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Grafik Pixabay, Thanh Nguyen Slq
03.08.2026

Messe Frankfurt & Supima: Neues kuratiertes Sourcing-Event für Stoffe in New York City

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

New York City und Mailand: zwei unterschiedliche Formate, eine Strategie
Prefab ist Teil der Entwicklung kuratierter Formate der Messe Frankfurt für den Markt hochwertiger Bekleidungstextilien. In Europa wird die Value Milan vom 3. bis 5. Februar 2027 in „The Mall“ in Porta Nuova erstmals stattfinden und ausgewählte internationale Hersteller*innen mit dem europäischen Modemarkt zusammenbringen. Prefab verfolgt einen gezielten nordamerikanischen Ansatz, der sich ausschließlich der SUPIMA®-Baumwolle widmet und den Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten ist.

Prefab führt damit ein kompaktes Format für den nordamerikanischen Markt ein. Anstelle einer herkömmlichen Messe stehen hier Stoffe und Fachwissen im Mittelpunkt. Eine einheitliche, designorientierte Präsentation verschafft allen Hersteller*innen die gleiche Sichtbarkeit und fördert gezielte Gespräche, Vergleiche und den Aufbau von Beziehungen.

Eine eigenständige Plattform für eine der hochwertigsten Baumwollsorten der Welt
Supima ist der Verband, der die Hersteller*innen und Verarbeiter*innen von SUPIMA® vertritt, der Premium-Baumwollmarke aus extra langstapeliger Pima-Baumwolle, die in den Vereinigten Staaten angebaut wird. SUPIMA® ist international für seine außergewöhnliche Faserqualität, Strapazierfähigkeit, weiche Textur und Farbbeständigkeit bekannt. Durch sein Netzwerk aus Mitgliedsunternehmen und weltweiten Markenpartnerschaften hat sich Supima zu einer der führenden Qualitätsinitiativen der Textilindustrie entwickelt.

Prefab soll zeigen, wie die Supima-Mitgliedsunternehmen diese außergewöhnlichen Fasereigenschaften in hochwertige Stoffe für Luxusbekleidung verwandeln – von Hemden- und Anzugstoffen bis hin zu Denim, Strickwaren und innovativen Textilkonstruktionen.

„New York ist einer der weltweit wichtigsten Modemärkte und der ideale Ort für ein bewusst selektives Format“, sagt Jennifer Bacon, Vice President Fashion and Apparel Shows bei der Messe Frankfurt, Inc. „Prefab bringt herausragende Supima-Mitgliedsunternehmen mit den Entscheidungsträger*innen führender Marken zusammen – in einem Umfeld, das ganz auf Fachkompetenz und langfristige Partnerschaften ausgerichtet ist. Das ist der ‚Best-of-the-Best‘-Ansatz.“

Die Ausstellung ist ausschließlich Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten
Nur Unternehmen, die Mitglied bei Supima sind, sind zur Teilnahme an der Prefab berechtigt. Bei der Premiere werden rund 40 ausgewählte Aussteller vertreten sein. Die Auswahl der Teilnehmer*innen erfolgt unter Berücksichtigung einheitlicher Qualitätsstandards und Relevanz, während sich die Besucheransprache an Führungskräfte richtet, die für Design, Stoffentwicklung, Sourcing und Einkauf verantwortlich sind.

Ein designorientiertes Umfeld im Altman Building
Im Altman Building findet die Premiere von Prefab statt. Das besondere Ambiente unterstreicht das kompakte, designorientierte Konzept und ermöglicht zielgerichtete Präsentationen sowie ungestörte Gespräche. Die Aussteller werden auf Augenhöhe präsentiert: Nicht die Standgröße, sondern die Qualität bestimmt ihre Präsenz. Dank der Lage im Herzen der New Yorker Modebranche ist die Messe für die meisten Marken, Einzelhändler*innen und Designer*innen bequem zu erreichen.

Quelle:

Messe Frankfurt

peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020. Foto: Barmag
peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020.
30.07.2026

Barmag: Optimierte Garnqualität für Niedrig-Titer-Anwendungen

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Deutliche Qualitäts- und Effizienzvorteile
Der neue Keramiköler wurde gezielt für anspruchsvolle Produktionsumgebungen entwickelt und bietet signifikante Vorteile für die Praxis. Er gewährleistet eine konstant hohe Garnqualität durch stabile Prozessparameter wie Ölauftragsmenge (OPU) sowie sehr gleichmäßige Verteilung der Präparation und ermöglicht gleichzeitig eine flusenfreie Verarbeitung ohne Fadenbrüche oder Schlaufenbildung. Durch das deutlich reduzierte Spray-Off – insbesondere im sensiblen Niedrig-Titer-Bereich – werden Materialverluste minimiert, die Ölverschmutzung des Spulkopfes auf ein Minimum reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Darüber hinaus überzeugt die Lösung durch ihre einfache Handhabung: Eine gut sichtbare und leicht zugängliche Fadenführung erleichtert das Einfädeln, während präzise Justiermöglichkeiten eine schnelle und zuverlässige Einstellung im laufenden Betrieb ermöglichen.

Erfolgreich in der Praxis getestet
Erste Anwendungen bei internationalen Kunden belegen die Leistungsfähigkeit des neuen Ölers. In Tests mit PA6-POY-Garnen konnte eine vollständig spray-off-freie Verarbeitung sowie eine signifikant gleichmäßigere Fadenspannung erzielt werden. Darüber hinaus wurde eine Steigerung des Präparations-Auftrages um rund 23% im Vergleich zu Standardlösungen erreicht. Auch bei Anwendungen mit PET POY Fulldull und empfindlichen Glattgarnen bestätigte sich die Leistungsfähigkeit: Im direkten Vergleich verschiedener Anbieter zeigte die Düse 6020 als einzige Lösung eine flusenfreie und stabile Performance. Mit dem Keramiköler 6020 bietet Barmag eine zukunftsweisende Lösung für Niedrig-Titer-Anwendungen in der Filamentproduktion. Der integrierte Keramikschaft in Kombination mit optimierter Fadenführung und exzellenten Prozesswerten ermöglicht eine nachhaltige Verbesserung von Garnqualität, Prozesssicherheit und Produktionseffizienz.

Weitere Informationen:
Keramiköler Barmag Niedrig-Titer
Quelle:

Barmag 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF