsdruck bei prozesskritischen Zulieferteilen für die Vliesstoffproduktion und die fortschreitende Neuordnung europäischer Produktionsstrukturen.

Quelle:

Groz-Beckert KG

Foto Pixabay, Tumisu
28.08.2026

Indien verknüpft Alttextilsammlung, Fasererkennung und digitale Rückverfolgbarkeit

Indiens Textilministerium treibt den Aufbau einer digital unterstützten Infrastruktur für Alttextilien voran. Bei einem Besuch der Textile Recovery Facility (TRF) in Navi Mumbai wurde eine Absichtserklärung zwischen dem Textiles Committee und Refibre zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Sammlung, Rückverfolgbarkeit und Wirkungsmessung von Post-Consumer-Textilien unterzeichnet.

Die Anlage verbindet Sammlung und Sortierung mit technischer Fasererkennung, Zerkleinerung und der Aufteilung in unterschiedliche Sekundärmaterialströme. Nach Angaben des Press Information Bureau kommt dabei auch Technologie von Kosha zur Trennung von Bekleidung nach Fasergruppen zum Einsatz. Ziel ist, Post- und Pre-Consumer-Textilabfälle von Deponien fernzuhalten und für Wiederverwendung, Upcycling oder Recycling verfügbar zu machen.

Indiens Textilministerium treibt den Aufbau einer digital unterstützten Infrastruktur für Alttextilien voran. Bei einem Besuch der Textile Recovery Facility (TRF) in Navi Mumbai wurde eine Absichtserklärung zwischen dem Textiles Committee und Refibre zur Entwicklung einer digitalen Plattform für Sammlung, Rückverfolgbarkeit und Wirkungsmessung von Post-Consumer-Textilien unterzeichnet.

Die Anlage verbindet Sammlung und Sortierung mit technischer Fasererkennung, Zerkleinerung und der Aufteilung in unterschiedliche Sekundärmaterialströme. Nach Angaben des Press Information Bureau kommt dabei auch Technologie von Kosha zur Trennung von Bekleidung nach Fasergruppen zum Einsatz. Ziel ist, Post- und Pre-Consumer-Textilabfälle von Deponien fernzuhalten und für Wiederverwendung, Upcycling oder Recycling verfügbar zu machen.

Für die Branche ist der Ansatz interessant, weil nicht nur eine Recyclingtechnologie betrachtet wird, sondern die vorgelagerte Infrastruktur. Verlässliche Erfassung, Faseridentifikation und digitale Nachverfolgung gehören zu den Voraussetzungen, wenn textile Kreislaufwirtschaft von Einzelprojekten in größere industrielle Materialströme überführt werden soll.

Quelle:

Press Information Bureau, Government of India / Ministry of Textiles  

Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes. Foto (c) TITK / Steffen Beikirch
Enrico Heinlein (links) und Michael Müller im Textiltechnikum des TITK bei der Herstellung trockener UD-Tapes.
24.08.2026

TITK: Innovative UD-Tapes für den anspruchsvollen Leichtbau

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Höchste Festigkeit bei geringstem Gewicht – das ist im Leichtbau das Maß der Dinge. Ressourcenschonend und nachhaltig soll es außerdem sein. Doch zuallererst müssen Materialien mechanischen Belastungen genau dort standhalten, wo sie auftreten – ob in der Luft- und Raumfahrt, auf der Straße oder Schiene, beim Sport, der Windenergie-Erzeugung oder der Speicherung von Wasserstoff. Bei all diesen Anwendungen können mit unidirektional verstärkten Tapes lastgerechte Verstärkungen realisiert werden. 

Dieses universell einsetzbare textile Halbzeug ist seit längerem ein wichtiger Forschungsschwerpunkt am TITK in Rudolstadt. Auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf zeigte das wirtschaftsnahe Institut neuentwickelte trockene Schmalbandgelege auf Basis von 50K Carbonfaserrovings. Trockene UD-Tapes aus parallel ausgerichteten Endlosfasern wurden mit angepassten Nähgarnen und einer optimierten Thermofixierung produziert und in einem automatisierten, robotergestützten Tapelegeverfahren verarbeitet. 

Auch im automatisierten Tapewickeln haben sich die Textil- und Werkstoff-Forscher des TITK eine beachtliche Expertise erarbeitet. Geforscht wird aktuell an Druckbehältern für die Medien-Speicherung sowie an verschiedensten anderen 3D-Strukturen. An der robotergestützten Anlage im TITK-Technikum können unterschiedlichste Verbundstrukturen aufgebaut werden, so dass der Lagenaufbau für eine vollflächige oder variable Bedeckung sehr flexibel zu realisieren ist. „Wir können hier die gesamte Prozesskette abbilden, und dies in einem recht großen vorindustriellen Maßstab“, sagt Abteilungsleiter Dr.-Ing. Thomas Reußmann. 

