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Filament Querschnitt von BICO BCF 70% PET / 30% PBT. (c) Barmag
Filament Querschnitt von BICO BCF 70% PET / 30% PBT.
06.08.2026

BICO BCF-Garn zeigt im Praxistest hohe Performance

In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit weiteren Partnern haben Barmag und Object Carpet erfolgreich BICO BCF-Garn im Teppichprozess getestet. Die Ergebnisse zeigen: Die innovative Garntechnologie bietet deutliche Leistungsvorteile und eröffnet neue Möglichkeiten für recyclingorientierte Teppichkonstruktionen.

Mit den Versuchen konnte ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Teppichindustrie erreicht werden. Erstmals konnte die aus anderen Chemiefaseranwendungen bekannte Bicomponenten-Technologie erfolgreich in den BCF-Prozess übertragen und entlang der gesamten Teppichwertschöpfungskette validiert werden. Die Versuche zeigen das Potenzial einer neuen Garnklasse, die verbesserte Gebrauchseigenschaften mit neuen Möglichkeiten für moderne Teppichkonstruktionen verbindet.

Mehr Volumen, Elastizität und Performance
„Die Versuche zeigen, dass ein BICO BCF Teppich gegenüber Standard Teppichgarn mehr Volumen, hohe Elastizität und bestätigte Heavy Duty Performance bietet. Die PET-basierte Materialkombination ermöglicht auch recyclingfähige Teppichkonzepte.“, fasst Produktmanager Markus Reichwein die Versuchsergebnisse zusammen.

In einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit weiteren Partnern haben Barmag und Object Carpet erfolgreich BICO BCF-Garn im Teppichprozess getestet. Die Ergebnisse zeigen: Die innovative Garntechnologie bietet deutliche Leistungsvorteile und eröffnet neue Möglichkeiten für recyclingorientierte Teppichkonstruktionen.

Mit den Versuchen konnte ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Teppichindustrie erreicht werden. Erstmals konnte die aus anderen Chemiefaseranwendungen bekannte Bicomponenten-Technologie erfolgreich in den BCF-Prozess übertragen und entlang der gesamten Teppichwertschöpfungskette validiert werden. Die Versuche zeigen das Potenzial einer neuen Garnklasse, die verbesserte Gebrauchseigenschaften mit neuen Möglichkeiten für moderne Teppichkonstruktionen verbindet.

Mehr Volumen, Elastizität und Performance
„Die Versuche zeigen, dass ein BICO BCF Teppich gegenüber Standard Teppichgarn mehr Volumen, hohe Elastizität und bestätigte Heavy Duty Performance bietet. Die PET-basierte Materialkombination ermöglicht auch recyclingfähige Teppichkonzepte.“, fasst Produktmanager Markus Reichwein die Versuchsergebnisse zusammen.

Gefertigt wurde das Garn auf einer Neumag S8 BCF-Anlage mit BICO Spinnbalken. Das Prinzip des Bicomponenten-Garns ist bereits in anderen Chemiefaserspinnprozessen etabliert – neu ist jedoch die erfolgreiche Integration in den BCF-Prozess. Die besondere Materialkombination sorgt aufgrund unterschiedlicher Schrumpf- und Dehnungseigenschaften der verwendeten Polymere für ein Selbstkräuseln (Selfcrimping) des Garns und erzeugt so die charakteristische Volumenstruktur.

Die erfolgreichen Versuche auf einer Neumag S8 BCF-Anlage zeigen nun, dass sich der Ansatz auch für die Teppichindustrie industriell umsetzen lässt. Ebenso lieferten alle weiteren Prozessschritte – vom Kablieren über das Heatsetting bis hin zum Tuften und Beschichten durchgehend gute Ergebnisse.

Überzeugende Ergebnisse entlang der gesamten Prozesskette
Nach dem Heatsetting zeigte sich das Garn mit ausgeprägtem Bausch verbunden mit einer hohen Elastizität. Auch im Tuftingprozess überzeugte das Material: Trotz erhöhtem Titer konnte das Garn problemlos verarbeitet werden. Durch die Elastizität des Garns konnten zudem mehr Laufmeter Rohware erstellt werden als zunächst angenommen.

Weiter zeichnet sich das Garn durch die gute Abdeckung des Trägermaterials aus. In der Beschichtung bestätigte sich die Prozesssicherheit zusätzlich – sowohl die Schnitt- als auch die Schlingenware konnte verarbeitet werden.

Erfolgreiche Qualitätsprüfung für den Dauereinsatz
Die entwickelten Teppichkonstruktionen wurden umfassend getestet, unter anderem durch Stuhlrollen- und Vettermann-Prüfungen gemäß DIN EN 1307. Ergebnis: Alle Konstruktionen sind für die ständige Nutzung im Geschäftsbereich geeignet und erreichten je nach Teppichkonstruktion eine Beanspruchungsklasse bis Klasse 33. „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass sich die BICO BCF-Technologie nicht nur prozesssicher in bestehende Produktionsabläufe integrieren lässt, sondern auch deutliche Vorteile in der Produktperformance bietet“, so Markus Reichwein.

Zukunftsfähige Lösung für vielfältige Anwendungen
Das Gesamtfazit der Versuche ist eindeutig: BICO BCF-Garn besticht durch hohe Deckkraft, ausgezeichnete Verarbeitungseigenschaften und starke Performance. Damit bietet die Technologie eine vielversprechende Lösung mit neuen Optionen zur Entwicklung leistungsfähiger und differenzierter Produkte für Teppichhersteller – sowohl im Wohn- als auch im Objektbereich. Die erfolgreiche industrielle Validierung zeigt, dass BICO BCF nicht nur technisch realisierbar ist, sondern das Potenzial besitzt, zukünftige Teppichkonstruktionen nachhaltig zu prägen

Weitere Informationen:
Barmag Teppichgarn Object Carpet
Quelle:

Barmag

Grafik Pixabay, Thanh Nguyen Slq
03.08.2026

Messe Frankfurt & Supima: Neues kuratiertes Sourcing-Event für Stoffe in New York City

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.  Die Veranstaltung findet vom 19. bis 20. Januar 2027 im Altman Building in New York City statt und bringt ausgewählte Stoffhersteller aus dem Netzwerk der Supima-Mitglieder mit erfahrenen Designer*innen, Stoffverantwortlichen, Produktentwickler*innen und Einkaufsentscheider*innen von Premium- und Luxusmarken zusammen. Mit einer sorgfältig zusammengestellten Ausstellerauswahl und einem zielgerichteten Besucheransatz ist Prefab darauf ausgelegt, ein fokussiertes Geschäftsumfeld zu schaffen, in dem Materialqualität, Fachkompetenz und ein produktiver Austausch wichtiger sind als die Größe der Veranstaltung.

New York City und Mailand: zwei unterschiedliche Formate, eine Strategie
Prefab ist Teil der Entwicklung kuratierter Formate der Messe Frankfurt für den Markt hochwertiger Bekleidungstextilien. In Europa wird die Value Milan vom 3. bis 5. Februar 2027 in „The Mall“ in Porta Nuova erstmals stattfinden und ausgewählte internationale Hersteller*innen mit dem europäischen Modemarkt zusammenbringen. Prefab verfolgt einen gezielten nordamerikanischen Ansatz, der sich ausschließlich der SUPIMA®-Baumwolle widmet und den Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten ist.

Prefab führt damit ein kompaktes Format für den nordamerikanischen Markt ein. Anstelle einer herkömmlichen Messe stehen hier Stoffe und Fachwissen im Mittelpunkt. Eine einheitliche, designorientierte Präsentation verschafft allen Hersteller*innen die gleiche Sichtbarkeit und fördert gezielte Gespräche, Vergleiche und den Aufbau von Beziehungen.

Eine eigenständige Plattform für eine der hochwertigsten Baumwollsorten der Welt
Supima ist der Verband, der die Hersteller*innen und Verarbeiter*innen von SUPIMA® vertritt, der Premium-Baumwollmarke aus extra langstapeliger Pima-Baumwolle, die in den Vereinigten Staaten angebaut wird. SUPIMA® ist international für seine außergewöhnliche Faserqualität, Strapazierfähigkeit, weiche Textur und Farbbeständigkeit bekannt. Durch sein Netzwerk aus Mitgliedsunternehmen und weltweiten Markenpartnerschaften hat sich Supima zu einer der führenden Qualitätsinitiativen der Textilindustrie entwickelt.

Prefab soll zeigen, wie die Supima-Mitgliedsunternehmen diese außergewöhnlichen Fasereigenschaften in hochwertige Stoffe für Luxusbekleidung verwandeln – von Hemden- und Anzugstoffen bis hin zu Denim, Strickwaren und innovativen Textilkonstruktionen.

„New York ist einer der weltweit wichtigsten Modemärkte und der ideale Ort für ein bewusst selektives Format“, sagt Jennifer Bacon, Vice President Fashion and Apparel Shows bei der Messe Frankfurt, Inc. „Prefab bringt herausragende Supima-Mitgliedsunternehmen mit den Entscheidungsträger*innen führender Marken zusammen – in einem Umfeld, das ganz auf Fachkompetenz und langfristige Partnerschaften ausgerichtet ist. Das ist der ‚Best-of-the-Best‘-Ansatz.“

Die Ausstellung ist ausschließlich Supima-Mitgliedsunternehmen vorbehalten
Nur Unternehmen, die Mitglied bei Supima sind, sind zur Teilnahme an der Prefab berechtigt. Bei der Premiere werden rund 40 ausgewählte Aussteller vertreten sein. Die Auswahl der Teilnehmer*innen erfolgt unter Berücksichtigung einheitlicher Qualitätsstandards und Relevanz, während sich die Besucheransprache an Führungskräfte richtet, die für Design, Stoffentwicklung, Sourcing und Einkauf verantwortlich sind.

Ein designorientiertes Umfeld im Altman Building
Im Altman Building findet die Premiere von Prefab statt. Das besondere Ambiente unterstreicht das kompakte, designorientierte Konzept und ermöglicht zielgerichtete Präsentationen sowie ungestörte Gespräche. Die Aussteller werden auf Augenhöhe präsentiert: Nicht die Standgröße, sondern die Qualität bestimmt ihre Präsenz. Dank der Lage im Herzen der New Yorker Modebranche ist die Messe für die meisten Marken, Einzelhändler*innen und Designer*innen bequem zu erreichen.

