Aus der Branche

Zurücksetzen
124 Ergebnisse
16.06.2026

Handel als Treiber der Nachhaltigkeit – Warnung vor erdrückender Regulierung

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rückt die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz beim heutigen Sustainability & Retail Summit in den Fokus. Aus Sicht des HDE bleibt Nachhaltigkeit auch in den aktuell wirtschaftlich herausfordernden Zeiten eine Kernaufgabe von Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Handel leistet seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Ein prominentes Beispiel ist die Gründung des Deutschen Pfandsystems (DPG) vor 20 Jahren. Hier schuf die Branche einen Meilenstein für erfolgreiche Kreislaufwirtschaft und Recycling. Gleichzeitig investieren viele Handelsunternehmen beispielsweise in den Second-Hand-Markt und fördern damit einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen: So wird allein im Online-Handel inzwischen jeder zehnte Euro mit gebrauchten Produkten umgesetzt.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rückt die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz beim heutigen Sustainability & Retail Summit in den Fokus. Aus Sicht des HDE bleibt Nachhaltigkeit auch in den aktuell wirtschaftlich herausfordernden Zeiten eine Kernaufgabe von Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Handel leistet seit vielen Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Ein prominentes Beispiel ist die Gründung des Deutschen Pfandsystems (DPG) vor 20 Jahren. Hier schuf die Branche einen Meilenstein für erfolgreiche Kreislaufwirtschaft und Recycling. Gleichzeitig investieren viele Handelsunternehmen beispielsweise in den Second-Hand-Markt und fördern damit einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen: So wird allein im Online-Handel inzwischen jeder zehnte Euro mit gebrauchten Produkten umgesetzt.

Damit der Handel seine Rolle als Treiber der nachhaltigen Transformation auch künftig erfüllen kann, braucht es jedoch verlässliche und praxisnahe politische Rahmenbedingungen. „Zu oft erleben wir im regulatorischen Alltag den Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht. Wenn die Politik den Bogen überspannt, würgt sie genau die Investitionskraft ab, die wir für den Wandel dringend brauchen. Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik des Vertrauens und des Augenmaßes – keinen dirigistischen Dauerdruck“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen.

Als aktuelles Beispiel nennt der HDE die europäische Verpackungsverordnung (PPWR). Deren Umsetzung sei in der derzeit vorgesehenen Form und innerhalb der geltenden Fristen für viele Unternehmen kaum zu bewältigen. „Wir steuern hier sehenden Auges in ein bürokratisches Chaos und riskieren ohne Not die Überforderung der Wirtschaft. Das ist eine Entwicklung, die uns fatal an das Debakel rund um die Entwaldungsverordnung (EUDR) erinnert“, so von Preen.

Grundsätzlich unterstützt der HDE die Ziele der PPWR und befürwortet die Verordnung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung seien jedoch praktikable Lösungen. „Wenn wir den Geist der Verordnung retten wollen, muss der Anwendungsbeginn verschoben werden. Wir brauchen mehr Zeit um praktikable, europaweit harmonisierte Lösungen zu entwickeln, die den Zielen dienen, ohne die Unternehmen im administrativen Aufwand zu erdrücken“, fordert von Preen.

Auf dem Sustainability & Retail Summit am 16.Juni 2026 erwartet der HDE neben Bundestagsabgeordneten, Fachexpertinnen und -experten auch den Bundesumweltminister Carsten Schneider, der die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede eröffnen wird.

12.06.2026

Fußball-WM: Handelsunternehmen erwarten kleinere, positive Umsatzeffekte

Mit Blick auf die am 11. Juni beginnende Fußball-Weltmeisterschaft rechnet der Einzelhandel in Deutschland mit positiven Umsatzeffekten. Eine aktuelle HDE-Umfrage unter rund 400 Unternehmen macht aber gleichzeitig deutlich, dass es in der Regel um Impulse geringeren Umfangs geht. Nur im Sport- und im Lebensmittelhandel sind die Erwartungen größer.

„Große Sportereignisse können sich positiv auf die Konsumstimmung auswirken und für Umsatzimpulse sorgen. Bei Veranstaltungen, die nicht in Deutschland stattfinden, sind die Umsatzeffekte jedoch weitestgehend auf einzelne Branchen und Warenbereiche begrenzt. Eine nennenswerte Belebung des Einzelhandelskonsums über alle Branchen hinweg ist durch die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko somit nicht zu erwarten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Nach der aktuellen HDE-Umfrage hat rund ein Viertel der befragten Händler Aktionswaren oder Produkte mit WM-Bezug im Sortiment. Spitzenreiter ist dabei der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Bekleidung und Schuhen, Sportartikeln sowie die Baumärkte, der Elektronikeinzelhandel und der Spielwarenhandel.

Mit Blick auf die am 11. Juni beginnende Fußball-Weltmeisterschaft rechnet der Einzelhandel in Deutschland mit positiven Umsatzeffekten. Eine aktuelle HDE-Umfrage unter rund 400 Unternehmen macht aber gleichzeitig deutlich, dass es in der Regel um Impulse geringeren Umfangs geht. Nur im Sport- und im Lebensmittelhandel sind die Erwartungen größer.

„Große Sportereignisse können sich positiv auf die Konsumstimmung auswirken und für Umsatzimpulse sorgen. Bei Veranstaltungen, die nicht in Deutschland stattfinden, sind die Umsatzeffekte jedoch weitestgehend auf einzelne Branchen und Warenbereiche begrenzt. Eine nennenswerte Belebung des Einzelhandelskonsums über alle Branchen hinweg ist durch die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko somit nicht zu erwarten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Nach der aktuellen HDE-Umfrage hat rund ein Viertel der befragten Händler Aktionswaren oder Produkte mit WM-Bezug im Sortiment. Spitzenreiter ist dabei der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Bekleidung und Schuhen, Sportartikeln sowie die Baumärkte, der Elektronikeinzelhandel und der Spielwarenhandel.

Die Unternehmen mit fußball-affinen Produkten rechnen mit positiven Umsatzeffekten, in der Regel aber nur in geringem Maße. Einen spürbaren Umsatzimpuls erwarten der Sporthandel und der Lebensmittelhandel in den jeweiligen Sortimenten.

„Je weiter die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Turnier kommt, desto besser für die Stimmung im Land. Konsum ist zu einem hohem Anteil Psychologie. Gerade in diesen schwierigen Zeiten mit den Kriegen in der Ukraine und in Nahost brauchen wir positive Anknüpfungspunkte für die Menschen“, so Genth.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

12.06.2026

BTE: "Keine verkaufsoffenen Sonntage mehr am Zweibrücken Fashion Outlet"

Mit Beschluss vom 03. Juni 2026 hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Rechtsverfahren Modehaus Jakob Jost GmbH gegen Betty Barclay Group die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision des Urteils des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken vom 23. Oktober 2025 (Az.: 4 U 202/21) final zurückgewiesen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Die Entscheidung wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die beklagte Betty Barclay Group aus, sondern entfaltet mittelbar faktische Wirkung für alle Händler, die im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO) Geschäfte betreiben. Der BTE hat das Verfahren von Anfang an begleitet.

Mit Beschluss vom 03. Juni 2026 hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Rechtsverfahren Modehaus Jakob Jost GmbH gegen Betty Barclay Group die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision des Urteils des Pfälzischen Oberlandesgerichts Zweibrücken vom 23. Oktober 2025 (Az.: 4 U 202/21) final zurückgewiesen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Die Entscheidung wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die beklagte Betty Barclay Group aus, sondern entfaltet mittelbar faktische Wirkung für alle Händler, die im Zweibrücken Fashion Outlet (ZFO) Geschäfte betreiben. Der BTE hat das Verfahren von Anfang an begleitet.

Mit dem Beschluss des BGH ist die Verordnung, die dem ZFO neben den vier anlassbezogenen verkaufsoffenen Sonntagen zwölf weitere Sonntagsöffnungen zu Ferienzeiten erlaubt, nunmehr endgültig vom Tisch. Bekanntlich hatte der BGH im Juli 2023 bereits entschieden, dass es bei der Zulassung von verkaufsoffenen Sonntagen im ZFO entgegen der seinerzeitigen Annahme des OLG Zweibrücken sehr wohl relevant ist, dass am Flugplatz Zweibrücken seit dem Jahr 2014 kein kommerzieller Linienflugverkehr mehr stattgefunden hat. Veränderten sich die maßgeblichen Umstände, müssten Verordnungen auch überprüft und angepasst werden.

BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels konstatiert: „Nunmehr ist die letzte Patrone des ZFO verschossen und die jahrelange, mehr als dubiose Öffnungspraxis muss beseitigt werden. Wir fordern die neue rheinland-pfälzische Landesregierung nochmals auf, die entsprechende Durchführungsverordnung unverzüglich aufzuheben. Vor dem Hintergrund des aktuellen BGH-Beschlusses erwarten wir zudem, dass ab sofort sämtliche Geschäfte des ZFO an Feriensonntagen geschlossen bleiben.

Sollte dies nicht geschehen, werden wir uns gezwungen sehen, die Einhaltung der Rechtslage durch weitere geeignete rechtliche Schritte sicherzustellen. Dies kann bis hin zur Geltendmachung von Schadensersatzforderungen führen.“

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Grafik Postbank
05.06.2026

Deutsche sind weniger online – vor allem unter 40-Jährige wollen noch kürzertreten

Die Deutschen verbringen viel Zeit im Internet, steuern ihre Aktivitäten aber bewusster. Mehr als 67 Stunden pro Woche ist jeder Bundesbürger durchschnittlich online. Das sind rund fünf Stunden weniger als im Vorjahr. Vor allem die 18- bis 39-Jährigen verbringen weniger Zeit im Netz, 31 Prozent von ihnen möchten sie in den kommenden zwölf Monaten sogar weiter reduzieren. In der Altersgruppe ab 40 Jahren sind dagegen 82 Prozent mit ihrer derzeitigen Nutzungsdauer vollauf zufrieden. Das sind Ergebnisse der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2026“.

Smartphone bleibt beliebt, aber mit rückläufiger Onlinezeit
Das Smartphone bleibt mit Abstand das beliebteste Gerät zum Surfen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Onlinezeit jedoch um rund zwei Stunden auf 23,9 Stunden pro Woche. Auch hier sind es vor allem die unter 40-Jährigen, die weniger online gehen: Ihre Zeit am Smartphone sank gegenüber 2025 um drei Stunden auf rund 31 Stunden pro Woche. 

Die Deutschen verbringen viel Zeit im Internet, steuern ihre Aktivitäten aber bewusster. Mehr als 67 Stunden pro Woche ist jeder Bundesbürger durchschnittlich online. Das sind rund fünf Stunden weniger als im Vorjahr. Vor allem die 18- bis 39-Jährigen verbringen weniger Zeit im Netz, 31 Prozent von ihnen möchten sie in den kommenden zwölf Monaten sogar weiter reduzieren. In der Altersgruppe ab 40 Jahren sind dagegen 82 Prozent mit ihrer derzeitigen Nutzungsdauer vollauf zufrieden. Das sind Ergebnisse der repräsentativen „Postbank Digitalstudie 2026“.

Smartphone bleibt beliebt, aber mit rückläufiger Onlinezeit
Das Smartphone bleibt mit Abstand das beliebteste Gerät zum Surfen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Onlinezeit jedoch um rund zwei Stunden auf 23,9 Stunden pro Woche. Auch hier sind es vor allem die unter 40-Jährigen, die weniger online gehen: Ihre Zeit am Smartphone sank gegenüber 2025 um drei Stunden auf rund 31 Stunden pro Woche. 

„Mobil ins Internet zu gehen, gehört fest zum Tagesablauf der Deutschen. Über das Smartphone einkaufen, chatten oder Bankgeschäfte erledigen erleichtert den Alltag. Das nehmen wir an der stetig steigenden mobilen Nutzung unserer Apps wahr“, sagt David Dommel, der das digitale Performance-Marketing der Postbank leitet. „Doch vor allem junge Menschen wollen auch mal offline sein. Das gilt besonders fürs Handy, weil es überall verfügbar ist.“ 

So verbringen die Deutschen ihre Zeit im Internet
41 Prozent derjenigen, die das Internet seltener nutzen möchten, planen, die gewonnene Zeit mit Familie, Freunden oder Hobbys zu verbringen. Die unter 40-Jährigen surfen vor allem weniger, um Ablenkungen zu vermeiden. Sich digital abzulenken, bedeutet für die Bundesbürger vor allem Chatten und Nachrichten schreiben über Messenger, Recherche bei Suchmaschinen und Social-Media.

77 Prozent der Deutschen verwenden mehrmals pro Woche oder sogar täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram, das sind allerdings vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Suchmaschinen wie Google nutzen 74 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche bis täglich. Auf Instagram, TikTok und Co. sind 64 Prozent täglich oder zumindest mehrmals pro Woche unterwegs – ein Jahr zuvor waren es noch 71 Prozent. Auch das Ansehen oder Hochladen von Videos auf Youtube ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Online-Banking wird dagegen genauso häufig genutzt wie 2025 – und zwar von jedem zweiten Deutschen. 

„Die Deutschen unterscheiden bewusster zwischen notwendigen und überflüssigen Online-Aktivitäten. Sie versuchen, WhatsApp-Chats mit Freunden, stundenlanges Scrollen durch Social-Media-Kanäle oder Streaming zu reduzieren“, erklärt Dommel. „Während Social-Media-Konsum oft ein Zeitfresser sein kann, erhöhen Banking-Apps die Effizienz im Alltag. Ein schneller Überblick über die Finanzen oder eine Überweisung per Foto sparen Zeit – zum Beispiel für Familie und Hobbys.“

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2026
Für die „Postbank Digitalstudie 2026 – die digitalen Deutschen“ wurden im Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

Weitere Informationen:
Postbank Digitalstudie Onlinenutzung
Quelle:

Postbank

01.06.2026

HDE warnt vor Steuererhöhungen

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor zusätzlichen steuerlichen Belastungen für Unternehmen und Verbraucher. Aus Sicht des Verbandes müssen steuer- und finanzpolitische Maßnahmen jetzt konsequent darauf ausgerichtet werden, Wachstumskräfte zu stärken und die Konjunktur zu stabilisieren. Steuererhöhungen, unabhängig davon, an welcher Stelle sie ansetzen, würden dieses Ziel gefährden. Während höhere Steuern auf Arbeits- und Kapitaleinkommen Investitionen und Wachstum hemmen, würden höhere Verbrauchssteuern den privaten Konsum zusätzlich belasten.

Nach Auffassung des HDE müssen deshalb insbesondere die staatlichen Ausgaben stärker in den Fokus rücken. Zur Konsolidierung des Bundeshaushalts seien Einsparungen notwendig. Dabei sollten insbesondere bestehende Finanzhilfen und steuerliche Subventionen überprüft werden.

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor zusätzlichen steuerlichen Belastungen für Unternehmen und Verbraucher. Aus Sicht des Verbandes müssen steuer- und finanzpolitische Maßnahmen jetzt konsequent darauf ausgerichtet werden, Wachstumskräfte zu stärken und die Konjunktur zu stabilisieren. Steuererhöhungen, unabhängig davon, an welcher Stelle sie ansetzen, würden dieses Ziel gefährden. Während höhere Steuern auf Arbeits- und Kapitaleinkommen Investitionen und Wachstum hemmen, würden höhere Verbrauchssteuern den privaten Konsum zusätzlich belasten.

Nach Auffassung des HDE müssen deshalb insbesondere die staatlichen Ausgaben stärker in den Fokus rücken. Zur Konsolidierung des Bundeshaushalts seien Einsparungen notwendig. Dabei sollten insbesondere bestehende Finanzhilfen und steuerliche Subventionen überprüft werden.

„Die wichtigste steuerpolitische Maßnahme bleibt eine spürbare Entlastung bei der Einkommensteuer sowie eine Abflachung des Tarifs. Entlastungen müssen nicht nur bei niedrigen Einkommen, sondern insbesondere auch in der breiten Mittelschicht und bei Personenunternehmen ankommen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Einkommensteuer sei zugleich die zentrale Unternehmenssteuer des Mittelstands. Positiv bewertet der HDE daher die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Verbesserungen bei der Besteuerung reinvestierter Gewinne. Die bestehenden Regelungen seien bislang nicht praxistauglich und müssten grundlegend reformiert werden. Mehr Investitionen der Unternehmen seien eine wesentliche Voraussetzung für die Überwindung der Wirtschaftskrise.

Zugleich spricht sich der HDE klar gegen Überlegungen zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. „In der aktuellen konjunkturellen Lage wäre eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ein wirtschaftspolitischer Irrweg. Der private Konsum befindet sich angesichts geopolitischer Krisen und volkswirtschaftlicher Stagnation in einer Schockstarre. Das Konsumklima ist eingebrochen und das bloße Gedankenspiel einer Mehrwertsteuererhöhung wirkt in dieser ohnehin fragilen Lage als massiver Konsumkiller“, so Genth.

Darüber hinaus warnt der Verband vor weiteren Differenzierungen bei den Mehrwertsteuersätzen. Das bestehende System sei bereits heute hochkomplex. Die Abgrenzung einzelner Waren und die Zuordnung der jeweils geltenden Steuersätze beschäftigten regelmäßig die Gerichte. Aus Sicht des HDE darf die Mehrwertsteuer deshalb nicht weiter verkompliziert werden.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland 

KI-Plattform für visuelles Marketing im Mode-Einzelhandel (c) Cyberlink
01.06.2026

KI-Plattform für visuelles Marketing im Mode-Einzelhandel

CyberLink, bekannt für Multimedia-Software bietet mit MyEdit Business eine browserbasierte KI-Plattform, die Einzelhändler, Mode-Stores und stationäre Geschäfte dabei unterstützt, ihr Produktmarketing eigenständig und kanalübergreifend umzusetzen. Die Lösung vereint Bildoptimierung, Hintergrundgestaltung und Videogenerierung in einer zentralen Oberfläche – direkt im Browser, ohne Installation und ohne Designkenntnisse.

Ob Instagram, eigener Webshop oder Marktplätze wie Zalando oder Amazon: Kaufentscheidungen fallen zum großen Teil auf Basis visueller Eindrücke. Produktfotos und kurze Videos sind entscheidend dafür, ob ein Artikel angeklickt wird oder nicht. Für Einzel- und Modehändler ist die professionelle Produktion von Inhalten mit erheblichem Aufwand verbunden: Externe Fotografen, Agenturen oder spezialisierte Software erfordern ein Budget und Vorlaufzeiten, die das Tagesgeschäft selten zulässt. Die Folge sind uneinheitliche Darstellungen, verzögerte Kampagnen und ungenutztes Verkaufspotenzial.

CyberLink, bekannt für Multimedia-Software bietet mit MyEdit Business eine browserbasierte KI-Plattform, die Einzelhändler, Mode-Stores und stationäre Geschäfte dabei unterstützt, ihr Produktmarketing eigenständig und kanalübergreifend umzusetzen. Die Lösung vereint Bildoptimierung, Hintergrundgestaltung und Videogenerierung in einer zentralen Oberfläche – direkt im Browser, ohne Installation und ohne Designkenntnisse.

Ob Instagram, eigener Webshop oder Marktplätze wie Zalando oder Amazon: Kaufentscheidungen fallen zum großen Teil auf Basis visueller Eindrücke. Produktfotos und kurze Videos sind entscheidend dafür, ob ein Artikel angeklickt wird oder nicht. Für Einzel- und Modehändler ist die professionelle Produktion von Inhalten mit erheblichem Aufwand verbunden: Externe Fotografen, Agenturen oder spezialisierte Software erfordern ein Budget und Vorlaufzeiten, die das Tagesgeschäft selten zulässt. Die Folge sind uneinheitliche Darstellungen, verzögerte Kampagnen und ungenutztes Verkaufspotenzial.

Produktbilder flexibel an Saison und Kampagne anpassen
Mit MyEdit Business können vorhandene Produktfotos schnell und unkompliziert für unterschiedliche Einsatzzwecke aufbereitet werden. Hintergründe lassen sich je nach Saison, Aktion oder Markenwelt anpassen. Für Mode- und Fashionhändler eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten: Outfits können in verschiedenen Stilwelten in Szene gesetzt, Vorher-Nachher-Darstellungen für Styling-Beispiele erstellt oder Produkte für unterschiedliche Zielgruppen neu in Szene gesetzt werden, ohne erneutes Shooting oder Agenturauftrag.

Bewegtbild und Social Media-Content im Tagesrhythmus
Reichweite auf Instagram, TikTok und Co erfordert Kontinuität: wöchentliche Produkt-Highlights, aktuelle Trends, kurzfristige Aktionen. Mit MyEdit Business können statische Produktbilder automatisiert in kurze Videoclips umgewandelt werden, die sich für Reels, TikTok-Posts oder Werbeeinblendungen eignen. Mit einfachen Texteingaben lassen sich zudem passende Werbemotive und Beiträge in plattformgerechten Formaten generieren.

Aktionen und Verkaufsanlässe kurzfristig umsetzen
Ob Sonderverkauf, Weihnachten, lokale Events oder spontane Rabattaktionen: Im Einzelhandel entscheidet oft die Reaktionsgeschwindigkeit über den Erfolg einer Kampagne. Mit MyEdit Business lassen sich visuelle Inhalte für solche Anlässe innerhalb kürzester Zeit erstellen und über verschiedene Kanäle ausspielen: vom Webshop-Banner über Social-Media-Posts bis hin zu Bildern für Messenger-Dienste wie WhatsApp. Stationäre Händler können so ihre digitalen und physischen Verkaufskanäle enger verzahnen und ihr Schaufenster auch online wirkungsvoll inszenieren.

Einstieg kostenlos, Skalierung nach Bedarf
MyEdit Business ist in einer kostenlosen Basisversion verfügbar. Für eine intensivere Nutzung stehen monatliche und jährliche Abonnements zur Verfügung; zusätzliche Credits können flexibel hinzugebucht werden. Unternehmen jeder Größe können so bedarfsgerecht einsteigen und ihre Content-Produktion bei Sortimentswechseln, Saisonkampagnen oder Verkaufsaktionen unkompliziert hochskalieren.

28.05.2026

Geldbuße gegen Temu: EU-Kommission muss Druck aufrechterhalten

Die EU-Kommission hat am 28. Mai 2026 eine hohe Geldbuße gegen Temu wegen häufiger Produktsicherheitsverstöße bekannt gegeben. Für Alien Mulyk, designierte Hauptgeschäftsführerin des bevh, ist das eine längst überfällige Entscheidung: 
 
„Die von der EU-Kommission verhängte Strafe gegen Temu zeigt, dass der Schutz unserer Rechtsordnung in Europa durchaus funktioniert. Wir gehen davon aus, dass Temu die Konsequenzen aus der Entscheidung zieht und die schon seit Langem angemahnten Schritte zur Einhaltung europäischen Rechts gehen wird. Hierfür ist entscheidend, dass die EU die Umsetzung konsequent überwacht und das Unternehmen im Ernstfall weiter sanktioniert.“

Die EU-Kommission hat am 28. Mai 2026 eine hohe Geldbuße gegen Temu wegen häufiger Produktsicherheitsverstöße bekannt gegeben. Für Alien Mulyk, designierte Hauptgeschäftsführerin des bevh, ist das eine längst überfällige Entscheidung: 
 
„Die von der EU-Kommission verhängte Strafe gegen Temu zeigt, dass der Schutz unserer Rechtsordnung in Europa durchaus funktioniert. Wir gehen davon aus, dass Temu die Konsequenzen aus der Entscheidung zieht und die schon seit Langem angemahnten Schritte zur Einhaltung europäischen Rechts gehen wird. Hierfür ist entscheidend, dass die EU die Umsetzung konsequent überwacht und das Unternehmen im Ernstfall weiter sanktioniert.“

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

19.05.2026

Greenwashing ade? EmpCo verschärft die Regeln – Handel unter Zeitdruck

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 

Mit der Umsetzung der EU Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EU) 2024/825“ (EmpCo) in deutsches Recht gelten ab dem 27. September 2026 deutlich strengere Regeln für Umweltaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern. Anfang 2026 wurden die Vorgaben in das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) übernommen und verkündet. Für den Textil  und Schuheinzelhandel entsteht damit ein kurzfristiger Anpassungsdruck, da keine Übergangsfristen vorgesehen sind.
 
Ziel der Richtlinie ist es, Greenwashing zu unterbinden und Verbraucherinnen und Verbraucher vor irreführenden Umweltversprechen zu schützen. Pauschale Begriffe wie „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“ sind unzulässig, sofern sie nicht durch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden. In der Praxis ist dies derzeit nur durch staatlich anerkannte Typ I Umweltzeichen, wie das EU Ecolabel oder den Blauen Engel, möglich.
 
„Die EmpCo trifft den Handel in einer besonders sensiblen Phase“, sagt Sönke Padberg, Geschäftsführer des BTE. „Dass es keine Übergangsfrist für bestehende und bereits georderte Ware gibt, erhöht den Zeitdruck für die Unternehmen erheblich.“
 
Etablierte Siegel wie OEKO TEX® Standard 100, GOTS oder GRS bleiben weiterhin zulässig, jedoch nur zur Beschreibung klar abgegrenzter Material  oder Prozesseigenschaften. Verboten sind zudem unternehmenseigene Nachhaltigkeitssiegel sowie irreführende Darstellungen durch textliche Umweltaussagen, Icons, Farben oder Bildwelten, die einen „grünen“ Gesamteindruck vermitteln. Auch Klimaversprechen unterliegen strengen Vorgaben. 
 
„Die EmpCo zwingt den Handel, die gesamte Nachhaltigkeits  und Marketingkommunikation kritisch zu überprüfen – online wie offline“, fügt Marika Hanschke, Referentin für Kreislaufwirtschaft, hinzu. „Der Handel muss nun schnellstmöglich tätig werden.“
 
Um rechtzeitig EmpCo konform zu sein, sollten Händler nun folgende Schritte einleiten: 

  1. Nachhaltigkeitskommunikation prüfen: Alle Aussagen im Onlineshop, auf Social Media, am POS sowie auf Verpackungen und Etiketten müssen geprüft werden. Allgemeine Begriffe (z.B. „nachhaltig“, „grün“) müssen angepasst und präzisiert werden. 
  2. Icons, Bilder und Designs auditieren: Natur Symbolik, grüne Icons und Bildsprache müssen auf implizite Umweltaussagen geprüft, ersetzt und gegebenenfalls vollständig aus der Kommunikation entfernt werden. 
  3. Produkt  und Unternehmenskommunikation in Bezug auf Klimaneutralität klar trennen: Produktbezogene Aussagen zu Klimaneutralität prüfen und strengstens vermeiden. Unternehmensaussagen, wie z.B. „klimaneutral bis 2045“, sind weiterhin unter konkreten Vorgaben möglich.
  4. Risiken und Prozesse strukturieren: Claim Guidelines entwickeln, Beleg- und Freigabeprozesse für Marketing und Produktdaten etablieren und Mitarbeitende im Marketing, Vertrieb und Handel schulen. 
  5. Bestandsware bewerten: Es muss geprüft werden, welche Ware von allgemeinen Umweltaussagen betroffen ist und ob eine Umetikettierung oder Zusatzinformationen am POS erforderlich sind.
  6. Wer jetzt strukturiert prüft und rechtzeitig nachschärft, reduziert rechtliche Risiken, Folgekosten und Reputationsschäden. Der BTE wird die Entwicklungen begleiten und den Handel weiter bei der Umsetzung unterstützen.
Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

13.05.2026

HDE begrüßt Debatte um mehr Arbeitszeitflexibilität

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes betont der HDE, dass das aktuelle Konzept im Arbeitszeitgesetz mit einer täglichen Höchstarbeitszeit überholt ist und einer digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird, zudem erschwere es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Mit dem Arbeitszeitgesetz wurde damals die EU-Arbeitszeitrichtlinie in nationales Recht umgesetzt. Dabei wurden die Gestaltungsspielräume der EU-Richtlinie in Deutschland nicht voll ausgeschöpft. Der HDE fordert daher seit Langem den Wegfall der täglichen Höchstarbeitszeit und einen Wechsel hin zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Dies schafft mehr Flexibilität im Alltag, ohne dass sich dadurch aber die Gesamtwochenarbeitszeit der Menschen erhöht. Diese Reform im Arbeitszeitgesetz wäre auch im Einklang mit geltendem EU-Recht, das ja selbst von einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit ausgeht. Klar sei aber auch, dass eine Reform des Arbeitszeitgesetzes die Vertrauensarbeitszeit erhalten müsse, das sehe schließlich auch der aktuelle Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus guten Gründen so vor. Eine hochbürokratische und zudem mittelstandsfeindliche elektronische Arbeitszeiterfassungspflicht ist hingegen strikt abzulehnen, noch dazu in der Wirtschaftskrise.“ sagt HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik, Steven Haarke. Aber auch die ununterbrochene Ruhezeit im Arbeitszeitgesetz von elf Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit sei zu unflexibel und müsse im Zuge einer Reform überdacht werden, so Haarke.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

28.04.2026

Temu und Shein kosten deutsche Wirtschaft 2,4 Milliarden Euro im Jahr

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

Die Online-Plattformen und Händler Temu und Shein liefern täglich 460.000 Pakete nach Deutschland, EU-weit sind es zwölf Millionen Pakete pro Tag (2025). Das Problem dabei: Die beiden Unternehmen verstoßen gegen zahlreiche EU-Regeln. Am Ende steht damit ein unfairer Wettbewerb, gegen den Händler aus der EU keine Chance haben.

Dadurch gehen laut aktueller IW-Studie im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der deutschen Wirtschaft jährlich 2,4 Milliarden Euro Wertschöpfung verloren, davon 1,3 Milliarden Euro allein im Einzelhandel.

„Die Lage ist eindeutig. Die Politik hat bei dem Thema trotz großer Versprechungen noch immer nicht geliefert. Temu und Shein halten sich oft nicht an die rechtlichen und regulatorischen Vorgaben, liefern unsichere Ware in unseren Markt, die mitunter gesundheitsgefährdend ist, und bringen viele heimische Händler an den Rand des Ruins. Denn anders als Temu und Shein werden die hiesigen Händler streng kontrolliert und halten sich an alle Gesetze und Steuersätze“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Missstände hinterlassen deutliche Spuren: Insgesamt entgehen Bund, Ländern und Kommunen durch Temu und Shein nach der aktuellen Studie 429 Millionen Euro Steuereinnahmen pro Jahr. Darüber hinaus fallen durch den unfairen Wettbewerb über 40.000 Arbeitsplätze in Deutschland weg, davon 28.300 Arbeitsplätze allein im Einzelhandel.

„Die aktuellen Daten machen die Dramatik der Lage deutlich: Die massenhaften Regelverstöße von Temu und Shein schädigen den Einzelhandel und die gesamte deutsche Wirtschaft in großem Umfang. Wenn die Politik nach Jahren des Zuschauens hier nicht endlich massiv und spürbar tätig wird, dann sehe ich schwarz für den Standort Deutschland. Wenn sonst nichts hilft, muss bei solch massiven Regelverstößen der Stecker gezogen werden. Wettbewerb ist gut, aber er muss fair sein“, so von Preen weiter. Zudem fordert der HDE den Zoll auf, ähnlich wie in Frankreich bei der Einfuhr der Pakete mit massiven Schwerpunktkontrollen deutliche Signale zu setzen und den Kontrolldruck zu erhöhen. Darüber hinaus erneuert der Verband seine Forderung, dass jeder Händler und jede Plattform aus Drittstaaten einen solventen und in der Praxis erreichbaren Repräsentanten innerhalb der EU haben muss, damit bei Verstößen Sanktionen durchgesetzt und rechtskonformes Verhalten sichergestellt werden kann.

Die repräsentative IW-Studie im Auftrag des HDE wurde unter 4.000 Befragten im Alter von 16-69 Jahren durchgeführt. Der Zeitraum der Bevölkerungsbefragung lag im Februar 2026.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

28.04.2026

Trending Topics 2026: KI-Boom, Zurückhaltung beim Digitalen Euro

Der deutsche E-Commerce setzt im Jahr 2026 konsequent auf technologische Evolution statt auf Experimente. Laut dem aktuell veröffentlichten Report „Trending Topics 2026“, den der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) gemeinsam mit dem PayTech-Anbieter Nexi erstellt hat, haben KI-Agenten im Kundenservice die oberste Investitionspriorität der befragten Unternehmen. Agentic AI und Generative KI werden dabei zunehmend als Bausteine einer geschäftskritischen Infrastruktur verstanden – nicht mehr als Experimentierfeld. 
 
