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Mit der erfolgreichen EMAS-Registrierung macht Hohenstein seine Umweltleistung erstmals nach dem anspruchsvollsten europäischen Standard für Umweltmanagement extern überprüfbar und transparent nachvollziehbar. (c) Hohenstein
Mit der erfolgreichen EMAS-Registrierung macht Hohenstein seine Umweltleistung erstmals nach dem anspruchsvollsten europäischen Standard für Umweltmanagement extern überprüfbar und transparent nachvollziehbar.
07.10.2026

Hohenstein lässt Umweltmanagement nach EMAS validieren

Hohenstein hat sein Umweltmanagement nach EMAS registrieren lassen. Das europäische Eco-Management and Audit Scheme verlangt von Unternehmen, Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, Ziele festzulegen und die Entwicklung anhand belastbarer Kennzahlen zu dokumentieren. Die Umsetzung wird regelmäßig durch staatlich zugelassene Umweltgutachter überprüft.

Für die Registrierung analysierte Hohenstein die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten, bewertete Verbesserungspotenziale und definierte konkrete Umweltziele. Nach der Validierung wurde das Unternehmen in das offizielle EMAS-Register aufgenommen.

Die vollständige Umwelterklärung mit Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen stellt Hohenstein öffentlich bereit. Für Kunden aus der Textil- und Bekleidungsindustrie ist der Schritt auch deshalb relevant, weil Hohenstein selbst Prüf-, Zertifizierungs- und Beratungsleistungen zu Qualität und Nachhaltigkeit anbietet und damit die eigene Umweltsteuerung stärker messbar und extern überprüfbar macht.

Hohenstein hat sein Umweltmanagement nach EMAS registrieren lassen. Das europäische Eco-Management and Audit Scheme verlangt von Unternehmen, Umweltwirkungen systematisch zu erfassen, Ziele festzulegen und die Entwicklung anhand belastbarer Kennzahlen zu dokumentieren. Die Umsetzung wird regelmäßig durch staatlich zugelassene Umweltgutachter überprüft.

Für die Registrierung analysierte Hohenstein die Umweltauswirkungen seiner Aktivitäten, bewertete Verbesserungspotenziale und definierte konkrete Umweltziele. Nach der Validierung wurde das Unternehmen in das offizielle EMAS-Register aufgenommen.

Die vollständige Umwelterklärung mit Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen stellt Hohenstein öffentlich bereit. Für Kunden aus der Textil- und Bekleidungsindustrie ist der Schritt auch deshalb relevant, weil Hohenstein selbst Prüf-, Zertifizierungs- und Beratungsleistungen zu Qualität und Nachhaltigkeit anbietet und damit die eigene Umweltsteuerung stärker messbar und extern überprüfbar macht.

Am Fraunhofer IKTS werden aus Polymilchsäure (PLA), einem im Körper abbaubaren Polymer, innovative Auflagen elektrogesponnen: Dank spezieller eingebrachter Wirkstoffe verbessern sie die Wundheilung nachhaltig und verhindern wirksam eine Infektion der Wunde. © Fraunhofer IKTS
Am Fraunhofer IKTS werden aus Polymilchsäure (PLA), einem im Körper abbaubaren Polymer, innovative Auflagen elektrogesponnen: Dank spezieller eingebrachter Wirkstoffe verbessern sie die Wundheilung nachhaltig und verhindern wirksam eine Infektion der Wunde.
07.10.2026

Elektrogesponnene Wundauflagen kombinieren Phagen, Proteine und MXene

Fraunhofer-Forschende entwickeln elektrogesponnene Wundauflagen, die mehrere therapeutische Funktionen in einer einzigen Membran zusammenführen. Ausgangsmaterial ist Polymilchsäure (PLA), aus der im Elektrospinning sehr feine Fasern und daraus taschentuchartige Membranen erzeugt werden.

Im M-ERA.NET-Projekt AntiMicroMXen sollen drei Wirkstoffgruppen kombiniert werden: antibakterielle Bakteriophagen, wundheilungsfördernde Proteine und antiseptische MXene. Die Phagen dienen als natürliche Alternative zu Antibiotika, die Proteine sollen die Neubildung von Hautzellen unterstützen, und die MXene wirken gegen Keime. Damit adressiert der Ansatz mehrere Phasen der Wundheilung gleichzeitig.

Technisch anspruchsvoll ist die unterschiedliche Empfindlichkeit der Komponenten. Proteine und Bakteriophagen müssen möglichst geschützt in den Fasern liegen, während MXene für ihre antiseptische Wirkung eher an der Oberfläche verfügbar sein sollen. Elektrospinning bietet hierfür einen Vorteil, weil das Verfahren ohne hohe Prozesstemperaturen auskommt und sich damit auch für sensible Biomaterialien eignet.

Fraunhofer-Forschende entwickeln elektrogesponnene Wundauflagen, die mehrere therapeutische Funktionen in einer einzigen Membran zusammenführen. Ausgangsmaterial ist Polymilchsäure (PLA), aus der im Elektrospinning sehr feine Fasern und daraus taschentuchartige Membranen erzeugt werden.

Im M-ERA.NET-Projekt AntiMicroMXen sollen drei Wirkstoffgruppen kombiniert werden: antibakterielle Bakteriophagen, wundheilungsfördernde Proteine und antiseptische MXene. Die Phagen dienen als natürliche Alternative zu Antibiotika, die Proteine sollen die Neubildung von Hautzellen unterstützen, und die MXene wirken gegen Keime. Damit adressiert der Ansatz mehrere Phasen der Wundheilung gleichzeitig.

Technisch anspruchsvoll ist die unterschiedliche Empfindlichkeit der Komponenten. Proteine und Bakteriophagen müssen möglichst geschützt in den Fasern liegen, während MXene für ihre antiseptische Wirkung eher an der Oberfläche verfügbar sein sollen. Elektrospinning bietet hierfür einen Vorteil, weil das Verfahren ohne hohe Prozesstemperaturen auskommt und sich damit auch für sensible Biomaterialien eignet.

Die Werkstoffentwicklung und Wirkstoffintegration sollen bis Mai 2027 abgeschlossen sein. Das Fraunhofer IKTS sucht bereits klinische Partner für spätere Zulassungstests. Neben der Medizin nennt das Institut auch antimikrobielle Verpackungen als mögliche weitere Anwendung.

Produktion und Entwicklung vom Polymer zum fertigen Medizinprodukt: Ein Schwerpunkt ist die Herstellung von resorbierbaren Polymeren. Foto: ITVP
Produktion und Entwicklung vom Polymer zum fertigen Medizinprodukt: Ein Schwerpunkt ist die Herstellung von resorbierbaren Polymeren.
07.10.2026

ITVP: 25 Jahre Transfer von textiler Medizintechnik in die Produktion

Die ITV Denkendorf Produktservice GmbH (ITVP) blickt auf 25 Jahre industrielle Medizintechnik zurück. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf wurde am 1. Oktober 2001 gegründet, nachdem Entwicklungs- und Produktionsaufträge aus der damaligen DITF-Abteilung Biomedizintechnik den Rahmen eines Forschungsinstituts zunehmend überschritten hatten.

Heute beschäftigt die ITVP 40 Mitarbeitende und produziert auf rund 1.200 Quadratmetern Reinraumfläche. Das Spektrum reicht von resorbierbaren Polymeren über mono- und multifile Garne bis zu textilen Implantatstrukturen. Dazu zählen Herniennetze, resorbierbare chirurgische Netze und Bänder sowie gewirkte und gewebte Gefäßprothesen.

Bemerkenswert ist die vertikale Tiefe der Entwicklung: Nach Angaben der DITF reichen die Arbeiten von der molekularen Ebene bis zu nahezu fertigen Medizinprodukten, die vom Kunden nach Verpackung, Sterilisation und Zulassung in Verkehr gebracht werden können. Die ITVP fertigt dabei überwiegend für Medizinproduktehersteller, unter deren Namen die Produkte zugelassen werden.

Die ITV Denkendorf Produktservice GmbH (ITVP) blickt auf 25 Jahre industrielle Medizintechnik zurück. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf wurde am 1. Oktober 2001 gegründet, nachdem Entwicklungs- und Produktionsaufträge aus der damaligen DITF-Abteilung Biomedizintechnik den Rahmen eines Forschungsinstituts zunehmend überschritten hatten.

Heute beschäftigt die ITVP 40 Mitarbeitende und produziert auf rund 1.200 Quadratmetern Reinraumfläche. Das Spektrum reicht von resorbierbaren Polymeren über mono- und multifile Garne bis zu textilen Implantatstrukturen. Dazu zählen Herniennetze, resorbierbare chirurgische Netze und Bänder sowie gewirkte und gewebte Gefäßprothesen.

Bemerkenswert ist die vertikale Tiefe der Entwicklung: Nach Angaben der DITF reichen die Arbeiten von der molekularen Ebene bis zu nahezu fertigen Medizinprodukten, die vom Kunden nach Verpackung, Sterilisation und Zulassung in Verkehr gebracht werden können. Die ITVP fertigt dabei überwiegend für Medizinproduktehersteller, unter deren Namen die Produkte zugelassen werden.

Zu den jüngeren Meilensteinen gehören eine exklusive Lizenzvereinbarung zu resorbierbaren Polymeren mit Evonik sowie Entwicklungsprojekte mit internationalen Marktführern und Start-ups. Für die Textilbranche ist die Entwicklung vor allem als Transfermodell interessant: Sie verbindet Werkstoffentwicklung, Garn- und Flächenbildung, Reinraumproduktion und regulatorisch anspruchsvolle Medizintechnik in einer durchgängigen Wertschöpfungskette.

Quelle:

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) / ITV Denkendorf Produktservice GmbH

04.10.2026

EmpCo: Last-Minute-Nachbesserung schafft keine echte Übergangsfrist

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Südwesttextil kritisiert die kurzfristige Änderung des UWG unmittelbar vor Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Die beschlossene Verhältnismäßigkeitsprüfung für bereits in Verkehr gebrachte Waren ist ein wichtiges Signal, ersetzt jedoch keine verlässliche Übergangsregelung.

Nur zwei Tage vor dem verbindlichen Anwendungsbeginn der neuen Vorgaben zur Umsetzung der „Empowering Consumers for the Green Transition“-Richtlinie (EmpCo) hatte der Deutsche Bundestag eine ergänzende Regelung für bereits in Verkehr gebrachte Waren beschlossen. Südwesttextil begrüßt, dass die besonderen Herausforderungen bei Altbeständen damit grundsätzlich anerkannt werden. Für die Unternehmen kommt die Nachbesserung jedoch zu spät und schafft keine tatsächliche Übergangsfrist.

Seit dem 27. September 2026 gelten deutlich strengere Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie müssen unter anderem Claims auf Produkten, Verpackungen und Hangtags sowie in Online-Shops und weiteren Marketingmaterialien an die neuen Vorgaben anpassen.

Mit dem neu eingefügten § 15b UWG soll für Waren, die bereits vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, bei Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen künftig der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit berücksichtigt werden. In die Bewertung sollen unter anderem bereits ergriffene Abhilfemaßnahmen, die Kosten einer Beseitigung sowie dadurch entstehende Umweltbelastungen einfließen. In der Praxis bedeutet das: Jede Ware, unabhängig davon, ob sie bereits im Laden liegt oder noch im Lager des Herstellers sowie alle Aussagen, mit denen Unternehmen ihre Produkte bewerben, etwa auf Etiketten und Hangtags, in Online-Shops, Newslettern oder auf Social Media müssen seit dem 27. September 2026 EmpCo-konform sein. Die Regelung ändert nichts an den materiellen Anforderungen. Sie räumt lediglich gewisse Hürden bei der Rechtsverfolgung und Gestaltungsspielräume bei der Nachweisbarkeit ein. Eine echte Entlastung für die Unternehmen bedeutet das jedoch nicht.

„Dass die Politik die Problematik bei bereits produzierten und in Verkehr gebrachten Waren anerkennt, ist grundsätzlich richtig. Dass eine solche Regelung aber erst wenige Tage vor dem Anwendungsbeginn auf den Weg gebracht wird, ist für Unternehmen nicht akzeptabel. Wer Produkte, Verpackungen und Kennzeichnungen mit langen Vorlaufzeiten plant, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, echte Erleichterungen und keine Korrekturen auf den letzten Metern, die in der Praxis keine wirkliche Entlastung mit sich bringen“, erklärt Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil.

Südwesttextil kritisiert auch, dass die Neuregelung keine allgemeine Abverkaufs- oder Übergangsfrist vorsieht. Ohne eine solche Frist müssen jegliche, bereits produzierte Waren, Hangtags und Werbematerialien nachträglich geändert, überklebt oder – wenn eine Anpassung nicht möglich ist – im schlimmsten Fall vernichtet werden. Besonders betroffen sind Produkte mit langen Planungszyklen oder Waren, die aufgrund längerer Verkaufszeiträume noch auf Lager liegen. Die Umetikettierung und Vernichtung verursachen zusätzliche Kosten sowie Personalaufwand und laufen zugleich Nachhaltigkeitszielen zuwider.

Hinzu kommt: Die Sonderregelung beschränkt sich nach ihrem Wortlaut auf bereits in Verkehr gebrachte Waren. Für Werbeunterlagen, wie z.B. Kataloge, Plakate oder Banner am Point of Sale sowie Websites, Online-Shops, Newsletter und Social-Media-Auftritte gibt es keine vergleichbare Erleichterung. Gerade dort wäre eine Übergangsfrist auch notwendig, da Werbemittel häufig in großen Auflagen vorproduziert werden und digitale Inhalte über zahlreiche Seiten, Produktlisten und ältere Beiträge hinweg geprüft und angepasst werden müssen. Eine vollständige Anpassung sämtlicher Inhalte benötigt einen angemessenen zeitlichen Vorlauf.