Ergänzt werden diese technischen Möglichkeiten nun durch einen 3D-Druckkopf für den vorhandenen Roboter. „Damit ist es möglich, die abgelegten Tapelagen mit individuellen Kunststoff-Strukturen an genau definierten Stellen lastpfadgerecht zu verstärken“, kündigt Reußmann an. Alternativ könne auch zuerst eine Prototypenform aus Kunststoffgranulat gedruckt werden und dann darauf die Tapeablage erfolgen, ergänzt Dr.-Ing. Robert Hartmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Textil- und Werkstoff-Forschung. 

Bei Bedarf erfolgt auch direkt am TITK die anschließende Harzinfiltration der abgelegten Tapeaufbauten. Und nicht zuletzt sind durch die TITK-Tochter OMPG – akkreditiertes Prüflabor für Kunststoffe und Textilien – vor Ort wichtige Materialprüfungen für Rovings, Tapes und fertige Bauteile abgedeckt, sodass in der Materialentwicklung gezielt nachgesteuert werden kann. 

Exponate zum Thema, wie etwa abgelegte Tapestrukturen aus Carbonfaserrovings oder auch einen gewickelten Verbundkörper, zeigt das TITK auf der Fakuma vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen. 

Quelle:

TITK 

Foto: (c) Montane
24.08.2026

Montane: Drei Membranen für unterschiedliche Ansprüche

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Der britische Outdoorbekleidungshersteller ist im Bereich Hardshells seit jeher breit aufgestellt. In der Herbst-/Winterkollektion 2026 zeigen die Experten für Schlechtwetterkleidung aus Newcastle upon Thyne, dass es beim Wetterschutz nicht nur um „wasserdicht oder nicht“ geht. 

Sie haben vielmehr drei unterschiedliche Materialkonzepte entwickelt, die verschiedene Anforderungen an Schutz, Robustheit, Atmungsaktivität, Ausstattung und Budget abdecken. Von der moderaten Wanderung bis hin zum Eisklettern in Schottland oder der Nordwand in den Alpen.

Wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht
Das Angebot an Hardshells auf dem Markt ist unübersichtlich. Als Outdoorsportler will ich vor allem, dass sie wasserdicht ist. Dabei kostet die eine Jacke gut 200 Euro, während für ein anderes Modell mehr als das Dreifache aufgerufen wird. Der Grund liegt nicht allein im Namen der Membran. Materialstärke, Konstruktion, Ausstattung, Schnitt und vor allem der geplante Einsatz entscheiden darüber, wie technisch eine Hardshell sein muss. Das beeinflusst den Preis.

Montane verfolgt für Herbst/Winter 2026 deshalb keinen „eine Membran für Alles“-Ansatz. Stattdessen kommen drei unterschiedliche Wetterschutz-Technologien zum Einsatz: GORE-TEX®, PERTEX® Shield und PETRICHOR. Dabei ist keine Technologie besser oder schlechter. Auf den Einsatzbereich kommt es an. 

 

Quelle:

Montane

24.08.2026

Offener Brief: Wirtschaftsverbände fordern Ende des ZIM-Stopps

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung hat sich gemeinsam mit sechs weiteren Wirtschafts- und Branchenverbänden in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt und die sofortige Wiederöffnung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefordert.

In einem vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) initiierten Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie die Fraktionsvorsitzenden Thorsten Frei (CDU/CSU) und Dr. Matthias Miersch (SPD) warnen die Unterzeichner vor einem drohenden „Innovationsstopp im Mittelstand" und fordern eine verlässliche, bedarfsgerechte Finanzierung des Programms im Bundeshaushalt 2027. Neben dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) tragen bvse-Recycling Germany, der SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V., Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V., der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e.V., der Verband Innovativer Unternehmen (VIU) und der Patentverein.de die Initiative mit.

Der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung hat sich gemeinsam mit sechs weiteren Wirtschafts- und Branchenverbänden in einem offenen Brief an die Bundesregierung gewandt und die sofortige Wiederöffnung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) gefordert.

In einem vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) initiierten Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie die Fraktionsvorsitzenden Thorsten Frei (CDU/CSU) und Dr. Matthias Miersch (SPD) warnen die Unterzeichner vor einem drohenden „Innovationsstopp im Mittelstand" und fordern eine verlässliche, bedarfsgerechte Finanzierung des Programms im Bundeshaushalt 2027. Neben dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) tragen bvse-Recycling Germany, der SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V., Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V., der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband) e.V., der Verband Innovativer Unternehmen (VIU) und der Patentverein.de die Initiative mit.

Der Appell trifft einen wunden Punkt der Wirtschaftspolitik: Erst vor der Sommerpause hatte die Bundesregierung ihr Programm für Aufschwung und Beschäftigung vorgestellt und dabei Wachstum, Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland in den Mittelpunkt gerückt. Dass ausgerechnet eines der wichtigsten technologieoffenen Förderinstrumente für den Mittelstand seit Monaten blockiert ist, steht dazu nach Auffassung der Unterzeichner in deutlichem Widerspruch.