KI-Agenten im Kundenservice: Investitionsschwerpunkt Nummer eins 
Die Umfrage unter den bevh-Mitgliedern zeigt: KI-Anwendungen, die direkt im Kundenkontakt ansetzen, stehen ganz oben auf der Agenda. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen stuft KI-Agenten im Kundenservice als relevantes Thema ein und stellt dafür bereits Budget bereit – sei es als Investitionsschwerpunkt oder als fester Bestandteil des laufenden Budgets. Hinzu kommt eine hohe Bereitschaft, in Generative KI und Agentic AI zu investieren, um Produkt- und Serviceangebote zu optimieren. 
 

Der deutsche E-Commerce setzt im Jahr 2026 konsequent auf technologische Evolution statt auf Experimente. Laut dem aktuell veröffentlichten Report „Trending Topics 2026“, den der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (bevh) gemeinsam mit dem PayTech-Anbieter Nexi erstellt hat, haben KI-Agenten im Kundenservice die oberste Investitionspriorität der befragten Unternehmen. Agentic AI und Generative KI werden dabei zunehmend als Bausteine einer geschäftskritischen Infrastruktur verstanden – nicht mehr als Experimentierfeld. 
 
KI-Agenten im Kundenservice: Investitionsschwerpunkt Nummer eins 
Die Umfrage unter den bevh-Mitgliedern zeigt: KI-Anwendungen, die direkt im Kundenkontakt ansetzen, stehen ganz oben auf der Agenda. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen stuft KI-Agenten im Kundenservice als relevantes Thema ein und stellt dafür bereits Budget bereit – sei es als Investitionsschwerpunkt oder als fester Bestandteil des laufenden Budgets. Hinzu kommt eine hohe Bereitschaft, in Generative KI und Agentic AI zu investieren, um Produkt- und Serviceangebote zu optimieren. 
 
Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh, ordnet die Ergebnisse ein: 
„Unsere Mitglieder gehen beim Thema Künstliche Intelligenz rational und unaufgeregt vor. Entscheidend ist, wo KI konkret hilft, Kundenerwartungen zu erfüllen und Prozesse zu optimieren. Dass KI-Agenten im Kundenservice ganz oben auf der Investitionsliste stehen, zeigt: Der Handel setzt neue Technologien dort ein, wo sie unmittelbar die Kundinnen und Kunde erreichen – zunehmend auch mit agentischen KI-Ansätzen, die schrittweise durch Auswahl, Bezahlung und Fulfilment begleiten.“ 
 
Aus Sicht des Kooperationspartners Nexi ist dieser Fokus folgerichtig. Thomas Spreitzer, CEO Nexi DACH, dazu: „Wer heute Kundenservice-Prozesse und Checkout-Strecken plant, denkt KI nicht mehr als Add-on, sondern als integralen Bestandteil der Customer Journey und der dahinterliegenden Prozesse. Den Wunsch nach Vereinfachung, schnellen Reaktions- und Bearbeitungszeiten sowie ganzheitlicher Erfassung von Kundeninteraktionen und individuellen Adaptionen sehen wir entlang des gesamten Omnichannels und der dahinterliegenden Prozesse im Handel.“ 
 
Zahlungsverkehr: Wero auf der Roadmap, Digitaler Euro bleibt Zukunftsthema 
Beim Thema Payment zeichnet die Befragung ein differenziertes Bild. Das neue europäische Zahlverfahren Wero taucht bei vielen Unternehmen auf der Roadmap auf: Ein Teil der Händler prüft aktuell die Integration, andere planen sie konkret oder haben entsprechende Projekte bereits angestoßen. 
 
Deutlich zurückhaltender fällt die Einschätzung beim Digitalen Euro und der EUDI-Wallet aus. Hier dominiert die Haltung „Abwarten und Beobachten“: Nur kleine Minderheiten sehen kurzfristig hohe Relevanz oder stellen dedizierte Projektbudgets bereit. „Infrastrukturprojekte wie der Digitale Euro oder die EUDI-Wallet werden aufmerksam verfolgt, aber noch nicht flächendeckend operativ eingeplant“, erläutert Spreitzer. „Händler warten auf klare regulatorische Rahmenbedingungen, konkrete Use Cases und einen eindeutig erkennbaren Mehrwert für Alltagsszenarien im Checkout.“ 
 
Pragmatismus statt Hype: Investitionen gegen Fachkräftemangel und für stabile Margen 
Über KI und Payment hinaus zeigt der Report eine klare Leitlinie: Pragmatismus schlägt Hype. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen, die unmittelbar auf Conversion, Margen und Kundenerlebnis einzahlen. Hohe Priorität haben die Personalisierung von Werbeangeboten sowie die Optimierung von Retourenprozessen – Bereiche, in denen Effizienzgewinne und Kostenvorteile schnell sichtbar werden. 
 
Parallel dazu bleibt Recruiting ein zentrales Thema. Die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften wird von der Mehrheit der Unternehmen als relevant bewertet. Gleichzeitig gewinnen KI-gestützte Einkaufsassistenten im Onlineshop und automatisierte Kundenkommunikation an Bedeutung. „Die Kombination aus Fachkräftemangel und wachsender Prozesskomplexität erklärt, warum KI-basierte Anwendungen gerade jetzt in den Vordergrund rücken“, so Spreitzer. „Händler suchen nach Wegen, ihre Teams zu entlasten und gleichzeitig Servicequalität und Conversion hochzuhalten – KI-gestützte Kundenkommunikation und optimierte Zahlungsprozesse greifen dabei zunehmend ineinander.“ 
 
Radikale Automatisierung, etwa durch Roboter in der Logistik, wird zwar als wichtiges Zukunftsthema angesehen, steht aktuell jedoch seltener im Mittelpunkt der Budgetplanung. Viele Unternehmen priorisieren zunächst Verbesserungen, die näher am Kunden und an der Profitabilität des Geschäfts ansetzen. 
 
Hintergrund zum Report „Trending Topics 2026“ 
Für den Report wurden Unternehmen aus dem Mitgliederkreis des bevh befragt. Die Teilnehmerstruktur spiegelt das Rückgrat des deutschen Onlinehandels wider: Rund 54 Prozent der befragten Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro. Mit einem Fokus auf B2C- und gemischte Geschäftsmodelle (80,3 Prozent) liefert die Umfrage ein aussagekräftiges Bild der Investitionsschwerpunkte im deutschen Digitalhandel. 
Die Entwicklung der Befragung erfolgte in Zusammenarbeit mit Althaller Communication, München. Nexi hat die Ergebnisse aus Payment-Perspektive ausgewertet und in die Aufbereitung des Reports eingebracht. 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

17.04.2026

Neue Verbraucherkreditregeln: bevh begrüßt Ausnahmen für Kauf auf Rechnung

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Der Bundestag hat strengere Regeln für Verbraucherkredite beschlossen. Alien Mulyk (Geschäftsführerin Public Affairs beim bevh) begrüßt, dass Kollateralschäden von Händlern und Verbrauchern abgewendet werden konnten: 
 
„Das neue Gesetz stärkt den Verbraucherschutz, ohne die Checkout-Erfahrung übermäßig zu erschweren. Ein Erfolg ist, dass der Kauf auf Rechnung, anders als ursprünglich geplant, in deutlich mehr Fällen nicht mehr als Kredit gewertet wird. Damit bleibt das Gesetz deutlich enger am ursprünglichen Wortlaut der EU-Richtlinie. Der Rechnungskauf ist die sicherste und einfachste Bezahlmethode im Onlinehandel und es ist gut, dass er für deutsche Kunden nicht unnötig erschwert wird.“ 

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

Grafik Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh
10.04.2026

bevh warnt vor Mehrwertsteuererhöhung

Die Zukunftssorgen der Deutschen und aktuelle globale Krisen haben sich vorerst nicht wesentlich auf den Onlinehandel mit Waren ausgewirkt. Umsatzdaten der bevh-Verbraucherbefragung für das erste Quartal, in denen der Krieg im Nahen Osten und die verschärfte Energiekrise berücksichtigt sind, zeigen ein insgesamt stabiles Ausgabenwachstum von 3,6 Prozent auf rund 20,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal (alle Angaben inkl. USt., nicht inflationsbereinigt). Der Gesamtmarkt führt damit seinen langfristigen – wenn auch gedämpften – Erholungstrend fort. 
 