Für Südwesttextil steht die kurzfristige Nachbesserung damit beispielhaft für ein grundsätzliches Problem bei neuen regulatorischen Anforderungen: Praxistauglichkeit und realistische Umsetzungsfristen müssen bereits im Gesetzgebungsprozess berücksichtigt werden – und nicht erst unmittelbar vor dem Stichtag.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V.

01.10.2026

BTE künftig zuständig für Sportfacharbeit

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 

Der BTE ist von seinen Mitgliedern sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragt worden, künftig die Facharbeit für den Einzelhandel mit Sportartikeln zu leisten. Damit reagiert die Handelsorganisation auf die bereits seit längerer Zeit erkennbare Verschmelzung der Handelslandschaft in den Bereichen Fashion, Schuhe und Sport sowie auch in einigen Bereichen mit Lederwaren. Die Sportfacharbeit wurde bislang vom Verband Deutscher Sportfachhandel, VDS e.V., als separater Fachverband betrieben.     
 
„Wir freuen uns auf diese neue, wichtige Aufgabe. Gerade in volatilen Zeiten eröffnet die arrondierte Outfit-Welt große Chancen für eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit von Handel, Industrie und Dienstleistern. Uns geht es nicht um den Aufbau zusätzlicher Strukturen, sondern um konkrete Verbesserungen für die Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit, faire Wettbewerbsbedingungen sowie verlässliche, praxisnahe Rahmenbedingungen für Beschäftigung, Investitionen und Digitalisierung. Auch das neu aufgestellte BTE Clearing-Center könnte perspektivisch ein wertvoller Baustein für die inhaltliche Zusammenarbeit sein“, erklärt BTE-Präsident Mark Rauschen. 
 
Den Fachbereich sachinhaltlich führen wird zum einen BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg, der ausgebildeter Sportfachwirt ist. Padberg verfügt über langjährige Handelsunternehmenserfahrungen und ist im Bereich des Sporthandels bzw. im Kreise der Unternehmen gut vernetzt. Zum anderen wird BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels als erfahrener und langjähriger Verbandsmanager den Fachbereich gesamtstrategisch leiten und in die Lobbyarbeit der Gesamtorganisation des HDE integrieren. Der BTE wird zudem auf die anerkannte Expertise seiner derzeitigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen können. Bei Bedarf wird zusätzliches Fachpersonal eingestellt.
 
Zur Umsetzung müssen noch formell und inhaltlich erforderliche Arbeiten, wie z.B. eine Satzungsänderung des BTE, sowie anderweitige Aufgaben geleistet bzw. erledigt werden. Der BTE geht davon aus, bis zum 1. Januar 2027 damit fertig zu sein und mit der Arbeit für den Sportfachhandel beginnen zu können. Über die weitere Entwicklung wird der BTE entsprechend informieren.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Patricia Urquiolas „Bambi“ aus Ohoskin in der Installation „among-all“ auf der Heimtextil 2026. Foto: Messe Frankfurt
Patricia Urquiolas „Bambi“ aus Ohoskin in der Installation „among-all“ auf der Heimtextil 2026.
30.09.2026

Patricia Urquiola im Trend Space: Neue Design-Elemente für die Heimtextil 2027

Die Heimtextil Trends 27/28, kuratiert von Alcova, können im Trend Space auf der Heimtextil erlebt werden. In diesem Rahmen geht die Zusammenarbeit der Heimtextil mit Patricia Urquiola 2027 ins dritte Jahr. Im Trend Space präsentiert die Architektin und Designerin drei Skulpturen: Neben dem bekannten Element „Bambi“ entwickelt Urquiola zwei neue Stücke speziell für die Heimtextil. Damit präsentiert sie ihre eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. 

2027 kommen zwei langjährige Designpartnerschaften der Heimtextil zusammen: Alcova kuratiert die Heimtextil Trends 27/28 „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“. Zugleich baut Patricia Urquiola ihr Konzept der Skulptur „Bambi“ im Rahmen des Trend Spaces aus. Damit bringt sie ihre eigene Material- und Designsprache ein. Seit drei Jahren entwickeln sich beide Partnerschaften mit jeder Ausgabe der Heimtextil weiter. 2027 kommen sie erstmals direkt im Trend Space zusammen. 

Die Heimtextil Trends 27/28, kuratiert von Alcova, können im Trend Space auf der Heimtextil erlebt werden. In diesem Rahmen geht die Zusammenarbeit der Heimtextil mit Patricia Urquiola 2027 ins dritte Jahr. Im Trend Space präsentiert die Architektin und Designerin drei Skulpturen: Neben dem bekannten Element „Bambi“ entwickelt Urquiola zwei neue Stücke speziell für die Heimtextil. Damit präsentiert sie ihre eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. 

2027 kommen zwei langjährige Designpartnerschaften der Heimtextil zusammen: Alcova kuratiert die Heimtextil Trends 27/28 „Home-Maxxing – The Performance of Everyday Living“. Zugleich baut Patricia Urquiola ihr Konzept der Skulptur „Bambi“ im Rahmen des Trend Spaces aus. Damit bringt sie ihre eigene Material- und Designsprache ein. Seit drei Jahren entwickeln sich beide Partnerschaften mit jeder Ausgabe der Heimtextil weiter. 2027 kommen sie erstmals direkt im Trend Space zusammen. 

Für die Heimtextil 2027 erweitert Patricia Urquiola die Figur „Bambi“ aus der letztjährigen Installation „among-all“. Sie ergänzt die hybride silberne Kreatur um zwei neue für die Heimtextil kreierte Stücke. Diese knüpfen an die bisherigen Formen und Materialien an und führen sie weiter. Gleichzeitig zeigen sie Patricia Urquiolas eigene Interpretation des Trendthemas „The Performance of Everyday Living“. Damit führt Patricia Urquiola eine Arbeit fort, die sich über mehrere Heimtextil-Ausgaben entwickelt hat. Bereits 2025 inszenierte sie „Bambi“ digital auf einem Monitor auf der Heimtextil. Für die Ausgabe 2026 gestaltete sie daraus ein physisches Element. 2027 entwickelt Patricia Urquiola es mit zwei weiteren Figuren weiter. 

„Für die Heimtextil 2027 kehre ich mit einer Familie aus drei hybriden Kreaturen zurück: dem dritten Kapitel einer Forschung, die sich mit jeder Ausgabe weiterentwickelt. Gemeinsam zeichnen die Arbeiten eine Reise nach – von digitalen Bildern hin zu physischer Präsenz. Sie schlagen ein neues Kapitel der materiellen Experimentierfreude auf. Textil wird zu einer lebendigen, sich stetig weiterentwickelnden Form“, sagt Patricia Urquiola. 

Darin sieht Alcova eine besonders starke Verbindung zur Trendrichtung „Hyper Presence“. Diese rückt physische Präsenz, Materialcharakter und menschliche Verbindung in den Mittelpunkt. Damit steht Urquiolas Beitrag für die Gegenbewegung innerhalb der Trends: Nicht alles in unserem Zuhause muss uns messen, begleiten oder optimieren. Manche Dinge dürfen einfach durch Material, Berührung und Komfort wirken.

Gleichzeitig entstehen Verbindungen zu den weiteren Trendrichtungen „Staged Competence“ und „Inside, Out“. Ein Beispiel dafür ist „Bambis“ Material „Ohoskin“: Die metallisierte Oberfläche wirkt zunächst technisch, industriell und futuristisch. Im Gegensatz zu seinem Aussehen besteht es jedoch aus den Nebenprodukten sizilianischer Orangen. Hinter der technischen Optik steckt damit eine überraschend natürliche Materialgeschichte. Genau dieser Kontrast macht das Objekt für Alcova menschlicher und nahbarer. 

Die Heimtextil Trends 27/28 mit Patricia Urquiolas Designelementen erleben Besucher*innen im Trend Space der Heimtextil vom 12. bis 15. Januar 2027.

Weitere Informationen:
Patricia Urquiola Heimtextil Trend
Quelle:

Messe Frankfurt

Foto: Messe Frankfurt/Jean-Luc Valentin
23.09.2026

Heimtextil: Therapeutische Muster und Mythologie als Designquelle

Noch mehr junges Design und kreative Ideen: Zur kommenden Heimtextil geht die New Talent Area gestärkt in ihre zweite Auflage. Vom 12. bis 15. Januar 2027 begrüßt das kuratierte Areal mehr als 30 Teilnehmer*innen, von denen sich viele erstmals auf internationaler Bühne präsentieren. In Frankfurt zeigen sie aufregende textile Designs, überraschende Materialien und marktreife Produkte.
 

Noch mehr junges Design und kreative Ideen: Zur kommenden Heimtextil geht die New Talent Area gestärkt in ihre zweite Auflage. Vom 12. bis 15. Januar 2027 begrüßt das kuratierte Areal mehr als 30 Teilnehmer*innen, von denen sich viele erstmals auf internationaler Bühne präsentieren. In Frankfurt zeigen sie aufregende textile Designs, überraschende Materialien und marktreife Produkte.
 
Zur Heimtextil 2026 wurde die New Talent Area curated by Jennifer Castoldi, Trendease International, neu etabliert – und stieß ad hoc auf hohe Resonanz. Die zweite Edition spiegelt den Erfolg des Debüts in einer wachsenden Teilnehmerzahl wider. Zudem verstärken Institutionen und Sponsoren ihr Engagement und unterstützen die Newcomer beim Start in den Markt aktiv. Auch aus diesem Grund erwartet die Besucher*innen auf dem Sonderareal in Halle 4.2 zahlreiche ganz neue Gesichter und frische Impulse. Die gezeigten Projekte reichen dabei über eine große Bandbreite an Entwicklungsstufen hinweg – von experimentellen Material- und Designansätzen bis hin zu fertigen Produkten, die direkt in den Handel bzw. in die Anwendung fließen können. Ebenso profitieren Interessierte von den vielfältigen Themen, die die Designs der New Talents umfassen – darunter biobasierte Lösungen, Zirkularität, Nachhaltigkeit, Neurodiversität, Herkunft und Handwerk.
 
2027 kommen die über 30 bisher registrierten Teilnehmer*innen aus China, Dänemark, Deutschland, England, Kanada, Norwegen, Schottland, der Schweiz, Spanien und Wales. Während sich der Großteil der Newcomer erstmals in Frankfurt präsentiert, sind zwei Teilnehmerinnen erneut dabei: Elis Blackwood mit ihrem Atelier e.L.s designs für zeitgenössische Textilkunst und Oberflächengestaltung sowie die Künstlerin, Designerin und Handstickerin Severina Seidl kehren 2027 unter dem Label New Talents Plus wieder. Die Rückkehr unterstreicht die Relevanz des Formats auf der Heimtextil. Es bietet über den ersten Messeauftritt hinaus Anknüpfungspunkte – etwa für den Ausbau von Kontakten, die weitere Positionierung im Markt und die langfristige Vernetzung innerhalb der Branche.
 
Frisch dabei ist Hallie Graham mit ihren „Tales of Lost Wonder“, einer außergewöhnlichen Kollektion handbedruckter Textiltapeten. Die junge Farbexpertin greift in ihrer Edition Motive der schottischen Folklore und Mythologie auf. Für die aufwendigen Designs nutzt sie Techniken wie Devoré, Ausblasfärben und Reaktivfärben und überführt die Authentizität ihrer handgefertigten Arbeiten mithilfe digitaler Designanwendungen in marktfähige Produkte. 
 
Mit Cascavel präsentiert sich eine aufstrebende Kreativagentur, die drei komplementäre Ansätze verfolgt: Im wissenschaftlichen Zweig erarbeitet das Kreativteam zusammen mit Partnern aus der Forschung Muster mit therapeutischen Eigenschaften, die sich etwa auf positiv den Blutdruck auswirken können. Im historischen Ansatz restauriert und digitalisiert das in Barcelona und Zürich ansässige Studio eine eigene Sammlung von 60.000 seltenen Büchern, aus denen es neue Designs mit starker Erzählkraft entwickelt. Der dritte Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischen, handgefertigten Kollektionen, die auf der Basis von Trendforschungen entstehen.
 
Neue Ansätze für das Textilrecycling präsentiert FibreLab. Das in London beheimatete Start-up erarbeitet zusammen mit Unternehmen aus Großbritannien maßgeschneiderte Lösungen, um Textilabfälle in neue, erfolgversprechende Materialien zu überführen. Auf der Heimtextil 2027 rückt FibreLab ein eigenentwickeltes Papiermaterial in den Fokus, das zu 100 Prozent aus recycelten Textilabfällen besteht und Anwendungsbereiche wie Marketing und Verpackung adressiert.

Quelle:

Messe Frankfurt

22.09.2026

Hexcel beschleunigt Composite-Fertigung

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Hexcel bringt zur CAMX 2026 mehrere Entwicklungen zusammen, die weniger auf spektakuläre Einzelbauteile als auf schnellere Industrialisierung von Composite-Strukturen zielen. Dazu gehört die NCAMP-Qualifizierung des HexWeb HRH-10 Aerospace-Wabenkerns. Nach Unternehmensangaben entsteht damit die erste öffentlich verfügbare NCAMP-Datenbasis für Wabenkernmaterialien in der Luftfahrt.

Solche qualifizierten Datensätze können Entwicklungs- und Freigabeaufwand reduzieren, weil Konstrukteure auf standardisierte Materialkennwerte zurückgreifen können. HRH-10 dient als Basismaterial für den Aufbau eines gemeinsamen Qualifizierungsrahmens.

Parallel erweitert Hexcel die US-Produktion des schnellhärtenden Prepreg-Systems HexPly M901. Genannt werden Aushärtezyklen von vier bis fünf Minuten und Anwendungen von unbemannten Systemen über Automotive und Medizintechnik bis zu industriellen Composites.

Eine weitere Neuheit ist ein weiterentwickelter HexWeb Vented Flex-Core Aluminiumwabenkern für stark konturierte Strukturen. Hohe Formbarkeit und integrierte Entlüftung sollen insbesondere Fertigungsprozesse für anspruchsvolle Aerospace-Geometrien vereinfachen.

Quelle:

Hexcel Corporation

Luo präsentiert einen digital maschinengestrickten Hilfs-Handschuh, der die Handbewegungen unterstützen soll. Foto University Of Washington
22.09.2026

Smart Textiles lernen den Tastsinn

Am Wearable Intelligence Lab der University of Washington werden textile Strukturen zu taktilen Sensorsystemen für Medizin, Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Universitätsmeldung steht die Arbeit von Yiyue Luo, die digitale Fertigung, leitfähige Garne, Sensorik und KI verbindet.

Ein Beispiel ist MultiSensKnit, ein mit Sensoren ausgestatteter gestrickter Ärmel zur Rehabilitationsbewertung. Weitere Projekte reichen von smarten Handschuhen für taktile Erfassung und robotisches Lernen bis zu maschinengestrickten magnetoaktiven Textilien mit Sensor- und Haptikfunktion.

Der textile Formfaktor ist dabei funktional und nicht dekorativ: Gestricke können großflächig körpernah getragen werden, sich an Bewegungen anpassen und Informationen dort erfassen, wo Kameras oder klassische starre Elektronik an Grenzen stoßen. Luo nutzt digitale Strickmaschinen, um leitfähige Garne und funktionale Strukturen reproduzierbar in Textilien zu integrieren.

Am Wearable Intelligence Lab der University of Washington werden textile Strukturen zu taktilen Sensorsystemen für Medizin, Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion weiterentwickelt. Im Mittelpunkt der aktuellen Universitätsmeldung steht die Arbeit von Yiyue Luo, die digitale Fertigung, leitfähige Garne, Sensorik und KI verbindet.

Ein Beispiel ist MultiSensKnit, ein mit Sensoren ausgestatteter gestrickter Ärmel zur Rehabilitationsbewertung. Weitere Projekte reichen von smarten Handschuhen für taktile Erfassung und robotisches Lernen bis zu maschinengestrickten magnetoaktiven Textilien mit Sensor- und Haptikfunktion.

Der textile Formfaktor ist dabei funktional und nicht dekorativ: Gestricke können großflächig körpernah getragen werden, sich an Bewegungen anpassen und Informationen dort erfassen, wo Kameras oder klassische starre Elektronik an Grenzen stoßen. Luo nutzt digitale Strickmaschinen, um leitfähige Garne und funktionale Strukturen reproduzierbar in Textilien zu integrieren.

Die Arbeiten zeigen zugleich, wie Smart Textiles aus einzelnen Demonstratoren in komplexere Systeme übergehen, in denen Material, textile Konstruktion, Elektronik und Datenverarbeitung gemeinsam entwickelt werden.

Quelle:

University of Washington, Department of Electrical & Computer Engineering

Blade2Poly Kick-Off Meeting on September 17, 2026, at the Composite Circularity Lab in Leipzig (from left to right): Andrej Fehler (HTWK), Dr. Philipp Johst (HTWK), Olaf Thannheiser (KomRec-ReCond), Christian Schmaus (Schmaus Kunststoffaufbereitung), Prof. Robert Böhm (HTWK – participating online, not pictured) © HTWK Leipzig © HTWK Leipzig
Blade2Poly-Auftaktveranstaltung am 17. September 2026 im Composite Circularity Lab in Leipzig (von links nach rechts): Andrej Fehler (HTWK), Dr. Philipp Johst (HTWK), Olaf Thannheiser (KomRec-ReCond), Christian Schmaus (Schmaus Kunststoffaufbereitung), Prof. Robert Böhm (HTWK – nahm online teil, nicht im Bild)
22.09.2026

Blade2Poly recycelt Rotorblätter für Spritzguss

Die HTWK Leipzig entwickelt im Projekt Blade2Poly gemeinsam mit KomRec-ReCond und Schmaus Kunststoffaufbereitung eine Prozesskette für ausgediente Windkraft-Rotorblätter. Ziel ist, glasfaserverstärkte Kunststoffe energieeffizient aufzubereiten und als hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Spritzgussanwendungen nutzbar zu machen.

Der Ansatz beginnt bei Materialcharakterisierung und Kategorisierung. Darauf folgen mechanische Aufbereitung, intelligente Stoffstromsteuerung und die Weiterverarbeitung der zurückgewonnenen Glasfasern mit Recyclingkunststoffen zu Post-Consumer-Rezyklaten.

Gerade Rotorblätter sind für die Kreislaufwirtschaft anspruchsvoll, weil große, langlebige Verbundbauteile nach Ende ihrer Nutzungsdauer in heterogene Materialströme überführt werden müssen. Blade2Poly adressiert deshalb nicht nur die Zerkleinerung, sondern die Qualität des zurückgewonnenen Materials und dessen Anschlussfähigkeit an einen neuen industriellen Prozess.

Das ZIM-geförderte Verbundprojekt läuft von Juni 2026 bis Januar 2029

Die HTWK Leipzig entwickelt im Projekt Blade2Poly gemeinsam mit KomRec-ReCond und Schmaus Kunststoffaufbereitung eine Prozesskette für ausgediente Windkraft-Rotorblätter. Ziel ist, glasfaserverstärkte Kunststoffe energieeffizient aufzubereiten und als hochwertige Sekundärrohstoffe für neue Spritzgussanwendungen nutzbar zu machen.

Der Ansatz beginnt bei Materialcharakterisierung und Kategorisierung. Darauf folgen mechanische Aufbereitung, intelligente Stoffstromsteuerung und die Weiterverarbeitung der zurückgewonnenen Glasfasern mit Recyclingkunststoffen zu Post-Consumer-Rezyklaten.

Gerade Rotorblätter sind für die Kreislaufwirtschaft anspruchsvoll, weil große, langlebige Verbundbauteile nach Ende ihrer Nutzungsdauer in heterogene Materialströme überführt werden müssen. Blade2Poly adressiert deshalb nicht nur die Zerkleinerung, sondern die Qualität des zurückgewonnenen Materials und dessen Anschlussfähigkeit an einen neuen industriellen Prozess.

Das ZIM-geförderte Verbundprojekt läuft von Juni 2026 bis Januar 2029

Quelle:

HTWK Leipzig

Mikroskopisch kleine „Bewehrungsstäbe“ verleihen einem neuartigen Kohlefasermaterial, das funktionalisierte einwandige Kohlenstoffnanoröhren enthält, zusätzliche Festigkeit. Ingenieure der Washington University haben das Herstellungsverfahren entwickelt, um das Abfallprodukt Lignin zu verwerten und die Kohlefaser für den Einsatz in der Automobil- und Energiebranche weiter zu verstärken. Foto: Yuan-Labor
Mikroskopisch kleine „Bewehrungsstäbe“ verleihen einem neuartigen Kohlefasermaterial, das funktionalisierte einwandige Kohlenstoffnanoröhren enthält, zusätzliche Festigkeit. Ingenieure der Washington University haben das Herstellungsverfahren entwickelt, um das Abfallprodukt Lignin zu verwerten und die Kohlefaser für den Einsatz in der Automobil- und Energiebranche weiter zu verstärken.
22.09.2026

Lignin senkt PAN-Anteil in Carbonfasern

Forschende der Washington University in St. Louis haben einen Ansatz entwickelt, bei dem Lignin einen erheblichen Teil des üblicherweise eingesetzten Polyacrylnitrils (PAN) in Carbonfasern ersetzt. Lignin fällt in großen Mengen als Nebenprodukt der Zellstoff- und Bioraffinerieindustrie an. Nach Angaben der Universität lässt sich der PAN-Anteil damit halbieren; zugleich werden geringere Produktionskosten und Emissionen erwartet.

Die eigentliche technische Hürde liegt in der mechanischen Leistungsfähigkeit. Das Team funktionalisiert einwandige Kohlenstoffnanoröhren und bringt sie in die Lignin-PAN-Matrix ein. Die Nanoröhren wirken als nanoskalige Verstärkung und unterstützen eine stärkere kristalline Orientierung während Spinnen und Wärmebehandlung.

Die Vorläuferlösung wird nassgesponnen, anschließend unter Zug wärmebehandelt und carbonisiert. Die Forschenden berichten, dass die so erzeugte erneuerbare Carbonfaser Qualitätsanforderungen für Automobilanwendungen erreichen kann. Als weitere Einsatzfelder werden Luftfahrt, Energieinfrastruktur, Sportgeräte und Windkraft genannt.

Forschende der Washington University in St. Louis haben einen Ansatz entwickelt, bei dem Lignin einen erheblichen Teil des üblicherweise eingesetzten Polyacrylnitrils (PAN) in Carbonfasern ersetzt. Lignin fällt in großen Mengen als Nebenprodukt der Zellstoff- und Bioraffinerieindustrie an. Nach Angaben der Universität lässt sich der PAN-Anteil damit halbieren; zugleich werden geringere Produktionskosten und Emissionen erwartet.

Die eigentliche technische Hürde liegt in der mechanischen Leistungsfähigkeit. Das Team funktionalisiert einwandige Kohlenstoffnanoröhren und bringt sie in die Lignin-PAN-Matrix ein. Die Nanoröhren wirken als nanoskalige Verstärkung und unterstützen eine stärkere kristalline Orientierung während Spinnen und Wärmebehandlung.

Die Vorläuferlösung wird nassgesponnen, anschließend unter Zug wärmebehandelt und carbonisiert. Die Forschenden berichten, dass die so erzeugte erneuerbare Carbonfaser Qualitätsanforderungen für Automobilanwendungen erreichen kann. Als weitere Einsatzfelder werden Luftfahrt, Energieinfrastruktur, Sportgeräte und Windkraft genannt.

Quelle:

Washington University in St. Louis

18.09.2026

Betriebliche Mitbestimmung modernisieren: Klare Regeln für schnellere Entscheidungen

In der aktuellen Debatte um eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes bekräftigt Südwesttextil seine Forderungen nach einer Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Verfahren müssen beschleunigt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen sichergestellt werden.

Die betriebliche Mitbestimmung muss mit den Veränderungen von Arbeitswelt und Technologie Schritt halten. Den notwendigen Reformbedarf hat auch der Koalitionsausschuss von Union und SPD erkannt: In seinem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 2. Juli 2026 kündigt er an, die Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen im Zusammenhang mit der Implementierung von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Sozialpartner sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Zusammenarbeit dafür auch durch Regelungen im Betriebsverfassungsrecht erleichtert werden kann.

In der aktuellen Debatte um eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes bekräftigt Südwesttextil seine Forderungen nach einer Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Verfahren müssen beschleunigt und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen sichergestellt werden.

Die betriebliche Mitbestimmung muss mit den Veränderungen von Arbeitswelt und Technologie Schritt halten. Den notwendigen Reformbedarf hat auch der Koalitionsausschuss von Union und SPD erkannt: In seinem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vom 2. Juli 2026 kündigt er an, die Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen im Zusammenhang mit der Implementierung von KI zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Sozialpartner sollen Vorschläge erarbeiten, wie die Zusammenarbeit dafür auch durch Regelungen im Betriebsverfassungsrecht erleichtert werden kann.

Südwesttextil sieht darin einen wichtigen Ansatzpunkt für eine umfassendere Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung. Bereits im Februar hat der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband in einem Positionspapier konkreten Änderungsbedarf aufgezeigt. Auch BDA-Präsident Rainer Dulger hat die Reform des Betriebsverfassungsgesetzes aktuell erneut in die öffentliche Debatte gerückt: Beteiligung müsse ermöglicht werden, gleichzeitig müssten rechtzeitige Entscheidungen möglich bleiben.

Digitale Arbeitswelt braucht zeitgemäße Regeln
Besonders deutlich wird der Reformbedarf beim Einsatz digitaler Technologien. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestimmt der Betriebsrat bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen mit, die zur Überwachung des Verhaltens oder der Leistung von Arbeitnehmern bestimmt sind. Nach der Rechtsprechung kann bereits die objektive technische Eignung zur Überwachung ausreichen. Mit der zunehmenden Digitalisierung, dem Einsatz von KI und immer mehr datenverarbeitenden Anwendungen droht der Mitbestimmungstatbestand damit einen immer größeren Teil der betrieblichen IT zu erfassen. Südwesttextil fordert deshalb eine Präzisierung: Entscheidend sollte sein, ob eine technische Einrichtung tatsächlich zur Überwachung genutzt wird und eine nicht nur unerhebliche Überwachung ermöglicht. Damit greift das Positionspapier genau die Fragestellung auf, die nun auch der Koalitionsausschuss mit Blick auf eine schnellere Einführung von Software, Updates und technischen Einrichtungen adressiert.

Gleichzeitig müssen Mitbestimmungsverfahren verlässliche Zeiträume haben. Südwesttextil schlägt eine Frist von zwei Wochen für eine erste sachlich begründete Stellungnahme des Betriebsrats vor. Für Eil- und Notfälle braucht es zudem eine rechtssichere Möglichkeit, notwendige Maßnahmen vorläufig umzusetzen, wenn die vorherige Zustimmung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann. Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats sollen dabei nachgelagert gewahrt bleiben.

Modernisierung muss Handlungsfähigkeit stärken
Darüber hinaus fordert Südwesttextil unter anderem, Zustimmungsverweigerungen an sachliche und unmittelbar mitbestimmungsrelevante Gründe zu binden, die Mitbestimmung konsequenter auf kollektive Sachverhalte zu konzentrieren und Einigungsstellenverfahren effizienter auszugestalten.