Konkret fordern die Verbände von der Bundesregierung:

  1. das ZIM schnellstmöglich und mit einer verbindlichen, transparent kommunizierten Perspektive wieder zu öffnen,
  2. die bestehende Förderlücke für die Dauer des Antragsstopps wirksam abzumildern, etwa durch ausreichende Mittel in anderen Innovationsprogrammen,
  3. das ZIM im Bundeshaushalt 2027 und darüber hinaus bedarfsgerecht zu finanzieren, damit sich ein erneuter Antragsstopp nicht wiederholt.

„Gerade für Unternehmen der Recycling- und Entsorgungswirtschaft ist die Entwicklung neuer Verfahren, Anlagen und digitaler Lösungen von großer Bedeutung", kommentiert bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock die Initiative aus Sicht seiner Branche. „Solche Projekte brauchen Zeit, Partner und Planungssicherheit. Wenn Förderanträge kurzfristig nicht mehr gestellt werden können, werden Investitionen verzögert oder im schlimmsten Fall ganz aufgegeben."

Für die mittelständische Recyclingwirtschaft mit ihren Aufgaben bei der besseren Nutzung von Sekundärrohstoffen und der Entwicklung neuer Recyclingtechnologien wiege das besonders schwer, begründet Rehbock: „Innovationen in diesem Bereich stärken nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern leisten auch einen unmittelbaren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zur Versorgung mit wichtigen Rohstoffen. Die Politik sollte diese Bereitschaft zu investieren unterstützen, statt sie durch ein haushaltspolitisches Stop-and-go auszubremsen."

Der Förderstopp trifft Unternehmen dabei nicht erst mit der förmlichen Ablehnung eines Projekts: Viele Vorhaben werden über Monate vorbereitet, Forschungspartner gewonnen und erhebliche personelle wie finanzielle Ressourcen gebunden. Unternehmen, die kurz vor der Antragstellung standen, müssen ihre Projekte nun verschieben oder ganz aufgeben – mit der Folge, dass dringend benötigte Investitionen am Standort Deutschland verloren gehen.

Auch die Forschungszulage kann die entstandene Lücke nach Einschätzung der Verbände nicht schließen. Zwar sei sie ein wichtiges Instrument, sie unterstütze Forschungskooperationen jedoch nicht in vergleichbarer Weise. Zudem müssten Unternehmen ihre Projekte zunächst vorfinanzieren – für viele kleine und mittlere Betriebe eine erhebliche Hürde.

Besonderes Gewicht erhält der Appell durch sein Timing, denn bei den anstehenden Haushaltsberatungen können die Weichen gestellt werden. Die Verbände erwarten ein klares Signal für die schnellstmögliche Wiederöffnung des ZIM sowie für eine Finanzierung im Bundeshaushalt 2027, die erneute Förderunterbrechungen verhindert. Die hohe Nachfrage nach dem Programm – mit einem nachgewiesenen Hebeleffekt von 1,9 auf private Investitionen – sei kein Hinweis auf ein überholtes Instrument, sondern ein Beleg dafür, dass der Mittelstand investieren und innovieren wolle.

24.08.2026

BTE-Kongress am 3. November: Frühbucherrabatt bis 31. August

Wie kann ich mein Unternehmen angesichts steigender Kosten, veränderter Kundenbedürfnisse und anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zukunftsfähig aufstellen? Welche Konzepte und Ideen funktionieren bereits in der Praxis? Und welche Maßnahmen und digitale Instrumente helfen mir, jetzt und künftig ausreichende Renditen zu erwirtschaften? Antworten auf diese Fragen liefert der 10. BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“, der am 3. November 2026 im MediaPark Köln stattfindet.
   

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Im Fokus aller Programmpunkte stehen Lösungsansätze, wie der mittelständische Fashion- und Schuhhandel im zunehmenden Wettbewerb mit vertikalen Konzepten wieder mehr Profitabilität erzielen kann. Auf der Bühne referieren und diskutieren insgesamt 12 erfolgreiche Fachhändler und hochkarätige Experten. Die Bandbreite der Themen umfasst dabei das gesamte unternehmerische Spektrum – von Standortverbesserungen über Mitarbeiter- und Marketingthemen bis zu digitalen Innovationen und Fragen rund ums Sortiment sowie einer optimierten Zusammenarbeit mit den Industriepartnern. Das komplette Programm ist einsehbar unter https://www.bte.de/bte-kongress-2026/
 
Zusätzliches Highlight: Erstmalig lädt der BTE zusammen mit der PIM Service GmbH (BTE Clearing-Center) und mit Unterstützung der WWS-Anbieter advarics und Intelligix sowie dem BTE-Kompetenzpartner hachmeister + partner die Kongress-Teilnehmer am Vorabend (2. November, 19.00 bis ca. 23.00 Uhr) zu einem Get-together in ein bekanntes Kölner Brauhaus ein (begrenzte Kapazitäten). 
 
Hinweis: Interessenten können sich noch bis zum 31. August zu Sonderkonditionen zum BTE-Kongress anmelden. Wegen der begrenzten Kapazitäten empfiehlt sich speziell für das Get-together ebenfalls eine frühzeitige Registrierung.

Weitere Informationen:
BTE-Kongress BTE
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren