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16.06.2026

CIRCULARITY Germany vergütet Textilabfall mit Rabatten auf Neuware

Der Textilrecycler sucht Unternehmen, die bereit sind, ihre Textilabfälle recyceln zu lassen und bietet im Gegenzug an, produzierte Textilien aus recycelten Rohstoffen preisreduziert zu kaufen.

CIRCULARITY Germany ist ein spezialisierter Hersteller besonders nachhaltiger und CO2-reduzierter Bekleidung. Sämtliche Produkte bestehen zu 100% aus recyceltem Material, verursachen bis zu 85% weniger CO2 und können erneut recycelt werden.

Zu den Standards gehören T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts, Hoodies, Jogginghosen, Unterwäsche, Oberhemden und Blusen, Kittel, Schürzen, Handtücher, Küchentücher und Putztücher, Socken und Strickhandschuhe, die allesamt nur von Spezialisten als Recyclingprodukte identifiziert werden können.

Bestehende Versorgungspartner wie Großhändler, Textildrucker und Textilwäschereien werden in die Kreislaufprozesse einbezogen und entwickeln im Team Materialkreisläufe fort.

Der Textilrecycler sucht Unternehmen, die bereit sind, ihre Textilabfälle recyceln zu lassen und bietet im Gegenzug an, produzierte Textilien aus recycelten Rohstoffen preisreduziert zu kaufen.

CIRCULARITY Germany ist ein spezialisierter Hersteller besonders nachhaltiger und CO2-reduzierter Bekleidung. Sämtliche Produkte bestehen zu 100% aus recyceltem Material, verursachen bis zu 85% weniger CO2 und können erneut recycelt werden.

Zu den Standards gehören T-Shirts, Poloshirts, Sweatshirts, Hoodies, Jogginghosen, Unterwäsche, Oberhemden und Blusen, Kittel, Schürzen, Handtücher, Küchentücher und Putztücher, Socken und Strickhandschuhe, die allesamt nur von Spezialisten als Recyclingprodukte identifiziert werden können.

Bestehende Versorgungspartner wie Großhändler, Textildrucker und Textilwäschereien werden in die Kreislaufprozesse einbezogen und entwickeln im Team Materialkreisläufe fort.

Die Lösungen von Circularity Germany bieten insbesondere dort Mehrwert, wo in der öffentlichen Hand größere Mengen an Berufs- und Mitarbeitenden-Kleidung beschafft, regelmäßig ersetzt und zugleich Nachhaltigkeits- bzw. Kreislaufwirtschaftsziele verfolgt werden. Durch textile Rücknahme- und Recyclingkonzepte können öffentliche Auftraggeber nachhaltige Beschaffungsstrategien sichtbar umsetzen und Ressourcenverbräuche reduzieren. Gleichzeitig gewinnen Anforderungen an nachhaltige Textilbeschaffung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zunehmend an Bedeutung.

Quelle:

CIRCULARITY Germany 

15.06.2026

bvse fordert wettbewerbsneutrale Textil-EPR

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien stand im Mittelpunkt des 13. Internationalen Alttextiltags des bvse-Fachverbands Textilrecycling am 10. und 11. Juni in Bad Neuenahr. Zum Auftakt der Veranstaltung bekannte sich bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock in seiner Eröffnungsrede vor über 100 Teilnehmenden ausdrücklich zur Einführung einer Textil-EPR. Entscheidend sei jedoch die konkrete Ausgestaltung des Systems.

Herstellerverantwortung ja, aber keine Zentralisierung
„Die geplante Herstellerverantwortung hat etwas Gutes, aber es muss gerecht und fair zugehen. Herstellerverantwortung heißt nicht, den Markt außer Kraft setzen. Das heißt, den Markt machen lassen, Wettbewerb zulassen und Wertschöpfung in allen Stufen: Sammlung, Sortierung, Verwertung sicherstellen.“ Rehbock betonte: Bestehende Sammel-, Sortier- und Verwertungsstrukturen müssten erhalten bleiben und weiterhin wettbewerblich organisiert werden.

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien stand im Mittelpunkt des 13. Internationalen Alttextiltags des bvse-Fachverbands Textilrecycling am 10. und 11. Juni in Bad Neuenahr. Zum Auftakt der Veranstaltung bekannte sich bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock in seiner Eröffnungsrede vor über 100 Teilnehmenden ausdrücklich zur Einführung einer Textil-EPR. Entscheidend sei jedoch die konkrete Ausgestaltung des Systems.

Herstellerverantwortung ja, aber keine Zentralisierung
„Die geplante Herstellerverantwortung hat etwas Gutes, aber es muss gerecht und fair zugehen. Herstellerverantwortung heißt nicht, den Markt außer Kraft setzen. Das heißt, den Markt machen lassen, Wettbewerb zulassen und Wertschöpfung in allen Stufen: Sammlung, Sortierung, Verwertung sicherstellen.“ Rehbock betonte: Bestehende Sammel-, Sortier- und Verwertungsstrukturen müssten erhalten bleiben und weiterhin wettbewerblich organisiert werden.

