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Garne aus rezyklierten Glasfasern Foto (c) DITF
Garne aus rezyklierten Glasfasern
18.08.2026

Europa setzt bei ausgedienten Windrotorblättern auf Recycling

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

Seit 2026 hat sich Europas Windenergiebranche selbst verpflichtet, dass Rotorblätter von Windturbinen nicht auf Deponien enden, wenn sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Das von der EU geförderte Forschungsprojekt REWIND zeigt Wege auf, diese Verbundwerkstoffabfälle wiederzuverwenden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) sind einer von 13 Projektpartnern aus sieben Ländern.

REWIND steht für Efficient Decommissioning, Repurposing and Recycling to increase the Circularity of end-of-life Wind Energy Systems. Die Projektpartner entwickeln grundlegende Technologien und Verfahren für die Demontage, das Recycling und die Wiederverwendung der Verbundwerkstoffe. Ziel ist es, die Windrotorblätter kreislauffähig zu machen statt sie zu deponieren oder zu verbrennen.

Das Konsortium hat ein Modell validiert, mit dem sich das mechanische Verhalten der wiedergewonnenen Materialien mit einer Genauigkeit von über 90 % vorhersagen lässt. Damit sind sie für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen oder als Dämmstoff geeignet.

An den DITF werden aus den von den Projektpartnern rezyklierten Glas- und Carbonfasern Garne und Gewebe für neue Bauteile oder für Reparatur-Sets von Windkraftanlagen entwickelt. In einem ersten Schritt wurden recycelte Fasern untersucht, vor allem im Hinblick darauf, für welche Verarbeitungsverfahren sie geeignet sind.

Das Forschungsteam verfolgt zwei unterschiedliche Verfahren. In der ersten Prozessroute werden die rezyklierten Glasfasern zu hochwertigen textilen Verstärkungsstrukturen verarbeitet. Dazu werden die Fasern vorgeöffnet, gekrempelt, zu Garnen versponnen und anschließend zu Geweben verarbeitet, die entweder in eine oder in zwei Richtungen verstärkt sind. Ein erster Meilenstein war die Entwicklung eines rezyklierten Glasfasergarns (rGF/Polyamid-6-Garns) mit einem Faservolumengehalt von rund 40 %, das für thermoplastische Verbundanwendungen, beispielsweise für Strukturbauteile im Automobilbau, geeignet ist.

Es ist darüber hinaus gelungen, ein Garn herzustellen, das sogar aus 98 % rezyklierten Glasfasern besteht. Daraus wurde ein Gewebe mit paralleler Faserausrichtung (UD-Gewebe) gefertigt. Damit konnte erstmals gezeigt werden, dass sich gezielt ausgerichtete textile Verstärkungsstrukturen aus rezyklierten Glasfasern herstellen lassen, die optimal an mechanische Belastungen angepasst sind.

Die zweite Prozessroute untersucht die Verarbeitung von Long-Fiber-Delamination-(LFD)-Tapes, die direkt aus Windrotorblättern gehobelt werden, zu UD-Geweben. Diese LFD-Tapes stellen eine neuartige Klasse textiler Halbzeuge aus vollständig ausgehärtetem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)-Rezyklat dar. Derzeit wird untersucht, inwieweit sie sich diese Zwischenprodukte als leistungsfähige Verstärkungsstrukturen für Faserverbundwerkstoffe eignen.

 

Quelle:

DITF

Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia Foto (c) Andritz
Die neue ANDRITZ-Airlay-Linie im Werk von MENANG in Malaysia
12.08.2026

MENANG nimmt Produktion mit Airlay-Linie von ANDRITZ wieder auf

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

MENANG, ein malaysischer Hersteller von Vliesstoffkomponenten für die Automobilindustrie, hat seine Produktion nach einem Großbrand Mitte März 2026, bei dem die Airlay-Linie des Unternehmens schwer beschädigt wurde, wieder aufgenommen. Eine neue Airlay-Linie von ANDRITZ ermöglichte die Wiederaufnahme der Produktion innerhalb von nur vier Monaten.