Quelle:

Messe Frankfurt

peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020. Foto: Barmag
peziell für PA6 und PA6.6 Anwendungen entwickelt: Der neue Barmag Keramiköler Typ 6020.
30.07.2026

Barmag: Optimierte Garnqualität für Niedrig-Titer-Anwendungen

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 6020 präsentiert Barmag eine leistungsstarke Erweiterung seines Produktportfolios für die Verarbeitung von PA6- und PA6.6-Garnen. Die Lösung ist speziell für Niedrig-Titer-Anwendungen im Bereich von 5 bis 100 Denier ausgelegt.

Technologischer Fortschritt für stabile Prozesse
Ein wesentliches Merkmal des neuen Models ist der besonders filament-freundliche Fadeneinlaufbereich, bei dem der Faden mit Öl benetzt wird, bevor er die Keramik berührt – Voraussetzung für eine flusenfreie Verarbeitung. Die Dreiwellen-Geometrie garantiert zudem die geringstmögliche Fadenberührung. Der integrierte Keramikschaft rundet das Bild ab - im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, bei denen Metallschäfte verklebt werden - und eliminiert typische Fehlerquellen wie verklebte Ölleitungen oder herausfallende Keramikteile. In Kombination mit einer optimierten Fadenführung sorgt die Geometrie des Keramikölers 6020 für einen gleichmäßigen und effizienten Präparationsauftrag bei minimalem Spray-Off und sehr hoher Auftragsgleichmäßigkeit (niedriger OCV).

Deutliche Qualitäts- und Effizienzvorteile
Der neue Keramiköler wurde gezielt für anspruchsvolle Produktionsumgebungen entwickelt und bietet signifikante Vorteile für die Praxis. Er gewährleistet eine konstant hohe Garnqualität durch stabile Prozessparameter wie Ölauftragsmenge (OPU) sowie sehr gleichmäßige Verteilung der Präparation und ermöglicht gleichzeitig eine flusenfreie Verarbeitung ohne Fadenbrüche oder Schlaufenbildung. Durch das deutlich reduzierte Spray-Off – insbesondere im sensiblen Niedrig-Titer-Bereich – werden Materialverluste minimiert, die Ölverschmutzung des Spulkopfes auf ein Minimum reduziert und die Prozesssicherheit erhöht. Darüber hinaus überzeugt die Lösung durch ihre einfache Handhabung: Eine gut sichtbare und leicht zugängliche Fadenführung erleichtert das Einfädeln, während präzise Justiermöglichkeiten eine schnelle und zuverlässige Einstellung im laufenden Betrieb ermöglichen.

Erfolgreich in der Praxis getestet
Erste Anwendungen bei internationalen Kunden belegen die Leistungsfähigkeit des neuen Ölers. In Tests mit PA6-POY-Garnen konnte eine vollständig spray-off-freie Verarbeitung sowie eine signifikant gleichmäßigere Fadenspannung erzielt werden. Darüber hinaus wurde eine Steigerung des Präparations-Auftrages um rund 23% im Vergleich zu Standardlösungen erreicht. Auch bei Anwendungen mit PET POY Fulldull und empfindlichen Glattgarnen bestätigte sich die Leistungsfähigkeit: Im direkten Vergleich verschiedener Anbieter zeigte die Düse 6020 als einzige Lösung eine flusenfreie und stabile Performance. Mit dem Keramiköler 6020 bietet Barmag eine zukunftsweisende Lösung für Niedrig-Titer-Anwendungen in der Filamentproduktion. Der integrierte Keramikschaft in Kombination mit optimierter Fadenführung und exzellenten Prozesswerten ermöglicht eine nachhaltige Verbesserung von Garnqualität, Prozesssicherheit und Produktionseffizienz.

Weitere Informationen:
Keramiköler Barmag Niedrig-Titer
Quelle:

Barmag 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF 

World of Wipes Graphic INDA
08.07.2026

2026 World of Wipes® Conference

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

The World of Wipes® (WOW) International Conference brought the global wipes industry together for four days of insights, innovation, and connections, June 29-July 2, at the Grand Hyatt Nashville, in Tennessee. WOW featured expert-led presentations, exhibits, and the presentation of the 2026 World of Wipes Innovation Award®.

World of Wipes Innovation Award
The 2026 World of Wipes Innovation Award was presented to Rockline Industries for their First Defense™ Fentanyl Detection Wipe. In collaboration with Visual Detection Systems, Rockline developed the First Defense Fentanyl Detection Wipe, a single-use presumptive test that rapidly detects trace fentanyl through a visible color change. Featuring specialized indicators bound to viscose fibers with a starch-based system, the wipe improves field usability and reliability. Tested with pharmaceutical and street-grade fentanyl and other opioids, it is designed for law enforcement, first responders, military, airports, schools, and correctional facilities.

“Rockline is honored to receive the 2026 World of Wipes Innovation Award for the First Defense Fentanyl Detection Wipe. This recognition reflects the innovation, passion, and dedication of our team to develop a first-of-its-kind solution that helps protect first responders, EMS, law enforcement, and others with a convenient, single-use product that performs effectively in real-world environments.” – Doug Cole, Vice President – Global Product Development, Rockline Industries

Fellow finalists The Clorox Company, with their Clorox™ Refreshables™, and Lenzing Fibers, Inc., with their Lenzing™ DualWipe, were also honored for their innovation and market potential. Nominations for the 2027 World of Wipes Innovation Award® will open August 7, 2026.

2026 Lifetime Technical Achievement Awards
INDA was proud to honor Tom Daugherty and Carey Hobbs with Lifetime Technical Achievement Awards, recognizing their lasting contributions to the advancement of nonwoven technologies, business innovation, and the continued growth of the industry.

“It has been a great privilege to spend nearly 45 years collaborating with so many talented individuals in this industry to improve the lives of consumers worldwide. I am truly humbled to receive the INDA Lifetime Technical Achievement Award. My deepest thanks to my colleagues at P&G, partners across the supply sector, The Nonwovens Institute at NC State, the INDA community, and my wife and family for their amazing partnership. Here’s to the next generation of innovation!” – Thomas Daugherty, Associate Director, Procter & Gamble, and Deputy / Operations Director, The Nonwovens Institute (retired)

“I was shocked to learn that I’m receiving this Lifetime Achievement Award. I have devoted my professional career to making cars quieter, making jackets warmer, defending our country, and helping families enjoy quilting. This honor humbles me and lets me know that my career has positively impacted people’s lives.” – Carey Hobbs, President, Hobbs Bonded Fibers (retired)

Thoughts from Wipes Leaders
“WOW brought together an excellent mix of people, ideas, and commercial opportunity. The quality of the presentations was very strong, but what stood out most was the value of the conversations — connecting with customers, suppliers, and industry leaders in a setting that was both highly engaging and commercially meaningful. The organization of the event was excellent, and the INDA team created a professional, welcoming environment that made it easy to engage, exchange ideas, and strengthen relationships across the wipes and nonwovens industry.” – Nigel Gautry, Corporate Marketing and Sales Director, Saudi German Co. for Nonwoven Products

“WOW provided a fantastic experience and a valuable opportunity to share Soane Materials’ technology platform with leaders across the wipes industry. The presentations offered meaningful insight into where the market is headed, and the networking breaks created high-value conversations around innovation and new business opportunities.” – Elizabeth Huth-Helreigel, Business Development Director, Soane Materials

“WOW was a great experience from the moment I arrived. Within the first hour, I was already connecting with industry colleagues, customers, and partners for meaningful conversations about current business trends and future opportunities. The quality of the networking made it clear very quickly that WOW brings the right people together in one place.” – Robert Langill, Senior Director Sales, Precision Concepts / Comar

“Participation in WOW26 was an energetic and highly productive event that made it possible to consolidate relationships with existing customers, develop new business opportunities and gather strategic indications on the evolution of the North American wet wipes market. The networking was excellent, and the conversations we had with customers, partners, and industry leaders create valuable opportunities.” – Michael Lynch, Director – North America, IMA Tissue & Nonwoven

WOW Program Highlights
The program featured presentations and panel discussions on:

  • Consumer trends, growth opportunities, and innovations in wipes
  • Standards, regulations, labeling, and policy issues
  • Sustainable substrates and flushable material design
  • Manufacturing, converting, and performance innovations
  • Packaging sustainability and EPR requirements
  • Formulation, preservation, and product development advances

The event opened with the Wipes Development Course, held June 29-30 and led by Heidi Beatty, CEO of Crown Abbey. This 12-session course provided a comprehensive overview of wipes development, from concept to commercialization, covering materials selection, formulation design, and packaging considerations.

INDA announced that the next edition of the World of Wipes® Conference will take place June 7-10, 2027, in Indianapolis, Indiana.

Weitere Informationen:
World of Wipes INDA
Quelle:

INDA

02.07.2026

bvse unterstützt Forderungen von Recycling Europe

Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling unterstützt die aktuellen Forderungen von Recycling Europe nach einem Sofortprogramm zur Stärkung der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie. Anlass sind das Statement „War is not a business model“ und das Positionspapier „A rescue plan for Europe’s plastics recycling crisis“.

Branche steht weiter unter wirtschaftlichem Druck
Die wirtschaftliche Lage der europäischen Kunststoffrecyclingbranche bleibt angespannt. Zwar haben die zuletzt gestiegenen Ölpreise die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten gegenüber Neuware vorübergehend verbessert. Nach Auffassung von Recycling Europe ist dies jedoch kein tragfähiges Geschäftsmodell. Die strukturellen Herausforderungen – eine schwache Nachfrage nach Rezyklaten, hohe Energie- und Betriebskosten sowie Wettbewerbsverzerrungen durch Importe – bestehen unverändert fort.

Der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling unterstützt die aktuellen Forderungen von Recycling Europe nach einem Sofortprogramm zur Stärkung der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie. Anlass sind das Statement „War is not a business model“ und das Positionspapier „A rescue plan for Europe’s plastics recycling crisis“.