Eigentumsverantwortung als Voraussetzung für Qualität
Zugleich warnte Rehbock vor Fehlentwicklungen nach dem Vorbild anderer EPR-Systeme. „Wir haben unsere Erfahrungen mit den dualen Systemen gemacht – und in eine solche Situation möchten wir das System des Alttextilrecyclings in keinem Fall bringen.“ Qualitätsverluste seien insbesondere dann zu befürchten, wenn Sammler und Sortierer lediglich als Dienstleister ohne eigene Stoffstromverantwortung agierten. „Nur wer Eigentum an den Materialien hat, hat es auch in der Hand, Qualität zu erzeugen.“ 

stiftung ear als bewährtes Modell
Für die organisatorische Umsetzung einer zentralen Registrierungsstelle innerhalb einer Textil-EPR brachte Rehbock die stiftung ear ins Spiel. Das EPR-System müsse so ausgestaltet werden, „dass es nicht operativ tätig wird“, sondern den Wettbewerb arbeiten lasse.

„Daher ist auch unser Petitum, dass die stiftung ear die richtige Institution ist, um solch ein Register zu betreiben“, erklärte Rehbock. Die Einrichtung verfüge über langjährige Erfahrungen aus dem ElektroG.
„Eine neue Zentrale Stelle für Textilien macht keinen Sinn. Die stiftung ear ist ein bewährtes System, das weiß, wie der Markt funktioniert und keinen Einfluss auf den Markt nimmt.“

Nach Auffassung des bvse sollen Hersteller die Finanzierungs- und Zielverantwortung tragen. Gleichzeitig dürften Herstellerorganisationen keine ausschließliche Mengen- oder Stoffstromhoheit über Alttextilien erhalten. Private Sammler, Sortierer und Verwertungsunternehmen müssten als anerkannte Erfüllungsakteure in das künftige EPR-System eingebunden werden.

Branche kämpft mit Ultra Fast Fashion, Störstoffen und fehlenden Recyclingkapazitäten
Neben der Diskussion über die künftige Systemarchitektur verwies Rehbock auf die aktuellen Herausforderungen der Branche. Dazu gehörten insbesondere Ultra Fast Fashion-Importe, fehlende Recyclingkapazitäten und die zunehmende Verunreinigung der Sammelware.

„Es gibt mittlerweile Container, die bis zu 50 Prozent Restmüll enthalten“, sagte Rehbock. Dies verteuere die Sammlung, verschlechtere die Qualität der erfassten Ware und erschwere die weitere Verwertung. Gleichzeitig seien verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen erforderlich, um Investitionen in zusätzliche Recyclingkapazitäten zu ermöglichen.
Gedenk: Branche steht vor entscheidenden Weichenstellungen

 Der kommissarische Fachverbandsvorsitzende Marwin Gedenk ordnete in seiner Begrüßungsrede die aktuelle EPR-Debatte in die Entwicklung der vergangenen Jahre ein. Die Internationalen Alttextiltage des Fachverbands Textilrecycling hätten die Transformation der Branche kontinuierlich „von der Vision zur Regulierung, von der Regulierung zur Umsetzung und bis heute zur konkreten Ausgestaltung der zukünftigen Rahmenbedingungen für die textile Kreislaufwirtschaft“ begleitet.

Der bvse-Fachverband habe sich bereits frühzeitig mit den Auswirkungen einer Herstellerverantwortung beschäftigt und seit 2022 „viel Vorarbeit und Aufklärungsarbeit geleistet, was das ganze EPR-Thema so mit sich bringt“.

Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation verwies Gedenk auf die Belastungen der Sammel- und Sortierunternehmen. Neben den Auswirkungen von Fast Fashion und Ultra Fast Fashion müsse dringend „eine Lösung für die für Sammler und Sortierer äußerst belastenden Störstoffe gefunden werden, bis ein EPR-System greift“.

Auch betonte Gedenk noch einmal die kritischen Folgen der fehlerhaft kommunizierten geltenden Getrenntsammlungspflicht für Alttextilien: „Das hat zu einem Chaos geführt, das die Branche jetzt gerade ausbaden muss.“

Für die weitere Ausgestaltung der Herstellerverantwortung beginne nun die entscheidende Phase: „Wir stehen gerade zwischen Eckpunktepapier und Referentenentwurf“, erklärte Gedenk. Die nun anstehenden politischen Entscheidungen werden „unsere Branche“ und jeden Beteiligten darin maßgeblich für die Zukunft prägen“, hob der Marwin Gedenk hervor.

08.06.2026

bvse: Keine Zentralisierung der Textil-EPR

Der bvse warnt Bundesumweltminister Carsten Schneider eindringlich vor einer Zentralisierung der geplanten erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien. In einem Schreiben an den Minister kritisiert der Verband die geplante Systemarchitektur im vorliegenden Eckpunktepapier zur nationalen Umsetzung der europäischen Textil-EPR und fordert stattdessen ein wettbewerblich organisiertes Modell, das bestehende Sammel-, Sortier- und Verwertungsstrukturen einbindet.

„Die mittelständisch geprägte Textilrecyclingwirtschaft unterstützt die Einführung einer Herstellerverantwortung ausdrücklich. Allerdings droht die derzeit diskutierte Ausgestaltung die mittelständisch geprägte Textilrecyclingwirtschaft erheblich zu benachteiligen“, betonte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Der bvse warnt Bundesumweltminister Carsten Schneider eindringlich vor einer Zentralisierung der geplanten erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien. In einem Schreiben an den Minister kritisiert der Verband die geplante Systemarchitektur im vorliegenden Eckpunktepapier zur nationalen Umsetzung der europäischen Textil-EPR und fordert stattdessen ein wettbewerblich organisiertes Modell, das bestehende Sammel-, Sortier- und Verwertungsstrukturen einbindet.

„Die mittelständisch geprägte Textilrecyclingwirtschaft unterstützt die Einführung einer Herstellerverantwortung ausdrücklich. Allerdings droht die derzeit diskutierte Ausgestaltung die mittelständisch geprägte Textilrecyclingwirtschaft erheblich zu benachteiligen“, betonte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Bestehende Strukturen dürfen nicht verdrängt werden
Nach Auffassung des bvse werden die bestehenden Sammel- und Verwertungssysteme heute überwiegend von privaten Unternehmen betrieben und nicht – wie häufig angenommen – von kommunalen oder karitativen Einrichtungen. Diese Unternehmen haben über Jahrzehnte erhebliche Investitionen in hochwertige Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen getätigt, Arbeitsplätze geschaffen und eine qualitativ hochwertige Wiederverwendung und Verwertung von Alttextilien ermöglicht.

Insbesondere kritisch sieht der Verband die im Eckpunktepapier vorgesehene starke Stellung sogenannter Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH).

„In der derzeit vorgesehenen Form droht das geplante System zu einer weitreichenden Zentralisierung von Stoffströmen und Marktstrukturen zu führen“, warnt Rehbock. Die vorgesehene Konstruktion berge die Gefahr, dass bestehende mittelständische Sammel-, Sortier- und Verwertungsunternehmen ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit verlieren und künftig lediglich als abhängige Dienstleister innerhalb eines zentral gesteuerten Herstellersystems agieren könnten.

Zielkonflikte und Qualitätsverluste befürchtet
Besonders alarmiert zeigt sich der bvse über die Ankündigungen von GRS Pro, Stiftung GRS und Gesamtverband Textil und Mode zur Gründung einer „Gemeinsamen Stelle“ für die textile Herstellerverantwortung. Nach Einschätzung des bvse birgt die angekündigte Bündelung von Steuerungs-, Finanzierungs- und Verwertungsfunktionen bei wenigen systemnahen Akteuren erhebliche wettbewerbs- und kartellrechtliche Risiken. Marktbeherrschende Strukturen könnten entstehen und den Wettbewerb nachhaltig einschränken.

Darüber hinaus sieht der bvse einen grundlegenden Zielkonflikt. „Ausgerechnet jene Akteure, die wirtschaftlich von steigenden Produktionsmengen profitieren, sollen künftig maßgeblich die Entsorgungs- und Verwertungssysteme steuern. Dieser Zielkonflikt ist offensichtlich“, erklärt Rehbock.

Ein herstellergeführtes System werde zwangsläufig unter erheblichem Kostendruck stehen. Dadurch bestehe die Gefahr, dass hochwertige Wiederverwendung und Recyclingprozesse zugunsten kostengünstigerer Entsorgungswege verdrängt würden, was nicht nur zu einem Qualitätsverlust, sondern letztlich zu einem Rückschritt hinter bereits erreichte Umweltstandards führen würde.

„Es kann doch nicht sein, dass hier die gleichen massiven Fehler aus dem Dualen System der Verpackungsentsorgung, die zu einer immer schlechter werdenden Qualität des Recyclings geführt haben, wiederholt werden. Das wäre skandalös“, so Rehbock.

Nach Auffassung des bvse steht die vorgesehene Systemarchitektur zudem nicht im Einklang mit den Zielsetzungen der europäischen Abfallrahmenrichtlinie. Diese sehe ausdrücklich vor, bestehende Sammel- und Verwertungsstrukturen in neue EPR-Systeme einzubinden und Abfallbewirtschaftungsunternehmen als zentrale Akteure zu berücksichtigen.

bvse fordert kooperatives Wettbewerbsmodell
Der bvse spricht sich daher für ein alternatives, kooperatives Wettbewerbsmodell aus. Danach sollen Hersteller weiterhin die Finanzierungsverantwortung und die rechtliche Verantwortung für die Zielerreichung tragen. Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Verwertung von Alttextilien sollen jedoch wettbewerblich organisiert bleiben. Private Entsorger, gemeinnützige Sammler, Kommunen, Re-Use-Organisationen und Sortierunternehmen sollen eigenständige Marktakteure mit diskriminierungsfreiem Zugang zu Sammelmengen bleiben.

Zudem fordert der Verband, private Sammel-, Sortier- und Verwertungsunternehmen gesetzlich als anerkannte Erfüllungsakteure der Herstellerverantwortung einzubinden. Herstellerorganisationen dürften dabei keine ausschließliche Mengen- oder Stoffstromhoheit über Alttextilien erhalten. Die Mengenbilanzierung, der Datenabgleich und die Zielkontrolle könnten durch eine neutrale Clearingstelle erfolgen.

Als Vorbild für eine wettbewerbsneutrale Organisation der Herstellerverantwortung verweist der bvse auf die Stiftung EAR im Bereich der Elektroaltgeräte.

„Die Stiftung hat bei den Elektroaltgeräten bewiesen, dass ein faires, wettbewerbsneutrales und rechtssicheres EPR-System, das keine Akteursgruppe bevorzugt oder benachteiligt, erfolgreich funktionieren kann“, so Rehbock.

Nach Auffassung des bvse würde ein solches Modell bestehende Investitionen schützen, zahlreiche Arbeitsplätze sichern sowie Wettbewerb, Innovation und mittelständische Vielfalt erhalten. Gleichzeitig könnten bestehende Sammel- und Verwertungsstrukturen erhalten bleiben, ohne funktionierende Infrastrukturen unnötig zu zerschlagen.

Auch die Finanzierung sollte nach Auffassung des bvse leistungsbezogen erfolgen. Unternehmen müssten EPR-Ausgleichszahlungen für nachweislich erbrachte Leistungen wie getrennte Sammlung, hochwertige Wiederverwendung, Vorbereitung zur Wiederverwendung und Recycling erhalten.

Fokus auf die eigentlichen Probleme des Textilmarktes
Der Verband fordert darüber hinaus, die eigentlichen Herausforderungen des Textilmarktes stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte zu rücken. Dazu zählen insbesondere Ultra-Fast-Fashion-Importe, mangelnde Recyclingkapazitäten, zunehmende Verunreinigungen der Sammelware, fehlende Produktverantwortung internationaler Onlineplattformen sowie unzureichende Anforderungen an Produktdesign und Recyclingfähigkeit.

„Wir lehnen die Herstellerverantwortung nicht ab. Vielmehr plädieren wir für ein kooperatives Wettbewerbsmodell, das die europarechtlichen Anforderungen erfüllt, ohne bestehende Marktstrukturen zu verdrängen“, erklärt Rehbock.

Abschließend appelliert der bvse an das Bundesumweltministerium, die weitere Ausgestaltung der Textil-EPR in einem offenen Dialog mit allen betroffenen Marktakteuren zu überarbeiten und die mittelständische Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft gleichberechtigt einzubinden.

„Die bestehenden privaten und gemeinnützigen Sammel- und Verwertungsstrukturen sind kein Hindernis für die Kreislaufwirtschaft – sie sind ihre tragende Grundlage“, betont Rehbock.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil. ©Joshua Lehmann für Südwesttextil
Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für die Jahrestagung von Südwesttextil.
24.05.2026

80 Jahre Südwesttextil

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Bei der Jahrestagung 2026 blickte Südwesttextil auf die wirtschaftlich schwierige Lage und auf acht Jahrzehnte Verbandsgeschichte zurück. 

Über 100 Vertreterinnen und Vertreter der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft kamen am Mittwoch, dem 20.05.2026, zur diesjährigen Jahrestagung des Verbands zusammen, die zugleich im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums stand. Das Mercedes-Benz Museum bot den Rahmen für den Blick auf Geschichte, Innovation und Zukunftsorientierung der Industrie. Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle erinnerte in seiner Rede an die Entstehungsgeschichte: „Seit 1946 ist aus Baden und Württemberg, aus Textil und Bekleidung, ein gemeinsamer Verband zusammengewachsen. Eine starke Gemeinschaft, die besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zusammensteht.“ 

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für die textile Zukunft“ verband Südwesttextil die Perspektiven der Branche mit einer Einordnung der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit Umsatzeinbußen und einem harten internationalen Wettbewerb konfrontiert – sowohl preis- als auch technologieseitig. Hohe Standortkosten und regulatorische Anforderungen verschärfen die Situation zusätzlich. 

Mit Blick auf diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung sprach Bodo Th. Bölzle von tiefgreifenden Herausforderungen für den Standort und warnte vor einem gravierenden Verlust industrieller Wertschöpfung. Gleichzeitig machte er deutlich: „Wir werden – bei allen Herausforderungen – nicht in den Abgesang auf die Industrie einstimmen. Wir sind überzeugt von der Vielfalt der Industriezweige hier im Bundesland und, dass in der Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren, auch diese Krise bewältigt werden kann.“ 

Die Textil- und Bekleidungsindustrie sieht sich als innovationsstarken und transformationserfahrenen Wirtschaftszweig, der aktiv zur Zukunft des Standorts beiträgt. Der Verband fordert deshalb einen wettbewerbsfähigen europäischen Wirtschaftsraum mit strategischen Partnerschaften, konsequentem Bürokratieabbau, schnellere und modernere staatliche Prozesse sowie faire Wettbewerbsbedingungen durch eine stärkere Kontrolle von Importstandards. Hinzu kommen Investitionen in digitale und energetische Infrastruktur sowie eine Reform des Vergaberechts, die Qualität und Langlebigkeit stärker berücksichtigt.

Mit Gastredner Wolfgang Bosbach nahm die Jahrestagung auch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen in den Blick. Unter dem Titel „Krieg & Krisen – der neue Normalfall? Klartext bei Textil!“ sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete über aktuelle globale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Folgen für Unternehmen und Industrie.

Zwischen Historie und Zukunft wurde bei der Jahrestagung vor allem eines deutlich: Der politische Handlungsbedarf ist angesichts der Bedrohung von Wettbewerbsfähigkeit und industrieller Wertschöpfung groß.

Quelle:

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e.V. 

(c) Ibena
20.04.2026

IBENA: Historische Stile neu interpretiert - Vier Jahrzehnte, vier Designs

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Mit dem zweiten Teil seiner Jubiläumskollektion setzt IBENA seine textile Zeitreise fort und rückt eine Epoche in den Fokus, die von Wandel, Vielfalt und wachsender Gestaltungslust geprägt ist. Die Jahrzehnte zwischen 1856 und 1886 stehen für eine Zeit, in der sich Wohnkultur zunehmend ausdifferenziert: inspiriert von historischen Vorbildern, getragen vom wirtschaftlichen Aufschwung und geprägt von einem neuen Selbstverständnis im Einrichten.