Die Zukunftssorgen der Deutschen und aktuelle globale Krisen haben sich vorerst nicht wesentlich auf den Onlinehandel mit Waren ausgewirkt. Umsatzdaten der bevh-Verbraucherbefragung für das erste Quartal, in denen der Krieg im Nahen Osten und die verschärfte Energiekrise berücksichtigt sind, zeigen ein insgesamt stabiles Ausgabenwachstum von 3,6 Prozent auf rund 20,4 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal (alle Angaben inkl. USt., nicht inflationsbereinigt). Der Gesamtmarkt führt damit seinen langfristigen – wenn auch gedämpften – Erholungstrend fort. 
 
„Die krisenbedingt nachlassende Konsumlaune konnte den Onlinehandel bisher nicht herunterreißen. Das kann jedoch der Bundesregierung gelingen. Die wahre Belastungsprobe kommt, sollte die Mehrwertsteuer tatsächlich angehoben werden. Explodierende Energiepreise, aggressive und oft unfaire Wettbewerber aus Drittstaaten sowie Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Unternehmen würgen die Branche. Die Unternehmen haben keine Luft, die einhergehende Belastung aufzufangen oder nur abzufedern. Das derzeit stabile, aber vorsichtige Wachstum ist bei den in Regierungskreisen diskutierten Plänen zur Mehrwertsteuererhöhung in höchster Gefahr“, warnt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh eindringlich. „Weniger Subventionen verbunden mit Bürokratieabbau wären die sinnvolle Alternative und ein Signal für Verantwortungsbewusstsein und Staatsmodernisierung.“ 

Online-Supermärkte und -Apotheken legen weiter zu, Modehandel stabil 
Der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs und andere unaufschiebbare Ausgaben verlagern sich strukturell weiter in den Onlinehandel. Umsätze mit Lebensmitteln (+12,3 Prozent) und Drogerieartikeln inkl. Kosmetik (+10,1 Prozent) machten im ersten Quartal einen deutlichen Sprung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Online-Apotheken konnten das kräftigste Umsatzwachstum mit Medikamenten (+9,8 Prozent) seit Einführung des E-Rezepts verbuchen.  
 
„Versandapotheken werden zur Infrastruktur eines digitalen Gesundheitswesens mit eigenen Gesundheitsdienstleistungen und neuen Wegen für eine effizientere medizinische Versorgung. Das bringt die Anbieter in eine einzigartige Wachstumsstellung innerhalb des Onlinehandels“, erklärt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. 
 
Ungewöhnlich früh blüht dieses Jahr das Warencluster Freizeit auf: Hobby & Freizeitartikel verzeichneten ein Umsatzwachstum von 6,2 Prozent, Baumarktartikel und Blumen von 5,0 Prozent. Für Stabilität im Onlinehandel sorgte auch der wichtige Modehandel, der bei Bekleidung um 3,6 Prozent und bei Schuhen um 3,7 Prozent zulegte. Schlusslichter waren Unterhaltungsmedien: Verkäufe von (Hör-)Büchern und E-Books stagnierten bei 0,2 Prozent, was deutlich hinter den Inflationserwartungen für das Quartal liegt.

Umsätze über Marktplätze wachsen  
Weit auseinander ging die Entwicklung der Händler. Onlineshops (Pureplayer), die im Weihnachtsgeschäft noch starke Ergebnisse lieferten, kamen zu Jahresbeginn nur auf ein Plus von 0,6 Prozent. Etwas aufholen konnten hingegen die Onlineverkäufe stationärer Händler (Multichannel), die ein Umsatzplus von 3,9 Prozent verbuchen. Am stärksten wuchsen auch in diesem Quartal die Umsätze auf Online-Marktplätze (5,2 Prozent). 
 
Asiatische Plattformen bauen Marktanteile aus 
Die drei größten Plattformen chinesischer Herkunft kamen in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf ein Umsatzplus von 12,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ist zwar deutlich weniger als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor (+33,9 Prozent). Aktuell wachsen Temu, Shein und AliExpress in Deutschland aber noch immer viermal so schnell wie der gesamte Onlinehandel. Mit einem Gesamtumsatz von 990 Mio. Euro im ersten Quartal konnten die Plattformen ihren gemeinsamen Marktanteil am Gesamtumsatz des Onlinehandels von 4,5 Prozent im Vorjahr auf aktuell 4,9 Prozent ausbauen. 
 
Über die Studie 
In der wöchentlichen Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ werden von Januar bis Dezember insgesamt 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. Reisen oder Ticketing) befragt. Die Endergebnisse der Studie werden am Anfang jeden Jahres veröffentlicht. Die heute vorgestellten Zahlen basieren auf der Auswertung des Zeitraums vom 1. Januar bis 31. März 2026. Die Studie wird durch die BEYONDATA GmbH durchgeführt.

Quelle:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. bevh

02.04.2026

Textilgesetz: HDE fordert praxisnahe und bürokratiearme Umsetzung

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Die Veröffentlichung der Eckpunkte für ein Textilgesetz, das die Probleme bei der Entsorgung von Altkleidern lösen soll, bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) grundsätzlich positiv.

„Auf die Eckpunkte haben wir lange gewartet. Damit werden die Vorgaben der EU-Abfallrahmenrichtlinie umgesetzt, nach der die Hersteller von Textilien künftig an den Entsorgungskosten beteiligt werden sollen. Wir kennen diese Praxis bereits aus dem Verpackungs- und Batteriebereich. Unsere Mitglieder, zu denen auch viele Textilhersteller und -händler zählen, stehen zu ihrer Verantwortung und sehen in der Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien eine Chance, die Wiederverwertung und das Recycling zu verbessern“, so die HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit und Europapolitik, Antje Gerstein.

Das Eckpunktepapier setzt nach der Einschätzung des HDE mit Sammelquoten von 70 Prozent, Recyclingquoten von 85 Prozent und einer Verwertungsquote von 95 Prozent sehr ehrgeizige Ziele. „Im weiteren Gesetzgebungsverfahren kommt es darauf an, ein Umsetzungsmodell zu entwickeln, das die Belange des Mittelstands berücksichtigt. Es muss um eine praxisnahe und bürokratiearme Lösung gehen, die von der Wirtschaft getragen wird. Finanzielle Belastungen müssen dabei klar den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und sollten die betroffenen Unternehmen nicht unnötig belasten“, so Gerstein.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware Foto Ecoalf
Das reduzierte Interior Design lässt Raum für die angebotene Ware
01.04.2026

Ecoalf & Smurfit Westrock: Erste Boutique aus Wellpappe und Papier

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Lifestyle-Marke Ecoalf hat in Zusammenarbeit mit Smurfit Westrock, dem weltweit größten Hersteller papierbasierter Verpackungen, ihr erstes Geschäft eröffnet, bei dem sowohl die Wände als auch Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier gefertigt wurden. Das Projekt in San Sebastián, Spanien, ist ein Meilenstein im Einzelhandel, da es recycelbare Materialien in die physische Konstruktion integriert. Die Verwendung von Wellpappe und Papier für Möbel bietet außerdem eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen vertikale Kompression und Biegung und garantiert die Zirkularität der natürlichen Ressourcen.

Alle Möbel wurden im Smurfit Westrock-Werk in Sorpel (Portugal) entworfen und produziert. Die für dieses Projekt verwendeten Rohstoffe sind FSC- und PEFC-zertifiziert. Sie  stammen aus den Wäldern von Smurfit Westrock im Süden Frankreichs und wurden in der französischen Papierfabrik des Unternehmens Cellulose du Pin zu Papier verarbeitet.

Die nachhaltige Ecoalf-Strategie
Das Unternehmen wurde 2009 mit der Vision gegründet, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Planeten ein Ende zu setzen, um die Bedürfnisse künftiger Generationen zu sichern. Seitdem entwickelt Ecoalf eine neue Generation von Recyclingprodukten, die für hochwertiges Design und konsequente Qualität stehen.

In den letzten 15 Jahren konnten durch Innovation, Forschung und Entwicklung mehr als 600 neue recycelte Materialien entwickelt werden. Dabei wurden über 350 Millionen Plastikflaschen sowie Tonnen von ausrangierten Fischernetzen, Altreifen, postindustrieller Baumwolle und Wolle recycelt. Dadurch wurden mehr als 54 Milliarden Liter Wasser eingespart, über 50.000 m² Land mit regenerativer Baumwolle renaturiert und 12.500 Tonnen CO₂ vermieden. Ecoalf hat sich verpflichtet, bis 2030 emissionsfrei zu werden.

Für jeden verkauften Artikel mit dem Titel „Because there is no planet B®” werden 10 % des Erlöses an die Ecoalf Foundation gespendet, um die Erweiterung des Projekts zu unterstützen. Ecoalf ist seit 2018 Mitglied der B-Corp-Community, eines globalen Netzwerks zertifizierter Unternehmen, die sich dafür entschieden haben, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Transparenz über Gewinnmaximierung zu stellen. Im Jahr 2022 wurde Ecoalf als „Best for the World“ ausgezeichnet und zählt damit zu den Top 5 % der 5.000 besten B-Corps weltweit.

„Wir sind sehr stolz darauf, unser erstes Geschäft eröffnet zu haben, dessen Wände, Umkleideräume, Regale und Tische aus Wellpappe und Papier hergestellt wurden. Das wäre ohne unseren Partner Smurfit Westrock nicht möglich gewesen“, so Javier Goyeneche, Gründer und Präsident von Ecoalf. „Die Kooperation mit Ecoalf unterstreicht den Anspruch von Smurfit Westrock, nachhaltige und innovative Lösungen für Kunden anzubieten, die konsequent auf ein verantwortungsvolles und umweltfreundliches Produktionsmodell ausgerichtet sind“, erklärt Ignacio Sevillano, CEO von Smurfit Westrock für Spanien, Portugal und Marokko.

Quelle:

Ecoalf 

Foto: Anja, Pixabay
27.03.2026

BTE: Bundesumweltministerium soll bei EPR nachbessern

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Nach monatelangen Konsultationen liegen mit den am 27.03.2026 veröffentlichten Eckpunkten des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) zur nationalen Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien und Schuhe erstmals konkrete Leitlinien vor. Der BTE hat sich gemeinsam mit dem HDE und weiteren Verbänden frühzeitig und intensiv in den Prozess eingebracht. Einige u.a. vom BTE vorgetragenen Vorschläge finden sich in den Eckpunkten des Ministeriums wieder, jedoch besteht an einigen Stellen Konkretisierungs- und Nachbesserungsbedarf. 

Ab April 2028 werden Hersteller verpflichtet, im Rahmen der EPR eine Gebühr zu entrichten, um die Finanzierung von Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Recycling von Alttextilien und Altschuhen sicherzustellen. Hervorzuheben sind insbesondere die vorgesehene wettbewerbliche Organisation des Systems sowie die geplante Einbindung der betroffenen Akteure, etwa durch eine Kommission für Alttextilien sowie eine Gemeinsame Stelle.  

Der BTE macht deutlich, dass bei der weiteren Ausgestaltung der EPR Regeln Augenmaß unbedingt erforderlich sei. „Die Eckpunkte setzen erste Impulse. Jetzt geht es darum, die vorgesehenen Regeln so auszugestalten, dass sie in der Praxis tragfähig, bürokratiearm und für alle Marktakteure fair umsetzbar sind“, betonen Gudrun Höck und Marika Hanschke, Referentinnen für Kreislaufwirtschaft beim BTE. Maßgeblich sei, dass die Gebührenstruktur dabei transparent und verhältnismäßig geregelt bzw. gestaffelt werden müsse. Gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage im Modehandel müsse sichergestellt werden, dass zusätzliche finanzielle Belastungen auf ein zwingend notwendiges Mindestmaß begrenzt werden. 

Im weiteren politischen Prozess sei eine sorgfältige Nachschärfung maßgeblich. Der BTE bemängelt, dass eine klare Zuordnung von Zuständigkeiten bei der Registrierung, der Genehmigung und der Systemaufsicht über eine zuständige Behörde fehlten. Außerdem ist aus Sicht des BTE ein wirksamer Vollzug von Ordnungswidrigkeiten unverzichtbar, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer sicherzustellen. Insbesondere die effektive Marktüberwachung internationaler Onlineplattformen, der konsequente Umgang mit Trittbrettfahrern sowie ein wirksames Vorgehen zur weiteren Eindämmung von Ultra-Fast-Fashion sind hierbei erforderlich. Darüber hinaus weist der BTE darauf hin, dass Schuhe zwar vom Anwendungsbereich erfasst sind, bislang jedoch nicht gesondert berücksichtigt werden. Um sachgerechte Lösungen für die spezifischen Material- und Verwertungsströme von Schuhen zu berücksichtigen, sei eine separate fachliche Behandlung erforderlich, etwa durch eine eigene Kommission für Altschuhe. 

Als Interessenvertretung des deutschen Textil , Schuh  und Lederwareneinzelhandels wird der BTE den weiteren politischen Prozess eng begleiten und die Belange und Perspektiven der Branche aktiv einbringen. Ziel des BTE bleibt ein EPR System, das ökologische Ziele wirksam unterstützt und die Besonderheiten textiler und schuhspezifischer Materialströme angemessen berücksichtigt. Zugleich wird der BTE den Handel durch praxisnahe Informationen, Orientierungshilfen und begleitende Formate bei der Umsetzung der EPR-Anforderungen unterstützen.

Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche Foto: Mohamed Hassan, Pixabay
26.03.2026

BTE: Diskussion um Mehrwertsteuererhöhung fatales Signal für die Modebranche

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung waren hohe Erwartungen verbunden, den dringend benötigten wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland einzuleiten. Vor dem Hintergrund der aktuellen, mehr als angespannten wirtschaftlichen Lage der Modebranche mit deutlichen Umsatzrückgängen und Geschäftsaufgaben vorwiegend im stationären Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel sowie auch im Hinblick auf die allgemein lahmende Binnenkonjunktur sieht der BTE die aktuellen Diskussionen um eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit 19 auf künftig 21 Prozent mehr als kritisch. 
 
„Das, was wohl gerade in der Regierungskoalition diskutiert wird, nehmen wir mit blankem Entsetzen wahr und es stößt bei den Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhändlern auf maximales Unverständnis, da diese Branche bereits seit den Zwangsgeschäftsschließungen während der Coronapandemie die am stärksten gebeutelte Handelsbranche war und ist. Auch die Tatsache, dass diese Debatte in einer Phase von vielen Insolvenzen und Geschäftsschließungen in unserer Branche geführt wird, ohne Entlastungen konsequent zu Ende zu denken, ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel und ein fatales Signal“, so BTE-Präsident Mark Rauschen.   
 
Der BTE verweist darauf, dass Kunden im Modebereich besonders sensibel auf Preissteigerungen reagieren. Als Folge würde die Nachfrage nach Bekleidung, Schuhen und Lederwaren einen zusätzlichen Dämpfer erfahren. Weiteren Geschäftsschließungen, vor allem im stationären Handel, würde damit Vorschub geleistet, was wiederum insbesondere in den Innenstädten zu zunehmenden Leerständen und Attraktivitätsverlusten führen würde. Zudem befürchtet der BTE, dass asiatische Billigstplattformanbieter die Profiteure sein könnten, deren teils illegalen Geschäftspraktiken seitens der Politik gerade erst bekämpft werden sollen.  
 
BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels: „Was uns weiter massiv verärgert und verwundert, ist der Umstand, dass erst zu Beginn dieses Jahres die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie deutlich und dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde, um die Branche zu entlasten und zu stärken. Dafür war anscheinend genügend finanzieller Spielraum vorhanden. Für ebenso obskur halten wir auch die Idee bzw. den anscheinend wirklich ernsthaft diskutierten Vorschlag, für Geringverdiener den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Lebensmittel auf 4 Prozent zu senken oder sogar ganz aufzuheben. Mit Verlaub: Dafür will und kann gerade auch unsere Branche nicht nochmals die Zeche zahlen.“
  
„Der bereits über Gebühr belastete Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandel muss endlich wieder atmen können. Auch die Angst unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern vor immer weniger Geld im Portemonnaie ist real und führt dazu, dass viele Menschen selbst notwendige Anschaffungen zurückstellen. Es braucht von der Politik jetzt konstruktive Vorschläge, statt nicht zu Ende gedachter Ideen und parteipolitischer Spielchen“, so Rauschen abschließend. Der BTE fordert stattdessen politische Ambitionen bei der Senkung grundlegender Belastungen – insbesondere bei Steuern, Abgaben und Energiekosten. Und zwar unverzüglich, besser gestern als morgen.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

Stationärer Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Geschäfte HDE Prognosen, IfH
23.03.2026

HDE-Prognose für 2026: Stationärer Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Geschäfte

Im laufenden Jahr 2026 werden 4900 Geschäfte in Deutschland verloren gehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Im laufenden Jahr 2026 werden 4900 Geschäfte in Deutschland verloren gehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Zahl der Geschäfte sinkt gemäß der HDE-Prognose bis zum Jahresende damit voraussichtlich auf 296.600. Vor zehn Jahren waren es deutschlandweit noch 366.800 Geschäfte. „Die Lage ist bei vielen vor allem mittelständischen Händlern ernst. Das Umfeld mit der seit Jahren vor sich hindümpelnden Konsumlaune ist schwierig. Die Politik ist in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen. Leerstand nutzt niemandem“, so von Preen weiter.

Der HDE ruft insbesondere das Bundesbauministerium und die Kommunen zu noch größeren Anstrengungen für lebendige Innenstädte auf. „Einkaufen ist der Hauptgrund für einen Innenstadtbesuch. Wer sein Stadtzentrum vital erhalten oder gestalten will, braucht deshalb Geschäfte. Jeder Leerstand ist einer zu viel. Der Einzelhandel steht bereit, aktuell stimmen aber einfach zu oft die Rahmenbedingungen nicht“, so von Preen. Für mehr Investitionen in ein sauberes und attraktives Umfeld wirbt der HDE für bessere Abschreibungsmöglichkeiten solcher Ausgaben. Von Preen: „Das öffentliche Geld wird nicht reichen, um alle Städte wieder auf Vordermann zu bringen, wir müssen private Investoren locken.“

Über die Lage der Innenstädte wird am 24. und 25. März in Berlin beim Handelsimmobilienkongress diskutiert. Mit dabei ist dann auch Sabine Poschmann, Staatssekretärin im Bundesbauministerium.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland

23.03.2026

2. BTE-Digital Day: Programm steht

Das Programm des 2. BTE-Digital Day am 16. April ist jetzt online. Von 9.30 bis 16 Uhr drehen sich dann insgesamt 20 Kurz-Vorträge von je rund 15 Minuten um Themenfelder wie digitale Kundenbindung, KI-gestütztes Warenmanagement, effiziente Online-Anbindungen, moderne Warenwirtschaft, kostengünstige Mitarbeiter-Organisation und zeitgemäße Transportlogistik. 
 
Für alle Händler interessant dürfte zudem der Slot des bekannten Coachs Andreas Nemeth über Mitarbeiterführung und -motivation vor der Mittagspause sein. Spannend ist auch der anschließende Vortrag von BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg über die neuesten (digitalen) Trends von der diesjährigen New Yorker Handelsmesse NRF und der Düsseldorfer EuroShop. Zum Abschluss wird der BTE in einem Slot über die Leistungen des am 1. Juli 2026 startenden neuen BTE-Clearing Centers informieren. 
 

Das Programm des 2. BTE-Digital Day am 16. April ist jetzt online. Von 9.30 bis 16 Uhr drehen sich dann insgesamt 20 Kurz-Vorträge von je rund 15 Minuten um Themenfelder wie digitale Kundenbindung, KI-gestütztes Warenmanagement, effiziente Online-Anbindungen, moderne Warenwirtschaft, kostengünstige Mitarbeiter-Organisation und zeitgemäße Transportlogistik. 
 
Für alle Händler interessant dürfte zudem der Slot des bekannten Coachs Andreas Nemeth über Mitarbeiterführung und -motivation vor der Mittagspause sein. Spannend ist auch der anschließende Vortrag von BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg über die neuesten (digitalen) Trends von der diesjährigen New Yorker Handelsmesse NRF und der Düsseldorfer EuroShop. Zum Abschluss wird der BTE in einem Slot über die Leistungen des am 1. Juli 2026 startenden neuen BTE-Clearing Centers informieren. 
 
Wichtig: Wer am 16. April verhindert ist, kann alle Life-Streamings und Präsentationen auch im Nachgang als Aufzeichnung anschauen. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung. Für Besucher aus dem Fachhandel sowie Textil-, Schuh- und Modelieferanten ist die Teilnahme am BTE-Digital Day kostenfrei. Das komplette Programm, die Registrierung und weitere Informationen sind online verfügbar.

Quelle:

BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren

18.03.2026

Einzelhandel: Fachkräftemangel verschärft Wettbewerb um junge Talente

Der Einzelhandel bleibt eine der größten und engagiertesten Ausbildungsbranchen des Landes.

Das zentrale Problem liegt zunehmend nicht im Stellenangebot – sondern im Matching zwischen jungen Menschen und offenen Ausbildungsplätzen. Das zeigen die vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsvertragszahlen der DIHK für 2025. „Es kommt immer seltener zusammen, was zusammengehört. Trotz einer weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft gelingt es der Branche immer seltener, alle angebotenen Stellen auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Das Nachwuchsproblem ist dabei kein branchenspezifisches Phänomen, sondern Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung: weniger Schulabgänger, eine steigende Studienneigung, veränderte Lebensentwürfe und Erwartungen. Der Handel bietet hervorragende Chancen – vom ersten Einstieg bis hin zu verantwortungsvollen Führungspositionen. Unser Problem ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern dass zu wenige junge Menschen überhaupt den Weg in eine duale Ausbildung finden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Einzelhandel bleibt eine der größten und engagiertesten Ausbildungsbranchen des Landes.

Das zentrale Problem liegt zunehmend nicht im Stellenangebot – sondern im Matching zwischen jungen Menschen und offenen Ausbildungsplätzen. Das zeigen die vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsvertragszahlen der DIHK für 2025. „Es kommt immer seltener zusammen, was zusammengehört. Trotz einer weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft gelingt es der Branche immer seltener, alle angebotenen Stellen auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Das Nachwuchsproblem ist dabei kein branchenspezifisches Phänomen, sondern Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung: weniger Schulabgänger, eine steigende Studienneigung, veränderte Lebensentwürfe und Erwartungen. Der Handel bietet hervorragende Chancen – vom ersten Einstieg bis hin zu verantwortungsvollen Führungspositionen. Unser Problem ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern dass zu wenige junge Menschen überhaupt den Weg in eine duale Ausbildung finden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Die Analyse der vergangenen drei Jahre zeigt: Während der Handel seine Ausbildungsangebote ausbaut und modernisiert und Karrierewege sichtbar macht, bleibt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hinter dem Bedarf zurück. Viele Jugendliche orientieren sich erst spät oder sind unentschlossen, andere entscheiden sich gegen eine duale Ausbildung, obwohl gerade der Handel breite berufliche Perspektiven und sichere Zukunftsaussichten bietet. „Wir brauchen eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung, um jungen Menschen den Wert beruflicher Ausbildung wieder näherzubringen. Der Handel steht bereit – mit modernen Arbeitswelten und Entwicklungsmöglichkeiten. Um das Matching zu verbessern, engagiert sich der HDE mit einer Branchen- und Nachwuchskampagne über ein eigenes digitales Informationsangebot und die relevanten Social-Media-Kanäle“, so Genth weiter. Zudem setzt sich der HDE konsequent für bessere und umfassendere Berufsorientierung im Rahmen aller Schulformen ein und plädiert für modernere Rahmenbedingungen und eine breite gesellschaftliche Aufwertung der dualen Ausbildung. Nur wenn mehr junge Menschen die Chancen von Ausbildungsberufen erkennen, bleibt die Fachkräftesicherung im Handel und in anderen Branchen nachhaltig gesichert.

Quelle:

HDE Handelsverband Deutschland