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12.10.2026

Talbot-Runhof-Ausstellung im tim erhält Bayerischen Kunstpreis 2026

Die Ausstellung „Celebrating Fashion – Talbot Runhof in Paris“ im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg erhält den Bayerischen Kunstpreis 2026 in der Kategorie „Ausstellung des Jahres“. Ausgezeichnet werden Dr. Michaela Breil und Prof. Dr. Karl Borromäus Murr vom tim.

Die Schau zeichnet rund zwei Jahrzehnte Modegeschichte des Münchner Designerduos Johnny Talbot und Adrian Runhof nach und konzentriert sich auf dessen Auftritte bei der Paris Fashion Week. Im Mittelpunkt stehen drapierte Stoffe, Silhouetten, Farben und die handwerkliche Umsetzung der Couture-Entwürfe.

Das tim hatte bereits Anfang 2026 Couture-Modelle von Talbot Runhof für seine Sammlung angekündigt. Die aktuelle Auszeichnung stärkt damit zugleich die museale Dokumentation jüngerer deutscher Mode- und Textilgeschichte. Die Ausstellung läuft noch bis 25. Oktober 2026

Die Ausstellung „Celebrating Fashion – Talbot Runhof in Paris“ im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg erhält den Bayerischen Kunstpreis 2026 in der Kategorie „Ausstellung des Jahres“. Ausgezeichnet werden Dr. Michaela Breil und Prof. Dr. Karl Borromäus Murr vom tim.

Die Schau zeichnet rund zwei Jahrzehnte Modegeschichte des Münchner Designerduos Johnny Talbot und Adrian Runhof nach und konzentriert sich auf dessen Auftritte bei der Paris Fashion Week. Im Mittelpunkt stehen drapierte Stoffe, Silhouetten, Farben und die handwerkliche Umsetzung der Couture-Entwürfe.

Das tim hatte bereits Anfang 2026 Couture-Modelle von Talbot Runhof für seine Sammlung angekündigt. Die aktuelle Auszeichnung stärkt damit zugleich die museale Dokumentation jüngerer deutscher Mode- und Textilgeschichte. Die Ausstellung läuft noch bis 25. Oktober 2026

Quelle:

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst / Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

Die Teilnehmenden lassen vertraute Wellness-Routinen hinter sich und tauchen beim Mammut Unwellness Retreat in echte Bergerlebnisse ein. (c) Mammut Sports Group AG
12.10.2026

Mammut stellt mit „Unwellness Retreat“ klassische Wellness-Kommunikation auf den Kopf

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Mammut startet mit „Unwellness Retreat“ eine globale Kampagne, die die verbreitete Wellness- und Selbstoptimierungslogik bewusst umkehrt. Statt kontrollierter Routinen und Komfort stellt die Bergsportmarke Kälte, Höhe, Unsicherheit und das Erlernen neuer Fähigkeiten in den Mittelpunkt.

Ein erster Retreat wurde in Chile mit Content Creators umgesetzt. Die Kampagne wird mit Filmformaten fortgeführt und in mehreren Märkten durch Aktivierungen ergänzt. In der Schweiz plant Mammut gemeinsam mit Handelspartnern unter anderem eine Übernachtung auf einem Portaledge an der Verzasca-Staumauer sowie Trainingseinheiten mit Bergführern.

Für die Outdoorbranche ist weniger der einzelne Event als die Positionierungsstrategie interessant: Mammut verknüpft Bekleidung und Ausrüstung mit einem anspruchsorientierten Markenerlebnis und grenzt sich damit bewusst von der stark gewachsenen Wellness-Kommunikation im Lifestyle- und Activewear-Markt ab.

Quelle:

Mammut Sports Group AG

WSTDA tagt erstmals in Deutschland: Internationale Fachdelegation zu Gast in Köln und bei F&T LaSiSe (c) Dolezych GmbH & Co. KG
WSTDA tagt erstmals in Deutschland: Internationale Fachdelegation zu Gast in Köln und bei F&T LaSiSe
12.10.2026

WSTDA diskutiert in Deutschland Standards für textile Hebe- und Ladungssicherung

Die Web Sling & Tie Down Association (WSTDA) hat ihre jährliche Herbsttagung erstmals außerhalb Nordamerikas in Deutschland durchgeführt. Auf Einladung von Dolezych und Doleco USA trafen sich Fachleute aus den USA mit europäischen Experten, um technische Anforderungen an Ladungssicherung und textile Hebetechnik zu vergleichen.

Ein Schwerpunkt war ein Praxistag im Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm. Dort wurden Unterschiede zwischen europäischen und nordamerikanischen Regelwerken erläutert und Sicherungsmethoden unter realitätsnahen Bedingungen demonstriert. Die WSTDA entwickelt technische Richtlinien und Standards für Hebe- und Ladungssicherungssysteme; Dolezych arbeitet seit rund drei Jahrzehnten im Verband mit.

Für Hersteller textiler Hebebänder, Rundschlingen und Zurrsysteme ist der Austausch relevant, weil sich Normen, Berechnungsmodelle und Prüfanforderungen unmittelbar auf Konstruktion, Materialwahl und internationale Vermarktung auswirken.

Die Web Sling & Tie Down Association (WSTDA) hat ihre jährliche Herbsttagung erstmals außerhalb Nordamerikas in Deutschland durchgeführt. Auf Einladung von Dolezych und Doleco USA trafen sich Fachleute aus den USA mit europäischen Experten, um technische Anforderungen an Ladungssicherung und textile Hebetechnik zu vergleichen.

Ein Schwerpunkt war ein Praxistag im Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung in Selm. Dort wurden Unterschiede zwischen europäischen und nordamerikanischen Regelwerken erläutert und Sicherungsmethoden unter realitätsnahen Bedingungen demonstriert. Die WSTDA entwickelt technische Richtlinien und Standards für Hebe- und Ladungssicherungssysteme; Dolezych arbeitet seit rund drei Jahrzehnten im Verband mit.

Für Hersteller textiler Hebebänder, Rundschlingen und Zurrsysteme ist der Austausch relevant, weil sich Normen, Berechnungsmodelle und Prüfanforderungen unmittelbar auf Konstruktion, Materialwahl und internationale Vermarktung auswirken.

Quelle:

Dolezych GmbH & Co. KG

12.10.2026

Lenzing und Kaihara erweitern TENCEL™-Lyocell-Spektrum für Denim

Die Lenzing Gruppe und der japanische Denimhersteller Kaihara Corporation bringen zur Kingpins Amsterdam eine neue „REMOD-Kollektion“ auf den Markt. Sie kombiniert TENCEL™ Lyocell Standard, TENCEL™ Lyocell – HV100 und TENCEL™ Lyocell dtex 2.2 in unterschiedlichen Denim-Konstruktionen. Gezeigt werden unter anderem schwere Jacken, Stretch-Jeans, weit geschnittene Modelle und baumwollfreie Freizeithemden.

Parallel baut Lenzing das Netzwerk für TENCEL™ Lyocell – HV100 weiter aus. Ein Jahr nach der Markteinführung umfasst es nahezu 50 Webereien in 13 Ländern; Indien ist erstmals vertreten. Die HV100-Faser wird mit variierenden Stapellängen erzeugt, um eine matte, baumwollähnliche Optik zu ermöglichen, und kann laut Lenzing ohne zusätzliche Investitionen in bestehende Produktionsabläufe integriert werden.

Für Denimmarken entsteht damit ein breiteres Beschaffungsnetz für unterschiedliche Lyocell-Charakteristika. Lenzing nennt für HV100 und dtex 2.2 zudem einen gegenüber konventionellem Lyocell um mindestens 50 Prozent geringeren CO₂-Fußabdruck und Wasserverbrauch; diese Angaben beruhen auf den vom Unternehmen ausgewiesenen Vergleichsgrundlagen.

Die Lenzing Gruppe und der japanische Denimhersteller Kaihara Corporation bringen zur Kingpins Amsterdam eine neue „REMOD-Kollektion“ auf den Markt. Sie kombiniert TENCEL™ Lyocell Standard, TENCEL™ Lyocell – HV100 und TENCEL™ Lyocell dtex 2.2 in unterschiedlichen Denim-Konstruktionen. Gezeigt werden unter anderem schwere Jacken, Stretch-Jeans, weit geschnittene Modelle und baumwollfreie Freizeithemden.

Parallel baut Lenzing das Netzwerk für TENCEL™ Lyocell – HV100 weiter aus. Ein Jahr nach der Markteinführung umfasst es nahezu 50 Webereien in 13 Ländern; Indien ist erstmals vertreten. Die HV100-Faser wird mit variierenden Stapellängen erzeugt, um eine matte, baumwollähnliche Optik zu ermöglichen, und kann laut Lenzing ohne zusätzliche Investitionen in bestehende Produktionsabläufe integriert werden.

Für Denimmarken entsteht damit ein breiteres Beschaffungsnetz für unterschiedliche Lyocell-Charakteristika. Lenzing nennt für HV100 und dtex 2.2 zudem einen gegenüber konventionellem Lyocell um mindestens 50 Prozent geringeren CO₂-Fußabdruck und Wasserverbrauch; diese Angaben beruhen auf den vom Unternehmen ausgewiesenen Vergleichsgrundlagen.

Quelle:

Lenzing Gruppe / Kaihara Corporation

09.10.2026

Lenzing will mit 300 Millionen Euro Kapitalerhöhung „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ stützen

Die Lenzing AG hat eine vollständig garantierte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten angekündigt, die einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro bringen soll. Der Mittelzufluss soll zusätzliche finanzielle Flexibilität schaffen, die Kapitalstruktur stärken und ausdrücklich die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ unterstützen.

Geplant ist die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien zu 8,65 Euro je Aktie. Das Bezugsverhältnis beträgt 10 zu 9. Die Bezugsfrist läuft nach der Mitteilung voraussichtlich vom 6. bis 20. Oktober 2026. Das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano sowie die Oberbank haben sich zur Ausübung ihrer Bezugsrechte verpflichtet.

Für die Faserbranche ist vor allem die Mittelverwendung interessant: Lenzing koppelt die Kapitalmaßnahme direkt an eine Strategie, die Wachstum im Vliesstoffgeschäft und eine Neuausrichtung des Textilsegments vorsieht. 
Damit erhält die operative Transformation einen erheblichen zusätzlichen Finanzierungsspielraum.

Die Lenzing AG hat eine vollständig garantierte Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechten angekündigt, die einen Bruttoerlös von rund 300 Millionen Euro bringen soll. Der Mittelzufluss soll zusätzliche finanzielle Flexibilität schaffen, die Kapitalstruktur stärken und ausdrücklich die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ unterstützen.

Geplant ist die Ausgabe von 34.756.362 neuen Aktien zu 8,65 Euro je Aktie. Das Bezugsverhältnis beträgt 10 zu 9. Die Bezugsfrist läuft nach der Mitteilung voraussichtlich vom 6. bis 20. Oktober 2026. Das Syndikat aus B&C-Gruppe und Suzano sowie die Oberbank haben sich zur Ausübung ihrer Bezugsrechte verpflichtet.

Für die Faserbranche ist vor allem die Mittelverwendung interessant: Lenzing koppelt die Kapitalmaßnahme direkt an eine Strategie, die Wachstum im Vliesstoffgeschäft und eine Neuausrichtung des Textilsegments vorsieht. 
Damit erhält die operative Transformation einen erheblichen zusätzlichen Finanzierungsspielraum.

„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon. Fotograf: Leon Lasser
„Post-Sexy Fashion“ von Margeaux et Pidgéon.
09.10.2026

Hochschule Niederrhein bringt Strick, Space-Age und Nachwuchsdesign ins Historische Klärwerk

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Die Hochschule Niederrhein präsentiert am 15. Oktober 2026 im Historischen Klärwerk Krefeld-Uerdingen aktuelle Kollektionen und Abschlussarbeiten aus dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik. 
Gemeinsam mit angehenden Bekleidungstechnischen Assistentinnen und Assistenten des Berufskollegs Vera Beckers entsteht ein Programm zwischen experimenteller Gestaltung, Popkultur und gesellschaftlichen Themen.

In Sophie Steffens Bachelor-Kollektion „Raum für mich“ werden Space-Age-Einflüsse und kreisförmige Elemente in sechs Silhouetten übersetzt. Julia Segschneider nutzt in ihrer Masterarbeit „zu viel oder zu wenig“ Strick als zentrales Gestaltungsmittel und arbeitet bewusst mit Gegensätzen zwischen weichen Materialien und kontrollierenden Formen.

Weitere Positionen reichen von einer künstlerisch geprägten Capsule Collection für Bühne und Alltag bis zu „Future Fashion“ mit ungewöhnlichen Materialien.
Die Schau macht damit sichtbar, wie breit sich Ausbildung heute zwischen Material, Konstruktion, kultureller Referenz und persönlicher Designsprache bewegt.

Quelle:

Hochschule Niederrhein, Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik

09.10.2026

PUMA: ANTA Sports übernimmt 29,06 Prozent und wird größter Aktionär

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

ANTA Sports Products Limited hat den bislang von Artémis gehaltenen Anteil von 29,06 Prozent an PUMA vollständig übernommen und ist damit neuer größter Aktionär des Sportartikelkonzerns. PUMA wertet den Einstieg als langfristiges strategisches Engagement und will prüfen, in welchen Bereichen sich die jeweiligen Stärken beider Unternehmen ergänzen können.

Für die Markenführung ist ein Punkt ausdrücklich festgehalten: PUMA soll weiterhin unabhängig geführt werden. Nach Angaben des Unternehmens respektiert ANTA Sports die eigenständige Unternehmensführung, Markenidentität und Markenautonomie von PUMA.