Branche steht weiter unter wirtschaftlichem Druck
Die wirtschaftliche Lage der europäischen Kunststoffrecyclingbranche bleibt angespannt. Zwar haben die zuletzt gestiegenen Ölpreise die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten gegenüber Neuware vorübergehend verbessert. Nach Auffassung von Recycling Europe ist dies jedoch kein tragfähiges Geschäftsmodell. Die strukturellen Herausforderungen – eine schwache Nachfrage nach Rezyklaten, hohe Energie- und Betriebskosten sowie Wettbewerbsverzerrungen durch Importe – bestehen unverändert fort.

Besonders kritisch ist aus Sicht von Recycling Europe die Entwicklung der vergangenen Jahre: Zwischen 2023 und 2025 gingen in Europa bereits rund eine Million Tonnen Kunststoffrecyclingkapazität verloren. Gleichzeitig verlangsamte sich das Wachstum der mechanischen Kunststoffrecyclingproduktion deutlich. Ohne zusätzliche politische Maßnahmen drohe Europa weitere Kapazitäten einzubüßen – gerade vor dem Hintergrund des ab November 2026 geltenden Exportverbots für Kunststoffabfälle in Nicht-OECD-Staaten.

„Die europäische Kunststoffrecyclingindustrie braucht endlich verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern und den Einsatz von Rezyklaten dauerhaft stärken. Kurzfristige Marktveränderungen durch geopolitische Krisen können keine Grundlage für Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit sein. Entscheidend sind stabile Absatzmärkte für Rezyklate und faire Wettbewerbsbedingungen“, betont bvse-Vizepräsident Dr.-Ing. Herbert Snell.

Recycling Europe legt Maßnahmenpaket vor
Recycling Europe fordert hierfür ein Maßnahmenpaket, das die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kunststoffrecyclingindustrie nachhaltig stärkt. Dazu gehören verbindliche Rezyklateinsatzquoten mit einer Bevorzugung in Europa erzeugten Rezyklate, um die Nachfrage nach hochwertigen Recyclingkunststoffen dauerhaft voranzubringen.
Ebenso fordert der Verband faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Importen, unter anderem durch wirksame Kontroll- und Nachweissysteme für importierte Rezyklate und Kunststoffprodukte.

Darüber hinaus spricht sich Recycling Europe für eine stärkere Ausrichtung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) an Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz aus. Ergänzend fordert der Verband wettbewerbsfähige Energie- und Standortbedingungen, einen gleichberechtigten Zugang zu Förderinstrumenten für Recyclingunternehmen sowie harmonisierte End-of-Waste-Kriterien für Kunststoffe, um Investitionssicherheit und den europäischen Binnenmarkt zu stärken.
Ebenso erforderlich sind deutlich schnellere Genehmigungs- und Zulassungsverfahren, damit dringend benötigte Recyclingkapazitäten zügig aufgebaut werden können.

bvse unterstützt die europäischen Forderungen
Der bvse unterstützt diese Forderungen ausdrücklich. „Europa kann seine Kreislaufwirtschafts- und Klimaziele nur erreichen, wenn Recyclingunternehmen dauerhaft unter wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen arbeiten können. Der bvse wird sich gemeinsam mit seinen europäischen Partnern weiterhin dafür einsetzen, dass die Kunststoffrecyclingbranche die notwendigen Rahmenbedingungen erhält“, macht bvse-Vizepräsident Herbert Snell deutlich.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Präsidium der Bremer Baumwollbörse: Präsident Fritz A. Grobien und die Vizepräsidenten Stephanie Silber, Jean-Paul Haessig, Jens D. Lukaczik (v.l.n.r.) (c) Bremer Baumwollbörse
Präsidium der Bremer Baumwollbörse: Präsident Fritz A. Grobien und die Vizepräsidenten Stephanie Silber, Jean-Paul Haessig, Jens D. Lukaczik (v.l.n.r.)
22.06.2026

Bremer Baumwollbörse: Fritz A. Grobien als Präsident wiedergewählt

Die 152. ordentliche Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse am 18. Juni 2026 setzte wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes. Geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten prägten die Vorträge und Diskussionen. Mit den turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Vorstand wurden wichtige personelle Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Mitglieder genehmigten die Rechnungsablage, nahmen den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 entgegen und entlasteten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig. Mit der Wiederwahl von Fritz A. Grobien zum Präsidenten bekräftigte die Bremer Baumwollbörse ihren Anspruch, die Interessen der internationalen Faser- und Rohstoffwirtschaft auch künftig aktiv mitzugestalten.

Die 152. ordentliche Generalversammlung der Bremer Baumwollbörse am 18. Juni 2026 setzte wichtige Impulse für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes. Geopolitische Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten prägten die Vorträge und Diskussionen. Mit den turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Vorstand wurden wichtige personelle Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Mitglieder genehmigten die Rechnungsablage, nahmen den Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025 entgegen und entlasteten Vorstand und Geschäftsführung einstimmig. Mit der Wiederwahl von Fritz A. Grobien zum Präsidenten bekräftigte die Bremer Baumwollbörse ihren Anspruch, die Interessen der internationalen Faser- und Rohstoffwirtschaft auch künftig aktiv mitzugestalten.

„Die Bremer Baumwollbörse steht seit Generationen für unabhängige Qualitätsbewertung, internationale Vernetzung und die außergerichtliche Beilegung von Streitfällen im Baumwollhandel. Diese Kompetenz macht uns zu einem verlässlichen Orientierungspunkt für die globale Baumwollwirtschaft. Wir wollen und müssen sichtbar bleiben – Baumwolle braucht eine starke Präsenz im Markt. Bremen bleibt ein Ort, an dem Wissen, Marktverständnis und internationale Zusammenarbeit zusammenkommen“, sagte Grobien nach seiner Wiederwahl.

Mit großem Dank verabschiedete die Generalversammlung Ehrenpräsident Wolfgang Vogt Jordan aus seiner aktiven Mitarbeit. Nach jahrzehntelangem Engagement für die Bremer Baumwollbörse, in unterschiedlichen Funktionen z. B. als Präsident und Vizepräsident der Bremer Baumwollbörse und zuletzt lange Jahre Mitglied des Finanzausschusses, würdigten Präsidium und Mitglieder seine Verdienste um den Verband und die internationale Baumwollwirtschaft. 

Blick über den Tellerrand
Für einen spannenden Blick über den Tellerrand sorgte Gastredner Dr. Tim Nesemann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bremen. Der promovierte Mathematiker und Diplom-Kaufmann prägt die Entwicklung des Instituts seit Jahrzehnten: Nach seinem Eintritt 1995 führte ihn sein Weg 2004 in den Vorstand, dessen Vorsitz er seit 2009 innehat. Dr. Nesemann beleuchtete die aktuellen geopolitischen Spannungen und ihre Auswirkungen auf Banken, Unternehmen sowie die deutsche und europäische Industrie. Zölle, gestörte Lieferketten und steigende Finanzierungskosten würden Unternehmen ebenso belasten wie die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland sowie der wirtschaftliche Druck auf Europa. Gleichzeitig nähmen die Risiken für Banken zu, während regulatorische Vorgaben Sanierungsprozesse erschwerten.

Als besondere Herausforderungen nannte er Cyberkriminalität, Angriffe auf kritische Infrastrukturen sowie die zunehmenden Abhängigkeiten durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Chancen sieht Nesemann unter anderem in Handelsabkommen wie Mercosur, warnte jedoch gleichzeitig vor den Folgen politischer Polarisierung und des Erstarkens radikaler Kräfte in Europa. Sein Fazit: Wer Veränderungen frühzeitig erkennt, Verantwortung übernimmt und Chancen nutzt, kann gestärkt aus Krisen hervorgehen. Darin liege die gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Das aktuelle Präsidium und Vorstand der Bremer Baumwollbörse
Fritz A. Grobien wird als Präsident die Bremer Baumwollbörse auch zukünftig repräsentieren und deren Entwicklung maßgeblich begleiten. Der Bremer Kaufmann und Baumwollexperte verfügt über jahrzehntelange internationale Branchenerfahrung und war bereits mehrfach Präsident der Bremer Baumwollbörse. Zudem engagierte er sich als Vizepräsident der Organisation sowie als Präsident der International Cotton Association in Liverpool. Mit seinem Wirken trug er maßgeblich zur engen Zusammenarbeit zwischen Bremen und Liverpool bei, aus der unter anderem die heutige ICA Bremen GmbH hervorging. ICA Bremen ist ein internationales Kompetenzzentrum für Baumwollprüfung, Forschung, Qualitätsschulungen und Zertifizierung.

Die ICA Bremen GmbH wurde im Oktober 2011 gegründet und vereint seither die globale Präsenz der International Cotton Association (ICA) mit der Fachkompetenz der Bremer Baumwollbörse (BBB) und des Bremer Faserinstituts (FIBRE).

Vizepräsidenten wurden erneut Jean-Paul Haessig, Direktor des in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, und Singapur ansässigen Handelsunternehmens Asian Cotton Traders Pte. Ltd., sowie Stephanie Silber, Geschäftsführerin der Otto Stadtlander GmbH, Bremen, und Jens D. Lukaczik, geschäftsführender Gesellschafter des Serviceunternehmens Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen.

Das neu gewählte Präsidium und der Vorstand der Bremer Baumwollbörse auf einen Blick

Präsidium: 

  • Präsident Fritz A. Grobien, Albrecht, Müller-Pearse & Co. Trade (GmbH & Co.) KG, Bremen (Deutschland)
  • Vizepräsident Jean-Paul Haessig, Asian Cotton Traders Pte. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam)/Singapur
  • Vizepräsident Jens D. Lukaczik, Cargo Control Germany GmbH & Co. KG, Bremen (Deutschland)
  • Vizepräsidentin Stephanie Silber, Otto Stadtlander GmbH, Bremen (Deutschland)

Vorstand

  • Hannes Drolle, Getzner Textil AG, Bludenz (Österreich)
  • Ernst Grimmelt, Velener Textil GmbH, Velen (Deutschland)
  • Carl Illi, CWC Textil AG, Zürich (Schweiz)
  • Jan Kettelhack, Hch. Kettelhack GmbH & Co. KG, Rheine (Deutschland)
  • Roland Stelzer, Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co., Bempflingen (Deutschland)
  • Axel Trede, Cotton Service International GmbH, Bremen (Deutschland)
  • Wieder gewählt: Dr. Uwe Mazura, Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V., Berlin (Deutschland)
  • Wieder gewählt: Konrad Schröer, SETEX-Textil-GmbH, Hamminkeln-Dingden (Deutschland)

Beratendes Vorstandsmitglied:

  • Manfred Kern, Vereinigung Textilindustrie (VTI), Wien (Österreich)

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder von Vorstand und Präsidium repräsentieren Unternehmen aus allen Bereichen der Baumwollbeschaffungskette – vom Handel über die Verarbeitung bis hin zu spezialisierten Dienstleistern. Diese Vielfalt verleiht dem Verband ein breit gefächertes Kompetenznetzwerk und eröffnet Zugang zu wertvollen globalen Informationsressourcen innerhalb der internationalen Baumwoll- und Textilwirtschaft.