Die vier neuen Decken-Designs greifen diese Entwicklung auf und übersetzen sie in ausdrucksstarke Dessins. Jedes steht für ein Jahrzehnt – und zeigt, wie sich Stil, Ornamentik und Wohnästhetik Schritt für Schritt verändern.

1856 – Historismus und die Wiederentdeckung vergangener Formen
Mit dem Design von 1856 hält der Historismus Einzug in die Kollektion. Fein ausgearbeitete, neogotisch inspirierte Ornamente ziehen sich über die Decke und entfalten in Naturweiß auf warmem Braun ihre filigrane Wirkung. Die Gestaltung erinnert an architektonische Details wie Maßwerk und ornamental verzierte Strukturen.

Typisch für diese Zeit ist die bewusste Rückbesinnung auf frühere Stilepochen. Gestaltung wird detailreicher, kunstvoller und stärker von historischen Vorbildern geprägt. Die Decke greift diese Entwicklung auf und übersetzt sie in ein Dessin, das zugleich strukturiert und dekorativ wirkt.

1866 – Neo-Renaissance und das Streben nach Harmonie
Das Jahrzehnt darauf steht im Zeichen der Neo-Renaissance. Das Dessin von 1866 zeigt eine ausgewogene, symmetrische Ornamentik mit floralen Elementen, die sich in einem tiefen Bordeauxrot entfaltet. Die Gestaltung wirkt klarer, ruhiger und stärker geordnet als noch zuvor.

Diese Formensprache spiegelt das gestalterische Ideal der Zeit wider: Harmonie, Proportion und ein ausgewogenes Gesamtbild. Dekorative Elemente werden gezielter eingesetzt und in eine strukturierte Gestaltung eingebunden, die Eleganz und Beständigkeit ausstrahlt.

1876 – Gründerzeit und dekorative Fülle
Mit der Gründerzeit verändert sich auch die Wirkung von Wohntextilien. Die Decke von 1876 zeigt üppige, dicht gearbeitete Ornamente in gedeckten Grüntönen, die dem Design eine kraftvolle Präsenz verleihen.

Diese opulentere Gestaltung steht für den wirtschaftlichen Aufschwung der Zeit und das wachsende Bedürfnis, Wohlstand auch im Wohnraum sichtbar zu machen. Muster werden größer, reicher und ausdrucksstärker – ein klares Zeichen für das neue Selbstbewusstsein des Bürgertums.

1886 – Neobarock zwischen Opulenz und Leichtigkeit
Das Design von 1886 greift die schwungvolle Ornamentik des Neobarock auf und kombiniert sie mit einer helleren, neutraleren Farbpalette in Grau- und Ecru-Tönen. Trotz der detailreichen Gestaltung wirkt die Decke dadurch ausgewogen und zeitlos.

Charakteristisch für diese Phase ist die Verbindung aus dekorativer Fülle und stilistischer Vielfalt. Historische Einflüsse werden freier interpretiert und mit einem moderneren Farbempfinden kombiniert. So entsteht ein Dessin, das reich verziert ist, ohne überladen zu wirken.

Zwischen Vergangenheit und Fortschritt
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist geprägt von Dynamik und Gegensätzen: Industrialisierung und Tradition, Fortschritt und Rückblick, Opulenz und Ordnung existieren nebeneinander. Genau diese Spannungsfelder spiegeln sich auch in der Gestaltung der Zeit wider.

Mit dem zweiten Teil der Jubiläumskollektion macht IBENA diese Entwicklung erlebbar. Die vier Decken zeigen, wie sich Wohnkultur im Laufe weniger Jahrzehnte verändert – und wie eng Design mit den gesellschaftlichen Strömungen seiner Zeit verbunden ist.

Weitere Informationen:
IBENA Wohndecken Jubiläum Kollektion
Quelle:

Ibena

Patricia Urquiola, Valentina Ciuffi, Joseph Grima and Olaf Schmidt at Villa Pestarini. Foto: Messe Frankfurt / Andrea Kasap
20.04.2026

Heimtextil feiert Milan Design Week und würdigt Partner

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

Die Heimtextil ist mit ihren starken Design-Partnern Patricia Urquiola und Alcova auf der Milan Design Week vertreten. In der Villa Pestarini stellte die Leitmesse ihre dynamische Zusammenarbeit mit der renommierten Designerin Patricia Urquiola und Alcova Milano in den Fokus. 

Die Heimtextil steht für ganzheitliche Interior-Design-Konzepte. Die namhaften Partner Patricia Urquiola und Alcova Milano haben in den vergangenen beiden Ausgaben der Leitmesse inspirierende Konzepte und Trends vorgestellt. Das Treffen in der Villa Pestarini in Mailand unterstrich Heimtextils kontinuierliches Engagement, bedeutende Kooperationen an der Schnittstelle von Textil, Architektur und Design zu fördern.

„Es ist immer bereichernd, den Dialog mit der Heimtextil in Mailand fortzusetzen – einem Ort, an dem unterschiedliche Energien aufeinandertreffen. Diese Zusammenarbeit weiterzuführen bedeutet, eine gemeinsame Forschungsrichtung weiterzuverfolgen, bei der Textilien nicht als bloße Oberflächen betrachtet werden, sondern als lebendige Systeme: Strukturen, Schnittstellen und Experimentierfelder, die sich ständig weiterentwickeln“, sagt Patricia Urquiola. Ihre Installationen stellten Textilien als transformative und intelligente Materialien in den Mittelpunkt – im Zusammenspiel von Handwerk, Technologie, Textur, Nachhaltigkeit und Struktur.