Der Vorgang ist für die internationale Sportartikelindustrie auch deshalb relevant, weil ein großer chinesischer Sportartikelkonzern nun eine substanzielle Beteiligung an einer der bekanntesten europäischen Marken hält. 
PUMA verfolgt gleichzeitig das Ziel, sich wieder unter den drei führenden Sportmarken weltweit zu positionieren.

 

rPET-Granulate: Am Fraunhofer IAP wird Terephthalsäure aus PET zurückgewonnen, um daraus neue Polymere für Flaschen, Fasern und Folien herzustellen. Die gelblichen bis grauen Farbtöne sind auf das recycelte Ausgangsmaterial zurückzuführen. Durch gezielte Additivierung lässt sich die Farbe bis hin zu farblosem Material steuern. © Fraunhofer IAP / Romina Schönefeld
rPET-Granulate: Am Fraunhofer IAP wird Terephthalsäure aus PET zurückgewonnen, um daraus neue Polymere für Flaschen, Fasern und Folien herzustellen. Die gelblichen bis grauen Farbtöne sind auf das recycelte Ausgangsmaterial zurückzuführen. Durch gezielte Additivierung lässt sich die Farbe bis hin zu farblosem Material steuern.
09.10.2026

Fraunhofer IAP macht PET-Alttextilien zum Rohstoff für neue Biopolymere

Das Fraunhofer IAP zeigt zur Fakuma 2026 verschiedene Wege, Kunststoff- und Textilströme stärker zirkulär zu nutzen. 
Ein textilnaher Ansatz setzt bei PET-haltigen Alttextilien an: Sie dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Biopolymers Polyhydroxybutyrat (PHB). 
Damit wird ein schwer verwertbarer Abfallstrom in eine neue Rohstoffbasis überführt.

Parallel arbeitet das Institut an der Rückgewinnung von Terephthalsäure aus PET, aus der erneut Polymere für Flaschen, Fasern und Folien entstehen können. Neue Typen des Biokunststoffs Polybutylensuccinat (PBS) wurden gemeinsam mit Industriepartnern im Pilotmaßstab entwickelt. 
Sie lassen sich unter anderem extrudieren und verspinnen und kommen damit auch für textile Anwendungen infrage.

Ein weiteres Thema ist recyclinggerechte Materialgestaltung. 
Beim selbstverstärkten sc-PLA bestehen Matrix und Verstärkung aus demselben Polymer, wodurch spätere Trennschritte entfallen.
Ergänzend zeigt das IAP biobasierte Carbonfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Cellulose oder Lignin für Leichtbau-, Energie- und weitere technische Anwendungen.

Das Fraunhofer IAP zeigt zur Fakuma 2026 verschiedene Wege, Kunststoff- und Textilströme stärker zirkulär zu nutzen. 
Ein textilnaher Ansatz setzt bei PET-haltigen Alttextilien an: Sie dienen als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Biopolymers Polyhydroxybutyrat (PHB). 
Damit wird ein schwer verwertbarer Abfallstrom in eine neue Rohstoffbasis überführt.

Parallel arbeitet das Institut an der Rückgewinnung von Terephthalsäure aus PET, aus der erneut Polymere für Flaschen, Fasern und Folien entstehen können. Neue Typen des Biokunststoffs Polybutylensuccinat (PBS) wurden gemeinsam mit Industriepartnern im Pilotmaßstab entwickelt. 
Sie lassen sich unter anderem extrudieren und verspinnen und kommen damit auch für textile Anwendungen infrage.

Ein weiteres Thema ist recyclinggerechte Materialgestaltung. 
Beim selbstverstärkten sc-PLA bestehen Matrix und Verstärkung aus demselben Polymer, wodurch spätere Trennschritte entfallen.
Ergänzend zeigt das IAP biobasierte Carbonfasern aus erneuerbaren Rohstoffen wie Cellulose oder Lignin für Leichtbau-, Energie- und weitere technische Anwendungen.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

Barmag DTY eFK EvoSmart heater insert exchange (c) Barmag GmbH & Co. KG
09.10.2026

Barmag bündelt Automatisierung, Energieeffizienz und Digitalisierung für die Chemiefaserproduktion

Barmag stellt für die India ITME 2026 ein breit angelegtes Technologiepaket für die Chemiefaserproduktion vor. 
Im Zentrum steht POY 2.0 mit dem WINGS-POY-2.0-Wickler, der den Aufspulvorgang automatisiert. 
Ergänzt wird das Konzept durch eine kompaktere Spinnpackung und einen neu ausgelegten Spinnbalken. 
Barmag nennt dabei unter anderem rund ein Drittel weniger Filtersand und Energieeinsparungen von bis zu zehn Prozent am Spinnbalken.

Digital flankiert wird die Produktion durch atmos.io. Die Plattform verknüpft Prozessdaten entlang der Garnherstellung und soll Qualitätsabweichungen früher sichtbar machen. 
Für die Texturierung nennt Barmag bei der eFK EvoSmart einen um bis zu 25 Prozent reduzierten spezifischen Energieverbrauch je Kilogramm Garn.

Auch Neumag ist Teil des Auftritts: EvoSteam adressiert Stapelfaserqualität und Energieeinsatz, FiberGuard BCF misst Garnspannung im Teppichgarnprozess in Echtzeit, und hycuTEC zielt mit elektrostatischer Aufladung von Meltblown-Materialien auf anspruchsvolle Filtrationsanwendungen. Die Neuheiten werden vom 4. bis 9. Dezember 2026 in Greater Noida gezeigt.

Barmag stellt für die India ITME 2026 ein breit angelegtes Technologiepaket für die Chemiefaserproduktion vor. 
Im Zentrum steht POY 2.0 mit dem WINGS-POY-2.0-Wickler, der den Aufspulvorgang automatisiert. 
Ergänzt wird das Konzept durch eine kompaktere Spinnpackung und einen neu ausgelegten Spinnbalken. 
Barmag nennt dabei unter anderem rund ein Drittel weniger Filtersand und Energieeinsparungen von bis zu zehn Prozent am Spinnbalken.

Digital flankiert wird die Produktion durch atmos.io. Die Plattform verknüpft Prozessdaten entlang der Garnherstellung und soll Qualitätsabweichungen früher sichtbar machen. 
Für die Texturierung nennt Barmag bei der eFK EvoSmart einen um bis zu 25 Prozent reduzierten spezifischen Energieverbrauch je Kilogramm Garn.

Auch Neumag ist Teil des Auftritts: EvoSteam adressiert Stapelfaserqualität und Energieeinsatz, FiberGuard BCF misst Garnspannung im Teppichgarnprozess in Echtzeit, und hycuTEC zielt mit elektrostatischer Aufladung von Meltblown-Materialien auf anspruchsvolle Filtrationsanwendungen. Die Neuheiten werden vom 4. bis 9. Dezember 2026 in Greater Noida gezeigt.