Über eine Berücksichtigung der Pressemeldung in Ihrem Medium würden wir uns freuen. Für Nachfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung. Gern vermitteln wir auch ein Interview mit unserem Präsidenten zu von Ihnen gewünschten Themen.

Carbon + Keramik = neue Hochleistungs-Hybridfaser Urheberrecht: © Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Carbon + Keramik = neue Hochleistungs-Hybridfaser
16.06.2026

1. Platz für neue Hochleistungs-Hybridfaser

Das RWTH-Spin-off TERNAfil entwickelte mit seiner Technologie MAXCarbon eine neue Hochleistungs-Hybridfaser, die die mechanische Performance von Carbon mit der Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit keramischer Werkstoffe kombiniert.

Für diese Entwicklung wurde TERNAfil am 21. Mai 2026 mit dem 1. Preis bei der PitchMiUp-Night in Minden ausgezeichnet.

Mit seiner skalierbaren Technologie arbeitet TERNAfil an neuen Materiallösungen für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, Energietechnik sowie Hochleistungs-Verbundwerkstoffen.

Fabian Jung, ITA-Doktorand und TERNAfil-Gründer, ist enthusiastisch: „Unser Erfolg zeigt einmal mehr, wie aktuelle Forschung den Weg aus dem Labor in reale industrielle Anwendungen findet. Wir von TERNAfil freuen uns sehr über die Auszeichnung und die vielen spannenden Gespräche und neuen Kontakte vor Ort.“

Hintergrund:
Die Hochschule Bielefeld hatte zur zweiten PitchMiUp Night eingeladen. Im Mittelpunkt standen Start-up-Gründerinnen und  Gründer, die ihre Ideen und Gründungsgeschichten präsentierten. Die drei besten Performerinnen und Performer werden prämiert.

Das RWTH-Spin-off TERNAfil entwickelte mit seiner Technologie MAXCarbon eine neue Hochleistungs-Hybridfaser, die die mechanische Performance von Carbon mit der Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit keramischer Werkstoffe kombiniert.

Für diese Entwicklung wurde TERNAfil am 21. Mai 2026 mit dem 1. Preis bei der PitchMiUp-Night in Minden ausgezeichnet.

Mit seiner skalierbaren Technologie arbeitet TERNAfil an neuen Materiallösungen für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, Energietechnik sowie Hochleistungs-Verbundwerkstoffen.

Fabian Jung, ITA-Doktorand und TERNAfil-Gründer, ist enthusiastisch: „Unser Erfolg zeigt einmal mehr, wie aktuelle Forschung den Weg aus dem Labor in reale industrielle Anwendungen findet. Wir von TERNAfil freuen uns sehr über die Auszeichnung und die vielen spannenden Gespräche und neuen Kontakte vor Ort.“

Hintergrund:
Die Hochschule Bielefeld hatte zur zweiten PitchMiUp Night eingeladen. Im Mittelpunkt standen Start-up-Gründerinnen und  Gründer, die ihre Ideen und Gründungsgeschichten präsentierten. Die drei besten Performerinnen und Performer werden prämiert.

Quelle:

Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University 

Symposium Automotive & Mobility 2025 Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ
03.06.2026

Symposium Automotive & Mobility 2026 in Zwickau

Am 16. Juni wird Zwickau erneut zum zentralen Treffpunkt für Zukunftstechnologien, Mobilität und industriellen Wandel. Das SAM – Symposium Automotive & Mobility verbindet Fachkonferenz, Ausstellung und Erlebnisraum. Im Fokus stehen aktuelle Fragen, die die Region und die gesamte Branche bewegen: Wie gelingt die Transformation der Automobilindustrie? Welche Technologien setzen sich durch? Und welche Perspektiven ergeben sich für Unternehmen, Beschäftigte und den Standort?

Prominenter Impulsgeber mit Krisen- und Transformationserfahrung 
Mit Matthias Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommt ein erfahrener Top-Manager der Automobilindustrie nach Zwickau. Zuvor war er unter anderem Vorstandsvorsitzender der Porsche AG sowie Mitglied des Top-Managements der Audi AG. Seine langjährige Führungserfahrung in internationalen Konzernstrukturen sowie seine Einblicke in strategische Transformationsprozesse bieten eine fundierte Perspektive auf aktuelle Herausforderungen der Branche.

Am 16. Juni wird Zwickau erneut zum zentralen Treffpunkt für Zukunftstechnologien, Mobilität und industriellen Wandel. Das SAM – Symposium Automotive & Mobility verbindet Fachkonferenz, Ausstellung und Erlebnisraum. Im Fokus stehen aktuelle Fragen, die die Region und die gesamte Branche bewegen: Wie gelingt die Transformation der Automobilindustrie? Welche Technologien setzen sich durch? Und welche Perspektiven ergeben sich für Unternehmen, Beschäftigte und den Standort?

Prominenter Impulsgeber mit Krisen- und Transformationserfahrung 
Mit Matthias Müller, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, kommt ein erfahrener Top-Manager der Automobilindustrie nach Zwickau. Zuvor war er unter anderem Vorstandsvorsitzender der Porsche AG sowie Mitglied des Top-Managements der Audi AG. Seine langjährige Führungserfahrung in internationalen Konzernstrukturen sowie seine Einblicke in strategische Transformationsprozesse bieten eine fundierte Perspektive auf aktuelle Herausforderungen der Branche.

Technik zum Erleben – Sachsen im Umbruch
Regionale Unternehmen, Mittelstand und Forschungseinrichtungen zeigen, wie sich der traditionsreiche Automobilstandort neu erfindet – mit Innovationskraft, Kooperation und neuen technologischen Ansätzen.

  • Klimabenzin gewinnen: CAC Engineering verlost im Rahmen eines Gewinnspiels Klimabenzin unter allen Teilnehmenden auf dem Hauptmarkt. 
  • Autonome Shuttles für die Fläche: Wie Bertrandt Mobilität neu denkt: Das Projekt „BumbleB“ demonstriert, wie autonome Shuttle-Lösungen wirtschaftlich betrieben werden können. Der Ansatz verbindet Open-Source-Technologien, MVP-Entwicklung und eine ganzheitliche Betrachtung von Fahrzeug, Software und Infrastruktur – mit klarem Fokus auf reale Einsatzszenarien in der Fläche.
  • Alternative Antriebe und neue Logistiklösungen: Ein Brennstoffzellen-LKW mit neuem Wasserstoff-Tanksystem der FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen gibt Einblicke in emissionsarme Nutzfahrzeugkonzepte. Ergänzend zeigt das ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau mit dem elektrisch angetriebenen INNVELO® Lastenroller ein praxistaugliches Konzept für urbane Logistik – effizient, flexibel und alltagstauglich.
  • Transformation greifbar gemacht: Der Transformationshub TuWAs (Fraunhofer IWU) zeigt praxisnah, wie sich Zulieferunternehmen im Wandel von Verbrenner- zu Elektromobilität neu aufstellen können. 

Das SAM ist eingebettet in die Zwickauer Mobilitätstage. Vom 15. bis 21. Juni finden dabei zahlreiche Veranstaltungen statt, in denen Mobilität in all ihren Facetten erlebt und diskutiert werden kann. 

Quelle:

Westsächsische Hochschule Zwickau WHZ

01.06.2026

Lenzing AG: Georg Kasperkovitz neuer Vorstandsvorsitzender (CEO)

Der Aufsichtsrat der Lenzing AG hat Vorstandsmitglied und Chief Operations Officer Dr. Georg Kasperkovitz mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Lenzing AG ernannt. Kasperkovitz wird diese Funktion zusätzlich zu seiner bisherigen Rolle als Chief Operations Officer (COO) weiterführen. 

Kasperkovitz ist seit Juni 2025 im Vorstand der Lenzing AG als Chief Operations Officer tätig. Zuletzt hat er die Faser Division (Vertrieb, Produktion und Supply Chain) sowie die Weiterentwicklung und Umsetzung des Performance-Programmes geleitet. In dieser Funktion hat er maßgebliche Fortschritte in der operativen Exzellenz und der Profitabilität der Faserstandorte erzielt. 

Als CEO wird er im Vorstand neben der Leitung der unternehmensweiten Faserproduktionsstandorte unter anderem auch global die Bereiche Faserverkauf, Supply Chain und Human Resources verantworten. 
Die Funktionsperiode von Kasperkovitz als CEO beträgt drei Jahre und läuft bis zum 31. Mai 2029. 

Der Aufsichtsrat der Lenzing AG hat Vorstandsmitglied und Chief Operations Officer Dr. Georg Kasperkovitz mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Lenzing AG ernannt. Kasperkovitz wird diese Funktion zusätzlich zu seiner bisherigen Rolle als Chief Operations Officer (COO) weiterführen. 

Kasperkovitz ist seit Juni 2025 im Vorstand der Lenzing AG als Chief Operations Officer tätig. Zuletzt hat er die Faser Division (Vertrieb, Produktion und Supply Chain) sowie die Weiterentwicklung und Umsetzung des Performance-Programmes geleitet. In dieser Funktion hat er maßgebliche Fortschritte in der operativen Exzellenz und der Profitabilität der Faserstandorte erzielt. 

Als CEO wird er im Vorstand neben der Leitung der unternehmensweiten Faserproduktionsstandorte unter anderem auch global die Bereiche Faserverkauf, Supply Chain und Human Resources verantworten. 
Die Funktionsperiode von Kasperkovitz als CEO beträgt drei Jahre und läuft bis zum 31. Mai 2029. 

Aufsichtsrat betont Kontinuität und Leistung 
Patrick Lackenbucher, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lenzing AG, erklärt: „Der Aufsichtsrat hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Besetzung der CEO-Funktion befasst und dabei sowohl interne als auch externe Kandidaten evaluiert. Dabei hat sich klar gezeigt, dass der aktuelle Vorstand sehr effektiv zusammenarbeitet und Georg Kasperkovitz seine Verantwortungsbereiche äußerst erfolgreich führt. 

Er hat messbare Fortschritte bei operativer Leistungsfähigkeit und Profitabilität erzielt. Seine Ernennung zum CEO ist daher ein logischer Schritt, der insbesondere in herausfordernden Marktphasen für Stabilität und Durchschlagskraft sorgt. 

Der Vorstand wird weiterhin konsequent an der strukturellen Profitabilität und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten, mit dem Ziel, die Position der Lenzing als führenden integrierten Premiumanbieter von regenerierten Cellulosefasern weiter auszubauen.“

Fokus auf Transformation, Profitabilität und Wachstum 
Georg Kasperkovitz sagt: „Ich danke dem Aufsichtsrat für das Vertrauen und die Ernennung zum CEO und freue mich sehr darauf, die Zukunft der Lenzing aktiv zu gestalten. 

Eine klar priorisierte Strategie mit Fokus auf Premiumprodukte, die konsequente Umsetzung unseres Performance-Programms sowie ein starkes Führungsteam sind zentrale Treiber der weiteren Transformation der Lenzing. 

Wir werden nachhaltiges Wachstum in margenstarken Marktsegmenten vorantreiben, etwa bei Vliesstoffanwendungen in den Bereichen Hygiene und Filtration, und gleichzeitig nächste Technologiegenerationen wie Tree-to-Textile weiterentwickeln. 

Parallel dazu setzen wir konsequent Maßnahmen zur weiteren Stärkung unserer Kostenposition und globalen Wettbewerbsfähigkeit um. Ziel ist es, das volle Wertsteigerungspotenzial des Unternehmens zu erschließen.“ 

Vorstandsstruktur bleibt unverändert 
Der Vorstand bleibt in seiner aktuellen Zusammensetzung unverändert und besteht weiterhin aus Georg Kasperkovitz (CEO), Mathias Breuer (CFO) und Christian Skilich (CPO/CTO). 
Auch das erweiterte Executive Committee mit sechs Mitgliedern bleibt unverändert. 

Zur Person Georg Kasperkovitz 
Georg Kasperkovitz ist Maschinenbauingenieur (Dr. techn., TU Wien) und hält einen MBA der Harvard Business School. Er verfügt über mehr als 15 Jahre internationale Führungserfahrung in Europa, Nordamerika, Asien und China – den wichtigsten Produktionsregionen und Märkten von Lenzing. Vor seinem Eintritt bei Lenzing war er unter anderem als Business Unit CEO beim internationalen Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi plc (2016–2019) sowie als Vorsitzender des Vorstandes der Rail Cargo Austria AG (2012–2016) tätig. Zuvor war er Partner bei der internationalen Unternehmensberatung McKinsey & Company.

Quelle:

Lenzing AG

Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP. © Fraunhofer IAP
Flachfolienextrusion eines biobasierten Blends aus PBSA/PLA im Verarbeitungstechnikum Schwarzheide am Fraunhofer IAP.
19.05.2026

Ersatz konventioneller Polyolefine: Blends aus biobasierten Polyestern

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Neue Ergebnisse aus dem Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zeigen, wie sich kommerzielle PBSA/PLA-Blends durch industrielle Verarbeitungsprozesse gezielt einstellen und für flexible Folienanwendungen nutzbar machen lassen. Damit eröffnen sich konkrete biobasierte Alternativen zu petrochemischen Kunststoffen.

Vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen, wachsender Nachhaltigkeitsziele und zunehmenden Drucks zur Defossilisierung rücken biobasierte und potenziell biologisch abbaubare Materialien verstärkt in den Fokus der Kunststoffindustrie. Entscheidend ist dabei nicht allein die Wahl des Materials, sondern insbesondere das Zusammenspiel von Verarbeitung, Struktur und resultierenden Eigenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE untersuchten systematisch den Einfluss von Verarbeitung und Materialzusammensetzung auf die Eigenschaften von PBSA (Polybutylensuccinat-co-adipat)-/PLA (Polymilchsäure)-Blendfolien.

Kunststoff-Blends für anwendungsspezifische Eigenschaftsprofile
Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen Verarbeitung, Mikrostruktur und mechanischem Verhalten. Sowohl Flachfolien als auch Blasfolien weisen auf der Mikroskala eine lamellenartige Blendmorphologie auf, unterscheiden sich jedoch auf der Nanoskala. In Flachfolien führt die Verarbeitung zu einer Orientierung der teilkristallinen PBSA-Strukturen, während in Blasfolien keine vergleichbare kristalline Vorzugsorientierung zu beobachten ist. Die beiden untersuchten Folientypen decken damit einen breiten Bereich an Steifigkeit und Festigkeit ab und erreichen Eigenschaftsniveaus, die zur Substitution typischer Polyolefine relevant sind.

Gezielte Eigenschaftseinstellung für industrielle Anwendungen
Für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – von der Compoundierung über die Folienextrusion bis hin zur Verpackungsentwicklung – zeigen die Ergebnisse, dass sich die Eigenschaften von PBSA/PLA-Blends gezielt für die Material- und Prozessentwicklung einstellen lassen. Damit wird es möglich, das Substitutionspotenzial gegenüber etablierten Materialien wie High-Density Polyethylen (HDPE) differenziert zu bewerten und anwendungsspezifisch auszulegen. Da die Verarbeitung auf industrienahen Anlagen erfolgte, sind die gewonnenen Erkenntnisse direkt auf reale Produktionsbedingungen übertragbar und bieten eine belastbare Grundlage für Entwicklungsentscheidungen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass für eine breite industrielle Anwendung weitere Entwicklungen erforderlich sind, um die konkreten Anwendungen zur Marktreife zu bringen. Fraunhofer LBF und Fraunhofer IAP suchen dafür den Austausch mit Unternehmen und Partnern, die die veröffentlichten Ergebnisse direkt nutzen oder in Folgeprojekten an Themen wie Materialoptimierung, Verarbeitbarkeit, Anwendungsprüfung oder Skalierung anknüpfen möchten.

Veröffentlichung
Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Polymers veröffentlicht: Guru Geertz et al., From Film Processing to Microphase Orientation: Structure–Property Relationships in Commercial PBSA/PLA Blend Films, Polymers 2026, 18, 761.
DOI: 10.3390/polym18060761

Weitere Informationen:
Fraunhofer CCPE Polyolefine Kunststoffe
Quelle:

Fraunhofer CCPE 

V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S. Foto: (c) Andritz
V.l.n.r.: Yusuf Azrak, Sales Agent Ilyas F. Azrak A.S.; Tobias Schäfer, Vice President ANDRITZ Nonwoven & Textile; Sami Azrak, Sales Agent Samec; Zafer Kutanoglu, Chairman of Aksan Kozmetik A.S.; Servet Gerz, General Manager of Aksan Kozmetik A.S.
19.05.2026

Aksan Kozmetik A.S. bestellt Hochleistungs-Spunlace-Anlage bei ANDRITZ

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Das türkische Unternehmen Aksan Kozmetik A.S. hat den internationalen Technologiekonzern ANDRITZ mit der Lieferung einer Spunlace-Anlage mit hoher Kapazität beauftragt. Die Investition unterstützt die Strategie von Aksan Kozmetik A.S., die Produktion durch die eigene Herstellung von Vliesstoffrollen vertikal zu integrieren. Dieser Schritt stärkt die Marktposition des Unternehmens, da so ein zuverlässiger Zugang zu hochwertiger Rollenware sichergestellt wird, die auf die eigenen Weiterverarbeitungsprozesse zugeschnitten ist. 

Der Auftrag ist im Auftragseingang von ANDRITZ für das vierte Quartal 2026 enthalten. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant. 

Die neXline spunlace Anlage ist auf einen Betrieb mit hoher Kapazität und auf gleichbleibende Vliesqualität ausgelegt. Sie ist mit TT-Krempeln von ANDRITZ ausgestattet, die auf dem internationalen Feuchttüchermarkt für ihre Leistung bekannt sind. „Mit der Anlage werden Feuchttücher mit einem Flächengewicht von 30 bis 80 g/m² hergestellt, die den Anforderungen des lokalen Marktes entsprechen und eine große Vielfalt an Fasermischungen ermöglichen“, erklärt Servet Gerz, Geschäftsführer von Aksan Kozmetik A.S. 

Zafer Kutanoglu, Vorsitzender von Aksan Kozmetik A.S., ergänzt: „Mit dieser Investition gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung der eigenen Produktion von Stammrollen. Die Hochleistungs-Spunlace-Technologie und die bewährten TT-Krempel von ANDRITZ unterstützen uns dabei, eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten und schnell auf die sich ändernde Marktnachfrage in der Türkei zu reagieren. Nach Inbetriebnahme dieser Anlage werden wir umgehend eine zweite bestellen.“ 

Aksan Kozmetik A.S. mit Sitz in Istanbul zählt zu den führenden Herstellern von Feuchttüchern in der Türkei. Das Unternehmen beliefert Kunden im ganzen Land sowie im gesamten Nahen Osten mit einem breiten Sortiment an Hygieneprodukten und Feuchttüchern.

Quelle:

Andritz

Bedient den Markt der feinen Titer von unter 100den: Der neue Barmag Keramiköler Typ 2777. Foto: Barmag, Oerlikon Textile GmbH & Co. KG
Bedient den Markt der feinen Titer von unter 100den: Der neue Barmag Keramiköler Typ 2777.
14.05.2026

Barmags Spezialist für feine Titer: Neuer Keramiköler Typ 2777

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 2777 hat Barmag eine Lösung für feine Titer und Mikrofilamente ins Originalteil-Portfolio aufgenommen.

Das neue Design auf Basis des erprobten Modells 2888 fällt deutlich schmaler aus und ist speziell für feine Titer und sensible Filamentzahlen optimiert. Während Typ 2888 als Allrounder seine Stärken im hohen Denierbereich und bei bis zu 288 Filamenten hat, bietet Typ 2777 die Lösung für den unteren Feinheitsbereich. Hier stoßen Standardöler oftmals an ihre physikalischen Grenzen, so dass es bei der Verarbeitung feinerer Titer immer wieder zu ungleichmäßigen Ablagen in den Ecken oder Instabilitäten im Fadenlauf kommt. Hier bietet die schmalere Variante maximale Präzision im Prozess.