Zur vergangenen Ausgabe der Heimtextil im Januar 2026 zeigte Patricia Urquiola, welche Materialien, Designs und Technologien das Interior Design der Zukunft prägen. Die immersive Designwelt „among-all“ bezog Besucher*innen aktiv in die Gestaltung des Raums ein. Ihre Bewegungen wurden durch KI-Tools Teil der Inszenierung. Patricia Urquiola zeigte dabei, wie Textilien Räume, Gesten und Interaktion prägen.

Quelle:

Messe Frankfurt

02.04.2026

Textilgesetz: HDE fordert praxisnahe und bürokratiearme Umsetzung

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Das Eckpunktepapier setzt nach der Einschätzung des HDE mit Sammelquoten von 70 Prozent, Recyclingquoten von 85 Prozent und einer Verwertungsquote von 95 Prozent sehr ehrgeizige Ziele. „Im weiteren Gesetzgebungsverfahren kommt es darauf an, ein Umsetzungsmodell zu entwickeln, das die Belange des Mittelstands berücksichtigt. Es muss um eine praxisnahe und bürokratiearme Lösung gehen, die von der Wirtschaft getragen wird. Finanzielle Belastungen müssen dabei klar den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und sollten die betroffenen Unternehmen nicht unnötig belasten“, so Gerstein.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Ballen Fa.Wenkhaus
30.03.2026

Bundesumweltministerium: Erweiterte Herstellerverantwortung bei Textilien

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 27. März Eckpunkte für ein Textilgesetz vorgestellt, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll. Künftig sollen Hersteller die Verantwortung für die Sammlung und Verwertung von Alttextilien übernehmen. Damit würden auch die Probleme angegangen, die auf den enormen Zuwachs von Fast Fashion zurückzuführen sind. Beim Besuch bei der Deutschen Kleiderstiftung in Berlin informierte sich der Minister über Sammel- und Verwertungssysteme und die Probleme der Alttextilbranche, denen mit dem Textilgesetz begegnet werden soll. Die Branche hat nun die Gelegenheit, Rückmeldung zu den Eckpunkten zu geben.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Fast-Fashion-Kleidung wird nur kurz getragen, aber macht lange Ärger. Sie überschwemmt den Markt, lässt Altkleider-Container überquellen und kann kaum Second Hand wiederverwendet oder recycelt werden. Die Altkleidersammlung hat in Deutschland über Jahrzehnte gut funktioniert, steht aber zunehmend unter Druck. Ich will mit einem neuen Textilgesetz für Entlastung sorgen. Wer massenhaft Wegwerf-Klamotten bei uns auf den EU-Markt bringt, soll auch für die flächendeckende Sammlung und eine sinnvolle Verwertung bezahlen. Das muss auch für die vielen Billigimporte aus China gelten. Dabei gilt: Je mehr Textilien die Hersteller auf den Markt bringen und je minderwertiger die Ware ist, desto mehr müssen sie beitragen. Mit der Herstellerverantwortung helfen wir auch karitativen Akteuren wie der Deutschen Kleiderstiftung, die Kleiderspenden aus ganz Deutschland verwertet und an jene weitergibt, die sie dringend brauchen. Klar ist für mich: Kommunen und karitative Einrichtungen sollen weiterhin zentrale Akteure bei der Entsorgung von Alttextilien sein, damit sie ihre gesellschaftliche Rolle auch weiter wahrnehmen können.“

Unter die neuen Regelungen sollen Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe fallen. Das Eckpunktepapier definiert zudem Rollen und Aufgaben der Akteure in dem neuen System. So müssen Hersteller zukünftig die finanzielle Verantwortung für Alttextilien übernehmen. Die Sammlung und Verwertung wird über Organisationen für Herstellerverantwortung im Auftrag der Hersteller organisiert. Maßgeblich für das Bundesumweltministerium ist, dass bewährte und effiziente Sammelstrukturen beibehalten werden, die im Wesentlichen durch die Kommunen und die karitativen Akteure vorgehalten werden. Daneben enthält das Eckpunktepapier auch konkrete Zielvorgaben zur Sammlung und Verwertung, die erreicht werden müssen.

Die vorgelegten Eckpunkte dienen der Vorbereitung des Gesetzgebungsverfahrens zur Umsetzung der Vorgaben der Richtlinie (EU) 2025/1892 zur Änderung der Abfallrahmenrichtlinie, die im Herbst 2025 veröffentlicht wurde.

Das Bundesumweltministerium nimmt bis zum 24. April 2026 Stellungnahmen zum Eckpunktepapier entgegen. Das Gesetz muss bis zum 17. Juni 2027 in Kraft treten, da dann die EU-rechtlich vorgegebene Umsetzungsfrist abläuft.

Bundesumweltminister Schneider: "Es ist mir sehr wichtig, dass alle betroffenen Akteure frühzeitig beteiligt und eingebunden werden. So können wir die richtigen Weichen stellen, um die Umweltziele zu erreichen und gleichzeitig den Aufbau effizienter und unbürokratischer Strukturen vorzubereiten."
Weitere Maßnahmen für nachhaltige Textilien in Planung

Die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien ist Teil eines Maßnahmenpakets, um mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufführung im Textilsektor zu erreichen. Ab dem 19. Juli 2026 gilt durch die Ökodesignverordnung ein EU-weites Vernichtungsverbot für bestimmte unverkaufte Kleidung und Schuhe. Zudem setzt sich das Bundesumweltministerium dafür ein, dass zügig Ökodesign-Regeln für Alltagsbekleidung auf den Weg gebracht werden um zu verhindern, dass Bekleidung von minderer Qualität überhaupt auf den europäischen Markt kommt. Unter der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie sind Dialogprozesse zu Ultra-Fast-Fashion in Arbeit.