Quelle:

Barmag GmbH & Co. KG

08.10.2026

Südwesttextil entwickelt KI-gestützte und datenbasierte Verbandsservices

Der Verband baut mit dem KI-Chatbot TEXI und der neuen MRSL-Datenbank gezielt digitale Lösungen auf, um Unternehmen bei wachsenden regulatorischen Anforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Ob Ökodesign, Verpackungsregulierung, Lieferkettenanforderungen oder Chemikalienstandards: Die regulatorischen Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsindustrie wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigt für Unternehmen der Aufwand, relevante Informationen zu recherchieren, einzuordnen und auf die eigene betriebliche Praxis zu übertragen. Südwesttextil setzt deshalb verstärkt auf digitale Lösungen, um das über Jahre aufgebaute Fachwissen des Verbands noch schneller und gezielter für seine Mitgliedsunternehmen verfügbar zu machen. 

Der Verband baut mit dem KI-Chatbot TEXI und der neuen MRSL-Datenbank gezielt digitale Lösungen auf, um Unternehmen bei wachsenden regulatorischen Anforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Ob Ökodesign, Verpackungsregulierung, Lieferkettenanforderungen oder Chemikalienstandards: Die regulatorischen Anforderungen an die Textil- und Bekleidungsindustrie wachsen kontinuierlich. Gleichzeitig steigt für Unternehmen der Aufwand, relevante Informationen zu recherchieren, einzuordnen und auf die eigene betriebliche Praxis zu übertragen. Südwesttextil setzt deshalb verstärkt auf digitale Lösungen, um das über Jahre aufgebaute Fachwissen des Verbands noch schneller und gezielter für seine Mitgliedsunternehmen verfügbar zu machen. 

Mit TEXI, dem bereits im Mai dieses Jahres veröffentlichten KI-gestützten Umwelt- und Nachhaltigkeitschatbot, hat Südwesttextil einen innovativen KI-Assistenten für Nachhaltigkeitsfragen geschaffen. Dank der Retrieval-Augmented-Generation-Technologie (RAG) basiert jede Antwort nicht auf frei verfügbaren Internetquellen, sondern auf einer eigens aufgebauten, qualitätsgesicherten und kuratieren Wissensdatenbank des Verbands. Dazu gehören unter anderem EU-Verordnungen und Richtlinien, nationale Gesetze, Schulungsunterlagen, Positionspapiere sowie Fachinformationen von Südwesttextil. Anders als bei herkömmlichen KI-Anwendungen basieren die Antworten damit gezielt auf fachlich geprüften und für die Branche relevanten Inhalten. Der Chatbot ermöglicht damit einen schnellen und unkomplizierten Zugang zum umfangreichen Nachhaltigkeitswissen des Verbands und unterstützt die Unternehmen bei der Recherche und Orientierung. Die persönliche Beratung bleibt insbesondere dann unverzichtbar, wenn individuelle betriebliche Fragestellungen, komplexe Sachverhalte oder die Einordnung rechtlicher Anforderungen gefragt sind.

„Gerade angesichts immer komplexerer regulatorischer Anforderungen müssen wir neue Technologien dort einsetzen, wo sie unseren Mitgliedsunternehmen einen konkreten Mehrwert bringen. Für uns bedeutet Digitalisierung nicht weniger persönliche Beratung, sondern mehr Zeit für die Fragen, bei denen unsere fachliche Expertise und der direkte Austausch besonders gefragt sind“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Einen weiteren digitalen Service hat der Verband Ende September mit seiner MRSL-Datenbank veröffentlicht. Manufacturing Restricted Substances Lists (MRSL) regeln, welche chemischen Substanzen im Herstellungsprozess eingeschränkt oder nicht eingesetzt werden dürfen. Unterschiedliche Standards und Stofflisten machen die Einordnung für Unternehmen jedoch aufwendig. Die neue Datenbank im internen Mitgliederbereich bündelt deshalb mehr als 9.000 Substanzen und ermöglicht Mitgliedsunternehmen, deren Status in wichtigen Standards und Regelwerken zentral zu recherchieren und miteinander zu vergleichen. So lassen sich relevante Anforderungen schneller einordnen und Rechercheaufwände im betrieblichen Alltag reduzieren.

Mit TEXI und der MRSL-Datenbank verfolgt Südwesttextil einen klaren Ansatz: Fachwissen nicht nur bereitzustellen, sondern es mithilfe neuer Technologien so aufzubereiten, dass Unternehmen es möglichst unmittelbar nutzen können. Damit entwickelt der Verband seine digitalen Services kontinuierlich weiter und verbindet technologische Innovation mit seiner fachlichen Beratung und Interessenvertretung.

Polyurethan-Weichschäume aus nachwachsenden Rohstoffen © Fraunhofer LBF
Polyurethan-Weichschäume aus nachwachsenden Rohstoffen
07.10.2026

Nachhaltig sitzen und liegen

Im Projekt OrganoFoam hat das Fraunhofer LBF Polyurethan-Weichschäume entwickelt, die zu mehr als 90 Prozent aus biobasierten Rohstoffen bestehen. Ziel ist ein Ersatz für fossilbasierte Polsterschäume in Matratzen, Möbeln und Fahrzeugsitzen, ohne Abstriche bei Verarbeitung, Rückstellkraft oder Komfort.

Die Schäume entstehen aus biobasierten Polyolen und biobasierten Isocyanaten. Eine speziell angepasste Rezeptur ermöglicht die für Sitz- und Liegemöbel erforderliche offenporige Struktur ohne Naturfasern als tragendes Stützgerüst. Die hergestellten Blöcke lassen sich nach Angaben des Instituts mit bestehenden industriellen Verfahren zuschneiden, verkleben und mit üblichen Bezugsstoffen verarbeiten.

Bei der Alterungsbeständigkeit nennt Fraunhofer einen deutlichen Unterschied zur Referenz: Während konventioneller Schaum im UV-Test bereits nach rund 100 Stunden gelb und spröde geworden sei, habe sich der OrganoFoam-Schaum selbst nach 700 Stunden nur gering verfärbt. Auch Stauchhärte und Druckverformung lagen laut Projektteam auf konkurrenzfähigem Niveau.

Im Projekt OrganoFoam hat das Fraunhofer LBF Polyurethan-Weichschäume entwickelt, die zu mehr als 90 Prozent aus biobasierten Rohstoffen bestehen. Ziel ist ein Ersatz für fossilbasierte Polsterschäume in Matratzen, Möbeln und Fahrzeugsitzen, ohne Abstriche bei Verarbeitung, Rückstellkraft oder Komfort.

Die Schäume entstehen aus biobasierten Polyolen und biobasierten Isocyanaten. Eine speziell angepasste Rezeptur ermöglicht die für Sitz- und Liegemöbel erforderliche offenporige Struktur ohne Naturfasern als tragendes Stützgerüst. Die hergestellten Blöcke lassen sich nach Angaben des Instituts mit bestehenden industriellen Verfahren zuschneiden, verkleben und mit üblichen Bezugsstoffen verarbeiten.

Bei der Alterungsbeständigkeit nennt Fraunhofer einen deutlichen Unterschied zur Referenz: Während konventioneller Schaum im UV-Test bereits nach rund 100 Stunden gelb und spröde geworden sei, habe sich der OrganoFoam-Schaum selbst nach 700 Stunden nur gering verfärbt. Auch Stauchhärte und Druckverformung lagen laut Projektteam auf konkurrenzfähigem Niveau.

Ein Demonstratorsofa wurde gemeinsam mit der Friedrich Platt GmbH unter praxisnahen Bedingungen geprüft. Neben Möbeln und Matratzen sieht Fraunhofer mögliche Anwendungen in Fahrzeugen, Verpackungen, Bauprodukten und medizinischen Lagerungshilfen.

Quelle:

Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF / Fraunhofer-Gesellschaft

generated by Alcova
07.10.2026

Heimtextil 2027 verbindet Trendforschung mit Patricia Urquiolas Materialexperimenten

Die Heimtextil führt 2027 ihre Zusammenarbeit mit Patricia Urquiola und der Designplattform Alcova zusammen. Im Trend Space interpretiert Urquiola das Leitthema „The Performance of Everyday Living“ mit drei Skulpturen. Neben dem bekannten Objekt „Bambi“ entstehen zwei neue Arbeiten speziell für die Messe.

Die Installation ist in die Heimtextil Trends 27/28 eingebettet. Alcova beschreibt darin drei Richtungen zwischen sichtbar inszenierter Funktion, offengelegter Konstruktion und einer Gegenbewegung, die Haptik, Materialcharakter und körperliche Wahrnehmung stärker in den Vordergrund stellt.

Materialseitig fällt insbesondere „Bambi“ auf: Die metallisch und industriell wirkende Oberfläche besteht aus Ohoskin, einem Material aus Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Der Kontrast zwischen technischer Anmutung und biobasiertem Ursprung dient als Beispiel dafür, wie Materialgeschichte und Performance zunehmend Teil des Designs werden.

Der Trend Space ist vom 12. bis 15. Januar 2027 auf der Heimtextil in Frankfurt zu sehen.

Die Heimtextil führt 2027 ihre Zusammenarbeit mit Patricia Urquiola und der Designplattform Alcova zusammen. Im Trend Space interpretiert Urquiola das Leitthema „The Performance of Everyday Living“ mit drei Skulpturen. Neben dem bekannten Objekt „Bambi“ entstehen zwei neue Arbeiten speziell für die Messe.

Die Installation ist in die Heimtextil Trends 27/28 eingebettet. Alcova beschreibt darin drei Richtungen zwischen sichtbar inszenierter Funktion, offengelegter Konstruktion und einer Gegenbewegung, die Haptik, Materialcharakter und körperliche Wahrnehmung stärker in den Vordergrund stellt.

Materialseitig fällt insbesondere „Bambi“ auf: Die metallisch und industriell wirkende Oberfläche besteht aus Ohoskin, einem Material aus Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Der Kontrast zwischen technischer Anmutung und biobasiertem Ursprung dient als Beispiel dafür, wie Materialgeschichte und Performance zunehmend Teil des Designs werden.

Der Trend Space ist vom 12. bis 15. Januar 2027 auf der Heimtextil in Frankfurt zu sehen.

Quelle:

Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Heimtextil

Mit der erfolgreichen EMAS-Registrierung macht Hohenstein seine Umweltleistung erstmals nach dem anspruchsvollsten europäischen Standard für Umweltmanagement extern überprüfbar und transparent nachvollziehbar. (c) Hohenstein
Mit der erfolgreichen EMAS-Registrierung macht Hohenstein seine Umweltleistung erstmals nach dem anspruchsvollsten europäischen Standard für Umweltmanagement extern überprüfbar und transparent nachvollziehbar.
07.10.2026

Hohenstein lässt Umweltmanagement nach EMAS validieren

Hohenstein hat sein Umweltmanagement nach EMAS registrieren lassen. Das europäische Eco-Management and Audit Scheme verlangt von Unternehmen, Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, Ziele festzulegen und die Entwicklung anhand belastbarer Kennzahlen zu dokumentieren. Die Umsetzung wird regelmäßig durch staatlich zugelassene Umweltgutachter überprüft.

Für die Registrierung analysierte Hohenstein die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten, bewertete Verbesserungspotenziale und definierte konkrete Umweltziele. Nach der Validierung wurde das Unternehmen in das offizielle EMAS-Register aufgenommen.

Die vollständige Umwelterklärung mit Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen stellt Hohenstein öffentlich bereit. Für Kunden aus der Textil- und Bekleidungsindustrie ist der Schritt auch deshalb relevant, weil Hohenstein selbst Prüf-, Zertifizierungs- und Beratungsleistungen zu Qualität und Nachhaltigkeit anbietet und damit die eigene Umweltsteuerung stärker messbar und extern überprüfbar macht.

Hohenstein hat sein Umweltmanagement nach EMAS registrieren lassen. Das europäische Eco-Management and Audit Scheme verlangt von Unternehmen, Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, Ziele festzulegen und die Entwicklung anhand belastbarer Kennzahlen zu dokumentieren. Die Umsetzung wird regelmäßig durch staatlich zugelassene Umweltgutachter überprüft.

Für die Registrierung analysierte Hohenstein die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten, bewertete Verbesserungspotenziale und definierte konkrete Umweltziele. Nach der Validierung wurde das Unternehmen in das offizielle EMAS-Register aufgenommen.

Die vollständige Umwelterklärung mit Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen stellt Hohenstein öffentlich bereit. Für Kunden aus der Textil- und Bekleidungsindustrie ist der Schritt auch deshalb relevant, weil Hohenstein selbst Prüf-, Zertifizierungs- und Beratungsleistungen zu Qualität und Nachhaltigkeit anbietet und damit die eigene Umweltsteuerung stärker messbar und extern überprüfbar macht.

Am Fraunhofer IKTS werden aus Polymilchsäure (PLA), einem im Körper abbaubaren Polymer, innovative Auflagen elektrogesponnen: Dank spezieller eingebrachter Wirkstoffe verbessern sie die Wundheilung nachhaltig und verhindern wirksam eine Infektion der Wunde. © Fraunhofer IKTS
Am Fraunhofer IKTS werden aus Polymilchsäure (PLA), einem im Körper abbaubaren Polymer, innovative Auflagen elektrogesponnen: Dank spezieller eingebrachter Wirkstoffe verbessern sie die Wundheilung nachhaltig und verhindern wirksam eine Infektion der Wunde.
07.10.2026

Elektrogesponnene Wundauflagen kombinieren Phagen, Proteine und MXene

Fraunhofer-Forschende entwickeln elektrogesponnene Wundauflagen, die mehrere therapeutische Funktionen in einer einzigen Membran zusammenführen. Ausgangsmaterial ist Polymilchsäure (PLA), aus der im Elektrospinning sehr feine Fasern und daraus taschentuchartige Membranen erzeugt werden.

Im M-ERA.NET-Projekt AntiMicroMXen sollen drei Wirkstoffgruppen kombiniert werden: antibakterielle Bakteriophagen, wundheilungsfördernde Proteine und antiseptische MXene. Die Phagen dienen als natürliche Alternative zu Antibiotika, die Proteine sollen die Neubildung von Hautzellen unterstützen, und die MXene wirken gegen Keime. Damit adressiert der Ansatz mehrere Phasen der Wundheilung gleichzeitig.