Unmittelbar nach dem Brand leitete MENANG ein Wiederaufbauprogramm ein und bestellte Ende März eine neue Airlay-Linie bei ANDRITZ. In enger Zusammenarbeit mit MENANG schloss ANDRITZ die Montage und Inbetriebnahme der Linie dank eines stark gestrafften Projektzeitplans bis Mitte Juli ab. Durch die parallele Durchführung der Wiederaufbauarbeiten am Standort und der Anlagenmontage konnte MENANG die Rückkehr zum Normalbetrieb beschleunigen und die Auswirkungen auf die Produktion minimieren.

William Wong, Group Director von MENANG, erklärt: „Nach dem Brand lag unser Fokus darauf, den Wiederaufbau rasch voranzutreiben, um die Kontinuität für unsere Kunden und Partner sicherzustellen. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von MENANG und ANDRITZ hat entscheidend dazu beigetragen, dies zu ermöglichen. Wir schätzen das Engagement und die Reaktionsbereitschaft über den gesamten Projektverlauf sehr und freuen uns, mit unserer neuen Airlay-Linie wieder in Betrieb zu sein.“

Die neu installierte ANDRITZ-Airlay-Linie bietet MENANG eine moderne und zuverlässige Technologie zur Vliesbildung und unterstützt damit das zukünftige Wachstum und die Ziele des Unternehmens in der Automobilindustrie.

Quelle:

ANDRITZ AG

Mit UMT wird Freudenberg Performance Materials zum Full-Service-Anbieter für Advanced Wound Care. © Freudenberg Performance Materials
03.08.2026

Freudenberg Performance Materials übernimmt Foshan United Medical

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Freudenberg Performance Materials (Freudenberg), ein führender Hersteller von technischen Textilien, hat mit Wirkung zum 31. Juli 2026 Foshan United Medical Ltd. (UMT) übernommen. Die Verkäufer sind UMT-Gründer Dr. Xiaodong Wang sowie ein weiterer privater chinesischer Mitgründer des Unternehmens. UMT ist ein führender Full-Service Anbieter von Produkten für die moderne Wundversorgung. Das Unternehmen hat Sitz und state-of-the-art-Produktion im chinesischen Foshan und beschäftigt rund 200 Mitarbeitende. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. 

„Freudenberg Performance Materials und Foshan United Medical ergänzen sich strategisch ideal. Durch den Zusammenschluss bieten wir künftig als innovativer Full-Service-Anbieter Kunden im Markt für Advanced Wound Care ein einzigartiges Technologie- und Produktportfolio“, erklärt Dr. Andreas Raps, CEO von Freudenberg Performance Materials. Dr. Xiadong Wang, CEO und Gründer von UMT betont: „Die Innovationsstärke und das hohe Maß an Kundenorientierung unserer Unternehmen passen hervorragend zueinander, sie sind Grundpfeiler für den Ausbau unseres Erfolges.“ 

Technologien und regulatorisches Know-how
Die Kernkompetenz von UMT reicht von der Faserproduktion -bzw. Funktionalisierung über Vliesstoffproduktion bis hin zur Endverpackung, Sterilisation und Marktzulassung. 

Das regulatorische Know-how von UMT, erfolgreiche internationale Erstzulassungen von Produkten sowie Patentanmeldungen in China, Europa und den USA bilden einen weiteren wichtigen  Baustein für den Ausbau des Healthcare-Geschäfts von Freudenberg Performance Materials. 

Individuelle Lösungen für Kunden
Mit der Übernahme von UMT deckt Freudenberg Performance Materials alle wichtigen Schritte der Wertschöpfungskette im eigenen Haus ab und verfügt damit über eine der breitesten Technologieplattformen im Markt für moderne Wundversorgung. Künftig bietet das Unternehmen Kunden ein breites Spektrum an Lösungen für unterschiedliche Anwendungen: Wundauflagen aus Polyurethanschaum, mit Silikonbeschichtung oder antimikrobiellen Wirkstoffen wie Silber. Ergänzt wird das Portfolio durch absorbierende Faserlösungen auf Basis von Alginaten, Chitosan und CMC basierten Wundauflagen. Die breite technologische Basis eröffnet umfassende Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und ermöglicht maßgeschneiderte Lösungen für Kunden weltweit.

Quelle:

Freudenberg Performance Materials 

(c) Helly Hansen
03.08.2026

Helly Hansen eröffnet ersten Store in Deutschland

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

Helly Hansen, der norwegische Hersteller innovativer Funktionsbekleidung für Outdoor-, Berg- und Segelsport sowie Sportsfashion, eröffnete am 31. Juli 2026 den ersten eigenen Store in Deutschland. Mit dem Standort in der Sendlinger Straße 35 stärkt die Marke ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum und investiert gezielt in einen ihrer wichtigsten europäischen Märkte. 

Der neue Store soll Anlaufpunkt für Outdoor-Enthusiasten, Wassersportler und alle, die funktionale Premium-Bekleidung mit skandinavischen Wurzeln schätzen, werden. Von technischer Ski- und Outdoor-Bekleidung über Segelkollektionen bis hin zu funktionalen Lifestyle-Produkten vereint der Store auf rund 330 Quadratmetern die gesamte Markenwelt von Helly Hansen.

München als idealer Standort
Mit der Nähe zu den Alpen, einer aktiven Outdoor-Community sowie den vielfältigen Segel- und Wassersportmöglichkeiten im bayerischen Voralpenland bietet München ideale Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Marke in Deutschland.

„München vereint vieles von dem, wofür Helly Hansen steht: die Nähe zu Bergen und Seen, die Begeisterung für Outdoor-Aktivitäten sowie den hohen Anspruch an Qualität und Funktion. Gleichzeitig ist die Stadt ein urbanes Zentrum – und genau dort überzeugen unsere technisch anspruchsvollen und zugleich stilvollen Parkas sowie unsere Regenjacken- und Mäntel der Lifestyle-Kollektion“, sagt Michael Uhl, General Manager DACH bei Helly Hansen. „Mit unserem eigenen Store schaffen wir einen Ort, an dem Kundinnen und Kunden die Marke in ihrer ganzen Vielfalt erleben können – von innovativen Technologien bis zu den Geschichten hinter unseren Produkten.“

Die Marke erlebbar machen
Ziel des neuen Stores ist es, die DNA von Helly Hansen sichtbar und erlebbar zu machen. Die Wurzeln der Marke im Segelsport, im alpinen Bereich und im professionellen Wetterschutz spiegeln sich sowohl im Sortiment als auch im Store-Konzept wider.

„Unsere Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit Profis, die unter den anspruchsvollsten Bedingungen der Welt unterwegs sind – auf dem Wasser, in den Bergen und im Schnee“, so Uhl weiter. „Dieses Wissen und diese Erfahrung möchten wir direkt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben und sie dabei unterstützen, die passende Ausrüstung für ihre eigenen Abenteuer zu finden.“

Neben den aktuellen Kollektionen präsentiert der Store auch die neuesten Material- und Technologieentwicklungen von Helly Hansen – darunter innovative wasserdichte und atmungsaktive Konstruktionen sowie leistungsstarke Isolationslösungen für unterschiedlichste Einsatzbereiche.

Investition in die Zukunft
Die Eröffnung des Münchner Stores markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung von Helly Hansen im deutschsprachigen Markt. „Wir möchten Menschen dabei unterstützen, mehr Zeit draußen zu verbringen – unabhängig von Wetter und Bedingungen“, erklärt Uhl. „Der neue Store bietet Raum für Inspiration, Austausch und persönliche Beratung und ist damit auch Treffpunkt für unsere Community.“

Quelle:

crystal communications GmbH für Helly Hansen

Credit: BVMed/Kurt Paulus
30.07.2026

BVMed: „Verlässliche Hilfsmittelversorgung trotz wachsenden Kostendrucks“

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Die Hilfsmittelversorgung in Deutschland ist wirtschaftlich, patient:innenorientiert und kein Kostentreiber im Gesundheitswesen, so das Fazit des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zum aktuellen Mehrkostenbericht des GKV-Spitzenverbandes. „Hilfsmittel ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und mehr Lebensqualität. Gleichzeitig leisten sie einen zentralen Beitrag zur Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung. Damit auch künftig eine starke Hilfsmittelversorgung gesichert werden kann, müssen die wohnortnahen Versorgungsstrukturen gestärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen geboten werden“, sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Der deutsche MedTech-Verband warnt deshalb davor, die Hilfsmittelversorgung erneut zum Gegenstand kurzfristiger Sparmaßnahmen zu machen.

Hilfsmittel tragen dazu bei, Patient:innen frühzeitig aus der stationären in die häusliche Versorgung zurückzuführen, und machen damit den Grundsatz „ambulant vor stationär“ möglich. Ambulante Versorgungsstrukturen würden auf diese Weise häufig deutlich höhere Kosten in Krankenhaus, Reha und Pflege vermeiden. Dabei umfasse eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen weit mehr als die Bereitstellung eines Produkts, erklärt der BVMed. Entscheidend für den Versorgungserfolg seien die individuelle Beratung, die bedarfsgerechte Anpassung, die Einweisung von Patient:innen, Angehörigen und Pflegefachpersonen sowie Reparaturen und die langfristige Begleitung. Hilfsmittel-Leistungserbringer stellen dies sicher. 

Wie stabil diese Versorgung ist, zeigt der aktuelle GKV-Mehrkostenbericht: Rund 78 Prozent aller Hilfsmittelversorgungen erfolgten 2025 ohne zusätzliche Mehrkosten für die Versicherten, und der Anteil mehrkostenfreier Versorgungen ist seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2019 weitgehend stabil. Die GKV-Ausgaben für Hilfsmittel stiegen zugleich weniger stark als die GKV-Leistungsausgaben insgesamt. Auf den gesamten Hilfsmittelbereich entfielen weniger als vier Prozent der GKV-Leistungsausgaben – bei rund 32 Millionen Versorgungen im Jahr.

Dass die Versorgung so stabil bleibt, sei keine Selbstverständlichkeit, erklärt der BVMed: Hilfsmittelversorgungsverträge laufen häufig über mehrere Jahre, während Preissteigerungen bei Personal, Rohstoffen und Material, Energie, Transport sowie Digitalisierung sowie zusätzliche Anforderungen an Dokumentation und Qualitätssicherung vielfach nicht ausgeglichen werden. Die Hilfsmittel-Leistungserbringer hätten diese Kostensteigerungen bislang weitgehend aufgefangen. „Die Schere zwischen den tatsächlichen Kosten und den Vergütungen in der Hilfsmittelversorgung geht weiter auseinander“, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Juliane Pohl.

Hinzu kommt: Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sieht für die Jahre 2027 und 2028 einen pauschalen Abschlag von drei Prozent je Hilfsmittelversorgung vor. Dieser wird nicht nur die Produkte treffen, sondern ebenso die damit verbundenen Dienstleistungen. Eine nachhaltige Finanzierung sei jedoch die Voraussetzung für eine qualitätsgesicherte Hilfsmittelversorgung, betont der BVMed. Auch weitere pauschale Sparinstrumente oder eine Rückkehr zu Ausschreibungen bei Hilfsmitteln setzen aus BVMed-Sicht an der falschen Stelle an und gefährden Versorgungsqualität, Wahlfreiheit und wohnortnahe Strukturen. Zudem hätten Ausschreibungen in der Vergangenheit keine nachhaltigen Ausgabenreduktionen bewirkt, zugleich jedoch erhebliche Risiken für die Versorgungsqualität und -kontinuität geschaffen.