Edina Brenner, Hauptgeschäftsführerin von Südwesttextil, betont: „Dass der Koalitionsausschuss den Reformbedarf bei der Einführung von Software und KI erkannt hat, ist ein wichtiges Signal. Jetzt kommt es darauf an, die Modernisierung der betrieblichen Mitbestimmung konsequent im Sinne der Handlungsfähigkeit der Unternehmen zu gestalten. Sie muss Verfahren vereinfachen und beschleunigen – und darf nicht mit zusätzlicher Bürokratie oder einer Ausweitung von Mitbestimmungsrechten verbunden sein. Das Leitprinzip der betrieblichen Mitbestimmung, wonach unternehmerische Entscheidungen mitbestimmungsfrei bleiben, muss auch in einer modernen Arbeitswelt gewahrt werden.“

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

18.09.2026

Raspberry AI verbindet Modeprozesse mit KI-Agenten

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Raspberry AI erweitert seine Plattform von der Designunterstützung zu einem agentischen Workflow, der Design, Merchandising, Wholesale, Marketing und E-Commerce verbinden soll. Zu den vom Unternehmen genannten Nutzern gehören unter anderem SKIMS, ALO, Beyond Yoga, Walmart, Steve Madden und Oscar de la Renta.

Die Plattform soll Informationen und Aufgaben über mehrere Funktionsbereiche hinweg weiterreichen, statt einzelne KI-Werkzeuge isoliert einzusetzen. Damit verschiebt sich der Einsatz generativer KI von der Bild- und Ideenproduktion in Richtung Prozesssteuerung.

Für Modeunternehmen betrifft das insbesondere Übergaben zwischen Kollektionserstellung, Sortimentsplanung, Vertriebsmaterial und digitalem Handel. Datenkonsistenz und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen werden dadurch zu zentralen Implementierungsfragen.

Raspberry AI positioniert die Erweiterung als durchgängigen Weg vom ersten Konzept bis zum kommerziellen Einsatz. Entscheidend für die Praxis wird sein, wie gut sich die Agenten in vorhandene PLM-, ERP-, Commerce- und Freigabeprozesse integrieren lassen.

Quelle:

Raspberry AI

18.09.2026

Kind + Jugend zieht 15.000 Fachbesucher an

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

Rund 15.000 Fachbesuchende aus 114 Ländern kamen nach Angaben der Koelnmesse zur Kind + Jugend 2026. Auf Ausstellerseite lag der internationale Anteil bei 92 Prozent.

Das Leitthema „Growing with AI“ prägte Produktpräsentationen und Fachprogramm. Für textile Anbieter umfasst das Umfeld unter anderem Baby- und Kleinkindtextilien, Schlafprodukte, Ausstattung und angrenzende Sortimente.

Die hohe Internationalisierung bleibt ein wesentliches Merkmal der Kölner Veranstaltung. Ordergeschäft und Gespräche zwischen Herstellern, Marken und Handel standen während der drei Messetage im Mittelpunkt.

AMRC - Jody Turner
18.09.2026

Vom Labor an den Webstuhl

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Quelle:

UK Fashion & Textile Association (UKFT)

Intertextile Apparel (c) Messe Frankfurt (HK) Ltd
18.09.2026

Intertextile Apparel meldet mehr als 100.000 Besucher

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Mehr als 3.500 Aussteller aus 30 Ländern und Regionen und über 100.000 Besucher: Mit diesen Zahlen bilanziert Messe Frankfurt die Autumn Edition der Intertextile Shanghai Apparel Fabrics 2026. Die Messe belegte 240.000 Quadratmeter im National Exhibition and Convention Center in Shanghai.

Das Angebot war entlang der Themen Fashion Forward, Performance Textiles, Sustainability und Textile Future strukturiert. Neben klassischen Bekleidungsstoffen standen funktionale Materialien, nachhaltigere Lösungen und digitale Werkzeuge im Mittelpunkt.

Die Messegesellschaft berichtet von einer starken internationalen Beteiligung und einem hohen Bedarf an direkt einsetzbaren Lösungen. Für die Beschaffung bedeutet dies, dass Design, Funktion, Nachhaltigkeitsanforderungen und Prozesseffizienz zunehmend gemeinsam bewertet werden.

Die nächste Entwicklungsetappe wird sich daran messen lassen, welche der auf den Messen gezeigten Material- und Prozessinnovationen in kommerzielle Kollektionen und größere Beschaffungsvolumina überführt werden.

Vanessa Sanchez in ihrem Labor Foto (c) Rice University
18.09.2026

Wenn das Gestrick selbst zum Roboter wird

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Vanessa Sanchez von der Rice University entwickelt gestrickte Textilien, bei denen Sensorik, Bewegung und mechanisches Verhalten nicht nachträglich ergänzt, sondern direkt in die textile Struktur programmiert werden. Für das Projekt „Programmable 3D-Knitted Soft Robotic Textiles for Human-Centered Mobility“ erhielt die Maschinenbauingenieurin ein Toyota Programmable System Innovation Fellowship. 

Als mögliche Anwendungen nennt Rice University Autositze, die sich an die sitzende Person anpassen, Kleidung mit unterstützender Wirkung beim Gehen und weiche Sicherheitssysteme, die auf bevorstehende Belastungen reagieren können.

Die Forschung baut auf industriellen Strickverfahren auf. Unterschiedliche Maschengeometrien, Garnmaterialien und lokale Struktureigenschaften sollen Funktionen erzeugen, für die in klassischen Soft-Robotics-Systemen separate Aktoren, Sensoren oder starre Bauteile benötigt werden. Dadurch können textile Systeme weich und körpernah bleiben.

Ein Schwerpunkt liegt auf dreidimensional gestrickten Strukturen. Die Form entsteht damit bereits im Fertigungsprozess und muss nicht aus mehreren zweidimensionalen Teilen zusammengesetzt werden. Das eröffnet neue Wege für tragbare Robotik, adaptive Innenräume und textile Mensch-Maschine-Schnittstellen.

Das Fellowship soll Sanchez ermöglichen, diese programmierbaren Strukturen weiterzuentwickeln und stärker auf Anwendungen der Mobilität auszurichten.

Ravel - shredded polyester/elastane material ready for processing (c) Ravel
18.09.2026

Ravel holt 8,2 Millionen Dollar für Mischgewebe-Recycling

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Das US-Unternehmen Ravel hat eine überzeichnete Seed-Finanzierungsrunde über 8,2 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von One Small Planet; beteiligt sind unter anderem AP Ventures, Overlay Capital, Lichen Ventures sowie bestehende Investoren. Das Kapital soll den Übergang von der Pilotanlage in Seattle in Richtung kommerzieller Produktionsreife beschleunigen.

Im Zentrum steht Ravels „Purification Recycling“-Verfahren für textile Mischungen. Elastan ist in Sportbekleidung, Denim, Unterwäsche und zahlreichen Stretchartikeln weit verbreitet, erschwert jedoch etablierte Recyclingrouten bereits bei vergleichsweise kleinen Anteilen. Ravel setzt deshalb nicht auf eine vollständige Auflösung des Textils, sondern auf eine gezielte Trennung und Aufbereitung problematischer Komponenten.

Nach Unternehmensangaben lässt sich Elastan aus polyesterhaltigen Mischungen entfernen. Der zurückgewonnene Kunststoff soll als Granulat erneut als Rohstoff eingesetzt werden können. Für die Skalierung ist entscheidend, ob der Prozess mit realen, schwankenden Alttextilströmen stabil funktioniert und sich in bestehende Sortier-, Aufbereitungs- und Faserketten integrieren lässt.

Mit der neuen Finanzierung will Ravel die Technologie im Produktionsmaßstab mit Industriepartnern validieren. Damit rückt neben der chemisch-technischen Machbarkeit die industrielle Anschlussfähigkeit in den Vordergrund: Durchsatz, Reinheit der Fraktionen, Energie- und Chemikalieneinsatz sowie die Qualität des zurückgewonnenen Materials müssen im kommerziellen Betrieb zusammenpassen.

Die Finanzierungsrunde zeigt zugleich, dass Investoren weiterhin gezielt Technologien finanzieren, die bisher schwer verwertbare Mischtextilien erschließen. Gerade elastanhaltige Materialien zählen zu den Stoffströmen, für die mechanische Recyclingverfahren nur eingeschränkt geeignet sind.

 

16.09.2026

Agentische KI zieht in die Produktentwicklung ein

Lectra bringt mit Apogy eine cloudbasierte Plattform auf den Markt, die agentische künstliche Intelligenz in die Fashion-Produktentwicklung integrieren soll. Der Fokus liegt auf der Phase zwischen Entwurf und Produktionsfreigabe, in der Produktdaten, Schnittentwicklung, Abstimmungen, 3D-Prototypen und Lieferantenkommunikation häufig über mehrere Systeme verteilt sind.

Die Software bündelt Daten und Prozesse in einer gemeinsamen Umgebung. KI-Agenten sollen Aufgaben selbstständig orchestrieren, Informationen bereitstellen und Teams bei Entscheidungen unterstützen. Konzepte können aus Prompts, Skizzen oder Bildern erzeugt und anschließend gemeinsam weiterentwickelt werden. 3D-Simulationen und fotorealistische Renderings sollen Freigaben beschleunigen.

Der technologische Anspruch geht damit über generative Designwerkzeuge hinaus. Agentische Systeme sollen aktiv in Workflows eingreifen und vorhandenes Unternehmenswissen nutzbar machen. Lectra adressiert damit zugleich ein Personalthema: Kritisches Know-how soll weniger stark an einzelne Spezialisten gebunden sein.

Lectra bringt mit Apogy eine cloudbasierte Plattform auf den Markt, die agentische künstliche Intelligenz in die Fashion-Produktentwicklung integrieren soll. Der Fokus liegt auf der Phase zwischen Entwurf und Produktionsfreigabe, in der Produktdaten, Schnittentwicklung, Abstimmungen, 3D-Prototypen und Lieferantenkommunikation häufig über mehrere Systeme verteilt sind.

Die Software bündelt Daten und Prozesse in einer gemeinsamen Umgebung. KI-Agenten sollen Aufgaben selbstständig orchestrieren, Informationen bereitstellen und Teams bei Entscheidungen unterstützen. Konzepte können aus Prompts, Skizzen oder Bildern erzeugt und anschließend gemeinsam weiterentwickelt werden. 3D-Simulationen und fotorealistische Renderings sollen Freigaben beschleunigen.

Der technologische Anspruch geht damit über generative Designwerkzeuge hinaus. Agentische Systeme sollen aktiv in Workflows eingreifen und vorhandenes Unternehmenswissen nutzbar machen. Lectra adressiert damit zugleich ein Personalthema: Kritisches Know-how soll weniger stark an einzelne Spezialisten gebunden sein.

Als frühe Anwender nennt Lectra unter anderem den irischen Sportswear-Hersteller O'Neills und Oniverse, zu dessen Marken Calzedonia, Intimissimi und Tezenis gehören. Apogy wurde nach Unternehmensangaben drei Jahre entwickelt und wird als SaaS kontinuierlich erweitert.

Quelle:

Lectra

16.09.2026

Tyvek bekommt biozirkuläre Zuordnung

DuPont führt Tyvek mit „Renewable Attribution“ weltweit für Consumer- und Industrieanwendungen ein. Das Material bleibt technisch Tyvek, die Rohstoffbilanz verändert sich jedoch: Je nach Variante werden 30 bis 100 Prozent erneuerbare Zuordnung mit ISCC-PLUS-zertifizierten biozirkulären Ausgangsstoffen verknüpft.

Der Ansatz basiert auf Massenbilanz. Biozirkuläre Rohstoffe aus Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation werden in die vorgelagerte Lieferkette eingebracht und bilanziell den gekauften HDPE-Mengen zugeordnet. DuPont nennt für eine 30-prozentige Renewable Attribution eine Verringerung des Product Carbon Footprint um rund 30 Prozent gegenüber Standard-Tyvek, einschließlich CO2-Aufnahme und auf Basis peer-reviewter, ISO-konformer LCA-Daten.

Für bestehende Anwender ist die Drop-in-Logik zentral. Spezifikation und Gebrauchseigenschaften sollen unverändert bleiben, sodass keine erneute Produktqualifizierung erforderlich ist. Das betrifft unter anderem aktive Verpackungen, Tags und Labels, Startnummern, Armbänder sowie industrielle Verpackungen und Schutzlösungen.

DuPont führt Tyvek mit „Renewable Attribution“ weltweit für Consumer- und Industrieanwendungen ein. Das Material bleibt technisch Tyvek, die Rohstoffbilanz verändert sich jedoch: Je nach Variante werden 30 bis 100 Prozent erneuerbare Zuordnung mit ISCC-PLUS-zertifizierten biozirkulären Ausgangsstoffen verknüpft.

Der Ansatz basiert auf Massenbilanz. Biozirkuläre Rohstoffe aus Abfällen und Reststoffen der zweiten Generation werden in die vorgelagerte Lieferkette eingebracht und bilanziell den gekauften HDPE-Mengen zugeordnet. DuPont nennt für eine 30-prozentige Renewable Attribution eine Verringerung des Product Carbon Footprint um rund 30 Prozent gegenüber Standard-Tyvek, einschließlich CO2-Aufnahme und auf Basis peer-reviewter, ISO-konformer LCA-Daten.

Für bestehende Anwender ist die Drop-in-Logik zentral. Spezifikation und Gebrauchseigenschaften sollen unverändert bleiben, sodass keine erneute Produktqualifizierung erforderlich ist. Das betrifft unter anderem aktive Verpackungen, Tags und Labels, Startnummern, Armbänder sowie industrielle Verpackungen und Schutzlösungen.

Die Luxemburger und die US-amerikanische Tyvek-Produktion in Richmond sind nach ISCC PLUS zertifiziert und werden jährlich extern auditiert. Für Nachhaltigkeitsclaims bleibt wichtig, dass eine Massenbilanz-Zuordnung nicht mit einem physisch nachweisbaren Anteil biozirkulären Rohstoffs im einzelnen Produkt gleichgesetzt wird.

Quelle:

DuPont