Technisch anspruchsvoll ist die unterschiedliche Empfindlichkeit der Komponenten. Proteine und Bakteriophagen müssen möglichst geschützt in den Fasern liegen, während MXene für ihre antiseptische Wirkung eher an der Oberfläche verfügbar sein sollen. Elektrospinning bietet hierfür einen Vorteil, weil das Verfahren ohne hohe Prozesstemperaturen auskommt und sich damit auch für sensible Biomaterialien eignet.

Fraunhofer-Forschende entwickeln elektrogesponnene Wundauflagen, die mehrere therapeutische Funktionen in einer einzigen Membran zusammenführen. Ausgangsmaterial ist Polymilchsäure (PLA), aus der im Elektrospinning sehr feine Fasern und daraus taschentuchartige Membranen erzeugt werden.

Im M-ERA.NET-Projekt AntiMicroMXen sollen drei Wirkstoffgruppen kombiniert werden: antibakterielle Bakteriophagen, wundheilungsfördernde Proteine und antiseptische MXene. Die Phagen dienen als natürliche Alternative zu Antibiotika, die Proteine sollen die Neubildung von Hautzellen unterstützen, und die MXene wirken gegen Keime. Damit adressiert der Ansatz mehrere Phasen der Wundheilung gleichzeitig.

Technisch anspruchsvoll ist die unterschiedliche Empfindlichkeit der Komponenten. Proteine und Bakteriophagen müssen möglichst geschützt in den Fasern liegen, während MXene für ihre antiseptische Wirkung eher an der Oberfläche verfügbar sein sollen. Elektrospinning bietet hierfür einen Vorteil, weil das Verfahren ohne hohe Prozesstemperaturen auskommt und sich damit auch für sensible Biomaterialien eignet.

Die Werkstoffentwicklung und Wirkstoffintegration sollen bis Mai 2027 abgeschlossen sein. Das Fraunhofer IKTS sucht bereits klinische Partner für spätere Zulassungstests. Neben der Medizin nennt das Institut auch antimikrobielle Verpackungen als mögliche weitere Anwendung.

Produktion und Entwicklung vom Polymer zum fertigen Medizinprodukt: Ein Schwerpunkt ist die Herstellung von resorbierbaren Polymeren. Foto: ITVP
Produktion und Entwicklung vom Polymer zum fertigen Medizinprodukt: Ein Schwerpunkt ist die Herstellung von resorbierbaren Polymeren.
07.10.2026

ITVP: 25 Jahre Transfer von textiler Medizintechnik in die Produktion

Die ITV Denkendorf Produktservice GmbH (ITVP) blickt auf 25 Jahre industrielle Medizintechnik zurück. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf wurde am 1. Oktober 2001 gegründet, nachdem Entwicklungs- und Produktionsaufträge aus der damaligen DITF-Abteilung Biomedizintechnik den Rahmen eines Forschungsinstituts zunehmend überschritten hatten.

Heute beschäftigt die ITVP 40 Mitarbeitende und produziert auf rund 1.200 Quadratmetern Reinraumfläche. Das Spektrum reicht von resorbierbaren Polymeren über mono- und multifile Garne bis zu textilen Implantatstrukturen. Dazu zählen Herniennetze, resorbierbare chirurgische Netze und Bänder sowie gewirkte und gewebte Gefäßprothesen.

Bemerkenswert ist die vertikale Tiefe der Entwicklung: Nach Angaben der DITF reichen die Arbeiten von der molekularen Ebene bis zu nahezu fertigen Medizinprodukten, die vom Kunden nach Verpackung, Sterilisation und Zulassung in Verkehr gebracht werden können. Die ITVP fertigt dabei überwiegend für Medizinproduktehersteller, unter deren Namen die Produkte zugelassen werden.

Die ITV Denkendorf Produktservice GmbH (ITVP) blickt auf 25 Jahre industrielle Medizintechnik zurück. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf wurde am 1. Oktober 2001 gegründet, nachdem Entwicklungs- und Produktionsaufträge aus der damaligen DITF-Abteilung Biomedizintechnik den Rahmen eines Forschungsinstituts zunehmend überschritten hatten.

Heute beschäftigt die ITVP 40 Mitarbeitende und produziert auf rund 1.200 Quadratmetern Reinraumfläche. Das Spektrum reicht von resorbierbaren Polymeren über mono- und multifile Garne bis zu textilen Implantatstrukturen. Dazu zählen Herniennetze, resorbierbare chirurgische Netze und Bänder sowie gewirkte und gewebte Gefäßprothesen.

Bemerkenswert ist die vertikale Tiefe der Entwicklung: Nach Angaben der DITF reichen die Arbeiten von der molekularen Ebene bis zu nahezu fertigen Medizinprodukten, die vom Kunden nach Verpackung, Sterilisation und Zulassung in Verkehr gebracht werden können. Die ITVP fertigt dabei überwiegend für Medizinproduktehersteller, unter deren Namen die Produkte zugelassen werden.

Zu den jüngeren Meilensteinen gehören eine exklusive Lizenzvereinbarung zu resorbierbaren Polymeren mit Evonik sowie Entwicklungsprojekte mit internationalen Marktführern und Start-ups. Für die Textilbranche ist die Entwicklung vor allem als Transfermodell interessant: Sie verbindet Werkstoffentwicklung, Garn- und Flächenbildung, Reinraumproduktion und regulatorisch anspruchsvolle Medizintechnik in einer durchgängigen Wertschöpfungskette.

Quelle:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) / ITV Denkendorf Produktservice GmbH

04.10.2026

EmpCo: Last-Minute-Nachbesserung schafft keine echte Übergangsfrist

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Mit dem neu eingefügten § 15b UWG soll für Waren, die bereits vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, bei Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen künftig der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigt werden. In die Bewertung sollen unter anderem bereits ergriffene Abhilfemaßnahmen, die Kosten einer Beseitigung sowie dadurch entstehende Umweltbelastungen einfließen. In der Praxis bedeutet das: Jede Ware, unabhängig davon, ob sie bereits im Laden liegt oder noch im Lager des Herstellers sowie alle Aussagen, mit denen Unternehmen ihre Produkte bewerben, etwa auf Etiketten und Hangtags, in Online-Shops, Newslettern oder auf Social Media müssen seit dem 27. September 2026 EmpCo-konform sein. Die Regelung ändert nichts an den materiellen Anforderungen. Sie räumt lediglich gewisse Hürden bei der Rechtsverfolgung und Gestaltungsspielräume bei der Nachweisbarkeit ein. Eine echte Entlastung für die Unternehmen bedeutet das jedoch nicht.

„Dass die Politik die Problematik bei bereits produzierten und in Verkehr gebrachten Waren anerkennt, ist grundsätzlich richtig. Dass eine solche Regelung aber erst wenige Tage vor dem Anwendungsbeginn auf den Weg gebracht wird, ist für Unternehmen nicht akzeptabel. Wer Produkte, Verpackungen und Kennzeichnungen mit langen Vorlaufzeiten plant, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, echte Erleichterungen und keine Korrekturen auf den letzten Metern, die in der Praxis keine wirkliche Entlastung mit sich bringen“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Südwesttextil kritisiert auch, dass die Neuregelung keine allgemeine Abverkaufs- oder Übergangsfrist vorsieht. Ohne eine solche Frist müssen jegliche, bereits produzierte Waren, Hangtags und Werbematerialien nachträglich geändert, überklebt oder – wenn eine Anpassung nicht möglich ist – im schlimmsten Fall vernichtet werden. Besonders betroffen sind Produkte mit langen Planungszyklen oder Waren, die aufgrund längerer Verkaufszeiträume noch auf Lager liegen. Die Umetikettierung und Vernichtung verursachen zusätzliche Kosten sowie Personalaufwand und laufen zugleich Nachhaltigkeitszielen zuwider.

Hinzu kommt: Die Sonderregelung beschränkt sich nach ihrem Wortlaut auf bereits in Verkehr gebrachte Waren. Für Werbeunterlagen, wie z.B. Kataloge, Plakate oder Banner am Point of Sale sowie Websites, Online-Shops, Newsletter und Social-Media-Auftritte gibt es keine vergleichbare Erleichterung. Gerade dort wäre eine Übergangsfrist auch notwendig, da Werbemittel häufig in großen Auflagen vorproduziert werden und digitale Inhalte über zahlreiche Seiten, Produktlisten und ältere Beiträge hinweg geprüft und angepasst werden müssen. Eine vollständige Anpassung sämtlicher Inhalte benötigt einen angemessenen zeitlichen Vorlauf.

Für Südwesttextil steht die kurzfristige Nachbesserung damit beispielhaft für ein grundsätzliches Problem bei neuen regulatorischen Anforderungen: Praxistauglichkeit und realistische Umsetzungsfristen müssen bereits im Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden – und nicht erst unmittelbar vor dem Stichtag.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

01.10.2026

BTE künftig zuständig für Sportfacharbeit

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 
„Wir freuen uns auf diese neue, wichtige Aufgabe. Gerade in volatilen Zeiten eröffnet die arrondierte Outfit-Welt große Chancen für eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit von Handel, Industrie und Dienstleistern. Uns geht es nicht um den Aufbau zusätzlicher Strukturen, sondern um konkrete Verbesserungen für die Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit, faire Wettbewerbsbedingungen sowie verlässliche, praxisnahe Rahmenbedingungen für Beschäftigung, Investitionen und Digitalisierung. Auch das neu aufgestellte BTE Clearing-Center könnte perspektivisch ein wertvoller Baustein für die inhaltliche Zusammenarbeit sein“, erklärt BTE-Präsident Mark Rauschen. 
 
Den Fachbereich sachinhaltlich führen wird zum einen BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg, der ausgebildeter Sportfachwirt ist. Padberg verfügt über langjährige Handelsunternehmenserfahrungen und ist im Bereich des Sporthandels bzw. im Kreise der Unternehmen gut vernetzt. Zum anderen wird BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels als erfahrener und langjähriger Verbandsmanager den Fachbereich gesamtstrategisch leiten und in die Lobbyarbeit der Gesamtorganisation des HDE integrieren. Der BTE wird zudem auf die anerkannte Expertise seiner derzeitigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen können. Bei Bedarf wird zusätzliches Fachpersonal eingestellt.
 
Zur Umsetzung müssen noch formell und inhaltlich erforderliche Arbeiten, wie z.B. eine Satzungsänderung des BTE, sowie anderweitige Aufgaben geleistet bzw. erledigt werden. Der BTE geht davon aus, bis zum 1. Januar 2027 damit fertig zu sein und mit der Arbeit für den Sportfachhandel beginnen zu können. Über die weitere Entwicklung wird der BTE entsprechend informieren.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Patricia Urquiolas „Bambi“ aus Ohoskin in der Installation „among-all“ auf der Heimtextil 2026. Foto: Messe Frankfurt
Patricia Urquiolas „Bambi“ aus Ohoskin in der Installation „among-all“ auf der Heimtextil 2026.
30.09.2026

Patricia Urquiola im Trend Space: Neue Design-Elemente für die Heimtextil 2027

Die Heimtextil Trends 27/28, kuratiert von Alcova, können im Trend Space auf der Heimtextil erlebt werden. In diesem Rahmen geht die Zusammenarbeit der Heimtextil mit Patricia Urquiola 2027 ins dritte Jahr. Im Trend Space präsentiert die Architektin und Designerin drei Skulpturen: Neben dem bekannten Element „Bambi“ entwickelt Urquiola zwei neue Stücke speziell für die Heimtextil. Damit präsentiert sie ihre eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. 

2027 kommen zwei langjährige Designpartnerschaften der Heimtextil zusammen: Alcova kuratiert die Heimtextil Trends 27/28 „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“. Zugleich baut Patricia Urquiola ihr Konzept der Skulptur „Bambi“ im Rahmen des Trend Spaces aus. Damit bringt sie ihre eigene Material- und Designsprache ein. Seit drei Jahren entwickeln sich beide Partnerschaften mit jeder Ausgabe der Heimtextil weiter. 2027 kommen sie erstmals direkt im Trend Space zusammen. 

Die Heimtextil Trends 27/28, kuratiert von Alcova, können im Trend Space auf der Heimtextil erlebt werden. In diesem Rahmen geht die Zusammenarbeit der Heimtextil mit Patricia Urquiola 2027 ins dritte Jahr. Im Trend Space präsentiert die Architektin und Designerin drei Skulpturen: Neben dem bekannten Element „Bambi“ entwickelt Urquiola zwei neue Stücke speziell für die Heimtextil. Damit präsentiert sie ihre eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. 

2027 kommen zwei langjährige Designpartnerschaften der Heimtextil zusammen: Alcova kuratiert die Heimtextil Trends 27/28 „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“. Zugleich baut Patricia Urquiola ihr Konzept der Skulptur „Bambi“ im Rahmen des Trend Spaces aus. Damit bringt sie ihre eigene Material- und Designsprache ein. Seit drei Jahren entwickeln sich beide Partnerschaften mit jeder Ausgabe der Heimtextil weiter. 2027 kommen sie erstmals direkt im Trend Space zusammen. 

Für die Heimtextil 2027 erweitert Patricia Urquiola die Figur „Bambi“ aus der letztjährigen Installation „among-all“. Sie ergänzt die hybride silberne Kreatur um zwei neue für die Heimtextil kreierte Stücke. Diese knüpfen an die bisherigen Formen und Materialien an und führen sie weiter. Gleichzeitig zeigen sie Patricia Urquiolas eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. Damit führt Patricia Urquiola eine Arbeit fort, die sich über mehrere Heimtextil-Ausgaben entwickelt hat. Bereits 2025 inszenierte sie „Bambi“ digital auf einem Monitor auf der Heimtextil. Für die Ausgabe 2026 gestaltete sie daraus ein physisches Element. 2027 entwickelt Patricia Urquiola es mit zwei weiteren Figuren weiter. 

„Für die Heimtextil 2027 kehre ich mit einer Familie aus drei hybriden Kreaturen zurück: dem dritten Kapitel einer Forschung, die sich mit jeder Ausgabe weiterentwickelt. Gemeinsam zeichnen die Arbeiten eine Reise nach – von digitalen Bildern hin zu physischer Präsenz. Sie schlagen ein neues Kapitel der materiellen Experimentierfreude auf. Textil wird zu einer lebendigen, sich stetig weiterentwickelnden Form“, sagt Patricia Urquiola. 

Darin sieht Alcova eine besonders starke Verbindung zur Trendrichtung „Hyper Presence“. Diese rückt physische Präsenz, Materialcharakter und menschliche Verbindung in den Mittelpunkt. Damit steht Urquiolas Beitrag für die Gegenbewegung innerhalb der Trends: Nicht alles in unserem Zuhause muss uns messen, begleiten oder optimieren. Manche Dinge dürfen einfach durch Material, Berührung und Komfort wirken.

Gleichzeitig entstehen Verbindungen zu den weiteren Trendrichtungen „Staged Competence“ und „Inside, Out“. Ein Beispiel dafür ist „Bambis“ Material „Ohoskin“: Die metallisierte Oberfläche wirkt zunächst technisch, industriell und futuristisch. Im Gegensatz zu seinem Aussehen besteht es jedoch aus den Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Hinter der technischen Optik steckt damit eine überraschend natürliche Materialgeschichte. Genau dieser Kontrast macht das Objekt für Alcova menschlicher und nahbarer. 

Die Heimtextil Trends 27/28 mit Patricia Urquiolas Designelementen erleben Besucher*innen im Trend Space der Heimtextil vom 12. bis 15. Januar 2027.

Weitere Informationen:
Patricia Urquiola Heimtextil Trend
Quelle:

Messe Frankfurt

Foto: Messe Frankfurt/Jean-Luc Valentin
23.09.2026

Heimtextil: Therapeutische Muster und Mythologie als Designquelle

Noch mehr junges Design und kreative Ideen: Zur kommenden Heimtextil geht die New Talent Area gestärkt in ihre zweite Auflage. Vom 12. bis 15. Januar 2027 begrüßt das kuratierte Areal mehr als 30 Teilnehmer*innen, von denen sich viele erstmals auf internationaler Bühne präsentieren. In Frankfurt zeigen sie aufregende textile Designs, überraschende Materialien und marktreife Produkte.
 

Noch mehr junges Design und kreative Ideen: Zur kommenden Heimtextil geht die New Talent Area gestärkt in ihre zweite Auflage. Vom 12. bis 15. Januar 2027 begrüßt das kuratierte Areal mehr als 30 Teilnehmer*innen, von denen sich viele erstmals auf internationaler Bühne präsentieren. In Frankfurt zeigen sie aufregende textile Designs, überraschende Materialien und marktreife Produkte.
 
Zur Heimtextil 2026 wurde die New Talent Area curated by Jennifer Castoldi, Trendease International, neu etabliert – und stieß ad hoc auf hohe Resonanz. Die zweite Edition spiegelt den Erfolg des Debüts in einer wachsenden Teilnehmerzahl wider. Zudem verstärken Institutionen und Sponsoren ihr Engagement und unterstützen die Newcomer beim Start in den Markt aktiv. Auch aus diesem Grund erwartet die Besucher*innen auf dem Sonderareal in Halle 4.2 zahlreiche ganz neue Gesichter und frische Impulse. Die gezeigten Projekte reichen dabei über eine große Bandbreite an Entwicklungsstufen hinweg – von experimentellen Material- und Designansätzen bis hin zu fertigen Produkten, die direkt in den Handel bzw. in die Anwendung fließen können. Ebenso profitieren Interessierte von den vielfältigen Themen, die die Designs der New Talents umfassen – darunter biobasierte Lösungen, Zirkularität, Nachhaltigkeit, Neurodiversität, Herkunft und Handwerk.
 
2027 kommen die über 30 bisher registrierten Teilnehmer*innen aus China, Dänemark, Deutschland, England, Kanada, Norwegen, Schottland, der Schweiz, Spanien und Wales. Während sich der Großteil der Newcomer erstmals in Frankfurt präsentiert, sind zwei Teilnehmerinnen erneut dabei: Elis Blackwood mit ihrem Atelier e.L.s designs für zeitgenössische Textilkunst und Oberflächengestaltung sowie die Künstlerin, Designerin und Handstickerin Severina Seidl kehren 2027 unter dem Label New Talents Plus wieder. Die Rückkehr unterstreicht die Relevanz des Formats auf der Heimtextil. Es bietet über den ersten Messeauftritt hinaus Anknüpfungspunkte – etwa für den Ausbau von Kontakten, die weitere Positionierung im Markt und die langfristige Vernetzung innerhalb der Branche.
 
Frisch dabei ist Hallie Graham mit ihren „Tales of Lost Wonder“, einer außergewöhnlichen Kollektion handbedruckter Textiltapeten. Die junge Farbexpertin greift in ihrer Edition Motive der schottischen Folklore und Mythologie auf. Für die aufwendigen Designs nutzt sie Techniken wie Devoré, Ausblasfärben und Reaktivfärben und überführt die Authentizität ihrer handgefertigten Arbeiten mithilfe digitaler Designanwendungen in marktfähige Produkte. 
 
Mit Cascavel präsentiert sich eine aufstrebende Kreativagentur, die drei komplementäre Ansätze verfolgt: Im wissenschaftlichen Zweig erarbeitet das Kreativteam zusammen mit Partnern aus der Forschung Muster mit therapeutischen Eigenschaften, die sich etwa auf positiv den Blutdruck auswirken können. Im historischen Ansatz restauriert und digitalisiert das in Barcelona und Zürich ansässige Studio eine eigene Sammlung von 60.000 seltenen Büchern, aus denen es neue Designs mit starker Erzählkraft entwickelt. Der dritte Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischen, handgefertigten Kollektionen, die auf der Basis von Trendforschungen entstehen.
 
Neue Ansätze für das Textilrecycling präsentiert FibreLab. Das in London beheimatete Start-up erarbeitet zusammen mit Unternehmen aus Großbritannien maßgeschneiderte Lösungen, um Textilabfälle in neue, erfolgversprechende Materialien zu überführen. Auf der Heimtextil 2027 rückt FibreLab ein eigenentwickeltes Papiermaterial in den Fokus, das zu 100 Prozent aus recycelten Textilabfällen besteht und Anwendungsbereiche wie Marketing und Verpackung adressiert.

Quelle:

Messe Frankfurt

22.09.2026

Hexcel beschleunigt Composite-Fertigung

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Quelle:

Hexcel Corporation