Pohl abschließend: „Die Hilfsmittel-Leistungserbringer sind Teil der Lösung für eine zukunftsfähige, wirtschaftliche und patient:innenorientierte Gesundheitsversorgung – nicht die Ursache der Kostenentwicklung. Sie sichern täglich die wohnortnahe Versorgung von Millionen Menschen und entlasten Krankenhäuser, Rehabilitation und Pflege.“ Wer die GKV-Finanzstabilität nachhaltig sichern wolle, brauche einen Perspektivwechsel: weg von kurzfristigen Spargesetzen, hin zu einer Politik, die die ambulante Versorgung tatsächlich stärkt und den Hilfsmittel-Leistungserbringern verlässliche Rahmenbedingungen bietet – als Fundament für eine qualitätsgesicherte Versorgung in der Häuslichkeit.

Quelle:

Bundesverband Medizintechnologie BVMed

Rundgewebte Filterschläuche von vombaur Foto: (c) vombaur
Rundgewebte Filterschläuche
30.07.2026

vombaur Filterschläuche: Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Für eine erfolgreiche neue Entwicklung braucht es für gewöhnlich mehr als ein Unternehmen. In einem neuen Produkt stecken in der Regel spezielle, von Lieferanten hergestellte Bauteile. So auch im patentierten Filtersystem eines vombaur-Kunden. 

Robuste Filterschläuche, effizientes Filtersystem
Das vollautomatische System für Fest-Flüssig-Filtration nutzt Druckluft als treibende Kraft und sorgt dank der besonderen Geometrie der Filterkerzen für einen außergewöhnlich effizienten Abwurf des Filtrerkuchens. Für das hocheffiziente und nahezu wartungsfreie System braucht der Hersteller robuste und langlebige Filterschläuche. Die Schläuche müssen den enormen und bei der Rückspülung schlagartig wirkenden Kräften in der Anlage zuverlässig und dauerhaft standhalten. Die Schläuche von vombaur erfüllen die hohen Anforderungen an das Textil: Die rundgewebten Filterschläuche von vombaur weisen weder Naht- noch Schweißverläufe auf. Das macht sie besonders robust. Damit ist das Wuppertaler Textil-Unternehmen, das zur Textation Group gehört, der ideale Partner für das neue Filtersystem.

Nahtlose Schläuche, hundertprozentige Flächennutzung
Ob Anschwemmverfahren oder kuchenbildende Filtration, ob Lebensmittel- oder Faserindustrie: Die Garne und Feinheiten der Filterschläuche werden für jedes Projekt individuell und präzise spezifiziert. Die rundgewebten vombaur-Schläuche arbeiten deshalb präzise, zuverlässig und langlebig. Aufgrund ihrer nahtlosen Architektur bringen Sie außerdem rundum gleichmäßige Filtrationseigenschaften mit. Materialstärke und Durchflussverhalten sind an jeder Stelle des Filterschlauchs identisch. Die festgesetzten Filtrationseigenschaften sind über die gesamte Schlauchfläche sichergestellt. Ein weiterer Effizienz-Gewinn: Während mit längsverschweißten oder -vernähten Filterschläuchen bis zu zehn Prozent der Filterfläche verloren gehen, wird sie mit den Hightech-Schläuchen von vombaur zu 100 Prozent genutzt. Für die Produktion und Wartung der Anlage ist darüber hinaus die einfache Montage der nahtlosen Filterschläuche von Vorteil.

Partnerschaft für höchste Qualität und maximale Prozesssicherheit 
Das hocheffiziente Filtersystem mit den vombaur-Schläuchen sorgt für einen stabilen Durchsatz in jeder Phase des Filtrationsprozesses – auch bei extremer Filterfeinheit von bis zu 1 μm und einem hohen Feststoffanteil bis 10 Prozent. „Die intelligente Filterkerzen-Konstruktion in Kombination mit unseren rundgewebten Filterschläuchen ist ein echter Effizienz-Booster für die Fest-Flüssig-Filtration. Der Erfolg beruht auch darauf, dass wir uns beide als Entwicklungspartner verstehen. Wir stimmen unsere Produkte genau auf die besonderen individuellen Bedingungen in den jeweiligen Produktionsanlagen ab setzen dabei auf hohe Qualität, Effizienz in den Prozessen und Langlebigkeit“, so Maren Zurek, Sales Managerin bei vombaur. „Wir passen einfach perfekt zusammen. Und gemeinsam ermöglichen wir den Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie, in der Faserindustrie und anderen Branchen damit einen langjährigen wartungsfreien Betrieb ihrer Filteranlage. Das ist auf diesem Level tatsächlich neu.“

Quelle:

vombaur 

DITF Formgedaechtnispolymere Garn Foto: (c) DITF
Formgedaechtnispolymere Garn
29.07.2026

Energiesparend: Smarte Textilien mit reversibler Formänderung

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

Bewegliche textile Strukturen werden in zahlreichen Bereichen wie Medizintechnik, Automatisierung, Architektur, Landwirtschaft oder in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Ein Beispiel hierfür sind Schattierungsnetze in Gewächshäusern, die je nach Sonnenintensität aus- und eingefahren werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) entwickeln Textilien aus Formgedächtnispolymeren mit reversibel steuerbarer Geometrie.

Die Formänderungen herkömmlicher Textilien werden oft durch externe mechanische Komponenten wie zum Beispiel Motoren, gesteuert. Das erhöht das Gesamtgewicht, den Energieaufwand und damit auch die Kosten. 

Formgedächtnispolymere können auf Veränderungen ihrer Umgebung mit einer einprogrammierten Verformung reagieren. Sogenannte 2-Wege-Formgedächtnispolymere (2W-FGP) ermöglichen sogar eine reversible Formänderung. Textilien aus diesen Materialien eröffnen Perspektiven, um neue energiesparende textile Aktoren zu entwickeln.

In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwickeln die DITF in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP) Multifilamentgarne aus thermoplastischen 2-Wege-Formgedächtnispolymeren. Diese Garne weisen eine reversible und reproduzierbare Längenänderung auf, die allein durch Temperaturwechsel gesteuert wird. Bei Temperaturerhöhung verkürzen sich die Garne, werden sie gekühlt, nimmt ihre Länge zu. Im Gegensatz zu Einweg-Formgedächtnispolymeren wird keine externe Verformung benötigt, um eine reversible Formänderung zu erreichen. 

Um die Textilien bei Raumtemperatur einsetzen zu können, wurden zunächst spinnbare 2W-FGP mit Schalttemperaturen bei ca. 30 °C und 60 °C synthetisiert. Anschließend wurden geeignete Spinnparameter wie Spinntemperatur, Düsendurchmesser und Wickelgeschwindigkeit ermittelt, um die Multifilamentgarne zuerst mit Hilfe eines Spin Line Rheometers und anschließend auf einer Pilotanlage herstellen zu können. 

Schließlich wurde untersucht, welchen Einfluss die Spinnparameter auf die Thermoresponsivität der hergestellten Garne haben. Dazu wurde deren Formstabilität ermittelt. Liegt die Formstabilität bei 100 %, weist das Garn jedes Mal wieder die gleiche Länge auf, sobald eine entsprechende Temperatur erreicht ist. Die Thermoresponsivität wurde auch durch die reversible Dehnungsänderung der Garne beim Temperaturwechsel bestimmt. Multifilamentgarne mit einer Formstabilität bei 60 °C über 99 % und einer reversiblen Dehnungsänderung von 16 % konnten bei einer Wickelgeschwindigkeit von 1500 m/min hergestellt werden. Dies zeigt, dass eine wirtschaftliche Produktion dieser Materialien gewährleistet ist. 

Im Rahmen des Projekts wird in den weiteren Schritten untersucht, wie sich die Garne zu Textilien weiterverarbeiten lassen und wie sie am Ende ihrer Nutzung thermomechanisch recycelt werden können. Anhand dieser Untersuchungen lässt sich bewerten, inwieweit das neue Material für die industrielle Fertigung geeignet ist und welche Anwendungen in Frage kommen. So könnte zum Beispiel in Zukunft ein Agrartextil aus Formgedächtnispolymeren hergestellt werden, das seine Luft- und Lichtdurchlässigkeit selbstständig an die Wetterbedingungen anpasst und dadurch ideale Wachstumsbedingungen für Pflanzen schafft.

Das IGF-Vorhaben 01IF23512 N wurde im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Quelle:

DITF