Das BMUKN lädt alle Interessierten ein, sich an den vorbereitenden Diskussionen zur Gestaltung des Textilgesetzes auf Basis des Eckpunktepapiers zu beteiligen. Hierzu besteht die Möglichkeit, bis zum 24.04.2026 eine schriftliche Stellungnahme an CIII5[at]bmukn.bund.de zu übermitteln.

30.03.2026

bvse: "Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland"

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Eine Umsetzung des vom Bundesumweltministeriums vorgelegten Eckpunktepapiers zur erweiterten Herstellerverantwortung für Alttextilien käme einem Systembruch gleich – sie bedeutete faktisch das Ende der textilen Recyclingstrukturen in Deutschland.

Während bislang Unternehmen des Textilrecyclings Alttextilien eigenständig sammeln, sortieren und marktfähig in Wiederverwendungs- und Verwertungsströme überführen, etabliert das Eckpunktepapier eine Überlassungspflicht an die meistbietende Organisation für Herstellerverantwortung (OfH). Diese soll die Alttextilien beim Sammler unentgeltlich abholen und einer möglichst hochwertigen Verwertung zuführen. Damit wird ein funktionierender Marktmechanismus durch ein zentral gesteuertes Zuweisungssystem ersetzt.

Das Eckpunktepapier installiert zugelassene Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nicht nur als Steuerungsinstanz einer grundsätzlich sinnvollen erweiterten Herstellerverantwortung, sondern erhebt sie zum dominanten Akteur der textilen Recyclingwirtschaft. Die operative Wertschöpfung wird damit strukturell von den bisherigen Marktteilnehmern entkoppelt.

Für privatwirtschaftliche Sammler bedeutet dies einen gesetzlich erzwungenen Rollenwechsel: vom eigenverantwortlichen Marktakteur zum nachgelagerten Dienstleister. Gleichzeitig wird gemeinnützigen Sammlern und öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern weiterhin gestattet, Alttextilien selbst zu sortieren und zu verwerten. Diese asymmetrische Privilegierung verzerrt den Wettbewerb und führt absehbar zur Verdrängung etablierter gewerblicher Sammel- und Sortierstrukturen.

Darüber hinaus wirft das Eckpunktepapier zentrale rechtliche und systemische Fragen auf:
Die vorgesehene Aufhebung der Getrennthaltungspflicht für Textilien bei öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern steht im Widerspruch zu europarechtlichen Vorgaben. Zugleich befördert sie Bestrebungen einzelner Bundesländer, mangels tragfähiger Märkte nicht wiederverwendbare Alttextilien pauschal der Verbrennung zuzuführen.

Die Verpflichtung der OfHs zur Vorlage von Ökomodulationskonzepten bleibt ohne nationale Mindeststandards unbestimmt. Bis verbindliche EU-Ökodesign-Kriterien greifen, drohen ein regulatorischer Flickenteppich und ein Unterbietungswettbewerb bei Beiträgen – zulasten von Qualität, Sortiertiefe und Wiederverwendung.

Branche halte System am Laufen
Die privatwirtschaftlichen Altkleidersammler und Sortierer im bvse-Fachverband Textilrecycling sichern weiterhin vor Ort die Funktionsfähigkeit der Stoffströme. Trotz steigender Fehlwürfe, zunehmender Verunreinigung der Sammelware und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit leisten die Unternehmen einen unverzichtbaren Beitrag zur textilen Kreislaufwirtschaft. Sammelstandorte werden betrieben, Container gereinigt, Materialien sortiert und hochwertigen Verwertungswegen zugeführt.

Marwin Gedenk, kommissarischer Vorsitzender des bvse-Fachverbands Textilrecycling:
„Unsere Mitgliedsunternehmen arbeiten täglich unter enormem Kostendruck daran, wirtschaftlich tragfähige Stoffströme zu sichern. Wir räumen, sortieren und handeln weiter. Gut erhaltene Kleidung ist nach wie vor gefragt. Politik und Verwaltung müssen jetzt verlässliche Übergangsregeln schaffen.“

Der Fachverband stellt klar: Nur ein System, das alle Akteure gleichberechtigt integriert, kann die gesetzten Ziele der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft tatsächlich erreichen.

Ohne Übergangslösungen drohe ein Strukturbruch
Der Fachverband fordert daher politische Klarheit sowie kurzfristige Finanzierungsbrücken bis zum Inkrafttreten eines Textilgesetzes. Nur belastbare Übergangsregelungen sichern Sammlungskapazitäten, Sortierqualität und die bewährte Zusammenarbeit mit Kommunen und karitativen Partnern.

Akuter Handlungsbedarf besteht zudem bei der Finanzierung der Entsorgung von Fehlwürfen. Derzeit tragen Sammler und Verwerter erhebliche Kosten für die Beseitigung von Restabfällen – obwohl diese Aufgabe originär in die Zuständigkeit der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger fällt. Diese Schieflage ist weder sachgerecht noch dauerhaft tragfähig.

Die Wiederverwendung von Alttextilien muss weiterhin oberste Priorität behalten. Entsprechend ist die Vorbereitung zur Wiederverwendung konsequent zu stärken. Parallel dazu sind die bestehenden Recyclingstrukturen für nicht wiederverwendbare Textilien gezielt auszubauen – nicht zu verdrängen.

Quelle:

bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung

Foto: Anja, Pixabay
27.03.2026

BTE: Bundesumweltministerium soll bei EPR nachbessern

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Der BTE macht deutlich, dass bei der weiteren Ausgestaltung der EPR Regeln Augenmaß unbedingt erforderlich sei. „Die Eckpunkte setzen erste Impulse. Jetzt geht es darum, die vorgesehenen Regeln so auszugestalten, dass sie in der Praxis tragfähig, bürokratiearm und für alle Marktakteure fair umsetzbar sind“, betonen Gudrun Höck und Marika Hanschke, Referentinnen für Kreislaufwirtschaft beim BTE. Maßgeblich sei, dass die Gebührenstruktur dabei transparent und verhältnismäßig geregelt bzw. gestaffelt werden müsse. Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage im Modehandel müsse sichergestellt werden, dass zusätzliche finanzielle Belastungen auf ein zwingend notwendiges Mindestmaß begrenzt werden. 

Im weiteren politischen Prozess sei eine sorgfältige Nachschärfung maßgeblich. Der BTE bemängelt, dass eine klare Zuordnung von Zuständigkeiten bei der Registrierung, der Genehmigung und der Systemaufsicht über eine zuständige Behörde fehlten. Außerdem ist aus Sicht des BTE ein wirksamer Vollzug von Ordnungswidrigkeiten unverzichtbar, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer sicherzustellen. Insbesondere die effektive Marktüberwachung internationaler Onlineplattformen, der konsequente Umgang mit Trittbrettfahrern sowie ein wirksames Vorgehen zur weiteren Eindämmung von Ultra-Fast-Fashion sind hierbei erforderlich. Darüber hinaus weist der BTE darauf hin, dass Schuhe zwar vom Anwendungsbereich erfasst sind, bislang jedoch nicht gesondert berücksichtigt werden. Um sachgerechte Lösungen für die spezifischen Material- und Verwertungsströme von Schuhen zu berücksichtigen, sei eine separate fachliche Behandlung erforderlich, etwa durch eine eigene Kommission für Altschuhe. 

Als Interessenvertretung des deutschen Textil , Schuh  und Lederwareneinzelhandels wird der BTE den weiteren politischen Prozess eng begleiten und die Belange und Perspektiven der Branche aktiv einbringen. Ziel des BTE bleibt ein EPR System, das ökologische Ziele wirksam unterstützt und die Besonderheiten textiler und schuhspezifischer Materialströme angemessen berücksichtigt. Zugleich wird der BTE den Handel durch praxisnahe Informationen, Orientierungshilfen und begleitende Formate bei der Umsetzung der EPR-Anforderungen unterstützen.

Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche Foto: Mohamed Hassan, Pixabay
26.03.2026

BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 
„Das, was wohl gerade in der Regierungskoalition diskutiert wird, nehmen wir mit blankem Entsetzen wahr und es stößt bei den Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhändlern auf maximales Unverständnis, da diese Branche bereits seit den Zwangsgeschäftsschließungen während der Coronapandemie die am stärksten gebeutelte Handelsbranche war und ist. Auch die Tatsache, dass diese Debatte in einer Phase von vielen Insolvenzen und Geschäftsschließungen in unserer Branche geführt wird, ohne Entlastungen konsequent zu Ende zu denken, ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel und ein fatales Signal“, so BTE-Präsident Mark Rauschen.   
 
Der BTE verweist darauf, dass Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen reagieren. Als Folge würde die Nachfrage nach Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen zusätzlichen Dämpfer erfahren. Weiteren Geschäftsschließungen, vor allem im stationären Handel, würde damit Vorschub geleistet, was wiederum insbesondere in den Innenstädten zu zunehmenden Leerständen und Attraktivitätsverlusten führen würde. Zudem befürchtet der BTE, dass asiatische Billigstplattformanbieter die Profiteure sein könnten, deren teils illegalen Geschäftspraktiken seitens der Politik gerade erst bekämpft werden sollen.  
 
BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels: „Was uns weiter massiv verärgert und verwundert, ist der Umstand, dass erst zu Beginn dieses Jahres die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie deutlich und dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde, um die Branche zu entlasten und zu stärken. Dafür war anscheinend genügend finanzieller Spielraum vorhanden. Für ebenso obskur halten wir auch die Idee bzw. den anscheinend wirklich ernsthaft diskutierten Vorschlag, für Geringverdiener den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel auf 4 Prozent zu senken oder sogar ganz aufzuheben. Mit Verlaub: Dafür will und kann gerade auch unsere Branche nicht nochmals die Zeche zahlen.“
  
„Der bereits über Gebühr belastete Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel muss endlich wieder atmen können. Auch die Angst unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern vor immer weniger Geld im Portemonnaie ist real und führt dazu, dass viele Menschen selbst notwendige Anschaffungen zurückstellen. Es braucht von der Politik jetzt konstruktive Vorschläge, statt nicht zu Ende gedachter Ideen und parteipolitischer Spielchen“, so Rauschen abschließend. Der BTE fordert stattdessen politische Ambitionen bei der Senkung grundlegender Belastungen – insbesondere bei Steuern, Abgaben und Energiekosten. Und zwar unverzüglich, besser gestern als morgen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren