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AMRC - Jody Turner
18.09.2026

Vom Labor an den Webstuhl

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Die UK Fashion & Textile Association richtet einen Teil ihrer Weaving Conference 2026 gezielt auf den Transfer von Forschung in die industrielle Weberei aus. Die Session „From Labs to Looms“ bringt Fachleute des Manufacturing Technology Centre, des National Manufacturing Institute Scotland und des Advanced Manufacturing Research Centre mit Herstellern zusammen.

Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Laborergebnisse, sondern die Schritte zwischen Forschung und industrieller Nutzung: Versuche, Investitionsentscheidungen, Zusammenarbeit und die Qualifikation der Beschäftigten. Die Konferenz adressiert damit eine praktische Hürde vieler mittelständischer Textilunternehmen, die Zugang zu Forschungsinfrastruktur und neuen Fertigungsmethoden benötigen, ohne eigene große F&E-Abteilungen aufzubauen.

UKFT verknüpft die technische Diskussion mit dem Thema Skills. Neue Webtechnologien werden erst produktiv, wenn Unternehmen Verfahren sicher bewerten, einführen und im laufenden Betrieb beherrschen können.

Quelle:

UK Fashion & Textile Association (UKFT)

15.09.2026

Weniger Druckluft beim Texturieren

Heberlein Technology baut sein Geschäft mit Luftverwirbelungs- und Texturierdüsen für synthetische Filamentgarne in China aus. Im Fokus stehen die APh- und APe-Serien für DTY-Anwendungen und insbesondere Air Covering. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Düsen die Druckluftkosten senken, ohne die Garnqualität zu beeinträchtigen.

Druckluft ist in Filamentprozessen ein relevanter Kosten- und Energieposten. Heberlein beziffert für Investitionen in die neue Advanced-Performance-Generation eine mögliche Amortisationszeit von rund 18 Monaten, abhängig von der jeweiligen Anlage und Nutzung. Solche Angaben sollten im konkreten Kundenfall überprüft werden.

Parallel hat das Schweizer Unternehmen in Shengze City einen Service-Hub eingerichtet. Mobile Luftversorgung, Ultraschallreinigung, Durchflussmessung und Spleißtechnik sollen Versuche, Wartung und Fehlerbehebung näher an chinesische Produktionsstandorte bringen.

Heberlein Technology baut sein Geschäft mit Luftverwirbelungs- und Texturierdüsen für synthetische Filamentgarne in China aus. Im Fokus stehen die APh- und APe-Serien für DTY-Anwendungen und insbesondere Air Covering. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Düsen die Druckluftkosten senken, ohne die Garnqualität zu beeinträchtigen.

Druckluft ist in Filamentprozessen ein relevanter Kosten- und Energieposten. Heberlein beziffert für Investitionen in die neue Advanced-Performance-Generation eine mögliche Amortisationszeit von rund 18 Monaten, abhängig von der jeweiligen Anlage und Nutzung. Solche Angaben sollten im konkreten Kundenfall überprüft werden.

Parallel hat das Schweizer Unternehmen in Shengze City einen Service-Hub eingerichtet. Mobile Luftversorgung, Ultraschallreinigung, Durchflussmessung und Spleißtechnik sollen Versuche, Wartung und Fehlerbehebung näher an chinesische Produktionsstandorte bringen.

Quelle:

Heberlein Technology AG

Recycled Fiber Matrix Grafik (c) Uster Technologies AG
Recycled Fiber Matrix
14.09.2026

Recyclingbaumwolle wird messbar

Uster Technologies hat mit der Recycled Fiber Matrix ein zweidimensionales Bewertungssystem für mechanisch recycelte Baumwollfasern entwickelt. Hintergrund ist ein zentrales Problem des Faserrecyclings: Rezyklate schwanken stark in Länge, Kurzfaseranteil und weiteren Qualitätsparametern, obwohl genau diese Eigenschaften darüber entscheiden, welche Spinnverfahren, Mischungen und Endanwendungen technisch sinnvoll sind.

Für die Entwicklung wurden zahlreiche Proben aus wichtigen Recyclingregionen in China, Indien und Europa analysiert. Berücksichtigt wurden graue, gefärbte und gebleichte Materialien aus postindustriellen, Pre-Consumer- und Post-Consumer-Strömen. Die Messungen mit Uster AFIS 6 bilden unter anderem mittlere Faserlänge, Länge der längsten fünf Prozent und Kurzfaseranteil ab.

Uster Technologies hat mit der Recycled Fiber Matrix ein zweidimensionales Bewertungssystem für mechanisch recycelte Baumwollfasern entwickelt. Hintergrund ist ein zentrales Problem des Faserrecyclings: Rezyklate schwanken stark in Länge, Kurzfaseranteil und weiteren Qualitätsparametern, obwohl genau diese Eigenschaften darüber entscheiden, welche Spinnverfahren, Mischungen und Endanwendungen technisch sinnvoll sind.

Für die Entwicklung wurden zahlreiche Proben aus wichtigen Recyclingregionen in China, Indien und Europa analysiert. Berücksichtigt wurden graue, gefärbte und gebleichte Materialien aus postindustriellen, Pre-Consumer- und Post-Consumer-Strömen. Die Messungen mit Uster AFIS 6 bilden unter anderem mittlere Faserlänge, Länge der längsten fünf Prozent und Kurzfaseranteil ab.

Die Matrix übersetzt diese Messwerte in Qualitätsklassen von A bis D. Entscheidend ist, dass nicht ein einzelner Kennwert bewertet wird, sondern zwei miteinander interagierende Parameter. Dadurch werden etwa zwei Faserlose mit identischer mittlerer Länge unterscheidbar, wenn ihr Kurzfaseranteil stark voneinander abweicht. In der Praxis soll das Bale Management, Mischungsverhältnisse sowie Einstellungen für Verzug, Drehung und Spinngeschwindigkeit unterstützen. Uster kündigt an, die Datengrundlage fortlaufend mit weiteren globalen Recyclingproben zu erweitern.

Foto: (c) Groz-Beckert KG
10.09.2026

Groz-Beckert startet mit 21 Nachwuchskräften

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Groz-Beckert hat zum 1. September 21 neue Auszubildende und Studierende am Standort Albstadt begrüßt. Der neue Jahrgang verteilt sich auf technische, kaufmännische und digitale Berufsbilder und zeigt, wie breit der Qualifikationsbedarf im modernen Textilmaschinen- und Komponentenbau inzwischen ist.

Zu den Ausbildungswegen gehören unter anderem Industriemechanik und Mechatronik. Hinzu kommen kaufmännische und IT-orientierte Profile sowie duale Studienrichtungen, darunter Data Science. Damit verbindet das Unternehmen klassische Fertigungsqualifikationen mit Kompetenzen, die für digitalisierte Produktions- und Serviceprozesse zunehmend relevant werden.

Der Nachwuchsstart ist auch vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs im europäischen Textilmaschinenbau interessant. Unternehmen müssen mechanische, elektronische und datenbezogene Kompetenz enger verzahnen, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Ausbildung bleibt damit ein strategischer Baustein für Technologie- und Produktionsstandorte.

Quelle:

Groz-Beckert KG