Mit dem neuen Keramiköler vom Typ 2777 hat Barmag eine Lösung für feine Titer und Mikrofilamente ins Originalteil-Portfolio aufgenommen.

Das neue Design auf Basis des erprobten Modells 2888 fällt deutlich schmaler aus und ist speziell für feine Titer und sensible Filamentzahlen optimiert. Während Typ 2888 als Allrounder seine Stärken im hohen Denierbereich und bei bis zu 288 Filamenten hat, bietet Typ 2777 die Lösung für den unteren Feinheitsbereich. Hier stoßen Standardöler oftmals an ihre physikalischen Grenzen, so dass es bei der Verarbeitung feinerer Titer immer wieder zu ungleichmäßigen Ablagen in den Ecken oder Instabilitäten im Fadenlauf kommt. Hier bietet die schmalere Variante maximale Präzision im Prozess.

Beide Ölertypen sind durch ihre Geometrie für ein geringeres Spray off ausgelegt. Im Feintiterbereich reduziert das neue Design das Spray-off gegenüber der Verwendung von Standardölern nochmals um 50%. Extrem einfach einstellbar überzeugt der Öler durch seine Fehlertoleranz bei Einbaupositionen von ± 2°. Dadurch lässt sich ein ungleichmäßiger Ölauftrag weitgehend vermeiden. Der integrierte keramische Schaft vermeidet typische Fehler, die beim aufwendigen Einkleben von Metallschäften entstehen, und sorgt so für eine höhere Prozessstabilität.

Keramikqualität hat direkten Einfluss auf Garnqualität
Die Qualität von fadenführenden Teilen im Spinnprozess ist auch für die Weiterverarbeitung ein entscheidender Faktor. Minderwertige Keramiken wirken sich negativ auf die Garnqualität aus, was sich im Weiterverarbeitungsprozess manifestiert. Erste Einsätze des neuen Ölers im Markt bestätigen die bessere Downstream Perfomance des Garns – ein Ergebnis, das andere Keramiken aus dem Hause Barmag teilen.

Für Garnhersteller besonders wichtig ist der planbare Wechsel der Verschleißteile: Dank der gleichmäßig hohen Fertigungsqualität verschleißen die Bauteile kontrolliert und zeitgleich – statt unvorhersehbar wie bei minderwertigen Komponenten. Das ermöglicht eine höhere Prozessstabilität und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance).

Quelle:

Barmag, Oerlikon Textile GmbH & Co. KG

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Madita Fischer und Sylvie Hiemenz präsentieren nachhaltige studentische Arbeiten – zuvor gezeigt auf der Neo.Fashion Berlin. Copyright: Gregor Fischer – Fotografie
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Madita Fischer und Sylvie Hiemenz präsentieren nachhaltige studentische Arbeiten – zuvor gezeigt auf der Neo.Fashion Berlin.
13.05.2026

HSNR: Mit Hanf in den Textilkreislauf

Mit innovativen Forschungsprojekten rund um Hanf als nachhaltigen Rohstoff präsentierte sich der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beim 3. Stakeholder-Dialog zur Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilen in Berlin.
 
Auf dem „Marktplatz der textilen Kreislaufwirtschaft“ stellte das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) die Projekte „Hanfknit“ und „ReHemp“ vor. Ergänzt wurde der Auftritt durch studentische Arbeiten mit Nachhaltigkeitsbezug, die zuvor auf der Neo.Fashion in Berlin vorgestellt worden waren.
 

Mit innovativen Forschungsprojekten rund um Hanf als nachhaltigen Rohstoff präsentierte sich der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein (HSNR) beim 3. Stakeholder-Dialog zur Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilen in Berlin.
 
Auf dem „Marktplatz der textilen Kreislaufwirtschaft“ stellte das Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung (FTB) die Projekte „Hanfknit“ und „ReHemp“ vor. Ergänzt wurde der Auftritt durch studentische Arbeiten mit Nachhaltigkeitsbezug, die zuvor auf der Neo.Fashion in Berlin vorgestellt worden waren.
 
Die eintägige Konferenz brachte mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Politik zusammen. Im Mittelpunkt stand das Eckpunktepapier zur erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich und die Frage, wie ein künftiges Textilgesetz Kreislaufwirtschaft praxisnah, effizient und mit möglichst geringem bürokratischem Aufwand ermöglichen kann. Im Rahmen der Veranstaltung trafen die Mitarbeiterinnen des FTB zudem Bundesumweltminister Carsten Schneider und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über die Bedeutung innovativer Materialien und zirkulärer Ansätze für eine nachhaltige Transformation der Textilwirtschaft.
 
Der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik verfügt über modern ausgestattete Labore und bildet die gesamte textile Wertschöpfungskette von der Faserentwicklung bis zum fertigen Produkt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Hanf als nachhaltiger, regional anbaubarer Alternative zu Baumwolle.
 
Im Projekt „Hanfknit“, gefördert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), entwickelte das FTB eine nachhaltige und recyclingfähige Funktionsstrickjacke aus 70 Prozent Hanf und 30 Prozent LyoHemp (Regeneratfasern aus Hanffasern). Das Produkt wird vollständig von der Faser bis zum 3D-Seamless-Strick lokal in der Region rund um Mönchengladbach gefertigt. Durch das innovative Zero-Waste-Verfahren der Firma Bache Innovative entstehen keine Produktionsabfälle. Ein intelligentes Bodymapping-Design mit funktionalen Zonen für Ventilation, Polsterung und enganliegende Bereiche vereint Komfort, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Die Jacke wurde bereits im Designprozess auf Ressourcenschonung, Monomaterialität und vielseitige Nutzung ausgelegt und bietet großes Potenzial für Anwendungen in Sport- und Arbeitsbekleidung.
 
Das Projekt „ReHemp“, gefördert durch die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), knüpft an diese Entwicklung an und verfolgt das Ziel, Hanffasern in einen geschlossenen textilen Kreislauf zu überführen. Im Fokus steht die Wiederverwertung der im Vorgängerprojekt entwickelten Hanf- / LyoHhemp-Jacke. Künftig soll Lyohemp verstärkt aus Hanf-Abfallstoffen statt aus Primärfasern hergestellt werden. Das Material kombiniert die Robustheit von Hanf mit dem Tragekomfort von Lyocell und bleibt auch nach mehrfacher Wiederverwertung qualitativ hochwertig.
 
Gemeinsam mit dem Thüringisches Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung Rudolstadt e.V. (TITK) und zahlreichen Partnern aus der deutschen Textilindustrie entwickelt das FTB hierfür unter anderem eine Abfallklassifizierung für Fasern, Garne sowie Pre- und Post-Consumer-Materialien als Grundlage für effiziente Recyclingprozesse. Die Abfälle werden gesammelt, sortiert und zerkleinert und anschließend chemisch zu neuen Lyocell-Fasern recycelt. Parallel untersucht das Forschungsteam Alterungs- und Mehrfachrecyclingprozesse. Angestrebt werden mindestens drei Recyclingzyklen. Erste Fasern aus Abfallstoffen werden bereits produziert und weiterverarbeitet.

Rendering des ValuePack Foto BB Engineering GmbH
Rendering des ValuePack
13.05.2026

BB Engineering auf der ITM 2026, Istanbul

Bei der kommenden ITM in Istanbul vom 9. bis 13. Juni im Tüyap Fair Convention and Congress Center in Halle 7, Stand 702B, wird BB Engineering wieder an einem gemeinschaftlichen Stand mit dem Mutterhaus Barmag und der Vertretung Tekstil Servis vertreten sein. Der deutsche Maschinenbauer zeigt sich abermals als Experte in Kunstfaser- und Recyclingtechnologie und wird sich mit seinem gesamten Produktportfolio, welches sowohl Komponenten wie Extruder und Filter, als auch komplette Anlagen zum Spinnen von Kunstfasern, der Lufttexturierung und dem Recycling von PET umfasst. 

Bei der kommenden ITM in Istanbul vom 9. bis 13. Juni im Tüyap Fair Convention and Congress Center in Halle 7, Stand 702B, wird BB Engineering wieder an einem gemeinschaftlichen Stand mit dem Mutterhaus Barmag und der Vertretung Tekstil Servis vertreten sein. Der deutsche Maschinenbauer zeigt sich abermals als Experte in Kunstfaser- und Recyclingtechnologie und wird sich mit seinem gesamten Produktportfolio, welches sowohl Komponenten wie Extruder und Filter, als auch komplette Anlagen zum Spinnen von Kunstfasern, der Lufttexturierung und dem Recycling von PET umfasst. 

Neues, patentiertes Spinnpaket “ValuePack” 
Mit dem neuen und patentierten Spinnpaket zeigt BB Engineering seine Kompetenz in Sachen Kunstfaserspinnen. Bisher waren Spinnpakete entweder mit Metallpuder („Sand“) oder mit Kerzen als Filtermedien ausgestattet. Beide Varianten haben ihre Berechtigung für spezifischen Anwendungen, sind gleichermaßen mit Vor- und Nachteilen verbunden. Während Sandpakete vor allem mit Homogenität punkten und sich somit für Virgin Material anbieten, bieten Pakete mit Filterkerzen eine vergrößerte Filterfläche und wurden ursprünglich speziell für Recyclinganwendungen entwickelt. Die große Filterfläche führt zu einer besseren Filterperformance und Standzeit, geht aber gleichzeitig einher mit einer niedrigeren Fluxrate und Scherung. Darunter kann die Homogenität leiden. Das ValuePack vereint beide Methoden – Metallsand und Kerzen – in einer 2-Schritt-Filtration. Die Schmelze passiert zuerst die Filterkerze und wird hier über eine große Filterfläche mit bis zu 15 µm optimal gefiltert. Anschließend durchläuft die Schmelze die Sandkammer, wo vorallem Homogenisierung und Scherung stattfinden. So simpel das Konzept ist, so innovativ und vorteilhaft ist es. BB Engineering ist Pionier mit seiner mehrschrittige Filtration im Spinnpaket. Das Resultat sind eine signifikant bessere Homogenität hinsichtlich Temperatur und Viskosität, verbesserte Spinnperformance und höhere Garnqualität für einen breiten Anwen-dungsbereich, welcher über reines Recycling hinaus geht. Ein weiterer Vorteil des ValuePack ist, dass es bereits druckunabhängig abgedichtet ist. Das vermeidet Undichtigkeiten, die bei selbstdichtenden Paketen auftreten können, und ermöglicht ein größeres Prozessfenster. Bestehende Anlagen lassen sich unkompliziert auf das konstruktionsbedingt etwas längere ValuePack umrüsten. 

VarioFil® 
So zum Beispiel die beliebte Kompaktspinnanlage VarioFil® von BB Engineering. Überschaubare Größe, Flexibilität und eine einheitlich hohe Garnqualität – dafür steht VarioFil® und das schätzen die türkischen Faser- und Textilproduzenten. „Unsere Kompaktspinnanlage bedient die Bedürfnisse des türkischen Textilmarktes perfekt. Fasern und Garne unserer VarioFil®-Kunden werden beispielsweise in Kleidung, Teppichen oder textilen Fahrzeugteilen wie Sitzbezügen oder Gurten verarbeitet.“ berichtet Ralf Morgenroth, Head of Sales and Customer Service. Mit über 60 installierten Anlagen seit Markteinführung ist die Türkei der größte Markt für VarioFil®. Dementsprechend wird BB Engineering auch in diesem Jahr mit seiner Kompaktspinnanlage auf der ITM für Kunden, Interessenten und Fachpublikum vertreten sein. VarioFil® erzeugt hochqualitative Garne (POY, FDY, HTY, LSY, HMY) aus allen gängigen Polymeren mit einer Produktionskapazität von bis zu 450 kg/h pro Extruder. Auch recyceltes PET oder Flaschenflakes verspinnt VarioFil® rPET direkt zu POY oder FDY mit überzeugender Qualität.

COBRA® Filter setzt neue Maßstäbe
Bereits auf der Plastics Recycling Show Europe und der K 2025 stellte BB Engineering den neuen COBRA® Filter vor – und setzte damit neue Maßstäbe. Bei der Entwicklung verfolgte das Unternehmen klare Ziele: Der Filter sollte steigenden Verschmutzungsgraden im Recycling gerecht werden, Filterwechsel und Reinigung durch Automatisierung vereinfachen sowie die Betriebskosten deutlich senken.

Das Ergebnis ist ein System, das kontinuierliche Großflächenfiltration mit einer automatisierten, chemiefreien Zwischenreinigung kombiniert. Zwei Filtereinsätze mit automatischer Umschaltung sorgen für einen stabilen, sicheren und unterbrechungsfreien Betrieb. Dadurch bewältigt COBRA® selbst hohe Verschmutzungsgrade, an denen herkömmliche Kerzenfilter oder Siebwechsler an ihre Grenzen stoßen. Die integrierte Reinigung verlängert die Standzeiten der Filtermedien erheblich. Gleichzeitig reduziert sie den Bedienaufwand sowie Schmelzeverluste und Energiebedarf – ganz ohne den Einsatz von Chemikalien. Das erhöht die Prozesssicherheit und senkt die Betriebskosten signifikant.

Als vielseitige Lösung eignet sich COBRA® sowohl für die Grob- als auch für die Feinfiltration. Neben dem PET-Recycling ist das System auch für weitere Anwendungen wie der Kunststoffspinnerei geeignet und kann hier effizienzsteigernd eingesetzt bzw. nachgerüstet werden. 

Quelle:

BB Engineering GmbH

Chemical Complex in Mizushima (c) Photo Asahi Kasei
Chemical Complex in Mizushima
12.05.2026

Neuausrichtung der Lieferkette bis 2030: Asahi Kasei optimiert Materialportfolio

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Asahi Kasei hat angekündigt, seine Produktionsaktivitäten am Standort Mizushima bis zum Geschäftsjahr 2030 zu konsolidieren.

Auf das Angebot an Derivatprodukten des Unternehmens wird dies keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Die von dieser Initiative betroffenen Geschäftsbereiche aus Asahi Kaseis Materialsparte erzielten im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 116,2 Milliarden Yen. Die Materialsparte erwirtschaftete im gleichen Zeitraum insgesamt 1.306,2 Milliarden Yen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit der bereits angekündigten Einstellung der Ethylenproduktion durch Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene (AMEC) und forcieren die Bemühungen des Unternehmens zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Stärkung der langfristigen Rentabilität.

 

Produkt Anwendungen FY 2030 Scope
Styrolmonomer Ausgangsmaterial für Kunststoffe Einstellung der Produktion
Suntec™-LD und Suntec™-EVA
LDPE
Folien, Verpackungsmaterialien, etc.
Suntec™-HD und Creolex™ 
HDPE
Acrylnitril (AN) Ausgangsmaterial für Kunststoffe und Fasern Einstellung der 200-kt/Jahr-AN-Produktionslinie in Mizushima und Umstellung der 50-kt/Jahr- Methacrylnitril-Produktionslinie 
Duranol™ Polycarbonat Diol (PCD) Polyurethan-Ausgangsmaterial für Kunstleder

Einstellung der PCD-Produktlinie von Mizushima (ca. 3 kt/Jahr); die Versorgung wird über Asahi Kasei Performance Chemicals (China) gedeckt

 

Die Einstellung dieser Derivate durch Asahi Kasei und die Neuausrichtung der Lieferkette sind Teil einer umfassenderen Initiative zur Straffung des Portfolios in der Materialsparte des Unternehmens und zur Steigerung der Kapitaleffizienz. Die angekündigten Maßnahmen zielen darauf ab, sich aus wenig rentablen Geschäftsbereichen zurückzuziehen und die damit verbundenen Lieferketten innerhalb der globalen petrochemischen Märkte neu zu strukturieren. 

Asahi Kasei erwartet eine daraus resultierende Verbesserung von Margen und optimiert gleichzeitig die Kapitalallokation auf strategische Wachstumsbereiche. 

Im Rahmen seines aktuellen Managementplans „Trailblaze Together“ verbessert Asahi Kasei die Kapitaleffizienz und führt strukturelle Reformen durch, mit denen Ressourcen auf seine wichtigsten Wachstumssäulen – Pharmazeutika, Intensivmedizin, Wohnungsbau und Materialien für die Halbleiterindustrie – konzentriert werden. Jüngste Maßnahmen wie der Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical zur Förderung der Dekarbonisierung der Ethylenproduktion in Westjapan sowie die Übernahme von Aicuris zur Stärkung der Spezialpharma-Plattform im Bereich schwerer Infektionskrankheiten unterstreichen die konsequente Umsetzung dieser Strategie durch Asahi Kasei und festigen die Grundlage für nachhaltiges, profitables Wachstum.

Quelle:

Asahi Kasei 

12.05.2026

„Digitale Transformation gelingt nur mit MedTech“

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Für die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung müssen digitale, datengetriebene Medizinprodukte aktiv und frühzeitig im Prozess eingebunden werden. Das fordert der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) in einem neuen, umfassenden Positionspapier „Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung“. „Eine umfassende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung gelingt nur mit MedTech. Dazu müssen Schrittinnovationen und KI-basierte MedTech-Lösungen mitbedacht werden“, so BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov.

Moderne, datengetriebene MedTech-Lösungen spielen bei der digitalen Transformation eine wesentliche Rolle und können die Gesundheitsversorgung grundlegend verbessern – „wenn Daten kontinuierlich verfügbar sind und Versorgungsprozesse neu gedacht werden“, so Gladkov. Doch regulatorische Vorgaben, die sektorale Strukturen und tradierte Vergütungssysteme fortschreiben, erschweren die Transformation hin zur einer smarten Gesundheitsversorgung. 

Damit Innovationen tatsächlich in der Versorgung ankommen, beschreibt der BVMed in seinem Positionspapier vier Handlungsfelder, die jeweils mit konkreten Lösungsvorschlägen und Gesetzesänderungen versehen sind:

1. Daten besser verfügbar machen

  • In einem neuen Primärversorgungssystem sollte die digitale Ersteinschätzung so entwickelt werden, dass künftig auch Echtzeitdaten für eine valide Ersteinschätzung genutzt werden können.
  • Für „Digital Twin Technologien“ sollten pseudonymisierte Behandlungsdaten nutzbar gemacht werden. Denn Simulationen anhand von vorhandenem Bildmaterial können invasive Diagnostik verhindern oder Therapieschritte vorbereiten. 
  • Das Einwilligungsmanagement zur Datennutzung im Behandlungsablauf sollte bundesweit vereinheitlicht werden und auf einer einheitlichen Interpretation der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) basieren.
  • Für die Verbesserung von Produkten und Services braucht die Industrie Zugang zu Gesundheitsdaten und teilt selbst auch ihre Daten. Dabei sind allerdings IP-Rechte zu beachten, gerade bei Medizinprodukten.

2. Internationale Standards für Datenformate und -sicherheit verwenden

  • Datengenerierende Medizinprodukte erheben Messwerte, die sie algorithmisch in gängige Datenformate zur Beschreibung der Physiologie verwandeln. Beim Bereitstellen von Daten ist der Schutz der Daten der algorithmischen Verarbeitung ein wichtiger Aspekt der IP-Rechte, um Rückschlüsse auf die Funktionsweise der verbauten Messtechnik zu verhindern.
  • Standardisierte Datenformate sollten europaweit einheitlich auf den EHDS-Standards beruhen, um keine landesspezifischen Datenformate ergänzen zu müssen.
  • Datensicherheit sollte europaweit einheitlich zertifiziert und das Zertifikat entsprechend anerkannt werden. Ergänzende nationale Zertifikate sollten entfallen.

3. Digitale Versorgung besser etablieren

  • Statt weiterer Restriktionen für DiGA und DiPA braucht es förderliche Rahmenbedingungen, um digitale Produkte auf den Markt zu bringen.
  • Digitale Medizinprodukte, die keine DiGA sind und ein geringes Risiko haben, sollten eine den digitalen Anforderungen angepasste eigene Form der Nutzenbewertung erhalten.
  • Methodenbewertung und Vergütung sollten Schrittinnovationen bei Medizinprodukten besser berücksichtigen, sofern die Vorteile nachgewiesen sind. 
  • Die Qualitätsvorteile von assistierender Künstlicher Intelligenz (KI) sollten auch in der Vergütung berücksichtigt werden. In einem ersten Schritt sollte die Verwendung von KI ergänzend dokumentiert werden, um den Einsatz auch für die Forschung erkennbar zu machen.
  • Die Elektronische Patientenakte (ePA) sollte zu einer Datenplattform mit Anschluss für alle Gesundheitsberufe und sonstigen Leistungserbringer weiterentwickelt werden. Hilfsmittel-Leistungserbringer arbeiten mit qualifizierten Fachkräften bei den Patient:innen in der Häuslichkeit. Bisher ist aber für sie kein Zugang zu den Informationen in der ePA vorgesehen – auch keine Schreibrechte, um wichtige Hinweise für die weitere Behandlung zu geben.

4. Digitale Versorgungspfade umsetzen

  • Für die digitalen Versorgungsangebote, die mehr als nur eine Prozedur oder ein Hilfsmittel sind, braucht es Zugangswege in die Regelversorgung, die den Anforderungen digitaler Versorgung und digitaler Produkte gerecht werden. 
  • Digitale Versorgung kann bisherige Sektorengrenzen überwinden, braucht dafür aber andere Vergütungs- und Erstattungsbedingungen.
  • Mit dem Telemonitoring Herzinsuffizienz wird nur ein kleiner Teil der Patient:innen erreicht. Für Telemonitoring-Lösungen sollten Regeln etabliert werden, die neue Ansätze einfach in die Versorgung aufnehmen können. 
  • Im Zuge der Umsetzung des European Health Data Space (EHDS) muss es auch gelingen, Informationen über datengenerierende Devices in der ePA aufzufinden und somit einen Zugang zu Daten herzustellen. Dafür müssen datengenerierende Devices im ersten Schritt in der ePA erkennbar werden. 
  • Digitale Versorgung, die verschiedene Sektoren und Gesundheitsberufe erfasst oder den Behandlungspfad grundlegend verändert, braucht eine neue Form der Nutzenbewertung, die neben den klassischen Sektoren der Selbstverwaltung auch neue Beteiligte einbezieht.

Das Fazit von BVMed-Digitalexpertin Natalie Gladkov: „Die smarte Gesundheitsversorgung entsteht nicht durch einzelne Innovationen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Vernetzung und KI. Die Zukunft der Versorgung ist möglich – jetzt muss das System folgen.“

 

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Start eines Trainings für Common Ground Farmer Foto GoodTextiles Foundation
Start eines Trainings für Common Ground Farmer
12.05.2026

GoodTextiles Foundation startet die Farmer-Initiative „Common Ground“ in Indien

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Die GoodTextiles Foundation gibt in Zusammenarbeit mit Dibella India, Gallant Regenerative Organic Private Limited und der Spoorthi Raith Producer Company Limited den Start ihres neuen Leitprojekts „Common Ground“ bekannt. Die Initiative stellt einen bedeutenden Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und regenerativen Baumwollanbaus unter Kleinbauern in Südindien dar. 

Eingebettet in die ländlichen Regionen des Distrikts Haveri im indischen Bundesstaat Karnataka bringt „Common Ground“ Farmer, lokale Gemeinschaften und Agrarfachleute mit einem gemeinsamen Ziel zusammen: das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur durch ökologische und regenerative Anbaumethoden wiederherzustellen. 

Der Grundstein für diese Initiative wurde bereits 2024 durch Vor-Ort-Besuche, Gespräche mit Farmern und die Zusammenarbeit mit der University of Agricultural Sciences Dharwad gelegt. Im Jahr 2025 trat das Projekt in die Umsetzungsphase ein, einschließlich Bodenanalysen, Schulungen des Projektteams, Einbindung der Gemeinschaften sowie der Registrierung der teilnehmenden Landwirte. 

Sieben sorgfältig ausgewählte Dörfer bilden nun den Kern des Projekts. Aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit, starken Gemeinschaftsstrukturen und ihres Entwicklungspotenzials ausgewählt, bieten sie einen fruchtbaren Boden für ein skalierbares Modell, das auch auf andere Regionen übertragen werden kann. 

Farmer durch Wissen und Struktur stärken 
Im Mittelpunkt von „Common Ground“ steht das Engagement der Menschen. Bis heute wurden 510 Landwirte identifiziert, von denen sich 475 bereits in der finalen Phase der Aufnahme in eine neu gegründete Organic Cotton Grower Group (OGG) befinden.

Das Projekt verbindet technisches Fachwissen mit praxisnaher und kontinuierlicher Unterstützung vor Ort. Ein engagiertes Team – bestehend aus einem Internal Control System (ICS) Manager und geschulten Außendienstmitarbeitern – wird kontinuierlich erweitert, um eine wirksame Umsetzung direkt vor Ort sicherzustellen. Die Farmer nehmen an gezielten Schulungen teil, in denen sie mit ökologischen Anbaumethoden und Zertifizierungsanforderungen vertraut gemacht werden. Dadurch erhalten sie das notwendige Wissen für langfristigen Erfolg. 

Parallel dazu entwickeln externe Fachleute standortspezifische „Packages of Practice“, die an die lokalen Bedingungen angepasst sind, sowie Strategien auf Wassereinzugsgebietsebene zur Förderung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements. Um Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Beginn an sicherzustellen, werden sämtliche landwirtschaftlichen Flächen digital dokumentiert, einschließlich GPS-basierter Kartierungen der Anbauflächen. 

Mehr als Baumwolle: Zukunftsfähige Perspektiven schaffen 
„Common Ground“ geht weit über eine nachhaltige Baumwollproduktion hinaus. Die Initiative ist eine Investition in die langfristige Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Gemeinschaften. Durch die Verbesserung der Bodengesundheit, den Schutz von Wasserressourcen und die Förderung der Biodiversität unterstützt das Projekt sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch wirtschaftliche Chancen. 

Gleichzeitig stärkt es die Unabhängigkeit und das Vertrauen der Farmer in ein Agrarsystem, das Lebensgrundlagen für kommende Generationen sichern kann. 

Gemeinsam bauen die Partner ein skalierbares Modell für regenerative Wertschöpfung auf – vom Saatgut bis zum fertigen Textil. Schritt für Schritt entsteht eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette. 

Mit jeder umgestellten Anbaufläche, jeder durchgeführten Schulung und jeder neu geschlossenen Partnerschaft fördert „Common Ground“ weit mehr als nur Baumwolle – die Initiative stärkt eine wachsende Gemeinschaft, die sich der Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft verschrieben hat.

Quelle:

GoodTextiles Foundation

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh (c) Temafa Maschinenfabrik GmbH
Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh
08.05.2026

Temafa liefert Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

Die Temafa Maschinenfabrik GmbH, ein führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Faseraufbereitung, hat erfolgreich den Auftrag zur Lieferung einer Gesamtanlage zur Verarbeitung von Hanfstroh an die Hanffaser Geiseltal eG mit Sitz in Mücheln erhalten.

Mit diesem Projekt realisiert die Hanffaser Geiseltal eG erstmals eine industrielle Anlage zur Aufbereitung von Hanfstroh zu Hanffasern. Die Anlage wird im Laufe des Jahres geliefert, installiert und in Betrieb genommen.

Die von Temafa konzipierte und gefertigte Anlage ist speziell auf die effiziente Verarbeitung von Hanfstroh ausgelegt. Ziel ist die Herstellung hochwertiger Faserprodukte, die überwiegend in der Baustoffindustrie eingesetzt werden, beispielsweise für nachhaltige Dämmmaterialien und weitere ökologische Anwendungen.

Mit der Investition stärkt die Hanffaser Geiseltal eG ihre Position im Bereich nachhaltiger Rohstoffe und setzt ein klares Zeichen für die zunehmende Industrialisierung der Hanfverarbeitung in Deutschland.

„Wir freuen uns, die Hanffaser Geiseltal eG bei ihrem Einstieg in die industrielle Hanffaserverarbeitung begleiten zu dürfen“, sor. Jörg Morgner, Geschäftsführer bei Temafa Maschinenfabrik GmbH. „Dieses Projekt unterstreicht die wachsende Bedeutung von Naturfasern als nachhaltige Rohstoffe und unsere Kompetenz in der Entwicklung maßgeschneiderter Anlagenlösungen.“

Quelle:

Temafa Maschinenfabrik GmbH

Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde © Katharina Dubno
Preisträger Tobias Dickmeiß mit Urkunde
08.05.2026

Elastische Garne künftig besser recyclebar und umweltfreundlicher

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

ITA-Bachelor-Student Tobias Dickmeiß erhielt am 29. April 2026 einen Förderpreis der Wilhelm Lorch-Stiftung für seinen innovativen Ansatz, herkömmliche Elastane durch elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren (TPC) zu ersetzen. 

Elastische Textilien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit gewährleisten. Gleichzeitig erschwert der zunehmende Einsatz klassischer elastischer Garne, sogenannter Elastane, das textile Recycling erheblich. Bereits geringe Elastananteile können thermomechanische Recyclingprozesse beeinträchtigen und einen geschlossenen Recyclingkreislauf verhindern.

Durch den thermoplastischen Charakter und die Kompatibilität zu typischen Polyestern aus der Textilindustrie bieten elastische TPC-Garne eine verbesserte Recyclingfähigkeit. Dazu wird durch den Einsatz des Schmelzspinnverfahrens in der Garnherstellung auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösungsmittel verzichtet.

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit führte Tobias Dickmeiß umfangreiche empirische Prozessuntersuchungen an einer Schmelzspinnanlage im Technikumsmaßstab durch. Durch die systematische Analyse des Einflusses verschiedener Prozessparameter auf die Garneigenschaften gelang es ihm, die Eigenschaften der hergestellten TPC-Garne gezielt zu verbessern. Die Ergebnisse seiner Bachelorarbeit bilden somit eine vielversprechende Grundlage für die weitere Entwicklung recyclingfähiger elastischer Garne und Textilien.

Tobias Dickmeiß wurde für seine herausragende Bachelor-Arbeit „Entwicklung eines Schmelzspinnprozesses für elastische Garne aus thermoplastischen Copolyester-Elastomeren im Technikumsmaßstab“ mit einem Förderpreisgeld in Höhe von 5.000 EURO für eine fachspezifische Weiterbildung prämiert. Er wurde während seiner Bachelor-Arbeit von der ITA-Doktorandin Ricarda Wissel betreut.

Quelle:
Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University